Unterstützt die Forderung nach einer Untersuchung der Zeugen Jehovas durch die IICSA

Vorwort: Es handelt sich um eine Übersetzung eines Artikels von Convert Fade auf Jwsurvey, welcher hier zu finden ist. Da unser Schwerpunkt auf deutschsprachigen Artikeln ruht, haben wir weiterführende Links zu englischen Artikeln nicht ergänzt – diese sind im Original zu finden.

Es besteht kein Zweifel mehr: die weltweit geltenden Regeln der Zeugen Jehovas, im Umgang mit Kindesmissbrauch, gefährden aktiv Kinder.

Jehovas Zeugen und Kindesmissbrauch – die Fakten

Angus Stewart, senior council at the Royal Commission, has delivered damning summary findings detailing Watchtower’s mishandling of child abuse

Allein in den letzten drei Jahren gab es drei belastende Untersuchungen, von zwei verschiedenen Expertenkommissionen: die Fallstudien 29 und 54 der Australian Royal Commission für institutionellen Umgang mit Kindesmissbrauch und die Untersuchung der UK Charity Commission in New Moston.

Es wurde ermittelt, wie die WTG, die alle Zeugen Jehovas weltweit leitet, mit internen Anschuldigungen bezüglich Kindesmissbrauch umgeht.

Die Berichte der Untersuchungen enthüllen erschreckende Erkenntnisse:

 

 

 

  • Tätern wurde gestattet, den Opfern gegenüberzutreten und sie im Rahmen abgeschotteter, religiöser Gerichte zu befragen
  • Anschuldigungen wegen Kindesmissbrauch wurden fallengelassen, wenn es keinen zweiten Zeugen für den Übergriff gab
  • 1006 Täter in Australien wurden nie der Polizei gemeldet, obwohl viele Mehrfachtäter waren, die in einigen Fällen auch gestanden hatten
  • Weibliche Opfer wurden von einem rein männlichen Tribunal, das bedrückend an die „Star-Chamber“ erinnert, verhört
  • Opfer wurden unter Druck gesetzt, den Missbrauch nicht anzuzeigen, um „Jehovas Namen nicht zu beschmutzen“
  • Opfer wurden ausgeschlossen und der Kontakt durch die Versammlung abgebrochen, wohingegen dem Täter vergeben wurde und er in der Versammlung verblieb
  • Opfer sollten dem Täter vergeben und die gleiche Versammlung weiterhin besuchen
  • Seitens der WTG wurden Versuche unternommen, die Untersuchungskommission irrezuführen und zu täuschen
  • die WTG unternahm Anstrengungen, die Untersuchung unterbinden zu lassen

Und dies sind nur einige der schlimmen Höhepunkte. Die Liste geht um einiges weiter, inklusive erschreckender, vorsätzlicher und geplanter Maßnahmen, den staatlichen Stellen Informationen zu Kindesmissbrauch vorzuenthalten, sowie Regeln zu erlassen, die vielen Tätern ermöglichen, innerhalb der Versammlung straffrei zu agieren, was das Leiden der Opfer weiter verschärft.

Richter Peter McClellan, der den Anhörungen zur Fallstudie 29 und 54 der ARC vorsaß, sagte:

„We’ve not encountered any organisation that has the flaws of the Jehovah’s Witnesses.“ 

„Uns ist bisher keine Organisation untergekommen, welche die Fehler der Zeugen Jehovas aufweist.“

Jehovas Zeugen und Kindesmissbrauch: Gerichtsverfahren 

Candace Conti speaking at a news conference in 2013

Zusätzlich klagten viele Opfer erfolgreich gegen die WTG wegen ihrer fehlerhaften und gefährlichen Regeln. Meilensteine wurden durch mutige Opfer wie  Candice Conti, Jose Lopez, Stephenie Fessler oder „Victim C“ erzielt.

Diese Fälle bestätigten die Ergebnisse der ARC und des Charity Commission Reports und lieferten einen rechtlichen Nachweis darüber, dass die Regeln der WTG Missbrauch ermöglichen, Opfer traumatisieren und den Staat hindern, das Verbrechen zu ahnden.

Und es gibt noch viele, sehr viele Verfahren, die außergerichtlich beigelegt oder gewonnen wurden, bzw. momentan verhandelt oder vorbereitet werden. Der Damm, der jahrzehntelang die überfälligen Konsequenzen des Missbrauchs verhinderte, bricht – und die Entschädigung der Opfer ist ein kleiner Ersatz und Fortschritt  in der Bekämpfung des Missbrauchs, der nie hätte stattfinden dürfen.

Jehovas Zeugen und Kindesmissbrauch: In der Presse

Investigative Reporter Trey Bundy has published detailed reports of Watchtower’s child abuse mishandling and coverups

Die Medien realisieren immer mehr das schockierende Ausmaß und die Probleme der WTG im Umgang mit dem Thema und berichten über die damit verbundenen Vertuschenspraktiken.

Sucht man bei Google nach „Jehovah’s Witnesses child abuse“ (Jehovas Zeugen Kindesmissbrauch), findet man Beiträge seriöser Quellen, wie die  der BBC oder der Times. Eine preisgekrönte, investigative Internetseite – „RevealNews“ – hat eine eigene Sektion dafür eingerichtet, um den Bemühungen des Reporters Trey Bundy Rechnung zu tragen, der den schockierenden Umfang und das Ausmaß dieses Skandals ans Licht bringt. Bundy zeigt detailliert, wie Jehovas Zeugen sich vor einem US-Gericht weigern, eine Liste mit möglicherweise tausenden verheimlichten Kinderschändern den Gerichten zu übergeben.

Zusätzlich organisierte „RevealNews“ vor kurzem eine internationale Konferenz in London, bei der Experten aller involvierten Fachgebiete zusammenkamen, um den Missbrauchsskandal innerhalb der WTG zu erörtern. Die Erkenntnisse waren niederschmetternd und es folgten weitere Medienberichte, die auf den Umfang und die Tragweite hinwiesen.

Dies kann nicht weiterhin toleriert werden. Es ist schnelles Handeln der Regierungen notwendig, damit Fehler der WTG detailliert überprüft werden, der Status der Gemeinnützigkeit, falls nötig aberkannt und rechtliche Konsequenzen eingeleitet werden. 

Im Vereinigten Königreich (UK) wurde durch die Regierung eine weitreichende Untersuchung veranlasst, die verschiedene weltliche und religiöse Organisationen zum Thema Kindesmissbrauch untersuchen soll – ähnlich der Royal Australian Commission, welche langsam zum Ende kommt. Diese Untersuchung in UK trägt den Namen IICSA (Independent Investigation into Child Sexual Abuse) und man rechnet mit vergleichbaren Ergebnissen wie in Australien.

Es gibt jedoch einen erschreckenden Unterschied zwischen der ARC und der IICSA:

IICSA hat keine Pläne, die Zeugen Jehovas diesbezüglich zu überprüfen! 

Jehovas Zeugen – die IICSA MUSS hier untersuchen!

Diese Entscheidung ist nach Faktenlage nicht nachvollziehbar. Um den Sachverhalt noch verwunderlicher zu machen: die WTG hat die IICSA bereits provoziert, als diese bei Arbeitsbeginn alle religiösen Gruppen in UK aufforderte, ihre Unterlagen im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch aufzubewahren.

Wie die BBC berichtete, wurden daraufhin Unterlagen vernichtet.

Legal expert Kathleen Hallisey has called upon IICSA to urgently investigate Watchtower

Die Rechtsexpertin Kathleen Hallisey – die den ersten Rechtsstreit in UK für ein Missbrauchsopfer gegen die WTG gewann – forderte in einem kürzlich gezeigten Interview von der IICSA, die WTG in ihre Untersuchung aufzunehmen. In diesem Interview räumt sie jegliche Zweifel aus und zeigt die Dringlichkeit einer Untersuchung zu den internen Regelungen der WTG auf, die Risiken für Kindesmissbrauch  in UK bergen.

Wir können uns der Position von JW Survey nur anschließen: Die IICSA muss sich schnell und deutlich positionieren und die Organisation der Zeugen Jehovas untersuchen!

Wir zählen auf Professor Alexis Jay Obe, aktuelle Vorsitzende der IICSA und hoffen, dass sie verkünden wird, dass die Zeugen Jehovas in die Untersuchung inkludiert werden und dass dies dringlich ist!

Wir bemühen uns, die IICSA zu überzeugen das richtige zu tun, aber wir brauchen dabei  Eure Hilfe!

Ihr könnt helfen! 

Aktuell gibt es zwei Möglichkeiten, die IICSA zum Handeln zu bewegen.

Der erste Schritt ist, auf diesen Link zu klicken und die Petition zu unterzeichnen, die die Vorsitzende der Kommission – Professor Alexis Jay – auffordert, die Zeugen Jehovas in die Untersuchung aufzunehmen.

Zum Zeitpunkt der Übersetzung hatten erst knapp 1000 Personen unterschrieben. Und hier sind die Zahlen wichtig. Im Idealfall sammeln wir tausende von Unterschriften, die Medien und die IICSA zu einer Reaktion bewegen.Bitte teilt die Petition so weit wie ihr könnt, berichtet und bittet Eure Familien und Freunde um Unterstützung. Erklärt eindringlich die Bedeutung und Wichtigkeit dieser Untersuchung.

Ihr müsst nicht in der UK leben, um dies zu unterzeichnen. Unterschriften aus aller Welt sind akzeptabel. Dies zeigt der IISCA, dass die ganze Welt beobachtet, wie sie damit umgeht. Jede Stimme zählt. GEMEINSAM sind wir stark.

Man kann die IISCA auch direkt kontaktieren:

Mag ich nicht (6)

60 Kommentare zu “Unterstützt die Forderung nach einer Untersuchung der Zeugen Jehovas durch die IICSA

    1. Janus@Aufklärer

      "Aufklärer" kann nur einer sein, der Fakten überprüft und dadurch Aufklären kann statt Gerüchte zu streuen.

      Nach minimaler Suche: http://www.mimikama.at/allgemein/faktencheck-zu-paedophiler-priester/

      Dies zeigt mir eher, dass jemand lieber Lügen streut, als sich zu dem Thema Kindesmissbrauch und ZJ zu positionieren.

      Es grüßt

      Janus

    2. Markus1@Aufklärer

      Hallo Aufklärer,

      ja, es ist schon schlimm genug, was da so an Widerlichkeiten in den Kirchen passiert, aber damit möchtest du doch wohl sicher nicht von den Kindesmissbräuchen in den  Reihen der Zeugen Jehovas ablenken, oder etwa doch?

      Da ist es wohl eher angebracht erstmal vor der eigenen Haustür zu kehren, bevor auf andere mit dem Finger gezeigt wird. Die Kirchen haben schon mehrmals öffentlich den Kindesmissbrauch zugegeben... weshalb macht es nicht die WTG?

      Weshalb versucht sie diese ekelhafte Verbrechen weiterhin  zu leugnen?

      Markus1

      1. Edelmuth an Markus1

        Kindesmissbrauch bei den Zeugen Jehovas

        Älteste der Zeugen Jehovas verstehen sich als Geistliche, insbesondere durch die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie sind damit an die Schweigepflicht wie die Geistlichen anderer Kirchen gebunden.

        Sie dürfen ihre in Form von Geständnissen erlangten Kenntnisse nicht dafür nutzen, den Kinderschänder anzuzeigen oder gegen ihn auszusagen. Gibt er dennoch seine Informationen preis, können sie, weil sie zu Unrecht veröffentlicht wurden, gerichtliche nicht verwertet werden und der Älteste wird mit einer Anklage rechen müssen.

        Woher haben die Ältesten ihre Informationen?

        Sie beruhen überwiegend auf Geständnisse der Täter, die im Vertrauen auf die Schweigepflicht zu Gesprächen bereit waren.

        Warum geht ein geschändetes Kind zu den Ältesten und nicht zur Polizei?

        Die Kinderschänder stammen überwiegend aus dem familiären Umfeld. Dem Kind ist somit bewusst, dass der Papa, der Onkel oder wer auch immer aus der Familie dieses Verbrechen an den Kindern begangen hat, ins Gefängnis kommt. Zudem sieht sich das Kind mit Anfeindungen aus der Familie, die selber diese großen Schmerzen nicht ertragen musste, sondern nur ihren Image in Gefahr sieht, konfrontiert.

        Der Gang zu Ältesten ist ein Hilferuf des geschändeten Kindes mit der dringen Bitte diesen Missbrauch unverzüglich aufhören zu lassen und diese Angelegenheit in der Familie einvernehmlich zu regeln.

        Was tun?

        Zunächst müssten in Deutschland die Gesetze dahingehend geändert werden, dass die Geistlichen in diesen und anderen schwerwiegenden Fällen von ihrer Schweigepflicht entbunden werden, damit die Justiz tätig werden kann. Ist diese Gesetzesänderung erreicht, wird kein Kinderschänder mehr zu Gesprächen bereit sein.

        Jeder Täter hat ein umfassendes Aussageverweigerungsrecht von dem bereits Jesus Gebrauch machte. Ihm muss vor Gericht die Tat nachgewiesen werden, und wer 15 Jahre Bau mit anschließender Sicherungsverwahrung vor Augen hat, wird schweigen.

        Ede

        1. Markus

          Lieber Edelmuth

          Das stimmt so nicht

          Da Kindesmissbrauch in Deutschland und auch in Deutschsprachichen Ländern ein Offizaldelikt ist

          und Strafrechtlichen Relevanz hat ist es auch Priestern egal welcher Kirche oder Glaubensgemeinschaft nicht verboten dies bei den Behörden anzuzeigen.

          Bei den Kirchen wird es meistens so gehandhabt das dem Täter der das zb bei einer Beichte offenbart 48 hat,geraten wird sich bei der Polizei  freiwillig zu stellen.

          Wenn der Priester anonym eine Anzeige stellt oder einen Hinweis gibt passiert ihm gar nichts

          Das selbe kann man auch  von Ältesten erwarten,zumal auch bei Prozessen dem Hinweisgeber oder dem der die Sache anzeigt gewährleistet das seine Indentität vor Gericht gewahrt bleibt.

          Was Du uns da erzählst stimmt nicht

          1. Edelmuth an Markus

            Hallo Markus

            Wenn der Priester anonym eine Anzeige stellt oder einen Hinweis gibt passiert ihm gar nichts

            Wenn ein Priester verpflichtet ist Straftaten anzuzeigen, wird er keine anonyme Anzeige machen.

            Da Kindesmissbrauch in Deutschland und auch in Deutschsprachigen Ländern ein Offizialdelikt ist

            Mord auch! Was schlimmer ist, darüber lässt sich heftig streiten.

            Bei den Kirchen wird es meistens so gehandhabt das dem Täter der das zb bei einer Beichte offenbart hat, geraten wird sich bei der Polizei  freiwillig zu stellen.

            Das machen Ältest möglicherweise auch. Die Rückmeldungen sind aber sehr überschaubar, sowohl bei den Zeugen Jehovas wie auch bei anderen Kirchen.

            Ede

          2. Kirschblüte

            Hallo Markus,

            vielleicht informierst du dich hier nochmal, sagen wir mal in Form einer beruflichen Weiterbildung, über die Anzeigepflicht von Missbrauch.

            https://beauftragter-missbrauch.de/recht/strafrecht/verdachtsfall-und-anzeigepflicht/

            Ich habe gleich eine offizielle Seite genommen, damit du diese nicht in Frage stellen kannst.

            Hier nochmal einen Auszug:

            Zitat:

            "Die Kirchen sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Dieser Status verleiht ihnen jedoch keine besonderen Befugnisse oder Pflichten, die über die einer privaten Vereinigung hinausgehen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kirchen gelten deshalb bezüglich der Pflicht zur Anzeige von sexuellem Missbrauch dieselben Grundsätze wie für Privatpersonen: Sie sind nicht dazu verpflichtet, Straftaten anzuzeigen."

             

            Alles weitere im Link.

            Kirschblüte

          3. Kirschblüte

            Kirschblüte an Markus

            So, und nun noch für dich die Def. von Offizialdelikt:

            Ein Offizialdelikt ist in Deutschland eine Straftat, die die Staatsanwaltschaft von Amts wegen verfolgen muss. Dies betrifft in Deutschland alle Verbrechen sowie die meisten Vergehen.

             

             

             

            1. Markus

              Liebe Kirschblüte

              Dasselbe hatte ich in meinem Kommentar geschrieben,das es ein Offizaldelikt ist.

              Hier geht es um Kirchenvertreter sprich Priester die unter einem Schweigegebot stehen

              und wie das von Staatswegen gemacht wird

              Danke für Deine sehr gute Aufklärung

              An Dir ist eine gute Juristin verloren gegangen.

              Wäre besser gewesen als ZJ zu sein

              Hast Du mehr möglichkeiten

              danke nochnals

        2. ottonio

          Ach ja, unser Ede.

          Er weiss ganz genau, dass sich die Ältesten nicht auf das Beichtgeheimnis berufen können, weil sie sich genau genommen ja nicht daran halten. Das Beichtgeheimnis ist eine Sache zwischen dem Beichtenden und dem Beichtvater. Und der Älteste, dem eine Sünde gebeichtet wird, behält diese Sünde ja nicht für sich, sondern beruft eventuell ein Rechtskomittee ein, womit das Beichtgeheimnis bereits übertreten wird und ad absurdum geführt wurde.

          Zudem hat ein Geistlicher (also ein echter und nicht so ein Pseudo-Vergeistlichter wie es ein Ältester ist) sehr wohl das Recht, vom Kinderschänder Buße zu verlangen, wozu eine Selbstanzeige gehört, um als reuiger Sünder die Absolution erhalten zu dürfen (oder die Absolution kann verweigert werden).

          Ede sind diese Dinge bekannt, da sie ihm bereits dargelegt wurden. Aber er agiert als Advocatus Diaboli (in diesem Fall als Verteidiger der WTG).

           

          Pater Mertes, der Schreiber folgenden Kommentars (zu finden auf

          http://www.zeit.de/2017/34/beichtgeheimnis-aufhebung-kindesmissbrauch

              ) deckte Missbrauch am Canisius-Kolleg auf.

          +++++++++++++++++++++++++++++++++

          Die katholische Kirche nennt die Beichte ein "Sakrament". Damit drückt sie aus, dass der Vorgang des Schuldbekennens und der Vergebung im geschützten Vertrauensraum auch ein Vorgang zwischen Gott und Mensch ist, wenn er in diesem Glaubenszusammenhang vollzogen wird. Der Priester spricht mit dem Wort "Deine Sünden sind dir vergeben …" nicht sein eigenes Wort, sondern das Wort Christi aus. Damit ist keineswegs gesagt, dass dem Täter oder der Täterin Leistungen zur Aufarbeitung erspart bleiben, im Fall der Fälle selbstverständlich auch die notwendige strafrechtliche Aufarbeitung nicht. Der kirchliche Begriff dafür heißt Buße. Zur Buße gehört die Bereitschaft zur strafrechtlichen Aufarbeitung. Ein reuiger Sünder, der nicht zur Buße bereit ist, ist kein reuiger Sünder. Gerade deswegen ist es eine Perversion der Beichte, wenn man sich auf sie beruft, um im Fall der Fälle eine strafrechtliche Aufarbeitung zu umschiffen.

          Wer immer unter seelsorglichen, anwaltlichen, ärztlichen oder anderen Schweigepflichten steht, kann nicht vermeiden, dass er in ethische Dilemma-Situationen hineingerät. Das gehört zum Berufsrisiko. Das wird auch nicht dadurch verhindert, dass man verallgemeinernde Ausnahmetatbestände schafft, die die Schweigepflicht durchlöchern. Um es für mich als Seelsorger und katholischer Priester zu sagen: Im Falle eines Missbrauchstäters, der bei mir beichtete, befände ich mich als Beichtvater in einer Entscheidungssituation, die mir niemand abnehmen kann. Ich weiß ziemlich genau, welche Optionen mir statt des Bruchs des Beichtgeheimnisses blieben: Aufforderung zur Selbstanzeige, Verweigerung der Absolution et cetera. Im Falle eines schwerwiegenden ethischen Dilemmas wäre ich im Gewissen frei, je nach Einzelfall zu entscheiden. Entscheidungen in ethischen Dilemmata lassen keine verallgemeinerbaren Rückschlüsse zu, auch nicht auf verallgemeinerbare Ausnahmetatbestände. Schutz der Kinder hat grundsätzlich immer Vorrang vor dem Schutz der Institution, insbesondere dann, wenn Gefahr im Verzug ist. Das würde dann auch meine Bereitschaft als Beichtvater einschließen, die Konsequenzen meiner Entscheidung persönlich auf mich zu nehmen, wie auch immer sie ausfallen mag. Keine Verrechtlichung von Vertrauensräumen nimmt mir diese Last ab. Sie macht zugleich die Würde meines Berufes aus.

          +++++++++++++++++++++++++++++++++++++

          1. Edelmuth an Ottonio

            Ach ja, unser Otto

            Er weiss ganz genau, dass sich die Ältesten nicht auf das Beichtgeheimnis berufen können, weil sie sich genau genommen ja nicht daran halten. Das Beichtgeheimnis ist eine Sache zwischen dem Beichtenden und dem Beichtvater. Und der Älteste, dem eine Sünde gebeichtet wird, behält diese Sünde ja nicht für sich, sondern beruft eventuell ein Rechtskomittee ein, womit das Beichtgeheimnis bereits übertreten wird und ad absurdum geführt wurde.

            Versuch doch einmal die Organisation davon zu überzeugen. Wenn unter Geistlichen über das Geständnis eines Sünders gesprochen wird, werden sich diese Geistlichen aufgrund des Beichtgeheimnisses gegenüber Behörden nicht dazu äußern, und wenn der Kinderschänder nicht im Bau landen will, wird er auch seine Klappe halten. Anderenfalls hätte er sich den Gang zu den Ältesten ersparen und gleich zur Polizei gehen können.

            Dein Link bestätigt, dass das Beichtgeheimnis auch im Falle von Kindesmissbrauch nicht nur in der katholischen Kirche besteht. Es wird juristisch schwierig werden die Ältesten davon auszuschließen,

            Ede
            👎

            1. ottonio

              ich stimme dir in diesem Fall zu, dass die Justiz es den Religionsgemeinschaften zu leicht macht, sich auf die Seite der Täter zu stellen. Seitens der WTG jedoch besteht keine Pflicht, sich auf ein Beichtgeheimnis zu berufen. Der Staat kann eine Religionsgemeinschaft nicht dazu zu verpflichten, das Beichtgeheimnis anzuwenden. Wieso die WTG gerade in diesem Fall erpicht ist, es den "falschen Religionen" gleichzutun? Wer weiss.

              Wie wäre es denn mit einer klärenden Leserfrage oder Studienartikel-Absatz im Wachtturm?

              Ungefähr so: "Kindsmissbrauch sollte direkt den gesetzlichen Behörden wie der Polizei, und nicht den Ältesten, gemeldet werden, da es sich um ein Verbrechen und nicht um eine moralische Angelegenheit handelt." Dann weiss jeder Bescheid und es gibt keine Unklarheiten, und die Versammlung hat von Anfang an nichts mit der Sache zu tun.

              Meistens meldet sich doch das Opfer bei den Ältesten, und nicht der Täter.

              Und die meisten Taten sind erfolgt, bevor die WTG eine "Kirche" wurde, also daher auch kein "Beichtgeheimnis".

               

               

              1. Edelmuth an Ottonio

                Hä?

                Der Staat kann eine Religionsgemeinschaft nicht dazu zu verpflichten, das Beichtgeheimnis anzuwenden. Wieso die WTG gerade in diesem Fall erpicht ist, es den "falschen Religionen" gleichzutun? Wer weiss.

                Warum sollten die Ältesten auf die Anwendung des Beichtgeheimnisses verzichten, während katholische Geistliche davon Gebrauch machen und ihre Kirche und den geistlichen Täter schützen?

                Der hinter deiner Studienfrage stehend Wunsch mag edel sein, doch wenn Ältest jeden Kindesmissbrauch zur Anzeige bringen müssten, was hinsichtlich des Schutzes der Kinder eine Möglichkeit wäre, wirst du niemanden finden, der den Missbrauch von Kindern bei den Ältesten bekennt. Die Organisation wird's freuen, denn sie kann nun sagen, dass es in ihren Reihen keine Kinderschänder gibt.

                Was ist aber mit den geschändeten Kindern und ihrem unerträglichen Leid?

                Ede

                1. Fox

                  Guten Abend,

                  merkwürdige Weisheiten: Frage: Warum vergleicht sich die WTG bei möglichen Vorteilen - wie (scheinbar) beim Beichtgeheimnis hinter der ach so falschen Religion der katholischen Kirche? Und wie wäre es, Jesu Lehre anzuwenden, so wie dieser verhieß "und die Wahrheit wird euch frei machen"? Dann würde sich die Frage nach Kindesmissbrauch, Ehevergewaltigung, Ehebruch und ähnlichem glatt erledigt haben! Einfach so - ohne Staatsanwaltschaft und Gericht, nur aufgrund von Nächstenliebe. Wo das nicht angewendet wird ist ohnehin religiöse Pest angesagt, egal, wieviel "Wahrheit" verkündet wird, egal, wieviel Predigtdienst zur Vermeidung von Blutschuld verlangt wird, weil Milliarden Liter Blut an den Händen der Mitglieder klebt. Ganz einfach, oder?

            2. Ernst

              Edelmuth,

              "Es wird juristisch schwierig werden die Ältesten davon auszuschließen,"

              Mach Dir keine Sorgen, ich/wir scheuen keine juristischen Schwierigkeiten! Im Gegenteil, die motivieren uns und nehmen wir als Herausforderung gerne an.

              Lg

        3. Markus1@Edelmuth

          Hallo Edelmuth,

          wenn ich diesen Kommentar so von dir lese, weiss ich gar nicht, wo ich mit  meiner Antwort am besten anfange... Du schreibst, dass Älteste der Schweigepflicht unterliegen und dass geschändete Kinder im allgemeinen sowieso nicht zur Polizei gehen, weil sie damit ihre Peiniger, die oft aus dem direkten Umfeld des Kindes kommen,  bei einer Verurteiliung für sehr viele Jahre ins Gefängnis bringen.

          Also mit anderen Worten: Pech für das ohnehin schon schwer traumatisierte Kind... Tja, dann kann man wohl nichts machen und die Täter können sich weiterhin an kleine, unschuldige Kinder vergehen.

          Nein, nein - ganz so ist es zum Glück ja nun auch wieder nicht. Den Missbrauch kann man bedauerlicherweise nicht ungeschehen machen, aber von wegen Älteste und Schweigepflicht. Selbst wenn Älteste seit der Anerkennung der KdöR einer Schweigepflicht unterliegen, was ich jedoch nicht nachvollziehen kann, weil es hier um eine besondere Schwere des Verbrechens geht, so möchte ich mal daran erinnern, dass die meisten Verbrechen bereits vor dieser Anerkennung geschehen sind. Also dein vorgebrachtes Argument mit der Schweigepflicht möchte ich mal ganz dick durchstreichen.

          Was ich jedoch genauso haarsträubend finde ist, dass geschändete Kinder noch nicht einmal von Ältesten dazu angehalten werden, sich in solcher Situation mit einer Anzeige an die Polizei zu wenden. Dabei sollte es auch so ziemlich egal sein, ob der Missetäter aus dem näheren Umfeld kommt oder jemand anders ist. Das Kind hat sich in so einem Fall selbst keinerlei Vorwürfe zu machen und sollte auch von den Erwachsenen/Eltern darin bestärkt werden.

          LG Markus1

          1. Edelmuth an Markus1

            Nein, Markus

            Da verstehst du mich völlig falsch.

            Also mit anderen Worten: Pech für das ohnehin schon schwer traumatisierte Kind... Tja, dann kann man wohl nichts machen und die Täter können sich weiterhin an kleine, unschuldige Kinder vergehen.

            Stell dir einmal vor, du hättest von einem Kindesmissbrauch Kenntnis bekommen und wärst zur Polizei gegangen, um dem Kind zu helfen.

            In Kenntnis der Folgen für den Kinderschänder aus der eigenen Familie streitet das Kind einen Missbrauch ab.

            Was nun?

            Ede

            1. Markus1@Edelmuth

              Hallo Edelmuth,

              kein fürsorglicher Erwachsener würde das Kind allein zur Polizei gehen lassen, sondern man würde es  selbstverständlich dabei begleiten.

              Dann lese ich bei dir zum zweiten mal den Satz über "die Folgen des Kinderschänders" - Es geht dabei ganz einfach nicht um seine Folgen, sondern in erster Linie, um das Wohl des Kindes.

              Sollte das Kind sich selbst entschieden dagegen streuben, diese Tat bei der Polizei anzuzeigen, dann kann man es nicht ändern. Aber aller Wahrscheinlichkeit nach ist dem Kind vorher sehr in sein Gewissen geredet worden und es wurde ihm von einer Anzeige abgeraten.

              Genau das sollte nicht sein.

              LG Markus1

              1. Edelmuth an Markus1

                Stimmt, Markus

                Sollte das Kind sich selbst entschieden dagegen streuben, diese Tat bei der Polizei anzuzeigen, dann kann man es nicht ändern. Aber aller Wahrscheinlichkeit nach ist dem Kind vorher sehr in sein Gewissen geredet worden und es wurde ihm von einer Anzeige abgeraten.

                Genau das sollte nicht sein.

                Die Eltern begleiten nicht nur das Kind zu Polizei, sie müssen auch bei der Vernehmung ihres Kindes dabei sein. Von ihrer Zustimmung hängt auch eine ärztliche Untersuchung ab, um einen Missbrauch nachweisen zu können. Wenn man davon ausgeht, dass die Täter meistens im engsten Familienkreis zu vermuten sind und die Eltern oft kein Interesse an der Diskreditierung der eigenen Familie haben, kannst dir vorstellen, wie schwer es ein geschändetes Kind hat sich gegen die eigenen Eltern durchzusetzen. Was anschließend auf das Kind zukommt ist oft noch schlimmer, denn sie fühlen sich schuldig.

                Ede

                1. Fox

                  Guten Abend Ede,

                  entschuldige, das ist nicht richtig! Steht der Verdacht eines Kindesmissbrauchs im Raum und die Eltern verweigern eine ärztliche Untersuchung und/oder sonstige Mitwirkung ist innerhalb kürzester Zeit die ärztliche Einwilligung durch einen vom Gericht benannten Verfahrenspfleger zu ersetzen.

                  Schade dass gerade bei dieser Thematik Unwissenheit und Verworrenheit gepflegt und gestriegelt wird, dass jeder Haushund neidisch werden könnte. Und das trifft dich am Wenigsten, aber gerade die juristische Schiene soll doch hier so hochgehalten werden und das Heil der Exzeugen wird scheinbar neuerdings in der staatlichen Gewalt gesucht. Ist auch eine Form christlicher Hurerei.

              2. Fox

                Guten Abend Markus1,

                was um alles in dieser Welt schreibst du denn da??? Ein Kind ist nach Auslegung des Gesetzes eine Person bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres. Eine polizeiliche Vernehmung ist eine Dokumentation mit der Notwendigkeit von Einwilligungserklärungen. Bei Straftaten in diesem Bereich kann sich ein Kind an jeden Erwachsenen wenden, ein jeder Erwachsene, welcher nicht verwandt ist, z. B. Lehrer, sind verpflichtet, jeden Verdacht zur Anzeige zu bringen, da es sich dabei um ein Offizialdelikt handelt. Wie ich Ede gerade mitteilte wird dem Kind im Fall der Verweigerung des Erziehungsberechtigten ein Verfahrenspfleger zugesprochen, der die Interessen des Kindes vor Gericht zu vertreten hat.

                Aber für die allzu Verfolgungsinteressierten hier: Erst am 17. Juli 2017 wurde das Ehefähigkeitsgesetz (§1303 BGB) geändert. Bis dahin wurden 361 den Behörden bekannte Kinderehen in Deutschland geduldet, d. h. Ehen, die mit Kindern unter 14 Jahren geschlossen worden waren. Sollten die damaligen Kinder nun das 16. Lebensjahr erreicht haben, greift die Übergangsregelung nach §44 EGBGB. Die Statistik von aktionkind e.V. sagt für 2015: sexuelle Übergriffe: 13.760; Kindesmisshandlung: 30.000 angezeigte Fälle, vermutete Dunkelziffer: 500.000; Todesopfer aus Kindesmisshandlungen: 130 und damit gegenüber 2014 mit 208 Fällen erhöht! Sorry, ich habe hier noch keine einzige Stimme gehört, die sich jetzt aktiv dafür ausgesprochen hätte, Elternwerden zu verbieten, zumal dieses weder einen Grundkurs wie bei einer Einbürgerung noch eine Art Führerschein erfordert. Und gerade wir weiblichen Ex- oder Nochzeuginnen haben jede Menge Anteil daran, dass sich die Organisation Jehovas Zeugen so entwickelt hat wie sie jetzt ist! Denn wir haben diesen Warwicker Seniorenlüstlingen ihr "geistiges Kanonenfutter" doch erst geliefert, während die "Brüder" und Ehemänner sich stets vorhalten mussten, nie genügen zu können, nicht ihr Äußerstes zu tun, sich noch mehr zu engagieren, der Familie noch besser vorzustehen, wobei eine fundierte Ausbildung möglichst nicht sein soll, so dass für einen Mindestlebensstandart ein 8-Stunden-Tag nicht ausreicht, wobei die Kündigung für Arbeiter im unteren Ausbildungssegment unvergleichlich hoch ist. Und wir Weiber begnügten uns doch damit, duldsam jede Idiotie mit weißen Tüchern winkend zu unterstützen! Nee, also unschuldig ist kein einziger von uns!

                Um es klar und deutlich zu sagen: Jeder Missbrauch ist einer zuviel! Aber m. E. gehört die hier feststellbare Verfolgungssucht in die Kategorie "Wer von euch ohne Sünde ist..." Wir brauchen mit dieser Einstellung jedenfalls nicht darum zu beten, dass uns unsere Sünden vergeben werden sollen, denn es fehlt ja umgekehrt jede Bereitschaft zur Vergebung, zur Opferhilfe, etc. wobei ich es für ein dem Missbrauch vergleichbares Verbrechen halte, Menschen über Jahre und Jahrzehnte in einer Opferrolle festzuhalten. Verdienen tun daran die Psychologen, die wahren Machtinhaber in unserem Land! Und weiterhin sollte nicht verkannt werden, dass die Pubertät in den vergangenen Jahrzehnten deutlich nach vorn verlegt wurde. Eine Studie von James Tanner weist eine Vorverlegung zwischen 1830 und 1960 ca. alle 10 Monate um 4-5 Monate. Nach kurzer Stagnation wies das BZgA in einer 2006 veröffentlichten Untersuchung von 1981-1994 diesen Trend ebenfalls nach. Und wo wird dem Rechnung getragen? Ist es denn nicht mindestens genauso viel Missbrauch, wenn Eltern erbärmlich leibesfeindlicher Ideologien zulassen, dass ihre Kinder stets mit Verboten und sinnfreien Vorschriften belastet werden, die zudem nichts mit der Bibel zu tun haben? Wird da nicht Gott selbst vergewaltigt?

                Nochmal: Nicht eine einzige Gewalttat einem Kind gegenüber kann irgendwo eine Legitimation erfahren! In überhaupt gar keiner Form.  Aber unsere Scheinheiligkeit auch nicht!

    3. pit an Aufklärer

      Lieber Aufklärer,

      http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/falschmeldung-uber-missbrauchs-priester

      Friede pit

      👍🤔

  1. Guten morgen,

    Gerade lese ich in den News : "Papst bittet Missbrauchsopfer um Vergebung".

    Daniel Pittet, ehemaliger Schützling eines katholischen Geistlichen  veröffentlicht mit Unterstützung des Papstes  ein Buch über seine Geschichte.  Der Papst habe ihn nach einem Treffen bei dem er ihm seine Geschichte erzählte dazu ermutigt dies in einem Buch zu verarbeiten und zu veröffentlichen.

    Man stelle sich mal vor, eines dieser missbrauchsofern bei  Z.J. Würde ein Gespräch mit der LK haben und die würden den betreffenden ermuntern darüber ein Buch zu schreiben,  damit alle davon erfahren und weitere opfer ermutigt werden.  Uns somit auch die Täter bloßgestellt würden.

    Undenkbar. So was würden die LK niemals machen. Fehler zugeben. Verständnis für Opfer zeigen. Ihre Schäfchen ermutigen so ein Buch zu lesen und auch noch zu glauben was derjenige schreibt.

    Ich möchte hier nicht die katholische Kirche in ein positives Licht rücken,  aber von diesem Oberhaupt können die in warwick noch was lernen.

    Einfach Google entweder "Daniel Pittet" oder " Papst bittet Missbrauchsofern um Vergebung ".

    Dorkas

  2. Olivia

    @ LuRa

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag und ein weiterhin gerades Rückgrat. Das hier ist der Thread, der auf die Petition führt, damit eine Untersuchung eingeleitet wird, wie JW.org mit der Missbrauchsproblematik umgeht. Hier werden kleine Leute im Regen stehen gelassen. Hier: https://secure.avaaz.org/en/petition/Professer_Alexis_Jay_Prof_Alexis_Jay_Investigate_the_Jehovahs_Witnesses/?aDpyjmb

    @ Ede

    Geh' das Eis essen, auf das Caleb und Sophia verzichten.

    1.  
      Schalom mit Euch alle, liebe Bruderschaft.
       
      Ich war von 1981 bis 2012 bei ZJ.ORG. und dann auf Grund, dass ich viele fragen gestellt habe und über Jesus/Jeschua mit Menschen gesprochen habe, und dass sie selber Bibel-Gottes Wort lesen sollten war ich ermahnt und dann nach meinem schreiben ausgeschlossen. So wie Jesus angekündigt hat in
       
      Mt 24,9 Dann werden sie euch der Bedrängnis überantworten und euch töten. Und ihr werdet gehasst werden um meines Namens willen von allen Völkern.
       
      Lk 21,12 Aber vor diesem allen werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und werden euch überantworten den Synagogen und Gefängnissen und euch vor Könige und Statthalter führen um meines Namens willen.
       

      Lk 21,17 Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen.

      Viellicht wollte SUMMER sagen, dass diejenigen welcher absichtlich/bewusst Ehefrauen wechseln, sind auch die gleiche Art, welche Kindermissbrauch praktizieren, und sind von ZJ.ORG geschützt weil sie gebraucht werden. Bestraft sind die betroffene opfer, welche keine 2-ei zeugen dabei haben.
       
      Die ZJ.ORG ist meine Meinung nach, genau heuchlerisch wie Jesus/Jeschua über Schriftgelehrten und Pharisäer gesagt hat in Matthäus 23:27-28 (EU). Sie wollten alle umbringen/ausschließen, die welche Jesus/Jeschua Nachfolgen geworden sind.
       
      Joh 1,43 Am nächsten Tag wollte Jesus nach Galiläa ziehen und findet Philippus und spricht zu ihm: Folge mir nach!
       

      Joh 10,27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir;

       

      Joh 12,26 Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.

       
      Mit Gebet um Hilfe müssen wir das Kindermissbrauch Stoppen.
       
      Schalom/Friede mit Euch alle.
       
      Amen.
       

  3. Olivia

    Eine Bitte an die Moderatoren: Verschiebt das von Summer eingebrachte Thema, es hat bei einer wichtigen, weltweiten Unterschriftenaktion nichts zu suchen. Bei Edelmuth weiß ich seit Jahren nicht, wo er steht, nun weiß ich es - er ist ein Theoretiker, kein Mann der Tat und shreddet fleißig mit.

    Schämt Euch alle, die Ihr auf Summers Zug aufspringt. Ihr unterwandert die Petition und schlagt damit Betroffenen offen ins Gesicht. Pfui.

     

    1. Edelmuth an Olivia

      Hallo Olivia

      Vielleicht erklärst du uns einmal, um welche Petition es sich handelt und was Summer damit zu tun hat.

      In Summer sehe ich eine Person, die dringend Hilfe sucht und da geht es mit kilometerweit am Rücken vorbei, ob Summer mit ihrem Hilferuf deiner Meinung nach das Thema verwässert.

      Wo ich stehe, fragst du? Natürlich mit beide Beinen auf dem Boden der Tatsachen

      Ede

    2. LuRa

      Hallo Olivia,

       

      du bist eine der wenigen die den Braten gerochen hat, oder anders gesagt die eine "Sehende" unter den "Halbblinden" ist. Die WTG hat ihre Schergen zum "Dummpulver" streuen an den Start geschickt. Summer/Edelmuth wollen das diese Verbrechen unter den Tischen fallen oder zumindest so wenig wie möglich Schaden anrichten. Wenn Edelmuth fragt, um welche Petition es sich handelt, ist er entweder in tiefster geistiger Finsternis oder eben kleverer WTG-Verfächert. Es geht hier um Kinder, ich muss es nochmals wiederholen, und da sollte jeder mitmachen um diese Verbrecher anzuklagen. Wer denkt, dass das alles Zufall ist, der hat wirklich noch die rosa rote Brille auf. Es geht nur um Macht und Geld, wobei die Menschen völlig egal sind, selbst Kinder die unseren Schutz brauchen.

      Olivia danke für deine Klarsicht und schönes restwochenende.

      Gruß LuRa

      1. Edelmuth an LuRa

        Hallo LuRa

        Von welchem Verbrechen sprichst du? Welche Kinder meinst du? Menschen im heiratsfähigen Alter sind keine Kinder mehr.

        Vielleicht klärt mich mal jemand auf!

        Ede

        1. FDS

          Mensch Ede

          Lies den obigen Artikel doch auch mal durch. Gaaanz langsam lesen.

          Dann überlegen und wenn es sein muss, nochmal lesen !

          Lg Frank

  4. Olivia

    Ich finde es geschmacklos - SUMMER - dieses wichtige Thema in der Form zu verwässern. Das hättest Du durchaus an anderer Stelle fragen können, wenn man die Trägheit überwindet und eine geeignete Stelle im Forum sucht. Schäm Dich.

     

  5. Summer

    Hallo Flitz,

    erstmal vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort. Leider besteht für mich keine Möglichkeit, einen Ältesten über solch einen Tatbestand auszufragen. Dein miterlebtes Beispiel klingt interessant, beantwortet jedoch leider nicht ganz meine Frage.

    Mich interessiert, ob "Hurerei" (mit einer anderen Person) *VOR* der Eheschließung als Grund genügt, sich von seinem Ehepartner scheiden zu lassen. Das "Hurerei" nach der Heirat als Scheidungsgrund gilt, war mir bereits bewusst.

    Vielleicht gibt es hier jemanden, der Kenntnis über solch einen Sachverhalt hätte. Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen!

    1. Edelmuth an Summer

      Hallo Summer

      Eine schöne Frau, ein gutaussehender junger Mann wird von Vielen begehrt und steht überproportional in der Gefahr aufgrund seines Aussehens und seiner natürlichen Triebhaftigkeit, insbesondere in den jungen Lebensjahren, einen schweren Fehler zu machen. Wenn sich dieser gutaussehende Mensch, der sich seinen Ehepartner aussuchen kann, sich dir oder du ihm zuwendest, so sollte es eine Éhre sein.

      Wo warst du, wo war er, als ihr euch dringen gebraucht habt. Vielleicht hätten ihr dann diese Sünde gemeinsam begangen.

      In einer Ehe zählt mehr als nur die Leidenschaft. Eine Beziehung, die nur auf Leidenschaft aufgebaut ist, ist zum Scheitern verurteilt. Fragt euch also, welchen Grund habt ihr euch zu lieben? Was gefällt euch an eurem Partner ganz besonders? Wo liegen euere Gemeinsamkeiten.

      Mit der Eheschließung sollten alle, insbesondere sexuelle Verfehlungen vergeben sein, auch dann, wenn man als Partner nicht über jedes Detail bescheid weiß, denn für sexuelle Bedürfnisse hat man nun seinen Ehepartner.

      Wenn jemand über die sexuellen Verfehlungen seines Partners bescheid weiß und hat danach Geschlechtsbeziehungen mit seinem Partner, so hat er/sie ihm/ihr alle Sünden vergeben und darf sie nicht mehr ansprechen, Das dürfte bei frisch verheirateten jungen Leute doch kein Problem sein.

      Ede

    2. Flocki

      Hi Summer,

      hast Du schon eine Antwort? Wenn nicht, melde dich mal bei mir per Mail, wenn Du magst. Habe da genau solche Fragen zu meiner "aktiven" Zeit als Ältester mit dem Bethel geklärt. loveflow3001@gmail.com

      Viele Grüße

      Flocki

  6. Summer

    Guten Abend,

    ich hätte einmal eine Frage, die mich seit längerem beschäftigt. Leider weiß ich nicht, ob ich in diesem Thread zum Fragen stellen richtig bin, falls nicht, möchte ich mich dafür entschuldigen.

    Wie geht man als Zeuge Jehovas damit um, wenn man von seinem Ehepartner/in erfährt, dass diese/r VOR der Eheschließung mit einer anderen Person "Hurerei" begangen hat? Zählt dies als "Ehebruch"? Würde dies als Scheidungsgrund, nach der Interpretation der Zeugen Jehovas, gelten? Ist eine "Bekennung" dieser "Sünde" von Relevanz?

    Ich würde mich auf eine objektiven Antwort meiner Fragestellung freuen. Mich interessiert vor allem, was die Auslegung der Zeugen Jehovas dazu ist - und nicht andere Auslegungen.

    Vielen Dank im Voraus! 🙂

    1. Flitz

      Hallo Summer,

       

      eine interessante Frage...

      Wenn Du die offizielle Meinung der Zeugen Jehovas wissen willst, musst Du vielleicht mal in der Ältestenschaft oder beim Kreisaufseher nachfragen, oder Du wendest Dich noch an eine höhere Stelle, wenn möglich.

      Bei den Ältesten kann die Antwort auf diese Frage jedoch variieren, je nachdem wen Du fragst, wie er zu Dir persönlich steht, ob Du oder jemand anders derjenige bist der die Hurerei begangen hat.

       

      Ich kann Dir von einem Fall berichten, der sich vor einigen Jahren bei uns in der Region abgespielt hat:

      Ein Bruder wollte sich von seiner Frau scheiden lassen, und lieber eine jüngere, hübschere und gesündere Schwester heiraten. Natürlich geht das nicht so einfach... Er hat sich zuerst von seiner Frau mit der Begründung getrennt, dass es unüberwindliche Probleme in der Ehe gibt. In dieser Zeit hat er schon Kontakt zu der Schwester, aber man konnte ihnen nichts nachweisen.

      Wie sollte er jetzt aus seiner Ehe rauskommen und danach trotzdem "frei" sein zu heiraten? Seine Frau wollte nicht fremdgehen, also nahm er die Schuld auf sich, und berichtete, dass er Jahre zuvor mit einer anderen Schwester etwas hatte. Er berichtete diesen Vorfall seiner Ehefrau, die ihm diesen alten Ehebruch nicht vergab.

      Sie war Frei, er bekam dafür eine öffentliche Zurechtweisung und heiratete dann die andere Frau.

      Ob diese Vorgehensweise jetzt "theokratisch" sauber war, weiß ich nicht, aber er hat sich bei der Sache nicht dumm angestellt.

      Er wechselte zuerst mal die Versammlung von Süd nach Nord, und von Nord nach Süd.  Die Ältestenschaften von beiden Versammlungen stehen (wie üblich?) in Konkurrenz zueinander, was eine saubere Aufarbeitung natürlich erschwerte. Der Kreisaufseher kochte damals vor Wut, konnte aber auch nichts unternehmen.

      Nachdem er dann die neue Frau geheiratet hatte, wechselte er in eine andere Stadt, wo er heute als Dienstaufseher dient.

      Im Volke Jehovas gibt es also nichts, was es nicht gibt.

       

      Viele Grüße Flitz

       

       

       

       

      1. Bernhard Schüler

        Hallo Flitz,

        Deine Beobachtung überrascht mich sehr.

        Denn geschiedene Ehebrecher dürfen doch eigentlich sogar gemäß der Bibel nicht wieder heiraten.

        Liebe Grüße von Bernhard

        1. Flitz

          Hallo Bernhard,

          mag schon sein, dass das die Bibel so sagt.

          Aber das interessiert doch die ZJ nur, wenn es denen in den Kram passt. Darum sagte ich ja, dass es darauf ankommt welches Standing der Missetäter bei der Ältestenschaft hat 😉

          Ich habe noch eine andere "nette" Erfahrung:

          Bei einem vorbildlichen Zeugen Ehepaar war nach gut 20 Ehejahren wohl die Luft raus. Die Kinder waren schon groß, der Bruder beruflich sehr Erfolgreich und Ältester mit Vorrechten auf den Kongressen. Der jugendliche Sohn hatte einen besten Freund, Mitte zwanzig, mit dem er viel Zeit verbrachte. Der junge Mann war also des öfteren bei der Familie zu Besuch, und da haben sich dann die Mutter und der junge Bruder wohl ineinander verguckt. Es kam wie es kommen musste, und die beiden landeten zusammen im Bett, der Ehemann nichtsahnend auf Geschäftsreise...

          Nun entstand die Frage, wie kommen beide mit einer einigermaßen sauberen Weste, und vor allen dingen FREI aus ihrer alten Ehe.

          Das ging so:

          Die Ehefrau gestand ihre Missetat und bekundete Reue, der junge Bruder natürlich auch. Der Ehemann vergab seiner Frau, womit die Hurerei vergeben war. Die Ehe war aber zu diesem Zeitpunkt trotzdem schon durch, und die Schwester liebte ja den jungen Bruder. Also sprang bei einer Geschäftsreise der Ehemann in die Presche und betrog seine Frau mit irgendeiner Weltlichen. Jetzt hat also der Mann die Hurerei begangen. Er bereute vor dem Rechtskomitee und wurde folglich nicht ausgeschlossen. Seine Frau vergab ihm den Ehebruch aber nicht, so dass sie sich scheiden lassen konnte und frei war. Kurz darauf heiratete sie den jungen Bruder. Aber keine Angst, der Ehemann kam auch nicht zu kurz, er heiratete dann eine Schwester die zuvor im geteilten Haus gelebt hat. Mittlerweile kommen die beiden neuen Ehepaare wieder bestens miteinander aus, und sie treffen sich alle bei ihren Familienfesten.

          Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte mich hier nicht über den Umstand auslassen, dass eine Ehe irgendwann beendet wird, und das man sich neu verliebt. Ich finde es auch toll, dass es in diesem Fall keinen Rosenkrieg gab und die betreffenden heute gut miteinander auskommen.

          Das schlimme dabei ist, dass man bei den ZJ offensichtlich so vorgehen muss. Der hierarchische Aufbau, dass die Ältesten sich als Richter aufspielen, zwingt die Mitglieder sich irgendwelche Schlupflöcher zu suchen, nur um nicht ausgeschlossen zu werden.

          Viele Grüße Flitz

           

        2. Robbie

          Darum gehen auch so viele " biblische nicht mehr freie Personen" den Umweg über den Ausschluss. In dieser Zeit den neuen Ehepartner heiraten und dann die Wiederaufnahme anstreben. Sobald diese vollzogen wurde, ist die neue Ehe automatisch legitim.

          Alleine daran sieht man, dass die Regel der WTG zu diesem Thema kein göttlicher, biblischer Grundsatz ist, denn dann wäre die neue Ehe auch nach dem "Unweg" nicht automatisch in Ordnung, sondern es handelt sich dabei um willkürliche, menschliche Sektenregeln.

    2. LuRa

      Hallo Summer,

       

      das ist doch wieder die alte WTG Manier. Einfach ein anderes Thema anschneiden (hat auch mit Sexualität zu tun) und vom eigentlichen perversen/ perfidem Kindesmissbrauchsthema ablenken.

      Summer du bist doch mit ganz großer Wahrscheinlichkeit ein WTG Schlitzohr! Habt "Ihr" denn gar keine "Galle"? Hier geht es um Kinder, K i n d e r!

      Wir können wirklich froh sein, diesen verlogenen Haufen freiwillig verlassen zu haben.

      Dieses Glaubeshaus besteht nur aus Lügen, Vertuschungen  und ist nichts weiter als eine super Geldeintreibungsmaschine.

      LuRa

      PS. Bitte liebe Mitleser fallt nicht auf diese Masche der Ablenkung rein! Das Thema ist und bleibt Kindesmissbrauch!!! Das möchte ich auch den fleißigen Brüdern bei BI mit auf den Weg geben. Solche Fragen, die nur ein Ziel haben, und zwar vom eigentlichen Thema abzulenken, könnt ihr ja veröffentlichen, aber bitte nicht im Zusammenhang mit einem ganz anderen Thema.

    3. Fanny

      Fanny@Summer

      Ehebruch kann nur vorliegen wenn es während der Ehe passiert ist .Ob das Leben,dass man vor der Ehe führte relevant ist für eine Scheidung weiß ich nicht.Da würde ich die Ältesten in der Heimatversammlung Fragen wenn du unbedingt eine Antwort nach WTG Statuten möchtest.

      LG Fanny

    4. Petrus111

      Hallo Summer,

      als Ehebruch zählt nur der Bruch der Ehe - also wenn man mit jemandem anders schläft, WÄHREND man verheiratet ist.
      Somit ist der aktuelle Ehepartner nicht berechtigt, sich scheiden zu lassen, wenn er von einer VOREHELICHEN Beziehung erfährt.

      Allerdings: wenn der "Hurer" während seiner Tat bereits JZ war, so handelt es sich um eine schwere Sünde, die durch ein Rechtskomitee beurteilt wird.

      Wenn der Betroffene also seine "Sünde" die Ältesten irgendwie wissen lässt, werden sie sich der Sache annehmen. Sie müssten "echte Reue" feststellen - das wird allein deshalb schwierig, weil der Betroffene die Tat lange geheim gehalten hat - dies spricht gegen "echte Reue".

      Wie auch immer: wenn sie "echte Reue" feststellen, werden sie ihm vergeben - wenn nicht: werden sie ihn ausschließen, obwohl der in der laufenden Ehe seine Frau nicht betrogen hat.

      Wie ist die Lebensrealität in der "Welt" - also in der westlich orientierten Welt?
      Wenn ein Paar eine Beziehung eingeht, gehen beide grundsätzlich nicht davon aus, dass sie die ersten im Leben von jemandem sind. Es ist normal, dass man schon kürzere oder längere Beziehungen hatte. Ist ein Paar längere Zeit zusammen - wobei sie sich üblicherweise auch im Bett kennengelernt haben, kann es sein, dass sie beschließen zu heiraten. Solange eine Beziehung besteht, geht man davon aus, dass diese monogam geführt wird - ist dies nicht der Fall, so gilt das als "Betrug" - üblicherweise nimmt das der betrogene Partner übel und löst die feste Beziehung.

      So ist das heute - im Jahre 2017. Nichts gegen die Sexualmoral der Bibel - aber diese Regeln und Werte sind ja zwischen 3600 und 2000 Jahre alt und müssen im sozialen Kontext der heutigen Zeit interpretiert werden. Und da ist das, was JZ praktizieren, GAAANZ weit weg von dem, was Menschen zu einer andauernden und glücklichen Beziehung verhilft. Aber das ist eine andere Baustelle.

      Also: Antwort auf Deine Frage: ein Leben vor der Ehe berechtigt den aktuellen Ehepartner nicht, sich zu trennen, wenn er auch davon nicht gewusst hat  und es erst nachträglich erfährt. Dies hindert JZ nicht, ein Verfahren zu eröffnen, wenn der Betroffene zum Zeitpunkt einer früheren nichtehelichen Beziehung schon JZ war.

      Alles, was vor der Taufe und vor dem "Studium" war, zählt nicht - wird nicht Gegenstand eines Komiteeverfahrens.

      beste Grüße

      Petrus111

    5. 4Pae

      Wie der Name schon sagt, muss eine Ehe erst einmal bestehen um gebrochen werden zu können. Laut Definition wäre vorehelicher Geschlechtsverkehr kein Ehebruch. Wenn die "Tat" viele Jahre zurück liegt und ggf. sogar noch vor der Taufe geschehen ist, wird sie höchstwahrscheinlich überhaupt keine Auswirkungen haben. Wenn es nach der Taufe geschehen ist, kann ggf. geprüft werden OB die Taufe überhaupt "rechtsgültig" war. Soweit jedenfalls die Ausführungen des Buches "Hütet die Herde". Wegen einer "Tat", die VOR der Taufe geschehen ist, SOLLTE KEIN RECHTSKOMITEE GEBILDET WERDEN! In dem Fall ist es also am Ende eher ein Problem innerhalb der Ehe selbst. Auch bei der "Bekennung" der Sünde selbst gibt es einen recht großen Interpretationsspielraum, je nachdem wer es ist um den es geht und wie er innerhalb der Versammlung angesehen wird.

      Hier empfehle ich einfach mal einen Blick in besagtes Buch. 😉 VG

    6. Edelmuth an Summer

      Hallo Summer

      Außerehelicher Geschlechtsverkehr zählt bei Zeugen Jehovas als Hurerei. Wenn ein Zeuge Jehovas Hurerei begangen hat sollte er sich zeitnah bei den Ältesten melden und ihnen seine Sünden bekennen, so die Lehre der Zeugen Jehovas.

      Ehebruch, d.h. außereheliche Geschlechtsbeziehungen, zählt bei den Zeugen Jehovas als der einzige Grunde, der eine Ehescheidung durch den betrogenen (Noch-)Ehepartner legitimiert und eine Wiederverheiratung ermöglichen würde

      Das, was dir möglicherweise passiert ist, legitimiert bei den Zeugen Jehovas keine Ehescheidung. Aber derjenige, der vor der Ehe Hurerei begangen hat, sollte sich umgehend bei den Ältesten zur "Beichte" melden. Je nach dem, wie viel Zeit seit der Tat vergangen ist und wie eindrucksvoll er sein Reue darstellen kann, wird ihm die Sünde vergeben oder, was wahrscheinlicher ist, die Gemeinschaft entzogen werden. Damit bist du aber immer noch nicht frei dich scheiden zu lassen und einen anderen Partner zu heiraten.

      Geht es dir lediglich um ein getrenntes Leben von deinem Ehepartner, so ist dir dies aufgrund des hohen Vertrauensverlustes jederzeit möglich. Wenn der andere Ehepartner dann Hurerei begeht und du dies glaubhaft belegen kannst, wärst du frei dich scheiden zu lassen und dich wieder zu verheiraten. Allerdings wird man dir eine Mitverantwortung an der  Hurerei deines Ehepartners zurechen, weil du dich ihn entzogen hat.

      Mein Rat, Ehescheidungen sind mit das Schlimmste, was es gibt. Versuch ihm/ihr die Sünden, die vor euer Ehe aus möglicherweise nachvollziehbaren Gründen passiert sind, zu vergeben und deine Ehe zu retten. Schließlich hat er/sie nicht dich betrogen.

      Ede

  7. Olivia

     
    Ein präziser, sachlicher Artikel. Danke dafür!
    Ich habe unterschrieben, hoffentlich machen noch viele mit.

     
    In Österreich untersucht man mittlerweile, ob eine Körperschaft des öffentlichen Rechts für Zeugen Jehovas überhaupt angebracht ist, es geht aber, meine ich, um das Kontaktverbot.
    Die Eidgenossen sind auf das Thema Kindesmissbrauch in den Reihen der Zeugen Jehovas auch hellhörig geworden.

    https://www.watson.ch/Schweiz/Best%20of%20watson/905193295-Zeugen-Jehovas-empfehlen-Kindern-z%C3%BCchtige-Kleider--damit-sie-nicht-missbraucht-werden?ub=0&ss=1&ut=1&sp=0&utm_av=B

     

     

    1. Birgit

      Liebe Olivia,

      ein sehr,sehr guter Link dazu.Vielen Dank dafür.

      Die Welt wird wach.

      Birgit

  8. neutruma

    "Richter Peter McClellan, der den Anhörungen zur Fallstudie 29 und 54 der ARC vorsaß, sagte:
    „We’ve not encountered any organisation that has the flaws of the Jehovah’s Witnesses.“ 
    „Uns ist bisher keine Organisation untergekommen, welche die Fehler der Zeugen Jehovas aufweist.“"
    Wenn ich mich recht entsinne, wird irgendwo im Einsichtenbuch, Sünde als "Ziel verfehlt" und/oder "Fehler" definiert.

    Ferner muss man berücksichtigen, dass Richter McClellan (noch) nicht einen Strafprozess führt sondern einen (zunächst noch) eine Untersuchungskommission (mit) führt. So, dass die (reine) Sprache hier noch (naturgemäß) eine etwas andere ist, als in einem Strafprozess. Etwas diplomatischer, etwas weniger formaljuristisch. Aber nicht weniger klar. Für den, der versteht bzw. "hören kann". Zeugen Jehovas jedoch hören, und hören doch nicht, sehen und sehen doch nicht. SPÜREN werden sie aber.

    Im (hier zulässigen) Umkehrschluss ist festgestellt worden, dass es den Zeugen Jehovas (letztlich) nicht gelungen ist, Kinderschänder zu schützen und ihnen immer neue Opfer zuzuführen.

    ------

    Ps: Niemand braucht öffentlich bekunden "das richtige getan zu haben". Menschen die gleichwohl das richtige tun, aber Verfolgung durch die Zeugen Jehovas Häscher fürchten können in ihren Mails an iicsa auch ihre bürgerlichen vollen Namen angeben und diese zugleich anweisen diesen weder im Verfahren noch sonswie zu nennen oder bekannt zu geben. Die iicsa darf ruhig wissen, wieviele Menschen vor der angeblich so harmlosen lieben Zeugen Jehovas Organisation und ihren Mitgliedern ANGST haben. Und  ihre Meinung oder Erlebnisse auszusagen. Eventuell ist sogar erforderlich oder wird von der iicsa in Erwägung gezogen besondere Zeugenschutzprogramme zu entwerfen. Zeugenschutzprogramme für "Zeugen Jehovas" Zeugen. Zeugenschutzprogramme mal der etwas anderen Art. Zum erstaunen und ERWACHEN der Zeugen :-)))

     

    Ps: Boas, ich denke mit "guten Worten" und auch mit bestgemeintem Wohlwollen ist dem Ede und Artgenossen nicht zu helfen. Die WOLLEN, was sie wollen! Das ist ihre freie Entscheidung. Mal sehen wie sie mit Jesu Antwort auf ihre Entscheidung dann umgehen können. Ob das Näschen dann auch noch so weit oben bleibt.

     

    1. die Wendehals Hydra wird bald sicherlich gegensteuern nach dem Motto "wir waren schon immer so"  und die Lemminge werden es glauben und mit Richtung Sprungschanze eilen.

      diese Gruppierung nennt sich Kirche, ist aber ein Proftcenter

      1. Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ

        Frage und Überlegung über die WTG und ihre Führer und deren Ziele ist schon lange.

        Nach der 1975-Ankündigung, am Ende der 1960er Jahre, fragte ich ernsthaft zwei Ex-Zweigdiener (wie man sie damals nannte): Sind die führenden Diener in Brooklyn (Franz, Knorr, Henschel) rein religiöse Betrüger, die nur auf das Geld der Mitläufer aus sind?

        Einhellige Antwort: die sind in die ORG, entweder durch Geburt oder Mission in die Vers. der ZJ hineingekommen und wurden nicht eingeschleppt, oder sind mit schlechter Absicht dort eingedrungen. Sie machten Karriere über all die Möglichkeiten die ein jeder ZJ hat. Ziel ist die Mehrung, nur um Jehovas Wünsche zu erfüllen, mit starkem Sendungsbewusstsein verbunden. Beide Gesprächspartner, dienten auch lange Jahre im Bethel in NY. W.E. Voigt war ca. 4 Jahrzehnte der oberste Diener der WTG in Österreich.Ich lernte ihn und seine Frau als ernste bibelgläubige Menschen kennen.

        Sie waren, wie ihre Nachfolger an der Spitze (ich kenne z.B. Gerrit Lösch persönlich) bedacht die Organisation Gottes zu vergrößern.

        Sie sind, ohne es zu merken, dabei Diener des großen Widersachers geworden. Also Opfer und Täter zugleich, ich wiederhole; sie merken es nicht und persönliche Bereicherung ist in dieser Org kaum möglich. Ausser, wie es Ray Franz in seinem Buch schon mit Beispielen offenbarte und sich entsprechend schuldig fühlte. Arme Teufel, die unsichtbar gesteuert sind, das vermute ich.

        Es war mir ein Bedürfnis diese Tatsache, aus meiner Sicht und Erfahrung, klar zu stellen, damit keine weiteren Dolchstoßlegenden verbreitet werden. Es ist auch so schlimm genug!

        Abendgruß!

        Gerd

        1. Edelmuth an Gerd

          Guten Abend Gerd

          Macht korrumpiert!

          Es ist die Fülle der Macht, die sie in ihren Händen halten, die finanziellen Mittel, die ihnen zur Verfügung stehen und ein persönliches Gewissen, das sie nicht Jehova, sondern den Zielen der Gesellschaft unterordnen. Für sie ist die Organisation gleichbedeutend mit Jehova. Dabei wird die Organisation wichtige als ihre ursprünglichen Ziele.

          Eines dürfen wir dabei nicht vergessen. Jehova sieht alles und er hasst es, wenn jemand anderes als ER für die guten Dinge, die ER gemacht hat, verehrt wird. ER hasst es zu recht, wenn jemand für wichtiger als ER angesehen wird. Den Letzten, den Jehova deshalb richten wird ist Satan.

          Ede

  9. Lichtspender

    Ich habe auch unterschrieben.

    Geht ganz einfach.

    Einfach per E-mail ein 2 Sätze -- geht auch auf Deutsch -- reinschreiben,

    die erkennen lassen, warum es so wichtig ist. Fertig! Absenden.

  10. Flitz

    Eine Frage: geht das auch anonym, bzw. sieht meine Versammlung meinen Namen?

    Viele Grüsse Flitz

     

     

    1. Hupsi

      contact@iicsa.org.uk

      Ich habe ne Email geschickt. Ist kein Problem. Das erfährt die Versammlung nicht.

      🙂

       

    2. Fox

      Lieber Flitz,

      herzlich willkommen. Also ich heiße nicht Fox - gut, mich interessiert auch nicht, ob das jemand weiß, denkt oder sich merkwürdig fühlt dabei. Und du heißt bestimmt auch nicht Flitz - also lass die Versammlung ruhig einen Flitz ausschließen. Dann sind sie wenigstens beschäftigt. 🙂 Was Bruderinfo angeht kann ich dir garantieren, dass kein Interesse besteht, irgendwas weiterzugeben. Obwohl die Organisation gern alles daransetzen würde, dem habhaft zu werden.

      Ich wünsche dir ganz viel Kraft durch Jesus Christus, damit wir gemeinsam das Ziel, die Zukunft bei und mit unserem himmlischen Vater erreichen.

    3. Hallo Flitz ,

      du hast das auch gerade anonym geschrieben. Warum sollte deine Versammlung deinen Namen sehen . Du heißt doch nicht Flitz , oder ? Außerdem , wer hier auf Bruderinfo von eurer Versammlung hineinschaut , macht doch etwas verbotenes , oder ? Außer , er ist auch auf der Suche nach der ,, Wahrheit " !!

      Vor wem fürchtest du dich ? Wir alle sind geschundene Schafe , die endlich die frische Luft die außerhalb ist , atmen können . Hier werden wir geliebt und getröstet , nicht bis auf die Haut geschoren und dann böse angesehen , weil wir keine Wolle mehr geben .

      Ich freue mich , daß du Bruderinfo gefunden hast . Laß mal etwas von dir hören .

      Liebe Grüße

      Iris

      1. Birgit

        Wie Recht du hast Iris,

        hier werden wir geliebt und getröstet.Alles verschwimmt langsam in den Hintergrund.Die ganze Schinderei.Niemand kann uns etwas anhaben,mit der Hilfe von Jesus Christus.

        Unsere restliche Wolle wird wieder wachsen,noch schöner werden für unseren Erlöser.

        LG Birgit

    4. Lieber Flitz ,

      ich glaube , ich hab dich falsch verstanden . Du meintest sicher die Unterschrift wegen Kindesmißbrauch . Das kann ich dir sagen . Da wird nur der Vornamen sichtbar . Mein Mann und ich haben auch unterschrieben .

      Ich hoffe das ist jetzt die richtigen Info für dich .

      Iris

  11. ManfredF

    Ich auch und ich habe dass auch verteilt

  12. Birgit

    Ich habe unterschrieben!!

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