Verbotene Gespräche

In vielen Wohnungen, Königreichssälen, in Zweigbüros und selbst im Hauptbüro der Wachtturm Gesellschaft wird die Frage: „Gibt es zwei unterschiedliche Hoffnungen für Christen?“ heimlich diskutiert. Gibt es eine Klasse, die sich nur als „Freund Gottes“ sehen darf und eine andere Klasse, die für sich die „Sohnschaft Gottes“ beanspruchen darf? Aber nicht nur diese Lehre verursacht innerhalb der WTG Unbehagen, auch die kritische Hinterfragung der vielen neuen Erklärungen, wird als Loyalitätsbruch dem Sklaven gegenüber angesehen.

Doch werden alle Brüder und Schwestern diese neuen Lehren einfach akzeptieren? Oder werden sie den Mut haben, sich darüber auszutauschen? Wenn ja – wie werden die Ältesten darauf reagieren? Wie werden die Verantwortlichen mit den Fragen und Bedenken umgehen?

Hier einige nachträglich beschriebene Szenen und Aufzeichnungen derartiger Gespräche:

Erstes Gespräch

In einem gut eingerichteten Wohnschlafzimmer mit moderner sauberer Möblierung, unweit vom Bethel in Brooklyn, New York: Ein kleines Tablett mit zwei Tassen und Untertellern mit Kleingebäck befindet sich auf dem kleinen Tisch gegenüber einer Couch, auf der eine nachdenkliche Schwester – eine Bethelmitarbeiterin – auf ihren geladenen Gast, eine liebe Freundin, wartet.          

Währendessen erinnert sie sich an die gestrige Versammlung im Königreichssaal der Zeugen Jehovas. Eine Bekanntmachung hatte sie geschockt, ratlos gemacht und alte Gedanken und Zweifel, die sie jahrelang unterdrücken konnte, erneut geweckt. Ein weiterer Ältester war von seiner Verantwortung zurückgetreten! Letzten Monat hatte sie von einer Versammlung gehört, die zwei langjährige Älteste verlor und unglaublich war für sie der Rücktritt von drei Bezirksaufsehern. Es war schockierend! (Heute gibt es keine Bezirksaufseher mehr, diese Einrichtung wurde abgeschafft.)

Überall, auch im Hauptbüro, spürte sie eine unterschwellige Unzufriedenheit. In der Nähe vom Schreibbüro hatte sie ein paar hitzige Diskussionen mitbekommen. Selbst Glieder der leitenden Körperschaft wirkten niedergeschlagen und waren beunruhigt über die tiefgehenden Diskussionen, die einige führten. Es wurde so viel geredet, sogar Kritik an alten, aber auch besonders an die neu herausgebrachten Lehren der Organisation wurde laut.

Themen waren u.a.:

Wer bildet den „treuen und verständigen Sklaven“ heute?

Die überlappende Generation

Wer darf sich als Kind Gottes sehen und wer nur als Freund Jehovas?

Der Umgang mit den Kindesmissbrauchsfällen innerhalb der Organisation

Ihre Gedanken werden durch ein leises Klopfen an der Tür unterbrochen. Es ist Schwester Noomi, ihre beste Freundin. Obwohl sie beide über das, was wohl zur Sprache kommen wird, etwas ängstlich besorgt sind, vertrauen sie ihrer Liebe zueinander und hoffen, dass alles gut gehen wird. Der Geist der Wahrheit ist mit diesen Schwestern, weil sie sich im Namen Jesu versammeln. Sie sind dabei ihre Menschenfurcht abzulegen und vertiefen sich vorsichtig in die Schriften, auf der Suche nach Antworten.

Fast sofort verändert sich ihre Unterhaltung, von lockeren Bemerkungen hin zu den mehr ernsten Themen, die die beiden Schwestern zusammenführt. Schwester Noomi beginnt mutig: “Ich kann einfach nicht glauben, dass Bruder Mark A. sein Ältestenamt nach so vielen Jahren aufgegeben hat. Was für ein Schock!” Sie hält einen Moment inne und fragt sich, ob sie fortfahren soll. Schwester Miriam C. lächelt, lässt ihren Kopf sinken und atmet tief durch. Ihre Freundin fährt fort: “Weißt Du, es wird geredet, dass er gesagt haben soll, dass es nur eine Hoffnung gibt. Er spricht von der Sohnschaft Gottes für ALLE, nicht nur für die 144.000. Kannst du dir das vorstellen?”

“Das habe ich auch gehört” wirft Schwester Miriam C. ein, hält aber ihre eigene Meinung darüber, dass sie mit dem Bruder übereinstimmt, zurück. Ihre Freundin weiter: “Was glaubst du, was könnte die Ansicht eines Bruders, der so stark in seinem Glauben und der Organisation so treu ergeben war, derartig verändern? Und dann von dem Kreisaufseher Julius T. zu hören, dass dieser ebenfalls seine Stellung aufgegeben hat und sich als ein Kind Gottes sieht und nicht als ein „Freund Jehovas“! Sie alle sind bewundernswerte und glaubensstarke Brüder und das hat mich nachdenklich gemacht.

Dass diese gewissenhaften Männer und ihre Frauen viele der neuen Lehren des Sklaven nicht mehr vertreten wollen, kann man nicht einfach so schulterzuckend in Kauf nehmen. Und ich sag dir die Wahrheit …”, Schwester Miriam C. hält einen Moment inne, um ihre Gedanken zu sammeln. Ist sie bereit, die vertraulichen Herzensangelegenheiten zu offenbaren? Wie wird ihre langjährige Freundin reagieren?

Nach kurzem Luftholen fährt sie fort: “… ich habe mich sehr mit diesem Thema beschäftigt. Könnte es wahr sein, dass ALLE Söhne Gottes sind und es nur eine Hoffnung für alle gibt?” Ein kurzer Moment von Anspannung liegt in der Luft, aber Schwester Miriam C. antwortet sogleich: „Mach dir keine Gedanken, ich habe selbst etwas nachgeforscht. Ich habe jede Bibelstelle gelesen, jedes Wort und es ist, als wenn plötzlich ein Schleier von meinen eigenen Augen entfernt worden wäre. Offen gesagt, es ist unglaublich wie deutlich das ist! Besonders diese Bibelstelle … ”, sie öffnet die Bibel, die auf dem Kaffeetisch liegt und liest:

“Ihr alle seid tatsächlich Söhne Gottes durch euren Glauben an Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr in Christus getauft worden seid, habt Christus angezogen. Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Sklave noch Freier, da ist weder männlich noch weiblich; denn ihr alle seid e i n e r in Gemeinschaft mit Christus Jesus.”

“Das ist doch recht deutlich, oder?“ Mit mehr Vertrauen fährt ihre Freundin Noomi begeistert fort: “Weißt du, es gibt da eine Webseite, die alle diese Themen behandelt. Ich habe gehört, wie das andere oft erwähnt haben. Ich weiß, wir sollen nicht andere Seiten anschauen, aber offensichtlich machen das viele. Und so mancher unserer Freunde spürt, dass einiges in der Organisation nicht richtig ist und etliche Brüder in verantwortungsvoller Position sind von der Notwendigkeit einer Änderung überzeugt. Sie machen sogar auf diese Seite aufmerksam.” Zögernd fragt sie: “Hmm … möchtest du die Webseite sehen?“

Schwester Miriam C. lehnt sich auf der Couch zurück und lacht, “Ich weiß, welche du meinst, ich habe sie bereits gesehen!”

“Weißt du, ich musste mich einfach informieren!” sprudelt sie hervor, „Ich überlegte: vor was habe ich Angst? Wir raten anderen Menschen, ihre religiösen Lehren zu prüfen, also warum sollten wir nicht das Gleiche tun? Erinnere dich, Paulus schrieb: “Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid.“ 2. Korinther 13:5  Wir prüfen auch nur!“

Erleichtert, dass das Gespräch so gut läuft, gießt Schwester Miriam C. beiden noch eine Tasse Kaffee ein. Jetzt, da die Angst aus dem Weg geräumt ist, können beide gemeinsam Schriftstellen und Artikel teilen und freimütig ihre Gemeinschaft mit Jesus Christus bekennen. Hier sind sie nun und offenbaren sich ihre Überlegungen, die ihr Denken in den letzten Monaten so sehr beschäftigt hatten. Was für eine Erleichterung! In beiden von ihnen wächst eine Nähe zu Gott. Sie empfinden ihn nicht nur als Freund, sondern als ihren himmlischen Vater und Jesus Christus, als ihren einzigen Führer, Retter und Herrscher.

Die Gelegenheit, offen zu sprechen und ehrlich die Lehren der Organisation zu prüfen, ist befreiend – mental, emotional und natürlich geistig! Der Geist der Wahrheit ist an diesem Nachmittag eindeutig in ihrer Mitte und zum ersten Mal spüren beide, in ihrem Glauben und ihrem Verhältnis zu Gott, Frieden.

Als das Treffen sich dem Ende nähert, fragen sich die beiden Schwestern, ob und was die leitende Körperschaft wohl dagegen unternehmen wird. Welche Veränderungen könnten gemacht werden und wie würden ihre Freunde und Familien reagieren? Es war Zeit, die schlichten und einfachen Lehren Jesu offen anzusprechen! Ihre nächste Herausforderung würde sein: Wie können wir diese Informationen teilen?

Ein weiteres Gespräch:

In einem Nebenraum des Königreichssaales: an der Seite eines Tisches stehen zwei Männer – beide Älteste in der Versammlung – offensichtlich in einer ernsthaften Diskussion.

„Ich glaube nicht, dass das eine kluge Idee ist“, sagt der eine, ein sehr  organisationstreuer Älteste, „Denk an deine Familie und was dein Rücktritt der Versammlung antut. Nimm dir Zeit, das, was du sagen willst, zu überdenken. Deine Gedanken sind nicht das, was der Sklave lehrt! “

Doch der zweite Älteste entgegnet: „Schau, ich habe darüber lange genug nachgedacht, ich habe erkannt, dass viele der neuen Lehren falsch sind. Auch die Lehre der zwei Klassen von Christen ist ohne jeden Zweifel falsch. Der Apostel Paulus sprach nur von einer Hoffnung, einem Glauben und einer Versammlung, einem Gott und Vater ALLER! [Epheser 4: 4-6]

Wir alle kennen diese Schriftstellen, doch uns wurde immer gesagt, dass sie nur den 144.000 gelten. Bruder, sie gelten aber uns allen. Es gibt in den ganzen christlichen Schriften nichts, das uns etwas anderes sagt oder das die Versammlung in eine Klasse von Freunden und Söhnen Gottes einteilt. Ja, die Bibel spricht davon, dass es einige Auserwählte gibt, die von Jesus als Könige und Priester eingesetzt werden, was aber nicht bedeutet, dass es zwei Klassen von Christen mit unterschiedlichen Hoffnungen gibt. Alle Menschen haben die gleiche Chance, nach ewigem Leben zu streben und es zu erreichen. Allein in diesem Gespräch, habe ich dir mehrere Schriftstellen gezeigt, die die eine Hoffnung beweisen.“

„Okay, okay … „, antwortet der organisationstreue Bruder, „… ich verstehe, wie du das meinst. Aber ein Rücktritt als Ältester, in einer Organisation wie der unsrigen, ist das nicht was anderes? Wir brauchen dich hier bei uns. Du glaubst doch noch, dass dies die Organisation Jehovas ist, nicht wahr?“

Sein Mitältester seufzt: „Bruder, schau dir den biblischen Bericht über Jehovas Volk an. Sie wurden oft in die Irre geführt. Sie waren oft ungehorsam. Sie waren abtrünnig. Und letztendlich wurden sie verworfen. Deshalb: ob es sich hier um Jehovas Organisation handelt oder nicht, das bedeutet nicht, dass ihre Lehren nicht falsch sein können.“ Er hält einen Moment inne und fährt dann fort: „Es geht nicht nur um falsche Lehren, die ich nicht mehr vertreten kann, sondern auch um den unehrlichen Umgang der Leitenden Körperschaft mit den Fällen von Kindesmissbrauch in unseren Reihen.

Und ja, man könnte wegen seiner Freunde und Familie auf Frieden und Einheit bedacht sein. Doch wir wissen, dass es dem Vater gefällt, wenn wir den Lehren Jesu folgen. Das ist das Wichtigste für uns, als seine Nachfolger. Unser Verhalten kann vielleicht andere bewegen, einen genaueren Blick auf das zu werfen, was die Organisation vertritt und das, was Jesus tatsächlich gelehrt hat.

Christen müssen Stellung beziehen, um die Worte Jesu und seine Autorität zu ehren. Die Leitende Körperschaft ist einfach zu weit gegangen. Das „neue Licht“, das nur die leitende Körperschaft ermächtigt ist zu lehren und dass wir ihren Anweisungen zu folgen haben, „ob sie vom menschlichen Standpunkt aus vernünftig erscheinen mögen oder nicht“, ist einfach zu viel! Es ist falsch, einfach falsch.“

„Moment …“, erwidert der organisationstreue Bruder „ … du betrittst nun gefährlichen Boden, wenn du so gegen die Leitende Körperschaft sprichst. Erinnere dich an die Söhne Korahs!“

„Die Söhne Korahs? Die murrten meines Wissens nach gegen Moses. Willst du damit sagen, die Leitende Körperschaft sitzt auf dem Stuhl Mose? Matthäus 23:2 Wenn ja, wo steht dann Jesus? Bruder, du musst deine Analogien richtig ziehen! Außerdem: ich diene nicht der Leitenden Körperschaft. Wenn sie sich im Irrtum befindet, muss sie sich ändern. Männer wie dir und mir, den „geistig Befähigten“, ist geboten, sie zurechtzubringen. Galater 6:1

Leider kommen wir alle unseren geistigen Verpflichtungen nicht nach. Älteste wie wir schweigen aus Angst unsere Stellung zu verlieren, bezeichnet oder ausgeschlossen zu werden. Ich bin es leid, so weiterzumachen. Ich werde von nun an für die Wahrheit OFFEN und DEUTLICH eintreten.“

Seine Büchertasche packend, fährt er fort: „Nein, nicht ich befinde mich auf gefährlichem Boden, sondern die Leitende Körperschaft. Ich habe mit meiner Familie für sie gebetet, dass sie ihre Fehler erkennen. Wenn sie sich doch nur demütigen und die Änderungen durchführen würden, so würden viele Brüder so erquickt und aufgerichtet werden, wie meine Familie. Aber bis dahin kann ich nicht mehr mitmachen, schon gar nicht in einer Führungsrolle.“

„Hör zu … „, sagt der organisationstreue Bruder, “ … ich verstehe, warum du das tust, ich glaube nur nicht, dass es der richtige Zeitpunkt ist. Warum wartest du nicht auf Jehova, dass er die Dinge richtigstellt?“

„Auf Jehova warten?“ fragt der Bruder zurück , „… warten auf was? Jesus hat es bereits klar gesagt: es gibt nur eine Hoffnung für Christen. Auf Jehova warten, bedeutet doch nur, darauf zu warten, dass die LK neues Licht veröffentlicht. Sollen wir so lange einer Lüge folgen, nur um keine Unruhe zu verursachen? Ist die künstlich herbeigeführte Einheit wichtiger, als die Wahrheit?“ Zur Tür gehend, fährt er fort: „Weißt du, ich bin in dieser Sache nicht allein, Bruder.

Du wirst sicher von anderen Ältesten gehört haben, die zurückgetreten sind. Es ist jetzt eine Menge los in der Organisation. Der Geist der Wahrheit macht Überstunden, versetzt den unseren Geist in Unruhe, versucht uns aufzuwecken. Es sind große Veränderungen im Gange und meine Familie wird dabei sein.“

Der organisationstreue Älteste packt seine Büchertasche ebenfalls und folgt seinem noch Mitältesten hinaus: „Ich werde ein Treffen mit den anderen Ältesten arrangieren und darüber sprechen. Warte auf meinen Anruf.“

Ein weiteres verbotenes Gespräch:

Die Szene beginnt im Garten, hinter dem Haus einer Zeugen Jehovas Familie. Der Vater, ein Ältester, ist ebenfalls entschlossen, sein Amt abzugeben. Er weiss, dass er das Thema in der Familie ansprechen muss und hält dies für den richtigen Zeitpunkt – sie sind entspannt und genießen den kühlen Abend.

„Ich möchte heute Abend mit euch allen über eine ernste Sache sprechen.“ Seine Frau und die Kinder sehen einander an und fragen sich, was Vater ihnen dieses Mal zu sagen hat. In den vergangenen Monaten schien er etwas verändert. Obwohl er der Leiter des Versammlungs-Wachtturm-Studiums ist, hatte in der letzten Zeit des öfteren ein anderer Bruder die Verantwortung übernommen.

Aber das lag nicht daran, dass er geistig schwach geworden war. Am Abend sahen sie ihn stundenlang am Küchentisch sitzen – in die Publikationen vertieft und fleißig Notizen machend. Wenn er nicht studierte, las er lange in der Bibel. Seine Frau zwingt sich, der Kinder wegen, zu einem Lächeln. Sie hatte dieses Gespräch befürchtet. Sie wusste, dass es früher oder später stattfinden würde.

Der Vater lächelt seine Familie an und beginnt: „Nach reiflicher Überlegung werde ich die Brüder davon informieren, dass ich nicht länger der Versammlung dienen kann.“ „Was?“ fragt der Sohn ungläubig: „Du meinst, du wirst kein Wachtturm-Studien-Leiter und kein Ältester mehr sein?“ „Ich werde weder das eine, noch das andere sein,“ antwortet ihm der Vater.

„Bist du okay? Wirst du ausgeschlossenen, oder sowas?“ will die Tochter wissen. „Nein, nein, nichts dergleichen. Ich habe eine Art Gewissenskonflikt, eine Art geistiges Erwachen und ich denke, es ist für mich besser zurückzutreten, als ein Heuchler zu sein,“ entgegnet ihr Vater.

„Was bedeutet das, John? Gewissenskonflikt! Das klingt wie das A-Wort“, sagt die Ehefrau, in Anspielung auf Abtrünnigkeit. Der Vater sieht seine Frau ungläubig an. Dann erinnert er sich an die Anwesenheit der Kinder und fährt fort: „Ihr alle wisst, dass ich bei einigen Lehren der Organisation beunruhigt und unsicher bin. Wir haben einige dieser Themen schon früher diskutiert, so dass ihr meine Ansicht dazu kennt. Nun, ich bin an dem Punkt angekommen, dass ich nicht weiter etwas Falsches predigen und lehren kann. Solange die Leitende Körperschaft ihre Lehren nicht berichtigt, kann ich nicht mehr mitmachen.“

„Warum kannst du nicht einfach auf Jehova warten?“ möchte seine Frau wissen.

„Warum …“, fragt der Vater, „… sollte Jehova diese Organisation korrigieren? Es ist nicht seine Organisation. Er hat sie nicht ins Leben gerufen. Er hat keine dieser Religionsorganisationen ins Leben gerufen. Er hat die katholische Kirche 2000 Jahre nicht korrigiert und wird das auch bei der WTG nicht tun. Wenn unser Herr wiederkommt, wird er alles richten, aber dann ist es vielleicht zu spät für diese Organisationen. Sie werden sich nicht korrigieren. Ich aber, ich kann mich genau jetzt korrigieren! War es bei dem alten Volk Gottes – den Israeliten – nicht auch so, dass ihre Führer und Lehrer falsche Dinge lehrten, Dinge, die Jehova ihnen nicht geboten hatte? Sollte das Volk darauf warten, bis Jehova die Dinge regelte? Oder erwartete er nicht von jedem Einzelnen, für die Wahrheit Stellung zu beziehen?

Ich denke da an Jesaja 59:15,16: „Und Wahrheit – die gibt es nicht mehr! Und wer mit all dem Unrecht nichts zu tun haben will, wird angegriffen und ausgeplündert. Er (Jehova) wundert sich, dass kein Mensch einschreitet und etwas dagegen unternimmt. Nun greift er selbst ein, machtvoll und gerecht.“ 

„Nun …“, grollt seine Frau, „… es ist ja wirklich keine Überraschung für mich, aber ich bin nicht glücklich darüber. Was werden die anderen denken?“ „Ja Papa …“, sagt der Sohn aufgeregt, „… wie sollen wir all die Fragen, wegen deines Rücktritts, beantworten? Zuerst machst du mit und nun trittst du zurück? Sie werden denken, du bist geistig unausgeglichen oder hast etwas zu verbergen!“

Der Vater lacht leise, „Lasst mich euch noch eine Bibelstelle zeigen, Philipper 3:14,15:

„Nein, liebe Freunde, ich bin noch nicht alles, was ich sein sollte, aber ich setze meine ganze Kraft für dieses Ziel ein. Indem ich die Vergangenheit vergesse und auf das schaue, was vor mir liegt, versuche ich, das Rennen bis zum Ende durchzuhalten und den Preis zu gewinnen, für den Gott uns durch Christus Jesus bestimmt hat. Ich hoffe, ihr, die ihr glaubt, stimmt darin mit mir überein. Wenn ihr in irgendeinem Punkt anderer Meinung seid, so glaube ich, dass Gott euch Klarheit schenken wird. Wir müssen jedoch darauf achten, dass wir der Wahrheit, die uns vermittelt wurde, auch gehorchen.“ (Neues Leben)

Hier sagt Paulus den Philippern, dass er sich ausstreckt nach dem Preis, den Christus für uns bestimmt hat. Andere Übersetzungen sprechen von „dem Leben in Gottes Herrlichkeit“, oder dem Preis, „der in der Teilhabe an der himmlischen Welt besteht“, oder auch: „Dieser Preis ist das ewige Leben zu dem Gott mich durch Jesus Christus berufen hat“.

Viele verstehen diesen Text allerdings so, dass es hier nur um das Leben der 144.000 geht, die eine himmlische Hoffnung haben. Tatsächlich geben einige Übersetzungen diesen Vers auch so wieder, als ob es um ein Leben IM HIMMEL geht, was jedoch nicht unbedingt so zu verstehen sein muss.

Aber wie der Preis auch aussehen wird, Tatsache ist: es gibt nur EINE Hoffnung für alle.“

„Moment mal …“, entgegnet Anthony, sein Sohn, „… mein ganzes Leben, hast du uns erzählt, wir hätten die irdische Hoffnung. Wir sprachen immer über das ewige Leben, im Paradies auf Erden. Wir hatten auch lange Diskussionen über das, was wir im Paradies tun wollten und jetzt sagst du, dass daran etwas falsch ist?“

Der Vater, der die Enttäuschung seines Sohnes erkennt, erwidert: „Ich befürchte, so ist es mein Sohn. Ich glaube, dass wir da etwas hineininterpretiert haben, was so nicht in der Bibel steht. Wir können aber von nun an versuchen, gemeinsam eine Antwort zu finden. Und wenn wir auf die FRAGE, wie das ewige Leben aussehen wird, keine eindeutige Antwort finden, verlassen wir uns auf das, was Christus für uns vorgesehen hat. Aber es geht nicht nur um die Lehre der zwei unterschiedlichen Hoffnungen, sondern um viele andere Lehren, die der Sklave in der letzten Zeit manifestiert hat.

Besonders aber auch um die Frage: Werden nur die 144.000 von Gott als seine Kinder anerkannt und können alle übrigen Menschen nur Freunde Gottes werden?“ „Das klingt alles schön und gut …“, sagt seine Frau. „… aber ich möchte nicht Jehovas Organisation vorauseilen. Wenn die Leitende Körperschaft sagt, wir hätten alle dieselbe Hoffnung, dann werde ich es glauben!“

„Du denkst also, auf Menschen zu warten, ist das Richtige?“ fragt der Vater. Und zitiert: “Ihr alle seid tatsächlich Söhne Gottes durch euren Glauben an Christus Jesus… ; denn ihr alle seid e i n e r in Gemeinschaft mit Christus Jesus.” Hier belegt die Bibel doch eindeutig, dass es nur eine Hoffnung für ALLE gibt.“

„So klar ist es für mich nicht, hier spricht Paulus nur zu den Gesalbten“, antwortet seine Frau, „Ich werde auf Jehova warten!“  „Okay, nun denk mal über folgendes nach: Jesus sagte, dass Du und ich, als Mann und Frau ein Fleisch sein sollen und kein Mensch sollte uns auseinanderbringen. Matthäus 19:6

Paulus schrieb, dass wir einander, in der Furcht Christi, untertan sein sollten. Epheser 5:21  Also, heißt das nicht, dass im Zweifelsfall, wir beide auf der gleichen Seite stehen sollten? Ich habe überhaupt keinen Zweifel. Für mich sind die Schriftstellen alle sehr klar.“

Seine Frau weiss nicht recht, wie sie darauf reagieren soll, sie sitzt ruhig da, während die Kinder schweigend zusehen. Der Vater, der die Ungeschicklichkeit des Gesprächs vor den Kindern erkennt, sagt: „Vielleicht können wir dieses Gespräch heute Abend beenden. Aber ich möchte, dass ihr alle wisst, dass ich nirgendwo hingehe. Dies ist meine Familie und ich liebe meine Familie. Ich will einfach nur ehrlich über meine Gedanken und Ansichten zu euch sein.“ Dann beugt er sich vor und küsst seine Frau zärtlich auf die Stirn.

Ein viertes Gespräch:

Im Eingangsbereich eines Königreichssaales der Zeugen Jehovas, nach der Sonntagsversammlung: Einige der Freunde unterhalten sich sehr angeregt, vor allem eine bestimmte Gruppe von Schwestern. In der Nähe stehen zwei Älteste, die unauffällig zuhören. Einer der beiden schüttelt missbilligend den Kopf.

Eine Schwester spricht über ihre Zweifel an einigen neuen Lehren und das im Königreichssaal! Der Älteste bittet sie daraufhin zu einem kurzen Gespräch zu dritt in die Bibliothek. Die Schwester weiß, was jetzt folgen wird, doch sie ist gut vorbereitet und folgt ihm in den Raum. Dann beginnt die Inquisition.

„Schwester“, beginnt der Älteste, „wir haben dich hierher gebeten, um mit dir über deine Kommentare zu sprechen, die du während der Versammlung gibst. Es scheint, dass du möglicherweise Opfer abtrünniger Gedanken geworden bist und wir fürchten, dass du andere in der Versammlung beunruhigst.“ „Ja richtig“, stimmt der zweite Älteste zu.

„Und auch nach der Versammlung sahen wir dich in privaten Gesprächen mit anderen schwachen Schwestern, die von jemandem, der so offen spricht, in die Irre geführt werden könnten. Aber bevor wir Maßnahmen ergreifen müssen, möchten wir von dir hören: warum bist du so fest entschlossen, die Lehren des Sklaven anzuzweifeln und Spaltungen in der Versammlung herbeizuführen?“

„Dass Jesus unser einziger Mittler ist und nicht der Sklave verursacht Spaltungen? Wie könnt ihr so etwas sagen?“ fragt die mutige Schwester zurück. Der zweite Älteste rutscht auf seinem Sitz hin und her. Er weiss, dass diese Schwester mutig sagen wird, was sie denkt, aber er ist nicht darauf vorbereitet, ihre Fragen zu beantworten. Also blickt er hilfesuchend zu seinem Bruder, damit dieser das Gespräch übernimmt. Der reagiert prompt: „Schwester, du weißt ganz genau: der Sklave ist von Jesus und Jehova Gott eingesetzt worden, um seinem Volk die Speise zur rechten Zeit zu geben.

Nur gehorsame Menschen werden ewiges Leben auf der Erde erhalten, wenn sie dem Sklaven vertrauen und folgen. Deine Kommentare stellen die Lehren des Sklaven und der Leitenden Körperschaft in Frage. Denk daran, sie sind die Einzigen, die befugt sind, die Schafe zu weiden. Nur die Leitende Körperschaft, der „treue und verständige Sklave“, wurde von Christus über seine Dienerschaft gesetzt. Sie sind der Kanal, den Gott heute auf der Erde benutzt.

Wenn du hoffst, Gottes Anerkennung zu haben und Harmagedon überleben zu können, musst du dich der Führung des Kanals, den Gott benutzt, fügen, ob es für dich Sinn macht oder nicht.“

Der jüngere Mitälteste zuckt bei diesen Worte zusammen. Er ist zwar selbst ein treuer Anhänger des Sklaven, aber diese Sätze, aus dem Wachturm vom 15. November 2013, bereiten auch ihm immer noch ein unangenehmes Gefühl.

„Brüder …“, erwidert die Schwester couragiert, “ … Paulus sagte, wir sollten“ festhalten an der öffentlichen Erklärung unserer Hoffnung und nicht wanken.“ Hebräer 10:23

Wenn ich eine öffentliche Erklärung meiner Hoffnung ablege, dann folge ich nur seinem Rat. Wollt ihr mir nun sagen, ich sollte dem Rat des Paulus nicht folgen?“ Der jüngere Älteste verändert wiederholt seine Sitzposition und sieht zu seinem Mitältesten hinüber. Dieser sucht nach einer Antwort. Er ist fassungslos. Er sieht zu  seinem jungen Bruder herüber, als wolle er sagen: “ Was denkt sie sich eigentlich, wer ist sie, dass sie so mit uns spricht?“ Aber dieser zuckt nur mit den Schultern. Er wusste, worauf sie sich da eingelassen hatten, schon bevor sie die Schwester in die Bibliothek baten.

„Das Bedenkliche sind nicht so sehr deine Zweifel an den Lehren des Slaven, Schwester, sondern viel mehr die Tatsache, dass du andere irreführst, indem du über deine Zweifel sprichst. Weißt du wie viele Brüder und Schwestern beunruhigt sind und uns über deine Zweifel befragt haben? Selbst der Kreisaufseher sagte, dass das Gerede von der Sohnschaft für alle Nachfolger Christi und nicht nur für die 144.000, sowie die Zweifel an dem Sklaven, wie ein Gangrän in den Versammlungen, auf der ganzen Welt, wächst.

Wir müssen das in den Griff bekommen, bevor es außer Kontrolle gerät. Wir müssen die Versammlungen von babylonischen Lehren reinerhalten. Bis der Sklave eine Lehre ändert, müssen wir auf Jehova warten. Denk daran Schwester: Höre, gehorche und sei gesegnet“.

Die Schwester sieht den Ältesten fassungslos an. Sie denkt:“Plappert er tatsächlich nur Wachtturm-Parolen nach? Hat er überhaupt eine eigene Meinung?“ Und dann sitzt er stoisch da, als ob er gerade den Rat des Jahres gegeben hätte!

Mutig wendet sich die Schwester dem jüngeren der beiden zu, der seinen Kopf mit hochgezogenen Augenbrauen nach unten gesenkt hält. Selbst ihm ist die Antwort von seinem Mitältesten peinlich.

Sie würde diese Brüder gern Vers für Vers zu den wichtigen Bibelstellen führen, aber sie weiss: es wäre zwecklos. Diese Brüder haben nur ein Ziel: das Gerede über die falschen Lehren des Sklaven und die Zweifel an ihm zu stoppen. Sie sind nicht an der Wahrheit interessiert.

Außerdem empfanden sie sie bereits als unverschämt, da sie als Schwester versucht hatte, sie zu belehren – würde sie weitermachen, würden sie ausflippen! Stattdessen sagt sie: „Brüder, ich respektiere die Leitende Körperschaft als Männer, die die Verantwortung übernommen haben, eine Organisation zu leiten. Aber Dienerschaft einzufordern, dazu ist eine Organisation nicht berechtigt. Die Organisation muss der Bruderschaft dienen, nicht umgekehrt. Ich folge nur Jesus Christus nach und vertraue nur Jehova und seinem Sohn und keiner menschlichen Organisation, welche sich in ihren Lehraussagen fortlaufend korrigiert.

Wenn das ein Problem ist, dann müsst ihr damit selbst fertig werden. Ich muss mit meinem eigenen Gewissen im Reinen sein und auf den Geist hören, der jedem offensteht. Und bei allem Respekt, liebe Brüder, wenn ich vor dem Richterstuhl stehe, werde ich dort alleine stehen. Ich bin für meine Taten verantwortlich. Die Leitende Körperschaft wird nicht da sein, um für mich einzutreten oder mir als Entschuldigung dienen können. Also werde ich mein Leben auf dem aufbauen, was ich durch mein Wahrnehmungsvermögen, mit dem ich das Richtige und das Falsche unterscheide, als das Wahre und Richtige erkannt habe.

„Feste Nahrung ist für die Menschen, die erwachsen und reif sind, die aufgrund ihrer Erfahrung gelernt haben, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.“ Hebräer 5:14

Und ich werde meine Rettung nicht in die Hände von Menschen legen.“

Sie hält einen Moment inne, dann fährt sie fort: „Ich kann mich dem unbestreitbaren Zeugnis des Geistes nicht verschließen. Aber was ich tun kann Brüder, ist, euch anhand der Bibel zu zeigen, warum ich glaube, dass ich, ja wir alle Kinder Gottes sind und warum ich glaube, dass wir alle, als Söhne Gottes, nur eine Hoffnung haben.“

Der wortführende Älteste beeilt sich zu sagen: „Das ist nicht notwendig, Schwester. Wir sind uns sehr bewusst, was die Bibel lehrt“. Dann wendet er sich seinem Mitbruder zu: „Ich denke, wir haben unseren Standpunkt klargemacht. Meinst du nicht auch?“

Dieser antwortet: „Hm … ja, ja, wir haben unseren Standpunkt gezeigt.“

Als sie ihre Autotür schließt, sieht sie im Rückspiegel, wie beide Älteste ihr nachschauen. Sie weiss, das ist nicht das Ende der Geschichte. Weitere Treffen würden folgen. „Aber …“, denkt sie, „… ich werde über meine Hoffnung reden, solange ich kann.“ Sie erkennt, dass ihre Tage als Glied der Versammlung gezählt sind. Aber so lange, wie ihre Beziehung zum Vater in Ordnung wäre, wäre alles gut, was auch immer da noch kommen sollte.

Diese dramatischen Ausschnitte zeigen, wie ein „Einstehen für die Wahrheit“ aussehen kann. Sie lassen erkennen, wie man über die Wahrheit, in einer einfachen Art und Weise sprechen, für die Wahrheit einstehen und die Wahrheit leben kann, sogar inmitten von Fehlern. Die einfache Botschaft der Sohnschaft Gottes hat enorme Macht, die Herzen und Sinne derjenigen, die diese freie Gabe annehmen, zu erreichen und zu stärken. Aber wie wird die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas diese Söhne, diese geringsten Brüder Christi, behandeln? Werden sie sie hartnäckig abweisen und verfolgen? Werden sie sich demütigen und „den Sohn küssen“ oder werden sie den Weg des Jerusalems des 1. Jahrhunderts beschreiten?

Was geht vor sich, in der geheimen Welt der leitenden Körperschaft? Was denken sie? Was passiert bei ihren Treffen, hinter verschlossenen Türen? In der nächsten dramatischen Präsentation werden wir über einige Möglichkeiten nachdenken.

 

Mag ich nicht (7)

83 Kommentare zu “Verbotene Gespräche

  1. Noomi an Tilo

     
    DANKE LIEBER TILO für diesen wundervollen Artikel. Er ist wie Dorka schreibt „Speise zur rechten Zeit“. Auf so was habe ich seit langem gewartet. Lange Zeit war ich hin und hergerissen, darf ich oder darf ich nicht zu Jesus beten? Gemäss meinen Recherchen war meine Überlegung: Ich darf ZU Jesus beten, aber ANBETUNG GEBÜHRT NUR Jehova. Du hast nun meine Überlegungen erweitert und konkretisiert. Ich glaube, du hast vielen von uns geholfen nun die richtige Einstellung zu diesem Thema zu bekommen.
    LG Noomi
     

  2. Noomi an Dominikus

     

     
    Hallo Dominikus
    Paulus spricht in Athen zu dem Hohen Rat. Er beruft sich
    kein einziges Mal auf die Schrift, denn dies hätte bei diesen hochgebildeten
    Leuten kein Gewicht. Stattdessen zitiert er in Vers 28 griechische Dichter.
    Hingegen im Römerbrief schreibt er an Juden-Christen, die
    die Schriften sehr wohl kannten. Da kommt mir die Stelle: Den Juden ein Jude, den
    Heiden ein Heide…. 1.Kor. 9,20-22
    Gruss Noomi
     

     

  3. Bruder

    Hallo Domi,

    warum versuchst du immer und mit aller Gewalt irgend welche Widerspricht aufzuzeigen wo doch keine sind wenn man genauer liest.

    Zwischen dem was Paulus in Römer sagt und dem was er den Athener sagt besteht kein Widerspruch.

    Man muss nur versuchen zu verstehen was Paulus wirklich meint und zu wem er spricht.

     

  4. Dominikus Klein

    Paulus in einen Brief an die Römer - kontra die Rede Paulus in Athen!

    Auf Bruderinfo könnt ihr unter "Bibelkreis", in erster Linie unter Römer 1:18-32 nachlesen, welche Meinung Paulus gegenüber den Heiden bzw. Ungläubigen vertrat.

    Gelesen? Sehr gut, und jetzt schlagt bitte die Apostelgeschichte 17:22-31 auf...ja dass ist die berühmte Rede die Paulus (jedenfalls nach den Verfasser der Apostelgeschichte) vor den Männern von Athen hielt.

    Paulus beginnt seine Ansprache damit, dass er seine Zuhörer wegen ihrer großen Religiösität lobt aber führt aus das sie sich in einen gewaltigen Irrtum befinden. Ihr Irrtum besteht, nach Paulus, dass sie Idole anbeten während der "wahre Gott" sich sicherlich nicht in diesen von Menschenhand gemachten Tempeln befinded. Der wahre Gott, sagt Paulus, ist der Schöpfer des ganzen Universiums. Bis jetzt, führt Paulus aus, hat der wahre Gott über solche Unwissenheit hinweggesehen, hinweggesehen über ihre falsche Anbetung und Unwissenheit. Aber jetzt ist die Zeit gekommen zu bereuen und die Chance zu nützen zum wahren Glauben zu kommen, zum Glauben an ihm (den wahren Gott) durch Christus der vom Toten auferstanden ist.

    Jetzt wird es Zeit, nochmals Römer 1:18-32 zu lesen!

    So, und jetzt können wir einige Fragen stellen...

    1. Beten die Heiden Idole aus Unwissenheit an? Apostelgeschichte sagt JA, Römer sagt NEIN

    2. Übersieht Gott diese falsche Anbetung? Apostelgeschichte sagt JA, Römer sagt NEIN

    3. Sind sie (die Heiden) verantwortlich für diese falsche Anbetung? Apostelgeschichte sagt NEIN, Römer sagt JA

    4. Ist der Zorn Gottes gegenwärtig (in der Gegenwart) auf ihnen? Apostelgeschichte sagt NEIN, Römer sagt JA

    Gruß Domi

     

    1. pit an Dominikus Klein

      Lieber Domi,

      vergleichst du da nicht Äpfel mit Birnen?

      Die Begebenheit auf dem Aerophag war lange vor dem Brief an die Römer.

      Als Paulus nach Athen kam, waren die Athener noch unwissend.

      Der Brief an die Römer ging ja erst raus, als dort schon Christen waren, eine Gemeinde gegründet war, und unser Herr schon verkündet war. Somit hatten die Römer keine Entschuldigung mehr für ihren Unglauben. Sie waren NICHT unwissend.

      Friede pit

    2. pit an Dominikus Klein

      Lieber Domi,

      Falls du einmal die (Gegenseite) zu Wort kommen lässt, habe ich einen Artikel für dich über IC, der, meiner Ansicht nach, wertfrei geschrieben ist und seine Objektivität auch nicht durch Dogmen verliert.

      http://www.genesisnet.info/pdfs/Irreduzible_Komplexitaet.pdf

      Das ist für mich die Basis, die die grundsätzliche Frage klären muss: Schöpfer oder Evolution!

      Danach kann ich meinen Weg ausrichten. Und meiner ist klar: Zum Herrn hin.

      Friede pit

  5. Zum Diskussion welche hier beim Geheime Gespräche (sehr gut geschrieben Artikel 👍) stattfinden sehe ich es als passend hier schon mal ein "geheimes" (noch nicht auf der Startseite zu finden Artikel)in der Artikelreihe über Yahschua (Jesus) zu sagen ist hier schon mal frei zu geben.

    http://www.die-vierte-wache.eu/DE/1-jahschua-ist-kein-geschoepf-kein-engel.html

    Hoffentlich bringen wir damit auch was extra Hellichkeit......, (oder Verwirrung) 😉 Zu dieses Thema.

    Shalom an alle Leser und Verfasser diese Website.

    Aesculap 🐍  (Jer 8:17)

    Die-vierte-wache.eu

    mit dank an BI

    Ich weiß das es geheim und verboten ist...., es wird nähmlich überall rum erzählt.... 🤓😜

    So was gibt es auch bei Diktatoriale Totalitaire Regierungen auch..... Sagt schon was aus oder.....❓ Bösartige Weingärtner immer noch dar in Gottes Weingarten?

    Ja klar, Unkraut zusammen mit Weizen....

    Unkraut 🐺zupfen (ERNTE durch ENGELN) hat noch nicht angefangen...., oder⁉️ 🤔🐍

  6. Sylvia Geiser

    Lieber Edelmuth

    Vielen Dank für Deinen wichtigen Kommentar an Noomi, er könnte nicht besser ausgedrückt sein.

    Sylvia

  7. Sylvia Geiser

    Lieber Lichtspender

    Du hast Deinen Kommentar in sehr schöne Worte gekleidet, damit es jeder verstehen kann.Vielen Dank!

    Sylvia

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