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Weltreligion = Antichrist?

vor 7 Stunden
15 Min. Lesezeit

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Ich habe im Internet etwas gesehen, das mich einerseits verwirrt und nachdenklich gemacht hat, andererseits aber auch deutlich zeigt, dass der Antichrist zunehmend in Erscheinung tritt. Ich bin überzeugt, dass jeder aufrichtige Christ – ob evangelisch, katholisch oder Zeuge Jehovas –, der die Wahrheit des Wortes Gottes liebt und ernst nimmt, das, was wir uns gleich ansehen werden, als verwirrend und beunruhigend empfinden wird. Ich betone dies ganz bewusst, denn im Folgenden werde ich über den Papst sprechen. Dabei geht es mir nicht darum, eine bestimmte Glaubensgemeinschaft anzugreifen, sondern darum, auf etwas aufmerksam zu machen, was meiner Überzeugung nach, jeder Christ im Licht der Heiligen Schrift sorgfältig prüfen sollte.

Also, wir sehen hier Papst Leo XIV., das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Dabei können wir beobachten, wie er seine Schuhe auszieht und anschließend barfuß eine Moschee in Algerien betritt, die als drittgrößte Moschee der Welt gilt.

Vielleicht denkst du jetzt: „Was soll daran fragwürdig sein? Ist das nicht vielmehr ein Zeichen großen Respekts?“ Schließlich wird in unserer heutigen Zeit erwartet, dass wir anderen Religionen mit Achtung und Toleranz begegnen. Doch wie wir gleich sehen werden, könnte hinter dieser Geste weit mehr stecken, als es auf den ersten Blick scheint. Deshalb habe ich begonnen, mich intensiver mit diesem Thema zu beschäftigen. Ich habe recherchiert und mir insbesondere das Land Algerien genauer angesehen. Dabei bin ich auf etwas gestoßen, das mich sehr nachdenklich gemacht hat und das für mich in einem deutlichen Widerspruch zu dem Gedanken des gegenseitigen religiösen Respekts steht.

Algerien hat rund 48 Millionen Einwohner, doch darunter befinden sich Schätzungen zufolge lediglich etwa 8.700 Katholiken. Das entspricht nicht einmal 0,02 Prozent der Bevölkerung. Gleichzeitig wurden fast alle christlichen Kirchen, darunter auch evangelische Gemeinden, durch staatliche Maßnahmen geschlossen. Und genau hier stellt sich für mich eine entscheidende Frage: Während Christen in Algerien mit erheblichen Einschränkungen ihrer Religionsfreiheit konfrontiert sind, betritt der Papst eine Moschee, um ein Zeichen der Toleranz und des Respekts gegenüber einer anderen Religion zu setzen? Wo bleibt da die Toleranz gegenüber den Christen, denen in diesem Land die freie Ausübung ihres Glaubens erschwert oder sogar verwehrt wird?

Auch Jehovas Zeugen sind in Algerien von erheblichen staatlichen Einschränkungen betroffen. Ihre religiösen Aktivitäten können dort nicht frei und öffentlich ausgeübt werden. Offizielle Mitgliederzahlen für Algerien sind nicht verfügbar. In ihren weltweiten Jahresberichten veröffentlicht die Religionsgemeinschaft keine gesonderten Zahlen für Algerien, sondern fasst diese unter Ländern zusammen, in denen ihre Tätigkeit besonderen Einschränkungen unterliegt. Das zeigt, dass die Einschränkungen der Religionsfreiheit in Algerien nicht nur einzelne christliche Konfessionen betreffen, sondern auch andere Glaubensgemeinschaften wie Jehovas Zeugen.

 

So wurden beispielsweise Zeugen Jehovas in Algerien strafrechtlich verfolgt und wegen des Vorwurfs, Muslime zum Religionswechsel bewegen zu wollen, zu Haftstrafen verurteilt. Den Betroffenen wurde vorgeworfen, „die nationale Einheit zu untergraben“.

Der Islam ist in Algerien Staatsreligion. Obwohl die Verfassung die Glaubens- und Religionsfreiheit grundsätzlich anerkennt, wird die freie Religionsausübung durch gesetzliche Bestimmungen und staatliche Maßnahmen erheblich eingeschränkt. Internationale Beobachter und Menschenrechtsorganisationen kritisieren dieses Vorgehen als schwerwiegenden Eingriff in die Religionsfreiheit. Und nun müssen wir uns einmal vor Augen führen, was hier geschieht: Der Papst reist in dieses Land, zieht seine Schuhe aus, betritt eine Moschee und setzt damit ein Zeichen des Respekts und der Toleranz zwischen den Religionen.

Und das ausgerechnet in einem Land, in dem Christen selbst nicht die gleiche religiöse Freiheit genießen! Während der Papst öffentlich ein Zeichen des interreligiösen Respekts setzt, stehen zahlreiche christliche Gemeinden vor verschlossenen Kirchentüren, weil ihre Gotteshäuser durch staatliche Maßnahmen geschlossen wurden.

Und wenn ich hier von Christen spreche, dann meine ich damit alle, die dem christlichen Glauben in irgendeiner Form angehören oder aus dem christlich geprägten Kulturkreis stammen – unabhängig davon, welcher Konfession oder Glaubensgemeinschaft sie angehören. Auch die katholische Kirche genießt dort keineswegs Religionsfreiheit. Ebenso sind Jehovas Zeugen von erheblichen Einschränkungen betroffen.


Doch das war keineswegs das erste Mal, dass ein Papst eine Moschee besuchte. Bereits im November 2025 betrat Papst Leo XIV. die berühmte Blaue Moschee in Istanbul – ebenfalls ohne Schuhe. Vor ihm hatten schon Papst Franziskus im Jahr 2014 und Papst Benedikt XVI. im Jahr 2006 diese Moschee besucht. Drei aufeinanderfolgende Päpste, die eine Moschee besuchen und damit eine ähnliche symbolische Geste setzen. Ist das wirklich nur ein Zufall? Wenn drei aufeinanderfolgende Oberhäupter einer so einflussreichen religiösen Institution ähnliche Zeichen setzen, dann stellt sich für mich die Frage, ob dahinter nicht eine größere, langfristige Absicht steht. Und tatsächlich gibt es eine Initiative, die sich ausdrücklich dem Dialog und der Annäherung zwischen den Religionen widmet. Diese Initiative hat einen Namen, ein konkretes Datum und sogar eine Adresse.

Am 4. Februar 2019 unterzeichneten Papst Franziskus und der Großimam von Al-Azhar, Ahmad al-Tayyib, eine der bedeutendsten religiösen Autoritäten des sunnitischen Islams, gemeinsam ein Dokument. Dieses Dokument trägt den Titel „Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“. Darin geht es um die Beziehungen zwischen den Religionen, um gegenseitigen Respekt, Toleranz und das friedliche Zusammenleben der Menschen. Doch besonders interessant ist eine bestimmte Passage in diesem Dokument, die wir uns jetzt gemeinsam genauer ansehen werden.


In diesem Dokument heißt es, dass die „Vielfalt der Religionen“ dem weisen göttlichen Willen entspricht. Was bedeutet das mit einfachen Worten? Es wird hier die Vorstellung vermittelt, dass Gott die Existenz verschiedener Religionen gewollt hat. Doch genau an diesem Punkt müssen wir aufmerksam werden. Denn wenn man diese Aussage so versteht, dass Gott alle Religionen gleichermaßen gewollt und legitimiert hat, dann stellt sich eine entscheidende Frage: Kann dann überhaupt noch eine Religion den Anspruch erheben, die Wahrheit zu lehren und den einzigen Weg zu Gott zu zeigen? Und hast du verstanden, wie ernst diese Frage ist? Denn Jesus Christus hat etwas gesagt, das mit einer solchen Auslegung im deutlichen Widerspruch steht. Im Johannesevangelium, Kapitel 14, Vers 6, sagt Jesus: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“


Jesus sprach also nicht von vielen gleichwertigen Wegen zum Vater, sondern bezeichnete sich selbst als den Weg. Und genau deshalb müssen wir uns jetzt entscheiden, woran wir glauben wollen. Aber diese Entscheidung ist für Zeugen Jehovas im Moment nicht so einfach.

Warum? Nun, angesichts der zahlreichen Änderungen und Anpassungen ihrer bisherigen Regeln und Lehren müssen sich Jehovas Zeugen immer häufiger genau diese Frage stellen. Ob es um das Tragen eines Bartes oder um die Blutfrage geht – vieles, was lange Zeit als verbindlich galt, wird plötzlich neu bewertet oder angepasst. Damit drängt sich unweigerlich eine weitere Frage auf: Was wird in Zukunft möglicherweise noch alles geändert werden? In diesem Zusammenhang hat der Journalist und Bibellehrer Jason Zelda aus Tennessee eine interessante Beobachtung gemacht, die ich hier – aus dem Englischen übersetzt – zusammenfassen möchte. Auf BI wurde diese Thematik bereits vor einiger Zeit angesprochen.

 

Er stieß auf Dinge, die du bis vor Kurzem noch für unmöglich gehalten hättest – die jedoch erstaunlich genau in das Bild dessen passen, was wir heute vor unseren Augen sehen.

Wie wir wissen, entstand vor einigen Jahrzehnten die sogenannte „ökumenische Bewegung“, die auch von der katholischen Kirche maßgeblich unterstützt wurde. Während offiziell die Einheit der Christen im Vordergrund stand, stellt sich die Frage, ob diese Bestrebungen nicht Teil einer weitreichenderen Entwicklung sind, die letztlich auf eine Vereinigung aller Weltreligionen unter einem gemeinsamen religiösen Dach hinauslaufen könnte.

Heute scheint dieser Gedanke unter neuen Bezeichnungen zunehmend an Bedeutung zu gewinnen. Begriffe wie „menschliche Brüderlichkeit“ oder, wie in diesem Fall, „interreligiöser Dialog“ stehen dabei im Mittelpunkt. Doch handelt es sich hierbei lediglich um Bemühungen um Frieden und Verständigung zwischen den Religionen, oder verbirgt sich dahinter ein weiterreichendes Ziel? Könnte es sein, dass unter dem Leitgedanken der „menschlichen Brüderlichkeit“ schrittweise die Grundlagen für eine weltumspannende religiöse Einheit geschaffen werden? Und noch entscheidender: Könnte dieser interreligiöse Zusammenschluss aus biblisch-prophetischer Sicht eine Rolle bei der Vorbereitung jener religiösen Weltordnung spielen, die im Zusammenhang mit dem Auftreten des erwarteten Antichristen beschrieben wird? Ist das, was uns heute als friedlicher Dialog zwischen den Religionen präsentiert wird, möglicherweise ein Teil jener Entwicklung, vor der die Bibel im Hinblick auf die Endzeit warnt?

 

Der Begriff „Antichrist“ (griechisch antíchristos, im Plural antíchristoi) begegnet unter anderem in 1. Johannes 2,18 und 2. Johannes Vers 7. Er lässt sich auf zweierlei Weise verstehen: Die griechische Vorsilbe anti- kann zum einen „gegen“ bedeuten und bezeichnet dann einen Gegner oder Feind Christi. Zum anderen kann sie im Sinne von „anstelle von“ verstanden werden und beschreibt damit jemanden, der an die Stelle Jesu Christi tritt oder dessen Platz für sich beansprucht.

Auch in Offenbarung 6,1–2 wird nach einer verbreiteten Deutung der Antichrist symbolisch als Reiter auf einem weißen Pferd dargestellt, der einen Bogen in der Hand hält. Die Wachtturm-Gesellschaft hingegen identifiziert diesen ersten apokalyptischen Reiter mit Jesus Christus, der als siegreicher König und künftiger Urteilsvollstrecker auftreten und das Volk Jehovas, nach ihrem Verständnis die Zeugen Jehovas, befreien werde.


Sie sehne in dem ersten apokalyptischen Reiter auf dem weißen Pferd mit einem Bogen in der Hand den wiederkehrenden Jesus, der in Offenbarung 19 ebenfalls als Reiter auf einem weißen Pferd erscheint.

Nach meiner kritischen Deutung handelt es sich um zwei unterschiedliche Gestalten. Der wahre König, Jesus Christus, der in Offenbarung 19,11–16 symbolisch als Reiter auf einem weißen Pferd dargestellt wird, trägt im Unterschied zum ersten apokalyptischen Reiter aus Offenbarung 6,1–2 jedoch Kronen auf seinem Haupt, und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor. Diese symbolischen Merkmale unterscheiden ihn deutlich von dem ersten apokalyptischen Reiter., der nach meinem Verständnis und meiner Bibelauslegung eher den Antichristen verkörpert.

Seit Jahrhunderten haben die vier Apokalyptischen Reiter der Offenbarung die Menschen fasziniert und sie haben sich gefragt, wen diese prophetischen Gestalten darstellen. Die Antwort mag überraschen, hat sie doch mit unserer Zukunft zu tun. In dieser ersten Folge unserer neuen Artikelreihe befassen wir uns mit dem ersten der vier Reiter.


Im Laufe der Geschichte wurde der Begriff „Antichrist“ auf eine Vielzahl von Einzelpersonen sowie Institutionen angewendet, wie z. B. Kaiser Nero, das Papsttum oder einzelne Päpste, auf Hitler, Stalin usw. Zum Thema "Antichrist“ schreibt der Theologe Roland Hardmeier in seinem Buch Zukunft – Hoffnung:  "Der Antichrist ist nicht eine Bezeichnung für eine Einzelperson, sondern für eine Gruppe von Personen, denn Johannes schreibt, dass viele Antichristusse gekommen sind (1Joh 2,18)“. Offenbar handelte es sich um Gläubige, die den wahren Glauben verlassen hatten und eine antichristliche Lehre verbreiteten.

Ich habe den Eindruck, dass die zurzeit übliche Betonung angeblicher christlicher Werte wie Nächstenliebe, Vielfalt und Toleranz im Zusammenhang mit der sogenannten „Flüchtlingsproblematik“, die komplexe humanitäre und gesellschaftliche Herausforderungen beschreibt, darauf hindeutet, dass der Antichrist in der Endzeit vermehrt am Werk ist – allen voran in den großen christlichen Kirchen, aber auch in ihren Sekten.

Hier ein Zitat aus den aktuellen vatikanischen Nachrichten über die Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament, also zwischen Kirche und Staat, bei der der Papst unter anderem seine Besorgnis über die Religionsfreiheit äußerte. Der Titel lautet: „Ansprache Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV.“ Er sprach vor einer Arbeitsgruppe für interkulturellen und interreligiösen Dialog. Zitat:

„Ich freue mich, die Anwesenden vom Europäischen Parlament begrüßen zu dürfen - auch die Arbeitsgruppe, die den interkulturellen und interreligiösen Dialog ins Leben gerufen hat. Ich gratuliere ihnen zu dieser Initiative und hoffe, dass sie viele Früchte tragen wird. Religionen zu fördern ist das zentrale Anliegen eines christlichen Politikers. Gott sei Dank gibt es nicht wenige, die in dieser Hinsicht ein gutes Zeugnis abgelegt haben, das tief im Evangelium und den daraus resultierenden Werten verwurzelt ist, und gleichzeitig Offenheit im Dialog pflegen mit Personen, die aus anderen Kulturen kommen, und dabei immer den Menschen, seine Würde und das gemeinschaftliche Wesen in den Mittelpunkt stellen.

Der Papst ist begeistert von diesem interreligiösen Dialog. Und wie stehen Jehovas Zeugen dazu? Auf der offiziellen Website der Regierung von Santa Cruz wurde dieser Bericht über den interreligiösen Dialog veröffentlicht. An diesem Dialog nahmen Mitglieder der Kirche der 7 Tages Adventisten, der Katholischen Kirche, der Mormonen, der argentinische Pfingstkirche, und man höre und staune ­ auch der Zeugen Jehovas ­ teil. Zitat aus dem offiziellen Bericht:

Wir leben in schwierigen Zeiten mit vielen politischen Konflikten, aber wir sind hier um den Menschen durch gemeinsames Handeln etwas glauben und Hoffnung zu schenken, sagte Perrera. Sie kündigte an, dass die für Dezember geplanten Aktivitäten den Wert der „Familie und den Weihnachtsgeist“ in den Mittelpunkt stellen wird, obwohl jedes Land seine eigenen Bräuche hat. „Weihnachten bedeutet Einheit und wir möchten uns auf die Familie konzentrieren und darauf, wie wir dieses Fest auf der Grundlage dieses grundlegenden Wertes begehen können“ Wir möchten uns auf die Familie konzentrieren und darauf wie wir dieses Fest auf der Grundlage dieses grundlegenden Wertes begehen können. Geschickt formuliert, denn es geht dabei nicht um die Geburt Jesu, sondern um den Wert der Familie, dem auch Jehovas Zeugen zustimmen können.

Hatten sich Jehovas Zeugen in der Vergangenheit schon einmal an Konferenzen beteiligt, die ihren Überzeugungen widersprechen? Ja.

Im Jahr 2000 veranstaltete die Weltgesundheitsorganisation eine Konferenz, die das Ziel hatte, einen besseren Service für Blutspenden und Transfusionen zu gewährleisten, um Risiken zu minimieren. Bemerkenswert war die Anwesenheit von Jehovas Zeugen, da jeder weiß, dass sich besonders Zeugen Jehovas offen gegen Bluttransfusionen aussprachen. Stehen die neuen aktuellen Anpassungen zum Thema „Blut“ irgendwie damit im Zusammenhang? Möglich wäre das.

Du magst jetzt einwenden, die Zeugen Jehovas wollte sich nur informieren, um auf dem neuesten Stand zu diesem Thema zu sein. Dennoch wäre zu erwarten, dass sie ihren Standpunkt energisch vertreten würden. Aber der Bericht erwähnt keinen Aufstand. Es ging um die Frage der Sicherheit, doch Jehovas Zeugen wissen über die Gefahren einer Transfusion Bescheid. Haben sie die Gefahren angesprochen? Nein, der Bericht sagt auch nichts in dieser Richtung.

Es ist wird immer offensichtlicher: Die Führung der Zeugen Jehovas spielt ein doppeltes Spiel. Die Organisation verbündet sich mit Gruppen, die sie als Teil Babylons der Großen verurteilen. Doch ist die Mitarbeit in solchen Organisationen und Gruppierungen wichtig? Nein, Jesus hat alles für uns getan. Als er starb, sagte er nicht: „ich habe meinen Teil getan, jetzt tut den euren, nein, er sagte: „Es ist vollbracht“. Doch zurück zum aktuellen Thema. Das Dokument „Vielfalt der Religionen“ trat nach der Unterschrift in Kraft. Fünf Monate danach gründeten sie ein Komitee, das oberste Komitee der „menschlichen Brüderlichkeit“ mit katholischen, muslimischen und jüdischen Vertretern, die im 2023 dann in Abu Dhabi das Haus der sogenannten „abrahamitischen Familie“ eingeweiht haben, ein Komplex mit einer Moschee, einer Kirche und einer Synagoge und alles auf demselben Gelände.


Alles in derselben Größe und die katholische Kirche heißt „Sankt Franziskus Kirche“, zu Ehren des Papstes, der dieses Dokument unterschrieben hat. Schau dir dieses Foto genau an, die katholische Kirche, die zu Ehren des Papstes gebaut wurde, hat kein Kreuz ­ das wichtigste Symbol des Christentums.


Warum hat sie auf das Kreuz verzichtet? Die Zeugen Jehovas haben mit dem Kreuz natürlich kein Problem, das christliches Symbol wurde von ihnen schon lange verworfen. Wie der Islam erkennen sie Jesus Christus nicht als Gott an. Im Islam ist Jesus nur ein besonderer Prophet, bei Jehovas Zeugen ein besonderer Engel, ein erschaffenes Wesen. Im Nahen Osten wird das Kreuz nicht akzeptiert, und hier wird es ernst, denn um alles zu vereinen, muss jeder auf etwas verzichten, und als erstes verzichtet man auf das zentrale Symbol der Christenheit. Damit alle Religionen dem Willen Gottes entsprechen? Damit relativiert man das Opfer Jesu.


Und dann kommt der Punkt, an dem du innehalten und nachdenken musst. Das Gedankengut des Antichristen wird immer deutlicher sichtbar, denn die Idee, Religionen zu vereinen, wurde eigentlich schon in der Bibel vorhergesagt.

Ich weiß nicht, ob du das wusstest, aber es gibt tatsächlich einen Plan, der nun vehement ausgearbeitet und umgesetzt wird. Betrachte diese Zeitleiste, damit du verstehst, was passiert. 1986 versammelte Papst Johannes Paul II, die Führer aller großen Religionen der Welt in Assisi, um gemeinsam für den Frieden zu beten und dann, im Jahr 2000, veranstaltete die UNO ein Gipfeltreffen mit religiösen Führern und gründete den weltweiten Rat der Religionsführer. Das ganz klare Ziel dieses Rates war es, als Vorbild und Leitfaden für die Schaffung einer Gemeinschaft der Weltreligion der Weltreligionen zu dienen. Hier waren die Führer der Zeugen Jehovas zwar noch nicht dabei, da sie auf Druck von innen ihre Mitgliedschaft in der UNO schnell beenden mussten ­ zumindest nach außen.


Und spätestens 2019, mit der Unterzeichnung des „Interreligiösen Dialogs“ und der Erklärung zur „menschlichen Brüderlichkeit“, wurde deutlich, wohin die Reise geht. Auch die Einweihung des Hauses der „abrahamitischen Familie“ im Jahr 2023 machte das deutlich. Und jetzt hat die UNO den 4.Februar zum internationalen Tag der „menschlichen Brüderlichkeit“ ausgerufen.

Also halte kurz inne und denk darüber nach: Es gibt bereits ein festgelegtes Datum, die Gebäude stehen schon, und es existiert bereits eine Organisation, die das Kreuz – das zentrale Symbol des Christentums – verboten hat.

Und wenn du dich ein bisschen mit der Bibel auskennst, kannst du verstehen, wo die Gefahr liegt. Das alles hatte der Apostel Paulus im zweiten Brief an die Thessalonicher, Kapitel 2 schon beschrieben, Zitat: „Lasst euch von niemandem in irgendeiner Weise täuschen, denn es wird nicht so sein, bevor nicht zuerst der Abfall kommt und der Mensch der Sünde offenbart wird, der Sohn des Verderbens. Er ist der, der sich erheben wird, sich in den Tempel Gottes setzt und sich selbst als Gott ausgibt“.

Ich werde versuchen, euch seine Worte vereinfacht zusammen zu fassen, um zu verstehen, was Paulus hier beschreibt. Bevor der Antichrist erscheint, wird zuerst der Abfall kommen. Im griechischen Original bedeutet das Wort „Apostasie“ Scheidung.


Es ist, als würde die christliche Kirche sich immer weiter von der Wahrheit entfernen. Als würden ausgerechnet jene geistlichen Leiter, die eigentlich den Glauben an Jesus Christus verteidigen sollten, diesen Glauben am Ende durch Kompromisse verleugnen. Und dabei denke ich keineswegs nur an die katholische Kirche.

Auch im evangelikalen Bereich wenden sich immer mehr Menschen vom ursprünglichen Glauben ab. Und wie sieht es bei den Zeugen Jehovas aus? Auch ihre Organisation fügt eigene Lehren hinzu, indem sie offenbar den Sohn Gottes und seine Botschaft an ihre eigenen Glaubensvorstellungen anpasst, statt sich an seiner Lehre zu orientieren. Und diese Entwicklung könnte in Zukunft noch deutlicher werden, denn schon jetzt werden ihre Anhänger darauf vorbereitet, sich auf große Veränderungen einzustellen.


Und dann spricht die Bibel in Offenbarung, Kapitel 13, von zwei Gestalten: der ersten, die man mit dem Antichristen in Verbindung bringen kann, der eines Tages Macht über alle Nationen ausüben soll, und einer zweiten Gestalt, die als religiöser Führer gedeutet wird. Das kannst du selbst in deiner eigenen Bibel nachlesen.

Der Antichrist und der falsche Prophet werden wie ein Lamm aussehen, wie eine sanfte friedliche Person, und während er diesen Anschein von Heiligkeit hat, wird er die Menschen in Wirklichkeit von Jesus Christus wegführen. Und der Teufel, der Herrscher dieser Welt,- wird alles tun, damit die Menschen diese Wahrheit ignorieren.

Ich sage hier auf keinen Fall, der Papst sei der Antichrist oder der falsche Prophet. Ich möchte lediglich zeigen, dass es einen Mechanismus gibt, einen Plan, der gerade ausgearbeitet wird, und oft kommt er mit dieser schönen religiösen Rede von Einheit von Frieden von christlicher Nächstenliebe und Vielfalt. Doch wir wissen auch, dass es Dinge gibt, mit denen wir keine Gemeinschaft eingehen dürfen. Die Bibel warnt uns davor, uns unter ein ungleiches Joch spannen zu lassen.


Ich habe mir die Verfassung von Algerien angeschaut und etwas sehr Interessantes gefunden. Sie wurde 2020 reformiert und hat jede Erwähnung der Gewissensfreiheit aus der Verfassung entfernt. Und tatsächlich, nicht nur Zeugen Jehovas, sondern auch Priester anderer Religionen, wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, wenn sie christliche Gottesdienste abgehalten oder die Bibeln verbreitet haben.

In Algerien kann die Evangelisierung strafrechtliche Konsequenzen haben. Auch wer vom Islam zum Christentum konvertiert, kann aufgrund seines Glaubenswechsels und insbesondere der damit verbundenen religiösen Aktivitäten mit rechtlichen Schwierigkeiten konfrontiert werden.


Menschen die dem Antichristen folgen, wollen zwar das Christentum, aber nicht das echte. Sie wollen ein abgeschwächtes, unverbindlicheres Christentum, in dem weniger über Jesus Christus gesprochen wird und stattdessen Themen wie Frieden, Liebe und Vielfalt im Vordergrund stehen. Dabei soll die zentrale Bedeutung Jesu als Sohn Gottes zunehmend in den Hintergrund rücken – vor allem aber soll er nicht mehr als der einzige Retter und Weg zu Gott dargestellt werden.

Ich weiß, dass viele dieser Menschen, die in all das verwickelt sind, wahrscheinlich keine schlechten Absichten haben, aber wie ich sagte, das Ganze ist etwas Subtiles – etwas, woran der Feind zur Zeit besonders arbeitet, aber wir wissen, dass das Ende der Zeiten gekommen ist. Und das ist der Grund, warum der Feind an diesen Dingen arbeitet. Wer will keinen Frieden, wer will keine Brüderlichkeit, wer will in dieser Zeit keine Vielfalt? Bei so viel Streit und Zwiespalt, bei so viel Polarisierung will jeder Einheit. Doch denke daran, die Gefahr ist nicht, dass jemand kommt und sagt „Ich hasse Jesus, ich lehne ihn ab, das ist es nicht, denn das wäre leicht zu erkennen

Die Gefahr ist, dass jemand sagt, dass Jesus einer von vielen Wegen ist, dass er ein guter Mensch war, ein intelligenter Revolutionär, ein Prophet, oder, wie der Wachtturm lehrt, „ein besonderer Engel“. Aber ihn wirklich anzuerkennen, als Gott, das fällt selbst Jehovas Zeugen schwer. Und deshalb glauben sie nicht wirklich an Christus.

Jehovas Zeugen sind zwar überzeugt, in der Wahrheit zu sein, aber sie haben sich Jesus nicht wirklich hingegeben. Sie haben noch nicht dieses Bekenntnis abgelegt, wie der Apostel Petrus, indem er sagte, dass Jesus der Christus ist, der wirkliche Sohn des lebendigen Gottes. Und solange du das als ein Zeuge Jehovas nicht anerkennst, bist du nicht gerettet.

Im Römerbrief Kapitel 10:9 sagte Paulus: „Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus Christus der Herr ist und in deinem Herzen glaubst, dass er von den Toten auferstanden ist, dann bist du gerettet“ Doch ein Zeuge Jehovas wurde belehrt, um gerettet zu werden, muss er auch dem von Jesus eingesetzten „treuen und verständigen Sklaven“ gehorchen.


Zusammenfassend möchte ich mit diesem Video darauf hinweisen, dass die Beziehung zwischen dem Islam, dem Judentum und dem Christentum in Geschichte und Gegenwart kontrovers war und ist, obwohl alle drei Religionen abrahamitisch und monotheistisch sind. Das Christentum sieht in Jesus Christus zwar den Sohn Gottes und den Erlöser - doch im Islam wird Jesus nur als Prophet verehrt. Und das Judentum – lehnt die göttliche Sohnschaft ab.

Konflikttheoretiker verweisen auf eine lange Geschichte militärischer und politischer Auseinandersetzungen, die bei den frühen islamischen Expansionen im Mittelmeerraum und in Europa begann. Diese drei Religionen wurden für Machtansprüche instrumentalisiert. Gleichzeitig betonen sie heute ihre Gemeinsamkeiten und suchen, insbesondere auf Initiative christlicher Religionsgemeinschaften, den Dialog?

Sie teilen sich zwar viele ethische und spirituelle Werte, doch die religiösen Spannungen entzünden sich unter anderem an der Frage, ob Jesus der Gottessohn und Erlöser ist.

Hinzu kommt die sogenannte LGBTQ+-Bewegung, die sich für die Gleichberechtigung lesbischer, schwuler, bisexueller, transgeschlechtlicher, intergeschlechtlicher, queerer und nichtbinärer Personen einsetzt und für viele Christen die göttliche Ordnung unterwandert. Die bei der Geburt zugeschriebene Geschlechtsidentität wird in Frage gestellt, und dies wird von ihren Befürwortern als von Gott gewollt bezeichnet. Aus dieser Perspektive entspricht dies dem Geist des „Antichristen“, der heute immer offensichtlicher wird.

Diese Feindschaft wurde schon in 1. Mose 3,15: vorausgesagt, „Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen“ – eine Prophezeiung, die Gott aussprach, nachdem Adam und Eva vom verbotenen Baum gegessen hatten.

Damit wird eine dauerhafte Feindschaft zwischen dem Samen des Bösen und den Nachkommen derjenigen angekündigt, durch die sich die Verheißung Gottes an Abraham erfüllt: „In deinem Samen wird die ganze Menschheit der Erde gesegnet werden.“ Diese Verheißung entspricht dem sogenannte „Ur-Evangelium“.

Der Kampf zwischen dem Bösen und dem wahren Erlöser, Jesus Christus, zeigt sich auch im Wirken des Antichristen, dessen Einfluss und Gedankengut meiner Ansicht nach hauptsächlich vom Islam ausgeht.  Der Islam ist auf Eroberung ausgerichtet – auch heute noch, und wird in der Offenbarung meines Erachtens treffend als Eroberer auf einem weißen Pferd mit einem Bogen in der Hand symbolisiert.

Doch wie mehrfach erwähnt, das sind meine Überlegungen zu diesem Thema.


 

 
 
 

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