Johannes Greber und die neue Weltübersetzung
- Bruder

- vor 1 Tag
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Ich kann mich noch gut erinnern, sicherlich wie viele von euch auch, wie ich vor einer Haustür stand und dem Wohnungsinhaber Johannes Kap. 1 Vers 1 aus der NW zitierte. Doch dann holte der Wohnungsinhaber seine Bibel und las mir die Passage aus seiner Bibel vor.
Zunächst bemerkte ich den Unterschied kaum, denn in seiner Bibel stand:
„Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott - und Gott war das Wort“.
In meiner NWÜ dagegen las ich: „Und das Wort war ein Gott“. Wie kommt es, dass meine Übersetzung hier dem Text eine ganz andere Deutung gibt? Woher kommt diese Übersetzung? Ein kleines Wort eingefügt, und schon wird ein ganz anderer Sinn vermittelt.
Wer hat entschieden, dass dieses Wort „ein“ in der Neuen Weltübersetzung die richtige Übersetzung ist, - ein Experte?
Ich vertraute damals darauf, so wie Jehovas Zeugen heute noch, dass die Übersetzer der NWÜ Experten waren und genau wussten, was sie taten und auch warum. Schließlich behaupteten sie, wenn es um die Übersetzung der Bibel geht, sich genau auszukennen.
Außerdem behauptete die WTG, es gäbe Experten, die der Neuen Welt-Übersetzung ein gutes Zeugnis ausstellten würden, aber bei näherer Überprüfung zeigt sich, diese Experten waren befangen oder sie wurden unvollständig zitiert.
Wie auch immer, es ist mir nicht gelungen eine Übersetzung zu finden, die Jesus als „einen“ Gott bezeichnet.
Wir werden am Ende des Videos wissen, auf welchen „Experten“ sie vertrauten und ihre Entscheidung stützten. Wir werden dabei auf eine Quelle stoßen, die so verstörend ist, dass sie jahrzehntelang versuchten, diese Quelle zu verbergen. Der Grund: Dieser Experte war ein Geistermedium mit dem Namen „Johannes Greber“. Unfasslich, aber sie bezogen sich tatsächlich auf ein Geistermedium. Es ist deshalb wichtig, genauzu wissen, wer dieser „EXPERTE“ war und warum sie ihn zitierten. In diesem Artikel/Video wollen wir uns Klarheit darüber verschaffen.
Johannes Greber war ein deutscher Priester und Theologe, der im 20. Jahrhundert lebte und bekannt war für seine kritischen Ansichten zur traditionellen christlichen Lehre, und seine Beschäftigung mit spirituellen Themen. Er veröffentlichte mehrere Bücher, in denen er behauptete, direkte Kommunikation mit Geistern auf einer höheren, spirituellen Ebene zu haben. Besonders bekannt ist seine Übersetzung des Neuen Testaments, die von seiner mystischen Sichtweise geprägt ist. Trotz seiner umstrittenen Lehren hat Greber zahlreiche Anhänger gewonnen und bleibt eine interessante Figur in der Geschichte der Esoterik. Und wie es sich zeigt, haben sich auch die Übersetzer der „Neuen Weltübersetzung“ auf ihn berufen.
Greber glaubte anfangs zwar nicht an die Kommunikation mit Geistern, bis er 1923 an einem spiritistischen Treffen teilnahm und von da an überzeugt war, Zeuge eines echten Kontakts mit der Geisterwelt gewesen zu sein. Innerhalb weniger Jahre gab er seinen Priesterstand auf, wanderte nach Amerika aus und veröffentlichte 1937 seine eigene Übersetzung des Neuen Testaments. In der Einleitung der Ausgabe von 1937 im Original erklärt er, warum. Zitat:
„Wer also wissen will, was in der uns heute vorliegenden Bibel wahr und was unwahr ist, kann dies nur auf dem gleichen Weg herausfinden, wie alle gottesfürchtigen Menschen in der Vergangenheit die Wahrheit gesucht haben, nämlich durch die Kommunikation mit der Geisterwelt Gottes. In dem seltenen Fall, dass ein von den göttlichen Geistern als richtig befundener Text in keiner der heute verfügbaren Handschriften zu finden ist, habe ich den Text so verwendet, wie er mir von diesen Geistern übermittelt wurde.
„Sollte in den verfügbaren Handschriften ein Text umstritten sein, habe ich den Text so verwendet, wie er mir von diesen Geistern übermittelt wurde“. Eine eindeutige Aussage.
Damit bestätigt er, dass ihm der umstrittene Text aus Johannes 1:1 von Geistern, sprich Dämonen, übermittelt wurde. Für ihn waren diese Geister aber Wahrheitsvermittler und dabei berief sich auf 1. Joh. 4:1:
Glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.
Seine Frau diente ihm als Medium. Sie versetzte sich in Trance, und die Geister kommunizierten durch sie. Wenn Greber also eine unsichere Passage übersetzen wollte, benutzte er seine Frau als Medium und die Geister antworteten. In Fällen, in denen die von den Geistern übersetzte Version in keinen griechischen Handschriften zu finden war, übernahm er die Version der Geister. Er glaubte, dass die Geister Zugang zu dem Originaltext hatten, der der menschlichen Wissenschaft verloren gegangen war.
Wer, wie ich, als Zeuge Jehovas aufgewachsen ist, weiß, dass die Organisation das Befragen von Geistern ablehnt. Sie beruft sich dabei zu Recht auf 5. Mose 18, wo die Konsultation von Geistermedien für Jehova abscheulich ist. Und tatsächlich ist in der Wachturmtheologie Spiritismus eine der härtesten Verletzungen des Gesetzes Jehovas.
Das Befragen der Geistermedien wird als eine spiritistische Praktik stark verurteilt und Kontakte mit Verstorbenen werden als gefährlich und irreführend angesehen. Gemäß ihrer Lehre sind solche Aktivitäten ein Ausdruck von Satanismus und können die Menschen von der wahren Anbetung Gottes ablenken.
Die WTG betont, dass die Bibel den Kontakt mit Toten verbietet, und warnt vor den Folgen, die sich aus dem Umgang mit Geistern ergeben können. Sie ermutigt dazu, sich selbst auf das Studium der Heiligen Schrift und den Glauben zu konzentrieren.
Schon für das Lesen von Horoskopen konnte ein Zeuge Jehovas ausgeschlossen werden und selbst die Teilnahme an einer Beerdigung, wo eine Kerze für die Toten angezündet wurde, war schon grenzwertig. Jeder Kontakt mit der Geisterwelt, indirekt oder zufällig, öffnete dämonischen Einflüssen Tür und Tor.
Doch wie reagierst du, wenn dieselbe Organisation selbst ihren eigenen Standard verletzt, den sie so strikt durchgesetzt hat. Nicht, weil sie es nicht wussten, sondern obwohl sie es wussten.
Im Wachtturm vom 15. Februar 1956 auf den Seiten 110, 111 befasst sich ein Artikel mit Johannes Greber und seiner Einleitung, jener Einleitung, in der er erklärte, warum er die Geisterwelt befragte.
WT vom 15. Februar 1956, Zitat:
„Kommunikation mit der Geisterwelt: Ihre Gesetze und ihr Zweck.“ (Seite 15, 12, 3)
Seiner römisch-katholischen Herkunft entsprechend, war Grebers Übersetzung mit einem goldenen Kreuz auf dem Vorderdeckel versehen. Im Vorwort seines Buches schreibt er, Zitat:
„Das bedeutendste spiritistische Buch ist die Bibel.“ Unter diesem Eindruck bemüht sich Greber, seine Übersetzung des Neuen Testaments besonders spiritistisch zu gestalten. „Der Spiritualismus behauptet, dass es gute und böse Geister gibt und dass er nichts mit den bösen Geistern zu tun haben will, sondern nur mit den guten Geistern kommunizieren möchte. In 1. Johannes 4,1–3 heißt es: „Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; …
Der ehemalige Priester Greber glaubte also an den Nutzen von Geisterbefragungen, die ihm bei seiner Übersetzung halfen. Für ihn waren es die „guten“ Geister. Das war eine eindeutig klare Aussage von ihm, keine versteckte Randbemerkung, aber versteckt in einer Fußnote.
Wenn Greber von der WTG also als Unterstützer der Neuen Weltübersetzung bezüglich Johannes 1:1 angeführt wird, geschah dies nicht aus Unwissenheit, es war eine bewusste Entscheidung. Sie wussten das alles schon 1956, Zitat:
„Euch wurde gesagt, dass solche Geister kommen würden, und sie erscheinen bereits in der Welt.“ Ganz offensichtlich halfen ihm die Geister, an die der ehemalige Priester Greber glaubt, bei seiner Übersetzung“.
Das steht so in ihren eigenen Veröffentlichungen und zeigt, dass die Neue Welt-Übersetzung bezüglich Johannes 1:1 von einem Geisterbefrager unterstützt wurde, aber nicht von der etablierten Wissenschaft. Johannes 1:1 ist für die WTG eine wichtige Veränderung des neuen Testaments, wenn sie sagt:
„Das Wort war „ein“ Gott". Diese Änderung ist für die Zeugen-Theologie von entscheidender Bedeutung. Siemeinen damit biblisch belegen zu können, dass Jesus ein geschaffenes Wesen und nicht Gott selbst ist. Aber die meisten Gelehrten widersprechen dieser Wiedergabe. Wohin wendet man sich also, wenn man wissenschaftliche Unterstützung für eine umstrittene Übersetzung benötigt? Nun, man sucht nach jemandem mit Referenzen, der mit der eigenen Lehre übereinstimmt, selbst wenn er ein Geisterbefrager ist. Grebers Übersetzung des neuen Testaments unterstützte die Neue Welt-Übersetzung genau an den Stellen, an denen die Wachtturm-Gesellschaft sie benötigte.
Johannes 1:1 lautet in der Neuen Weltübersetzung:
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war (ein) Gott.“
Doch diese Übersetzung betont weder die Identität und die Beziehung des „Wortes“ zu Gott, noch die Tatsache, dass das Wort Gott war oder ist.
Die meisten Übersetzungen, wie die von Schlachter vermitteln etwas anderes. Der wesentliche Unterschied liegt in der Wortwahl und der theologischen Interpretation, wobei alle Versionen die zentrale Rolle des „Wortes“, also Jesus Christus betonen, jedoch unterschiedliche Nuancen aufweisen. Zum Beispiel die Schlachterübersetzung:
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Und die Menge:
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
Auch die englische King James-Übersetzung von Johannes 1:1 widerspricht der Aussage der Neuen Welt-Übersetzung eindeutig, indem sie betont, dass das Wort (Logos) nicht nur ein Gott, sondern selbst Gott ist. Zitat:
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“
Die Verwendung des Begriffs „ein“ wie es die NWÜ tut relativiert die göttliche Natur Jesu, was der Lehre der WTG zwar entspricht, aber im Kontext der christlichen Interpretation nicht akzeptabel ist. Es ist wichtig, den absoluten Charakter dieser Aussage zu verstehen, um die Theologie der Einheit von Jesus mit Gott zu erfassen.
In der christlichen Tradition wird betont, dass Jesus nicht lediglich ein Aspekt oder Teil Gottes ist, sondern vollständig und ganz Gott selbst, was entscheidend für das Verständnis seiner Rolle als Erlöser und Messias ist. Dies ist zentral für die christliche Lehre und der Beziehung zwischen Gott und Mensch.
Und damit kommen wir unweigerlich zum Thema der Dreieinigkeit oder Trinität.
Ich weiß, Jehovas Zeugen lehnen sie vehement ab, was auch der Grund sein mag warum die Neue Weltübersetzung Johannes 1:1 mit „ein Gott“ übersetzt.
Auch für mich klingt die Gleichung der Trinität, 1+1+1=1 - unlogisch. Trotzdem gibt es gute Gründe dafür, von einem dreieinigen Gott auszugehen. Ich denke nicht das die Wesensgleichheit zwischen Gott Vater und Gott Sohn überhaupt von Menschen verstanden geschweige den erklärt werden kann.
Für einen allmächtigen Gott gibt es keine Grenzen zwischen Zeit und Raum. Nichts ist unmöglich. Von daher halte ich die Diskussionen und Streitgespräche über diese Frage für unnötig. Christen aller Generationen haben über die Trinität allzu oft gestritten. Das wollen wir hier nicht tun. Kehren wir also zum heutigen Thema zurück.
Jehovas Zeugen wurde gelehrt, Jesus Christus sei ein besonderer Engel. Der Schöpfer habe demnach nur einen Engel, wenn auch seinen liebsten, für die Menschheit geopfert.
Die „Neue Welt-Übersetzung“ wird in dieser Frage nur von Johannes Greber unterstützt, auch wenn sie etwas anderes behauptet. Die Tatsache, dass seine Übersetzung von einem Geistermedium stammt, war für die Wachtturmgesellschaft anscheinend kein Problem.
1962 veröffentlichte Sie eine Broschüre: „Das Wort - von wem spricht Johannes?“:
Auf Seite 5 in der Fußnote, verweist sie auf das Buch - Das Neue Testament, von Johannes Greber - als wissenschaftliche Unterstützung, Zitat:
„Eine neue Übersetzung mit Erklärungen, auf den ältesten Manuskripten aufgebaut, von Johannes Greber, Ausgabe von 1937. Im vorderen Deckel dieser gebundenen Übersetzung ist ein goldenes Kreuz eingeprägt.
In dem 1965 veröffentlichten Buch: „Vergewissert euch aller Dinge“ ein wichtiges Nachschlagewerk zum Beantworten schwieriger biblischer Fragen wird Greber als legitime wissenschaftliche Quelle zitiert, ohne zu erwähnen, dass er ein Spiritist war. Dasselbe Muster findet sich in verschiedenen Wachtturmausgaben, zum Beispiel in den Ausgaben vom 15.Oktober 1975 und 15. April 1976. Jahrzehnte lang zitierte man Greber als zuverlässigen Experten.
Falls du nicht verstehst, was das in der Praxis bedeutet, stell dir einfach folgende Situation vor. Irgendwo sitzt im Jahr 1973 ein Zeuge mit einem Wohnungsinhaber an einem Küchentisch. Der Wohnungsinhaber hat Fragen zu Johannes 1 Vers 1 und der Zeuge holt sein Hilfsmittel „Hilfe zum Verständnis der Bibel“ und zeigt ihm, dass auch andere Übersetzer mit der Neuen Welt-Übersetzung übereinstimmen: „Schauen Sie, was hier steht: Johannes Greber hat es genauso übersetzt“. Dieser Zeuge hatte keine Ahnung, dass Greber behauptet hatte, Geister hätten ihm beim richtigen übersetzen geholfen. Die Wachtturm-Organisation hat es dem Zeugen nie gesagt, obwohl sie es wussten.
Aber sie entschieden sich, diese Informationen nicht in ihren Büchern oder Zeitschriften aufzunehmen. Der uninformierte Zeuge tat sein Bestes, um das, was er für die Wahrheit hielt, zu verbreiten. Er vertrautedarauf, dass die Organisation ihre Quellen überprüften würde. Ein weiterer Beweis, dass dem nicht so war, liefert ein Schreiben der WTG an Greber, Zitat:
Da wir in unseren Hauptsitzgebäuden vier Bibliotheken haben, die von unseren Mitarbeitern, darunter auch Autoren unserer Zeitschriften und Bücher, genutzt werden, fragen wir uns, ob es möglich wäre, einige zusätzliche Exemplare zu erhalten.
Am 20. Dezember 1980 traf bei der "Johannes-Greber-Gedächtnis-Stiftung" ein Schreiben der Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft New York ein. Eine Kopie dieses Briefes kursiert seit Jahrzehnten unter Forschern, und ist auch auf Web-Seite „JW.Org“ dokumentiert. Er beginnt mit den Worten, Zitat:
Hiermit bestätigten wir den Erhalt von 2 Büchern, die ihr uns kürzlich geschickt habt, „Das Neue Testament“, - übersetzt von Johannes Greber und sein Buch, „Kommunikation mit der Geisterwelt Gottes“ Wir freuen uns über ihre Zusendung dieser Bände. Zitat Ende
Die Wachtturmgesellschaft bedankte sich mit diesen Schreiben also für diese Bücher. Was aber bemerkenswert ist, dass sie die Übersetzung von Johannes Greber seit vielen Jahren kannte und ihn sogar als Experten hinstellte. Doch was sagt die WTG grundsätzlich über „Spiritismus“?
Ihre Ansicht über Spiritismus hat die WTG vor 1979 als Warnung und als biblischen Rat für ihre Anhänger veröffentlicht. Die Ratschläge waren eindeutig. Wer Gegenstände besaß, die mit spiritistischen Praktiken in Verbindung stehen, sollte sie vernichteten. Sogar sein Haus sollte man unter Umständen verkaufen, sollte es spiritistisch genutzt worden sein.
Das galt als Standard für den durchschnittlichen Zeugen. Aber für die Zentrale galt offenbar ein ganz anderer Standard. Sie fragten sogar bei einem spiritistischen Verlag nach, um Exemplare einer Übersetzung des neuen Testaments durch ein Geistermedium für ihre Bibliothek zu bekommen.
Doch in den 1980er Jahren kamen Fragen auf. Einige Zeugen hatten ihre eigene Nachforschungen angestellt, und sie fanden heraus, wer Greber war. Verständlicherweise wollten sie wissen, warum die Organisation diesen Mann als „Experten“ zitiert. Der Wachturm veröffentlichte dazu einen Artikel mit Fragen von Lesern.
„Warum hat der Wachtturm in den letzten Jahren diese Übersetzung des ehemaligen katholischen Priesters Johannes Greber nicht mehr verwendet?
Antwort, Zitat:
Diese Übersetzung wurde gelegentlich zur Unterstützung der Wiedergaben von Matthäus 27 Vers 52–53 und Johannes 1:1 herangezogen, wie sie in der Neuen-Welt-Übersetzung und anderen maßgeblichen Bibelübersetzungen zu finden sind. Wie Johannes Greber jedoch in einem Vorwort zur Ausgabe des Neuen Testaments von 1980 erklärt, stützte sich dieser Übersetzer auf die „Geistwelt Gottes“, um Klarheit über die Übersetzung schwieriger Passagen zu erhalten. Seine Frau, ein Medium der Geistwelt Gottes, war oft maßgeblich daran beteiligt, Pastor Greber die richtigen Antworten von Gottes Boten zu übermitteln.“
Keine mir bekannte Übersetzung benutzt den Begriff „ein“ Gott. Die eine oder andere spricht lediglich von Wesensgleichheit.
Weiter wird gesagt:
Der Wachtturm hält es für unangebracht, eine Übersetzung zu verwenden, die so eng mit Spiritismus verbunden ist. Die wissenschaftliche Grundlage für die Wiedergabe der oben zitierten Texte in der Neuen-Welt-Übersetzung ist fundiert und stützt sich daher in keiner Weise auf Grebers Übersetzung. Es geht also nichts verloren, wenn man aufhört, sein Neues Testament zu verwenden“.
Der Wachtturm hält es für unangebracht? Die Schlussfolgerung ist unmissverständlich. Hier versucht man, den Eindruck zu vermittelten, als hätte man diese Tatsache erst 1980 entdeckt, aber das ist gelogen, sie wussten es bereits 1937, und auch der Wachturm von 1956 zitierte aus der Einleitung des Buches von Greber.
Sie sagten zwar nicht, „wir haben es gerade erst herausgefunden“ da waren sie vorsichtig, wussten aber, dass die Leser annehmen würden, sie hätten es gerade erst herausgefunden, und würden diesen Umstand nun korrigieren.
Die falsche Schlussfolgerung, die der einfache Zeuge ziehen sollte, wirft dennoch berechtigte Fragen auf. Warum setzen sie stillschweigend ihre eigenen moralischen Regeln außer Kraft? Weil es ihrer Doktrin hilft? Gelten ihre Standards nur für die Mitglieder, aber nicht für die Leitung?
Und noch eine Frage zu folgender Behauptung taucht auf: "Der zitierte Text in der Neuen-Welt-Übersetzung sei wissenschaftliche fundiert und stütze sich nicht nur auf Grebers Übersetzung".
Frage: „An welchen Stellen wurden auch andere Wissenschaftler bezüglich Johannes 1:1 zitiert? Welche anderen Quellen? Wurden sie unter den Teppich gekehrt oder gibt es keine?
Falls du das hier liest und hörst und dich eventuell fragst, welche WTG-Lehren könnten noch hinterfragt werden, dann antworte ich dir: Dein Zweifel und unabhängiges Denken sind keine Sünde und du bist im biblischen Sinn auch kein Abtrünniger. Du bist auch nicht ungläubig oder geistig schwach.
Wenn du dich betrogen fühlst, tu das, was Paulus in 1.Thessalonicher 5:21 rät, Zitat:
„Prüfet alles, behaltet das Gute; meidet das Böse in jeder Gestalt!“

Mal etwas für's Gemüt. Für Enthusiasten und weil die jugendlichen Leser die ehemaligen Dampfrösser nicht mehr live kennen, erhielt ich von meinem Bekannten Lokführer geschickt.
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Gestern/vorgestern aufgenommen: Dampflok Doppel im Schnee, atemberaubende Aufnahmen - Eisfelder Talmühle im Harz. Links der Zug zurück nach Quedlinburg und rechts nach Drei Annen Hohne -https://youtube.com/shorts/moajg19EZK8
Hältste quer, siehste mehr:
https://youtu.be/1yYEMeQCuUo?t=67
Einspruch Euer Ehren – der Artikel weist mehrere Fehler auf:
(1)
Die Behauptung, Joh 1,1 laute in der NWÜ "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war (ein) Gott“ ist falsch – in KEINER Ausgabe oder Version der NWÜ, bis zurück zur "Ziegelstein"-Ausgabe von 1961 und den davor veröffentlichten Einzelbänden – steht das "ein" in Klammern; es hieß schon immer so: "...das Wort war ein Gott" – keine Klammer.
(2)
Des Weiteren ist der erweckte Anschein, nur Greber sei außer der WTG der einzige, der das "ein" in Joh 1,1 verwendet, irreführend. Eine Googlesuche mit "johannes eins vers eins koptisch" ergibt Folgendes:
Genau auf diesen Sachverhalt wird von der Org verwiesen, wenn es…