„Verwandten helfen, - sich für die Wahrheit zu öffnen“
- Bruder

- 28. Dez. 2025
- 10 Min. Lesezeit

Eine Besprechung des Wachtturmartikels - Februar 2026
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Vor einigen Wochen befassten wir uns mit der Frage einer Zusammenarbeit zwischen der Leitung der Zeugen Jehovas und Babylon der falschen Religion. Es ging um ein Treffen auf der Galápagos Insel Santa Cruz. Dort trafen sich - so wie es aussieht – Mitglieder der Jehovas Zeugen, der Siebenten-Tags-Adventisten, der Bahai-Gemeinde, der katholische Kirche und andere Religionsgemeinschaften, um gemeinsame Aktivitäten im Zusammenhang mit dem „interreligiösen Dialog“ zu planen.
Für solch eine Begegnung braucht es Offenheit, gegenseitigen Respekt, Verständnis füreinander und den Abbau von Vorurteilen, um die Unterschiede der jeweiligen Religion besser verstehen und zu können und um sich gegebenenfalls anzupassen.
Für einen Zeugen Jehovas eine Unmöglichkeit, er kann sich so etwas nicht vorstellen. Und das aus guten Gründen
Wir zitierten aus einer Ansprache seiner „Heiligkeit Papst Leos des 14.“, der am 29. September 2025 zu einer Arbeitsgruppe des interreligiösen Dialogs sprach.
Zitat: „Die Religionen zu fördern, ist das zentrale Anliegen eines christlichen Politikers. Und Gott sei Dank gibt es nicht wenige, die in dieser Hinsicht ein gutes Zeugnis abgelegt haben. Männer und Frauen des Dialogs zu sein bedeutet tief im Evangelium und den daraus resultierenden Werten verwurzelt zu sein, und gleichzeitig Offenheit, im Dialog zu pflegen, die aus anderen Kulturen kommen und dabei immer den Menschen, seine Würde und das gemeinschaftliche Wesen in den Mittelpunkt zu stellen.
„Die Vorsitzende Beamtin Pereyra kündigte an, gemeinsam zum Jahresende Aktivitäten zu planen, um die Werte der Familie und den Weihnachtsgeist in den Mittelpunkt zu stellen. Sie betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit der Stärkung des Dialogs und der Einheit zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen. Zitat:
„Obwohl jedes Land seine eigenen Bräuche hat, teilen wir alle in dieser Zeit einen besonderen Geist. Weihnachten bedeutet Einheit, und wir möchten uns auf die Familie konzentrieren und darauf, wie wir dieses Fest auf der Grundlage dieses grundlegenden Wertes begehen können".
Halten wir fest. Für die Weihnachtszeit im Dezember kündigte man gemeinsame Aktivitäten an, die den Wert der Familie und den Weihnachtsgeist fördern sollen. Eine Formulierung der, wie wir gleich sehen werden, auch Jehovas Zeugen zustimmen könnten, denn es geht nicht um das Feiern der Geburt Jesu, sondern um den Wert der Familie
Wie gesagt, auch Jehovas Zeugen waren an diesem Treffen beteiligt und beschlossen, die Familienwerte im Geist des Weihnachtsfestes zu stärken. Wir können gespannt sein, ob und wie die leitende Körperschaft diesen Beschluss unterstützen wird.
Werden sie, nach Jahrzehnten erlauben, Weihnachten zu feiern? Das wäre zu viel des neuen Lichts, eher werden sie um den heißen Brei tanzen und einen Artikel verfassen, in dem sie den Wert der Familie betonen und wie Jehovas Zeugen besonders die Feiertage nutzen könnten, um die Familienkontakte im Sinne ihrer Missionsarbeit zu nutzen.
Und tatsächlich veröffentlichte die Organisation im Dezember einen Artikel wie ein Zeuge Jehovas diesen Familiengeist in Verbindung mit Feiertagen, wie Weihnachten, stärken und nutzen kann.
Wenn auch geschickt formuliert und Weihnachten nicht erwähnt wird, erschien im Dezember der Studien-Wachtturm für Februar 2026 mit dem Thema: "Ein gutes Verhältnis zu Verwandten, die keine Zeugen Jehovas sind".
Dieser Studien-Artikel wird zwar erst zur Osterzeit besprochen, doch der Eindruck, dass man dem Anliegen des interreligiösen Dialogs nachkommt, ist nicht von der Hand zu weisen.
Der FOKUS dieses Artikels liegt auf einem gutes Verhältnis zu mit Verwandten, die keine Zeugen Jehovas sind, mit dem Ziel, sie für die Wahrheit zugänglicher zu machen.
Im Abs. 14 der vorgenannten WT-Ausgabe lesen wir, Zitat:
„Bleib in Kontakt mit ihnen und zeig ihnen deine Liebe. Lass sie regelmäßig wissen, was in deinem Leben passiert. Du könntest deinen Verwandten zum Beispiel eine Nachricht schicken zusammen mit ein paar Fotos von irgendetwas Schönem, das du unternommen hast. Auch ein kleines Geschenk oder ein lieber Brief kann viel bewirken. Durch solche und ähnliche Gesten spüren sie deine Liebe“.
„Bleib in Kontakt mit ihnen und zeig ihnen deine Liebe“, dieser Rat, der für jeden Menschen selbstverständlich ist, war für einen Zeugen Jehovas in der Regel immer problematisch.
Diesem Rat kann man aber kaum widersprechen, und viele Zeugen haben mit ihrer Verwandtschaft, auch während der Feiertage Kontakte gepflegt. Doch ich frage mich, warum man ausgerechnet jetzt, vor den Feiertagen, diese menschliche Geste anspricht?
In der Vergangenheit war es für einen Zeugen Jehovas nicht selbstverständlich in dieser Frage seinem Gewissen frei zu folgen. Besonders Feier- und Geburtstage, Hochzeitsfeiern oder Beerdigungen waren für einen Zeugen Jehovas problematisch. Im Umgang mit „ungläubigen Familienmitgliedern“ Kontakte zu pflegen und Liebe zu zeigen war wie ein Hindernislauf. Die Warnungen und Ermahnungen der Sklavenklasse waren da eindeutig.
Zitat aus dem Wachtturm vom 15. Mai 2002 unter der Rubrik, - Fragen von Lesern - geht es um dieses Thema, Zitat: https://www.jw.org/de/bibliothek/zeitschriften/w20020515/Fragen-von-Lesern/
Wäre es für einen Christen ratsam, in einer Kirche einer Beisetzungsfeierlichkeit oder einer Trauung beizuwohnen?„Jede Beteiligung an falscher Religion missfällt Jehova und muss vermieden werden (2. Korinther 6:14-17; Offenbarung 18:4). Eine kirchliche Bestattungsfeier ist ein so genannter Gottesdienst, bei dem in einer Predigt unbiblische Lehren und Vorstellungen vertreten werden wie die von der Unsterblichkeit der Seele und dem Leben im Himmel als Lohn für alle guten Menschen. Wofür sie sich eine Person entscheidet, ist ihr überlassen. Jedenfalls sollte sie im Herzen feststehen und ein reines Gewissen bewahren“ (1. Timotheus 1:19).
Nun, dass anlässlich einer Beerdigungsansprache falsche Lehren ausgesprochen werden, damit ist zu rechnen. Aber eine Anwesenheit bei einer Trauerfeier sollte dem Verstorbenen gelten und nicht der Unterstützung falscher Lehren. Bei Beerdigungsansprachen der Jehovas Zeugen ist das anders. Da geht es um die „ihre Wahrheit“ und weniger um den Verstorbenen.
Dies galt in der Vergangenheit auch grundsätzlich für alle kirchlichen Feiertage wie Ostern oder Weihnachten. Besuche bei der Familie anlässlich solcher Feiertage gab Jehovas Zeugen Gelegenheit gegen „falsche Bräuche“ zu argumentieren. Ein eifriger Zeuge wollte damit zeigen, dass er sich an den falschen Bräuchen nicht beteiligt.
Um Jehova nicht zu missfallen vermied er jeden Besuch oder Gruß anlässlich dieser Feiertage.
Aber nun kommt ein Rat, den viele Zeugen, wie gesagt, gerne beherzigten: Zitat: - „wie dem auch sei, ein Christ sollte unbedingt vor Gott und Menschen ein gutes Gewissen bewahren“. Einige folgten tatsächlich ihrem Gewissen, hielten den Kontakt aufrecht und besuchten ihre Familie auch über die Weihnachtstage. Aber sie hatten immer ein schlechtes Gewissen und wurden von ihren Glaubensbrüdern als unreif betrachtet.
Interessant in diesem Zusammenhang ist die angeführte Erfahrung im Absatz 15, Zitat:
Dazu das Beispiel von Anna, einer Schwester aus Armenien. Ihre Familie verbringt viel Zeit miteinander, besonders an Geburtstagen und Feiertagen. Als Anna eine Zeugin Jehovas wurde, befürchteten ihre Verwandten, ihr neuer Glaube würde die Familie auseinander bringen.
„Als Anna eine Zeugin wurde, befürchteten ihre Verwandten, ihr neuer Glaube würde die Familie auseinanderbringen“. Wie kommt ihre Verwandtschaft nur darauf, dass ihre Verbindung mit Zeugen Jehovas die Familie zerstört? Weil in der Vergangenheit die Organisation davor warnte: "Ein reifer Christ wird Besuche an Feiertagen meiden , um nicht den Eindruck zu erwecken, er beteilige sich an heidnischen Bräuche". Und da ein Zeuge Jehovas ein "reifer Christ" sein wollte, hielten sich die Meisten daran.
Doch lesen wir weiter im Absatz 15, Zitat:
Was tut Anna, um ihnen ihre Ängste zu nehmen? „Wenn ich meine Verwandten besuche, erzähle ich immer, was gerade bei mir los ist. Ich lade sie auch zu mir nach Hause ein und mache sie mit meinen Freunden bekannt. Inzwischen kennt meine Familie meinen Freundeskreis recht gut und hat keine Berührungsängste.“ Anna fügt noch hinzu: „Viele Verwandte haben schon gesagt, dass ich so glücklich auf sie wirke. Sie machen sich keine Sorgen mehr um mich.“
Nun, was tat Anna, um ihnen ihre Ängste zu nehmen? Wer erwartete, der Sklave würde seine Ansicht bezüglich der Gefahren solcher Familienfeiertage ändern, wird enttäuscht sein. Stattdessen bleibt er im allgemeinen. Es wird in diesem Absatz zwar nicht explizit gesagt, besuche oder lade sie am ersten oder zweiten Weihnachtsfeiertag ein, aber so könnte ein Zeuge auch argumentieren und denken, besonders wenn im Abs. 14 gesagt wird: „Bleib in Kontakt mit ihnen und zeig ihnen deine Liebe. Auch ein kleines Geschenk oder ein lieber Brief kann viel bewirken. Durch solche und ähnliche Gesten spüren sie deine Liebe“.
Warum diese durchaus vernünftige Anregung nur auf Tage anwenden von denen ich weiß dass sie für meine Familie nicht wichtig sind? Bleibt das Zeigen meiner Liebe meiner Familie oder Mutter gegenüber nur auf solche Tage beschränkt, die ihnen nichts bedeuten?
Ich weiß, in der Vergangenheit wurden sogar Älteste von ihrem Amt entbunden, wenn sie ihre Mutter an einem Weihnachtstag besuchten. Ihre Vorbildfunktion der Versammlung gegenüber wurde in Frage gestellt. Könnte er sich heute auf diesen Absatz berufen? Ich denke ja.
Im Absatz 12 wird die Barmherzigkeit Jehovas angesprochen,- die besonders an Feiertagen wie Weihnachten für ältere Menschen von Bedeutung ist, da In dieser Zeit viele ältere Menschen unter Einsamkeit leiden - die sich noch verstärkt wenn ihre Kinder - aus Angst, Gott zu missfallen, sie an solchen Tagen meiden.
Es wäre ehrlicher, wenn der treue und verständige Sklave diesen Aspekt erwähnen würde. Ein offener Dialog über die Bedeutung von Barmherzigkeit und Mitgefühl könnte helfen, diesen wichtigen gesellschaftlichen Gesichtspunkt zu beleuchten.
Doch für den Sklaven ist die Missionierung ungläubiger Familienglieder wichtiger.
Zitat Abs. 12
„Zu wissen, wie barmherzig Jehova ist, kann dir helfen, zuversichtlich zu bleiben. Möglicherweise schließen sie sich nach Beginn der großen Drangsal sogar noch dem Volk Jehovas an. Zu beobachten, wie freundlich du bist und dass du sie wirklich liebst, macht sie vielleicht aufgeschlossener für die Wahrheit der Bibel.
„Wenn du zeigst, dass du sie wirklich liebst, werden sie vielleicht aufgeschlossener für die Wahrheit der Bibel sein". Das also ist der Grund für diesen weichgespülten WT-Artikel bezüglich „Gutes tun“ für die ungläubige Verwandtschaft. Hab Geduld mit ihnen, so wie mit den Ausgeschlossenen? Und hör nicht auf, ihnen zu zeigen, dass du sie liebst. Hilf ihnen, ihren Glauben aufzubauen, und „aufgeschlossen“ für die Wahrheit zu werden. Natürlich für "ihre Wahrheit“
Liebe zu zeigen? Ohne diesen Hintergedanken sind Jehovas Zeugen dazu in der Regel kaum fähig. Sie sind immer im Missionar-Modus und sehen hier eine Möglichkeit Zugang zu ihren Verwandten zu erlangen. Wirkliche Liebe bedeutet Menschen so zu lieben, wie sie sind, egal was sie glauben, auch wenn sie deine Wahrheit nicht für die Wahrheit der Bibel halten.
Dieser Gedanke wird auch im Absatz 6 betont, wenn gefragt wird: „Warum ist es wichtig, mit Verwandten, die unseren Glauben nicht teilen, geduldig zu sein? (Galater 6:9).
Zitat: „Wenn sich deine Verwandten im Moment nicht für deinen Glauben interessieren, hab Geduld mit ihnen und hör nicht auf, „Gutes zu tun“. Es kann etwas dauern, bis jemand tiefsitzende Vorurteile überwindet und Glauben aufbaut“
Auch auf diesen Vers möchten wir etwas näher eingehen. Geduld ist immer eine gute Eigenschaft. Aber hier wird die Geduld in einen Kontext gestellt, der nichts mit deiner Familie und deren Glaubensüberzeugungen zu tun hat. In diesem Wachtturm-Artikel wird gesagt: „du bist in der Wahrheit, deshalb höre nicht auf, Gutes zu tun, bis deine Verwandtschaft auch in der Wahrheit, sprich ein Teil der Organisation Jehovas ist.
Doch gerade dieser Missionarseifer der Zeugen Jehovas hatte in der Vergangenheit negative Auswirkungen. Diese intensiven Bemühungen, den eigenen Glauben oder die eigene Überzeugung zu verbreiten, führte zu Spannungen und zu einer Entfremdung. Kein Wunder wenn der Sklave nun zu einer neuen Strategie rät. Statt das Weihnachtsfest als heidnischen Brauch zu brandmarken, empfiehlt er indirekt, durch Kontakte und kleine Aufmerksamkeiten, Liebe zu demonstrieren.
Wie ich hörte, reagieren besonders eifrige Zeugen prompt und versenden jetzt Einladungen an ihre Verwandtschaft, die sich natürlich fragt, "was ist den jetzt los?"
Die ganzen Jahre hat man es, gerade um die Weihnachtszeit, vermieden Kontakte aufzunehmen. Die Angst mit seiner Mutter unter einem Weihnachtsbaum sitzend gesehen zu werden, war größer als die Liebe zur ihr.
Doch jetzt zurück zu GALATER 6:9. „Lasst uns nicht aufhören, Gutes zu tun“?
Wie schon erwähnt, der Kontext dieses Bibelverses liegt nicht im familiären Bereich, sondern richtet sich an Gläubige untereinander. Paulus zeigt in seinem Brief an die Galater, dass Geduld und Taten der Liebe in erster Linie für die christliche Gemeinschaft der Bruderschaft wichtig sind. Er spricht nicht davon, die familiären Beziehungen zu stärken oder zu fördern.
Paulus betont hier die spirituelle Verbundenheit innerhalb der Glaubensgemeinschaft, während er die familiäre Verbundenheit und Geduld, nur indirekt anspricht. Dies wirft die Frage auf, wie solche Texte interpretativ genutzt werden können und welche Schwerpunkte dabei zu setzen sind. Solange wir die Gelegenheit dazu haben, wollen wir also allen Gutes tun, besonders denen, die unsere Glaubensbrüder sind.
Hier werden Zeugen Jehovas einwenden "aber vom Grundsatz her ist es doch nicht verkehrt, diesen Vers auch auf die Familie anzuwenden, oder?" Das ist richtig, denn er sagt auch „allen - das Gute tun“ , auch der Familie. Dennoch legt die WTG mit ihrer Anwendung – bewusst eine falsche Spur.
Von daher trifft die Bibelübersetzung „Das Buch“ von Roland Werner - die Gedanken , die Paulus vermitteln wollte, genauer. Zitat:
„Also lasst uns allen Menschen gegenüber Gutes tun, so wie wir Gelegenheit dazu haben, vor allem aber denen, die mit uns zur Familie derer gehören, die ihr Vertrauen auf Gott setzen. Wenn du für deine Familie da bist – sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten –, kann das dazu beitragen, dass sie ihre Einstellung dir gegenüber ändert.
Das klingt erst einmal gut, wäre hier nicht mal wieder die relativierende Einschränkung: - "das kann dazu beitragen, dass sie ihre Einstellung dir gegenüber ändert". Und noch eine Aussage, die zu berechtigten Fragen veranlasst: Zitat:
Ist zum Beispiel ein Kind auf die Welt gekommen? Warum nicht den Eltern gratulieren und ein kleines Geschenk machen, um ihnen zu zeigen, wie sehr du dich mit ihnen freust?
Die Frage die sich hier stellt, „Warum nur den Eltern gratulieren und ein kleines Geschenk machen? Warum nicht auch dem Kind, wenn es Geburtstag hat? Warum hier diese Einschränkung? Wir kennen die Argumente der WTG, doch träfen diese nicht auch auf die Kinder zu? Auch Kinder sind dankbar und freuen sich, wenn sie zu ihrem Geburtstag einige Jahre später ein kleines Geschenk erhalten und man ihnen gratuliert. Zumal in diesem Artikel extra betont wird: Natürlich wäre es gut, sich regelmäßig bei deinen Verwandten zu melden.
Zusammenfassend kann man sagen: der Artikel verdeutlicht die Strategie der geistigen Führung der Zeugen Jehovas, sich schrittweise an die Bräuche der meisten Religionen anzupassen. Das Ziel dieser Anpassungen ist den Herausforderungen zu begegnen, die durch die besorgniserregende Fluktuation innerhalb ihrer Gemeinschaft entstehen.
Durch diese Annäherung an andere religiöse Traditionen, hoffen sie, eine stabilere Mitgliederbasis zu schaffen und die Abwanderung von Mitgliedern zu reduzieren. Diese Taktik ist nicht nur eine Reaktion auf interne Probleme, sondern auch ein Versuch, in einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft relevant zu bleiben und das Interesse neuer Anhänger zu wecken.
Quintessenz - Ein Zeuge Jehovas könnte den Artikel als liebevoll und ausgewogen betrachten. Die präsentierten Inhalte scheinen ein positives Bild zu vermitteln, das den Glauben und die Prinzipien der Gemeinschaft unterstützt.
Aber hinter den scheinbar liebevollen Worten verbirgt sich ein manipulativer Hintergrund, um das Verhalten und die Überzeugungen der Mitglieder zu steuern. Diese Diskrepanz lässt Raum für Zweifel. Trotz der positiven Rhetorik wird die Heuchelei deutlich.

Ihr Lieben,
die neueste JW.Org-Statistik für das "Dienstjahr" 2025 ist draußen, und es darf gejubelt werden:
Jehovas Zeugen im dauerhaften Niedergang: Eine 5-Jahres-Analyse
Man beachte den Schwerpunkt der Analyse: Die "Gedächtnismahlteilnehmer"-Anzahl:
2024: 21.119.442
2025: 20.635.015
Ein Rückgang von fast einer halben Million innerhalb eines Jahres. Merkste was?
Die Implikationen dieses Rückgangs werden im Video sehr schön herausgearbeitet. Enjoy!
Und so ganz nebenbei ging die Zahl "gesalbter Teilnehmer" und damit der Grad an mentaler Verblendung einmal mehr nach oben, und zwar um satte fast 1400:
2024: 23.212
2025: 24.576
Das Ausmaß "mentaler Unausgeglichenheit" unter Zeugens intensiviert sich. 🎆🎇🧨✨🎉🎊🍾🥂
Jacky
Hallo,
Ich habe hier zu diesem Thema jetzt öfters über Übersetzungen gelesen. Und natürlich die Problematik alter Sprachen. Dazu eine Frage/Gedanken von mir:
Laut Christentum ist die Bibel Gottes Wort und die Rettung der Menschheit. Gott =vollkommen, allwissend und allmächtig.
Warum hat er denn dieses wichtige Buch nicht zusätzlich in Englisch aufschreiben lassen. Dann würde es keine Missverständnisse, Streit und Unsicherheiten geben. Daß es zu dieser Zeit keine englische Sprache gab, ist mir auch klar. Aber wäre das für einen allmächtigen und allwissend Gott bei dem wichtigsten Buch der Menschheit wirklich ein Problem? Wie kann ein Gott bei so was extrem Wichtiges zulassen daß Wissenschaftlicher und studierte Theologen keine Ahnung haben? Und das bei sowas banalen (für Gott, den…
Beim Lesen des BI-Artikels musste ich spontan an ein persönliches Erlebnis aus meiner Jugend denken. Der Vater unseres Vaters war gestorben -- unser lieber Opi. Es war uns Kindern klar, dass wir natürlich zur Beerdigung gehen. Tatsächlich fuhren wir dann als Familie auch alle in die entsprechende Stadt, eine mehrstündige Reise. Je näher wir kamen, umso mehr wurde uns Kindern offenbart, dass wir aber nicht -- keiner von uns -- in die Aussegnungshalle eintreten würden, um der Beerdigungsrede des Geistlichen (unser Großvater war evangelisch) beizuwohnen. Unser Vater war damals schon lange Ältester und versuchte, uns die Wachtturm-Argumente bei dieser "Problematik" verständlich zu machen.
Eingeleuchtet ist das weder unserer Mutti noch uns Jugendlichen wirklich. Wir fuhren also zum Friedhof, gingen aber…
Ich habe es seit 5Jahren versucht, von der WTG abzubringen, also im umgekehrtem Sinne.
Ihnen ist die Gemeinschaft wichtiger als die Wahrheit zu erforschen, nur einer ist euer Lehrer, der Christus. Meine Familie ist sturer, als ein Esel.
Anderes Thema, hat jemand von euch mal Eph. 1:4 Textforschung betrieben?
In jeder Bibel ist es Falsch übersetzt: "... vor Grundlegung der Welt...", auch in der NWÜ.
Der Text sollte heißen: "... vor Grundlegung der künftigen Welt..." Interlinear
Texte wie Epheser 1:4, 5 werden zitiert, um zu beweisen, dass Gott die Zukunft aller seiner Geschöpfe schon vor Beginn der Schöpfung vorherwusste und vorherbestimmte.
Liebe Grüße Josef
Ihr Lieben,
abgesehen von der Unmöglichkeit, irgendwelche seriösen Infos betreffs dieses ominösen, nun zum zweiten Mal angeführten "Treffens der Religionen" irgendwo im Galapagosarchipel zu finden (hat vielleicht jemand mehr Glück?), scheint mir das Konzept, im wt 2/26 weiche die WTG ihre Haltung gegenüber dem Weihnachtsfest auf, ziemlich weit hergeholt. So sehr ich auch suchte, konnte ich in Orgliteratur nichts entdecken, das der im Artikel getätigten Aussage "Besuche an Feiertagen meiden" entspricht, im Gegenteil: Bereits im wt vom 1.1.1960 (!) hieß es auf S. 32 unter "Fragen von Lesern" mit aller Klarheit:
"Ist es angebracht, daß Christen an einem weltlichen Feiertag jemanden zu sich einladen oder sich von jemandem zu einer Mahlzeit einladen lassen?
Nach der Bibel ist es nicht verkehrt,…