Was für ein Mensch war Richter Rutherford?

Richter J.F. Rutherford
Richter J.F. Rutherford

– der Gründer der „theokratischen Organisation“ –

 

Die von Russell gegründete Wachtturm-Gesellschaft (WTG) wurde 1884 eine gesetzlich eingetragene Körperschaft, und Russell blieb bis zu seinem Tode im Jahre 1916 ihr Präsident, der in allen Belangen der Organisation und Lehre das alles entscheidende Wort sprach. Wie sein Ansehen war auch sein Einfluss bei den Bibelforschern gewaltig.

Doch die „theokratische Organisation“, die alles verbindlich festlegt, was jeder zu glauben und zu tun hat, damit er ewiges Leben erhält,  nahm weder 1870 noch 1884 mit der Gründung der WTG ihren Anfang. Im Gegenteil, sein Leben lang hatte Russell vor einer solchen Organisation gewarnt.

5ef0d-russellencolorDie wahre Christenversammlung oder Kirche Gottes war für Russell nicht eine ganz bestimmte christliche Glaubensgemeinschaft, von der man durch Taufe und Anerkennung eines ausgefeilten Glaubensbekenntnisses ein Teil oder Mitglied wurde. Nein, alle Bibelforscher glaubten 50 Jahre lang, dass sich die Versammlung Gottes oder Gemeinde Christi aus Christen zusammensetzt, die  den verschiedensten christlichen Denominationen angehörten und  „deren Namen  in den Himmeln bekannt sind“ (Hebräer 12:23). Nur Gott kennt sie.

Und Gottes Sohn gab nur ein Kennzeichen an, an denen sie am ehesten zu erkennen sind – ganz gleich aus welchem Gesangbuch und in welcher Kirche oder Versammlung sie ihre Lieder  zum Lobe Gottes singen – nämlich:  „Wenn ihr einander liebt, dann werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“

Mit dieser Überzeugung würde heute jeder Zeuge Jehovas als Abtrünniger ausgeschlossen werden. Und offensichtlich hat man auch den Gründer der Wachtturmgeselschaft und der Bibelforschervereinigung, Charles Taze Russell, aus der Jehovas Zeugen hervorgegangen sind, heimlich still und leise entsorgt, zählt er doch nicht mehr zu den Gliedern des ominösen treuen und verständigen Sklaven.

„Hütet euch vor ‚Organisation’“

Pastor Russell wurde nicht müde, die alten Bibelforscher davor zu warnen, durch die Bildung einer imposanten Organisation mit einem detailliert festgelegten Glaubensbekenntnis einen Zaun zu errichten, der sie von anderen Christen trennte.  Im Wachtturm vom April 1882 werden sie ermahnt, Zitat:  „Wir sind in Gemeinschaft mit allen Christen, in denen wir den Geist Christi erkennen können, und besonders mit denen, die die Bibel als einzigen Maßstab anerkennen. Wir fordern daher nicht, dass alle wie wir sehen, um als Christen bezeichnet zu werden; uns ist klar, dass Wachstum in der Gnade und in der Erkenntnis ein allmählicher Prozess ist.“(S. 71)

Ein gutes Dutzend Jahre später wiederholte Russell nochmals seine Meinung über religiöse Organisationen und warnte vor ihnen mit den Worten im Wachtturm vom 15.9.1895 (Engl.):  „Hütet euch vor ‚Organisation’. Sie ist vollkommen unnötig. Die Richtlinien der Bibel sind die einzigen, die ihr benötigt. Versucht auch nicht, andere in ihren Gewissensentscheidungen auf etwas festzulegen, und lasst das auch nicht bei euch zu. Glaubt und gehorcht soweit, wie ihr Gottes Wort im Augenblick versteht, und wachst so weiterhin Tag für Tag in der Gnade, in der Erkenntnis und der Liebe.“

Die Anmaßung einer Sekte

Die Bibelforscher bildeten eine zwanglose Bruderschaft; eine ungebundene Vereinigung zur gegenseitigen Ermunterung und Hilfe. Worin bestand denn die Gefahr einer straffen zentralistisch ausgerichteten Organisation, die eine Gemeinde zu dem macht, was JZ schon lange sind: eine klassische Sekte? Und warum ist es so schwer, ihr wieder zu entkommen?

Diese Fragen beantwortete Pastor Russell im Jahre 1904 in dem dritten Band („Dein Königreich komme“, S. 173) seiner sechs „Schriftstudien“ wie folgt:  „Das zu tun [wieder auszutreten], erfordert Gnade und einige Anstrengungen, zerreißt oft angenehme Verhältnisse und setzt den ehrlichen Wahrheitssucher den einfältigen Beschuldigungen aus, dass er ein „Verräter“ an seiner Sekte, ein „Wetterwendischer“, ein „Unbeständiger“ sei usw. Wenn man sich einer Sekte anschließt, so wird erwartet, dass man sich der Sekte gänzlich ergibt und nicht mehr sich selbst gehört. Die Sekte unterscheidet nun für ihn, was Wahrheit und was Irrtum sei; und er muß, um ein wahres, zuverlässiges, treues Glied der Sekte zu sein, deren spätere wie  frühere Entscheidungen über alle religiösen Fragen annehmen, seine eigene Meinung übersehen und persönliche Nachforschungen vermeiden, da er sonst an Erkenntnis wachsen und als Glied solcher Sekte verloren gehen könnte. …  Diese Bande des Sektentums, weit davon entfernt, als das, was sie sind, als Fesseln und Ketten, angesehen zu werden, werden als ein Schmuck, als Ehrenzeichen und Ausweis von Charakterstärke betrachtet und getragen.“

Ein Dutzend Jahre später, als Russell gestorben war, entwickelte sich alles genau so, wie er warnend vorausgesagt hatte.

Den Samen zu dieser Entwicklung legte Russell allerdings selbst, indem er  die „Schriftstudien“  mit der Bibel verglich und  in der Zeitschrift „Der Wachtturm“  (Dezember 1910, ab S. 218) feststellte:  „Wenn die sechs Bände der Schriftstudien praktisch eine nach den Gegenständen eingerichtete Bibel sind, mit den biblischen Beweisstellen versehen, so möchten wir die Bände wohl ‚eine Bibel in arrangierter Form’ nennen. Das heißt, sie sind nicht nur Kommentare zur Bibel, sondern sie sind praktisch die Bibel selbst.

Spätestens nach dieser Gleichstellung der Schriftstudien mit der Bibel hätte seitens der Bibelforscher-Gemeinde ein lauter Aufschrei erfolgen müssen.  Für jeden gläubigen Bibelleser ist diese ungeheuerliche Behauptung der Gipfel der Anmaßung. Und wer die Schriften der WTG aufmerksam liest, muss feststellen, dass JZ bis heute nicht von diesem Gipfel heruntergestiegen sind. (Die Schriftstudien wurden nur durch andere Bücher, denen praktisch der gleich hohe Wert beigemessen wird, ersetzt. Man zitiert aus dem Wachtturm wie aus der Bibel) 

 „Sein Leben lang waren Russell und die Gesellschaft ein und dasselbe gewesen.“ 

In der Regel fängt jede Bewegung mit einer „Einmannherrschaft“ an. Gut war es aber nicht, dass später ein Mann alles zu sagen hatte und machen konnte, was er wollte. Das sah auch Russell ein. Nach seinem Tod wollte er die Kompetenzen und Vollmacht auf ein Gremium verteilen. In Zukunft sollte keine einzelne Person für die Lehre der   Wachtturm-Gesellschaft verantwortlich sein.

Das Verkündiger-Buch schreibt auf S. 64 weiter:  „In seinem Testament ordnete Bruder Russell die Gründung eines fünfköpfigen Herausgeberkomitees an, das für den Inhalt des Wachtturms verantwortlich sein sollte.“  Auf S. 65 kann man in einer sehr klein gedruckten Fußnote die fünf Namen des Herausgeberkomitees lesen; den Namen seines Nachfolgers Rutherford findet man aber unter ihnen nicht. Wieso nicht? Schließlich stand er doch als Präsident ganz an der Spitze der Gesellschaft?

Was für ein Mensch war „Richter“ Rutherford?

Judge-RutherfordRutherford war ein Machtmensch, der keinen Widerspruch und keine Kritik duldete. Seine Persönlichkeit war eine brisante Mischung von Eigenschaften –  gefährlich und zugleich gefragt, besonders für einen Mann in einer sehr verantwortungsvollen Stellung, in der man auf  mehr als einen weisen Ratgeber angewiesen ist. Und dass Rutherford der Präsident der WTG wurde, war bestimmt nicht Russells letzter Wille. Russell war ein Menschenkenner. Einerseits war er von Rutherfords hervorragenden Fähigkeiten und hoher Intelligenz überzeugt und wusste, wie nützlich er der Gesellschaft sein konnte. Er war ein scharfer Denker, wortgewaltig und hatte einen starken Willen. Andererseits  kannte er Rutherfords Schwäche:  Er war impulsiv, sehr ehrgeizig, dachte nicht lange nach und setzte seine schnell gefassten Entschlüsse unnachgiebig und beinhart durch.

Lassen wir nun Rutherfords Irrtümer und berühmt-berüchtigte Auftritte Revue passieren. Sein Auftritt als Präsident begann mit einem Paukenschlag, der alle zusammenzucken ließ. Kaum hatte Rutherford den Präsidentensessel besetzt, brach in der Weltzentrale ein Aufstand aus. Der Journalist Marley Cole schrieb darüber  in seinem Buch „Jehovas Zeugen“. Der Autor war JZ freundlich gesonnen (er wurde später ein ZJ) und hatte die Unterstützung der WTG. In Deutsch erschien das Buch 1956, Pyramiden-Verlag. Wir zitieren S. 88:   „Fünf Monate, nachdem er (Rutherford) die Präsidentschaft angetreten hatte, lehnten vier von sieben Direktoren es ab, seine Machtbefugnisse anzuerkennen. … Vor allem wollten sie, dass alles, was Rutherford tat, von der Zustimmung des Vorstands abhängig gemacht werde. Wie die Dinge standen, handhabte der Präsident selbst die Verwaltung, ohne die Vorstandsmitglieder zu befragen. Er ließ sie erst wissen, was er tat, nachdem es bereits geschehen war.“ 

Der Protest der Mehrheit der Direktoren war völlig berechtigt und in Übereinstimmung mit Bruder Russell, der für Veränderungen, vor allem für eine Dezentralisierung und Verteilung der Verantwortung, war. Das wäre auch heute ganz im Sinne der ZJ. Aber Rutherford, der sich als der wahre Rebell erwies, schmeckte das gar nicht. Er wollte nicht weniger, sondern mehr Macht als Russell.

Rutherfords eiserne Hand bekamen alle zu spüren, als er die vier Direktoren einfach aus dem Bethel hinauswarf! Und mit anderen, die ihm ebenfalls unbequem waren, geschah das Gleiche. Marley Cole hat die Hinauswürfe auf S. 91 etwas milder beschrieben:  „Im Brooklyner Bethel wurden die enthobenen Direktionsmitglieder und noch einige andere ‚unglückliche Ankläger’ ersucht, auszutreten. Ehe das ‚Sichten der Ernte’ im Bethel vorüber war, hatte man 31 Mitglieder ausgeschlossen.“ 

Sein Leben lang war Rutherford ein streitsüchtiger und sogar gewalttätiger Mensch. An persönliche Meinungen, die von der Mehrheit seiner engsten Mitarbeiter für absurd gehalten wurden, hielt er dogmatisch fest. Widerreden, die er nicht duldete, wurden barsch abgeschmettert.

„Das ist nichts weiter als Verleumdung. Alles Lüge und üble Nachrede der Gegner“, sagen JZ. Irrtum! Das sagen nicht die bösen Feinde, sondern ZJ, die Bruder Rutherford gut kannten. Und es soll schon was heißen, wenn die Organisation im Verkündiger-Buch auf S.220  zugibt:  „Er äußerte sich mit allem Nachdruck über das, was nach seiner Überzeugung die Wahrheit war, und machte dabei keine Zugeständnisse. Er konnte ziemlich barsch werden, …“  Hayden Covinton, Rutherfords engster Mitarbeiter und ehemaliger Staranwalt der WTG, der über den Präsidenten nie ein böses Wort fallen ließ, gab in einem Interview unumwunden  zu: „Er hatte auch sehr viel Sinn für Humor, und er konnte auch sehr ausrasten!“ (Das auf Band aufgenommene Interview wurde von den Interviewern – Jerry Murray und seine Frau, beide ZJ – am 19.11.78 niedergeschrieben.)

Alexander H. Macmillan, ein prominenter ZJ aus der obersten Führungsetage der „theokratischen Organisation“ schrieb 1957 das Buch „Faith on the March“, zu dem Präsident Nathan H. Knorr das Vorwort schrieb. Macmillan und Knorr machten keinen Hehl daraus (warum sollten sie auch, wenn es doch damals alle wussten?) und stellten dem Expräsidenten in diesem Buch das nicht gerade schmeichelhafte Zeugnis aus: „Er räumte uns keine Gelegenheit ein zu sagen, was wir für richtig hielten und dachten.“ 

Die Theokratie und ihr neuer Gott

Kaum war Russell tot, gab Rutherford zwei ihm ergebene Bibelforscher (Clayton Woodworth und George Fisher) den geheimen Auftrag, im Namen von C. T. Russell den siebenten Band der Schriftstudien zu schreiben. Marley Cole, S. 85: Geplant war die Herausgabe eines letzten Bandes, des siebenten. Er sollte die Krönung der sechs vorhergehenden ‚Studien in der Schrift’ bilden. Die ersten sechs Bände waren nur die Grundlage für den siebenten gewesen. Er sollte der Christenheit den geistigen Todesstoß versetzen.“ Der neue Präsident hatte mit dem 7. Band etwas Großes vor. Größenwahnsinnig wie er aber von Anfang an war, brauchte er dazu das Ansehen und den klangvollen Namen seines Vorgängers, damit die Bibelforscher mitmachten. Daher sagte er ihnen, dass dieser Band sozusagen ein posthumes Werk von Pastor Russell ist. War es aber nicht.

Ihm wurden viele Ansichten unterstellt, die er nie und nimmer vertreten hatte. In Wirklichkeit war es die persönliche Meinung von Rutherford. Das konnte natürlich nicht gut ausgehen. Eine gewaltige Karambolage war vorprogrammiert. So kam der Tag, an dem die völlig überraschte Bethel-Familie (incl. der sieben Direktoren) vor die vollendete Tatsache gestellt wurde: Der siebente Band betitelt „Das vollendete Geheimnis“ ist freigegeben. Das war am 17. Juli 1917, der Tag, an dem (nach Ansicht der meisten Direktoren) „die bestehende Tyrannei“ das Fass zum Überlaufen brachte.

Das Verkündiger-Buch beschreibt den Moment, in dem der Aufstand ausbrach, mit folgenden Worten: „Bei dieser Gelegenheit wurde auch eine bestürzende Mitteilung gemacht: Die vier gegnerischen Vorstandsmitglieder waren ihres Amtes enthoben worden, und Bruder Rutherford hatte an ihrer Stelle vier andere ernannt.“(S. 67)

War das so schnell und rechtlich überhaupt möglich? Für einen gewieften, durch und durch skrupellosen Juristen, wie es der Richter war, war das schon möglich. Dazu das Verkündiger-Buch, S. 68: „Es stellte sich heraus, dass die vier Vorstandsmitglieder zwar von Bruder Russell ernannt worden waren, doch dass diese Ernennungen nie durch eine Abstimmung der Mitglieder der Körperschaft auf der Jahresversammlung der Gesellschaft bestätigt worden waren. Somit waren die vier rechtlich gesehen überhaupt keine Mitglieder des Vorstands.“ Ganz streng genommen waren sie es nicht, aber dann wären es auch die übrigen drei nicht gewesen.

Der zweite Streich folgte sogleich, als in einem Atemzug mit der Entbindung der Vorstandsmehrheit auch die Freigabe des 7. Bandes erfolgte. Während die eine Hälfte der Bibelforscher-Gemeinde in Aufruhr stand, wurde die andere Hälfte durch eine bombastische Propaganda in Euphorie versetzt. S. 69 des Verkündiger-Buches berichtet: „Ende 1917 und Anfang 1918 verbreiteten die Bibelforscher eifrig das neue Buch „Das vollendete Geheimnis“. Als das Jahr 1917 zu Ende ging, war man vollauf damit beschäftigt, die Auflage von 850 000 zu drucken. Im „Wachtturm“ vom 15.12.1917 (engl.) wurde berichtet: ‚Es ist außer der Bibel kein Buch bekannt, von dem in einem vergleichbaren Zeitraum so viele Exemplare verkauft wurden wie vom siebten Band.’“

Was versetzte die andere Hälfte in einen solchen Begeisterungstaumel? Nicht die Wahrheit, sondern Versprechungen und Behauptungen über die kurz bevorstehende Erfüllung von Prophezeiungen.

Viele alte Bibelforscher, die die sechs Bände der Schriftstudien von Charles Russell kannten und akzeptierten, waren vor 85 Jahren über den siebenten Band ebenso entsetzt. Für sie war Rutherford ein „Unchrist“, und sie trennten sich von ihm. Die Mehrheit glaubte aber an die ungeheuerliche Behauptung des Wachtturms von 1919, S. 93, 95, der siebente Band sei „als Speise direkt vom Herrn gegeben, der auch die Verantwortung für ihn trage“. Und der Wachtturm-Jahrgang 1920 bescheinigte dem Band auf S. 118: „Er enthält keinen Irrtum.“ Logisch – denn schließlich war er eine Gabe direkt vom Herrn. Und nur wer das anerkannte, durfte gemäß dem Wachtturm von 1919 (S. 145, 146) als Ältester gewählt werden.

Kritik an Rutherfords unbiblischen Meinungen galt als Kritik an Jesus Christus. Im Wachtturm 1924 heißt es: „Wenn wir des Herrn Knechte bekritteln, so bekritteln wir den Herrn selbst.“(S. 136) Oder das Murren gegen eine Vorgehensweise Rutherfords wurde als Auflehnung gegen Gott hingestellt: „Irgendwelches Murren gegen des Herrn Art und Weise, seine Sache zu tun, ist ein Murren gegen den Herrn selbst.“ (WT 1927, S. 7, 88) Diese Ansicht wird auch heute noch vertreten, wer den Sklaven kritisiert, kritisiert Gott. 

Das ominöse Jahr 1925

Es ist unfassbar, wie viele sogar im Jahre 1926 noch zu dieser bedingungslosen Gefolgschaft bereit waren, nachdem sich dieser eine Führer als ein echter Verführer und falscher Prophet erwies. Etwa sieben Jahre lang wurde in einem gewaltigen Propagandafeldzug unter dem Motto Millionen jetzt Lebender werden niemals sterben für das Jahr 1925 (wie vorher für das Jahr 1914) das „Ende der Welt“ und die Aufrichtung eines weltweiten Paradieses auf der Erde angekündigt. Aber bekanntlich kam beides 1925 nicht.

Diese Begebenheit erwähnt Karl F. Klein (Glied der LK) in seinem Lebensbericht im Wachtturm vom 15. Dezember 1984 in einer kleinen Fußnote auf S. 26 mit den Worten: „Hinsichtlich seiner irrigen Feststellungen in Bezug auf das, was wir im Jahre 1925 erwarten könnten[?], sagte er einmal vor uns allen im Bethel: Ich habe mich lächerlich gemacht.“

„Das ist doch ein ehrliches und demütiges Eingeständnis“; könnte man meinen. Doch was ist von Kleins Konjunktiv „… 1925 erwarten könnten zu halten, obwohl es als „sicheres Datum vom Herrn“ angekündigt wurde? Der Gebrauch der Möglichkeitsform spiegelt den Geist der Unehrlichkeit jener Männer wider, die JZ mit der „geistigen Speise zur rechten Zeit“ versorgen.

Die vielen Leser des Wachtturms mussten nun erfahren, dass sie diese Zeitschrift in den vergangenen Jahren nicht richtig gelesen hatten. Alle ihre großen Erwartungen für 1925 waren „phantastische Gebilde“, die ihrer starken „Einbildungskraft“ entsprangen. Nun gab es aber auch Leser, die genau wussten, was sie in den vorangegangenen Jahren im Wachtturm gelesen hatten und sich nicht einreden ließen, unter Paranoia oder Wahnvorstellungen zu leiden.

Für solche Leser hatte Rutherford folgende Erklärung im Wachtturm 1925 (S. 291, 294) über den Ursprung ihrer Erwartungen für dieses Jahr: „Das Ende des Jahres 1925 ist ungefähr gekommen. Einige mögen erwartet haben, das Werk der Kirche im Fleische dieses Jahr unbedingt vollendet zu sehen. Wahrscheinlich ist diese Erwartung zum Teil mit veranlasst worden durch den Wunsch, die irdische Pilgerschaft schwerer Mühe zu beenden und behaglich niederzusitzen in Herrlichkeit. Wenn dem so ist, liegt dann nicht ein gewisses Maß von Selbstsucht in einem solchen Wunsch und solcher Erwartung? Selbstsucht könnte dem Herrn nicht wohlgefällig sein… Es ist zu erwarten, dass Satan versuchen wird, dem Sinn einiger Geweihter den Gedanken nahe zu legen, dass 1925 doch eigentlich ein Ende des Werkes bringen sollte.“

Und ein Jahr später hat der Präsident der WTG nochmals ein für allemal festgestellt: „Einige dachten, dass das Werk im Jahre 1925 enden würde, aber der Herr hat dies nicht gesagt. (WT 1926, S. 264) In früheren Wachtturm-Artikeln hieß es aber, dass „der Herr gesagt hat“, dass 1925 dieses und jenes geschehen werde. Leider vergaß man hinzuzufügen, dass damit nicht der Herr Jesus Christus oder der Herr-Gott gemeint war, sondern der Herr Rutherford.

Jetzt hat er es nicht gedacht und gesagt, sondern „einige dachten …“. Und woher hatten „einige“ diese „phantastischen (Gedanken-)Gebilde“? Richtig: sie entsprangen dem „selbstsüchtigen Wunsch“, „dass doch 1925 ein Ende des Predigt-Werkes bringen sollte“. Und wer hat ihnen einen so selbstsüchtigen Wunsch eingepflanzt? Stimmt: der Teufel! Jetzt wissen wir es endlich ganz genau, wer für die falsche Prophetie verantwortlich ist: Einige Abtrünnige, die dem Satan verfallen waren.

Rutherford und seine Eingebungen

Kein Präsident der WTG habe jemals behauptet, unter „Eingebung“ zu stehen, zu sprechen oder zu schreiben. Das ist die feste Ansicht der ZJ. Das ist aber ein Irrtum. Präsident Rutherford hat in seinem Buch „Feinde“ tatsächlich auf S. 71 behauptet, „unter der Eingebung und mit der Vollmacht des Höchsten“ zu sprechen! Und da JZ selbst sagen, dass man keinem Menschen – noch nicht einmal der LK – blindlings vertrauen darf, müssen wir unbedingt den Rat des Apostels Johannes beherzigen: „Meine lieben Freunde, glaubt nicht allen, die vorgeben, den Geist zu besitzen! Prüft sie, um herauszufinden, ob ihr Geist von Gott kommt. Denn viele falsche Propheten sind unterwegs.“

Wenn die Voraussagen eines Menschen nicht zur vorausgesagten Zeit eintreffen und andere Aussagen sogar mehrmals korrigiert und mit der Bibel in Übereinstimmung gebracht werden müssen, dann können seine Eingebungen nur von „dunklen Mächten“ stammen. Leider sind JZ als Organisation einem solchen Menschen auf den Leim gegangen. Vor diesem Hintergrund muss die eingangs gestellte Frage „ist die „theokratische Organisation“, die Versammlung der Gemeinde Christi“ offensichtlich verneint werden.

Mag ich nicht (0)

63 Kommentare zu “Was für ein Mensch war Richter Rutherford?

  1. O.W.Schade

    "EIN WUNDERSCHÖNER AMERIKANISCHER TRAUM.... "

    Sind Jehovas Zeugen eine amerikanische Sekte, fragt JW.ORG in seiner Rubrik: Über uns?
    https://www.jw.org/de/jehovas-zeugen/haeufig-gestellte-fragen/keine-sekte/

    Die Begründung, liebe BI Aktuell Leser, entspricht dem amerikanischen Traum eines jeden Pioniers und eines jeden Jungunternehmers. Zu 100% von Gottes Segen. Damit haben die US Amerikaner auch kein Problem. Politisch, militärisch oder auch in religiöser Hinsicht. Überall in Amerika ist der Segen Gottes enthalten, entweder öffentlich oder aber verdeckt und versteckt.

    "Was wir lehren, so JW.ORG, gründet sich komplett auf die Bibel - nicht auf die Schriften irgendeines religiösen Predigers in den USA." Eine wunderschöne religiöse Illusion, ein herrlicher amerikanischer Traum, eine Seifenblase made in USA.

    Folglich war alles rein biblisch und nichts Falsches kam aus der Feder von Russell, Rutherford, Knorr, Franz und so weiter.... Dann dürfen Jehovas Zeugen in aller Seelen Ruhe weiterträumen, ihren amerikanischen Traum vom vollkommenen Glauben. Mit der Realität hat das allerdings nichts gemeinsam.

    LG O.W.S.

  2. Käfer

    Lieber Brüder,
    erstmal möchte ich mich ganz, ganz herzlichst bedanken das ihr euch die viele Arbeit macht unseren Schöpfer und seinen Sohn in das richtige Licht zu stellen.
    Habe hier soviel schon gelesen und bin erschüttert und frage mich nun wie soll es weiter gehen mit meiner Hoffnung über das was ich bisher gelernt habe aus Gottes Wort mit Hilfe der JZ.
    Oft ja sehr oft konnte ich die Tränen nicht zurückhalten denn mein ganzes Glaubensgebäude fängt an zu wanken. Nicht an Gott und Jesus Christus aber an die Lehren die mir die Hoffnung gaben einmal einmal wenn Gott es will im Paradies meine Lieben wiederzusehen.
    Jetzt sitzte ich wieder hier nach einer schweren Zeit die hinter mir liegt und wollte meinen Glauben stärken wobei ich immer und immer wieder gebetet habe das ich die "WAHRHEIT DIE UND FREI MACHT" richtig verstehe und danach leben kann.
    Habe vor ein paar Monaten Euer Buch auch bestellt und fast durchgelesen.
    Momentan lese ich viel in der Bibel in den Evangelien und Briefen. Das gibt mir die Kraft nicht aufzuhören.
    Werde mich wieder melden.
    Macht bitte so weiter in Liebe und Demut die Wahrheit offen zu legen.

    Es grüßt in in Dankbarkeit
    "Käfer"

    1. pit an Käfer

      Lieber Käfer,
      herzlich Willkommen.
      Wenn Hoffnungen zerspringen ist es eine schwere Zeit. Aber es zerspringen auch die Ketten der Lügen. Das bringt neue Freiheit in die Gedanken.
      Und die Zusicherung des Herrn bleibt bestehen. So, wie ER auferstanden ist, so werden deine Liebsten auferstehen.
      Daran ändert sich nichts. Auch nicht, wenn du das Zeugen-Modell als falsch erkennst.
      Ob das im Himmel, auf der Neuen Erde oder erst im Himmel und dann auf einer Neuen Erde sein wird, kann man aus der Schrift nicht eindeutig sagen. Aber ich weiss, dass es so schön sein wird, wie wir uns das heute nicht vorstellen können. Wo auch immer. Ich vertraue da ganz auf unsere beiden Höchsten.
      Friede pit

      1. Käfer

        Käfer & pit
        Danke für die liebe Ermunterung mit deinen Worten.
        Für Dich und alle hier meinen Dank.
        Käfer

        1. Argentum an Käfer

          Lieber Käfer,
          auch von mir herzlich willkommen. Wenn Dein falsches Glaubensgerüst zerfällt, bleibt darunter ein starkes festes Fundament übrig und Du wirst spüren, daß Dich die Wahrheit hinter der " Wahrheit" besser trägt, weil sie Dich näher zu Gott bringt und Du Dich Kind Gottes nennen darfst. Darauf werden sich begründete spürbare Hoffnungen aufbauen.
          Du wirst sehen, das es Dir viel mehr Frieden gibt, als jede falsche Lehre, die Du unerkannt angenommen hast.

          Ganz liebe Grüße
          Argentum

  3. Hallo Brüder und Schwestern,
    ich weiß nicht wo ich den Link einstellen soll so habe ich ihn unter diesem Thema eingestellt.
    Beim hersurfen habe ich etwas gefunden über sogenannte Freikirchen,er wird erklärt was man unter Freikirche versteht und dan folgt ein Bericht einer Frau die von einer Fundamentalistischen Freikirche versklavt wurde,wenn auch die >Sprache< eine andere ist,so sind die Methode sich ähnlich,die einen Machen JHWH lächerlich und die anderen machen es mit Christus.
    Hier der Link,interessant ist der Bericht nach der Erklärung was eine Freikirke ist,hier wird voneiner wohl sehr fundamentalistischen Berichtet.
    http://sekten-info-nrw.de/index.php?option=com_content&task=view&id=273&Itemid=1
    LG
    Klaus

  4. erwachter Sünder an Alle

    Liebe BI-Gemeinde,

    zu der Aussage im Beitrag:Was für ein Mensch war Richter Rutherford?
    „Die Mehrheit glaubte aber an die ungeheuerliche Behauptung des Wachtturms von 1919, S. 93, 95, der siebente Band sei „als Speise direkt vom Herrn gegeben, der auch die Verantwortung für ihn trage“. Und der Wachtturm-Jahrgang 1920 bescheinigte dem Band auf S. 118: „Er enthält keinen Irrtum.“

    Ein kurzer Überblick über einige darin „offenbarte Wahrheiten“ ( absurde Behauptungen )
    Aus JWsurvey.org
    Zum ­ Buch „Das vollendete Geheimnis“- der siebente Band ( mit Google-Übersetzer)
    auszugsweise:
    „Im Folgenden sind nur einige der auffälligsten Beobachtungen aus der vollendete Geheimnis. You are encouraged to look up the pages in the book yourself to see that I am not exaggerating. Sie werden ermutigt, schauen die Seiten im Buch selbst zu sehen, dass ich übertreibe nicht.
    The book claimed that Russell's estrangement from his wife Maria was prophesied in the Bible Das Buch behauptet, dass Russells Entfremdung von seiner Frau Maria in der Bibel prophezeit
    Charles Taze Russell was the “faithful and wise servant” (or “faithful and discreet slave”) and he was also the “seventh angel” mentioned in the book of Revelation. Charles Taze Russell war der "treue und kluge Knecht" (oder "treuen und verständigen Sklaven"), und er war auch der "siebente Engel" im Buch der Offenbarung erwähnt. (pp.4-6, 53, 169) (pp.4-6, 53, 169)
    The book of Ezekiel prophesied that God would separate Russell from his wife, Maria, and make her “dead” in his eyes. Das Buch Hesekiel prophezeite, dass Gott Russell von seiner Frau, Maria zu trennen, und stellen in den Augen ihrer "tot". (pp.483-484) (pp.483-484)
    Russell continued to supervise the harvest work, even after his death. Russell weiterhin die Erntearbeit zu überwachen, auch nach seinem Tod. (pp.144, 256) (pp.144, 256)
    Ezekiel 33:22 foretold Russell speaking from beyond the grave by means of The Finished Mystery. (p.530) Ezekiel 33:22 vorhergesagt Russell spricht von jenseits des Grabes durch die vollendete Geheimnis. (P.530)
    The Finished Mystery was “divinely provided” to humanity, and is the “incense burner” referred to in Revelation 8:5. Das vollendete Geheimnis wurde "göttlich vorgesehen", um die Menschheit und ist das "Duftbrenner" in Offenbarung 8 bezeichnet: 5. (p.145) (S.145)
    Revelation 14:20 predicted the precise traveling distance between where The Finished Mystery was written, and where it was printed. Revelation 14.20 vorhergesagt den genauen Fahrstrecke zwischen denen Das vollendete Geheimnis geschrieben wurde, und wo es gedruckt wurde. (p.230) (S.230)
    The “loud voice” in Revelation 14:18 was a “disappointed cry” because Russell did not have time to complete The Finished Mystery himself. Die "große Stimme" in der Offenbarung 14.18 war ein "enttäuscht Schrei", weil Russell hatte keine Zeit, um abzuschließen Das vollendete Geheimnis selbst. (p.227) (S.227)
    The “behemoth” of Job 40 is the stationary steam engine, and the “leviathan” of Job 41 is the steam locomotive. Der "Koloss" Hiob 40 ist die stationäre Dampfmaschine, und die "Leviathan" Hiob 41 ist die Dampflokomotive. (pp.84-85) (pp.84-85)
    The rider on the white horse in Revelation 6:2 is the “Bishop of Rome” who is the “personal representative of Satan”. Der Reiter auf dem weißen Pferd in Offenbarung 6: 2 ist der "Bischof von Rom", die den "persönlichen Vertreter des Satans" ist. (p.106) (S.106)
    Michael and his angels, as described in Revelation 12, are the Pope and his bishops. Michael und seine Engel, wie in Offenbarung 12 beschrieben, den Papst und seine Bischöfe. (p.188) (S.188)
    The “voice out of heaven” in Revelation 18:4 is the voice of the Watch Tower Society. Die "Stimme aus dem Himmel" in Offenbarung 18: 4 ist die Stimme von der Wachtturm-Gesellschaft. (p.276) (S.276)“ Zitat Ende

    So viel zu:„als Speise direkt vom Herrn gegeben, der auch die Verantwortung für ihn trage“.und „Er enthält keinen Irrtum.“

    Russell und Rutherford waren überzeugt davon, dass Gottes Thron in den Plejaden steht.
    „Gott in den Plejaden?
    Ein verblüffendes Kapitel der "Wachtturm"-Geschichte
     
    Die Plejaden sind ein offener Sternhaufen, angesiedelt im Sternbild Stier, volkstümlich als "Siebengestirn" bekannt.  Unter günstigen Bedingungen können mit bloßem Auge sogar bereits 9 oder 10 Sterne beobachtet werden.  Der hellste Stern ist Alcyone.  Die Entfernung der Plejaden zur Erde wird mit ungefähr 410 Lichtjahren angegeben.
    Aus dieser Entfernung muß Gott Anfang dieses Jahrhunderts unsere Gebete gehört haben, will man einigen Aussagen aus der Literatur der Wachtturm-Gesellschaft jener Zeit folgen.
     
    Über Jahrzehnte...
    Bereits 1895 drückte der Zion's Watch Tower die Überzeugung aus, daß sich das sichtbare Universum um die Plejaden als seinem Mittelpunkt dreht und daß dieses Zentrum der höchste Himmel, der Thron Gottes sein könne.  ("that that center may be the heaven of heavens, the highest heaven, the throne of God."  May 15, pg. 1814)  Diese Ansicht hat man offenbar über Jahrzehnte aufrecht erhalten, denn in der Ausgabe vom 15. Juni 1915 wird wiederholt, daß die Plejaden die Residenz Jehovas sein könnten, der Ort, von dem er aus das Universum regiert. ("the Plejades may represent the residence of Jehovah, the place from which he governs the universe."  June 15, 1914, page 5710 Reprints)
     
    Gottes Thronsitz
    Diese Linie wurde von Rutherford übernommen.  Sein Buch "Reconciliation" (1928) lehrt auf Seite 14, daß die Plejaden der Ort sind, an dem der ewige Thron Gottes steht ("the Pleiades ist the place of the eternal throne of God").  Dieser wurde sogar noch näher lokalisiert:  Gott regiert natürlich vom hellsten Stern der Plejaden, von Alcyone.  Rutherford schreibt in "Reconciliation" mit dem Gedanken, daß einer der Sterne der Wohnsitz von Jehova ist. ("that one of the stars is the dwelling-place of Jehovah." S. 14)   Damit nimmt er Bezug auf eine ebenfalls schon in Russells Schriftstudien formulierte Lehre, nach der Gott ausdrücklich von Alcyone aus regiert: ("Alcyone, the central one of the renowned Pleiadic stars...from which the Almighty governs the universe" (Band 3, S. 327).
     
    Erst 1953
    findet sich in der Wachtturm-Ausgabe vom 15. November des Wachtturms (S. 703) eine Aussage, die diese Lehre explizit zurücknimmt:   Demnach wäre es doch eher unweise von uns, Gottes Thron an einem bestimmten Punkt im Universum festzulegen.  ("it would be unwise to try to fix God's throne as being a particular spot in the universe.")
    Unklar bleibt, ob die Lehre im Laufe der Jahrzehnte einfach in Vergessenheit geraten ist, oder ob man einen konkreten Anlaß gesehen hat,  später doch noch mal zu dementieren.“
    Aus http://www.zj-im-blickpunkt.de/

    LG vom erwachten Sünder

    1. Petrus111

      Lieber Erwachter Sünder,
      Danke für Deinen Beitrag.
      Jeder JZ, der sich fragt, ob er über seine Religion selber nachdenken darf, ob er wirklich den wahren Glauben hat und ob er ein schlechtes Gewissen haben muss, wenn er "untätig" ist - und: der Angst hat, ausgeschlossen zu werden, sollte sich einfach über Tatsachen informieren.

      Eine Religion, deren Begründer 40 Jahre lang Zeitrechnungen verfolgte und die Mitglieder auf das Ende der Welt vorbereitet hat, der Freimaurer war und dessen wesentlichen Erkenntnisse auch aus der ägyptischen Mythologie gezogen wurden - und ein Nachfolger, der mit dem oben beschriebenen Unsinn weitergemacht hat: das sind die Grundlagen, auf denen JZ ihre allein wahre Religion aufbauen....

      Man muss sich nur ein BISSCHEN informieren und bereit sein, Dinge zu hinterfragen, um festzustellen, dass das eben nicht die Wahrheit ist...

      Die neueste Interpretation des Begriffs der "Generation"

      siehe
      http://tv.jw.org/#en/video/VODProgramsEvents/pub-jwbmw_201511_3_VIDEO

      wurde von einem sehr gläubigen JZ mir gegenüber als "Sekundär-Wahrheit" bezeichnet - er glaubt diese Lehre nicht - hält aber trotzdem treu an der Org fest.

      Nun frage ich:
      was ist wesentlich für eine Religion?
      Die Gottvorstellung
      Die Vorstellung von Sünde und Erlösung
      und natürlich die Vorstellung über die Frage, wie es denn in der Zukunft weitergeht: Himmel und Hölle, ewige Jagdgründe oder was?!

      Die Kirchen der Christenheit haben da recht nebulöse Angebote, die letztlich über die Gnade Gottes jedenfalls nichts schlimmes verheißen - wahrscheinlich sogar ganz Gutes. Ich habe bei diversen Traueransprachen von Pastoren gut zugehört und nichts konkretes rausgefunden 🙂 .

      ABER: dieses neueste Ding zur "Generation" sollte doch nun klar machen, dass diese Religion es nicht darauf abgesehen hat, ihre Schäfchen mit der Wahrheit zu versorgen - sondern darauf, den Druck auf dem Kessel zu halten.

      Allerdings: wenn man in der Religion drin ist, dann ist der Weg hinaus kein leichter. Das ist aber keine Frage von Glauben, es ist eine Frage psychischer Abhängigkeiten, des sozialen Drucks und der drohenden Isolation.
      Ich werde demnächst dieses Thema einmal umfassend aus soziologischer Sicht beleuchten, dabei aber natürlich nicht die Aussagen der Bibel außer Acht lassen - zu denen es auf dieser Seite aber schon sehr umfassende Abhandlungen gibt, die die diesbezüglichen Lehren deutlich in Frage gestellt sein lassen.

      Beste Grüße
      Petrus111

  5. Echnaton

    Gibt es irgendwo noch Zugriff auf die alten Ausgaben. Hat jemand die digitalisiert?
    Ich würde gerne den Wachtturm vom 15.9.1895 haben wo drinstehen soll das Russel gegen Organisationen war. Dies wäre ja der Oberhammer und da K.O. Kriterium des WTG Konzerns.
    Wie soll da jemand noch was von den Ältesten was dagegen sagen können wenn man dies nachweisen kann ?!

    1. Lieber Echnaton,
      vielleicht genügen die Aufzeichnungen aus meiner Website, im Namen aufrufbar. Zu Russell (immer mit 2 "l") und Organisation:

      Im Unterschied zu den heutigen Wachtturmschriften, in denen gerne die Heilsnotwendigkeit der Organisation mit dem Hinweis auf solche Versammlungen begründet wird, bestritt Russell jede Notwendigkeit einer zentralistischen Organisation:

      „... bis jetzt ist sie [die Kirche] noch nicht vollkommen und darum auch noch nicht organisiert. Wenn sie organisiert sein wird, wird sie mit Macht bekleidet, nicht eine Demokratie, sondern eine Herrschaft, nicht eine Republik, sondern ein Königreich sein ...“

      Russell ist überzeugt, daß jedes „Organisieren“ der Kirche und jedes „gebieterische Regieren“ letztlich doch nur nach „Art und Weise der Welt“ geschähe. Wörtlich schreibt er:

      „Auch existiert eine solche Organisation, die mit göttlicher Autorität angetan ist, heute überhaupt noch nicht ...Die Kirche Gottes ist noch nicht organisiert ... In dieser freiwilligen Vereinigung gibt es keine gebietende Autorität über andere, und kein Herrschen über Gottes Erbteil sollte gestattet sein; denn der eine Herr hat uns die Instruktion hinterlassen: ,Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder' (Matth.23,8). Anstelle des königlichen und gebieterischen Regierens, das doch nur nach Art und Weise der Welt geschehen würde, hat uns der Meister eine andere, entgegengesetzte Regel... gegeben.“ (WT, Jahrgang 1908, S. 104 ff).

      Den auch heute immer wieder erhobenen Einwand, die wahre Christengemeinde brauche doch eine Organisation und deren Leitung um der Einigung und Einheit willen, begegnet Russell mit dem Hinweis auf die frühen christlichen Gemeinden des ersten Jahrhunderts:

      „Es war eine Vereinigung des Geistes: das Gesetz des einzelnen war die Liebe, während sie als ein Ganzes unter dem Gehorsam gegen das ´Gesetz des Geistes´ standen, wie es in dem Leben, den Worten und Taten ihres Herrn und Meisters zum Ausdruck kam. Ihre Leitung war der Wille dessen, der da sprach: ´Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote´“.

      Im gleichen Artikel erinnert Russell an die sektiererischen Entwicklungen in der Kirchengeschichte und an jene falsche „Einheit“, bei der „man versuchte, alle Kirchenmitglieder auch in dem kleinsten Lehrpunkt einerlei denken zu machen“. Das war in keinem Fall die Einheit, die der Apostel Paulus anstrebte, so betont Russell. Er empfahl vielmehr die Einigkeit im Geiste, im Herzen, in der Gesinnung, eine Einigkeit, die als ein natürliches Resultat der rechten Übung der Freiheit, die wir in Christo haben, von selbst entspringt. In einer solchen freien Vereinigung von Christen, wie sie Russell vorschwebte, und wie er sie bei den damaligen „Bibelforschern“ zu realisieren versuchte. Da ist natürlich für eine autoritär herrschende „leitende Körperschaft“ kein Raum. Genauso wenig ist diese im Neuen Testament begründet. Wer hier auf das „Apostelkonzil“ (Apg.15) verweist, widerlegt sich selbst, denn der Bericht in der Apg. des Lukas sowie die Kommentierung durch den Apostel Paulus (Gal. 2,1-16!) zeigen deutlich: Die Apostel - weit davon entfernt, autoritär zu herrschen - mußten selbst noch um den rechten „Kurs“ ringen.
      C.T. Russell und die Direktoren der 1881 von Russell gegründeten „Wachtturm Gesellschaft“ (1884 gesetzlich eingetragen) bildeten keineswegs eine „leitende Körperschaft“ wie die heutige WTG behauptet...

      1. Dominikus KLEIN

        Hallo Echnaton/Gerd
        Ich vermute ich hab gefunden was Ihr sucht.
        Gebt u.a. Link ein, vollständiger Wachtturm von 1908, geht runter auf Seite 99 (Wachtturm Juli 1908)..."Die Kirche..."

        http://wtarchive.svhelden.info/archive/de/Wachtturm/wt-X_1908.pdf
        Schlaft nicht beim Lesen ein!
        Gruß Domi

    2. Bird an Echnaton

      Hallo Echnaton,

      in englisch ja, deutsch leider nur bis 1878.
      wtarchive.svhelden.info/english/zions-watch-tower/

      Lg
      Bird

  6. Dominikus KLEIN

    An Bruderinfo!
    Stimmt Ihr mit der Aussage in Matthäus 7: 18 - " Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte bringen."- überein ?
    Hm, vermutlich höre ich jetzt ein einstimmiges JA !
    Könnt Ihr auch noch zustimmen wenn ich diesen Vers so übersetze: "Ein guter Lehrer kann nicht schlechte Lehren lehren, noch ein übler Lehrer gute Lehren bringen" ?
    Einige zögern...
    Um nicht zu weit abzuschweifen begnüge ich mich mit zwei "Bäumen", C.T. Russell und J.F. Rutherford...
    Die "Früchte" die diese beiden "Bäume" brachten sind Euch als Ex-Zeugen ja bekannt.
    Moment mal, jetzt aber kein..."Ja schon, aber..."
    Entweder alles SCHLECHT oder alles GUT - siehe Matthäus 7:18!!
    Gruß Domi

    1. peetha

      Gruß Domi - ick peetha - ick und n i c h Bruderinfo - darf ick mich dennoch ´einmischen?`+ dir ne Antwort aus meiner Sichtweise posten?

      1. Dominikus KLEIN

        Würde mich freuen peetha!
        Gruß Domi

  7. Argentum an O.W.Schade

    Lieber O. W.,
    der Post an O83 ging eigentlich an Dich, sorry. 🙂

    Liebe Grüße
    Argentum

  8. Martin & Paul Z21

    Wer über Russel näher nachforscht und auch sein Testament näher unter die Lupe nimmt muss feststellen, dass er ein Freimaurer der Großloge und Luziferaner war. Dass er in der Pyramide gerobbt ist, mag man belächeln, jedoch ist offenkundig, dass die Pyramide für eine strenge Hierarchie und Sklaverei steht, wie sie noch heute in der WTG allenthalben zu beobachten ist. Russel war deshalb der ideologische Vorläufer Rutherfords, auch wenn seine Schriften im Vergleich lammfrommer daherkommen. Die bodenlose Frechheit Russels: Er nahm für sich in Anspruch, der laodizenische Botschafter zu sein, also dejenige, der das Sendschreiben an die Versammlung Laodicea zu übermitteln hatte. Noch heute steht auf seinem Grabstein neben der Freimaurerpyramide: "The Laodicean Messenger". Ja, die Vergangenheit der alten Bibelforscher war oft weniger ruhmreich und aufrichtig, als man es erwarten würde.

    1. Hallo Martin & Paul Z21,
      Nach meiner Meinung war Russel ein wirklich suchender,bekannt ist,das er vorher Adventist war.Gut möglich das er Freimauerer ,was aber nicht bedeutet das er Satanist war.Wenn Du mal betrachtest wieviele Männer Freimaurer waren(berühmte) Heine ,Lessing,Goehte,Bethofen usw.,kannst Du nich alle einfach als Satanisten hinstellen,aber ich denke darauf hier näher einzugehen führte zu weit.
      Wahr ist das Russel gegen jede Art der Organisierung von Christen war.Natürlich hat er Fehler gemacht,was bei den Wissen seiner Zeit auch wohl nicht anders ging.Er war wohl als gütuger Mensch bekannt und ich denke er war auch gläubig.Nur und das wissen die meisten hier,welche Jahrelang zu den Zeugen gingen,hängen einem mache Dinge einfach nach(im Denken und manchmal im Handel).
      Wer hat die Organisationsform mit einer strengen Hierachie gebildet;es war RUTHERFORT und auch ihm sind Dinge wie soziale Ächtung,Bespitzelung,Machtstruckturen usw. zuzuschreiben.Wer hat sich nach dem Knastaufenthalt,der Obrikeit angebiedert und Seiten aus seinem Buch genommen(wie geht dies,wenn er doch Gottes Anweisung hatte dies nieder zu schreiben,nach seinen Auslegungen,spontan fällt mir da Judas I. ein,der um des persönlichen Vorteils Christus veriet).
      Hier einfach Russel die Schuld für alles zuzuschreiben,halte ich für falsch.Sicherlich hatte er diese Pyramiedenrechnung und auch andere Fehler,auf der anderen Seite,war es gegen die Dreieinigkeit,die Höllenlehre ect
      Wer hat das Abendmahl in zwei Klassen geteilt?Wer hat die grausame Ächtung eingeführt).Wer hat ein Bild in zusammenhang mit Christie Tod,durch eine auf dem Bild mitenthaltende Abscheulichkeit,in seinen Büchern veröffenlicht und verbreitet?
      Hätte Russel länger gelebt,denke ich wären ihm seine Fehler vielleicht selbst aufgefallen.Ich denke aber Russel,Russel glaubte an die Rettung durch Christus und versuchte auf seine Art seien Gedanken Menschen weiter zu geben,wenn auch nicht alles stimmte.
      Zu Rutherfort,kann ich nur Pfui sagen.
      LG
      Klaus

    2. Petrus111

      ... das Russell Freimaurer war, habe ich bis vor kurzem auch nicht gewusst. Man findet sehr schnell alle Infos darüber im Netz, u.a. Bilder von seiner Grabstelle. Er ist auf einem Freimaurerfriedhof beerdigt - sein Grabmal ist eine Pyramide mit den eindeutigen Insignien der Freimaurer.
      DAS erklärt natürlich einiges.
      Zitat Wikipedia über Freimaurer:
      Die Freimaurerei, auch Königliche Kunst genannt, versteht sich als ein ethischer Bund freier Menschen mit der Überzeugung, dass die ständige Arbeit an sich selbst[1] zu einem menschlicheren Verhalten führt. Die fünf Grundideale der Freimaurerei sind Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität. Sie sollen durch die praktische Einübung im Alltag gelebt werden.
      Ende Zitat

      Russell war offenbar zu religiösen Erkenntnissen gekommen und fühlte sich berufen, diese nun der Welt zu verkünden. Er hat sein Leben und sein Vermögen dieser Sache gewidmet - aber wenn er nicht Freimaurer geblieben wäre, dann hätte er sich nicht so bestatten lassen...
      Das bedeutet: er hat die Regeln der Geheimhaltung, was die Freimaurer betrifft, beachtet - gleichzeitig hat er in seinem "privaten" Wirken das umgesetzt, wovon er als Freimaurer überzeugt war.

      Das ist alles gut und schön - und wenn man das in diesem Geiste fortgesetzt hätte, so hätte das den Menschen Inspiration gegeben und ihnen in freiem Denken für ihr Leben genützt. Rutherfort hat das, was Russell aufgebaut hat, im Sinne amerikanischen Managements - gepaart mit seinem juristischen Sachverstand, völlig umgekehrt und aus einer frei denkenden forschenden Gemeinde eine Sekte gemacht. Die Ansätze dazu waren da, weil Russell - in aller Bescheidenheit - die Bewunderer und damit die "Jünger" geschaffen hatte, die für so etwas empfänglich waren.

      Fazit: Russell wollte keine "Organisation" und keine "Kirche" - Rutherfort wollte eine funktionierende Firma - und hatte die Fähigkeit, dies umzusetzen. Zweifelsohne war der Mann sehr intelligent, zielstrebig, machtorientiert, gleichzeitig hatte er persönlich Lust am Leben und hat seine Fähigkeiten dazu genutzt, auszuprobieren, was ihm möglich ist.

      Ihr glaubt das nicht?
      Beispiel im Kleinen: ein Mann, den ich damals gut kannte, hat eifrig gepredigt, Leute "zur Wahrheit gebracht" und war recht vorbildlich. Seine "Schafe" sind heute noch eifrige JZ. Der Mann selbst ist homosexuell, lebt mit seinem Partner zusammen und ist lange ausgeschlossen. Auf die Frage, weshalb er denn damals ein so eifriger JZ gewesen sei, hat er geantwortet, dass er einfach ausprobieren wollte, wieweit sich Leute manipulieren lassen; dies habe ihm auch ein Gefühl von Macht gegeben; und: er habe ja Erfolg gehabt. Er wollte sehen, was geht - und es ging.

      Dieser Fall ist offen angesprochen und benannt worden - der Betroffene ist nicht mehr Teil der Org.

      Ich denke, genau so ist es bei Rutherfort gelaufen - und der hat nichts von dem geglaubt, was er in die Welt gesetzt hat - der hat die Sekte auf der Grundlage dessen aufgebaut, was Russell ihm hinterlassen hat - und mit seinen amerikanischen Management-Methoden hat es super funktioniert.

      Bis an welcher Stelle der Hierarchie die Leute das glauben, was sie dann im Wachtturm abdrucken, vermag ich nicht zu sagen. Allein die Tatsache, dass am laufenden Band Bibelstellen sinnlos zitiert werden, die ganz offensichtlich aus dem Zusammenhang gerissen werden und dass Argumentationsketten an vielen Stellen einfach mal die biblische Linie verlassen und mit einem Pseudo-Argument überbrücken - und keiner merkt es - lässt mich vermuten, dass man genau weiß, was man tut.
      Als Kitt für alle Unfälle wird benutzt: wir sind treu, gehorsam, in Brüderlichkeit vereint, haben Einheit im Glauben, erlangen helleres Licht, früher glaubten wir... heute haben wir erfahren dürfen...; etc.

      Zusammenfassend kann man sagen:
      JZ sind in den 1870er Jahren begründet worden von einem jungen Freimaurer, der über 30 Jahre lang seine biblischen Erkenntnisse mit Erkenntnissen aus der ägyptischen Mythologie kombinierte; sein Werk wurde fortgesetzt von 1916 bis in die 1940'er Jahre von einem amerikanischen Juristen, der sich selbst bereichert, ein ausschweifendes Leben führte und mutmaßlich Alkoholiker war.
      Die Ehe beider Männer war zerrüttet; gleichwohl spielt die Sexualmoral und das Familienleben in den Lehren von JZ eine große Rolle und diese Themen sind ein großes Druckmittel auf alle Mitglieder, von denen unbedingte Einhaltung moralischer Grundsätze gefordert wird. In den 1970er Jahren war das ein großes Thema; da wurde sogar Masturbation verheirateter Menschen sowie Oralverkehr zum Komitee Fall (aber wie blöd muss man auch sein - da guckte ja doch keiner zu?!)

      So einfach ist das - alles drum herum ist nur ein großes kompliziert gestricktes Gebilde - aber in Wirklichkeit eine Org mit Führern und Geführten.

      beste Grüße
      Petrus111

      1. Omma@Petrus111

        ... du schreibst: " In den 1970er Jahren war das ein großes Thema; da wurde sogar Masturbation verheirateter Menschen sowie Oralverkehr zum Komitee Fall (aber wie blöd muss man auch sein – da guckte ja doch keiner zu?!)"

        So pauschal möchte ich die Schwestern und Brüder der 70er Jahre, nicht als blöd hinstellen, denn, wie oft wurde dieser Bibeltext bemüht:

        Sprüche 15:3 (Hoffnung für alle)
        3 Gott durchschaut alles; er sieht, wenn Menschen Gutes oder Böses tun.

        Entweder glaubt man, dass es einen allmächtigen, alles sehenden Gott gibt, oder nicht!!! Für alle aufrichtig Glaubenden, war dieser Bibeltext, verbunden mit den strengen Regeln, die ja angeblich vom Höchsten kamen, eine unerträgliche Last, aber ein Muss.

        Ich habe großes Mitgefühl mit all den bedrückten, zerschundenen und umherirrenden Schafen, die sich aufrichtig bemüht haben, allem nachzukommen, in der Meinung, Gott damit einen Dienst erwiesen zu haben. Ich hoffe, dass sie den Weg in die Freiheit (mit der Hilfe der Beiden Höchsten), finden.

        Ganz liebe Grüße von Omma

      2. Moin Petrus,
        das mit dem Alkoholkonsum vom Rutherfort kann schon stimmen.Da ihm wohl klar war nicht in dden Himmel zu kommen,hatte er wohl solche Angst wegen seiner Frecheit eines Tages vom Teufel geholt zu werden und gegen Angst hilft Alkohol ganz gut.Wie gesagt auch die Dämonen glauben und schaudern.
        LG
        Klaus

        1. Rutherford hat auch - nach meiner Sicht - manchmal richtige Antworten gegeben.

          Eine Leserfrage und ihrer Beantwortung in der Schweizer Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" vom 1. 2. 1930:
          „Ist es möglich, daß man ein christliches, Gott wohlgefälliges Leben führen kann, ohne doch irgend einer der gegenwärtigen Kirchen anzugehören?"

          Und als Antwort darauf wurde (damals) zu Protokoll gegeben:

          Antwort: Aber ganz bestimmt! Man kann sehr wohl ein Christ sein, ohne einer der vielen Kirchen oder Sekten anzugehören. Die wahre Kirche wurde zu Pfingsten von Jesus gegründet Er selbst ist das Haupt dieser Kirche und die Namen der Glieder derselben stehen im Himmel angeschrieben, in dem Buche des Lebens des Lammes. Es ist uns gesagt, daß nur der Herr die Seinen kennt.
          500 Jahre nachdem Christus seine wahre Kirche gründete, trat die katholische Kirche ins Dasein. Tausend Jahre später wurde die lutherische Kirche organisiert, und wieder einige Jahre später die Kirche von England. Dann folgten die baptistische Kirche, die Presbyterianische, die Methodistenkirche und andere, bis es nun schließlich 160 verschiedene Denominationen oder Sekten gibt, von denen doch keine die wahre Kirche ist. Unter dem Worte Kirche versieht man heute entweder ein Gebäude oder eine Gemeinschaft von Leuten, die einem bestimmten Glaubensbekenntnis anhängen. Die Bibel bezieht jedoch das Wort Kirche auf die kleine Schar derer, die sich in irgend einem Hause zum Studium des Wortes Gottes versammeln. So schrieb zum Beispiel Paulus in Römer 16 :3-5: "Grüßet Priska und Aquilla, meine Mitarbeiter in Christo Jesu... und die Versammlung (die Kirche) in ihrem Hause".
          Es liegt kein Gedanke an ein Glaubensbekenntnis, ein Sektierertum oder ein mächtiges Religionssystem in den Worten des Apostels, Das griechische Wort für Kirche heißt ecclesia und bedeutet "Auserwählte". Es bezieht sich nur auf die, die aus der Welt herausgerufen wurden, die den Ruf gehört und sich von der Welt abgesondert haben, von ihrer Politik, ihren Schandtaten und ihrer Heuchelei.
          Wenn man zu einer dieser Denomination gehören müßte, um ein Christ sein zu können, hätten weder Jesus noch die Apostel in irgend einem Sinne Christen sein können, da sie ja schon aus dem Grunde, weil diese Denominationen damals noch nicht bestanden, keiner derselben angehören konnten."

          Es war das Jahr, als die "Kirche" der Bibelforscher sich zur Kirche "Zeugen Jehovas" wurde, die sich heute zur Kirche "JW.org" weiter entwickelte.

  9. Hallo an Alle!
    Habe gehört ,dass in dem Buch Feinde aus den Dreissiger Jahren Herr Rutherford eine Gegenüberstellung machte. Die ganze Welt, die der Teufel regiert ist organisiert .Also wenn der Teufel organisiert ist, sollte Jehova Gott auch organisiert sein. Dieses hat Gott Jehova dann der Wachtturm - Zentrale zukommen lassen.? Ich frage mich da, muss Gott Vater den Teufel etwa nachmachen? Martin Luther schreibt in seinen Schriften: Der Affe Gottes ist immer der Satan und nicht umgekehrt. Wenn der Teufel die Lüge zum Markte fährt, spannt er gewiss die Wahrheit davor.
    Euch Liebe Leser und Geschwister im Herrn Jesus, noch einenen Gesegneten 3ten Advent. der Johannes.

  10. Janus

    Hallo,
    man muss natürlich Rutherford zu Gute halten, dass er seinen 16 Zylinder Fisher Fleetwood Cadillac nicht auf der Straße stehen lassen wollte...
    http://jwsurvey.org/cedars-blog/beth-sarim-the-story-of-rutherfords-ivory-tower
    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Judge_Rutherford_Cadillac.jpg
    http://images.google.de/imgres?imgurl=https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/82/1928_Judge_Rutherford_Cadillac.jpg&imgrefurl=https://commons.wikimedia.org/wiki/File:1928_Judge_Rutherford_Cadillac.jpg&h=896&w=1193&tbnid=HMvVGMcH4oLtVM:&tbnh=95&tbnw=127&docid=nBIOzcn8TSoXCM&usg=__IHajaxu8Tln-9nd4dflTMHE-3CM=&sa=X&ved=0ahUKEwjlx_XehNfJAhWijXIKHa2VC3EQ9QEILzAB
    http://www.jwfiles.com/wt_false_predictions/beth_sarim.htm
    https://www.youtube.com/watch?v=z2dK9rumZCI

    Es grüßt
    Janus

  11. M.N.

    Man erinnere sich auch an die Schilderung Barbara Andersons in ihren Memoiren betreffs dieses "abscheuerregenden" Fotos im WTS-Archiv in Brooklyn, das einen sich lümmelnden, fettwanstigen, offensichtlich besoffenen Judge im Badeanzug mit bis zum Anschlag heraushängender Zunge zeigt; hier ist der O-Text von www.freeminds.org/women/barbdiscovery.htm:

    "In one of these drawers, finding personal photographs of the second president of the Watchtower Society, Joseph F. Rutherford, was, for me, one of the most disagreeable and revolting discoveries. Rutherford was clad in a dark-colored, one-piece, skin-tight, sleeveless swimsuit which covered him down to his thighs, a garment popular in the late 1920s and 30s. He had a huge belly, and appeared to be having fun romping on a large patio which overlooked the ocean. I seem to remember there were other people in a few photos lying on chaise lounges. The photo I’ll never forget was a close-up of Rutherford’s face; he was about a foot from the camera with his tongue stuck out as far as it could possibly go. He looked to me to be inebriated."

    Wir haben sicherlich alle unsere Schwächen. Es geht uns hier nicht darum, einen einzelnen Menschen niederzumachen; das ist hier nicht der Punkt. Wenn sich aber ein solcher Mensch in eine solche Position und Herrscher über das Leben von Millionen anderer Menschen aufschwingt; wenn er von sich behauptet, ein "Geistiger Führer" und das Sprachrohr Gottes zu sein, der als Einziger die allseligmachende Wahrheit verkündet – dann muß ein solch hehrer Anspruch wenigstens auf einem Mindestniveau mit den "menschlichen Tatsachen" korrelieren. Wenn ich ich derartig gehen lasse und der ganzen Welt mich trunken räkelnd meinen vollgefressenen Wanst und meine Zunge entgegenklatsche, kann ich nicht erwarten, weder respektiert noch ernstgenommen zu werden; das geht ganz einfach nicht. Das spricht Bände über die "charakterlichen Qualitäten". Wenn der Pavian hoch hinaufsteigt, sieht jeder seinen A…, wenn er sich nicht was Richtiges überzieht. Vielleicht trifft auch das hier zu: Sch… schwimmt immer oben.

    Gruß,
    M.N.

    1. CK.W-zu Sint.

      Illuminaten, also Freimaurer des 33.grades, strecken auf fotos oft die Zunge raus und-oder halten sich ein Augen zu. Vielleicht brauchte der Judge erst den Alkoholrausch um solch Erkennung zu erbringen.

  12. Jens

    @M.N:
    Was wäre aus der WTG geworden ohne Rutherford ? Das weis keiner, vielleicht hätte ein andere der ähnlichte eingestellt war, das Ruder übernommen.
    Fakt ist: Wäre Raymond Franz Präsident geworden, hätte er seinen Einfluss sicherlich insofern geltend gemacht, dass er von einigen dogmatischen Lehren abgwichen wäre und das persönliche Gewissen jedes Einzelnen ZJ in den Vordergrund gestellt hätte. Das kann man in seinem Buch " Der Gewissenskonflikt " und die " Suche nach christlicher Freiheit" rauslesen. Die damalige Führungsriege unter Fred Franz hatte Angst, wenn sie dem einzelnen Zj zuviel Freiheit zubilligte (z.b zum Thema Rauchen, wird in der Bibel nicht erwähnt , da der Gebrauch von Tabak unbekannt war, oder das Feiern von Geburstagen, in der Bibel gibt es kein apostolisches Verbot es NICHT zu feiern) würde der einzelne ZJ sich vielleicht falsch entscheiden und deshalb war Fred Franz für deutliche feste Regeln und Verbote. Raymond Franz war enttäuscht, dass Franz und CO. den ZJ unstellte, sie würde bei zuviel Freiheit tun und lassen was sie wollten.. Unter Raymond Franz wäre die Zj-Organisation keine Religion gewesen, mit so vielen starren Regeln und Richtlinien, Gebote und Verbote...

  13. RFPF

    Antwort an Matthäus
    Ich habe mich vertippt, sollte "Test" heißen.
    Habe dann noch einen 2. Kommentar geschrieben.

    1. Freigeist

      wäre die WT-Org. von Gott ermächtigt, hätte es nie diese Exzesse gegeben und würde sie auch heute nicht geben. Insofern ist es völlig egal, wer da oben stand, steht oder stehen wird.
      Vielleicht geht dem einen oder anderen hier mitlesenden Zeugen langsam ein Licht auf, dass JW ORG nur sein Bestes, sein Geld will.

    1. RFPF

      Info über Rutherford über " www.ausstieg-info.de"
      Buch "Endzeit ohne Ende" von James Penton für 17 Euro
      Kapitel 2 befasst sich nur mit dem "Richter".

    2. Matthäus

      Tstst ....?
      Sehr informativ!
      Was möchtest du uns damit sagen?

      Oder ist deine Reaktion wie die der meisten ZJ, über den trvSk. darf man nichts negatives schreiben?
      Dann frage dich, warum ist in Gottes Wort mehr als negatives über Gesalbte, Könige, Apostel usw. aufgezeichnet und für uns festgehalten worden?

      LG Matthäus

      1. O.W.Schade@Matthäus

        GRÖSSENWAHN KLINGT FAST NOCH ZU HARMLOS!!!

        Lieber Matthäus,

        Dein Link über "das christliche Kunstverständnis" von Richter Rutherford hat es noch treffender auf den Punkt gebracht. Und da ein Bild bekanntlich mehr aussagt als 1000 Worte, ist dieses gotteslästerliche Gemälde geradezu selbstredend!

        Tatsächlich besitzen meine Frau und ich noch eine deutsche Original-Ausgabe des "kostbaren Werkes" Schöpfung von Richter Rutherford. Im Vorwort des Buches Schöpfung, Magdeburg im Jahre 1929, schreiben die Herausgeber "ganz bescheiden und in aller Demut":

        "Mit Freuden überreichen die Herausgeber dem Volke ein weiteres Buch aus der Feder Richter Rutherfords. Während der letzten fünf Jahre haben seine in dreißig verschiedenen Sprachen veröffentlichten Bücher eine Verbreitung von über siebenundzwanzig Millionen Bänden erreicht. Wahrscheinlich haben die Schriften keines anderen Menschen auf Erden größere Verbreitung gefunden."

        Na also, das geht doch einem Richter Rutherford runter wie Öl! Daher meldet er sich auch gleich noch einmal selbst zu Wort und schreibt als Verfasser in der Einführung:

        "Friede, Wohlfahrt, Leben und Glück sind zum Greifen nahe gerückt. Jedermann ist es sich selbst schuldig, die Wahrheit über diese so sehr ersehnten Dinge kennenzulernen."

        Allerdings nahm Rutherford sich selbst und sein Schrifttum nur allzu wörtlich und griff daher in Folge nach Frieden, Wohlfahrt, Leben und Glück. Er ließ es sich in seiner südkalifornischen Villa namens " Beth-Sarim" so richtig, richtig gut gehen. Eine herrliche Villa mit Bediensteten, sorry... Haushaltsschwestern natürlich, mit einem stattlichen Anwesen und mit mindestens einem Cadillac. Quasi der Mindeststandard für den auserwählten und einzigen Kanal Gottes auf Erden.

        Ich meine aber, mich erinnern zu können, dass unser Herr Jesus Christus nicht einmal wusste, wo er sein Haupt niederlegen könne, um zu übernachten. Das Verlags-Christentum von Joseph Rutherford war da doch schon weit fortschrittlicher und managerfreundlicher. Welch ein "göttlicher Segen", muss sich Rutherford wohl des Öfteren gedacht haben...

        Ganz liebe Grüße
        O.W.S.

  14. Ich lasse mir "die Intelligenz und Denkfähigkeiten" von Rutherford bezweifeln - es handelt sich um einen Menschen, der technische Charakteristika von Loko als biblische Prophezeihung über Lewiathan betrachtete. War es Dummheit oder Merkmal der Unfehlbarkeit, oder...?

  15. O.W.Schade@denkende Älteste

    WAS FÜR EIN MENSCH WAR "RICHTER" RUTHERFORD?

    Liebe denkende Älteste,

    ist die Frage des Autors nicht mehr als berechtigt und angebracht, angesichts der erdrückenden Beweislage im Falle der extrem zweifelhaften Person von Joseph Rutherford?

    Warum also sollte unser Herr Jesus Christus einen Mann in das Amt des "treuen und verständigen Sklaven" berufen, der weder heilig noch rein und weder wahrheitsliebend noch demütig war? Damit würde Jesus Christus seinem eigenen Vater in den Rücken fallen und das könnte niemals der Fall sein!

    Wie Rutherford über Jesus Christus dachte, bringt er treffend in seinem Buch Schöpfung zum Ausdruck und er stellt sich gleichzeitig mit Westcott und Hort auf eine Stufe. Alle drei Personen lehnten Jesus Christus in der Rolle des alleinigen Mittlers und Vermittlers zwischen Gott und den Menschen ab!!!

    Somit, liebe denkende Älteste, schaut bitte einmal etwas genauer hin und hört bitte ab sofort auf, ständig nur wegzusehen und zu schweigen. ( Das Bild spricht für sich und es spricht Bände über Rutherford). Jetzt wisst ihr dank Bruderinfo-Aktuell und deren Autoren etwas mehr über den Menschen "Richter" Rutherford!

    http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.centrosangiorgio.com%2Fmessaggi_visivi%2Fmessaggi_visivi_tdg%2Fpagine_messaggi%2Fcrocifissione_klinger%2Fcrucifixion_1.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.centrosangiorgio.com%2Fmessaggi_visivi%2Fmessaggi_visivi_tdg%2Fpagine_messaggi%2Fcrocifissione_klinger%2Fcrocifissione_libro_creation_1.htm&h=661&w=1237&tbnid=dxJXIMkgm0hzWM%3A&docid=aWvT9H3FqmBsOM&ei=Ns1rVtODIOqkygP1kpyIBQ&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=612&page=1&start=0&ndsp=35&ved=0ahUKEwjT9rTg5tXJAhVqknIKHXUJB1EQrQMIJzAD

    Mit-Denken und Hin-Sehen
    O.W.S.

    1. Matthäus

      Das Bild lieber OWS welches du in dem Link vermittelst geht etwas unter, deshalb hier noch ein
      2. Link eines youtube Video wo ab der 2. Minute dieses Bild in Großaufnahme zu sehen ist.

      Hinter den Gekreuzigten "tummeln sich 2 nackte Homosexuelle" in eindeutiger Pose, solche Bilder hat Rutherford im Zusammenhang des Opfertod unseres Herrn gebraucht. Das sollte eigentlich alles über diesen Menschen aussagen. Ich habe dieses Buch/Bild persönlich bei Freunden gesehen, also keine Fälschung oder boshafte Lüge, wie es gerne von Verfechtern des sogenannten "trvSk." Dargestellt wird.

      https://www.youtube.com/watch?v=ePVoz5GCAw8

      LG Matthäus

      1. Argentum an Matthäus, O.W. Schade

        Lieber Matthäus und O.W. Schade,

        das kann doch nicht sein, oder?
        Ist das Buch eigentlich im Archiv der Zeugen?
        Wieso ist das nicht mehr publik geworden?

        Liebe Grüße
        Argentum

        1. O.W.Schade@Argentum

          "DIE WAHRHEIT IST DIE ERFINDUNG EINES LÜGNERS"
          (Heinz von Förster)

          Liebe Argentum,

          man kann sich über die WTG/JW.ORG und ihre mysteriösen Gründer nur noch wundern und findet kaum noch Worte für so viel Falschheit und religiöse Verdorbenheit. Wie oft sagte ich zu meiner Frau: "Das kann doch einfach nicht wahr sein?"

          Für mich, wenn ich Dir das so offen schreiben darf, stellt es sich nach einem Jahr BI-Aktuell-Lesen wie folgt dar:

          Das "Geistige Paradies" ist die in religiöse Sprache verpackte "Firewall", die alle WTG-feindlichen mentalen Virenprogramme ausfiltert und in eine Art "Geistige Spam-Tonne" ablegt. Somit wird es für das Gehirn eines Zeugen Jehovas nahezu unmöglich, seine Wahrnehmung nach innen zu richten und objektiv auf die Machenschaften seines ihm so viel gepriesenen "treuen und verständigen Sklaven" zu blicken.

          Philipp und Sophia sind digitale Erfindungen und dienen einzig und allein dem Zweck, sich das UR-VERTRAUEN derer zu erschleichen, die sich mit ihnen und ihren virtuellen Welten beschäftigen. Hoch professionell und vor allem unterschwellig, appellieren die beiden "Bösewichte" fortwährend an unsere innersten kindlichen Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse. Haben sie unser Urvertrauen erst einmal erschlichen, kommt sofort ihr wahres Gesicht zum Vorschein: SPENDEN, SPENDEN und noch mehr SPENDEN.

          "Die Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners". JW.ORG arbeitet gezielt mit sogenannten Double-Binds oder auch mentalen Zwickmühlen. Der Verstand eines jeden Lesers wird in einen nicht mehr auflösbaren logischen Konflikt gebracht und...
          kapituliert. Das Instrument der Double-Binds, der mentalen Zwickmühlen ist ungemein mächtig und rein logisch nicht zu lösen. Die menschliche Psyche befindet dauerhaft in einem Dilemma und leidet still vor sich hin, bis...zum völligen Zusammenbruch. Der Verkündiger kann sich seine mentalen Blockaden und seine umfassende Lähmung, sprich Lethargie, nicht erklären! Die perfiden Macher von JW.ORG jedoch sehr wohl!

          Und nochmals: "Die Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners". Dieser Satz, der auf psychische Zusammenhänge gemünzt ist, ist ein Paradebeispiel für "Mentale und innerpsychische Zwickmühlen", die unter normalen Umständen nicht mehr auflösbar sind, ein Dilemma eben. Wenn sich dieser Satz von Heinz von Förster als wahr herausstellen sollte, dann ist er eine Lüge, denn die Wahrheit ist ja die Erfindung eines LÜGNERS. Sollte sich dieser Satz allerdings als Lüge erweisen, dann ist er eindeutig wahr. Schließlich ist ja die WAHRHEIT die Erfindung eines Lügners.

          Noch ein praktische Beispiel dafür, wie uns JW.ORG jeden Tag die Double-Binds auftischt, natürlich als "Geistige Speise...?! ist gleich: Firewall"! Wir sollen, bitte schön, unbedingt treu und loyal sein, Jehova und Jesus gegenüber und...natürlich dem "Sklaven" gegenüber. Ein Paradebeispiel für einen Double-Bind. Alles drei ist praktisch nicht durchführbar, da der "Sklave" selbst nicht treu und loyal ist. Als Verkündiger wissen wir intuitiv und instinktiv darum und bemühen unseren Verstand daher auch nicht mehr länger. Nicht drüber nachdenken, einfach nur noch machen lautet die Devise. Wir FUNKTIONIERNEN einfach nur noch.

          So, jetzt habe ich aber Deine Geduld reichlich in Anspruch genommen. Ich sage Danke dafür und wünsche Dir noch einen guten Start in die kommende Woche.

          MfG
          O.W.S.

          1. O.W.Schade@versehentliche BI-Besucher

            WENN IHR SCHON MAL VERSEHENTLICH HIER SEID...

            Liebe "Aus Versehen" auf BI gelandeten Leser,

            das "Geistige Paradies" ist für JW.ORG das, was für Euren PC ein möglichst lückenloses Anti-Viren-Programm ist. Es filtert jede Information, die interne WTG-Wahrheiten ans Licht bringen könnte.

            So sind Jehovas Zeugen durchaus scharfe Beobachter, wenn es darum geht, welche grundsätzlichen Fehler andere Religionen sich erlauben. Hier wird messerscharf analysiert und recherchiert, und nicht selten meisterhaft argumentiert.

            Geht es jedoch um die grundlegenden Fehler der JW.ORG, wird der analytische Sach-Verstand richtiggehend Schachmatt gesetzt. Hier finden die Regeln der Logik und die der Vernunft keinerlei Anwendung mehr. Der beste Beweis dafür, dass der Anti-Viren-Scanner namens "Geistiges Paradies" wieder perfekt und lückenlos zugeschlagen hat.

            Das "Geistige Paradies" ist ein perfides Konstrukt, das die Außenansicht von religiösen Fehlern spielerisch ermöglicht, während es gleichzeitig die Innenansicht von religiösen Fehlern rigoros VER-UNMÖGLICHT. Eine für mich mehr oder weniger "teuflische Erfindung".

            Bitte lasst einmal Euren JW.ORG Viren-Scanner über das nachfolgendes Video laufen und beobachtet an Euch selbst, wie der Verstand sich vehement wehrt, irgendeines dieser Fakten als Wahrheit zu akzeptieren.

            Stellt Euch bitte im zweiten Schritt vor, es handle sich um eine der bösen Religionen dieser teuflischen Welt und beobachtet wiederum an Euch selbst, wie der Verstand sogar noch nachlegt und anfängt, die Fakten ausgiebig zu toppen.

            "Das Geistige Paradies" ermöglicht das eine, während es GLEICHZEIT das andere ver-unmöglicht. Eine geniale Erfindung der WTG/JW.ORG oder auch Jemand anderes...?

            Selbstversuch:
            https://www.youtube.com/watch?v=8S258_bZjkE

            MfG
            O.W.S.

          2. Argentum an O83

            Lieber O.W. Schade,

            vielen Dank für diese guten Gedanken und Ausführungen.
            Ein sehr schöner Vergleich mit der " Firewall". Ich habe selber schon versucht, dieses Dilemma in Worte zu fassen. Aber so gut ist es mir nicht gelungen.

            Auch die These des " Double-Bind" trifft es genau.
            Bezeichnend ist, daß man in der Psychologie die Entstehung einer Schizophrenie damit in Zusammenhang bringt.

            Die Koppelung von Jehova und der Organisation, bzw. die Gleichsetzung beider versetzt die Gläubigen in einen standigen ungesunden Gewissenskonflikt.
            Danke für Deine Zeilen.

            Dir auch einen guten Start in die Woche und Gottes Segen
            liebe Grüße
            Argentum

      2. Dominikus KLEIN

        Hallo Matthäus,
        was immer auch der "Richter" war er hatte Sinn für Kunst.
        Schon mal was von Max Klinger gehört?
        Für nähere Information
        https://www.google.at/search?q=max+klinger+works&sa=X&biw=1600&bih=765&tbm=isch&tbo=u&source=univ&ved=0ahUKEwi5pcW5iNfJAhVCahoKHfwzAvAQ7AkIJw
        Gruß Domi

        1. Hallo Dominikus KLEIN,
          in Klingers Bildern kann ich nicht einen Hauch von Kunst sehen.Eine Unverschämtheit,sehe ich allerdings in dem besagten Bild.Da er einige Zeichnungen mit nachten Männerkörpern gemacht hat,kann ich nur erkennen was Rutherfort sich so alles angesehen hat.Wie ich gelesen habe lebte er mit seiner Frau in einer Zölibatsehe,was wohl auch wieder Fragen aufwirft.
          LG
          Klaus

          1. Argentum an O83

            Lieber Klaus,

            soweit ich weiß, war es Russell, der zölibatär in seiner Ehe lebte.
            Von besagtem Richter ist mir nichts darüber bekannt.

            Liebe Grüße
            Argentum

          2. Hallo Argentum,
            ich habe die in dem Artikel von Frau Anderson gelesen.Ich finde ihn nur nicht so schnell,ich hoffe es richtig verstanden zu haben.
            LG
            Klaus

      3. Hallo Matthäus,
        dieser Rutherfort,ist ja noch schlimmer drauf als ich dachte.Viele beschimpfen Russel weil er möglicherweise Freimaurer war,was eigendlich garnichts aussagt,aber nach meiner Meinung schien er wohl ein gläubiger Mensch gewesen zu sein.Da er sich gegen eine Organisationsform gestellt hat und dies auch nicht wollte,kann man ihn keinen Vorwurf dafür machen,was diese ORG angestellt hat.Der schuldige ist dieser Rutherfort,er hat dieses Übel aufgebaut,gegn den Willen Russels.
        Das Bild welches in dem Buch veröffentlicht wurde,sagt eigendlich alles,was von diesem Rutherfort zu sagen ist,er war wohl kein gläubiger Mensch,wohl ganz im Gegenteil.Wahrscheinlich ist das Verbot in den Versammlungen,von den Symbolen zu nehmen von ihm,was wohl zeigt was er mit Westcott und Hort gemeinsam hat(Westcott und Hort waren üble Okkultisten und noch schlimmer).
        Kein Wunder das diese ORG solche Früchte,wie verheimlichen von Kindesmissbrauch und grausame Behandlung von anders Denkenden,falsche Vorhersagen und vorgaugeln einer göttlichen Leitung der LK,üble Lügen und vieles mehr hervor bringt.
        Das schlimmste aber ist,das sie sich an Christi Stelle setzen und ihre Aussagen als gleichwertig mit JHWHs Aussagen stellen,was richtig wiederlich ist.
        Wieso nennt dieser Rutherfort Richter,war er Schiedsrichter beim Fußball?was anderes kann ich mir bei dem nicht vorstellen.
        LG
        Klaus

        1. Hallo Argentum,
          es stimmt,Russel lebte in einer Zöllibatsehe,sorry.Dennoch gibt es keine vernünftige Erklärung,warum dieder Rutherfort ausgerechnet dieses Bild mit den Zwei nackten Männern in eindeutiger Pose gewählt hat,es gab genug andere Bilder.Wollte Rutherfort Christus aufs übelste Verspotten.
          Tatsache ist,das Westcott und Hort Okkultisten (anzunehmen Satanisten).
          Aber darüber habe ich ja schon geschrieben.
          Danke für den Hinweis.
          LG
          Klaus

      4. Sledge Hammer@OWS, Matthäus + alle

        Dieses Bild... empfand ich genauso wie Ihr gotteslästerlich und abstoßend.

        Tatsächlich stellte ich mir vor meinem geistigen Auge die Kreuzigung als auch den Todeskampf Christi als doch eher insgesamt 'ruhigen Ablauf' dar, im Bewusstsein dessen, welch überdimensionale heilige Handlung Christus dort vollzog und durchlitt. Die drei Marias an ihren Positionen stehend, andächtig und still in sich hineinweinend, ein stummer Johannes.

        Eine sehr naive Vorstellung meinerseits. Hinrichtungen im römischen Reich waren ein öffentliches Spektakel. 'Steig hinab vom Kreuz und rette dich selbst' mag vom Spott und Hohn der Vorübergehenden und der Menge noch das harmloseste gewesen sein. 'Er erniedrigte sich selbst' bekam für mich eine weitere Bedeutung.

        Ja, wie entehrend und gotteslästerlich sich die Menschen seinerzeit tatsächlich betragen haben mögen, davon gibt uns das in Rede stehende Bild Einblick.

  16. M.N.

    Ihr Lieben,

    ich frage mich auch, was aus der WTG hätte werden können, wenn nicht dieser unselige, grobschlächtige Mann, sondern jemand anderes bzw. andere den Laden übernommen hätten – Menschen mit besseren menschlich/charakterlichen Qualifikationen, mit mehr Menschlichkeit, Humanismus, Feingefühl, Empatie usw. Klar, Russell war mit so Einigem auf einem völligen Irrweg, z. B. mit seiner Pyramidenlehre, aber insgesamt erscheint er mir als Mensch einem "echten Christentum" doch viel näher stehend als all diese Machtgrobiane, die nach ihm kamen, vor allem der Judge und auch Knorr, welcher von allen, die ihn kannten, als gleichermaßen kalt und abstoßend beschrieben werden. Fred Franz war ein aufgeblasener, rechthaberischer Popanz, der sich auf seine Griechischkenntnisse etwas einbildete (obgleich er nie das Graecum zum Abschluß gebracht hatte) und der WTG die 1975-Doktrin, als auch die "Keine Gesalbten nach 1935!"-Hypothese überstrippte.

    Insgesamt gilt: Nicht die "Theologie", nicht religiöse Lehren und Theorien sind bestimmende Faktoren betreffs "Christlichkeit" (denn in physischer Raumzeitlichkeit werden wir immer mit Unschärfen der Erkenntnis zu tun haben, siehe Pauli "Alle Erkenntnis ist Stückwerk"-Aussage), sondern ob Gottes Liebe in uns und durch uns waltet und zum Ausdruck kommt. Auf der Grundlage dieser Basisregel können wir sicher sein: Die WTG/die JW.ORG "ist es nicht", und kann es nicht sein.

    Gruß,
    M.N.

    1. Argentum an Aesculap

      Lieber M. N.,
      diese Frage habe ich mir auch schon des öfteren gestellt.
      Gerade die Informationen über die Bibelforscherbewegung in ihren Anfängen, hat mich davon überzeugt ein " Bibelstudium" zu beginnen. Die aufrichtige Suche nach Wahrheit ist ein lobenswerter Beweggrund und gerade die Forschung hat mich angezogen. Und dann diese Enttäuschung, wenn man erkennt, in welche Sackgasse das geführt hat.

      Es hätte was daraus werden können, wenn man den Geist Russells weiter verfolgt hätte, aber gerade die, die seine Ideen noch gehalten haben, wurden ja gefeuert. Und dann wird das Ganze noch als große Reinigungsaktion bei der Inspektion des geistigen Tempels verkauft!

      Wenn ich mit Zeugens über das Beth- Sarim spreche, lächeln die nur, oder zucken mit den Schultern.
      "Die sind eben auch nur unvollkommen gewesen", heißt es dann.
      Alles wird entschuldigt.
      Und der Rest ist gelogen.

      Liebe Grüße
      Argentum

      1. Argentum an M.N.

        Schon wieder falsch adressiert. Der Post ging an Dich lieber M.N.

  17. Matthäus

    Wenn man bedenkt dass Jesus der Herr vor falschen Lehrern warnte, auch sein Vater unser ermahnt auf seinen Sohn zu hören, dann muss sich jeder "treue ZJ - gegenüber seiner Organisation" die Frage gefallen lassen:

    Warum vertraue ich solchen Menschen die genau das erfüllen vor denen Jesus gewarnt hat?

    Oder liegt es daran wie es Paulus an Timotheus schrieb:

    3 Denn es wird eine Zeit kommen, in der die Menschen von der gesunden Lehre nichts mehr wissen wollen. Sie werden sich nach ihrem eigenen Geschmack Lehrer aussuchen, die ihnen nur nach dem Munde reden. 4 Und weil ihnen die Wahrheit nicht gefällt, folgen sie allen möglichen Legenden.

    Eins steht fest, hätte Jesus einen Mann wie Rutherford ausgesucht und dazu bestimmt "sein treuer Sklave" zu sein der die Herde anführt und leitet, dann dürfte man Jesu Worten keinen Glauben schenken oder wie man so schön sagt, er wäre "von Sinnen" oder nicht bei klarem Verstand. Obiger Einblick über Rutherford ist ja nur ein ganz kleiner, dessen Charakter und Machtgehabe oder besser Rücksichtslosigkeit so gar nicht mit dem übereinstimmt was Jesus von seinen Jüngern erwartet:

    Luk. 22: Wer ist der Wichtigste?
    24 Die Jünger stritten sich darüber, wer unter ihnen der Wichtigste sei. 25 Da sagte ihnen Jesus: "In dieser Welt unterdrücken die Herrscher ihre Völker, und rücksichtslose Machthaber lassen sich als Wohltäter feiern. 26 Aber so darf es bei euch nicht sein. Der Erste unter euch soll sich allen anderen unterordnen, und wer euch führen will, muss allen dienen.

    und im Kap. 9 sagte er noch dies:Gott hat andere Maßstäbe
    46 Eines Tages verhandelten die Jünger darüber, welcher von ihnen der Wichtigste sei. 47 Jesus merkte, was sie beschäftigte. Er rief ein Kind, stellte es neben sich 48 und sagte: "Wer solch ein Kind mir zuliebe aufnimmt, der nimmt mich auf. Und wer mich aufnimmt, der nimmt damit Gott selbst auf, weil Gott mich gesandt hat. Wer der Geringste unter euch allen ist, der ist wirklich groß."

    Rutherford hat sich mit SICHERHEIT nie als der Geringste benommen, folglich kann Jesus diesen Machtmenschen UNMÖGLICH erwählt haben und seine Interessen (oder Habe) auf der Erde zu verwalten.

    LG Matthäus

  18. Argentum an Aesculap

    Lieber Bruder,
    danke auch von mir für diesen Artikel.
    In diesem Zusammenhang möchte ich ergänzend noch hierauf verweisen:

    http://zj-im-blickpunkt.de/zeugen_jehovas/zjbethsarim.html

    http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/anmerkungen-zum-neuen-buch-gottes-koenigreich-herrscht-veroeffentlicht-bezirkskongress-2014/

    Liebe Grüße
    Argentum

  19. Kompliment an "Bruder", eine hervorragende Ausarbeitung!

    Ich kannte pers. leitende Brüder, die noch nach den Anweisungen Rutherfords Länder im Ausland leiteten und oftmals in der Zentrale in Brooklyn waren. Um es kurz zu machen verweise ich auf diese Zeugen - die von mir abgebildet wurden - das war in den späten 1960-er Jahren:

    http://27093.foren.mysnip.de/read.php?27094,175699,

    Voigt und Fleury sprachen oft vom "Judge", wie sie ihn wenig liebevoll nannten. Erwähnt wurde auch, dass er gerne den Bourbon schluckte, auch augenzwinkernd von seiner rothaarigen "Sekretärin", deren Vornamen ich inzwischen vergessen habe.

    Ein Erlebnisbericht blieb mir im Gedächtnis:
    Da besuchte der Judge das Bethel in Wien, es war in den 1930-er Jahren, als Hitler in Deutschland schon an der Macht war. Bei einem Spaziergang fragte der Judge den Walter Voigt aus, was dieser von Hitler hielt. Der erzählte dann was er über Presse und Radio von diesem braunen Führer wusste. Im Bethel machte sich Rutherford dann über das Gespräch Notizen. Da fragt ihn Voigt, warum er so viel über den Führer wissen wollte. Antwort: "Ich halte ihn als Erfüller von Gog von Magog in Hesekiel 39."
    In den Folgemonaten erwartete Voigt, einen Artikel im "Wachtturm" über diese Sicht, aber es kam nichts. Vielleicht hat ihn der Beginn des 2. Weltkriegs davon abgebracht...

    Aber es zeigt deutlich, wie viele der Artikelinhalte Rutherfords solchen fantasievollen "Recherchen" entsprang.

    In meinem Büro (wie im Foto zu sehen) sagte mir Walter Voigt oft, dass er sich nach dem Ausstieg aus der "Gesellschaft" frage, wie es nur möglich war, dass er in den vielen Jahren all den Unsinn glauben konnte. Vielleicht können die Finsternismächte viel stärker in die Denkorgane - auch in unsere - eingreifen, als uns bewusst ist?

  20. pit

    Hallo,
    wunderschöner Artikel. Gut zusammengefasst. Vielmehr muss man über Rutherford nicht wissen, um zu erkennen wer er war.
    Ich möchte noch darauf hinweisen: Nach 1975 haben sie ihre Ausrede von 1925 einfach abgeschrieben. "Einige dachten..."
    Absolut primitiv, aber überaus wirksam. Hat sich meiner Mutter bis heute so eingeprägt.
    Den Satansgedanken brachten sie aber nicht mehr. Hätten sie ja nach damaligem Recht alle ihre übereifrigen, folgsamen Mitglieder ausschliessen müssen.
    So haben sie aber vor 1975 diejenigen gechast, die behauptet haben, 75 kommt gar nichts, als "schwach im Glauben".
    Friede Pit

  21. hans2

    Der Autor schreibt:
    Kein Präsident der WTG habe jemals behauptet, unter „Eingebung“ zu stehen, zu sprechen oder zu schreiben.

    Jeder muß nun selbst bewerten, wie sich das mit folgenden Zitaten verträgt:

    „Heute wird dringend jemand benötigt, der Gott wirklich vertritt und für ihn spricht.“

    „Besser gesagt, gab es eine Gruppe, die für Jehova in Frage kam, beauftragt zu werden, in seinem Namen zu sprechen, wie er im Jahre 613 v.u.Z. Hesekiel beauftragt hatte? ...“

    „Es ist für jeden Menschen wichtig festzustellen, welche Gruppe Jehova als seinen „Knecht“ oder Boten beauftragt hat.“
    (WT 15.06.72, S. 357-360 „Gesucht - ein Bote“)

    „Da unsere Zeit den Tagen des Propheten Jeremia entspricht, wäre vernünftigerweise auch anzunehmen, daß es heute eine Klasse gibt, die wie einst Jeremia im Namen Jehovas kommt. Eine solche Klasse gibt es. Sie besteht aus dem bewährten Überrest der „Sklaven“klasse, und bis heute haben die Kämpfer gegen Gott nicht die Oberhand über diese Klasse gewonnen.“
    (WT 15. 3.78 S. 15 Abs. 15 Kämpfer gegen Gott verlieren die Schlacht)

    „Im Gegensatz zur Klasse der Geistlichkeit sind die Glieder der Jeremia-Klasse von Jehova ausgesandt worden, um in seinem Namen zu reden.“ ...
    (WT79 01.12.79 S.29-30 Abs. 28 „Der königliche „Hirte“ der biblischen Prophetie“)

    „Es stimmt zwar, daß die Jeremia-Klasse ihre Botschaft bekräftigt, indem sie die Worte zitiert: „Dies ist, was Jehova gesagt hat.“
    (WT 1.12.79 S. 29-30 Abs. 28 Der königliche „Hirte“ der biblischen Prophetie)

    Wen also hat Jehova gesandt, und wer spricht in seinem Namen - die Geistlichkeit der Christenheit, die das Gegenteil prophezeit, oder die Jeremia-Klasse von heute?
    (WT 1.2.80 S. 25 Abs. 7 Gottes Gericht an den falschen Propheten der Christenheit)

    Beauftragt, im göttlichen Namen zu reden
    (kj Kap. 4 Überschrift)

    „Wie wird Jehova zeigen, daß diese Propheten der Geistlichkeit Schwindler sind?
    Indem er das, was sie als „einen Ausspruch“ ausgeben oder sich anmaßen, in seinem Namen zu sprechen, nicht erfüllt.“
    (WT 1.12.74 S. 30 Abs. 29 Der königliche „Hirte“ der biblischen Prophetie)
    Wie treffend! -- D a s f ä l l t a u f d i e e i g e n e n F ü ß e ! --

    Liebe Grüße hans2

    1. Tomaso

      Hallo Hans,

      "Kein Präsident der WTG habe jemals behauptet, unter „Eingebung“ zu stehen, zu sprechen oder zu schreiben."

      Und nun die hättest du einfach ein bisschen weiterlesen müssen:

      "Das ist die feste Ansicht der ZJ. Das ist aber ein Irrtum. Präsident Rutherford hat in seinem Buch „Feinde“ tatsächlich auf S. 71 behauptet, „unter der Eingebung und mit der Vollmacht des Höchsten“ zu sprechen!"

      LG Tomaso

      1. hans2 an Tomaso

        Hallo Tomaso,
        vielen Dank für den Hinweis. Ich habe mich unglücklich ausgedrückt.
        Natürlich habe ich weitergelesen und wollte den Autor auch nicht widerlegen, sondern ergänzen.
        Es ist ja heute durch die Geschichte unwiderlegbar erwiesen, daß ZJ falsche Propheten sind. Aber man kann diese Leute nicht mit Tatsachen der Realität konfrontieren.
        Schöne Zeit und allen Segen
        hans2

    2. Tommy

      So will ich das sehen Hans2,
      nicht widerlegbare Zitate.
      Die sollte Bruderinfo hier irgendwie kenntlich machen wie viele andere Zitate auch.
      Diese beachtend erklaert sich vieles selbst.
      Tommy

  22. kritikus

    Ich möchte mich für diese Arbeit bedanken! Da ich mich schon lange mit der Biografie Rutherfords beschäftige, kann ich nur sagen, dass es einem schwerfällt, nicht in Zorn und Wut zu geraten, wenn man diesen Menschen an Hand von Zeitzeugnissen näher kennenlernt. Abscheulich! Aber gerade darum war er so erfolgreich. Denn je mönströser und ungeheuerlicher eine Lüge ist, um so eher wird sie wohl geglaubt. Denn ein normaler Mensch kann gar nicht so weit gehen, ohne selbst an seinem Vertstand zu zweifeln. Daher ist es auch lobenswert, wenn der Autor bei so einem Thema sachlich und ruhig bleibt!

    "Denn wir können nichts gegen die Wahrheit tun, sondern nur für die Wahrheit."

  23. Jens

    Es ist trautig zu lesen, was Richter Rutherford aus der damaligen Bibelforscherbwegung gemacht hat. Die Auswirkungen / Strukturen sind heute noch vorhanden.
    Infos unter Wikipedia:
    Die größte Abtrennung erfolgte im Jahre 1916, als Joseph Franklin Rutherford die Leitung über die Wachtturm-Gesellschaft übernahm. 1918 wurde zum ersten Mal getrennt von der Wachtturm-Gesellschaft eine eigene Hauptversammlung der Bibelforscher abgehalten.[14] In der zweiten Hauptversammlung einige Monate später wurde das Pastorale Bibel Institut gegründet und schließlich eine eigene Zeitschrift herausgegeben. Die Zeitschrift Der Herold vom Königreich Christi erscheint bis heute noch monatlich.

    Im Jahr 1928 verließ nochmals eine größere Anzahl die Wachtturm-Gesellschaft und gründeten mit Hilfe der Bibelforschergemeinde aus Brooklyn das Radioprogramm: „Frank und Ernst“, das auch in Europa über Radio Luxemburg gesendet wurde und heute noch in den Vereinigten Staaten über Radio und Fernsehen ausgestrahlt wird. 1931 wurde die Tagesanbruch Bibelstudien-Vereinigung gegründet und die Zeitschrift Der Tagesanbruch – ein Verkünder der Gegenwart Christi herausgegeben. In Deutschland ist diese Gemeinschaft seit 1948 mit eigenen Versammlungen belegt.[15] Die einzelnen Versammlungen unterstehen keiner zentralen Leitung, die Tagesanbruch Bibelstudien-Vereinigung und das Pastorale Bibel Institut fungieren nur als Verlage für die verschiedenen weltweiten Versammlungen. Ein Büro befindet sich in Freinsheim.

    1. Jürgen Kausmann

      "Ein Büro befindet sich in Freinsheim."

      In Freinsheim? Das ist mein Wohnort! Das ist ja interessant! Würde mich jetzt echt interessieren in welcher Straße. Nicht dass ich mich da jetzt mit auseinander würde, hätte aber nicht gedacht, dass sich da ein Büro in meinem Wohnort mit läppigen 5000 Einwohnern befindet. ...hm...

      LG, Jürgen

      1. Jürgen Kausmann

        In meinem vorherigen Kommentar sollte es heißen "Nicht dass ich mich da jetzt mit auseinander setzen würde..."

        Sorry 😉

        LG, Jürgen

    2. Hallo Jens,
      ja es ist seht schade das immer wieder christliche Bewegungen mit guten Ansätzen untergraben, oder fehlgeleitet werden. Grund dafür ist aber nur die eine Tatsache das die Gläubigen in ihrem Gottesbild immer einer von Menschen aufgebauten und gesteuerten Organisation / Kirche vertrauen.
      Wären sie in ihrem Glaubensbewußtsein davon unabhängig und nur auf den Christus fixiert, wären sie immun dagegen.
      So gibt es immer einige wenige die das für sich getan haben, oder auch wiederentdeckt und leben nun heute frei im Herrn.
      Ein guter Freund und Bruder betreut z.B. diese Seite: http://www.imostar.com/biblestudent/
      und ein Bruder aus Österreich diese: http://freie-bibelforscher-borken.eu/

      Gut zu wissen das es eben besser und auch souveräner ohne eine Orga. geht, denn der Beistand den der Vater auf bitten des Sohnes bereitstellt ist immer gegenwärtig und ER kann alle Glieder des Leibes vollkommen in Liebe zusammenfügen!

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