top of page

Eine Lüge, die tausende junge Männer ins Gefängnis brachte.

  • Autorenbild: Bruder
    Bruder
  • 13. Dez. 2025
  • 9 Min. Lesezeit

ree


Stell dir vor, man würde von dir verlangen, deine Freiheit für ein angeblich biblisches Gebot aufzugeben, für ein Gebot, von dem man dir sagt, dies würde Gott von dir erwarten? Und dann, nach einigen Jahren sagt man dir, das sei völlig unnötig gewesen, denn wir, das Sprachrohr Gottes, hatten da etwas falsch verstanden.Gott hat uns nun neues Licht gegeben. Aber es kommt für Dich noch schlimmer. Stell dir vor, du erkennst, dass du heute nur wegen finanzieller Vorteile der WT-Organisation (dem Sprachrohr Gottes) nicht mehr ins Gefängnis musst.

 

Könntest du dir so etwas vorstellen? Wahrscheinlich nicht. Und doch, Jahrzehnte lang gingenTausende von jungen Jehovas Zeugen ins Gefängnis, weil die Wachtturm-Gesellschaft dies im Namen Gottes erwartete und lehrte. Der sogenannte Zivildienst, den staatliche Organe für Kriegsdienstverweigerer als Kompromiss anboten, wurde von den Verantwortlichen der WT-Gesellschaft als Treuebruch gegenüber Gott bezeichnet.

 

Noch bis 1996 wurde dies so gelehrt, doch dann hoben die Verantwortlichen diese Regel plötzlich stillschweigend auf und hinterließen unbeantworteten Fragen.

 

Dieses WTG-Totalverbot bezüglich des Wehrersatzdienstes warf besonders in Deutschland ein beredtes Licht auf die Unzuverlässigkeit und Zweifelhaftigkeit der WT-Organisation gegenüber der staatlichen Gewalt auf. Die sogenannte „Staatstreue“ dieser Religionsgemeinschaft wurde angezweifelt.

 

Der Standpunkt „Wir, Jehovas Zeugen, leisten auch keinen "Ersatzdienst", denn jeglicher "Ersatzdienst" ist "fauler Kompromiss", begründeten sie auch mit den Worten von Jesus, der uns lehrte „auch im Kleinen treu zu sein“. Nichtmilitärischer "Zivildienst" in Krankenhäusern, bei der Feuerwehr und oder beimTechnischem Hilfswerk würden im Krisenfall der NATO unterstehen und diese Männer könnten zu Verteidigungszwecken herangezogen werden, wodurch "der Grundsatz“ der „christlichen Neutralität" verletzt würde. Angesichts der aktuellen Bestrebungen, Deutschland wieder „kriegstüchtig“ zu machen, ist das Thema für junge Zeugen Jehovas heute sicherlich wieder aktuell geworden.

 

Damals jedenfalls war die "Marschrichtung" der WTG eindeutig. Im "Erwachet!" vom 8.3.1975 S. 23 und 24, konnte man lesen, Zitat:

 

„Wenn jemand keinen Wehrdienst leisten kann, untersteht er nicht mehr den Militärbehörden, sondern den zivilen Behörden, und von diesem Augenblick an hat er nichts mehr mit dem Militär zu tun. Warum können sie einen solchen Zivildienst dennoch nicht leisten? ”Christen SIND NICHT BEREIT, EINEN SOLCHEN DIENST ZU LEISTEN, weil im Gesetz Gottes gesagt wird: „Ihr seid um einen Preis erkauft worden, werdet nicht mehr Sklaven der Menschen” (1. Kor. 7:23).

 

Ein Christ VERWEIGERT AUCH DEN ZIVILDIENST, DER ALS ERSATZ FÜR DEN MILITÄRDIENST GILT. In Wirklichkeit würde er durch diesen Dienst ein Teil der Welt werden.

 

Da der sogenannte „treue und verständiger Sklave” die Deutungshoheit über die gesamte Bibel, auch in dieser Frage beanspruchte, galt diese Auslegung bis 1998 für alle Brüder weltweit als verbindlich festgeschrieben.

Wir möchten aber gleich darauf hinweisen, dass inzwischen, alle Artikel mit Zitaten zur Frage des Zivildienstes auf der Internetseite "JW.Org" gelöscht worden sind. Sie können nur noch anhand schriftlicher Publikationen, die wahrscheinlich viele noch bei sich zu Hause haben, überprüft werden.

 

Aufgrund der Befolgung dieser strikten WTG-Vorgabe mussten junge männliche Zeugen Jehovas in Deutschland, zumindest bis 1969 Gefängnisstrafen auf sich nehmen und galten für den Rest ihres Lebens als vorbestraft, woraus ihnen, zusätzlich zu der erlittenen Haft, noch weitere erhebliche Nachteile erwuchsen.

 

Und heute versucht die WTG auf die für sie typische Art und Weise jegliche Verantwortung für diesen Sachverhalt zu vertuschen. Doch die Tausende von jungen Zeugen Jehovas, die bis 1998 ins Gefängnis gingen, waren die Leidtragenden, was sich bei vielen heute noch nachteilig auf ihr Leben auswirkt.

 

Viele der jungen Männer aus Deutschland versuchten den Weg ins Gefängnis zu vermeiden, indem sie einen zweiten Wohnsitz in Berlin annahmen.

 

Verschiedene Strategien wurden entwickelt, um sich der Einberufung zu entziehen, wie der Versuch, als Geistlicher anerkannt zu werden. Geistliche waren vom Ersatzdienst befreit. Zusätzlich entstand in Deutschland ein starkes soziales Netzwerk und Unterstützungssystem für Menschen, die aus Glaubensgründen den Ersatzdienst ablehnten. Die Diskussion über den Ersatzdienst und die Rechte der Zeugen Jehovas war ein relevantes Thema in der deutschen Gesellschaft.

 

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es nicht leicht war, den Weg ins Gefängnis zu vermeiden. Viele gingen lieber für einige Monate oder gar Jahre ins Gefängnis, was ein schwerer Entschluss war, zumal die Zeit im Gefängnis selbst von der WT-Organisation nicht als Grund für unvollständige Berichtsabgabe anerkannt wurde.

 

Was mich und meine Frau betrifft, so waren wir voller Überzeugung den sogenannten Vollzeitdienst durchführen zu wollen, sobald ich meine Gefängniszeit hinter mich gebracht hatte.

Doch als es dann so weit war, erfüllte ich nicht die Anforderungen für den Vollzeitdiener, da ich 6 Monate lang nicht mehr regelmäßig einen Predigtdienststundenbericht abgegeben hatte. Das Argument der „Dienstabteilung“ war, dass man auch im Gefängnis Zeugnis geben könne. Das stimmte natürlich, und das tat ich auch. Schon alleine dadurch, dass ich den Ersatzdienst ablehnte und im Gefängnis war, gab ich eigentlich meiner Meinung nach schon Zeugnis. Aber das zählte anscheinend nicht, entscheidend war, dass ich keinen regelmäßigen Bericht abgegeben hatte. Der Bericht ist auch noch bis heute entscheidend für irgendwelche „Dienstvorrechte“. Aber wir waren damals so indoktriniert, dass wir diese unbegreifliche Erfahrung einfach wegsteckten und erst 6 Monate später den Vollzeitdienst aufnahmen.

 

Doch ab 1996 /98 erhielt die Sklavenklasse scheinbar neues Licht, und vollzog eine 180-Grad- Wende. Besonders im "Wachtturm" vom 15.8.1998 S. 17 Abs. 6 und 7 versuchte der „treue Sklave“ sein Wehrersatzdienstverbot zu rechtfertigen, und griff die Frage vieler Zeugen auf: "War es von Seiten Jehovas ungerecht, zuzulassen, dass jemand leiden musste, weil er etwas ablehnte, was er heute ohne weiteres tun könnte?"

Die Antwort, Zitat:

"In der Vergangenheit haben einige Zeugen Jehovas leiden müssen, weil sie eine Tätigkeit ablehnten, die ihr Gewissen heute zulassen würde. Sie folgten treu der Anweisungen des Sklaven in dem Bewusstsein, Jehova gefallen zu wollen. Warum sollten sie dies nun als Ungerechtigkeit seitens Jehovas sehen?

 

So ähnlich antwortete mir auch der Kreisaufseher, als ich ihm diese Frage stellte. Wörtlich sagte er: „Du bist für Jehova ins Gefängnis gekommen und durftest für Jehova Zeugnis ablegen, und das kann Dir doch nicht geschadet haben.“

 

„Du hast es für Gott getan“ ist ein geschickter psychologischer Schachzug, denn er bewirkt, dass jeder Vorwurf gegen die Organisation den Klang eines Vorwurfes gegen Gott hat. 

 

Zitat aus dem Wachtturmartikel weiter:

"Das könn

te zum Beispiel mit der Entscheidung zusammenhängen, die sie vor Jahren hinsichtlich bestimmter Formen von zivilen Diensten getroffen haben."

Ein Bruder ist inzwischen womöglich zu der Überzeugung gelangt, er könne mit gutem Gewissen solche Dienste verrichten, ohne seine christliche Neutralität gegenüber dem gegenwärtigen System der Dinge zu verletzen“


Dies ist eine unbewiesene Behauptung, die suggeriert, man habe sich ja persönlich damals entschlossen, eine bestimmte Entscheidung zu treffen. Doch das ist eine krasse Geschichtsverfälschung.

Tatsächlich wurden Brüder ausgeschlossen, die den Ersatzdienst leisteten. Ich hatte damals, wie alle anderen, KEINE freie Entscheidung getroffen, denn ohne echte Wahl ist eine Entscheidung keine freie Entscheidung.

Die Wahrheit ist, dass diese jungen Männer IHREM Gewissen nicht gefolgt sind, sondern den Direktiven des "Treuen und verständigen Sklaven", also, einem Gebot von Menschen.

 

Durch das „loyale Festhalten“ an christlichen Grundsätzen, wie vom Sklaven definiert, glaubten wir, der Stimme des eigenen Gewissens zu folgen, um der Freundschaft Jehovas willen.

 

Doch die Frage steht im Raum, wenn eine Handlungsweise FRÜHER das Gewissen belastete, warum tut sie es JETZT nicht mehr?

Und übrigens, hat die Wachtturm-Gesellschaft das Gewissen anderer in dieser Frage respektiert? Die Antwort lautet ganz klar "Nein".

 

Mit anderen Worten, geben sie hier folgendes zu: „Ja, früher haben wir den Wehrersatzdienst verboten und ja, Brüder gingen aufgrund unserer damaligen Bibel-Auslegung ins Gefängnis und galten dann für den Rest ihres Lebens als vorbestraft. Das wurde von uns erwartet, und nur deshalb taten die jungen Männer das auch. Doch dann, nach einigen Jahrzehnten haben wir unser früheres Bibelverständnis revidiert und das Verbot aufgehoben. Und jenen, die ins Gefängnis wanderten, haben wir gesagt, ihr fühltet euch doch gut dabei, also hört jetzt auf, über euer Schicksal zu jammern und zu klagen.

 

Auch der Wachtturm vom 1. Mai 1996 Seite 15- 20 befasste sich mit dem Thema Ersatzdienst. Zitat Abs 16: w96 1. 5. S. 15-20

 

 „Es gibt auch Länder, wo der Staat die Möglichkeit einräumt, den Kriegs- oder Militärdienst zu verweigern und verlangen von den Betreffenden, Zivildienst zu leisten. Könnte ein Christ einen solchen Dienst durchführen? Auch in diesem Fall muss ein Gott hingegebener, getaufter Christ- (also ein Zeuge Jehovas) eine persönliche Entscheidung treffen, gestützt auf sein biblisch geschultes Gewissen.

 

Mit anderen Worten, aus dem Verbot mit der Folge eines Gemeinschaftsentzug wird eine Gewissensentscheidung gemacht. Und auf einmal hat der Sklave zu dieser die Frage auch biblische Beispiele gefunden.

 

Zitat Abs. 17

 

„Wie es scheint, gab es auch in biblischer Zeit einen Zwangsdienst. In einem Geschichtsbuch heißt es: „Zusätzlich zu den Steuern und den Abgaben, die von den Einwohnern Judäas erhoben wurden, gab es auch einen Frondienst [unbezahlte Arbeit, die von der Obrigkeit gefordert wurde]. Diese Einrichtung bestand im Orient schon sehr lange, und sie wurde von der hellenistischen und der römischen Obrigkeit beibehalten. ... Auch das Neue Testament führt Beispiele für einen Frondienst in Judäa an, wodurch gezeigt wird, wie weit verbreitet er war. Im Einklang mit diesem Brauch zwangen die Soldaten Simon von Kyrene, Jesu Kreuz [Marterpfahl] zu tragen.

 

Zitat Absatz 19: „Wie sollte ein Christ an die Angelegenheit herangehen, wenn ihn der Cäsar auffordert, für einen begrenzten Zeitraum einen zivilen Dienst durchzuführen?

 

„Auch in diesem Fall muss der Christ eine persönliche Gewissensentscheidung treffen, nachdem er sich informiert hat. Christen, die mit einer Forderung des Cäsars konfrontiert werden, sollten sich unter Gebet mit der Angelegenheit befassen und ernsthaft darüber nachdenken. Bei ihren Nachforschungen müssen jene Christen eine Reihe biblischer Grundsätze im Sinn behalten. Wird man durch die Tätigkeit möglicherweise daran gehindert oder eingeschränkt, seinen christlichen Verpflichtungen nachzukommen? (Matthäus 24:14; Hebräer 10:24, 25).

Paulus sagte, dass Christen Regierungen und Gewalten als Herrschern gehorsam und bereit für jedes gute Werk sein sollen. Eine Entscheidung darüber muss aber jeder persönlich treffen. (Sprüche 2:1-5; Philipper 4:5).

 

Doch noch befremdlicher ist die biblische Begründung des Sklaven für seine 180-Grad- Wende. Unter anderem bezog man sich auf die Bergpredigt Jesu aus Matthäus 5 Vers 41. - Zitat:

„Und wenn dich jemand eine Meile nötigt [4], so geh mit ihm zwei.

Der Satz "dann gehe zwei Meilen mit ihm“ stammt, wie gesagt, aus der Bergpredigt. Im Original bedeutet der Begriff „Nötigt“ wörtlich: „zum Dienst zwingt".  Jesus machte damit deutlich, dass man mehr tun soll, als von einem verlangt wird, um eine positive Haltung zu zeigen und nicht nur auf Befehle zu reagieren. Dies illustriert, dass man über das Erwartete hinaus gehen sollte.


Doch lesen wir diesen Text noch in einer weiteren Übersetzung, genannt "DAS BUCH“ von Roland Werner, der die Methode einer „dynamischen“ Übersetzung wählte, eine Übersetzung, die danach fragt, wie man das damals Geschriebene heute ausdrücken würde. Seine Übersetzung lautet:

 41„Und wenn ein römischer Besatzungssoldat dich dazu zwingt, etwas für ihn eine Meile weit zu tragen, dann geh zwei mit ihm“. Matthäus 5:41 - DAS BUCH von Roland Werner

Sicherlich eine treffende Übersetzung dessen, was Jesus ausdrücken wollte. Die Anwendung zum Ersatzdienst, ist damit sowohl in der Lutherübersetzung als auch in der Übersetzung „Das Buch“ gegeben. Es geht um die Befolgung eines militärischen Befehls.

 

Und mit Recht wendet der "treue Sklave" diesen Vers "jetzt" auf die Bereitschaft an, dem staatlich geforderten Ersatzdienst zu leisten. Doch man stellt sich die Frage - warum erkennt der Sklave erst nach Jahrzehnten diesen Zusammenhang? Dem von Jesus eingesetzten Sklaven müsste der Heilige Geist diesen Zusammenhang doch sofort geoffenbart haben, oder?

 

Worum ging es dem Sklaven jetzt aber in Wirklichkeit? Ging es ihm um die Erfüllung und das Verständnis eines biblischen Gesetzes? Nein. Tatsächlich ging es ihm, besonders in Deutschland, um die Vorteile der staatlichen Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts.


Aber die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts erfordert die Erfüllung einiger Voraussetzungen. Erstens, dauerhafter Bestand durch eine bestimmte Mitgliederzahl und zweitens, was noch wichtiger ist, „Rechtstreue“. Ist dies der Fall, wird die Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt, was mit besonderen Rechten wie Kirchensteuereinzug oder der Durchführung von Religionsunterricht verbunden ist. Das Verfahren erfolgt in jedem Bundesland separat.

Die Religionsgemeinschaft muss tatsächlich ein religiöses oder weltanschauliches Bekenntnis zum Staat ablegen.

Und die Gemeinschaft muss durch die Zahl ihrer Mitglieder auf Dauer angelegt sein.

Verfassungstreue bedeutet, die Gemeinschaft muss rechts- und verfassungstreu sein und darf nicht gegen grundlegende Verfassungsprinzipien verstoßen.

 

Um diese Anerkennung zu erhalten, musste sie in der Frage „Ersatzdienst“ ihre Einstellung revidieren. Aus diesem Grund druckte die WTG extra eine Broschüre "Jehovas Zeugen und der Zivildienst“.

 

Zitat: Das Grundrecht auf Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen ist seit langem nach internationalem Recht anerkannt.

Jehovas Zeugen schätzen es, wenn der Staat internationalen Richtlinien folgt und einen Zivildienst ermöglicht, der eine echte Alternative darstellt, keinen strafenden Charakter hat und der Gemeinschaft nützt.

 

Diese Informationen wurden speziell für die Behörden gedruckt, und jeder, der die Vergangenheit erlebt hat,erkennt die Heuchelei in dieser Aussage. Besonders der Satz: „Jehovas Zeugen schätzen es, wenn der Staat internationalen Richtlinien folgt und einen Zivildienst ermöglicht, der eine echte Alternative darstellt“

 

Jahrzehnte lang vertrat die WTG einen anderen Standpunkt: "Wer Ersatzdienst leistet, verletzt seine christliche Neutralität".

 

Und jetzt mussten die vielen, die ihre Gefängnisstrafe abgesessen hatten. schlagartig erkennen, dass, wenn es um finanzielle Vorteile ihrer Religionsorganisation geht, die Gesetze Gottes angepasst werden konnten.

 

Warum erst jetzt, fragen sich viele und warum nicht schon damals, als die Freiheit der jungen Männer auf dem Spiel stand?

 

Die Sklavenklasse betont zwar in ihren Videos auf Broadcasting immer, wie sehr sie die Bruderschaft liebt. Doch Erleichterungen für die Bruderschaft erfolgen in der Regel immer erst dann, wenn ihre finanziellen Angelegenheiten gefährdet sind. Erstaunlich wie schnell der Sklave dann auch biblische Gründe für seine Änderungen anführt, und wie schnell er biblischen Erkenntnisse dann seinen Bedürfnissen anpasst.

 

 

 

23 Kommentare


M.N.
17. Dez. 2025

Wenn ZJ aufgrund von Wehrdienstverweigerung irgendwo auf der Welt eingebuchtet werden, bemüht die WTG traditionsgemäß ihr "das beweist, dass wir die einzig wahre Religion sind"-Märchen auf der Grundlage von Aussagen Jesu wie jener aus Joh 15,20 "Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen", oder Pauli "alle, die gottselig leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden" (2Tim 3,12). Die Crux hierbei ist, dass JZ grundsätzlich NICHT "um des Namens Jesu verfolgt" werden, sondern um des Namens eines U.S.-amerikanischen, in seinem Wesen nichtchristlichen Medien- und Verlagskonzerns names "Watchtower-Society" und seines "Jehova"-Trademarks willen.


Dass dem so ist, geht unwiderlegbar aus dem den inhaftierten "Bibelforschern" - NUR diesen - von den Nazis vorgelegten "Revers" bzw. dessen ersten 3 Klauseln hervor,…


Bearbeitet
Gefällt mir
Schilo
vor 5 Tagen
Antwort an

Wie Gott die 1/3 abgefallenen Engel wieder auffüllt?


Ich denke, durch Engel.

1. Gott wusste, wenn er alle seine Geschöpfe mit freiem Willen ausstattet, ist mit Abfall zu rechnen. Er hat das einkalkuliert und vor dem Abfall bereits für die Lösung gesorgt. Die Anzahl der erschaffenen treuen Engel müsste ausreichen, um die entstandenen Lücken zu schließen.


2. Menschen können nicht Engelaufgaben übernehmen. Der Mensch ist von der Art her im Bilde Gottes, der Engel als Bote angelegt. Somit ist das Aufgabengebiet nicht austauschbar.


3. Wird ein Mensch in den Himmel genommen, spricht die Bibel von einer neuen Schöpfung - keiner neuen Engelgruppe.


Liebe Bianta, ich war krank drum hat es etwas gedauert mit meiner Antwort.

Ich hoffe, du hattest eine…


Gefällt mir

Raymond Franz, Ex-Mitglied der Leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas, wusste schon seinerzeit zur angesprochenen Thematik einiges Brisante in seinem enthüllenden Buch "Der Gewissenskonflikt" mitzuteilen:


https://die-vierte-wache.eu/bist-du-verletzt-enttaeuscht/organisation/der-gewissenskonflikt-raymond-v-franz.html


Dort beispielsweise den blau unterlegten Block:

"Kapitel 6 -- Zweierlei Maß" anklicken.


Bearbeitet
Gefällt mir
lila.lucky
lila.lucky
18. Dez. 2025
Antwort an

Danke Vierte Wache für diese online Version! Und Danke für den Link lieber Christusbekenner.

Gefällt mir

M.N.
15. Dez. 2025

Betreffs des zuvor erwähnten CSA-Falles aus Brasilien:


https://www.courtlistener.com/docket/71905206/gomes-de-souza-v-watchtower-bible-and-tract-society-of-pennsylvania-inc/


Hier liegt alles offen wie die müffelnde Leiche auf dem Seziertisch. Hier kann jede(r) die Entwicklung dieses Falles live beobachten; es kommen ständig neue Einträge dazu. Geht man die gelisteten Gerichtsdokumente (PDFs) chronologisch rückwärts durch, sieht man sehr "schön" (🤮🤮🤮), wie die WTG "theokratische Kriegführung" betreibt: "Die Verjährungsfrist ist abgelaufen - NY ist kein guter Ort, um das zu verhandeln ..." - die Org kämpft, strampelt und schlägt um sich. Wie es scheint, hat die Org gleich 2 RA-Kanzleien angeheuert: Eine für die Org, eine weitere für die einzelnen LK-Mitglieder - wow. Da scheint die Luft zu brennen.

Egal, wie auch immer das ausgeht und ob die Org vermittels ihrer perfiden und…

Gefällt mir
M.N.
19. Dez. 2025
Antwort an

Hier geht's weiter, siehe den neuesten Eintrag von gestern:


https://storage.courtlistener.com/recap/gov.uscourts.nysd.652986/gov.uscourts.nysd.652986.28.0_1.pdf


Frau Souzas Anwälte lassen sich von der WTG und ihren Verwirrspiel- und Einschüchterungstaktiken nicht kleinkriegen und halten unbeirrt dagegen. Sie haben alle 4 von der WTG ins Feld geführten Argumente, den Prozess fallenzulassen, gegen die Wand geklatscht und im Klo runtergespült. Von wegen - NIX DA!


Ich drück denen die Daumen ...

Gefällt mir

M.N.
14. Dez. 2025

Ihr Lieben,


auch betreffs dieses Themas handelt(e) die Org nach der Devise "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? Was kümmert uns, ob und wie unsere Minions durch unsere verkorxten Edikte und murxigen Gesetze Schaden erlitten haben? Ist halt Kollateralschaden, so what? Stellt euch nicht so an!"


Nichts ist so alt und überholt wie WTG-"Wahrheit" von gestern ... Empörend dabei ist, wie sie den Spieß ganz einfach umdreht und die Schuld für erlittenes Ungemach den davon Betroffenen zuweist und im Endeffekt sagt: "Ihr hättet ja unseren Mist nicht zu befolgen brauchen!" ("Ihr wusstet es damals halt nicht besser, habt nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt ...") Es ist schon erstaunlich, zu welch unverfrorenen Winkelzügen diese Schlange WTG fähig ist und…


Bearbeitet
Gefällt mir
lila.lucky
lila.lucky
14. Dez. 2025
Antwort an

Du nennst es treffend. Für solche schmierige Wortwendigkeit in all ihren Anweisungen - als irdische Führungsperson in Würdigung treu und verständig Sklave - gibt es keine Worte mehr im Duden. Das sind Fatzkes. Gott als den Urheber all ihres Schmarrn's hinzustellen...


Indem Cäsar sie immer mehr für ihre Führung zur Verantwortung zieht, winden und wenden sie sich...


Korrekt wäre, wenn sie jetzt beispielhaft ihrerseits ihre Haftstrafe für ihren Glauben antreten.

Gefällt mir

josef_moosbrugger
14. Dez. 2025

Das war für mich weniger schlimm, ich war damals bei der Militärmusik mit nur 3 Wochen Grundausbildung und habe bei der Stellungskommision von Anfang an ein Dienst mit der Waffe abgelehnt.

Später habe ich meine Dienstzeit in einem Schreiben aberkennen lassen. Dies wurde auch angenommen.

Gruß Josef

Gefällt mir
lila.lucky
lila.lucky
15. Dez. 2025
Antwort an

Du warst in der Org Pionier? Pionier:

  • in der DDR: Kinderorganisation Jungpionier blau, Thälmannpionier rot (ZJ waren nicht dabei)

  • in der Armee: Sonderspezialeinheit zum Bergen verunfallter eigener Geräte, Sperren freiräumen, Brücken und Wegfähigmachen für die Truppe.

  • in der Org: besonders predigtdienstbeflissene Verkündiger - Hilfspionier, allg. Pionier, Sonderpionier die in der Versammlung das predigen mit Org-Schnulli anführen.


Damals noch mit 1000 Std. p.a. wow. Das habe ich nicht geschafft. Ich wurde aber auch nicht zum allg. Pionierdienst gedrängt. So fair muss ich bleiben. Stundenziel ab 1999 auf 840 Std. reduziert

Gefällt mir
bottom of page