Zuflucht zu Jehova –  nur über die Ältesten?  

„Jehova erlöst die Seele seiner Knechte; und keiner von denen, die zu ihm Zuflucht nehmen, wird für schuldig gehalten werden“ Psalm 34:22

Kommentar zum WT-Studienartikel, Nov. 2017 „Suchst du Zuflucht bei Jehova“?

Gemäß diesem Artikel beinhaltet die Anordnung der Zufluchtsstädte, die unter dem mosaischen Gesetz vorgesehen waren, eine “Lektion, von der Christen heute etwas lernen können”. Siehe Kasten (Lehren oder Gegenbilder?)

Zitat Abs. 2 In der Bibel wird uns versichert: Wer bei Jehova Zuflucht sucht, braucht sich nicht von Schuldgefühlen überwältigen zu lassen. Was bedeutet es, bei Jehova Zuflucht zu suchen? Und was müssen wir tun, damit wir seine Barmherzigkeit und Vergebung erlangen?

Schon an dieser Stelle ist zu sagen, dass die Antwort eines Christen anders ausfallen wird, anders als das, was uns der „Sklave“ als Antwort anbietet. Der „Sklave“ scheint noch ganz in der Gedankenwelt des alten Israels zu sein und in dem Gesetz verwurzelt, wenn er schreibt: „Uns mit der Regelung der Zufluchtsstädte im alten Israel zu beschäftigen hilft uns, diese Fragen zu beantworten. War das aber nicht eine Regelung des Gesetzesbundes, der Pfingsten 33 u. Z. ersetzt wurde? Das stimmt. Aber das Gesetz stammte von Jehova. Aus der Regelung der Zufluchtsstädte erfahren wir deshalb, wie er über Sünde, Sünder und Reue denkt“

Wenn die damalige Anordnung der Zufluchtsstädte eine „Lektion vorschattet, von denen Christen lernen können”, warum wird diese „Lektion“ nicht in den christlichen Schriften erwähnt?

Jede Nation braucht Gesetze und ein Justiz- und Strafsystem. So war es auch im alten Israel. Die christliche Gemeinde war und ist jedoch etwas Neues, etwas radikal Anderes.

Heute leben Christen unter der Herrschaft der säkularen Staaten und Nationen. Wenn also ein Verbrechen, wie Vergewaltigung, Mord, Totschlag oder Kindesmissbrauch, begangen wird, werden die übergeordneten Autoritäten als Gottes Diener betrachtet, die in ihren Stellungen eingesetzt werden, um den Frieden zu erhalten und das Gesetz durchzusetzen. Christen wird von Gott befohlen, sich den höheren Autoritäten zu unterwerfen, und sie erkennen, dass dies eine Anordnung ist, die unser Vater eingeführt hat, bis er sie ersetzt. (Römer 13)

Daher gibt es in der Bibel keinen Hinweis darauf, dass die alten israelitischen Zufluchtsstädte als Vorbild dienen könnten, von denen Christen lernen können (siehe Kasten unten).

Doch warum benutzt dieser Artikel die Zufluchtsstädte als Vorbild für uns?

Das ist wirklich eine Frage, die beantwortet werden muss. Gut, man möchte vordergründig mit dem Bezug auf die Zufluchtsstädte die Barmherzigkeit Gottes belegen. Doch an dieser Stelle würde es vollkommen ausreichen, auf das Opfer Jesu hinzuweisen.

Aber das geschieht erst im Abs. 16,

Zitat: Wie kannst du also bei Jehova Zuflucht nehmen? Glaube an die Kraft von Jesu Opfer. Erkenne nicht nur an, dass Jesus für zahllose andere Menschen gestorben ist. Glaube auch, dass er für dich gestorben ist (Gal. 2:20, 21). Das Lösegeld ist die Grundlage der Vergebung deiner Sünden. Durch das Lösegeld hast du die Hoffnung, einmal ewig zu leben. Jesu Opfer ist Jehovas Geschenk an dich.“

Ein guter Satz, mit dem eigentlich schon alles gesagt wäre. Der Hinweis auf die alttestamentarische Einrichtung der Zufluchtsstädte wäre damit überflüssig. Doch nein, die Autoren verfolgen ein ganz bestimmtes Ziel. Das Opfer Jesu ist nur die „Grundlage“ unserer Befreiung von Sünde und deren Folgen. Der Sünder muss erst bei den Ältesten vorstellig werden, quasi die heutigen Zufluchtsstädte aufsuchen. Wie im Alten Testament muss er, seinen Fall den Ältesten vortragen.

Zitat Abs. 6: … „Wer jemand unabsichtlich getötet hatte, musste den Ältesten am Stadttor der Zufluchtsstadt schildern, was geschehen war. … Nur wenn die Ältesten seine Unschuld bestätigten, schickten sie ihn in die Zufluchtsstadt zurück.

Der „Sklave“ möchte uns hier sagen: Wer eine schwere Sünde begangen hat, sollte nicht denken, es würde genügen, seine Sünde im Gebet persönlich vor Gott zu bereuen, das Opfer Jesu würde genügen. 

Nein, er muss seine Sünde vor die Ältesten tragen. Warum? Das Gerichtswesen des alten Israel lässt sich jedoch nicht eins zu eins auf den Umgang mit Sündern in der Christenversammlung übertragen, wie wir gleich noch betrachten werden.

Zitat Abs. 8: „Jehova hat festgelegt, dass sich Älteste um Fälle von schwerer Sünde kümmern.“

Doch wo hat Jehova das festgelegt? Als Beweis führt man Jakobus 5:13-16 an.

Jakobus gibt uns hier einen Rat für den Fall, dass es uns schlecht geht, aus welchem Grund auch immer. Er legt hier kein Gesetz fest, wenn er sagt: Erleidet jemand unter euch Ungemach? Er verharre im Gebet. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen. Es gibt kein Gesetz, das uns vorschreibt, Psalmen zu singen, egal, ob es uns gut oder schlecht geht. Es handelt sich um einen Rat oder eine Ermunterung.

So sind auch die folgenden Worte eher als ein Rat, als eine Anweisung zu bewerten. „Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn.”

Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.“  (Jak. 5:14-16).

Wir lesen hier nichts davon, Jehova habe festgelegt, Älteste sollten sich um Fälle von schwerer Sünde kümmern, um die Versammlung rein zu erhalten. Bemerkenswert ist auch, dass Jakobus sagt: „Bekennt einander eure Sünden und betet füreinander“. Wir lesen nichts davon, dass wir explizit den Ältesten oder einem Komitee unsere Sünden bekennen müssen, sondern einander.

Wenn der Artikel behauptet, Älteste sind nicht nur beauftragt, sondern auch dafür geschult, den Schmerz und die Schuldgefühle von reuevollen Sündern zu mindern, dann entspricht dies nicht den Tatsachen.

Abs. 9, Zitat: …. Daniel beispielsweise beging eine schwere Sünde, zögerte aber über Monate, mit den Ältesten zu sprechen. Er gibt zu: ich hatte ständig Angst, alles könnte auffliegen und ich müsste für mein Verhalten geradestehen. Immer wenn ich zu Jehova betete, hatte ich das Gefühl, ich müsste mich zuerst für das entschuldigen, was ich getan hatte.“ Irgendwann sprach Daniel mit den Ältesten. Im Rückblick sagt er: Aber danach war ich erleichtert — es war, als hätte mich jemand von einer riesigen Last befreit. Jetzt fühle ich mich wieder völlig frei, zu Jehova zu beten.“ Daniel hat heute ein reines Gewissen und wurde kürzlich zum Dienstamtgehilfen ernannt.

Also, nur zu Jehova zu beten und zu bereuen und sich auf das Opfer Jesu zu verlassen, reicht angeblich nicht aus. Erst nach einem Gespräch mit den Ältesten kannst „du wieder völlig frei zu Jehova beten.“ Erst dann kannst du ein reines Gewissen haben und eventuell zum Dienstamtgehilfen ernannt werden.

Noch einmal zurück zu Abs. 7 und 8, Zitat: Warum wurden Älteste damals miteinbezogen? Sie sollten die Reinheit der Versammlung Israel bewahren und dem Totschläger helfen, aus der Barmherzigkeit Jehovas Nutzen zu ziehen. Ging ein Flüchtender nicht zu den Ältesten, handelte er, … „auf eigene Gefahr; … er war für seinen Tod selbst verantwortlich. Es gab also Hilfe für den Totschläger — er musste nur darum bitten und sie annehmen. Floh er nicht in eine der Zufluchtsstädte, durfte ihn der Bluträcher umbringen.“

Es ist so vieles falsch in diesem Absatz, dass es ein wenig Zeit brauchen wird, um es klar zu stellen. Beginnen wir mit der Tatsache, dass diese Anordnungen für die Nation Israel galten.  Der Verbrecher war verpflichtet, seinen Fall bei der Anhörung der Ältesten am Stadttor zu klären. Die Ältesten am Stadttor hatten im Staatswesen Israels die Stellung von Verteidiger, Staatsanwalt und Richtern inne. Diese uralte Anordnung auf die heutige Christengemeinde anzuwenden, ist völlig falsch, genauso, wie eine Verbindung zu Jakobus 5:14-16 herzustellen.

Jakobus spricht von Sündern, wie einem Säufer, Ehebrecher oder Unzüchtigen. Im alten Israel war der Flüchtende ein Totschläger. Es ging also um ein Verbrechen, für das die heutigen staatlichen Einrichtungen zuständig sind.

Es ist auch auffallend, dass die WTG nur die Teile aus ihren Vorbildern verwendet, die für sie als geeignet erscheinen, ihre Sicht der Dinge zu belegen. Andere Aspekte werden einfach ignoriert. Fragen wir uns zum Beispiel, wo hielten die Ältesten im alten Israel ihre Sitzung ab? Sie hielten sie in der Öffentlichkeit ab, am Stadttor. Der Gerichtsfall wurde in aller Öffentlichkeit behandelt und angehört.

Heute wird der Sünder in ein Hinterzimmer des Königreichssaals gebeten. Sein Fall wird  ohne Zeugen und nicht offen vor der Versammlung abgehandelt. Wenn ein “Komitee” zu dem Ergebnis kommt, jemanden aus der Gemeinschaft auszuschließen, so ist in der Regel nur der Betroffene und das „Komitee“ über die Zusammenhänge informiert. Von hundert Personen in der Versammlung weiß niemand etwas. Auf Anweisung des „Sklaven“ – ohne jede Möglichkeit, sich selbst ein Urteil zu bilden, – beschließen die verbleibenden 99 Versammlungsmitglieder, wir kennen den Betroffenen ab sofort nicht mehr, wir ignorieren ihn, grüßen ihn nicht mehr, ächten ihn.

Der Gemeinschaftsentzug bedeutet für den Betroffenen die totale Verwundung seiner Seele. Es wäre doch für die Versammlung einmal interessant mit zu verfolgen, warum ein sogenannter „Abtrünniger“ ausgeschlossen wird, welche Argumente er vorbringt, und wie schwach die Gegenargumente der Ältesten sind, die nur als Marionetten fungieren.

Hinzu kommt, dass die WTG bewusst angeführte Bibelverse falsch zitiert oder übersetzt hat.

Nehmen wir in diesem Fall wieder die Worte Jakobus 5:14 gemäß der NWÜ: “Ist jemand unter euch krank? Lass ihn die Ältesten der Gemeinde zu ihm rufen und sie über ihn beten lassen, indem sie Öl auf ihn anwenden im Namen Jehovas. 15 Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken gut machen, und Jehova wird ihn aufrichten.

Da die Übersetzer der NWÜ den Namen JEHOVA einfügt haben, wird es gut sein, wenn wir andere Bibelübersetzungen zu Rate ziehen, um ein ausgewogenes Verständnis zu erhalten. “Ist einer von euch krank? Er sollte die Ältesten der Gemeinde anrufen, um über ihn zu beten und ihn mit Öl im Namen des Herrn zu salben. Und das Gebet, das im Glauben dargeboten wird, wird den Kranken wiederherstellen. Der Herr (hier ist eindeutig Jesus Christus gemeint), wird ihn aufrichten. Wenn er gesündigt hat, wird ihm vergeben werden.“

Warum wird dem Einzelnen hier der Rat gegeben, die Ältesten zu rufen? Ist es deshalb, weil er eine schwere Sünde begangen hat? Nein, er ist krank und möchte gesund werden. Wenn wir das so umformulieren würden, wie es der Sklave darstellt, müssten wir lesen: “Wenn du krank bist, bringe die Ältesten dazu, über dich zu beten, und wegen ihres Glaubens wird dich der Herr Jesus gesund machen. Oh, und übrigens, wenn du irgendwelche Sünden begangen hast, werden sie dir auch noch vergeben.“

Wie gesagt, der Vers 16 spricht davon, „Sünden voreinander zu bekennen “. Dies ist kein einseitiger Prozess. Wir reden nicht von Verkündigern und Ältesten, von Laien und Klerus. Auch die Ältesten sind aufgefordert, ihre Sünden untereinander und vor allen anderen zu bekennen oder offen anzusprechen.

Die Vergebung und die Heilung kommt vom Herrn Jesus Christus. Es gibt in den Evangelien und Briefen der Apostel nicht den geringsten Hinweis darauf, dass sich ein Sünder einem Gerichtsprozess bzw. einer Komitee-Verhandlung zu unterziehen hätte, in der die Ältesten die reumütige oder nicht reumütige Haltung des Sünders beurteilen und dann Vergebung erteilen oder diese zurückhalten. 

Was ist falsch an diesem juristischen Prozess der Zeugen Jehovas?

Dies lässt sich am besten anhand des in Absatz 9 dargestellten Beispiels verdeutlichen. Ein angeblicher Bruder namens Daniel beging eine schwere Sünde, aber er zögerte mehrere Monate, sich den Ältesten zu offenbaren. Und obwohl er zu Jehova betete, fühlte er sich schlecht.  Erst nachdem er den Ältesten seine Sünde gestanden hatte, fühlte er sich befreit, um sich Gott zu nahen.

Halten wir fest. Daniel sündigte gegen Gott, nicht gegen die Ältesten. Das Gebet um Vergebung vor Jehova genügte angeblich nicht. Er musste erst die Vergebung der Ältesten bekommen. Die Vergebung, von Menschen ausgesprochen, war ihm wichtiger als die Vergebung Gottes. Diese Einstellung ist fest verankert in den Köpfen und Herzen unserer Brüder und wird ihnen regelmäßig eingetrichtert.

Dieses Beispiel und ähnliche Erfahrungen zeigen, dass man als Zeuge Jehovas auf Grund dieser Belehrung keine wirkliche Beziehung zu Jehova Gott als einem liebenden Vater herstellen kann. Wir können unsere Brüder für diese Einstellung nicht verantwortlich machen, weil wir alle so belehrt werden. Wir sind geschult zu glauben, dass es zwischen uns und Gott dieses mittlere „Management“ gibt, das aus den Ältesten, dem Kreisaufseher, dem Zweig und schließlich der leitenden Körperschaft besteht. Sogar Diagramme illustrierten dies graphisch in unseren Zeitschriften. Wenn du willst, dass Jehova dir vergibt, musst du angeblich erst zu den Ältesten gehen. Die Bibel sagt aber, dass der einzige Weg zum Vater durch Jesus Christus ist. Dies gilt jedoch nicht für einen Zeugen Jehovas.

Die Wirksamkeit der WTG-Kampagne ist überall zu sehen. Für die WTG sind wir nicht Kinder, sondern nur Freunde Gottes.

In einer Familie, in der z.B. ein Kind gegen den Vater gesündigt hat, und es die Vergebung des Vaters wünscht, geht es nicht zu einem seiner Brüder und bittet den Bruder um Vergebung. Nein, es geht direkt zum Vater. Wenn jedoch ein Freund der Familie gegen das Haupt der Familie sündigt, könnte er zu einem der Kinder gehen, von dem er weiß, dass es eine besondere Beziehung zum Familienoberhaupt hat, und bitten, vor dem Vater für ihn zu intervenieren. Dies entspricht der Angst, die Daniel in dem oben erwähnten Beispiel ausdrückt. Wie sollen wir Zuflucht bei Jehova suchen, wenn uns die Beziehung verweigert wird, die das möglich macht?

Mag ich nicht (12)

31 Kommentare zu “ Zuflucht zu Jehova –  nur über die Ältesten?  

  1. Norbert@PaulZ

    Lieber Paul,

    deine Endtäuschung über Bruderinfo kann ich leider nicht nachvollziehen. Aber muss ich ja auch nicht, es ist deine Entscheidung.
    Aber dem Vorwurf, hier auf Bruderinfo aktuell wird Propaganda durch Propaganda bekämpft und dass BI eine überzogene Zensur durchführt um eine bestimmte Lehre oder Ideologie zu vertreten ist wohl etwas überzogen.
    Ich habe noch keine Plattform gefunden wo so offen auch die Meinung anderer stehen gelassen wird.
    Es bleibt in so einen offenen Forum nicht aus, das einige Kommentarschreiber denken sie müssten mit Nachdruck ihre Ansichten durchdrücken. Und wenn dies von BI Unterbunden wird, was ihr gutes Recht ist, fühle sie sich bevormundet.
    Es ist immer das alte Lied, wird man selbst nicht gehört schreit man nach schonungslose Aufklärung und pocht auf sein Recht.
    Ich spreche jetzt nicht von dir lieber Paul, du bist mir durchaus als ein angenehmer Kommentarschreiber aufgefallen.
     
    Es bleibt nicht aus das auch BI eine bestimmte Meinung vertritt und nicht immer eine glückliche Hand hat, wenn darum geht freischalten oder nicht.
    Aber der Vorwurf Konstruktive Kritik und alternative Meinungen wären hier ein Problem und BI als Nachfolgeorganisation der WTG zu sehen, na ich weiß nicht lieber Paul?
    Und deine Kritik an die Autoren Bruder, Thilo und Bert kann ich nicht zustimmen. Gut sie sind nun mal die führenden Artikelschreiber, zum Glück kann ich da nur sagen. Ich habe nicht den Eindruck das sie schreiben um sich hervor zu tun. Ich hoffe nur das sie sich durch deine Kritik nicht veranlasst sehen sich auch zurück zu ziehen.
    Ich jedenfalls finde es gut das sich die Autoren mit ihrem Namen, wenn auch Aliasnamen, zu dem Bekennen was sie schreiben. Den Grund für die anonymen Artikel der WTG kennen wir ja, sie kommen ja alle direkt von Gott.

    Diesen Anspruch erhebt BI ja nun nicht, oder?
    Liebe Grüße

    Norbert

    1. Paul.Z21

      Lieber Norbert!

      Vielen Dank für Deine offenen Worte.

      Ich habe hier einfach meine Meinung und Empfindungen darüber zum Ausdruck gebracht, wie sie sich nach mehr als 2 Jahren des Mitlesens bei bruderinfo darstellen. Vieles hat mich inspiriert, manches aber auch frustriert und geärgert. Ich finde es traurig, dass Lichtspender und Jesu kleiner Bruder einfach das Wort abgeschnitten wurde. Auch ich fand ihre Kommentare nicht prickelnd, manche haben mich auch erbost, allein ihre Namen hielt ich auch für bedenklich. Aber sie einfach auszuradieren und mundtot zu machen ist für mich nicht christlich. Man sollte das eher ertragen und kreativ überlegen, wie man ihnen begegnet: mit Milde und Respekt aber auch deutlich. Das ist mir leider auch nicht immer gelungen.

      Grüße

      Paul

      *********
      Hallo Paul
      Es ist keine Rede von einer totalen Sperre. Es werden auch in Zukunft Kommentare von JkB freigeschaltet. Es ging nur um vereinzelte Kommentare

      1. Paul.Z21

        Zensur ist Zensur, ob nun einzelne Kommentare oder ein Kommentargeber gesperrt werden. Wer ein Diskussionsforum betreibt muss damit rechnen, auf Meinungen zu treffen, die ihm nicht gefallen. Für mich ist die Meinungsfreiheit ein sehr hohes und wichtiges Gut; wir wissen alle, dass dies bei jW.org gerade nicht so ist. Diese Erfahrung sollte uns dazu veranlassen möglichst tolerant ggü. anderen Meinungen zu sein, auch ggü solchen von Nochzeugen und Nochverblendeten. Natürlich hat die Meinungsfreiheit auch eine Grenze, nämlich dort wo es um massive Ehrverletzungen; aber auch hier sollten wir als Christen eher vieles ertragen als allzu schnell gekränkt zu sein. Jedenfalls sollte dem, dem das Wort entzogen wird das auch mit einer kurzen Begründung gesagt werden

        Alles andere widerspricht mE nicht Christi Sinn!

        Einen baldigen Frühlingsanfang wünscht sich und allen

        Paul
        ***********

        Hallo Paul,
        möchte noch etwas auf deinen Kommentar eingehen.
        1. BI ist kein Diskussionsforum.
        2. Wenn der eine oder andere Kommentar, oder das eine und andere Thema beendet wird, dann ist dies keine Zensur sondern
        Moderation.
        3. Wir können nicht jeden Kommentar, der nicht freigeschaltet wird dies begründen. Im speziellen Fall jedoch haben wir dem
        Kommentarschreiber wiederholt gesagt warum wir Probleme haben mit seiner Art Kommentare.
        4. Bei aller Toleranz, es wird sich erfahrungsgemäss nicht vermeiden lassen das hier und da einige sich benachteiligt fühlen und sich beschweren.
        Solltest du mal selber ein Forum wie BI betreiben wollen, bei aller Toleranz von dir, du wirst die selben Erfahrungen machen.
        Liebe Grüße
        BI aktuell

  2. Paul.Z21

    Liebes Team von bruderinfo, Liebe Mitleser!

    Ich ziehe mich etwas enttäuscht von bruderinfo etwas zurück. Den ein oder anderen Kommentar werde ich vielleicht noch schreiben aber ich werde mich möglichst kurz fassen, was den meisten anderen Kommentatoren nicht immer gut gelungen ist. Der Grund: es herrscht bei bruderinfo zu viel Zensur, Polemik und Ideologie. Man versucht hier Propaganda durch Propaganda zu bekämpfen, obwohl faire und schonungslose Aufklärung und Bildung das probate Mittel der Wahl wäre, aber das kann und wird dieses Forum wohl nicht leisten können. Man streitet zu wenig in der Sache, stattdessen nimmt sich jeder hier zu wichtig, allen voran die Autoren Bruder, Thilo und Bert. Konstruktive Kritik und alternative Meinungen sollten normalerweise kein Problem sein oder sind wir hier in einer Art Nachfolgeorganosation der WTG?

    Viele liebe aufrichtige Grüße

    Paul, alias Martin alias "Papst"

  3. Sylvia Geiser

    Lieber RoKo

    Danke für Deine detaillierte Information über das Verhalten der Ältesten der Zeugen Jehovas.

    Dass sie schwerstens Angeschlagen und krank sind wundert mich nicht mehr. Die Erlebnisse, die bei BI geschildert werden sind haarsträubend.

    Wie Du sagst wird in Hesekiel 34 es treffend beschrieben, eine erhöhte Aufmerksamkeit wird für uns empfohlen. Und doch bleiben sie freiwillig in dieser grausamen Sekte drin, bis sie eventuell selbst hinausgeworfen werden. Nur Wenige haben den Mut sie zu verlassen.

    Ich wünsche Dir alles Gute

    Sylvia

  4. Django

    Folgender Satz aus den im Artikel angeführten "Leserfragen" hat mich besonders erschreckt:

    "Die Ansicht des Staates oder der Standpunkt eines Gerichts ist nicht unbedingt ausschlaggebend für die Entscheidung der Versammlung."

    Ein weiteres, nebenbei und unauffällig eingeführtes Argument z.B. bei den Missbrauchsfällen: Diese Gerichtsurteile sind also nicht nur Lügen Abtrünniger, sondern auch nicht unbedingt ausschlaggebend .... Die Verantwortung wird noch dazu auf die "Versammlung" geschoben, nicht auf die Ältesten und schon garnicht auf die leitende Körperschaft!

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