Neues Licht „Frieden und Sicherheit“ eine „Prophezeiung“ ohne zuverlässige Grundlage.
- Bruder

- 5. Dez. 2025
- 6 Min. Lesezeit

LINK ZUM VIDEO:
In der Wachturm Ausgabe Februar 2026 wurde ein Artikel veröffentlicht, der sowohl innerhalb als auch außerhalb der Gemeinschaft eine große Aufmerksamkeit und Diskussion erzeugen wird. Es geht dabei um die angeblich "biblische Prophezeiung" aus 1. Thessalonicher 5:3", wo ihrer Ansicht nach von einer Weltsituation gesprochen wird in der die Politiker und Religionsführer Frieden und Sicherheit ausrufen würden, ein Ereignis, welches der sogenannten großen Drangsal vorausgehen würde.
Für Zeugen Jehovas, die jahrzehntelang die Chronologie der Organisation studiert haben, handelt es sich um eine grundlegende Veränderung der Ereignisabfolge des nahenden Endes dieses Systems der Dinge. Die Untersuchung und Betrachtung dieses spezifischen Inhalts der Februar 2026 Veröffentlichung vergleichen wir sorgfältig mit der bisherigen Lehre, die seit 2012 aktuell gelehrt wurde und bewerten die theologischen sowie historischen Konsequenzen der Lehränderung.
Die Veränderungen, die wir untersuchen werden, sind keineswegs oberflächlich. Sie sind fundamental, was schon die visuellen Darstellungen der chronologischen Abläufe in den Publikationen der Wachtturmgesellschaft zeigen.
Besonders auffallend ist auch die in diesem Wachturm-Artikel verwendete Sprache. Im Gegensatz zu früher lässt sie ein gewisses Maß an Unsicherheit erkennen. Die selbstsicheren Behauptungen der Organisation aus der Vergangenheit fehlen.
Die Februar-2026-Ausgabe präsentiert ein völlig neues offizielles Bild, das die Verkündigung von Frieden und Sicherheit illustriert. Diese visuelle Änderung ist weitaus bedeutsamer, als es zunächst scheint.
In den Publikationen der Wachturm Organisation sind bildliche Darstellungen niemals bloße Dekoration. Sie funktionieren als Teil des Interpretationsrahmen selbst und vermitteln Lehren durch visuelle Darstellungen auf eine Weise, die die geschriebenen verstärkt und manchmal sogar übertrifft. Betrachten wir zunächst, wie diese Prophezeiung in den Publikationen von 2012 bis 2025 visuell dargestellt wurde.
Die ganze Zeit zeigte man Bilder auf JW.Org wo die politischen und religiösen Führer gemeinsam, „Frieden und Sicherheit“ ausriefen. Diese Bilder vermittelten eine spezifische Botschaft. Sie erklärten diesen Ruf als eine Koalition von politischen Mächten und religiösen Gruppen. Man konnte Figuren der verschiedensten Glaubenstraditionen neben Regierungsbeamten stehen sehen von denen man erwartete, dass sie diesen angeblich prophetischen Ruf, aussprechen würden.
Schauen wir uns an, wie in der Februarausgabe von 2026 dieses Ereignis visuell dargestellt wird. Auf dieser neuen Darstellung wurden alle religiösen Hinweise entfernt, und das ist bemerkungswert.
Bilder sollen auch Identifikation mit biblischen Figuren fördern. Deshalb kann man davon ausgehen, dass auch diese bildliche Darstellung sorgfältig gewählt wurde.
Grundsätzlich lässt sich sagen, bildliche Darstellungen in den Publikationen der Zeugen Jehovas vermitteln ihre Lehransichten.
Der neue Wachturm-Artikel deutet mit diesen visuellen Änderungen eine neue Interpretation an, und zwar dass die Erklärung „Frieden und Sicherheit“ nach der Vernichtung aller Religionen erfolgen wird, - und nicht vor oder während ihrer Existenz.
Er vermittelt eine fundamentale Verschiebung der Erwartung, was die „prophetische Ankündigung“ in einenvöllig anderen Kontext stellt. Jahrelang wurden Zeugen Jehovas darauf vorbereitet nach „Zeichen der Zusammenarbeit“ zwischen politischen und religiösen Führern bei irgendeiner Art von Friedensinitiative Ausschau zu halten. Und nun? Plötzlich deutet die Organisation an, dass all dies in einer völlig anderen Reihenfolge geschehen wird.
Der Artikel verändert grundlegend die Abfolge der Ereignisse. Hier die traditionelle Chronologie, die von 2012 bis jetzt konsequent gelehrt wurde. Zuerst geben politische und religiöse Führer gemeinsam eine Erklärung von „Frieden und Sicherheit“ ab. Unmittelbar danach erfolge dann die Vernichtung der falschen Religion. Dies wird als der „Fall von Babylon der Großen“ gedeutet. Und schließlich, nach der Vernichtung der falschen Religion, sollte die große Drangsal beginnen, die in Armageddon gipfelt
Und jetzt? Nachdem die politischen Mächte allein ihre Proklamation gemacht haben, wenden sie sich gegen die religiösen Institutionen. Es handelt sich also um eine Darstellung, die durchaus als Verrat an der bisherigen Erwartung bezeichnet werden kann. Die Reihenfolge wurde vollständig umgekehrt.
Während der Vernichtung der „falschen Religionen“ bleiben vermutlich nur Jehovas Zeugen, verschont, während alle anderen religiösen Organisationen um sie herum zusammenbrechen.
Soweit das erweiterte Verständnis zusammengefasst. Schauen wir uns die Erklärung im Wachtturm vom September 2026 an.
Zitat: Frage von Lesern: Wann werden die Nationen „Frieden und Sicherheit!“ ausrufen?
Stopp, Moment mal – wird hier mit der Frage "Welchen „Gedanken“ wird Jehova den Nationen in naher Zukunft ins Herz legen? nicht auch schon ein neuer Gedanke vermittelt? Ach ja, - im Wachtturm vom November 2025, auch unter Fragen von Lesern konnten wir lesen, Zitat siehe hier:
Okay, bei klarem Verstand bleiben ist immer gut. Doch - bei diesem Hin und Her mit dem neuen Licht scheint mir das nicht so leicht zu sein. Wir versuchen trotzdem den Faden nicht zu verlieren.
Deshalb zurück zu unserem Thema, - Frieden und Sicherheit, wann?.
Jetzt wird also gesagt, die „leitende Körperschaft“ sei - natürlich nach einem intensiven Studium - zu dem Schluss gekommen, dass es noch eine weitere MÖGLICHE Erklärung gibt, und zwar, - dass die Zerstörung zuerst kommt, und die Ankündigung "Frieden und Sicherheit" erst danach. Doch trotz eines intensiven Studiums können sie es nicht mit Sicherheit sagen?
Auffallend ist die verwendete Sprache, die im gesamten Artikel verwendet wird, die Formulierungen bleiben im ungewissen. Es könnte sein, - vielleicht, und so weiter, aber wir wissen es nicht -, überraschend ungewöhnlich für die Wachtturm-Publikationen.
Schließlich geht es nicht um eine geringfügige chronologischer Anpassung, sie verändert fundamental das Zeichen der Endzeit auf das Jehovas Zeugen nun achten sollen, und wie sie aktuelle Nachrichten zu interpretieren haben. Es verändert den gesamten prophetischen Rahmen und das vorherige Verständnis, das 13 Jahre lang mit Gewissheit gelehrt wurde. Diese Erklärung bringt fundamentale Probleme mit sich.
Das erste große Problem welches das Konzept der Zerstörung der falschen Religion - nach der Erklärung von „Frieden und Sicherheit“ betrifft, ist die Frage:
„Auf welcher Grundlage würden Zeugen Jehovas sich von allen anderen religiösen Organisationen unterscheiden“?
Zumal immer deutlicher wird, dass in vielen Ländern weltweit Zeugen Jehovas selbst offiziell als Sekte oder falsche Religion klassifiziert wird. Russland hat sie als extremistische Organisation verboten - China erkennt sie nicht als legitim an - viele andere Nationen betrachten sie mit Misstrauen oder offener Feindseligkeit. Wenn also politische Mächte die falschen Religionen vernichten, warum sollten Zeugen Jehovas verschont werden?
Und das zweite große Problem wurde ja schon angesprochen und betrifft die Sprache und Formulierungen des gesamten Artikels, Formulierungen, die für Wachturm Publikationen überraschend ungewöhnlich sind. Diese Sprache der Unsicherheit steht im Widerspruch zu der selbstsicheren Interpretation des Wachtturms, der die prophetischen Erklärungen seit Jahrzehnten charakterisiert hat.
Jeder, der mit der Sprache der Publikationen vertraut ist, weiß, - dass die Organisation nicht in Vielleicht oder von Möglichkeiten spricht, wenn es um ihr prophetisches Verständnis geht. Sie präsentieren ihre Interpretationen als Wahrheit und als Produkt des treuen und verständigen Sklaven, der von Gottes Geist geleitet wird.
Warum sind sie plötzlich so zögerlich und unsicher - und bieten ihre WAHRHEITEN nur als Möglichkeit an?
Dieser sprachliche Wandel deutet darauf hin, dass selbst das Leitungsgremium sich dieser neuen Interpretation nicht sicher ist. Sie werfen diese neue Erkenntnis in den Ring und präsentieren sie als Möglichkeit, anstatt sie als definitive Wahrheit zu etablieren. Aber dies schafft ein tiefes Problem für überzeugte Zeugen Jehovas, denen beigebracht wurde, dass organisatorische Lehren zu akzeptieren sind.
Wenn sich die leitende Körperschaft selbst nicht sicher ist, warum sollten dann die Mitglieder diese neuen Wahrheiten akzeptieren? Vor allem wenn sie ständig erfahren, dass diese Wahrheiten eventuell wieder verändert werden könnten. An dieser Stelle sollten wir herausfinden, was der Apostel Paulus tatsächlich meinte, als er über
„Frieden und Sicherheit“ sprach.
Dabei werden wir feststellen, wie weit sich die Wachturm-Interpretation vom biblischen Text entfernt hat. Deshalb lesen wir den Text aus 1. Thessalonicher 5:3
3 Wenn sie aber sagen: »Jetzt herrscht Friede und Sicherheit«, gerade dann überfällt sie das Verderben plötzlich wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden sicherlich nicht entrinnen. - Menge - Übersetzung
Moderne jüdische historische Forschungen haben einen entscheidenden Kontext aufgedeckt, der im Wachturm konsequent ignoriert wird. Der Ausdruck Frieden und Sicherheit war im ersten Jahrhundert eine bekannte Redewendung, die die ursprünglichen Leser von Paulus sofort erkannten. Es handelte sich um einen Propaganda-Slogan des Römischen Reiches, der auf Münzen im gesamten Reich geprägt wurde.
Als daher Paulus an die Christen in Thessalonisch über Menschen schrieb, die Friede und Sicherheit ausriefen, bezog er sich sicherlich auf diese spezifische Propaganda.
Sie sollten der Propaganda nicht vertrauen. Es war keine globale Ankündigung oder gar Prophezeiung, die tausende Jahre im Voraus auf die Zukunft die Vereinten Nationen, und der religiösen Führer von heute hinwies.
Aber der treue und verständige Sklave bastelte hier eine aufwendige Prophezeiung globaler Ereignisse und politischen Koalitionen zusammen. Und jedes Mal wurde von den Mitgliedern erwartet, dass sie die neuen Interpretationen akzeptieren, als wären es immer offensichtliche Wahrheiten, während gescheiterte Vorhersagen aufgegeben und vergessen wurden.
Die Chronologie verschiebt sich, die Illustrationen ändern sich, die Gewissheit schwankt und Millionen treuer Mitglieder bleiben zurück und fragen sich, ob der prophetische Rahmen, den sie ihr Leben gewidmet haben, irgendeine zuverlässige Grundlage hat.

Warum 1. Thessalonicher 5:3 nicht von Politik spricht – sondern die WTG selbst trifft
Viele denken bei Paulus’ Warnung „Frieden und Sicherheit“ an politische Entwicklungen.
Doch das ist ein fataler Fehler – und genau hier liegt das Problem der WTG.
Paulus spricht nicht von Regierungen.
Er spricht von religiösen Stimmen, die Sicherheit versprechen, obwohl keine besteht.
1. Die WTG lenkt bewusst auf die politische Bühne
Sie erklärt:
UNO = Endzeitmacht
Regierungen = Auslöser der Vernichtung
Weltpolitik = Erfüllung der Prophezeiung
Damit schaut jeder nach außen – dorthin, wo Paulus gar nicht hinschaut.
2. Die eigentliche Gefahr ist religiös – und die WTG erfüllt sie
Die WTG verspricht selbst:
„Nur in Gottes Organisation ist Sicherheit.“
„Jehovas Organisation ist der Schutzort.“
„Loyalität…
Ihr Lieben,
das ist jetzt komplett themenfremd, sollte aber aufgrund seiner Brisanz dennoch zur Kenntnis gebracht werden: - hier oder anderswo:
In New York ist jetzt ein $100.000.000-Gerichtsprozess gegen die WTG anhängig, bei dem es um einen der schlimmsten bekanntgewordenen Kindesmissbrauchsfälle geht, und zwar aus Brasilien, der aber aufgrund seiner Schwere und Abscheulichkeit nicht dort, sondern in NY verhandelt wird und betreffs dessen Beobachter glauben, dies könne sich als "breaking point" für die Org erweisen. Ob es auch tatsächlich soweit kommt, wird man sehen; die LK hat sich ja durch einen gezielten Umbau ihrer ekklesialen Orgstruktur von jeglichen Regreßforderungen von durch ihre Konzerndirektiven Geschädigter abzuschirmen versucht (Aufspaltung der Orgführung in eine ekklesiale und säkulare Ebene; der "Präsident" ist jetzt nicht…
Zu dem WT Febr. 26, Änderung zum Thema „ Frieden und Sicherheit“, habe ich etwas recherchiert, und zwar teilweise aus ihren eigenen bisherigen Verständnis und auch aus der Geschichte des früheren Volk Gottes.
Was die Bibel zu Frieden und Sicherheit sagt w91 1. 9. S. 5-6
DAS Thema Frieden und Sicherheit ist für Christen von besonderem Interesse, und zwar aufgrund dessen, was der Apostel Paulus unter Inspiration an eine Christenversammlung des ersten Jahrhunderts schrieb. Seine Worte finden wir in der Bibel in 1. Thessalonicher 5:3: „Wann immer sie sagen: ‚Frieden und Sicherheit!‘, dann wird plötzliche Vernichtung sie überfallen wie die Geburtswehe eine Schwangere; und sie werden keinesfalls entrinnen.“
Liest man die oben zitierten Worte des Paulus einmal im Zusammenhang, stellt man…
Die JW-Organisation sprach und spricht in Zusammenhang mit 1. Thessalonicher 5:3 stets von den politischen Mächten (evtl. auch noch von den Geistlichen), die angeblich eine Proklamtion "Friede und Sicherheit!" ergehen lassen werden.
Nur: Wo steht das denn in dieser Textpassage, dass das so fest behauptet werden kann? Nirgends!
Vielmehr werden in dieser Textpassage (lies Zusammenhang) die "Söhne des Lichts" (also echte Christen) den Söhnen der "Finsternis", auch als die "Übrigen" bezeichnet, gegenübergestellt.
Das haben viele Bibelübersetzer erkannt, sodass etliche gängige Übersetzungen ganz allgemein von "Menschen" / "Leuten" sprechen, die diesen Ausruf machen werden -- nicht nur die Politiker. Da Christen aber vom "Tag des Herrn" nicht überrascht werden, werden sie nicht zu diesen schläfrigen, getäuschten und verblendeten "Menschen" / "Leuten"…
Ihr Lieben,
ich fühle mich bemüßigt, den Ausführungen des obigen Artikels entschieden zu widersprechen, denn das im w2/26 unter "Fragen von Lesern" verkündete WTG-"Neulicht" ist eben gerade NICHT eine "revolutionäre" und "umwälzende", alles Vorhergesagte komplett ins Gegenteil verkehrende Neuoffenbarung, sondern ein ausgemachter "Nothingburger", eine völlig gehaltlose Heißluftblase, eine nichtssagende "Wir wissen NICHTS"-Nullnummer. Wenn es im Artikel heißt, das w2/26-Neulicht "werde innerhalb als auch außerhalb der Gemeinschaft eine große Aufmerksamkeit und Diskussion erzeugen", es handele sich "um eine grundlegende Veränderung der Ereignisabfolge des nahenden Endes dieses Systems der Dinge", "die Veränderungen" seien "keineswegs oberflächlich, sondern fundamental", sie "präsentiere ein völlig neues offizielles Bild", so muss ich mich fragen, was der Verfasser des obigen Artikels glaubt, im w2/26 gelesen zu haben oder…