Verwendung personenbezogener Daten — Deutschland

Auszug JW.Org. Zitat: “Wer Verkündiger wird, anerkennt, dass die weltweite

Religionsgemeinschaft von Jehovas Zeugen — einschließlich der örtlichen Versammlung von Jehovas Zeugen, dem örtlich zuständigen Zweigbüro und ähnlichen mit ihm zusammenarbeitenden Organisationen von Jehovas Zeugen — rechtmäßig personenbezogene Daten in Übereinstimmung mit ihren berechtigten religiösen Interessen verwendet.

Wie in dem Buch Organisiert, Jehovas Willen zu tun beschrieben, stellen Verkündiger ihrer Versammlung bereitwillig personenbezogene Daten zur Verfügung, um an religiösen Tätigkeiten in Verbindung mit ihrer Anbetung einen Anteil zu haben und um geistlichen Beistand zu erhalten (1. Petrus 5:2).

Verkündiger mögen Jehovas Zeugen zusätzliche personenbezogene Daten zur Verfügung stellen, wenn sie an weiteren religiösen Tätigkeiten teilnehmen. Personenbezogene Daten können Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Taufdatum, Kontaktdaten einschließen oder Informationen hinsichtlich des geistigen Standes, des Predigtdiensteinsatzes oder irgendeiner Funktion, die innerhalb von Jehovas Zeugen ausgeübt wird. Die Daten schließen Informationen ein, die die religiösen Überzeugungen des Verkündigers erkennen lassen und können auch andere sensible personenbezogene Daten beinhalten. Verwendung personenbezogener Daten kann das Erheben, Erfassen, Organisieren, Ordnen und Speichern von Daten bedeuten sowie vergleichbare Datenverarbeitungsvorgänge.

In diesem Land findet folgendes Datenschutzgesetz Anwendung:

Datenschutzgesetz (DSGJZ) von Jehovas Zeugen

Verkündiger stimmen auf Grundlage dieses Datenschutzgesetzes der Verwendung ihrer personenbezogenen Daten durch Jehovas Zeugen für religiöse Zwecke zu, einschließlich der nachfolgenden:

  • Beteiligung in Zusammenkünften einer örtlichen Versammlung von Jehovas Zeugen und an freiwilligen Diensten oder Projekten;
  • Entscheidung zur Beteiligung in einer Zusammenkunft, an einem Kreiskongress oder einem regionalen Kongress, wenn das Programm für die geistige Belehrung von Jehovas Zeugen weltweit aufgenommen und ausgestrahlt werden;
  • Übernahme von Aufgaben oder das Erfüllen gewisser Funktionen in der Versammlung, was einschließt, dass der Name des Verkündigers und seine Aufgabe an der Bekanntmachungstafel im Königreichssaal von Jehovas Zeugen ausgehängt wird;
  • Führung derVerkündigerberichtskarten der Versammlung;
  • Hirtentätigkeit durch Älteste von Jehovas Zeugen (Apostelgeschichte 20:28;Jakobus 5:14, 15);
  • Speicherung von Notfallkontaktdaten zur Verwendung im Notfall.

Personenbezogene Daten werden auf nicht näher bestimmte Zeit gespeichert, solange die oben genannten Zwecke oder andere berechtigte Interessen bestehen. Wenn ein Verkündiger das Formular Erklärung und Einwilligung hinsichtlich der Verwendung personenbezogener Daten nicht unterschreibt, mögen Jehovas Zeugen nicht in der Lage sein, seine Eignung für gewisse Funktionen in der Versammlung, oder zur Teilnahme an gewissen religiösen Tätigkeiten zu beurteilen.

Personenbezogene Daten können der Notwendigkeit und dem Zweck entsprechend an zusammenarbeitende Organisationen von Jehovas Zeugen weitergegeben werden. Verkündiger verstehen, dass sich manche zusammenarbeitende Organisationen von Jehovas Zeugen in Ländern befinden mögen, deren Gesetze unterschiedliche Datenschutzniveaus haben, nicht immer vergleichbar mit demjenigen des Landes, aus dem sie weitergegeben werden. Allerdings sind sich Verkündiger auch dessen bewusst, dass alle Empfänger ihrer personenbezogenen Daten, die zusammenarbeitende Organisationen in der Weltzentrale von Jehovas Zeugen in den Vereinigten Staaten einschließen könnte, diese Daten nur in Übereinstimmung mit der Weltweiten Datenschutzrichtlinie von Jehovas Zeugen verwenden werden.

Verkündiger haben hinsichtlich ihrer personenbezogenen Daten, die Jehovas Zeugen speichern, das Recht auf Auskunft und Berichtigung unrichtiger Daten sowie um Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung zu ersuchen. Verkündiger können hinsichtlich bestimmter zukünftiger Verwendungen ihrer personenbezogenen Daten ihre Einwilligung jederzeit widerrufen. Falls ein Verkündiger seine Einwilligung in die Verwendung seiner personenbezogenen Daten zurückzieht, mögen Jehovas Zeugen auf Grundlage ihrer berechtigten religiösen Zwecke zur Pflege und Verwaltung der Mitgliederdaten von Jehovas Zeugen weltweit oder eines anderen im Datenschutzgesetz verankerten Rechtsgrundes berechtigt sein, einige dieser personenbezogenen Daten ohne eine solche Einwilligung weiter zu verwenden. Verkündiger sind sich bewusst, dass sie das Recht haben, eine Beschwerde bei der Datenschutzaufsichtsbehörde des Landes, in dem sie gerade wohnen, einzureichen.

Jehovas Zeugen haben in Übereinstimmung mit dem Datenschutzgesetz verschiedene technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um personenbezogene Daten zu schützen. Verkündiger sind sich darüber im Klaren, dass nur einer begrenzten Anzahl von autorisierten Personen zur Erfüllung der oben genannten Zwecke Zugriff auf ihre personenbezogenen Daten gewährt wird.

Anfragen an den zuständigen Datenschutzbeauftragten können an folgende E-Mail-Adresse gesendet werden:

DataProtectionOfficer.DE@jw.org.

Verkündiger verstehen, dass die Identität und Kontaktdaten des für die Datenverarbeitung Verantwortlichen in dem Land, in dem sie wohnen und wo vorgesehen seines Vertreters und Datenschutzbeauftragten, auf der Seite „Data Protection Contacts“ auf jw.org zu finden sind.

Es kann sein, dass sich unsere Vorgehensweisen bezüglich Daten von Zeit zu Zeit ändern mögen aufgrund von Änderungen unserer religiösen Tätigkeiten, des Gesetzes oder der Technik. Sollte es jemals notwendig werden, diese Seite („Verwendung personenbezogener Daten“) zu ändern, werden wir die Änderungen auf dieser Seite veröffentlichen, damit Verkündigern immer bewusst ist, welche Informationen wir erfassen und wie wir sie verwenden. Um von Veränderungen Kenntnis zu nehmen, sollte diese Seite von Zeit zu Zeit wieder besucht werden.

“INTERNE ANWEISUNGEN FÜR DIE VERWENDUNG PERSONENBEZOGENER DATEN”

FEHLENDE EINWILLIGUNG

10. Ein erwachsener Verkündiger mag zunächst das Formular Erklärung und Einwilligung hinsichtlich der Verwendung personenbezogener Daten (S-290) nicht unterschreiben wollen. Ein Ältester sollte sich dann Zeit nehmen, um alle Fragen des Verkündigers zu beantworten. Oft mag eine genaue Erklärung dem Verkündiger helfen, bedenkenlos einzuwilligen. Auf keinen Fall sollte der Verkündiger jedoch das Gefühl haben, unter Druck gesetzt zu werden, das Formular zu unterzeichnen. Wenn der Betreffende in die Verwendung seiner personenbezogenen Daten nicht einwilligt, darf er ein Verkündiger (getauft oder ungetauft) bleiben und die Versammlung seine personenbezogenen Daten hinsichtlich seiner Tätigkeit als Verkündiger aufbewahren, einschließlich der auf der Verkündigerberichtskarte der Versammlung (S-21) vorhandenen Informationen. Allerdings sollte der Betreffende darüber informiert werden, dass die Versammlung oder das Zweigbüro nicht in der Lage sein mag, seine Eignung für gewisse Funktionen in der Versammlung oder zur Teilnahme an vielen Versammlungsaktivitäten zu beurteilen, wie zum Beispiel als allgemeiner Pionier, Dienstamtgehilfe oder Ältester zu dienen. Sein Name oder andere personenbezogene Daten sollten nicht an der Bekanntma-chungstafel ausgehängt werden, auf jw.org eingegeben werden oder in irgendeiner Korrespondenz erscheinen, die über jw.org-E-Mail versendet wird. Jedoch können die auf der Verkündigerberichts-karte der Versammlung (S-21) vorhandenen Daten auf internen Versammlungsdokumenten verwendet werden. Wenn Zusammenkünfte für den Zweck des Hochladens auf JW Stream aufgezeichnet werden, könnte der Verkündiger in solchen Zusammenkünften nicht aufgenommen werden.

11. Für einen minderjährigen Verkündiger mag das Formular Erklärung und Einwilligung hinsichtlich der Verwendung personenbezogener Daten (S-290) von seinen Eltern oder seinem gesetzlichen Vertreter nicht unterschrieben werden. Wenn der Minderjährige ein ungetaufter Verkündiger ist,

sollten keine personenbezogenen Daten über ihn erhoben werden. Auch sollte keine Verkündigerbe-richtskarte der Versammlung (S-21) für ihn aufbewahrt werden. Der Predigtdienstbericht darf von dem Minderjährigen angenommen werden, wenn sein Name nicht auf dem Berichtszettel steht. Dieser kann in den Versammlungsbericht (S-1), der dem Zweigbüro übermittelt wird, einbezogen werden, auch bei der Anzahl der Verkündiger. Wenn der Minderjährige ein getaufter Verkündiger ist, sollten zwei Älteste die Dienstabteilung kontaktieren und um Hinweise bitten.

12. Wenn ein Verkündiger irgendwann die Ältesten darüber informiert, dass er seine Einwilligung zur Verwendung seiner personenbezogenen Daten durch die Versammlung widerrufen möchte, sollten zwei Älteste umgehend in der Dienstabteilung anrufen. Der Sekretär sollte das Datum des Widerrufs oben auf dem Formular Erklärung und Einwilligung hinsichtlich der Verwendung personenbezogener Daten (S-290) vermerken.

Zitat Ende

Übersetzt heißt das: “Alle Vorrechte verlieren und als Skeptiker abgestempelt zu werden, der dem Sklaven misstraut und sich somit schon fast mit Satan gegen Jehovas Volk verbündet hat “

 

Mag ich nicht (14)

56 Kommentare zu “Verwendung personenbezogener Daten — Deutschland

  1. Neumann

    WAS LESE ICH DA?

    „Die Daten schließen Informationen ein, die die religiösen Überzeugungen des Verkündigers erkennen lassen und können auch andere sensible personenbezogene Daten beinhalten. Verwendung personenbezogener Daten kann das Erheben, Erfassen, Organisieren, Ordnen und Speichern von Daten bedeuten sowie vergleichbare Datenverarbeitungsvorgänge.“

    Und...

    „Personenbezogene Daten können der Notwendigkeit und dem Zweck entsprechend an zusammenarbeitende Organisationen von Jehovas Zeugen weitergegeben werden. Verkündiger verstehen, dass sich manche zusammenarbeitende Organisationen von Jehovas Zeugen in Ländern befinden mögen, deren Gesetze unterschiedliche Datenschutzniveaus haben, nicht immer vergleichbar mit demjenigen des Landes, aus dem sie weitergegeben werden.“

    D.h. Alle mögliche sensiblen persönliche Daten und Einschätzungen über einen, die durch Hirtentätigkeit usw. durch Älteste gesammelt werden (u.a. Stärken, Schwächen usw.) können quasi rund um die Welt geschickt werden - sogar zu anderen (zusammenarbeitenden) Organisationen und in Länder, die ausdrücklich niedrigere Standards haben !  Höchst höchst bedenklich! SOWAS würde ich NIEMALS freiwillig unterschreiben. Schon gar nicht in einem so undurchsichtigen und völlig intransparenten Kult. Die WTG scheint tatsächlich einer internationale Daten-Pipeline zu arbeiten. Das passt zu den Leaks von internen Besprechungen zum Publisher-ID bzw. HuB-Projekt, das von der Zeugen Jehovas Führung in naher Zukunft umgesetzt wird! Von alldem bekommt der einzelne gutgläubige Zeuge nichts mit. 

    https://m.youtube.com/watch?v=GUn-DmvinlQ

     

     

     

     

     

     

  2. Aufgewachter

    Hiho aus Tirol!

    Hat jemand von euch zufällig diesen „Ältesten Brief“ mit der vorgehensweise für die jenigen, die nicht dieses Formular unterzeichnen möchten? Möchten uns den gesamten Inhalt durchlesen um vorbereitet zu sein, falls jemand glaubt uns belehren zu müssen. Und als weiteren Schritt wollen bzw. werden wir alte Dienstberichte und andere Daten löschen lassen. Wir brauchen keine Menschen, die unsere „geistige Gesinnung“ anhand von Daten beurteilen. (2. Kor. 9:7)

    Meine Frau und ich werden dies nicht unterzeichnen und dies raten wir auch allen anderen!

    Lg an alle aus Tirol!

  3. Ulla

    Liebes "Foxlein",

    schön, dass du wieder da bist!

    Manchmal gibt es halt triftige Gründe, eine Weile abzutauchen, weil man zuviele andere "Baustellen" hat, um die man sich kümmern kann!

    Ich hab deine schelmische und teils ironische (aber auf den Punkt genaue) Schreibe AUCH vermisst...

    Die bunte Blumenwiese ist wieder um eine Art reicher geworden!   ; )

    LG Ulla

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