Bleibe Jehova gegenüber loyal!

Watchtower Study Articles

[Kommentar zum Kongressmotto 2016 und zum WT vom Feb 2016 Seite 26, Studium: 25. April – 1. Mai]

Kogressmotto.001
Beleuchten wir noch einma das Attribut Loyalität, das in diesem Jahr auch auf den Kongressen der Zeugen Jehovas Themenschwerpunkt ist. Der Studienartikel „Was wir von loyalen Dienern Jehovas lernen“, vom Febr. 2016 und das Kongressmotto „Bleibe Jehova gegenüber loyal!“ stützt sich auf  Micha 6:8.

Vorab sollten wir uns zunächst die Zeit nehmen, diesen Vers in unterschiedlichen Übersetzungen zu betrachten und zu vergleichen, bevor wir näher auf den Inhalt dieses Artikels eingehen. Die revidierte Neue- Welt- Übersetzung von 2013 gibt das hebräische Wort „chesed“ mit „Loyalität schätzen“ wieder, während die anderen Übersetzungen es mit „liebende Güte“ oder „liebende Barmherzigkeit“ übersetzen.

Wenn wir Güte und Barmherzigkeit lieben, werden wir sie auch erstreben und uns bemühen, sie in allen Aspekten unseres Lebens zum Ausdruck zu bringen. In diesem Zusammenhang ist der Begriff „loyal“ eindeutig fehl am Platz.

Das Revisionskomitee der NWÜ von 2013 möchte durch die tendenziöse Wiedergabe dieses Verses erreichen, dass wir Loyalität als eine wertvolle und liebenswerte Eigenschaft verstehen und anstreben. Ist es aber wirklich das, wozu uns Micha auffordert? Ist die Botschaft, die er hier vermitteln möchte, dass Loyalität von größerer Wichtigkeit ist, als Gnade oder Güte? Haben alle anderen Übersetzer das übersehen?

Womit rechtfertigt das Übersetzungs- Komitee der NWÜ von 2013 seine Wahl?

Tatsächlich rechtfertigt und begründet das Revisionskomitee der WTG seine Entscheidung nicht. Es ist nicht gewohnt, in Frage gestellt zu werden und seine Entscheidungen rechtfertigen zu müssen.

Die hebräische Interlinear- Übersetzung gibt die wörtliche Bedeutung von „he-sed“ mit „Bundestreue“ wieder. In modernem Englisch ist dieser Ausdruck schwer zu definieren. Welche hebräische Denkweise steht also hinter „he-sed“? Anscheinend weiß das Revisions-Komitee der NWÜ darüber Bescheid, denn an anderen Stellen gibt es „he-sed“ mit „loyaler Liebe“ wieder. (Siehe 1. Mo. 24:12; 39:21; 1. Sa 20:14; Ps. 59:18; Jes. 55: 3)

Das hebräische Wort bezeichnet eine Liebe, die gegenüber dem Geliebten loyal ist. „Loyal“ ist das Attribut, die Qualität, die diese Liebe definiert. Die Übersetzung von Micha 6:8 mit „Loyalität wertzuschätzen“ verwandelt das Attribut jedoch in ein Ziel.

Micha spricht nicht über Loyalität.

Er sagt nicht, dass wir „Loyalität schätzen“ sollten, sondern er spricht über die Liebe. Liebe, die treu ist, handelt für den Geliebten. Es ist tätige Liebe. Güte existiert nur in ihrer Anwendung, einem Akt der Zuneigung, ebenso wie Barmherzigkeit. Wir zeigen Barmherzigkeit also in der Interaktion.

Wenn ich Güte liebe, dann werde ich aus mir heraus gegenüber anderen freundlich handeln. Wenn ich Barmherzigkeit liebe, werde ich die Liebe dadurch zeigen, dass ich anderen gegenüber barmherzig bin.

Gott fordert von uns also nichts anderes, als dass wir liebevoll und barmherzig miteinander umgehen und demütig vor ihm unser Leben führen- alles Prädikate, die mit Loyalität nichts zu tun haben.

Die Uneinheitlichkeit in der Wiedergabe dieses Wortes verstärkt die Fraglichkeit der Übersetzung, denn an anderen Stellen hätte- vorausgesetzt ihre Wiedergabe wäre wirklich korrekt- auch mit „Loyalität“ übersetzt werden müssen. Zum Beispiel gab Jesus in Matthäus 12:1-8 den Pharisäern, die Anstoß daran nahmen, dass seine Jünger am Sabbat Ähren pflückten, um zu essen, diese schlagkräftige Antwort:

„Wenn ihr aber verstanden hättet, was dies bedeutet: ‚Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer‘, so würdet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt haben. Denn der Menschensohn ist Herr des Sabbats.“

Als er sagte „Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer…“, zitierte Jesus aus Hosea 6:6. In der Revidierten NWÜ wird dieser Vers jedoch wie folgt wiedergegeben:

„Denn an loyaler Liebe (he-sed) habe ich Gefallen gefunden und nicht am Schlachtopfer; und an der Erkenntnis Gottes mehr als an Ganzbrandopfern.“ (Hosea 6:6) NWÜ revd.

* Anmerkung des Übersetzers: so wird es in der englischen revidierten NWT von 2013 wiedergeben. In der deutschen Übersetzung steht statt „loyaler Liebe“ noch „liebende Güte“.

Als Jesus in Matthäus 12:1-8 die Worte von Hosea zitiert, verwendet er „Barmherzigkeit“ und Micha benutzt das gleiche Wort: „he-sed“. Im Griechischen ist es „eleos“ das, nach Strong, durchgängig als „Barmherzigkeit“ definiert wird. Wenn „he-sed „tatsächlich „Loyalität“ bedeuten würde, dann hätte Jesus gesagt: „Ich will Loyalität und nicht Schlachtopfer.“ Würde das einen Sinn ergeben?

Nur Entscheidungsträger und Beobachter von Regeln fordern Loyalität.

Die Pharisäer hielten sich streng und gehorsam an den Buchstaben des Gesetzes. Sie wähnten sich als die treuesten aller Israeliten und legten großen Wert auf Loyalität, denn letzten Endes war das oft alles, womit sie sich rühmen konnten. Liebe zeigen, Barmherzigkeit ausüben, aus Güte handeln, das ist schwerer. Das sind die Eigenschaften, die oft denen fehlen, die Loyalität einfordern.

Natürlich haben Loyalität und Opfer ihre Berechtigung. Aber die beiden schließen sich nicht gegenseitig aus. Tatsächlich gehören beide in einem christlichen Kontext zusammen. Jesus sagte: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme seinen Marterpfahl auf und folge mir beständig. Denn wer immer seine Seele retten will, wird sie verlieren; wer immer aber seine Seele um meinetwillen verliert, wird sie finden. Matth. 16:24,25

Offensichtlich ist jemand der Jesus „beständig folgt“, ihm gegenüber loyal, aber sich selbst zu verleugnen, den Marterpfahl auf sich zu nehmen und seine Seele zu verlieren, das bedingt Opfer. Daher würde Jesus nie Loyalität und Opfer als Alternativen anbieten, so als ob wir das eine, ohne das andere haben könnten. Doch dies ist nicht die einzige geänderte Textstelle, an der die überarbeitete NWÜ eine hohe Bedenklichkeit aufweist. In Psalm 86:2 (Absatz 4) beispielsweise sehen wir genau die gleiche Substitution. Auch hier sind „Treue“ und „Gottesfürchtigkeit“ dem Begriff „Loyalität“ gewichen.

Statt die Bruderschaft zur Gottesfürchtigkeit, Güte und Barmherzigkeit zu führen, betont die NWÜ die Loyalität und somit obendrein ein Wort, das in den ursprünglichen inspirierten Schriften (Micha 6: 8; Eph. 4:24) fehlt.

Welche Motivation steht hinter dieser Bedeutungsänderung?

Warum werden die inspirierten Schriften hier so uneinheitlich und tendenziös übersetzt? Die leitende Körperschaft fordert von Zeugen Jehovas absolute Ergebenheit und so bevorzugt sie eine Leseart, die die Wichtigkeit der Loyalität gegenüber sich als Kanal und „Gottes einziger irdischen Organisation“, herausstellt.

Loyalität neu betrachtet

Gehen wir nun auf den oben angeführten Artikel „Was wir von loyalen Diener Jehovas lernen“, vom Febr. 2016 näher ein. Absatz 5 dieses Studienartikels erinnert uns daran: „Unsere Loyalität kann mehreren Personen gehören. Jedoch ist es nur mithilfe biblischer Grundsätze möglich, die richtige Reihenfolge herauszufinden.“

Indem wir das im Sinn behalten, lasst uns die biblischen Grundsätze anwenden und das hier präsentierte Gedankengut sorgfältig untersuchen, um die richtigen Merkmale und die Hierarchie unserer Loyalität bestimmen zu können.

Wer verdient unsere Loyalität?

Der Gegenstand unserer Loyalität ist das Herzstück christlicher Identität und sollte unser Hauptanliegen sein, wenn wir diesen Wachtturm untersuchen. Paulus erklärt in Galater 1:10: Versuche ich jetzt tatsächlich Menschen zu überreden oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, wäre ich nicht Christi Sklave.“

Paulus war als Saulus von Tarsus Mitglied einer mächtigen religiösen Körperschaft und hatte eine gute Karriere vor sich. (Gal. 1:14) Ungeachtet dessen, gab Saulus demütig zu, dass er die Zustimmung von Menschen gesucht hatte. Um dies zu korrigieren und ein Diener Christi zu werden, nahm er enorme Veränderungen in seinem Leben vor. Was zeigt uns dieses Beispiel von Saulus?

Stellen wir uns vor, mit welchem Szenario er konfrontiert war. In der damaligen Welt gab es viele Religionen. Aber in seiner Überzeugung existierte nur eine wahre Religion, die von Gott eingerichtet worden war: das jüdische religiöse System. Daran glaubte Saulus von Tarsus, als er zu der krassen Erkenntnis kam, dass das Volk Israel- Jehovas Organisation, wenn man so will- nicht mehr in seinem bevorzugten, anerkannten Stand war.

Wenn er also treu zu Gott stehen wollte, würde er seine Loyalität gegenüber der religiösen Organisation (dem jüdischen religiösen System), von der er seit jeher glaubte, das Gott es als Mitteilungssystem für die Menschheit bestimmt hatte, aufgeben müssen. Er würde lernen müssen, seinen himmlischen Vater in einer grundlegend anderen Art und Weise anzubeten und zu ehren. (Heb. 8:8-13)

Würde er sich eine neue Institution suchen? Wohin würde er jetzt gehen?

Aber es war keine Frage des „wohin“, sondern „zu wem“! (Joh. 6:68)  Da antwortete ihm Simon Petrus: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“

Paulus wandte sich also an den Herrn Jesus und lernte über ihn alles, was er konnte, und dann, nach seiner Berufung, begann er die Botschaft über den Christus zu verbreiten… und Menschen wurden von diesem Evangelium berührt und von ihm angezogen. So entstand in der Folge ganz natürlich eine Gemeinschaft, ähnlich einer Familie, deren Qualität sich deutlich von der einer Organisation unterscheidet.

Es gibt in der Bibel keine prägnantere Ablehnung des Konzepts, dass das Christentum mit einer menschlichen Autoritätsstruktur organisiert werden muss, als diese Worte des Paulus: „…ging ich nicht sogleich mit Fleisch und Blut zu Rate. Auch ging ich nicht nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern ich ging fort nach Arabien, und ich kehrte wieder nach Damskus zurück. Dann, nach drei Jahren, ging ich nach Jerusalem hinauf, um Kphas zu besuchen, und ich hielt mich fünfzehn Tage bei ihm auf. Aber ich sah sonst keinen von den Aposteln, nur Jakobus, den Bruder des Herrn.“ (Gal. 1:16-19)

Der Wachtturm ist immer bemüht, eine Parallele zwischen der Zeit des Alten Bundes mit seinen menschlichen Führern und der heutigen irdischen Zeugen-Organisation zu ziehen. Er stützt sich dabei auf die schriftwidrige Vor-/Gegenbild- Übereinstimmung, um die Loyalität gegenüber menschlichen Traditionen und den Männern der Macht hinter den Kulissen fordern zu können. (Markus 7:13)

Das mosaische Gesetz war kein Muster, das in der christlichen Versammlung wiederholt werden sollte. Tatsächlich war der Versuch, die Struktur des Alten Bundes in den frühchristlichen Gemeinden wieder aufleben zu lassen, eine der ersten und verheerendsten Apostasien. (Gal. 5: 1) Durchweg im ganzen Artikel werden die Leser darauf hingewiesen, das sie loyal sein sollten und nicht gegen die „Gesalbten Jehovas“ (ein subtiler Bezug auf die leitende Körperschaft) vorgehen. Andere Wachtturmpublikationen gehen sogar so weit, dass sie die Position der leitenden Körperschaft mit der von Moses und Aaron vergleichen und die, die ihre Maßnahmen bemängeln, mit den gegenbildlichen rebellischen Israeliten, die murren und sich beschweren. (2. Mose 16:2; 4. Mose 16).

Dabei übersehen sie, dass es schon an Blasphemie grenzt, sich selber die Rolle des Moses anzueignen, denn die Bibel lehrt deutlich, dass nur unserem Herr Jesus diese Position in der christlichen Zeit gebührt – und dies ist ein wahrhaftiges und stimmiges biblisches Gegenbild. (Hesekiel 3:1-6; 7:23-25)

Gott verlangte von den Israeliten auf seine Propheten zu hören, das ist richtig. Aber Gott gab auch allen, die in seinem Namen redeten, die Beglaubigung, so dass das Volk Vertrauen haben konnte und nicht Gefahr lief, Betrügern zu gehorchen. Jehovas Propheten von einst hatten drei unverkennbare Merkmale, die ihre Identifizierung als sein „erwählter Kanal“ unbestreitbar machte:

Sowohl in der Nation Israel, wie auch im ersten Jahrhundert, wirkten die „Gesalbten Jehovas“ (1) Wunder, (2) machten sie unfehlbare, richtige Vorhersagen und (3) wurden sie inspiriert, das unveränderliche und das vollkommen übereinstimmende Wort Gottes zu schreiben.

Ein Vergleich mit diesem Maßstab lässt die Erfolgsbilanz und Glaubwürdigkeit des selbst ernannten „treuen und verständigen Sklaven“ wenig schmeichelhaft erscheinen. Ihrem Anspruch als „einziger Kanal Gottes auf Erden“ zu fungieren, werden sie nicht gerecht. (1. Kor. 13:8-10; 5. Mose 18:22; 4. Mose 23:19)

Heute folgen wir nur einem gesalbten Führer, Jesus Christus. Und tatsächlich ist die eigentliche Bedeutung des Begriffes „der Christus“: „der Gesalbte“ (des Herrn)- „der Messias“. Wo gibt es in diesen Versen Raum für einen menschlichen Fürsprecher?

„Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.“ Joh. 5:40

Jesus sprach zu ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ Joh. 14:6

„Überdies gibt es in keinem anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der unter [den] Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen.Apg. 4:12

Denn da ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus.“ 1. Tim. 2:5

Doch die leitende Körperschaft will uns weismachen, dass Loyalität zu einem anderen Mittler für unsere Rettung von grundlegender Bedeutung ist: „…die Rettung anderen Schafe hängt davon ab, die gesalbten Brüder Christi hier auf der Erde tatkräftig zu unterstützen dessen müssen sie sich immer bewusst sein.“ (WT 15.3.2012, Seite 20, Absatz 2 Unsere Hoffnung erfüllt uns mit Freude)

Loyalität gegenüber Gott oder menschlicher Tradition?

Die Absätze 6, 7 und 14 befassen sich mit der Anwendung des christlichen Rechtssystems. Es ist wahr, dass die Versammlung vor dem verderblichen Einfluss der Sünde geschützt werden muss. Trotzdem müssen wir sorgfältig das Zeugnis der Schrift prüfen, um sicherzustellen, dass wir Übeltäter in Übereinstimmung mit dem Muster behandeln, das durch Jesus und die christlichen Schreiber des Neuen Testaments festgelegt wurde. Andernfalls könnten die, die die Versammlung schützen möchten, selber genau zur Ursache der Verdorbenheit werden, die sie beseitigen möchten.

Bevor wir betrachten, wie man mit Sündern verfahren sollte (Absatz 6 und 7), lasst uns die Anwendung der Worte Jesu in Matthäus 18, im Zusammenhang mit Absatz 14, klären. Auffallend ist, dass in diesem Artikel jeglicher Hinweis auf Jesu Anweisungen in Matthäus 18:15-17, fehlt. Dieses Versäumnis wiegt umso schwerer, weil dies die einzige Textstelle ist, in der unser Herr auf derartige Angelegenheiten Bezug nimmt. Denn genau hier befindet sich der Kern für unsere Richtlinien rund um das Fehlverhalten.

Der Artikel bezieht sich auch wieder lieber auf alttestamentliche Vergleiche (wie die bereits besprochenen ausgedachten Gegenbilder), um das Rechtssystem bei den Zeugen Jehovas zu untermauern. „Deckst du jedoch seine Missetat, bist du Gott gegenüber nicht loyal.“ (3. Mose 5:1)

Es gab Sünden, die den jüdischen Ältesten unter dem mosaischen Gesetz berichtet werden mussten, doch die leitende Körperschaft möchte, dass es das gleiche Procedere in den christlichen Versammlungen gibt. Weil es in den neutestamentlichen Schriften aber einfach keine Hinweise auf diese Art von Beichte gibt, sind sie gezwungen, auf das jüdische System zurückzugreifen. Hier wird zusätzlich übersehen, dass es sich bei den Sünden, die berichtet werden mussten, um Kapitalverbrechen handelte. Dafür war keine Reue (oder Vergebung) vorgesehen.

Und wenn sie schon auf das alte System zurückgreifen, warum folgt die leitende Körperschaft nicht dem Beispiel und befürwortet im Falle eines Fehlverhaltens, eine öffentliche Verhandlung vor der Versammlung, die dazu beitragen würde, ein faires Verfahren zu gewährleisten, so wie es in der israelitischen und christlichen Zeit praktiziert wurde? Stattdessen werden sogenannte Komitees“gebildet, die hinter verschlossen Türen Anhörungen ohne Aufzeichnungen und ohne Zuschauer durchführen. (Matth. 18:17; 1. Kor 5:4; 2. Kor. 2:5-8; Gal. 2:11,14; 5. Mo. 16:18; 21:18-20; 22:15; 25:7; 2. Sam. 19:8; 1. Könige 22:10; Je 38: 7)

Welche Loyalität zeigt die leitende Körperschaft Gott gegenüber, wenn sie das schwere Joch der Sklaverei des alten Bundes, für Christen von heute, wiedereinzuführen versucht? (Gal. 5:1) Lehren und Vorgehensweisen wie diese, offenbaren ein Versagen, eine Blindheit für die wahre Bedeutung des Lösegeldes und die wunderbare neue Wahrheit für die Christen, dass: „die Liebe die Erfüllung des Gesetzes“ ist. (Matth. 23:4; Röm. 13: 8-10).

Zitat: „Nimm dir daher Nathan zum Vorbild und sei freundlich, aber bleib fest. Leg deinem Freund oder Verwandten nahe, sich an die Ältesten zu wenden.“

Wie bereits erwähnt, gibt es einfach keinen christlichen Präzedenzfall für das Bekennen von Sünden vor religiösen Führern. Nathan drängte David vor Gott zu bereuen, nicht vor den Priestern. Als Jesus sagte: „gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar“ (Matth. 18:15), machte er keinen Unterschied zur Art oder Schwere der begangenen Sünde. Falls der Übeltäter keine Reue zeigte, war er durch die Ekklesia, vor der gesamten versammelten Gemeinde zu tadeln, nicht nur von einer ausgewählten Gruppe von Ältesten. (Math. 18:17; 1. Kor. 5:4; 2. Kor. 2: 5-8; Gal 2:11,14)

Zitat: „So beweist du nicht nur, dass du loyal zu Gott stehst, sondern auch das Beste für deinen Freund oder Verwandten möchtest. Und die Ältesten werden versuchen, ihn mit Milde wieder zurechtzubringen.“

Wie schön, wenn dies immer der Fall wäre, aber lange Erfahrung zeigt, dass dem oft nicht so ist. Wenn Matthäus 18 genau befolgt worden wäre, wären viele bereits im 1. oder 3. Schritt wieder in Gottes Gunst gelangt und nie vor ein Komitee. Dies hätte Verlegenheit erspart, Vertraulichkeit bewahrt (da die Ältesten kein Gott gegebenes Recht haben, alle Verfehlungen der Herde zu kennen) und die vielen tragischen Umstände vermieden, die durch Fehlurteile und strenge Anwendung der Regeln entstehen.

Absatz 17 beginnt mit diesen Worten: Um loyal zu Jehova zu stehen, brauchen auch wir Mut. Schließlich müssen viele von uns dem Druck standhalten, der von Familienmitgliedern, Arbeitskollegen oder vom Staat ausgeht.“
und wird fortgesetzt mit der Erfahrung eines japanischen Zeugen namens Taro, der im Wesentlichen von seiner gesamten Familie ausgeschlossen wurde, als er ein Zeuge Jehovas wurde.

Für diejenigen von uns, die die Wirklichkeit der Organisation der Zeugen Jehovas erkannt haben, strotzt dieser Absatz vor Ironie, denn der genannte Grundsatz im ersten Satz beschreibt genau unsere Situation. Wenn wir gegenüber Jehova loyal bleiben wollen, müssen wir mutig und entschlossen gegen den Druck von Familie, Verwandten und Mitgliedern der Versammlung und Organisation standhalten, die die Loyalität zur JW.org über die Loyalität zu Gott und seinen gesalbten König, Jesus Christus, stellen.

Mag ich nicht (2)

122 Kommentare zu “Bleibe Jehova gegenüber loyal!

  1. petra @ Kornblume + Alle

    Liebe Kornblume, liebe Geschwister,

    zum Thema Taufe bei Jehovas Zeugen

    „Die "Religionsgemeinschaft" der Zeugen Jehovas, in Verbindung mit der K.d.ö.Rechts, macht ihre Anhänger bei der Taufe zu Mitgliedern. Noch-ZJ "E.F." äußert sich generell über die Taufe:

    „Die Taufe bei Jehovas Zeugen -- einst und jetzt“

    „Im Glauben und in der religiösen Praxis von Jehovas Zeugen gibt es zwei auf die Bibel gegründete Handlungen, nämlich die Wassertaufe und das Abendmahl oder Gedächtnismahl, von denen man eigentlich annehmen sollte, daß sie wegen ihres biblischen Ursprungs beständig und unverändert sein sollten. Doch trifft das keineswegs zu, wie hier am Beispiel der Taufe und ihrer Vorbereitung und Durchführung aufgezeigt werden soll.

    Was seit den Tagen C.T. Russells und der von ihm gegründeten ernsten Bibelforscher, den Vorläufern der heutigen Zeugen Jehovas, an der Taufzeremonie unverändert blieb, war erstens der äußere Ritus, nämlich der Vollzug der Taufhandlung durch vollständiges Untertauchen, und die Aussage, daß damit die ‚Hingabe an Jehova‘ symbolisiert werden solle. Darüber hinaus sind jedoch einige wesentliche Änderungen eingetreten.

    Änderungen

    Am bekanntesten unter den Zeugen ist vielleicht die Änderung des Wortlauts der beiden Fragen, welche die Taufbewerber am Ende der auf Kreis- und Bezirkskongressen gehaltenen Taufansprachen zu beantworten haben.

    C.T. Russell empfahl in seinen Schriftstudien, Band 6, Seite 459 (Ausgabe von 1926) folgende Formulierung, wobei er offenließ, ob man diese Worte im Rahmen der Taufansprache oder beim Untertauchen jedes einzelnen sprechen sollte:

    ...- im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, in dieser Autorität, taufe ich dich in Christum.

    Bereits nach dem zweiten Weltkrieg wurden an Stelle einer Taufformel zwei Fragen gestellt, wie sie im Wachtturm vom 1.8.1973, Seite 472, zu finden sind:

    Hast du deine Sünden bereut, und bist du umgekehrt, da du erkannt hast, daß du vor Jehova Gott als verurteilter Sünder dastehst, der der Rettung bedarf, und hast du vor ihm anerkannt, daß diese Rettung von ihm, dem Vater, kommt, und zwar durch seinen Sohn Jesus Christus?

    Hast du dich aufgrund dieses Glaubens an Gott und an seine Rettungsvorkehrung Gott rückhaltlos hingegeben, um fortan seinen Willen zu tun, wie er ihn dir durch Jesus Christus und durch die Bibel unter der erleuchtenden Kraft des heiligen Geistes offenbart?

    Dabei war es üblich, die Worte des Taufauftrags Jesu gemäß Matthäus 28:19 wenigstens in der Taufansprache zu erwähnen und zu erklären.

    In den achtziger Jahren wurde jedoch der Wortlauf der beiden Fragen gemäß Wachtturm vom 1.6.1985, Seite 30, verändert wie folgt:

    Hast du auf der Grundlage des Opfers Jesu Christi deine Sünden bereut und dich Jehova hingegeben, um seinen Willen zu tun?

    Bist du dir darüber im klaren, daß du dich durch deine Hingabe und Taufe als ein Zeuge Jehovas zu erkennen gibst, der mit der vom Geist geleiteten Organisation Gottes verbunden ist?

    Dabei konnte man feststellen, daß die Worte des Taufauftrags Jesu - so beobachtet während eines Kreiskongresses im Dezember 2006 – oder auch nur ein Hinweis auf die Taufe im Namen Jesu Christi nicht mehr erwähnt wurden.

    Wenn man die Texte vergleicht, dann ist zu erkennen, daß hier nicht eine einfache Textänderung vorgenommen wurde. Die erste Formulierung richtete sich noch ganz nach der Heiligen Schrift; die zweite Formulierung enthielt noch Hinweise auf Jesus, auf die Bibel, auf den Heiligen Geist. Es gab keinerlei Bezugnahme auf eine menschliche religiöse Organisation. Man pflegte zu jener Zeit sogar zu betonen, daß man durch die Taufe nicht Mitglied irgend einer Kirche oder Gemeinschaft würde, sondern daß die Taufe ein Vorgang allein zwischen Gott, Jesus Christus und dem Getauften sei.

    Die letzte und heutige Formulierung veränderte substantiell die vorhergehende; hier wird deutlich gesagt, daß man durch die Taufe zu einem Mitglied der Organisation Gottes, also der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas würde. Entsprechend wurde und wird in den Taufansprachen die Loyalität zu dieser Organisation, die Verantwortung und Dankbarkeit ihr gegenüber, überdeutllich herausgestellt. Das entspricht im übrigen auch dem Statut der Religionsgemeinschaft, das in § 13 (1) ausdrücklich sagt:

    Wer rechtmäßig als Zeuge Jehovas getauft wurde und mit einer Versammlung im Wirkungsbereich der Religionsgemeinschaft verbunden ist, ist Mitglied der Religionsgemeinschaft.

    Das ist etwas ganz Anderes als das, was man früher in Taufansprachen den Taufbewerbern hinsichtlich der Bedeutung der Taufe erklärt hatte. Dazu kommt noch, daß gemäß der Präambel des Statuts unter (4) zu dem religionsgemeinschaftlichen Recht auch das von der Leitenden Körperschaft vermittelte Verständnis der biblischen Lehre gehört; das heißt, daß nicht mehr das Gewissen des Einzelnen, sein Verständnis und sein Glaube entscheidet darüber, ob er oder sie eine bestimmte Lehre oder Lehraussage annimmt; vielmehr fordert das die Religionsgemeinschaft als ihr Religionsrecht ein!

    Dazu trägt auch eine andere Änderung bei, die im Zusammenhang mit der Taufe im Laufe des letzten Jahrhunderts eingeführt wurde; ich möchte dieses Verfahren ‚Vorprüfung‘ nennen.

    Während man bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein sich nach eigenem Entschluß taufen lassen konnte, ohne formell ‚examiniert‘ zu werden, wurde seitdem eine durch möglichst drei Älteste vorzunehmende Befragung des Taufbewerbers angeordnet. Die Fragen wurden durch die Organisation vorgegeben. Zwar wäre nichts dagegen einzuwenden, einem Taufbewerber in einer Art ‚seelsorgerischem‘ Gespräch die Bedeutung der Taufe vor Augen zu führen; aber die vorgegebenen Fragen erwecken eher den Eindruck, daß man sich vergewissern will, ob der Betreffende auch allen Lehren der Organisation zustimmt; man möchte ihm diese Lehren in der Befragung noch einmal besonders einprägen. Doch wie steht es mit der im Zusammenhang mit der Taufe überragenden Stellung Jesu Christi?

    C.T.Russell schrieb in dem o.a. Band der Schriftstudien, Seite 454:

    Daher betrachten wir alle als Brüder in Christo Jesu .... sofern sie den Herrn als ihren Erlöser bekennen....

    Russell erklärte in seinen Schriften, daß man, wenn man zu Gott kommen wolle, zuerst zu Jesus kommen müsse; denn ‚niemand kommt zum Vater außer durch Jesus‘ (Johannes 14:6); daher ist auch die Taufe in seinem Namen stets ein Kennzeichen für die christliche Taufe gewesen.

    Der gleiche Gedanke wird auch noch in dem von der Wachtturm-Gesellschaft herausgegebenen Buch ‚Gott bleibt wahrhaftig‘ geäußert, zum Beispiel in seiner revidierten deutschen Ausgabe, Seiten 318 und 321:

    Um Gott finden zu können, muß man zuerst zu Jesus gehen .... Die Täuflinge müssen "im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes" getauft werden

    Solche Gedanken in den Taufansprachen von heute zu finden, dürfte kaum möglich sein. Die Organisation, ihre Stellung und Ansprüche haben solche biblischen Gedanken verdrängt.

    Auch über die Bedeutung der Symbolik der Taufe gab es eine Änderung; C.T. Russell schrieb in dem schon erwähnten Band auf Seite 445, daß die Wassertaufe – das ‚Begraben‘ im Wasser – nur ein Symbol sei für Taufe in Christus gemäß Römer 6, also für etwas, was Gott durch Christus für und mit uns tut. Dagegen schreibt die Organisation in ihrem aktuellen Buch ‚Was die Bibel wirklich lehrt‘ im 18. Kapitel, Absatz 24:

    Das völlige Eintauchen ins Wasser versinnbildlicht, daß man im Hinblick auf seine frühere Lebensweise gestorben ist. Das Auftauchen aus dem Wasser bedeutet, daß man nun lebt, um den Willen Gottes zu tun.

    Hier besteht die Symbolik also ganz aus etwas, wozu der Mensch sich entschließt und zu tun beabsichtigt oder auch tut. Das ist allein menschliche Leistung. Theoretisch könnte auch ein Nichtgläubiger sich entschließen, ein neues Leben zu beginnen, und diesen Entschluß durch eine Wassertaufe zu symbolisieren.

    Wenn man die heutige Praxis der Taufe bei Jehovas Zeugen und ihre Deutungen und Aussagen betrachtet, dann muß man zwar bestätigen, daß diese Menschen als Jehovas Zeugen getauft wurden und werden, aber ist diese Taufe in ihrem Kern noch christlich?

    E.F.“

    Außerdem heisst es in Matt. 28:19,20 erst taufen, dann lehren alles zu halten, zu befolgen.
    Bei JZ muss es genau andersrum gemacht werden.
    Erst 90 Fragen im Sinne der ORG beantworten und dann ist erst die Taufe möglich.
    Die Ältesten entscheiden, ob jemand getauft werden darf, das ist absolut unbiblisch.
    JZ lehren, dass die Taufe unbedingt erforderlich sei, um gerettet zu werden.
    Wenn Älteste einer Person die Taufe verweigern, weil diese nicht mit jeder Lehre der WTG einverstanden ist, oder nicht jede der 90 Fragen „richtig“ beantwortet, verhindern Sie nach ihrer eigenen Lehre, dass diese Person gerettet werden kann.
    Nach Ihrem Verständnis wird diese Person sehr wahrscheinlich in Harmagedon vernichtet, weil Sie nicht als JZ getauft ist.
    ( Ungetaufte Kinder sind nicht betroffen, da diese durch die gläubigen, getauften Eltern geheiligt sind.)

    Mat 28:19 Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern. Dabei sollt ihr sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen
    Mat 28:20 und sie belehren, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.
    Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Zeit."

    Lieben Gruß Petra

    1. Hallo Petra
      Danke für deine überaus wertvolle und sehr gute Abhandlung über die Taufe. Du bist darin in der Geschichte der ZJ noch weiter zurück, als es mir geläufig war. Danke für deine grosse Mühe! Es ist sicher für viele hier sehr aufschlussreich den Werdegang über die Taufe bei ZJ nachzuvollziehen zu können.
      LG Noomi

      1. Egal@Petra

        Ps:
        Die sogenannte "Taufe" der Zeugen Jehovas ist keine christliche Taufe, sondern ein Initionsritus wie er in okkulten Sekten üblich ist. Ein Mittel der Gefangennahme - und das Gegenteil der Taufe im Namen des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes der FREI macht. Die Zeugen Jehovas verbrämen und verhehlen stets und immer was sie in Wirklichkeit tun - okkult eben.

    2. Kornblume

      Hallo Petra,
      Ich wollte dir auch danken für deine Ausführungen. Ich muss noch einiges Nachholen und es tut sehr gut solche Berichte zu lesen.
      LG

  2. Tomaso

    Hallo Zusammen,

    Zitat:

    "Durchweg im ganzen Artikel werden die Leser darauf hingewiesen, das sie loyal sein sollten und nicht gegen die „Gesalbten Jehovas“ (ein subtiler Bezug auf die leitende Körperschaft) vorgehen."

    Math. 24:24:
    24 Denn es werden falsche Christusse (Gesalbte) und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.

    Das sagt alles. Es gibt nur einen Gesalbten (Christus) der uns Rettung bringen kann.
    Die ganze hl. Schrift deutet auf Jesus hin und beweißt, dass er der Gesalbte Gottes war.
    Welchen biblischen Beweise bringen die sog. "Gesalbten Jehovas" denn vor?
    Da fängts schon mal an. Sie behten es einfach.
    Aber auch das sagte Jesus voraus:

    Joh. 5 43
    "Ich bin gekommen in meines Vaters Namen, und ihr nehmet mich nicht an. So ein anderer wird in seinem eigenen Namen kommen, den werdet ihr annehmen."

    LG Tomaso

    1. Tomaso

      Soll natürlich "behaupten" heissen

  3. Kronblume

    Hallo alle zusammen,
    ich weiß nicht ob ich hier mit meinem Anliegen richtig bin. Aber ich habe mit 3 Kindern oft nicht viel Zeit zu recherchieren welcher Thread richtig ist.
    Entschuldigt auch meine Schreibfehler.
    ich glaube an Gott und Jesus und an die Bibel. Ich war mein Leben lang auf der Suche. Als ich dachte ich habe es gefunden. Da ich wirklick sehr viel Unterstützung gefunden habe die Bibel kennen zu lernen, dadurch Gott und Jesus sehr nahe gekommen bin. Dann aber sind Bedenken gekommen mit Organisation...Dann habe ich Bruderinfo vor ein paar Tagen gefunden....
    Ich möchte mich evtl. doch taufen lassen, da ich wirklich an Jesus loskaufsopfer glaube, aber wo und wie?
    Vielleicht könnt ihr mir helfen.
    LG

    1. Matthäus

      Liebe Kornblumenblau,
      Den Auftrag von Jesus "geht hin lehrt und tauft" kann jeder Christ der Jesus seinen Herrn nennt (siehe 1. Kor. 12:1-3) ausführen. Es bedarf wahrlich keiner Organisation die Regeln festlegen die niemals von Jedus so angeordnet wurden. Gib doch eine neutrale eMail Adresse an, oder du kannst auch mir schreiben
      zeugejesus@gmail.com und wir klären ab wo du zu Hause bist, dann finden wir sicher jemand in deiner Gegend der sich dazu bereit erklärt. Ich bin aus Österreich, aber ich kenne in ganz Deutschland verstreut viele treue Christen die das gerne mit dir besprechen.

      LG Matthäus

      1. Kornblume

        Hallo Matthäus,
        Ja das stimmt so. Danke. Ich muss lernen die Bibel genauer zu lesen. Danke für deine Unterstützung.
        Ich hab dir eine E-Mail geschrieben.
        GlG

        1. Störtebeker

          Störtebeker an Filiz Bremer und an Kornblume,

          dass Ihr eure Taufe bei den Zeugen Jehovas nochmal überdenkt ist mehr als Vernünftig. Viele von uns hier waren Jahrzehnte dabei. Auch ich, 35Jahre. Pionier, Ältester u.s.w., u.s.w. das volle Programm.

          Es ist ein Glück für Euch, dass ihr diese Seite gefunden habt. Dadurch habt Ihr die Möglichkeit bekommen wirklich überprüfen zu können was richtig und was falsch ist.

          Nicht alles was hier gepostet wird ist richtig. Das seht ihr schon an den verschiedenen Meinungen, wie das Eine oder Andere verstanden wird.

          Trotzdem schreiben hier viele reife, aufrichtige Christen von denen viele eben auch eine sehr gute Bibelkenntnis, und meines Erachtens nach auch ein gutes und richtiges Verständnis der Schrift haben.

          Bei den Zeugen Jehovas ist das nicht der Fall. Sie verdrehen die Schriften um sie ihrer Lehrmeinung anzupassen. Das ist gefährlich. Nicht nur für Zeugen Jehovas, sondern auch für alle anderen, die das tun.

          Deshalb kann ich Euch nur raten, nehmt Euch Zeit herauszufinden wer wirklich zu den Nachfolgern des Sohnes Gottes gehört. Diejenigen die das sind benötigen keine religiöse Organisation oder irgendwelche Gurus denen sie folgen. Sie benötigen den Gott und Vater unseres Herrn, sie benötigen den Sohn, die hl. Schriften, den hl. Geist um sie richtig zu verstehen, und was das Leben auch angenehm macht sind Brüder und Schwestern die aufrichtig sind und genauso denken. Die nicht über andere herrschen wollen, oder eine Oberguru Rolle anstreben um sich dadurch selbst zu beweihräuchern. Einer ist unser Lehrer, der Christus!

          Seid schön auf der Hut. Jeder der versucht über den Glauben eines Menschen einen beherrschenden Einfluss auszuüben oder sie einzuschüchtern ist gefährlich.

          Bei den Zeugen Jehovas ist das ganz offensichtlich. Aber sie sind nicht die einzigen.

          Ich persönlich danke meinem himmlischen Vater und auch meinem Herrn Jesus Christus jeden Tag dafür, dass ich dieser Psychosekte entrinnen konnte und aufgewacht bin. Und ich danke Ihnen auch für jeden aufgewachten Bruder und jede aufgewachte Schwester die ich inzwischen persönlich kenne lernen durfte, und das sich eine ganze Menge. Auch für alle, die hier sinnvolle Beiträge leisten bin ich Ihnen dankbar.

          Ich wünsche Euch ebenfalls, dass ihr da herauskommt oder eben, dass Ihr da erst gar nicht hinein geratet.

          Und immer daran denken: Nicht alle sind wach, die die Augen offen haben.

          Liebe Grüße an Euch und alle hier
          von Störtebeker

          1. Einfachich@Störtebecker

            Liiiieber Störti,
            du hast es auf den Punkt gebracht und deine Worte sind erlich und sinnvoll.Ich hatte ja die Ehre dich persönlich als ersten der inzwischen kleinen Freundesgruppe kennen zu lernen.Deine Erfahrungen waren wirklich interessant und man hört dir gerne zu!Ich hoffe wir sehen uns bald mal wieder!
            Gaaaaanz liebe Grüße
            Einfachich

          2. Kornblume

            Hallo Störtebeker,
            Ich hatte und habe jetzt eiNiger nachzuholen, bin sehr froh dass ich das erkannt habe und zu einer neuen Erkenntnis gekommen bin. Den kLeinen letzten schubsen hier von dieser Seite, von euch. Ich brauche und habe es nicht nötig zu irgendeiner Organisation zu gehören um an mein Schöpfer, sein Sohn, sein Wort und seinen Heiligen Geist zu glauben. Ich habe eine innige intensive Beziehung zu ihm durch sein Sohn und er begleitet mich all meine Wege seit ich lebe und ich habe keine Angst vor irgendein Menschen oder einer menschlichen Organisation. Ich habe heute den Bibel in verschiedenen Übersetzungen dafür bin ich dankbar, denn ich liebe sein Wort, darin zu forschen und zu graben ist echt meine Lust und Muße, mein unendliches Buch die nie zu Ende geht. Ich bin angekommen ich bin zu Hause. Dafür wollte ich euch allen noch ein mal DANKE sagen. Ich weiß ihr denkt bestimmt ihr habt den letzten kleinen Schubert gegeben, aber das war der wichtigste kleine Schubert die ich je hatte und auch haben werde. In diesem Sinne führt euch alle gedrückt. LG
            Eure Kornblume

          3. Kornblume

            Schubsen soll es heißen. Sorry für die Fehler.

        2. Fanny

          Fanny@Kornblume
          Hallo da bin ich noch mal und wollte dir noch sagen, dass ich dich oder andere hier nicht in eine freie CHRISTENGEMEINDEN lotzen wollte.
          Ich wollte nur zeigen wie es in anderen Gemeinden abläuft.
          Wünsche dir ganz viel Kraft und den Segen unsres Herrn Jesus!
          LG Fanny

    2. peetha @ Kornblume+ Mitleser

      n´abend Kornblume
      schön, dich zu lesen und auch die VIELEN, die dir Mut machen.

      bin gerade abendlich meine E-post durch, und hab von einem BibelINTERESSIERTEN (einem noch ZJ ; 40 Jahre in der ´wahrheit´; gut 30 Jahre davon Ältester) folgende Gedanken in Gedichtform erhalten, und möchte seine Zeilen DIR und anderen nicht vorenthalten. :

      " Ich hab Sehnsucht nach Leuten, die mich nicht betrügen,
      die mir nicht mit jeder Festrede die Hucke voll lügen.

      Verschon mich mit den falschen Ehrlichen ,
      die falschen Ehrlichen, sind die wahren Gefährlichen !

      Ich habe Sehnsucht nach einem Stück Wahrhaftigkeit,
      nach´nem bisschen Rückrat in dieser verkrümmten Zeit.

      Doch sag die Wahrheit und du hast bald nicht´s mehr zu lachen !

      SIE werden dich ruinier´n, exekutier´n und mundtot machen,
      erpressen, bestechen, versuchen, dich zu verkaufen.

      Wenn DU die Wahrheit sagst, laß draussen den Motor laufen,

      DANN sag sie laut und schnell, denn das Sprichwort lehrt :

      ´WER die Wahrheit sagt, brauch ein verdammt schnelles Pferd´"

      gut´s nächtle sagt man hier im Neckartal , bleib Dir, deinen Liebsten, den beiden Höchsten (DIE strengen wohl am wenigsten an) gewogen - habt Mut

      1. peetha @ Kornblume

        ick noch mal janz kurz, mit einem ´Nachtrag´, einem persö. Gedanken :

        Alle, DIE dir HIER Mut machen, machen MUT
        DIE, die DIR sagen, was du zu machen hast - Egal- (klein geschrieben)- kommen aus der Tonne der oberflächlichen Dummschwätzerei)

        mit 3 Kindern, bisste - musste - ´n taffes Mädel sein - Respekt - Schüss UND- ihr schafft das

    3. Einfachich@Kronblume

      Wieso und in welcher Form hast du Bedenken bekommen?Was hat dich plötzlich dazu bewogen?Ich selber habe mich (freiwillig) mit über 20 Jahren taufen lassen bei den Zeugen Jehovas,da ich überzeugt war und im Hinterkopf immer den Gedanken hatte das meine Kinder nach mir "gerichtet" werden...und dann Angst hatte wenn ich nicht getauft wäre...was wohl geschehe wenn Harmagedon käme. ..Ich bin als Zeuge Jehovas aufgewachsen...damit habe ich die Lehre nie geprüft.
      Lieben Gruß
      Einfachich

      1. Einfachich@Kornblume

        Sorry,Kornblume......hatte mich vertippt!😉

      2. Kronblume

        Hallo einfache Handhabung,
        gute Frage, das versuche ich auch rauszubekommen ;).
        Mein Mann nicht Zeuge ist auf der einen Seite super erleichtert und auf der anderen Seite total überrascht, von meiner PLÖTZLICHEN und sehr kritischen Haltung. Für mich ist es genauso überraschend und plötzlich gewesen, dass ich es wirklich von jetzt auf gleich die Organisation als Betrüger wahrgenommen habe. Ich denke es dauert eine Weile bis ich rausfinde wie s dazu kam.

        Ich glaube einfach dass unser Schöpfer und Jesus mir dabei Stütze waren es zu erkennennen und noch ein mal zu prüfen.
        Nicht alles und alle was ich beim ZJ erlebt habe war falsch und schlecht.... Viele sind einfach verblendet oder wollen es nicht sehen, können es nicht sehen, denn es gibt ja auch viel, zu verlieren, die Gemeinschaft Freunde Familie etc. Es ist gar nicht anders als in anderen Religionen und Organisationen finde ich. Ich komme Ursprünglich aus der Islamischen Gemeinschaft. Ich will,darauf jetzt nicht tiefer eingehen,,aber dort ist es genauso mit Familienmitglied etc ausschließen und Sanktionieren, indoktrinieren etc. Genauso auch in der Kirche. Sogar hier in unserem Babyclub wird es gemacht...Wenn du / es versteht was ich meine.
        Ich habe mit 15-16 Jahren angefangen meine Religion in die ich hineingezogen wurde in Frage zu stellen, zu hinterfragen. Aber immer mit dem festen Glauben an den Schöpfer und immer, meisten mit ihm im Gebet. Ich musste mich damals schon relativ früh entscheiden, ob ich ein voll akzeptiertes Mitglied meinervt Familie und Verwandtschaft sein will oder ausgestoßen werde und nicht dazu gehöre. Ich konnte es nicht über mich bringen die offensichtlichen Lügen und falschen Vorstellungen zu akzeptieren. Es hört sich jetzt evtl. überspitzt an, aber ich hatte vor dem Tod weniger Angst als so zu denken und so zu leben wie diese Menschen. Deshalb habe ich zu Gott gesagt wenn du so ein Schöpfer bist, dann will ich dich nicht und bin mit 15 von zu Hause weg, immer auf der Suche nach der Wahrheit. Katholische Kirche, Buddhismus, zeugen Jehovas und Studenten Verbindung etc. Vor 3-4 Jahren habe ich zu Gott gesagt so, ich hab den Weg nicht gefunden und vielleicht gibt es dich ja nicht. Ich versuch jetzt mal ohne dich zu leben ;).
        Ja in dieser Zeit jetzt Rückblickend natürlich, ging es mir psyschisch sehr schlecht, obwohl alles andere sehr optimal, super einzigartig war. Ich konnte meine innerliche getriebenen nicht stoppen und nichts was ich angegangen bin hat wenn überhaupt nur eine kurzfristige Erleichterung gebracht. Ich weiß dass mein Schöpfer und JESUS immer wieder an mir gezogen haben ( entschuldigt wenn es irgendwie komisch klingt, ich schreibe nur wie es mir ging und wie ich es erlebe und fühle ) ich habe es aber nicht verstanden und wollte da ich einfach so sehr geistige Nahrung gebraucht habe und manchmal 3 Erziehungsbücher parallel gelesen habe, eine Doktorarbeit angehen wollte in den Erziehungswissenschaften. Da kam meine geistige Munter ZJ ( hier muss einfügen dass ich mit ihr vor ca. 10 Jahren schon mal studiert habe) nach 10 Jahren haben wir uns genau in dieser Zeit zufällig wieder getroffen, also ca vor anderthalb Jahren. ICh hatte auch wieder plötzlich den innigen Drang die Bibel zu studieren und fragte sie ob sie wieder mit mir studiert, aber ich nicht ihre Zeit wieder stehlen, möchte, wenn ich wieder keine Zeuge werde. Das war für sie natürlich kein Thema. Als wir anfingen zu studieren, konnte ich nicht aufhören jeden Tag 3-6 Stunden zu studieren zu recherchieren, ich ging darin auf, es ist so schön so belebend so befreiend gewesen, ja die Wahrheit macht einen wirklick frei. Ich bin 42 Jahre alt und ich habe mich noch nie so angekommen noch nie so frei, so eine lange Zeit am Stück und endlich ein Buch gefunden die nie aufhört, zu Ende geht. Die Erfüllung, den Sinn des LeBens habe ich gefunden und dafür danke ich sehr dieser wundervollen Frau ob ZJ oder nicht.
        Ja genauso habe ich jetzt eine neue Erkenntnis bekommen von meinem Schöpfer und seinem Sohn, dass ich nicht irgendeiner weltlichen Organisation angehören muss um an Gott zu glauben zu ihm zu beten und die Bibel zu lesen.
        Ich brauche Menschen mit den ich mich über die Bibel unterhalten kann, gerne würde ich ,Ich auch treffen, wenn ich welche in meiner Nähe finde.
        Sorry einfach ich, deine Frage konnte ich nicht ohne einwenig auszuholen beantworten.
        Wäre natürlich noch viel zu sagen und zu schreiben, vielleicht habe ich mich in manchen Sätzen nicht verständlich genau ausgedrückt und es kommt nicht das Rüber was ich vermitteln möchte. Das rührt aus Sender - Empfänger Ebene und ich habe hier einennen außerordentlich tollen liebevollen Sohn anderthalb Jahre alt, dass ich mich hier gerne von ihm ablenken lasse. 😉

        Also frag nach wenn irgendetwas nicht klar ist.

        In Liebe und vielen vielen Dank für all eure Zusprüche und Kommentare, schön dass es euch gibt.

        1. Kronblume

          Hallo einfachich und alle anderen soll es heißen

        2. Einfachich@Kronblume

          Ich finde es soooo wunderbar wie du dich öffnen und erzählen kannst.Ich habe verstanden was du sagen wolltest. Sehr interessant finde ich was du erlebt hast.Du warst immer auf der Suche.. Hier findet man so liebevolle Menschen die zuhören,antworten und sehr guten biblischen Rat geben ohne irgendeiner Organisation. Ich habe hier persönlich liebevolle christliche Menschen kennengelernt und wünsche mir das du dies auch tust.
          Vielen lieben Dank für deine ehrliche Antwort und ich hoffe und wünsche das du die richtige Entscheidung triffst!
          Lieben Gruß
          Einfachich

          1. Störtebeker

            Störtebeker an Einfachich

            Liebe Einfachich,

            ich danke Dir für Deine lieben Worte und den Zuspruch. So etwas ist immer eine Ermunterung und Stärkung.

            Es ist schön, dass Du hier seit einiger Zeit auch mitschreibst. Ich denke unser gemeinsames Treffen hat uns allen gut getan und uns einen Schub nach vorne gebracht. Klar, wir halten die Verbindung aufrecht. Es ist doch schon wieder etwas in der Planung.

            Ich freue mich auf ein Wiedersehen.

            Sei für heute ganz lieb gegrüßt
            von Störti

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