Wer ist der „treue und verständige Sklave“ oder der „treue und kluge Knecht?“

PROLOG:

In dem von Jehovas Zeugen publizierten, viele Fakten unterschlagenden und gleichzeitig ihre wahre Geschichte beschönigenden und ebenso verdunkelnden Buch Gottes Königreich regiert! wird auf Seite 13 Maleachi 3:1 angeführt, wo es heißt:

„Siehe! Ich sende meinen Boten, und er soll einen Weg vor mir bahnen. Und plötzlich wird zu SEINEM Tempel kommen der [wahre] Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes, an dem ihr Gefallen habt. Siehe! Er wird gewiß kommen“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.“ 

Jeder Bibelkenner weiß, dass dieser Vers eine bedeutende Prophezeiung in der Heiligen Schrift ist. Gott („der Herr“) kündigte hiermit das Erscheinen Johannes des Täufers („meinen Boten“) an, der dem Messias („Bote des [Neuen] Bundes“) den Weg bereiten sollte. Jesus Christus bestätigte gemäß Matthäus 11:10 und Lukas 7:27 dieses Verständnis (vgl. auch Jes. 40:3 mit Matth. 3:1-3).

Doch auf Seite 14 im Absatz 6 wird in o.g. Buch der Vers folgendermaßen ausgelegt: „Charles T. Russell und seine Weggefährten, die unter ihnen führend vorangingen, stellten sich eindeutig als der angekündigte „Bote“ heraus. Sie leiteten Gottes Volk an und bereiteten es auf das vor, was kommen sollte.“

Man fragt sich sofort: Ist diese Interpretation nicht sehr anmaßend? Und: Was sollte denn kommen? Nun, unter anderem sollte angeblich der „treue und verständige Sklave“ im Jahre 1919 von Jesus eingesetzt werden, so lehren es Jehovas Zeugen. Aber das wurde nicht immer so gesagt. Viele Jahre hatte man besagten Charles T. Russell, ihren Gründer, für den „treuen und verständigen Sklaven“ gehalten. Da aber die Mehrheit, wenn nicht sogar alle seine Sonderlehren einen groben Mangel an Verständigkeit erkennen lassen und heute nicht mehr von Jehovas Zeugen vertreten werden, wird mit dieser neuzeitlichen Auslegung von Maleachi 3:1 sein jahrelang geltender Status umgedeutet; er wurde vom „Sklaven“ zu einem Boten.

Diese Vorgehensweise ist typisch für Jehovas Zeugen; sie benutzen ihre Geschichte und stülpen sie Bibelstellen über, um sie für ihre Zwecke passend zu machen und zutreffend erscheinen zu lassen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Buch Die Offenbarung – ihr großartiger Höhepunkt ist nahe! (1988), das nach einiger Zeit seitenweise korrigiert werden musste und inzwischen gar nicht mehr aufgelegt wird. Vieles darin Gesagte erscheint an der Haaren herbeigezogen, ist albern und sogar manchen Zeugen inzwischen peinlich. Doch es wurde vom angeblichen  „Sklaven“ bereitgestellt. Auch die von Russell geschriebenen Werke (Schriftstudien) finden heute bei den Zeugen keine Beachtung mehr; so gut wie alles, was er als Sonderlehren vertrat, ist heute nicht mehr aktuell und wurde durch anderes ersetzt.

Nach dem Tod Russells wurde indes gelehrt, alle gesalbten Zeugen Jehovas, also Christen mit himmlischer Hoffnung, die noch am Leben seien, würden den besagten „Sklaven“ bilden. Es würde sich um eine Sklaven-Klasse handeln, die geistige „Speise“ austeilt und publiziert. Viele „Überrestglieder“ fragten sich allerdings, inwiefern das denn tatsächlich zuträfe, da sie ja nie vorab nach ihrer Meinung in Bezug auf neue Glaubensansichten oder zu veröffentlichenden Materials befragt worden waren. Danach wurde daher diese Definition vom Sklaven abermals revidiert: Nun bilden nicht mehr die gesalbten Überrestglieder, sondern nur noch die 7 führenden Männer der sogenannten Leitenden Körperschaft diesen „treuen und verständigen Sklaven“. Was sich nicht geändert hat, ist die Ansicht, Jesus sei kurz vor 1919 gekommen, um als „neu eingesetzter Regent … Gottes Volk auf der Erde [zu] inspizieren und [zu] reinigen (1. Pet. 4:17).“ (S. 14; Abs. 4). Jesus habe sich dann in jenem Jahr für diese angeblich geläuterte Glaubensgemeinschaft entschieden und den „Sklaven“ eingesetzt, der fortan als Kanal dienen solle.

Diese Sonderlehre ist ein gutes Beispiel dafür, wie Jehovas Zeugen mit Zirkelschlüssen arbeiten. Wer mit Zirkelschlüssen arbeitet, versucht, eine unbewiesene Behauptung durch eine andere, aber ebenso unbewiesene Behauptung zu untermauern. Diese müsste selbst erst gründlich auf ihre Gültigkeit untersucht werden, bevor sie als Stütze für eine andere Behauptung dienen dürfte.

Bleibt zu hoffen, dass die „Leitende Körperschaft“ der Zeugen Jehovas, der angebliche „Sklave“ gemäß Matthäus 24:45-47, endlich einmal Verständnis darüber erlangt, wer dieser „in Wirklichkeit“ ist – wen Jesus also wirklich und tatsächlich meinte.

ZUR FRAGE:

Wer ist nun eigentlich der „treue und verständige Sklave“ gemäß der Bibel? Handelt es sich hierbei um eine kleine elitäre Gruppe? Was lässt die Heilige Schrift selbst erkennen? Lasst uns das gründlich untersuchen:

(Matthäus 24:42-51) Wacht deshalb beharrlich, weil ihr nicht wißt, an welchem Tag euer Herr kommt. 43 Doch erkennt e i n e s , daß der Hausherr, wenn er gewußt hätte, in welcher Wache der Dieb kommen würde, wach geblieben wäre und nicht in sein Haus hätte einbrechen lassen. 44 Deswegen erweist auch ihr euch als solche, die bereit sind, denn zu einer Stunde, da ihr es nicht denkt, kommt der Menschensohn. 45 Wer ist in Wirklichkeit der treue und verständige Sklave, den sein Herr über seine Hausknechte gesetzt hat, um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben? 46 Glücklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei der Ankunft so tuend findet. 47 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über seine ganze Habe setzen. 48 Wenn aber jener übelgesinnte Sklave je in seinem Herzen sagen sollte: ‚Mein Herr bleibt noch aus‘ 49 und anfangen sollte, seine Mitsklaven zu schlagen, und mit den Gewohnheitstrinkern essen und trinken sollte, 50 wird der Herr jenes Sklaven an einem Tag kommen, an dem er es nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht kennt, 51 und wird ihn mit der größten Strenge bestrafen und wird ihm sein Teil mit den Heuchlern zuweisen. Dort wird [sein] Weinen und [sein] Zähneknirschen sein.

Beachte: Hier spricht Jesus in erster Linie mit „ihr“ seine Apostel („Gesandten“) an und bereitet sie auf ihre zukünftige Verantwortung vor. Im 1. Jahrhundert erwiesen sie sich zweifellos als treu und verständig.

Übrigens: Jahrzehntelang dachte die Führung der Zeugen Jehovas, sie sei als der angeblich von Jesus eingesetzte „Sklave“ bereits über Christi „ganze Habe“ gesetzt worden – obwohl der Text dies eindeutig mit seinem künftigen Kommen in Verbindung bringt; das lässt eindeutig auf Unverstän-digkeit schließen. Erst in jüngster Zeit wurde diese falsche Ansicht revidiert (w13 15.7. S. 25 Abs. 18). 

(Apostelgeschichte 6:2-4) Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zu sich und sprachen: „Es gefällt uns nicht, daß wir das Wort Gottes zurückstellen, um [Speise] an Tische auszuteilen. 3 Darum, Brüder, sucht euch aus eurer Mitte sieben Männer aus, die ein [gutes] Zeugnis haben und mit Geist und Weisheit erfüllt sind, damit wir sie über dieses notwendige Geschäft setzen können; 4 wir aber werden uns dem Gebet und dem Dienst am Wort widmen.“

(Apostelgeschichte 2:42) Und sie widmeten sich weiterhin der Lehre der Apostel und dem Anteilhaben [miteinander], dem Einnehmen von Mahlzeiten und den Gebeten.

(Apostelgeschichte 4:33) Auch fuhren die Apostel mit großer Kraft fort, das Zeugnis von der Auferstehung des Herrn Jesus auszurichten; und unverdiente Güte ruhte in hohem Maße auf ihnen allen. 

(1. Timotheus 2:7) Für dieses Zeugnis wurde ich zum Prediger und Apostel eingesetzt — ich rede die Wahrheit, ich lüge nicht —, zum Lehrer der Nationen in bezug auf Glauben und Wahrheit. 

(Galater 1:16) seinen Sohn in Verbindung mit mir zu offenbaren, damit ich den Nationen die gute Botschaft über ihn verkündige, ging ich nicht sogleich mit Fleisch und Blut zu Rate.

(Galater 2:2) Ich begab mich aber zufolge einer Offenbarung hinauf. Und ich legte ihnen die gute Botschaft vor, die ich unter den Nationen predige, jedoch den hervorragenden Männern persönlich, damit ich nicht etwa vergeblich laufe oder gelaufen wäre.

(Galater 2:8, 9) denn der, welcher Petrus Kraft gab, wie sie für ein Apostelamt für die Beschnittenen notwendig ist, gab auch mir Kraft für die von den Nationen; 9 ja, als sie die unverdiente Güte kennenlernten, die mir verliehen worden war, gaben Jakobus und Kẹphas und Johạnnes, diejenigen, die Säulen zu sein schienen, mir und Bạrnabas die rechte Hand der Mitteilhaberschaft, damit wir zu den Nationen gehen sollten, sie aber zu den Beschnittenen. 

(Epheser 3:5) In anderen Generationen wurde dieses [Geheimnis] den Söhnen der Menschen nicht so bekanntgemacht, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch [den] Geist geoffenbart worden ist,

(Apostelgeschichte 1:8) aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet Zeugen von mir sein sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judạ̈a und Samạria und bis zum entferntesten Teil der Erde.“

Beachte: Die Apostel kamen Jesu Auftrag gewissenhaft nach und unternahmen mit ihren Begleitern weite Reisen, um das Evangelium weiterzutragen. Und sie schrieben Bibelbücher. 

(1. Petrus 1:1, 2) Petrus, ein Apostel Jesu Christi, an die zeitweilig Ansässigen, die zerstreut sind in Pọntus, Galạtien, Kappadọzien, Asien und Bithỵnien, an die Auserwählten 2 nach dem Vorherwissen Gottes, des Vaters, mit [der] Heiligung durch den Geist zum Zwecke ihres Gehorsams und ihrer Besprengung mit dem Blut Jesu Christi: Unverdiente Güte und Frieden sei euch gemehrt.

(Epheser 2:20-22) und ihr seid auf der Grundlage der Apostel und Propheten aufgebaut worden, wobei Christus Jesus selbst der Grundeckstein ist. 21 In Gemeinschaft mit ihm wächst der ganze Bau, harmonisch zusammengefügt, zu einem heiligen Tempel für Jehova. 22 In Gemeinschaft mit ihm werdet auch ihr zusammen zu einer Stätte aufgebaut, die Gott durch den Geist bewohnen wird.

Beachte: Weitere Autoritäten und eine Weitergabe des Apostelamtes waren für die Christenversammlung nicht vorgesehen.

(1. Thessalonicher 5:12, 13) Wir bitten euch nun, Brüder, die zu respektieren, die unter euch hart arbeiten und die euch vorstehen im Herrn und euch ernstlich ermahnen, 13 und ihnen um ihres Werkes willen über die Maßen Achtung zu zollen in Liebe. Seid friedsam miteinander.

Beachte:  Alle Christen sind wie Brüder – auch die älteren Männer der Gemeinden; sie hatten nicht eine Position inne, sondern dienten aufgrund ihrer geistlichen Befähigung. Diese Dienenden wurden „um ihres Werkes willens“ geachtet, nicht aufgrund eines Amtes.

(1. Petrus 5:1-3) Daher gebe ich den älteren Männern unter euch diese Ermahnung, denn auch ich bin ein älterer Mann wie sie und ein Zeuge der Leiden des Christus, ja ein Teilhaber an der Herrlichkeit, die geoffenbart werden soll: 2 Hütet die Herde Gottes, [die] in eurer Obhut [ist], nicht aus Zwang, sondern freiwillig; auch nicht aus Liebe zu unehrlichem Gewinn, sondern voll Eifer; 3 auch nicht als solche, die über die herrschen, die Gottes Erbe sind, sondern indem ihr Vorbilder für die Herde werdet.

(2. Timotheus 2:2) und die Dinge, die du von mir mit der Unterstützung vieler Zeugen gehört hast, diese Dinge vertraue treuen Menschen an, die ihrerseits hinreichend befähigt sein werden, andere zu lehren.

(2. Timotheus 3:10) Du aber bist meiner Lehre genau gefolgt, meinem Lebenswandel, meinem Vorsatz, meinem Glauben, meiner Langmut, meiner Liebe, meinem Ausharren,

Beachte: Die Apostel gaben die Lehre weiter an andere Christen und starben schließlich. Aber diese befähigten, treuen Christen lehrten wiederum andere, sodass auch unter diesen Belehrten solche waren, die mit der Zeit ausgerüstet und in der Lage waren, die christlich-apostolische Lehre erneut an andere weiterzugeben. Dies sollte so lange erfolgen, bis Jesus käme. 

(Matthäus 28:19, 20) Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

(Apostelgeschichte 20:19, 20) indem ich als ein Sklave für den Herrn mit der größten Demut und unter Tränen und Prüfungen diente, die mir zufolge der Anschläge der Juden widerfuhren; 20 wobei ich mich nicht davon zurückhielt, euch alles, was nützlich war, kundzutun und euch öffentlich und von Haus zu Haus [wörtlich: „in den Häusern“] zu lehren. 

(Apostelgeschichte 20:27, 28) denn ich habe nicht zurückgehalten, euch den ganzen Rat Gottes mitzuteilen. 28 Gebt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher euch der heilige Geist zu Aufsehern ernannt hat, um die Versammlung Gottes zu hüten, die er mit dem Blut seines eigenen [Sohnes] erkauft hat. 

(Lukas 19:11-27) Während sie diesen Dingen lauschten, redete er außerdem in einem Gleichnis, weil er nahe bei Jerusalem war und sie meinten, das Königreich Gottes werde sich augenblicklich zeigen. 12 Daher sprach er: „Ein gewisser Mensch von vornehmer Geburt reiste in ein fernes Land, um Königsmacht für sich zu erlangen und zurückzukehren. 13 Er rief zehn seiner Sklaven und gab ihnen zehn Minen und sprach zu ihnen: ‚Macht Geschäfte [damit], bis ich komme.‘ 14 Seine Bürger aber haßten ihn und sandten eine Gesandtschaft hinter ihm her, die sagen sollte: ‚Wir wollen nicht, daß dieser über uns König wird.‘ 15 Als er schließlich zurückkam, nachdem er die Königsmacht erlangt hatte, gebot er, daß jene Sklaven, denen er das Silbergeld gegeben hatte, zu ihm gerufen würden, um festzustellen, was sie durch ihre geschäftliche Tätigkeit gewonnen hätten. 16 Da trat der erste herzu und sprach: ‚Herr, deine Mine hat zehn Minen gewonnen.‘ 17 Somit sagte er zu ihm: ‚Wohlgetan, guter Sklave! Weil du dich in einer sehr kleinen Sache als treu erwiesen hast, so habe Gewalt über zehn Städte.‘ 18 Dann kam der zweite und sprach: ‚Herr, deine Mine hat fünf Minen eingetragen.‘ 19 Zu diesem sprach er ebenfalls: ‚Auch du sollst über fünf Städte gesetzt sein.‘ 20 Aber ein anderer kam und sagte: ‚Herr, hier ist deine Mine, die ich in einem Tuch aufbewahrt hielt. 21 Du siehst, ich fürchtete dich, weil du ein strenger Mensch bist; du hebst ab, was du nicht hinterlegt, und du erntest, was du nicht gesät hast.‘ 22 Er sprach zu ihm: ‚Aus deinem eigenen Mund richte ich dich, böser Sklave. Du wußtest also, daß ich ein strenger Mensch bin und das abhebe, was ich nicht hinterlegt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe? 23 Warum hast du denn mein Silbergeld nicht auf die Bank gebracht? Dann hätte ich es bei meiner Ankunft mit Zins eingezogen.‘ 24 Darauf sagte er zu den Dabeistehenden: ‚Nehmt ihm die Mine weg, und gebt sie dem, der die zehn Minen hat.‘ 25 Sie aber sprachen zu ihm: ‚Herr, er hat zehn Minen!‘ — 26 ‚Ich sage euch: Jedem, der hat, wird mehr gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird selbst das, was er hat, weggenommen werden. 27 Im übrigen, diese meine Feinde, die nicht wollten, daß ich König über sie werde: Bringt sie her, und schlachtet sie vor mir.‘ “

Beachte: In diesem Gleichnis ist sogar von „zehn seiner Sklaven“ die Rede. Der „gewisse Mensch“ (Jesus) hatte also mehr als zehn Sklaven. Einer wird von ihm als böse beurteilt. Dieses Gleichnis macht klar, dass auch das Gleichnis gemäß Matthäus 24:45-51 letztlich an alle Nachfolger Jesu gerichtet ist.

(Matthäus 25:14-30) Denn es ist so, wie wenn ein Mensch, der im Begriff stand, außer Landes zu reisen, seine eigenen Sklaven zu sich rief und ihnen seine Habe übergab. 15 Und dem einen gab er fünf Talente, einem anderen zwei, noch einem anderen eines, einem jeden nach seiner eigenen Fähigkeit, und er ging außer Landes. 16 Sogleich ging der, der die fünf Talente empfangen hatte, hin und machte Geschäfte damit und gewann fünf weitere.   17  Desgleichen gewann der, der die zwei empfangen hatte, zwei weitere. 18 Der aber, der nur eines empfangen hatte, ging hin und grub in die Erde und verbarg das Silbergeld seines Herrn. 19 Nach langer Zeit kam der Herr jener Sklaven und rechnete mit ihnen ab. 20 Da trat der herzu, der fünf Talente empfangen hatte, und brachte fünf weitere Talente und sprach: ‚Herr, du hast mir fünf Talente übergeben; siehe, ich habe fünf weitere Talente gewonnen.‘ 21 Sein Herr sagte zu ihm: ‚Wohlgetan, [du] guter und treuer Sklave! Du warst über weniges treu. Ich will dich über vieles setzen. Geh ein in die Freude deines Herrn.‘ 22 Als nächster trat der herzu, der die zwei Talente empfangen hatte, und sprach: ‚Herr, du hast mir zwei Talente übergeben; siehe, ich habe zwei weitere Talente gewonnen.‘ 23 Sein Herr sagte zu ihm: ‚Wohlgetan, [du] guter und treuer Sklave! Du warst über weniges treu. Ich will dich über vieles setzen. Geh ein in die Freude deines Herrn.‘ 24 Schließlich trat der herzu, der das eine Talent empfangen hatte, und sagte: ‚Herr, ich wußte, daß du ein strenger Mann bist und erntest, wo du nicht gesät, und sammelst, wo du nicht geworfelt hast. 25 Da fürchtete ich mich und ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Hier hast du das Deine.‘ 26 In Erwiderung sprach sein Herr zu ihm: ‚[Du] böser und träger Sklave! Du wußtest also, daß ich erntete, wo ich nicht säte, und sammelte, wo ich nicht worfelte? 27 Nun, so hättest du mein Silbergeld bei den Bankleuten anlegen sollen, und bei meiner Ankunft hätte ich das Meine mit Zins erhalten. 28 Deshalb nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat. 29 Denn jedem, der hat, wird mehr gegeben werden, und er wird in Fülle haben; dem aber, der nicht hat, wird selbst das, was er hat, weggenommen werden. 30 Und den unnützen Sklaven werft hinaus in die Finsternis draußen. Dort wird [sein] Weinen und [sein] Zähneknirschen sein.‘

Beachte: In erweitertem Sinne sollte jeder Nachfolger Jesu erkennen, dass er ein Sklave Jesu ist. Manch einer, der Jesus als Messias oder als den Christus anerkennt, ist sich nicht bewusst, dass Christus auch sein Herr ist. Echte Christen sind Sklaven Christi geworden; er darf uns als socher etwas sagen und gebieten. Es ist nicht damit getan, einfach als „Sklaven Christi“ auf seine Wiederkehr zu warten, sondern die Zeit bis dahin soll sinnvoll, ganz in seinem Sinne, genutzt werden. Nicht alle Christen haben dieselben Fähigkeiten; doch Christus hat für jeden seine Aufgabe; und man kann und sollte darin wachsen. 

(Epheser 6:6) nicht mit Augendienerei als Menschengefällige, sondern als Sklaven Christi, die den Willen Gottes mit ganzer Seele tun.

(Römer 14:18, 19) Denn wer in dieser Hinsicht als Sklave Christi dient, ist für Gott annehmbar und bei Menschen bewährt. 19 So laßt uns denn den Dingen nachjagen, die dem Frieden dienen, und den Dingen, die zur gegenseitigen Erbauung [gereichen].

(Kolosser 4:12) Es grüßt euch Ẹpaphras, der aus eurer Mitte ist, ein Sklave Christi Jesu, der allezeit in [seinen] Gebeten um euch ringt, damit ihr schließlich in Vollständigkeit und mit fester Überzeugung im ganzen Willen Gottes dasteht. 

(Kolosser 4:17) Ferner sagt dem Archịppus: „Wache beständig über den Dienst, den du im Herrn angenommen hast, um ihn zu erfüllen.“

(Hebräer 5:11-14) Über ihn haben wir viel zu sagen, und es ist schwer zu erklären, da ihr am Gehör stumpf geworden seid. 12 Denn in der Tat, obwohl ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, benötigt ihr wieder jemand, der euch von Anfang an die elementaren Dinge der heiligen Aussprüche Gottes lehrt; und ihr seid solche geworden, die Milch benötigen, nicht feste Speise. 13 Denn jeder, der Milch zu sich nimmt, ist unbewandert im Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmündiger. 14 Die feste Speise aber gehört reifen Menschen, denen, die ihr Wahrnehmungsvermögen durch Gebrauch geübt haben zur Unterscheidung [zwischen] Recht und Unrecht. 

(Markus 13:33-37) Haltet ständig Ausschau, bleibt wach, denn ihr wißt nicht, wann die bestimmte Zeit da ist. 34 Es ist wie ein Mensch, der, als er außer Landes reiste, sein Haus verließ und seinen Sklaven Vollmacht gab, einem jeden seine Arbeit, und dem Türhüter gebot, wachsam zu sein. 35 Wacht also beharrlich, denn ihr wißt nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob spät am Tag oder um Mitternacht oder beim Hahnenschrei oder frühmorgens, 36 damit er euch, wenn er plötzlich eintrifft, nicht schlafend finde. 37 Was ich aber euch sage, sage ich allen: Wacht beständig.“

(Lukas 12:40-48) Haltet auch ihr euch bereit, denn zu einer Stunde, da ihr es nicht für wahrscheinlich haltet, kommt der Menschensohn.“ 41 Dann sagte Petrus: „Herr, sagst du dieses Gleichnis für uns oder auch für alle?“ 42 Und der Herr sprach: „Wer ist in Wirklichkeit der treue Verwalter, der verständige, den sein Herr über seine Dienerschaft setzen wird, um ihnen fortwährend ihr Maß an Speisevorrat zur rechten Zeit zu geben? 43 Glücklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei der Ankunft so tuend findet. 44 Ich sage euch in Wahrheit: Er wird ihn über seine ganze Habe setzen. 45 Wenn aber jener Sklave in seinem Herzen je sagen sollte: ‚Mein Herr verzögert sein Kommen‘ und anfangen sollte, die Knechte und die Mägde zu schlagen und zu essen und zu trinken und trunken zu werden, 46 so wird der Herr dieses Sklaven an einem Tag kommen, an dem er [ihn] nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht kennt, und er wird ihn mit der größten Strenge bestrafen und ihm ein Teil mit den Untreuen zuweisen. 47 Dann wird jener Sklave, der den Willen seines Herrn verstand, sich aber nicht bereit machte noch nach dessen Willen handelte, viele Schläge erhalten. 48 Derjenige aber, der [ihn] nicht verstand und so Dinge tat, die Schläge verdienten, wird wenige erhalten. In der Tat, von jedem, dem viel gegeben wurde, wird viel verlangt werden; und wen man über vieles setzt, von dem wird man mehr als das Übliche verlangen.

(1. Korinther 4:1, 2) Somit schätze uns ein Mensch als Untergebene Christi und Verwalter heiliger Geheimnisse Gottes ein. 2 Außerdem sucht man in diesem Fall bei Verwaltern, daß einer als treu befunden werde.

(Titus 1:7) Denn als Gottes Verwalter muß ein Aufseher frei von Anklage sein, nicht eigenwillig, nicht zornmütig, kein lärmender Trinker, kein Schläger, nicht auf unehrlichen Gewinn erpicht,

(Titus 1:9) am zuverlässigen Wort festhaltend, was seine [Kunst] des Lehrens betrifft, damit er imstande sei, durch die gesunde Lehre sowohl zu ermahnen als auch die Widersprechenden zurechtzuweisen.

(1. Petrus 4:10, 11) In dem Verhältnis, wie jeder eine Gabe empfangen hat, gebraucht sie, indem ihr einander als vortreffliche Verwalter der unverdienten Güte Gottes dient, die auf mannigfaltige Weise zum Ausdruck kommt. 11 Wenn jemand redet, [so rede er,] als wären es [die] heiligen Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, [so diene er] als von der Kraft abhängig, die Gott darreicht, damit in allen Dingen Gott verherrlicht werde durch Jesus Christus. Sein ist die Herrlichkeit und die Macht für immer und ewig. Amen.

Beachte: Diese Texte zeigen, dass manche Christen eine spezielle Gabe haben, z.B. eine herausragende Lehrfähigkeit, und sie treten daher auf diesem Gebiet etwas mehr als andere hervor. Bei anderen Christen liegt die Stärke, die Gott ihnen gewährt, vielleicht auf einem anderen Gebiet.

(Daniel 12:4) Und was dich betrifft, o Daniel, halte die Worte geheim, und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden umherstreifen, und die [wahre] Erkenntnis wird überströmend werden.“

Beachte: Kein Einzelner und auch keine „Leitende Körperschaft“ hat jedoch die Weisheit für sich alleine gepachtet.

(Römer 2:19-21) und du bist überzeugt, daß du ein Leiter der Blinden bist, ein Licht für die, die in Finsternis sind, 20 ein Zurechtweiser der Unvernünftigen, ein Lehrer von Unmündigen, der den Rahmenbau der Erkenntnis und der Wahrheit im GESETZ hat — 21 du aber, der du einen anderen lehrst, lehrst dich selbst nicht? Du, der du predigst: „Stiehl nicht“, stiehlst du?

(1. Korinther 12:19-27) Wenn sie alle e i n Glied wären, wo wäre der Leib? 20 Nun aber sind sie viele Glieder, doch e i n Leib. 21 Das Auge kann nicht zur Hand sagen: „Ich benötige dich nicht“ oder wiederum das Haupt [nicht] zu den Füßen: „Ich benötige euch nicht.“ 22 Vielmehr aber sind die Glieder des Leibes, die schwächer zu sein scheinen, notwendig; 23 und die Körperteile, die wir für weniger ehrbar halten, diese umgeben wir mit reichlicherer Ehre, und so haben unsere unansehnlichen Teile um so reichlichere Wohlanständigkeit, 24 während unsere wohlanständigen Teile nichts benötigen. Dennoch hat Gott den Leib so zusammengefügt, daß er dem Teil, der einen Mangel hatte, reichlichere Ehre verlieh, 25 damit keine Spaltung im Leib sei, sondern daß dessen Glieder dieselbe Sorge füreinander tragen sollten. 26 Und wenn e i n Glied leidet, leiden alle anderen Glieder mit; oder wenn einem Glied Herrlichkeit zuteil wird, freuen sich alle anderen Glieder mit. 27 Ihr nun seid Christi Leib und als einzelne Glieder.

(Epheser 4:11-16) Und er gab einige als Apostel, einige als Propheten, einige als Evangeliumsverkündiger, einige als Hirten und Lehrer, 12 im Hinblick auf das Zurechtbringen der Heiligen, für das Dienstwerk, für die Erbauung des Leibes des Christus, 13 bis wir alle zur Einheit im Glauben und in der genauen Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollerwachsenen Mann, zum Maße des Wuchses, der zur Fülle des Christus gehört; 14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, die wie von Wellen umhergeworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden durch das Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum; 15 sondern die Wahrheit redend, laßt uns in allen Dingen durch Liebe in den hineinwachsen, der das Haupt ist, Christus. 16 Von ihm aus bewirkt der ganze Leib, harmonisch zusammengefügt und durch jedes Gelenk, welches gibt, was nötig ist, zum Zusammenwirken veranlaßt, gemäß der Funktion jedes einzelnen Gliedes in gebührendem Maß, das Wachstum des Leibes zu dessen Erbauung in Liebe.

Beachte: Wahre Christen kümmern sich auf mannigfaltige Weise um andere Christen.

(Prediger 8:9) All das habe ich gesehen, und mein Herz richtete sich auf jede Arbeit, die unter der Sonne getan worden ist [während] der Zeit, da der Mensch über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht hat.

Beachte: Dabei könnte man auch an  den „Governing Body“ (den herrschenden Körper) denken, die Leitende Körperschaft. Aber ein kopflos herrschender Körper kann kaum etwas Gutes bewirken. Sieht man bei Jehovas Zeugen genau hin, ist Jesus – das „Haupt“ – seiner Funktion beraubt worden.

(Matthäus 23:8) Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn e i n e r ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid.

(Matthäus 23:10) Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn e i n e r ist euer Führer, der Christus.

(Jakobus 3:13) Wer ist weise und verständig unter euch? Er zeige aus seinem vortrefflichen Wandel seine Werke mit einer Sanftmut, die zur Weisheit gehört.

(Apostelgeschichte 20:28-30) Gebt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher euch der heilige Geist zu Aufsehern ernannt hat, um die Versammlung Gottes zu hüten, die er mit dem Blut seines eigenen [Sohnes] erkauft hat. 29 Ich weiß, daß nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, 30 und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden, um die Jünger hinter sich her wegzuziehen. 

Beachte: Statt bescheiden Christus, unseren Herrn und Mittler, in den Mittelpunkt zu stellen, fördert die Leitende Körperschaft einen ausgeprägten Kult um sich als den „treuen und verständigen Sklaven“; er schreckt auch nicht davor zurück, zahlreiche Sonder- und Irrlehren zu propagieren. Es wird von allen Zeugen Jehovas mit Bestimmtheit erwartet, diese zu akzeptieren.

(Galater 2:4, 5) Doch wegen der falschen Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten — 5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

(Galater 5:1) Für eine solche Freiheit hat Christus uns frei gemacht. Darum steht fest, und laßt euch nicht wieder in ein Joch der Sklaverei spannen.

Beachte: In diesen Stellen spricht der Apostel Paulus von der christlichen „Freiheit“. Er macht Christen in seinen Briefen aber auch wiederholt bewusst, dass sie Sklaven Christi geworden sind. Somit können sie nicht noch Sklaven eines weiteren Möchte-gern-Herrn werden.

(2. Thessalonicher 2:3-12) Laßt euch in keiner Weise von irgend jemandem verführen, denn er wird nicht kommen, es sei denn, der Abfall komme zuerst und der Mensch der Gesetzlosigkeit, der Sohn der Vernichtung, werde geoffenbart. 4 Er widersetzt sich und erhebt sich über jeden, der „Gott“ oder ein Gegenstand der Verehrung genannt wird, so daß er sich in den Tempel DES GOTTES niedersetzt und sich öffentlich darstellt, daß er ein Gott sei. 5 Erinnert ihr euch nicht, daß ich euch diese Dinge wiederholt sagte, als ich noch bei euch war? 6 Und so kennt ihr jetzt das, was als ein Hemmnis wirkt, im Hinblick darauf, daß er zu seiner eigenen bestimmten Zeit geoffenbart wird. 7 Allerdings ist das Geheimnis dieser Gesetzlosigkeit bereits am Werk, doch nur bis der, der gerade jetzt hemmend wirkt, aus dem Weg geräumt wird. 8 Dann allerdings wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Geist seines Mundes und zunichte machen wird durch das Offenbarwerden seiner Gegenwart. 9 Doch ist die Gegenwart des Gesetzlosen gemäß der Wirksamkeit des Satans mit jeder Machttat und mit lügenhaften Zeichen und Wundern 10 und mit jedem Trug der Ungerechtigkeit für die, die zur Vergeltung dafür zugrunde gehen, daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, damit sie gerettet würden. 11 Und darum läßt Gott ihnen eine Wirksamkeit des Irrtums zugehen, damit sie der Lüge glauben, 12 so daß sie alle gerichtet werden, weil sie der Wahrheit nicht glaubten, sondern an Ungerechtigkeit Gefallen hatten.

(2. Korinther 11:13-15) Denn solche Menschen sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. 14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. 15 Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.

(Matthäus 7:15) Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe.

(Matthäus 24:24, 25) Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, selbst die Auserwählten irrezuführen. 25 Siehe! Ich habe euch im voraus gewarnt.

(1. Johannes 4:1) Geliebte, glaubt nicht jeder inspirierten Äußerung, sondern prüft die inspirierten Äußerungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen, weil viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen sind.

Beachte: Die Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas ist oft genug als Betrüger und falscher Prophet entlarvt worden. Was gilt es daher zu beherzigen?

(1. Thessalonicher 5:21) Vergewissert euch aller Dinge; haltet an dem fest, was vortrefflich ist.

(2. Korinther 13:5) Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder. Oder erkennt ihr nicht an, daß Jesus Christus in Gemeinschaft mit euch ist? Es sei denn, daß ihr unbewährt seid.

(Johannes 6:45) Es steht in den PROPHETEN geschrieben: ‚Und sie werden alle von Jehova belehrt sein.‘ Jeder, der vom Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir.

(Johannes 6:68) Sịmon Petrus antwortete ihm: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens;

(Johannes 10:4, 5) Wenn er die Seinen alle hinausgelassen hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. 5 Einem Fremden werden sie keineswegs folgen, sondern werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme von Fremden nicht kennen.“

(Johannes 14:6) Jesus sprach zu ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.

(Hebräer 3:5, 6) Und Moses war in SEINEM ganzen Hause als Dienender treu, zu einem Zeugnis der Dinge, von denen danach geredet werden sollte, 6 Christus aber [war] als ein Sohn über SEIN Haus [treu]. Wir sind SEIN Haus, wenn wir an unserem Freimut der Rede und unserem Rühmen der Hoffnung bis zum Ende standhaft festhalten.

(Matthäus 12:18) „Siehe! Mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen gefunden hat! Ich will meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Nationen das Recht erklären.

(Apostelgeschichte 3:26) Gott sandte seinen Knecht, nachdem er ihn erweckt hatte, zuerst zu euch, um euch zu segnen, indem er einen jeden von euch von euren bösen Taten abwendet.“

Beachte: Wie die letzten vorhergehenden Texte zeigen, erwies sich selbst Jesus als ein „treuer und verständiger Sklave“ oder „Knecht“, als er seinen von Gott erhaltenen Auftrag ausführte. Natürlich kann er nicht der „Sklave“ in seinem Gleichnis gemäß Matthäus 24:45-47 sein, denn er nimmt dort schon die Rolle als der „Herr“ ein; auch seine Wiederkunft wird darin erwähnt. Aber er gab allen seinen Nachfolgern durch das, was und auch wie er lehrte, ein gutes Beispiel, sich selbst als treu und verständig zu erweisen, indem sie nun anderen geistlich dienen und Christi Lehre weitergeben.

(Johannes 17:17-23) Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit. 18 Ebenso, wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. 19 Und ich heilige mich zu ihren Gunsten, damit auch sie durch [die] Wahrheit geheiligt seien. 20 Ich bitte nicht nur in bezug auf diese, sondern auch in bezug auf diejenigen, die durch ihr Wort an mich glauben, 21 damit sie alle eins seien, so wie du, Vater, in Gemeinschaft bist mit mir und ich in Gemeinschaft bin mit dir, daß auch sie in Gemeinschaft mit uns seien, damit die Welt glaube, daß du mich ausgesandt hast. 22 Auch habe ich ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, so wie wir eins sind, 23 ich in Gemeinschaft mit ihnen und du in Gemeinschaft mit mir, damit sie vollkommen eins gemacht werden, auf daß die Welt Kenntnis davon habe, daß du mich ausgesandt und daß du sie geliebt hast, so wie du mich geliebt hast.

(1. Timotheus 4:6) Wenn du den Brüdern diese Ratschläge erteilst, wirst du ein vortrefflicher Diener Christi Jesu sein, genährt mit den Worten des Glaubens und der vortrefflichen Lehre, der du genau gefolgt bist.

(2. Timotheus 2:15) Tu dein Äußerstes, dich selbst Gott als bewährt darzustellen, als ein Arbeiter, der sich wegen nichts zu schämen hat, der das Wort der Wahrheit recht handhabt.

(2. Timotheus 3:15-17) und da du von frühester Kindheit an die heiligen Schriften gekannt hast, die dich weise zu machen vermögen zur Rettung durch den Glauben in Verbindung mit Christus Jesus. 16 Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.

Beachte: Es ist eine große Verantwortung, Pflicht und gleichermaßen ein Genuss, die heiligen Schriften intensiv zu studieren und mit ihnen gut vertraut zu werden, um wahre Lehre vermitteln zu können. Sind Christen dabei völlig auf sich allein gestellt? Nein, denn Jesus versprach: 

(Johannes 14:16, 17) und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, damit er für immer bei euch sei: 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn weder sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch ist.

(Johannes 14:26) Der Helfer aber, der heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, dieser wird euch alle Dinge lehren und euch an alle Dinge erinnern, die ich euch gesagt habe.

(Johannes 16:13, 14) Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus eigenem Antrieb reden, sondern was er hört, wird er reden, und er wird euch die kommenden Dinge verkünden. 14 Jener wird mich verherrlichen, denn er wird von dem Meinigen empfangen und wird es euch verkünden. 

(1. Johannes 2:26, 27) Diese Dinge schreibe ich euch über die, die versuchen, euch irrezuführen. 27 Und was euch betrifft: Die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr benötigt niemand, der euch lehre; sondern wie euch die von ihm [kommende] Salbung über alle Dinge belehrt und wahr ist und keine Lüge ist, und so, wie sie euch belehrt hat, bleibt in Gemeinschaft mit ihm.

Beachte: Gott würde also unter der Führung Christi den heiligen Geist gebrauchen, um sein Volk anzuleiten. Dieser wäre Christi leitender Vertreter und nicht eine „Leitende Körperschaft“.

ZUSAMMENFASSUNG:

Das Gleichnis vom „treuen und verständigen Sklaven“ ist keine Prophezeiung im eigentlichen Sinne, sondern es wurde als Allegorie erzählt. Die „Leitende Körperschaft“ der Zeugen Jehovas mag sich als „treuer und verständiger Sklave“ sehen; sie sollte sich aber dann auch so benehmen. Doch die Wirklichkeit zeigt, dass sie ein Scharlatan ist, ja sie spielt sich sogar als „Herr“ auf. Sie hat sich den Platz Christi in seinem Haushalt angemaßt. Sie erweist sich nicht als „Sklave“, sondern lässt sich gern verherrlichen. Außerdem bevormundet, unterdrückt und „schlägt“ sie aufrichtige Christen in den Versammlungen, die nur treu ihre Aufgaben erfüllen wollen. Damit wird sie zum „bösen Sklaven“, von dem Jesus, der Herr, sprach.

Der „treue und verständige Sklave“ versinnbildlicht jeden reifen einzelnen Christen, der die christliche Lehre seines Herrn an andere (Christen) weitergibt oder darreicht, so wie jeder es benötigt – „zur rechten Zeit“. Jeder Christ hat Gaben und Fähigkeiten, die er zum Nutzen und zur Ermunterung anderer gebrauchen soll. Er darf in der Zeit des Wartens auf die Wiederkehr seines Herrn nicht träge werden und gar einschlafen. Jeder Christ wird durch das Gleichnis angespornt, seinen von Christus übertragenen Aufgaben eifrig nachzukommen und mit anderen Mitsklaven liebevoll umzugehen und geistig tätig zu bleiben (Gal. 5:6; Tit. 2:14). Bei Jesu Kommen wird sich das für seine Sklaven, die auch Gottes Sklaven sind, auszahlen (Offb. 11:18; 14:13; 22:12). Das ist auch Thema zahlreicher anderer von Jesus erzählter Gleichnisse und Inhalt der gesamten christlichen griechischen Schriften. Sei ein treuer und verständiger Sklave!

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33 Kommentare zu “Wer ist der „treue und verständige Sklave“ oder der „treue und kluge Knecht?“

  1. Rentier

    Ich habe eine Frage: Wenn man sich die Weltkarte heute ansieht, findet man moderne Demokratien vor allem in christlichen Ländern. Könnte die bewusste Förderung von pseudochristlichen, demokratiefeindlichen Kulten und Religionen (WTG, Islamismus usw.) das gleiche Ziel haben, nämlich die Abschaffung der Demokratie durch die Hintertür?

     

  2. Noomi an Lea

     
    Hallo Lea
     
    Wahrscheinlich ist es nur Zufall, dass es jetzt 7 Männer sind. Noch nicht einiger Zeit waren es noch 8, und vorher sogar mal 14. Ich denke sie haben den letzten verstorbenen einfach bis jetzt noch nicht ersetzt. Was mir im Vers 6:3 aufgefallen ist, dass die Männer gewählt wurden. Das war früher bei den Bibelforschern ebenso. Ich glaube Rutherford hat das abgeschafft.
     
     
     
    In der Albrecht Bibel habe ich folgenden Kommentar gefunden:
     
    Die Gemeinde soll 7 Männer, in denen wir die ersten 7 Diakone sehen,  w ä h l e n.  Denn die 7 Diakonen sollen die Stellvertreter der Gemeinde sein. Die Gemeinde der Gläubigen ist durch die Mitteilung der siebenfältigen Gabe des Heiligen Geistes (Jes. 11:1-3) das freie Eigentumsvolk des Herrn. Das Recht der  Freien zeigt sich aber aufs klarste in ihrem Wahlrecht: nur ein freies Volk wählt seine Vertreter. Weil jedoch die 7 Diakonen, obwohl sie Vertreter der Gemeinde sind, auch dem Herrn dienen sollen, deshalb will der Herr sie durch seine Bevollmächtigen die Apostel, bestellen. Darum wurden 7 Männer, als sie von der Gemeinde gewählt waren, von den Aposteln mit Gebet und Hand auflegen in ihr Amt eingesetzt. Die Siebenzahl der Diakonen  wurde in den ersten Jahrhunderten der Kirche noch ziemlich streng festgehalten. Erst später wurde diese Zahl überschritten. Während der Regierung des Kaisers Justinian (527-565) dienten an der Hauptkirche Konstantinopel 100 Diakonen.
    LG Noomi

     

  3. Lea

    Ich hätte eine kurze Frage zu Apostelgeschichte 6:2-4

    da steht ja was von sieben Männern. Kann man das auf die Lk beziehen und sagen sie halten sich ja daran und dementsprechend auch an die Bibel?

    1. Omma@Lea

      Liebe Lea,

      du scheinst noch in der "Findungsphase" zu sein. Ich möchte dir gerne helfen, eine Antwort auf deine Frage zu finden.

      Schlage doch bitte noch einmal Apostelgeschichte 6 auf.  Ich habe die "Neue Genfer Übersetzung" vor mir liegen. Ich finde dort die Überschrift:
      Entlastung der Apostel: Die Wahl von sieben Mitarbeitern
      In dem damaligen System gab es noch keine staatliche Unterstützung.  Normalerweise sorgten Familienmitglieder für die Bedürftigen, doch entzogen sich diesem damals auch die Versammlungen nicht, und sorgten für ihre bedürftigen Geschwister. Alles lastete aber auf den Schultern der Apostel, sie waren einfach überfordert, wie wir im Vers 1 sehen:

      Die Zahl der Jünger wuchs unaufhörlich. Allerdings wurden in dieser Zeit auch Klagen ´innerhalb der Gemeinde` laut, und zwar vonseiten der Jünger, die aus griechischsprachigen Ländern stammten. Sie waren der Meinung, dass ihre Witwen bei der täglichen Versorgung mit Lebensmitteln benachteiligt wurden, und beschwerten sich darüber bei den einheimischen Jüngern.

      Dann geschah das, was du in deiner Frage erwähnst, Verse 2-4:
      2 Da beriefen die Zwölf eine Versammlung aller Jünger ein und erklärten: »Es wäre nicht gut, wenn wir ´Apostel` uns persönlich um den Dienst der Verteilung der Lebensmittel kümmern müssten und darüber die Verkündigung von Gottes Botschaft vernachlässigen würden.
      3 Seht euch daher, liebe Geschwister, in eurer Mitte nach sieben Männern um, die einen guten Ruf haben, mit dem Heiligen Geist erfüllt sind und von Gott Weisheit und Einsicht bekommen haben. Ihnen wollen wir diese Aufgabe übertragen.
      4 Wir selbst aber werden uns weiterhin ganz auf das Gebet und den Dienst der Verkündigung des Evangeliums konzentrieren.«
      Diese 7 Männer sollten ab sofort die Apostel entlasten.  Das erinnert mich an die Begebenheit, in der Moses Rat von seinem Schwiegervater Jetro erhielt:

      2. Mose 18:13+14, 17-22   (Hoffnung für alle)
      13 Am nächsten Tag setzte Mose sich hin, um Streitigkeiten zu schlichten und Recht zu sprechen. Die Leute drängten sich um ihn vom Morgen bis zum Abend.
      14 Als Jitro sah, wie viel Mose zu tun hatte, sagte er: »Du hast so viel Arbeit mit den Leuten! Du sitzt den ganzen Tag da, um Streitfälle zu schlichten, und die Leute stehen um dich herum, vom Morgen bis zum Abend. Warum tust du das alles allein?«

      17 Sein Schwiegervater entgegnete: »So wie du es machst, ist es nicht gut!
      18 Die Aufgabe ist für dich allein viel zu groß. Du reibst dich nur auf, und auch die Leute sind überfordert.
      19 Hör zu! Ich gebe dir einen guten Rat, und Gott möge dir helfen: Du sollst das Volk vor Gott vertreten und ihre Streitfälle vor ihn bringen.
      20 Schärf ihnen Gottes Gebote und Weisungen ein, sag ihnen, wie sie ihr Leben führen und was sie tun sollen!
      21 Sieh dich aber zugleich in deinem Volk nach zuverlässigen Männern um. Sie müssen Ehrfurcht vor Gott haben, die Wahrheit lieben und unbestechlich sein. Übertrag ihnen die Verantwortung für jeweils tausend, hundert, fünfzig oder zehn Personen.
      22 Sie sollen die alltäglichen kleineren Streitigkeiten schlichten. Zu dir sollen sie nur mit den größeren Fällen kommen. So helfen sie dir, die Verantwortung zu tragen, und du wirst entlastet.

      Wie wir weiterlesen können, nahm Moses den guten Rat seines Schwiegervaters an. Und genauso handelten auch die Apostel, sie holten sich Hilfe.

      Mehr will uns dieser Bericht in der Apostelgeschichte nicht zeigen.

      Ganz liebe Grüße senden dir Omma und Oppa

       

  4. My Life

    Auf Wikipedia engl ist ein Hinweis auf eine Erkrankung von ct russell zu finden (Cystitis). Es handelt sich dabei um eine Urogenitalinfektion....Ich verstehe die Entscheidung von Maria Russell immer besser, sich von einem Mann mit so ekelhaften Krankheiten scheiden zu lassen. Ich kann mir schon vorstellen, wie man(n) zu so was kommt......

    1. Michaela

      .... @ My Life

      sorry, aber eine Cystitis ist eine überwiegend harmlose Blasenentzündung.....

      .. so wie eine Mandelentzündung, Magenentzündung, nur eben an der Blase..

      Du schreibst: " ich kann mir schon vorstellen, wie man zu sowas kommt" ... da hast Du leider etwas hineingedacht, was nicht zwingend ursächlich ist.  ...nix mit Geschlechtskrankheit o.ä. ...

      Bitte doch erst genau informieren, bevor hier solche Kommentare gemacht werden, die niemandem hilfreich sind.

      Klar, es gibt vieles, was unschönes, unbiblisches und falsches Verhalten über Russel  gesagt werden kann und auch stimmt.

      Aber wenn schon Aussagen, bitte doch keine Wichtigmache mit völlig falschem Wissen.

      Bitte mein Kommentar nicht persönlich nehmen, aber ich konnte nicht anders, Und den obigen Kommentar... das wollte ich doch unbedingt klar stellen.

      ansonsten.... ich lese täglich hier mit, habe vor einigen Wochen einiges über mich erzählt und bin seit meinem Ausstieg vor ca. einem Jahr so froh über diese Seite, die mich täglich aufbaut...... Danke an BI.

      Lieben Gruss

      Michaela

       

       
      👍

      1. Pablo

        Eine Cystitis kann verschiedene Ursachen haben. Bestimmte sexuelle Verhaltensweisen können dabei eine Rolle spielen. Ob die Diagnose „Cystitis“ im Jahr 1913 der Definition des Jahres 2017 entspricht, bezweifle ich aber.

      2. MyWay@Michaela

        During his final ministerial tour of the western and southwestern United States, he became increasingly ill with cystitis

        Dieses Zitat aus Wikipedia engl. spricht mit Sicherheit keineswegs von einer harmlosen Cystitis, sondern für einen fulminanten Krankheitsverlauf. Der Vorwurf des Halbwissens geht bei mir vollkommen ins Leere.

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