Versteckte Manipulation und deren Wirkung

Auf verschiedensten Webseiten werden Artikel über Zeugen Jehovas zergliedert, kommentiert und kritisch hinterfragt. Jedoch sollte man auch immer wieder selbst eine Analyse durchführen. Ein Schlüssel dazu ist die Reflexion. Einerseits die Eigenreflexion, andererseits auch die Reflexion des Textes. Um dies zu können, muss man schauen, welche gelernten Formulierungen triggern beziehungsweise mit einer weiterführenden Bedeutung verbunden sind.

„Er ist Ältester!“ – ein sehr einfaches Beispiel. Bei diesem Satz wird ein Außenstehender lesen, dass die Person irgendeine Führungsposition innehat. Wie wirkt der Satz jedoch auf einen Zeugen Jehovas? Er erfährt, dass die Person die höchste Funktion innerhalb der Versammlung bekleidet. Hat der Zeuge einen Fehler gegen die Vorgaben der WTG begangen, so kann dies einen Trigger – in dem Fall Schuldgefühle und das Bedürfnis der Beichte – auslösen. Hier wäre die Stelle, an der man die Reflexion starten muss: werde ich dadurch getriggert? Was bedeutet es für mich?

In einigen Foren lese ich immer wieder, dass das bekleidete „Dienstamt“ immer noch eine Rolle spielt. Sicher, wer weit in der Hierarchie aufgestiegen ist, wird oft mehr Wissen besitzen, um helfen zu können. Bei einer Vorstellung in diversen Foren gehört dies sicher auch dazu, schließlich ist es ja eine eigene Welt in der wir uns bewegt haben und das Dienstamt beantwortet viele Fragen über den Werdegang. Aber ansonsten, sollte man sich fragen, ob man vielleicht noch immer Trigger mit sich trägt, welche einen den Start in das neue Leben erschweren.

Auch das Verhalten nach dem Ausstieg zeigt zum Teil die alte Mentalität und die antrainierten Verhaltensweisen. Wenn man einige Webseiten verfolgt, so frage ich mich, was die Motivation hinter manchen Aussagen – besonders bei den Kommentaren – ist. Einige betrachten diese Seiten nicht als Angebot und Anregung, sondern sehen darin eine Alternative zur Lehre der Zeugen Jehovas und suchen eine neue spirituelle Führung.

Andere kommentieren, als ob sie weiterhin Älteste wären und Entscheidungen anderer vorgeben könnten. Sein Leben zu leben, es selbst in die Hand zu nehmen und eine Beeinflussung durch andere zu vermeiden, dieser Schritt gehört zum Ausstieg. Manche betrachten den formellen Ausstieg als das einzig legitime Mittel und versuchen andere dazu zu drängen. Sie fallen dadurch – nach meiner Ansicht – wieder auf eine WTG-Logik herein. Die Mitgliedschaft die laut der WTG für eine Rettung notwendig ist, wird für Aussteiger als einzig wahre Lösung hingestellt. Auch hier könnten wir Ansichten der Vergangenheit ungewollt folgen.

Im englischsprachigen Raum hat sich diese Idealisierung von Aktivisten so weit intensiviert, dass eine Lagerbildung zu beobachten ist. Ohne auf Details einzugehen, greifen sich Aktivisten gegenseitig an und spalten dadurch auch die Leserschaft. An diesem Punkt sollte man sich wiederum fragen, was die Ursache ist. Suche ich einen Guru, folge ich wieder einem Menschen? Bin ich wieder blind und ignoriere berechtigte Kritik? Habe ich die WTG gegen eine andere Person getauscht?

An anderen Stellen gibt man sich immer noch den Regeln geschlagen. Viele von uns kennen sicher die Frage, wen man alles eingebüßt hat. Hierbei könnte man überlegen, ob wir nicht Opfer dieser Beeinflussung geworden sind. Warum? Haben wir wirklich etwas verloren? Wie einen Schlüssel oder einige Münzen? Sind wir nicht viel mehr beraubt worden?

Sicher, es geht nicht um die perfekte Formulierung, jedoch sollte man immer wieder den inneren Spiegel ausklappen und schauen, ob uns nicht irgendwo die grässliche Fratze der WTG entgegengrinst. Habe ich noch „Angst“ oder beschämen mich noch die Begriffe der WTG? Kann ich lachen, wenn ich als „Apostat“, „Abtrünniger“ oder „Küchenhelfer Satans“ bezeichnet werde? Sehe ich den Verlust den der Ausschluss bringt, als etwas was ich nicht akzeptieren muss? Wenn dem nicht so ist, sollte ich mich vielleicht fragen, was die Ursache dafür ist.

Mentale Blockade 

Es ist meiner Meinung nach kein Zufall, dass man das Wachtturm-Studium als Frage-und-Antwort-Spiel betreibt. Mit „Gewalt“ lernt man, fremde Antworten als die eigenen zu betrachten: Vorbereitung (Lesen, Antwort suchen) und die Wiederholung in der Versammlung (Lesen und vorgelesen bekommen, Frage, vorgegebene Antwort; darüber reden was man an der vorgegebenen Antwort gut findet) – ein fast meditativer Singsang welcher sich Woche für Woche wiederholt und mit der Zeit die Grenze zwischen eigener und vorgegebener Meinung egalisiert. Hier werden die Trigger im Gruppenrausch der Belehrung immer wieder etabliert, gesetzt, gefestigt und gereizt.

Diese gelernten Floskeln werden nach dem Erlernen immer wieder eingesetzt, auch wenn jemand untätig wird und erkannt hat, dass man manipuliert wurde. Darum bringen Broschüren wie Komm zurück zu Jehova so wenig. Die plumpen Vorwürfe die in diesen Broschüren gemacht werden, triggern viele nicht mehr. Persönliche Kontakte amüsieren gelegentlich, da man die Antworten und Aussagen zu Kritik oft schon kennt: „Für mich klingt das wie Informationen von Abtrünnigen.“ Oder: „auch wenn es diese Fehler gibt, es sind sicher Einzelfälle.“ Man sieht die mentale Blockade kommen. Mit der Entscheidung zwischen der roten oder blauen Pille (siehe Matrix), entscheidet man sich auch gegen oder für diese Floskeln.

Geistig Gefangene der WTG können daher die Wirkungslosigkeit ihrer Worte nicht erkennen. Dies kann man entsprechend weitertreiben. Sobald man einen Artikel in den Zeitschriften liest, wird man eben diese Begrifflichkeiten finden, welche als Trigger fungieren sollen. In meinem Prozess des „Erwachens“ stellte ich mir 3 Ziele:

  • Mentales Entgiften
  • Ohne Hass gehen
  • Wirklich sicher sein, dass es nicht die „Wahrheit“ war.

Mentales Entgiften 

Hier taucht wieder ein absoluter Trigger auf: „Wahrheit“ Im Laufe meines Weges wurde die „Wahrheit“ für mich etwas, was eine Marke war. Zeugen könnten ebenso eine Getränkemarke haben, ein Bier namens „Wahrheit“. Es ist einfach ein Begriff, welcher seine ursprüngliche Bedeutung verloren hat. Jedoch, im Kontext der ganzen Überzeugung, war die „Wahrheit“ ein zentraler Trigger der auf uns wirkte. Sätze wie „wie lange bist du schon in der Wahrheit?“, „Wie kamst du zur Wahrheit?“ verfolgten uns immer. Sie veranlassten uns, dieses Gift namens „Wahrheit“ immer tiefer in uns dringen zu lassen. WIR waren ja richtig. WIR hatten die „Wahrheit“. WIR waren die Elite mit der „Wahrheit“.

Hat man sich erst einmal mit der Systematik der Beeinflussung beschäftigt (Ich empfehle dazu u.a. Stephen Hassans Buch „Freiheit des Geistes“ und George Orwells 1984), dann sieht man vermutlich die Antwort auf Fragen die immer wieder auftauchen:

  • Warum ich?
  • Wie könnte ich darauf hereinfallen?
  • Wie können Menschen denn Opfer von destruktiven Gruppen werden?
  • Sind sie dumm?

Zeugen Jehovas werden Schritt für Schritt in eine Falle gelockt. Es werden Situationen ausgenutzt, die Familie wird missbraucht, sie in diese Gruppen hineinzuziehen und der Ausweg wird versperrt.

Dieser Bereich trieft dann nur vor Doppeldeutigkeiten und Triggern. „XYZ hat die Gemeinschaft verlassen!“ Wenn man kein Mitglied eines Kaninchenzüchtervereins mehr ist, so sagt der Satz sehr wenig, außer dass Kaninchen nicht mehr ganz so wichtig sind. Doch als Zeuge in der Zuhörerschaft, wirkt einer der heftigsten Trigger. Es fühlt sich an, als ob jemand verstorben ist.

Passend dazu setzt dieser Trigger gleich eine Reihenfolge von Verhaltensweisen in Gang, um diese Person zu ächten. Außenstehende können dies oft nicht verstehen, da sie die Mitgliedschaft bei den Zeugen mit der in einem Kaninchenzüchterverein gleichsetzen.

Diese kurze Aussage wurde so massiv mit Triggern versehen, dass sie uns heute noch ein flaues Gefühl bereiten kann, wenn wir dies lesen. Auch hier stellt sich die Frage, warum? Ist es altes Gift? Wenn man seine Sinne schärft und versucht, sich diesen Triggern zu stellen, so gehen nicht alle weg. Man hat diese Jahrzehnte lang antrainiert, es wäre illusorisch diese wie einen Rucksack in die Ecke stellen zu können. Jedoch, wenn ich meinen Rucksack genau kenne, dann kann ich ihn tragen und immer mal etwas auspacken.

Ohne Hass gehen 

Wie weiter oben geschrieben, sind wir Opfer eines Diebstahls. Oft, als Kinder getäuscht, um unsere Jugend gebracht, wachen wir als Erwachsene auf und schauen auf eine gebrochene Biografie. Freunde die geraubt wurden, andere die wir wegen der Regeln vielleicht selbst verraten haben, Dinge die uns so von normalen Jugendlichen unterscheiden. Voller Trauer schauen wir auf Verpasstes, Geraubtes und Verlorenes.

Auch ich schaue auf ebenso eine Geschichte. Doch denke ich, dass die WTG unseren Hass nicht wert ist und diesen bewusst erzeugt, um uns das zweite Mal im Leben zu beherrschen und zu instrumentalisieren. Vielleicht erinnern sich einige Leser hier an die Personen welche mit Megafon und schlechten Transparenten vor den Kongressen warteten. Alle Klischees waren erfüllt. (Ich will an dieser Stelle keine Form des Aktivismus als falsch hinstellen, es geht mir nur um die Wirkung, welche es meiner Meinung nach hat.)

Schaut man sich dann die Veröffentlichungen der WTG an, so schließt sich ein Kreis – Zeugen werden getriggert und man dient damit der WTG und löst sofort eine Blockade aus. Die aktuelle Entwicklung sieht man in den neueren Zeitschriften: die WTG warnt immer mehr vor konstruktiven Diskussionen – denn dagegen sind Trigger viel schwerer nutzbar.

Daneben betrachte ich den Hass oder die Wut als eine Gefahr, wenn man helfen will. Solange unsere Tür offen steht haben unsere Freunde die Möglichkeit, mit uns Kontakt aufzunehmen. Dazu müssen wir aber Frieden finden und verstehen, dass auch sie keine Täter sind. Auch sie wurden unserer Freundschaft beraubt, betrogen durch eine skrupellose Führung. Ich hoffe eines Tages, dass wir alle sehen dürfen, wie Freunde den Weg in die Freiheit finden. Wissend um die Schmerzen, welche wir haben und hatten, sind wir es, die ihnen helfen können. An dieser Stelle könnte sie die Wut wieder zurück in die Arme der WTG treiben.

Persönlich habe ich viele Jahrzehnte gerichtet. Urteile getroffen, bezüglich der Lebensführung, des Ausschlusses, der Weltsicht, betreffs Äußerlichkeiten und vieler anderer Dinge – so wie es die WTG forderte. Dies will ich nicht mehr. Meine Tür steht offen, ich habe meinen Frieden gefunden. Ich benötige keine große Entschuldigung – warum auch? Ich weiß wie es sich anfühlt, ich kann den Schmerz erahnen. Sicher, es wäre nicht ein Schritt auf NULL, so als ob nichts geschehen wäre. Aber einen ehemaligen Freund – auch wenn das Band der Freundschaft gerissen oder beschädigt ist – in Freiheit zu sehen und ihm vielleicht dabei zu helfen, ist mehr wert als mein bisschen Wut Hass und Stolz.

Nicht die „Wahrheit“ 

Die Antwort habe ich sehr schnell für mich gefunden. Dies zu verinnerlichen gelang mir jedoch erst, als ich immer mehr verstand, wie das Lügengebäude aufgebaut war und wie ich Teil des Ganzen wurde, durch gezielte Manipulation. Heute lese ich die Zeitschriften nur noch, wenn dies für einen Artikel notwendig ist. Dabei sehe ich, wie Bilder und Texte genutzt werden, um mich zu manipulieren. Von Zeit zu Zeit zeigt der innere Spiegel ein ganz kleines Monster das schüchtern grinst und mich triggern will, das ist aber nicht schlimm, ich habe es zuerst gesehen.

Auch sollte man den Mut aufbringen, wirklich am Anfang zu beginnen und seinen Glauben hinterfragen und auch dessen Grundlage – die Bibel. Es geht dabei nicht darum, Atheist zu werden, jedoch sollte man für sich eine Erkenntnis erhalten, was man glaubt. Eine Wahl, welche man gerade als Born-in nie hatte.

Manipulation in Worten versteckt 

Kann man diese Manipulation auch in Begriffen der WTG erkennen? Eindeutig. Die Manipulation wird als Form der Entwicklung dargestellt. Phrasen wie „Die neue Persönlichkeit anziehen“, „ein Dienstamt anstreben“ oder „zur Reife vorandrängen“ sind klare Hinweise, dass die folgenden Anweisungen einen Menschen manipulieren sollen.

Teil dieser Manipulation wird der Leser dann, wenn er „Neuen beistehen soll“, „Jüngeren helfen kann, ein Dienstamt anzustreben“ oder in einer anderen Form andere „ermuntern“ soll mehr zu leisten oder sich im Sinne der Gemeinschaft – sprich der Vorgaben der Führung – einbringen soll. Teil des Systems wird man, wenn man auf andere „achten“ soll, sie den Ältesten melden usw., damit wird man selbst als Kontrollorgan aktiv. Diese kleinen Worte und Dinge sollten immer Signale sein, dass man manipuliert wird, einem System zu dienen. Besonders wenn Emotionen angesprochen werden, die Bindung zu Gott als Argument angeführt wird oder anderweitig Druck aufgebaut wird. Schaut man auf diese Punkte, erkennt man nach und nach, wie manipulativ die Zeitschriften, Vorträge und die „Gemeinschaft“ im Allgemeinen sein können.

Die „geistige Entwicklung“ definiert an dieser Stelle kein Erreichen einer neuen spirituellen Ebene, auf dem Weg zur Vervollkommnung, Erleuchtung oder Selbsterkenntnis – in dem Falle einer destruktiven Gemeinschaft wird es so dargestellt, jedoch dient die „geistige Entwicklung“ nur der Führung. Der Einzelne wird parallel dazu viel intensiver in die Leistungsstruktur eingebunden. Die Entwicklung bedeutet gleichzeitig das Aufgeben der Individualität und eigener Interessen im Interesse dieser Entwicklung. Dieser langwierige Prozess ist nur durch eine fortlaufende Indoktrinierung und Manipulation möglich.

Dabei ist die Entwicklung wie bei einem Alkoholiker: das, was anfangs guttat – Trost durch die Lehre – wird immer exzessiver konsumiert – man soll als Interessierter die Versammlung besuchen, soziale Integration, Predigtdienst – was dazu führt, dass man sein Weltbild anpasst, seine Ziele ändert und irgendwann den regelmäßigen Konsum benötigt. Doch wie bei allen Drogen beginnt man mit der Zeit, die Dosis zu steigern (mehr Dienst, mehr Mitarbeit, mehr, mehr, mehr) doch es ist nicht wie am Anfang. Die Droge befriedigt nicht mehr in gleicher Weise.

Was beim ersten Rausch noch angenehm ist, hat irgendwann keinen Reiz mehr. Man lebt nur noch für den Pegel. Das Lovebombing wirkt ähnlich. Die Wärme nach den ersten Dosen dieser Droge ist unbeschreiblich, doch bei regelmäßigen Konsum fehlt die Wärme, die Leichtigkeit. Man merkt, dass es wie jede Droge nicht umsonst ist. Irgendwann bedeutet es, dass man immer mehr machen muss um nicht in Vergessenheit zu geraten. Dieser Automatismus wird jedoch wieder durch die Manipulation vertuscht.

Das emotionale Schneeballsystem was einem Zeugen anerzogen wird, nimmt man nicht wahr. Steht man selbst am sozialen Rand, so sagen die Zeitschriften logischerweise was? Genau, suche den Fehler bei DIR, und NUR BEI DIR.

Hier schlägt dann wieder die jahrelange Manipulation zu. Die „Wahrheit“ hat keine Fehler, also liegt es an dir. Man kann dieses Thema beliebig fortsetzen, jedoch ist der zentrale Schlüssel, diese Manipulation zu erkennen, sie für sich selbst zu reflektieren und wo möglich – vielleicht auch mit professioneller Hilfe – diesen Reigen zu durchbrechen.

Quelle: https://www.oliverwolschke.de/versteckte-manipulation-und-deren-wirkung/

Mag ich nicht (100)

81 Kommentare zu “Versteckte Manipulation und deren Wirkung

  1. Sliva

    Hallo Sebastian,

    Dein Artikel hat dazu geführt,  in sich einzublicken. Und es ist notwendig, sich selber immer wieder den Spiegel hinzuhalten, um seine eigene Einstellung zu analysieren.

    Wo stehe ich mit meinem Glauben, wie reagiere ich auf Äußerungen,  mit denen ich mich nicht unbedingt anfreunden kann? Kann ich akzeptieren, dass viele um mich anderer Meinung sind und kann auch mal etwas stehen lassen und nicht das Gefühl haben, ich muss unbedingt Stellung dazu nehmen?

    Diese Fragen hast du bei mir erweckt und dafür bin ich dir dankbar. Ich freue mich auf einen weiteren Artikel von dir!

    Lieben Gruß

    Sliva

    1. nichtwichtig

      Hallo, kann jemand was zu Kolosser 1:15 sagen? Vielleicht M.N. oder anderer Spezialist?

      "erstgeborener aller Schöpfung"

      "erstgeborener über aller Schöpfung"

      geht um fundamentalen Unterschied Schöpfung - Sohn
      ++++++++++
      Erstgeborener ALLER Schöpfung ist eine nicht ganz korrekte Übersetztung.
      Es heißt Erstgeborener VOR ALLER Schöpfung.

      Siehe andere Übeärsezungen.
      „Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Als sein Sohn steht er über der ganzen Schöpfung und war selbst schon längst vor ihr da.“
      ‭‭Kolosser‬ ‭1:15‬ ‭HFA‬‬
      Oder:
      „welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor allen Geschöpfen.“
      ‭‭Kolosser‬ ‭1:15‬ ‭DELUT‬‬

      „Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes und eher geboren als ALLE Geschöpfe.“
      ‭‭Kolosser‬ ‭1:15‬ ‭GANTP‬‬

      1. Boas@Kol.1:15

        Kolosser 1:15
        Hier mal die Bibelübersetzung von einer gewissen Interpretationskirche:

        15 Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung; 16 denn durch ihn sind alle [ANDEREN] Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, es seien Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten. Alle [ANDEREN] Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen worden. 17 Auch ist er vor allen [ANDEREN] Dingen, und durch ihn sind alle [ANDEREN] Dinge gemacht worden, um zu bestehen,...

        Im nachfolgenden der Text ohne die eckigen Klammern mit dem Wort [ANDEREN], die ja nicht in der Bibel stehen, aber für das Verständnis dieser Interpretationskirche ganz wichtig sind, dass man sie so liest, als ob Paulus das Wort ANDEREN den Kolossern geschrieben hätte. Wenn das Wort ANDEREN nicht in die besagte Bibelübersetzung eingefügt wird, könnte jemand ja auf den Gedanken Kommen, dass der eingeborene Sohn Gottes vor aller Schöpfung da war...

        Welchen Sinn ergeben denn diese Worte NACH Vers 15 jetzt?

        15 Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene ALLER Schöpfung; 16 denn durch ihn sind ALLE Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, es seien Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten. ALLE Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen worden. 17 Auch ist er vor ALLEN Dingen, und durch ihn sind ALLE Dinge gemacht worden, um zu bestehen,...

        Da scheint mir der Wunsch der Vater des Gedankens zu sein. Eben Interpretationschristen

        1. Boas@Kol.1:15

          Was ich noch vergessen habe:
          Diese Interpretationschristen haben 4 Nachbesserungen in den Worten des Paulus vorgenommen, damit sie ihre eine (falsche) Übersetzung des vorhergehenden Verses legitimieren können. Also 1:4 Was der Admin darauf geschrieben hat, ist in meinen Augen absolut wahr. Der Kontext bestätigt das m. E.

          1. FDS

            Hallo Boas

            In der Studienbibel wird im Vorwort erklärt, das Worte in eckigen Klammern eingefügt sind.

            Aber im Einsichtenbuch als Beispiel wird dann gerne mal die Klammer vergessen. Dann fällt es den meisten nicht mehr auf.

            Auch in ihrer ,Kingdom Interlinear' kommt das Wort ,,anderen' nicht vor.

            ----------------

            ...firstborn Off all Creation...

            http://biblehub.com/interlinear/colossians/1-15.htm

            Lieben Gruß

            Frank

          2. nichtwichtig

            Boas,

            ja danke für Deine beiden Antwortkommentare Boas.

            Du hast recht, der Kontext bestätigt das, was richtig ist.

            Das ist eine ziemlich üble Masche was die NWÜ Macher in ihr Machwerk eingebaut haben:

            1. geben die Einfügung "anderen" einen anderen Sinn

            2. Haben sie die Sinn verfälschenden Einfügungen mit zulässigen, nicht Sinn verfälschenden, klar stellenden Ergänzungen in den Versen 19 und 20 'gemixt', so dass man unterscheiden muss, was Sinn verfälschend und Sinn verdeutlichend ist (was bei oberflächlicher Betrachtung falsche Kritik provoziert womit sie sich ein Gegenargument zu liefern provozieren wollen).

            3. Ist allein Kolosser 1:15 auch in der Einheitsübersetzung so (etwas nachlässig) wiedergegeben, aber selbstverständlich von den dortigen Lesern wegen der richtigen theologischen Lehre dahinter auch richtig verstanden - und nicht so wie von ZJ mit ihrer falschen Lehre im Kopf ihre falsche Lehre bestätigend verstanden.

            Im Gesamtbild ist das ZJ Bibelimitat und speziell Kolosser 1:15 ff (sowie Lehre) sicher auch keine "Interpretation", denn Interpretation ist nur dort möglich und zulässig, wo der Text Interpretationsspielraum öffnet oder lässt. Das ist im Falle Jesus, Schöpfung oder Sohn, und Teil der Schöpfung oder Schöpfer selbst, NICHT DER FALL. Aus diesem Grunde handelt es sich eindeutig um eine vorsätzliche Fälschung und Irrlehre. Klar und eindeutig bibelwidrig, nicht zweifelhaft oder interpretationsoffen bzw. -fähig.

            Daher mein Fazit: Keine Interpretation, kein Irrtum, sondern vorsätzliche Fälschung, bewusste antichristliche Irrlehre. Ebenfalls leicht durchschaubar, nachvollziehbar, falsifizierbar bzw. das Gegenteil der ZJ Lehre verifizierbar. ZJ haben keine Entschuldigung, keine Rechtfertigung. Sie verkünden vorsätzlich ein "falsches Evangelium", Gal. 1:7-10

            1. Boas@nichtwichtig, Ede

              Lieber nichtwichtig,

              es widerstrebt mir dich bei diesem Namen zu nennen: "nichtwichtig". Denn JEDER ist für unsere beiden Höchsten wichtig; auch Du. Man kann sich nur wundern, wie eine "Kirche" ein biblisches Ja zu einem Nein uminterpretieren kann. Aber es geht, wie 8 Millionen bestätigen werden. Und es wird freiwillig akzeptiert von den Mitgliedern, ohne nachzuhaken. Ohne zu prüfen. Da gibt es zwischen rechtem und linkem Ohr, Gott sei dank, bei einigen noch etwas graue Gehirnmasse. Wohl dem, der diese von Gott gegebene Masse auch nach seinem Können benutzt. In Verbindung mit seinem Herz und seinem Gewissen.

              Wir kämpfen nicht gegen Menschen. Wir kämpfen gegen den Teufel persönlich. Und er ist der beste Verführer und Täuscher aller Zeiten. Er verführt und täuscht die, die Töchter und Söhne Gottes werden sollten. Die Anderen hat er bereits im Sack.

              An Ede,

              Lieber Ede, sei mir bitte nicht böse. Ich kann Deinen Schlussfolgerungen aus meinem Kommentaren gedanklich nicht folgen. Mein Gehirn scheint für dieses Verständnis zu klein zu sein.

              Allen eine gute Nacht
              Boas

              1. Störtebeker

                 
                Lieber Boas,
                 
                Zu:
                 
                „Aber es geht, wie 8 Millionen bestätigen werden. Und es wird freiwillig akzeptiert von den Mitgliedern, ohne nachzuhaken. Ohne zu prüfen. Da gibt es zwischen rechtem und linkem Ohr, Gott sei dank, bei einigen noch etwas graue Gehirnmasse. Wohl dem, der diese von Gott gegebene Masse auch nach seinem Können benutzt. In Verbindung mit seinem Herz und seinem Gewissen.“
                 
                Das stimmt! Aber du weist genauso gut wie ich, dass das in gewissen Kreisen nicht erwünscht ist.
                 
                Bei dem Fragenkatalog der bei den Zeugens mit angehenden Taufbewerbern besprochen wird, hätte ich noch eine kleine Anregung anzubieten.
                 
                Nachdem alle Fragen besprochen wurden und der Taufbewerber alles im Sinne der WTG, mit den nur ihr eigenen Sonderlehren „richtig“ beantwortet hat, und man sich ganz sicher gehen will, dass der Taufbewerber nun zur Taufe zugelassen werden kann, könnten sie noch einen letzten ultimativen, praktischen Test machen.
                 
                Und der geht so: Mann nimmt eine Kerze und zündet sie an. Die hält man dann an das linke Ohr des Taufbewerbers. Dann bläst man mit dem Mund in das rechte Ohr desjenigen. Wenn die Kerze dann ausgeht kann er ohne bedenken getauft werden.
                 

                Den Test kann man ja auch nach Jahren noch wiederholen und dann sehen ob sich entweder in der einen oder anderen Hinsicht etwas geändert hat. Mit der Gehirnmasse ist es so wie mit der Muskelmasse. Man kann sie aufbauen. Aber wenn man rein gar nichts dafür tut, baut sie sich selber eben einfach nur ab.

                 
                Liebe Grüße an dich, geschätzter Boas und an alle anderen bei denen die Kerze auch nicht ausgeht.
                 

                 
                Von eurem Störti
                 

                 

                 

                 

                 

                 

                 

                 

                 

                 

                1. Boas@Störtebeker

                  Lieber Störtebeker,

                  ha, ha, ha, ha, ha. Lachen ohne Ende. Dein Test muss unbedingt weltweit eingeführt werden. Nur dann kann die WTG sicher sein, dass da zwischen rechtem und linkem Ohr wirklich nichts ist, und man einfach durchblasen kann. Klasse Idee mit der Kerze um heraus zu finden, ob da noch ein klein wenig Gehirnmasse den Lehren der WTG im Weg steht.
                  Ha, ha, ha... Der Lacher hats wirklich gebracht!

        2. Ede an BOAS

          Guten Abend BOAS

          Du zitierst Kolosser 1:17 und bestätigst damit, vermutlich unbewusst, dass Jesus „gemacht“ wurde und damit ein Geschöpf Gottes ist.

          17 Auch ist er vor ALLEN Dingen, und durch ihn sind ALLE Dinge gemacht worden, um zu bestehen,

          Auch ist er von ALLEN Dingen......gemacht worden. Anders gibt Kolosser 1:15 keinen Sinn.

          Ede

          1. Fox

            Guten Abend lieber Ede,

            vielleicht gelingt es ja, den Knoten zu lösen wenn wir die Aussage genauer und mit verschiedenen Übersetzungen betrachten und nicht so isoliert.

            Kol. 1:15-17 Schlachter: "Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. 16 Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten1 : Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; 17 und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm"

            Und jetzt nach der Elberfelder: " Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. 16 Denn in ihm15 ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen; 17 und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn."

            Ede, da ist ein scheinbarer Widerspruch in der Elberfelder Übersetzung, denn was GEBOREN ist, ist nicht GESCHAFFEN! Wenn Jesus der ERSTGEBORENE ist, kann er nicht SCHÖPFUNG sein. Logisch? Also: Jesus wurde durch den Geist seines Vaters gezeugt bevor irgend etwas anderes existierte. Alles andere wurde geschaffen - durch Jesus und zu ihm hin und alles besteht durch ihn.

            Genau deshalb ist es so heilsam, die Bibel als gesamtes zu sehen und zu lesen und darin liegt (für mich) die Freude, sich hier auszutauschen.

      2. peetha

        @ nicht so wichtig: die NGÜ übersetzt 1kor 1,15 : ...der Erstgeborene, der über der gesamten Schöpfung steht. Als Textalternative: ... der vor allem Geschaffenen da war. Die EÜ mit dem Jerusalemer Kommentar übersetzt den Text wie er auch in der NWÜ zu lesen ist, der Kommentar dazu stellt jedoch diesen Vorrang gegenüber einer Schöpfung klar. Deutlich gemacht durch Paralleltexte wie Kol 1,18/Joh 1,3/Rö 8,2/Heb 1,10. Mein persö. Tipp wäre eh Heb.Brief Kap 1+2.  Wie der grie. Text diesen Text wiedergibt, da hat Grenadier MN mit Sicherheit die Granate schon im Rohr😉 Juuti bis … die taage

        1. peetha

          @ nicht so wichtig: schon wichtig, denn  Ick meinte nat. Nicht 1.kor 1,15 sondern kol. 1,15 —  darf passieren oder?  Deine Antwort und dein Fazit an Boas verbunden mit deinem  gedanklichen Pkt 3 sehe auch ick so. Die ZJ Fraktion steht mal wieder auf  ˋverlorenen Posten ´.  - (Egal) das gemachte klein Ede🧚‍♀️ wohl auch. Juuti ein… sssit… und lassen wir die Elfe fliegen.

  2. Noomi an o.W.Schön, Störti, Flöckli

     
    An O.W. Schön, Störti, Schneeflöckli und alle, die sich mit dem Thema Jesus Christus auseinander setzten. Es beschäftigte mich seit vielen Jahren. Erst leise, dann immer stärker. Es reite sich ein Mosaiksteinchen an das Andere. Als ich endlich begriffen hatte, dass Jesus in meiner Erziehung als ZJ verdrängt wurde (soviel zur Manipulation durch WTG-Schulung) und das, obwohl mein Vater und deren Generation immer von „JESUS ALS UNSEREN HERRN“ sprachen.
    Da raffte ich mich vor einiger Zeit auf und las das NT mit Fokus auf Jesus hristus durch. Dieses persönliche Bibellesen und die Aufarbeitung dieses Themas war für mich wie eine Offenbarung.
    Jedoch durch die vielen Kommentare hier im BI, welche ich alle lese, war es für mich oftmals schwierig eine klare Line zu diesem Thema zu finden. Durch die beiden Begriffe ALLMACHT und VOLLMACHT, konnte ich mich in Bezug auf meine offenen Fragen wieder einmitten. Jehova hat die Allmacht und Jesus Christus besitzt die Vollmacht.
     
    Es ist generell nicht einfach, wenn man Jahrzehnte mit Leib und Seele ein JZ war, alles Gelernte hinter sich zu lassen demütig von Vorne anzufangen. Die Botschaft als Evangelium der Gnade anzunehmen, befreit!!
     
    Ich denke in Liebe an euch Alle eure Noomi
     

    1. O.W.Schön@Noomi

      Ein ansprechendes Bild!

      Liebe Noomi,

      herzlichen Dank für das einprägsame Bild über unsere beiden Höchsten. Der Vater hat die Allmacht und der Sohn hat die Vollmacht. Ein ansprechendes und für mich zugleich beruhigendes Bild von göttlicher Einheit und Harmonie.

      Ich verfolge interessiert die Bibelexegese hier auf BI, enthalte mich jedoch meist dieser Diskussionen - denn als gebranntes Kind scheue ich das Feuer. Viel zu naiv und viel zu gutgläubig schenkte ich der willkürlichen Auslegung des "Untreuen Sklaven" 35 Jahre lang meine volle Zustimmung und mein ganzes Herz; heute jedoch weiß ich, dass die Wahrheit der Bibel die größte Bedrohung für den Sklaven darstellt. Der "Sklave" scheut die biblische Wahrheit wie der Teufel das Weihwasser!!!

      Herzliche Grüße

      O.W.S.

       

    2. Boas@Noomi

      Liebe Noomi,

      die Worte Allmacht und Vollmacht sind für mich super gut rüber gekommen. Der Vater besitzt die Allmacht und hat seinem Sohn seit 33 u. Z. die Vollmacht zur zeitlichen begrenzten Allmacht übertragen. Mit Ausnahme über den Vater. Diese endet damit, wenn der Sohn diese "Vollmacht zur Allmacht" am Ende der 1000 Jahre wieder zurückgibt. So habe ich Deine Worte verstanden. Toll!!! Super Begriffe!!!

  3. Jörg Zimmern

    Hallo Ihr Lieben,

    ich habe ein Problem damit wenn gesagt wird:

    Abtrünniger, Gegner, Ausgeschlossener, EX-Zeuge Jehovas oder Ehemaliger.

    Das erinnert mich an Nicht-Raucher......

    Die Begriffe und die verbundene Assoziation stört mich.

    Ich möchte jetzt nicht Ex etc. sein sondern ein Mensch!

     

    1. Lieber Jörg,

      es genügt auch völlig wenn du einfach nur DU bist und in deinem eigenen SEIN zu Hause und glücklich! Wenn andere Leute meinen dich bewerten zu müssen und dafür ihre Verurteilungs-Begriffe erfinden kann Dir das völlig wurscht sein, mir ist es das jedenfalls, also sagen wir lieber "ich bin" als das zu benennen was wir nicht mehr sind, oder mal waren und schon gar nicht ein Opfer solcher Polarisierungsversuche!

      LG Tom

    2. ProJesus

      Lieber Jörg Zimmern, wie uns unsere ehemaligen Brüder und Schwestern titulieren und etikettieren können wir nicht verhindern. Als wir noch bei ihnen waren -- seien wir ehrlich -- haben wir es genauso wie sie gehandhabt. Wir wussten es damals nicht besser; und sie wissen es momentan auch nicht. Was für uns zählen sollte, ist doch: Wie beurteilt mich mein himmlischer Vater und sein Sohn? Nur das ist wirklich wichtig. Wenn wir uns zu ihnen bekennen, braucht uns die abschätzige Meinung von Menschen nicht zu kümmern. Ahmen wir ruhig Christus nach. Was hat man ihm nicht alles nachgesagt!

      Und: Menschen bleiben wir weiterhin. Du bist ein Mensch und bleibst es -- auch nach dem Ausstieg.

  4. Kilian

     
    Noch ein Beispiel für Manipulation aus dem Studienartikel vom letzten Sonntag:
     

     
    Abs. 8
     
    Im Jahr 33 u. Z. erschien der auferstandene Jesus einer Gruppe von mehr als 500 Männern, Frauen und wahrscheinlich sogar Kindern. Vielleicht sagte er bei genau dieser Gelegenheit: „Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe“ (Mat. 28:19, 20; 1. Kor. 15:6). Wahrscheinlich hörten Hunderte Nachfolger Jesu diesen Auftrag, Menschen zu Jüngern zu machen. Jesus machte dadurch deutlich: Die Taufe ist ein Erfordernis für alle, die sein Joch aufnehmen und seine Jünger werden wollen (Mat. 11:29, 30). Wer Gott dienen und ihm gefallen wollte, musste also die Rolle Jesu in der Verwirklichung des Vorhabens Gottes verstehen und anerkennen. Erst dann konnte er sich taufen lassen. Das wäre die einzige Wassertaufe, die Gott anerkennt. Die Bibel enthält zahlreiche Hinweise darauf, dass neuen Jüngern Christi im ersten Jahrhundert die Bedeutung der Taufe bewusst war. Sie zögerten die Taufe nicht unnötig hinaus (Apg. 2:41; 9:18; 16:14, 15, 32, 33).
     

     
    Die Aussage, dass er vor dieser großen Menschenmenge den Auftrag erteilte Jünger zu machen, machte mich etwas stutzig.
     

     
    Liest man den Text aus Mat. 28:19,20 im Zusammenhang steht dort nämlich:
     

     
    16  Die elf Jünger dagegen gingen nach Galilạ̈a+ zu dem Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte, 17  und als sie ihn sahen, huldigten sie ihm, einige* aber zweifelten.+ 18  Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: „Mir ist alle Gewalt*+ im Himmel und auf der Erde gegeben worden. 19  Geht daher hin, und macht Jünger*+ aus Menschen aller Nationen,+ tauft+ sie im* Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des heiligen Geistes+, 20  und lehrt+ sie, alles zu halten+, was ich euch geboten habe.+ Und siehe, ich bin bei euch+ alle Tage bis zum Abschluß* des Systems der Dinge.“*
     

     
    Wenn ich mich nicht verlesen habe, ist hier nur von den 11 Jüngern die Rede, alles andere ist Erfindung.
     

     
    Und keiner merkts.
     

    1. Kopfvollerfragen

      Im Artikel steht nicht, dass der Text aus Mat 28 Jesus bei der Begebenheit vor 500 Personen zitiert, sondern, dass Jesus bei dieser Gelegenheit ebenfalls die Worte hätte sagen können. Hier steht: "Vielleicht sagte er..."

      Du hast sicherlich den einen oder anderen Satz auch schon mehrmals in deinem Leben ausgesprochen. Es wäre also denkbar, dass Jesus ebenfalls hier die Aufforderung gab. Warum? Weil Jesus das Predigen sehr am Herzen liegt.

      1. FDS

        Hallo

        Aus der WTG Fundgrube!

        Das Pedigtwerk wurde im zwanzigsten Jahrhundert vollendet.

        Jetzt müsste es ein ,überlappende Predigen sein', oder so ähnlich.

        ,,Der Apostel Paulus ging im christlichen Missionardienst führend voran. Er legte auch die Grundlage für ein Werk, dessen Vollendung in das 20. Jahrhundert fällt."

        WT 1989, Missionare für die Nation.

        Absatz 8

        https://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1989002

        Lg

         

         

        1. M.N.

          Was machen die Zeugen in Lappland?
          Ihr Pred'gen man überlappt fand.
          Die "Mehrung" nicht klappt,
          die Orga macht schlapp,
          und dieses Gelappe ein End' fand.

          1. F&F

            In Feuerland und auf den Malwinen schwirren sie rum wie Taumelbienen.

             

    2. Anna

      Lieber Kilian, liebe Schwestern und Brüder,

      ich hab's auch gemerkt 🙂 Es waren einfach nur die 11 Jünger. Im meinem WT sind da ein paar dicke Rufezeichen mit Bezug auf dem Vers 16.
      Die Brüder sind inzwischen darauf getrimmt nur noch den angeführten Text zu lesen und vor allem nicht dabei zu denken.

      Man darf sich nur vorstellen, wenn hier über 500 Leute bei Jesus auf dem Berg gewesen wären, das schaffen wir ja nicht mal am Feiertag in meinen bayerischen Bergen.

      Und dann sagt unser WT-Studienleiter wieder am Ende bei der Besprechung der Wiederholungsfragen: "heute haben wir wieder viel gelernt".

      Herzliche Grüße Anna

       

    3. M.N.

      Völlig richtig, Kilian - auch dieses "Mehr als 500 Personen waren anwesend, als Jesus den Predigtauftrag erteilte" ist ein WTG-Phantasiekonstrukt und biblisch eindeutig FALSCH.

      Da es derzeit immer noch mit dem Glossar Probleme gibt, hier die entsprechende Passage aus dem PDF ("Predigtauftrag"):

      ...Christus [richtete] die Worte aus Mat 28,19.20 klar ersichtlich nicht an die Gesamtheit aller seiner Nachfolger, weder damals noch in späteren Zeiten, sondern explizit an die elf treuen Apostel – Mat 28,16:

      "Die elf Jünger [nur diese!] aber gingen nach Galiläa, an den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte."

      Die WTG schiebt diese klare Aussage jedoch beiseite, indem sie z. B. im "Wachtturm" vom Mai 2016 zweiter "Studienartikel" S. 9 Abs. 3 "einfach so" behauptet:

      "Nach seiner Auferweckung sprach er ZU HUNDERTEN VON JÜNGERN und sagte: „Geht daher hin, und macht Jünger ... und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe“ (Mat. 28:19, 20)."

      Im "Wachtturm" vom 1.8.1973 S. 461 Abs. 1 "beweist" die WTG die biblisch nicht begründbare Auffassung, der apostolische Verkündigungsauftrag aus Mat 28,19.20 sei "an Hunderte von Jüngern" gerichtet auf folgende bizarr/fragwürdige Weise:

      "Diese Worte sprach Jesus Christus nach seinem Tode und nach seiner Auferstehung auf einem Berg in Galiläa. Sie wurden von seinen Jüngern gehört, unter denen sich Matthäus befand, der sie zu unserem Nutzen aufgezeichnet hat. MAN WEISS NICHT GENAU, WIE VIELE JÜNGER DABEI WAREN, als Jesus dieses Gebot gab. Die elf treuen Apostel waren zugegen, aber ES MÖGEN VIELE WEITERE PERSONEN GEWESEN SEIN. (Matth. 28:16) ZAHLREICHE BIBELGELEHRTE GLAUBEN, daß die fünfhundert vom Apostel Paulus erwähnten Personen, die Jesus einmal nach seiner Auferstehung persönlich sahen, in Galiläa GEWESEN SEIN MUSSTEN, weil Jesus dort Jünger in so großer Zahl hatte. (1. Kor. 15:6) EINIGE GLAUBEN, daß Jesu Worte gemäß Matthäus 28:10: „Geht, berichtet meinen Brüdern, daß sie nach Galiläa fortgehen sollen; und dort werden sie mich sehen“ zu mehr als den treuen Aposteln geredet wurden. DIESBEZÜGLICH KÖNNEN WIR JEDOCH NICHTS SICHERES SAGEN."

      Man bemerke die extreme Unsicherheit in dieser Aussage: "Man weiß nicht genau – es mögen viele weitere Personen gewesen sein – …gewesen sein mußten – wir können nichts Sicheres sagen." Wer die "Zahlreichen Bibelgelehrten" und die "Einigen, die glauben" sein sollen, auf die sich hier bezogen wird bleibt der WTG Geheimnis; im Lichte der WTG-typischen, fragwürdigen Quellenbezugspraxis ist anzunehmen, dass es sich hierbei um die ehemaligen "Leitende Körperschafts"-Mitglieder Fred Franz und George Gangas ob ihrer mehr oder weniger vorhandenen Griechischkenntnisse handelt.

      Im späteren "Wachtturm"-Ausgaben wie z. B. vom 1.5.1991 S. 8 schiebt die WTG jegliche Zweifel an der Theorie, Mat 28,19.20 sei außer an die elf treuen Apostel auch an die in 1Kor 15,6 erwähnten Fünfhundert gerichtet mit einem Federstrich beiseite:

      "Bei einer Gelegenheit verabredet sich Jesus mit allen seinen 11 Aposteln auf einem Berg in Galiläa. Andere Jünger erfahren offensichtlich [wieso ist das 'offensichtlich'?] von der Zusammenkunft, so daß über 500 Personen kommen [Märchenstunde – frei erfundene Mutmaßung der WTG ohne jeglichen biblischen Beleg]. Welch ein glückliches Beisammensein [Märchenstunde] daraus wird, als Jesus erscheint und sie zu lehren beginnt! Unter anderem erklärt Jesus der großen Volksmenge [richtig wäre 'der kleinen Gruppe der 11 treuen Apostel'], daß Gott ihm alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben hat. „Geht daher hin“, sagt er, „und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe.“ "

      Siehe auch "Der Wachtturm" vom 1.10.1995 S. 14 Abs. 4.

      Im Gegensatz hierzu kommentieren einige Bibelgelehrte Mat 28,19.20 biblisch sauber begründet ("sola scriptura") wie folgt:

      'Handbuch der Bibelerklärung':

      "ES IST NUR VON DEN ELFEN DIE REDE, daher man DIE 500, welche #1Co 15:6 den Auferstandenen gesehen haben, NICHT gerade ZU DIESER ZUSAMMENKUNFT HERBEIZIEHEN DARF."

      'A Commentary on the Holy Bible' von Matthew Poole:

      "Some think (upon what grounds I know not, but because the evangelists mention no more) that this was the famous appearance mentioned by the apostles, when he was seen of above five hundred brethren at once, #1Co 15:6. THE TEXT SPEAKS BUT OF ELEVEN that went into Galilee; IT IS POSSIBLE MORE MIGHT MEET HIM THERE, BUT WE HAVE NO GUIDANCE OF SCRIPTURE TO CONCLUDE IT."

      Die Behauptung, Christus habe den apostolischen Verkündigungsauftrag an "Hunderte von Jüngern" gerichtet ist im Lichte von Mat 28,16 eindeutig falsch.

      (Zitatende)

      Gruß,

      M.N.

    4. Dominikus Klein

      Hallo Kilian
      sorry für die verspätete Antwort, wollte zuerst den Studienartikel des Wachtturms März 2018 lesen - und tatsächlich da steht dieser u.a. Satz.

      Die Bibel enthält zahlreiche Hinweise darauf, dass neuen Jüngern Christi im ersten Jahrhundert die Bedeutung der Taufe bewusst war. Sie zögerten die Taufe nicht unnötig hinaus (Apg. 2:41; 9:18; 16:14, 15, 32, 33).

      Sie zögerten die Taufe nicht unnötig heraus - gerade das Gegenteil ist wahr!
      Was sagt der Brief an die Hebräer?
      Guck Dir mal die Verse 6:4-6 und 10:26-27 an

      4 Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind 5 und das gute Wort Gottes geschmeckt haben, dazu die Kräfte der zukünftigen Weltzeit, 6 und die dann abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen!

      26 Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für die Sünden kein Opfer mehr übrig, 27 sondern nur ein schreckliches Erwarten des Gerichts und ein Zorneseifer des Feuers, der die Widerspenstigen verzehren wird.

      Taufe, Sündigen, Beichte, Bereuen das gab es erst Jahrhunderte später - nimm z.B. Konstantin den Großen, gestorben 337, Taufe erst als er im Sterben lag - Taufe und nachher sündigen? Guck Dir nochmals die Verse aus Hebräer an.
      Gruß Domi

  5. M.N.

    Ihr Lieben,

    hier ist eine kleine Abhandlung betreffs des manipulativen WTG-Konstrukts "Alle ersten Christen - jeder Einzelne; Mann Frau, Kind - verrichteten 'Predigtdienst' von Haus zu Haus", die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

    Betrachet man die in der Apg aufgezeichneten Ereignisse unmittelbar nach Pfingsten (der "Urphase" der ersten Christengemeinde), so wird deutlich, dass hier kein WTG-gemäßer "Predigtdienst" stattfand und dass die Behauptung, die ersten Christen hätten "Predigtdienst" verrichtet keinerlei biblische Grundlage hat, sondern völliger Nonsense ist.

    Die ab Apg 2,14 geschilderte Verkündigung seitens der 12 Apostel (nicht ALLER Christen) geschah im konkreten Rahmen einer an "Männer von Judäa und alle, die zu Jerusalem wohnen" gerichteten Rede; dies war kein WTG-gemäßer, von jedem einzelnen der damaligen Christen durchgeführter "Haus-zu-Haus-Drückerkolonnen-Predigtdienst". V. 42 listet präzise die Aktivitäten der zu dieser Zeit über 3000 Personen starken Jerusalemer Enklesia auf:

    - Sie verharrten in der Lehre der Apostel (vgl. mit "Bibelstudium" und innergemeindlicher Unterweisung seitens der inspirierten Apostel);
    - in der Gemeinschaft (Gemeindetreffen, oder jegliche Art von Gemeinschaft im weitesten Sinne);
    - im Brechen des Brotes (i. e. in der Abendmahlsfeier, die laut xxx wöchentlich begangen wurde);
    - in den Gebeten.

    In V. 46 und 47 wird aufgeführt:

    - Täglich verharrten sie einmütig im Tempel (in dem offensichtlich eine Räumlichkeit als Gemeindesaal genutzt wurde);
    - brachen zu Hause das Brot;
    - nahmen Speise mit Jubel und Schlichtheit des Herzens;
    - lobten Gott.

    "(Öffentliches) Predigen/Predigtdienst", oder auch nur der kleinste Hinweis darauf fehlt in beiden dieser Listen vollständig, was im Lichte der beharrlichen Behauptung der WTG, die ersten Christen  - ALLE Christen - hätten "Predigtdienst" verrichtet, sowie der immensen Bedeutung, die die WTG der von ihr eigenmächtig zum alles überragenden "christlichen Markenzeichen" erhobenen "Predigttätigkeit" zuschreibt, äußerst "seltsam" anmutet, um es behutsam auszudrücken.

    Der V. 47b erklärt mehr als deutlich, wie die "Mehrung" der urchristlichen Enklesia zu dieser Zeit vonstatten ging: Nicht durch "Predigen/Predigtdienst", nicht dadurch, dass jeder einzelne der damaligen Christen in Jerusalem "von Haus zu Haus predigte" wie die WTG auf irreführende und das NT krass entstellende Weise kolportiert, sondern "Der Herr (laut Kontext V. 36 Jesus Christus, nicht  'Jehova' wie von der NWÜ irreführend wiedergegeben) aber tat täglich hinzu, die gerettet werden sollten." Somit geschah das Wachstum der Enklesia, des "Leibes Christi" auf "übernatürliche" Weise; es war nicht das Resultat "angestrengten" menschlichen "Predigtdienst"- Wirkens, sondern die Konsequenz unmittelbaren GÖTTLICHEN Wirkens in den Herzen und Seelen von Menschen, die den christlichen Gemeindetreffen als "Neue" beiwohnten, vgl. 1Kor 14,24.25..

    Die in Apg. 3 angeführte "Zweite Predigt des Petrus" fand ebenfalls im gleichen Rahmen wie die vorherige "Pfingstpredigt" statt (kein "Predigtdienst", sondern eine an das "Volk"/an "Männer von Israel" (V. 12; Kap. 4,1) gerichtete Rede, aufgrund welcher "Viele von denen, die das Wort gehört hatten, gläubig wurden" (Kap. 4,4). Laut Apg 4,7.16 warfen die antagonistischen jüdischen Religionsführer den Aposteln nicht "Predigtdienst" vor, sondern ein Wunder gewirkt zu haben. Erst ab V. 17 kommt ein explizit über die Apostel verhängtes "(Predigt-) Redeverbot" ins Spiel, welches sich im Lichte der in Kap 2 aufgelisteten Aktivitäten der Jerusalemer Urchristengemeinde auf ein "Lehr- und Unterweisungsverbot" INNERHALB DER ENKLESIA, nicht aber auf ein "öffentliches Haus-zu-Haus-Predigtdienstverbot" bezieht. Die abschließenden, in der REB mit "Gemeindeleben" überschriebenen 5 Verse von Apg Kap 4 beweisen, dass es bei dem von den Aposteln durchgeführten "Zeugnisablegen" nicht um "öffentlichen Predigtdienst" geht, sondern um das INNERGEMEINDLICHE Kerygma, die Gemeindeunterweisung oder "Gemeindepredigt".

    In Kap 5,12-16 ist nicht von "Predigtdienst" als Auslöser und Bedingung der "Mehrung" der Urgemeinde die Rede, sondern: "Durch die Hände der Apostel geschahen VIELE ZEICHEN UND WUNDER unter dem Volk" - kein Wort von "Predigtdienst". V. 20 redet wiederum von einer Rede "zu dem Volk" - wiederum kein WTG-gemäßer "Haus-zu-Haus-Predigtdienst". Ab V. 27 geht es um eine Vernehmung der Apostel vor dem jüdischen Sanhedrin, was ebenfalls nicht dem "Alle ersten Christen verrichteten Predigtdienst"-Konstrukt der WTG entspricht. Der V. 42 listet auf:

    - Belehrung im Tempel, d. h. innergemeindliches Lehren, s. o. zu Kap 2,46;
    - Belehrung von Privathäusern von Jerusalemer Christen - nicht "von Haus zu Haus", wie die NWÜ irreführend/tendenziös übersetzt. Mehr hierzu siehe im Glossar unter "Haus-zu-Haus-Dienst".

    Auch in Kap. 6 wird die "Mehrung" der urchristlichen Enklesia ausdrücklich nicht dem Machen und Schaffen von Menschen - "Predigtdienst" - zugeschrieben, sondern GöTTLICHEM WIRKEN als positive Konsequenz des INNERGEMEINDLICHEN (!) Wirkens der 7 neuen Diakonoi - V. 7: "Das Wort Gottes wuchs, und die Zahl der Jünger in Jerusalem mehrte sich sehr; und eine große Menge der Priester wurde dem Glauben gehorsam." Sodann wird die Tätigkeit des "ersten Märtyrers" Stephanus nicht als "Predigen/Predigtdienst" präsentiert, sondern (V. 8) "Stephanus... TAT WUNDER UND GROSSE ZEICHEN (keinen 'Predigtdienst') unter dem Volk." Erst dann kam es zu Streitgesprächen mit Vertretern diverser jüdisch/religiöser Faktionen, was wiederum nichts mit WTG-vorgeschriebenem "Predigtdienst" gemein hat.

    All dies zeigt mal wieder, dass der vollmundige Anspruch der WTG und von "ZJ", sich "am Urchristentum zu orientieren" und "urchristlich orientiert" zu sein b...s... ist. Es ist eine völlig an den Haaren herbeigezogene Phantasiebehauptung, anmaßend, unrichtig, verkehrt. Das Manipulative der Behauptung, die ersten Christen hätten "so wie JZ es heute auch tun", "(Haus-zu-Haus-) Predigtdienst" verrichtet, liegt klar auf der Hand: Man möchte eine rein menschliche Produktvertriebsvorschrift, die der rein menschlichen Interessenförderung einer rein menschlichen Organisation dient, pseudobiblisch beweisen und "lufttheologisch" untermauern. Es handelt sich hierbei (wie bei so vielem anderen) um eine aggressive Usurpation der Bibel zur eigenzweckdienlichen Interessenförderung.

    Weitere biblische Fakten betreffs dieses Thema, besonders was die im weiteren Verlauf der in der Apg enthaltenen Fakten betreffs der urchristlichen Missionstätigkeit betrifft und wie die WTG dieselben in ihrem Sinne eisegetisch hinbiegt und verdreht, dass es nur so kracht, werden im Glossar unter "Predigtauftrag" erörtert.

    Gruß,
    M.N.

    1. M.N.

      Addendum: Habe vergessen, einen Bibelverweis in "xxx" einzufügen:

      "...in der Abendmahlsfeier, die laut Apg 20,7 wöchentlich begangen wurde..."

      1. Omma@M.N.

        Lieber M.N.,

        nur eine kleine Ergänzung:

        Ich habe mich vor einiger Zeit mit diesem Thema beschäftigt, da ich Anfragen dazu bekam. Vorher war das für mich einfach kein Thema, und so habe ich mir auch keine Gedanken gemacht.

        Ich weiß, dass einige Bibelübersetzer "das Brechen des Brotes" mit der Abendmahlsfeier gleichsetzen, und es so übersetzen, aber nicht alle.

        Apostelgeschichte 20:7, 11   (Schlachter 2000)
        7 Am ersten Tag der Woche aber, als die Jünger versammelt waren, um das Brot zu brechen, unterredete sich Paulus mit ihnen, da er am folgenden Tag abreisen wollte, und er dehnte die Rede bis Mitternacht aus.
        11 Und er ging wieder hinauf und brach Brot, aß und unterredete sich noch lange mit ihnen, bis der Tag anbrach, und zog dann fort.

         .............  (Münchner Neues Testament)

        7 Am erstenTagder Woche aber, als wir versammelt waren, zu brechen das Brot, redete Paulos zu ihnen, weil er fortgehen wollte am folgendenTag, und er dehnte aus das Wort bis Mitternacht.
        11 Hinaufsteigend aber und brechend das Brotund essend und noch lange sich unterhaltend bis zum Tagesanbruch, so ging er weg.

        Ebenso lese ich es in der Interlinearübersetzung Griechisch-Deutsch.  Meine Frage war jetzt, ist mit dem Brechen des Brotes das Abendmahl gemeint, oder hatte es (auch noch) eine andere Bedeutung?

        http://www.bruderinfo.de/allgemein/wie-oft-sollten-wir-das-abendmahl-feiern/

        Ich bin nur ein Laie, und nicht so bewandert im Forschen, wie du, lieber M.N.  Ich wollte auch nur meine bescheidenen Forschungsergebnisse hier anfügen.

        So, jetzt werde ich deinen Kommentar noch einmal ganz genau durchlesen, hatte ihn nur überflogen.

        Ganz liebe Grüße senden Omma und Oppa

        1. M.N. @ Omma und Oppa

          Ihr Lieben,

          der Bibelgelehrte John Gill schreibt zu Apg 20,7 folgendes - Übersetzung von mir mit Google's Hilfe:

          "als die Jünger zusammenkamen, um Brot zu brechen;
          nicht, um ein gewöhnliches Mahl zu essen oder dem Apostel und seiner Gesellschaft ein Festmahl oder große Unterhaltung zu bereiten, bevor sie fortgingen; sondern gemäß der Wiedergabe der syrischen Version, "um die Eucharistie zu brechen", wie das Abendmahl ursprünglich genannt wurde; oder gemäß der arabischen Version, "um den Leib Christi auszuteilen", der symbolisch und sinnbildlich im Brot am Tisch des Herrn dargeboten wird."

          Hier noch einige weitere Kommentare:

          'Commentary on the Whole Bible (Concise)' von Matthew Henry:

          "They came together on the first day of the week, the Lord's day. …In the breaking of the bread, not only the breaking of Christ's body for us, to be a sacrifice for our sins, is remembered, but the breaking of Christ's body to us, to be food and a feast for our souls, is signified. In the early times it was the custom to receive the Lord's supper every Lord's day, thus celebrating the memorial of Christ's death."

          'People's New Testament':

          "On the first day of the week when, etc. ...They came together, primarily, to break bread, i. e., to observe the Lord's Supper. Dean Howson says: "We have here an unmistakable allusion to the practice, which began evidently immediately after the resurrection of our Lord, of assembling on the first day of the week for religious purposes." ...the early church writers from Barnabas, Justin Martyr, Irenæus, to Clement of Alexandria, Origen and Cyprian, all with one consent, declare that the church observed the first day of the week. They are equally agreed that the Lord's Supper was observed weekly, on the first day of the week."

          'Word Pictures of the New Testament' von Robertson:

          "To break bread (κλασαι αρτον). First aorist active infinitive of purpose of κλαω. The language naturally bears the same meaning as in John 2:42, the Eucharist or the Lord's Supper…"

          Usw.

          Es gibt also starke Indizien dafür, den Begriff "Brot brechen", wenn er i. V. mit Gemeindetreffen verwendet wird, auf das Abendmahl anzuwenden, was auch Sinn ergibt (natürliche Lesart - Ockham's Rasiermesser), denn wieso hätten die Christen während ihrer geistlichen Zusammenkünfte "normal essen" wollen oder sollen? Genau dem - einer "Profanisierung" des Abendmahls - wollte Paulus ja mit seiner Kritik in 1Kor 11,20-22 vorbeugen; der V. 20 bestätigt übrigens auch (und das ist natürlich der "beste Beweis"), dass die damaligen Gemeindetreffen des ersten Wochentags Abendmahlsereignisse waren:

          "Wenn ihr nun zusammenkommt, so ist es nicht möglich, das Herrenmahl zu essen."

          Man bemerke: "Wenn ihr (= wann immer, also jedesmal wenn)".

          Hier ist noch etwas aus dem Glossar hierzu:

          Es gibt weiterhin keinerlei Grund, das "sooft" (ὁσάκις hosákis) aus 1Kor 11,25.26 auf "einmal jährlich" zu beschränken; Jamieson, Fausset und Brown sagen in ihrem Kommentar betreffs "hosákis":

          "as oft as--Greek, "as many times soever": implying that it is an ordinance often to be partaken of."

          Auf www.preachersnotes.com findet sich folgende Erläuterung:

          "1Cor.11:25,26: “as often as” – OSAKIS – hosakis --, a relative adverb, implies that the Lord’s supper was frequently observed, but does’t specify how frequently. Ac.20:7 tells us how frequently – every 1 st day of the week. Ac.20:7 is the only Divine authority we have to establish when and how often we are to observe the Lord’s supper. "

          Dem entspricht der Kommentar zu Apg 2,42 in 'Word Pictures of the New Testament' von Robertson:

          "In #Ac 20:7 they seem to have come together especially for the observance of the Lord’s Supper."

          (Zitatende)

          Gruß,

          M.N.

    2. M.N.

      Addendum 2:

      Es soll heißen "Belehrung in Privathäusern von Jerusalemer Christen".

      Habe scheinbar Schreibblockade.

  6. heiopei

    Sehr guter Artikel und absolut zutreffend

  7. RoKo

    Lieber M.N.

    Deine Beiträge sind oft zum schmunzeln aber immer lehrreich. Und mit diesem #33812 triffst Du wieder mal den rostigen Nagel mitten auf den Kopf. Peng.

    Danke für Deine Mühe und die viele Ausarbeitung. Natürlich auch Danke an alle anderen Schreiber und regen Beteiligungen.

    Bei lesen von M.N. fiel mir auf, dass ja die ZJ nicht nur die Taufe benutzen, um die WTG ins Licht zu rücken, sondern oft unterschwellig anderswo immer dem Verkündiger neu prüfen, wie er denn zur Org steht. Mir fiel das Formular ein: A-19-X Bewerbung als Helfer /Anmeldung zum Freiwilligen Dienst

    Teil B - Geistige Gesinnung, Frage 5:

    Glaubst Du, dass die von Jehova kommende geistige Speise durch den treuen und verständigen Sklaven vermittelt wird, und lebst du gemäß dem, was er lehrt? ( )ja  ( )nein

    Allein in dieser kurzen Frage steckt so viel Gedankenmanipulation, dass der Verkündiger irre geleitet wird. Was soll man denn da ankreuzen? Ja für seinen eigenen freiwilligen Dienst? Oder nein, weil man das nicht glaubt, weil dieser Verein einfach christlich so weit entfernt ist wie der Nordpol vom Südpol, dann erhält aber man keine Zulassung zum freiwilligen Dienst. Also muss man beides ankreuzen, Ja, ich glaube daran, dass JHWH die Bibel als Auto schreiben lies, worin alle wichtigen Gegebenheiten verankert sind und nein, ich lebe nicht nach dem was der Sklave lehrt weil das Plörre ist. Aber leider ist der Platz nicht vorhanden für die eigene Erklärung zu zwei Kreuze, warum wohl? Um den Verkündiger in eine Richtung zu zwingen, so wie die LK den Mensch haben will.

    Und darum bin ich nicht ganz bei Gerd mit seiner Meinung #33799, gleichwohl ich seine Argumentation voll und ganz verstehe.

    Der ehemalige Chefarzt der Psychotherapeutischen und Psychosomatischen Klinik im Evangelischen Diakoniewerk Halle (heute im Ruhestand) verfasst viele redaktionelle Berichte. Diesen „Warum bin ich so unzufrieden“ fand ich in einer Zeitschrift und ich finde den Artikel so gehaltvoll, passt er doch unsagbar gut auf ZJ und deren Führungskräfte, also hier her. Ich hab den Bericht mal als Bild hochgeladen und hier der Link: https://img1.picload.org/image/doaglglr/warum-bin-ich-so-unzufrieden.png

    In diesem Sinne, Gute Nacht an alle RoKo

  8. Sehr informativer Artikel, der korrekt beschreibt, was passiert - vor allem, was nach dem Ausschluss passiert.

    Zitat: "Es fühlt sich an, als ob jemand verstorben ist. Passend dazu setzt dieser Trigger gleich eine Reihenfolge von Verhaltensweisen in Gang, um diese Person zu ächten."

    Bei mir liegt die Exkommunikation (wegen meines Bekenntnisses zu Jesus) 8 Monate zurück. Mir war bewusst, worauf ich mich einließ. Aber ich hatte keine Vorstellung davon wie es sich anfühlt, wenn man wie ein "Toter" betrachtet/behandelt wird. Das Ausmaß ist in meinem Fall ziemlich groß, da in meiner Verwandtschaft viele, viele (linientreue) Älteste sind, die mich als ehemaligen Ältesten (30 Jahre lang) als den Abtrünnigen per se betrachten. Es ist emotional nicht so einfach, diese jahrzehntelangen engen Beziehungen (auch im engsten Familienkreis) einfach fahren zu lassen. Aber die Betreffenden verlangen das. Sie sind weder bereit, sich inhaltlich mit dem Thema auseinanderzusetzen noch Kontakt in jeglicher Form zuzulassen: Kein Gespräch, kein Telefonat, kein Blick. E-Mails werden ignoriert und vermutlich ungelesen gelöscht. Wenn sie einem wegen örtlicher Gegebenheiten nicht ausweichen können, schauen sie tangential an einem vorbei oder durch einen durch. Pervers!

    Und trotzdem war es richtig, wozu ich mich entschieden habe. Glücklicherweise gibte einige wenige, die sich nicht verführen lassen und die Kontakt zulassen. Für mich ist wichtig, meinen Glauben zu stabilisieren. Der o.g. Artikel hebt richtigerweise hervor, dass die Trennung von der Org nicht zum Atheismus führen muss (und es auch nicht sollte). Ich habe festgestellt, dass das persönliche Verhältnis zu unserem himmlischen Vater und zu seinem Sohn, unseren Erlöser, das A und O ist. Wenn dieses Verhältnis stimmt und gepflegt wird, hat die beschriebene Manipulation keine Chance, einen wieder "zu kriegen". Aber man muss es wirklich pflegen. Und am besten klappt das in der Gemeinschaft, die schlechtestenfalls aus einer weiteren Person besteht: "Wo sich zwei oder drei in meinem Namen versammeln, bin ich in ihrer Mitte" sicherte unser Herr Jesus Christus zu. Probieren wir es aus, werden wir feststellen, dass es kein leeres Versprechen war. Und in dieser kleinsten denkbaren Form von Gemeinde fällt es leichter, die oben beschriebenen emotionalen Belastungen aufzulösen. Solange dieser eine fehlende Partner noch nicht vorhanden ist, darf man aber getrost auf wirkungsvolle Hilfe von oben vertrauen. Die beiden Höchsten lassen niemand im Stich, der sich ihnen naht.

    Deshalb empfehle ich im Sinne der christlichen Liebe, den Kontakt zu solchen "für tot Erklärten" aktiv zu suchen, um sich gegenseitig auf dem Weg in die christliche Freiheit zu helfen. Besonders gut geeignet ist dafür die auf dieser Website angebotene Möglichkeit "Kontakte finden".

    Gern appelliere ich an alle, sich dort auf der Landkarte mit Mailadresse und einer kurzen Beschreibung, wer man ist, einzutragen. Das wird mit Sicherheit zur Stabilisierung der einzelnen Betroffenen beitragen.

    Herzliche Grüße an alle, die sich befreit haben bzw. dabei sind, es zu tun

    Volker J. Blockhaus
    👍

    1. Omma@Volker J. Blockhaus

      Lieber Volker,

      wunderbarer, Glauben stärkender Kommentar!!!

      Du hast alles gesagt, und mir bleibt nunmehr dir von Herzen Danke zu sagen.  Genau, wie du es beschreibst, so machen wir es auch.

      Aus welcher Gegend (ungefähr) kommst du?  Wir kommen aus Nordfriesland, sind vor drei Jahren hierher gezogen, das heißt geflohen, vor der unmenschlichen Ächtung, auch der eigenen Familie.

      Hier durften wir so viele Segnungen unserer Beiden Höchsten erleben, dass wir oft mit Tränen der Dankbarkeit in den Augen, unser Gebet sprechen.

      Herzliche Grüße auch an dich, lieber Volker, senden Omma und Oppa

      1. Liebe Omma, lieber Oppa,

        danke für Eure Worte. Ich wünsche Euch viel Geist, damit Ihr den eingeschlagenen Weg im Herrn treu weitergeht. Außerdem wünsche ich Euch christliche Gemeinschaft, die man auch "anfassen" kann.

        Ich wohne fast am anderen Ende Deutschlands von Norden nach Süden betrachtet: In der Nähe von Baden-Baden (ca. 50 km südlich von Karlsruhe).

        Wenn ich das richtig sehe, gibt es ja wenigstens ein paar Gleichgesinnte in Eurer Nähe, die sich auf der Landkarte eingetragen haben.

        Viel Segen von oben und Kraft im Herrn

        Euer Bruder
        Volker

    2. Anna

      Lieber Volker

      Schön von dir zu lesen.

      Mach weiter so

      .

      Herzlich Anna

      1. Liebe Anna,

        auch schön wieder von Dir zu hören/lesen. Ich hoffe, es geht Euch gut. Vielleicht willst Du ja mal mailen.

        Liebe Grüße
        Volker

    3. ProJesus

      Lieber Volker J. Blockhaus! Du schreibst: "sich gegenseitig auf dem Weg in die christliche Freiheit zu helfen. Besonders gut geeignet ist dafür die auf dieser Website angebotene Möglichkeit "Kontakte finden".

      Ich kann dir da nur zustimmen. Mir tut die Hauskirche, die ich besuche (alles Ex-Zeugen) sehr, sehr gut. Wir alle freuen uns schon die ganze Woche darauf. Und wir lernen mehr als je zuvor und sind alle stark und gesund im Glauben. Selbstverständlich ist das aber nicht. Man muss ein wenig Disziplin haben und den Anschluss suchen und wollen. Natürlich muss man auch prüfen, welcher Bibelkreis einem gut tut. In unserer Hauskirche hat sich eine weitere Ex-Schwester telefonisch angemeldet. Wir sind schon gespannt auf sie und freuen uns alle auf sie. Letztlich sind wir mit einer weltweiten Bruderschaft von Menschen verbunden, die Jehowah und Christus wirklich lieben und nicht nur so tun.

    4. Lieber Volker , könntest Du uns Erzählen wie dein Bekenntnis zu unseren Herrn JESUS CHRISTUS, zum Ausschluss führte?

    5. Meereswoge

      Unser lieber Bruder Volker, fühl Dich herzlich willkommen in der BI Gemeinde. 8Monate ist Dein Ausschluss erst her.......Rein theoretisch  w i s s e n wir alle, wie die Folgen des Ausschlusses sich anfühlen könnten. Wer viele, viele Verwandte und Freunde unter den ZJ hat und keine anderen sozialen Kontakte, was ja zur Normalität der Zeugen gehört, die Jahrzehnte drin sind, oder hineingeboren wurden, das man auch Ängste aufbaut, alle zu verlieren..... Ist normal

      Viele der Leser und Schreiber hier auf diesen Seiten wird der eigene Glaubensweg durch unseren Herrn (der Weg) von ihm anders geführt. Er kennt auch die Umstände eines jeden und gibt die nötige Kraft und schenkt seinen Frieden, wie die Welt, oder auch wir noch nicht kennen.

      Hier auf diesen Seiten lernte ich meinen Herrn ganz anders kennen, als uns von den Zeugen vermittelt, wofür ich sehr dankbar bin. Auch den vielen lieben Schreiberlingen gilt mein herzlicher Dank durch die vielen,vielen Anregungen, Berichte,Beweise der Liebe zu unseren Höchsten.

      Du mußt nun leider die ganze emotionale Not durchleben. Es tut mir sehr leid. Möge Dir unser großer Vater seine Liebe in größter Weise schenken und Dir unser Hirte DEINEN Weg zeigen, um mit gestärkten Glauben diese schwere Zeit zu überstehen und mit neuen Geschwistern gesegnet zu sein. Es dauert alles seine Zeit.

      Hab ein gesegnetes langes WE, mit Freude und Frieden im Herzen

      LG Meereswoge

       

       

  9. Jenka

    @Michaela

    Wir leben jetzt leider in einer Zeit, wo wir Menschen in jeder Form mit jeglicher Technik manipuliert werden können. Ich bin ja nur ein technisches Embryo, aber Gottes Wort sagt uns ja, dass hinter all dem Bösen der Widersacher steht. Jetzt ist mir auch noch die Zeichnung vom Paradiesbuch S. 134 ins Auge gefallen und wer beobachtet da wohl unseren Herrn und seine ersten Jünger? Wer hat sich da zwischen der Gabelung in den Ästen versteckt? Es sieht aus wie ein Bock oder so ähnlich. Das Tierchen trägt aber zum Glück einen Zügel ums Maul. Etwas Schräg nach unten auf der rechten Seite des Baumes, auf dem hellbraunen Stummelast ist er nochmal von der Seite zu sehen. LG

    1. Liebe Jenka,

      wir leben aber auch in einer Zeit in der wir nicht länger aus einer einzigen manipulierenden Quelle leben müssen, wir können hinterfragen und uns umfassend informieren, alles steht uns offen.
      Darüber hinaus haben wir die wunderbare Möglichkeit mit DER Quelle in Verbindung zu treten die uns nicht belügt, sondern uns immer schon ehrlich und authentisch liebt und ernähren möchte, weil sie es will und kann!

      1Jo 5:10  Wer an den Sohn Gottes glaubt, weiß in seinem Inneren, dass wahr ist, was Gott sagt. Wer es nicht glaubt, macht Gott zum Lügner, weil er nicht wahrhaben will, was Gott über seinen Sohn ausgesagt hat.
      1Jo 5:11  Und was bedeutet das für uns? Es besagt: Gott hat uns ewiges Leben geschenkt, denn dieses Leben haben wir durch seinen Sohn.
      1Jo 5:12  Wer mit dem Sohn verbunden ist, hat das Leben. Wer nicht mit dem Sohn Gottes verbunden ist, hat das Leben nicht.
      1Jo 5:13  Ich habe euch das alles geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, denn ihr glaubt ja an den Sohn Gottes.

      Treten wir also in UNSER wirkliches Leben ein und lassen uns inspirieren vom Geist der Wahrheit welcher uns IN Christus verbrieft und als unverfälschbar ins Herz gelegt wurde.
      Wer ausschließlich IHM folgt wird SEINE Wahrheit auf seinen Wegen haben und leben!
      Der Widersacher verliert dabei vollständig seine Macht, denn die Lüge muß immer die Wahrheit fürchten, niemals war es anders herum, sei FREI!
      LG Tom

  10. natur&freiheit

    @Sebastian

    Danke  für diesen tollen Artikel. Er hat mir direkt ins Herz gesprochen. Ich beobachte das nicht nur bei Ex-Zeugen hier im Forum oder anderswo, die die Denkweise der WTG noch drin haben (und das hab ich ehrlichhesagt selber auch bei verschiedenen Situationen noch immer, wie ich dann mit Erschrecken feststelle) sondern auch allgemein in unserer Gesellschaft. Menschen, die enttäuscht von Indoktrination und Bevormundung und Fanatismus sind, sich von der einen Sache abwenden, dann aber wieder einem „Guru“ hinterherlaufen oder einer Weltanschauung, Art zu leben etc, und diese dann genauso fanatisch vertreten und keinen anderen Gedankengang zulassen, wie diejenigen, die sie vorher verurteilt haben.

    Ich hinterfrage inzwischen (meist) alles. Auch die Bibel. Und das ist zulässig. Wenn ich das nicht darf, dann bin ich auf dem gleichen Level wie vorher bei der WTG. Nein Danke.

    Auch dass ich irgendwann aufhören muss mit Groll und Bedauern was ich alles verpasst habe, ist ein sehr guter Gedanke. Es macht das Leben einfacher und schöner und befriedigender. Ansonsten bestrafe ich mich doppelt: Das erste Mal durch das Leben als Zeuge, das zweite Mal indem ich es immer wieder von neuem aufleben lass und die alten Gefühle hochhole. Klar, man muss es verarbeiten und sich auch Zeit geben. Aber ich hab für mich festgestellt, ich kann immer besser damit umgehen, wenn ich mich selbst glücklich mache, mir gutes tue, das Leben genieße, die Nachrichten abstelle und die schönen Dinge auf diesem wunderschönen Planeten wirklich sehe und schätze.

    Lieber Gruss

    Natur&Freiheit

  11. Peetha

    Noch ne Möglichkeit des Manipulieren‘s ist Zahlen schreiben. Die Jworg Wasserstandsmeldungen für 2017 findet ihr unter ˋPublikationen‘. Schöne Woche euch

  12. M.N.

    Ihr Lieben,

    der folgende Beitrag passt unter das Thema "Manipulation", wenn man dieses Stichwort erweitert  zu "Manipulation durch falsche und irreführende Bibelauslegung".

    Der gestrige wt-"Studienartikel" beinhaltet eine der krassesten WTG-Bibel-Falschauslegungen und konfusesten Darlegungen, die in der letzten Zeit das Licht des Tages erblickt haben – Thema:

    "Wer sich nicht SCHNELL SCHNELL SCHNELL taufen lässt, WIRD STERBEN!"

    Zum einen enthält der Artikel einen krassen Widerspruch zwischen "Die Taufe darf nicht hinausgezögert werden" und der WTG-Praxis des u. U. jahrelangen "Bestudierens" zukünftiger Haus-zu-Haus-Drückerkolonnenvertriebler, inklusive "Tauffragen"-Gesinnungsprüfung und potentieller Nichtzulassung zur "Taufe"; sodann die völlig lächerliche Behauptung "Wir drängen niemanden zur Taufe" – genau das tut dieses Artikel-Machwerk nämlich in allerunverschämtester Weise, indem die Taufe als massives Druckmittel und als Drohung verwendet wird – Abs. 4:

    "…getaufte Diener Jehovas [werden] gerettet, wenn die heutige böse Welt zu Ende geht (Mar. 13:10; Offb. 7:9, 10). Hingabe und Taufe sind also sehr wichtig. Wer die Taufe unnötig hinauszögert, GEFÄHRDET SEINE AUSSICHT AUF EWIGES LEBEN."

    Krasser geht's nimmer. Die Taufe als Druckmittel i. V. mit einer Vernichtungsdrohung. Die Absicht ist klar: Durch die WTG-"Taufe" verpflichtet sich ein Mensch unwiderruflich als WTG-Befehlsempfänger, bindet sich für immer und ewig an die WTG und überantwortet sein gesamtes Leben und Schicksal der WTG als willenloser Befehlsempfänger derselben – ohne Exit, denn wer "getauft" ist, kann nie nie nie mehr weg; wenn er jemals aus der Reihe tanzt,  FLIEGT ER RAUS und kommt in Bann und Acht.

    Aber der Reihe nach. Hier zuerst einmal das, was wir aus der Bibel über die echt christliche Taufe wissen. In der Apg stechen 3 Verse heraus:

    Kap 2,38: "Ein jeder von euch werde getauft auf (gr. epí; manche sagen 'in') den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden"."

    Kap 10,48: "[Petrus] befahl, daß sie getauft würden in dem Namen des Herrn."

    Kap 22,16 (Pauli Bericht betreffs seiner eigenen Taufe): "Stehe auf, lass dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst."

    Jedes Mal wird Bezug genommen auf den "Namen Jesu Christi"; das letzte Beispiel ist ganz deutlich, indem der urchristliche Tauf-"Ritus", die "Zeremonie" dargelegt wird: Der "Täufling" rief Jesu Christi Namen an. Viele Bibelgelehrte deuten Röm 10,9 in diesem Sinne, indem sie erklären, das "Bekenntnis Christi als Herrn" beziehe sich konkret auf das bei der christlichen Taufe abgelegte Christus-Bekenntnis, welches hier beginnt und das gesamte Leben des Getauften durchzieht.

    Frage: Geschieht anlässlich einer WTG-"Taufe" auch nur im Entferntesten irgendetwas, das an ein "Christusbekenntnis", an ein "Anrufen (des Namens) Jesu" gemahnt? Gibt es irgendetwas, das derartiges auch nur erahnen lässt?

    Hier zur Erinnerung die 2 derzeit aktuellen WTG-"Tauffragen":

    1. Hast du gestützt auf das Opfer Jesus Christi deine Sünden bereut und dich Jehova hingegeben, um seinen Willen zu tun.

    2. Ist dir bewusst, dass deine Hingabe und Taufe dich als Zeugen Jehovas kennzeichnen und du zu der Organisation gehörst, die von Gottes Geist geleitet wird?

    Die einzige dürre, "unter ferner liefen"-Bezugnahme auf den Auferstandenen befindet sich in der bürokratisch verquollenen "GESTÜTZT auf das OPFER Jesu Christi"-Wendung der ersten Frage  – es wird auf Jesus Christus nur indirekt Bezug genommen; nicht ER wird BEKANNT, oder gar ANGERUFEN, wie es laut Apg die Urchristen taten, sondern nur "sein Opfer"; das verquaste "gestützt auf" entfernt die Handlung noch mehr von Jesus – er wird dadurch gaaaaanz weit von "Täufling" weggerückt. Jesus selbst findet also de facto keinerlei Erwähnung, nur "sein OPFER" wird so nebenbei ganz am Rande erwähnt. In der zweiten Frage gibt es keinerlei Bezugnahme mehr auf Christus, dafür aber das "JZ"-Warenzeichen der WTG-Corporation und der im alles überragenden Mittelpunkt stehende Götze "Die Organisation".

    Somit können wir an dieser Stelle festhalten:

    Die WTG-"Taufe" ist nicht christlich; sie hat nichts und GAR nichts mit dem im NT recht klar dargelegten christlichen Tauf-Procedere zu tun.

    Nun aber zur "Die Taufe als SPÄTERE Rettungssicherung und Harmagedon-Überlebensgarantie und als magisches Schutzamulett-Eintrittskarte/Zugangsberechtigung fürs Paradies"-Theologie. Als ich das las, klappten sich mir sämtliche Finger- und Zehennägel hoch, denn falscher geht's nimmer.

    In den Abs. 3 und 4 führt die WTG aus:

    "Der Apostel Petrus stellte einmal einen Zusammenhang her zwischen der Taufe und dem Bau der Arche. Er schrieb: „Das, was diesem entspricht, rettet jetzt auch euch, nämlich die Taufe.“ (Lies 1. Petrus 3:20, 21.) Die Arche war ein sichtbarer Beweis dafür, dass Noah voller Hingabe den Willen Gottes tat. Treu führte er den Auftrag Jehovas aus. Was Noah aus Glauben vor den Augen aller getan hatte, rettete in der Sintflut schließlich sein Leben und das seiner Familie. Warum führte Petrus diesen Vergleich an?

    Die Arche war der sichtbare Beweis für Noahs Glauben. Genauso liefert die Taufe Beobachtern einen sichtbaren Beweis. Wofür? Dafür, dass man sich Jehova hingegeben hat, weil man an den auferstandenen Christus glaubt und Jesu Nachfolger sein möchte. Wie Noah führen solche Jünger Christi gehorsam das Werk durch, das Gott ihnen aufgetragen hat."

    Auf den ersten Blick erkennt man natürlich sofort das uralte, ewiggleiche und immer junge "Hart arbeiten/Sich anstrengen"-Hochleistungsdogma der WTG: So wie Noah beim Bau der Arche "hart arbeitete, sich anstrengte und sich verausgabte" (immer mit dem Damoklesschwert drohender "Vernichtung" vor Augen, wenn er nicht schnell genug baute), so müssen auch ZJ heute schaffen machen tun werkeln tun MEHR tun NOCH MEHR tun … "gehorsam das PREDIGTWERK durchführen", welches laut WTG-Falschauslegung Jesus angeblich allen seinen Nachfolgern aufgetragen hatte; zu dieser Irrlehre siehe den Eintrag "Predigtauftrag" im Glossar.

    Doch mir geht es hier um etwas anderes:

    Wo zieht die Bibel/das NT eine Parallele zwischen "Arche" und "Taufe"; wo wird die Gleichung "Arche = Taufe" erstellt? Antwort: Nicht in der Bibel, nicht im NT, sondern nur in falscher WTG-Eisegese.

    Schauen wir auf den Petrustext: Auf was bezieht sich "Das, was DIESEM entspricht" in 1Pet 3,21? Was ist "DIESES"?

    Selbst ohne das Griechische näher zu beleuchten, legt die unmittelbare Lesart nahe: "DIESES" bezieht sich das auf im Vorvers zuletzt Erwähnte, nämlich "Wasser" – nicht "Arche".

    Zweifelfrei bestätigt wird dies durch die griechische Grammatik:

    Ende V. 20: "… während die Arche (kibotós; feminin) zugerichtet wurde, in welche wenige, daß ist acht Seelen, durch Wasser (hýdōr; neutrum) gerettet wurden."

    V. 21: Die Wendung "Das diesem Entsprechende" übersetzt "hò kai antítypos", wörtlich "Dieses/welches auch Gegenbildliches" (antítypos = Antityp, Gegenbild), und "Gegenbildliches" ist hier – BINGO – ein Neutrum, und kann sich daher grammatikalisch nur auf "Wasser", nicht aber auf "Arche" beziehen.

    Wo wird im NT irgend etwas der Art "Die Arche war der sichtbare Beweis für Noahs Glauben", sowie "Durch die Taufe Beobachtern einen sichtbaren Beweis liefern" gesagt? Ich finde nichts dergleichen.

    Natürlich heißt es in Heb 11,7: "Durch Glauben bereitete Noah, als er einen göttlichen Ausspruch über das, was noch nicht zu sehen war, empfangen hatte, von Furcht bewegt, eine Arche zur Rettung seines Hauses", oder wie es in der NeÜ heißt "Aufgrund des Glaubens baute Noah eine Arche, um seine Familie zu retten." Die Arche war ein Vehikel, ein "Mittel" zur Rettung, doch (a) gibt es nirgendwo im NT eine Parallelsetzung zw. "Arche" und "Taufe", noch (b) wird der Gedanke vermittelt, ohne die lenkende Hand Gottes wäre das Überleben Noahs, seiner Familie und der Tiere möglich gewesen. Die Arche war kein "magischer Schutzwall"; es war nicht die Arche bzw. das Bauen derselben, sondern GOTT, der diese "Rettung" bewirkte, indem er seine schützende Hand über die Insassen der Arche hielt.

    Laut WTG ist die "Taufe" die "Rettungsversicherung, um durch Harmagedon zu kommen" und eine "Eintrittskarte zum Paradies". "Zögere nicht – sonst wirst du krepieren!"

    Das NT lehrt etwas anderes: Die Taufe ist "ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN", "laß dich taufen und DEINE SÜNDEN ABWASCHEN". Selbst wenn Petrus in 1Pet 3,21 erklärt, dass dieses "Sündenabwaschen" nicht buchstäblich zu verstehen ist (denn selbst getaufte Christen sind nach wie vor unvollkommen und sündigen immer noch), wird dennoch deutlich, dass, wer sich Jesus Christus glaubensvoll zuwendet und sich als Ausdruck seiner Hoffnung taufen lässt, einen SINNBILDLICHEN Status von "Sündenlosigkeit", und damit die innere Gewissheit des BEREITS-GERETTET-SEINS erfährt – der Nutzen der echt christlichen Taufe besteht also SCHON JETZT, SOFORT, ist GREIFBAR und wird nicht in die (ferne) Zukunft verschoben gemäß WTG-Konstrukt à la "Du musst JETZT getauft werden, damit du es später durch Harmagedon schaffst". Die Taufe wird hier zu einem bloßen "magischen Schutzamulett FÜR SPÄTER" degradiert und verliert so ihre wahre Bedeutung und "präsente und immanente Wucht für das Hier und Jetzt".

    Eine "innere Gewissheit des BEREITS-GERETTET-SEINS" – selbstredend verträgt sich dies absolut nicht mit der von der WTG gewünschten, hektisch/panischen/rast- und ruhelosen Daueranspannung, dem von ihr vorgeschriebenen "Dringlichkeitsbewusstsein", dem sich-ständig-fragen-Müssen "Tue ich auch WIRKLICH genug? Könnte ich nicht NOCH MEHR tun, könnte ich nicht noch mehr Opfer bringen, mich noch mehr verausgaben, mein Leben noch mehr vereinfachen…" im  angespannten Hochleistungs-Dauerabarbeiten der nie enden wollenden Forderungen der WTG. Ja wo kämen wir - die WTG - denn da hin, wenn sich Menschen etwa wohl fühlen??? DAS geht ja nun überhaupt nicht, DAS wollen wir ganz und gar nicht! HECHELN müsst ihr, die Zunge aus dem Hals und wie ein rotes Halstuch im Wind flatternd, So müsst ihr euch für uns verausgaben!

    Des Weiteren geht es – wie bereits erwähnt – um das unauflösliche an-sich-Binden bereits sehr junger Menschen, die aufgrund der Tiefe und Komplexität der Gegenstandes "Ewige Selbstüberantwortung an ein höheres Wesen" überhaupt nicht erfassen KÖNNEN, worum es bei der christlichen Taufe überhaupt geht. I.V. mit dem die Bibel alibimäßig missbrauchenden WTG-"Tauf"-Konstrukts geht es der WTG einzig und allein um MACHTAUSÜBUNG über andere Menschen, die aufgrund dieses an die WTG gerichteten, nie mehr zu widerrufenden Einbahnstraßen-"Hingabe-Gelübdes" nie mehr zurück, nie mehr "raus" können.

    Aus diesem Grunde holte die WTG in diesem "Studienartikel"-Machwerk die Keule gegen das im NT vermittelte Konzept der christlichen Taufe heraus und versucht es zur eigenzweckdienlichen Förderung ihrer eigenen Geschäftsinteressen zu zertrümmern – ohne Erfolg, denn wer des Bibellesens mächtig ist, wird auf die o. a. Tatsachen stoßen, die sich von der WTG nicht einfach so unter den Teppich kehren lassen.

    Mehr zum Thema "Taufe", insbesondere des aus entwicklungspsychologischer Sicht extrem kritikwürdigen Treibens sehr junger Menschen in ihre Taufbecken seitens der WTG siehe im Glossar, Eintrag "Taufe".

    Gruß,

    M.N.

    1. ProJesus

      Lieber M.N., vielen Dank für die Untersuchung des WT-Artikels über "Taufe" und das Aufzeigen der Manipulation darin und der falschen Auslegung. Eines nur von vielen, vielen Beispielen, die angeführt werden könnten.

      1.  Petrus 3:20, 21 lautet so in diversen Übersetzungen -- und es wird überall klar, dass es anders gemeint ist vom Apostel Petrus, als es die WT-Führung verstanden haben möchte, wie du es aufgezeigt hast. Danke!

       
       Luther 2017:
      „die einst ungehorsam waren, als Gott in Geduld ausharrte zur Zeit Noahs, als man die Arche baute, in der wenige, nämlich acht Seelen, gerettet wurden durchs Wasser hindurch.
      Das ist ein Vorbild der Taufe, die jetzt auch euch rettet. Denn in ihr wird nicht der Schmutz vom Leib abgewaschen, sondern wir bitten Gott um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi“.
       
      Einheitsübersetzung 2016:
      „Diese waren einst ungehorsam, als Gott in den Tagen Noachs geduldig wartete, während die Arche gebaut wurde; in ihr wurden nur wenige, nämlich acht Menschen, durch das Wasser gerettet.
      Dem entspricht die Taufe, die jetzt euch rettet. Sie dient nicht dazu, den Körper von Schmutz zu reinigen, sondern sie ist eine Bitte an Gott um ein reines Gewissen aufgrund der Auferstehung Jesu Christi“.
       
      Neue evangelistische Übersetzung:
      „die zur Zeit Noahs ungehorsam waren. Damals wartete Gott geduldig, bis Noah die Arche fertig gebaut hatte. Doch nur acht Menschen wurden in der Arche durch das Wasser der Sintflut hindurch gerettet.
      Das ist ein Bild für die Taufe, die jetzt euch rettet. Die Taufe dient ja nicht zur körperlichen Reinigung. Sie ist vielmehr Ausdruck einer Bitte an Gott um ein gutes Gewissen. Diese Rettung verdanken wir der Auferstehung von Jesus Christus“.
       
      Neue Genfer Übersetzung:
      „die sich zu Noahs Zeit gegen Gott aufgelehnt hatten und die jetzt bis zu ihrer endgültigen Verurteilung gefangen gehalten werden, und verkündete ihnen seinen Sieg. Damals, in den Tagen Noahs, hatte Gott in seiner Geduld ´mit dem Gericht` gewartet, bis die Arche gebaut war. ´Doch als dann die Flut kam,` wurden nur wenige – nicht mehr als acht Personen – in der Arche durch das Wasser hindurchgetragen und gerettet.4
      Das Wasser von damals war das Gegenstück zum Wasser der Taufe, und dieses Wasser rettet jetzt euch. Denn bei der Taufe geht es nicht um etwas Äußeres, das Abwaschen von körperlichem Schmutz. Sich taufen zu lassen bedeutet vielmehr, Gott um ein reines Gewissen zu bitten. ´Und dass die Taufe uns rettet,` verdanken wir der Auferstehung von Jesus Christus“

    2. ProJesus

      So wie Noah und seine Angehörigen durch die Arche aus dem Wasser emporgehoben wurden und so gerettet wurden, ist es auch bei uns. Petrus möchte gewissermaßen das Bild mit der Sintflut nutzen und sagen:

      Christus starb und wurde aus den Toten auferweckt -- emporgehoben. Die Taufe ist ja auch ein Bild für die Auferstehung Christi aus den Toten. Erst dadurch, dass er auferweckt wurde, ist wirklich unsere Rettung möglich geworden. Da wir an den Tod, die Auferstehung und die Sündenvergebung durch Christus glauben, ist Rettung möglich durch ihn.

      Und weil wir das glauben -- ein innerer Vorgang --, bringen wir das äußerlich durch die Taufhandlung zum Ausdruck. Untertauchen und Emporgehoben werden zum Auftauchen.

      Petrus viel es Ganzheitlich verstanden wissen: Mit dem Archenbau an sich hat es kaum etwas zu tun. Darauf legt er jedenfalls nicht die Betonung.

  13. Fox

    Guten Abend Sebastian, guten Abend für alle.

    Meiner Erfahrung und Meinung nach benötigt ein Mensch unwahrscheinlich viel Rückgrat um sich selbst von einer derart gigantischen Manipulation frei machen zu können. Eine Hilfe wie hier auf BI ist eine tatsächliche Hilfe. Doch von vielen Suchenden wird gar nicht erst nach dieser Hilfe gesucht, denn wenn es Probleme gibt, Fragen nicht beantwortet werden können (dem Sklaven nicht vorauseilen) oder Zweifel nicht ausgeräumt werden können greift die von dir beschriebene Indoktrination "es kann nur an dir liegen". Und sofort warnt das Gewissen, sich nicht auf den falschen Seiten im Internet zu bewegen, nicht auf die lieblich gestalteten, aber höchst gefährlichen Gedanken Abtrünniger hereinzufallen. Nicht umsonst haben sich Zeugen Jehovas mit einer eigenen Sprache eingedeckt. Das erleichtert die geistig-psychische Gefangenheit enorm.

    Hass: Das ist die Führungselite der Zeugen nicht wert. Dennoch ist es so, dass sie ihre Mitglieder darauf trimmt, zu hassen. Natürlich nur aus den besten Beweggründen, z. B. bei Abtrünnigen. Und niemandem scheint aufzufallen, dass niemals aus Liebe gehasst werden kann! Genauso wie ein Mitglied es nie hinterfragen wird, dass jemand, der sich als Sklave bezeichnet, die Position eines Herrn einnimmt, denn nur einem Herrn steht es zu, Gehorsam einzufordern. Ein Sklave hat es bei der Verrichtung seines Dienstes zu belassen, ist nicht einmal Eigentümer seines eigenen Leibes, geschweige denn eines anderen. Und damit auch keinerlei Anspruch auf Geld, Güter, Gehorsam, Lob oder Nachfolge. Nichts dergleichen. Seien wir mal ehrlich: Jeder Dieb, der erwischt wird, stellt sich als etwas besseres dar und diese Darstellung wird hinterfragt. Die Führungsklasse der Zeugen stellt sich als Sklave dar - und kriegt all das, was Jesus gehört. Normal? Verschone mich Gott vor dieser Normalität.

    Ergo: Ich bin sehr froh, BI als Hilfe für meinen Glauben und das Zurückerobern meines Lebens gefunden zu haben. Ich schäme mich keinesfalls, mich vom Zeugen Jehovas zum Zeugen Jesu verändert zu haben. Im Gegenteil: Ich habe kein schlechtes Gewissen mehr, mich zu bemühen, Teil Jesu zu sein. Es kränkt mich, wenn dies als eine Art Ersatzströmung bezeichnet wird. Für mich ist alles andere unchristlich und ungläubig. Denn wir wissen, dass Jesus ein Gott ist. Soll ich mich schämen, meinem Gott, der sich für mich hat hinhängen lassen, angehören zu wollen? NIE!!!!

    Was mir aufgefallen ist gehört mehr in den menschlichen Bereich. Nachdem vielen von uns so richtig Schmerzen physischer, schlimmer aber noch psychischer Natur zugefügt wurden gibt es einige, die offensichtlich mit einer Art Schadenfreude auf Negativnachrichten der WTG reagieren und sich von den Staatsmächten ein Eingreifen und Verbote erhoffen. Hoffen wir wirklich auf staatliche Hilfe? Dann gehören wir wirklich zu den sehr armen Geschöpfen dieser Welt. Andererseits betrachte ich wahrhaftig nicht alle Noch-Zeugen als arme Opfer ihrer Glaubensrichtung. Es gibt sie sehr wohl, die Täter der Boshaftigkeit. Und es gibt nicht für alles eine Entschuldigung. Wenn solche Kreaturen sich an Zerstörung, Mobbing, Enteignung, Hinarbeiten auf Suizid eines "geliebten Mitbruders" (gilt selbstverständlich auch für Schwestern), dann ist das nicht alles mit Glaubensirrsinn zu entschuldigen! Da stellt sich für mich die Frage der Mitschuld. Es kann auch einem Zeugen Jehovas bekannt sein, dass es nicht richtig ist, Respekt vor Vater und Mutter mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum zu versehen, welches sich nach Mitgliedschaft in diesem Verein ausrichtet. Das gibt es nicht in der Bibel und damit ist es eine Sünde gegen Gott, Vater und Mutter zu behandeln wie es oft Brauch ist. Es ist Gotteslästerung, denn man kann nicht Gott als Vater bezeichnen und die jetzigen Lebengeber missachten. Man darf nicht dulden, von diesen Leuten als Abtrünnige bezeichnet zu werden. Das steht keinem zu, es gibt in unserem Land ein Diskriminierungsverbot. Die Großzügigkeit liegt doch bei uns, wenn wir uns von Personen, die das Abendmahl des Herrn mit dem gleichen Brauch von Satanisten begehen, als Abtrünnige bezeichnen lassen. Ich für meinen Teil nehme das nicht hin. Natürlich ist auch dieser Begriff im Sprachgebrauch eines Zeugen Jehovas etwas völlig anderes als in der Bibel. Auch ein Trigger zur Einschüchterung und psychischen Vergewaltigung.

    Als mir ein Zeuge vor geraumer Zeit sagte, ich könne die Wahrheit kennenlernen (er kannte mich nicht), fragte ich ihn, wer den Maßstab für Wahrheit festlegt. Es folgte ein Moment völliger Irritation bevor die Antwort kam, die Wahrheit sei der Bibel zu entnehmen. "Aha, und warum gibt es dann annähernd 10.000 christliche Gemeinschaften verschiedener Art? Es liegt also einzig an der Auslegung. Wo aber Auslegung möglich ist ist Wahrheit nur noch der Standpunkt des Betrachters." "Aber Gott als der Verfasser der Bibel legt diesen Standpunkt fest." "Gott hat die Bibel gar nicht verfasst, dafür hat er Menschen eingesetzt. Da fängt´s doch schon an mit der Auslegung von Wahrheit." "Ja, aber Jehova hat uns in der Bibel seine Grundsätze gezeigt." "Sie sprechen von Grundsätzen, aber das ist auch eine Definitionsfrage. Jüdische Gelehrte bezeichnen das, was wir als 10 Gebote kennen als das 10-Wort. Denn es steht dort "du sollst/sollst nicht", was beinhaltet, tu es besser, aber es ist kein Muss. Es ist Rat und Hinweis. Aber nach der christlichen Auslegung sind es Verbote und Urteile. Das sind doch Unterschiede. Aber jede Religion bezieht sich auf ihren Gott in ihrer Auslegung. Wahrheit ist also immer der rote Faden der eigenen Auslegung. Und die muss nicht richtig sein. " Und dann kam nichts mehr. Schade, ich hatte gehofft, wir hätten uns darauf einigen können, dass es eine Form der Wahrheit gibt, die personifiziert ist und deshalb vom menschlichen Standpunkt aus einzig, aber auch ultimativ dem Begriff der Wahrheit entspricht und das ist Jesus Christus. Die Auslegung über dessen Tun ist wieder KEIN Begriff der Wahrheit, lediglich die Person Jesu ist Wahrheit. Auslegung ist immer menschlich und die Bibel sagt, dass jeder Mensch ein Lügner ist (Röm 3:4) . Wenn sich 100 Lügner versammeln um das von 8 Lügnern zusammengetragene zu erörtern soll Wahrheit rauskommen? Wie soll das denn gehen?

    Also auch wenn wir uns irren, wenn wir uns hier gelegentlich mal so fetzen wie es nicht sein soll - es ist ein guter Schulungsraum. Gerade weil wir nicht vom Wohlwollen und freundlichen Lächeln einer angesehen Person abhängig sind.

    1. Iris

      Liebe Vox ,

      ich danke dir für diesen Kommentar . Ich liebe dich dafür , obwohl wir uns nicht persönlich kennen . Deine Worte haben mich bis ins Innerste erschüttert , weil es genau meine Empfindungen sind  , ich kann sie nur nicht so in Worte kleiden wie du . Vielen Dank für alle deine wunderbaren , auferbauenden Gedanken .

      viele liebe Grüße

      Iris

  14. ProJesus

    Alles, was geschrieben und gelesen wird, sollte mit Verstand beurteilt werden. Wenn ich schreibe "alles", ist alles gemeint, auch dein Artikel hier, lieber Sebastian, und auch alle Kommentare und meiner.

    Immer gilt es sich vorab zu fragen: "Wohin wird der Schreiber wohl wollen, was ist seine Absicht? Ich möchte darauf scharf achten. Ich will feststellen, ob aus ihm der Geist Gottes spricht oder ein anderer, vielleicht der Geist des völligen Loslösens und Unabhängigkeit oder der Geist der Tyrannei oder der des Sich-Treiben-lassens. Was ist die wirkliche Intention?"

    In Epheser 5:6-11 wird gesagt: "Niemand täusche euch mit leeren Worten: All das nämlich zieht auf die Ungehorsamen den Zorn Gottes herab. Habt darum mit ihnen nichts gemein! Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Lebt als Kinder des Lichts! Denn das Licht bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor. Prüft, was dem Herrn gefällt, und habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis, die keine Frucht bringen, deckt sie vielmehr auf!"

    Die von Jehovas Zeugen ausgehende Gefahr und ihrer Literatur ist vordergründig nicht so schnell zu bemerken. Selbst ihre Vertreter sind sich dieser Gefahr oftmals nicht im geringsten bewusst. Man wird von dieser religiösen Organisation schleichend, ja rücklings vereinnahmt und überwältigt. Dies geschieht so geschickt, dass die Opfer sich nicht gewahr werden, dass sie Opfer geworden sind und als Opfer nun durch ihre Missionierung weitere zu Opfern machen, aber nicht zu Christen. Deshalb verurteile ich auch nicht die einzelnen Zeugen Jehovas, sie sind allesamt Opfer. Ihre Taktiken haben sie erlernt: Sie stellen an der Tür eine kurze Frage, versuchen einen in ein „biblisches“ Gespräch zu verwickeln, lassen Lesematerial zurück (vielleicht haben sie es selbst noch nicht einmal richtig gelesen). Sie kehren wieder und bieten einen „Bibel“-Kurs an. In Wirklichkeit wird dann eines ihrer indoktrinierenden Lehrbücher durchgenommen und nicht die Bibel. Neben einigen Grundlehren der Heiligen Schrift, die teilweise korrekt vermittelt werden, werden raffiniert ihre zahlreichen Sonderlehren untergemischt, die ein „Analphabet“ in Sachen Bibel nur schwer als Irrlehren ausmachen kann (Bauernfängerei!). Sie kennen zwar viele Schriftstellen, aber nicht den Zusammenhang, in der diese Texte im Bibelbuch stehen. Die Bibel kennen sie nicht wirklich. Die Zeugen laden einen bald in ihre „christlichen“ Zusammenkünfte ein, zum Beispiel zum Abendmahl. Und nach und nach fühlt man sich durch ihre durchgehend freundliche Art von ihrer Gemeinschaft angezogen. Mit der Zeit wird man ihre Zusammenkünfte und Kongresse regelmäßig besuchen, sich taufen lassen und gerät damit in ein „Hamsterrad“, wo man nicht mehr zum selbstständigen ernsthaften Forschen und Denken kommt aufgrund einer angeordneten Routine. Man hat sich dieser zu fügen. Und das Denken hat nach der Taufe ohnehin die Zeugen-Leitung für einen übernommen; man vertraut ihr blind – man hat ihr zu vertrauen –, das macht es so gefährlich.

    Erst wenn einmal ein Erlebnis oder eine Erfahrung in ihrer Gemeinschaft einen eventuell doch stutzig macht, mag man bereit sein, sich angestauten Zweifeln zu stellen, beispielsweise über diverse Lehrfragen. Darüber können mehrere Jahrzehnte vergehen. Wer aufzuwachen beginnt, bemerkt langsam die Rösselsprung-Technik und auch die Zirkelschluss-Technik, die beide in ihren Schriften eingesetzt werden, um Zeugen-Dogmen zu stützen und – wie es aber nur den Anschein hat – schlüssig und biblisch zu erklären. Man merkt völlig ernüchtert: Ich wurde manipuliert; ich wurde betrogen -- aber man ist endlich AUFGEWACHT. Und dafür können wir letztlich dankbar sein, zumindest dafür. Nur Zeugen Jehovas, die wirklich selbstständig und analytisch die Heilige Schrift lesen (und dazu auch verschiedene Übersetzungen heranziehen neben der tendenziösen NW-Übersetzung), werden in der Lage sein, die gefährliche Schieflage des Lehrgebäudes von Jehovas Zeugen zu bemerken und sich von dieser Organisation letztlich zu lösen. Eine halbe Sache geht auf Dauer nicht. Das ist natürlich oftmals ein langwieriger und recht schmerzlicher Prozess, den zu durchleben sich aber lohnt, will man ein wirklich Christ werden uns sein.

     

     
    👍

  15. Wattnu

    Ein Engländer beobachtete einen alten Händler auf einem einheimischen Mark in Indien,
    der hat an einem Stab, der sich drehte, mehrere Wachten an ein Seil festgebunden,
    die Wachteln liefen stundenlang immer im Kreis herum
    Die Wachteln taten dem Engländer leid, er schnitt die Wachteln ab,
    was taten die  Wachteln ?
    Sie liefen weiterhin im Kreis, Kreis, Kreis ...............;-)

  16. Jenka

    Hallo, ich hatte mir vor 3 Jahren über Ebay gebrauchte WT-Bibelkassetten der christl. griechischen Schriften gekauft.
    Beim Anhören waren mir die komischen "Schmatzgeräusche" aufgefallen. Ich dachte mir, dass diese durch die Mundbewegungen des Vorlesers ausgelöst werden und ich empfand diese so störend und ablenkend, dass ich mir die Kassetten leider nicht über die Kopfhörer anhören konnte. Nur indem ich den Kassettenrecorder mit den Boxen in die andere Richtung drehte, also von mir weg und ohne Kopfhörer, da konnte ich mich dann auf das Bibelhören konzentrieren.
    Nun hatte ich mir vor ca. einer Woche ein Video über Manipulationen angesehen und da wurde das mit den "Schmatzgeräuschen" erklärt. Diese Geräusche werden vollkommen programmatisch durchgeführt und dienen der verdeckten Kommunikation und der psychologischen Manipulation und zur Konditionierung.  Das hat also nichts mit Mundgeräuschen zu tun. Also selbst beim Anhören der Bibelkassetten steht man unter Manipulation.
    Ich hatte danach bestürzt erst mal einige Bücher zerrissen, die ich noch über Jahre behalten hatte. Jetzt ist mir aber endgültig klar geworden, dass ich mich von allem trennen muss, was mit WT zu tun hat.
    Liebe Grüße an Alle

     

    1. Michaela

      Michaela@Jenka...

      ... ist das nun so zu verstehen, dass diese Geräusche Subliminale Texte, also heimlich dazu gesprochener Gedanken, die von unserem Unterbewusstsein aufgenommen werden sollen, darin enthalten sind? Hab ich das richtig verstanden? Hat wohl schon mal jemand durch Zuhilfenahme der Technik diese Texte entschlüsselt? Würde mich interessieren, was darin enthalten ist.

      Ich habe mir auch einmal einen Text im Internet angehört  und ich hatte ebenfalls das Gefühl, als würde der Sprecher schmatzen oder etwas essen oder andauernd schlucken. Es war so unangenehm, dass ich das ganze beendet hatte. Aber nachdem was du jetzt hier berichtest, kann ich mir vorstellen, dass es das gleiche war und so wird es auch gewesen sein.

      Demnach könnte doch auch, nachdem ja auch in ZJ. Büchern und WT Zeitschriften versteckte Bilder enthalten sind.... einige klar zu erkennen, andere nur mit viel Fantasie…, Demnach könnte doch auch in Königreichs-Liedern irgendetwas versteckt sein?  Oder so wie in KinoFilmen sehr schnelle Bilder versteckt sind, die Werbung enthalten, so dass man sich dann in der Pause, diesen Artikel gekauft. So könnten doch auch diese schnellen Subliminal-Bilder in den Videos der Organisation enthalten sein..Ob sich wohl die Gesellschaft heute auch dieser Möglichkeiten bedient?

      Lieben Gruß

      Michaela

  17. Ulla

    Hallo Sebastian,

    dein sachlich informierender Artikel ist eine große Ermunterung für mich gewesen! Du hast Recht, man darf "Trigger", "Auslöser" nicht unterschätzen. Auch hier auf BI kommt es leider durch Leidensberichte anderer Aufgewachter und Ausgestiegener zu inneren Auslösern, aber ...

    ...und hier ist ein weiteres für so manche neues Wort aus der Psychologie... viele sind "resilient".

    Resilienz (von lat. resilire, "zurückspringen", "abprallen" oder psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozia vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklung zu nutzen. Resilienzforschung begann schon in den 60ern.

    Resiliente Menschen haben oft Stärken wie Gläubigsein, Zielgerichtetheit, Humor, Intelligenz, Musikalität und nicht zuletzt die Einstellung, es schon irgendwie zu schaffen (Selbstwirksamkeit). Den Glauben an das Gute, an einen liebevollen Schöpfer!

    Im Zuge meines Ehrenamts bin ich öfter um einen See herum unterwegs, um den sehr viel Schilf wächst. Schilf, der so filigran und zart aussieht, aber dem Wind und Sturm trotzt und der Großteil des Schilfes biegt und beugt sich zwar oft, aber bricht nicht ab. Deshalb muss ich dann auch immer an das Wort "Resilienz" denken, wenn ich dort bin!

    Jemand, dessen Worte ich große Bedeutung schenke, der all die Traumatisierungen aus meiner Kindheit kennt und die traumatischen Auswirkungen, die ganze Familie durch das Verlassen einer Sekte verloren zu haben, hat mich mit diesem Lob sehr gestärkt, auch ich sei resilient!

    Und wenn ich mich manchmal hier so durchlese, fallen mir ebenso viele "Resiliente" auf, denen ich hier auf diesem Wege MUT zusprechen möchte. Jeder hat seine eigene Geschichte, seinen eigenen Rucksack an Sorgen und persönlicher Drangsal mit sich rumzutragen.

    Gebt nicht auf! Schaut euch an, wie weit ihr schon gekommen seid, wie euer Glaube und euer Gottvertrauen, eure Freude euch getragen hat! Wie oft lobte Jesus solche Menschen mit den Worten: "Dein Glaube (an mich) hat dich gesund gemacht!"

    Unser lieber himmlischer Vater hat uns durch seinen Sohn gezeigt, wie Jesus mit den Menschen umgehen würde: "Das geknickte Schilfrohr wird er nicht abbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen. Unbeirrbar sagt er allen, was wahr und richtig ist." (Jes. 42:3)

    Liebe Grüße aus Nürnberg an alle hier in dieser Art "Online Gemeinde"

    Servusli Eure Schwester Ulla

     

     

    1. Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ

      Wir sollten auch nicht versuchen, die JW.org wie eine kriminelle Maffia-org darzustellen! Das stimmt nämlich so nicht.

       

      Die dort heute am Hebel sitzen sind keine angeworbenen Gangster, die sind entweder in "die Wahrheit" hineingeboren, oder gefischt worden (wie wir).

       

      Was sich dann daraus entwickelte, das disqualifiziert diese, die sich mit einem eingelernten Sendungsbewusstsein ausgestattet wähnen. Sie fühlen sich als  Diener Jehovas mit der Annahme, sie würden "von oben" gebraucht. Da steht kein persönliches Streben nach Reichtum dahinter. Die nehmen einfach ihren Glauben genau so ernst, wie in einer anderen Religion die Annahme besteht, dass das Töten Andersgläubiger, ein Opfer für deren Gott sei.

       

      Wenn man so will, sind auch die Betheliten, ob in Warwick oder Selters, Opfer durch die Annahme, Jehova gebrauche gerade sie, um die Welt in Gut und Böse, scheiden zu können.

       

      Wir hatten nur das Glück, nicht in die Zentrale in USA eingeladen worden zu sein! Ehemalige Zweig- und Kreisaufseher, die auch in Gilead waren, bestätigten, dass die leitenden Brüder fest davon überzeugt sind, durch ihre Belehrung der Schafe, Jehova zu dienen. Mit Ray Franz' Bücher können wir ersehen, dass er ursprünglich auch dachte, ein "Gebrauchter" Jehovas zu sein.

       

      Die JW.org erweist sich als d e r vorausgesagte falsche Prophet, aber bitte unterschiebt diesen Einzelnen nicht, sie seien vorsätzliche Kriminelle, die sich mit der Org nur bereichern wollen! Fast könnte man sie bedauern, denn deren Ende sieht nicht gut aus. Trachten wir "Erweckte" danach, dass uns der Makel der Org-zeit vergeben wird!
      👍

      1. Sebastian@Gerd

        Hallo Gerd,

        dein Gedankengang hat m.E. einen Fehler. Du sprichst von Gewinn als Ziel der Manipulation. Dieses Ziel ist aber nur eines von vielen. Geltungsbedürfnis, Machtwahn,... - es gibt viele Dinge, die Menschen mögen und anstreben. Nur das Kapital zu betrachten, ist zu kurz gedacht.

        Sebastian

      2. Markus

        Hallo Gerd

        Darinn gebe ich Dir recht Mafiosis sind die LK Mitglieder nicht,obwohl sie wie eine derartige Organisation aggieren.

        Diese LK Mitglieder sind von der zeugen Religion Psychisch gestörte Menschen,die kein reales  Lebensbewusstsein mehr haben ,auch durch ihr stures Verhalten ,sowie ire fanatische Einstellung zur Zeugen Religion je wieder bekommen werden.

        Das ist die eine Sache,die andere Sache ist aber die,solche Menschen die so derrart Psychisch gestört sind und noch dazu eine Funktion als Leiter oder Tonangeber oder Macher dieser Religion also Befehlsgeber nach unten,in die Versammelungen,dann sind sie für den noch einigermaßen reel denkenden kleinen Zeugen Jehovas eine ersthafte Gefahr,die keinesfalls zu unterschätzen ist.

        Alles in allem muss diese Religionsart ellemeniert werden,denn sonst haben wir irgendwann ein Weltweites Chaos,das diese Männer hinterlassen, ein Chaos das nicht so leicht mehr bei Menschen auszubügeln ist,man sieht ja schon genug Auswirkungen

      3. Störtebeker

        Störti an Gerd

        Lieber Gerd,

        stehe hinter deinem Kommentar!

        Wie schrieb es Ray Franz so schön: "Wir alle waren Opfer von Opfern und Mitläufer von Mitläufern."

        Liebe Grüße Störti

        1. O.W.Schön@Störtebeker

          "Ich weiß, dass ich nichts weiß"!

          Lieber Störti, liebe Schneeflocke!

          Herzlichen Dank für Eure wertschätzenden Kommentare. Habe ich damals als Ältester und Pionier gedacht, ich würde die Bibel in- und auswendig kennen, so weiß ich heute, dass ich nichts weiß. Will sagen, ich war geblendet durch das Zitaten-Puzzle der WTG/JW.Org.

          Der Kontext spielte für mich, im Glauben an die Wahrhaftigkeit der Org., keine Rolle mehr. Wir haben die Wahrheit .... - Bibelzitate hin, Bibelzitate her. Heute komme ich mir wie ein kleiner Schuljunge vor, der erst wieder Lesen lernen muss und zwar in Aufrichtigkeit und in Demut.

          Die JW.Org Bibel-Lese-Brille ist meiner Meinung nach ein Fluch und aus meiner heutigen Sicht ein teuflisches Konstrukt. Erst ohne die JW.Org Brille erscheint der Christus in seiner ganzen Herrlichkeit und Gottes Wort wirkt erst jetzt tief ins Herz und zwar GEFÜHLT vollkommen anders.

          Euch Beiden Lieben  alles Gute weiterhin

          O.W.S.

          1. Störtebeker

             
            Störti an O.W.Schön
             

             
            Mein lieber Bruder,
             

             
            wir sind ja alle irgendwie anders gestrickt und haben einen verschiedenen Backround.
             
            Ich habe damals als Ältester und Pionier nicht gedacht, ich würde die Bibel in- und auswendig kennen, nein denn dann hätte ich sie ja nicht all die Jahre so intensiv zu studieren brauchen.
             
            Auch ich habe sie 35 Jahre durch die WTG Brille gesehen. Aber ich habe sie immer anders studiert als die weitaus meisten Zeugen. Ich war in diesen Jahren unter anderem auch WT Studienleiter. Sowohl in englischen wie auch in deutschen Versammlungen. Zu der Zeit hatte der WT Studienleiter noch mehr Freiheiten das WT Studium zu gestalten. Wenn wir Gäste hatten aus anderen Versammlungen, dann kam es schon mal nach dem WT Studium vor, dass mich jemand ansprach und sagte: „Das was du hier machst ist kein WT Studium wie wir es kennen, es ist ein Bibelstudium“. Das habe ich dann immer als Kompliment aufgefasst.
             
            Ebenso bei den Bibellesehöhepunkten hatte man früher viel mehr Freiheit sie zu gestalten als das heute offensichtlich der Fall ist.
             
            Was ich damit sagen will ist, ich war noch nie so eingestellt, dass ich bedingungslos alles geschluckt habe was mir vorgesetzt wurde. Hinterfragt habe ich immer. Allerdings hatte ich auch immer die WTG Brille auf der Nase.
             
            Wie ich schon schrieb, ich bin, seit gut 5 Jahren aus der WTG Nummer raus. Ich weine dem keine Träne hinterher, habe auch keine Flashbacks oder ähnliches.
             
            Für komplett sinnlos halte ich diese 35 Jahre aber auch nicht. Ohne sie wäre ich nicht da wo ich heute bin. Das persönlich Bibelstudium hat jetzt eine ganz andere Qualität und eine ganz andere Dimensionen angenommen, baut aber doch auf dem vorher Gelernten auf.
             
            Das was ich vorher aus der Bibel gelernt hatte war nicht richtig. Aber alles war ja auch nicht falsch und vor allen Dingen, war jetzt auf einmal nicht komplett weg.
             
            Es musste jetzt nur in die richtigen Schubladen sortiert werden. Nun wurde vieles klar und verständlich, auch solche Überlegungen, die ich für mich immer mit einem dicken Fragezeichen versehen hatte, oder die ich mir irgendwie immer schön geredet hatte. Mein ganzes Leben hat sich verändert. Das heißt nicht nur Friede, Freude Eierkuchen. Aber was das biblische Verständnis betrifft wurde und wird weiterhin alles immer deutlicher.
             
            Du schreibst: „Die JW.Org Bibel-Lese-Brille ist meiner Meinung nach ein Fluch und aus meiner heutigen Sicht ein teuflisches Konstrukt. Erst ohne die JW.Org Brille erscheint der Christus in seiner ganzen Herrlichkeit und Gottes Wort wirkt erst jetzt tief ins Herz und zwar GEFÜHLT vollkommen anders.“
             
            Da gebe ich dir uneingeschränkt recht. Bei mir hatte Gottes Wort schon immer eine gewisse positive Wirkung. Doch jetzt ist es so, wie du es beschreibst, da hat sich etwas gewaltig geändert.
             

             
            Erst einmal danke mein Bruder für deinen Kommentar an mich.
             
            Liebe Grüße auch an deine Frau
             
            von Störti
             

             

      4. Ede an Gerd

        Guten Abend Gerd

        Sie fühlen sich als Diener Jehovas mit der Annahme, sie würden "von oben" gebraucht. Da steht kein persönliches Streben nach Reichtum dahinter. Die nehmen einfach ihren Glauben genau so ernst, wie in einer anderen Religion die Annahme besteht, dass das Töten Andersgläubiger, ein Opfer für deren Gott sei.

        Du hast recht. Sie sind keine Gangster. Sonst säßen sie im Knast.

        Kann man diesen Menschen, die Verantwortung für 8 Millionen Gläubige tragen, zumuten ihre Lehren im Licht der Bibel zu prüfen oder haben bei ihnen andere Werte Vorrang. Wenn ich an die überlappende Generationslehre denke, die kein Mensch versteht, vermute ich, dass sie wissentlich, d.h. vorsätzlich eine Erklärung zurechtgelogen haben, um das Jahr 1914 und einige hochgestellte Brüder in ihrer Lehre zu implantieren.

        Ist das nicht auch ein Verbrechen an gutgläubigen Menschen, die ihrer Führung vertrauen.

        Ede

        1. Fox

          Guten Morgen Ede

          und nun erkläre mir doch bitte die Logik, dass jemand, der Verbrechen (auch gegen die Menschlichkeit) verübt, KEIN Gangster sein soll! Sorry, dafür bin ich wirklich zu doof oder zu anspruchsvoll an meine Mitmenschen.

          Andererseits ist die Überlegung, "sonst säßen sie im Knast" wieder mit der Erwartungshaltung verknüpft, dass sich staatliche Stellen zu einer Überprüfung dessen entschließen würden, was in diesen Vereinigungen alles schief läuft - und das ist eine fehlgeleitete Hoffnung! Nicht einmal ein internationaler Religionsgerichtshof würde sich mit diesen Dingen beschäftigen. Beweis: 1) staatliche Stellen: Vor der Anerkennung zur KdÖR 2006 vor dem BVerwG haben sich etliche Ausgeschlossene gemeldet und ihre Bedenken sowie ihre Erfahrungen eingebracht. Resultat war NICHT, sich damit wirklich auseinanderzusetzen! Vielmehr folgte man der Argumentation der Führung, diese Menschen seien erheblich psychisch belastet. Zwar hätte die Pflicht bestanden, , mittels gerichsfesten Gutachten festzustellen, ob diese psychischen Belastungen eine Aussage in dieser Sache verzerren und wenn ja, wieso diese Belastungen bei verschiedenen Personen, die weder miteinander verwandt noch verschwägert sind, nicht mal im gleichen Einzugsgebiet einer bestimmten örtlichen Gemeinde der Zeugen wohnen, vorhanden sind. Die Antwort hätte eine KdÖR-Ernennung verunmöglicht. Gleiches gilt für die Antwort der Zeugen auf die Nachfrage des Gerichts, wie es sich mit der Entscheidung zu Bluttransfusionen verhält. Das entscheide jeder Zeuge Jehovas selbst aufgrund seines Gewissens, da nehme die Religionsführung keinen Einfluss. Frage: Warum steht dann im Ältestenlehrbuch - und das lag dem Gericht angeblich vor - dass jemand, dem ohne seine Zustimmung (z. B. bei unfallbedingter Bewusstlosigkeit) Blut verabreicht wird straffrei bleibt, wer jedoch eine Zustimmung erteilt, zu erkennen gibt, kein Zeuge Jehovas mehr sein  zu wollen - sprich Ausschluss will? Warum steht denn eine angebliche freie Willensentscheidung als ein religionsrichterliches Kriterium festgeschrieben? Wo bleibt da die Willensfreiheit? War das für das BVerwG tatsächlich nicht nachvollziehbar?

          Beweis 2) Internationaler Religonsgerichtshof, wobei dieser Beweis nur fiktiv sein kann: Die derzeitige Verteilung der weltweiten Religionen beläuft sich auf Christen: 29,5%, Islam 22,7%, Hinduismus 15%,konfessionslose 14,4% und Judentum weltweit 0,4%. Nun gibt es Christen, die polygamistisch ausgelegt sind, den monogamistischen Religionen schon von daher weitestgehend Rechte absprechen würden, aber reichlich Zuspruch aus islamischen Richtungen erhalten würden. Die christliche Behauptung, Gott habe einen Sohn, ebenfalls Gott und Mensch geworden um durch seinen Opfertod als Messias verherrlicht zu werden fällt sowohl bei den Konfessionslosen teilweise, als bei den Hinduisten und erst recht bei islamischen Religionen glatt durch. Und das war nur an der Oberfläche gekratzt. Vor diesem Problem steht die UNO bereits seit Jahrzehnten. Dort gibt es seit langem Bemühungen um eine Weltreligion, weil vereinigte Religion wesentlich leichter zu beeinflussen ist und Einfluss nehmen kann als diese Zersplitterungen. Mit ganz großer Zeremonie und mit dem größten Interesse wurde die Bahái-Religion als Weltreligion gegründet (http://chodak.wixsite.com/die-warnung/bahi-die-eine-welt-religion-der-nwo  UND https://www.neue-erde.org/unoreligion.htm ).

          Und wie berührt es uns nach dieser Information - sie ist nur von mir wiedergegeben - das Wissen, dass die Zeugen Jehovas Führung Mitglied der UNO war (ist?) und auch ihre Vertretung in der OSZE u. a. Weltorganisationen hatte oder noch hat? Wie wahrscheinlich ist die Aussage der Organisationsführung, ihre Mitgliedschaft habe nichts mit UNO-Aktivitäten zu tun gehabt vor diesem Hintergrund? Die Frage ist also: Von wem erwartet ein bemüht echter Christ Erleichterung und ein gehört werden?

        2. Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ an Störti und Ede

          Ist das nicht auch ein Verbrechen an gutgläubigen Menschen, die ihrer Führung vertrauen. Ede

          Aber Ede, sie machen es wie du beim Eintritt "in die Wahrheit" im guten Glauben.

           

          Nehmen wir als Beispiel, woher C.T. Russell sein Grundwissen über die christliche Religion bezog. Aus einigen Kirchen, zuletzt bei den Second Adventists, danach eröffnete er seine eigene Kirche, die tempelähnlich zur geliebten Organisation wurde. Den Sabbat nahm er von den STA nicht mit, aber die Leidenschaft um  diverse Berechnungen der Wiederkunft Jesu. Natürlich fühlte er sich immer Gottgebraucht. So auch Ellen White, die noch immer anerkannte Seherin der STA. Wie kam sie zu ihrer Weisheit? So:

          Vision von Ellen G. White, aus "Frühe Schriften" von Ellen G. White, Seite 23-29

          Die folgende Vision gab mir der Herr im Jahre 1847, während die Brüder zu Topsham, Maine, am Sabbat versammelt waren.

          Wir verspürten einen ungewöhnlichen Gebetsgeist. Als wir beteten, kam der heilige Geist auf uns. Wir waren sehr glücklich. Bald wurde ich der Erde entrückt und in einer Vision in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen. Ich sah einen Engel schnell auf mich zufliegen, der mich von der Erde zur heiligen Stadt emportrug. In der Stadt sah ich einen Tempel, in den ich eintrat. Ich ging durch ein Tor, ehe ich zum ersten Vorhang kam. Dieser wurde weggezogen, und ich trat in das Heilige ein. Hier sah ich den Räucheraltar, den Leuchter mit sieben Lampen und den Tisch, auf dem die Schaubrote lagen. Nachdem ich die Herrlichkeit des Heiligen gesehen hatte, nahm Jesus den zweiten Vorhang weg, und ich trat in das Allerheiligste.

          In dem Allerheiligsten sah ich eine Lade, oben und an den Seiten von feinem Gold. An jedem Ende der Lade stand ein herrlicher Cherub, der seine Flügel darüber ausgebreitet hatte. Ihre Antlitze waren einander zugewandt, und sie blickten auf die Lade nieder.

          Zwischen den Engeln befand sich ein goldenes Räuchergefäß. Über der Lade, wo die Engel standen, war eine überaus strahlende Herrlichkeit, es sah aus wie der Thron, auf dem Gott saß. Jesus stand bei der Lade, und als die Gebete der Heiligen zu ihm aufstiegen, fing das Räucherwerk in dem Räuchergefäß an zu rauchen...

          Spiritisten würden sofort erkennen: das war Bericht einer Trance und die Ellen das sog. Sprechmedium. Aber Anhänger der STA glauben das Übernatürliche einfach, entweder kam sie durch Hineingeboren oder Gefischt hinzu. Sebastian meinte gestern zu mir, was noch für Verführer oder Gottsucher erstrebenswert ist:

          "Du sprichst von Gewinn als Ziel der Manipulation. Dieses Ziel ist aber nur eines von vielen. Geltungsbedürfnis, Machtwahn,...".

           

          Klar, wer beim "Jehova-dienen" noch dazu in die Zentrale gehievt (oder getriggert) wird, der kommt automatisch in eine spezielle Position. Wird Macht angeboten, dann wird sie ergriffen. Überaus einflussreich im letzten Jahrhundert war bei den ZJ der Frederick Franz. Sein Vater war ein Deutscher, der dafür sorgte dass aus dem Jungen was wird. Fred erzählte:

          Ich hatte mich inzwischen entschieden, presbyterianischer Prediger zu werden. Neben Latein studierte ich jetzt auch Griechisch. Welch ein Segen, daß ich bei Professor Arthur Kinsella das biblische Griechisch studieren durfte! Bei Dr. Joseph Harry, Verfasser einiger griechischer Werke, studierte ich zusätzlich das klassische Griechisch. Mir war klar, daß ich das biblische Griechisch beherrschen mußte, wenn ich presbyterianischer Prediger werden wollte. Daher ging ich mit größtem Eifer an das Studium und absolvierte mit Erfolg meine Semester...

          Kurz darauf kam Albert (Bruder) zu Besuch nach Hause und gab mir die ersten drei Bände der Schriftstudien von Charles Taze Russell. Albert führte mich auch in die Ortsversammlung der Bibelforscher ein, die direkt neben der presbyterianischen Kirche zusammenkamen. Ich freute mich über das, was ich lernte, und hielt recht bald die Zeit für gekommen, die Verbindung zur presbyterianischen Kirche abzubrechen.

          So wurde Fred Franz zuerst einmal ein einfaches Mitglied, am Ende Präsident eines Verlages und konnte  sich mit seinen Auslegefähigkeiten austoben und glaubte er sei geistgeführt. Und eines ist klar: eine so mächtige Org braucht ganz einfach viel Geld, allein zur Selbsterhaltung, da muss sich keiner persönlich bereichern. Wenn letzteres vermutet wird: bitte Personen und deren Namen nennen!

          Ähnlich ist es beim Militär, für mich die größte Sekte, eine Diktatur die unbedingten Gehorsam fordert und erlaubt, genau bestimmte Feinde  umzubringen. Viele gehen als "Schütze A..." hinein, bekommen für erfolgreiches Vernichten der Feinde auch noch Orden, manche enden als Kriegsverbrecher. Meist kommt es dort ganz anders als ursprünglich geplant. Wie sich die Bilder doch gleichen...

           

          Wer bietet eine Org zum Reichwerden mit aller Machtkompetenz? Ist denn sowas für uns noch erstrebenswert? 😉

      5. RoKo

        Lieber Gerd, es ist richtig, vielleicht ist nicht der Beweggrund Gold und Geld anzuhäufen das Ansinnen der LK. So gesehen kann das sein. Doch die Schafe zu lenken und zu steuern ihren Glauben herauszubilden wie ein Lehrer und ihnen dabei zu befehlen!, so und nicht so! Und wer dabei der LK widerspricht ist der Antichrist und fliegt raus und wird ab sofort gehasst und geistig getötet, weil sie, eben die LK, das im Geist von Gott so erleuchtet bekommen haben. Die Macht die sie in ihrer Funktion "erhalten" oder sich vielmehr aneignen, verwenden sie um nach unten zu treten, gleich wie ein Bauer der seine Schafe schlägt - ein Mäh-äh-äh-Drescher!

        Und das ist absolut unchristlich. Das kreiden wir ihnen an. Als Männer in dieser Position sollte es ihnen klar sein, was Gott von ihnen als Hirten wünscht, insbesondere was Christus wünscht und vorlebte! Im Gegensatz zur alten Zeit (und das ist der kleine entscheidende Unterschied vom AT zum NT, lebte Jesus der Messias diese Dinge vor und sie wurden uns aufgezeichnet! Es ist so einfach für uns, anders als früher als die Menschen noch auf den Messias warteten und nicht wussten, wie er die Gesetze sieht... Männer im AT kannten diese Dinge nicht, wir heute schon!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Und von dem sind sie als LK meilenweit entfernt.

        Mir ist schon klar, dass Älteste in der Versammlung auch nur Schütze-Arsch-im-letztem-Glied sind und Befehlsempfänger. Nur ist ihnen trotz alledem ein eigener Gestaltungsspielraum gegeben. Den nutzen sie nur nicht. Denn irgend jemand gibt den Befehl. Wer? Das kann nur einer "Oben" in der Hierarchie sein. Wer als Ältester dient, sollte wissen, was von ihm erwartet wird, nachlesbar. "Wer unter euch höher sein will, soll den anderen dienen." Das ist in der WTG anders, wer dort höher sein will, erwartet förmlich, dass die anderen (die er behirtet) ihm dienen. Völlig daneben. Und wenn man da wie 2015 die Ältesten in Amerika zur Vorstellung des neuen Bauvorhabens zusammenruft um ihnen mitzuteilen, ab sofort bauen wir unsere Anbetungsstätten multifunktional??? damit man sie künftig besser zum höheren Preis verkloppen kann, aber keine Fragen duldet und angibt, niemand darf dazu eine Frage stellen, stellt sich doch den eingeladenen Hirte dann wirklich die Frage, ob Gott das gutheißen kann. Oder? Denn er ist ein eifersüchtiger Gott und duldet niemand neben ihm. Lehren aus der Bibel! Und wenn der Zweck dieser neuen Stätten nun anders als früher weltlichen Gepflogenheiten in der Immobilienbewertung dienen soll statt vordergründig der Anbetung, sieht man doch wohin der Kahn steuert den die LK lenkt.

        Aber DAG und Ältester zu sein/zu werden, wird von der WTG ebenso falsch interpretiert und publiziert. Liebevolle Männer haben unter dort herrschenden Vorgängen null Chance ihre Liebe auszuleben. Narzissten werden gefördert. Gerd, wer hat dies zu verantworten? Man kann nicht alles dem Teufel in die Schuhe schieben. Für bestimmte Vorgänge sind nun mal Menschen verantwortlich. Und wieder bewahrheitet sich hier die Streitfrage, ob Menschen über Menschen herrschen können. Es funktioniert nicht, nicht einmal unter dem biblischen Vorgaben die wirklich göttlich sind.

        Da gehe ich noch nicht einmal auf die Ziele ein, wie abwertend man von Anbeginn der Missbrauchsvorwürfen mit den Opfern umgegangen ist, da stellt sich mir jedes Haar auf.

        Ein Mitglied des Zweigkomitee in Australien sagt vor Gericht aus, nein, sie denken nicht die alleinige Weisheit zu besitzen, gaben dies aber Jahrzehnte lang in den Publikationen an, nur sie verstehen die Bibel. Ein Mitglied der LK schreibt dem kalifornischen Gericht, er sei keine Autorität dem Wachturm oder der Wachturm ihm! Schwätzt aber dann erneut im Video wie einer, der anderen Befehle erteilt! Wie schamlos!?!?! Jeder kleine Verkündiger vor Gericht in Militärfragen steht für seinen Glauben und bezieht eisern Stellung. Diese Herren nicht, winden sich wie ein schlabbriger Aal aus der Verantwortung...

        Gerd, für mein Verständnis sind diese Männer sogar schlimmer als böse Gangster und Ganoven und Verbrecher. Weil diese Männer die Bibel und Gott an- und verwenden und missbrauchen, um ihre Wünsche und Ziele umzusetzen. Diese Männer, entschuldige wenn ich das so hart formulieren muss um es verständlich auszudrücken, sind so rotzfrech, überheblich und arrogant, sie sprechen sogar jedem anderen Gesalbten den göttlichen Geist ab und schwätzen dumm daher, nur sie, sie allein, sie einzig, die LK, nur sie hat das göttliche Verständnis wie man die Bibel verstehen muss! Und das setzt doch wohl die Krone auf! Zum Glück lese ich in der Bibel, Gott widersteht den Hochmütigen, sonst würde ich vom Glauben abfallen.

        An ihren Händen klebt das Blut von vielen treuen Verkündigern, die aufgrund von fehlgeleiteten Verständnis zu Wehrdienstverweigerungen im Knast saßen, herauskamen und gleich wieder einfuhren weil sie erneut den Dienst verweigerte, wieder und wieder, bis sie dann ein Gericht als geistig unzurechnungsfähig und für die Klapsmühle reif erklärt hat. Man muss diese Lebensberichte einmal lesen, da gefriert einem das Blut in den Adern. Wo war da die LK? Diese Schmarotzer bauen sich einen Tempel im Grünen durch unzählige Freiwillige Helfer und sogar noch vom Geld dieser freiwilligen Helfer, um ihren Arsch bei schlechtem Wetter die Sonne raus leuchten zu lassen und werfen parallel, dass muss man sich mal rein ziehen, parallel!!!!! lang gediente treue Vollzeitdiener einfach raus, die für einen Hungerlohn gedient haben, macht doch jetzt Pionierdienst weiter dafür brauchen wir euch noch..., wir haben für so alte Säcke wie ihr geworden seid in der Org keine Verwendung mehr, nehmen statt dessen lieber neue junge unverbrauchte gesunde Menschen... obgleich sie wirksam aussagten und Rechtsgutachten erstellen ließen, dass die Kranken- und Altersversorgung lebenslang auch im Alter gesichert ist!!!! Damit verhalte sich die Organisation rechtstreu den Gesetzen Cäsars. Sie verhalten sich bekanntlich immer rechtstreu! Nein - Sie pfeifen drauf!!!!

        Ich könnte diese Liste endlos fortsetzen, weißt Du ja selbst.

        Bei den Vorwürfen als Straftatbestand ist im Allgemein 3 Stufen bekannt, Fahrlässigkeit (Leichtfertigkeit), Grobe Fahrlässigkeit (oder bedingter Vorsatz) und Vorsatz. Interessant ist die Definition in §15 des deutschen StGB:

        Strafbar ist nur vorsätzliches Handeln, wenn nicht das Gesetz fahrlässiges Handeln ausdrücklich mit Strafe bedroht.

        Der Gesetzgeber mildert also Strafen ab, wenn die legislative Gewalt eine Tat strafmildernd im Gesetz benennt. Andernfalls unterstellt man dem Täter Vorsatz.

        Der Duden definiert Vorsatz mit - "fester Entschluss".

        Die Taten der LK sind also mit diesem Verständnis allesamt als "festen Entschluss" zu werten, denn die belesenen biblelkundigen Herren lesen selbst die Kernaussagen der Schriften, Gottes Wort, nehmen oder wenden diese nur nicht an und ersetzen sie durch eigenes Regelwerk. Das tun sie dann mit eingeübten Possen, Klamauk, Clownerie, Schelmerei und theatralischer, spottender Belustigung auf JW Broadcasting, oder wie ist Stephen Lett Auftreten anders zu beurteilen?

        Das lieber Gerd entspricht bestimmt dem Wortlaut in Offenbarung 22:18 „Ich lege vor jedermann Zeugnis ab, der die Worte der Prophezeiung dieser Buchrolle hört: Wenn jemand einen Zusatz zu diesen Dingen macht, wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in dieser Buchrolle geschrieben stehen; 19  und wenn jemand irgend etwas von den Worten der Buchrolle dieser Prophezeiung wegnimmt, wird Gott dessen Teil von den Bäumen des Lebens+ und aus der heiligen Stadt wegnehmen, Dinge, die in dieser Buchrolle geschrieben stehen."

        Weil die Dinge aber kompliziert sind und wir nicht die Herzen derjenigen einsehen können, wird nur der König gerecht richten können.

        Bestimmt mag dem einen oder anderen ein Urteil eines Gerichts als zu mild erscheinen, weil man selbst mit Emotionen gepeitscht eine Tat verurteilt. Ein Gericht ist aber bemüht alle Umstände mit zu berücksichtigen. Insbesondere die Frage, ob man bei der Tat den Ausgang hätte Wissen müssen, oder billigend in Kauf nahm. Ich denke, diese Sachverhalte machen ein richten schwer. Für uns Menschen. Für Gott und seinen Sohn aber nicht, weil er die Herzen beurteilen kann, was ein Richter oft unmöglich ist.

        LG RoKo

        1. Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ an RoKo

          Lieber RoKo,

          vergiss nicht: auch w i r waren ein Rädchen im Getriebe der Org! Die lebt und agiert mittels dieser Rädchen, samt Spenden. Wenn du auch gespendet hast, dann hast du das, was du jetzt (zu Recht!) ablehnst,  gefördert. Nimm mal meine Situation anno 1972 unter deine Beurteilung, als ein KA mit einigen Ermunterungen (auch persönlich in der Wohnung), mich abhalten wollte, die geistíge Ernährung der Org zu verlassen. Klingen seine Sätze kriminell, doch eher besorgt. Nun hat er es  seit einigen Jahren zu den wirkungsvollsten Hebeln der Macht gebracht, um etwa reich zu werden, oder die Mitläufer aus reiner Lust in die Irre zu führen? Seite 5 eines seiner Briefe:

          http://i17.photobucket.com/albums/b65/Gerdy1/WTG-Themen/image0-1.jpg

          Als ich damals bewusst, aufgrund der Fakten die du auch anführtest, von der Org ausstieg und auf Fragen (nicht vom Briefschreiber!) warum ich weg gehe, wahrheitsgemäß antwortete, bekam ich den berühmten Eselstritt. Hättest du damals, nach dieser Entlassung, mit mir gesprochen, wenn du schon ein ZJ gewesen warst? Bedenke dabei: grau ist jede Theorie...

          Ein Noch-Zeuge schrieb zum o.a. Brief u.a. nachfolgendes:

          ...Was habe ich mit Hilfe vieler christlicher Kommentatoren, die keine Zeugen Jehovas sind, an Erkenntnis dazu gewonnen, nachdem ich das Nachforschen wieder selbst in die Hand genommen habe und mich nicht darauf verlasse, daß der sog. "Treue und verständige Sklave" das schon für mich getan hätte. Ich fühle mich - geistig gesehen - keineswegs "abgemagert"....Ich will deswegen nicht das verachten, was ich an guter Erkenntnis durch die WTG erlangt habe, an dem ich auch heute noch festhalte. Aber das ist kein Grund, sich selbst dermaßen selbst über andere Christen, die keine Zeugen Jehovas sind, zu erhöhen und an Stelle Christi bzw. des Heiligen Geistes (siehe neue Taufformel) zu setzen. Jesus Christus ist das vollkommene Beispiel eines "Treuen und Verständigen Sklaven" und jeder Christ sollte es so gut es geht auch sein, wie der Paralleltext in Lukas Kapitel 12 zeigt, wo j e d e r Christ als "Treuer Verwalter" angesprochen wird. 

          Zeugt dies von einem Willen, diese Folter, oder Verführung, verlassen zu

          w o l l e n ? Seine Schlussfolgerungen sind irgendwie verständlich.

          Jeder ist seines Glückes Schmied, sollen wir solche "Brüder" mit Gewalt von ihrem "Glück" befreien, oder sie gleich anklagen?

          1. RoKo

            Mein lieber Gerd,

            ich denke man muss um diese Dinge vollends zu verstehen alles in Summe betrachten. Ich habe die WTG selbst nicht nur gestützt, ich habe sogar selbst an vielen Bauwerken tatkräftig mitgeholfen und mich nicht nur am Predigtdienst beteiligt sondern auch an vielen anderen freiwilligen Diensten. Ich war bemüht mein Bestes zu leisten um am gesamten Erfolg einen winzigen Anteil zu haben. Ebenso im Sinn, das richtige zu tun. Richtig. So schreibst Du auch. Doch der Schöpfer hat uns alle parallel mit sensiblen Antennen ausgestattet, Gefühl und Gewissen. Und unter diesem Gesichtspunkt bemerkt man, etwas stimmt nicht... Wir sind die Zahnrädchen, aber da ist Sand im Getriebe.

            Wer sich jetzt darüber hinwegsetzt, gleichwohl er dies bemerkte und so weiterhin völligen Gehorsam leistet, tut dies mit Vorsatz. Viele Verkündiger aber fühlen sich nicht wohl bei einem Kampf, wenn man bemerkt, dass man weniger auf der falschen Seite steht, sondern vielemehr, dass die Propaganda falsch ist und der Garde verblendet vorgetragen wird. Bei der Armee gibt es Politoffiziere, die die Soldaten entsprechend trimmen.

            Die meisten von uns hier von BI sind selbst Befehlsverweigerer oder Gehorsamsverweigerer oder aber tragen sich mit dem Gedanke. In militärisch geführten Bereichen steht das unter Strafe, wie auf einem Schiff, oder im Heer. Dies reguliert das dt. Wehrstrafgesetz. Dennoch gibt es das Soldatengesetz - SG, ein Paragraph dort gelesen und im übertragenen Sinn zur WTG einmal verinnerlicht:

            SG § 11 Gehorsam
            (1) Der Soldat muss seinen Vorgesetzten gehorchen. Er hat ihre Befehle nach besten Kräften vollständig, gewissenhaft und unverzüglich auszuführen. Ungehorsam liegt nicht vor, wenn ein Befehl nicht befolgt wird, der die Menschenwürde verletzt oder der nicht zu dienstlichen Zwecken erteilt worden ist; die irrige Annahme, es handele sich um einen solchen Befehl, befreit den Soldaten nur dann von der Verantwortung, wenn er den Irrtum nicht vermeiden konnte und ihm nach den ihm bekannten Umständen nicht zuzumuten war, sich mit Rechtsbehelfen gegen den Befehl zu wehren.

            (2) Ein Befehl darf nicht befolgt werden, wenn dadurch eine Straftat begangen würde. Befolgt der Untergebene den Befehl trotzdem, so trifft ihn eine Schuld nur, wenn er erkennt oder wenn es nach den ihm bekannten Umständen offensichtlich ist, dass dadurch eine Straftat begangen wird.
            ...

            Als Kämpfer für Gott stehe ich selbst in Gedanken auch unter einem solchen "Gesetz", erinnerte ich mich an diesen Passus "Befolgt der Untergebene den Befehl trotzdem, so trifft ihn eine Schuld nur, wenn er erkennt oder wenn es nach den ihm bekannten Umständen offensichtlich ist, dass dadurch eine Straftat begangen wird.", denn infolge meiner Wehrdienstverweigerung belas ich mich mit allen gültigen Gesetzen (i.v.m. Wehrdienst) meines Cäsars.

            Dies in Erinnerung an die WTG angewandt, wurde mir alsbald offensichtlich, dass die Befehlskette vom Oberkommandierenden bis hin zu meinen Vorgesetzten in meinem Zug (meine Versammlung) in derem Inhalt (im Hinblick zu den biblischen "Paragraphen"), zutiefst fehlerhaft ist und ich aus diesem Grund den weiteren  Gehorsam verweigerte. Warum, weil ich glaube, dass Gott, insbesondere sein Sohn unser König das von uns so erwartet. Leider nicht straflos, denn die WTG nahm eine Bestrafung zu meiner Gehorsamsverweigerung vor. Dies erleidet wohl jeder Gotteskrieger:

            2. Tim 2:3 Nimm als ein vortrefflicher Soldat Christi Jesu teil am Erleiden von Ungemach ...
            8  Erinnere dich daran, daß Jesus Christus von den Toten auferweckt wurde und aus dem Samen Davids war, gemäß der guten Botschaft, die ich predige; 9  in Verbindung mit ihr erleide ich Ungemach bis zu Fesseln wie ein Übeltäter.
             15  Tu dein Äußerstes, dich selbst Gott als bewährt darzustellen, als ein Arbeiter, der sich wegen nichts zu schämen hat der das Wort der Wahrheit recht handhabt. 16  Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit {Wtl.: „Ehrfurchtslosigkeit (Unehrerbietigkeit)“} fortschreiten, 17  und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän.

            So wie auch kürzlich unsere Anna sich "nichts zu schämen hat", weil sie die Unterschrift verweigert hat. Das erfordert insofern Mut. Man muss dabei die persönliche Angst überwinden, nein zu sagen und die Konsequenz nicht fürchtend. Warum? Weil wir nicht auf Menschen unser Vertrauen setzen sollen sondern auf den Schöpfer. Und Anna hatte den Mut und jetzt ist sie bestimmt gestärkt.

            Für die Ältesten und Hirten betreffend gibt es eine Bibelstelle, ich finde sie aber eben nicht.

            Man sagt auch, das eigene Gewissen... Jeder der sich dies bewahrt hat damit in Verbindung mit seinem reinen Gewissen vor Gott schuldfrei gesprochen wird. Weil Jesus für diese Schuld, unsere Mitschuld am System, seinen Tod hergab.

            Ich möchte an Bea erinnern, die aussagte, dass sodann, wenn man selbst diesen Konflikt erkannt hat, man eine Konsequenz ableiten muss. Ich fand dies zu hart formuliert, gleichwohl das Ziel richtig angesprochen ist. Diese Reife dorthin dauert ein wenig, bei jedem Soldat unterschiedlich lang und setzt einen Prozess im Kopf in Gang. Weil wir eben verschieden sind. Was ich nicht möchte, jenen Kämpfern unterschwellig Druck auf eine Entscheidung aufzutragen. Vielmehr seinen Turm berechnen und seine Entscheidung in die Hände unserer Höchsten zu geben. Weil Gott nie etwas verlangt, sondern er liebt einen freudigen Geber. Also von Herzend kommend.

            Die Gesetze des Cäsars (viele unserer demokratischen Gesetze haben bekanntlich ihren Ursprung in den biblischen Schriften) suggerieren dabei Straflosigkeit (ist in Austria bestimmt nicht anders), wieviel mehr tut dies unser Vater in den Himmeln. So interpretiere ich Deinen Kommentar und so wie Du aussagst, ist vollkommen richtig und korrekt.

            Wer aber erkannt hat, dass die Befehle falsch sind und sich dennoch in Unschuld badet, selbst nur Befehlsempfänger zu sein und ihm keine Schuld treffe, wird sich einer Mitschuld schuldig machen. Und das lieber Gerd ist nicht von der Hand zu weisen. Verstehst Du meine Gedanken?

            Würde sich ein Ältester bei mir melden und sich für dies oder jenes entschuldigen, würde ich gern mit ihm ein Warst-Einer öffnen und trinken. So bin ich gern zum vergeben bereit. Und unvorstellbar, ein Ältester tat es bereits. Er ist weiterhin eng mit der Versammlung verbunden, ignoriert aber den Befehl der LK mit mir Kontakt zu pflegen. Ich schätze das und ich denke die Himmel auch. Der o.g. Prozess im Kopf hat bei ihm angefangen.

            Liebe Grüße RoKo

            1. Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ an RoKo

              Mit großer Wertschätzung habe ich deine Antwort gelesen, lieber RoKo, danke!

              Du zeigtest wie es normal abläuft, man rennt ja nicht gleich weg, als wäre man in einer politischen Partei gewesen, die plötzlich ihre Farben wechselte. Mein Gottesglaube wurde bei den Zeugen geweckt und ich vermute in der ganzen Dramaturgie, dass auch wir  einen Prozess durchlaufen haben, der am Ende zeigt, ob wir die Matura (wie in Ösien genannt) bestanden haben.

              Mit dieser Vermutung im Sinn, kann man viel Ungemach in der Org leichter ertragen, sogar verstehen. Unsere innere Einstellung, unsere Ernsthaftigkeit zu unserem Vater und unserem großen Bruder, wurde uns nun selbst bewusst. Das sind keine erhabenen  Fremden mehr, nein, d a s sind unsere engsten Verwandten!

              So bin ich auch dem Gerrit dankbar, dass er sich soviel Zeit für meine vermeintliche "Errettung" nahm. Die vielen Debatten bis nach Mitternacht. Er hat mich nie an die Oberen verraten, seine Mühe galt mir, aber auch: die Rechtfertigung seiner geliebten Org. Um diese Dinge nicht weiter auszubreiten, nehme ich als Muster die erste Seite eines meiner Antwortbriefe und hoffe ihr könnt meinen inneren Kampf vor fast 50 Jahren nachempfinden. Ihr werdet Parallelen in der eigenen Situation von heute verstehen können:

              http://i17.photobucket.com/albums/b65/Gerdy1/WTG-Themen/LschS4.jpg

              Liebe Grüße an RoKo, wir sollten solche Gewissenskonflikte hier häufiger behandeln, um so den Abstand zur Sekten-Vergangenheit leichter ablegen zu können.

              Abendgrüße an Alle!

               

              1. RoKo

                Lieber Gerd,

                Du kannst mir gern einmal direkt schreiben, roko24 beim Anbieter von web.de. LG RoKo

            2. Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ an RoKo

              War mein Ausstieg aus der Org vor fast 50 Jahren nur eine Farce? Ähnlich wie weiland Lohengrin musste ich gestern Abend feststellen: "aus einem fernem Lande kam..." ein E-mailchen an:

              Lieber Gerd
              Ein sehr guter unmissverständlicher, wie ehrlicher Kommentar von Roko an Dich persönlich.
              Ich bin immer wieder überrascht über Deine Kommentare, wie Du versuchst Dich reinzuwaschen. An diesem Verhalten erkennt man sofort die Ältesten bei BI. Bei Hermann war das genauso. Jetzt bist Du doch über 80 Jahre alt und kein bisschen WEISE.
              Ja, an den Früchten wirst du die Menschen erkennen. Tatsächlich!
              Ich wünsche Dir eine gute Nacht

              Mein angeblicher Reinwascheffekt kostete mich etliche Verwandte und Freunde. Als offenbar gespaltene Persönlichkeit singe ich erstaunt wie der Jonas Kaufmann tönt:

              "...ein Ritter ich, bin Gerdigrin genannt.... mein Vater Parcifal trägt eine Krone..."

              ٩(͡๏̯͡๏)۶ ٩͡[๏̯͡๏]۶ ͡๏_͡๏ ٩(●̮̮̃•̃)۶ 

               

  18. Lennard

    Geschätzter Sebastian,

    auch wenn Deine Ausführungen durchaus zutreffend sein mögen — es wäre doch sehr zu begrüßen, wenn Du Dich einer allgemein verständlichen Sprache bedienen würdest. Insbesondere mit dem Ausdruck „Trigger“ beziehungsweise „triggern“ — welcher im Artikel eine Schlüsselrolle spielt — können schätzungsweise 95 % Deiner Leser rein gar nichts anfangen. (Das Wort „Trigger“ stand 2004 erstmals im Rechtschreibduden; es hat sich — außer im technischen oder medizinisch-technischen Bereich — nicht allgemein durchgesetzt.)

    Deutsch — die Sprache zahlreicher Dichter und Denker — ist gewiss nicht auf englische Wörter angewiesen, um seine Ausdruckskraft zu entfalten.

    Vielleicht haben einige der „Mag ich nicht“-Bewertungen damit zu tun, dass die Verständlichkeit eines zentralen Begriffs nicht gegeben war.

    Grüße

    Lennard

    1. Sebastian@Lennard

      Lieber Lennard,

      der Artikel erschien zuerst in einem anderen Portal mit einer leicht divergenten Leserschaft. Wie du schriebst, ist der Begriff "Trigger" vor fast 15 Jahren in den Sprachschatz aufgenommen wurden, weil dieser Begriff schon zu dieser Zeit genutzt wurde. Wie du selbst sagst, ist dieser Begriff im sprachlichen Gebrauch durchaus genutzt, wenn es um medizinische Themen geht. Mentale Beeinflussung kann man in diesen Bereich verordnen.

      Hinsichtlich deiner Wünsche zur deutschen Sprache: bevor ich Begrifflichkeiten wie "schaltern", "auslösen" oder ähnliche Begriffe aufgreife, so nutze ich doch lieber Begriffe, welche - auch wenn man ein Lexika zur Hand nehmen muss - viel einfacher versteht, da sie für ein bestimmtes Themengebiet stehen.

      Aber ich danke dir natürlich für deinen Hinweis, auch wenn ich nicht für irgendwelche Daumen die nach oben oder unten zeigen, schreibe.

      Grüße

      Sebastian

  19. Flocki

    Lieber Sebastian,

    herzlichen Dank für diesen wunderbaren Artikel. Er trifft den Nagel voll auf den Kopf und hat mich sehr berührt. Vielen Dank auch für die Sachlichkeit, mit der der Artikel geschrieben ist.

    Als Trainer im Bereich Kommunikation ist gerade das „Manipulieren“ ein großes Thema. Jeder manipuliert auf die eine oder andere Weise. Der eine besser, der andere schlechter. Der eine offensichtlich, der andere subtiler. Wichtig ist beim bewussten Manipulieren der Hintergrund, weshalb man das macht. Will ich wirklich helfen? Oder will ich anderen etwas aufzwingen, sie „knechten“? Und da fällt mir in den letzten Jahren bei jw.org leider immer mehr das letztere auf. Oftmals sogar mittlerweile ohne einen Bibeltext zu verwenden. Oder dann so hinzubiegen, dass es „passt“. Naja, jeder der überzeugt Ältester war und helfen wollte, hat das bestimmt auch gemacht. Sicher nicht, um sie zu knechten sondern um zu helfen. Und irgendwann merkt man, dass die Bibel das ja so gar nicht hergibt, wie es „vorgegeben“ wird.

    In Deiner Art zu Schreiben und nicht zu verurteilen und doch klar aufzuzeigen, was Sache ist und was man selbst tun sollte, erinnerst Du, Sebastian, mich an Raymond Franz. Großes Lob 🙂

    In diesem Sinne wünsche ich allen einen sonnigen Sonntag und bedanke mich nochmal herzlich bei Dir, Sebastian. Ich hoffe, wir lesen noch mehr von Dir 🙂

    Euer Flocki

    1. Sebastian@Flocki

      Hallo Flocki,

      danke für deine Worte.

      Weil du schreibst:

      Oftmals sogar mittlerweile ohne einen Bibeltext zu verwenden.

      Die jw.bOrg benötigt schon lange keine Bibelstellen mehr, da man mantraartig gelernt hat, was richtig oder falsch sein soll.

      Sonnigen Sonntag

      Sebastian

  20. Petrus111

    Liebe Freunde,

    ein sehr guter Artikel, der vieles klar macht!

    JZ haben ihre eigene Sprachwelt. Dies dient nicht nur dazu, sich elitär von anderen Gruppen zu unterscheiden, wie der Artikel zeigt. Wenn etwas gesagt wird, dann hat dies sehr oft eine Bedeutung hinter der Bedeutung - und es triggert.

    Merkwürdigerweise habe ich mich - seit 3 Jahren nicht mehr bei JZ - schon vor Jahrzehnten von dem speziellen Sprachgebrauch bei JZ getrennt - bzw. wenn ich Leuten Dinge erklärt habe, dann habe ich vielfach den Sprachgebrauch von JZ benannt und diesen dann erklärt in seiner Bedeutung.

    Im Nachhinein stelle ich fest: es war so, dass ich schon nicht mehr manipulierbar war, die Manipulation im Grunde erkannt habe und wenn ich mit Dritten über meinen Glauben sprach, dann wollte ich die eigene Sprachwelt immer so erklären, dass sie verstanden wird und somit keine Manipulation bewirkt.

    Die Manipulation, wie oben beschrieben, ist vorhanden und ist eines der großen Probleme in der Religionsgemeinschaft der JZ.

    Ich persönlich sehe das größte Problem, welches einen Ausstieg hindert, in der sozialen Isolierung von JZ und in der Drohung von Ächtung und Verlust aller sozialen Kontakte. Ich glaube, wenn es das nicht gäbe (und genau das wurde wohl in den letzten Jahren mehr und mehr verstärkt), dann würde die Religionsgemeinschaft in der westlichen Welt innerhalb kürzester Zeit auf ein Drittel oder noch weniger schrumpfen.

    beste Grüße

    Petrus111
    👍

  21. Max

    Hallo Sebastian

    gute Gedankliche Ansätze in deinem Artikel.

    Grundsätzlich kann ich vielem zustimmen, befürchte aber das es Einige gibt, die deinen Artikel in den falschen Hals bekommen.

    Dennoch ist klar das Christus für mich der Lebensmittelpunk ist und bleiben muss.

    Aber ich sehe wie du die Gefahr, das man einen  Christuskult verfällt als Ersatz für den Jehovakult als ehemaliger Zeuge.

    Wir müssen alle aufpassen das wir nicht anderen Gurus folgen und auf den Leim gehen.

    Diese Warnung entnehme ich deinem Artikel.

    Max

  22. O.W.Schön@Sebastian

    GESETZ DER POLARITÄT

    Hallo Sebastian,

    herzlichen Dank für den analytischen und reflektierten Blick hinter die Kulissen von JW.Org und ihren ausgefeilten Manipulationstechniken!

    Liebe und Hass - die beiden wohl stärksten Emotionen des Menschen werden geschickt eingesetzt, um Gläubige und "Ungläubige" auf ewig an die JW.Org zu binden. Die einen lieben die Org. abgöttisch und verherrlichen und verklären sie, die anderen hassen die Org. abgrundtief und bekämpfen sie! In beiden Fällen geht die Org. als Sieger hervor, denn sie bindet die Aufmerksamkeit und die Konzentration von Menschen damit auf ewig an sich.

    "Gehen ohne Hass", das ist der souveräne Schlüssel, um aus der von JW.Org geschaffenen Polarität ausbrechen zu können und seinen eigenen Weg in Frieden zu gehen. Vielen Dank für diesen Frieden stiftenden Gedanken. Haben wir mit uns selbst, in unserem eigenen Herzen Frieden geschlossen, dann ist der teuflische Bann der JW.Org über uns für immer gebrochen!!!

    Sehr er-lösend!!!

    O.W.S.

     

  23. Einfacher Mensch

    Der erste Artikel der meiner Meinung nach, den Nagel auf den Kopf trifft. Warum?

    Weil er sachlich ist. Viele hier sind ausgestiegen, um sich dann in was Neues reinzusteigern- ich habe das Gefühl dass hier viele sich von Jehova auf Jesus fixiert haben.

    Sie beschweren sich dass Jesus bei den Zeugen Jehovas vernachlässigt worden ist usw. und eigentlich gehen sie den selben alten Weg mit der selben alten Borniertheit unter einem anderen Motto.

    Ich bin ausgestiegen und brauche nichts um mich daran hochzuziehen, um wieder etwas "glauben" zu müssen. Und ja ich bin glücklich.

    Der Kernsatz des Artikels lautet :

    Einige betrachten diese Seiten nicht als Angebot und Anregung, sondern sehen darin eine Alternative zur Lehre der Zeugen Jehovas und suchen eine neue spirituelle Führung.

    Viele stürzen sich in den "neuen" Glauben um den Mittelpunkt Jesus, und betreiben eine Suchtverlagerung. Vorher Zeuge Jehovas, jetzt diese neue spirituelle Glaubensrichtung, Hauptsache man glaubt etwas um sein Gewissen beruhigt zu haben, dass man glaubt und von irgendjemand gerettet wird, wenn das Ende kommt.

    Seid ihr selbst, lasst los. Ihr seid selbstbestimmend,  und der Schöpfer wird Euch am Tag des Richtens nicht nach Eurer Zugehörigkeit zu einer menschengemachten Fakereligionsgemeinschaft richten, sondern nach Eurem individuellen Tun.

     

    Ein Ausgestossener der Glück gefunden hat, nachdem er dem Herdentrieb entsagt hat.

     

    1. Nachdenker an Einfacher Mensch

      An einfacher Mensch,

      Danke für deinen Kommentar. Ich stimme dir voll zu, weil wir es als Familie genauso handhaben. Loslassen und endlich frei sein und sich nicht wieder an jemand oder irgendwas anderes hängen. Das engt wieder ein und führt meiner Meinung nach wieder in eine gewisse Abhängigkeit und lässt die alten Erfahrungen immer wieder hoch kommen.

      Sonnengrüße vom Nachdenker

       

    2. Hallo einfacher Mensch,

      schön dass du dich "einfach Mensch" nennst, auch ist es einfacher die Dinge einfach zu handhaben also gemäß keep it simple.

      Manchmal jedoch machen wir es uns zu einfach, vor allem dann wenn wir in einer alten Form der Bewertung hängenbleiben und nur damit beschäftigt sind weiterhin alles miteinander zu vergleichen.

      Dann meine ich vielleicht dass ich in meinem eigenen SEIN bin, aber ich bin es doch nicht wirklich weil mich das tun anderer Menschen immer noch beschäftigt.

      Du benutzt z.b. das Wort spirituell in Verbindung mit Glaubensrichtung und im Kontext mit Menschen die angeblich nur ihre Religion gewechselt haben!?

      Hier kann ich dir auch aus eigener Erfahrung sagen, dass eine hat mit dem anderen nichts zu tun.  Spiritualität ist immer etwas ganz persönliches und individuelles, Religionen dagegen erzeugen nur Weltanschauungen zur Gleichschaltung die man glauben kann, oder besser nicht!Religionen führen auch nicht zu Jesus Christus, denn Christus führt zur eigenen göttlichen Freiheit und Liebe.

      Heute früh schrieb mir eine liebe Freundin wie eindrucksvoll und wunderbar sie von der Liebe des Schöpfers berührt wird. Solche Erfahrungen verändern einen enorm ins Positive und haben nichts mit religiöser Weltanschauung und ihre Bewertungs-Regelwerk-Prägung zu tun.

      Es mag sicherlich noch viele geben die vom Kopf her durch das untersuchen von falschen Lehren der jw.org e.t.c. inhaltliche Korrekturen vornehmen und das auch müssen, aber solange ihr Geist offen und suchend ist werden auch Sie eines Tages das finden was sie ganz einfach sie selbst sein lassen wird, dass ist die Kraft der Veränderung in und durch die unerschöpfliche universelle Liebe des Schöpfers und des eigenen Seins.

      In diesem Sinne wünsche ich dir einfach einen wunderbaren Liebes-Sonntag. LG Tom

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