Wurde Jerusalem wirklich 607 v.u.Z. zerstört?

 

Jehovas Zeugen behaupten, Jerusalem sei 607 v.u.Z. zerstört worden. Historiker hingegen geben das Datum der Zerstörung 20 Jahre später an (587 v.u.Z). Was stimmt? Wer hat Recht? Und was lässt Gottes Wort erkennen? Es empfiehlt sich, vorab Jeremia, Kapitel 25 und 29 komplett zu lesen. 

Jeremia (Kap. 25) berichtet, dass er im 1. Jahr Nebukadrezars, des Königs von Babylon, beauftragt wurde, ganz Juda und Jerusalem mitzuteilen, Jehova werde Nebukadrezar „gegen dieses Land und gegen seine Bewohner und gegen all diese Nationen ringsum bringen“ und „sie der Vernichtung weihen und sie zu einem Gegenstand des Entsetzens machen“ (Jer. 25:1, 9; 46:2). Auch der Prophet Habakuk spricht davon (Hab. 1:6, 17). Dem babylonischen Aggressor würde also nicht Juda allein gegenüberstehen. Auch andere Nationen würden durch Babylon befeindet werden. Jeremia 25:11 präzisiert: „Und dieses ganze Land soll ein verwüsteter Ort werden, ein Gegenstand des Entsetzens, und diese Nationen werden dem König von Babylon siebzig Jahre dienen müssen.“ Die 70 Jahre bezieht Jeremia also auf Babylons Oberherrschaft.

Mit Jerusalem verhält es sich ähnlich wie mit Tyrus (Jer. 25:22; 47:4). Im Kommentar zu Jesaja 23:15-17 geben Jehovas Zeugen zu: „Die Inselstadt Tyrus ist Babylon … nicht volle 70 Jahre lang unterworfen … Die 70 Jahre stellen offenbar die Blütezeit der Herrschaft Babylons dar“ (ip-1

  1. 253). Auch Jerusalem war Babylon nicht volle 70 Jahre unterworfen!

Diese Tatsache und dass nicht nur Juda, sondern auch andere Nationen von der Unterwerfung betroffen wären, wollen Jehovas Zeugen verschleiern. Im Erwachet! vom Juni 2012 wird auf Seite 12 Jeremia 25:8-11 bewusst ohne den Teil „gegen all diese Nationen ringsum“ zitiert, wodurch ein unvollständiges Bild entsteht und der Blick tendenziös auf Juda fokussiert wird.

In Jeremia, Kapitel 25 – und ausführlicher in den Kapiteln 46 bis 49 – werden indes „all“ die von Babylon zu erobernden Nationen aufgeführt und in Kapitel 27 entsprechend die an sie zu überbringende Ankündigung formuliert. Der Prophezeiung Jeremias entsprechend dehnte die Weltmacht Babylon ihr Herrschaftsgebiet aus (Jer. 27:6-8; 28:14). Es ist auch auf einschlägigen Geschichtskarten dargestellt.

Jeremia sagte voraus, dass am Ende der siebzig Jahre Babylon selbst zur Verantwortung gezogen werden sollte. In Jeremia 25:12 heißt es: „,Und es soll geschehen, wenn siebzig Jahre voll sind, daß ich den König von Babylon und jene Nation zur Rechenschaft ziehen werde´, ist der Ausspruch Jehovas, ,für ihr Vergehen, ja das Land der Chaldäer, und ich will es zu wüsten Einöden machen auf unabsehbare Zeit.´“ (Siehe auch Jeremia, Kapitel 50 und 51.) Auch Habakuk sprach von einer festgesetzten, einer „bestimmten Zeit“, zu der Babylon zur Rechenschaft gezogen werden würde (Hab. 2:3, 8, 10, 16).

Jerusalem wurde von den Babyloniern in der 70-Jahr-Spanne mehrmals belagert. Und es gab  mehrere Wegführungen von Juden (2. Kö. 24 und 25; Da. 1; Jer. 32, 39 und 52).

Gemäß Jeremia, Kapitel 29 wurden bereits ins Babylonische Exil deportierte Juden von Jeremia brieflich aus Jerusalem darüber informiert, Jehova werde sie zurückbringen, „erst wenn siebzig Jahre für Babel voll sind“ (Jer. 29:1, 10; Elberfelder Studienbibel 2009, Textstand Nr. 28). Die 70 Jahre, von denen Jeremia schrieb (Jer. 25:11, 12), hatten also schon zu zählen begonnen! Jeremia teilte den Verschleppten mit, sie sollten ein normales Leben führen, Häuser bauen, heiraten, Kinder bekommen sowie den Frieden und das Wohl der Stadt fördern, in die Gott sie gebracht hatte. Warum? Nun, dies hatte mit der Tatsache zu tun, dass sie erst nach Jahrzehnten in das verheißene Land zurückkehren würden. Sie sollten keinesfalls auf die falschen Propheten hören, die ihnen voraussagten, das Exil sei nur von kurzer Dauer. Nein, erst am Ende der langen Gefangenschaft würde ein Teil des Volkes mit erneutem Glauben und neuer Sehnsucht nach Gott um Wiederherstellung – in buchstäblicher und geistiger Hinsicht – beten. Gott würde ihre Gebete erhören und sie wiederherstellen. Sie würden aus der Verbannung zurückkehren (Jer. 29:4-14).

Jehovas Zeugen verfälschen hier abermals die biblischen Aussagen. In der Studienausgabe des Wachtturms von November 2016, Seite 22, Absatz 3 schreiben sie betrügerischerweise als Kommentar zu der o.g. Textpassage: „Jehova wies die zukünftigen Exilanten durch Jeremia an, sich mit ihrer neuen Situation abzufinden und das Beste daraus zu machen. Er sagte: ,Baut Häuser [in Babylon], und bewohnt sie, und pflanzt Gärten, und esst ihren Fruchtertrag. Auch sucht den Frieden der Stadt, in die ich euch ins Exil habe gehen lassen, und betet für sie zu Jehova, denn in ihrem Frieden wird sich selbst für euch Frieden finden´ (Jer. 29:5, 7).“ (Kursivschrift durch mich). Tatsache ist aber, dass hier nicht „die zukünftigen Exilanten“, sondern bereits im Babylonischen Exil lebende Juden von Jeremia aus Jerusalem angeschrieben wurden (Jer. 29:1, 4, 16). Jehova sagte ja selbst, er ,habe sie (bereits) ins Exil gehen lassen´. Mit dem Kommentar versucht man also zu vertuschen, dass die besagten 70 Jahre schon liefen, noch bevor der Tempel und Jerusalem zerstört worden waren (Jer. 25:11, 12).

Mit der Eroberung durch Cyrus 539 v.u.Z. endete dann die 70-jährige Herrschaft Babylons als Weltmacht (Jer. 27:7; Da. 5:30, 31). Daniel, der Jeremias Prophezeiung kannte, konnte nun auf eine Rückkehr von Landsleuten nach Juda hoffen (Da. 9:1, 2; Jer. 29:10-14), und hierum betete er auch.

Jehovas Zeugen entnehmen dem Bibelbericht, dass Juden aus dem Babylonischen Exil 537 v.u.Z. nach Jerusalem zurückkehrten. Dann folgern sie aber fälschlicherweise, der letzte König Judas, Zedekia, sei 70 Jahre zuvor – also im Jahre 607 v.u.Z. – abgesetzt, Jerusalem zerstört und die Juden ins Exil geführt worden. Dies, weil sie die Prophezeiung Jeremias im Hinblick auf die 70 Jahre für Babylon  fälschlicherweise auf das Ende Jerusalems anwenden, also auf die vollständige Zerstörung der Stadt. Ein gravierender, ganz grundsätzlicher Fehler! Jehovas Zeugen bauen dann auf diesem Jahr 607 v.u.Z. auf und sagen, 2520 Jahre später, nämlich im Jahr 1914, hätten die „bestimmten Zeiten der Nationen“ geendet (Luk. 21:24). Sie berufen sich hierbei auf Nebukadnezars Traum vom umgehauenen Baum und den „sieben Zeiten“ (Da. 4; Off. 11:2, 3; 12:6, 14; 4. Mo. 14:34; Hes. 4:6). Es ist nur zu offensichtlich, dass diese Berechnung von falschen Voraussetzungen ausgeht, wo sich doch die 70 Jahre eindeutig auf Babylon bezogen und ebenso die „sieben Zeiten“ nur auf den babylonischen König.

Dass angesichts des hier nur kurz zusammengefassten Bibelberichts die endgültige Zerstörung Jerusalems nicht im Jahr 607 v.u.Z. stattgefunden haben kann, deckt sich zudem mit dies-bezüglichen Aussagen von Bibelkommentatoren und Historikern, die sich u.a. auf heute noch nachprüfbare astronomische Daten, welche auf neubabylonischen Keilschrifttafeln zusammen mit öffentlichen Ereignissen dokumentiert wurden, berufen. Letztlich geben Jehovas Zeugen dies indirekt zu, indem sie in ihrer Publikation Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2 auf Seite 326 schreiben: „Die Zerstörung Jerusalems ereignete sich 607 v.u.Z. – vom Standpunkt biblischer Prophezeiungen aus ein sehr bedeutsames Jahr. Obwohl dieses Datum von den Angaben vieler Bibelkommentatoren abweicht, wird es in diesem Werk durchweg verwendet. Warum? Weil dem Zeugnis der Bibel größeres Gewicht beigemessen wird als den Schlußfolgerungen, die Gelehrte aus dem lückenhaften Geschichtsbericht ziehen, der in Form von Keilschrifttafeln zur Verfügung steht.“

Doch der Leser wird schnell erkennen, dass Jehovas Zeugen – sich selbst als besser wissende Bibelgelehrte gebärdend – das Zeugnis der Bibel trotzig außer acht lassen, sich anmaßend darüber hinwegsetzen und ihm ganz und gar nicht das gebührende Gewicht beimessen. Sie nutzen ihre bekannte Masche, einfach zu behaupten, dass sie sich auf die Bibel stützen, obwohl sie sich entgegengesetzt verhalten.

Es sei hier nur angemerkt, dass Jehovas Zeugen zudem durch Manipulation der geschichtlichen Daten von Regierungszeiten jüdischer und babylonischer Herrscher die Zerstörung Jerusalems und des Tempels durch Nebukadnezar auf das Jahr 607 v.u.Z. festzulegen versuchen. Solche Manipulationen disqualifizieren Jehovas Zeugen, woran auch Argumentationen wie in den Wachtturm-Ausgaben vom 1.10.11 S. 26-31 und 1.11.11 S. 22-28 nichts ändern.

Das Jahr 607 v.u.Z. (und folglich 1914 u.Z.) hat somit ganz klar für die biblische Prophetie keine Relevanz. Damit stürzt aber auch das fragile Lehrgebäude von Jehovas Zeugen, das zu großen Teilen auf diesen beiden Daten ruht, zusammen. Weiteren Sonderlehren, die auf dem für sie so entscheidenden Jahr 1914 aufbauen, und Jahresangaben, die dabei ein Rolle spielen, wie 1918 und 1919, fehlt biblisch gesehen die Grundlage.

Fazit:

Dadurch dass Jehovas Zeugen für die endgültige Zerstörung Jerusalems durch die Babylonier das Jahr 607 v.u.Z. postulieren, vergewaltigen sie den Bibelbericht und setzen sich über die Historie hinweg.

 

Dringende Literaturempfehlung zum vertiefenden Studium:

Carl Olof Jonsson, Die Zeiten der Nationen näher betrachtet, 4. Aufl., 2008, ISBN 3-00-023952-6

 

Dringende Literaturempfehlung zum vertiefenden Studium:
Carl Olof Jonsson, Die Zeiten der Nationen näher betrachtet, 4. Aufl., 2008, ISBN 3-00-023952-6

Mag ich nicht (1)

17 Kommentare zu “Wurde Jerusalem wirklich 607 v.u.Z. zerstört?

  1. Lea

    Ich hatte es mit meinem Freund darüber, der ein ZJ werden will und er gab mir diesen Link als Antwort darauf : https://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/2011810
    Was sagt ihr dazu bzw wie kann ich ihn vom Gegenteil überzeugen?
    Danke 🙂

    1. es sind 70 Jahre für BABYLON und so wars dann auch - 609 vuZ Nebukadnezar und 539 vuZ finito

      612 v.Chr. Eroberung Ninives, der Hauptstadt Assyriens, durch Babylon
      609 v.Chr. Eroberung Harans durch Babylon; Ende des Assyrischen Weltreichs; Beginn der 70 Jahre für Babylon (Jer. 29:10); Josias Tod bei Meggido
      (Baker: ‘Encyclopedia of the Bible, Volume 1, S.247: ...Das letzte Licht Assyriens wurde von Nabopolassar 609 v.Chr. ausgelöscht..., übersetzt aus dem Englischen])
      605 v.Chr. Schlacht bei Karkemisch (Jer. 46:2; 25:1), Erste Deportation jüdischer Gefangener als Geiseln wie Daniel mit Freunden (Dan. 1:1-2,5,18; 2:1)
      598/7 v.Chr. Jojachin 3 Monate König
      597 v.Chr. Jerusalem am 16.3. erobert (2.Kön. 24:10-12), 2.Wegführung jüdischer Gefangener wie Hesekiel im Frühjahr 597 v.Chr. (2.Kön. 24:10-17; 2. Chron. 36:10), Zedekia wird König
      589 v.Chr. Beginn der Belagerung Jerusalems (2.Kön. 25:1; Hes. 24:1-2; Jer. 52:4)
      587 v.Chr. Eroberung Jerusalems im Juli (2.Kön. 25:8; Jer. 52:12); 3.Wegführung
      586 v.Chr. Ein Entronnener kommt zu Hesekiel im ‘12. Jahr’ von deren Gefangenschaft, im Januar des Jahres (Hes. 33:21)
      582 v.Chr. 4.Wegführung - Flucht gemäß Jer. 52:30
      568/7 v.Chr. 37.Regierungsjahr Nebuchadnezars astronomisch belegt
      561 v.Chr. Jojachin freigelassen (Jer. 52:31; 2.Kön. 25:27)
      550 v.Chr. Daniels Vision von Widder und Ziegenbock (Dan. 8:1 ff), Kores der Perser besiegt Medien
      546 v.Chr. Kores besiegt Lydien und seinen König Krösus
      539 v.Chr. Kores erobert Babylon; Ende der 70 Jahre für Babylon (genaue Erfüllung der Prophezeiung Jeremias)  siehe Jeremia 29:10
      538/7 v.Chr. Erlass des Kores über die Rückkehr der gefangenen Juden
      522 v.Chr. Darius wird Herrscher in Persien
      520 v.Chr. der Grundstein des zweiten Tempels in Jerusalem wird gelegt ( Haggai 2:18 )
      518/7 v.Chr 70 Jahre seit der Zerstörung Jerusalems (Sacharja 1:12; 7:1-5)
      515 v.Chr. der zweite Tempel vollendet (Esra 6:15)
      502 v.Chr. das 20.Jahr der Herrschaft des Darius, astronomisch belegt

      Die NWÜ üersetzt Jeremia 29:10 fälschlich wie folgt:

      Denn dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚In Übereinstimmung mit der Erfüllung von siebzig Jahren in Babylon werde ich euch meine Aufmerksamkeit zuwenden, und ich will euch gegenüber mein gutes Wort bestätigen, indem ich euch an diesen Ort zurückbringe.‘

       

      alle anderen Bibelübersetzungen sprechen von 70 Jahren für Babylon

       

      1. Fox

        Guten Tag F&F,

        vielen Dank für diese Auflistung. Hätte bei mir - wenn überhaupt - Jahre gedauert. Ich liebe solche Beiträge!

      2. M.N.

        Korrekt. Das AT redet nicht von einem 70-jährigen EXIL DER JUDEN IN BABYLON, sondern von 70-jähriger VORHERRSCHAFT DER BABYLONIER i. V. mit 70-jähriger Verödung des Tempels in Jerusalem, siehe 2Chron 36,21; Dan 9,2; Sach 1,12. Jer 29,10 in der NWÜ ("Siebzig Jahre in Babylon") ist fragwürdig übersetzt; im Hebräischen heißt es nicht בְּבׇבֶל bewāwäl, "IN Babel", sondern לְבׇבֶל lewāwäl, "FÜR/HINSICHTLICH Babel"). "le" ist nicht gleich "be", wie jeder Hebräischstudent bereits im Grundkurs lernt. Was die ungelehrten NWÜ-Fabrikanten da geritten hat, darüber kann nur spekuliert werden. Demgemäß geben andere Übersetzer korrekt wieder mit "Wenn siebzig Jahre für Babel voll sind" (REB, LUT); "Wenn die 70 Jahre für Babel gänzlich erfüllt/vorüber sind" (SCHL, EÜ); "Die Babylonier werden siebzig Jahre herrschen" (HfA); GNB hat "Die Zeit des Babylonischen Reiches ist noch nicht abgelaufen. Es besteht noch siebzig Jahre" und verweist auf Jer 25,11 "Siebzig Jahre lang werdet ihr und eure Nachbarvölker dem König von Babylonien unterworfen sein" mit der Anmerkung "Die Unterwerfung unter die Babylonier dauerte 597-538 v.Chr. Siebzig ist demnach als runde Zahl zu verstehen." Es ist daher biblisch nicht begründet, von einer 70 Jahre dauernden Wegführung der Juden zu reden; wohl befindet sich das jüdische Exil innerhalb des 70-jährigen Zeitrahmes der babylonischen Oberherrschaft und der Verödung des Tempels, DAUERTE ABER SELBST NICHT 70 JAHRE.

        Noch mehr "Munition" liefert das Glossar, Eintrag "1914".

    2. turtle@Lea

      Hallo Lea,

      was ist Euch den unklar?

      Gruss, turtle

    3. Fox

      Guten Tag Lea,

      was sagt dein Freund zu dem gut ausgearbeiteten Artikel hier? Hat er das geprüft? Hat er denn eine Antwort darauf, warum Daniel 9 von 7 Wochen und 62 Wochen spricht was nach Adam Riese 69 und nicht 70 Wochen sind, aber scheinbar alle Ausleger dieser Welt sich auf 70 Wochen fokussieren. Und wo bitte steht, dass dies über die Ankündigung des Gesalbten hinausgehen soll? Ist das nicht ein Versuch wie ihn Astrologen im Allgemeinen pflegen? In der biblischen Prophetie bezieht sich der gesamte geschilderte Vorgang aus Daniel 9 "nur" auf den Messias - und da dieser der Sünde "ein Ende machte" (Matth. 6:12:  "und vergib uns unsere Schuld wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben") durch den Zugang zum Vater, die Möglichkeit der Kindschaft (Joh. 1:12/Elb:"so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht5, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben;) sind alle Voraussetzungen für ein friedsames Leben in Ewigkeitsgewissheit geschaffen. Die Tatsache, dass Jesus selbst sagte, Tag und Stunde des Endes dieses Zeitalters (Äons) sei nur dem Vater bekannt, nicht einmal ihm selbst widerspricht entschieden einer Endzeitprophezeiung. Und diese Tatsache wurde zu keinem Zeitpunkt in der Bibel revidiert, so dass jede Auslegung darüber über das hinausgeht, was Gottes Wort sagt. Resultat? Offenbarung 22: "Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben sind; 19 und wenn jemand etwas von den Worten des Buches dieser Weissagung wegnimmt, so wird Gott seinen Teil15 wegnehmen von dem Baum16 des Lebens und aus der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben ist."

      1. Fox

        Entschuldigung Lea,

        zu: "Die Tatsache, dass Jesus selbst sagte, Tag und Stunde des Endes dieses Zeitalters (Äons) sei nur dem Vater bekannt, nicht einmal ihm selbst"
        fehlt der Beleg. Steht in Matth. 24: 36: "Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel in den Himmeln, auch nicht der Sohn, sondern der Vater allein."

    4. Fox

      So liebe Lea,

      nachdem ich den WT-Artikel deines Links nochmal an mich heranließ - Schadsoftware für mich - gestatte mir bitte auf die typische WTG-Auslegung Bezug zu nehmen. Zunächst werden Wissenschaftler benannt, welche der 607er Lehre klar widersprechen und dies auf Zeitdokumente wie Tontafeln zurückführen. Immer wieder wird jedoch behauptet, die Bibel benenne das Jahr 607 v. u. Z. als das Jahr der Erfüllung im Buch Daniel genannter 70 Jahrwochen. Damit wird jede unvoreingenommene Prüfung von vornherein unterbunden und schlussendlich suggeriert man dem Lesenden, es sei besser, der Bibel zu vertrauen, welche das Jahr mit 607 v. u. Z. angibt.

      In dem genannten WT-Artikel wird die Feststellung getroffen, die Chronologie dieses Zeitabschnittes sei durch mangelnde Dokumentation nicht genau nachvollziehbar. Wenn dem so ist, wie kann dann eine WTG behaupten, genau das Jahr 607 v. u. Z. sei korrekt? Auch der Versuch, die astronomischen Berechnungen zu diskreditieren ist äußerst mangelhaft, denn es widerspricht nicht einer Jahresangabe, wenn in diesem Jahr ein Herrscherwechsel stattfindet. Wenn du mal bei den deutschen Bundespräsidenten nachschaust (http://www.bundespraesident.de/DE/Die-Bundespraesidenten/Die-Bundespraesidenten-node.html), da legt einer sein Amt 6 Wochen vor dem Ende seiner Amtszeit nieder, ein anderer verbleibt nur 2 Jahre im Amt. Da ist doch logisch, dass ein neuer Amtsinhaber ran muss, oder? Das alles sagt rein gar nichts über eine Fehlerhaftigkeit aus, auch nicht, wenn ein neuer Amtsinhaber sein Amt im gleichen Jahr antritt wie ein anderer aufhört. Dafür gibt es Chronologien.

      Die einzige Option einer Diskussion bestünde bestenfalls darin, mögliche Übersetzungsdifferenzen in der Formulierung "in Babylon" oder "für Babylon" u.ä. zu starten, aber damit würden sie ein Fass aufmachen, das Viele zum nachdenken und nachforschen veranlassen würde - ein absolutes No-go für die WTG. Objektiv betrachtet sagt die Bibel jedenfalls nichts zu 607 v. u. Z. Die scheinbare Argumentation: "Gegenwärtig sind Historiker allgemein der Ansicht, Jerusalem sei 587 v. u. Z. zerstört worden. Wie die Bibelschreiber Jeremia und Daniel jedoch eindeutig erklären, waren die Juden nicht 50, sondern 70 Jahre im Exil "
      ist arg halbseiden, denn kein Gelehrter hat behauptet, das Exil habe lediglich 50 Jahre gedauert, sondern dass die Berechnung mit dem Jahr 587 v. u. Z. zu beginnen habe. Darauf der Bibel vertrauend ergibt sich das Wunschdenken der WTG-Führung auf 1914 hin und resultierend daraus die Warnung, sich diesen Phantastereien weil wissenschaftlich widerlegt durch Mitgliedschaft anzuschließen.

      1. Störtebeker

         

        Liebe Fox,

         

        ich bin ja nicht für so lange oder oder auch ausholende, langatmige Kommentare, aber dieser hier wird etwas länger. Man muss ja auch nicht alles lesen!

         

        Es geht um deinen Satz: „Immer wieder wird jedoch behauptet, die Bibel benenne das Jahr 607 v. u. Z. als das Jahr der Erfüllung im Buch Daniel genannter 70 Jahrwochen“. Ich denke hier muss etwas richtig gestellt werden.

         

        Bei der Frage, die sich in Bezug auf das Jahr 607 (o.587) v.u.Z. Stellt, geht es überhaupt nicht um die 70 Jahrwochen aus Dan. 9:24-27 Elb. :

         

        24 Siebzig Wochen13 sind über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt, um das Verbrechen zum Abschluss zu bringen14 und den Sünden ein Ende zu machen15 und die Schuld zu sühnen16 und eine ewige Gerechtigkeit einzuführen und Vision und Propheten zu versiegeln und ein Allerheiligstes zu salben.

         

        25 So sollst du denn erkennen und verstehen: Von dem Zeitpunkt an, als das Wort erging, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis zu einem Gesalbten, einem Fürsten, sind es sieben Wochen17. Und 62 Wochen lang werden Platz und Stadtgraben18 wiederhergestellt und gebaut sein, und zwar in der Bedrängnis19 der Zeiten.

         

        26 Und nach den20 62 Wochen21 wird ein Gesalbter ausgerottet werden und wird keine Hilfe finden22. Und das Volk eines kommenden Fürsten wird die Stadt und das Heiligtum zerstören, und sein Ende ist in einer Überflutung; und bis zum Ende ist Krieg, fest beschlossene Verwüstungen.

         

        27 Und stark machen wird er einen Bund für die Vielen23, eine Woche lang; und zur Hälfte24 der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer aufhören lassen. Und auf dem Flügel von Gräueln kommt ein Verwüster, bis fest beschlossene Vernichtung über den Verwüster ausgegossen wird.“

        Das hat mit 607/587 v. u. Z. nichts zu tun. Das ist eine Prophezeiung die sich auf etwas anderes bezieht.

        Das was F&F schrieb:
        „Die NWÜ übersetzt Jeremia 29:10 fälschlich wie folgt:

         

        Denn dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚In Übereinstimmung mit der Erfüllung von siebzig Jahren in Babylon werde ich euch meine Aufmerksamkeit zuwenden, und ich will euch gegenüber mein gutes Wort bestätigen, indem ich euch an diesen Ort zurückbringe.‘

         

        alle anderen Bibelübersetzungen sprechen von 70 Jahren für Babylon“,

         

        ist korrekt.

         

        Vor einigen Jahren hatte ich zu diesem Thema 607/587 v.u.Z. Schon einmal etwas geschrieben. Ich setze das hier jetzt nochmal ein, weil ich denke, dass es nach wie vor aktuell ist. Es zeigt auch auf, dass es sich bei dieser Berechnung nicht um die 70 Jahrwochen aus Daniel 9 handelt, sondern diese WTG Auslegung bezieht sich auf Dan. 4.

         

         

         
        Störtebeker zum Thema 1914,
         
        Wurde das Königreich mit Jesus Christus als König im Jahre 1914 im Himmel, unsichtbar für Menschen auf der Erde aufgerichtet? Ist das wirklich biblisch zu beweisen?
         
        Das Problem fängt schon mit dem Ausgangsjahr für die Prophezeiung in Daniel Kapitel 4, über den Traum Nebukadnezars an. Die WTG sagt, dass diese „sieben Zeiten“ in der größeren Erfüllung, (zuerst erfüllte sich der Traum ja an Nebukadnezar selbst), 2520 Jahren entsprechen, die von 607 v. u. Z. bis zum Jahre 1914 u. Z. zählen. Man wendet für die Berechnung dieser Zeitspanne eine Regel an die besagt, dass ein Tag dieser Prophezeiung einem buchstäblichen Jahr entspricht. „Sieben Zeiten“ = 7 Jahre mal 360 = 2520 Jahre, dabei wird ein Jahr mit 12 Monaten a. 30 Tage vorausgesetzt.
         

         
        Den Ausdruck „ein Tag für ein Jahr“ finden wir in der Bibel genau 2 Mal, und zwar in 4. Mose 14:34 u. in Hesekiel 4:6. Es gibt nirgendwo in der Bibel einen Hinweis, dass man diese Texte so anwenden kann, oder daraus die oben genannte Regel ableiten könnte. Carl Olof Jonsson, ein Ältester aus Schweden, schickte schon 1977 umfangreiches Material an die Weltzentrale der Zeugen Jehovas, in dem er aufzeigte, dass die willkürliche Anwendung der Regel „ein Tag für ein Jahr“ auf verschiedene Prophezeiungen der Bibel, sich bis auf jüdische Rabbiner des ersten Jahrhunderts zurückverfolgen lies.
         

         
        Auch bewies er mit diesem Material anhand vieler voneinander unabhängiger historischer Beweisketten, dass Jerusalem im Jahre 587 v. u. Z. von Nebukadnezar zerstört wurde. Carl Olof Jonssen hat darüber ein Buch geschrieben, in dem er über 20 von einander unabhängige Beweisketten zusammen gestellt hat, die alle das Jahr 587 v. u. Z. belegen. Als er, bevor er das Buch schrieb das Material der WTG vorlegte, haben sie ihm nach einigen hin und her schlussendlich die Gemeinschaft entzogen.
         

         

         
        Gemäß der WTG soll der Zeitpunkt der Zerstörung Jerusalems durch Nebukadnezar 607 v. u. Z. gewesen sein, und die 2520 Jahre sollen 1914 u. Z. geendet haben. Das Jahr 1914 u. Z. markiert gemäß den WT Schriften das Ende der „Zeiten der Nationen“, Lukas 21:24.
         

         
        Das Jahr 607 v. u. Z. kommt in dieser Bedeutung nur in den Schriften der WTG vor. Wie schon gesagt, alle Historiker verweisen auf das Jahr 587 v. u. Z. (also 20 Jahre später), als das Jahr, in dem Jerusalems durch die Babylonier zerstört wurde.
         
        Während der Zeit Rutherfords sah man nicht das Jahr 607 v. u. Z. als den Beginn der 2520 Jahre an sondern das Jahr 606 v. u. Z., und zwar 60 Jahre lang bis 1942. Man merkte dann, oder man gab dann zumindest zu, dass 2520 Jahre ab 606 v. u. Z. gerechnet eigentlich bis 1915 u. Z. dauern. Ohne irgendeine Begründung wurde nun die Zerstörung Jerusalems um ein Jahr zurück verlegt, auf das Jahr 607 v. u. Z. Es war der Wunsch der Organisation, dass Jahr 1914 u. Z. als Schlüsseldatum beizubehalten.
         

         
        Beunruhigend ist auch die Tatsache, dass die WTG von ihren Anhängern nachdrücklich verlangt felsenfest an ihre Interpretation zu glauben, während über all die Jahre Männer in leitender Stellung Zweifel an dieser Lehre äußerten.
         

         
        Ein Beispiel. Während der Sitzung der leitenden Körperschaft am 19. Februar 1975 meldete sich Nathan Knorr als damaliger Präsident der WTG, mit folgenden Beitrag zu Wort: „Bei manchen Dingen bin ich mir sicher. Ich weiß, dass Jehova unser Gott ist, dass Christus Jesus sein Sohn ist, dass Jesus sein Leben als Lösegeld für uns gab, dass es eine Auferstehung gibt. Bei anderen Dingen bin ich mir nicht so sicher. Zum Beispiel bei 1914. Davon reden wir schon sehr lange. Es mag sein, dass wir recht haben. Ich will es hoffen.“
         

         
        Das war vor ca. 40 Jahren. Nachzulesen in dem Buch „Der Gewissenskonflikt“ von Raymon Franz, S.245. Heute halten sie noch immer daran fest, es hängt für sie zu viel davon ab.
         

         
        Viele, sehr viele falsch ausgelegte Prophezeiungen und Jahreszahlen kann man in der Literatur der WTG finden. Vorausgesetzt diese Literatur ist einem zugänglich. Von der WTG wird sie heute nicht mehr aufgelegt oder veröffentlicht. Es ist auch nicht der Wunsch der L.K., dass JZ oder andere sich damit befassen. Was wir heute in den Publikationen der WTG vorgesetzt bekommen vertuscht und verschleiert die Tatsachen.
         

         
        Noch ein Beispiel. 1920 wurde eine Broschüre veröffentlicht mit dem Titel „Millionen jetzt lebender Menschen werden nie sterben“, der Schreiber war J. F.Rutherford. Aus den alten Publikationen geht hervor, dass man damals auf 1925 als den Beginn der Tausendjahrherrschaft hinwies. Heute wird dieser aufrüttelnde Aufruf, in der von Rutherford geschriebenen Broschüre immer noch gerne als eingängiger Slogan verwand, allerdings ohne auf die Entstehung und die tatsächlichen Hintergründe hinzuweisen. Dennoch ist es eine Tatsache, dass die Menschen, an die er gerichtet war und die daran geglaubt haben heute alle gestorben sind.
         

         
        Bei der Frage wie die WTG die Bedeutung der Ereignisse um das Jahr 1914 interpretiert geht es immer um unsichtbare Dinge. Daher ist sie sehr geschickt darin ihren Auslegungen Glaubwürdigkeit zu verleihen. Aber biblisch belegbar macht das die Sache nicht. Kann die WTG biblisch beweisen, dass die „letzten Tage“ von denen
         
        Petrus in Apostelgeschichte 2:17 spricht und die er auf Pfingsten 33 u. Z. bezog, nicht auch die „letzten Tage“ sind auf die Paulus in seinen Brief an Timotheus hinwies, 2.Tim. 3:1? Oder kann die WTG biblisch beweisen, dass Jesus Christus 1914 als König über die ganze Erde inthronisiert wurde und, dass er jetzt seit nunmehr über 100 Jahren in dieser Position gegenwärtig ist und seine Herrschaft, so wie sie von der WTG dargestellt wird innehat?
         

         
        Das kann sie nicht beweisen. So wie sich die vielen, vielen Voraussagen der WTG in der Vergangenheit als falsch erwiesen haben, wird sich auch jetzt, das was sie in Verbindung mit dem Jahr 1914 propagiert, als falsch erweisen.
         

         
        1914 ist das einzige Datum an dem sie noch festhält. Die Organisation hat ihre Voraussagen in der Vergangenheit gerne als absolut biblisch fundierte Tatsache, oder ähnlich bezeichnet. Auch jetzt stellt sie die Sache als unumstößlich dar. Sie muss an 1914 festhalten sonst bricht ihr Glaubensgebilde zusammen.
         

         
        Aber auch hier wird irgendwann die Illusion der Wirklichkeit begegnen.
         

         

         
        Viele liebe Grüße an Euch alle von Störtebeker
         

         
        Soweit liebe Fox, meine Abhandlung vor einigen Jahren. Etwas lang das Ganze. Aber wer mag kann es ja lesen. Und für wen es nicht so wichtig ist, eben nicht.
         

         
        Lieber Grüße Störti
         

         

        1. Fox

          Guten Abend lieber Störti,

          das war sehr wohltuend zu lesen. Vielen Dank für deine Korrektur. Ich muss das morgen nochmal lesen, damit mehr davon hängen bleibt. Zum Glück hast du den Beitrag hier wiederholt, ich kannte ihn entweder nicht oder mein dürftiges Hirn hat ihn nicht abgespeichert. Doch, ich kann mich nur bedanken!!!!

    5. Lichtspender

      "Der Gewissenskonflikt", Raymond Franz, Ex-Mitglied der Leitenden Körperschaft, berichtet selbst in diesem seinen Buch, dass er bei der
      Erstellung einer Chronik für ein Bibel-Hilfe-Buch der Zeugen Jehovas auf Ungereimtheiten hinsichtlich des Jahres 607 v.
      Chr. gestoßen ist. Er schreibt: „Mir war zwar nicht ganz wohl dabei, doch ich wollte einfach glauben, daß unsere
      Chronologie trotz der gegenteiligen Beweislage richtig war. Darum haben wir (...) viel Zeit und Raum darauf verwandt, die
      Glaubwürdigkeit der archäologischen und geschichtlichen Beweise herabzusetzen, die unser Jahr 607 v.u.Z. als fehlerhaft erwiesen und unseren Berechnungen einen anderen Ausgangs- und Endpunkt gegeben hätten. Das Jahr 1914 wäre nicht zu halten gewesen!“

      1. M.N.

        Das ist bei weitem noch nicht alles, was es zu diesem Thema gibt. Man googele mal nach "Carl Olof Jonsson", oder - um es etwas einfach zu haben - greife nach der Dokumentation hier:

        http://datei.sektenausstieg.net/literatur/FaktDogm.pdf

        Liest sich teilweise wie ein Krimi. Da gehen einem erst richtig die Augen auf, und es fällt wie Schuppen aus den Haaren. "1914"? Ein totaler Fake. "Zerstörung Jerusalems in 607 v. Chr.?" Eine gewaltige Luftnummer. Genau solch ein Flop wie die goldenen Platten vom Hügel Cumorah, der Seherstein und die Übersetzungsbrille des Jupp Schmidt.

        Viel Freude beim Lesen!

        M.N.

    6. Bird an Lea

      liebe Lea,

      irgendjemand hier hat das einmal ganz einfach dargelegt. Ich meine es war Matthäus.

      die Bibel selbst gibt die Antwort.

      wenn du nachliest wann König Jojakim regierte siehst du das es 587 war. Denn die Bibel sagt selbst in welchem Regierungsjahr Jerusalem zerstört wurde. Da legt sich die NWÜ selbst ein Ei.

       

      lg

      bird

       

    7. Lichtspender

      Liebe Lea, das, was Störtebeker am 26.10. um 21:10 Uhr sehr richtig geschrieben hat, mag dir für deine Frage auch eine gute Hilfe sein -- zusätzlich zu dem, was ich dir schon privat geschrieben habe. 🙂

      Liebe Grüße

      Lichtspender

  2. Jesu kleiner Bruder

    Um an der Macht zu bleiben, müssen die Machthaber der Z. J. 1. die Wahrheit verstecken können und 2. müssen sie wissen, wie man täuscht und lügt. Beides beherrschen sie in Bezug auf die 607-Lehre bis zur Perfektion. Das erklärt, warum mehrere Millionen Z.J. noch keinen Verdacht in Bezug auf 607 geschöpft haben. Doch eines sollte unbedingt erkannt werden: 607 ist die Zentral-Irrlehre der Z.J., denn auf ihr bauen viele weitere Lehren auf. Deshalb ist es für jeden Betroffenen ein Muss, sich Klarheit darüber zu verschaffen. Ich empfehle wärmstens jedem das in dem Artikel genannte Buch Die Zeiten der Nationen näher betrachtet. Autor: Carl Olof Jonsson.

    Alle, denen ich dieses Buch zum Lesen gegeben habe, haben danach die Organisation der Z.J. verlassen!

  3. ManfredF

    Vielleicht als Ergänzung

    2. Könige 25
    8 Und am siebten Tag des fünften Monats — das ist das neunzehnte Jahr Nebukadnezars, des Königs von Babel — kam Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, der Diener des Königs von Babel, nach Jerusalem,
    9 und er verbrannte das Haus des HERRN und das Haus des Königs und alle Häuser von Jerusalem, ja, alle großen Häuser verbrannte er mit Feuer.

    Laut Wiki gab es folgende Könige

    Nabû-kudurrī-uṣur I.
    war ein babylonischer König und regierte um 1126 bis 1104 v. Chr.

    Dieser König war nicht damit gemeint.
    Nabû-kudurrī-uṣur II.
    um 640 v. Chr.; † 562 v. Chr.) war von 605 bis 562 v. Chr. neubabylonischer König.

    Dies ist der König, der in der Bibel erwähnt wird. Wenn er 605 v. Christus auf den Thron gestiegen ist und im 19. Jahr seiner Regierung Jerusalem zerstört hat, dann war das (605-19) 586 v. Christus.

    Damit beweist die Bibel, dass Jerusalem 586 zerstört wurde und nicht 607.

    Wenn man dann noch liest:

    Dan 9,2 im ersten Jahr seiner Königsherrschaft achtete ich, Daniel, in den Bücherrollen auf die Zahl der Jahre, über die das Wort des HERRN zum Propheten Jeremia geschehen war, dass nämlich siebzig Jahre über den Trümmern Jerusalems dahingehen sollten.

    und man rechnet dann von 586 . Chr. 70 Jahre weiter kommen wir zu 516 v. Christus.

    Was sagt WIKI über die Wiederherstellung des Tempels:

    Unter dem Jerusalemer Tempel (hebräisch בֵּית־הַמִּקְדָּשׁ Bet HaMikdasch) versteht man zum einen den Tempel Salomos, welcher Anfang des 6. Jh. v. Chr. durch die Babylonier zerstört wurde, zum anderen den sogenannten zweiten Tempel (vollendet 515 v. Chr.) bis zu seiner Zerstörung 70 n. Chr. durch die Römer.

    Der Tempel wurde 515 vollendet, also wieder hergestellt Rund 70 Jahre.

    Wie man sieht hat die Bibel recht und stimmt mit den geschichtlichen Fakten überein. Mit zwei Bibelversen und gesicherten Daten bzgl. der Herrschaft von Königen wiederlegt man die Berechnung der ZJ

    1. Lichtspender

      Im Artikel hieß es:

      Mit der Eroberung durch Cyrus 539 v.u.Z. endete dann die 70-jährige Herrschaft Babylons als Weltmacht (Jer. 27:7; Da. 5:30, 31). Daniel, der Jeremias Prophezeiung kannte, konnte nun auf eine Rückkehr von Landsleuten nach Juda hoffen (Da. 9:1, 2; Jer. 29:10-14), und hierum betete er auch.

      Jehovas Zeugen entnehmen dem Bibelbericht, dass Juden aus dem Babylonischen Exil 537 v.u.Z. nach Jerusalem zurückkehrten. Dann folgern sie aber fälschlicherweise, der letzte König Judas, Zedekia, sei 70 Jahre zuvor – also im Jahre 607 v.u.Z. – abgesetzt, Jerusalem zerstört und die Juden ins Exil geführt worden. Dies, weil sie die Prophezeiung Jeremias im Hinblick auf die 70 Jahre für Babylon  fälschlicherweise auf das Ende Jerusalems anwenden, also auf die vollständige Zerstörung der Stadt. Ein gravierender, ganz grundsätzlicher Fehler!

      Lieber ManfredF,

      jetzt muss man aber auch selber aufpassen, dass man nicht denselben Fehler der Zeugen macht -- und zwar in die andere Richtung. Dass man also jetzt nicht 70 Jahre zurückrechnet, sondern 70 Jahre weiterrechnet: Dann würde man das, was Daniel aus der Prophezeiung Jeremias ableitete ebenfalls gründlich missverstehen.

      Die "70 Jahre" dürfen einzig und allein auf Babylon bezogen werden. Freilich hat das alles auch Auswirkungen auf Jerusalem gehabt, aber indirekt -- nicht direkt. Und man muss es aus der Sicht Jeremias sehen. Denn auch Daniel sah und verstand es aus der Sicht Jeremias. In Daniels Tagen endeten diese "70 Jahre", sie begannen also nicht. Das muss verstanden werden.

       

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