Warum ich die Organisation der Zeugen Jehovas verlassen habe

Autor anonym.

Ich habe die Organisation der Zeugen Jehovas verlassen und zu meinem Erstaunen festgestellt, dass die meisten meiner Befürchtungen sich nicht eingestellt haben.

Auch für mich war es fast unmöglich, mir ein Leben außerhalb der Organisation vorzustellen. Die Frage, die Petrus an Jesus stellte: „Herr, zu wem sollen wir gehen?” beschäftigte auch mich, bis ich den Sinn seiner Frage im Kontext verstanden habe. Denn Petrus gab selbst die Antwort: “Du (Christus) hast Worte ewigen Lebens, und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Heilige Gottes bist.“  Johannes 6:68, 69

Ich verstand, dass sich diese Frage für einen Nachfolger Jesu, einen Christen, nicht stellt.

 

In den Veröffentlichungen der WTG wird diese Schriftstelle verwendet, um die scheinbar hoffnungslosen Konsequenzen für all jene aufzuzeigen, die der Organisation den Rücken kehren. Wer sich mit dem Gedanken beschäftigt, die Organisation zu verlassen, denkt an seine familiäre Umgebung, er denkt an seine Freunde, denn dies alles könnte verloren gehen.

Es ist vollkommen verständlich, besorgt zu sein über den unvermeidlichen Ausschluss und die Trennung von früheren Gefährten. Es ist eine Herausforderung, neue Freunde zu finden, und zwar Freunde, die dich wegen deiner Persönlichkeit schätzen, und es nicht davon abhängig machen, ob du dem Sklaven bedingungslos vertraust.

Ich habe die Zeit vor meinem Austritt genutzt und neue Freundschaften geknüpft. Ich habe zu meinem Erstaunen festgestellt, dass auch ein Leben ohne und außerhalb der WTG möglich ist. Das Leben eines Zeugen Jehovas wird durch die Organisation von vielen Ängsten geprägt.

Meine Zeit als Zeuge Jehovas war zwar nicht so sehr von dieser Art Angst geprägt und nicht alle Zeugen Jehovas leiden unter Ängsten. Da wir Menschen jedoch immer von unserem Umfeld geprägt und konditioniert werden, ist jeder individuell mehr oder weniger betroffen. Somit hatte ich persönlich auch kein Problem damit, meine Zweifel an dem Absolutheitsanspruch der Organisation zu zeigen.

Ich habe festgestellt, dass mit Ängsten in den Versammlungen ganz unterschiedlich umgegangen wird. Es gibt Brüder, die alles richtig machen möchten, die Angst davor haben, den Anforderungen nicht genügen zu können. Andere haben sich mit dem System der Organisation arrangiert. Sie fanden für sich einen Weg, in der Masse mit zu schwimmen, um nicht negativ aufzufallen.

Und dann gibt es solche, die man getrost als Mitläufer bezeichnen kann. Sie sind zwar bemüht, regelmäßig die Versammlungen zu besuchen und in den Predigtdienst zu gehen, aber sonst ist ihnen alles egal, was gesagt und gelehrt wird. Sie registrieren die Ungereimtheiten und Widersprüche nicht, weder in der Lehre noch in den Handlungen der WTG.

Für solche ist die Gemeinschaft in der Versammlung nichts anderes, als die Gemeinschaft, die man in jedem Verein finden kann. Man muss ja nicht alles so ernst nehmen, nicht alles glauben und nicht alles umsetzen, was uns die Organisation abverlangt. Ganz schlimm wird die Situation jedoch für jene, die ihren Glauben ernst nehmen. Sie haben Angst, gegen Gott zu sündigen, z. B. wenn sie an dem „Sklaven“ zweifeln sollten.

Sie entwickeln Schuldgefühle, weil sie ihre Zweifel als Glaubensschwäche auslegen. Wenn es ihnen nicht gelingt, den inneren Konflikt zu lösen, stehen sie unter permanentem seelischen Druck, der noch weit mehr Ängste auslöst. Was mich betrifft, es waren echte Ängste, die mich als Kind quälten. Wenn auch meine Mutter keine Hardcore-Zeugin war, so gab es doch Brüder, die mit uns Kindern ein sogenanntes Kinderstudium durchführten und Ängste schürten.

Ich hatte Angst und Scham, als ich Freunden und Lehrern erklären musste, dass wir keine Geburtstage mehr feiern und an keinen Schulfesten und Ausflügen teilnehmen möchten.

Ich hatte Angst, Harmagedon nicht zu überleben, wenn ich nicht wie Shadrach, Meshach und Abednego mutig Stellung beziehen würde. Es wurde erwartet, dass wir, obwohl wir Kinder waren, Stellung beziehen sollten, damit Gott Freude an uns hat und wir nicht umkommen, wie die Kinder bei Noahs Flut oder in Sodom und Gomorra.

Auch unsere Mutter hatte ernsthaft Angst um ihre Kinder, Angst wir könnten es als Kinder nicht schaffen, “in der Wahrheit zu bleiben”. Nun, ihre Ängste waren  zunächst unbegründet. Nach meiner Lehre nahm ich 1965 den Pionierdienst auf. – Denn, „das Ende war so nah“. Wie die meisten anderen jugendlichen Zeugen Jehovas in meinem Alter war ich mit 21 Jahren schon verheiratet. Natürlich wurde erwartet, nur eine Frau zu heiraten, die auch Pionier ist.

Wobei ich hier sagen muss, dass ich meine Frau nicht geheiratet habe, weil sie Pionier war. Es war Liebe und nach 50 Jahren kann ich sagen, dass ich eine gute Frau gefunden habe. Ich hatte einfach Glück in meinen jungen Jahren. Ich kenne einige, die das Glück nicht hatten. Nach ein paar Jahren erzählte mir meine Frau: Als unser damaliger Kreisaufseher erfuhr, dass sie heiraten wollte, hätte er sie gefragt, ob denn ihr zukünftiger Ehemann auch den Pionierdienst aufnehmen würde. Falls nicht, sollte sie vorsichtig sein und meine „geistige Gesinnung“ prüfen. An dieser perfiden Einmischung der Organisation in die privatesten Belange hat sich bis heute nichts geändert. Wir heirateten 1965 und auch ich nahm den Pionierdienst auf. Ob aus Liebe zu meiner Frau oder aus Überzeugung, da bin ich mir heute nicht mehr so sicher. Wie dem auch sei, nachdem ich meine sechs Monate Gefängnis wegen Ersatzdienstverweigerung abgesessen hatte, wurden wir als Sonderpioniere ernannt und einer kleinen Versammlung zugeteilt.

Wir hatten eine schöne Zeit und lernten viele wertvolle Menschen kennen. In voller Überzeugung, dem Werk Gottes zu dienen, setzten wir uns für Jehova und die Versammlung ein und besonders ich schob alle Zweifel beiseite, die im Laufe von  Jahrzehnten bei mir aufkamen. War ich doch überzeugt, dass es in erster Linie um die mir anvertrauten Menschen gehen muss und dass sich alle Zweifel mit der Zeit erledigen würden.

Auch als unsere Kinder kamen, setzte ich mich weiter in erster Linie für die Belange der Versammlung ein. Diese war ein Teil meines Lebens und trotz vieler Belastungen fühlten wir uns wohl. Die Versammlung wuchs und alles schien in bester Ordnung. Auch privat lief alles gut. Vom 25. Lebensjahr an diente ich in dieser Versammlung als Versammlungsdiener oder VA später als KdÄ. Ich gebe gerne zu, dass ich als junger Mann auch einen gewissen Ehrgeiz hatte, und dass ich in dieser Stellung auch gerne die Anerkennung genoss, die mir von der Organisation zuteil wurde.

Es dauerte einige Jahrzehnte, bis sich bei mir immer mehr Zweifel bezüglich gewisser Ungereimtheiten der Lehren und Handlungen der Organisation bemerkbar machten. Diese Zweifel verstärkten sich, als die WTG vehement darum kämpfte, die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts zu erhalten.

Im Erwachet 8.3.74 hieß es noch: „Jesus, der Gründer des christlichen Glaubens, war niemals bemüht, öffentliche und staatliche Anerkennung zu finden. Im Gegenteil, er wurde durch den römischen Staat und die Vertreter des jüdischen Systems verurteilt. Die Kirchen der heutigen Zeit folgen nicht seinem Beispiel“ (Matth. 27:1-26; Joh. 17:14-16).

Toll, und nun stellen sie sich selbst das Zeugnis aus: Die LK folgt nicht dem Beispiel Jesu !!! Damit einher ging das „neue Licht“ in Verbindung mit unserer Einstellung gegenüber staatlichen Dienstleistungen und im Besonderen zum sogenannten Ersatzdienst.

Im Wachtturm vom 1. Mai 1996 gab es eine Mitteilung der leitenden Körperschaft, in der gesagt wurde, dass die Leitende Körperschaft  “nach sorgfältiger Prüfung und Abwägung biblischer Grundsätze und geschichtlicher Berichte” zu einer erweiterten Erklärung von Römer 13 gekommen sei. Dadurch habe sie eine erweiterte Erkenntnis zu gewissen Pflichten dem Staat gegenüber gewonnen, die sich auch auf den Zivildienst und andere zivile Dienste, die von jungen Brüdern gefordert werden, erstrecken kann.

Die Unehrlichkeit in dieser verharmlosenden Umschreibung der 180 Gradwende  hat mich weiter in meinem Misstrauen bestärkt, dass diese Organisation die Bruderschaft verdummt. Das angebliche „neue Licht“ strahlt immer dann auf, wenn die Organisation eine neue Richtung einschlagen will. Weiter wurde behauptet, jeder Zeuge Jehovas müsste auch weiterhin, gemäß seinem eigenen Gewissen, eine ganz persönliche Entscheidung treffen, wenn er mit Fragen des Zivildienstes konfrontiert wird, da habe sich grundsätzlich nichts geändert.

Für mich war klar, dass es sich hier um eine unehrliche Argumentation handelt. Die jungen Männer, die von nun an mit dem Zivildienst zu tun hatten, wussten jetzt, dass  sie den Zivildienst leisten durften. Es war jetzt ihre Gewissensentscheidung. Erstaunlich, dass von diesem Zeitpunkt an keiner mehr die Notwendigkeit sah,  seines Gewissens wegen ins Gefängnis zu gehen. In der Vergangenheit wurde von jungen Brüdern erwartet, dass sie den Zivildienst genauso ablehnten wie den Militärdienst.

Hätte ich zu meiner Zeit den Zivildienst geleistet, wäre ich als schlechter Umgang „bezeichnet“ worden und für Vorrechte nicht mehr in Frage gekommen. Nach außen hin und vor Gericht musste ich den Eindruck erwecken, als ob dies meine persönliche Gewissensentscheidung gewesen wäre.

Und nun muss ich lesen: „Die leitende Körperschaft hat nach sorgfältiger Prüfung und Abwägung biblischer Grundsätze und geschichtlicher Berichte von Gott neues Licht erhalten.“ Tausende Brüder haben, wie ich, Monate in Gefängnissen verbracht, weil das “Licht Jehovas” zu spät kam? Das kann doch nicht wahr sein. Als ich kritische Fragen stellte, sagte man mir lapidar: „Das hat dir doch nicht geschadet, sei stolz darauf, du bist für Jehova und für deine Überzeugung ins Gefängnis gegangen.” Wirklich? Diese „Ermunterung“ kam von einem Kreisaufseher, der zu seiner Zeit nach Berlin zog, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen.

Doch heute weiß ich, ich bin nicht für Jehova ins Gefängnis gegangen, sondern für eine Organisation, die Märtyrer brauchte. Damals machte eine Äußerung von Erich Frost, dem damaligen Zweigdiener für Deutschland, die Runde. Sinngemäß hat er gesagt – und dafür gibt es auch Zeugen -,  dass die „ermüdeten Verkündiger“ in den Versammlungen durch das Beispiel dieser jungen und treuen Brüder in den Gefängnissen ermuntert und angespornt werden. Man brauchte Märtyrer. Frei nach dem Motto: Gut ist, was der Organisation nützt.  Doch nun, nach einigen Jahrzehnten, setzte man andere Prioritäten. Man brauchte als Organisation die staatliche Anerkennung als „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ und keine Brüder, die als „Märtyrer“ den Ersatzdienst verweigern. „Neues Licht“ war gefragt, wie immer in solchen Situationen.

Dass diese Vorgehensweise der Organisation Methode hat, bestätigte sich für mich, als ich das Buch von Raymond Franz, einem ehemaligen Glied der leitenden Körperschaft von Jehovas Zeugen, gelesen hatte.

Anhand vieler Beispiele zeigte er auf, dass die Organisation geschickt belanglose Dinge als strikte Erfordernisse für das „Fußvolk“ festschreiben kann, wenn es den Interessen der Organisation dient. Als schlimmes Beispiel führt er die Verfolgung der Zeugen Jehovas in dem afrikanischen Staat Malawi an. Der Kauf einer Mitgliedskarte der „Staatspartei“ wurde von der Leitenden Körperschaft in Brooklyn als Neutralitätsverletzung gegenüber Jehova bezeichnet. Sie warnte die Brüder in Malawi davor, diese Neutralitätsverletzung zu begehen.

Weil die Brüder gehorsam diesen Richtlinien der Organisation vertrauten und befolgten, mussten sie eine grausame Verfolgungswelle ertragen, Vertreibung und Tod. Die weltweite Bruderschaft wurde aufgefordert, Briefe an die damalige Regierung zu schreiben, um ihre Empörung kundzutun und diese aufzufordern, die Verfolgung ihrer Brüder zu beenden.

Dabei wäre es für die Verantwortlichen in der Organisation ein Leichtes gewesen, dieses grausame Vorgehen zu beenden, wenn sie sich bemüht hätten, wie 1996, durch eine “sorgfältige Prüfung und Abwägung aller biblischer Grundsätze und geschichtlicher Berichte” zu einer erweiterten Erklärung von Römer 13 zu kommen.

Rückblickend kann ich sagen, dass von diesem Zeitpunkt an mein Misstrauen gegenüber der Organisation,  aufgrund der Ungereimtheiten in der Lehre und in den Handlungen, immer größer wurde.

In meiner Naivität bin ich aber immer noch weiter davon ausgegangen, dass die Bibel die Grundlage unseres christlichen Glaubens ist. Ich nahm mir die Freiheit heraus, gewisse Ansichten und Lehren der Organisation ganz vorsichtig in meinen Ansprachen und Programmpunkten mit Verweis auf die Bibel zu hinterfragen.

Da gab es die fragwürdige und mit der Bibel nicht belegbare Lehre des Sklaven, dass alle, die nicht zu den Gesalbten gehören, nur „Freunde Gottes“ sein können.  Diese Freundschaft Gottes muss durch Aktivitäten und Einsatz erarbeitet werden. Siehe die Broschüre: „Werde ein Freund Gottes“.

Jesus lehrte uns etwas anderes: Jeder, der ihn im Glauben annimmt, wird ein Kind Gottes. Leider musste ich erfahren, dass sich ein Großteil der Bruderschaft gegen diese Einsicht wehrte. „Der Sklave lehrt eben etwas anderes, der wird es wissen. Was interessiert uns da, was Jesus lehrte?” Überhaupt erkannte ich, dass Jesus nur eine untergeordnete Rolle im Glaubensleben eines Zeugen Jehovas spielte. Der „Sklave“ degradiert Jesus Christus mit Hilfe seiner tendenziell angepassten NWÜ auf die Stufe eines Geschöpfes.

Als Ältester versuchte ich, Jesus mehr in den Mittelpunkt unseres Glaubens zu stellen, was aber bei der Mehrzahl der Brüder schlecht ankam. Die Bemühungen des „Sklaven“, Jesus lediglich als Vorbild und als Hauptvermittler, nicht aber als einzigen Vermittler zwischen Gott und den Menschen zu positionieren, war bei den Meisten ein voller Erfolg.

Enttäuschungen

Die Folge war, dass ich von einigen, besonders von denen, die ich als meine Freunde betrachtete, als Abtrünniger bezeichnet wurde. Das machte mir sehr zu schaffen. Zu der Enttäuschung durch die unehrlichen Praktiken der WTG kommt nun auch noch die menschliche Enttäuschung hinzu. Ich habe erlebt, dass unter Jehovas Zeugen Freundschaft nur bedingt möglich ist. Freundschaft, allein auf der Grundlage der Persönlichkeit eines Menschen, ist kaum möglich.

Der gemeinsame Glaube an Gott und Christus ist für eine Freundschaft nicht ausreichend. Der Glaube an den „treuen und verständigen Sklaven“ ist unabdingbar. Meine Bedenken, die ich beim Absolutheitsanspruch des Sklaven hatte, führten dann auch dazu, dass „Freunde“ mich beim Kreisaufseher denunzierten, obwohl sie sich mir gegenüber unter vier Augen selbst kritisch über den Sklaven äußerten.

Der Kreisaufseher stellte mir dann auch die ultimative Frage: „Vertraust du dem treuen und verständigen Sklaven?” Diese Frage konnte und wollte ich so nicht bejahen. Ich vertraue nur unserem Herrn Jesus Christus und seinem Vater, Jehova Gott. Diese Aussage wird von den meisten Zeugen als anmaßend empfunden. Ein Verhältnis zu Gott und Christus, ohne den Sklaven als Vermittler, ist ihnen fremd.

Mit Verweis auf WT-Zitate wurde mir deutlich gemacht: Vertrauen in den „treuen und verständigen Sklaven“ hat gleichwertig mit unserem Glauben an Gott und Christus zu sein.

ZITAT: Wt, 1957, Seite 498 „Es ist höchst wichtig, dass wir diese Tatsache verstehen und den Anweisungen des ,Sklaven’ so folgen, wie wir der Stimme Gottes folgen würden, weil es Gottes Vorkehrung zur Rettung ist…“

Wt, 01. November 1954, Seite 669 „Indem wir Gott ehren und ihm dadurch die höchste Achtung erweisen, dass wir seine von ihm gebilligte Organisation hingebungsvoll anerkennen…“

Wt,  01. August 1956, Seite 474 „Daher ist der Wille des Sklaven der Wille Jehovas. Rebellion gegen den Sklaven ist Rebellion gegen Gott…“

Das ist für mich purer Götzendienst.

Das vom Sklaven geforderte Kontaktverbot beim Verlassen der Gemeinschaft ist ein weiterer Grund, dem Sklaven zu misstrauen. Das Zerstören der Familienbande kann niemals dem Geiste Christi entsprechen. Mir wurde immer bewusster, dass Christus der Mittelpunkt meines Glaubens zu sein hat – und nicht “Jehovas Organisation”.

Rückblickend musste ich mir eingestehen, dass diese Belastung zu psychischen Problemen führte. Nur mit Psychopharmaka war es mir möglich, meine Depressionen zu kontrollieren. Als Ältester war es für mich natürlich unmöglich den wahren Grund meiner Depressionen zu nennen.

Ich erfuhr von weiteren unehrlichen Handlungen des Sklaven, die mir zeigten, dass  diese Organisation weit davon entfernt ist, christlich zu sein. Der „treue und verständige Sklave“ belügt und betrügt alle, die ihm vertrauen. Er beruft sich auf Christus und lehrt uns: „Das Königreich Gottes ist kein Teil dieser Welt“. Er fordert uns auf, als wahre Nachfolger Christi sittlich und politisch getrennt von der Welt zu leben, verhält sich aber selbst in politischen Fragen nicht neutral. Als Zeuge Jehovas war ich immer stolz darauf, mich dem Staat gegenüber neutral verhalten zu haben.

Doch welches Vertrauen verdient die WTG, die seit Jahrzehnten verkündet, dass die Vereinten Nationen die Erfüllung des verabscheuenswürdigen „scharlachfarbenen wilden Tieres“ aus der Offenbarung sei und gleichzeitig Beziehungen zur UNO pflegt, um deren Vorteile auszukosten? Als ich als Ältester das Schreiben der WTG lesen musste, in dem sie dies indirekt zugab, war ich erschüttert. Die Bruderschaft wusste natürlich nichts davon.

Ein weiterer Punkt, der mich in meinem Vertrauen zum Sklaven erschütterte, waren die umfassenden Dokumentationen zum Problem Kindesmissbrauch innerhalb der “Organisation Gottes” und deren Umgang damit. Diese Dokumente zeichnen das Bild einer rücksichtslosen Organisation, die alles tut, um die Opfer einzuschüchtern. Durch ihr Festhalten an der sogenannten „Zweizeugenregel“ werden die Täter geschützt. Und wer es wagte die Missstände in den eigenen Reihen beim Namen zu nennen wurde ausgeschlossen. Der Ruf der Organisation schien wichtiger, als der Schutz gefährdeter Kinder.

Dafür ist die WTG auch bereit, die Spendengelder ihrer Mitglieder für aufwendige Prozesse zu verschleudern. Wer diese Dokumentation gelesen hat, wird sich nicht mehr herausreden können, er habe nichts gewusst. Dokument (PDF hohe Auflösung)

Ein weiterer Punkt, der mein Vertrauen in den „Sklaven“ zerstörte, ist das Finanzgebaren der Organisation. Es gibt wohl kein größeres Geheimnis, als die Finanzen der Wachtturm-Gesellschaft. Es werden keine Geschäftsberichte veröffentlicht, obwohl allein durch die weltweit über 100.000 Immobilien viele hunderte Millionen US Dollar verschoben werden können. Über 100 ha große Real Estate Projekte, wie in Warwick, USA, werden kostengünstig durch freiwillige Helfer gebaut, und andere Immobilien, wie die in Brooklyn, werden gleichzeitig sehr gewinnträchtig verkauft. Was passiert mit den Gewinnen? Was macht die Gesellschaft mit diesen Geldmengen? Wir wissen es nicht. – Nur eins ist sicher: Die Mitglieder erfahren nicht, was mit ihren Spenden passiert. Das angehängte PDF-Dokument “WTG Finanzen” gibt einen kleinen Einblick.
https://drive.google.com/…/0B0GqbTlybsBKWEp5YjNPYVZpQ…/edit…

Ich habe hier nur einige Dinge angeführt, die mich zu der Überzeugung kommen ließen, sowohl in der Lehre, als auch im Wandel, auf Betrüger hereingefallen zu sein. An sehr vielen Stellen im NT wird vor Betrügern im Glauben gewarnt. Aber die Bibel warnt nicht nur vor Betrügern, sie fordert dazu auf, Betrüger bloßzustellen: 

„Fragt immer danach, was dem Herrn gefällt, und beteiligt euch nicht an den nutzlosen Dingen, die zur Finsternis gehören, sondern stellt sie vielmehr bloß.“ (Eph. 5:11)

Wenn ich das tun will, dann muss ich mir Fragen stellen, die u. U. mir und anderen unbequem sind. Ich bin also ständig gezwungen, um meine Glaubensüberzeugung zu ringen und gegen Entmutigung zu kämpfen. Erst im Alter wurde mir deutlich, was Jesus mit diesen Worten meinte:

„Ich habe euch das gesagt, damit ihr nicht unsicher werdet. Man wird euch aus den Synagogen [Versammlungen] ausschließen. Ja, es kommt sogar eine Zeit, in der die, die euch töten, meinen, Gott einen Dienst damit zu tun. Sie werden euch das antun, weil sie weder den Vater noch mich kennen. Ich habe euch das gesagt, damit ihr euch, wenn die Zeit dafür gekommen ist, an meine Worte erinnert.“ (Joh.16:1-5)

Als ich das verinnerlicht hatte, wurde mir der Kampf für meinen Glauben leicht. Ich wurde mutig.  Diese Erfahrung kann mir niemand mehr nehmen. Dafür bin ich dankbar. Ich blicke nicht zurück im Zorn, wie man so sagt. Letztlich hat mich alles, was ich an Gutem und Schlechtem erlebt habe, im Glauben und Vertrauen zu Gott und Christus gestärkt.

Und wichtig war die Erfahrung, dass es auch unter Jehovas Zeugen Menschen gibt, die bereit sind, Lügen bloßzustellen. Auch außerhalb der Versammlung wird man Freunde finden. Es sind wirkliche Freunde, die nicht aus Angst vor Repressalien oder auferlegte „Spielregeln“  der WTG dich dann nicht mehr anschauen, wenn du diese Organisation verlässt. Ich habe erfahren das für diese „Freude“ das einhalten dieser verordneten Spielregeln wichtiger sind, als normale menschliche Gefühle.

Warum ich an die Öffentlichkeit ging

Wer die WTG öffentlich kritisiert und Informationen veröffentlicht, auch wenn es sich nur um persönliche Erfahrungen handelt, dem kann es passieren, dass er von seinen ehemaligen Mitbrüdern verurteilt und geächtet wird. Wenn schon Kritik innerhalb der Organisation verpönt ist, wieviel mehr ist es dann öffentliche Kritik. So etwas tut man in den Augen eines Zeugen Jehovas nicht, man wird als Verräter oder Nestbeschmutzer gesehen oder gar als Sünder gegen den heiligen Geist, lehnt man sich doch gegen die vom Geist Gottes geleitete Organisation auf.

Hinzu kommt, dass viele Verkündiger Kritik an der Gesellschaft auch für sich als persönlichen Angriff empfinden, wird doch “ihre Organisation” in ein schlechtes Licht gerückt. Das System der WTG ist auf dem Gebiet der Indoktrination genauso perfekt, wie alle totalitären Systeme dieser Welt, die keine Kritik zulassen und Kritiker ausschließen oder verfolgen. Doch zum Glück gibt es mittlerweile, alleine in Deutschland tausende von Zeugen Jehovas, unter ihnen auch ehemalige Älteste, die über die Ungereimtheiten und Missstände innerhalb der Organisation öffentlich sprechen und die keine Angst haben, ausgeschlossen zu werden.

Dieses System ist nur zu durchbrechen, wenn man bereit ist, auch seine persönlichen Erfahrungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein Außenstehender wird das System der WTG kaum verstehen und nachvollziehen können. Ein falsches Wort und ein Beharren auf seiner Meinung führt zum Ausschluss und damit zur totalen sozialen Ächtung. Nicht nur ehemalige Freunde, sondern auch die Familienmitglieder des angeblichen „Sünders“ werden aufgefordert, den Umgang mit dem sogenannten Abtrünnigen aufzugeben. Durch die Veröffentlichung dieser Tatsachen kann jeder Zeuge Jehovas sehen und für sich realisieren, was ihn erwartet, wenn er offen Kritik an dem “Sklaven” übt.

Die breite Masse der Zeugen Jehovas ist so geprägt worden, dass nichts nach Außen, in die böse Welt gelangen darf. Über die Fehler und falschen Lehren anderer Religionen dagegen lästert man gerne. Und wenn ein Geistlicher oder hoher Würdenträger anderer Kirchen sich kritisch mit seiner Kirche öffentlich auseinandersetzt, dann findet man das gut, ehrenwert und mutig.

Die Literatur der WTG ist voll von Beispielen dieser Art.

Aber wehe, ein ehemaliges Mitglied der leitenden Körperschaft spricht offene Kritik aus und sei sie noch so berechtigt. Er wird nicht nur von oben verfolgt und ausgeschlossen, sondern auch von der großen Masse der Zeugen als Abtrünniger verurteilt. Das Gleiche passiert auch mit den Ältesten, die den Mut haben, Missstände offen zu legen.

Es gibt in der Organisation der Zeugen keine Möglichkeit, Missstände und Probleme intern oder gar öffentlich anzusprechen. Wer offen seine Meinung sagt, wird freundlich vor ein Dreierkomitee zitiert, mit der Behauptung, dass man ihn geistig wieder zurechtbringen möchte. Hierbei bezieht man sich auf den Text aus Jakobus 5:16. Bekennt einander also offen eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Denn das Gebet eines Menschen, der nach Gottes Willen lebt, hat große Kraft …”

Die Möglichkeit „Sünden zu bekennen und füreinander zu beten“ wird von der WTG alleine auf die Ältesten reduziert. Dadurch ist die christliche Rechtspflege in die Hände weniger Männer gelegt worden, die diese Machtfülle oft missbrauchen und die geistig, menschlich und fachlich oft nicht in der Lage sind, dieses Privilig gerecht zu nutzen.

Es gibt kein Korrektiv, durch das öffentliche Bewusstsein und das Gewissen aller Beteiligten. Auf diese Weise entsteht eine Schattenjustiz, die sich immer weiter von Gottes Gerechtigkeit entfernen kann. Eine öffentliche Gerichtsbarkeit, wie sie sowohl im Alten, als auch im Neuen Testament gezeigt wird, würde jedem die Möglichkeit bieten, sich selbst ein Bild von den moralischen Qualitäten der Versammlungsältesten und der Versammlungsglieder zu machen. Es ist in der Tat so, dass in den frühchristlichen Versammlungen die Ältesten durch die Gemeindeglieder gewählt wurden.  Man kann leicht ermessen, unter welch hoher Verantwortung und Verpflichtung alle standen: Die Pflege der göttlichen Gerechtigkeit war eine Angelegenheit aller! Auch hier hat die WTG die Menschen entmündigt, ihnen die Verantwortung abgenommen und sich selbst einen großen Machtzuwachs gesichert.

Jakobus ermunterte die Gemeinde: Bekennt einander also offen eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet“.  Beachte, es wird gesagt: Bekennt

voreinander und das bezieht sich nicht nur auf die Ältesten.

Die Wachtturmgesellschaft hat ein perfektes, geschlossenes, ideologisches System errichtet, das jedem Einzelnen seinen Platz zuordnet. Für viele Menschen, die sich nach Orientierung, Sicherheit und Geborgenheit sehnen, liegt aber gerade darin die Faszination und der Anreiz, sich Jehovas Zeugen anzuschließen. Jehovas Zeugen beeindrucken durch ihr persönliches Engagement, ihre Rastlosigkeit und ihr oftmals glaubwürdiges Auftreten. Aber dies ist nur die eine Seite. Hinter ihrer Fassade erweist sich diese Gemeinschaft sehr schnell als restriktive Organisation, die von den Anhängern blinden Gehorsam erwartet und für kritische Rückfragen, Einwände oder Bedenken keinen Raum hat. Aufrichtig suchende Menschen laufen Gefahr, in diesem System der WTG gefangen zu bleiben. Dem kann man nur begegnen, wenn man auf diese Gefahren öffentlich hinweist.

Mag ich nicht (27)

63 Kommentare zu “Warum ich die Organisation der Zeugen Jehovas verlassen habe

  1. Birgit

    Liebe  Grüße aus Österreich

    Meiner Meinung nach sollten wir aufpassen, uns nicht in etwas verstricken zu lassen, das nur unserem König Jesus Christus vorbehalten ist. Jeder gegen jeden, alle für einen oder sonst was.  Nur Er hat das Schwert bekommen. Konzentration auf Liebe zum nächsten bringt einen weiter. Kein Gericht der Welt wird Jesus aufhalten. Deshalb halte ich mich da raus und tanze lieber Walzer . Mit Liebevollen Wesen , die ichDank Jesus kennen lernen durfte.

    Birgit

  2. Jörg Zimmern

    Die Personen die keine JZ mehr sind haben unterschiedliche Erlebnisse, Wahrnehmungen und Erfahrungen gemacht. Es gibt k e i n e Gruppe von „Ehemaligen“ oder „Abtrünnigen“!

    Alles sind Menschen!

    Es geht nur darum, dass den Personen zunächst was vorgemacht wurde und man später (auch auch gar nicht) merkten das Ihnen die Unwahrheit in dieser JW.ORG beigebracht wurde.

    Es ist schwer damit umzugehen wenn man ein lebenlang versklavt wurde und dann plötzlich frei ist.

     

     

     

     

     

    1. Omma@Jörg Zimmern

      Lieber Jörg,

      danke für deinen lieben Kommentar. Ja, du hast Recht: ALLES SIND MENSCHEN!

      Bei uns sind es dreieinhalb Jahre her, dass wir der JW.ORG. die Gemeinschaft entzogen haben.  Seither haben wir so viele liebe Menschen kennenlernen dürfen, die sich auch auf dem Weg der Freiheit befinden. Aber auch wir haben erkannt, dass es keine "bestimmte Gruppe" in der Freiheit gibt.  Zwar gibt es viele Gemeinsamkeiten in der Biografie einzelner Gruppen, aber es gibt auch sehr viele Unterschiede.

      Wir haben folgende Unterschiede bemerkt:

      Gemeinschaft entzogen worden   -   der Org. selbst die Gemeinschaft entzogen.

      Ungerechtfertigter Ausschluss, danach festgestellt, dass zu viele Ungereimtheiten. Dann kam der Aufwachprozess, und ein Aufarbeiten der Geschehnisse.

      JW.ORG. verlassen, weil nach Prüfung der Bibel erkannt, dass sie nicht nach dem, was die Bibel aussagt, handelt. Die biblischen Aussagen, sind auch weiterhin der Maßstab in ihrem Leben.

      JW.ORG. verlassen, weil erkannt, dass sie unmenschlich handelt, Kindesmissbrauch, Ächtungspolitik, Machtmissbrauch, Lügen und Heuchelei.

      Bei vielen kam dann noch der ständige Leistungsdruck (Hamsterradgefühl) dazu, dem sie nicht mehr gewachsen waren. Andere wollten auch ihre Kinder davor schützen.

      Andere führen einen, nicht leichten Spagat durch, äußerlich noch in der Org., innerlich aber schon verabschiedet. Ich befürchte, für diese Menschen wird es immer schwieriger werden, sie haben sich KEINEN leichten Weg gewählt. Dieses Leben bedeutet Stress pur, und zehrt an den Nerven.

      Dann gibt es auch die Menschen, die es bisher geschafft haben, ein Leben außerhalb der Versammlung aufzubauen, aber oft leben sie in einem Spannungsfeld, da sie ja noch nicht richtig frei sind.

      Auch unsere lieben ehemaligen Mitgeschwister möchte ich nicht vergessen, bei denen es die Org. geschafft hat, ihnen ihren Glauben zu zerstören. Leider wissen es viele von ihnen nicht, um was für eine Kraftquelle sie sich bringen, da sie diese noch nicht richtig erleben konnten.

      Ich habe sicher auch noch andere vergessen, aber was ich mit meiner Aufzählung sagen möchte ist, wir können nicht alle in den gleichen sogenannte "Pott" schmeißen, jeder hat sein persönliches Erleben, und auch seine eigene Persönlichkeit.

      Aber wir alle können helfen, unseren verletzten Geschwistern (auch psychisch), die Wunden zu verbinden und ihre Schmerzen zu lindern, denken wir an das Gleichnis vom barmherzigen Samariter, es sind alles unsere NÄCHSTEN.

      Ganz liebe Grüße von Omma und Oppa
      👍
       

      1. David

        Liebe Omma,

        "... es sind alles unsere Nächsten".

        Nicht solange und soweit sie Täter und kriminelle sind und sich unsere Nächstenliebe als Förderung des Bösen darstellen würde. Selbstredend werden auch "inhaftierte" menschenwürdig behandelt, aber es darf und wird ihnen nicht erlaubt, weiterhin kriminell, menschenverachtend, verletzend ihre kriminellen Machenschaften und Täuschungen der Menschen forzuführen. Das wäre ja so, als ob man einem inhaftierten Räuber weiterhin ermöglichen würde, aus dem Gefängnis seine Räubertouren fortzuführen.

        Zeugen Jehvoas muss man ihre Grenzen aufzeigen!

        Man hat ihnen viel zu lange, viel zu lange, Narrenfreiheit gewährt. Damit ist SCHLUSS!

        ++++++++++++
        Hallo David,
        Omma sprach nicht von Kriminellen sondern von verführten Opfern.
        Dein Kommentar geht an dem vorbei, was Omma sagen wollte.

    2. Lieber Jörg,

      Du sprichst einen für meine Begriffe enorm wichtigen Punkt an, vor allem in deinem letzten Satz:

      "Es ist schwer damit umzugehen wenn man ein lebenlang versklavt wurde und plötzlich frei ist"

      An mir persönlich habe ich festgestellt das es mir weder nützte noch gut tat mich weiter mit dem Instrument welches mich lange versklavt hatte weiter zu beschäftigen. Meine Hinterfragung war auch abgeschlissen. So entschied ich mich bewusst den mir so fehlenden Zustand der FREIheit näher zu fokussieren und lernte so erst zu erkennen und zu erfahren was Freiheit ist und vor allem wie man mit ihr umgeht!?

      Nur das scheint auch zu verhindern das man nicht wieder in diese Form, oder auch andere Fornen der Versklavung zuruckkehrt. Das Recht auf Selbstbestimmung und damit auf die eigene Freiheit ist ein Menschenrecht was uns aber nur nützt wenn wir es auch WAHRnehmen! LG Tom

  3. Ulla

    Hallo Jens,

    obwohl auch ich der ORG. die Gemeinschaft entzogen habe, stelle ich bei Gesprächen die Fakten heraus. Es gibt tatsächlich etliche komische Ansichten über ZJ, aber wenn sie meiner eigenen Erfahrung und meinem Gewissen entgegenstehen, stelle ich klar, dass

    - ZJ Alkohol trinken dürfen

    - sehr wohl ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen dürfen

    - nicht den Zehnten vom Gehalt abgeben müssen usw.

    Aber dann kommt meist die Frage: Und wieso bist du dann weggegangen? Oder kürzlich, da begegnete mir ein anderer Ehrenamtlicher, der wissen wollte, was das bedeute, was in einem Altenheim die Runde mache: "Ulla ist eine Abtrünnige".

    "Ja", sagte ich," ich bin einee Abtrünnige dieser Gruppe, weil sie vom Weg der christlichen Botschaft selbst abtrünnig geworden ist". Aber mein Gottesglaube ist nun echter, reiner, hingebungsvoller und wahrhaftiger. Denn nun steht Christus als Gottes Sohn im Mittelpunkt und nicht eine ORG mit seltsamen Sonderlehren.

    Keine Menschenangst mehr und niemandem mehr in den H.....kriechen müssen. Keine Sorge mehr, die Kinder könnten sich im "Kinderstudium" mit dem KA blamieren...und jetzt kauf ich mir lieber selber was schönes und steck keinem KA mehr Geld in die Hosentasche...keine Spielchen mehr...raus aus diesem Hamsterrad.

    Es ergeben sich so schöne Gespräche über Gott und die Welt, wenn man Augen und Ohren offen hält und keinen ORG Druck mehr im Nacken hat, jaaaaaa Zeugnis zu geben, ansonsten klebe unschuldiges Blut an unseren Händen.

    Wie anders ist da doch die Botschaft unseres Herrn, Jesus Christus: ER hat das größte Opfer gebracht, um alle, die es wollen, zu erlösen. Wir müssen uns keiner Werksgerechtigkeit mehr hingeben, sondern dürfen von GNADE sprechen, die uns widerfahren ist, weil wir jetzt Gottes Sohn nicht mehr wie durch einen Schleier sehen, sondern erkannt haben, nur ER ist der Weg, die WAHRHEIT und das Leben.!

    TATSÄCHLICH: SEINE Last ist leicht, die Wahrheit macht frei, der innere Frieden darf sich seine Wege bahnen..."Kommt ZU MIR, alle, die ihr beladen seid....und ICH will euch erquicken..".zu WEM sollten wir gehen außer zu IHM, denn ER hat Worte des ewigen Lebens...diese "felsenfeste" Überzeugung, die auch schon Petrus hatte und Christus gegenüber in Worte fasste, mögen wir doch alle in unserem Herzen und in unserer Seele aufbewahren.

    "Zweifle nicht länger, sondern glaube!" sagte Jesus einst zu Thomas. Er antwortete: "Mein Herr und mein Gott!". Jesus antwortete ihm: "Du glaubst, weil du mich GESEHEN hast. Wie GLÜCKLICH können erst die sein, die mich NICHT SEHEN und TROTZDEM GLAUBEN!" (Joh. 20:27-29) HFA

    Seid alle lieb gegrüßt

    Ulla aus Nürnberg

     

    1. Das Video ist so schlecht gemacht und inhaltlich dermaßen oberflächlich dass es keinen ohnehin schon leicht kritischen Eingeschlossenen davon abhalten könnte weiter zu hinterfragen, eher das Gegenteil wird der Fall sein, es ist eine schöne "Schleichwerbung" für BI 😉

      Der naive Zeugen Mitläufer benötigt sowieso größere Herausforderungen um gefordert zu sein, sein geistiges Gefängnis zu erkennen und zu entfesseln.

      Ich halte dieses Video deshalb für den kläglichen Versuch das zusammenbrechen dieser amerikanischen Endzeit Freimaurer Sekte zu verlangsamen!  Sie spüren doch schon längst wie ihnen die Felle immer weiter davon schwimmen!
      👍

    2. Horst

      Der Film lohnt sich nicht anzusehen, weil lediglich  eine Computerstimme Behauptungen aufstellt. Verfasser annonym, und die angegebenen "Beweise" beruhen auf dem Zitieren eines Kommentargebers. So eine Art Hassvideo. Recht plump.

      Wirds immer wieder geben.

      Gruss Horst
      👍

    3. Täter des Wortes

      ich finde das Video

      "Zeugen Jehovas - Bruderinfo - in 4 Schritten zur Wahrheit, Abtrünnige Sekte"https://www.youtube.com/watch?v=UjNUtvyRM4g&feature=youtu.be

      sehr interessant und lohenswert zum anschauen. Sollte sich jeder ansehen.

       

      ++++++++
      Lieber Täter Des Wortes,
      Du hast Recht; das Video sollte sich ruhig jeder anschauen; er wird sehr schnell merken
      Wie oberflächlich es gemacht wurde und die Argumente wirres Zeug sind.
      Es passt zu den übrigen Videos auf diesem Kanal, unseriös und dumm.

      1. Jens

        An TdW,

        bei aller Objektivität und Sachlichkeit: Das Video ist billig gemacht und nicht sonderlich ansehnlich... Im Übrigen wird am Anfang eine alte Talkshow gezeigt wo es um Ablehnung von Medizin geht... Kein Kritiker der ZJ behauptet heute oder in den letzten Jahren dass ZJ Medizin (außer Blut) ablehnen... Es steht auch außer Frage, dass aufgrund von Unwissenheit oder "glaube mal gehört zu haben" ZJ Dinge unterstellt werden, die nicht richtig sind (dürfen in keinen weltlichen Verein, essen kein Fleisch, dürfen kein Koffein zu sich nehmen, kein Alkohohl etc...) Solche irrigen Annahmen werden aber z.B. hier auf BI gar nicht behauptet..

        Das auch Zeugen Jehovas verfolgt und diskriminiert werden (wie übrigens viele Christen auf der Welt .. )

        https://www.opendoors.de/christenverfolgung

        bestreitet keiner und wird auch nicht in Frage gestellt...

        Da du ja ein aktiver ZJ bist, würde ich aber gerne mal eine Frage von dir beantwortet bekommen:

        In seriösen Medien und Zeitungen wird von Prozessen vor Gericht berichtet, wo es um das Thema Kindermissbrauch geht... Wird die WTG zum Schadenersatz verdonnert oder erzielt einen Vergleich kostet das ja Geld.

        - Wie werden diese Kosten gedeckt, bzw. wo kommt das Geld her ?

        Laut Wachtturm, Broschüren etc... werden Spendengelder der Mitglieder ausschließlich für das Predigtwerk, Bauwerk etc.. verwendet. Warum wird nicht erwähnt, dass auch Gelder für Rechtsstreite ausgegeben werden?

        Ich freu mich auf deine Antwort..

         

         

         

      2. David

        Guten Tag Täter,

        dein Bekenntnis, wie DU das Video bewertest und (emp-)findest, hilft sicherlich vielen Menschen zu erkennen, was für einen Charakter Du hast, was für (Un-)"Werte" DU deinen Werturteilen zugrunde legst, und was für niederträchtige (a-)moralischen Unwerte Du gutheist sowie die Qualität und Quantität Deiner unmerklichen verstandesmäßigen Kapazitäten.
        DANKE, dass Du Dich GEOUTET hast!
        "Menschen" wie Du lieben es ihre Niedertracht in "Gemeinschaft" (aus) zu leben und diese Kumpanei 'emotional' als ,Bruderliebe, zu verbrämen. Ähnliches hat auch der Pöbel empfunden der Jesus an Kreuz befehligte (und die Freilassung eines Mörders forderte).

      3. M.N.

        Dieses Machwerk ist ein Versuch (mehr aber auch nicht), die FUNDIERTE und SAUBER BELEGTE Kritik, die gegen die WTG, gegen ihr Agieren und gegen ihr Lehrgebäude allenthalben (nicht nur auf BI, aber BI musste hier als Prügelknabe herhalten) vorgetragen wird, umzudrehen und auf die Kritiker zurückzulenken gemäß der Devise "Angriff ist die beste Verteidigung", was natürlich aufgrund der Plumpheit und der Rohheit der Vorgehensweise komplett misslingt.

        Wer macht sich denn "der Verbreitung von Halbwahrheiten" und "aus dem Kontext gerissener Aussagen" in REINFORM schuldig, wenn nicht die WTG? Wer zersemmelt Bibelverse und zitiert sie nur halb, um ihr "Theokratieolympiade-Hochleistungsaktionismus" - "Wir müssen uns die Rettung durch angestrengtes und eifriges von-Haus-zu-Haus-Predigen VERDIENEN"-Dogma pseudoboblisch zu begründen? Wer vermengt in ihren redaktionellen Erzeugnissen Halbwahrheiten mit Lüge, dass es nur so kracht? Wer hat den Bibeltext an Dutzenden von Stellen tendenziös frisiert, um ihre nichtbiblischen Konstrukte scheinbiblisch zu stützen? Wer zitiert sog. "Experten" falsch und dreht deren Aussagen komplett in ihre Gegenteil um? Man erinnere sich (und dies ist nur eine kleine Auswahl betreffs des WTG-Eigenlobs der NWÜ):

        Prof. Dr. Benjamin Kedar: Hatte nur das AT untersucht, und dort nur ausgewählte Passagen. Jedoch erweckt die WTG den Anschein, er habe der GESAMTEN NWÜ einen Blankoscheck ausgestellt.

        George Howard: Räumte auf Anfrage ein, die WTG "habe aus seinen Artikeln zu viel gemacht" und "er unterstütze die Theorien der WTG AUSDRÜCKLICH NICHT".

        Jason BeDuhn: Die WTG zitiert aus seinem Buch "Truth in Translation", um den Anschein zu erwecken, BeDuhn habe die NWÜ als die beste und genaueste aller Bibelübersetzungen bezeichnet, obgleich er an vielen Stellen seines Buches die NWÜ ausdrücklich kritisiert, insbesondere die Einfügung des Gottesnamens ins NT, was von der WTG komplett verschwiegen wird. Im Anhang seines Buches schreibt BeDuhn, die Einfügung des Namens "Jehova" sei "wahllos" erfolgt, und das Übersetzungsteam sei seiner eigenen Regel betreffs Einsetzung des Names oftmals untreu gewesen.

        Bruce Mezger im O-Ton: "Die NWÜ ist eine Perversion einer Bibelübersetzung. Sie ist eine Vorspiegelung nicht vorhandenen Fachwissens. Gottes Namen wurde 237 Mal im NT eingefügt, obwohl er in keinem griechischen Manuskript auftaucht".

        Wer betreibt betreffs einer krass geschönten Außendarstellung Irreführung auf höchstem Niveau, wenn nicht die WTG?

        Dieses Video ist eine Blamage und ein Disaster für die Macher desselben. Allein die Verwendung der gestelzten WTG-Sprech-Vokabel "gerechtigkeitsliebende Menschen" beweist, dass dies ein Produkt eines WTG-"ergebenen", "gehorsamen", "loyalen" und "treuen" "Zeugen" ist oder direkt vom Steinfels kommt, wobei - sollte Letzteres der Fall sein - sich die Frage stellt: Hätten die das nicht wenigstens ETWAS besser machen können, was die s..mäßige Qualität anbelangt? Deshalb vermute ich, dass es nicht "von oben" stammt, sondern einer Privatinitiative eines "handwerklich minderbemittelten" OrgBots zuzuschreiben ist, der natürlich seine Stimme durch Verwendung dieses unsäglichen Blechdosengebrabbels verschleiern musste. Allein deshalb gilt: BI-Videos: "Hui" - dieses Machwerk: "Pfui".

        Gruß,
        M.N.
        👍

        1. M.N.

          lol - ich habe nun 2 Mal unter diesem YT-Machwerk einen Kommentar mit den o. a. Fakten gepostet - beide Male wurde er nicht freigeschaltet. Das hat den/die Verantwortlichen also geschmerzt und musste dementsprechend unterdrückt werden. Soviel zum Thema "Zensur aufgrund fehlender Argumente". Es darf sich gefreut werden.

          Versucht Ihr's dochmal, wenn es Euch denn nicht zu blöd ist.

          1. M.N.

            HAHAA - jetzt sind "comments disabled", und sämtliche Kommentare, die bereits gepostet wurden gelöscht. Da haben aber jemandem die Socken angefangen zu brennen. Klasse. So muss es sein. Gegen echte Wahrheit ist eben kein Kraut gewachsen.

      4. Störtebeker

         
        Störti an BI-aktuell und Alle!
         

         
        Ich habe mir das Video erst nicht angesehen. Nur den Anfang. Es fing schon so bescheuert an, dass ich es gleich wieder ausgeschaltet habe. Dann las ich hier heute einige Kommentare darüber. Da habe ich mir die 19 Minuten dann doch angetan.
         
        Na ja, was soll man dazu sagen? BI-Aktuell ist den Zeugens sicherlich ein ein Dorn im Auge der ihnen ernsthaft zu schaffen macht. Besonders die Tatsache, dass hier immer mehr mitlesen. Die stetig steigenden Besucherzahlen dieser Webseite sprechen da eine deutliche Sprache.
         
        Dennoch glaube ich nicht, dass dieses Video von höherer Stelle, Selters or whatever produziert worden ist. Dazu ist es einfach zu stümperhaft, oberflächlich, unkorrekt und lächerlich.
         
        Die da „oben“ sind nämlich nicht doof. Die würden so etwas niemals veröffentlichen.
         
        Derjenige der es gemacht hat, hat den Zeugens in verantwortlicher Position damit keinen Gefallen getan. Wohl aber uns, die wir uns für die wirkliche Wahrheit einsetzen.
         
        Also, lassen wir solche Komiker doch weitermachen. Nur zu, in diesem Land ist es glücklicherweise so, dass sich hier jeder zum Narren machen darf. Und wenn er das Bedürfnis hat sich selbst und den zu bedauernden „noch treuen Zeugen“ ins Knie zu schießen, soll er doch!
         
        Auch im Krieg ist schon mancher durch eine Schussverletzung ins grübeln gekommen.
         
        Liebe Grüße an alle, die ihre „Schussverletzungen“ aus der Vergangenheit überstanden haben. Auch wenn sie ihnen (z. B. bei einem Wetterumschwung) manchmal noch etwas zu schaffen machen. Es kann nur besser werden.
         

         
        Euer Störti
         

         
        👍

        1. Markus

          Hallo an Alle

          Das dieses Hetzvideo nicht von Selters kommt das merkt ein Blinder mit Krückstock

          Wer sich die Videos der JW.Org anschaut erkennt ,das die  provissionell gemacht wurden,dieses Video ist von irgendeinem Jw.Org Boot zu Hause angefertigt worden,unprovisionell ,stümperhaft zusammen geschnitten usw.

          Auch die Aussagen in diesem Video sind schon total veraltet und überholt.

          Der Schuss ging nach Hinten los.

          JW Org Boots macht weiter so,das verkürzt dann die Zeit bis JW.Org vollendents zerschlagen wird.

      5. Horst

        Hallo "Täter des Wortes",

        dieses Video hat eigentlich keinen Buchstaben mehr verdient, aber aufgrund Deines undifferezierten Kommentares möchte ich doch die Vermutung äussern, dass Du an diesem Machwerk zumindest beteiligt bist. Würde zu Deinen ganzen Äusserungen passen, die ich persönlich nur als reine Provokation ohne Substanz betrachte.  Sowas fällt hier natürlich sofort auf und hat eigentlich keinen Bestand..

        Gruss Horst

         

    4. ProJesus

      DIESE HETZE gegen BI und andere geht wie ein Bumerang zurück:

      In Selters gibt es einen eigenen Informationsdienst, der sich um Medienfragen kümmert. Möglicherweise steckt der dahinter (möglicherweise auch nicht).

      Auf einem freien Portal wie BI kann sich immer mal ein schwarzes Schaft als Christ ausgeben. Man darf dann aber nicht alle -- wie es in diesem Video getan wird -- über einen Kamm ziehen.

      Und alle Leser, die hier schon länger nur mitlesen, werden erkennen, dass hier sehr wohl aufrichtige Christen sich austauschen und die Sonderlehren der ZJ als unbiblisch bloßstellen. In Wirklichkeit sind wir die richtigen Zeugen Jehovas, denn wir stehen zur Bibel: die Zeugen Jehovas der RGM verfälschen sie in vielen, vielen Punkten. Davon will das Video ablenken. Der Urheber des Videos hat wohl erkannt, wir erfolgreich BI alles nach und nach aufdeckt. Für die RGM der ZJ ist das natürlich sehr, sehr ungemütlich und unangenehm. Sie will das verhindern: dazu sind ihr alle Mittel recht.

      Das Video konzentriert sich auf Halbwahrheiten -- Kümmelkörner -- und verschluckt das Kamel -- die üblen Machenschaften der RGM der Zeugen Jehovas fallen völlig unter den Tisch.

      Ich haben mich jetzt mit ein paar anderen Ex-ZJ dazu entschlossen, eine weitere Homepage zu eröffnen, um die biblische Wahrheit hochzuhalten und die Machenschaften der Organisation der ZJ ebenfalls aufzudecken. Es gibt zwar schon jede Menge Homepages. Aber es kann gar nicht genug davon geben, um als Augenöffner zu dienen und zur Aufklärung beizutragen. Nischen gibt es ja viele.

    5. Boas@Bruderinfo-Aktuell

      Darf ich an Bruderinfo-Aktuell eine Frage stellen?
      Ist dieser Kommentar "ACHTUNG!" von Euch eingefügt worden oder von einer fremden Person? Die Handschrift (Wortwahl) und das gewisse Halbwissen in den Videos kommen mir irgendwie bekannt vor...

      LG Boas

      Hallo Boas,
      Nein, dieser Kommentar ist nicht von uns eingefügt worden.
      LG

  4. Ulla

    Liebe Sarai,

    ich habe mehrere Aussteigerbücher hier. Steven Hassans "Freiheit des Geistes" ist m.E. eine nicht so gute Übersetzung vom englischen ins Deutsche.

    Am besten von allen find ich immer noch das Buch von Barbara Kohout "Die Wachtturm-Wahrheit. Eine Sektenfalle?" vom Engelsdorfer Verlag. ISBN 978-3-95488-396-7 , kostet 12 Euro.

    Sie erklärt, wie Verführungen in Sekten funktionieren: 4 starke Fesseln machen es möglich (S. 46/47)

    * Verhaltenskontrolle: diese Fessel ist aus einzelnen Fäden mit den Merkmalen Freizeit beschränken, Hierarche beachten, Prinzip Belohnung - Bestrafung und Alltag, gemacht

    * Gefühlskontrolle. Ebenfalls eine Kordel aus mehreren Fäden. Diese nennt man Schuldgefühle, Angst, Widerspruch ist Feindschaft und das Glück findet man nur in der Gruppe.

    * Gedankenkontrolle: heißt, nur die Gruppe hat die Wahrheit, nur die Gruppe ist gut, außerhalb der Gruppe ist alles schlecht, die Guppe hat eine eigene Sprache, sie hat eine Gedankenstopptechnik gegen Kritik.

    * Informationskontrolle: keine Kritischen Informationen lesen, Verschweigen von Informationen, Stückelung von Informationen, um das Gesamtbild zu verschleiern, die interne Darstellung ist abweichend vom Außenbild.

    Für mich ist dies ein wunderbares Buch, weil ich es auch mit in die Traumatherapie mit einbinden konnte und mir dadurch besser "auf die Schliche" kommen konnte. Die Täuschung wird bestenfalls integriert in die eigene Lebensgeschichte und dann --- wird vorwärts geschaut und besser auf "unsichtbare Fesseln" geachtet, die man erst spürt, wenn man sich "bewegt" bzw. "wach wird und weg will"....

    LG Ulla

     

    1. M.N.

      Ihr Lieben,

      für mich waren auch die folgenden Analysen sehr hilfreich, um zu einer korrekten Einschätzung des wahren Wesens der WTG zu gelangen; das stammt aus dem Glossar, und die Verweise beziehen sich auf die entsprechenden Einträge desselben:

      Merkmale totalitärer Gruppen nach Hugo Stamm

      □ Guru – Messias – Prophet – Gründer. Ist die Führerfigur dominant, hat sie absolute Autorität, paranormale, göttliche Fähigkeiten, wird sie in besonderem Maß verehrt? – Siehe "Leitende Körperschaft"; "Treuer und verständiger Sklave", deren Mitgliedern innerhalb der WTG eine gott- oder messiasgleiche Verehrung und Huldigung entgegengebracht wird.

      □ Heilstheorie mit Absolutheitsanspruch – rettendes Prinzip. Ist die Heilstheorie die einzig gültige Wahrheit, erhalten die Anhänger absolute spirituelle oder religiöse Erlösung? – Siehe "Einzig richtige Religion"; "Wahrheit, die".

      □ Missionsauftrag – Expansion. Betreiben Gruppenanhänger Missionstätigkeit, erzählen von fantastischen Erlebnissen, laden Bekannte und Freunde eindringlich in die Gruppe ein? – Siehe "Gute Erfahrungen"; "Haus-zu-Haus-Dienst"; "Predigtauftrag"; "Predigtdienst"; "Rettungswerk".

      □ Elitebewusstsein. Glauben die Mitglieder einer auserwählten Elite anzugehören, die die Menschheit befreien, das einzige Heil bringen wird? – Siehe "Außenstehender"; "Einzig richtige Religion"; "Rettung"; "Schlechte Gesellschaft"; "Wahrheit, die"; "Weltmensch".

      □ Isolation von der Umwelt. Verändern Gruppenmitglieder völlig ihre Lebensweise, geben Hobbys und Freundschaften auf, reduzieren den Kontakt zur Familie? – Siehe "Das Königreich an die erste Stelle setzen"; "Kein Teil der Welt sein"; "Opfer bringen", "Welt".

      □ Feindbilder – vermeintliche Bedrohung – Verfolgungswahn. Fühlt sich die Gruppe ausgegrenzt, unfair behandelt, bedroht, Opfer von Kampagnen, besonders von bestimmten Berufsgruppen? – Siehe "Verfolgung".

      □ Unterorganisationen mit Tarncharakter. Hat die Gruppe Unterorganisationen, Ableger mit anderen Namen, benutzt sie Tarnorganisationen, um Mitglieder zu gewinnen? – Die WTG bedient sich je nach Bedarf und "Stoßrichtung" (Erlangen von "Wohltätigkeits"-Status; Umgehen der Zahlung von Steuern; Umgehen von Verbot bzw. Beschränkungen etc.) diverser Körperschaften und Vereine (bzw. gründet neue ad hoc nach Bedarf), die aufgrund ihrer Selbstdarstellung vor staatlichen Behörden den Status "Gemeinnützig" für sich beanspruchen. Vgl. auch "Theokratische Kriegführung".

      □ Machtanspruch. Beansprucht die Gruppenideologie gesellschaftliche Führerrolle, Ziele, die über das Religiöse hinausgehen? – Siehe "Einzig richtige Religion"; "Neue Erde"; "Rettung"; "Wahrheit, die". Betreffs der WTG-Behauptung, die post-"Harmagedon" "Neue Erde"-Verwaltung zu stellen siehe "Neue Erde" sowie "Fürsten der Neuen Erde".

      □ Geld – wirtschaftliche Macht. Ist die Heilsvermittlung mit hohen Kosten verbunden, wird zu Spenden gedrängt? – Seit jeher ist der Einsatz für die WTG im Abarbeiten ihres umfangreichen Forderungenkatalogs für jeden "Zeugen Jehovas" mit einem enormen Aufwand an Zeit, Kraft, Opfern (Verzicht auf gute Ausbildung und eine erfüllende berufliche Karriere; Aufgeben persönlicher Begabungen und Talente) und auch Mitteln (Fahrtkosten für die zahlreichen Fahrten in den "Predigtdienst" und zu allen WTG-angeordneten Zusammenkünften und Kongressen, Kosten für lokalen Gemeindesaalunterhalt, erwartete "freiwillige Spenden" für "kostenfreie" Literatur, "freiwillige" Unterstützungszahlungen für "reisende Aufseher" etc.) verbunden, selbst wenn der einzelne "Zeuge" aufgrund des (bisherigen) Fehlens einer "offiziellen" Forderung betreffs einer finanziellen Mindestabgabe an die WTG das Empfinden haben mag, doch "gar nicht so viel" zu geben. Nun aber scheint sich WTG-seitig betreffs "Spenden"-Forderungen ein weiterer Paradigmenwechsel zu vollziehen, siehe die neuesten WTG-Bestimmungen betreffs noch strikterer Regelung der Geldströme von den Einzelgemeinden hin zur WTG sowie Steven Lett's "Gebt uns mehr Geld!"-Spendenaufruf anlässlich der Mai 2015-Ausstrahlung auf "JW-Broadcasting". War der Aufwand, der bisher betrieben werden musste, um als "Zeuge Jehovas" gemäß WTG-Vorgabe zu funktionieren, bereits enorm, so wird er sich infolge der neuesten WTG-Regelungen an Druck und Intensität nur noch weiter steigern. Mehr hierzu siehe "Freiwillige Spenden ".

      □ Überreaktion bei Kritik – Prozessfreudigkeit. Reagiert die Gruppe heftig, aggressiv auf Kritik, diffamiert sie Kritiker und prozessiert gern? – Siehe "Abgefallen; Abgefallene"; "Gemeinschaftsentzug"; "Kritisch; kritisches Denken"; "Rebellisch; Rebellion" sowie die zahlreichen, von der WTG pausenlos in aller Welt angestrengten Gerichtsprozesse gegen unliebsame, als "böswillige und lügnerische Feinde der Wahrheit" geschmähte "Gegner". Anklagen i. V. mit eindeutig gemäß WTG-Prozedere vertuschten Fällen von sexuellem Kindesmissbrauch innerhalb der WTG – teils von Opfern derselben vorgebracht – wurden von "Leitende Körperschafts"-Mitglied Steven Lett rundweg als "böswillige Verleumdungen Abgefallener" diffamiert.

      □ Gruppendruck – Kontrolle der Mitglieder. Werden Anhänger mit moralischem Druck, durch Arbeitsüberlastung und Verhaltenskontrolle diszipliniert? – Siehe "Aufeinander achten"; "Berichten" Nr. 2; "Bezeichnen; bezeichnet halten"; "Ermuntern; ermunternd; Ermunterung"; "Genug tun; genügend tun"; "Mehr tun"; "Nicht nachlassen"; "Nicht vorbildlich"; "Predigtdienstbericht"; "Rat; Rat erteilen"; "Rechtskomitee"; "Sich verausgaben"; "Zurechtweisung".

      □ Sektensprache – Kunstbegriffe. Lässt sich das "Geheimwissen" nur mit bestimmten Kunstwörtern erklären, wird es schwierig, sich verständlich mit ihnen über die Ideologie der Gruppe zu unterhalten? – Siehe die zur (von der WTG als "Die Wahrheit" bezeichnete)"Theokratischen Sprache" gehörenden und mit "Worthülse" gekennzeichneten Einträge mit "WTG-Spezialbegriffen/-Lingo" dieses Glossars.

      □ Psychologische Manipulationsmethoden. Gehören zum Heilsweg Methoden, wie sie von Psychologen oder asiatischen Medizinern angewandt werden, ohne dass die Ausübenden ausgebildet sind? – Siehe die vielen der zu Hochleistung und Volleinsatz für die WTG anstachelnden Suggestivfragen in WTG-"Belehrung" ("Tust du auch wirklich alles, was dir möglich ist? Du kannst Gott nicht betrügen") – Suche nach allen Textstellen dieses Glossars, in denen die Begriffe "Furcht", "Gedankenkontrolle" oder "Schuldgefühl(e)" vorkommen. Siehe auch die von WTG-approbierten "Rechtskomitees" gegen "Abweichler/Sünder" von "Ältesten" zur Anwendung gebrachte "peinliche Verhör-Fragetechnik", siehe "Rechtskomitee". Mehr betreffs der von der WTG gewünschten und erzielten "mind automation" (Denk-Automatisierung) bei "Zeugen Jehovas" i. V. mit dem "Befolgen von WTG-Anweisungen" siehe "Gehorsam; gehorchen; gehorsam sein".

      □ Diskrepanz zwischen Innen-und Außenansichten. Hat die Gruppe ein völlig anderes Selbstverständnis als sie von außen wahrgenommen wird, sind interne Texte anders als solche, die nach außen gegeben werden? – Siehe die Vergleiche zwischen von der WTG zur Öffentlichkeitsarbeit herausgegebenen Publikationen mit stark beschönigender, verzerrter, oder gar irreführender Selbstdarstellung sowie tatsächlicher WTG-Lehre und Praxis z. B. betreffs des drakonischen Kontaktverbots betreffs exkommunizierter ehemaliger "Zeugen Jehovas", oder der tatsachenverdrehenden Behauptung, jeder "Zeuge Jehovas" brauche "nur so viel 'Predigtdienst" zu verrichten, wie er möchte", siehe "Predigtdienststunden".

      Ebenfalls aufschlussreich sind die Spezifikationen gemäß dem "Cult Awareness and Information Centre (CAIC)", die voll und ganz auf die WTG/auf "Jehovas Zeugen" zutreffen:

      □ Gedankenkontrolle (thought reform): Beeinflussung des Verhaltens, Denkens und der Gefühlsmuster durch vorsätzliche, unethische und zwangausübende Mittel. Unabhängiges Denken und freier Zugang zu Information wird zwecks besserer Kontrolle des Individuums unterdrückt. Somit wird z. B. einer Kenntnisnahme gruppenkritischen Materials seitens der Gläubigen ein Riegel vorgeschoben.

      □ Charismatische Führung: Unkritischer Gehorsam und Unterwerfung unter die behauptete Autorität, göttliche Sendung und Erleuchtung eines zentralen Führers oder einer Gruppe von Führern, die einen solch unbedingten Gehorsam als individuellen Glaubensbeweis fordern. Der Gläubige vertraut darauf, dass die ihm übergeordnete(n) Person(en) in näherer Berührung mit Gott steht (stehen) als er selbst.
      □ Irreführung: Willkürliche Anwendung von Unaufrichtigkeit, Unwahrheit und fragwürdigen Behauptungen seitens der Gruppe, sowohl i. V. mit der Indoktrination neuer Mitglieder als auch ihres Umgangs mit kritischen Außenseitern. Weite Teile des von der Gruppe verfassten Schrifttums zeichnet sich durch irreführende und (der Gruppe unangenehme Sachverhalte) beschönigende Behauptungen aus.

      □ Einzigartigkeitsdenken/Euphorie/elitäres Denken: Nur durch engen Kontakt mit der Gruppe gibt es für "echte Nachfolger" Segnungen und Wohltaten, die für Außenseiter unerreichbar sind, wie z. B. Privilegien, geistliche Erhebung, Erfüllung und endgültige Errettung. Ein Beispiel hierfür ist je nach Stellung in der Gruppenhierarchie gestaffelter Zugang zu Ämtern, "tieferem Wissen" oder Sonderinformation.

      □ Erschöpfung durch Arbeitseinsatz: Das Konzept, dass viele Arbeitsstunden in Missionierung und hoher Einsatz in der Gemeinde eine Möglichkeit des Beweisens echten Glaubens ist sowie eine Methode, den Sinn des Individuums unter strenger Kontrolle zu halten.

      □ Ausbeutung: Dies umfasst ein weites Feld, anfangend vom Zwang, einen großen Teil des persönlichen Einkommens oder Vermögens der Gruppe zukommen zu lassen bis hin zum Triggern von Angst und Schuldgefühlen, sowie dem Anwenden emotionaler Manipulation zum Kontrollerhalt. Die Drohung des Ausschlusses von der Gruppe ist ein besonders machtvolles Kontrollinstrument.

      □ Schwarzweiß-/Schablonendenken: Eine "Wir-gegen-die"-Haltung gegenüber der Außenwelt, die darauf abzielt, die Identität, Ziele und Wohlfahrt der Gruppe auf Kosten des Individuums aufzuwertend und zu steigern. Es gibt nur die Guten ("Wir") und die Bösen ("Alle anderen").

      □ Ständige Wiederholung: Die gleichen Glaubensgrundsätze und Handlungsanweisungen werden immer und immer wieder repetiert: Ihr müsst dieses tun – ihr müsst jenes tun – ihr müsst gehorchen – ihr müsst fleißig sein – wir sind die einzig Wahren – bald kommt der Weltuntergang usw. Anlässlich von Gemeindetreffen flüstern Eltern ihren Kindern oft ins Ohr, was sie vor der Gemeinde sagen sollen. In Gebeten wird Gott für den oder die Führer der Gruppe gedankt, oder für etwas, das nur innerhalb der Gruppe zu finden ist.

      □ Perfektionismus: Das Streben nach absoluter Reinheit, moralischer Untadeligkeit und strahlender Vorbildlichkeit, was eines der problematischsten und für den Einzelnen belastendsten Merkmale der Zugehörigkeit zu totalitären Gruppen darstellt.

      All diese Merkmale dienen einem zentralen Ziel: Totalidentifikation des Individuums mit der Gruppe und ihren Lehren und Zielen bei gleichzeitigem Ausschalten gruppenunabhängigen Denkens. "Trifft man auf eine Gruppe herzlicher und freundlicher Menschen, die alle Antworten auf die großen Fragen der Menschheit parat haben und die behaupten, für Gott zu sprechen, dann fühlt sich das zuerst einmal sehr gut an. Man glaubt, 'nach Hause' gefunden zu haben. Man hat 'Die Wahrheit' gefunden, ohne sich sonderlich darum bemüht zu haben."

      Dann gibt es da noch die "Merkmale narzisstischer Persönlichkeitsstörung in Anwendung auf die WTG" nach den Kriterien des diagnostischen und statistischen Leitfadens psychischer Störungen (DSM; siehe www.dsm5.org), gemäß welchen die WTG – sowohl als Organisation, als auch durch einzelne ihrer Hierarchiefunktionäre – die Kriterien für eine "Narzisstische Persönlichkeitsstörung" erfüllt. Damit das hier nicht zu lang wird, verweise ich aufs Glossar, Eintrag "Organisation, die".

      Gruß,

      M.N.

  5. RoKo

    Ihr Lieben. Die zusammengetragenen Fakten vom Verfasser sind super vorgetragen. Ich möchte mich auch gern beteiligen und habe noch einmal paar Infos zusammengetragen, so schreibe ich erst heute. Wird etwas mehr, entschuldigt.

    Meinem Gefühl nach bzw. meines Glaubens, hat der t.u.v.S. auf dem geplanten Weg zur Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts das leidige Thema Zivildienstverweigerung als Bauernopfer von langer Hand geplant und benutzt, um seine künftigen Interessen gegenüber dem Staat als rechtstreu verkaufen zu können und den Körperschaftsstatus zu erlangen. Nur darum hat er die bis dahin strenge Haltung aufgeweicht, wie man früher gegen die Brüder in ihrer zugestandenen Gewissensentscheidung genötigt hat. Das blieb sicher dem Rechtsstaat nicht verborgen. Darum hat der Sklave diesen Fakt als Kuhhandel mit Cäsar eingefädelt. Wäre dafür die Zulassung eines Weihnachtsbaumes vonnöten gewesen, dann hätte der Sklave auch das freigegeben. Man frage sich mit aller christlichem Verständnis einmal eindringlich nach dem Warum?

    Man überlege einmal, was der Sklave von dem Wort Gewissensentscheidung hält? Eigentlich nichts. Einem Verkündiger wird eine persönliche Angelegenheit als Gewissensentscheidung überlassen, und je nachdem wie dieser nach gründlicher Prüfung zur Sache steht, erfolgt danach vom Sklaven eine Maßnahme. Entweder eine positive oder eine Sanktion, nicht nur beim Zivildienst auch in vielen anderen Lebensbereichen. Hier im Fall ein Ausschluss. Das ist doch Nötigung in Definition des StGB.

    §240 StGB
    Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt...

    Es gibt viele Brüder die sodann ein Rechtskomitee ertragen mussten, weil ihr Gewissen eine Sache zuließ die andere infolge ihres Gewissens ablehnen. Hallo? Es steht doch im Handlungsbereich des persönlichen Gewissens? Gerade das ist doch das eigene Gewissen, was sonst? Und wenn es so ist, dann darf es ohnehin keine Sanktion geben. Dirigiert der Sklave hier die Köpfe mit unlauteren Mitteln?

    Zum Thema Gewissen gibt es in den Publikationen der ZJ viele Abhandlungen. Eine Position vom Wachtturm vom 15. August 1998 (S.17):

    7) War es von Seiten Jehovas ungerecht, zuzulassen, daß jemand leiden mußte, weil er etwas ablehnte, was er heute ohne weiteres tun könnte? Die meisten, denen es so ergangen ist, sehen das anders. Sie freuen sich vielmehr, daß sie Gelegenheit hatten, öffentlich und eindeutig ihre Entschlossenheit zu beweisen, in der Streitfrage der universellen Souveränität festzubleiben. (Vergleiche Hiob 27:5.) Aus welchem Grund sollten sie es bedauern, ihrem Gewissen gefolgt zu sein und unerschütterlich für Jehova Stellung bezogen zu haben? Durch das loyale Festhalten an christlichen Grundsätzen, wie sie sie verstanden, oder dadurch, daß sie der Stimme des Gewissens folgten, erwiesen sie sich der Freundschaft Jehovas als würdig. Es ist gewiß vernünftig, eine Handlungsweise zu vermeiden, die das (eingefügt [eigene]) Gewissen belasten oder andere womöglich zum Straucheln bringen würde.

    ...zugegeben, sehr geschwollen die Rede. Die Menge der Publikationen der WTG enthält viele Inhalte zu Gewissen und Gewissensgründe, u.a. in
    w95 1. 10. S. 19-24 - Der Wachtturm 1995
    dx45-85 - Index 1945-1985
    g78 8. 6. S. 5-8 - Erwachet! 1978
    yb73 S. 33-87 - Jahrbuch 1973
    yb95 S. 66-115 - Jahrbuch 1995
    w75 1. 7. S. 406-412 - Der Wachtturm 1975
    w75 1. 7. S. 400-406 - Der Wachtturm 1975
    w82 15. 10. S. 22-27 - Der Wachtturm 1982
    w73 15. 1. S. 44-53 - Der Wachtturm 1973
    und viele mehr

    Ein toller Aktikel zum Gewissen den ich posten möchte w73 15. 1. S. 44-53 - Der Wachtturm 1973!!!

    9. Welches Problem entstand in Verbindung mit dem Essen von Fleisch?

    9 Paulus führt als Beispiel das Essen von Fleisch an. In jenen Tagen wurden die Schlachttiere oder das Fleisch, das auf den Märkten verkauft wurde, vorher oft Götzen dargebracht, um es für die Anbeter, die es aßen, gewissermaßen zu heiligen. Selbstverständlich hatte dies keinen Einfluß auf das Fleisch. Ein Götze war in Wirklichkeit nichts. Doch die, die von der richtigen Ansicht nicht völlig überzeugt waren, hatten Gewissensbisse, wenn sie solches Fleisch aßen, weil sie befürchteten, es könnte mit diesem heidnischen Ritus verbunden gewesen sein (1. Kor. 8:4-7). Daher schrieb der Apostel weiter:
    „Der eine hat den Glauben, alles [jede Speise, auch Fleisch, das auf dem Markt gekauft wurde] essen zu können, der Schwache aber ißt vegetarische Kost [um nicht etwa unwissentlich Fleisch zu essen, das in seinen Augen durch heidnische Bräuche „verunreinigt“ gewesen wäre]“ (Röm. 14:2).

    10. Sollten Personen, die eine andere persönliche Ansicht haben als die Mehrheit der Versammlung, veranlaßt werden, ihre Ansicht zu ändern, damit alle „in demselben Sinn und in demselben Gedankengang fest vereint“ seien?

    10 Was nun? Sollte dieser Mensch, der nur vegetarische Kost aß, nicht veranlaßt werden, seine Ansicht zu ändern, bevor er als ein mündiger Christ angesehen wurde? Einige mögen auf den Grundsatz hingewiesen haben, daß ‘alle übereinstimmend reden und keine Spaltungen unter ihnen sein sollten, sondern daß sie alle in demselben Sinn und in demselben Gedankengang fest vereint sein sollten’ (1. Kor. 1:10). Doch mit dieser Einheit war nicht gemeint, daß alle die gleiche Meinung oder die gleiche Ansicht haben müßten, wenn es um persönliche Entscheidungen oder um Gewissensfragen ging. Sie sollten alle vereint Christus nachfolgen, nicht Menschen (1. Kor. 1:11-13).

    11. Wie betrachteten viele Glieder der Versammlung einander in Gewissensfragen?

    11 Einige Judenchristen, die die Sache richtig verstanden hatten, sowie die meisten Heidenchristen in der Versammlung, die ja nicht an die mosaischen Vorschriften gewöhnt waren, neigten dazu, verächtlich auf die Ängstlichen herabzublicken und sie als töricht, eigensinnig oder gar fanatisch zu betrachten, während die Ängstlichen die anderen richteten, indem sie dachten, diese würden in Gottes Augen falsch handeln und über die Schranken ihrer Freiheit hinausgehen. Daher wies der Apostel beide zurecht mit den Worten:
    „Der Essende blicke nicht auf den Nichtessenden herab, und der Nichtessende richte den nicht, der ißt, denn Gott hat diesen willkommen geheißen. Wer bist du, daß du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. In der Tat, er wird zum Stehen veranlaßt werden, denn Jehova kann veranlassen, daß er steht“ (Röm. 14:3, 4).

    12. Warum müssen wir Christen, die in persönlichen Angelegenheiten anders eingestellt sein mögen als wir, völlig akzeptieren?

    12 Wer sind wir denn, daß wir einen Menschen kritisieren, den Gott angenommen hat, indem er ihn willkommen geheißen und ihm seinen Geist verliehen hat, obwohl der Betreffende vielleicht noch einige unnötige Gewissensbedenken oder engstirnig anmutende Ansichten oder vielleicht ein etwas weiteres Gewissen hat als andere? Wir alle müssen unserem Herrn Rechenschaft ablegen. Wir haben genügend eigene Probleme, Fehler und Mängel, so daß wir uns nicht in die Angelegenheiten anderer einmischen sollten. Niemand hat das Recht, einem Knecht oder Angestellten eines anderen vorzuschreiben, wie er diesem dienen oder wie er für ihn arbeiten sollte, und das trifft auf einen Diener Gottes erst recht zu. Gott ist der Richter seines Dieners. Ja, Jehova wird „veranlassen, daß er steht“.

    13. Warum kann mit Recht gesagt werden, Gott werde veranlassen, daß sein Diener steht?

    13 Damit wollte Paulus nicht sagen, daß Gott seinen Diener in allem, was er tut, unterstützt — jedenfalls nicht, wenn er ein Unrecht begeht. Aber selbst wenn ein Christ eine Gewissenseinstellung hat, die von anderen kritisiert und sogar als schlechter Zug betrachtet werden mag, wird Gott einen solchen nicht verurteilen, sondern sich freuen, wenn dieser nach seinem Gewissen handelt. Sofern Gott es für richtig hält, wird er zu seiner Zeit das Gewissen seines Dieners so beeinflussen, daß dieser zu einer reiferen Einstellung gelangt. Doch kein Christ sollte es wagen, einem anderen sein Gewissen aufzuzwingen. Würde er dies tun, so könnte er den Betreffenden in Schwierigkeiten bringen oder dessen Glauben erschüttern. Darum würde er, wie Jakobus sagt, ein „schwereres Gericht empfangen“ oder in einem gewissen Grad verurteilt werden (Jak. 3:1).

    Man kann aus diesem Licht (wohlgemerkt aus dem Jahr 1973!) betrachtet den Inhalt des WT 1996 als unnütz und unnötig einstufen, allenfalls als Wiederholung alter Themen. Weil jede Entscheidung ohnehin dem eigenem Gewissen des jeweiligen Verkündigers unterliegt. Also warum explizit die Freigabe des Zivildienstes?

    Brief an alle Ältestenschaften vom 18. März 1996, Ankündigung zum WT 01.05.1996
    http://www.manfred-gebhard.de/Zivildienst.jpg

    Gesamter WT 01.05.1996: https://wol.jw.org/de/wol/lv/r10/lp-x/0/25718

    Überschrift: Cäsars Dinge Cäsar zurückzahlen
    Studienartikel https://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1996332

    20. Welche Fragen und welche biblischen Grundsätze helfen einem Christen, die Angelegenheit eines zivilen Dienstes zu durchdenken?

    20 Bei ihren Nachforschungen müssen jene Christen eine Reihe biblischer Grundsätze im Sinn behalten. Paulus sagte, daß Christen ‘Regierungen und Gewalten als Herrschern gehorsam, bereit für jedes gute Werk und vernünftig sein müssen, indem sie allen Menschen gegenüber alle Milde an den Tag legen’ (Titus 3:1, 2). Gleichzeitig wäre es für diese Christen angebracht, sich über die vorgesehene zivile Tätigkeit zu informieren. Könnte jemand, der sie annimmt, die christliche Neutralität bewahren? (Micha 4:3, 5; Johannes 17:16). Hat sie irgend etwas mit der falschen Religion zu tun? (Offenbarung 18:4, 20, 21). Wird man durch die Tätigkeit möglicherweise daran gehindert oder ungebührlich darin eingeschränkt, seinen christlichen Verpflichtungen nachzukommen? (Matthäus 24:14; Hebräer 10:24, 25). Oder könnte man weiterhin in geistiger Hinsicht Fortschritte machen, vielleicht sogar im Vollzeitdienst stehen, während man den geforderten Dienst leistet? (Hebräer 6:11, 12).

    21. Wie sollte die Versammlung einen Bruder ungeachtet seiner Entscheidung in bezug auf einen zivilen Dienst betrachten?

    21 Was wäre, wenn die ehrliche Beantwortung dieser Fragen einen Christen zu dem Schluß kommen ließe, der zivile Dienst sei ein ‘gutes Werk’, etwas, was er im Gehorsam gegenüber der Obrigkeit ausführen kann? Das wäre seine Entscheidung vor Jehova. Die ernannten Ältesten sollten, wie alle anderen auch, das Gewissen des Bruders voll und ganz respektieren und ihn weiterhin als Christen betrachten, der in gutem Ruf steht. Sollte ein Christ dagegen das Empfinden haben, diesen zivilen Dienst nicht leisten zu können, sollte auch seine Haltung respektiert werden. Dadurch ändert sich nichts an seinem guten Ruf, und er sollte liebevolle Unterstützung erhalten (1. Korinther 10:29; 2. Korinther 1:24; 1. Petrus 3:16).

    Weil ich Anfangs der 90er Jahre selbst als Mann im wehr- und zivildienstfähigem Alter mit der Angelegenheit betroffen war, prüfte ich natürlich die damalig vorherrschenden Gegebenheiten zu meiner Zeit intensiv, und ich muss aus meiner Sicht und meinem Gewissen sagen, in Deutschland hätte nie und nimmer ein Bruder Zivildienst machen können, auch wenn der WT 1996 dies weltweit nunmehr dem eigenem Gewissen „frei“ gab. Aus folgendem Grund.

    Die Angelegenheiten werden in zwei Zustandsituationen untergliedert.
    - Zustand im Frieden
    - Zustand im Verteidigungsfall

    Was im Frieden möglich ist und im ZDG geregelt, unterscheidet sich im Verteidigungsfall vehement. Die Gesetzlichkeiten der BRD regeln dies sehr deutlich, auch heute noch, auch wenn die Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht aktuell Bestand hat.

    Die Wehrdienstverweigerung in Deutschland führte in Friedenszeiten zur Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer. Damit unterstand man sodann der Zivildienstüberwachung. Man hatte die Pflicht, einen Zivildienst abzuleisten. In Friedenszeiten war dies möglich.

    Im Ausnahmezustand aber, wenn der Bundespräsident den Verteidigungsfall ausrufen sollte, existierte die Regelung, dass sofort, alle, auch jene Männer die Zivildienst abgeleistet haben, den Einberufungsbefehl zur Wehr erhalten. Der Begriff Zivildienst mit meinen Worten erklärt, existiert dann nicht sondern unterliegt dann dem Wehrdienst. Und dem stimmt man als Mann mit Annahme des Zivildienst´s zu. Wissen viele Brüder nicht, weil das auch nicht im WT stand. Dazu muss man nicht nur den WT lesen, sondern auch die Gesetze Cäsar´s: Grundgesetz, Wehrpflichtgesetz, Kriegsdienstverweigerungsgesetz, Zivildienstgesetz.

    ZDG § 79 Vorschriften für den Spannungs- oder Verteidigungsfall

    Im Spannungs- oder Verteidigungsfall gelten die folgenden besonderen Vorschriften:
    1.   § 4 Absatz 1 Nummer 7 des Wehrpflichtgesetzes gilt entsprechend.
    2.   § 43 Absatz 1 Nummer 1 ist nicht anzuwenden. (Wehrpflicht im Ausland, weggefallen)
    3.   Wehrpflichtige, die ihre Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer beantragt haben, können zum Zivildienst einberufen werden, bevor über den Anerkennungsantrag entschieden ist.
    4.   Zurückstellungen nach § 11 Abs. 2, 4, 5 und 6 aus der Zeit vor Eintritt des Spannungs- oder Verteidigungsfalles treten außer Kraft; nach § 14a Abs. 1 und 2, § 14b Abs. 1 und § 14c Abs. 1 bisher nicht zum Zivildienst herangezogene Dienstpflichtige können einberufen werden. Zurückstellungen nach § 11 Abs. 2 und 5 finden nicht statt. Zurückstellungen nach § 11 Abs. 4 sind zulässig, wenn die Heranziehung zum Zivildienst im Spannungs- oder Verteidigungsfall eine unzumutbare Härte bedeuten würde.
    5.   In den Fällen des § 19 Abs. 4 bedarf es der Anhörung nicht.
    6.   § 15a Abs. 1 findet Anwendung, wenn der anerkannte Kriegsdienstverweigerer, der aus Gewissensgründen gehindert ist, Zivildienst zu leisten, binnen vier Wochen nach Eintritt des Spannungs- oder Verteidigungsfalles nachweist, dass er in einem Arbeitsverhältnis mit üblicher Arbeitszeit in einem Krankenhaus oder einer anderen Einrichtung zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen tätig ist. § 15a Abs. 2 findet keine Anwendung.

    ähnliche Vorschriften im WPfG §48 Vorschriften im Bereitschaft-, Spannungs- und Verteidigungsfall

    Nach ZDG § 79 Abs. 1 Nr. 1 wird eine solche männliche Person zur Wehr einberufen, Ausnahme §15a ZDG mit neuer 4 Wochen Frist oder eine unzumutbare Härte.

    Aber! ZDG § 79 Abs. 1 Nr. 3 wie auch WPfG §48 Abs. 2 Nr. 2 sagte aus, dass Kriegsdienstverweigerer eingezogen werden, bevor über den Anerkennungsantrag entschieden worden ist!!! Steht das im Wachturm? Das meine lieben Brüder sollen mal die Zivis machen... Da kommt die Militärpolizei und holt den Bruder von zuhause ab, so schnell kann er gar nicht gucken. Da fragt auch niemand, ob Ältester XY da etwas dagegen hat und was nunmehr unter den neuen Umständen das Gewissen des Verkünders sagt. Jener Bruder hätte dies vorab regeln können, so hat er dem zugestimmt und den Zivildienst akzeptiert. Meine Meinung.

    Der WT 1996 und die wundersame abrupt wechselnde Bereitschaft der Brüder zu 99% fortan alle Zivildienst zu leisten, was vor dem WT problematisch war und ein Rechtskomitee nach sich gezogen hätte, kann m.E. nicht mit einem Gewissen desjenigen abgehandelt werden. Es ist wie so oft hier auf BI die thematisierte Fernsteuerung der Köpfen des Verkündigers durch die Leitende Körperschaft nur den WT zu lesen und keine andere Schrift, nicht einmal das Gesetz.

    Die WTG beherrscht es immer wieder neu und sehr geschickt, die Verkündiger entsprechend zu steuern, fern ab jeder biblischen Realität, mehr noch, ihre eigenen Interessen über alles zu stellen. Und das finde ich bedauerlich. Ist aber ein Kennzeichen unserer Zeit und offenbart mir, dass JW.org vom biblischen Glauben weit weg ist.

    Mir ist ein Bruder bekannt, der nach! dem WT 1996 weiterhin an seinem Glauben und Gewissen festhielt, ein Totalverweigerer war und wie in oben genannten Gründen den Zivildienst verweigerte und nicht zum Dienst antrat. Er erhielt sodann ein Gerichtsverfahren und eine Geldstrafe von 10.000 Mark, ersatzweise Haft. Und die Versammlung, die DAG, die Ältesten und seine Familie zeigten ihm den Vogel am Kopf. Du bist doch irre, es ist doch jetzt erlaubt… warum verweigerst du? Einzig seine Frau unterstützte ihm in seinem Gewissen, und das meine lieben Freunde, kennzeichnet doch die Indoktrin in diesem Verein. Die ZJ haben nichts verstanden, ganz und gar nichts.

    Interessanter Lesestoff http://www.manfred-gebhard.de/Zivildienst.htm

    Und die Erfahrung eines französischen Bruders http://www.pewid.ch/ZEU/jzfrance.html

    Ihr lieben. Alle die keinen Zivildienst geleistet haben, Kopf hoch. Seid nicht bedrückt es doch gedürft aber nicht beansprucht zu haben, denn die Gesetze Cäsars würden Euch im Falle eines Falls zur Wehr einberufen, eben auch die Zivis. Das darf man nie vergessen! LG RoKo

    1. Meereswoge

      Hallo RoKo, Danke für Deine Mühe,für mich rückblickend, persönlich sehr aufschlussreich!

      Als gut geschulte ZJ haben/hatten wir ein  "Massengewissen" und leider kein persönliches Gewissen, wie wir uns immer eingebildet haben. So wie ein Kommentarschreiber mal unterschied: biblisch geschultes Gewissen (welcher Lehrer schult uns?) und biblisch geübtes Gewissen (die Palette des Übens ist durch Gottes Wort sehr breit und sehr persönlich)

      Dir und allen Lesern wünsche ich noch einen schönen Sonntag, Meereswoge

  6. sarai

    Lieber Jens,

    danke für deine Buchempfehlung, habe unter der angegebenen url nachgesehen, leider ist es momentan nicht verfügbar, weder neu noch gebraucht, schade.

    Mein Bruder hat noch gar nicht daran gedacht - aber ich denke für ihn an nichts anderes 😉

    Lieber Gruß,

    Sarai

    1. Jens

      Hi Sarai,

      bei Amazon gibt es das Buch... Ich persönlich finde es sehr gut und hilfreich für alle, die Angehörige, Freunde etc.. helfen wollen, eine destruktive Gemeinschaft zu verlassen...Ich drücke dir die Daumen, dass dein Bruder den Absprung vielleicht schafft, auch mit deiner Hilfe und mit der Methode dieses Fachbuchs.. Beste Grüße Jens

      https://www.amazon.de/Freiheit-Geistes-Nahestehenden-kontrollierenden-befreien/dp/3000429948/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1526368250&sr=8-1&keywords=freiheit+des+geistes

      Zum Autor:

      Steven Hassan ist lizenzierter Berater für seelische Gesundheit und hat einen Masterabschluss des Cambridge College in beratender Psychologie. Er ist selbst ehemaliger Sektenangehöriger, der es sich seit 1976 zur Aufgabe gemacht hat, die Öffentlichkeit über Gedankenkontrolle und destruktive Kulte aufzuklären. Im Jahr 1988 schrieb er den von der Kritik gelobten Nr. 1-Bestseller „Ausbruch aus dem Bann der Sekten“, einen Leitfaden zum Schutz vor destruktiven Kulten und zur Rettung aus ihnen. „Freiheit des Geistes“ ist die aktualisierte Version seines zweiten Buches „Releasing the Bonds“ aus dem Jahr 2000. Steven Hassan ist in Hunderten von Fernseh- und Rundfunksendungen aufgetreten. Seine Website ist www.freedomofmind.com.

       

       

    2. ProJesus

      Liebe Sarai, als Alternative -- weil das andere vergriffen scheint -- kann ich dir von Herzen das Buch "Gefangene einer Idee -- die Anatomie einer Illusion" von Don Cameron empfehlen. Es ist ebenfalls über Amazon beziehbar und mir sehr geholfen. Näheres über den Inhalt ist dort zu finden. Es ist das Buch eines ZJ-Aussteigers, der sein ganzes Herzblut dafür aufgebracht hat, anderen zu helfen, wie sie dieser Organisation auf den Leim gegangen sind.

      Grüße

  7. Störtebeker

    Störti an Autor!
    Sehr gut erklärt und aufrichtig
    geschrieben. Das kann ich sagen, weil ich dich persönlich kenne. Und
    wie du weist, war bei mir der Ausstieg ähnlich. Nur zum Glück
    brauchte ich keine Psychopharmaka.
    Weshalb ich aber jetzt diesen Kommentar
    schreibe hat einen anderen Grund. Ich saß vorhin auf meiner Terrasse
    in der Sonne und habe Zeitung gelesen. In der Zeitung hatten sie eine
    Annonce in eigener Sache geschaltet: „Wir suchen Zusteller“.
    Jeder der mich kennt weis, dass ich absolut kein Frühaufsteher bin.
    Zum Glück muss ich dass auch nicht sein. Durch meine selbstständigen
    Tätigkeiten kann ich mir den Luxus erlauben jeden Tag so lange zu
    schlafen wie ich will. Also definitiv kein Job für mich!
    Aber, durch die Annonce kamen in mir
    Erinnerungen hoch. Und zwar an die Pionierdienstschule bei den
    Zeugens vor vielen Jahren. Ich lernte da ein älteres Ehepaar kennen,
    die ihren Pionierdienst mit Zeitungen austragen finanzierten. Er war
    Ältester bei uns im Kreis und er hielt Vorträge in den
    Versammlungen wie auch ich. Das heißt wir kannten uns schon vorher
    etwas, aber dann habe ich sie genauer kennengelernt.
    Nach der Pionierdienstschule (ich
    glaube wir haben die Schule sogar zweimal zusammen durchlaufen, ),
    habe ich die Beiden dann in ihre Stadt und Wohnung besucht. Es war
    ein herzensgutes älteres Ehepaar. Sie mochten einander wirklich und
    sie hielten fest zusammen.
    Ob sie überhaupt erwachsene Kinder
    hatten weis ich nicht. Auf jeden Fall verdienten sie ihren
    Lebensunterhalt mit Zeitungen austragen. Sie lebten in sehr
    bescheidenen Verhältnissen. Sie waren völlig überzeugte, wirklich
    gute Menschen, ohne irgendwelche Hintergedanken. Sie standen jeden
    Morgen um ca. 03.00 Uhr auf um ihren Lebensunterhalt zu verdienen um
    dann den Tag über den allgemeinen Pionierdienst durchzuführen und
    dann am Abend ihren Verpflichtungen in der Versammlung nachkommen zu
    können. Und um 03.00 standen sie dann wieder auf der Matte!
    Das ist mir so in den Sinn gekommen
    heute Abend. Ob sie noch leben weis ich nicht. Auf Grund ihres Alters
    glaube ich eher nicht.
    Der Grund, dass ich dass hier und jetzt
    überhaupt schreibe ist, dass ich absolut davon Überzeugt bin, dass
    solchen Menschen vor unserem Schöpfer und seines Sohnes gedacht
    wird.
    Auch wenn sie einer Lebenslüge erlegen
    sind und nicht in der Lage waren zu erkennen was in Joh. 17:3 Elb.
    geschrieben steht: „Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich,
    den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus,
    erkennen.“
    Es waren aufrichtige Menschen, die von
    anderen daran gehindert wurden die Wahrheit hinter der sogenannten
    „Wahrheit“ zu erkennen. Matth. 23:13 und Luk. 11:52.
    Nun, nach meinem Verständnis gehören
    sie sicher nicht zum Leib des Christus, weil den haben sie ja
    überhaupt nicht richtig erkannt (dachten er ist der Erzengel Michael
    u.s.w.). Deshalb werden sie auch nicht an der Ersten Auferstehung
    teilhaben können, eben weil sie den Christus nie als den annehmen
    konnten der er in Wirklichkeit ist, Joh. 1:11-13.
    Aber ich denke, sie werden genau das
    bekommen was sie sich ihr Leben lang erhofft haben, eine irdische
    Auferstehung, Apg. 24:15. Sie werden nach meinem dafürhalten zu den
    „Gerechten“ gehören die auferstehen werden.
    Das wollte ich nur mal an euch
    weitergeben weil es mir durch den Kopf ging.
    Und auch weil ich es nicht für richtig
    halte jeden und alles zu verurteilen. Wenn derjenige oder diejenige
    unter ihren spezifischen Umständen z. Z. noch nicht in der Lage sind
    etwas zu erkennen oder aber, wenn sie etwas erkannt haben, trotzdem
    noch nicht in der Lage sind „Front zu machen“, dann sollte Matth. 7:1,2 greifen.
     Herzlichst euer Störti

    1. Nachdenker an Autor

      Nachdenker an Autor,
      Ein super Komnentar. Praktische Lebens, ja Überlebenshilfe. Mögen deine Erfahrungen und Ratschläge möglichst vielen weiter helfen.

      Super wichtig ist, das man vor seinem endgültigem und offiziellen Austritt anfängt ein zweites Leben außerhalb der Organisation aufzubauen. Neue Freunde, neue Kontakte, vielleicht ein Verein. Wenn möglich seine Angehörigen etwas vorzubereiten.

      Hört sich alles easy an, aber wenn's denn soweit ist, fällt man nicht in das besagte tiefe Loch, wird vielleicht aufgefangen, getröstet und ein wenig abgelenkt. So hat's wenigstens bei uns supi geklappt.

      PS: Manchmal helfen uns auch einfach ein paar praktische Lebenserfahrungen und Ratschläge weiter, die man vielleicht selber schrittweise nachvollziehen kann. Ist oft besser als sich bei einigen biblischen Dingen immer im Kreise zu drehen.

      Grüße

      Nachdenker

       

    2. Stachelbeere @ Störti

      Hallo lieber Störti,

      Wollt mich nur Mal kurz für deinen Kommentar bedanken, ganz toll!

      Du schriebst:

      ... dass ich absolut davon Überzeugt bin, dasssolchen Menschen vor unserem Schöpfer und seines Sohnes gedachtwird.Auch wenn sie einer Lebenslüge erlegen sind.

      Ich sehe das ganz genauso. Es gibt diese aufrichtigen, von ganzem Herzen (gut)gläubigen Menschen in den Versammlungen. Hilfsbereit, freundlich, mitfühlend. Gerade Ältere, die vielleicht auch schon hineingeboren sind, von Anfang an fehlgeleitet wurden, aber ihr Herz für Gott und Jesus schlägt, es am rechten Fleck haben. Sie hatten vielleicht nie die Möglichkeit sich so zu informieren, wie wir heute und sind nun einfach für die moderne Technik zu alt. Unsere beiden Höchsten schauen in die Herzen, das können wir alle nicht, und so sehen sie bei jedem das vorhandene Gute, den aufrichtigen Glauben. Wir können uns auf des gerechte Urteil der beiden verlassen ohne selbst über andere zu urteilen.

      GlG von der Stachelbeere

    3. Flocki

      Lieber Störtebeker, lieber Autor,

      herzlichen Dank für den Artikel und den Kommentar.

      Auch ich kenne das vom Autor Beschriebene und sehe das als echte Ermunterung.

      Und lieber Störtebeker, ich danke auch Dir für Deinen Kommentar, den ich genauso unterschreiben kann und möchte. Genau das Selbe habe ich auch erlebt und denke auch, dass solche Lieben zu den Gerechten gezählt werden können.

      Nochmals herzlichen Dank und Hut ab vor dem Artikel und dem Kommentar 🙂👍🏻

  8. Birgit

    Warum ich in KEINE Versammlung mehr gehen werde...
    1. Korinther 10, 21 (Schlachter 2000):
    Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen!
    Ich möchte nicht mehr,das man mich mit dieser Organisation in irgendeiner Weise in Verbindung bringt.Gotteslästerung.Götzendienst,Kinderopfer,2 Zeugen Regel ect.
    Verbot von Menschenblut,beruhend auf einem alten mosaischem Speisegesetz,das Jesus Christus aufhob.Dazu der ganze Kindesmißbrauch....hierzu ein Link, mit einem schönen Liedchen,mit der Bitte um vorherige Überpfüfung von euch lieben.
    https://www.youtube.com/watch?v=70qbasETxxc&feature=youtu.be

    Alles Liebe

    Birgit

    1. @ Birgit

      https://www.jw.org/de/aktuelle-meldungen/rechtlich/fuer-juristen/informationen-zum-herunterladen/information-biblische-standpunkt-zeugen-jehovas-schutz-von-kindern/

      Missbrauch von Kindern befürwortet doch keiner!

      Problem wird wohl nur sein, immer was konkretes nachzuweisen... =(?)

      Es gab auch Fälle, wo gewisse Anklagen nicht immer so stimmten.  In den USA ist das oft lukrativ ...

      Gruß

      1. Birgit

        Birgi@Jurek

        Was jw.würg schreibt,behauptet oder verdreht ist mir nach 40!!! Jahren wurscht.

        Und...es ist auf der ganzen Welt bekannt,das alles Jahrzehntelang vertuscht und verheimlicht wird.Am eigenen Leib habe ich das erlebt.Jetzt´,wo alles ans Licht kommt,versuchen  sie wiedermal,alles zu verdrehen und machen auf Verfolgte.4000 Dollar pro Tag zahlt diese jämmerliche Org. täglich an Strafe,weil sie NICHTS offenlegen wollen,verweigern Auskunft vor ordentlichen Gerichten.Weil sie es NICHT offenlegen,unterstützen und befürwortet diese Gang den Mißbrauch an Kindern weiterhin.Das schlimme daran ist noch...man darf das alles nicht kritisieren...?Würg...

        Jesus Christus wird sie richten,gemäß ihren Taten und es ist voll im Gange.

        Liebe Grüße

        Birgit

        1.  
          Hallo Birgit,
           
          also
           

          4000 Dollar pro Tag zahlt diese jämmerliche Org. täglich an Strafe,weil sie NICHTS offenlegen wollen,verweigern Auskunft vor ordentlichen Gerichten.Weil sie es NICHT offenlegen,unterstützen und befürwortet diese Gang den Mißbrauch an Kindern weiterhin.Das schlimme daran ist noch...man darf das alles nicht kritisieren...?Würg...

          Wau! Immer noch? = Quelle bitte zur "4000 USD pro Tag".
           
          Kann sich eine nicht direkt auf Kommerzielles Geschäft aufgebaute Institution das (pro TAG!?) wie lange noch leisten, bis sie irgend mal wann finanziell ruiniert ist?
           
          Sind nicht die Täter denen man was wirklich nachweisen konnte (…) schon bestraft?
           
          (Sorry, ich bin da nicht über alles informiert, da die JW.ORG nicht gerade meine ganze Aufmerksamkeit hat, d. h. auch, ich lese hier eher wenig als viel).
           
          Gruß

          1. FDS

            Hallo Jurek

            4000 Dollar

            https://www.oliverwolschke.de/berufungsgericht-entscheidet-gegen-den-einspruch-der-wachtturm-gesellschaft/

            Klage beigelegt

            https://www.oliverwolschke.de/klagen-gegen-die-wachtturm-gesellschaft-in-kalifornien-durch-vergleiche-beigelegt/

             

             

          2. Tinko00

            Hallo Jurek, zu

            Wau! Immer noch? = Quelle bitte zur "4000 USD pro Tag".
             
            Kann sich eine nicht direkt auf Kommerzielles Geschäft aufgebaute Institution das (pro TAG!?) wie lange noch leisten, bis sie irgend mal wann finanziell ruiniert ist?

            Ja, das dachte ich auch erst. Mein "Adam Ries" geeichter Taschenrechner bringts auf Punkt und Zahl. Aber so übern Daumen weg kann man von 1,5 Mio. im Jahr sprechen. Monatlich machts  dann 120.000.

            Tja, dachte ich dann, in anbetracht der einigen hundert Mio. an Einnahmen aus Imobilienverkäufen der letzteren Jahre, muten die 4.000 USD pro Tag für die WTG wie Pinaz an. So isses leider.

            Infos zu konkreten Täterverurteilungen wären auch für mich von Interesse.

            Lieb Grüß

            Tinko

             

            1. Boas

              4.000 $ pro Tag.

              Meines Wissens haben sie diesen Deal selbst vorgeschlagen, bis sie die Unterlagen gefunden haben. Nachdem der Richter ihrem Deal zugesprochen hat, haben sie das Gericht verklagt, weil so etwas doch nicht statthaft sei. In der darauf folgenden Verhandlung gaben sie als Kläger zwei Dinge zum Besten. Erstens wäre der Geld-Deal, um den sie den Richter gebeten hätten ungesetzmäßig. Und zweitens hätten sie den Bericht nicht. Und gleichzeitig die Aussage, es würde Jahre dauern, um die Unterlagen zu suchen und zu finden. Würden aber trotzdem wahrscheinlich unauffindbar bleiben.

              Das Berufungsgericht fühlte sich veräppelt. Entweder haben sie die Unterlage nicht. Oder sie brauchen Jahre um sie zu finden. Da kann nur eines stimmen.

              Meines Wissens wurde die Sache gegen eine einmalige Zahlung einer gewissen Summe eingestellt...

              1.  
                Vielen Dank an alle Beteiligten für eure Mühe mir Quellen zu den 4.000,-- USD Strafe pro Tag zu zeigen.
                 
                Wo ich noch nicht so ganz klar das sah war die Frage, ob die JW.ORG dieses Geld wirklich zahlt oder noch darüber prozessierte.
                 
                Zum Schluss des einen Links hieß es ja:
                 

                Das Berufungsgericht hat den Einspruch abgelehnt. Daher muss die WTG der Zahlung von mittlerweile rund 2 Millionen US-Dollar nachkommen. Inwieweit sie der Forderung des Gerichts entsprechen, bleibt abzuwarten.

                 
                Boas (was RoKo bestätigt) bringt wohl das Ganze auf den Punkt:
                 

                Meines Wissens wurde die Sache gegen eine einmalige Zahlung einer gewissen Summe eingestellt...

                 
                Also nix da mit 4000 USD pro Tag!
                 
                Vielleicht sollte man das mal allgemein so auch annehmen, und nicht das Gerücht weiter tragen von 4000 USD pro Tag?

                 
                Grüße!
                 

            2. RoKo

              Selbe Rechnung hatte ich auch schon, gleiche Zahlen 😉

              Ich habe mich infolge neuer Infos korrigiert, es gab zw. den Parteien eine Einigung und Stillschweigen über die Höhe der Entschädigung #comment-33038

              LG RoKo

        2. Johnny

          Ich hoffe, es gibt mal eine Großrazzia in Selters, bei der alle Festplatten im Keller  und sonstwo sichergestellt werden. Es kann nicht sein, dass Verbrechen unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit vertuscht werden.

  9. Johnny

    Mit Schrecken erinnere ich mich daran, wie viele ZJ heimlich Psychopharmaka nehmen, weil sie den Druck der Sekte nicht aushalten. Schuld ist laut org natürlich nicht die Sekte, sondern „der zunehmende Druck der bösen Welt Satans“. Wie immer entpuppen sich ZJ als Weltmeister im „anderen die Schuld Zuweisen“. Das kennt man schon lange.

  10. Ulla

    O wie schade, dass die Versammlung schon aus ist! Oh wie lustig war es doch! Soviel Wein und Licht auf einmal verschleudert!

    Bitte bitte weiter leeren!!!

    Ulla lachmichkaputt

    1. Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ an Ulla

      Ulla, du meintest: O wie schade, dass die Versammlung schon aus ist! Oh wie lustig war es doch!

      Das Fragewort "Fortsetzung!?" regte zu einer solchen an. Die Muttertags-Satire  an die ORG-Mutter, konnte die Zensur leider nicht überwinden.

      Es bleibt scheinbar nur das Vergnügen der Feuerwehr: "Löschen macht Spaß!"

      😉 🙂 😉

      1. peetha

        @ Ihr mir Lieben: hat jemand nähere Infos über das am Samstag den12.5 per live streaming aus Selters in die Säle der ORG übertragene Kollektivimpfen der Herde Walkwill‘s? Besten dank

  11. ProJesus

    Vielen herzlichen Dank, der Bericht war sehr gut nachvollziehbar und entspricht den Tatsachen. --

    Hat man einmal geprüft und erkannt, dass die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas eben nicht "die Wahrheit" hat und schon gar nicht "in der Wahrheit" ist, fällt es einem relativ leicht, diese Organisation zu verlassen. Hat man dann noch persönliche Erfahrungen (z.B. schriftlicher Art) mit ihrer Leitung machen können und einen scharfen Blick hinter die künstliche Fassade geworfen, weiß man 100%ig, dass Jehovas Zeugen letztlich doch nur eine Sekte wie jede andere sind -- besser gesagt: ein ausgesprochen gefährliche.

    Wie dankbar und glücklich können alle sein, die von unserem himmlischen Vater zu Christus gezogen worden sind und nun auf sicherem Grund stehen und ihre Liebe verspüren! Ich bin fest davon überzeugt, dass sie noch weiteren Aufrichtigen helfen werden. Und auch wir alle können auf die eine oder andere Weise unseren Teil dazu beitragen -- nur Mut!

  12. sarai

    Danke für diesen fundierten Aussteigerbericht, ich werde ihn mitsamt den dazugehörigen PDFs ausdrucken und meinem noch aktivem Bruder zusenden.

    Lieber Gruß an alle,

    Sarai

     

    1. Jens

      Hallo Sarai,

      das hört sich so an, als hätte dein Bruder schon mit dem Gedanken gespielt auszusteigen.

      Ich kann dieses Arbeitsbuch (Freiheit des Geistes) empfehlen, dass hilft wie man anderen helfen kann, den Ausstieg zu schaffen. Dieses Buch bezieht sich auf alle destruktiven Kulte und Gemeinschaften (kein ANTI-ZJ Buch  etc...) und ist ungemein informativ....

      https://www.zvab.com/9783000429941/Freiheit-Geistes-Nahestehenden-helfen-kontrollierenden-3000429948/plp

      Grüße

       

       

       

  13. Supi

    Sehr gut und sehr richtig, was du geschrieben hast.

    Als mir als Dienstamtgehilfe auch immer mehr Ungereimtheiten auffielen, war der Fall nicht mehr aufzuhalten.

    Und ich bin tief gefallen.

    Ich habe genau wie du festgestellt, dass es keine Freunde in der Ältestenschaft gibt.

    Es sind bestenfalls nur Bekanntschaften.

    Jetzt, wo man seinen Kopf wieder frei hat, ist das Leben wieder wunderschön.

    Und seitdem ist meine Beziehung zu meinem Gott wieder richtig gut und liebevoll geworden.

    Ich wünsche jedem, der die WTG verlässt, diesen wunderbaren Liebreiz.

    Alles gute für dich.

  14. FDS

    Hallo Anonym

    An das Briefe schreiben an die Partei in Malawi kann ich mich auch noch erinnern. Meine Omi kaufte extra eine Schreibmaschine und ich legte los. Zwei Vorteile hatte es ja. Nach einiger Zeit konnte ich relativ flüssig mit Zehn Finger schreiben. Desweiteren konnte man die Zeit berichten und das fand ich besser wie mit meiner Mutter von Haus zu Haus zu Latschen.

    Um was es da ging wusste ich als kleiner Bengel ja nicht.

    In Mexiko wurden gewisse Entscheidungen ganz anders gehandhabt.

    Zweierlei Maß :

    http://www.die-vierte-wache.eu/DE/1-der-gewissenskonflikt-ray-franz-06.html

    Einen lieben Gruß

    Frank

     

  15. corvus

    Hallo Anonym,

    sehr guter Bericht! Als ich noch Ältester war und Jesus mehr in den Vordergrund rückte, war es auch auf einmal grenzwertig.

    Wünsche Dir alles Gute!

    Corvus

    1. O.W.Schön@Schade&Schön

      Schade&Schön als Idee zu einem Format, dass man kennen muss:

      Liebe Aufwachende,

      mit dem künstlichen/künstlerischen  Format Schade&Schön möchte ich den Versuch wagen, etwas Fantasievolles und auch Kurioses zu etablieren, was jeder Zeuge Jehovas einfach mal heimlich gelesen haben muss! So, wie jedes Kind aus meiner Jugendzeit selbstverständlich  "Scotty, Spock und Pille" kannte und möglichst keine Folge aus der Serie Enterprise versäumen wollte. Vielleicht ist es einen ernsthaften Versuch wert, um noch viele aufrichtige Zeugen zum eigenständigen Denken zu bewegen und die wertvolle Aufklärungsarbeit von BI tatkräftig zu unterstützen? Vielleicht aber auch nicht und die Idee versandet als überflüssig! Ebenso völlig in Ordnung. Let´s try!

      Schade&Schön

      O.W.S.

       

       

      1. O.W.Schön@Schade&Schön

        Das verkürzte WT-Studium in der Dienstwoche: leer-reich und aus-schlussvoll!

        Thema der Woche:

        Mit Gottes irdischer Organisation blind durch dick und dünn wandeln!

        Leittext:

        "Mein Sohn, o merke doch auf meine Weisheit. Meinem Unterscheidungsvermögen neige dein Ohr, 2 um das Denkvermögen zu behüten, und deine Lippen mögen Erkenntnis bewahren." (Sprüche 5:1,2 NWÜ)

        Ich, in der Rolle des WT-Leiters:

        Frage zu Absatz 1: Warum sollten wir blind mit Gottes Organisation wandeln, auch wenn die Luft immer dünner wird für die Leitende Körperschaft?

        Ich: Ja, der 3 jährige Philipp da ganz hinten am Fenster

        Philipp: JEEEHOOOVAAAA! (Allgemeines Gelächter und freudiges Schmunzeln)

        Ich: Genau, richtig!!! ...... Ja bitte, die 5 jährige Sophia neben dran

        Sophia: PREDIGEN GEHEN!

        Ich: Immer richtig ..... ??? .... !!!

        Ich: Der kleine Philipp nochmal

        Philipp: JEEEHOOOVAAAA PREDIGEN GEHEN! (Großes wohlwollendes Kopfnicken im ganzen Saal, Kreisaufseher-Ehepaar ist zu Tränen gerührt ...)

        Ich: Der Vater von Sophia bitte, Bruder Org-Treu

        Bruder Org-Treu: Derzeit kommt es aufgrund der aufgedeckten Wahrheiten über unsere Organisation immer dicker und je dicker es für uns alle kommt, desto dünner sollten wir uns im Internet machen und gehorsam sein und nicht Nach-Forschen , so wie die Beröer-Heiden ... ähh, ich meinte natürlich, so wie die Beröer-Heiden ...ähhh , mmhhmmm ...  Heiden-Christen ... (puuuhhh).

        Ich: Absolut richtig - wir wollen und sollen ja blind mit Gottes Organisation wandeln!

        Frage zu Absatz zu 2: Was meinte Jesus damit, nicht neuen Wein in alte Weinschläuche zu gießen und was ist die Leere daraus für uns?

        Ich: Bruder Kreisaufseher bitte, hier ganz vorne in der ersten Reihe

        Bruder KA: Jesus ermahnte uns streng, nicht neuen Wein in alte Weinschläuche zu gießen, da sie bersten könnten und der kostbare Wein wäre dann quasi "flutsch und weg"! Nein, kleiner Scherz am Rande .... Wir sollten aus dem Gleichnis folgende Leere ziehen: Wir dürfen nicht neues Licht in alte Weinschläuche gießen, denn dann könnte der Tunnelblick bersten und wir hätten am Ende des Tunnels kein neues Licht mehr, sondern nur noch neuen Wein, der sich mit altem Licht überlappt und die Generation von 1914 wäre dann verschüttet.

        Ich: Das leuchtet wirklich ein !!!! ?????????

        Ich: Die Frau vom Kreisaufseher bitte

        Schwester KA: Gottes irdische Organisation ist tatsächlich irdisch und doch irgendwie himmlisch und deshalb sollten wir ihr auch sehend blind vertrauen und mit ihr durch dicke und dünne Unwahrheiten wandeln. Mein Mann und ich haben 40 Jahre lang noch keinen einzigen neuen Wein verschüttet - stattdessen haben wir blind die Speise des treuen und verständigen Sklaven gegessen und getrunken, obwohl unsere Mägen wie oft geborsten sind und die Speise verschüttet wurde.

        Ich: SEEEHHHRRR glaubensstärkend, Eure persönliche Erfahrung! Vielen Dank für deinen großen Freimut der Rede!!!!!!!!!!!!! ? (.... mein Magen zwickt irgendwie seltsam)

        Ich: Zu Frage 3, (mehr packe ich heute nicht ... fühle mich irgendwie komisch im Magen)

        Frage zu Absatz 3: Wie können wir unser Denkvermögen behüten? Erkläre es!

        Ich: Der kleine Philipp weiß es

        Philipp: JEEEHOOOVAAAA!!!!!!!!

        Ich: Jawohl!!!!! STIMMT GENAU!!!!

        Ich: Und die Sophia gleich danach

        Sophia: PREDIGEN GEHEN

        Ich: IMMMMMERRR RICHTTTIIGGG!!!!!

        Ich: Bruder Org-Treu, bitte

        Bruder Org-Treu: Vielleicht kann man es so zusammenfassen: Wir leben seit 1914 in einem Schlauch mit Blick auf neues Licht am Ende des Tunnels und altem Wein einer sich überlappenden Generation. Hier vollkommen zu vertrauen ist ein großer Beweis unseres Glaubens in die blinde Organisation, die absolut irdisch ist! So sollen und wollen wir wandeln, ob Dicke oder Dünne, blind sieht es ja keiner!

        Ich: DAANNKKEE!! (Mir ist schlecht und mein Magen steht vor dem Bersten ...)

        Fortsetzung folgt?!

        Liebe Grüße

        O.W.S.

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

        1. Michaela

          Hallo O.W. S. ......... und hallo alle anderen,

          So, nun sitze ich hier, habe deinen Bericht gelesen und hab seit langem wieder einmal herzlich gelacht.

          Gelacht, da ich mir deinen Bericht natürlich bildlich vorstelle......die kleinen Kids, die auf geputzt wie kleine Erwachsene kerzengerade auf ihrem Stühlchen sitzen und auf ihren eingeübt den Einsatz warten..

          Aber: kurz nach meinem heftigen Lachen ..... wegen dieser aufs erste scheinenden Comic- Geschichte.... kommt sofort die Erinnerung hervor und sagt zu mir: hey, hier gibt's nichts zu lachen, so ist es und so war es, das ist das Ebenbild des Ablaufs der Versammlungen.

          Danke für diese ehrliche, genau hingeschaute Darstellung. Wenn man überlegt, das sind alles erwachsene Menschen, die kopfnickend und klatschend so einen Versammlung-Ablauf als richtig , normal und lobenswert sehen. Ich selber saß bestimmt in ähnlichen Versammlungen, mit zusammengebissenen Zähnen mit einem gezwungen Lächeln und mit verspannten Schultern wegen des angepassten Kopfnicken.

          Ich bin so froh das ich daraus bin, aus diesem Verein. Danke, danke....

          Liebe Grüße, Michaela.

        2. Nachdenker an OWS

          Hallo OWS,

          Der beste, lustigste und zugleich treffenste Kommentar seit langem.

          Grüße

          Nachdenker

          1. O.W.Schön@Nachdenker

            Der Humor nimmt die Welt hin, wie sie ist, sucht sie nicht zu verbessern und zu belehren, sondern mit Weisheit zu ertragen. (Charles Dickens)

            Hallo an Nachdenker, Ulla und Michaela!

            Es gab Zeiten, da haben meine Frau und ich buchstäblich bitterlich geweint, als wir vor 3 Jahren aufwachten und all den religiösen Schwindel durchschauten.

            Mitautoren, alias Kommentar-Schreiber, wie M.N., Matthäus, O83, Du lieber Nachdenker, und viele, viele andere Schreiber hatten eine tiefe Bibelkenntnis, die uns umgehauen hat. Wie konnte das nur sein? Die Bibel kann doch nur einer angeblich richtig verstehen: Der treue Sklave!!!!????

            3 Jahre später sagen wir uns, dass es sowohl eine Zeit zum Weinen als auch eine Zeit zum Lachen gibt. JW.Org und ihre Lehren sind zum einen absolut zum Heulen und zum anderen einfach nur lachhaft, dummdreist und völlig bescheuert - "überlappend" quasi!

            Humor kann mitunter sehr heilsam sein und wir sind vielfach hier auf BI mehr oder weniger geschundene Seelen, denen Lachen als Medizin gut tut. So jedenfalls meine ehrliche Hoffnung für uns alle.

            Ganz liebe Grüße an Euch

            O.W.S.

             

        3. Schneeflocke@WT-Next und Joe Navarro

          ... wo bleibt denn das vorhergesagte und erwartete nahe Ende, lieber WT-Studienleiter?

          Ah warte, es gibt noch Meldungen von den Verkündigern!

          O.W. Schön alias WT-Leiter:
          „Gibt es noch weitere Gedanken zu der Frage, wie wir unser Denkvermögen behüten können?“ – schaut mit seinem Feldstecher (den er in Ableistung der Felddienst-Stunden, sowie bei Kongressen  immer bei sich trägt) und erkennt „ Ahhh Brd. Collins möchte noch etwas hinzufügen. Brd. Collins bitte.

          Brd. Collins:
          „Do you see the face on the TV screenComing at you every sunday?See the face on the billboard?That is jw.ORG!!
          On the cover of the magazineThere's no question why I'm smilingYou buy a piece of paradise,You buy a piece of me
          I'll get you everything you wantedI'll get you everything you needDon't need to believe in hereafter,just believe jw.org

          (Übersetzung :
          Siehst du das Gesicht auf dem BildschirmDas jeden Sonntag in dein Zimmer kommt?Siehst du das Gesicht auf dem Trolleywagen?Das das ist jw.org!!
          Auf der Titelseite des WachtturmsIst schon klar, wieso ich da lächleDu kaufst ein Stück vom ParadiesDu kaufst ein Stück von mir.
          Ich verschaff' dir alles, was du immer wolltestIch verschaff' dir alles, was du brauchstDu musst nicht mal an ein Leben nach dem Tode glaubenGlaub einfach an die Oooooorg“

          O.W.Schön:
          "Lieber Bruder Collins, dein Glaube ist so umwerfend, genau soooo wurde es schon in der GENESIS beschrieben!! Ich kann dazu nur sagen: „Ein hoch auf uuns- auf dieses Leeeebeeen – auf den Moment, der immer bleibt!" (schon halb in Trance besudelt)
          und plötzlich:

          Philipp hält eine blau – weiße Fahnenstange in die miefige stickige und verbrauchte Versammlungsluft und brüllt schwenkend und hin und her wedelnd „jw.oooorg – jw.ooooorg – jw.ooooorg“
            - der Papa, Brd. Org-treu mahnt ihn natürlich umgehend also SOFORT (aber stolz!) wieder Platz zu nehmen und die Fahne unter den Stuhl zu legen (die hat Philipp ganz neu aus dem Org Merchandise-Shop, bei dem er auch den schicken neuen Anzug Pin erworben hat:  https://www.amazon.de/Fengteng-St%C3%BCck-JW-ORG-Caleb-Sophia/dp/B075D7RR5H/ref=sr_1_1_sspa?ie=UTF8&qid=1526586094&sr=8-1-spons&keywords=jw+org&psc=1 )
           Was hat er nur für einen tollen Sohn, denkt er sich, und sieht IHN, den kleinen Philipp, der in der Schule auch schon immer so „reif“ und „erwachsen“ klingt (((und soooo spaß-los und spießerhaft))), wie er in seinem geistig befriedigtem Zukunftsauge vor 44000 Menschen (in seinen Gedanken waren es eigentlich gefühlte 144000 Menschen…) begeisternd ruft
           „Verkündet, verkündet, verkündet – jw.Org und seine leitende Körperschaft!“

            Nach dem kleinen Zwischenfall beruhigt sich die Versammlung wieder. Brd. O.W.Schön möchte die Zusammenkunft liebend gern beenden, in seinen Gedanken ist er schon bei seiner Gyros Pita und der erhabenen Schaumkrone seines wirklich wohlverdienten Bieres!.... aber da ist noch ein oller Finger (grrrrrrr): „Jaaa“ sagt er mit himmlisch hoher und sanfter Stimme „ Bruder Navarro, möchtest Du noch etwas dazu zum Abschluss sagen? (oh Gott, der Doofmann schon wieder, kann der nicht einfach mal seine Klappe halten?!) “

          Joe Navarro: Ich habe Euer Treiben durchschaut!

          O.W. Schön: Guuuut, dann schließen wir jetzt die Zusammenku …

          Joe: Halt! Mit eurem Mantra „ORG IST GEIL“ – erschafft ihr mit psychedelischer Kunst Mensch-Maschinen,  in deren Augen sich Wachtturmförmige Pupillen drehen. Sie drehen und drehen und sind Sinn - vernebelt mit blauem AltemTestament- Verurteilungs- Dunst, so dass weiße Wolken sich zu Schlingen um Ihre Hälse formen.
           HEY!! Christus hat uns doch erlöst, wir brauchen keinen NEBEL mehr, dreht das Wort um und genießt das was rauskommt: LEBEN!

          O.W.Schön: OK Brd. Navarro, das reicht jetzt, das will keiner hören hier. (und ich hab ECHT  HUNGER jetzt!) Wir möchten zusammen noch das Lied Nr. 10 singen  „Schni Schna Überschn(l)appi“

          Schwester Org- chidee:  Bruder Schööööööön, Dein Wachtturmstudium war heute wieder soooo ermunternd!!

          (und Brd Collins summt für sich und uns weiter:
           Won't find me practising what I'm preachingWon't find me making no sacrificeBut I can get you a pocketful of miraclesIf you promise to be good, try to be niceGod will take good care of youJust do as I say, don't do as I doI'm counting my blessings,I've found true happiness,'cos I'm getting richer,day by day…

          Übersetzung:
          Ich saufe Wein, obwohl ich Wasser predigeIch bringe auch keine OpferAber ich kann dir eine Handvoll Wunder verschaffenWenn du versprichst, ein guter Mensch zu sein und versuchst, brav zu seinGott wird sich gut um dich kümmernMach nur, was ich dir sage und nimm dir nicht mich zum VorbildIch schätze mich wirklich glücklichIch habe das wahre Glück gefundenDenn ich werde immer reicherTag für Tag.)

          Mit allerliebsten Grüßen an „Freixe-net – Caber-net – Inter-net“,  O.W. Schön uns seiner bezaubernden Frau.
          Wir haben Euch unglaublich lieb, schön dass es Euch und Euch ALLE hier gibt!  
           

          1. Peetha

            @ ❄️ Flocke : schau mir in die 👀 Schwester und sag mir: wer ist Joe Navarro?! Peetha hat keine Söhne! Peetha ist be 😳 , die Ereignisse überschlagen sich. vor kurzem noch lesen zu müssen von Tüte rauchen wollend ein Holzbeen Störti, um ab zufliegen, dann kommt Vize Gerd und erklärt in Einzelheiten das Geheimnis hinter der Augenbinde. Nicht lange wartend summt 🧚🏻‍♂️Ede vorbei und labert, ick wäre geschaffen (für die 🐒?) Dann zelebriert Töter der Wurst 🌭 hier seine Auferstehung.  Ick weeß nich … falscher Film oder falsches Kino? Warum zitiert Frau weich 🥚 Collins? Br.Prince is the win, oder Luftgitarre mit Jimmy+ Allong the Watchtower . Also wenn Navarro einer meiner Söhne sein sollte(gilt durch Mutterschaftstest überlappend zu bestätigen), dann weiß auch er : nur einer ist geil - Öpe Johnny the Cash.😉 soo und ohne An...net  ab ins Bett. Schmunzelnd bis die taage.

          2. Iris

            Liebe Schneeflocke ,

            köstlich , kann ich nur sagen . Habe wieder mal herzlich lachen müssen . Du hast eine wunderbar fantasievolle Art zu schreiben . Freue mich schon auf deinen nächsten Kommentar .

            Liebe Grüße aus unserem sonnigen , duftenden Garten , sendet dir und  allen hier ,

            Iris

          3. O.W.Schön@Schneeflocke

            "Mit psychedelischer Kunst Mensch-Maschinen erschaffen"

            Liebe Schneeflocke,

            ich habe bei deinem Kommentar sowohl herzlich als auch herzhaft gelacht!!! Herrlich und einfach nur richtig klasse. Das irreführende Treiben der JW.Org durch Über-Treibung offenbar machen, durch Überspitzung und Überziehung bewusst machen und hoffen und beten, dass aufrichtig gesinnte Zeugen erkennen, wie abgedreht und unchristlich das JW.Org-Denken tatsächlich ist.

            Mit gut recherchierten Artikeln auf BI, mit harten Fakten und klugen Kommentaren der BI Kommentatoren, mit viel Fantasie und Kreativität und mit einer gehörigen Portion Humor das Lügengebäude JW.Org zum Einsturz bringen. Mit Phil Collins und Joe Navarro, mit Schwester Org-ichee und Sohn Philipp, der die Org-Fahne schwenkt und mit einem vielleicht neuen und doch bescheidenen Format: WT-Next (!!!) den Feldstecher auf die JW.Org richten, ins Feld ziehen und Felddienst verrichten. Wir haben es doch gelernt: Für die Wahrheit der Bibel und für unseren Herrn Jesus Christus!

            Viele liebe Grüße an Dich und deine ganze liebe Familie zurück in den Norden

            O.W.S.

             

            1. O.W.Schön@WT-Next

              WT-Next: "In einer bösen Welt treu zur Organisation Gottes stehen!"

              11Ich sprach in meiner Bestürzung: Alle Menschen sind Lügner! (Psalm 116:11)

              O.W.S.: Frage A zu Absatz 13: Warum können wir den Medien und ihrer Propaganda über Jehovas Zeugen auf keinen Fall Glauben schenken?

              Bruder Org-Treu: Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist und deswegen beherrscht der Teufel auch alle Medien und vor allem das teuflische Internet!!!

              O.W.S. : Ganz genau! Ja, weiter hinten bitte...

              Bruder Linien-Treu: Der Psalmist sagte, dass alle Menschen Lügner sind und deswegen sind auch alle Weltmenschen Lügner und auch alle Reporter und alle Journalisten sind Lügner und der Teufel ist ihr Vater - schließlich war er der erste Lügner!!!

              O.W.S.: SOO ist es!!!! Wirklich schlimm, ach wiiiieee schlimm alles geworden ist!!!

              Schwester Org-chidee: Die bösen und teuflischen Medien unterstellen uns sogar Kindesmissbrauch, die sind wirklich vom Teufel besessen und schrecken vor gar nichts mehr zurück; .... widerlich, einfach nur widerlich!!!!!!!!!!!!!!!

              O.W.S.: Aaaach wie fuuurchtbaaarrr, nein, nein ,nein .... wie tief ist die Welt nur gesunken!

              Der kleine Ge-Org: ALLES LÜÜÜÜGEN!!!!

              Die kleine Sophia: PREDIGEN GEHEN!!!

              Und noch der eifrige Philipp: LÜÜÜÜGEN PREDIGEN GEHEN!!!

              O.W.S.: (alles lacht im Saal .... lachen und schmunzeln) Ja, lieber Philipp, Du meintest natürlich: Den Lügnern predigen gehen!!! Niedlich, nicht wahr liebe Brüder????!!!!

              O.W.S: Frage B zu Absatz 13: Was berichtet eine bekannte und anerkannte Tageszeitung ehrlich und aufrichtig über uns und unsere Kongresse?

              Die Mutter von Ge-Org: Wir sind die saubersten und ehrlichsten Menschen der Welt! Wir sind die freundlichste Bruderschaft auf Erden und die Zusammenarbeit mit uns macht richtig Freude.

              O.W.S.: Na also! Das ist doch mal ein dickes Lob von den Medien - außerdem lese ich die Frankfurter Allgemeine schon viele Jahre und da steht ja auch viel Gutes drin ... vor allem im Sportteil und in den Wirtschaftsnachrichten!!!!

              Der Vater von Ge-Org noch: Und seitdem es JW.Org im Internet gibt, fließt ja dann auch der Heilige Geist durch das Internet und bringt Hunderttausende Gläubige durchs Internet zur Wahrheit; sogar bis hinter Indien und hinter Australien ..... und bis Hinter Hinter Indien!!!

              O.W.S.: Das ist wohl WAHR!!! Dann haben wir ja jetzt alles ERSCHÖPFEND BEHANDELT und können nun Absatz 14 lesen .... !!!! ????

              WT-Next ... !

              O.W.S.

  16. Damals machte eine Äußerung von Erich Frost, dem damaligen Zweigdiener für Deutschland, die Runde. Sinngemäß hat er gesagt – und dafür gibt es auch Zeugen -,  dass die „ermüdeten Verkündiger“ in den Versammlungen durch das Beispiel dieser jungen und treuen Brüder in den Gefängnissen ermuntert und angespornt werden. Man brauchte Märtyrer. Frei nach dem Motto: Gut ist, was der Organisation nützt.

    Lieber anonymer Verfasser, dann darf ich mich schon mal als Augen- und Hörzeuge für diese Aussage von Erich Frost zur Verfügung. stellen. Mir gegenüber hat er anlässlich eines Bezirkskongresses in Reutlingen im privaten Rahmen diese Aussage gemacht. Und als ich ihn auf die damals auf dem Kongreß geänderte Lehre über die obrigkeitlichen Gewalten ansprach, hieß es nur: das alte (falsche) Verständnis war gut für die verfolgten Zeugen in dritten Reich. Sie hätten diese sonst nicht durchgehalten.

    Noch ein kleines Beispiel, wie die Mitglieder verdummt werden. Man trommelte ja seit 1969 intensiv dafür, dass 1975 sechstausend Jahre Menschheitsgeschichte zu Ende gehen mit allen Konsequenzen für die Gläubigen (kein Beruf mehr lernen, Pionierdienst machen, private Altersversorgung auflösen - gültig besonders in den USA u.a.). Dabei hat man Anfang 1975 in New York ein Hotel gekauft für die Unterbringung von Bethelmitarbeitern. Es gilt das Motto "was interessiert uns unser Geschwätz im Wachtturm/Königreichsdienst".

     

    1. M.N.

      Das macht schon Sinn, denn die WTG träumt den Wahn, dass ihre "Bethel"-Zentralen von Jeehoofaa in Harmagedon bewahrt würden und sodann, in der Post-Apokalypse, die Brückenköpfe, Knotenpunkte und "Regierungs"-Zentren seien, von denen aus die "Aufräumarbeiten" zentral organisiert und durchgeführt werden und danach die "Neue Welt" mit eiserner WTG-Faust regiert wird. Insofern macht es durchaus Sinn, dass die WTG noch "5 vor 12" ihre "Bethel" aufproppt, denn sie hält sich und ihre Immobilien für etwas Besonderes. Sie ist der Nabel der Welt und "Gottes einziges Hobby". Des Weiteren weiß man aus der phantastischen WTG-Auslegung von Hes 48, dass das dort prophezeite "JHWH-Schammah" "der irdische Verwaltungssitz des unsichtbaren messianischen Königreiches" sein soll, das als "sicht- und greifbare Manifestation der unsichtbaren himmlischen Regierung Christi und seiner 144000 Mitregenten" fungiere. Fundamentalistische JZ-Hirne setzten diesen "irdischen Verwaltungssitz" früher mit Brookyln gleich; jetzt ist es natürlich Warwick. Dazu passt, dass laut hanebüchener Jes 32,1-Eisegese jedem männlichen ZJ mit der Aussicht, in der "Neuen Welt" als "Fürst und Prinz" amtieren zu dürfen, wenn er sich heute schon fleißig einsetzt und "nach dem Amt eines Aufsehers strebt", vor der Nase herumgewedelt wird. Mit dem Versprechen von künftigem Amt, Würde und ganz profaner MACHT in der "Neue-Welt-Administration" werden also die JZ-Alphamännchen gelockt (billiger, profaner und "diesseitig/weltlicher" geht's kaum noch), alldieweil brave "Schwestern" als "Lebensborn"-Erdbevölkerungs-Gebärmaschinen werkeln dürfen, bis die Kiste voll ist und "rien ne va plus". Dann wird nie mehr Babygeschrei gehört werden - wie traurig. Ist jedenfalls besser als die "ewig schwangeren himmlischen Göttergattinnen im celestialen Reich" von zu Gott gewordenen Mormonenmännchen - die "müssen auf immer und ewig". Grauenhaft.

      Ja ja, und ich bin Jesus Christus und kann auf Wasser laufen, und Gras wächst aus meinen Taschen ... tralali ...

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