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Der Geist des Antichristen heute

  • Autorenbild: Bruder
    Bruder
  • vor 18 Stunden
  • 8 Min. Lesezeit

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Es gibt eine Aussage des Apostel Johannes, die viele überhören bzw. über die viele hinweglesen, weil sie unbequem ist. Johannes schrieb:, "der Geist des Antichristen sei schon in der Welt" - nicht irgendwann, nicht erst am Ende der Zeiten, sondern "jetzt", zu seiner Zeit. 

 

Die Bibelstelle finden wir in 1. Johannes 4 Vers 3. Hier spricht Johannes vom Antichristen, beziehungsweise von dessen Geist, Zitat:

„und jeder, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott. Und das ist der [Geist] des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er kommt; und jetzt schon ist er in der Welt.

 

Viele Menschen sind der Überzeugung, Johannes spricht  hier von einer mystischen Figur, die in ferner Zukunft erscheint, bevor Jesus selbst wiederkommt. Doch tatsächlich spricht er über den "Geist" des Antichristen, einem psychologischen Phänomen, durch das die Menschheit verblendet wird.

 

Doch der Antichrist begegnet uns nicht als Person. Er begegnet uns als Zustand, als Verführung des inneren Menschen, der Wahrheit gegen Lüge tauscht, Demut gegen Selbstvergötterung und Klarheit gegen Täuschung.

 

Dadurch entsteht ein Klima, in dem Wahrheit relativ wird und Macht attraktiver als Integrität. Ein Klima, in dem Menschen verwirrt werden und nicht mehr erkennen, was wirklich vor sich geht.

Und genau davor warnte uns Johannes  bzw. Jesus Cristus, nicht um uns Angst zu machen, sondern um uns wach zu halten.

Und tatsächlich ist in der gegenwärtigen globalen Situation ein spürbarer Geist der Verwirrung zu beobachten, insbesondere im politischen Bereich. Diese Verwirrung scheint aus verschiedenen Faktoren zu resultieren, die sowohl nationale als auch internationale Ebenen betreffen. Politische Entscheidungen werden oft von Unsicherheit und Instabilität geprägt, was zu einem Vertrauensverlust in religiösen oder politischen Führungsfiguren führt.

Im Zuge dieser Verwirrung kämpfen viele Länder mit internen Herausforderungen und Außenbeziehungen, die durch unterschiedliche Ideologien und Agenden belastet sind. Die Komplexität der aktuellen Probleme, einschließlich wirtschaftlicher Krisen, gesellschaftlicher Unruhen und geopolitischer Spannungen, trägt zur allgemeinen Unsicherheit bei. In diesem Kontext ist es wichtiger denn je, klare und effektive Strategien zu entwickeln, um dem Gefühl der Verwirrung entgegenzuwirken und stabilisierende Maßnahmen zu ergreifen.

 

Doch dieser Geist der Verwirrung zeigt sich nicht nur im politischen sondern besonders auch in religiösen Kreisen, was die Erwartungshaltungen auf das Erscheinen des Antichristen als Vorzeichen der Wiederkunft Christi beflügelt.

Und so spielte auch die Erwartungshaltung der Zeugen Jehovas bezüglich der Frage "Wer ist der Antichrist"eine große Rolle.

Doch um es gleich vorweg zu betonen, muss der WTG zugutegehalten werden, dass sie nicht (mehr) in die Falle vieler Endzeitsekten tappt und deren klischeehaften Auslegungen folgt.

Dennoch kann man feststellen, dass auch sie den Begriff „Antichrist" als äußerst willkommene "Keule" gegen die „Geistlichkeit der Christenheit" sowie gegen  die "Abtrünnige“ einsetzt.

In dem Buch der WTG „Hilfe zum Verständnis der Bibel“, lesen wir unter dem Stichwort "Antichrist", Zitat:

ANTICHRIST (griechisch: antichristos) gegen Christus oder anstelle Christi]. Dieser Ausdruck, der sowohl im Singular und im Plural gebraucht wird, kommt fünfmal vor und zwar ausschließlich in zweien der Johannesbriefe.

Jehovas Zeugen wissen und lehren, dass der Begriff „Antichrist“ in der Bibel nur im Singular verwendet wird. Das hindert sie aber nicht daran, diesen Begriff auch auf die Führer der katholischen Kirche zu beziehen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn die Mehrheit der Zeugen Jehovas den „Antichristen“ als eine erwartete Figur sehen, der als Widersacher Jesu vor dessen Rückkehr auftritt und falsche Lehren verbreitet. Der Ursprung des Begriffs liegt in den Johannesbriefen, wo er sowohl eine einzelne Person als auch eine Gruppe von Gegnern Christi charakterisieren kann.

 

Jeder, der ihren Lehren widerspricht, wird zwangsläufig auch Teil „Babylons der Großen“, der falschen Religion. Konkret wird bezüglich der Frage "WER IST DER ANTICHRIST"- in dem Buch gesagt, Zitat:


Johannes erwähnt ausdrücklich, dass zu den Personen, die den Antichristen bilden, auch Abtrünnige gehören. Er sagt von ihnen, dass sie „von uns ausgegangen" sind, also die Christenversammlung verlassen haben (1. Joh. 2:18, 19). Daher gehören auch der von Paulus beschriebene „Mensch der Gesetzlosigkeit" oder „Sohn der Vernichtung" dazu, sowie die „falschen Lehrer", die Petrus anprangert, weil sie verderbliche Sekten einführen und sogar „den Gebieter verleugnen, der sie erkauft hat"

 

Ja, Johannes erwähnt, dass auch Abtrünnige zum Antichristen werden könnten, wenn sie die wahre Christenversammlung verlassen und Christus verleugnen. Er sagt aber nicht, dass jeder der die WTG verlässt, die wahre Christenversammlung verlässt und damit Christus ablehnt oder gar lästert. 

 

Jede Religion, die von sich behauptet, die Wahrheit zu besitzen, könnte diesen Text auf jeden anwenden, der ihre Kirche verlässt und sagen: „er ist von uns ausgegangen".

 

Halten wir bis hier fest. Die Wachtturm-Gesellschaft vermittelt, dass der Begriff „Antichrist“ nicht auf eine einzelne Person beschränkt ist, sondern vielmehr Menschen beschreibt, die eine feindliche Haltung gegenüber Christus einnehmen. Diese Interpretation ist biblisch belegbar, bedeutet aber, dass der Antichrist in verschiedenen Formen und durch verschiedene Personen repräsentiert werden kann, was die Vorstellung einer einzigen, identifizierbaren Figur untergräbt.

 

Die WTG betont, dass Antichristen in der Gesellschaft an verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten existieren können. Dies erweitert den Begriff und lässt Raum für die Identifikation von Individuen oder Gruppen, die die Ideale und Lehren Christi ablehnen oder aktiv gegen sie agieren. Damit ist das Konzept des Antichristen als ein dynamisches und breites Phänomen zu betrachten.

 

Die Bibel beschreibt den Antichristen auf zwei Ebenen, als Geist und als Gestalt. Der Geist des Antichristen wirkt durch Angehörende eines Systems, einer Kirche oder Ideologie in der durch Verdrehung der Wahrheit, sich die wahre Identität des Antichristen zeigt.

 

Und hier beginnt die psychologische Brisanz. Jesus  warnte nicht vor einer zukünftigen Figur. Er warnt uns vor Menschen, damals wie heute, vor Verführern. Wenn du dies nicht erkennst, siehst du den Antichristen nicht, selbst dann nicht, wenn er direkt vor dir steht. Denn die eigentliche Gefahr ist nicht sein Auftreten, sondern unsere Blindheit.

 

In dieser Gefahr befindet sich jeder, der eine Glaubensgemeinschaft vertritt, die von sich behauptet, die Wahrheit zu besitzen, und damit den Gläubigen vermittelt „in der Wahrheit zu sein“. Die Bibel nennt das „den Geist des Antichristen“. Und der Kern des Antichristen ist gegen Christus gerichtet, denn Christus allein ist die Wahrheit.

Wie gesagt, der Antichrist zeigt sich in der Verdrehung der Wahrheit in Bezug auf Jesus Christus. Eine Tatsache, die einem Zeugen Jehovas nicht bewusst ist.

 

Jehovas Zeugen erkennen zwar Jesus Christus als den Sohn Gottes und als den Retter der Menschheit an. Doch ein zentrales Element ihres Glaubens ist, dass nur die 144 000 Auserwählten, durch ihren Glauben bedingungslos errettet werden. Die Übrigen müssen sich ihre Erlösung durch Einsatz, natürlich vor Armageddon, in und für die Organisation erst verdienen. Sie haben die Wahl "ewige Vernichtung in Armageddon oder ewiges Leben im Paradies auf Erden".

 

Dieses "Leistungsevangelium" ist geprägt von der Vorstellung, bestimmte Leistungen erfüllen zu müssen, um die göttliche Gnade zu erlangen. Dies steht in starkem Gegensatz zu der christlichen Lehre der Gnade. Wenn es in diesem Punkt auch gewisse Änderungen gab, die zu Erleichterungen führten, im Grunde wurde das Prinzip des Leistungsevangeliums nicht aufgegeben.

 

Doch noch deutlicher zeigt sich der "Geist des Antichristen" darin, wie Zeugen Jehovas zu Jesus Christus eingestellt sind. Gemäß ihrer Lehre ist Jesus nicht Teil einer Dreieinigkeit, sondern ein separates Wesen, das von Jehova, dem allmächtigen Gott, zu einem bestimmten Zweck erschaffen wurde.

 

Sie glauben, dass Jesus vor seiner Menschwerdung als der Erzengel Michael existierte. Damit bestreiten sie die Göttlichkeit Jesu, wie sie in Johannes Kapitel 1 beschrieben ist. Jesus wird auf Grund einer grammatischen Begründung nur als „ein Gott“ betrachtet, während Jehova für sie quasi so etwas wie ihr Hauptgott, beziehungsweise der einzige wahre Gott ist.

 

Demzufolge sehen sie den Kern der guten Botschaft in der Wiederherstellung des Namens Gottes "Jehova" und die Wiederherstellung seiner Souveränität, wobei Jesus als Gottes Sohn, sein erstes Geschöpf, als das Mittel zur Erlösung durch sein Loskaufsopfer gilt.

 

Wenn du mir das nicht glaubst, frage einen Zeugen Jehovas, er möge dir den Kern der guten Botschaft erklären. Was wird er dir antworten?

 

Er wird dir folgendes antworten: „Die gute Botschaft ist die Aussicht auf ewiges Leben im irdischen Paradies oder unter Gottes Königreich, dass alle Probleme der Menschen löst. So oder so ähnlich, wird er dir antworten.

 

Dass Gott seinen Sohn Jesus Christus sandte, um die Menschheit in seiner Gnade nur auf Grund des Glaubens von Sünde und Tod zu befreit, wird er nicht erwähnen. Jeder, der an ihn glaubt, um errettet zu werden, muss praktisch den biblischen Lehren folgen, wie sie von der Organisation Jehovas interpretiert werden.

 

Dies gilt auch für moralisches Verhalten, wie es von der Organisation definiert wird.

 

Die Ablehnung der "göttlichen Gleichheit" Jesu mit seinem Vater mag zwar vom menschlichen Standpunkt aus gesehen logisch erscheinen, aber ob diese Logik ausreicht, um die Lehre der Dreieinigkeit abzulehnen, das ist eine andere Frage. 

Es gibt tatsächlich auch biblische Belege bzw. Schriftstellen, die für den Glauben an eine Dreieinigkeit sprechen, aber das soll heute nicht das Thema sein. Tatsache bleibt, Jesus wird von der Organisation als ein erschaffener Gott gelehrt, was dazu führt, dass sie die Lehre der Dreieinigkeit ablehnen.

 

Wir stellten fest, Johannes  beschrieb den Geist des Antichristen als subtile Verdrehung, ein Verschieben der Maßstäbe, die früher klar waren, doch heute plötzlich verhandelbar erscheinen.

 

In der heutigen Gesellschaft sehen wir vielfältige Diskussionen und Auseinandersetzungen, die oft die grundlegendsten christlichen Werte und Überzeugungen infrage stellen, die seit Jahrhunderten bestehen. Unter diesen Aspekt sind insbesondere die Abtreibung und der Schutz des ungeborenen Lebens, die Geschlechterrollen sowie die Akzeptanz von Homosexualität und gleichgeschlechtlichen Ehen hervorzuheben. 

 

Viele religiös geprägte Gruppen argumentieren, dass das Leben mit der Empfängnis beginnt und der Schutz des ungeborenen Lebens ein fundamentales Gebot ist. Diese Überzeugung wird gesellschaftlich jedoch zunehmend infrage gestellt. Die Selbstbestimmung der Frau über ihren eigenen Körper wird argumentativ betont

 

Jeder der  konservative christliche Werte öffentlich vertritt, muss damit rechnen als "Rechtsradikal oder Nazi" beschimpft zu werden.

 

Ein weiteres Beispiel der Aushöhlung göttlicher Werte im heutigen Diskurs ist das Infragestellen der binären Geschlechter und ihrer natürlichen Rolle. Gemäß der Bibel werden Mann und Frau in festen Rollen innerhalb der Familie gesehen. Mit der zunehmenden Akzeptanz von Genderfluidität und nichtbinären Identitäten wird diese traditionelle Sichtweise jedoch hinterfragt.

Auch die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen stellt einen gravierenden Bruch mit den jahrhundertealten christlichen  Werten dar, die aber von Gläubigen in vielen Religionsgemeinschaften nicht akzeptiert werden können.

Diese Differenzen führen häufig zu innergemeinschaftlichen Spannungen und einem Rückgang der Mitgliederzahlen in Kirchen, da sich viele Mitglieder aus Gewissensgründen nicht anpassen wollen.

 

Fazit: Die heutige Gesellschaft ist geprägt von einem Dialog, in dem göttliche Werte zunehmend hinterfragt werden. Abtreibung, Geschlechterrollen und die Anerkennung von Homosexualität sind nur einige Beispiele, die deutlich machen, wie unterschiedlich die Auffassungen über das, was als „heilig“ oder „göttlich“ gilt, inzwischen sind.

 

Die Auseinandersetzung mit diesen Themen wird auch in Zukunft eine zentrale Bedeutung haben, da sich die sozialen Normen und moralischen Überzeugungen weiterentwickeln und verändern.

 

Menschen beginnen Gott zu relativieren, sich selbst aber gleichzeitig zu erhöhen. Autorität wird, solange sie uns das gibt, was wir hören wollen, nicht mehr hinterfragt. Und nun stellt sich eine Frage, die Johannes zwischen den Zeilen stellt: "Wie kann ein Mensch so geblendet werden, dass er dem Geist des Antichristen folgt?"

 

Die Verführung erkennen bedeutet, den Antichristen zu erkennen, und - zu widerstehen. 

 

Der Antichrist kommt nicht als Bedrohung, nein, er verspricht die Lösung aller Probleme. Probleme, die nur Jesus Christus lösen kann und wird.

Er, der Antichrist, gewinnt die Menschen durch Zustimmung. Johannes bzw. Jesus  beschreibt den Antichristen nie als jemanden, der sofort zu erkennen wäre. Im Gegenteil, er sagt, dass viele verführt werden. Und wenn das Leben unübersichtlich und verwirrend wird, suchen sie jemanden, der sagt: "Vertrau mir, ich weiß, wie es weitergeht." Und genau hier setzt der Geist des Antichristen an. Er bietet Lösungen an, anstelle von Wahrheit.

 

Der Antichrist ist ein Muster, eine Art Verdrehung, die langsam beginnt und sich in Menschen, Kulturen, Systemen und sogar in religiösen Strukturen ausbreiten kann. Ein Prozess, bei dem das Eigentliche verloren geht, während das Äußere bestehen bleibt.

 

Aber in erster Linie ist der Geist des Antichristen untrennbar mit der Leugnung der Göttlichkeit Jesu verbunden. In den Evangelien warnt Jesus vor falschen Propheten und lehrt, uns, dass die Erkennung der wahre Identität Christi unerlässlich für den Glauben ist.

 

Der Antichrist tritt, wie Satan, als Widersacher Christi auf und stellt dessen göttliche Natur in Frage, indem er möchte, dass die Menschen ihn nur als ein Geschöpf betrachten. Jesus betont jedoch, dass ihn jeder als Gottes Sohn anerkennen muss. Dies ist entscheidend, um den Antichristen zu erkennen und errettet zu werden.

 

 

1 Kommentar


josef_moosbrugger
vor 4 Stunden

Der Hl. Geist ist nicht Teil einer Dreieinigkeit, als dritte Person


Woher wissen wir, ob wir den Heiligen Geist besitzen

-          das absolute Vertrauen in die Erlösung Christi

 

-           der Heilige Geist ist es der uns davon überzeugt, dass wir tatsächlich Kinder Gottes sind

 

-          unsere Identität als Kinder Gottes wird in Römer Kapitel 8 Vers 16  bestätigt

 

-          zu Gott zu gehören ist wichtig, dass sich die Gegenwart des Heiligen Geistes in unserem Leben auch durch die Frucht manifestiert, die in Galater, Kapitel 5 Verse 22 und 23 beschrieben wird. Diese Früchte des Geistes sind greifbare Zeichen der göttlichen Präsenz in unserem Leben

 

-          er hilft uns die Waffe einzusetzen, die in Epheser 6:11 uns…


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