Kam Jesus 1914 als König wieder?

Fragt man Zeugen Jehovas, seit wann Jesus König ist, nennen sie das Jahr 1914. In ihrem Buch „Was lehrt die Bibel wirklich?“ wird auf Seite 85 behauptet: „Die Erfüllung biblischer Prophezeiungen zeigt, dass Christus 1914 König wurde und Gottes Königreich in jenem Jahr zu herrschen begann.“

Sagt das die Bibel aber wirklich? Erwähnt sie dieses Jahr? Musste Jesus trotz seiner Treue und seines Gehorsams bis in den Tod nach seiner Himmelfahrt wirklich so lange Geduld üben, um gekrönt zu werden? Welche Ansicht vertraten die ersten Christen, wann Christi Inthronisierung erfolgte? Gottes Wort gibt klare Antworten auf diese Fragen, die jeder Christ kennen sollte, um nicht ein Opfer von Irrlehrern zu werden.

Offenbarung 6:2: Und ich sah, und siehe, ein weißes Pferd; und der darauf saß, hatte einen Bogen; und es wurde ihm eine Krone gegeben, und er zog aus, siegend und um seinen Sieg zu vollenden“.

Beachte: Der Reiter (Jesus) auf dem weißen Pferd ist einer der sogenannten apokalyptischen Reiter. Ihm wurde „eine Krone gegeben“, was ihn als König für andere kenntlich macht. Sein Ritt symbolisiert die Verbreitung des Evangeliums von seiner Herrschaft. Gekrönt aber wurde er wohl nicht auf einem Pferd sitzend, sondern schon vorher. Die Szene dieser Vision folgt ja der Szene, wo Jesus, dargestellt als geschlachtetes Lamm, vor dem Thron Gottes erscheint (vgl. Da. 7:13, 14). Jesus wird gewährt, die Buchrolle zu nehmen und ihre sieben Siegel zu öffnen (Offb. 5:1-15). Gemäß Offenbarung 5:12 wird dann bezeichnenderweise ausgerufen: „Das Lamm, das geschlachtet wurde, ist würdig, die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Segen zu empfangen.“

Das alles geschah offensichtlich nicht erst im 20. Jahrhundert, sondern schon zu Lebzeiten des Apostels Johannes. Denn ihm enthüllte ja Jesus durch die Offenbarung den Inhalt der empfangenen Buchrolle.

Wann muss somit der Reiter auf dem weißen Pferd gekrönt worden sein, und wann begann sein Ritt? Schon im 1. Jahrhundert. Seinen Siegeszug der Verkündigung seines Reiches begann Jesus zu Pfingsten 33 u.Z, nachdem er „zur Rechten Gottes erhöht worden“ war. Jesus goss daraufhin auf seine Jünger den heiligen Geist aus, und sie begannen sogleich, „ein gründliches Zeugnis“ abzulegen (Apg. 2:33).

Das Ergebnis war, dass „dreitausend Seelen“ das „Wort von Herzen annahmen“ und getauft wurden (Apg. 2:41). Später wurden weitere „fünftausend“ Männer gläubig (Apg. 4:4). „Mehr als das, fortwährend wurden solche, die an den Herrn glaubten, hinzugetan, sowohl Mengen von Männern als auch von Frauen“ (Apg. 5:14). Es „wuchs das Wort Gottes weiterhin, und die Zahl der Jünger mehrte sich in Jerusalem fortgesetzt sehr, und eine große Menge Priester begann dem Glauben gehorsam zu sein“ (Apg. 6:7).

Ja, Jesus, der gekrönte Reiter auf dem weißen Pferd, war zweifellos schon damals unterwegs, „siegend und um seinen Sieg zu vollenden“ (Offb. 6:2). Noch im 1. Jahrhundert konnte Paulus sagen, dass die gute Botschaft „in der ganzen Welt“ gehört wurde und „in der ganzen Schöpfung, die unter den Himmeln ist, gepredigt worden“ war (Kol. 1:6, 23). Jesus „wurde gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt“ (1. Tim. 3:16). Ja, Jesus errang einen Sieg nach dem anderen (1. Joh. 5:4, 5).

Damals begannen auch die sogenannten „letzten Tagen“. Für Jehovas Zeugen beginnen die „letzten Tage“ allerdings ab dem Jahr 1914 zu zählen. Was sagt die Heiligen Schrift dazu?

Im Zusammenhang mit der Geistausgießung wandte der Apostel Petrus gemäß dem Bericht in Apostelgeschichte 2:16, 17 eine Prophezeiung Joels auf das 1. Jahrhundert an. In dieser Prophezeiung findet sich der Begriff „letzte Tage“. Auch Jesus verdeutlichte seinen Jüngern in seiner berühmten Rede über die Endzeit, dass diese bereits im 1. Jahrhundert beginnen würden. Er kündigte ihnen die weltweite Bekanntmachung des Evangeliums, aber auch Kriege, Hunger, Seuchen sowie Tod und Christenverfolgung – nochmals in der Offenbarung aufgegriffen und dargestellt durch die vier Reiter – für ihre Tage an (Matth. 24:6-9, 14.

Tatsächlich würden die ersten Christen von diesen Dingen „hören“ und manches selbst erleben (Matth. 24:6). Warum „hören“? Nun, weil all das schon wirklich in ihren Tagen „geschehen“ sollte, wie er sagte. Er nannte es direkt „Anfang der Bedrängniswehen“ und spricht somit vom Beginn der „letzten Tage“. Die ersten Christen lebten also bereits in den „letzten Tagen“ und empfanden dies auch so (Jud. 4, 17-19; Hebr. 1:1, 2; 1. Petr. 1:20; 2. Petr. 3:3, 4).

Letztlich ging das jüdische System tatsächlich zu Ende mit der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 u.Z. (Matth. 24:2, 15-22). Die Erfüllung einiger Voraussagen Jesu aus seiner Rede standen allerdings noch aus, was zeigt, dass für das globale weltliche System der Dinge der Abschluss noch nicht vollzogen war, die „letzten Tage“ also noch andauerten. Somit handelt die ganze Rede Jesu im Grunde von den „letzten Tagen“ in ihrer Gesamtheit – von ihrem Anfang bis zu ihrem Ende (Matth. 24:3, 29-42).

Halten wir fest: Die „letzten Tage“ begannen bereits im 1. Jahrhundert und nicht erst 1914, wie Jehovas Zeugen glauben. Somit war es 1919 nicht notwendig, dass Jesus eine „Leitende Körperschaft“ einsetzte, wie Jehovas Zeugen den sogenannten „treuen und verständigen Sklaven“ aus seiner Endzeitrede verkörpert sehen wollen und postulieren. (Näheres dazu im Thema 7: Wer ist der „treue und verständige Sklave“ oder der „treue und kluge Knecht?“).

Psalm 110:1 Der Ausspruch Jehovas an meinen Herrn ist: „Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege.“

Beachte: Dies wurde prophetisch durch König David in Bezug auf Jesus geäußert (Hebr. 1:13).

Daniel 7:13, 14 “Ich schaute weiter in den Visionen der Nacht, und siehe da, mit den Wolken des Himmels kam gerade einer wie ein Menschensohn; und er erlangte Zutritt zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn nahe heran, ja vor IHN. 14 Und ihm wurde Herrschaft und Würde und Königtum gegeben, damit die Völker, Völkerschaften und Sprachen alle ihm dienen sollten. Seine Herrschaft ist eine auf unabsehbare Zeit dauernde Herrschaft, die nicht vergehen wird, und sein Königreich eines, das nicht zugrunde gerichtet werden wird“.

Lukas 19:12 „Daher sprach er: „Ein gewisser Mensch von vornehmer Geburt reiste in ein fernes Land, um Königsmacht für sich zu erlangen und zurückzukehren“.

Beachte: Jesus, der „Mensch“ oder auch „Menschensohn“, „reiste“ nach seiner Auferstehung in den Himmel – „in ein fernes Land“ – und erlangte dort Königsmacht (vgl. Hebr. 4:14; 9:24).

Matthäus 26:64 Jesus sprach zu ihm: „Du selbst hast [es] gesagt. Doch ich sage euch: Von jetzt an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.“

Beachte: Jesu eigene Worte vor seinem Tod klingen nicht nach einer Wartezeit von nahezu 1900 Jahren bis zu seiner Einsetzung als König.

Apostelgeschichte 2:32-34 Diesen Jesus hat Gott zur Auferstehung gebracht, von welcher Tatsache wir alle Zeugen sind. 33 Da er nun zur Rechten Gottes erhöht worden ist und den verheißenen heiligen Geist vom Vater empfangen hat, hat er das ausgegossen, was ihr seht und hört. 34 Tatsächlich ist David nicht in die Himmel aufgefahren, sondern er sagt selbst: ‚Jehova sprach zu meinem Herrn: „Setze dich zu meiner Rechten“

Siehe auch Apostelgeschichte 7:55, 56, Epheser 1:20, 21,  Hebräer 1:3, Hebräer 10:12, 13, Hebräer 12:2, 1. Petrus 3:22,

Beachte: Jesus wird in all den vorangehenden Texten als bereits erhöht und zur Rechten Gottes sitzend beschrieben. Somit muss er schon im 1. Jahrhundert gekrönt worden sein.

Kolosser 1:13, 14: Er hat uns von der Gewalt der Finsternis befreit und uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt, 14 durch den wir unsere Befreiung durch Lösegeld haben, die Vergebung unserer Sünden“.

Beachte: Für die ersten Christen war Christus im Jahre 33 u.Z. gekrönt und somit als König eingesetzt worden. Dies war für sie so real, dass sie sich schon selbst als Teilhaber an Christi geistigem Reich sahen, denn sie waren der „Leib“ Christi und mit ihm sozusagen „auferweckt worden“.

  1. Korinther 15:27 Denn [Gott] „hat alle Dinge seinen Füßen unterworfen“. Wenn er aber sagt, daß ‘alle Dinge unterworfen worden sind’, ist offenkundig der ausgenommen, der ihm alle Dinge unterworfen hat“.

Beachte: Für die ersten Christen war es Fakt, dass Jesus gekrönt worden war. Aber nicht nur das …

Römer 8:34 „Wer ist es, der verurteilen wird? Christus Jesus ist der, der gestorben ist, ja vielmehr der, welcher von den Toten auferweckt worden ist, der zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt“.

(Hebräer 3:1) Demzufolge, heilige Brüder, Mitgenossen der himmlischen Berufung, betrachtet den Apostel und Hohenpriester, den wir bekennen — Jesus.

Hebräer 4:14, 15: Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, so laßt uns an [unserem] Bekenntnis [zu ihm] festhalten. 15 Denn als Hohenpriester haben wir nicht einen, der nicht mitfühlen kann mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem auf die Probe gestellt worden ist wie wir selbst, doch ohne Sünde“.

Beachte: Jesus ist König-Priester. Wenn er schon als Hoher Priester amtete, als diese Worte niedergeschrieben wurden, dann auch als König (Hebr. 5:10; 7:1, 11, 15-17).

  1. Timotheus 6:15: Dieses [Offenbarwerden] wird der glückliche und einzige Machthaber zu seinen eigenen bestimmten Zeiten zeigen, [er,] der König derer, die als Könige regieren, und Herr derer, die als Herren herrschen,

Philipper 2:9, 10: „Gerade aus diesem Grund hat Gott ihn auch zu einer übergeordneten Stellung erhöht und ihm gütigerweise den Namen gegeben, der über jedem [anderen] Namen ist, 10 so daß sich im Namen Jesu jedes Knie beuge, derer, die im Himmel, und derer, die auf der Erde, und derer, die unter dem Erdboden sind“

Apostelgeschichte 17:6, 7: „Als sie sie nicht fanden, schleppten sie Jạson und gewisse Brüder zu den Stadtvorstehern und schrien: „Diese, die die bewohnte Erde aufgewiegelt haben, sind auch hier anwesend, 7 und Jạson hat sie gastfreundlich aufgenommen. Und alle diese handeln gegen die Verordnungen Cäsars, indem sie sagen, ein anderer sei König, Jesus.“

Beachte: Schon kurze Zeit nach der Gründung der Christenversammlung waren die Christen überall dafür bekannt, dass sie Jesus als König verkündeten.

Offenbarung 11:15: Und der siebte Engel blies seine Trompete. Und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: „Das Königreich der Welt ist das Königreich unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird für immer und ewig als König regieren.“

Beachte: Wenn die letzte Trompete geblasen worden ist und die Brautklasse vollzählig im Himmel ist, beginnt Gottes Königreich – nun vollends regierungsfähig – über die ganze Erde zu regieren

(vgl. 1. Kor. 15:52; 1. Thes. 4:16; Offb. 20:4).

Kolosser 2:8-10: „Seht zu, daß nicht jemand da sei, der euch als Beute wegführe durch die Philoso-phie und leeren Trug gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den elementaren Dingen der Welt und nicht gemäß Christus; 9 denn in ihm wohnt die ganze Fülle der göttlichen Wesensart körperlich. 10 Und so seid ihr im Besitz einer Fülle durch ihn, der das Haupt aller Regierungsmacht und Gewalt ist.

Beachte: Die christlichen griechischen Schriften (Neues Testament) und daher auch die ersten Christen machen es kund: Christus hatte schon deutlich vor 1914 alle Regierungsmacht inne. Jeder, der die Irrlehre von Jehovas Zeugen bezüglich 1914 weiter vertritt, stellt sich somit auf die Seite von Betrügern.

ZUSAMMENFASSUNG:

Das Jahr 1914 wird in der Bibel nicht erwähnt; es kann nicht als das Jahr der Krönung Christi gelten. Die Berechnungsweise der Zeugen Jehovas, um auf dieses Jahr zu kommen, ist absurd. Das Jahr 1914 mit der Krönung Christi zu verbinden, dient ihnen nur dazu, um weitere unbiblische Sonderlehren zu stützen. Eine so spät datierte Krönung Christi ist nicht schlüssig.

Die ersten geistgezeugten Christen verkündeten Jesus bereits in den frühen Jahren der Christen-versammlung als ihren amtierenden König und Hohenpriester. Die Bibel spricht nirgends davon, dass Jesus zweimal gekrönt werden muss – einmal im 1. Jahrhundert und einmal 1914. Auch koppelt sie nicht seine Inthronisierung mit seiner Wiederkunft. Zwar muss Jesus gemäß der Heiligen Schrift warten, bis Gott ihm seine Feinde vollends vor seine Füße legt, um sie zu vernichten. Doch ist er schon seit vielen Jahrhunderten der  König-Priester aller wahren Christen und herrscht als solcher. Und er wird sich zu seiner Zeit als der „König der Könige und Herr der Herren“ offenbaren (Offb. 1:5; 19:15, 16). Erst nach seiner Parusie, wenn Christus als Gottes Urteilsvollstrecker wiederkommt, wird man wahrheitsgemäß ausrufen können, dass Gottes messianisches Königreich auch über die ganze Erde und alle Nationen zu herrschen begonnen hat. Mit dem Jahr 1914 hat das überhaupt nichts zu tun, denn es trifft nicht zu. Es kann einfach keine Rede davon sein, dass Christus seit jenem Jahr über die Welt herrscht. Der Herrscher dieser Welt ist ja noch Satan. Dann aber – nach seiner Parusie – wird es nicht mehr nötig sein, weiter zu beten: „Dein Königreich komme“ (Matth. 6:10). Christi Friedensherrschaft wird Wirklichkeit geworden sein (Jes. 9:6, 7).

Mag ich nicht (0)

17 Kommentare zu “Kam Jesus 1914 als König wieder?

  1. Lea

    Kann man oben es eigentlich mit vgl. Da. 7:13, 14) machen? Oder geht das nicht bzw kann man nicht machen? (mein Freund, ZJ sagt das) 

    1. M.N.

      Kann man nicht, denn in diesen Versen steht in keiner Bibel - einschließlich der ältesten hebräischen sowie aller Septuagintatexte - irgendetwas von 1914.

  2. Matthias

    Hallo liebe Gemeinde,

    ich lese gerne die Beiträge und obwohl jeder für sich die 4 Reiter interpretieren kann wie er möchte, wollte ich hier auch mal meine persönliche Ansicht vortragen. Grund, meine Ehefrau ist Zeugin Jehovas und dieser Wachturm mit den Apokalyptischen Reitern, der bei uns in der Wohnung lag hat mich irgendwie angezogen um ihn zu lesen und bei genauer Betrachtung der Online Ausgabe finde ich persönlich, dass es reine falsch Interpretationen der WTG sind für den ersten Reiter. Alleine schon stelle ich mir die Frage wer der alte an Tagen aus Daniel Kapitel 7 eigentlich ist , wenn man sich das ganze Kapitel mehrmals durchliest, machen mich deren aussagen etwas stutzig. Leider bleiben bei Menschen die lieber die WTG Zeitschriften lesen als eine Bibel, wegen der Bibel treuen Glaubwürdigkeit solche festgesetzten lehren verinnerlicht.

    Ich sehe jedoch bei den 4 Reitern jedoch einen Zusammenhang zu den Prophezeiungen unseres Herrn Jesus Christus z.B. aus Lukas Kapitel 21 und Matthäus Kapitel 24.

    Besonders Lukas 21, 7 - 11  erinnert mich ziemlich an die 4 Reiter und Hauptsächlich der 1 Reiter der ja scheinbar für die Mehrheit, unseren Herrn Jesus oder die Evangelium predigt darstellen soll, könnte ein anderer Zustand z. B. falsche lehren usw. sein, die ja wachsen und wachsen und meinen sie sind ein Sprachrohr Christi außerdem äußerlich sehr sauber und rein wirken, dass man ihnen kaum etwas nachsagen kann, jedoch hinterhältig viele in die irre führen.

    Lukas 21, 7  Sie fragten ihn aber: Meister, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein, wenn das geschehen wird? 8 Er aber sprach: Seht zu, lasst euch nicht verführen. Denn viele werden kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin's, und: Die Zeit ist herbeigekommen. – Lauft ihnen nicht nach! 9 Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Unruhen, so entsetzt euch nicht. Denn das muss zuvor geschehen; aber das Ende ist noch nicht so bald da. 10 Dann sprach er zu ihnen: Ein Volk wird sich erheben gegen das andere und ein Reich gegen das andere, 11 und es werden geschehen große Erdbeben und hier und dort Hungersnöte und Seuchen; auch werden Schrecknisse und vom Himmel her große Zeichen geschehen.

    Würde mich sehr über eure Meinungen freuen ob ich da etwas übersehen habe in der Betrachtung, den ich finde auch von euch genannte Interpretationen überzeugend.

     

    Liebe Grüße an alle.

    Matthias

     

    1. Rotkehlchen

      Hallo Matthias,

      genauso sehe ich das auch.

      Als der Wachtturm heraus kam, habe ich deshalb das Bild aus dem Wachtturm etwas abgeändert. (Siehe Bild unten) In meinen Augen sind zwischen Offenbarung 6 und Matthäus 24 direkte Parallelen zu erkennen. Jesus als den Anführer der ganzen Apokalyptischen Katastrophen hinzustellen ist für mich fast unerträglich. Es gibt auch noch viele weitere Beweise warum Jesus nicht der erste Reiter sein kann. Darüber wurde auch schon ein Artikel auf Bruderinfo.de geschrieben.

      Aber die WTG kann natürlich nicht schreiben, dass der erste Reiter der Antichrist oder der falsche Prophet ist, weil sie ja  selbst dazu gehören.

      Liebe Grüße

      Rotkehlchen

      1. Rotkehlchen

        Sorry, das Bild war nicht dabei. 😉

      2. Matthias

        Hallo Rotkehlchen,

        sehe mir gerne den von dir genannten Artikel an, danke für den Tipp.

        Ich habe letztens zufällig das hier file:///D:/Downloads/1917%20-%20Das%20vollendete%20Geheimnis%20(Text)%20(1).pdf im Internet gefunden, wobei man auf Seite 134 ein ganz anderes Bild des damaligen Verständnisses des Pastors Russel zum Thema Apokalyptische Reiter sieht.

        Ein Hauch von Falschen lehren ist in dem damaligen Verständnis des ZJ Gründers zum ersten Reiter enthalten finde ich.

        Natürlich wie vieles andere wurde dann auch dieses Thema im laufe der Zeit anders verstanden.

        Liebe Grüße

        Matthias

        1. Rotkehlchen

          Hallo Matthias,

          ich konnte deinen Link zwar nicht ändern, hab es aber mal gefolgert und bin dabei auf diese interessante Abhandlung gestoßen:

          http://www.im-ferienzentrum-heidenau.de/HomepageClassic20/apo-reit.htm

          Da beschreibt der Autor auch die Deutung der Zeugen im Offenbarungsbuch und du die Deutung Russells in den Schriftstudien.

          Tja, Russell hat alles auf die RKK und den Papst geschoben. Den Bogen des Reiters interpretiert er mit "die Zunge" mit falschen Lehren spannen. Naja, immer noch besser als zu sagen, dass der Reiter Jesus ist. Aber die falschen Lehren verbreitet nicht nur die Kirche, sondern auch die ZJ. 😬

          LG Rotkehlchen

          1. Rotkehlchen

            sorry, der erste Satz sollte so heißen:

            ich konnte deinen Link zwar nicht öffnen, hab es aber mal gegoogelt und bin dabei auf diese interessante Abhandlung gestoßen:

            .....

            Merke: immer nochmal durchlesen, vor dem Abschicken. 🙃

    2. neu

      Matthäus,

      "Grund, meine Ehefrau ist Zeugin Jehovas...."

      Ich möchte Dir nicht nahe treten, aber ich muss immer lachen wenn ich so etwas lese. Wessen Ehefrau eine Zeugin Jehovas ist, der hat in Wirklichkeit keine Ehefrau.

      Das sollte eigentlich jeder wissen. Solche die sich mit der Bibel befassen sowieso.

      Traurig? Mag sein. Ich weiss es nicht in Deinem Fall. Aber wahr? Auf jeden Fall.

      1. Matthias

        Hallo neu,

        es hört sich schlimmer an als es in Wirklichkeit ist und mit meiner Frau führen wir ein ausgeglichenes Eheleben und es ist eine gute Ehefrau. Wir haben uns kennengelernt als meine Ehefrau noch studiert hat also mit den ZJ. Irgendwann habe auch ich angefangen zu studieren und war sehr begeistert selbst einige älteste haben mich bei Kommentaren schon mit Bruder aufgerufen, also kannst du dir vorstellen wie fortgeschritten man schon war :-). Ich war sehr überzeugt von der lehre (jedoch dauerhaft an dem Treuen und Verständigen Sklaven gezweifelt) bis ich dann angefangen habe einem Moslem bei youtube seine falsch Interpretationen der Bibel zu wiederlegen, wobei ich gezwungen war z.B. die Luther oder Elberfelder Bibel sowie Interlinear Übersetzungen aber auch Überzeugungen der ersten Christen zu studieren und so habe ich immer mehr Christus unseren Herrn kennengelernt und ein ganz anders Gottesbild.

        Manchmal kann man sich im leben nicht alles aussuchen und meine Ehefrau bleibt immer noch meine Ehefrau weil die liebe eines der Größten Gebote ist ob sie jetzt eine ZJ oder Muslimin wäre! Ich bin jedoch nun verantwortlich meiner Frau zu zeigen das Sie einer falschen lehre glaubt und das ist verdammt schwer aber mit Gottes Hilfe sofern es sein Wille ist und Geduld schafft man alles denn die liebe ist Geduldig und erleidet viel mein Freund nicht vergessen was das Wort Gottes sagt :-).

        Liebe Grüße

        Matthias

  3. Tilo

    Ich möchte nur noch darauf hinweisen, dass auch die Offenbarung Jesus als regierenden König   zur Zeit des Apostels beschreibt: " Wer den Kampf besteht, dem werde ich das Recht geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich den Kampf bestanden und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe." Offb. 3:21

    Das war schon zur Zeit der Niederschrift der Offenbarung durch Johannes so. Es stimmt übrigens nicht, wenn die WTG behauptet, die Offenbarung beschreibe nur Ereignisse "am Tag des Herrn". Wenn man das mit Offb. 1:10 stützen will, dann liegt man falsch. Der Vers 19 bringt zum Ausdruck, dass Johannes Dinge schreiben soll, die waren, die sind und die sein werden!

    1. Argentum@Tilo

      Lieber Tilo,

      das sehe ich auch so. Auch Offbg 1,4-6 ist hier sehr aufschlussreich:

      4 Johannes den sieben Gemeinden3, die in Asien4sind: Gnade euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind,
      5 und von Jesus Christus, der der treue Zeuge ist, der Erstgeborene der Toten und der Fürst der Könige der Erde! Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden erlöst5hat durch sein Blut
       
      6 und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater: Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit6! Amen7.

      Liebe Grüße

      Argentum

    2. Lieber Tilo,

      du schreibst:

      Ich möchte nur noch darauf hinweisen, dass auch die Offenbarung Jesus als regierenden König   zur Zeit des Apostels beschreibt: " Wer den Kampf besteht, dem werde ich das Recht geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich den Kampf bestanden und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe." Offb. 3:21

      Darf ich ergänzen, Hebr. 10:

      10 Er aber, nachdem er ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht, hat sich auf immerdar gesetzt zur Rechten Gottes, fortan w a r t e n d, 13 b i s seine Feinde gelegt sind zum Schemel seiner Füße.

  4. pit an Autor

    Lieber Bruder Autor,

    in grossen Teilen kann ich deine Betrachtung nachvollziehen.

    Nur mit dem Reiter auf dem weissen Pferd, da weiss ich nicht recht, ob das so stimmen kann.

    Die Siegel werden vom Lamm (Jesus Christus) geöffnet.

    Gleichzeitig soll Er selbst auf dem weissen Pferd sitzen? Er öffnet ja auch die weiteren Siegel.

    Er hat auch einen Bogen und die Krone wird ihm gegeben. Und er hat auch noch 3 weitere Reiter im Schlepptau, die alles andere als friedlich sind.

    Meiner Meinung nach ist unser Herr erst in Offb. 19, 11 beschrieben. Da sind alle Eigenschaften beschrieben. Da stimmt auch alles.

    Und wenn Er da richtig beschrieben ist, kann Er nicht der Reiter aus Offb. 6, 2 sein.

    Da finde ich die Erklärung auf Bruderinfo zum Thema: "Wer sind die apokalyptischen Reiter?" treffender.

    Friede pit

    1. Lichtspender

      Lieber Pit,

      schön, dass du dich auch so für die Offenbarung interessierst. Ich glaube, du und der Autor vertreten sogar dieselbe Ansicht. Und: Im Austausch wird die wahre Erkenntnis überströmend werden, wie der Prophet Daniel erkennen lässt.

      Du bist zwar der Ansicht, dass in der Buchrolle nichts über Jesus stehen kann, die er selbst öffnet. Aber das muss nicht sein. Jesus spielt in Gottes Vorsatz eine große Rolle und er ist der Herr der Herren und König der Könige. Meiner Ansicht nach ist es also nicht ausgeschlossen, dass Gott etwas über ihn, und zwar gleich zu Anfang in der Rolle, hineinschreiben ließ.

      Dennoch muss er nicht der Reiter auf dem weißen Pferd sein. Auch die anderen Reiter sind ja nicht Personen, sondern Zustände/Merkmale/Situationen o.ä.. Wenn du genau in den Artikel schaust, wollte das, glaube ich, sogar der Autor ausdrücken. Der Reiter stellt offensichtlich den Siegeszug des EVANGELIUMS dar, der aber nur möglich wurde, da Jesus bereits im 1. Jahrhundert König war -- nicht erst ab 1914. Aber auch ich stelle kein Dogma auf -- so wie BI.

      In Liebe

      Lichtspender

       

       

       

       

      1. pit an Lichtspender

        Lieber Lichtspender,

        mit der Buchrolle kann auch der Auftrag verknüpft sein.

        Ok. Wenn es das Evangelium ist, dass ja Frieden bringt, jedenfalls für Christen, wer ist dann der 2. Reiter?

        Die ersten inneren Religionskriege, die meiner Meinung nach ja gegen das Evangelium gerichtet waren, als organisierte Religion.

        Und der 3?

        Die Reformation? Das Öl (des Glaubens) tastet nicht an. Was ist dann der Wein?

        Der 4. wäre dann der Tod des Evangeliums. (Fall Babylons???????)

        Das 5. Siegel wäre dann wieder klar. Sie müssen warten bis alle vollzählig sind. Bis zur 7. Posaune.

        Da gibt es, glaub ich, noch einiges drüber nachzudenken.

        Aber Danke für den Tipp. Ist ein neuer Gesichtspunkt.

        Friede pit

         

         

      2. pit an Lichtspender

        Der Satz ist natürlich von mir falsch formuliert:

        Der 4. wäre dann der Tod des Evangeliums. (Fall Babylons???????)

        Das sollte bedeuten, dass das Evangelium soweit in Babylon aufgeht, dass es stirbt. Erst dann kommt der Fall Babylons.

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