Warum ich blind war!

Autor: anonym

 

„Darum solltest du dich endlich um den wahren Reichtum bemühen, um das reine Gold, das im Feuer geläutert wurde. Nur dieses Gold macht dich reich, und nur von mir kannst du es bekommen. Lass dir auch die weißen Kleider von mir geben, damit du nicht länger nackt und bloß dastehst. Kauf dir Augensalbe, die deine blinden Augen heilt“. Off. 3:18 Hfa

Ja, nicht nur ich, wir ALLE, die wir unser Leben lang der WTG oder dem Sklaven gefolgt sind, waren blind. Wir alle, die wir so langsam aufwachen, reiben uns nun ungläubig und beschämt die Augen, „…wie konnte es nur soweit kommen“?  Warum haben wir, warum habe ich das nicht gesehen, was ich jetzt sehe? Ja, ich war blind und viele, die hier lesen, ebenso.

Von nun an sollten wir lernen, uns endlich um den wahren Reichtum, den wahren Quell der Rettung zu bemühen, und uns läutern lassen. Nur dieses Gold macht uns reich, und nur durch Christus kannst du es bekommen. Kaufen wir uns Augensalbe, die unsere blinden Augen heilt.

Unsere Augen waren blind. Wir konnten das Wahre nicht sehen, wir waren geblendet von immer wieder neuem Licht. Hunderte Lumen starke grelle Studienartikel, Licht welches uns der Sklave in das Gehirn gebrannt hat.

Das strahlenden Autoscheinwerfern gleichende Licht von Gottes himmlischem Wagen, das angebliche Licht Gottes, hat zu akuter Erblindung  geführt. Für diesen Fall hilft die in Off. 3:18 mit Recht erwähnte Augensalbe. Sie ist zwar teuer, weil man sie gegen ein neues Weltbild eintauschen muss, sie lohnt sich aber trotzdem.

Als  Zeuge Jehovas war ich blind, genauso wie es die Symptombeschreibung in Offenbarung 17, dem  vorhergehenden Vers, anzeigt: „Du bildest dir ein: ‚Ich bin reich und habe alles, was ich brauche!‘ Da machst du dir selbst etwas vor! Du merkst gar nicht, wie jämmerlich du in Wirklichkeit dran bist: arm, blind und nackt“.

Ich glaubte, alle Zeugen wären auserwählt und gesegnet, aber sie  sind beliebig und selbstgerecht. Wir glauben, in einem geistigen Paradies zu leben, aber wir sind in geistiger Armut gefangen. Wir sind nicht reich gesegnet, wir sind in Wirklichkeit arm dran.

Versteht mich bitte nicht falsch, ich beziehe mich auf das Prinzip der Verse aus Off. 3:17,18; ich sehe sie nicht als eine erfüllte Prophezeiung, die sich an den Zeugen erfüllt. Dieses Prinzip ist auf alle Religionen anwendbar, die behaupten im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein.

Jehovas Zeugen haben keine einzige auf sie bezogene Erfüllung aus der heiligen Schrift verdient, nichts aus der Bibel sollte ihnen gelten, mit Ausnahme von Mat. 24:11: „Falsche Propheten werden auftreten und viele verführen“,  denn sie sind nicht wichtig genug, und ich will ihnen diese „Ehre“ nicht zugestehen.

Uns wurde das Glaubensauge mit Bildern und Videos gefüllt und zugeballert, während wir unsere wahren Augen verschließen mussten. Wir konnten so die Ungereimtheiten und Widersprüchlichkeiten nicht sehen, ja, wir durften sie nicht sehen … „wir sollten durch glauben [an die LK] wandeln, nicht durch [in die Bibel] schauen“… Wann tun Augen am meisten weh? Wenn man sie das erste Mal benutzt. Und „Augen zu und durch“ ist leider auch keine Alternative.

Die Sklavenklasse hat es verstanden, unsere Augen mit verlockenden Verheißungen zu blenden, die allesamt  ohne Erfüllung blieben.

Ja, Glaube, Hoffnung und Liebe sind die 3 Grundpfeiler eines Christen. Doch besonders der Glaube ist die eigentliche Grundlage für das Christsein. Auf ihm baut sich alles andere auf. Die Bibel lehrt uns, an Gott und an seinen Sohn zu glauben. Nirgendwo in der gesamten Bibel werden wir angewiesen oder angespornt, an Menschen oder menschliche Systeme zu glauben. Paulus sagt:  „Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus. . . . Daher soll sich niemand eines Menschen rühmen. Denn alles gehört euch; Paulus, Apollos, Kephas, Welt, Leben, Tod, Gegenwart und Zukunft: alles gehört euch; ihr aber gehört Christus, und Christus gehört Gott. 1. Kor. 3:11


In unseren Wachtturm-Publikationen wird jedoch noch etwas Anderes zum Gegenstand des Glaubens erhoben. Unser Glaubensfundament soll auf eine weitere, eine dritte Grundlage gestellt werden, so dass es sich nicht mehr nur auf Gott und auf seinen Sohn alleine gründet.


“Glaube an eine siegreiche Organisation“

ist der ungewöhnliche Wortlaut der Wachtturm-Titelseite vom 1. Juni 1979, der aufhorchen lässt, und mit dem man Menschen anzuspornen sucht, sich ihr unterzuordnen. Das Bestreben der Wachtturm-Organisation, ihren Platz neben Gott und Jesus Christus als unverzichtbare dritte Glaubensinstanz zu behaupten, nimmt gerade in den letzten Jahren groteske Züge an.

Ein ganzes Buch ließe sich mit Beispielen füllen, wie biblische Aussagen über Gott und Christus zuhauf auf die „sichtbare Organisation“ übertragen werden. Man kann Hunderte von Aussagen zitieren, die belegen, wie geschickt man die Loyalität gegenüber Gott mit der Loyalität gegenüber der sichtbaren Organisation gleichsetzt. Hier ein paar typische, immer wiederkehrende Wendungen, die diese Unart verdeutlichen: Unterordnung unter Gottes Leitung wird vertauscht mit Unterordnung unter die Leitung der sichtbaren Organisation und Vertrauen in Gottes Wort mit Vertrauen in das Wort der sichtbaren Organisation.

Biblische Aussagen über Christus bezieht die Organisation in einer Art auf sich selbst, die erkennen lässt, wie sie sich zunehmend in der Rolle Christi als „der Weg und die Wahrheit und das Leben“ sieht. Johannes 14:6

Damit tritt an die Stelle Gottes ein Ersatz, den es zu allen Zeiten in Form von Götzen gegeben hat und noch gibt, seien es Bilder, Skulpturen oder gar Herrscher, die sich selbst als Gott erhöht hatten oder erhöht wurden.

Damit steht die Wachtturm-Organisation unter den Religionssystemen zwar nicht alleine, doch sicher stellt sie ein herausragendes Beispiel für eine Rolle dar, die eigentlich nur Gott und Christus selbst zusteht. Man darf dieses Verhalten mit Recht als anmaßend, ja als Gotteslästerung bezeichnen.

Sollten wir uns weiter in dieser Weise indoktrinieren lassen, wird unser Glaube zwangsläufig nur Schaden erleiden. Der aufrichtige und in Gottes Augen annehmbare Glaube wird so unterminiert und auf das Niveau der Leichtgläubigkeit zurückgeschnitten. Je mehr der Glaube an Gott einem Glauben an Menschen weicht, umso verheerender sind die geistigen Folgen.

Spätestens hier wird der eifrige Zeuge Jehovas jetzt energisch widersprechen, denn er ist überzeugt davon, nicht an die Organisation, sondern an Gott und Jesus Christus zu glauben.


Doch versuche einmal einen Zeugen auf gewisse Fehler der Organisation hinzuweisen. Er wird dich als Lästerer gegen Gott und Christus betrachten und dich sofort in die Schublade eines glaubensschwachen oder Abtrünnigen stecken und jeden weiteren Kontakt mit dir abbrechen. Zweifel an der Organisation sind für ihn gleichbedeutend mit Zweifeln an Gott und Christus. Seine Überzeugung, die Wahrheit schon zu besitzen, macht ihn blind für die Wirklichkeit und für das wirklich Wichtige.

Die schleichenden Folgen einer solchen langjährigen Organisationshörigkeit sind verheerend für das geistige Augenlicht. Je mehr sich ein Glaube um ein beliebiges menschliches System dreht, desto eher lässt der Gläubige in seinem Streben nach geistigen Zielen nach. Solch ein Mensch wirkt nach außen hin sehr „religiös“ und ist doch im Grunde genommen bemitleidenswert. Indem er bereitwillig der Fülle an angeordneten Tätigkeiten nachgeht, ist er davon überzeugt im Glauben zu sein. Faktisch aber ist er nur noch „organisationsbestimmt“ und lebt nicht aus seinem Glauben und Vertrauen auf Gott.

Nimm einem Zeugen Jehovas seine Organisation weg, es bleibt nichts, an dem er sich orientieren kann. „Wo soll ich hingehen“?  wird er sich erschrocken fragen. Ein persönlicher Glaube, allein auf Gott und Christus gegründet, ist ihm fremd, ja suspekt.

In seiner Verblendung versucht ein bienenfleißiger Zeuge sein Leben mit emsigen Tätigkeiten ausfüllen, die ihm die Anerkennung und den Rückhalt der Organisation einbringen, gepaart mit einer angesehenen Vorzugsstellung als verlässlicher Verkündiger, Pionier, DAG oder Ältester. Sollte er davon entbunden werden, kann sich schnell verbitterte Enttäuschung einstellen, womit zugleich auch die vermeintliche Kraft seines Glaubens versiegen kann.

Trotz seiner Unterstützungsbemühungen mag sein Leben in Bezug auf gottgefällige Tätigkeiten und Eigenschaften praktisch „fruchtlos“ bleiben, ohne je die positiven Merkmale der Frucht des Geistes Gottes entwickelt zu haben. Sie kommen von innen, aus dem Herzen heraus, und es sind: Taten der Liebe, der Freude, des Friedens, der Langmut, der Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung, alles Qualitätsmerkmale, die einem ungeheuchelten Glauben an Gott entspringen. Galater 5:22

Die folgende Aussage von Dr. R. Stecher wirft ein Schlaglicht auf das Motiv für die Unterordnung unter ein System und die stete Verteidigungsbereitschaft ihrer Befürworter: „Es gibt verhältnismäßig viele Menschen, die sich gerne einer Überautorität oder einem Über-Ich in die Arme werfen. Man deponiert das kritische Denken, die eigene Persönlichkeit, die Entscheidungsfreude, ja sogar das Gewissen in der Garderobe des Machtausübenden und fühlt sich dabei noch hochmoralisch und als Muster der Treue und des Gehorsams.“ (Dr. R. Stecher: „Werte im Wellengang“, S. 53)


Personen, die an ein menschliches System glauben, erkennt man schnell an ihrer gesamten Handlungsweise und an ihren voreingenommenen Äußerungen, um jede Kritik und jede Widerrede bereits im Ansatz unreflektiert abzuwehren. Denn Kritik an ihrem geliebten System kommt der Kritik an ihnen selbst gleich, die augenblicklich zu einer Abwehrreaktion führt, denn die Einsicht in ihre falsche Überzeugung könnten sie nicht ertragen; es käme einer Selbstaufgabe gleich, und ihr einziger Halt würde wegbrechen. Aus dieser Angst heraus verbietet sich von selbst auch nur ansatzweises Nachdenken über kritische Einwände, die an ihnen wie Wasser an einer Scheibe abperlen. – Damit lassen sich Ihre Reaktionen weniger auf das Wirken des Geistes Gottes zurückführen, als vielmehr auf ihr Bemühen ihr Weltbild zu bewahren, das sich auf die Lehren und biblischen Interpretationen einer Organisation stützt.

Alle Zeugen, die noch ihr von der Organisation geprägtes Weltbild verteidigen, möchten sich den Rat aus Offenbarung 3: 17,18 zu Herzen nehmen: „Du bildest dir ein: ‚Ich bin reich und habe alles, was ich brauche!‘ Da machst du dir selbst etwas vor! Du merkst gar nicht, wie jämmerlich du in Wirklichkeit dran bist: arm, blind und nackt.

 „Darum solltest du dich endlich um den wahren Reichtum bemühen, um das reine Gold, das im Feuer geläutert wurde. Nur dieses Gold macht dich reich, und nur von mir kannst du es bekommen. Lass dir auch die weißen Kleider von mir geben, damit du nicht länger nackt und bloß dastehst. Kauf dir Augensalbe, die deine blinden Augen heilt“. Off. 3:17,18 Hfa

Doch wie ich selbst erfahren habe, dies ist ein schmerzlicher Weg.

Mag ich nicht (26)

418 Kommentare zu “Warum ich blind war!

  1. Matthäus

    Die meisten (Hardcore) ZJ haben ein Problem welches aber über Leben oder Tod entscheiden wird. Die LK bildet sich ein, ja behauptet NUR DURCH UNS könnt ihr euren Anspruch auf das ewige Leben verdienen. Eine billige, ja erbärmliche Belehrung der leider immer noch viele auf dem Leim gehen.

    Dabei ist es so einfach, abgesehen von vielen Aussagen im NT, dass es ohne Jesus ja er ist der EINZIGE, niemand gerettet werden kann, hat mir ein „Tagestext“ der CSV (christliche Schriftenverbreitung) einen sehr schönen Text aus Jesaja 45 in den Sinn gerufen:
    Ja, beratet euch und bringt Beweise für ihre Gottheit vor! Wer hat vor langer Zeit angekündigt, was nun geschehen ist? Wer hat es längst vorausgesagt? War ich es nicht, der HERR? Es gibt keinen Gott außer mir, keinen, der gerecht ist und der rettet. Ich bin der einzige Gott.
    22 Kommt zu mir und lasst euch retten, ihr Menschen aus allen Winkeln der Erde! Denn ich bin der einzige Gott.
    23 Ich habe bei meinem Namen geschworen, ich sage die Wahrheit und nehme mein Wort nicht zurück: Vor mir werden alle niederknien, und alle werden bekennen:
    24 ›Nur beim HERRN gibt es Rettung und Hilfe!‹« Auch die, die den Herrn einmal gehasst haben, werden beschämt zu ihm kommen.
    25 Dann wird der HERR das Recht der Nachkommen Israels wiederherstellen, und sie werden ihn dafür preisen
    Und vor wem werden sich alle beugen müssen? ...küsst den Sohn !

    Ein schönes WE an alle!

    LG Matthäus

     

  2. ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ

    Da es sich bei Lukas 22 um ein sehr interessantes Thema handelt (das s.g. Herren-/Abendmahl), gebe ich meine erweiterte Meinung kund.
    Auffällig ist,  lt. meiner Analyse, zunächst folgendes:

    Jesus feierte zuerst das Passamahl (nur mit seinen Aposteln und unter Ausschluss der Öffentlichkeit; weshalb wohl?)(Siehe Matt. 26:17 – 20; Mark. 14:12 – 18)
    Jesus nahm für das Passamahl auch einen/den Kelch und gab ihn nur seinen Aposteln. (Es war ja übliche Tradition)

     Nun möchte ich eure Aufmerksamkeit auf den gesamten Verlauf lenken. Ich führe dazu der Reihe nach die entsprechenden Bibelverse an und beginne mit dem Bericht des Lukas. Achtet bitte auf die Unterschiede zwischen den anderen Berichten.
    Luk. 22:16 – 18:

    »Denn ich sage euch, dass ich es gewiss nicht mehr essen werde, bis es erfüllt sein wird im Reich Gottes. Und er nahm einen Kelch, dankte und sprach: Nehmt diesen und teilt ihn unter euch! Denn ich sage euch, dass ich von nun an nicht von dem Gewächs des Weinstocks trinken werde, bis das Reich Gottes kommt.«

    Es folgt Matt. 26:26 – 29:

    »Während sie aber aßen, nahm Jesus Brot und segnete, brach und gab es den Jüngern und sprach: Nehmt, esst, dies ist mein Leib! Und er nahm einen Kelch und dankte und gab ihnen den und sprach: Trinkt alle daraus! Denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Ich sage euch aber, dass ich von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken werde bis zu jenem Tag, da ich es neu mit euch trinken werde in dem Reich meines Vaters.«

    Nun folgt Mark. 14:22 – 25:

    »Und während sie aßen, nahm er Brot, segnete, brach und gab es ihnen und sprach: Nehmt, dies ist mein Leib! Und er nahm einen Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus. Und er sprach zu ihnen: Dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. Wahrlich, ich sage euch, dass ich nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken werde bis zu jenem Tag, da ich es neu trinken werde im Reich Gottes.«

    Und nun schauen wir, wie Lukas diesen Prozess weiter beschreibt. Ab Vers 19 bis 20 lautet dessen Beschreibung so:

    »Und er nahm Brot, dankte, brach und gab es ihnen und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Dies tut zu meinem Gedächtnis! Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.«

    Was fällt hier auf? Nur Lukas berichtet über die Verwendung des Kelchs 2 Mal. Lukas bezieht sich - bereits beim Passamahl - auf „…dass ich von nun an nicht von dem Gewächs des Weinstocks trinken werde, bis das Reich Gottes kommt…“ während die beiden anderen Berichte erst beim „Herrenmahl“ darauf zu sprechen kommen.
     Zurück zum Passamahl. Jesus hatte dieses bedeutsame Mahl in Verbindung mit dem s.g. „Gedächtnismahl/Herrenmahl“ durchgeführt. Weshalb ist das aber von Bedeutung?  Wenn wir uns 2.Mo. 12 anschauen, so erinnern wir uns an dessen historischer Bedeutung. Besonders die Passamahlordnung, mit der Passalamm-Schlachtung, ist auffällig und war prophetisch (ab Vers 43). Auch hatte Jesus mit seinen Jüngern ganz sicher an die Begebenheit erinnert (ein wesentlicher Bestandteil des Passamahls) und im Übertragenen Sinn die Vorbereitung des messianischen Königreiches eingeleitet. Als belegbar kann hier Luk. 22:28 – 30 genannt werden.

    »Ihr aber seid es, die mit mir ausgeharrt haben in meinen Versuchungen; und ich verordne euch, wie mein Vater mir verordnet hat, ein Reich, dass ihr esst und trinkt an meinem Tisch in meinem Reich und auf Thronen sitzt, die zwölf Stämme Israels zu richten.«

     Meines Erachtens handelt es sich hierbei nicht um einen Bund. Mein Verständnis zu dieser Form von „Verordnung“ (schaut bitte selber nach entsprechender Definition) ist: JHWH hatte Jesus spätestens mit der Eden-Prophezeiung  – zumindest einen Teil davon – sozusagen den Weg zum göttlichen Königreich verordnet. Immerhin sollte Ps. 110 seine Erfüllung hiermit erhalten.
    Der Vollständigkeit halber wird auch Joh. 13 im Zusammenhang, zu verstehen sein. Dieser Bericht handelt allerdings nur von der Vorbereitung des Passamahls, nicht von dem bedeutsameren Abendmahl. Jedoch betont Johannes das besagte Brot in einer ganz besonderen Weise. Etwas später komme ich nochmal darauf zurück…
     Noch ein Wort zu Paulus und dessen Text aus 1. Kor. 11:23 – 26 (NGÜ):

    »Ihr wisst doch, was der Herr über dieses Mahl gesagt hat; ich selbst habe seine Worte so an euch weitergegeben, wie sie mir berichtet wurden: In der Nacht, in der er verraten wurde, nahm Jesus, der Herr, das Brot, dankte Gott dafür, brach es in Stücke und sagte: »Das ist mein Leib, der für euch geopfert wird. Wenn ihr künftig dieses Mahl feiert und von dem Brot esst, dann ruft euch in Erinnerung, was ich für euch getan habe!« Nachdem sie gegessen hatten, nahm er den Becher, dankte Gott auch dafür und sagte: »Dieser Becher ist der neue Bund, besiegelt mit meinem Blut. Wenn ihr künftig aus dem Becher trinkt, dann ruft euch jedes Mal in Erinnerung, was ich für euch getan habe!« Seid euch also darüber im Klaren: Jedes Mal, wenn ihr von dem Brot esst und aus dem Becher trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn – bis der Herr wiederkommt.«

    Was mir hierbei auffiel, ist die Ausdrucksweise des Paulus, als er zunächst sagte „Ihr wisst doch was der Herr gesagt hat…“ Dann folgt seine „Erweiterung“ mit den Worten „Seid euch also darüber im Klaren: Jedes Mal, wenn ihr von dem Brot esst und aus dem Becher trinkt…“ Hierin erkenne ich
    a) die ersten Christen wussten wie Jesus das s.g. Herrenmahl/Gedächtnismahl durchgeführt hatte. „Ihr wisst doch…“
    b) Paulus setzte danach die Erweiterung mit den Worten „…Jedes Mal, wenn ihr…“ (In vielen anderen BÜ’s wird „sooft“, „wann immer“, „wenn ihr esst“ verwendet) hinzu.
     Hierin ist - meiner Ansicht nach – keine Frequenz gemeint, mit der die Einnahme rechtfertigt werden kann. Wie das Passamahl auch nur 1 Mal Jährlich durchgeführt wurde, so gilt selbiges für die Durchführung des Herren-/Abendmahls. Für meinen Teil sehe ich keine Berechtigung zur Einnahme der Symbole „Wein & Brot“. Die weiteren Worte des Paulus geben mir auch keinen Anlass, mich an der Einnahme des Brots & Weins zu beteiligen, denn Jesus hatte – bekanntlich – nur seinen Aposteln diese Berechtigung vermacht! Paulus bezog sich auf die damaligen schlimmen Zustände, samt den Essgewohnheiten. Als er berechtigter weise sagte „…Ihr wisst doch…“ hob er die Regel, die Jesus aufstellte, somit auch hervor. Und noch etwas muss akzeptiert werden: Paulus hatte nicht nur von Jesus seinen „Unterricht“ erhalten; er wurde auch weitgehendst von Augenzeugen dieser besonderen Begebenheit unterrichtet (z.B. Hananias,  Markus, Petrus und Lukas). Ferner verstehe ich die Betonung des Paulus auf das „Brotessen & Weintrinken“ nicht im direkten Zusammenhang mit der Originalversion des Abendmahls. Soweit mir bekannt ist, hatte Jesus diesen Paulus auch niemals persönlich zur Teilnahme am Abendmahl eingeladen. (Ich möchte es gerne hierbei belassen!)   
     Nun komme ich auf das bereits erwähnte Brot zurück. Bei der Betrachtung nachfolgender Passagen, kann ich auch die besondere Bedeutung des Brots erkennen. Und - Jesus förderte ganz sicher nicht den Kannibalismus.
    Joh. 6:33, 35, 48 – 58  

    „Das Brot Gottes ist der, welcher aus dem Himmel herabkommt und der Welt das Leben gibt. Jesus sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben das Manna in der Wüste gegessen und sind gestorben. Dies aber ist das Brot, das aus dem Himmel herabkommt, damit man davon esse und nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist; wenn jemand von diesem Brot isst, wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch (Andere Handschr. fügen hinzu: das ich geben werde) für das Leben der Welt. Die Juden stritten nun untereinander und sagten: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Sohnes des Menschen esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag; denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.  Wie der lebendige Vater mich gesandt hat, und ich lebe um des Vaters willen, so auch, wer mich isst, der wird auch leben um meinetwillen. Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist. Nicht wie die Väter aßen und starben; wer dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.“

    Mir stellte sich nun die Frage: Sollte ich nun dieses Brot essen, dieses Fleisch essen, sowie dieses Blut trinken?
    Nun mag sich jeder selber diese Frage beantworten. Da es sich bei meinem Plädoyer um meine Erkenntnis handelt, muss sie nicht jedermanns Zustimmung erhalten.
    Was versicherte Jesus uns gleich wieder: »Ich bin der Weg«, antwortete Jesus, »ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben. Zum Vater kommt man nur durch mich.«
     Brought to you with love
    @THALJA

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