Wahres Sehen

 

Sehen .001Es gibt blinde Augen, aber es gibt auch blinde Herzen. Am schlimmsten ist es für einen Menschen, ein blindes Herz zu haben. Denn mit einem blinden Herzen kann man zwar leben, wenn man damit das reine Vegetieren meint, aber man kann Gott nicht sehen. Wer Gott nicht sehen kann, ist wirklich blind. Er ist dann mit einer doppelten Blindheit geschlagen, denn er kann weder seine Mitmenschen sehen, noch den Schöpfer. Blinder kann ein Mensch nicht sein!

Unter den zahlreichen Erlebnissen Jesu ist eins zu finden, das sich mit dem wahren Sehen beschäftigt. Es führt uns vor Augen, wie man sehend wird, wenn man Jesus erkennt. Und es lehrt uns auch, dass Jesus die Herzen sehend macht.

Im Johannes-Evangelium, im 9. Kapitel, berichtet der Schreiber, dass Jesus mit seinen Jüngern auf einen Menschen trifft, der von Geburt an blind war. Seine Jünger, durch die Lehre der Pharisäer falsch unterrichtet, meinten, die Blindheit sei eine Folge von Sünden. Jesus widerspricht ihnen und sagt, die Blindheit des Mannes sei eine Gelegenheit, die Werke Gottes zu zeigen.

Jesus heilte den Blinden durch einen Lehmbrei, eine symbolische Augensalbe. Er beauftragte den Blinden, sich im Teich von Siloah zu waschen. Als der Blinde das tut, kann er sehen! Diese Heilung erregte Aufsehen, und die Leute fragten ihn, wie er sehend geworden war. Der ehemals Blinde sagte: „Der Mensch, Jesus genannt, machte einen Lehmbrei, strich ihn mir auf die Augen und sagte: Geh nach Siloah, und wasche dich. Ich ging daher hin und wusch mich und kann nun sehen. Joh.9:11

Das bekamen auch die Pharisäer zu hören. Deshalb befragten sie den ehemals Blinden. Sie befragten ihn auch deshalb, weil die Heilung an einem Sabbat-Tag geschehen war. In ihren Augen war das eine Entheiligung dieses Tages. Wieder einmal hatte es dieser Wanderprediger gewagt, den Sabbat zu brechen! Dass ein Mensch sehend geworden war, spielte keine Rolle. „Dieser Mensch ist nicht von Gott, denn er hält den Sabbat nicht! (Joh.9:16). Als sie seine Eltern befragten, wichen diese aus, denn sie fürchteten sich vor den Pharisäern, weil sie jeden aus der Synagoge ausschließen wollten, der sich zu Jesus bekannte.

So befragten sie den Mann noch einmal: „Gib Gott die Ehre; wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist. Joh.9:24. Die einfache, schlichte Argumentation des Mannes ärgerte sie, als er sagte: „Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht. Aber eines weiß ich, dass er mich sehend gemacht hat.“ Wieder befragten sie ihn, wie Jesus ihn sehend gemacht hatte.

Ungeduldig antwortete der Mann: „Das habe ich euch schon gesagt. Ihr hört wohl nicht zu. Warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt ihr etwa Jünger von ihm werden?Joh.9:27

Da beschimpften ihn die Pharisäer, wiesen stolz auf ihre Jüngerschaft von Moses hin und sagten, dass Gott zwar mit Moses gesprochen habe, aber von diesem wüssten sie nicht einmal, woher er gekommen war. Die Antwort des Geheilten brachte sie dann vollends in Wut:

„Das ist doch wirklich seltsam: Ihr wisst nicht, woher er kommt. Aber mir hat er die Augen geöffnet! Wir wissen doch, dass Gott nicht auf schuldbeladene Menschen hört. Gott hört auf die, die ihn ehren und seinen Willen tun. Dass jemandem die Augen geöffnet wurden, der von Geburt an blind war, so etwas hat man noch nie gehört, solange die Welt besteht! Dieser Mann könnte nichts vollbringen, wenn Gott ihn nicht geschickt hätte.Joh.9:30-33

Die Antwort der Pharisäer überrascht uns nicht! Von der Prädestination überzeugt, antworten sie: Schon bei deiner Geburt warst du ganz und gar mit Schuld beladen! Und du willst uns belehren? Joh.9:34

Damit war für sie der Fall abgeschlossen: Sie schlossen ihn aus der Synagoge aus! Ich kann nicht verhindern, dass mir bei dieser Schilderung gewisse Gedanken durch den Sinn gehen. Ich kann die Gedanken an selbst erlebte Parallelen nicht unterdrücken. Es scheint sich alles zu wiederholen und es gibt nichts Neues unter der Sonne.

Bei den Eltern des Geheilten bemerken wir Angst!

Ja, sie hatten Angst, aus der Synagoge ausgeschlossen zu werden. Deshalb antworteten sie den Pharisäern nur ausweichend. Man hatte beschlossen, jeden aus der Synagoge auszuschließen, der Jesus bekennt! Mit dieser Angst im Herzen wagten es viele nicht, sich zu Jesus zu bekennen.

Und wie ergeht es uns heute,

Auge.001wenn wir als Zeugen Jehovas ein deutliches Bekenntnis zu Jesus Christus ablegen und sagen, dass nur er unser Führer ist und dass er nicht gewünscht hatte, dass selbsternannte „Führer“ Macht über uns ausüben sollen? Es war nicht sein Wille, dass unsere christliche Freiheit durch eine Organisation und ihre vielen Vorschriften unterdrückt wird. Er wollte nicht, dass wir uns durch Menschenfurcht daran hindern lassen, uns zu ihm zu bekennen (Mat. 10:32, 33). Und wir könnten noch mehr über die Rolle Jesu sagen! Wozu würde das führen, wenn es öffentlich bekannt wird? Wir haben es gelesen: „Und sie warfen ihn aus der Synagoge hinaus!“ Wir sehen, dass sich nur das Datum geändert hat, aber nicht der Geist und die Sitten.

Und schauen wir noch einmal auf die Argumentation des Geheilten: Seine Argumente waren biblisch fundiert und sauber formuliert. Man konnte nichts gegen sie sagen. Aber gerade das scheint die Pharisäer maßlos geärgert zu haben, denn wenn sie ehrlich genug gewesen wären, hätten sie ja zugeben müssen, dass er im Recht war. Wenn sie das aber zugeben sollten, dann stellten sie ihre eigene Position deutlich infrage. Und da sie das nicht wollten, blieb ihnen nur die Möglichkeit, den Mann hinauszuwerfen. Und so handeln Menschen, die mächtig und unehrlich sind, immer wieder.

Wer heute z. B. über das Jahr 1914 mit der Organisation diskutieren wollte, müsste erleben, dass man seine ehrlichen Argumente gar nicht beachtet und ihm die Gemeinschaft entzieht, wenn er nicht klein beigibt. Allerdings ist der Gemeinschaftsentzug von JW.ORG viel radikaler und bösartiger, als der der Pharisäer. Und gerade dieser Gemeinschaftsentzug wird als Druckmittel verwendet, das in den meisten Zeugen Jehovas Angst erzeugt. Die Angst verschließt ihnen den Mund und macht sie zu fast willenlosen Objekten einer Organisation.

Der Mut des Geheilten ist beachtenswert. Uns ist aufgefallen, dass der Geheilte, obwohl er wusste, was geschehen würde, wenn er den Christus bekennt, den Mut hatte, Jesus als seinen Herrn anzuerkennen. Er hat sich den Mund nicht verschließen lassen! Was gab ihm diesen Mut? Darüber kann man nachdenken.

Nun war der Geheilte also aus der Synagoge hinausgeworfen worden. Was nun? Als Jesus hörte, was ihm widerfahren war, suchte er ihn! Und als er ihn gefunden hatte, fragte er ihn:

„Glaubst du an den Menschensohn?“  Der Mann erwiderte: „Wer ist es denn, Herr?“ Jesus antwortete: „Du hast ihn schon gesehen. Es ist der, der mit dir redet.“ Da sagte der Mann: „Ich glaube, Herr!“, und fiel vor ihm auf die Knie. Joh. 9:35-38

Es ist bemerkenswert, dass der Ausgeschlossene von Jesus gesucht und gefunden wurde! Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies nur eine Sondervorstellung war, die im ersten Jahrhundert passierte. Hier zeigt Jesus gerade jene Haltung, die ihn in unseren Augen groß und liebenswert macht. Er ist noch immer der treue Hirte seiner Schafe. Er lässt sie nicht allein!

Durch seine edle Haltung  nimmt uns Jesus Christus die Angst vor einem Gemeinschaftsentzug, wenn derselbe nur darauf basiert, dass wir die Wahrheit des Wortes Gottes vertreten haben! Wir haben die Wahrheit nicht zu fürchten! Die Wahrheit muss nur von denen gefürchtet werden, die sie nicht lieben, weil sie nicht in ihr Konzept passt, weil sie Gott nicht kennen, weil sie blind sind.

Damit sind wir wieder bei den Pharisäern, denn zu ihnen sagte Jesus, dass er zu dem Zweck in die Welt gekommen sei, damit die „Blinden“ sehen könnten und die „Sehenden“ blind würden. Die Pharisäer konnten – weil sie eben blind waren – nicht einsehen, dass sie gemeint waren. Und sie fragten Jesus: „Sind wir etwa auch blind?“ Jesus antwortete: „Wenn ihr blind wart, Hättet ihr keine Schuld. Aber jetzt behauptet ihr: Wir sehen! Damit bleibt eure Schuld bestehen!

Es geht also um das wahre Sehen, um das Sehen mit dem Herzen. Jesus sprach verschiedentlich über dieses Sehen. Für ihn war es oft das Erkennen des Höchsten, die Wahrnehmung Jehovas und alles, was damit verbunden ist. Es war nicht das „Aufnehmen von Erkenntnis“, das ewige Studieren, sondern das Sehen Gottes mit den Augen des Herzens. (Wir finden dieses Sehvermögen in der Bibel immer wieder: Wir finden es z. B. bei Hiob 19:26, 27; 42:5, bei Moses 2. Mose 33:11 bei David Ps. 17:15, bei den Propheten und ersten Jüngern Jesu.)

Wie kommt man zum wahren Sehen?

Ein Erlebnis des Propheten Moses kann uns die Antwort geben. Paulus nimmt darauf Bezug in 2. Kor. 3:12-16: Hier nimmt der Apostel auf die Tatsache Bezug, dass Moses, nachdem er mit Jehova gesprochen hatte und sein Gesicht übernatürlich leuchtete, einen Schleier über seinem Gesicht trug. Und Paulus meinte, dass so ein Schleier auf den Herzen der Juden lag, so dass sie blind waren, wenn aus den Schriften des alten Bundes vorgelesen wurde. Damit wollte er sagen, dass sie nicht in der Lage waren, den Hintergrund des Gesetzes und seine wahre Bedeutung zu erkennen. Sie blieben am „Buchstaben“ hängen; sie wurden kleinliche Legalisten, die den tiefen Sinn des Gesetzes nicht sahen, weil die Herzen blind blieben. Bis heute haben die orthodoxen Juden nicht begriffen, dass das Gesetz Moses in der Forderung nach Liebe zu Gott und dem Nächsten seinen Erfüllung findet. Statt dessen ist das Gesetz unter vielen Kommentaren und zusätzlichen Geboten erstickt worden. Eine unüberschaubare Flut von Menschengeboten regelt jede Kleinigkeit des menschlichen Lebens. Und das erinnert mich stark an die Regelwut von JW.ORG, an den dadurch bedingten Verlust an Freiheit, Gewissensfreiheit und Liebe. Denn wenn „Anweisungen“ alles regeln sollen, kann die Liebe nicht zum Ziel kommen!

Der Apostel schreibt: „Ja, bis heute liegt, so oft Moses gelesen wird, ein Schleier auf ihren Herzen. Doch wenn eine Umkehr zum Herrn erfolgt, wird der Schleier weggenommen. Der Herr wirkt nämlich durch seinen Geist, und wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit.

Das wahre Sehen wird also vom Himmel bewirkt! Das ist es, was Paulus zum Ausdruck bringen wollte: Der Schleier wird erst dann von unseren Herzen genommen, wenn wir uns an Jesus Christus halten, wenn wir zulassen, dass er bei uns „Wohnung nehmen“ kann (Joh. 14:23), wenn wir zulassen, dass er unser alleiniger Führer und Erlöser ist!

Solange aber Menschen durch JW.ORG daran gehindert werden, Jesus als ihren alleinigen Führer und Hirten zu sehen, solange Jesus nur Staffage, aber nicht der Mittelpunkt unserer christlichen Hoffnung ist, bleibt der Schleier liegen. Solange Jesus nicht in der radikalen Wahrheit des Wortes „Erlöser“ der einzige Mittler für uns ist, wird man als Mensch in der Finsternis bleiben. Wir müssen einsehen, dass Jesus viel mehr als nur ein „Vorbild“ ist, das dazu verwendet wird, uns zu christlichen Verhaltensweisen anzuspornen. Gewiss, er ist für uns ein Vorbild im Glauben und in der Gottergebenheit, aber er ist doch viel, viel mehr! Er ist unser ERLÖSER, er ist unser König und Mittler. Er soll uns durch sein Blut mit Gott versöhnen! Nur mit dem „Vorbild“ allein wäre es nicht getan. Wenn wir Jesus in seiner wahren Bedeutung erkennen, kann sich an uns erfüllen, was durch Jesaja prophezeit worden ist: „Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden; dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch und aufjauchzen wird die Zunge des Stummen. Denn es brechen Wasser hervor in der Wüste, und Bäche in der Steppe;“ Jes. 35:5, 6

„Ich, Jehova, ich habe dich gerufen in Gerechtigkeit und ergriff dich bei der Hand; und ich werde dich behüten und dich setzen zum Bund“ des Volkes, zum Licht der Nationen: Um blinde Augen aufzutun, um Gefangene aus dem Kerker herauszuführen, und aus dem Gefängnis, die in Finsternis sitzen.Jes. 42:6, 7; 61:1

Diese Texte hat Jesus auf sich bezogen, als er in der Synagoge von Nazareth aus dem Propheten Jesaja las (siehe Luk. 4:18, 19). Solange sich aber eine Organisation, ein menschliches Gebilde, zwischen uns und Jehova drängeln will und wir es zulassen, kann sich das Wort Gottes nicht an uns erfüllen. Die Augen werden erst dann geöffnet, wenn wir den Mut haben, wie der geheilte Blinde, vor Jesus auf die Knie zu gehen und zu ihm sage: „Ich glaube Herr!

Mag ich nicht (1)

21 Kommentare zu “Wahres Sehen

  1. de facto

    Hab grad gelesen, dass die ORG in Großbritannien ihren Status als Hilfsorganisation aberkannt bekommen hat.
    Dieser Status hatte einige Steuerbefreiungen und andere Rechte beinhaltet.
    Die Berufung gegen diese Entscheidung wurde nun auch abgelehnt..

    http://www.charity.tribunals.gov.uk/documents/decisions/Watch-Tower-ruling-03Mar15.pdf

    Wir dürfen gespannt sein welche Auswirkungen dies auf aktuelle Bauprojekte haben wird.
    Ich rechne mit der nächsten Spendengala.

    1. haraschmi

      Hallo Bird,

      Danke für diese aufschlussreiche Meldung. Hier wäre es sicher interessant, mehr Hintergründe zu erfahren. Wäre das mit der Aberkennung des K.d.ö.R.-Status in Deutschland vergleichbar?

      Gruss Haraschmi

  2. haraschmi

    Hallo Matthäus,

    Dein Bericht hat mich echt platt gemacht.
    Wie kann man so ein Attest nicht akzeptieren?
    Wieso akzeptieren die Spacken nicht die Bibel sondern nur das Gelaber der glorreichen 7 aus Brooklyn?
    Man müsste sich echt mal die Mühe machen, jeden WT usw. zu lesen und die Gesetze der JZ aufzulisten. Ich glaube die Thora ist nix dagegen.

    1. Petrus111

      Hallo Haraschmi und Matthäus,
      Matthäus, Dein Bericht hat mich nicht "platt" gemacht, denn ich habe ähnlich krasses erlebt.
      Haraschmi,
      Das Problem sind die vielen "Gesetze", noch problematischer ist, dass sog. Älteste das , was sie aus ihren eigenen Schriften zitieren oder einem Delinquenten im Verfahren zum Lesen geben, selbst vorher nicht lesen und - darauf angesprochen, den Inhalt nicht (ich betone: nicht!!!) erklären können , jedoch dennoch an Ihrem für sie selbst nicht erklärbaren Urteil festhalten.
      Also nichts anderes als das, was Matthäus berichtet hat.

      Heute bin ich froh, dass ich nicht überzeugen konnte und da also raus bin.
      Da es zu diesem Artikel passt: werde ich später meine Erfahrungen genauer berichten.

      Beste Grüße

      Petrus111

      1. Petrus111

        Liebe Freunde,
        ich versprach, meine Erfahrungen - bezogen auf die Erfahrungen von Matthäus - genauer zu berichten.
        Mehrfach habe ich auszugsweise berichtet; ich fasse meine Erfahrungen einmal umfangreich zusammen.
        Ich bin als JZ erzogen worden, bin aus meinem Elternhaus relativ früh ausgezogen, war jedoch nicht als JZ getauft. In einer neuen Versammlung machte ich sehr gute Erfahrungen mit Menschen, die mir sehr geholfen haben. Mit 20 Jahren ließ ich mich (überzeugt) taufen.
        Mit etwa 40 Jahren wechselte ich die Arbeitsstelle; ich war in einem sozialen Bereich tätig und mir wurden verschiedene Ehrenämter angetragen, die teils in Mischform ausführbar waren - also vom Arbeitgeber mitgetragenes zeitliches Engagement.
        5 Jahre lang habe ich diese insgesamt 3 verschiedenen Tätigkeiten ausgeführt; oft standen diesbezügliche Presseberichte in der Zeitung.
        Eines Tages kam ein Ältester, wedelte mit diesen Zeitungsausschnitten herum und meinte, er könne nicht glauben, was da über mich in der Zeitung stände.
        Meine Antwort war: alle diese Tätigkeiten übe ich im Zusammenhang mit meinem Beruf aus (das sollte das Argument entkräften, dass ich meine Zeit für "die Welt" einsetze); alle diese Tätigkeiten stehen nicht im Widerspruch zu den religiösen Grundsätzen von JZ; im Gegenteil seien die Ziele sogar vielfach deckungsgleich, nur eben nicht durch eine theologische Rechtfertigung getragen.
        Zwei weitere Jahre geschah NICHTS.
        Ich fragte in dieser Zeit mehrfach nach, ob noch Fragen offen seien, ob ich mit Informationen beitragen könne oder ob man immer noch Probleme mit meinen Tätigkeiten hätte.
        In diesem Zeitraum waren 3 Kreisaufseher in unserer Versammlung, zwei davon besuchten mich zu Hause und befragten mich im Plauderton über meine "Hobbys". Ich gab bereitwillig Auskunft.
        Dann wurde mir erklärt, man möchte ein Gespräch mit mir führen; es war offensichtlich, dass ein Komitee sich mit mir unterhalten wollte.
        Ich erklärte, jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung zu stehen, jedoch wünsche ich VOR diesem Gespräch, zu erfahren, um was es gehe und weiter alle Informationen zu erhalten, die man über die Gesprächsangelegenheit zur Verfügung habe. (ein Anwalt würde das wohl "Akteneinsicht" nennen).
        Dies wollte man ausdrücklich nicht tun - worauf ich erklärte, dann auch für kein Gespräch zur Verfügung zu stehen.
        Eines Tages stellten sich mir am Ende einer Zusammenkunft 2 Älteste in den Weg und erklärten mir: ich hätte durch mein Tun zu erkennen gegeben, kein JZ mehr sein zu wollen; dies werde man am nächsten Freitag bekannt geben.
        (was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: ein Komiteeverfahren umfasst andere Rechte des Angeklagten als ein Verfahren, wonach das Verlassen der Gemeinschaft festgestellt wird. Beim "Verlassen der Gemeinschaft" handelt es sich um ein (angeblich) offensichtliches Tun eines JZ; dieses wird nur festgestellt und bekannt gegeben. Ein Beispiel wäre: ein JZ tritt in eine andere Religionsgemeinschaft ein - und das ist dann auch offensichtlich, weil dieser ehemalige JZ am Wohltätigkeitsstand dieser Religionsgemeinschaft für diese Religionsgemeinschaft Werbetraktate verteilt).)

        Ich war total geschockt - paralisiert - habe diverse Leute angerufen - und ein Ältester hat das Verfahren der Bekanntgabe meines Austritts gestoppt.

        Ich wurde dann (freundlich) gebeten, meinen Standpunkt zur Sache schriftlich darzulegen.
        Dies habe ich auf 30 (in Worten: dreißig) Seiten äußerst ausführlich getan.
        (schon das war ein Fehler; es ist die Umkehr der Beweislast. Nicht ich muss darlegen, dass ich nichts Unrechtes tue, sondern man muss mir beweisen, dass ich etwas Unrechtes tue).
        Zwei von drei Vorwürfen waren dann nicht mehr Gegenstand des Verfahrens - sie wurden stillschweigend fallengelassen. Es blieb noch ein Vorwurf: meine Aktivitäten seien eine Verletzung der Neutralität, wie JZ diese verstehen.
        Auf weiteren 50 Seiten verschiedener Schriftsätze argumentierte ich, dass eine Neutralitätsverletzung nicht vorliege.
        Da ich mich also - mangels Argumenten der JZ - nicht überzeugen ließ, wurde eine weitere Besprechung anberaumt. In dieser Besprechung wurden mir Auszüge der WT-Literatur ausgehändigt - diese möge ich lesen und zu den notwendigen Erkenntnissen kommen.
        Ich las diese und hatte zahlreiche Fragen. Diese Fragen habe ich formuliert und an das Komitee übermittelt.
        2 Monate später gab es ein erneutes Treffen, bei dem klar wurde, dass die Ältesten des Komitees die Literaturauszüge selbst nicht kannten, auf Fragen somit allein mangels Kenntnis der Texte nicht antworten konnten, jedoch auch nicht in Aussicht stellten, auf meine Fragen noch eingehen zu wollen.
        Sehr kurios war folgendes: ein Ältester des Komitees hatte sich gut vorbereitet - er wollte - ganz weltoffen - aus Wikipedia den Grundsatz der Neutralität erklären.
        Auf meinen Hinweis, dass schon die Politesse nicht neutral sei, weil sie gegen das Falschparken vorgehe und ja wohl jeder einen Standpunkt vertrete, wenn er beispielsweise für eine Behörde arbeite, war diese Argumentationskette schon am Anfang zu Ende.
        Man hat mir in dem davorgehenden Gespräch eine Frist von 6 Monaten gesetzt, meine angeblich neutralitätsverletzende Tätigkeit einzustellen; dies hat man 2 Monate später bekräftigt, die Frist verstreichen lassen und danach meinen Austritt aus der Gemeinschaft bekanntgegeben.
        Alle meine Freunde bei JZ waren über den gesamten Sachverhalt informiert; hatten mit mir Umgang und Kommunikation bis zu dem Tag, als dies bekannt gegeben wurde. Seitdem ist Funkstille.
        Wenn das jetzt ein JZ liest, der mich kennt, dann weiß der angesichts der zahlreichen Details sehr genau, wer hier schreibt - und es ist mir nun egal.
        Dank Bruderinfo - Aktuell bin ich immer besser informiert, gestärkt, ermuntert im Glauben, freue mich über die Gnade und Güte unseres Herrn Jesus und fühle ich sehr wohl.
        Ich bin dankbar.
        beste Grüße
        Petrus111

        1. bruderinfo1

          Lieber Petrus,

          vielen Dank für Deinen kurzen Bericht. Man muss schon ziemlich verbohrt, engstirnig und indoktriniert sein um eine solche Farce zu veranstalten. Anstatt stolz auf ZJ wie Dich zu sein und damit aller "Welt" zu zeigen, wie positiv ZJ auf die Gesellschaft wirken, wird die jw.org Ideologie durchgesetzt.

          Traurig aber wahr, aber vlt musste alles so passieren um die Glaubensfreiheit zu erlangen.

          Lg
          Bruderinfo1

        2. Hallo Petrus111,
          wieder einer der erschütternden Berichte wie die WTG mit wirklich einsazfreudigen, motivierten und meinungstarken Mitgliedern umgeht. Diese Sorte Menschen passt nicht in ihr Konzept und stellen eine Gefahr für die Organisation dar, haben sie doch eine klare Meinung, äußern diese sogar und lassen sich nicht vera..... ( ups).
          Alle anderen Organisationen würden sich solche Mitglieder wünschen.
          Liebe Grüsse
          Nachdenker

    2. Omma@haraschmi

      Lieber haraschmi,

      wenn du das Buch von Ray Franz hast, Auf der Suche nach christlicher Freiheit, (Kannst du auch im Internet runterladen), dann kannst du einen "kleinen" Einblick von dem erahnen, was dich erwartet.

      Siehe die Seiten 219 bis 222 des Buches. Und das sind nur die 174 Titeleinträge!

      Viel Spass beim Nachforschen. Es grüßt dich Omma

  3. Omma@Tilo

    Lieber Tilo,

    ein wunderbarer und Glauben stärkender Artikel! Ich danke unsere Beiden Höchsten immer wieder für Menschen, wie dich, die uns im Glauben stärken, und uns zeigen, dass wir keine Angst haben müssen, den rechten Weg zu gehen, denn sie helfen uns! Und ich danke auch dir, dass du dich gebrauchen lässt!

    1. Petrus 4:10 (NGÜ)
    10 Jeder soll den anderen mit der Gabe dienen, die er ´von Gott` bekommen hat. ´Wenn ihr das tut, erweist ihr euch` als gute Verwalter der Gnade, die Gott uns in so vielfältiger Weise schenkt.

    Ich wünsche dir viele ARTIKELBEZOGENE Kommentare, die unseren Glauben noch weiter stärken.

    Du hast Recht: "Das wahre Sehen wird also vom Himmel bewirkt!" Und was macht Satan der Teufel?

    2. Korinther 4:3,4 (NGÜ)
    3 Wenn das Evangelium, das wir verkünden, trotzdem wie mit einer Decke verhüllt ist, dann ist das bei denen der Fall, die verloren gehen,
    4 weil sie der Wahrheit keinen Glauben schenken. DER GOTT DIESER WELT HAT SIE MIT BLINDHEIT GESCHLAGEN, SODASS IHR VERSTÄNDNIS VERFINSTERT IST und sie den strahlenden Glanz des Evangeliums nicht sehen, den Glanz der Botschaft von der Herrlichkeit dessen, der Gottes Ebenbild ist – Christus.

    Noch einmal ganz, ganz lieben Dank für deinen erbauenden Artikel, und sei ganz herzlich gegrüßt von Omma & Oppa

  4. Argentum an TdW

    Genau TdW,
    und immer schön den Kontext beachten:

    2.Korinther 3:15-18
    15 Ja, bis heute liegt diese Decke auf ihrem Herzen, wenn aus den Schriften Moses gelesen wird. 16 Sie wird erst weggenommen, wenn das Volk sich zum Herrn wendet. 17 Der Herr ist aber der Geist Gottes, und wo dieser Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. 18 Deshalb schauen wir alle die Herrlichkeit des Herrn mit aufgedecktem Gesicht an. Wir sehen sie wie in einem Spiegel und werden so seinem Bild immer ähnlicher, denn seine Herrlichkeit verwandelt uns. Das alles bewirkt der Geist des Herrn.
    2.Korinther 4:
    1 Deshalb lassen wir uns in diesem Dienst, den wir durch die Barmherzigkeit Gottes empfangen haben, nicht entmutigen. 2 Wir haben uns von allen beschämenden Heimlichkeiten losgesagt. Wir arbeiten weder mit Tricks noch verfälschen wir das Wort Gottes, sondern lehren die Wahrheit ganz offen. Dadurch empfehlen wir uns vor den Augen Gottes dem Gewissensurteil aller Menschen. 3 Wenn unsere gute Botschaft dennoch verhüllt erscheint, so ist das nur bei denen der Fall, die ins Verderben gehen, 4 bei den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt das Denken verdunkelt hat, damit sie das helle Licht des Evangeliums nicht sehen: die Botschaft von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Ebenbild ist. 5 Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus als den Herrn. Und weil wir zu ihm gehören, betrachten wir uns als eure Diener. 6 Denn der Gott, der einst aus der Finsternis heraus Licht aufleuchten ließ, hat das Licht auch in unseren Herzen erstrahlen und uns die Herrlichkeit Gottes auf dem Angesicht von Jesus Christus erkennen lassen.

  5. Diese Anmerkung:

    >>> Wer heute z. B. über das Jahr 1914 mit der Organisation diskutieren wollte, müsste erleben,
    dass man seine ehrlichen Argumente gar nicht beachtet und ihm die Gemeinschaft entzieht,
    wenn er nicht klein beigibt. <<<

    …möchte ich durch meine eigene Erfahrung bestätigen. Als ich zu einem (UN) Rechtskomitee vorgeladen
    wurde, habe ich schriftlich Stellung genommen. Ich wollte erstens eine klare schriftlich Formulierung der Anklage, die wurde mit den Worten "das ist nicht vorgesehen" abgewiesen. Ich bin dann auch aus Gründen einer psychischen Belastung (mit ärztlichem Attest für Suizid) nicht zum Komitee gegangen.

    Mein Schwiegersohn, damals auch Ältester in der Versammlung wollte für mich Partei ergreifen , auf dieses Attest angesprochen, sagte der Älteste und SoPio: "Da könnte ja jeder kommen und ein Attest vorlegen um sich der Verantwortung zu entziehen!"

    … ja das sind die "liebevollen Hirten", die im Auftrag Jesu amten, der deutlichst mehrfach Barmherzigkeit und Vergebung angeordnet hat. Nebenbei verlangt er für die Aufrichtung des Königreiches (siehe Apg. 1:6,7) keine Berechnungen und Zeitangaben zu machen.

    Meine schriftliche Stellungnahme (nach dem ausgesprochenen GM Entzug) war dann u.a. auch dies:

    Sind Menschen („Sklaven“) höher zu bewerten als Gott, sein Wort oder Jesu Aussagen? Die Lehre nach Apg. 5:29 ist eindeutig und ich erlaube mir die gleiche Frage wie Petrus zu stellen: siehe Apg. 4:19 !!!
    Nur weil ich mit gutem Grund kein Sklave von Menschen sein will, nur deshalb wurde mir die Gemeinschaft entzogen. Die damals genannten Gründe, mit den genannten Zeugen (die keine waren), lieferten keinen Grund für einen Gemeinschaftsentzug!

    *** w98 15.3. S. 18 Wessen Sklave möchte man sein?
    „Wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit“ (2. KORINTHER 3:17).
    2 Als Gott hingegebene Diener sind Zeugen Jehovas verpflichtet, die Anweisung Jesu zu befolgen....
    4 ..... achten Jehovas Zeugen sorgfältig darauf, wie sie sich ausdrücken. Statt zu sagen: „Die Gesellschaft lehrt . . .“, verwenden viele Zeugen Jehovas Formulierungen wie: „In der Bibel heißt es . . .“ oder: „Gemäß meinem biblischen Verständnis . . .“ Dadurch weisen sie nachdrücklich auf die persönliche Entscheidung hin, die jeder Zeuge Jehovas bei der Annahme biblischer Lehren getroffen hat, und vermeiden es außerdem, den falschen Eindruck zu erwecken, Jehovas Zeugen würden irgendwie dem Diktat einer religiösen Sekte unterliegen."

    Meine weiteren Argumente:

    Ihr solltet doch versuchen einem „Fehltretenden“ sein „verkehrtes Denken“ nach Gal. 6:1 zurecht zu bringen. Ich erinnere mich an so manche Ä-Schulung, das Ä die Verantwortung und Aufgabe haben einen Sünder zur Reue zu führen versuchen sollten. In meinem Fall gab es nur Anklage (mit „falschen“ Zeugen), Verurteilung und Strafe! (wer fordert in Jes.1:18 wozu auf – Klag.3:22?)

    Da ich zum Komitee ja mangels klarer Zeugenaussagen oder biblisch belegter Anklagepunkte (siehe WT Zitate), nicht gekommen bin, hoffte ich auf ein faires bzw. gerechtes Berufungskomitee. Doch nicht nur meine eigene Einschätzung, sondern auch die Beurteilung der von mir mitgebrachten Zeugen, ein guter Freund der selbst Ä war sagte : „ ... Hermann könnte auf den Knien hineinrutschen – der Ausschluss ist beschlossene Sache!“, sagt eigentlich alles. Deshalb habe ich sehr schnell den „Kampf“ aufgegeben, was ich mit nur einem Beispiel belegen darf.

    Die Ä vom Berufungskomitee wollten mich mit einer Aussage des Johannes aus der Offenbarung belehren : „...die Braut folgt dem Lamm ungeachtet wohin es geht!“ Darauf meine bescheidene Frage: „.....warum folgt dann die Braut der Aussage des Herrn Jesus nach Apg. 1:6 – , .... es ist nicht euere Sache über Zeit und Zeitpunkte (Aufrichtung des Königreiches) Angaben zu machen - nicht nach?`“

    Br. Hobls Erwiderung habe ich heute noch im Ohr als wäre es gestern gewesen: „...ja den Zeitpunkt für das Gericht wissen wir nicht!" Darauf meine unverständige Nachfrage: „WAS fragten die Jünger ...., nach einem Zeitpunkt für das Gericht oder nach dem Zeitpunkt für die Aufrichtung des Königreiches ???“
    (....den Zeitpunkt hat Jehova in SEINE Rechtsgewalt gesetzt!)

    Keiner der anderen 5 "weisen Männer" hatte den Mut für die Wahrheit Partei zu ergreifen, ganz zu schweigen dass ein Ä über mich zu Gericht sitzt und nicht einmal weiß was die Lehre Jesu zu obiger Bibelstelle ist. Seine verlegene Antwort auf mein unverständiges nachfragen: „ ...ja das Licht wird heller und heller.“ Auch hierbei kein Eintreten der anderen Ä für das was die Wahrheit ist. Und genau deshalb wurde mir die Gemeinschaft entzogen, weil ich der Lehre von Menschen, die noch dazu sehr oft, genau unter dieser Prämisse ihre Änderung mit heller werdenden Licht rechtfertigt, nicht absoluten Gehorsam und Glauben schenke. Die Frage muß erlaubt sein – wer bleibt bzw. blieb hier nicht in der Lehre Christi?
    Siehe auch 1.Kor. 13:1-7: Eechte Liebe freut sich an und mit der Wahrheit - entsprecht Ihr als Ä einer solchen Liebe?

  6. Täter des Wortes

    bei diesem Artikel musste sich sofort an 2. Korinther 4:3, 4 denken:
    "Wenn nun die gute Botschaft, die wir verkündigen, tatsächlich verhüllt ist, so ist sie unter denen verhüllt, die zugrunde gehen,  unter denen der Gott dieses Systems der Dinge den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit das erleuchtende Licht der herrlichen guten Botschaft über den Christus, der das Bild Gottes ist, nicht hindurchstrahle."

    Wir erleben täglich wenn wir unserem Predigtauftrag nachkommen wie sehr Satan der Teufel den Sinn der Ungläubigen verblendet hat. Sie wollen die Wahrheit und die gute Botschaft über Jesus einfach nicht erkennen. Aber das erwarten wir ja auch nicht. Jesus sagte ja voraus:
    (Matthäus 7:13, 14) . . .denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden. . .

    Wichtig ist deshalb für alle, die nicht geistig blind sind, wachsam zu bleiben damit sie es nicht werden.
    Einige sind aus den Bergen von Pella zurück gekehrt und haben dadurch ihr Leben verloren.

    1. turtle@TdW

      Und viele haben nicht gemerkt, dass es Zeit ist zu gehen. Und nicht der wurde gerettet, der einer bestimmten Gruppe oder Organisation angehört hat sondern jeder musste seine eigene Entscheidung treffen.
      Es gibt auch heute einige, die wieder zur Organisation zurückkehren, weil sie den Verlust der Familie oder "Freunde" nicht verkraften.

    2. Tilo

      Lieber TdW!
      Du schreibst, dass einige die schützenden Berge von Pella verlassen haben und umkamen. Woher hast du diese Information? Oder ist es nur eine lebhafte Fantasie?

      Du wirst dich bestimmt daran erinnern, dass jeder von uns nicht aus eigener Kraft steht. So bete ich also daum, dass es uns möglich ist, all den Versuchungen und der falschen Propaganda der WT- Gesellschaft zu entgehen. Auch das hat mit dem wahren Sehen zu tun!
      Ich weiß genau, dass Jesus uns durch seine Engel beschützen lässt. Es kommt also auf unser eigenes Vertrauen an.

      Noch etwas: Predigtauftrag - ich konnte bei vielen Menschen mithelfen, dass sie sehend wurden. Aber ich habe viele Blinde unter meinen Brüdern in der Versammlung. Sie blicken mit Verachtung auf die Menschen, die ablehnend auf JW.ORG reagieren. Wohlgemerkt, sie lehnen nicht unbedingt die Bibel ab, sondern JW.ORG. Und leider muss ich sagen, dass ich unter dem Logo von JW.ORG gar nicht predigen kann. Ich kann nur mit der Bibel predigen und was JW.ORG neuerdings ablässt, ist nicht immer biblisch. (Siehe 1914 u. ä.) Du wirst ja wissen, was an Kritik hier auf BI schon veröffentlicht worden ist. Es gibt also viele Themen, die man aus Respekt vor Jehova und der Wahrheit nicht verkündigen darf! Und dann habe ich noch ein Problem: Meine Brüder führen die Menschen zur Organisation, ich will sie zu Gott führen. Aber wenn ich mit einem Ältesten in den PD gehe, dann müsste ich heucheln, um ihn nicht in Schwierigkeiten zu bringen (und mich ebefnalls). Also kann ich nur als Privatmann predigen und es dem Himmel überlassen, was bewirkt wird.
      Tilo

      1. Danke Tilo, dass wir an deinen Inneren Gedanken teilhaben dürfen. Es bewegt mich, wenn ein geistig gesinnter Mensch genau dieselben Gedanken und Gefühle, zu schaffen machen, wie mich seit einigen Jahren. Besonders seit es JW.org mit dem Logo gibt. Es macht mich traurig, wenn man den Namen Jehova mit einem LOGO, als wäre es ein Waschmittel oder eine Einkaufskette, in den Schmutz zieht.

        In 2. Mose 20:7 steht: „Du sollst den Namen Jehovas deines Gottes nicht in unwürdiger Weise gebrauchen, denn Jehova wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen in unwürdiger Weise gebraucht“.

        Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, da noch Erfurcht vor Jehova vorhanden war. Auch durfte ich viele geistig gesinnte Brüder kennenlernen, die von JESUS ALS IHREN HERRN sprachen. Es war ein inneres Feuer, das sie antrieb mit Eifer und Freude zu predigen. Das taten sie in erster Linie mit der Bibel, die sie gut kannten (meistens verschiedene Übersetzungen). Die Organisation war nur Mittel zum Zweck.

        Irgendwann hat sich das Blatt gewendet und es macht Angst, wenn man zusehen muss wie sich alles entwickelt.

        Also zurück zur Bibel! GOTTES GEIST WIRKT DURCH GOTTES WORT!

        1.Kor 2:16 Es steht ja schon in der Heiligen Schrift: „Wer kann die Gedanken des Herrn erkennen, oder wer könnte gar Gottes Ratgeber sein? Nun wir haben den Geist Christi empfangen. (HfA)
        LG Noomi

    3. Dominikus KLEIN

      Ein Ungläubiger an Täter des Wortes!
      Du schreibst: "Wir erleben täglich wenn wir unserem Predigtauftrag nachkommen wie sehr Satan der Teufel den Sinn der Ungläubigen verblendet hat.
      Sie wollen die Wahrheit und die gute Botschaft über Jesus einfach nicht erkennen."
      Mag stimmen Täter, aber eines erkennen wir glasklar, DIE VERLOGENHEIT DER WACHTTURMSEKTE...ja zugegeben, es kann amüsant sein diese Clowns der sogenannten "leitenden Körperschaft" anzugucken ...also mein Lieblingsclown ist Morris III...aber was hat dass mit der Wahrheit und der guten Botschaft
      Jesus zu tun???
      Gruß Domi

      1. Tommy

        Hi Dominikus,
        eine interessante Frage und ein wahres Wort.
        Bin auf die Antwort gespannt, befuerchte aber, dass der Wachtturm und aehnliche Publikationen darauf keine Antwort bringen.
        Tommy

    4. Ron West@ Täter des Wortes

      Hallo Täter des Wortes,

      Wo steht folgendes in der Bibel?: "Einige sind aus den Bergen von Pella zurück gekehrt und haben dadurch ihr Leben verloren."

      Du sagst auch: ". . .denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden. . ."

      Jesus behauptete mehrmals von sich: "Ich bin die Tür." (Johannes 10:7; 10:9)
      Auch sagte Jesus: " Ich bin der Weg..." (Johannes 14:6)

      Somit ist für mich ganz klar, das wenn Jesus wie er selbst sagt die Tür oder das Tor und der Weg ist, ich ersteinmal zu ihm finden muß. Wenn ich Jesus gefunden habe (sozusagen die Tür gefunden habe) befinde ich mich auf dem richtigen Weg.

      Doch du sprichst in Deinem Kommentar von dem Predigtdienstauftrag. Zeugen Jehovas gehen predigen, das stimmt. Doch predigen sie so, das die Menschen zu Jesus (der Tür) finden und dadurch den Weg finden?
      Wenn Du ehrlich bist, mußt Du dies mit einem "NEIN" beantworten.

      Überprüfe Dich selbst einmal, ob Du nicht bereits mit Blindheit geschlagen bist. Überprüfe Deinen Glauben und überprüfe ob es sich so verhält wie es die JW.Org Dir vermittelt. Tust Du dies nicht, bist gehörst auch Du zu jenen die nicht wachsam sind.

      Eines solltest Du, wenn Du nicht blind bist bereits schon seit dem Zeitpunkt, da Du hier auf diesem Forum liest und mitschreibst erkannt haben: "Wenn nun die gute Botschaft, die wir verkündigen, tatsächlich verhüllt ist, so ist sie unter denen verhüllt, die zugrunde gehen,  unter denen der Gott dieses Systems der Dinge den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit das erleuchtende Licht der herrlichen guten Botschaft über den Christus, der das Bild Gottes ist, nicht hindurchstrahle.“

      Jehovas Zeugen predigen nicht die gute Botschaft, die in Deinem angegeben Bibeltext gemeint ist. Deshalb verhindern sie damit, dass das erleuchtende Licht der herrlichen guten Botschaft über den Christus, der das Bild Gottes ist, hindurchstrahle.
      Ein Predigtwerk der Jehovas Zeugen unterstützen und dies tust Du ja gemäß Deinem Kommentar, dann trägst Du eventuell dazu bei, das das Licht der guten Botschaft über den Christus nicht hindurchstrahlt.

      Ron

    5. Lieber Täter des Wortes,

      ich schreibe Dir jetzt eigentlich nur, weil mir in Deinem Kommentar ein Satzteil positiv aufgefallen ist... Du schreibst: "Sie wollen die Wahrheit und die gute Botschaft ÜBER JESUS einfach nicht erkennen." Damit hast Du ja Recht und es ist sogar in Wirklichkeit noch bedeutender, denn sie erkennen IHN selbst nicht, Jesus!

      Warum auch immer Du jetzt in diesem Forum schreibst, ob Du einen Auftrag von jw.org bekommen hast oder es Dein eigenes persönliches Anliegen ist, fest steht: Du bist hier, liest und schreibst.
      Wir alle haben unsere Gründe hier zu sein und uns herrlich ermunternd über unseren Erlöser auszutauschen. Der Artikel von Tilo ist so wunderbar, mit so viel Liebe, Demut und Dankbarkeit geschrieben, dass es mein Herz mehr als erwärmt hat und meinen Glauben stärkt. Dir vielen Dank dafür, Tilo!

      Unser lieber Vater reicht JEDEM seine Hand, so auch Dir und möchte uns liebevoll zu seinem Sohn ziehen, denn nur durch ihn kommen wir zum Vater. Es liegt an uns diese Hand anzunehmen und sich ziehen zu lassen. Ich unterstelle Dir jetzt einfach mal, dass Du ein wirklich aufrichtig glaubender, lieber, demütiger Mensch bist, der unseren Vater liebt und seinen Willen tun möchte. Bestimmt ist es so! Also, trau Dich einfach, nimm seine Hand und lass Dich ebenfalls ziehen! Du hast nichts zu verlieren, oder? Unseren Vater aufrichtig und demütig im Gebet um das ERKENNEN seinen Sohnes zu bitten, so wie es ja in Joh. 17:3 gesagt wird. Nicht "fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen", wie es fälschlicherweise in der NWÜ steht, sondern es geht darum IHN ZU ERKENNEN.

      Ich wünsche Dir sehr und aus vollstem Herzen, dass auch Du mit Hilfe des überaus machtvollen Heiligen Geistes die wahre Liebe Gottes erfahren darfst und der Schleier vor den Augen verschwindet! Und dann zusammen mit uns befreit unseren heiligen Vater und seinen Sohn zu preisen, bis in alle Ewigkeit...

      Und ich kann nur nochmal die letzten Worte des wunderschönen Artikels zitieren:

      "Die Augen werden erst dann geöffnet, wenn wir den Mut haben, wie der geheilte Blinde, vor Jesus auf die Knie zu gehen und zu ihm sage: „Ich glaube Herr!“

      Bitte lieber Täter des Wortes, versuch es, glaube und sieh was passiert!!
      Herzliche Grüße
      Schneeflocke

      1. Matthäus

        Grundsätzlich hast du rechte liebe Schneeflocke, der Vater zieht uns zu seinem Sohn, dadurch dass er in unsere Herzen sieht kann er unser Herz auch verstocken wie es diese Feststellung vom Johannnes Evangelium im Kap. 12 Zeigt - achte auch auf den Vers 43, das wäre auch ein Denkanstoß für Sandra die in ihrer Naivität (bewusst) glaubt uns mit einer Bibellehrerin zu beeindrucken oder sagen wir besser frotzeln zu wollen, glaubt sie den wirklich ein Mensch könne uns zum ewigen Leben führen? Hier die Worte Jesu:

        Jesus erwiderte: "Das Licht ist nur noch kurze Zeit bei euch. Nutzt diese Zeit, macht euch auf den Weg, bevor euch die Dunkelheit überfällt. Wer im Dunkeln geht, kann weder Weg noch Ziel erkennen. 36 Vertraut euch dem Licht an, solange ihr es habt, dann werdet ihr im Licht leben." Nach diesen Worten verließ Jesus die Menge und versteckte sich vor den Leuten.

        Nur wenige glauben

        37 Trotz aller Wunder, die er getan hatte, glaubten die Menschen nicht an ihn. 38 So sollte sich erfüllen, was der Prophet Jesaja vorhergesagt hatte: "Herr, wer glaubt denn unserer Botschaft? Wer erkennt, dass Gott es ist, der diese mächtigen Taten vollbringt?" 39 Jesaja hat auch den Grund genannt, weshalb sie nicht glauben konnten:

        40 "Gott hat ihre Augen geblendet und ihre Herzen verschlossen. Deshalb sehen sie nicht und sind nicht einsichtig. Sie wollen nicht zu mir umkehren, darum kann ich ihnen nicht helfen und sie heilen." 41 Jesaja konnte so reden, weil er die Herrlichkeit des Christus gesehen hatte. 42 Und doch gab es unter den führenden Männern des Volkes viele, die an Jesus glaubten. Aber aus Angst vor den Pharisäern bekannten sie sich nicht öffentlich zu ihm. Denn sie wollten nicht aus der Gemeinschaft des jüdischen Volkes ausgeschlossen werden.

        43 Ihnen bedeutete die Zustimmung der Menschen mehr als das Ansehen bei Gott. 44 Laut verkündete Jesus: "Wer an mich glaubt, der glaubt in Wahrheit an den, der mich gesandt hat. 45 Und wenn ihr mich seht, dann seht ihr den, der mich gesandt hat! 46 Ich bin als das Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht länger in der Dunkelheit leben muss. 47 Wenn jemand auf meine Botschaft hört und nicht danach handelt, so werde ich ihn nicht verurteilen. Denn ich bin nicht als Richter der Welt gekommen, sondern als ihr Retter. 48 Wer mich ablehnt und nicht nach meiner Botschaft lebt, der hat schon seinen Richter gefunden. Was ich verkündet habe, wird ihn am Tag des Gerichts verurteilen. 49 Denn ich habe nicht eigenmächtig zu euch geredet. Der Vater hat mich gesandt und mir gesagt, was ich reden und verkünden soll. 50 Und das ist gewiss: Was er mir aufgetragen hat, euch zu sagen, führt euch zum ewigen Leben! Deshalb gebe ich euch alles so weiter, wie der Vater es mir gesagt hat."

  7. Sylvia Geiser

    Lieber Thilo

    Danke Dir von Herzen für den wunderbaren Artikel, den Du wieder geschrieben hast. Ich lese sie
    immer gerne von Dir. Zum Glück gibt es Dich bei Bruderinfo-aktuell.

    Sei herzlich gegrüsst

    Sylvia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Dieses Captcha bewahrt uns vor Spam. *