“Warum ich an eine irdische Auferstehung glaube"
- Bruder

- 21. Juli
- 13 Min. Lesezeit

2. Teil
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Wie angekündigt möchten wir nun der Frage „Wo befand sich der Geist oder die Seele Jesu, als er tot war?“ besondere Aufmerksamkeit widmen. Sein Leib, so berichtet die Bibel, lag im Grab, aber von einer Seele Jesu, die sich nach seinem Tod an einem bestimmten Ort aufhielt, wird nicht gesprochen. Jedoch erfahren wir über den Geist Jesu in Matthäus 27:50:
„Er aber schrie nochmals mit lauter Stimme und gab den Geist auf“.
„Er gab seinen Geist auf“ Wenn wir nach dem „Verbleib“ des Geistes fragen, müssen wir äußerst sorgfältig prüfen, welche Aussagen die Schrift tatsächlich enthält. Eine Stelle, die allgemein vom Tod des Menschen spricht und beschreibt, was mit dem Geist eines Verstorbenen geschieht, finden wir in Prediger 12:5-7:
„Denn der Mensch geht zu seinem ewigen Zuhause, … ehe … der Staub zur Erde zurückkehrt, so wie er gewesen ist, kehrt der Geist aber zu Gott zurück.
„Denn der Mensch geht hin zu seinem ewigen Haus, … ehe … der Staub zur Erde zurückkehrt, so wie er gewesen ist, der Geist aber kehrt zu Gott zurück.
Wohlgemerkt, es ist der Geist, nicht die Seele, der zu Gott zurückkehrt. Der von Gott verliehene Geist bildet die Persönlichkeit des Menschen. Er umfasst alles, sein Bewusstsein, seine Gedanken und seine Erinnerungen. Wenn nach dem physischen Tod der Körper zum Staub zurückkehrt, wird der Geist an den Ort zurückkehren, von dem er gekommen ist, was bedeutet, dass der Geist des Menschen fortan vollständig in der Hand Gottes liegt und von ihm bis zur Auferstehung bewahrt wird. Bei der Auferstehung wird Gott Geist und Körper erneut vereinen, jedoch in einer anderen Form des Körpers, wie Paulus es im 1. Korinther 15 beschreibt und wie wir gleich noch näher betrachten werden.
Zusammenfassend lässt sich unter Beachtung aller nötigen Vorsichtahmen feststellen, dass sich der Geist Jesu für drei Tage und Nächte in den Händen seines Vaters befand, während sein Körper im Grab ruhte. Eine unsterbliche Seele wird dabei nicht erwähnt.
Kommen wir nun zum interessantesten und wichtigsten Teil dieses Themas: „Wie genau und mit welchem Körper ist Jesus auferstanden?“ und der Erklärung warum ich an eine irdische Auferstehung glaube.
Die Evangelien berichten, dass der Auferstandene für eine Dauer von 40 Tagen mit seinen Jüngern zusammen war, was in der Bibel klar zum Ausdruck kommt. Jedoch war das Thema, das Jesus mit seinen Jünger besprach nicht die Auferstehung sondern das „Reich Gottes auf Erden“. Diesen Gedanken gilt es im Gedächtnis zu behalten. Er vermittelte ihnen „das Wort“, so sagt die Schrift, und bereitete sie darauf vor. Aber worauf genau?
Befassen wir uns zunächst mit der Zahl de „40 Tage“. In der biblischen Symbolik steht die Zahl 40 immer für eine Phase des Wandels, der Vorbereitung und der Transformation. Dieses zu beachten, ist in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung. Es ist eine Zeit, die zwischen einem alten und einem neuen Zustand verläuft, zwischen einem Versprechen und dessen Erfüllung, zwischen Tod und Leben. Genau hierin liegt die Antwort auf unsere Frage. Johannes selbst schrieb: „Es gibt noch vieles, was Jesus tat. Wenn man alles einzeln aufschreiben wollte, würde die Welt die Bücher nicht fassen.“ Dies bedeutet, dass es eine enorme Vielzahl von Erlebnissen gab, die wir nur erahnen können.
Dennoch sind wir nicht auf Vermutungen angewiesen. Um zu verstehen, was die Bibel tatsächlich über die Auferstehung vermittelt, müssen wir auch das, was sie zwischen den Zeilen anzudeuten versucht, mit einbeziehen.
Die vierzig Tage nach der Auferstehung sind kein Epilog - etwa ein Abschluss, sondern der Beginn von etwas, das die Welt nachhaltig verändern sollte. Und wenn wir verstehen, was sich in dieser Zeit ereignete, können wir unsere Hoffnung besser nachvollziehen. Wir müssen die Frage stellen, welche Natur Jesus nach seiner Auferstehung hatte. Auch wenn diese Frage herausfordernd ist, bleibt sie unvermeidlich.
Das ist nicht bloß eine theologische Frage, sondern eine menschliche Angelegenheit, denn die Art und Weise, wie wir diese Frage beantworten, kann unsere Ansicht zur Auferstehung beeinflussen. Die Evangelien stellen den Auferstandenen auf eine Art dar, die sich schwer in eine einzige Kategorie einordnen lässt. Ist er als Mensch auferstanden oder als Geistwesen? Als Mensch wäre eine Auferstehung unmöglich, da er seinen menschlichen Leib als Opfer dargebracht hatte. Aber wie hätte er seinen Jüngern seine Auferstehung beweisen können, wenn er nur in Gestalt eines Geistes auferstanden wäre?
Nun, er konnte dies beweisen, indem er für sie körperlich war und sie ihn berühren konnten. Er zeigt ihnen auf Wunsch seine Wunden, er aß mit ihnen am Ufer des Sees gebratenen Fisch. Die Jünger wanderten mit ihm stundenlang, bis sie ihn erkannten. Erst in dem Moment, indem er das Brot brach, öffneten sich ihre Augen und dann verschwand er wieder. Er war nicht ganz so wie vorher. Er erschien und verschwand. Er ging durch verschlossene Türen, etwas was ein rein körperlicher Mensch nicht vermag. Was bedeutet das?
Die frühe Kirche hat sich eingehend mit dieser Frage auseinandergesetzt. Paulus, der Jesus zu seinen Lebzeiten nie begegnet ist, beschreibt die Auferstehung mit einem Begriff, der praktisch unübersetzbar ist. „Soma Pneumaticon“ – ein geistlicher Leib. Es handelt sich dabei weder um Geist anstelle des Körpers, noch um Körper statt Geist, sondern um ein Wesen, das beides in sich vereint und zugleich über beides hinausgeht.
Das ist eine herausragende theologische Aussage, die ausdrückt, dass die Auferstehung Jesu keine bloße Wiederbelebung war, ähnlich wie bei Lazarus. Die Auferstehung Jesu war eine Umwandlung in eine neue Existenzform. Eine Form, die nicht der Verwesung unterworfen war, eine Form, die Zeit und Raum anders wahrnimmt als wir. Und gerade deshalb erscheint Jesus gleichzeitig so vertraut. Diesen Aspekt müssen wir festigen, wenn wir die Frage nach der Form unserer Auferstehung beantworten wollen und die Tatsache, dass Jesus als ein Wesen auferstand, das Zeit und Raum anders erlebt als wir – und damit erklärt, was für uns unerklärlich ist. Zum Beispiel, als Jesus zu dem reumütigen Übeltäter sagte:
„Ich sage dir, heute noch wirst du mit mir im Paradies sein“.
Wie konnte er so etwas behaupten, wo wir doch wissen, dass das Paradies erst noch bevorsteht. Maria Magdalena hielt ihn zunächst für den Gärtner. Es gab also eine gewisse Barriere zwischen dem, was er war, und dem, was die Menschen wahrnehmen konnten.
Wie ist das zu erklären? Einige Theologen haben die Vermutung geäußert, dass die Jünger einfach durch das Erlebte traumatisiert und verwirrt gewesen seien. Das ist denkbar, doch diese Annahme kann nicht vollständig erläutern, weshalb die Erkennbarkeit als ein wiederkehrendes Phänomen auftritt. Es erklärt auch nicht, warum Jesus lediglich in bestimmten Augenblicken seine wahre Identität offenbart. Es scheint, als ob der Auferstandene auf eine Weise präsent ist, und die auf gemeinsame Erlebnis Bezug nimmt.
In den 40 Tagen nach seiner Auferstehung lehrte Jesus nicht länger in Gleichnissen, die die Massen ansprachen. Er erschien nicht mehr in den Synagogen, um die Schriftgelehrten zu provozieren. Er trat nicht mehr öffentlich in Erscheinung. Stattdessen wählte er eine kleine Gruppe von Menschen aus, die er unterwies. Während dieser vierzig Tage öffnete er den Jüngern das Verständnis für die Schriften, damit sie diese besser erfassen konnten. So schildert es Lukas in 24:45:
„Da öffnete er ihnen den Sinn, um die Schriften zu verstehen“.
Das ist ein zentraler Satz. Nicht, - er erklärte ihnen die Schriften, sondern er öffnete ihren Sinn. Was genau sie nun in diesen Wochen erkannten, wissen wir nicht vollständig, aber wir wissen, dass die Apostel, die nach Pfingsten predigten, mit einer Tiefe und Überzeugung sprachen, die sie vorher nicht besaßen. Und wir sollten uns fragen, wie es dazu kam. Es gibt eine Begegnung in diesen 40 Tagen, die so still und so intim ist, dass sie oft übersehen wird. Und doch sagt sie vielleicht mehr über den Charakter des Auferstandenen, als jede andere Szene.
Es war die Begegnung am Ufer des Sees Tiberias. Die Jünger waren auf den See hinausgefahren, es war Nacht. Sie fischten und fingen nichts. Und dann brach der Morgen an und eine Gestalt stand am Ufer, die fragte: "Kinder, habt ihr etwas zu essen?" Sie antworteten: "Nein“, und die Gestalt sagte: "Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus". Sie gehorchten und das Netz füllte sich so sehr, dass sie es kaum heben konnten. Johannes, der Lieblingsjünger, war der erste, der die Gestalt erkannte und zu Petrus sagte: "Es ist der Herr."
Und Petrus, impulsiv, leidenschaftlich, unberechenbar, wie immer, sprang ins Wasser und schwamm ans Ufer. Was fand er dort? Ein Kohlefeuer, gebratenen Fisch, und Brot. Jesus hatte für sie ein Frühstück vorbereitet. Der Auferstandene, der durch Türen ging und in einer anderen Dimension des Seins existierte, hatte sich hingesetzt und ein Feuer entfacht, um seinen Freunden etwas zu essen zu bereiten. Das ist eine Szene von atemberaubender Schlichtheit. Und genau diese Schlichtheit ist erschütternd. Denn was sagt sie uns?
Sie sagt, die Auferstehung verändert unsere Prioritäten nicht. Der, der die Welt geschaffen hat, sorgt sich darum, dass wir etwas zu essen haben. Der, der den Tod besiegt hat, macht ein Feuer und wartet auf seine Freunde. Diese Geste ist keine Nebensächlichkeit. Die Schrift sagt, das Jesus seinen Jünger versprach „ich werde nicht mehr von diesem Wein trinken ... bis zu dem Tag, an dem ich ihn neu mit euch trinke im Reich meines Vaters (Matthäus 26:29).
Dies sind die berühmten Worte Jesu beim letzten Abendmahl. Hier bezieht sich Jesus auf das kommende Reich Gottes, in dem er den Wein wieder gemeinsam mit seinen Jüngern trinken wird. Wer nur von einer geistigen Auferstehung ausgeht, muss auch glauben, dass Jesus nur im Himmel mit seinen Jüngern Wein trinkt. Doch Jesus hat in diesen 40 Tagen nach seiner Auferstehung gezeigt, dass ein Auferstandener beides kann.
Der Pharisäer Nikodemus im Gespräch mit Jesus
An dieser Stelle wollen wir auf ein Zitat aus dem Johannesevangeliums (Johannes 3) eingehen, in dem Jesus im Gespräch mit dem Pharisäer Nikodemus über die Bedingungen für den Eintritt in das Reich Gottes sprach.
Gemäß Johannes 3 suchte der Pharisäer Nikodemus Jesus heimlich bei Nacht auf, und Jesus erklärte ihm, dass kein Mensch in das Reich Gottes, beziehungsweise in den Himmel, auffahren kann. Nur durch eine Neugeburt aus Wasser und Geist ist dies möglich. Zitat:
"Und niemand fährt gen Himmel, den der vom Himmel herabgekommen ist, der Menschensohn" (siehe Übersetzung von Martin Luther - 1891).
Damit interpretiert Martin Luther ursprünglich Johannes 3:13 grundlegend als Beweis der göttlichen Einzigartigkeit von Jesus Christus, auch wenn in späteren Übersetzungen der Text relativiert und der gängigen Lehrmeinung wie folgt angepasst wurde: "Niemand ist in den Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, der Menschensohn". Johannes 3:13 betont vor allem zwei zentrale theologischen Aussagen: die göttliche Natur Christi und dass niemand in den Himmel gelangt außer Jesus Christus, der vom Himmel herabgestiegen ist. Die Deutungen dieses Verses sind unterschiedlich, lassen sich aber wie folgt zusammenfassen.
Jesus sprach von einer neuen Geburt aus Wasser und Geist. Das "Wasser", das Jesus erwähnt, wird in vielen christlichen Konfessionen als Verweis auf die Wassertaufe verstanden, und der "Geist" als die Gabe des Heiligen Geistes, die durch den Glauben empfangen wird. Für viele spricht Jesus hier on der Wassertaufe als eine physisch geistlichen Widergeburt.
Doch der gesamte Dialog zeigt, was die Stelle wirklich aussagt, besonders wenn wir sie mit den restlichen Lehren der Bibel zu diesem Thema vergleichen. Im Fall von Taufe und Erlösung sagt die Bibel eindeutig, dass Erlösung durch Gnade und Glauben an Jesus Christus erfolgt, keinesfalls durch irgendwelche Taten, einschließlich der Taufe. (siehe Epheser 2:8-9).
Daher ist jede Interpretation, dass die Taufe oder irgendeine Handlung zur Erlangung der Erlösung erforderlich ist, eine Interpretation, die der Bibel widerspricht. Lesen wir Johannes 3,3-7 im Zusammenhang, dann müssen wir feststellen, dass Jesus nicht von einer physischen geistlichen Wiedergeburt sprach als er feststellte, Zitat:
„Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden.“
Nikodemus verstand diese Worte Jesu wörtlich und fragt verwirrt, wie kann ein Mann noch einmal in den Mutterleib zurückkehren? Jesus erklärt ihm, dass es sich um eine andere Geburt handelt – eine aus "Wasser und Geist".
Wenn wir diese Passage ernsthaft betrachten, erkennen wir, dass nirgends im Text die Taufe erwähnt wird. Erst später, aber in einem ganz anderen Zusammenhang. Das bedeutet nicht, dass Nikodemus mit der Taufe nicht vertraut war. Wenn wir allerdings die Verse einfach im Zusammenhang lesen, würde es keinen Grund geben, warum jemand annehmen sollte, dass Jesus von der Taufe sprach, außer wenn man die Passage voreingenommen liest.
Quintessenz: Wenn wir diese Passage unvoreingenommen und sorgfältig betrachten, erkennen wir, dass die Taufe an keiner Stelle im Text erwähnt wird.
Daher kann dieses Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus als ein Hinweis verstanden werden, dass Jesus damit die Frage beantwortet, auf welche Weise und in welcher Form wir auferstehen werden, - einer Auferstehung ähnlich der; wie sie Jesu erfuhr. Allerdings ist der Weg in den Himmel ausschließlich für ihn, Jesus bestimmt. Jesus betonte vor Nikodemus:
„Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist. Ihr müsst von Neuem geboren werden.“
Zu dieser Frage äußerte sich auch der Apostel Paulus in 1. Korinther 15 ähnlich. Wir werden nicht mit unserem sterblichen Körper auferstehen, sondern eine Verwandlung erfahren müssen. Er zieht den Vergleich zwischen dem sterben und dem aussäen einer Saat. Ein Korn muss sterben, damit eine neue Pflanze – ein „geistlicher Leib“ – in unvergänglicher Herrlichkeit und göttlicher Kraft entstehen kann.
Gemäß der Übersetzung „Das Buch“ lesen wir 1. Korinther 15 : 35 Zitat:
„Vielleicht stellt jetzt jemand die Frage: Wie ist das denn, wenn die Toten wieder zum Leben erweckt werden? Wie wird der Körper aussehen, mit dem sie erscheinen?
Du Narr: Was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. 37 Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es von Weizen oder etwas anderem. 38 Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, einem jeden Samen seinen eigenen Leib.
Wenn wir den gesamten Kontext von Paulus zu der Frage „wie werden wir auferstehen“ beleuchten, kann man ihn wie folgt zusammenfassen.
Verweslichkeit wird gesät und Unverweslichkeit wird auferstehen.
Ich bin mir dessen bewusst, dass die meisten hier – ebenso wie die Mehrheit der bibeltreuen Christen – der Ansicht sind, dass Paulus von einer Verwandlung für ein Leben im Himmel spricht. Doch meiner persönlichen Überzeugung nach bezieht er sich nicht speziell auf die himmlische, sondern auf die allgemeine Auferstehung aller Menschen, sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten.
Aus Erfahrungen mit der neuen Welt-Übersetzung wissen wir, wie leicht es ist, mit einem Wort die Aussage der Bibel im Sinne der eigenen Überzeugungen zu manipulieren.
Auch die sogenannte "himmlische Hoffnung" - das Leben nach dem Tod im Himmel - ist in der Christenheit nicht unumstritten. Innerhalb der Theologie gibt es große Debatten über das Ziel gläubiger Christen.
Und es ist menschlich, dass Übersetzer ihre Überzeugungen in die Übersetzung einfließen lassen. Deshalb ist es wichtig, die gesamten Aussagen der Bibel zu beachten und Widersprüche zu erkennen.
Von Anfang an wird deutlich, dass unser Gott einzig und allein eine Grundlage legen wollte, um den Menschen befreit von Sünde ein ewiges Leben auf Erden zu ermöglichen. Sein Ziel ist es nicht, alle Menschen in den Himmel zu bringen, auch nicht eine bestimmte Anzahl wie die 144.000. Die „Auswahl“ betrifft nur ihre Funktion, jedoch nicht ihre Hoffnung auf ein Leben im Himmel.
Ich gebe gerne zu, dass ich mir ein Leben im Himmel nicht vorstellen kann und es auch nicht wünsche. Daher kann alles, was ich zu diesem Thema hier sage, auch von meinem Wunschdenken beeinflusst sein. Deshalb behaupte ich nicht, hier die absolute Wahrheit darzustellen. Das sind nur meine Überlegungen, und jeder sollte seinen eigenen Verstand einsetzen und selbst prüfen. Ich glaube, dass die Bibel das Wort Gottes ist, doch wir wissen, dass der Widersacher alles daransetzt, uns zu täuschen. Deshalb sagte Jesus: Seid wachsam, und Paulus: „Prüft alles“.
Frage, spricht Paulus in 1. Korinther 15 wirklich von einer himmlischen Auferstehung? Das anzunehmen wäre lediglich eine Schlussfolgerung auf Grund einiger Bibelverse die man aber auch anders verstehen kann. Und wenn wir alle Bibelverse der Befürworter einer himmlischen Auferstehung betrachten, und zugegeben - es gibt viele – so handelt sich um Schlussfolgerungen - es gibt keine eindeutige Aussage dazu.
Was mich zu der logischen Überlegung veranlasst das Paulus hier von der allgemeinen Auferstehung spricht, und das Christen mit einem neuen und unvergänglichen Körper auferstehn, der nicht mehr sterben wird.
Ein weiterer wichtiger Bibelvers der immer wieder angeführt wird ist Philipper 3:20, Zitat: „Wir aber sind Bürger im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus. Doch auch hier gibt es differenzierte und wortgetreue Übersetzungen, wie die Schlachter, Zitat: „Doch wir haben unser Bürgerrecht im Himmel. Von dort her erwarten wir auch unseren Retter und Herrn Jesus Christus.
Bürgerrechte sind gesetzlich garantierte Freiheits- und Mitbestimmungsrechte, die ein Staat seinen Staatsbürgern gewährt. Doch ein Bürgerrecht sagt nicht darüber, wo sich dein dauerhafte Wohnsitz ist. Christen haben ein Grundrecht im Himmel, mehr sagt dieser Vers nicht aus.
Der Sohn Gottes ist nicht gestorben um alle Menschen zu sich in den Himmel zu holen, auch nicht die 144 000 Außerwählten die mit ihm regieren, wie wir aus Offenbarung 5 Vers 10 entnehmen können, Zitat: „und hast sie unserm Gott zu einem Königreich und zu Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden. (Luther)
Im Vers 50 bezieht sich Paulus auf die Worte Jesu die er zu Nikodemus sagte, „Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht ererben“ da Fleisch Verweslich ist.
Das bedeutet das die Verheißung der WTG für die Glieder der großen Volksmenge und nur die angeblichen Gesalbten die Hoffnung auf einen unverweslichen Leib haben - eine Lüge ist.
„Es wird gesät ein natürlicher Leib und auferstehen wird ein geistlicher Leib. Deshalb schlussfolgern sogenannte bibeltreue Christen, dass alle gesalbten Verstorbenen Zugang in den Himmel haben werden. Doch die 40Tage die Jesus mit weinen Jüngern verbrachte lassen auch andere Überlegungen zu.
Wie bereits erwähnt wurde, hatte die frühe Kirche eine intensive Auseinandersetzung mit dieser Thematik. Paulus verwendet für die Auferstehung den Ausdruck „Soma Pneumaticon“, ein Begriff, der nahezu unübersetzbar ist und so viel bedeutet wie – weder Geist noch Körper, sondern ein Wesen, das beides in sich vereint. Zu der Frage wie und in welchem Körper werden wir auferstehen gab Jesus die Antwort. Ein Körper aus Fleisch und Blut kann nicht in das Reich Gottes kommen. Und das Reich Gottes befindet sich für Menschen nicht im Himmel, sondern auf Erden. Deshalb wird gemäß der Offenbarung Jesus auf die Erde kommen und Auserwählte werden ihm, wenn er kommt, entgegeneilen,
1.Thessalonicher 4 – 17, Zitat:
„darauf werden wir, die wir noch leben und übriggeblieben sind, zusammen mit ihnen auf Wolken dem Herrn entgegen in die Luft entrückt (Wörtlich: weggeführt in die Luft werden), und alsdann werden wir allezeit mit dem Herrn vereinigt sein.
Mit dem Herrn vereint zu sein, muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass man mit Jesus vereint im Himmel ist. Denke daran das Jesus seinen Auserwählten versprach, beim Wiederkommen mit ihnen Wein zu trinken. Dies kann man kaum symbolisch verstehen, sondern drückt aus, dass seine Wiederkunft buchstäblich erwartet wird. Und wenn einige Übersetzungen vom „Entgegeneilen“ sprechen, so kann das auch bedeuten einen willkommenen Besucher oder Rückkehrer zu begrüßen, wie es zur Zeit Jesu üblich war. Das wird den Auferstandenen Erwählten aber nur möglich sein, wenn sie wie Jesus weder Geist noch Körper sind, sondern ein Wesen, das beides in sich vereint, auch wenn dies unsere Vorstellung übersteigt.
Noch einmal, ich vermute, dass viele hier dem Gesagten widersprechen werden. Und ich habe auch kein Problem damit, wenn sich einige von euch verabschieden. Dieser Kanal ist einer der wenigen, die finanziell nicht auf hohe Klickzahlen angewiesen sind, und auch einer, der nicht den Anspruch erhebt, inspirierend zu sein. Es sind nur Gedanken - über die man nachdenken kann, mehr nicht.

"Die himmelsorientierte These, jeder der Jesus als seinen Retter annimmt kommt in den Himmel, übersieht etwas Entscheidendes: die Versiegelung (Offb 7:1-3).
Versiegelung bedeutet — dieser Mensch wird in Ewigkeit nicht untreu. Er fällt niemals ab. Im Himmel wird dieses Urteil gefällt, bevor derjenige versiegelt wird. Diese Versiegelung ist keine Ehre für denjenigen. Es ist eine Notwendigkeit, um ihm eine Vertrauensstellung zu gewähren.
Warum? Weil Gott dadurch verhindert, dass sich die gegenwärtige Situation, der Abfall - Satan, Dämonen, Unvollkommenheit und Tod wiederholt. Es werden Menschen gebraucht — im Himmel und auf der Erde — auf die der Vater und Jesus sich absolut verlassen können. Sie werden die neue Welt aufbauen und gestalten.
Wenn auch nur einer abfiele von denen die in…
Diese Videos sollen uns eine neue Sichtweise ermöglichen und ist auf das Thema dieses Artikels
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LG. Josef
Der Artikel von Bruder vertritt zurecht, dass die christliche Auferstehung auf der Erde stattfindet — nicht nur im Himmel. Ich stimme dieser Position vollständig zu. Doch sowohl der Autor als auch ich werden dafür heftig kritisiert, als hätten wir etwas Häretisches gesagt. Das ist symptomatisch: Wer die herrschende Eschatologie hinterfragt, wird sofort angegriffen. Aber Kritik ist kein Argument.
Deshalb möchte ich deutlich machen, worauf sich diese meine Sicht gründet — nicht auf Spekulation, sondern auf dem Gesamtzusammenhang der Bibel. Denn genau hier liegt das Problem der Kritiker:
Die Bibel kann man nicht als Flickenteppich auslegen — indem man Einzelverse oder Kapitel isoliert. Oder wie die Pharisäer sich im genauesten Auslegen der Schriften verbeissen, aber Gottes Sicht auf die Dinge nich…
Ihr Lieben,
jetzt mal in dieser grauen Ödnis was Lustiges - werdet locker, lasst die Arme schwingen und die Hüften kreisen:
Wanna see the "Leitende Körperschaft" rock? Go here:
Cults got a hold on me
Auf was bezieht sich Jesus im Gespräch mit Nikodemus?
Antwort: Hes.36:25-27
25 Und ich werde reines Wasser auf euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von all euren Unreinheiten und von all euren Götzen werde ich euch reinigen. 26 Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. 27 Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut.
Erklärung und Erfüllung: mit Wasser meint Jesus nicht die Taufe, sondern wie er seine Jünger gem. Eph. 5:25,26 mit dem Wasser seiner Worte/ Lehre reinigt:
26 um sie zu…