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  • Bruder

David Splane legt den Grundstein für altes neues, Licht!





Die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas benutzt ihre Jahreshauptversammlungen gerne, um das von Jehova offenbarte „Neues Licht“ zu verkündigen, so auch auf der Jahreshauptversammlung 2023. David Splane von der LK benutzt seinen Vortrag mit dem Thema, “Vertraue auf den barmherzigen Richter der ganzen Erde” um dieses „Neue Licht“ zu präsentieren.


Als “neues Licht” bezeichnet die Leitende Körperschaft gerne, was ihnen angeblich der Heilige Geist offenbart. Nun, ich bestreite nicht das der Geist, den unser Schöpfer aussendet, auch Wahrheiten vermittelt. Aber wie können ich, wie können wir erkennen, ob das „Neue Licht“ der WTG wirklich von dem einen wahren Gott kommt?


Eines jedoch wissen wir über den allmächtigen Gott, ob wir ihn nun Jehova oder Jahwe nennen, dass er ein Gott der Wahrheit ist. Wenn also jemand behauptet, sein Sprachrohr auf Erden zu sein, sozusagen der „Kommunikationskanal", Gottes müssen wir uns fragen, welcher Gott ihn inspiriert hat. Wir werden uns nun ein paar aufschlussreiche Ausschnitte von seinem Vortrag ansehen und hören.


Er beginnt seinen Vortrag mit der spannenden Frage: „Hast du dich zum Beispiel schon einmal gefragt, ob Menschen, die in der Sintflut oder aus Sodom und Gomorra umgekommen sind, wieder auferstehen werden? Was ist mit diejenigen, die vielleicht nie von Noah gehört haben"?


David sagt uns, dass sie, die Leitende Körperschaft, keine Antwort auf diese Fragen habe, und inszeniert dabei ein nettes kleines Stück selbstironisches Beispiel von Bescheidenheit, indem er nachdenklich sagt:


„Warte mal, habe ich das richtig verstanden? Die LK hat die Antwort auf diese Fragen nicht? Ich dachte, wir hätten sie.“

Er sagt also das die leitende Körperschaft keine Antwort auf diese Frage habe.

Dann wechselt er von der ersten Person “wir” in die zweite Person, in die „Publikationen” um dann wieder zurück zur ersten Person “wir” zu wecjseln, wenn er sagt:

“In der Vergangenheit haben unsere Publikationen behauptet, dass es keine Hoffnung auf eine Auferstehung für die in Sodom und Gomorra vernichteten Menschen gibt. Aber wissen wir das wirklich???”

Und das ist der rhetorische Trick, die Schuld für dieses alte falsche Licht haben diejenigen, die diese Veröffentlichungen verfasst haben. Wenn das neue Licht in Wirklichkeit altes Licht ist, dann waren wir schon einmal an diesem Punkt und er verbirgt die Tatsache, dass es sich nicht um neues Licht handelt.

Warum verbirgt er diese Tatsache? Warum behaupten sie, jetzt hätten sie ein „klareres Verständnis”? Hier sind die Fakten aus den Veröffentlichungen des Sklaven, die sie uns angeblich im Namen Gottes in der Vergangenheit mitteilten.


Auf die Frage, „werden die Menschen von Sodom und Gomorra wieder auferstehen“ antwortete der Wachtturm vom Juli 1897 – JA!

Im Juni 1952 sagte dann der Wachtturm auf Seite 338 – Nein!

Am 1. August 1965 hieß es im Wachtturm S. 479 dann wieder – Ja!

Im Juni 1988 wieder - Nein!

Das Einsichtenbuch Band 2, Printausgabe sagte auf Seite 985 dann wieder Ja!

und Nein im Einsichten Band 2, Online-Ausgabe.

Im Paradies-Buch Ausgabe 1982 Seite 179 Ja, und Nein! – im Paradies-Buch Ausgabe 1989.


Du siehst, in den letzten 144 Jahren haben sich “die Publikationen” , wohl gemerkt die Publikationen, wie Splane besonders betonte, in dieser Frage hin und her bewegt! Ist das die Art und Weise, wie Gott seinen geliebten Dienern die Wahrheit offenbart? Einfach mal darüber nachdenken.


Und dann kommt Jeffrey Winder ans Rednerpult und behauptet nun, dass sie, der Sklave, neues Licht von Gott erhalten hätten, da Gott seinen Dienern die Wahrheit schrittweise und allmählich offenbare. Die Brüder der leitenden Körperschaft träfen keine endgültige Entscheidung bezüglich der Wahrheit.

Nun, es scheint, als würde Gott Spielchen spielen, und das Licht an- und dann wieder ausschalten. Ehrlich gesagt, das glaube ich nicht. Du etwa?


Zu ihrer Verteidigung könnten sie ja anführen, nicht alles gewusst oder richtig verstanden zu haben. Aber können sie sich auf diese Ausrede berufen?

Nein, den laut Jeffrey Winder recherchieren sie als Erstes alles, was sie jemals zu einem Thema geschrieben haben, auch wenn es 144 Jahre zurückreicht, bis ins Jahr 1879.

Das bedeutet, dass David Splane weiß, dass die LK in dieser Frage, in der Vergangenheit hin- und herpendelte.

Was sagte er in seinem Vortrag?

„Wir können nicht dogmatisch sagen, dass kein einziger Sodom bereut hätte, wenn man ihm Jehovas Forderungen erklärt hätte?

Abgesehen davon, dass die Menschen in Sodom und Gomorra bezüglich der Forderungen Jehovas aufgeklärt waren und Bescheid wussten, wird wieder eine rhetorisch geschickte Wortwahl verwendet. Er fragt seine Zuhörer: “Können wir das dogmatisch behaupten? Den Begriff Dogmatismus erwähnt er viermal in seiner Rede:

Können wir sagen, dass wir dogmatisch sind? Wir können einfach nicht dogmatisch sein. Also können wir nicht dogmatisch sein.

Was ist die Schlussfolgerung aus diesem Vortrag? Er sagte, dass wir nicht dogmatisch sein sollten, wenn es um die Frage, wer auferstehen wird und wer nicht, geht. Wir wissen es einfach nicht.


Okay, befassen wir uns mit dem Begriff “dogmatisch”. Der Begriff wird wie folgt definiert: “ Prinzipien als unumstößlich wahr festzulegen” oder “Meinungen in doktrinärer oder arroganter Weise; rechthaberisch zu vertreten”.


Diese Ermahnung Splans, nicht dogmatisch zu sein, erscheint ausgewogen, jeder der Zuhörer wird dem zustimmen. Wenn man ihm zuhört, könnte man meinen, dass er und die anderen Mitglieder der Leitenden Körperschaft nie dogmatisch waren. Doch in Wirklichkeit sind sie im Laufe ihrer Geschichte weit über Dogmatismus hinausgegangen, und so klingen seine Worte für jeden, der mit den Praktiken und der Politik der Organisation der Zeugen Jehovas vertraut ist, hohl, um nicht zu sagen verlogen.


Wenn du 1952 der Lehre des Wachtturms widersprochen und öffentlich gelehrt hättest, die Menschen von Sodom und Gomorrha würden wieder auferstehen, musst du das widerrufen oder wirst mit dem Ausschluss aus der Gemeinschaft bestraft.

Und dann im Jahr 1952, da hätte man dich gemieden wenn du das alte Licht von 1952 gelehrt hättest.

Warum also dieses Hin und her? Warum nehmen sie das alte Licht und nennen es wieder neu? Warum sagen sie, dass sie nicht dogmatisch sein könnten, wo doch der Dogmatismus zur Bewahrung ihrer organisatorischen Einheit dient, und in das fromme Gewand der “Bewahrung der Einheit” gehüllt wird.


Wir alle wissen, dass Zeugen Jehovas alles glauben und lehren müssen, was auch immer die Leitende Körperschaft als Wahrheit verkündet, oder sie würden sich im Hinterzimmer des Königreichssaals vor einem Rechtskomitee wiederfinden.


Was wir bei der diesjährigen Jahresversammlung versuchen tun sie, um das Ausbluten der Organisation zu stoppen. Immer mehr Zeugen verlassen die Organisation oder verlassen sie ganz, andere ziehen sich zurück, um ihre Familienbeziehungen zu schützen. Aber das schlimmste, was wirklich für die Organisation zählt, ist, dass viele aufhören Geld zu spenden, das Lebenselixier der Organisation.


Als Kenneth Cook diese jährliche Zusammenkunft eröffnete, nannte er sie “historisch”. Ich stimme ihm zu, wenn auch nicht aus den Gründen, die er vermutet. Sie ist historisch, ein wahrer Meilenstein, aber die Inspirationen des Sklaven sind auch sehr vorhersehbar. Erfahrungsgemäß dient das "neue Licht" mer dem Machterhalt der Organisation.


Die Idee der Inspiration, hat ihren Ursprung in der Welt des Geistes. Aber so wie sich der menschliche Geist in einem Körper verkörpern muss, so muss sich auch die Idee der Inspiration einer Organisation, verkörpern, also Menschen dahinter stehen. Nun behauptet der Sklave ja nicht, er sei inspiriert sondern nur durch Gottes Geist geleitet.


Dennoch bleibt das Problem bestehen. Die Idee der Inspiration die sich in der Organisation verkörpert hat ist dabei, diese Idee zu töten. Schon bald besteht das Hauptanliegen einer kirchlichen Organisation, sich als Organisation zu erhalten. Zu diesem Zweck muss jede Abweichung vom Glaubensbekenntnis bekämpft und wenn nötig als Ketzerei unterdrückt werden.

In wenigen hundert Jahren ist das, was als Träger einer neuen und höheren Wahrheit gedacht war, zu einem Gefängnis für die Seelen der Menschen geworden. Entweder sind wir “Diener des Geistes”, oder wir sind “Gefangene der Organisation”.


Die Hauptsorge jeder Religionsgemeinschaft, auch der von Jehovas Zeugen besteht darin, sich als Organisation oder Institution zu erhalten”. Ich glaube, das ist es, was wir jetzt in der Organisation der Zeugen Jehovas sehen, und es wird noch deutlicher werden, wenn die Freiheit im Denken in Zukunft noch weiter eingeschränkt werden wird.


Wie alle führenden protestantischen Religionsorganisationen kam auch die Wachtturmorganisation im Laufe der Jahre zu einem geistigen Stillstand. Ihre Geistlichkeit suchte ihre Macht über die Laienschaft zu festigen. Das Bestreben nach größerer Autorität über die Herden durch die leitende Körperschaft bedeutete für die Massen der Zeugen Jehovas einen Schritt rückwärts, weg von der Freiheit christlichen Denkens und christlicher Anbetung. Das war für mich der Hauptgrund meines Ausstiegs aus dieser Organisation.


Zunehmend war zu beobachten das die „Eingebungen“ oder das Neue Licht der Leitung eines menschlichen Geistes entsprang, mit dem Ziel die Interessen einer Organisation zu verfolgen.

Durchgehend argumentieren die WTG – Schriften, das Wort Gottes sei inspiriert, doch wir verfügten heute nicht nur über das vollständige inspirierte Wort Gottes, nein wir haben auch den „treuen und verständigen Sklaven“, der von Jesus beauftragt wurde, uns die Schriften zu erklären und für geistige „Speise zur rechten Zeit“ zu sorgen. Auf diese Weise spräche Gott heute zu uns.


Die Schlussfolgerung, die wir auf Grund solcher Aussagen ziehen müssen und sollen ist, wenn die leitende Körperschaft, die ja identisch ist mit dem „treuen und verständigen Sklaven“ also "vom heiligen Geist geleitet" ist, dann kann sie auch nichts Falsches lehren.


Und nun erleben Jehovas Zeugen seit Jahren ständigen Änderungen in der Lehre, die die sie beunruhigt. Viele fragen sich: „wie kann ich dem treuen und verständigen Sklaven Vertrauen?“. Und was noch schlimmer ist „Kann ich der Bibel und Gott überhaupt noch vertrauen?


Vor Jahren war ich wie viele der „Abtrünnigen“ noch davon überzeugt, die absolute Wahrheit zu haben und habe mit ganzem Herzen geglaubt. Und nun sagt uns der Sklave, wir sollten das, was wir bisher geglaubt haben, nicht mehr glauben, sondern etwas „Neues“. Was gibt mir die Garantie, dass das ,Neue‘ in fünf Jahren noch Wahrheit sein wird?“

Die Änderungen in der Lehre, ich kann sie gar nicht alle aufzählen, sind so krass dass viele oft gar nicht mehr mit kommen. Die Änderungen in der Lehre, ich will sie hier gar nicht alle aufzählen, sind so krass und vielfältig, so das ich mit der Zeit ein ganz anderes Verständnis der Wahrheit hätte, wie zu Anfang, als ich zur Wahrheit kam.


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