Zusammenarbeit (durch Anweisungen) schafft christliche Einheit

Kommentar zum Videovortrag von “Joel Dellinger“ auf JW Broadcasting https://tv.jw.org/#de/mediaitems/PrgEvtFeatured/pub-jwb_201711_10_VIDEO

„Was führt zur Einheit unter Gottes Volk?“ Diese Frage stellt Joel Dellinger in einem Video auf JW.org. Gemeint ist natürlich die Einheit in der Organisation von Jehovas Zeugen. Die Antwort finden wir bereits im Video-Titel: „Zusammenarbeit schafft Einheit“, gestützt auf Lukas 2:41. Dort lesen wir nach der NWÜ: „Seine (Jesu) Eltern pflegten nun Jahr für Jahr zum Passahfest nach Jerusalem zu gehen. Und als er zwölf Jahre alt geworden war, gingen sie der Festsitte gemäß hinauf.“ 

Nun verstehe ich wirklich nicht, was dieser Text mit dem Thema „Einheit durch Zusammenarbeit“ zu tun hat. Man könnte annehmen, dass es sich um einen Druckfehler handelte, denn dieser Vers wird von Joel Dellinger im gesamten Video nicht wieder erwähnt. Überhaupt zitiert er keinen Vers aus der Bibel, der das Thema direkt unterstützt. Aber das macht nichts, denn es ist eine Binsenweisheit: „Zusammenarbeit führt zur Einheit“. Das muss man nicht unbedingt mit einem Bibeltext begründen.

Einheit – ein Zeichen wahrer Christen?

Einheit ist eine sehr wichtige Sache, für alle Organisationen. Und da die WTG bekanntermaßen die Christenversammlung als eine Art Organisation betrachtet, lehrt sie, dass Zusammenarbeit das Merkmal ist, das eine wahre Christenversammlung ausmacht. Jesus lehrte uns jedoch, dass Liebe die perfekte Verbindung ist, die die Christengemeinde zusammenhält: „Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.“ (Kol 3:14)

Joel Dellinger hingegen sagt: „Ein wesentlicher Faktor für christliche Einheit sind die klaren Anweisungen des treuen und verständigen Sklaven“. 

Da haben wir es! Hier wird unmissverständlich klar, worum es der WTG im Wesentlichen geht. Als Organisation ist sie daran interessiert, dass ihre „Anweisungen“ strikt umgesetzt werden. Doch die Befolgung und Abhandlung von Anweisungen hat nichts mit unserem Handeln aus Glauben, Überzeugung und Liebe zu tun. Wer nur Anordnungen befolgt, muss sich und seine Überzeugungen oft vergewaltigen.

Joel Dellinger verkündet stolz, was uns täglich alles durch Jehovas Organisation zur Verfügung gestellt wird: der Studienwachtturm, das Programm für die Dienst- und Lebenszusammenkunft und das Programm auf JW- Broadcast.

Klare Anweisungen und Befehle, sowie deren Umsetzung, sind für eine funktionierende Organisation, ähnlich wie beim Militär, wichtig und für diese Strukturen lebensnotwendig. So möchten auch die Verantwortlichen in der Organisation Gottes nicht, dass man ihnen widerspricht, sie möchten, dass wir tun, was sie uns sagen. Die leitende Körperschafft verfasst viele Briefe und Anweisungen, damit die verantwortlichen Brüder wissen, was, wie umzusetzen ist. Es sind jährlich 80 Briefe mit „klaren Anweisungen“.

Joel Dellinger zitiert in diesem Zusammenhang den Bibelvers Hebräer 13:7, der hier für die WTG eine Schlüsselrolle einnimmt.

„Gedenkt derer, die unter euch die Führung übernehmen, die das Wort Gottes zu euch geredet haben, und während ihr den Ausgang [ihres] Wandels genau betrachtet, ahmt [ihren] Glauben nach“.

Angeblich behandelt dieser Vers, die Einstellung, die wir idealerweise zu den Aufsehern der Versammlungen der Zeugen Jehovas, den fleißigen Ältesten, haben sollten.

Joel Dellinger interpretiert das erste Verb im Text: „gedenkt“ folgendermaßen: “Dies bedeutet, das Gute, was ein Ältester tut, im Sinn behalten.” Das Wort für “Gedenken“ könne auch mit “Erwähnung” übersetzt werden und er ermuntert die Bruderschaft, die Ältesten in ihren Gebeten zu erwähnen. Nun, dagegen ist auch nichts einzuwenden. Auch Paulus bat darum, dass man für ihn bete. Er forderte Christen sogar dazu auf, für alle Menschen zu beten, auch für die Personen, die in Regierungen eine verantwortliche Position bekleiden.

„Am wichtigsten ist, dass die Gemeinde nicht aufhört zu beten. Betet für alle Menschen; bringt eure Bitten, Wünsche, eure Anliegen und euren Dank für sie vor Gott. Betet besonders für alle, die in Regierung und Staat Verantwortung tragen, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, ehrfürchtig vor Gott und aufrichtig unseren Mitmenschen gegenüber. So soll es sein, und so gefällt es Gott, unserem Retter.” (1. Tim. 2:1-3 Hfa)

Doch Joel Dellinger verfolgt, im Auftrag der leitenden Körperschaft, ein anderes Ziel: Er fordert den absoluten Gehorsam gegenüber Männern ein, die von der leitenden Körperschaft eingesetzt wurden, um ihre Anweisungen umzusetzen. Wer diese Männer in seinen Gebeten erwähnt, wird ihnen dann auch bedingungslos folgen, er wird es nicht wagen, ihnen zu widersprechen, sich über sie beschweren oder auf Konfrontation gehen.

Joel Dellinger bezieht sich dann direkt auf Vers 17 dieses Kapitels, in dem es in der Neue-Welt-Übersetzung heißt: „Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig“

Nach Ansicht der WTG fordert Paulus uns also dazu auf, den ernannten „Ältesten“ – denn nur um diese geht es – zu gehorchen und uns ihnen zu unterwerfen. Doch lasst uns hier keine falschen Schlüsse ziehen, Paulus spricht hier sicherlich nicht von einem blinden Kadavergehorsam.

Gehen wir zurück zu Vers sieben und lasst uns den Teil lesen, den Joel Dellinger übersprungen hat. Zunächst sagt Paulus: „Gedenkt eurer Lehrer, die euch das Wort Gottes gelehrt haben; schaut euch das Ende ihres Glaubens an und folgt ihrem Beispiel“.

Gedenkt eurer Lehrer“! Doch was ist, wenn du feststellst, dass du falschen Lehrern folgst, Lehrern, die dir das Jahr 1914 als den Beginn der unsichtbaren Gegenwart Christi einreden oder vermitteln, dass die „anderen Schafe“ nicht Gottes Kinder sind, sondern nur Gottes Freunde? Was ist, wenn du erkennst, dass diese Lehrer uns eine absurde Interpretation der Generationsfrage schmackhaft machen sollen und offensichtlich nicht durch das Wort Gottes zu uns sprechen?

Ahmt ihren Glauben nach

Paulus sagt: “Ahmt ihren Glauben nach!” Haben wir dann nicht das Recht, ja sogar  die Verpflichtung, das Verhalten der Ältesten in unseren Versammlungen und sogar die Glieder der leitenden Körperschaft zu beurteilen? Wenn sich ihr Verhalten als vorbildlich für den Glauben erweist, dann sollten wir ihnen folgen. Daraus folgt aber auch, dass wir ihnen sicherlich nicht folgen und gehorchen dürfen, wenn ihr Verhalten einen erkennbaren Mangel an Glauben aufweist. Mit dieser Überlegung im Sinn möchten wir mit Vers 17 fortfahren: Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig.“

Doch was meint Paulus, wenn er sagt: „Gehorcht ihnen“?  Tatsächlich spricht Paulus nicht von „gehorchen“ oder “Gehorsamsein”. Es handelt sich hier um eine Fehlübersetzung, die in vielen Bibeln zu finden ist, weil fast jede Übersetzung von einer Organisation oder Gruppe angefertigt wurde, die von ihren Anhängern absoluten Gehorsam – den Priestern oder Klerus gegenüber – verlangen.

Das griechische Wort, welches mit „gehorchen“ übersetzt wird, ist: „peithó“ und es bedeutet: “zu überzeugen, zu drängen”. Also geht es auch hier um deine persönliche Überzeugung – diese ist gefordert. Wir müssen bewerten dürfen, was uns gesagt wird. Aber das ist nicht die Botschaft, die Joel Dellinger zu vermitteln versucht.

Er fragt stattdessen: “Aber was ist, wenn eine theokratische Anweisung, die wir erhalten, keinen Sinn ergibt, uns überrascht oder uns persönlich nicht passt? In solchen Fällen kommt der letzte Teil des Verses 17 ins Spiel, wo wir angewiesen würden, unterwürfig zu sein. Denn auf lange Sicht ist es für uns besser mit theokratischen Anweisungen einig zu gehen.“

Natürlich möchte er uns an dieser Stelle beeinflussen, auch dann Anweisungen zu befolgen, wenn sie für uns offensichtlich keinen Sinn ergeben. Oder einfach gesagt: “Befolge Anweisungen einfach und frage nicht, ob du sie verstehst.”

Während Paulus uns in seinem Brief an die Hebräer auffordert, unserer „Überzeugung“ zu folgen, uns also überzeugen zu lassen, spricht Joel Dellinger von blinden Gehorsam.

“Theokratie” bedeutet “von Gott regiert”. Es bedeutet nicht “von Männern regiert”. In der von Joel Dellinger, als Vertreter der „Organisation Gottes“ geäußerten Ansicht, kann der Begriff jedoch gleichermaßen für Jehova oder die Organisation gelten. “Gehorcht der Organisation und deren Vertretern”, lautet die Botschaft. Paulus hätte, wenn er dies im Sinn gehabt hätte, bestimmt ein anderes Wort verwendet. Er hätte wohl eher das griechische Wort „peitharcheó“ benutzt, welches bedeutet: “einer menschlichen Autorität zu gehorchen und zu folgen”. Die Bibel gebietet uns aber, nicht Menschen zu folgen, denn wenn wir ihnen folgen, werden sie unsere Führer. Und unser einziger Führer ist und sollte doch immer der Christus sein. (Mt 23:10; Ps 146: 3)

Die WTG fordert uns also durch Joel Dellinger zu dem auf, was in direktem Widerspruch zum Befehl unseres Herrn Jesus steht. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum Joel Jesus niemals erwähnt. Wir sollen bereit sein, Menschen – Männern – zu folgen und verschleiert wird dies durch die Aussage, dass es eine theokratische Anweisung von Jehova ist. Gott hingegen gibt uns die theokratische Anweisung auf seinen Sohn zu hören: Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; auf den sollt ihr hören“! (Mt 17: 5)

Jesus hat seine Macht und seine Befugnis keiner Personengruppe übertragen, auch nicht einem „treuen und verständigen Sklaven“. Er alleine leitet seine Gemeinde, so wie er es versprochen hat.

Wenn die Organisation, geführt durch die leitende Körperschaft – den treuen und verständigen Sklaven – wirklich theokratisch, also von Gott eingesetzt und geführt wäre, dann gäbe es keine falschen Lehren, die immer wieder korrigiert werden müssen und Anordnungen, die wir nicht verstehen. Die Vorgaben und Anweisungen, die wir von der Organisation haben, sind alles andere, aber nicht theokratisch.

Jesus Christus, der von seinem Vater eingesetzt wurde, ist unser Führer und Lehrer. Wir sind Brüder und unter Jesus sind wir alle gleich. Es gibt für ein menschliches Verwaltungsorgan keine Basis. (Mt 23: 8, 10)

Das Wesen der theokratischen Anweisungen

Die Anweisungen, die wir von Jesus bekommen haben, decken alle Umstände, denen wir im Leben begegnen, ab. Nimm deine Bibel zur Hand, finde das erste Kapitel von Matthäus und das letzte Kapitel der Offenbarung, kneif die Seiten zwischen deinen Fingern zusammen und lasse die Bibel nach unten baumeln. Da ist es! Die Summe von allem, was wir brauchen, um ein erfolgreiches und glückliches Leben zu führen. Mehr als das: Alles, was wir brauchen, um das wahre Leben, das immerwährend ist, zu finden und zu festigen.

Mit dem neuen Testament halten wir das Wesen der theokratischen Anweisungen in der Hand. Für jeden zugänglich, verständlich und unter Schulung des eigenen Gewissens anwendbar.

Dem entgegen steht die menschliche Organisationsstruktur der WTG. Joel Dellinger rühmt die LK hunderter oder sogar tausender Briefe und Anweisungen, die aus dem Hauptquartier an alle Zweige und an alle Ältesten der ganzen Welt gesandt werden. In einem Jahr stellt die Papierausgabe der Organisation die Bücher und Briefe der christlichen Schriftsteller des ersten Jahrhunderts, die in über 70 Jahre entstanden sind, in den Schatten. Warum so viel?

Einfach deshalb, weil das Gewissen des Einzelnen ausgeschaltet und ersetzt werden soll, durch eine Vielzahl von Regeln und Vorschriften, die die WTG fälschlicherweise als “theokratische Richtlinien” bezeichnet. Wir werden aufgefordert, den Ältesten zu gehorchen und ihren Glauben nachzuahmen. Die Frage aber ist: Haben unsere Ältesten wirklich einen persönlichen Glauben, der es wert ist, dass man ihnen folgt?

Ich war viele Jahre selber Ältester und kann mit Überzeugung sagen, dass die meisten Verantwortlichen in unseren Versammlungen nicht die Spur eines persönlichen Glaubens oder einer persönlichen Überzeugung haben. Wie wollen sie dann andere überzeugen und von was überhaupt? Ihre einzige Überzeugung besteht darin, die Anweisungen der “leitenden Körperschaft”, auch gegen besseres Wissen, rigoros umzusetzen.

Diese Hirten sind nichts anderes, als die Handlanger einer Organisation, von der sie ihre Machtposition erhalten haben und die sie sofort verlieren, sollten sie nach ihrem eigenen Gewissen und ihrer Glaubensüberzeugung handeln. Aber das ist genau das, was Paulus von einem Glied der Christenversammlung erwartet.

Wer führt die Christenversammlung ?

Joel Dellinger greift natürlich eine Begebenheit aus dem Alten Testament auf, um zu belegen, wie eine theokratische Führung funktioniert: Die Israeliten folgten, während ihrer Wanderung durch die Wüste, der Wolke, die ihnen zeigte, wann es weiter ging und wohin.

Joel Dellingers Worten zufolge, führt uns nicht Jesus, sondern Jehova. Und Jehova führt uns auch nicht durch Jesus; er führt uns durch die „leitende Körperschaft“ und die Ältesten einer menschlichen Organisation. Wie seltsam, denn es war Jesus, der sagte, dass er bis zum Abschluss des Systems der Dinge bei uns sein würde. Sollte Joel nicht von der klaren Gegenwart Jesu sprechen? (Mt 28:20; 18:20)

Jesus ist der größere Moses. Wenn die WTG Moses ersetzen und auf seinem Stuhl sitzen will, muss sie Jesus beiseite drängen, denn hier ist kein Platz für mehr als eine Person und erst recht nicht für eine Gruppe von Personen, die als “treuer und verständiger Sklave“ alle Macht und Befugnisse, die Jesus gehören, an sich reißt.

„Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern und sprach: Auf dem Stuhl des Mose sitzen die Schriftgelehrten und die Pharisäer“.  (Mt 23: 2)

Wie kann man zehn Minuten, wie Joel Dellinger, über theokratische Richtlinien sprechen, ohne Jesus, unseren Führer und König, ein einziges Mal zu erwähnen? “Wer den Sohn nicht achtet, ehrt nicht den Vater, der ihn gesandt hat.” (Johannes 5:22)

Zum Schluss bringt er das Ziel seiner Ansprache unverblümt auf den Punkt. Er erzählt von einem Aufseher, einem Ältesten, der vorbildlich in der Umsetzung theokratischer Anweisungen war. Sobald er eine bekam, zückte er sein Notizbuch und schrieb alles auf, was sofort zu erledigen sei. Deshalb konnte Jehovas Organisation ihm auch viel Verantwortung übertragen.

Ja, solche Persönlichkeiten braucht die WTG, nur so funktioniert die Zusammenarbeit in ihren Reihen. Ist dieser Bruder eine Ausnahme? Nein. Viele sind wie er bereit, die Anweisungen der LK sofort umzusetzen, ohne sie zu hinterfragen. Und so kommt es, dass der Geist in unseren Versammlungen von solchen Funktionären geprägt ist, die nur darauf schauen, ob auch alles nach “Anweisung“ erledigt wird. Nur so ist die Einheit einer menschlichen Organisation zu gewährleisten.

Mag ich nicht (3)

23 Kommentare zu “Zusammenarbeit (durch Anweisungen) schafft christliche Einheit

  1. Grey Goose

    Die verzweifelten Versuche mancher Brüder im mehrsprachigen Trolley-Dienst erinnern mich an einen Witz aus Wien: Auf einer Parkbank beim Schloss Schönbrunn sitzen der Karl und der Franz. 2 Touristen kommen vorbei und fragen auf Englisch nach dem Weg zur Gloriette. - Keine Antwort. Sie fragen wieder, diesmal auf Italienisch. Wieder keine Antwort. Dann probieren sie es auf Spanisch, Russisch und Japanisch. - Schweigen. Sie geben auf und gehen weiter. Da sagt der Franz: Ned schlecht, immerhin können‘s 5 Sprachen. - Drauf der Karl: Na und? Hat‘s ihnen was gnutzt?

  2. JkB

    Ja, genau. Und da wir bei Sacharja sind, ist auch Sacharja 12:10 interessant. In der Neuen-Welt-Übersetzung werden die Worte „DEN“ und „IHN“ bedeutsamerweise in Kapitälchen gedruckt. Sacharja 12:10 ist somit eine weitere Belegstelle, um die Göttlichkeit Jesu zu beweisen. Jesus ist kein erschaffener Engel, auch kein Erzengel, sondern göttlich, ja er ist der „Genosse Jehovas“ (Sach. 13:7. Jehova selbst bestätigt damit die Gottheit Jesu - seines Gefährten. Vergl. Joh. 1:1 „war bei GOTT“/“war ein Gott“).

     
    Sacharja 13:3 ist übrigens eine ernste Erinnerung daran, wie Gott über jene, die Falschheit reden, denkt und schließlich mit ihnen verfahren wird.
     
    Wenn Jesus Christ wiederkommt, wird er auch falsche Propheten und ihre dämonischen Religionen zur Rechenschaft ziehen; denn die hinter falschen Propheten stehende Macht ist dämonischen Ursprungs. Die bösen Geister sind unrein, weil sie Gott, den Messias (Jesus Christus) – und auch Heiligkeit hassen und weil sie ihre Opfer zur falschen Religion verführen. (Sacharja 13:2).
     
    Zwar werden falsche Propheten alles abstreiten, was sie gesagt und getan haben, aber letztlich wird man ihnen doch auf die Schliche kommen (siehe Sach. 13:3-6).
     
    Deshalb muss man zur Seite treten und sich von ihnen lossagen, bevor es zu spät ist.
     
    Jeder einzelne von uns hat die Verantwortung, aus diesen Erkenntnissen die nötigen Konsequenzen zu ziehen. Ein wahres Bekenntnis zu Jesus Christus (der bei Jehovas Zeugen auffallend klein gehalten wird) macht es notwendig, dass jeder von uns allein vor Gott rechenschaftspflichtig ist. Man beachte interessanterweise, wie oft der Ausdruck „für sich“ in Sacharja 12:12-14 erscheint.
    JkB

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Dieses Captcha bewahrt uns vor Spam. *