Welche Generation wird nicht vergehen? – eine erneute Betrachtung

von Meleti Vivlon und Bruder

„Wahrlich, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist. (Mat. 24:34)

Ölberg.001Wenn wir klären möchten, von welcher Generation Jesus wohl sprach, werden wir feststellen, dass sich schon viele mit dieser Frage befasst haben. In der Regel waren es ernsthafte Versuche, unser Verständnis dieses Verses mit dem Rest der Bibel sowie mit historischen Tatsachen in Einklang zu bringen. Wenn ich nun auf meine eigenen Erklärungsversuche zurückblicke, dann stelle ich fest, dass ich immer noch unter dem Einfluss meiner lebenslangen WTG-geprägten Denkweise stehe, und ich denke, dass es vielen von uns ebenso geht.

Wir neigen dazu, diesem Vers aus Mat. 24:34 eine nicht biblisch begründete Voraussetzung überzustülpen und haben sodann auf dieser Grundlage Schlussfolgerungen gezogen. Ich bekenne, dass mich auch meine Erklärungen niemals wirklich befriedigt haben, obgleich ich damals nicht genau bestimmen konnte, weshalb. Mir ist jetzt klargeworden warum; ich habe die Bibel nicht wirklich und ausschließlich zu Wort kommen lassen.

Die grundlegende Frage, die wir uns stellen müssen, lautet: „Gibt diese Schriftstelle, Mat. 24:34, Christen eine Möglichkeit an die Hand zu berechnen, wie nahe wir dem Ende sind“?

Auf den ersten Blick mag es so aussehen. Alles, was hierzu nötig zu sein scheint, ist, die ungefähre Länge einer Generation zu kennen und sodann einen Startzeitpunkt festzulegen. Dann handelt es sich nur noch um einfachste Mathematik. Das beste Beispiel dieser Vorgehensweise liefert die WTG auch mit ihrer jüngsten Erklärung zum Verständnis der „überlappenden Generation“.

Aber nicht nur die WTG unterlag diesem Irrtum. Im Verlauf der Geschichte wurden viele Millionen von Christen von ihren Führern dahingehend irregeführt, mögliche Daten für Christi Wiederkunft festzulegen, nur um dann enttäuscht und entmutigt zurückzubleiben. Viele haben sich aufgrund solcher fehlgeschlagenen Erwartungen sogar von Gott und Christus abgewendet. In der Tat hat „hingezogene Hoffnung das Herz krank gemacht.“ (Spr. 13:12)

Anstatt sich auf andere bezüglich eines Verständnisses der Worte Jesu zu verlassen, warum nicht viel lieber die Hilfe annehmen, die er uns gemäß Joh. 16:7 und 13 versprochen hat? Gottes Geist ist machtvoll und kann uns in die ganze Wahrheit leiten. Versuchen wir zu lernen, uns allein auf die Leitung durch den Geist Gottes zu verlassen und nicht auf das, was uns irgendwelche Religionsführer und Gruppen als Wahrheit präsentieren. Jeder Einzelne von uns hat das Versprechen durch den Geist Gottes geleitet zu werden, wenn er sich frei macht von eigenen Vorstellungen oder von vorgegebenen Ideen durch andere.

Eine erklärende Vorgehensweise

Damit es uns auch nur im Ansatz gelingt, zu einem korrekten Verständnis dessen zu gelangen, was Jesus mit den Wendungen „Alle diese Dinge“ sowie „Diese Generation“ meinte, müssen wir lernen, diese Dinge mit seinen Augen zu betrachten. Darüber hinaus müssen wir versuchen, die Denkweise seiner Jünger zu verstehen. Wir müssen seine Worte im Rahmen ihres geschichtlichen Kontextes betrachten. Wir müssen alles mit dem Rest der Bibel in Übereinstimmung bringen, und wir müssen diese Aussagen Jesu aus Matthäus 24 im Zusammenhang mit den 2 anderen Evangelien, Markus 13 und Lukas 21 betrachten.

Und noch etwas  Wichtiges gilt es zu bedenken.  Die Endzeitreden in den einzelnen drei Evangelien müssen in der Summe ihrer Aussagen alle miteinander betrachtet werden, da sie sich gegenseitig ergänzen, und, es handelt sich weniger um ein zeitliches- und chronologisches Aneinanderreihen  von Ereignissen, sondern um Antworten Jesu auf verschiedene Fragen der Jünger.

Ein Großteil dessen was Jesus als Antwort auf die Fragen seiner Jünger gibt kann sich nur auf die Zeit der damaligen Generation beziehen. Aber ein Teil dessen was Jesus sagte bezieht sich eben auch auf Ereignisse die sich vor seiner Wiederkunft Christi ereignen werden. Dazu aber in einem späteren Artikel mehr.

Der Begriff „Generation“ und seine Bedeutung in der Bibel

Vorab möchten wir aber die Bedeutung des Begriffes „Generation“ in unserem Sprachgebrauch und im altertümlichen Hebräisch und Griechisch klären. Was versteht die Bibel unter dem Begriff „Generation“?

Zunächst beschreibt dieser Begriff die nachfolgende Generation, z.B. der Sohn, der seinem Vater als König folgt. (γενεα)

Dann, im erweiterten Sinn, auch als Geschlecht oder Volk. Als z. B. Jesus Christus zu den ungläubigen Juden sagt: „Dieses Geschlecht (Volk) wird nicht vergehen, bis dieses alles geschehen ist.“ (Mat. 24:34; Luk. 21:32; vgl. 5. Mose 32:5,20).

Drittens, den Stand einer Gruppe oder Familie etc., γενος. Ihr seid „ein auserwähltes Geschlecht“ (Volk) (1. Petr. 2:9).

Und Viertens: für Nachkommen, εννημα, die eine moralische Ähnlichkeit haben, wie „Otternbrut“, siehe Mat. 23: 34: Ihr Schlangen, ihr Otternbrut! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?…. 36 Wahrlich, ich sage euch: Das alles wird über dieses Geschlecht εννημα (oder Generation) kommen.

Hier können wir schon einmal festhalten, dass Jesus hier seine Zeitgenossen zum ersten Mal als die Generation identifiziert, die nicht vergehen wird. Es war jenes Geschlecht, jene Generation, von der es heißt: „Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und darum gebeten, dass man euch den Mörder schenke; aber den Fürsten des Lebens habt ihr getötet (Apg. 3:14,15).

Diese Generation, das verkehrte und verdorbene jüdische Geschlecht oder Volk, würde das Gericht Gottes am Ende des alten religiösen jüdischen Systems erleben, welches ihren Höhepunkt mit der Zerstörung Jerusalems und des Tempels fand. Mit der Zerstörung Jerusalems und des Tempels wurde Israel unter die Völker zerstreut, aber nicht ohne Hoffnung, denn auch dem übriggebliebenen Rest der gläubigen Israeliten blieb der Weg zur Wiederherstellung offen.

Vor diesem Hintergrund muss man auch die Fragen der Jünger an Jesus: „Herr, wann wird das geschehen, und woran erkennen wir, dass das Ende (dieses jüdischen Systems, nicht das Ende der Welt durch Harmagedon) bevorsteht?“

Der zeitliche und geschichtliche Hintergrund der Endzeitrede Jesu

Laßt uns den Bericht vom Anfang an lesen. Er beginnt mit Matthäus Kap. 21. Hier lesen wir von Jesu triumphalem Einzug in Jerusalem, was nur wenige Tage vor seinem Tod geschah. Matthäus berichtet: „Dies aber ist geschehen, damit erfüllt würde, was durch den Propheten geredet ist, der spricht: „Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir, sanftmütig und auf einer Eselin reitend, und zwar auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.“ (Mat. 21:4,5)

Aus dieser Beschreibung wird deutlich, dass das Volk glaubte, ihr König und Befreier sei endlich angekommen. Am nächsten Tag kehrt Jesus zum Tempel zurück und wird von den Oberpriestern und den Ältesten herausgefordert; er macht ihre Argumente zunichte und weist sie zurecht. Sodann legt er ihnen das Gleichnis vom Landeigner dar, der seine Ländereien an Bauern vermietet, die versuchen, es zu stehlen, indem sie seinen Sohn umbringen. Als Konsequenz kommt schreckliche Zerstörung über sie. Dieses Gleichnis steht kurz davor, Wirklichkeit zu werden.

Jesus Tempel.001Gemäß Mat. Kap. 23 spricht Jesus eine Reihe von Verurteilungen an die Adresse dieser Führer aus, indem er sie wiederholt Heuchler und blinde Leiter nennt und sie mit weißgetünchten Gräbern sowie mit Giftschlangen vergleicht.  Schlangen, Otternbrut, wie solltet ihr dem Gericht der Gehnna entfliehen…. Wahrlich, ich sage euch: Alle diese Dinge werden über diese Generation kommen.“ (Mat. 23:33-36, NWÜ, 2013-Revision)

Während zweier Tage nun redete Jesus im Tempel von Verurteilung, Tod und Zerstörung, die über diese böse Generation kommen sollte, die im Begriff steht, ihn zu töten. Sie werden für alle, von Anbeginn an erfolgten, religiösen Verfolgungen von Gerechten  zur Rechenschaft gezogen. Betrachten wir die sogenannte Endzeitrede von diesem Gesichtspunkt aus, dann macht sie auch Sinn. Wichtig ist auch, dass wir alle drei Berichte in den Evangelien lesen, Mat. 24, Luk. 21 und Markus 13.

Eine kurze Zusammenfassung auf der Grundlage aller 3 Evangelien

Jesu Jünger zeigten begeistert auf die gewaltige Tempelanlage: „Lehrer, sieh dir diese Steine und Bauwerke an!“  Jesus erwiderte: „Ja, seht sie euch genau an! Kein Stein wird hier auf dem anderen bleiben. Alles wird nur noch ein großer Trümmerhaufen sein. 

Petrus, Jakobus, Johannes und Andreas fragten: „Wann wird das alles geschehen und an welchen Ereignissen werden wir das Ende (des jüdischen Systems) erkennen?“ Markus 13.

Oder nach Luk. 21:Erschrocken wollten die Jünger wissen: „Lehrer, wann wird das geschehen und woran erkennen wir, dass diese Dinge (Zerstörung des Tempels) stattfinden werden?“

israel_tempelzersto_556107aSowohl Lukas als auch Markus zeigen, dass sich die Fragen der Jünger auf die Zerstörung des Tempels und das Ende des jüdischen Zeitalters bezogen. Die Jünger Jesu hatten bei ihren Fragen niemals das Ende der Welt oder Harmagedon im Sinn, sondern ihre Gedanken drehten sich um Jerusalem, den Tempel und die Nation Israel. Deshalb auch ihre immer wiederkehrende Frage, „Herr, stellst du in dieser Zeit das Königreich wieder her?“ 

Jesus sagte ihnen, dass Jerusalem solange zertreten bleibt, bis die Zeiten der Nationen zu Ende sind. Erst danach werde das Königreich wieder hergestellt. Die Wiedergabe der Endzeitrede nach Matthäus 24 ist gemäß einigen Übersetzungen etwas unklar. Dort lesen wir:Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende des Systems der Dinge?

Die Frage, wann wird das geschehen, bezieht sich gemäß dem Kontext ebenfalls auf die Zerstörung des Tempels und das Ende des jüdischen Systems. Die zweite Frage richtet sich wahrscheinlich auf sein zweites Kommen und das Ende des Zeitalters der Zeiten der Nationen.

Das Ende der „Welt“ oder das Ende eines „Zeitalters“?

Im Griechischen steht für Welt ὁ αἰών „Äon“. Der Begriff Äon stammt vom Griechischen ὁ αἰών und kann, je nach Zusammenhang, in dem das Wort steht, Lebenszeit, Leben, Generation, Zeit, Zeitdauer, Zeitraum und Ewigkeit bedeuten.

Das griechische αἰών hat also im Laufe der Zeit zwei Bedeutungsrichtungen erhalten: „Zeitalter“, d. h. eine begrenzte Zeitspanne einerseits, „Ewigkeit“, d. h. unbegrenzte Zeit andererseits. Die Kontroverse entzündet sich daran, ob Äon auch in der Bibel mit diesen beiden, nach deutschem Sprachempfinden gegensätzlichen Bedeutungsrichtungen verwendet wird, oder nur die Ursprungsbedeutung richtig ist – und wenn Ersteres, nach welchem Prinzip dann zwischen beiden ausgewählt werden muss.

So geben heutige Bibelübersetzungen das im griechischen stehende Wort für „ὁ αἰών“ „Äon“ unterschiedlich wieder, z. B. die Elbf. …und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters (Äon)“  Oder, die Schlachter: …und des Endes der Weltzeit (Äon) sein?“

Die NWÜ spricht im Vers 3 treffenderweise vom Abschluss eines „Systems der Dinge“ oder Fußnote: „dem Abschluss der Ordnung dieser Dinge“.

Doch auch wenn die NWÜ  der wahren Bedeutung nahe kommt, so ist doch zu beobachten, dass die WTG mit dem Abschluss „dieses Systems der Dinge“ das Ende dieses jetzt bestehenden Systems sieht und lehrt. Jeder Zeuge denkt, Jesus spricht vom Abschluss unseres heutigen Systems.

Doch auch in Matthäus gibt der Kontext Anlass zu der Ansicht, dass hier, wie in Lukas und Markus, vom Abschluss des jüdischen Systems der Dinge die Rede ist. Alle 3 Evangelien zeigen, dass die aufgezählten Zeichen der Endzeit wie Krieg, Aufstände, Hunger, Erdbeben, Verfolgung, vor die Könige geschleppt werden, und das Verkündigen der guten Botschaft sich in erster Linie auf die Zeit vor der Zerstörung Jerusalems beziehen müssen. Vor diesem Hintergrund muss auch der Lieblingstext der WTG, Matthäus 24:14, die gute Botschaft wird erst noch gepredigt, gesehen werden.

Warum kann man das so sehen? Weil im Anschluss an diese Aufzählung Jesus an seine Jünger die Aufforderung ergehen ließ, wenn ihr diese Dinge geschehen seht, dann sollt ihr in die Berge Judäas fliehen. Erst ab dem Vers 29 geht Jesus wahrscheinlich auf die spätere Zukunft ein, wenn er von Zeichen am Himmel spricht, die die Wiederkunft Christi begleiten werden. In Matthäus 24:29   lesen wir gemäß Luther: „Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Zeit“

Das Wort „sogleich“ mag etwas verwirren und den Eindruck hinterlassen, dass es für menschliche Begriffe direkt danach sei. Aber dieser Eindruck wird nur in Matthäus erweckt. Auf jeden Fall zeigt die Formulierung „nach jener Zeit“, dass es sich um einen anderen Zeitabschnitt handeln muss.

In Markus 13: 24 lesen wir nur: Nach dieser großen Schreckenszeit wird sich die Sonne verfinstern und der Mond nicht mehr scheinen. Ohne eine zeitliche Einschränkung, sondern allgemein nur nach jener Zeit.

Und Lukas sagt nur: Auch wird es Zeichen geben an Sonne, Mond und Sternen, also auch zeitlich offen.

Welche Generation wird „Alle diese Dinge“ erleben?

Jesus spricht in Matthäus 23:36 davon, dass „dies alles“, d.h. „alle diese Dinge“, „über diese Generation kommen“ werde. Wenn man nicht über diese Worte hinausgeht, sondern nur auf den Kontext schaut, über welche Generation spricht er, was würdet Ihr sagen? Die Antwort erscheint naheliegend. Es müsste die Generation sein, auf die „dies alles“, „alle diese Dinge“, die Zerstörung und Vernichtung, kommen sollte.

Seit er in Jerusalem angekommen war, veränderte sich Jesu Botschaft. Er sprach nicht mehr länger von Frieden und Versöhnung mit Gott. Seine Worte sprachen nun von Anklage und Vergeltung, Tod und Vernichtung.

Siehst du diese großen Bauten? Bestimmt wird hier nicht ein Stein auf dem anderen gelassen, der nicht niedergerissen werden wird.‘“ (Markus 13:1,2)

‘Was diese Dinge betrifft, die ihr da seht: Es werden Tage kommen, da wird hier nicht ein Stein auf dem anderen gelassen werden, der nicht niedergerissen werden wird“. Lukas 21:5

‚Seht ihr nicht alle diese Dinge? Wahrlich, ich sage euch: Keinesfalls wird hier ein Stein auf dem anderen gelassen, der nicht niedergerissen werden wird.‘“ (Matthäus 24:1,2)

Wenn wir den Kontext aus den anderen beiden Evangelien ignorieren und uns nur an Matthäus 24:34 orientieren, könnten wir dazu verleitet werden zu glauben, die Formulierung „alle diese Dinge“ bezögen sich auf die Zeichen und Vorkommnisse, von denen Jesus in Matthäus 24:4 bis 31 sprach.

Eine solche Schlussfolgerung würde uns daher zwingen, eine Erklärung dafür zu liefern, wie eine einzige Generation eine 2000 Jahre lange Zeitspanne umfassen könnte. Wenn etwas so gar nicht mit dem Rest der Schriften harmoniert und auch nicht mit historischen Fakten, dann sollten wir es als Alarmzeichen dafür sehen, dass wir einer Eisegese zum Opfer fallen könnten, einer Falschauslegung der Schriften zugunsten einer eigenen Meinung und nicht gemäß dem, was die Schriften uns eigentlich lehren.

Lasst uns also noch einmal auf den Kontext schauen. Die Wörter “dies” und “diese” werden von Jesus dafür genutzt, auf Dinge zu zeigen, welche für die Anwesenden sichtbar sind. Die Formulierung „diese Generation“ muss daher auf eine Generation weisen, die gerade lebte, nicht eine, die es erst 2000 Jahre in der Zukunft geben würde. „Alle diese Dinge“ würde demgemäß ebenso auf die Dinge weisen, von denen Jesus gerade gesprochen hatte, auf Dinge, die da waren, die auf „diese Generation“ zeigt, die zum Sprechzeitpunkt am Leben war.

Die mehrteilige Frage

Zweifelsohne waren die Jünger von Jesu Aussage erschüttert, dass alle die Dinge, die sie vom Ölberg aus sehen konnten, bald zerstört werden sollten. Wie würdest du dich fühlen, wenn der Anbetungsort, den du dein ganzes Leben lang als Gottes eigenes Haus verehrt hättest, bald vollständig ausradiert werden sollte? Du würdest doch zumindest wissen wollen, wann das alles passieren soll. Und genau dies war es, was die Jünger bewegte und in ihren Fragen zum Ausdruck kam.

Matthäus 24:3 “Als er auf dem Ölberg saß, fragten seine Jünger: ‚Sag uns: (A) Wann werden diese Dinge geschehen, und (B) was wird das Zeichen deiner Gegenwart und (C) des Abschlusses dieses Systems der Dinge sein?‘“

Markus 13:4, “Sag uns: (A) Wann werden diese Dinge geschehen, und (C) was wird das Zeichen sein, wann alle diese Dinge zu einem Abschluss kommen sollen?“

Lukas 21:7 Darauf fragten sie ihn und sprachen: ‘Lehrer, (A) wann werden diese Dinge tatsächlich geschehen, und (C) was wird das Zeichen dafür sein, wann diese Dinge geschehen sollen?’“

Bemerkenswert ist, dass nur Matthäus die Frage in drei Teile A, B und C aufbricht. Die anderen zwei Schreiber taten dies nicht. War für sie die Frage nach Christi Anwesenheit (B) nicht wichtig? Das ist unwahrscheinlich. Aber warum erwähnten sie diesen Aspekt dann nicht gesondert? Ebenso bemerkenswert ist, dass alle drei Apostelberichte vor der Erfüllung von Matthäus 24:15-22 geschrieben wurden, das heißt, bevor Jerusalem zerstört wurde.

Die Schreiber wussten beim Verfassen ihrer Berichte noch gar nicht, dass sich die drei Teile ihrer Frage nicht zur selben Zeit erfüllen würden. Wenn wir nun den restlichen Bericht betrachten, ist es wichtig, dass wir diese Tatsache im Blick behalten, dass wir ihren Bericht sozusagen durch ihre Augen betrachten und ihren geschichtlichen und kulturellen Hintergrund im Sinn behalten, damit wir verstehen können, was sie bewegte.

Noch einmal zur Verdeutlichung.

Die meisten Bibelübersetzungen geben dies wörtlich als „das Ende der Zeiten“ wieder. Doch die Frage ist, das Ende von welcher Zeit? Fragten die Jünger nach dem Ende der Menschenwelt? Lasst uns wiederum die Bibel zu uns sprechen:

„…was wird das Zeichen sein, wann alle diese Dinge zu einem Abschluss kommen sollen?” (Markus 13:4)

„ … was wird das Zeichen dafür sein, wann diese Dinge geschehen sollen?” (Lukas 21:7)

Beide Berichte drehen sich um “diese Dinge”. Jesus bezog sich ausschließlich auf die Vernichtung der Generation, der Stadt, des Tempels und das abschließende Verlassen der Nation durch Gott. Daher dachten die Jünger auch nur an das Ende der Ära (Äon) oder die Zeiten des jüdischen Systems.

Wenn Jesus also die Frage beantwortete, können wir auch erwarten, dass er seinen Jüngern sagen würde, wann oder an welchen Zeichen die Zerstörung Jerusalems, des Tempels und der Leitung – “alle diese Dinge” – zu erkennen sein würden.

“Diese Generation”, die dann lebende, verderbte Generation, würde “alle diese Dinge” miterleben.

“Diese Generation” ist identifiziert.

Warum wollte irgendwer bei solchen kontextuellen Beweisen schlussfolgern, “Aha! Er redet über unsere Tage! Er erzählte seinen Jüngern, dass seine Generation, die noch weitere zwei ganze Jahrtausende nicht erscheinen würde, die Generation ist, die „alle diese Dinge“ sehen wird?

Und doch sollte es uns wirklich nicht überraschen, dass genau das geschlussfolgert wird. Warum nicht? Weil Jesus dies in der Prophezeiung in Matthäus 24 mit vorausgesagt hat.

Zum Teil ist diese Schlussfolgerung aus einem Missverständnis entstanden, dem schon die Jünger des ersten Jahrhunderts unterlagen. Dennoch können wir ihnen dafür nicht die Schuld geben. Jesus gab uns alles, was wir brauchen, um Konfusion zu vermeiden und uns davon abzuhalten, uns in falschen Interpretationen zu ergehen.

 

 

Mag ich nicht (0)

48 Kommentare zu “Welche Generation wird nicht vergehen? – eine erneute Betrachtung

  1. Dominikus KLEIN

    Bitte, würde jemand auf die klugen Argumente von Manuel v. 18 Oktober eingehen ?
    Warum rennt Ihr gegen diesen alten baufälligen Wachtturm an, der stürzt sicher noch in dieser Generation ein, habt doch etwas Geduld!
    Ihr wollt die "Wachtturmleute" überzeugen?
    Wie sagte doch schon Mark Twain: "It's easier to fool people than to convince them they have been fooled".
    Oder auf gut Deutsch: "Es ist viel einfacher Leute zum Narren zu halten als sie zu überzeugen das sie zum Narren gehalten (wurden) werden".
    Gruß Domi

  2. M.N.

    Liebe Mitsucher und -denker,

    wie im "Glossar" unter dem Stichwort "Diese Generation" dargelegt ist, gibt es unter Bibelgelehrten und Kommentatoren betreffs der Verständnisses des Begriffes "diese Generation/dieses Geschlecht " aus Mat 24,34 drei "Schulen" oder Denkrichtungen, gemäß welchen sich der Begriff bezieht auf …

    (1)

    … die Gruppe von Zeitgenossen Jesu, die das Ende (télos) der damaligen Abschlussperiode (syntéleia) des jüdischen "Äons" (aiōnos) in 70 A. D. erleben sollten, nicht in späteren Zeiten lebende Menschen;

    (2)

    … das Volk der Juden als Ganzes, durch alle Zeiten hindurch bis zum zukünftigen "Kommen" Jesu Christi;

    (3)

    … nicht sicher, tendieren aber ebenfalls in Richtung einer Anwendung des Begriffes "diese Generation" auf die Juden als Ganzes.

    Verständnis Nr. 1 scheint den Löwenanteil aller Kommentatoren zu umfassen, wenngleich das Glossar nur eine kleine repräsentative Auswahl bietet.

    Wie bereits des Öfteren beobachtet, scheint sich Jesus in den V. 29 bis 31 auf die der Zerstörung Jerusalems nachfolgenden Zeiten zu beziehen, um dann ab V. 32 wieder auf "seine" Zeit "zurückzufallen", vor der Vernichtung Jerusalems.

    Hierzu erscheint mir folgende Überlegung recht interessant:

    Man vergleiche Mat 24,29-31 mit Offb 1,7; 6,12.13; 7,2.3 und 14,6 – die "Ähnlichkeit" liegt auf der Hand; ich habe die Offb-Verse so angeordnet, daß sie mit Mat parallel laufen, und in nummierte Zeilen umgebrochen:

    Mat:

    1. Aber gleich nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne verfinstert werden
    2. und der Mond seinen Schein nicht geben,
    3. und die Sterne werden vom Himmel fallen,
    4. und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.
    5. Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen;
    6. und dann werden wehklagen alle Stämme des Landes,
    7. und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit.
    8. Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, von dem einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende."

    Offb:

    1. Die Sonne wurde schwarz wie ein härener Sack,
    2. und der ganze Mond wurde wie Blut,
    3. und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde …
    4. Und der Himmel schwand dahin wie ein Buch, das zusammengerollt wird.
    5. Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt Treu und Wahrhaftig … und sein Name heißt: Das Wort Gottes.
    6. und wehklagen werden seinetwegen alle Stämme der Erde
    7. Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben,
    8. Und ich sah einen anderen Engel von Sonnenaufgang heraufsteigen, der … sagte: Schadet nicht der Erde noch dem Meer noch den Bäumen, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben. Und ich sah einen anderen Engel hoch oben am Himmel fliegen, der das ewige2 Evangelium hatte, um es denen zu verkündigen, die auf der Erde ansässig sind, und jeder Nation und jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk.

    Sind diese Parallelen nur Zufall? Ich glaube nicht. Mir scheint, als seien die Verse 29-31 aus Mat 24 so etwas wie eine "zwischengeschobene Aussage", mit der Jesus daruf hinweisen wollte, daß mit der Zerstörung Jerusalems – i. e. dem Ende des jüdischen Äons unter dem Gesetzesbund – nicht "alles vorbei" sein sollte; die Geschichte sollte hier nicht enden. Und dann greift die (wahrscheinlich ca. 70 Jahre) später ergangene Offb genau diesen Gedanken wieder auf, sie knüpft da an, wo Jesus "es bewenden" ließ.

    Man muß sich vor Augen führen, daß die ersten Christen nach dieser gewaltigen Manifestation göttlichen Wirkens im Jahre 70 A. D., wodurch sich Jesus Christus vor aller Welt "posthum" auf überwältigende Weise als wahrer Prophet darstellte, und die Urchristengemeinde als die "wahre Enklesia" erfunden wurde, sozusagen in ein Vakuum eintragen. Sämtliche Voraussagen Daniels betreffs dessen, "was deinem Volk am Ende der Tage widerfahren wird" (Dan 10,14) waren erfüllt; man beachte, wie die Urchristen den Begriff "Ende der Tage" ("Letzte Tage") verstanden, nämlich als IHRE Tage VOR der Zerstörung Jerusalems, siehe Apg 2,17; 1 Kor 10,11; Heb 1,2; 9,26; mehr dazu im Glossar unter "Ende, das".

    Nach der römischen Invasion 70 A. D. lagen diese "Letzten Tage" hinter ihnen; alles hatte sich erfüllt, die Christen wurden verfolgt und hatten harte Zeiten, und die Frage stellte sich: Was kommt jetzt; was soll noch kommen; wie geht es nun weiter; wo geht die Reise hin?

    Und genau da setzt die Offb an. Wie es in einem Kommentar so schön heißt: "Die Offenbarung ist das große Trost- und Mahnbuch der Kirche." Sie führt die Glieder des Leibes Christi in die Zukunft, mit all ihren Zusagen und Enthüllungen ewig/zeitlosen, göttlich/geistigen Wirkens.

    Mir scheint, die Offb knüpft genau da an, wo Jesus in der "Endzeitrede" in den Versen 29-31 Mat 24 aufhört. Wir leben heute und derzeit im "neuen Äon" der Offb, jenseits des jüdischen Zeitalters; somit ist die Frage der "Generation" aus Mat 24,34 für uns insofern "erledigt", als daß es sich hierbei um Geschichte handelt – was aber nicht heißt, daß dies für uns bedeutungslos ist. Durch seine Vorhersage "Diese Generation wird nicht vergehen" hat sich Jesus – rückblickend auf A.D. 70 – in eminenter Weise als wahrer Prophet erwiesen. Gemäß den "Regeln" aus Röm 15,4 und 1 Kor 10,6.11 ("Alles, was früher geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch das Ausharren und durch die Ermunterung der Schriften die Hoffnung haben") bildet die "Endzeitrede" - einschließlich der "Generations"-Prophezeiung – ein machtvolles Zeugnis für die Wahrhaftigkeit unseres Glaubens.

    Das alles ist allerdings nur meine eigene, bescheidene Meinung. Nichts ist in Beton gegossen, wie wir alle wissen; panta rhei; unser Verständnis kann sich weiterhin ändern, so wie Gottes Heiliger Geist uns lenkt und anleitet. Nur Narren und Tote lernen nichts hinzu.

    Gruß,
    M.N.

    1. Fab Ebinda

      Guter beitrag

  3. Paul Z21

    Liebe Antworter auf meinen Kommentar von heute. Vielen Dank für Eure Offenheit.

    Ich bin gerne bereit, mich von der Falschheit meiner Darlegungen überzeugen zu lassen. Allerdings halte ich es in diesem Punkt wie Luther: `Nur durch Zeugnisse der Schrift und klare Vernunftgründe` Solche kann ich Euren Überlegungen nicht hinreichend entnehmen, sodass ich mich bis auf weiteres auf das Pilatuswort "was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben" zurückziehen muss.

    Viele Grüße aus Beröa

    1. Tomaso

      Hallo Paul,

      schade, dass du das so siehst. Aber ich hoffe du wirst durch eigenständiges Lesen und Forschen deine eigenen Schlüsse ziehen.
      Zum Thema geistiges und fleischliches Israel hier ein sehr interessanter Artikel:
      http://www.bruderinfo.de/?p=595

      Evtl. hilft er dir in Verbindung mit den zahlreichen Belegen aus der heiligen Schrift, die Zusammenhänge zu verstehen. Mir hat diese Abhandlung viel gebracht.

      LG Tomaso

    2. Matthäus@Paul Z21

      Zu Thema selbst (607 - 1914) möchte ich noch ein Beispiel bzw. Argumente herausgreifen:

      C.O. Jonsson nahm mit Prof. Dr. Campbell und seinem Mitarbeiter Prof. Dr. Freedman Kontakt auf und bat um ihre Stellungnahme zu dem Zitat, so wie es die WTG dargestellt hat. Und beide waren entsetzt! Wir zitieren aus Jonssons Buch „Die ‚Zeiten der Nationen’ näher betrachtet“, S. 174 – 176; Auszüge aus den Antworten der beiden Wissenschaftler an C.O. Jonsson:

      Prof. Campbell: „Wie Sie sich vielleicht denken können, bin ich entsetzt über die Art und Weise, wie die Watch Tower Society Noel Freedman und meine Chronologietabellen verwendet. Manche Leute, so hat es den Anschein, greifen – in bester Absicht – auch noch nach dem letzten Strohhalm, um ihre vorgefasste Meinung zu stützen. Um einen solchen Fall handelt es sich hier eindeutig. .... Das Jahr 587-6 könnte sich um höchstens ein Jahr verschieben und nicht mehr; das Jahr 597 dagegen ist eines der ganz wenigen sicheren Daten unseres gesamten chronologischen Repertoires.“

      Prof. Freedman: „Dies ist einer der am besten bekannten Zeitabschnitte des Altertums, und wir können ganz sicher sein, dass die Jahresangaben auf etwa ein Jahr genau sind; viele sind auf Tag und Monat exakt. Es gibt daher absolut keine Berechtigung für die Ansichten und Schlussfolgerungen, zu denen die Watch Tower Society auf Grund unserer Aussage über Ungewissheiten gelangt. .... Doch hier steht höchstens ein Jahr zur Debatte (587 oder 586), was auf die Ansichten der Zeugen Jehovas keine Auswirkung hätte, die anscheinend die gesamte Geschichte für diesen Zeitraum neu schreiben und die Daten recht drastisch ändern wollen. Dafür gibt es überhaupt keine Grundlage.“

      Wenn wir nun doch nochmal feststellen, dass die Glieder der LK als Klasse gesehen Hochstapler und Betrüger sind, dann sagen wir das ohne Hass oder sonstige Emotion. Das ist eine ganz nüchterne, sachliche Feststellung, gestützt auf Fakten wie in den zwei vorangehenden Beispielen angeführt. Wir bitten alle Brüder und Schwestern, ersthaft darüber nachzudenken, wie lange wir uns noch von der LK zum Narren halten lassen sollen. Wann wird die LK endlich anfangen, ihre Dogmen aufzugeben, anstatt dauernd zu versuchen, die Fakten zu ändern, um sie mit den Dogmen in Übereinstimmung zu bringen? Auch wir haben – so wie Ihr – große Achtung vor der Bibel, die auch die LK vorgibt zu haben. Ihre Achtung kann aber nicht groß sein, wenn sie nicht davor zurückschreckt, die Bibel wider besseres Wissen falsch zu übersetzen oder total verdreht auszulegen, um sie mit ihren Dogmen in Übereinstimmung zu bringen. Auch für diese schwere Anschuldigung möchten wir ein Beispiel als Beweis anführen, das zu dem Thema dieses Kapitels genau passt. Auch wenn manchem Leser dieses Thema schon zum Halse raushängt, bitten wir um noch etwas Geduld. Für die Leser, die an biblischer Prophetie interessiert sind, dürfte dieses Beispiel lehrreich oder sogar spannend werden.

      War das Volk Israel 50 oder 70 Jahre
      in der Gefangenschaft Babylons?

      Diese Frage beantworten alle ZJ, selbst Ihre Kinder, auf Anhieb mit „70 Jahre – das steht doch in der Bibel.“ Und viele werden vielleicht sogar Jeremia 25:11, 12 als Beweis anführen: „Und dieses ganze Land soll ein verwüsteter Ort werden, ein Gegenstand des Entsetzens, und diese Nationen werden dem König von Babylon siebzig Jahre dienen müssen. Und es soll geschehen, wenn siebzig Jahre voll sind, dass ich den König von Babylon und jene Nation zur Rechenschaft ziehen werde, ist der Ausspruch Jehovas ....“ (NWÜ). Ist hier nicht von 70 Jahren Gefangenschaft die Rede? (Wie es nun weitergeht, möchten wir in einem fiktiven Gespräch eines ZJ, der einem bibelkundigen Wohnugsinhaber (W) Zeugnis gibt, weiterverfolgen.)

      W: „Wo steht denn hier, dass das Volk Israel in eine siebzigjährige Gefangenschaft geraten wird?“

      Z: „Sie werden Babylon 70 Jahre dienen.“

      W: „Dienen bedeutet nicht unbedingt Gefangenschaft. Wenn Sie es aber so verstehen wollen, möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass in diesem Text mit keinem Wort von Israel die Rede ist. Lesen Sie noch mal ganz genau, wer dem König von Babylon 70 Jahre dienen wird – das Volk Israel??“

      Z: „Die Nationen ...“

      W: „Aha! Die Nationen sind aber nicht die Nation Israel. Wenn in der Bibel von den Nationen die Rede ist, bezieht sich das immer auf die Heiden oder Nichtisraeliten. Und die wurden nicht als Volk wie Israel in in die Gefangenschaft geführt. Außerdem dauerte die Gefangenschaft Israels als Volk (von Einzelpersonen abgesehen) nicht 70, sondern 50 Jahre. Woher nehmen Sie die 70 Jahre?“

      Z: „Blättern Sie bitte in Jeremia etwas weiter. In Kapitel 29 heißt es im Vers 10: „Denn dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚In Übereinstimmung mit der Erfüllung von siebzig Jahren in Babylon werde ich euch meine Aufmerksamkeit zuwenden, und ich will euch gegenüber mein gutes Wort bestätigen, indem ich euch an diesen Ort zurückbringe.’“ Die Prophezeiung sagt deutlich, dass Jehova sein Volk nach Jerusalem zurückbringt, nachdem es 70 Jahre in Babylon war. Das steht in jeder Bibel.“

      W: „In meiner aber nicht.“

      Z: „Vielleicht wäre es gut, wenn Sie sich noch eine andere Übersetzung anschaffen, die den Urtext noch präziser wiedergibt.“

      W: „Wie z. Bsp. Ihre ‚Neue-Welt-Übersetzung’? Die habe ich schon – und noch zwei Dutzend andere Übersetzungen. Sie sollten wissen, dass mein Hobby die Bibelforschung ist. Und keine einzige meiner Bibelübersetzungen gibt die Worte in Jeremia 29:10 genau so wieder wie Ihre NWÜ. Die allermeisten übersetzen stattdessen wie die kath. Einheitsübersetzung: „...Wenn 70 Jahre für Babel vorüber sind, dann....“

      Z: „Für oder in Babylon – ist das denn ein so großer Unterschied? Ist das nicht Wortklauberei? Was ändern die drei Buchstaben schon?“

      W: „In würde den Gedanken an die Zeit vermitteln, die Israel in Babel verbrachte; während für an die Zeit denken lässt, die Gott der Weltmacht Babel gestattet, über die Nationen zu herrschen. 70 Jahre ist die für Babylon festgesetzte Zeit, während der die Nationen dem baylonischen König dienen müssen, kein Jahr länger. Dann wird das Volk Israel in seine Heimat zurückgebracht.“

      Z: „Babylon hat die umliegenden Nationen aber viel länger als 70 Jahre bedrückt. Als Nebukadnezar im Jahre 625 v.u.Z. König wurde, war Babylon schon eine Weltmacht und blieb es bis zum Jahre 539 v.u.Z., als Babylon durch Medo-Persien gestürzt wurde.“

      W: „Woher wissen Sie, dass Nebukadnezar im Jahre 625 König wurde? Das steht einzig und allein im Wachtturm geschrieben. Das kann man in keinem Lexikon oder Geschichtsbuch und keinem historischen oder archäologischen Dokument des Altertums oder der Neuzeit lesen. Nichts spricht für, aber alles gegen das Datum der WTG. Die Experten sind sich ohne Ausnahme darin einig, dass Nebukadnezar im Jahre 6o5 zu herrschen begann. Und 18 Jahre später, im Jahre 587, zerstörte er den Tempel Jerusalems und die Stadt und führte das Volk Israel ins Exil, das 50 – und nicht 7o – Jahre dauerte.“

      Z: „Es gibt Theologen, die keine ZJ sind, und ebenfalls von einem ‚70-jährigen Exil’ sprechen.“

      W: „Ich weiß. Aber kein einziger Theologe bestreitet, dass Jerusalem im Jahre 586-7 zerstört wurde. Auf die 70 Jahre kommen sie nur, weil sie die Deportationen in den vorangehenden 20 Jahren mitzählten. Wenn JZ diese auch mitzählen würden, kämen sie auf 90 statt 70 Jahre.
      Um aber auf unseren ursprünglichen Streitpunkt zurückzukommen: Die Worte in Jeremia 29:10 ‚... 70 Jahre in Babylon ...’ in Ihrer Neuen-Welt-Übersetzung sind nicht nur falsch interpretiert, sondern auch total falsch übersetzt. Das kann ich Ihnen in Ihrer eigenen Studienbibel beweisen.“

      Z: „Wie wollen Sie denn dieses Kunststück fertig bringen? Wir schießen uns doch kein Eigentor.“

      W: „Das wäre nicht das erste Eigentor, das JZ schießen. Ein paar Sekunden bitte.“ (W. holt die von der WTG herausgegebenen Studienbibel und schlägt den Anhang 3B auf Seite 1634 auf.) „Die hebräische Präposition ‚le’, die in dem fraglichen Text in Ihrer Übersetzung mit ‚in’ übersetzt wird, kann zwar mehreres, aber niemals ‚in’ bedeuten. Schauen Sie und lesen Sie bitte mit: „le = zu, für, nach, von, gegen“. Alle Übersetzungen haben ‚le’ mit ‚für’, nur die NWÜ mit ‚in’ wiedergegeben. Ist das etwa kein Eigentor?“

      Z: „Dazu kann ich jetzt nichts sagen.- Mit der Übersetzung ‚für Babylon’ kann ich auch nichts anfangen. Wenn das Ende Babylons als Weltmacht im Jahre 539 kam – und in dem Punkt sind wir uns ja einig, dann müssten die ‚70 Jahre für Babylon’ im Jahre 609 v.u.Z. begonnen haben. In diesem Jahr geschah nichts Besonderes, und Baylon war schon lange eine alle Nationen unterdrückende Weltmacht.“

      W: „Das ist ein Irrtum. In diesem Jahre hörte Assyrien auf, eine Weltmacht zu sein, und Babylon nahm dessen Platz ein. Babylons Vorherrschaft über die Nationen begann nicht vorher.“

      Z: „Wurden Assyriens Hauptstädte Assur und Ninive nicht lange vorher erobert und zerstört?“

      W: „Diese Städte fielen in den Jahre 614 und 612, was aber nicht das Ende der Vorherrschaft Assyriens war. Denn der assyrische König floh danach in die Provinz-Hauptstadt Harran und übte seine Weltmachtstellung von dort weiterhin aus. Erst mit der Eroberung Harrans durch Babylon im Jahre 609 kam es zum endgültigen Ende Assyriens. Jetzt diente die bis dahin mächtigste Nation wie auch viele andere Nationen dem König von Babylon 70 Jahre. Genau so wurde es durch den Propheten Jeremia vorausgesagt, und ebenso genau hat sich die Prophezeiung auch erfüllt. Ist es nicht begeisternd, wie exakt sich Gottes Wort über die 70 Jahre für Babylon erfüllt haben?

      Z: „Wenn man das so sieht, schon.- Aber ich möchte noch eine Lanze für 70 Jahre in Babylon brechen.“

      W: „Sie wären kein echter ZJ, wenn Sie das nicht versuchten. Ich bin neugierig, welchen Beweis Sie noch zugunsten einer 70-jährigen Gefangenschaft anführen.“

      Z: „Ja, das kann und will ich mit Sacharja 1:7, 12 und 7:4, 5 tun. Diesen Texten können Sie deutlich entnehmen, dass die Zerstörung Jerusalems und die babylonische Gefangenschaft 70 Jahre andauerten. Darf ich Ihnen die Verse 4 und 5 aus Kap.7 vorlesen?“

      W: „So sehr ich mit den Versen vertraut bin – bitte lesen Sie sie; ich liebe das Buch Sacharja.“

      Z: (liest vor:) „Und das Wort Jehovas der Heerscharen erging weiter an mich und lautete: ‚Sprich zu dem ganzen Volk des Landes und zu den Priestern: ‚Wenn ihr gefastet habt und es ein Wehklagen gab ... und das 70 Jahre lang ...’“ Diese Fastenzeit und Zeit des Wehklagens von 70 Jahren beziehen sich auf die 70 Jahre der Gefangenschaft in Babylon.“

      W: „So haben Sie es in den Schriften der WTG gelesen, aber das stimmt nicht ganz. Um zu verstehen, wann diese 70 Jahre des Fastens begannen und wann das Wehklagen endete, müssen Sie auch den Kontext berücksichtigen; würden Sie bitte den Vers 1 vorlesen?“

      Z: (liest V.1) „Überdies geschah es, dass im vierten Jahr des Königs Darius das Wort Jehovas an Sacharja erging, - “

      W: (unterbricht) „Danke! Das vierte Regierungsjahr des Königs Darius war das Jahr 519 v.u.Z.; das lehrt auch die WTG. Dauerte zu diesem Zeitpunkt das Wehklagen, weil der Tempel und die Stadt noch (halb) zerstört waren, immer noch an??“

      Z: (verunsichert) „Ja.“

      W: „Kurioserweise wird das auch im ‚Theokratie’-Buch der WTG (auf S. 235) zugegeben, wo es heißt, dass man sich der Dinge, die zur Zerstörung des Tempels und ins Exil der Juden führten, ‚bis zum Jahre 519 v.u.Z. durch ein Fasten erinnerte, das heißt ab Beginn der Belagerung Jerusalems’“

      Z: „Wieso sagen Sie ‚kurioserweise’?

      W: „Haben Sie noch nicht bemerkt, dass sich die WTG mit dieser Auslegung schon wieder ein Eigentor geschossen hat? Alle ZJ sagen, dass Jerusalem im Jahre 607 zerstört wurde. Rechnen Sie es nach: Vom Jahre 607 bis zum Jahre 519 ergeben 88 Jahre! Sacharja spricht aber nur von 70 Jahren des Fastens und Wehklagens. Diese 70 Jahre ab dem Jahr 519 zurückgezählt, und wir kommen zum Jahr 589, dem Beginn der Belagerung Jerusalems, die ca. zwei Jahre dauerte und mit der die Zeit des Fastens und der Wehklage begann. Ca. zwei Jahre später wurden die Stadt und der Tempel zerstört, und die Bevölkerung kam für 50 Jahre ins Exil. Die Schriftstellen aus dem Buch Sacharja widerlegen somit das, was die WTG damit beweisen will.“

      Z: ist sprachlos und hat nichts mehr zu sagen. Zwei Eigentore in so kurzer Zeit können auch einem Vollblut-
      ZJ die Sprache verschlagen.

      1. Matthäus@Paul Z21

        Und das Problem warum es trotz unwiderlegbarer Beweise die LK nicht zulässt dass diese falsche Lehre endlich begraben wird, es hat damit zu tun, wie es der ehemalige Kreisaufseher sehr gut erklärte:

        Einheit auf Kosten der Wahrheit?

        „Die Zeiten der Nationen näher betrachtet“, von Carl Olof Jonsson:

        „Wie bereits ausgeführt, erschüttern die Schlussfolgerungen, die in diesem Buch gezogen werden, einige der autoritären Ansprüche und Endzeitdeutungen der WTG. Sie können daher für einige Unruhe in den Reihen der ZJ sorgen, und die Führung der Gemeinschaft befürchtet offensichtlich, dass es mit der Einheit der Herde vorbei sein wird, wenn sie veröffentlicht werden. Doch Glaube muß mit historischen Fakten in Einklang sein. Ich bin daher zuversichtlich, dass es unter wahren Christen nicht den Frieden und die Einheit stören wird, wenn die Tatsachen über dieses Thema veröffentlicht werden. Wahre Einheit ist auf Liebe gegründet, denn die Liebe ist das ‚vollkommene Band der Einheit’ (Kolosser 3:14).

        Doch leider gibt es auch eine falsche Einheit, die nicht auf Liebe, sondern Furcht gegründet ist.

        Diese ‚Einheit’ ist charkteristiech für autoritäre Organisationen, politische wie religiöse. Sie beruht auf angelernten Drill, mit dessen Hilfe die Leitung dieser Organisationen ihre Autorität und Herrschaft über die Anhänger aufrechterhalten will. Dabei braucht sich diese Einheit keineswegs auf Wahrheit zu gründen. In derartigen Organisationen überlassen die einzelnen ihre Gedanken-, Rede- und Handlungsfreiheit (und die damit verbundene Verantwortung) einer Zentralgewalt. Wer sich seine Denkfähigkeit bewahrt oder auf ihr als seinem Recht besteht, um Beweise abzuwägen und selbst ‚nachzuforschen, ob sich diese Dinge so verhalten’, ist automatisch in Gefahr. Jedenfalls trifft das ganz sicher auf Jehovas Zeugen zu. Doch es ist zu hoffen, dass sich noch genügend Zeugen ihre von Gott verliehenen natürlichen Fähigkeiten bewahrt haben, um diese erzwungene Einheit um jeden Preis grundlegend in Zweifel zu ziehen, wenn ihre Organisation von ihnen verlangt, ihr Leben auf eine Lüge aufzubauen.“

        Ein Leben, das auf eine Lüge aufgebaut ist? Ist das nicht eine zu drastische Formulierung?

        Nein, sie bezeugt nur die Einsicht über die Tragweite dieser Lehre, die – wie der Leittext dieses Kapitels sagt – „wie ein Krebsgeschwür um sich frisst“. Sie frisst das Leben des indoktrinierten ZJ auf, indem es ihn nur noch an die Erfüllung der von der LK auferlegten Pflichten denken lässt. Den ZJ, die den Wunsch haben, ihrem Gott ganzherzig zu dienen, wird eingeredet, dass nur ein solches Leben in Übereinstimmung mit der Forderung aus Römer 12:1 ist, sich selbst und das ganze Leben „als ein lebendiges, heiliges, für Gott annehmbares Schlachtopfer darzustellen, das ist ein heiliger Dienst gemäß eurer Vernunft.“ (NWÜ) Der Götze Organisation verschlingt das Leben der ZJ, die sich andächtig wie Schafe hinschlachten lassen. Mit dem Selbstbetrug über 1914/19 wird die LK zu einem falschen Gott gemacht, auf dessen Altar die dienstbereiten ZJ das Opfer ihrer Vernunft bringen. Und sie merken es nicht.

        Aufhebung der Anonymität eines bekannten ZJ,
        der in diesem Buch mehrmals zitiert wird

        Vor kurzem erreichte uns folgende Meldung aus Österreich: Der auf den Seiten 27 und 61 zitierte Älteste aus xxxxx legt keinen besonderen Wert mehr darauf, dass sein Name aus dem im Vorwort erwähnten Grund nicht genannt wird. Er sagte: „Meine Schreiben, die Ihr zitieren wollt und den Ältesten meiner Versammlung bestens bekannt sind, würden mich über kurz oder lang sowieso verraten. Warum soll ich nicht für das, was ich geschrieben habe einstehen, wenn doch alles wahr ist und meiner tiefsten Überzeugung entspringt? Mir ist klar, dass Worte von mir in Eurem Buch zu meinem Ausschluß führen, was ich nicht will, aber aus Liebe zur Wahrheit in Kauf nehmen sollte. Meine Freunde dürfen dann nicht mehr mit mir reden und mich noch nicht einmal grüßen, wenn sie nicht auch ausgeschlossen werden möchten. Ich entstamme einer größeren ZJ-Familie, aber ich bin froh, dass sich keiner von ihnen durch die Organisation fanatisieren ließ. Und meine (echten) Freunde sollten wissen, dass sie auch nach meinem Ausschluß zu jeder Zeit auf ein Kaffee oder Bier zu mir kommen könnten, um mit mir über Gott und die Welt zu plaudern. Ich hätte vollstes Verständnis dafür, wenn sie einen solchen Besuch zu ihrem Schutz nur in der Dunkelheit der Nacht durchführten (wie Nikodemus, Johannes 3:1, 2).“

        Diese Worte sind für die Organisation ein Armutszeugnis, die aus Angst und zur Aufrechterhaltung ihrer erzwungenen Einheit zu dem radikalen Mittel der totalen Ächtung eines Menschen greifen muß. Es freut uns, dass sich xxxxxx aus xxxxx vor dem Bannspruch der Organisation nicht mehr fürchtet. Auch viele andere fürchten den Bannstrahl nicht. Die familiären Umstände sind offensichtlich anders als die von Bruder xxxx und erfordern Rücksichtnahme. Die erwartete Hexenjagd wird noch genug „Blut“ und Tränen fließen lassen.

        Um den Betrug von 1914 – 19 durchschauen zu können, ist es nicht notwendig, umfangreiche Nachforschungen mit so viel Genie wie Bruder Jonsson durchzuführen (andererseits sind wir froh, auf seine Forschungsergebnisse dankbar zurückgreifen zu können). Aufmerksames Bibellesen genügt. xxxxx schildert in dem Brief an seine Mitältesten das Beispiel einer Schwester, die mit Hilfe von zwei Stellen aus dem Bibelbuch Offenbarung 1914 als „Eiterbeule“ erkennen konnte. Der Fall hat xxxxx nicht mehr losgelassen und hat auch bei ihm Steine ins Rollen gebracht. Wie es der Schwester dann erging und wie „Rechtskomitees“ der Versammlungen funktionieren und arbeiten, zeigt der weitere Auszug aus xxxxx Brief:

        Die Erfahrung einer Schwester, die das „Krebsgeschwür 1914“ diagnostizierte
        ....... Ist das der einzige Fall von krasser Ignoranz einer eindeutigen biblischen Aussage? Leider nicht. In der Lehre der ZJ gibt es mehr solche Stolpersteine, die uns der zweite Präsident der WTG in den Weg gelegt hat. Für viele, die der Organisation uneingeschränkt (wie es im Wachtturm verlangt wird) vertrauen, haben solche Stolpersteine zu schweren Stürzen geführt. Auch dafür möchte ich ein Beispiel anführen, wie ich es in meinem Dienst als Kreisaufseher erlebt habe.

        Eine Schwester mit drei Kindern und einem ungläubigen aber toleranten Mann, die der Organisation als der rechten Hand Gottes rückhaltlos ergeben und in jeder Hinsicht der Prototyp eines vorbildlichen ZJ war, stolperte über die Worte in Offenbarung 9:12 und 11:14, 15. Immer wieder las sie diese Bibelverse auch im Zusammenhang und konnte aus ihnen ganz eindeutig nur eins herauslesen: Die dort geschilderten Ereignisse der fünften, sechsten und siebenten Trompete oder Posaune (auch als die „drei Wehe“ bezeichnet) ereignen sich in einer strengen, exakt festgelegten Reihenfolge. Nicht der geringste Zweifel kann daran bestehen; heißt es dort doch:

        „Das eine Wehe ist vorbei. Siehe! Zwei weitere Wehe kommen nach diesen Dingen.“ Und Kapitel 11: „Das zweite Wehe ist vorbei. Siehe! Das dritte Wehe kommt eilends. Und der siebte Engel blies seine Trompete. Und ....“ (Dann wird die Aufrichtung des Königreiches Gottes und die Herrschaft Christi als König über die ganze Welt angekündigt.) Das Hauptereignis in Verbindung mit dem dritten Wehe bzw. der siebten Trompete ist die Aufrichtung des Königreiches – haben wir ganz richtig gelernt. Wenn das im Jahre 1914 gewesen wäre, dann hätten ja die Ereignisse in Verbindung mit den sechs anderen Trompeten und den zwei vorangehenden „Wehe“ vor 1914 stattfinden müssen! Das haben wir aber niemals gelernt. Denn in Übereinstimmung mit dem Dogma über die Bedeutung des Jahres 1914 sah sich die Organisation gezwungen zu schreiben, dass „die in der Offenbarung geschilderten Ereignisse (wie die drei Wehe) nicht in strenger Reihenfolge angeführt werden.“ Hier irrte aber der Präsident Rutherford und somit die Organisation eindeutig. (Siehe die oben zitierten Verse aus der Offenbarung.) Denn was zumindest den chronologischen Ablauf der drei „Wehe“ betrifft, hat Gottes Wort eine strenge Reihenfolge festgelegt und offenbart.

        Die Schwester erkannte, dass die Organisation die Reihenfolge der Ereignisse der „sieben Trompeten“ auf den Kopf gestellt hat. Das große Finale der siebenten Trompete wurde vorgezogen und auf 1914 vorverlegt. Und über diejenigen, die es tatsächlich besser wissen als die Organisation, spottete der Wachtturm vom 1.11.80: „Einige Abtrünnige meinen sogar, besser Bescheid zu wissen als Gott, was die Reihenfolge von Ereignissen bei der Verwirklichung seiner Vorsätze betrifft betrifft. Zwei weitere Ursachen des Abfalls sind somit Undankbarkeit und Vermessenheit.“ …. Ist es nicht die Organisation, der man Vermessenheit vorwerfen kann, wenn sie so tut, als ob ihre Auslegung von Gott stammt? Die „Abtrünnigen“ wissen tatsächlich besser Bescheid als die Organisation (jedenfalls in den hier zur Debatte stehenden Punkten), was die Reihenfolge einiger prophetischer Ereignisse betrifft, weil sie so klare Aussagen wie Offb. 9:12 oder Matthäus 24:29 eindeutig auf ihrer Seite haben.

        In Matth.24:29 steht geschrieben: „Sogleich nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird sein Licht nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen im Himmel erscheinen, und dann ....“ Diese Worte Jesu sagen klipp und klar, dass erst „nach der Drangsal jener Tage“ dieses und jenes geschehen wird. Die Organisation weiß es aber besser als der Sohn Gottes und sagt, dass nach der großen Drangsal nichts mehr geschehen wird von all dem, was Jesus noch angekündigt hat. Darum werden von uns die Worte Jesu so verstanden: „Sogleich nachdem die Drangsal jener Tage begonnen hat, wird ...“

        Damit wird „nach“ in „während“ verwandelt – als ob es kein Unterschied wäre, ob man nach oder während der Arbeit nach Hause geht.

        Über diese Worte Jesu in Matth.24:29 hatten wir einen „aufklärenden“ Studienartikel im Wachtturm, mit dem auch offensichtlich unser Wachtturm-Studienleiter (obwohl er intelligent und lehrfähig ist) seine Schwierigkeiten hat – nicht nur ich. Der Artikel war wirklich eine tolle, cirkusreife Nummer der Gehirnakrobatik. Weil ich diese Gedanken nicht nachvollziehen konnte, wandte ich mich hilfesuchend an Brüder, die intelligenter sind als ich und musste folgendes feststellen: Nach dem Studium des Artikels ist es allen etwa so nach dem Motto von Goethe ergangen: „Da steh ich nun – ich armer Tor – und bin so klug wie zuvor.“

        So erging es auch der Schwester. Unsere eklatanten Widersprüche zu den angeführten Bibeltexten (von uns als „feste Speise“ bezeichnet, weil schwer verdaulich) ließen die Schwester nicht in Ruhe, und sie hatte das starke Bedürfnis, mit anderen Schwestern darüber zu reden. Die konnten ihr aber nicht helfen, und einige meinten: „Das ist doch nicht so wichtig.“ Für die Schwester war es aber sehr wichtig, denn schließlich stellte es eine Lehre in Frage, die die Organisation zu den grundlegenden biblischen Wahrheiten zählt. Daher konnte sie nicht schweigen, obwohl sie nicht mit jedem darüber sprach. Darauf klagte eine Schwester sie bei den Ältesten der Abtrünnigkeit an. Zwei Älteste besuchten sie. Als die Schwester merkte, dass sie sich in der Offenbarung besser auskannte als ihre Prediger, schickte sie die beiden wieder nach Hause. (was die Hirten natürlich wurmte).

        Als ich anlässlich einer Dienstwoche in der Nachbarversammlung bei der Mutter dieser Schwester zum Essen eingeladen war, war auch die Tochter zugegen und wollte mit mir unbedingt über ihre Schwierigkeiten sprechen, die sie mit den Auslegungen der gewissen Bibeltexte hatte. Als sie mit Matth.24:29-31 anfing und wir über die Wiederkunft Christi sprachen, kamen wir auch zwangsläufig auf den „treuen und verständigen Sklaven“ zu sprechen, den „der Herr bei seiner Ankunft ... über seine ganze Habe setzen wird.“ (Matth.24: 45-47) Ihre Fragen brachten mich ins Schwitzen; nicht, weil ich keine Antwort wusste, sondern wegen meiner Feigheit, ihr die Wahrheit zu sagen, was mir Schwierigkeiten bereiten könnte. Schließlich gab ich ihr zu verstehen, dass auch ich mit diesen Auslegungen meine größten Probleme habe und sagte ihr die Wahrheit durch die Blume. Intelligent wie sie war, begriff sie sehr schnell. Unser Gespräch hat sie so ziemlich zufrieden gestellt. Zum Schluß war sie innerlich nicht mehr so aufgewühlt. Nun hatte sie etwas zum Nachdenken. Sie verstand, dass der „Sklave“ im Umgang mit dem Worte Gottes nicht immer so „treu und verständig“ war, wie er ihrer bisherigen Überzeugung nach hätte sein müssen. Nun brauchte sie Zeit, um das zu verdauen. Sie versprach mir sogar, andere Schwestern nicht mehr mit solchen Gesprächen zu überfordern.

        Drei Wochen später wurde sie vor ein Rechtskomitee geladen. Man warf ihr Abtrünnigkeit und Sektiererei vor. Selbstverständlich sah sie diesen Vorwurf nicht ein, und sie verteidigte sich mit der Bibel. Deswegen kamen die Ältesten zu der Überzeugung, dass sie weder demütig noch bescheiden und schon gar nicht reumütig ist. Die Brüder des Komitees merkten gar nicht, dass sie mit keinem Wort der Bibel auf die biblischen Argumente der Schwester eingingen und immer nur sagten, was der treue und verständige Sklave sagt oder was der Wachtturm lehrt. Darauf verlor die Schwester ihre Selbstbeherrschung; ihre Nerven gingen durch, indem sie schrie: „Ich weiß, was im Wachtturm steht. Mich interessiert aber in erster Linie, was in der Bibel steht – ihr Deppen!“ Mit diesem Aufschrei sprang sie resignierend auf und lief ihren Hirten weinend davon.-
        Für zwei von diesen drei Hirten stand nun endgültig fest, dass dieses Schaf ein Wolf ist, vor dem die Herde geschützt werden muß. Damit nun niemand mehr mit ihr redet, wurde sie ausgeschlossen. Der Gemeinschaftsentzug traf sie wie ein K.o.-Schlag. Sie brauchte mehr als zwei Jahre, um sich von diesem Schlag zu erholen. Sie konnte es nicht fassen, dass sie nun bei allen Brüdern und Schwestern als Abtrünnige und Sektiererin galt und von allen – auch von den Verwandten (außer ihrer Mutter) – gemieden wurde. Sie brauchte lange, bis sie ihren inneren Frieden (ohne Organisation) wieder fand.

        Anläßlich meiner nächsten Dienstwoche in dieser Versammlung brachte ich meine Überraschung über den Ausschluß zum Ausdruck und fragte die Ältesten: „Seid ihr nicht zu rasant mit der Schwester umgegangen? War der Gemeinschaftsentzug wirklich notwendig?“ „Diese Fragen quälen mich schon die ganze Zeit“, platzte es aus einem der drei vom Rechtskomitee heraus. Ein anderer sagte zu ihm: „Du bist viel zu gefühlvoll“ – worauf der Bruder konterte: „Oder ihr seid zu gefühllos! Ich pfeif auf“ – er biß sich auf die Lippen und sprach kein Wort mehr.

        Diesen Fall, der keineswegs eine Ausnahme ist, habe ich etwas ausführlich geschildert, weil er für mich zu einer wegleitenden Erfahrung wurde, die mir einen gewaltigen Anstoß gab, unsere Hirtentätigkeit und die Rolle der Organisation in all unserem Tun zu überdenken. Wie war es möglich, dass Älteste, die ich als intelligente und warmherzige Menschen kennenlernte, wie Blechtrottel oder Roboter handeln – gefühllos und eiskalt?! Wer hat uns zu solchen Menschen gemacht, die es fertig bringen, Christen, die oft ein Beispiel im Glauben und in der Liebe sind, schlimmer als den letzten Dreck zu betrachten und dementsprechend zu behandeln?? Sind wir etwa so programmiert? Ist unser Glaube oder die Art und Weise wie wir die Schafe hüten wie einem Computer eingegeben? Wenn ein Mausklick oder Knopfdruck genügt, so dass wir so denken, glauben, handeln, fühlen, lieben und aufhören zu lieben wie es ein anderer – eine Organisation – will, dann liegt Abfall vom Christentum vor. So etwas ist nicht der Wille Gottes.

        So das war das letzte Zitat, zu diesem Thema!

        Lieber Paul, mögen die Gedanken, Fakten und Erlebnisse anderer,
        dir ein wenig zu denken geben!
        LG Matthäus

      2. Paul Z21

        Liebe "Bibelfreunde"!
        Ist das wirklich alles, was ihr zur Verifikation des Jahres 587 vuZ und Falsifikation des Jahres 607 vuZ auf- bzw. anzubieten habt?
        Es hilft doch nicht einfach zu behaupten 587 sei richtig und 607 sei falsch ohne dafür stichhaltige biblische oder logische Beweise vorweisen zu können. Der einfache Verweis auf das was andere sagen oder schreiben beweist doch gar nichts!
        Wie kommt man darauf das erste Jahr von Darius (Dan 9,1) auf 521 vuZ zu datieren? Nachdem Cyrus 539 vuZ Babylon eroberte ist es auf das Jahr 538 zu datieten! Wieso hätte Daniel über die 70-jährige Gefangenschaft nachdenken sollen, wenn diese schon 16 Jahre (537 -521) vorbei waren?
        Zu Jet 29,10 ist zu sagen, dass auch wenn es heißt 70 Jahre "für" Babylon das Jahr 607 nicht erschüttert wird auch nicht durch das vermeintliche "Sacharjaeigentor"!
        Geht es Euch wirklich um biblische Wahrheiten oder nur darum, die LK der ZJ als Autorität auszuschalten?
        Ich bizte um ehrliche Antworten und stichhaltigen Beweisantritt zur Verifikation des Jahres 587 vuZ bzw. Falsifikation des Jahres 607 vuZ für das Jahr der Zerstörung Jetusalems.
        Liebe Grüße "der Verwunderung" aus dem neuzeitlichen Beröa

        1. Tomaso

          Hallo Paul,

          welche Belege aus der Schrift willst du denn noch? Ich habe in meinem Kommentar 2 Bibeltexte aus 2. Könige angeführt, die zeigen, dass Jerusalem erst bei der Belagerung 589-587 eingenommen wurde.
          Und zu deiner Frage bzgl Darius ließ mal das Buch Haggai. Das 2. Jahr des Darius ist das Jahr 520 v Chr. Da fing man an den Tempel wieder aufzubauen welcher dann 515 v Chr eingeweiht wurde. Logischerweise ist 521v. Chr dann das erste Regierungsjahr.

          LG Tomaso

        2. bruderinfo1

          Hallo Paul Z21,

          diese Diskussion kannst Du nicht gewinnen. Fakten bleiben immer Fakten, egal wieviel WT Argumente Du aus dem Einsichten Buch kopierst.

          Wenn das Jahr 539 für Dich ein Fakt ist, dann geht das ausschließlich mit den von dir verworfen Quellen der "babylonischen Welt". Das ist ein Fakt, den Du einfach akzeptieren musst oder Du lässt es. Jede weitere Diskussion ist dann aber zum Scheitern verurteilt, weil Du durch nichts und niemanden zu überzeugen bist. Ich kann nicht mehr zählen mit wieviel WT Apologeten ich schon endlos über 607/587 diskutiert habe.

          Wenn Du dann diesen Fakt endlich akzeptiert hast, dann kannst Du auch gleich akzeptieren, dass es ca. 3mal so viele Beweise für die Zerstörung Jerusalems im Jahre 587 gibt wie für das Jahr 539, also der Einnahme Babylons.

          Das schönste ist aber dass das Jahr 587 sich mit allen von Dir zitierten Bibelversen deckt, Daniel, 2. Chronika, Jeremia.

          Ich hatte mal eine Diskussion auf BI mit jemanden, der allen ernstes behauptet hat das Geozentrische Weltbild sei falsch und nicht nur unsere Sonne sondern das ganze Universum würde sich um die Erde drehen.

          Genau auf dem gleichen Niveau finden diese endlosen Diskussion um ein vollständig bestätigtes und bewiesenes Datum statt.

          Die Bibel und das Jahr 587 sind in vollständigem Einklang. Das Jahr 607 widerspricht allem, vor allem der von Dir zitierten Logik.

          Lg
          Bruderinfo1

          Lg

        3. Matthäus@Paul Z21

          Lieber Paul,
          also ich kann auf deine Erwiderung nur eins feststellen, entweder du hast die vielen BIBLISCHEN Beweise (wie von dir gefordert) nicht gelesen oder du ignorierst alles was von einer anderen Quelle stammt als der LK. Nur so kann ich deine Worte

          >>> Geht es Euch wirklich um biblische Wahrheiten oder nur darum,
          die LK der ZJ als Autorität auszuschalten? <<<

          ….. interpretieren. Welche Wahrheit oder Aufforderung kommt aus Gottes Wort? Werden wir aufgefordert irgend einem selbsternannten Sklaven oder Lehrer zu folgen?

          Hier sind eindeutige Worte - achte auf Vers 27!

          1. Joh. 2: 23 Denn wer sich gegen den Sohn stellt, der stellt sich auch gegen den Vater. Doch wer sich zum Sohn bekennt, der hat auch Gemeinschaft mit dem Vater. 24 Lasst euch also nicht von dem abbringen, was ihr von Anfang an gehört habt. Wenn ihr daran festhaltet, dann werdet ihr für immer mit Gott, dem Vater, und mit seinem Sohn Jesus Christus verbunden sein. 25 Denn genau das hat uns Gott zugesagt: ewiges Leben bei ihm. 26 Das müsst ihr über diese Leute wissen, die euch vom richtigen Weg abbringen wollen. 27 Doch der Heilige Geist, den euch Christus gegeben hat, er bleibt in euch. Deshalb braucht ihr keine anderen Lehrer, der Heilige Geist selbst ist euer Lehrer. Was er euch sagt, ist wahr und ohne Lüge. Haltet also an dem fest, was euch der Geist lehrt, und bleibt bei Christus.

          LG Matthäus

          1. Matthäus@Paul Z21

            Was ich noch nachlegen muss, dies hat zwar nicht unmittelbar mit der Frage 607 oder 587 zu tun, und doch belegt es dass die Org ihre Gläubigen zum Götzendienst verleiten will. Das ist nicht einfach eine böse Behauptung sondern dieses Zeugnis stellen sie sich durch Handlungen, Belehrungen und nachlesbaren Lit. Zitaten selbst aus - hier nur ein 2 Beispiele:

            http://de.jw-archive.org/image/123397449071

            ...wozu führt das?

            Wachtturm 1. November 1990
            Als Christen stehen wir heute vor ähnlichen Herausforderungen. Wir können uns an keiner Form neuzeitlichen Götzendienstes beteiligen — handle es sich um Gesten, durch die Bilder oder Symbole verehrt werden, oder darum, einer Person oder einer Organisation Rettung zuzuschreiben (1. Korinther 10:14; 1. Johannes 5:21).

            Was wird heute um diese JW.org für ein Hype gemacht, ein Kult der nicht nur an Verehrung grenzt, dieses Symbol wird hochgehoben und ist die neuzeitliche "goldenes Kalb" Anbetung.

            EINER ORGANISATION RETTUNG ZUSCHREIBEN STEHT OBEN IM WT - und woher soll die Rettung kommen?

            Wenn wir uns indes von Jehovas Organisation zurückziehen, können
            wir nirgendwo sonst Rettung erlangen.
            Der Wachtturm, 15. September 1993, S. 22

            Also lieber Paul, wie lange noch willst du dich noch
            zum Götzendiener machen lassen?
            LG Matthäus

        4. Hallo Paul,
          es fällt mir auf mit welchem Eifer Du das Jahr 607 verteidigst.Tatsache ist das es keine Beweise für 607 gibt,aber eine Menge dagegen.Ich erinnere mich noch gut an die Zeit als 1975 als sicher berechnet hingestellt wurde,auch hier gind man von dem Jahr 607 aus.Was kam dann am Ende der Voraussage heraus,die ORG hat sich als falcher Prophet geoutet 5.Mose 18.22.
          Nun wird versucht mit irgendwelchen Pseudo Daten,schnell die LK Autorität aufrecht zu halten,eine Autorität,weche sie nie hatte und alleine,die Unwahrheit sie wäre Gottes Mitteilungskanal ist lächerlich.
          Nun will sie mit allen Mittel versuchen nicht entarnt zu werden und bring soetwas,für mich lächerliches wie die Generationenüberlappung in die Welt.Klar nach den Kindesmissbrauchsskandalen und en dadurch entstandenen Kosten,will man halten was man kann um weiter den Spendensegen zu geniessen.
          Was feststeht ist das die ORG niemals von Gott oder Christus irgend einen Auftrag oder besondere Einsicht erhalten hat.Das einzige was sie nutzten waren Angst und Verunsicherung.
          Im übrigen sei noch erwähnt das die WTG nicht hauptsächlich auf Russel aufgebaut wurden,sondern auf Rutherfort,gleichzetig blieben die Bibelforscher aktiv,welche diese Form der Organisation strickt ablehnten.
          Rutherfort war sehr am Machterhalt interessiert,wohl mehr wie an der Wahrheit und ließ nach irgendeinem Beweis für das Jahr 607 suchen,aber niemand fand diesen,so stellte man einfach die Behauptung auf es wäre so und Kritiker warf man ganz schnell raus,um sie Mundtod zu machen.
          Überhaupt,aus welchem Grund sollte Jesus unsichtbar wiederkommen,wo er doch ganz etwas anderes gesagt hatte?Und wozu eine ORG die nicht eine einzige wahre Prophezeihung gemacht hat?
          Die Grundwahrheiten,keine Dreieinigkeit,keine Hölle waren schon vorher bekannt und die Lehre von 144000 welche in den Himmel kommen ist auch nicht stichhaltig zu beweisen.

        5. Hallo Paulemann
          sieh mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Dareios_I.
          Dareios I. besiegte im Mai 521 Babylons König Nebukadnezar IV. und begann seine Herrschaft.
          Im 4. Jahr seiner, Dareios I, Herrschaft trug sich Sacharja 7 zu
          Vers 1: Es geschah aber im vierten Jahr des Königs Darius, dass das Wort des Herrn an Sacharja erging, am vierten Tag des neunten Monats, im [Monat] Kislev
          Verse 4,5 Da erging das Wort des Herrn der Heerscharen an mich folgendermaßen: 5 Rede zu dem ganzen Volk des Landes und zu den Priestern und sprich: Wenn ihr jeweils im fünften und siebten Monat gefastet und geklagt habt, und zwar schon diese 70 Jahre — habt ihr denn da für mich gefastet....
          Jetzt rechne mal 70 Jahre zurück und du kommst auf den Fall Jerusalems und 2 Monate vorher auf die Ermordung Gedaljas.
          Das setzt allerdings voraus, dass du die weltliche Geschichte, die penibel studiert und dargelegt wurde, akzeptierst.
          Wenn du weiter am Rockzipfel der WT AG hängst, dann kann dir niemand helfen, schon gar nicht, weil deren blasphemischen Voraussagen - 1914,1915,1925.....1975 allesamt das Papier nicht Wert waren, worauf sie gedruckt wurden und von den hohen Herren dort oben bis dato keiner es für nötig befand, sich in Sacktuch und Asche zu kleiden und öffentlich zu bereuen.
          Da hat selbst der König und der Adel von Ninive ggü Jona als Propheten Gottes Einsicht und Reue bekundet.
          Und die WT AG steht wider besseres Wissen vor ihrem Scherbenhaufen der Geschichte. Am Tag der Abrechnung werden die Hosen der verantwortlichen dort so eng werden, dass sie alle vom Dienstamt entbunden sein werden -ö Im Sinne der jetzt eingeführten Praxis.

          1. das 4. Jahr seiner Herrschaft war somit 517 vor unsere Zeitrecnung - habe ich vergessen im obigen Artikel einzuflechten

        6. Ron West

          Lieber Paul Z21,

          schon eine ganze Weile beobachte ich Dein Verhalten. Du forderst andere auf für Dich zu denken. Scheinbar bist Du jedoch mit den Aussagen nicht zufrieden, obwohl die Beweisführung der Kommentarschreiber schlüssig ist. Auch bist Du nicht mit den Aussagen der LK zufrieden. Ich kann Dir nur empfehlen, alles unter Gebet zu bedenken. Um Sicherheit in Deiner Gedankenwelt zu erhalten benötigst Du wie auch wir alle die Hilfe Jesu. Bitte darum, das sich Dein Herz öffnet und Du dadurch bereit bist "wirklich" die Antworten zu erfassen und aufzunehmen. Denn im Augenblick habe ich den Eindruck, Du schwankst wie ein angeschlagener "Boxer". Auch wenn die Antworten/Kommentare Dir persönlich wehtun, weil Sie nicht in Deine angelernte JZ-Lehre passen, bitte ich Dich darum einfach gedanklich einen Schlußstrich zu ziehen.
          Versuche Dich in die Lage eines Menschen zu versetzen, der noch nie etwas von der Bibel gehört oder gelesen hat. Dadurch wirst Du in die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen die nichts mit der JZ-Lehre zu tun haben. Denn bis jetzt hast Du nur Fragen gestellt, die ein nachdenklicher Zeuge Jehovas stellt, nur um festzustellen ob das stimmt was JZ bisher gelehrt haben.
          Es ist jedoch nicht von Bedeutung für einen Nicht JZ, ob die Lehre stimmt oder nicht. Jemand der die Bibel kennenlernen möchte, will wissen was die Bibel zu seinen Fragen sagt. Er fragt sich grundsätzlich nicht: "Was sagen Jehovas Zeugen dazu?" Denn die sind für ihn nur eine unter vielen Religionen die behaupten die Wahrheit zu lehren. Deshalb bleibt nichts anderes übrig, als unabhängig von irgendwelchen Belehrungen sich nur mit der Bibel zu beschäftigen um herauszufinden was richtig ist.
          Öffne Deine Augen und Ohren und ganz besonders Dein Herz für die Worte der Bibel und bitte Gott im Gebet darum, das Jesus Christus Dir durch den heiligen Geist Verständnis geben möge.

          Gruß Ron

        7. Denker

          An alle
          ich möchte mich auch mal kurz mit einschalten, weil mich dieses Thema eigentlich nervt.
          Paul verteidigt mit aller Gewalt das Jahr 607 alle anderen versuchen ihn zu zeigen das es nicht so sein kann und weisen auf das Jahr 587/86 . Für meinen Glauben an Jehova und seinen Sohn Jesus hat es überhaupt keine Bewandtnis ob dieses Jahr oder das andere Jahr richtig ist.
          Aber eine Frage hätte ich an Paul: wo in der Bibel werden wir aufgefordert überhaupt irgend ein Jahr zu errechnen, damit will ich nicht sagen das man es nicht darf oder kann, aber denk doch bitte mal an Apostelg. 1:6,7&8. Und was den Rechen-weg von 607 bis 1914 anbelangt er ist sehr kompliziert oder?
          Zum Schluss bleibt nur noch übrig zu sagen die Org. muß das Datum verteidigen, weil wenn 607 und damit 1914 fällt dann fällt sie auch.
          Einen schönen Tag noch an alle

  4. Paul Z21

    Liebe Kommentarschreiber! (korrigierte Fassung)
    Ich muss zugeben, dass für das hier zuletzt wiedergegebene Verständnis, dass sich die "Generation", von der Jesus in Mt 24,34 sprach, auf das fleischliche Geschlecht der Juden bezog und bezieht, durchaus eine gewisse Logik streitet. Letztlich überzeugen konnte mich diese Auslegung aber nicht und zwar aus folgenden Gründen nicht:
    Diese Auslegung wird seit Jahrhunderten in der Christenheit gelehrt und vertreten, sogar ein Neuapostel hat mich mal im Haus-zu-Haus-Dienst mit diesem Verständnis konfrontiert. So gesehen muss die hier dargebotene erneute Betrachtung als eine Rückkehr zum "Funsellicht" Babylons der Großen, deren hervorstechendster Teil die Christenheit ist, betrachtet werden.
    Das griechische Wort genéa kann sowohl Generation als auch Geschlecht bedeuten; einige wenden ein, wenn Jesus wirklich Geschlecht gemeint hätte, müsste im Griechischen génos und nicht genéa stehen, denn dann wäre es eindeutig.
    Spätestens seit den Worten Jesu aus Mt 23,37-39 ist klar, dass das fleischliche Israel, soweit es nicht zu Jesus umkehrt, von Gott verworfen wurde und keine Rolle mehr in der Verwirklichung des göttlichen Vorsatzes, auch nicht im Zusammenhang mit den göttlichen Verheißungen und Prophezeiungen spielt. An dessen Stelle ist spätestens mit der Gründung der Christenversammlung das geistige Israel (Gal 6,16) getreten. Von daher ist es durchaus berechtigt, mit der "Generation" sowohl gesalbte Nachfolger des ersten Jahrhunderts als auch der Neuzeit in Verbindung zu bringen.
    Vor allem aber die Konsequenz dieses Verständnisses bereitet mir als Christ, der fest auf dem Funda-ment des Evangeliums steht, extremes Unbehagen und Kopfzerbrechen: Jesu Worte über die "Generation" haben für Jünger und Nachfolger Jesu in der weit fortgeschrittenen Zeit des Endes kaum bzw. fast gar keine Relevanz mehr. Dass die Juden als Gesamtheit und als Volk bis zur großen Drangsal, bis Harmagedon und bis zu Jesu Wiederkunft in Macht und großer Herrlichkeit nicht vergehen werden, ist offenkundig und bedarf keiner weiteren Prüfung, Beurteilung oder Beobachtung. Auch das Gleichnis vom Feigenbaum wäre längst vergangener Schnee von gestern. Die Worte Jesu in messianischer Vollmacht "Wahrlich (Amen), ich sage Euch: ... Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte werden nicht vergehen" in allen drei synoptischen Evangelien: kalter Kaffee, hat sich längst erfüllt!
    Wir müssen uns entscheiden: Nehmen wir Gottes Wort wörtlich oder ernst? Nur wenn wir es (geisterfüllt) ernst nehmen, werden wir uns vom Buchstaben, der bekanntlich tötet (arg. 2 Kor 3,6) lösen hin zu dem lebendigen Geist.
    Ich erkenne an, das hier der durchaus ernsthafte und aufrichtige Versuch unternommen wurde, dem gegenwärtigen Verständnis der LK zu der "Generation", wie es zum Beispiel in der auch hier behandel-ten Ansprache von Bruder Splane dargestellt wurde, ein alternatives Verständnis gegenüber zu stellen, das zumindest zum Nachdenken anregt. So weit, so gut
    Dessen ungeachtet wird dadurch meines Erachtens das derzeitige Verständnis weder widerlegt noch erschüttert. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die diesem Verständnis zu Grunde liegenden biblischen Prämissen derzeit nicht ohne weiteres widerlegbar sind, es sei denn man tut die Bibel als reines Menschenwort in die Knie zwingen. Das betrifft in diesem Zusammenhang vor allem die Länge der "bestimmten Zeiten der Nationen" (Lk 21,24) als auch das Jahr 607 vuZ. als das Jahr der Zerstörung Jerusalems durch die Babylonier.
    Es ist mir völlig gleichgültig, wie viele außerbiblische Zeugnisse, Kodizes, Chroniken und sonstigen Schriften und Schriftfragmente von Carl Olof Jonsson gesammelt werden mögen, um übereinstimmend auf das Jahr 587 vuZ. als Jahr der Zerstörung Jerusalems hinzuweisen oder dieses zu bestätigen. Historisch feststehend und gesichert ist jedenfalls das Jahr 537 vuZ. als das Jahr der Rückkehr der Juden aus dem babylonischen Exil. Fest steht nach dem biblischen Zeugnis außerdem, dass die Gefangenschaft von den "Verwüstungen Jerusalems" bis zur erneuten Landnahme 70 Jahre angedauert hat. Dafür stehen die Propheten und Bibelschreiber Daniel (Dan 9,2), Jeremia (Jer 25,11.12) und Esra (2 Chr 36,21). Von diesen war Daniel ein Zeitzeuge, der sowohl 607, 587 und 537 vuZ. am Leben war. Demgemäß kann die Zerstörung Jerusalems nur auf das Jahr 607 vuZ. datiert werden. Alles andere stempelt Gottes Wort als Lügengebäude ab. Enthält die Bibel etwa nur Glaubenswahrheiten und nicht auch historische Wahrheiten? Urteilt selbst!
    Infolgedessen ist es auch vertretbar, die 7 symbolischen Zeiten aus Dan 4,25 zur Bestimmung der Länge der "Heidenzeiten" oder "bestimmten Zeiten der Nationen" nach dem Grundsatz „scriptura sacra sui ipsius intrepres“ heranzuziehen. Weiter entspricht es der Anwendung wissenschaftlicher und dogmatischer Auslegungsregeln zu schussfolgern, dass Jesus mit dem Jerusalem in Lk 21,24, das zertreten werden würde, nicht die buchstäbliche Stadt oder das jüdische Volk, sondern "die Stadt des großen Königs" (Mt 5,35) stellvertretend für das davidische Königreich auf dem Thron Jehovas (sensus anagogicus) meinte. Dass dem Kommen (erchómenon) Jesu seine unsichtbare Gegenwart (parousía) als verherrlichter inthronisierter König vorausgeht, ist genauso vertretbar und derzeit weder mit logischen, noch historischen oder theologischen Beweisen und Argumenten zu widerlegen.
    Wäre es nicht ehrlicher und wahrhafter zuzugeben, dass wir die "Generation" derzeit nicht besser erklären oder verstehen können, als es zuletzt Bruder Splane getan hat?
    Urteilt selbst!
    Habt Mut zur Wahrheit!

    Viele Grüße aus dem neuzeitlichen Beröa, wo noch die Maxime gilt: "... wir nehmen jeden Gedanken gefangen, um ihn dem Christus gehorsam zu machen" (2 Kor 19,5) und wo man sich bewusst ist, dass alles andere nur zu dem führt, das der Apostel Petrus in 2 Pt 2,22 wie folgt umschreibt:
    "Es ist ihnen ergangen, wie das wahre Sprichwort sagt: "Der Hund ist zum eigenen Gespei zurückgekehrt und die gebadete Sau zum Wälzen im Schlamm!"

    1. Tomaso

      Hallo Paul,

      ich möchte eigtl nur auf den Punkt mit der Zerstörung Jerusalems eingehen.
      Beachte folgende Texte:
      2.Könige 25:1: Da erschien Nebukadnezzar im neunten Regierungsjahr Zidkijas (589 v Chr.) mit allen seinen Truppen vor Jerusalem. Rings um die Stadt ließ er einen Belagerungswall aufschütten. Am 10. Tag des 10. Monats begann die Belagerung und sie dauerte bis ins elfte Regierungsjahr Zidkijas. (587 v Chr.).

      2.Könige 25:8: Im 19. Regierungsjahr Nebukadnezzars (587/586) , am 7. Tag des 5. Monats, traf Nebusaradan, der Befehlshaber der königlichen Leibwache, einer der engsten Vertrauten des Babylonierkönigs, in Jerusalem ein.
      (Jahreszahlen von mir eingefügt.)

      Somit macht eine Zerstörung 607 v. Chr. bereits keinen Sinn. Warum sollte Nebukadnezar denn seine Truppen die Stadt belagern lassen, wenn sie schon eingenoimmen wurde? 😉

      Zu Daniel ließ mal folgenden Text:
      Daniel 9:2 Inzwischen war der Meder Darius, der Sohn von Xerxes, König über das Babylonische Reich geworden. In seinem ersten Regierungsjahr (521 v. Chr.) dachte ich darüber nach, was wohl die siebzig Jahre bedeuten, von denen ich in den Heiligen Schriften gelesen hatte. So lange nämlich sollte – nach einem Wort des Herrn an den Propheten Jeremia – Jerusalem in Trümmern liegen.
      Daniel 9:24 b Dann erst ist die Auflehnung gebüßt und die Schuld vergeben. Dann bringt Gott alles für immer in Ordnung. Dann lässt er das Prophetenwort in Erfüllung gehen und der Tempel wird von neuem geweiht. (Jahreszahl auch von mir)

      Wieso sollte Daniel darüber nachgrübeln, was es mit den 70 Jahren auf sich hatte, wenn diese 537 v. Chr. schon vorüber wären?

      LG Tomaso

      1. Tomaso

        Im Übrigen wurde der 2. Tempel erst 515 v. Chr. fertiggestellt, daher war dann erst die 70 jährige Verödung vorüber. Ist auch ein historisch feststehendes Datum.

    2. Hallo Paul,
      nun ob Israel heute noch eine Bedeutung hat sei dahingestellt.Nach meiner Ansicht würde ,das was Dhristus gesagt hat aus dem Zusammenhang genommen.Früher kam es mir immer so vor als fehle etwas,denn nichts deutet in seinen Worten darauf hin das er 1914 unsichtbar wieder kommen würde.Warom auch,er ist dorch schon seit seinem Tod als Mensch unsichtbar im Himmel.Das ganze gerechne um 1914 ist erstens im Wiederspruch zu dem was Christus sagte(er kannte weder Zeit noch Stunden,des weiteren ist es nicht unsere Sache über Zeitabschnitte Kenntnis zu haben) und zweiten stimmt die Rechnung nicht,selbst wenn man eine Generation anders bezeichnet so wäre diese bei ca.40 Jahren anzulegen(Generation,nicht Menschenleben,welchem man ca.70-80 Jahere zuschreiben kann,wie die Bibel es ausdrückt,nicht 120).der einzige Zweck sich an 1914 zuKlammer ist,der Machterhalt einer selbsternannten Leitenden Körperschaft,von welcher nie in der Bibel die Rede war und welche spätetens mit dem Jahr 1975 bewiesen hat das sie fasche Propheten sind,noch mehr nicht eine einzige von ihren Ankündigungen hat sich erfüllt.Sobald etwas in der ORG auftauchte was man nicht gerne sah,wurde mit allen Mittel versucht die Sache zu verschweigen,der Höhepunkt dieser Praktik sind die Kindesmissbrauchfälle.
      Wraum sollte sich Christus solcher Leute bedienen?
      Was Du über das Jahr 607 schreibst ist aus den von Dir angegebenen Bibelstellen nicht heraus zu lesen,es sei denn man will es so sehen.
      Hier sind einige Artikel über 607 geschrieben worden,auch darüber wie dringend die ORG dieses Jahr gesucht hat damit ihre Rechnung zu erklären.
      Was Splane und die anderen sechs da von der Generationsüberlappung versuchen zu erklären,ist für mich einfach nur lächerlich.Wenn sie behaupten von Christus eingesetz zu sein,so sollen sie dies durch Zeichen und Wunder belegen,Jesus sagte zu den Menschen damals ...glaubt mir der Wunder wegen und Paulus sagte,daß sein Ausweis die Wundertaten sind.Sicherlich steht in der Bibel,das Wunder hinweg getan werden,aber wann,wenn das Vollkommene gekommen ist,diesen letzten Teil lassen ZJ ganz weg wenn sie den ersten Teil zitieren wenn es heisst das Wundertaten weg getan werden,klar ihre LK kann nicht mal einen Grashalm grün machen und auch keine ihrer Vorhersagen ist eingetroffen.was beweist das sie nicht von Christus eingesetz wurden und somit nicht den Funken einer Autorität haben.Im Gegenteil,wie viele Menschen haben sie durch ihre wiederliche Ausschlußpraktik krank gemacht?
      Jesus fragte können Dämonen etwa heilen,aber das sie Menschen krank machen steht ausser Frage.
      Somit dürfte wohl klar sein das die LK sicherlich nich von Christus ist,im gegenteil sie versucht sich sogar als eine Art Mittler selbst an seinen Platz zu stellen und das wo Christus unbestreitbar sagte das es nur einen Mittler zwischen JHWH und den Menschen(nicht nur einer Klasse) gibt,nämlich in den Christus.
      Im Grunde denke ich kann man schon an dem Jahr 607 zweifeln,weil es von der ORG benutzt wird,das alle ihre Berechnungen nicht stimmten,sollte man auch davon ausgehen das 607 nicht stimmt.
      Viele andere haben sich auch mit dem Jahr der Zerstörung Jerusalems befasst,nur ausser der WTG findet niemand das Jahr 607 welches die WTG so gerne hätte.

    3. bruderinfo1

      Hallo Paul Z21,

      leider unter dem Deckmantel des "kritischen" Prüfens und der angeblichen Bibelfestigkeit eine lupenreine Wachtturm-Irrlehren Verteidung vom Stapel gelassen.

      1. Du hast nicht die geringste Ahnung von Carl Olof Johnson und seinem Buch, denn wer sein Buch aufmerksam gelesen hat, weiß um die Lückenlose Beweislage der Zerstörung Jerusalems 587 nicht nur auserbiblisch sondern auch biblisch. Auch das steht in diesem Buch.

      Die ganze Absurdität von WT Apologeten wie Dir offenbart sich immer wieder an dem Punkt, dass die Juden ja "zweifelsfrei" im Jahre 537 zurück kehrten. Das ist wegen Esra 1 und Esra 3:1 schon mal schlicht falsch, denn nach Esras Aussagen müsste es im Jahre 538 gewesen sein. Zwischen Kap 1 und 3 wird kein neues Jahr angegeben, somit war es immer noch "das erste Jahr von Cyrus" 539/538 als Herrscher über Babylon (im siebten Monat).

      Viel wichtiger ist die Tatsache, dass der selbsternannte Sklave, zuvor das Jahr 539 festlegen muss und zwar AUSSCHLIEßLICH mit "weltlichen" Quellen (zuletzt WT Reihe Okt, Nov 2011). Ohne 539 kein 537, ohne 537 kein 607, ohne 607 kein 1914.

      Wenn Dir also alle Kodizes, Keilschriftdikumente, Stelen und Tafeln egal sind, dann kannst Du's gleich ganz lassen, denn dann ist jede Rechenkunst obsolet. Das ist für Dich und den selbsternannten und natürlich unangenehm, aber ein Fakt.

      Das gleiche mit Jeremia 25:11,12. Wer ein bisschen Bibel Verständnis hat, erkennt, dass diese Verse der WT Lehre diametral entgegenstehen, es will bloß kein WT Apologet wahr haben.

      2. Was du bibelfest nennst ist einzig und allein Sklavenfestigkeit, weil du nicht mal den Versuch unternimmst auch nur einen Hauch an Kritik an der absolut lächerlichen Wachtturm Erklärung zur Überschneidungs-Generation zu äußern.

      Ergo muss man Dir die Frage stellen was Dein Kommentar eigentlich sollte? Weil er letztlich nur das wiederholt was wir alle hier überwunden haben.

      Das Wort Gottes wird durch deinen Kommentar nur ein weiteres Mal ad absurdum geführt. Traurig aber wahr! Trotzdem ist es noch nicht zu spät.

      "Nur mal so zum nachdenken" 😉

      Lg
      Bruderinfo1

    4. Hallo mein Lieber Paul,
      Zum Thema, „geistiges Israel“. Du sagst, Zitat: „Spätestens seit den Worten Jesu aus Mt 23,37-39 ist klar, dass das fleischliche Israel, soweit es nicht zu Jesus umkehrt, von Gott verworfen wurde und keine Rolle mehr in der Verwirklichung des göttlichen Vorsatzes, auch nicht im Zusammenhang mit den göttlichen Verheißungen und Prophezeiungen spielt. An dessen Stelle ist spätestens mit der Gründung der Christenversammlung das geistige Israel (Gal 6,16) getreten. Von daher ist es durchaus berechtigt, mit der „Generation“ sowohl gesalbte Nachfolger des ersten Jahrhunderts als auch der Neuzeit in Verbindung zu bringen“.
      Dieser Überzeugung bin ich auch lange gefolgt. Doch für mich ist der von dir angeführte Bibelvers aus Matt. 23 kein Beleg mehr das die Juden endgültig ihrer Stellung im Vorhaben Gottes als auserwähltes Volk verloren haben. Dafür gibt es überwältigende Schriftbeweise sowohl aus dem Alten als auch aus dem Neuen Testament. Selbst Jesus spricht davon, dass die Zertretung Jerusalems und des jüdischen Systems einmal enden wir.

      Mt 23,37-39 „Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Siehe, »euer Haus soll euch wüst gelassen werden« Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!“

      Und auch Gal. 6:16 spricht nicht von einer Ablösung oder einem Ersatz für das fleischliche Israel sondern von einer Zusammenführung der Juden und Heiden. Gal. 6:16: „Denn weder Beschneidung noch Unbeschnitten sein gilt etwas, sondern eine neue Schöpfung. Und so viele dieser Richtschnur folgen werden - Friede und Barmherzigkeit über sie und (oder auch) über das Israel Gottes!“ Gal. 6:16
      Hier dürfen wir uns von der NWÜ nicht täuschen lassen, die in ihrer Übersetzung den Gedanken vermittelt das nur noch die gesalbten Christen das geistige Israel bilden werden, wenn sie sagt: „ja das Israel Gottes“ und nicht „und auch das Israel Gottes“
      Durch das weglassen oder einfügen eines Wortes bekommt das was Paulus sagen wollte einen ganz anderen, der WT-Lehre angepassten Sinn.
      Liebe Grüße Johann

    5. Matthäus@Paul Z21

      Hallo Paul,

      erlaube mir, dich zu aller erst einmal willkommen zu heissen!

      Ich muss auf deinen Kommentar auch deswegen eine Antwort schreiben und so hoffe ich etwas zu nachdenken anzuregen, weil ich wegen dieser Lehre auf 1914 nach 45 Jahren der aktiven Zugehörigkeit u.a. auch Pionier und viele Jahre Ältester, und meiner Nichtakzeptanz ausgeschlossen wurde. Aber so erging es 1000den vor und auch nach mir. Ich darf noch anhängen ich habe mit Leidenschaft die Zeitrechnung der Org verfochten, habe gerne Vorträge dazu ausgearbeitet und in ebenso leidenschaftlicher Form diese vorgetragen. Vor über 10 Jahren begann durch das Internet eine intensive Möglichkeit vieles zu erfahren was mir zuvor unbekannt war. Natürlich wollte ich nicht jedem Hinz und Kunz ungeprüft meinen Glauben schenken. Durch einen Zufall bin ich auf eine Abhandlung von
      Br. Olaf Jonnson gestossen, das war damals ein Schriftverkehr mit Brooklyn (LK) es waren über 100 Seiten.
      Ich habe es mir dann später ausgdruckt und intensiv durchstudiert. Was mich am meisten schockierte, denn in diesem Schriftverkehr waren auch die jeweiligen Antworten von der LK nachzulesen, dass man dem Br. Jonnson versicherte seine Erkenntnisse und Forschungsergebnisse seien sehr wertvoll und man möchte sie zukünftig berücksichtigen. Es wurde ihm jedoch ein absolutes Redeverbot abverlangt.

      WARUM wohl? Die LK müsste doch an der WAHRHEIT interessiert sein. Dieser Schriftwechsel ging über Monate. Um es abzukürzen, er sprach ja auch mit Kreisaufsehern und anderen befestigten Personen, er wurde kurzerhand ausgeschlossen. Heute verstehe ich auch warum, ein sehr weiser altgedienter Bruder der auch Jahrzehnte Kreisaufseher war, hat mir diese Erklärung auch schriftlich gegeben - hier nur ein Auszug, die Frage um die es hier vorrangig geht ist:

      Was hat 1914 mit der Macht der LK zu tun?

      In dem Gleichnis Jesu vom treuen und bösen Knecht – eine der häufigsten zizierten Bibelstelle der WTG-Literatur – heißt es in Matthäus 24:45-47: „Wer ist in Wirklichkeit der treue und verständige Sklave, den sein Herr über seine Hausknechte gesetzt hat, um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben? Glücklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei der Ankunft [Gr.: elthon] so tuend findet. Wahrlich ich sage euch: Er wird ihn über seine ganze Habe setzen.“ Das ist einer von vielen Texten in den Evangelien, in denen Jesus Christus seine Wiederkunft beschreibt und zeigt, wie er dann seine treuen Nachfolger im Himmel mit großen, verantwortungsvollen Aufgaben belohnt. Da Jesu langerwartete „Ankunft“ angeblich 1914 stattfand, hätte unmittelbar danach auch die Belohnung (Übertragung königlicher Würden!) erfolgen müssen. Sie erfolgte aber nicht. Kein Wunder, denn die hat sich der Herr der Herren für jene Zeit seines Kommens aufgehoben, die er im Vers 30 (ebenfalls im Kapitel 24) mit folgenden Worten beschreibt:

      „Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes im Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Stämme der Erde wehklagend schlagen, und sie werden den Menschensohn mit Macht und großer Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen.“ Auf dieses Kommen des Herrn warten auch JZ heute noch. Aber das 15 Verse später erwähnte Kommen soll bereits 1914 stattgefunden haben.

      Für jeden logisch und vernünftig denkenden Christen ist in den Versen 30 und 45 bis 47 von ein und derselben Ankunft, von demselben Kommen die Rede. JZ behaupten aber das Gegenteil. Und warum?
      Weil Rutherford es so und nicht anders verstehen wollte. Und sein Wille ist auch heute noch Gesetz.

      Wenn der Präsident der WTG erfinderisch genug war, die Inthronisierung Jesu als König und die Aufrichtung des Königreiches Gottes im Jahre 1914 stattfinden zu lassen, dann wird er auch genug Phantasie gehabt haben, die Belohnung für alle seine treuen Nachfolger zu erfinden. Worin bestand sie, und wann fand sie statt? Rutherford setzte als Zeitpunkt 1918 fest, der später aus taktischen Gründen auf 1919 verlegt wurde. In diesem Jahre wurden alle treuen und verständigen Nachfolger Jesu, alle wiedergeborenen oder mit dem heiligen Geist gesalbten Christen von ihrem Herrn mit „Macht und Herrlichkeit“ belohnt, indem der König der Könige, dem alles gehört, seinen eigenen Worten gemäß jeden von ihnen „über seine ganze Habe setzte.“ (Matth.24:47) Zitat Ende!

      Und das ist der bittere (lügnerische) Grund warum die LK unter keinen Umständen diese Lehre aufgeben kann, sie würden damit ihre selbst begründete Legitimation aufgeben und das darf nicht sein. Deshalb hat dieser Kreisaufseher die Lehre von 1914 als Krebsgeschwür bezeichnet. Jeder Krebs besonders wenn er durch eine dicke Eiterbeule sichtbar wird, diese stinkt nicht nur sondern wird aufbrechen und das wird für viele "loyale ZJ" (der LK gegenüber) eine ebenso bittere Erfahrung und ein finsterer Tag sein.

      Liebe Grüsse Matthäus

      1. Matthäus@Paul Z21

        Hier gibt es auch eine gute Abhandlung zu diesem Thema:

        http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/das-krebsgeschwuer-1914/

        Ich möchte auch noch zu obigem Zitat einen Nachsatz anbringen - ebenso aus der Feder dieses altgedienten Bruder der auch obiges Thema schrieb:

        Zitat:
        Wenn die LK einen Finger erhebt, droht der Finger Gottes, und wenn sie ihre Hände ausstreckt, sehen sie beide Hände Jehovas. Das ist das Erbe Rutherfords, an dem die LK Gefallen gefunden hat.

        Ein Punkt bedingt den anderen. Ließe man Punkt 1 fallen, kann man auch alle anderen vergessen. Die Lehre über 1914 aufzugeben, würde eine noch größere Eiterbeule zum Platzen bringen, und die heißt 1919. Die LK weiß sehr wohl, welches Übel 1914 für JZ bedeutet. Wenn sie wollte, könnte sie uns über Nacht von diesem Krebsgeschwür befreien. Da sich ihre Macht aber auf dieses Übel gründet, käme eine solche Befreiung Harakiri gleich. Die LK wäre dann unter allen religiösen Autoritäten nicht mehr die herausragende, die einzige von Gott bevollmächtigte Autorität, und die Religion der ZJ wäre wie jede andere; ob gut oder weniger gut, besser oder schlechter als andere, hinge vom Verständnis und Unterscheidungsvermögen des suchenden Christen ab. Wer die Fragen nach Wahrheit und Recht, was ist gut und was ist böse, mit Gewalt beantwortet (sei es nun durch Feuer und Schwert oder durch die Tyrannei der Autorität), hat die wichtigste Lektion, die uns Jesus Christus durch sein Beispiel lehrte, noch nicht gelernt.

        Bis zur Wiederkunft Christi müssen wir uns mit dem Evangelium begnügen und haben keine bessere Autorität als das geschriebene Wort Gottes. Wer noch mehr zu haben oder mehr zu sein glaubt, ist ein Betrüger oder einem Gauner und Hochstapler auf den Leim gegangen. Auch die Bibelauslegung der LK, um auf die „epochalen“ Ereignisse von 1914 oder die „weltbewegende“ Begebenheit von 1919 zu kommen, ist Betrug und Hochstapelei. Wem es gelingt, so kräftig in die Eiterbeule hineinzustechen, dass sie platzt, begeht eine Heldentat, die die LK vor schmerz laut aufjaulen lässt.

        Der große Stich

        Viele versuchten schon den großen Stich, indem sie die zu 1914 führende Berechnung kritisierten und mehr oder weniger gut widerlegten. Doch keinem gelang das so gut wie dem ZJ Carl Olof Jonsson aus Schweden. Dieser Älteste opferte viele Jahre lang seine ganze Zeit und Kraft, um die Lehren der ZJ als Pionier-Verkündiger zu predigen, auch die über 1914. Kleine Abweichungen und Ungereimtheiten in der Chronologie und Berechnung der „sieben Zeiten“ störten ihn nicht all zu sehr. Da er aber seinen Glauben gründlich und gewissenhaft ausübte, bildeten sie doch einen Störfaktor, und er wollte sich die völlige Gewissheit verschaffen, dass die „sieben Zeiten“ (aus Daniel 4), die nach Auslegung der ZJ 2520 Jahre umfassten, wirklich mit der Zerstörung Jerusalems im Jahre 6o7 v.u.Z. begannen und im Jahre 1914 endeten. Der Störfaktor war das Jahr 6o7 v.u.Z., denn alle wissenschaftlichen Quellen gaben als fixes Datum für die Zerstörung Jerusalems das Jahr 587/586 v.u.Z. an. Hatte die LK zwingende Gründe, an dieser Differenz von 20 Jahren und somit an 607 v.u.Z. als Ausgangsdatum festzuhalten?

        Jonsson ging diesen Gründen auf den Grund und erhielt die Gewissheit, dass der „zwingenden Grund“ der LK weder ein wissenschaftlicher noch ein biblischer, sondern ein ideologischer Grund ist. Mehrere Bibeltexte müssen verdreht und falsch ausgelegt, wissenschaftliche Fakten ignoriert und historische Tatsachen total geleugnet werden, um an dem Jahr 607 v.u.Z. festhalten zu können. Und das muss man, um auf das Jahr 1914 zu kommen! Verschiebt sich das Datum um ein einziges Jahr, geht die Rechnung – die ja auf eine Offenbarung Gottes beruht! – nicht mehr auf. Ein Mensch kann und darf sich irren, aber nicht der allwissende Gott.

        Zufolge eines Rechenfehlers dauerten früher die 2520 Jahre vom Jahre 606 v.u.Z. bis 1914. Ein historisches Ereignis einfach um ein Jahr zu verlegen, ist für die LK kein Problem, wenn es nicht um das Dogma 1914 ginge, das die Grundlage ihrer Macht bildet. Solche Irrtümer werden als Fügung Gottes hingestellt (s.Kästchen im Offenbarungsbuch).

        „Höhere Fügung“
        Das Buch „Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!“ (WTG) enthält auf S. 105 in dem Kasten mit dem Text „1914 vorhergesehen“ folgende interessante Fußnote zu dem früher angegebenen 606 v.u.Z als Datum der Zerstörung Jerusalems: „Durch eine höhere Fügung hatten die Bibelforscher nicht verstanden, dass es zwischen „v. Chr.“ und „n. Chr.“ Kein Jahr Null gibt. Später, als Forschungen ergaben, dass eine Änderung von 606 v.Chr. auf 6o7 v.u.Z. nötig war, wurde auch das Jahr Null fallenge-lassen, so dass die Voraussage für das Jahr 1914 weiterhin zutraf.“

        Warum übernahm Gottes Geist den Irrtum und korrigierte ihn erst 29 Jahre nach 1914? Wieso bedarf eine korrigierte Offenbarung einer weiteren Korrektur, um sie mit einwandfrei bewiesenen, historischen Tatsachen in Übereinstimmung zu bringen?

        Hoffentlich wird nun im Wachtturm bald das neu geoffenbarte Licht veröffentlicht: „Durch eine höhere Fügung hatte die LK nicht verstanden, dass Jerusalem von den Babyloniern nicht im Jahre 607, sondern 587 v.Chr. zerstört wurde, denn Forschungen ergaben, das eine Änderung nötig war.“

        Warum sollte die „höhere Fügung“ nicht noch einmal so gnädig sein und sich den nackten Tatsachen oder neuesten Forschungsergebnissen fügen? Diese Gnade wird uns ZJ bestimmt nicht erwiesen, weil nicht viel damit gewonnen wäre, den Ablauf der „sieben Zeiten“ um 20 Jahre von 1914 auf 1934 zu verlegen. Außerdem geschah 1934 in der sichtbaren Welt nichts Auffälliges. Der II. Weltkrieg wollte nicht zufällig in diesem Jahr ausbrechen, eine weltweite Seuche wollte uns nicht heimsuchen, und ein gewaltiges Erdbeben wollte den ZJ nicht den Gefallen tun, eine Großstadt in Schutt und Asche zu legen. Also bleibt alles beim Alten – oder?

        Liebe Grüsse Matthäus

  5. Ron West

    Liebe Kommentarschreiber,

    natürlich kann man vieles interpretieren. Doch wenn ich den Bibeltext lese indem Jesus von der Generation sprach, stelle ich mir immer vor, wie Jesus vom Berg aus auf den Tempel und somit auf Jerusalem und seine Einwohner (die Israeliten/Juden) zeigt.

    Meiner Meinung und Erkenntnis nach, hat Jesus mit der Generation (Das Geschlecht oder das Volk) das Geshclecht oder das Volk der Juden gemeint. Und wenn wir in der Weltgeschichte so hineinschauen, kann man feststellen, das im 1. Jahrhundert das jüdische Volk/Geschlecht die Erfüllung (das Ende des jüdischen Zeitalters) erlebt hat.

    In unserer heutigen Zeit ist es auffallend, das es viele Völker oder Nationen nicht mehr gibt. Während das jüdische Volk, zwar lange ohne eigenes Land war, jedoch als Volk oder Nation bis heute existiert, obwohl versucht wurde dieses Volk auszulöschen.

    Wenn ich somit davon ausgehe, das die Aussage Jesu sich auch auf unsere Zeit bezieht, könnte man auf den Gedanken kommen, das Jesus mit der Generation von der er sprach folgendes meinte: "Diese Generation (das jüdische oder israelische Volk) wird auf keinen Fall vergehen bis alle diese Dinge sich geschehen." Matth. 24:34 (Einfügung in Klammern stammen von mir)

    Das heißt das Volk Israel wird alles miterleben was Jesus sagte und das Volk Israel wird auch sehen wenn der Menschensohn mit Macht erscheint.

    Somit kann man mit dem Wort Generation keine Zeitspanne benennen. Dadurch sind auch die Worte Jesus besser verständlich, wenn er darauf hinweist das wir vom Gleichnis des Feigenbaums lernen sollten.

    Anhand der Zeichen sollten wir beobachten und erkennen das Jesus und somit der Tag des Menschensohnes näher gerückt ist. Wie heißt es so schön in Matth. 24:33: Ebenso erkennt auch ihr, wenn ihr alle diese Dinge seht, daß er nahe an den Türen ist.

    Liebe Grüße
    Ron

    1. Hallo Ron,
      das klingt logisch für mich,in der Züricher Übersetzung steht "dieses Geschlecht",was Deinen Worten wirklich Sinn gibt.Wäre es auf das Jahr 70 bezogen,meine ich würden die anderen Vorhersagen für mich etwas verwirrend.Ich denke es macht so einen Sinn.
      LG
      Klaus

    2. Dominikus KLEIN

      Hallo Ron,
      "Das heißt das Volk Israel wird alles miterleben was Jesus sagte und das Volk Israel wird auch sehen wenn der Menschensohn mit Macht erscheint".
      Diese Ansicht befürwortete auch der Heilige Jerome, besser bekannt unter seinen lateinischen Namen Eusebius Sophronius Hieronymus. Origen und Chrysostom waren der Ansicht "diese Generation" bedeute einfach "alle Christen".
      Nur leider wirst Du in der gesamten Bibel keinen Bezug finden wo "Generation" als "Menschliche Rasse", "Jüdische Rasse" oder "Alle Christen" bezeichnet wird.
      Guck Dir bitte auch meinen ersten Kommentar an!

      1. Hallo,
        nun ich denke es geht darum wie das Wort für Geschlecht o. Generation im griechischen Verstanden wurde und ich denke,man kann es auf das Volk der Juden verstehen.
        Als Jesus dem Hohepriester antwortete sagte er nicht du wirrst mich auf den Wolken.....,er sagte ihr werdet mich auf den...,was auch ein starkes Indiz dafür ist,das er das Volk meinte.Bedenken muß man auch das der Hohepriester,in seinem Amt wohl für Israel sprach.

        1. Dominikus KLEIN

          Hi Klaus Karl, Ron und Bruder was macht Ihr mit Matthäus 16:28 ?
          "Wahrlich, ich sage euch, daß von denen, die hier stehen, einige sind, die den Tod überhaupt nicht schmecken werden, bis sie zuerst den Menschensohn in seinem Königreich kommen sehen".

          1. Boas an Dominikus

            Judas Iskariot sah in seinem innersten den Herrn als Vergelter kommen, als ihm sein Verbrechen bewusst wurde. Es wurde ihm schlagartig klar, er hatte seinen Retter verraten und verkauft.

            Matth. 16: 27 "Denn der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen und wird jedem nach seinem Tun vergelten. 28 Ich sage euch: Einige von denen, die hier stehen, werden nicht sterben, bis sie den Menschensohn in seiner Königsherrschaft kommen sehen."

            Judas sah das kommende Unglück über sich hereinbrechen. Und sein Gerichtsurteil des Menschensohnes, in königlicher Macht. So legte er selbst Hand an sich und richtete sich selbst. Noch heute sagt man: "Ich sehe das Unglück kommen," obwohl es noch nicht eingetroffen ist.

            Das wäre so meine Erklärung.
            Liebe Grüße
            Boas

          2. Hallo Domenikus Klein

            Hier ein Versuch diesen Text zu verstehen und zu erklären.

            In Matthäus 16:28 macht Jesus tatsächlich eine verwirrende Aussage, wen er sagt dass einige, die dort mit ihm standen, "den Tod nicht schmecken" würden, ehe sie ihn und sein Reich kommen sehen würden.

            Das Problem, das sich hier ergibt, ist, dass alle diese Jünger gestorben sind und doch ist Christus noch nicht in Macht und Herrlichkeit gekommen, um sein Reich aufzurichten.

            Aber das Problem lässt sich klären, wenn wir die ersten acht Verse des nächsten Kapitels als Erklärung für diese rätselhafte Aussage betrachten.
            Sechs Tage später ging Jesus mit Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes auf einen hohen Berg.
            „Sie waren dort ganz allein. Da wurde Jesus vor ihren Augen verwandelt: Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider strahlten hell“ Matth. 17:1,2

            Diese Verse beschreiben die Vorgänge auf dem Berg der Verklärung. Petrus, Jakobus und Johannes sahen dort den verklärten Christus. Sie hatten wirklich das Privileg, Jesus schon jetzt in der Herrlichkeit seines Reiches, als König seines Königreiches zu sehen.

            Es ist gerechtfertigt, Jesu Verklärung als ein Vorbild seines kommenden Königreiches zu sehen. Petrus beschreibt das Ereignis als "die Macht und Ankunft unseres Herrn Jesus Christus"

            Petrus sagte gemäß 2. Petrus 1:16: „Wir haben doch keine schönen Märchen erzählt, als wir euch von der Macht unseres Herrn Jesus Christus und von seinem Erscheinen berichteten. Mit unseren eigenen Augen haben wir ihn in seiner ganzen Größe und Herrlichkeit ja selbst schon gesehen. 17-18 Gott, der Vater, hat ihm diese Ehre und Macht gegeben. Als Jesus mit uns auf dem Berg war, haben wir selber die Stimme des höchsten Gottes vom Himmel gehört: "Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich meine Freude habe.

            Die Macht und Ankunft des Herrn Jesus Christus ist seine Wiederkunft. Und Johannes spricht von dem Erlebnis auf dem Berg als die Zeit, als "wir seine Herrlichkeit angeschaut haben, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater" (Joh 1,14). Das erste Kommen Christi fand in Demut statt, sein zweites Kommen wird in Herrlichkeit erfolgen. So wurde die Vorhersage von Vers 28 auf dem Berg der Verklärung erfüllt. Petrus, Jakobus und Johannes sahen den Menschensohn, und zwar nicht länger als den demütigen Nazarener, sondern als den verherrlichten König.
            #Ich denke das die eine vernünftige Erklärung für diesen Problemtext ist.

            Liebe Grüße
            Bruderinfo

      2. Ron West

        Lieber Diminikus KLEIN,

        Folgender Hinweis von Dir: "Origen und Chrysostom waren der Ansicht „diese Generation“ bedeute einfach „alle Christen“.
        Nur leider wirst Du in der gesamten Bibel keinen Bezug finden wo „Generation“ als „Menschliche Rasse“, „Jüdische Rasse“ oder „Alle Christen“ bezeichnet wird."

        Dazu meine Antwort:
        Meiner Meinung nach ist die Ansicht von Origen und Chrysostom, das "diese Generation" bedute einfach "alle Christen" falsch. Denn als Jesus darüber sprach gab es genaugenommen noch keine Christen. In Jerusalem waren hauptsächlich die Juden und Proselyten und eventuell einige Jünger Jesu. Auf jeden Fall waren dort in der Mehrzahl die Juden.

        Dein zweiter Hinweis das ich in der gesamten Bibel keinen Bezug finde wo "Generation" als „Menschliche Rasse“, „Jüdische Rasse“ oder „Alle Christen“ bezeichnet wird" kann ich so nicht zustimmen.

        Wenn ich den Urtext des Bibelverses anschaue, erkenne ich das dort das altgriechische Wort "genea" geschrieben steht. In einigen Bibelübersetzungen wird dies dann mit "Generation" und anderen mit "Geschlecht" übersetzt.

        Doch wenn ich das altgriechische Wort "genea" wörtlich übersetzt, wohlgemerkt aus dem altgriechischem, dann hat dieses Wort "genea" die Bedeutung von "Familie".

        Von diesem Wort "genea" entwickelte sich Beispielsweise auch das Wort "Genealogie" (genea = Familie und logos = Lehre) was "Stammbaum" bedeutet.

        Wenn ich also das Wort "genea" = "Familie" genau so verwende wie es im Urtext steht, dann komme ich zu folgendem Ergebnis:

        Die Generation (die Familie der Juden) - die Juden behaupteten damals wie heute, das sie von Abraham abstammen - sind somit genaugenommen eine Familie.
        Diese Familie (genea) würde nicht vergehen.

        Gruß Ron

    3. Bruder

      Lieber Ron West,
      diese Überlegung habe ich auch, und sie ist nicht von der Hand zu weisen.

      Wir haben die Bedeutung des Begriffes „Generation“ und was die Bibel unter dem Begriff „Generation“ versteht angesprochen. Zum Beispiel im erweiterten Sinn, auch als Geschlecht oder Volk. Als z. B. Jesus Christus zu den ungläubigen Juden sagt: „Dieses Geschlecht (Volk) wird nicht vergehen, bis dieses alles geschehen ist." (Mat. 24:34; Luk. 21:32; vgl. 5. Mose 32:5,20).
      Von daher ist es nicht abwegig das Jesus mit der Generation (Das Geschlecht oder das Volk) der Juden gemeint hat. Dies würde auch erklären das diese Generation noch besteht wenn Christus wieder kommt.
      Wie dem auch sei, es zeigt sich das Jesus sowohl von den Jüngern und ihren damaligen Zeitgenossen als Generation sprach als auch von den Juden als Volk. Auf keinen Fall aber von den Gesalbten die heute in Brooklyn regieren.
      Danke für deine Überlegung die in sich schlüssig ist und viele Fragen klärt.
      Liebe Grüße
      Bruder

      1. Ron West

        Hallo miteinander,

        ich muß noch etwas ergänzen:

        Abraham war ja kein Jude sondern Hebräer. Deshalb könnte man sogar sagen das die Familie der Hebräer nicht vergehen wird. Auf jeden Fall kann man meiner Erkenntnis nach sehr gut erkennen, das es um die Israeliten / Juden geht, wenn Jesus in Matth. 24:34 von der Generation (genea) spricht.

        Gruß Ron

    4. Micha

      Lieber Ron
      Was Du da schreibst finde ich sehr interessant und ich muß zugeben, daß ich darauf von selbst nicht gekommen wäre. Deine Art der Auslegung erklärt so einiges, wie ich meine. Man sieht an diesem Beispiel, wie fruchtbringend es sein kann, über biblische Dinge offen und ohne Denkverbote zu sprechen.
      Danke Micha

  6. PINEHAS

    Lieber Meleti Vivlon und Bruder,

    habt ihr das wirklich ernst gemeint ?

    Also wenn Jesus sagte, dass Dieses Geschlecht nicht vergehen wird, bis dies alles geschehen ist, dann sollte man doch noch einmal hervorheben was mit DIES ALLES gemeint ist.
    Also Jesus sprach doch vorher von der Verführung der Endzeit, von der großen Drangsal und sein Kommen in Macht. Diese Dinge sollte doch jene Generation erleben ohne zu vergehen ? Oder etwa nicht ?

    Und dies ist nun alles im ersten Jahrhundert geschehen ? Also die damalige Generation zu denen Jesus gesprochen hat , hat dies auch erlebt ?
    Gemäß Jesu Worten wird es niemals mehr eine größere Drangsal geben. Und die zerstörung Jerusalems war die größte Drangsal aller Zeiten ? Und was ist mit der spanischen Grippe ? Der Pest im Mittelalter ? Die Weltkriege ? Der abwurf der Atombomben mit den Folgeschäden ? Und vieles mehr?

    Wann war denn nun das Zeichen des Menschensohnes am Himmel was diese Generation miterleben sollte ? Wann sahen sie den Sohn in den Wolken ?

    Nationen sollten gegen Nationen kämpfen und jene Generation sollte es zumindest zur Kenntnis genommen haben. Wann war denn dies vor 70 u Z ?

    Wann wurden denn die Tage verkürtzt gemäß Matt 24:22 ?

    Ich glaube eure Gedanken sollten noch einmal überarbeitet werden.

    Liebe Grüße PINEHAS

    1. Bruder

      Hallo Pinehas,
      und alle die mit diesem Artikel so ihre Probleme haben.

      Möchte gerne kurz auf deinen Kommentar zu dem Artikel „Welche Generation wird nicht vergehen? – eine erneute Betrachtung“ eingehen.
      Also, es geht in diesem Artikel nicht um ein Endgültiges Verständnis sondern um den Versuch die Aussagen Jesu richtig einzuordnen. Der Artikel stellt auch nicht die Behauptung auf das ALLES was Jesus sagte sich in den Tagen der Apostel erfüllt habe.
      Zitat aus dem Artikel: „Und noch etwas Wichtiges gilt es zu bedenken. Die Endzeitreden in den einzelnen drei Evangelien müssen in der Summe ihrer Aussagen alle miteinander betrachtet werden, da sie sich gegenseitig ergänzen, und, es handelt sich weniger um ein zeitliches- und chronologisches Aneinanderreihen von Ereignissen, sondern um Antworten Jesu auf verschiedene Fragen der Jünger.
      Tatsächlich gibt es einige Aussagen, die ihre Erfüllung in der Zukunft haben. Aber alle Aussagen für die Zukunft stehen im Zusammenhang mit der Wiederkunft Christi. Dazu wird es noch einen Folgeartikel geben.
      Dieser heutige Artikel wollte aufzeigen dass der größte Teil dessen, was wir als Endzeitprophezeiung in unsere Tage transportieren, nichts mit unseren Tagen zu tun hat sondern sich auf die konkreten Fragen der Jünger und auf das was sie bewegte, bezog.
      Und wenn wir den Kontext beachten ist es tatsächlich so, dass das meiste wirklich getrost in dem Schutt und der Asche des im Jahr 70 zu zerstörten Tempel in Jerusalem beerdigen können, wie du es sagst.

      Die Wiederkunft des Christus „mit Macht und großer Herrlichkeit“ steht noch aus, das ist richtig. Aber wir müssen lernen zu trennen zwischen dem was Jesus als Zeichen der Zerstörung des Tempels sagte und dem was mit seiner Wiederkunft zu tun hat.
      Zugegeben ist das nicht ganz einfach weil es sich bei dieser Endzeitrede um ein Gespräch handelte das Jesus mit seine Jüngern führte indem er auch auf etwas einging, was zumindest in Lukas und Markus nicht gefragt wurde, seine Wiederkunft.
      Wie gesagt, es handelt sich weniger um ein zeitliches- und chronologisches Aneinanderreihen von Ereignissen. Deshalb setzen die verschiedenen Bibelübersetzer über den einzelnen Aussagen einer Überschrift wie, Vom Kommen des Menschensohnes oder Mahnungen im Hinblick auf das Ende
      Ja, Jesus spricht auch in Verbindung mit seinem Kommen von Zeichen, die aber nicht als Zeichen zu sehen sind, die seine bevorstehndes Kommen ankündigen, sondern sein Erscheinen oder seine Gegenwart.: „Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
      Und dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen. Wenn das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe. "
      Es ist offensichtlich das es sich hier um einen Einschub handelt der über das hinausgeht was mit der Zerstörung Jerusalems und dem Ende des jüdischen Systems zu tun hat.
      Er spricht von Ereignissen nach der Schreckenszeit die die Juden erlebten und von Ereignissen die die ganze Menschheit betreffen wird.

      Und dann springt Jesus wieder zurück auf das was die Jünger und ihre Generation zu erwarten haben.
      Was dann folgt sind Mahnungen zur Wachsamkeit, aber nicht nur für die Juden sondern für Alle, den er sagt ausdrücklich: Was ich euch aber sage, das sage ich allen: Wachet!

      Er führt das bekannte Gleichnis vom Feigenbaum an und sagt dann,
      „Ebenso auch IHR: Wenn ihr (also die Jünger) das alles seht, so wisst, dass er nahe vor der Tür ist. Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht.

      Wie gesagt, es ist nicht einfach zu unterscheiden von welchen Dingen Jesus spricht. Hier müssen wir den Kontext und die ganzen Aussagen Jesu zusammenbringen. Denken wir auch daran, dass die Evangelien viele Jahrzehnte nach den Worten Jesu von den Jüngern zusammengefasst wurden und die Jünger eine Nahzeiterwartung hatten. Von daher ist es verständlich das es nicht immer leicht ist eine genaue Trennung vorzunehmen zwischen dem was für die Zeit der Jünger und dem was Jesus für die Zukunft vorhersagte.

      Wenn Jesu sagt, von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, und der Menschensohn kommt zu einer Zeit da ihr es nicht vermutet, ist es sicherlich richtig zu sagen das Jesus uns mit dem Gleichnis vom Feigenbaum und den Zeichen keine Grundlage irgend welcher Berechnungen an die Hand geben wollte.

      Noch ein Wort zu der sogenannten „großen Bedrängnis“. Jesus sagte: Wenn ihr nun sehen werdet das Gräuelbild der Verwüstung stehen an der heiligen Stätte, (Die römischen Heere) wovon gesagt ist durch den Propheten Daniel (Daniel 9,27; 11,31) dann flieht auf die Berge,
      und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinunter, u.s.w.
      .
      Und Wehe den Schwangeren und den Stillenden zu jener Zeit! Bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe. Denn es wird dann eine „große Bedrängnis“ sein, wie sie nicht gewesen ist vom Anfang der Welt bis jetzt und auch nicht wieder werden wird. Diese Bedrängnis bezieht sich gemäß dem Kontext ausschließlich auf die Einnahme und Zerstörung Jerusalems. Für die Juden war dies eine Bedrängnis wie sie sie als Volk noch nie erlebt hatte.

      Und wenn diese Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch errettet werden; aber um der Auserwählten (Jünger und Apostel) willen werden diese Tage verkürzt.

      Und dann im Vers 29 geht Jesus ohne Übergang auf die Zukunft ein was eine Wiederkunft betrifft: „Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Zeit, wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. Und der Menschensohn für alle sichtbar wieder kommen.

      Es werden auch nach diesem Artikel noch Fragen offen bleiben, und sicherlich kann man hier und da etwas einwenden.
      Dieser Artikel soll uns von dem Druck befreien ängstlich in die Zukunft zu schauen und jedes Weltereignis als ein Zeichen vom bevorstehenden Ende zu deuten. Das war nicht das was Jesus uns rät. Wachsam sein ja, aber nicht mehr. Hier möchte ich mich auf die Frage von Oliver beziehen:
      „Warum wollen wir eigentlich wissen wollen wann das „Ende“ kommt? Wird man christlicher und noch netter kurz bevor es los geht? Oder will jemand rechtzeitig Vorräte kaufen? Ist es nicht egal wann es kommt?

      Lieb Grüße
      Bruder

      1. PINEHAS

        Danke lieber Bruder für deine ausführliche Antwort.

        Auf die Frage von Oliver
        „Warum wir eigentlich wissen wollen wann das „Ende“ kommt? Wird man christlicher und noch netter kurz bevor es los geht? Oder will jemand rechtzeitig Vorräte kaufen? Ist es nicht egal wann es kommt?"
        kann ich nur folgendes antworten. Ich glaube es geht bei der Generationsfrage und dem wissen wollen
        nach dem Ende nicht darum noch rechtzeitig Vorräte zu kaufen oder noch christlicher zu werden.
        Ich will es mal so sagen. Wenn man bis zum Hals im Dreck steht, alleine da nicht mehr raus kommt und nun verspricht dir ein Freund dich da raus zu holen, dann will man doch auch wissen wann ungefähr diese Hilfe kommt. Wir stecken doch hier in diesen System alle gewissermaßen im Dreck.
        Jesus, der uns doch versprochen hat, aus diesen System herauszuholen und das gemäß Off. " in kurzem " ist schlicht weg bis jetzt noch nicht gekommen.
        Darum klammert man sich doch an jedem noch so kleinen Hinweis. Einfach weil es eine Erlösung bedeutet. Nicht unbedingt nur für einem selbst. Mir persönlich geht es z.B. sehr gut. Hab Familie, alle, Gott sei dank, nicht in der "Wahrheit", hab Arbeit und eine schicke Wohnung . Aber viele andere, vor allem momentan Christen geht es alles andere als gut.
        Sie müssen unerträgliche Dinge durchmachen. Enthauptungen sind mal wieder an der Tagesordnung u.s.w.
        Das herausfinden der Generation oder Geschlecht ist so ein Hinweis wann es denn nun mal so weit sein könnte.
        Außerdem ist es für eine "Braut" und für eingeladene "Jungfrauen" auch sehr empfehlenswert zu wissen wann der Bräutigam kommt. Findest du nicht auch?

        Ich bin auch der Meinung, dass wir bei der Generationsfrage an den Juden nicht vorbei kommen. Und so teile ich momentan die Meinung vieler meiner Christlichen Freunde, dass es sich bei dieser geheimnissvollen Generation um die jüdische Generation handelt die die Staatsgründung Israels miterlebt hat. Diese Generation erlebte mit wie sich Nation gegen Nation erhoben u.s.w und diese wird wohl auch das buchstäbliche Kommen Jesu erleben. Es ist nun mal die jüdische Generation in der Endzeit.

        Dies bedeutet dennoch nicht, dass ich nun Tag und Stunde weiß. Weder weiß ich wann der erste dieser Generation geboren wurde, noch wie lange nun diese Generation lebt.

        Aber diese Meinung erlaubt mir mein Haupt schon mal langsam zu erheben, da unsere Befreiung naht. Und dies ist irgendwie ein gutes Gefühl.

        Liebe Grüße PINEHAS

      2. Horst

        Lieber Bruder,
        als Angehöriger einer "Generation", die mehrere Lehrmeinungen der WTG über diesen Begriff erlebt hat und vertreten musste, habe ich Deinem Artikel viel entnommen und freue mich auf weitere Ausführungen dazu.
        Für mich ist der springende Punkt Deiner Ausführungen, dass nicht alle Äusserungen Jesu zu diesem Thema auf eine imaginäre "Endzeit" zu beziehen sind, sondern Antworten auf Fragen seiner Jünger zu der damaligen Welt darstellen.
        Im Übrigen möchte ich Dir meinen Respekt bekunden zur Ernsthaftigkeit, Neutralität und Objektivität Deiner Bibelforschung.
        Derartige Beiträge sollten von Millionen Menschen in vielen Sprachen gelesen werden anstelle des geistigen Strohes, welches darüber verbreitet wird.

  7. Hallo!

    ich hab da mal ne Frage. Warum mag eigentlich jeder wissen wollen wanns kommt. Das "Ende"?
    Wird man christlicher und noch netter kurz bevors los geht? Oder will jemand rechtzeitig Vorräte kaufen?
    Ist es nicht egal wanns kommt, wenn es denn kommt?
    Heute einfach in bester moral und ethischer, oder auch christlicher art und Weise leben und den Mitmenschen Liebe und Großherzigkeit spenden und das ist dann auch ok oder? Also mich interessierts halt echt nicht ob Morgen, in zwei Tagen oder in 1000 Jahren das "ende" kommt. ich ändere mich ja deshalb nicht.
    ohne jetzt jemanden ärgern zu wollen: vielleicht hat Jesus, der bestimmt auch Humor hatte, sich einen klitze Scherz erlaubt? Mit mutmaßlichen Zeitangaben? Immerhin sagt er auch "Nur der Vater kennt die Zeit" oder? Also, egal! Lächeln, ein guter Mensch sein (nicht nur in der Verse so tun als ob) und dann wird mans sehen. So long meine lieben

    oliver

  8. Martin Z21

    Also, wenn das wirklich das endgültige Verständnis in Bezug auf die Generation sein soll, dann können wir diesen Begriff samt der dazugehörigen Worte Jesu getrost in dem Schutt und der Asche des im Jahr 70 zu zerstörten Tempel in Jerusalem beerdigen und auch die Kapitel in den Evangelien Mt 24, Mk 13und Lk 21 so gut wie ad acta legen, denn dann haben Jesu Worte in diesem Zusammenhang keine Relevanz und Bedeutung mehr für die Nachfolger und Jünger Jesu im 21. Jahrhundert. Tatsache ist aber, dass im Jahre 70 zwar der Tempel und das jüdische System der Dinge zerstört wurden, von einer Wiederkunft des Christus "mit Macht und großer Herrlichkeit" wissen aber weder die antike Geschichtsschreibung noch auch die Annalen des Urchristentums etwas zu berichten. Dieses Ereignis steht also noch aus und gehört im Zusammenhang der Endzeitprophezeiung Jesu zu den Dingen, "die geschehen" sollen, ehe die Generation vergangen sein würde. Hier muss meines Erachtens im Hinblick auf eine endgültige bzw. vollständige oder zweite bzw. größere Erfüllung der Worte Jesu nochmals tiefer nachgeforscht und nachgedacht werden!

    Viele Grüße aus dem neuzeitlichen Beröa

    1. Horst

      Lieber Beröer Martin,
      und wieso soll ausgerechnet das 21. Jahrhundert relevant sein und welche Generation ?

  9. Tommy

    Sehr gute Darlegung der Schrift. Find ich. Sollten wir wirklich mal drueber nachdenken.
    Tommy

  10. Dominikus KLEIN

    Manuel und die Generation "die nicht vergehen sollte!"
    Nicht nur Jünger sollten noch am Leben sein, wenn er (Jesus) in Königsmacht kommt um die Welt zu richten - ich zitiere Markus 14:61-62:
    61 Er (Jesus) aber schwieg und antwortete gar nichts. Wieder begann der Hohepriester ihn zu befragen und sagte zu ihm: "Bist du der Christus, der Sohn des Gesegneten?"
    62 Da sprach Jesus; "Ich bin es; und ihr werded den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und mit den Wolken des Himmels kommen sehen."
    Ich glaube damit ist die Generationenfrage endgültig geklärt.
    Gruß Domi

    1. Ron West

      Lieber Dominikus KLEIN,

      Du schreibst: Nicht nur Jünger sollten noch am Leben sein, wenn er (Jesus) in Königsmacht kommt um die Welt zu richten – ich zitiere Markus 14:61-62:
      61 Er (Jesus) aber schwieg und antwortete gar nichts. Wieder begann der Hohepriester ihn zu befragen und sagte zu ihm: „Bist du der Christus, der Sohn des Gesegneten?“
      62 Da sprach Jesus; „Ich bin es; und ihr werdet den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und mit den Wolken des Himmels kommen sehen.“
      Ich glaube damit ist die Generationenfrage endgültig geklärt.

      Mit diesem Text ist die Generationenfrage überhaupt nicht geklärt. Denn Dieser Text hat mit der Aussage übe die Generation nichts zu tun.

      Jesus sprach in diesem Vers von seinem "Kommen in Königsmacht".
      Dies wird wie wir wissen nach der "großen Drangsal" sein, gemäß Matth. 24:29-31.
      In Matth. 24:31 wird dann gesagt das die Engel seine Auserwählten einsammeln oder versammeln. Wozu?
      Natürlich damit diese Auserwählten mit den Auferstandenen gemäß 1.Thessalonicher 4:17 in Wolken entrückt werden zur Begegnung mit dem Herrn in der Luft.
      Das bedeutet, das beim Kommen Jesu in Königsmacht und beim Sammeln der Auserwählten auch die Auferstehung stattfinden muß. Dies würde dann auch den Text aus Offenbarung 1:7 erklären, wo darüber gesprochen wird, das ihn (Jesus) jedes Auge sehen wird, auch die, die ihn durchstochen haben.

      Ja alle Menschen die dann Lebenden wie auch die Auferstandenen werden Jesus in Königsmacht sehen.
      Nur in diesem Kontext kann ich im Augenblick die Bibelverse aus Markus 14:61-62 verstehen.

      Liebe Grüße
      Ron

  11. Manuel

    Mat. 16:27,28 Denn es ist dem Menschensohn bestimmt, in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln zu kommen und dann wird er jedem gemäß seiner Handlungsweise vergelten. Wahrlich ich sage euch, dass von denen, die hier stehen, einige sind, die den Tod überhaupt nicht schmecken werden, bis sie zuerst den Menschensohn in seinem Königreich kommen sehen.

    Früher dachte ich die Bedeutung wäre die anschließende Umgestaltung ein paar Verse weiter. Petrus und Jakobus und Johannes, die die Umgestaltung sahen.

    Aber 16:27 zeigt dass Jesus davon spricht, dass er bei seinem Kommen jedem seine Handlungsweise vergilt. Da sehe ich keinen Zusammenhang zur Umgestaltung. Hat. 16:24 zeigt dass er zu seinen Jüngern spricht. Von diesen sollen welche den Tod überhaupt nicht schmecken bis sie ihn in seinem Königreich kommen sehen.

    Sie können bei Jesu Auferstehung ihn vielleicht in Herrlichkeit gesehen haben, aber sie sahen ihn nicht in seinem Königreich. Außerdem hat er die Handlungsweise noch nicht bei seiner Auferstehung vergolten.

    Hat er die Handlungsweise vergolten als die Jünger starben und er sie in seinem Königreich empfing ? Sie sahen ihn nicht in seinem Königreich kommen und sollten den Tod überhaupt nicht schmecken.

    Es bleibt für mich nur:

    Der Autor des Evangeliums wollte sagen, dass Jesus sagte, es würden noch Jünger von ihm, an die er persönlich diese Worte richtete, am Leben sein, wenn er in Königsmacht kommt um die Welt zu richten.

    "Die Generation sollte also nicht vergehen"

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