Unterstützt die Forderung nach einer Untersuchung der Zeugen Jehovas durch die IICSA

Vorwort: Es handelt sich um eine Übersetzung eines Artikels von Convert Fade auf Jwsurvey, welcher hier zu finden ist. Da unser Schwerpunkt auf deutschsprachigen Artikeln ruht, haben wir weiterführende Links zu englischen Artikeln nicht ergänzt – diese sind im Original zu finden.

Es besteht kein Zweifel mehr: die weltweit geltenden Regeln der Zeugen Jehovas, im Umgang mit Kindesmissbrauch, gefährden aktiv Kinder.

Jehovas Zeugen und Kindesmissbrauch – die Fakten

Angus Stewart, senior council at the Royal Commission, has delivered damning summary findings detailing Watchtower’s mishandling of child abuse

Allein in den letzten drei Jahren gab es drei belastende Untersuchungen, von zwei verschiedenen Expertenkommissionen: die Fallstudien 29 und 54 der Australian Royal Commission für institutionellen Umgang mit Kindesmissbrauch und die Untersuchung der UK Charity Commission in New Moston.

Es wurde ermittelt, wie die WTG, die alle Zeugen Jehovas weltweit leitet, mit internen Anschuldigungen bezüglich Kindesmissbrauch umgeht.

Die Berichte der Untersuchungen enthüllen erschreckende Erkenntnisse:

 

 

 

  • Tätern wurde gestattet, den Opfern gegenüberzutreten und sie im Rahmen abgeschotteter, religiöser Gerichte zu befragen
  • Anschuldigungen wegen Kindesmissbrauch wurden fallengelassen, wenn es keinen zweiten Zeugen für den Übergriff gab
  • 1006 Täter in Australien wurden nie der Polizei gemeldet, obwohl viele Mehrfachtäter waren, die in einigen Fällen auch gestanden hatten
  • Weibliche Opfer wurden von einem rein männlichen Tribunal, das bedrückend an die „Star-Chamber“ erinnert, verhört
  • Opfer wurden unter Druck gesetzt, den Missbrauch nicht anzuzeigen, um „Jehovas Namen nicht zu beschmutzen“
  • Opfer wurden ausgeschlossen und der Kontakt durch die Versammlung abgebrochen, wohingegen dem Täter vergeben wurde und er in der Versammlung verblieb
  • Opfer sollten dem Täter vergeben und die gleiche Versammlung weiterhin besuchen
  • Seitens der WTG wurden Versuche unternommen, die Untersuchungskommission irrezuführen und zu täuschen
  • die WTG unternahm Anstrengungen, die Untersuchung unterbinden zu lassen

Und dies sind nur einige der schlimmen Höhepunkte. Die Liste geht um einiges weiter, inklusive erschreckender, vorsätzlicher und geplanter Maßnahmen, den staatlichen Stellen Informationen zu Kindesmissbrauch vorzuenthalten, sowie Regeln zu erlassen, die vielen Tätern ermöglichen, innerhalb der Versammlung straffrei zu agieren, was das Leiden der Opfer weiter verschärft.

Richter Peter McClellan, der den Anhörungen zur Fallstudie 29 und 54 der ARC vorsaß, sagte:

„We’ve not encountered any organisation that has the flaws of the Jehovah’s Witnesses.“ 

„Uns ist bisher keine Organisation untergekommen, welche die Fehler der Zeugen Jehovas aufweist.“

Jehovas Zeugen und Kindesmissbrauch: Gerichtsverfahren 

Candace Conti speaking at a news conference in 2013

Zusätzlich klagten viele Opfer erfolgreich gegen die WTG wegen ihrer fehlerhaften und gefährlichen Regeln. Meilensteine wurden durch mutige Opfer wie  Candice Conti, Jose Lopez, Stephenie Fessler oder „Victim C“ erzielt.

Diese Fälle bestätigten die Ergebnisse der ARC und des Charity Commission Reports und lieferten einen rechtlichen Nachweis darüber, dass die Regeln der WTG Missbrauch ermöglichen, Opfer traumatisieren und den Staat hindern, das Verbrechen zu ahnden.

Und es gibt noch viele, sehr viele Verfahren, die außergerichtlich beigelegt oder gewonnen wurden, bzw. momentan verhandelt oder vorbereitet werden. Der Damm, der jahrzehntelang die überfälligen Konsequenzen des Missbrauchs verhinderte, bricht – und die Entschädigung der Opfer ist ein kleiner Ersatz und Fortschritt  in der Bekämpfung des Missbrauchs, der nie hätte stattfinden dürfen.

Jehovas Zeugen und Kindesmissbrauch: In der Presse

Investigative Reporter Trey Bundy has published detailed reports of Watchtower’s child abuse mishandling and coverups

Die Medien realisieren immer mehr das schockierende Ausmaß und die Probleme der WTG im Umgang mit dem Thema und berichten über die damit verbundenen Vertuschenspraktiken.

Sucht man bei Google nach „Jehovah’s Witnesses child abuse“ (Jehovas Zeugen Kindesmissbrauch), findet man Beiträge seriöser Quellen, wie die  der BBC oder der Times. Eine preisgekrönte, investigative Internetseite – „RevealNews“ – hat eine eigene Sektion dafür eingerichtet, um den Bemühungen des Reporters Trey Bundy Rechnung zu tragen, der den schockierenden Umfang und das Ausmaß dieses Skandals ans Licht bringt. Bundy zeigt detailliert, wie Jehovas Zeugen sich vor einem US-Gericht weigern, eine Liste mit möglicherweise tausenden verheimlichten Kinderschändern den Gerichten zu übergeben.

Zusätzlich organisierte „RevealNews“ vor kurzem eine internationale Konferenz in London, bei der Experten aller involvierten Fachgebiete zusammenkamen, um den Missbrauchsskandal innerhalb der WTG zu erörtern. Die Erkenntnisse waren niederschmetternd und es folgten weitere Medienberichte, die auf den Umfang und die Tragweite hinwiesen.

Dies kann nicht weiterhin toleriert werden. Es ist schnelles Handeln der Regierungen notwendig, damit Fehler der WTG detailliert überprüft werden, der Status der Gemeinnützigkeit, falls nötig aberkannt und rechtliche Konsequenzen eingeleitet werden. 

Im Vereinigten Königreich (UK) wurde durch die Regierung eine weitreichende Untersuchung veranlasst, die verschiedene weltliche und religiöse Organisationen zum Thema Kindesmissbrauch untersuchen soll – ähnlich der Royal Australian Commission, welche langsam zum Ende kommt. Diese Untersuchung in UK trägt den Namen IICSA (Independent Investigation into Child Sexual Abuse) und man rechnet mit vergleichbaren Ergebnissen wie in Australien.

Es gibt jedoch einen erschreckenden Unterschied zwischen der ARC und der IICSA:

IICSA hat keine Pläne, die Zeugen Jehovas diesbezüglich zu überprüfen! 

Jehovas Zeugen – die IICSA MUSS hier untersuchen!

Diese Entscheidung ist nach Faktenlage nicht nachvollziehbar. Um den Sachverhalt noch verwunderlicher zu machen: die WTG hat die IICSA bereits provoziert, als diese bei Arbeitsbeginn alle religiösen Gruppen in UK aufforderte, ihre Unterlagen im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch aufzubewahren.

Wie die BBC berichtete, wurden daraufhin Unterlagen vernichtet.

Legal expert Kathleen Hallisey has called upon IICSA to urgently investigate Watchtower

Die Rechtsexpertin Kathleen Hallisey – die den ersten Rechtsstreit in UK für ein Missbrauchsopfer gegen die WTG gewann – forderte in einem kürzlich gezeigten Interview von der IICSA, die WTG in ihre Untersuchung aufzunehmen. In diesem Interview räumt sie jegliche Zweifel aus und zeigt die Dringlichkeit einer Untersuchung zu den internen Regelungen der WTG auf, die Risiken für Kindesmissbrauch  in UK bergen.

Wir können uns der Position von JW Survey nur anschließen: Die IICSA muss sich schnell und deutlich positionieren und die Organisation der Zeugen Jehovas untersuchen!

Wir zählen auf Professor Alexis Jay Obe, aktuelle Vorsitzende der IICSA und hoffen, dass sie verkünden wird, dass die Zeugen Jehovas in die Untersuchung inkludiert werden und dass dies dringlich ist!

Wir bemühen uns, die IICSA zu überzeugen das richtige zu tun, aber wir brauchen dabei  Eure Hilfe!

Ihr könnt helfen! 

Aktuell gibt es zwei Möglichkeiten, die IICSA zum Handeln zu bewegen.

Der erste Schritt ist, auf diesen Link zu klicken und die Petition zu unterzeichnen, die die Vorsitzende der Kommission – Professor Alexis Jay – auffordert, die Zeugen Jehovas in die Untersuchung aufzunehmen.

Zum Zeitpunkt der Übersetzung hatten erst knapp 1000 Personen unterschrieben. Und hier sind die Zahlen wichtig. Im Idealfall sammeln wir tausende von Unterschriften, die Medien und die IICSA zu einer Reaktion bewegen.Bitte teilt die Petition so weit wie ihr könnt, berichtet und bittet Eure Familien und Freunde um Unterstützung. Erklärt eindringlich die Bedeutung und Wichtigkeit dieser Untersuchung.

Ihr müsst nicht in der UK leben, um dies zu unterzeichnen. Unterschriften aus aller Welt sind akzeptabel. Dies zeigt der IISCA, dass die ganze Welt beobachtet, wie sie damit umgeht. Jede Stimme zählt. GEMEINSAM sind wir stark.

Man kann die IISCA auch direkt kontaktieren:

Mag ich nicht (6)

65 Kommentare zu “Unterstützt die Forderung nach einer Untersuchung der Zeugen Jehovas durch die IICSA

    1. Janus@Aufklärer

      "Aufklärer" kann nur einer sein, der Fakten überprüft und dadurch Aufklären kann statt Gerüchte zu streuen.

      Nach minimaler Suche: http://www.mimikama.at/allgemein/faktencheck-zu-paedophiler-priester/

      Dies zeigt mir eher, dass jemand lieber Lügen streut, als sich zu dem Thema Kindesmissbrauch und ZJ zu positionieren.

      Es grüßt

      Janus

    2. Markus1@Aufklärer

      Hallo Aufklärer,

      ja, es ist schon schlimm genug, was da so an Widerlichkeiten in den Kirchen passiert, aber damit möchtest du doch wohl sicher nicht von den Kindesmissbräuchen in den  Reihen der Zeugen Jehovas ablenken, oder etwa doch?

      Da ist es wohl eher angebracht erstmal vor der eigenen Haustür zu kehren, bevor auf andere mit dem Finger gezeigt wird. Die Kirchen haben schon mehrmals öffentlich den Kindesmissbrauch zugegeben... weshalb macht es nicht die WTG?

      Weshalb versucht sie diese ekelhafte Verbrechen weiterhin  zu leugnen?

      Markus1

      1. Edelmuth an Markus1

        Kindesmissbrauch bei den Zeugen Jehovas

        Älteste der Zeugen Jehovas verstehen sich als Geistliche, insbesondere durch die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie sind damit an die Schweigepflicht wie die Geistlichen anderer Kirchen gebunden.

        Sie dürfen ihre in Form von Geständnissen erlangten Kenntnisse nicht dafür nutzen, den Kinderschänder anzuzeigen oder gegen ihn auszusagen. Gibt er dennoch seine Informationen preis, können sie, weil sie zu Unrecht veröffentlicht wurden, gerichtliche nicht verwertet werden und der Älteste wird mit einer Anklage rechen müssen.

        Woher haben die Ältesten ihre Informationen?

        Sie beruhen überwiegend auf Geständnisse der Täter, die im Vertrauen auf die Schweigepflicht zu Gesprächen bereit waren.

        Warum geht ein geschändetes Kind zu den Ältesten und nicht zur Polizei?

        Die Kinderschänder stammen überwiegend aus dem familiären Umfeld. Dem Kind ist somit bewusst, dass der Papa, der Onkel oder wer auch immer aus der Familie dieses Verbrechen an den Kindern begangen hat, ins Gefängnis kommt. Zudem sieht sich das Kind mit Anfeindungen aus der Familie, die selber diese großen Schmerzen nicht ertragen musste, sondern nur ihren Image in Gefahr sieht, konfrontiert.

        Der Gang zu Ältesten ist ein Hilferuf des geschändeten Kindes mit der dringen Bitte diesen Missbrauch unverzüglich aufhören zu lassen und diese Angelegenheit in der Familie einvernehmlich zu regeln.

        Was tun?

        Zunächst müssten in Deutschland die Gesetze dahingehend geändert werden, dass die Geistlichen in diesen und anderen schwerwiegenden Fällen von ihrer Schweigepflicht entbunden werden, damit die Justiz tätig werden kann. Ist diese Gesetzesänderung erreicht, wird kein Kinderschänder mehr zu Gesprächen bereit sein.

        Jeder Täter hat ein umfassendes Aussageverweigerungsrecht von dem bereits Jesus Gebrauch machte. Ihm muss vor Gericht die Tat nachgewiesen werden, und wer 15 Jahre Bau mit anschließender Sicherungsverwahrung vor Augen hat, wird schweigen.

        Ede

        1. Markus

          Lieber Edelmuth

          Das stimmt so nicht

          Da Kindesmissbrauch in Deutschland und auch in Deutschsprachichen Ländern ein Offizaldelikt ist

          und Strafrechtlichen Relevanz hat ist es auch Priestern egal welcher Kirche oder Glaubensgemeinschaft nicht verboten dies bei den Behörden anzuzeigen.

          Bei den Kirchen wird es meistens so gehandhabt das dem Täter der das zb bei einer Beichte offenbart 48 hat,geraten wird sich bei der Polizei  freiwillig zu stellen.

          Wenn der Priester anonym eine Anzeige stellt oder einen Hinweis gibt passiert ihm gar nichts

          Das selbe kann man auch  von Ältesten erwarten,zumal auch bei Prozessen dem Hinweisgeber oder dem der die Sache anzeigt gewährleistet das seine Indentität vor Gericht gewahrt bleibt.

          Was Du uns da erzählst stimmt nicht

          1. Edelmuth an Markus

            Hallo Markus

            Wenn der Priester anonym eine Anzeige stellt oder einen Hinweis gibt passiert ihm gar nichts

            Wenn ein Priester verpflichtet ist Straftaten anzuzeigen, wird er keine anonyme Anzeige machen.

            Da Kindesmissbrauch in Deutschland und auch in Deutschsprachigen Ländern ein Offizialdelikt ist

            Mord auch! Was schlimmer ist, darüber lässt sich heftig streiten.

            Bei den Kirchen wird es meistens so gehandhabt das dem Täter der das zb bei einer Beichte offenbart hat, geraten wird sich bei der Polizei  freiwillig zu stellen.

            Das machen Ältest möglicherweise auch. Die Rückmeldungen sind aber sehr überschaubar, sowohl bei den Zeugen Jehovas wie auch bei anderen Kirchen.

            Ede

          2. Kirschblüte

            Hallo Markus,

            vielleicht informierst du dich hier nochmal, sagen wir mal in Form einer beruflichen Weiterbildung, über die Anzeigepflicht von Missbrauch.

            https://beauftragter-missbrauch.de/recht/strafrecht/verdachtsfall-und-anzeigepflicht/

            Ich habe gleich eine offizielle Seite genommen, damit du diese nicht in Frage stellen kannst.

            Hier nochmal einen Auszug:

            Zitat:

            "Die Kirchen sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Dieser Status verleiht ihnen jedoch keine besonderen Befugnisse oder Pflichten, die über die einer privaten Vereinigung hinausgehen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kirchen gelten deshalb bezüglich der Pflicht zur Anzeige von sexuellem Missbrauch dieselben Grundsätze wie für Privatpersonen: Sie sind nicht dazu verpflichtet, Straftaten anzuzeigen."

             

            Alles weitere im Link.

            Kirschblüte

          3. Kirschblüte

            Kirschblüte an Markus

            So, und nun noch für dich die Def. von Offizialdelikt:

            Ein Offizialdelikt ist in Deutschland eine Straftat, die die Staatsanwaltschaft von Amts wegen verfolgen muss. Dies betrifft in Deutschland alle Verbrechen sowie die meisten Vergehen.

             

             

             

            1. Markus

              Liebe Kirschblüte

              Dasselbe hatte ich in meinem Kommentar geschrieben,das es ein Offizaldelikt ist.

              Hier geht es um Kirchenvertreter sprich Priester die unter einem Schweigegebot stehen

              und wie das von Staatswegen gemacht wird

              Danke für Deine sehr gute Aufklärung

              An Dir ist eine gute Juristin verloren gegangen.

              Wäre besser gewesen als ZJ zu sein

              Hast Du mehr möglichkeiten

              danke nochnals

        2. ottonio

          Ach ja, unser Ede.

          Er weiss ganz genau, dass sich die Ältesten nicht auf das Beichtgeheimnis berufen können, weil sie sich genau genommen ja nicht daran halten. Das Beichtgeheimnis ist eine Sache zwischen dem Beichtenden und dem Beichtvater. Und der Älteste, dem eine Sünde gebeichtet wird, behält diese Sünde ja nicht für sich, sondern beruft eventuell ein Rechtskomittee ein, womit das Beichtgeheimnis bereits übertreten wird und ad absurdum geführt wurde.

          Zudem hat ein Geistlicher (also ein echter und nicht so ein Pseudo-Vergeistlichter wie es ein Ältester ist) sehr wohl das Recht, vom Kinderschänder Buße zu verlangen, wozu eine Selbstanzeige gehört, um als reuiger Sünder die Absolution erhalten zu dürfen (oder die Absolution kann verweigert werden).

          Ede sind diese Dinge bekannt, da sie ihm bereits dargelegt wurden. Aber er agiert als Advocatus Diaboli (in diesem Fall als Verteidiger der WTG).

           

          Pater Mertes, der Schreiber folgenden Kommentars (zu finden auf

          http://www.zeit.de/2017/34/beichtgeheimnis-aufhebung-kindesmissbrauch

              ) deckte Missbrauch am Canisius-Kolleg auf.

          +++++++++++++++++++++++++++++++++

          Die katholische Kirche nennt die Beichte ein "Sakrament". Damit drückt sie aus, dass der Vorgang des Schuldbekennens und der Vergebung im geschützten Vertrauensraum auch ein Vorgang zwischen Gott und Mensch ist, wenn er in diesem Glaubenszusammenhang vollzogen wird. Der Priester spricht mit dem Wort "Deine Sünden sind dir vergeben …" nicht sein eigenes Wort, sondern das Wort Christi aus. Damit ist keineswegs gesagt, dass dem Täter oder der Täterin Leistungen zur Aufarbeitung erspart bleiben, im Fall der Fälle selbstverständlich auch die notwendige strafrechtliche Aufarbeitung nicht. Der kirchliche Begriff dafür heißt Buße. Zur Buße gehört die Bereitschaft zur strafrechtlichen Aufarbeitung. Ein reuiger Sünder, der nicht zur Buße bereit ist, ist kein reuiger Sünder. Gerade deswegen ist es eine Perversion der Beichte, wenn man sich auf sie beruft, um im Fall der Fälle eine strafrechtliche Aufarbeitung zu umschiffen.

          Wer immer unter seelsorglichen, anwaltlichen, ärztlichen oder anderen Schweigepflichten steht, kann nicht vermeiden, dass er in ethische Dilemma-Situationen hineingerät. Das gehört zum Berufsrisiko. Das wird auch nicht dadurch verhindert, dass man verallgemeinernde Ausnahmetatbestände schafft, die die Schweigepflicht durchlöchern. Um es für mich als Seelsorger und katholischer Priester zu sagen: Im Falle eines Missbrauchstäters, der bei mir beichtete, befände ich mich als Beichtvater in einer Entscheidungssituation, die mir niemand abnehmen kann. Ich weiß ziemlich genau, welche Optionen mir statt des Bruchs des Beichtgeheimnisses blieben: Aufforderung zur Selbstanzeige, Verweigerung der Absolution et cetera. Im Falle eines schwerwiegenden ethischen Dilemmas wäre ich im Gewissen frei, je nach Einzelfall zu entscheiden. Entscheidungen in ethischen Dilemmata lassen keine verallgemeinerbaren Rückschlüsse zu, auch nicht auf verallgemeinerbare Ausnahmetatbestände. Schutz der Kinder hat grundsätzlich immer Vorrang vor dem Schutz der Institution, insbesondere dann, wenn Gefahr im Verzug ist. Das würde dann auch meine Bereitschaft als Beichtvater einschließen, die Konsequenzen meiner Entscheidung persönlich auf mich zu nehmen, wie auch immer sie ausfallen mag. Keine Verrechtlichung von Vertrauensräumen nimmt mir diese Last ab. Sie macht zugleich die Würde meines Berufes aus.

          +++++++++++++++++++++++++++++++++++++

          1. Edelmuth an Ottonio

            Ach ja, unser Otto

            Er weiss ganz genau, dass sich die Ältesten nicht auf das Beichtgeheimnis berufen können, weil sie sich genau genommen ja nicht daran halten. Das Beichtgeheimnis ist eine Sache zwischen dem Beichtenden und dem Beichtvater. Und der Älteste, dem eine Sünde gebeichtet wird, behält diese Sünde ja nicht für sich, sondern beruft eventuell ein Rechtskomittee ein, womit das Beichtgeheimnis bereits übertreten wird und ad absurdum geführt wurde.

            Versuch doch einmal die Organisation davon zu überzeugen. Wenn unter Geistlichen über das Geständnis eines Sünders gesprochen wird, werden sich diese Geistlichen aufgrund des Beichtgeheimnisses gegenüber Behörden nicht dazu äußern, und wenn der Kinderschänder nicht im Bau landen will, wird er auch seine Klappe halten. Anderenfalls hätte er sich den Gang zu den Ältesten ersparen und gleich zur Polizei gehen können.

            Dein Link bestätigt, dass das Beichtgeheimnis auch im Falle von Kindesmissbrauch nicht nur in der katholischen Kirche besteht. Es wird juristisch schwierig werden die Ältesten davon auszuschließen,

            Ede
            👎

            1. ottonio

              ich stimme dir in diesem Fall zu, dass die Justiz es den Religionsgemeinschaften zu leicht macht, sich auf die Seite der Täter zu stellen. Seitens der WTG jedoch besteht keine Pflicht, sich auf ein Beichtgeheimnis zu berufen. Der Staat kann eine Religionsgemeinschaft nicht dazu zu verpflichten, das Beichtgeheimnis anzuwenden. Wieso die WTG gerade in diesem Fall erpicht ist, es den "falschen Religionen" gleichzutun? Wer weiss.

              Wie wäre es denn mit einer klärenden Leserfrage oder Studienartikel-Absatz im Wachtturm?

              Ungefähr so: "Kindsmissbrauch sollte direkt den gesetzlichen Behörden wie der Polizei, und nicht den Ältesten, gemeldet werden, da es sich um ein Verbrechen und nicht um eine moralische Angelegenheit handelt." Dann weiss jeder Bescheid und es gibt keine Unklarheiten, und die Versammlung hat von Anfang an nichts mit der Sache zu tun.

              Meistens meldet sich doch das Opfer bei den Ältesten, und nicht der Täter.

              Und die meisten Taten sind erfolgt, bevor die WTG eine "Kirche" wurde, also daher auch kein "Beichtgeheimnis".

               

               

              1. Edelmuth an Ottonio

                Hä?

                Der Staat kann eine Religionsgemeinschaft nicht dazu zu verpflichten, das Beichtgeheimnis anzuwenden. Wieso die WTG gerade in diesem Fall erpicht ist, es den "falschen Religionen" gleichzutun? Wer weiss.

                Warum sollten die Ältesten auf die Anwendung des Beichtgeheimnisses verzichten, während katholische Geistliche davon Gebrauch machen und ihre Kirche und den geistlichen Täter schützen?

                Der hinter deiner Studienfrage stehend Wunsch mag edel sein, doch wenn Ältest jeden Kindesmissbrauch zur Anzeige bringen müssten, was hinsichtlich des Schutzes der Kinder eine Möglichkeit wäre, wirst du niemanden finden, der den Missbrauch von Kindern bei den Ältesten bekennt. Die Organisation wird's freuen, denn sie kann nun sagen, dass es in ihren Reihen keine Kinderschänder gibt.

                Was ist aber mit den geschändeten Kindern und ihrem unerträglichen Leid?

                Ede

                1. Fox

                  Guten Abend,

                  merkwürdige Weisheiten: Frage: Warum vergleicht sich die WTG bei möglichen Vorteilen - wie (scheinbar) beim Beichtgeheimnis hinter der ach so falschen Religion der katholischen Kirche? Und wie wäre es, Jesu Lehre anzuwenden, so wie dieser verhieß "und die Wahrheit wird euch frei machen"? Dann würde sich die Frage nach Kindesmissbrauch, Ehevergewaltigung, Ehebruch und ähnlichem glatt erledigt haben! Einfach so - ohne Staatsanwaltschaft und Gericht, nur aufgrund von Nächstenliebe. Wo das nicht angewendet wird ist ohnehin religiöse Pest angesagt, egal, wieviel "Wahrheit" verkündet wird, egal, wieviel Predigtdienst zur Vermeidung von Blutschuld verlangt wird, weil Milliarden Liter Blut an den Händen der Mitglieder klebt. Ganz einfach, oder?

            2. Ernst

              Edelmuth,

              "Es wird juristisch schwierig werden die Ältesten davon auszuschließen,"

              Mach Dir keine Sorgen, ich/wir scheuen keine juristischen Schwierigkeiten! Im Gegenteil, die motivieren uns und nehmen wir als Herausforderung gerne an.

              Lg

        3. Markus1@Edelmuth

          Hallo Edelmuth,

          wenn ich diesen Kommentar so von dir lese, weiss ich gar nicht, wo ich mit  meiner Antwort am besten anfange... Du schreibst, dass Älteste der Schweigepflicht unterliegen und dass geschändete Kinder im allgemeinen sowieso nicht zur Polizei gehen, weil sie damit ihre Peiniger, die oft aus dem direkten Umfeld des Kindes kommen,  bei einer Verurteiliung für sehr viele Jahre ins Gefängnis bringen.

          Also mit anderen Worten: Pech für das ohnehin schon schwer traumatisierte Kind... Tja, dann kann man wohl nichts machen und die Täter können sich weiterhin an kleine, unschuldige Kinder vergehen.

          Nein, nein - ganz so ist es zum Glück ja nun auch wieder nicht. Den Missbrauch kann man bedauerlicherweise nicht ungeschehen machen, aber von wegen Älteste und Schweigepflicht. Selbst wenn Älteste seit der Anerkennung der KdöR einer Schweigepflicht unterliegen, was ich jedoch nicht nachvollziehen kann, weil es hier um eine besondere Schwere des Verbrechens geht, so möchte ich mal daran erinnern, dass die meisten Verbrechen bereits vor dieser Anerkennung geschehen sind. Also dein vorgebrachtes Argument mit der Schweigepflicht möchte ich mal ganz dick durchstreichen.

          Was ich jedoch genauso haarsträubend finde ist, dass geschändete Kinder noch nicht einmal von Ältesten dazu angehalten werden, sich in solcher Situation mit einer Anzeige an die Polizei zu wenden. Dabei sollte es auch so ziemlich egal sein, ob der Missetäter aus dem näheren Umfeld kommt oder jemand anders ist. Das Kind hat sich in so einem Fall selbst keinerlei Vorwürfe zu machen und sollte auch von den Erwachsenen/Eltern darin bestärkt werden.

          LG Markus1

          1. Edelmuth an Markus1

            Nein, Markus

            Da verstehst du mich völlig falsch.

            Also mit anderen Worten: Pech für das ohnehin schon schwer traumatisierte Kind... Tja, dann kann man wohl nichts machen und die Täter können sich weiterhin an kleine, unschuldige Kinder vergehen.

            Stell dir einmal vor, du hättest von einem Kindesmissbrauch Kenntnis bekommen und wärst zur Polizei gegangen, um dem Kind zu helfen.

            In Kenntnis der Folgen für den Kinderschänder aus der eigenen Familie streitet das Kind einen Missbrauch ab.

            Was nun?

            Ede

            1. Markus1@Edelmuth

              Hallo Edelmuth,

              kein fürsorglicher Erwachsener würde das Kind allein zur Polizei gehen lassen, sondern man würde es  selbstverständlich dabei begleiten.

              Dann lese ich bei dir zum zweiten mal den Satz über "die Folgen des Kinderschänders" - Es geht dabei ganz einfach nicht um seine Folgen, sondern in erster Linie, um das Wohl des Kindes.

              Sollte das Kind sich selbst entschieden dagegen streuben, diese Tat bei der Polizei anzuzeigen, dann kann man es nicht ändern. Aber aller Wahrscheinlichkeit nach ist dem Kind vorher sehr in sein Gewissen geredet worden und es wurde ihm von einer Anzeige abgeraten.

              Genau das sollte nicht sein.

              LG Markus1

              1. Edelmuth an Markus1

                Stimmt, Markus

                Sollte das Kind sich selbst entschieden dagegen streuben, diese Tat bei der Polizei anzuzeigen, dann kann man es nicht ändern. Aber aller Wahrscheinlichkeit nach ist dem Kind vorher sehr in sein Gewissen geredet worden und es wurde ihm von einer Anzeige abgeraten.

                Genau das sollte nicht sein.

                Die Eltern begleiten nicht nur das Kind zu Polizei, sie müssen auch bei der Vernehmung ihres Kindes dabei sein. Von ihrer Zustimmung hängt auch eine ärztliche Untersuchung ab, um einen Missbrauch nachweisen zu können. Wenn man davon ausgeht, dass die Täter meistens im engsten Familienkreis zu vermuten sind und die Eltern oft kein Interesse an der Diskreditierung der eigenen Familie haben, kannst dir vorstellen, wie schwer es ein geschändetes Kind hat sich gegen die eigenen Eltern durchzusetzen. Was anschließend auf das Kind zukommt ist oft noch schlimmer, denn sie fühlen sich schuldig.

                Ede

                1. Fox

                  Guten Abend Ede,

                  entschuldige, das ist nicht richtig! Steht der Verdacht eines Kindesmissbrauchs im Raum und die Eltern verweigern eine ärztliche Untersuchung und/oder sonstige Mitwirkung ist innerhalb kürzester Zeit die ärztliche Einwilligung durch einen vom Gericht benannten Verfahrenspfleger zu ersetzen.

                  Schade dass gerade bei dieser Thematik Unwissenheit und Verworrenheit gepflegt und gestriegelt wird, dass jeder Haushund neidisch werden könnte. Und das trifft dich am Wenigsten, aber gerade die juristische Schiene soll doch hier so hochgehalten werden und das Heil der Exzeugen wird scheinbar neuerdings in der staatlichen Gewalt gesucht. Ist auch eine Form christlicher Hurerei.

                2. Fox

                  Guten Tag Ede,

                  erst einmal: es war kein Antwortbutton mehr da, was ich in der Regel begrüße, da ab einem gewissen Punkt das Thema erledigt sein sollte. Hier ist die berühmte Ausnahme von der Regel:

                  Im Fall des sexuellen Missbrauchs von Kindern, welches als Verbrechen und nicht als Vergehen nach dem StGB geahndet wird ist die Sache noch viel einfacher. Denn das Kind, egal in welchem Alter (wobei die Definition bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres gilt) kann sich an irgendeinen Erwachsenen wenden, also Lehrer, Kinderbetreuer, etc. wie auch immer. In diesem Moment nimmt der behördliche Werdegang seinen Lauf, das wird "Ermittlungsverfahren" genannt. Bereits in der 1. Einvernahme des Kindes wird durch (hoffentlich geeignete) Personen hinterfragt, warum sich das Kind an die entsprechenden Erwachsenen gewandt hat, z. B., die Eltern glauben ihm nicht, das Kind fühlt sich nicht beschützt oder ähnliches. Obwohl in unserem Staat wie in allen Staaten dieser Erde vieles verkehrt läuft und gerade diese Thematik immer mehr zu einer modernen Hexenjagd verkommt anstatt einer zum Wohl des Kindes/Heranwachsenden, aber auch zum Bewahren gesellschaftlicher Normen, verfügen doch viele Behörden über gut ausgebildetes Personal. Wo Unsicherheit besteht wird oft auch ein Berater eines Jugendamtes oder spezielle Psychologen hinzugezogen. Offenbaren sich Unstimmigkeiten oder berechtigte Zweifel wird das Kind ohnehin in therapeutische Obhut gegeben, denn es kann auch durchaus vorkommen, dass das Kind zwar mit der sexuellen Handlung nicht einverstanden ist, aber aus persönlichen Bindungen heraus nicht möchte, dass der Täter oder die Täterin für Jahre (für das Kind: für immer) ins Gefängnis geht und diese Option für das Kind nicht weniger psychologischen Stress und krank machende Schuldgefühle bedeutet als die eigentliche unerlaubte Handlung. Und das bedarf einer sorgsamen Klärung, wobei sich dann auch herausschält, ob und wenn ja, warum das Kind eine möglicherweise unrechte Schuldzuweisung von sich gegeben hat.

                  Die Mittel und Möglichkeiten sind also vorhanden. Was mich wirklich anwidert ist die Tatsache, dass man sich damit auseinandersetzen muss, weil die "christliche Reinheit" nicht mehr wert ist als ein gebrauchter Putzlappen, die angeblich biblischen Erfordernisse bestenfalls dazu erziehen, die Schöpfer zu hassen, die zwar den Menschen in seinem Bilde erschaffen haben, aber die natürlichsten, hormonell bedingten Reaktionen und Gedanken verteufeln. Soll ein solcher Gott anbetungswürdig sein? Allein dies verbietet die Gefolgschaft in einer Organisation, die nichts anderes als gedanklichen Missbrauch der Bibel produziert um sich an ihren Opfern, nämlich den Mitgliedern, zu bereichern. Das ist eine Form der Zuhälterei! Vor Jahren beschrieb ich schon die Sache mit dem "blauen Hund", das aufmerksam machen eines Schildes mit einem blauen Hund, an den man nicht denken soll, wenn man an einer Wiese vorbeigeht, wo dieses Schild steht. Natürlich denkt man ständig an diese Wiese und den blauen Hund! Und nichts anderes geschieht in den Versammlungen, wenn Woche für Woche, Jahr für Jahr darauf verwiesen hat, wie böse und sexistisch diese Welt ausgerichtet ist und Jehova alles verboten hat außer Missionarstellung im Ehebett. Ein Kind wird von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr ca. 4.200 mal mit dieser verqueren, auf sexuellem Gebiet völlig entarteten Denkweise konfrontiert bei Eltern, die es in die Zusammenkünfte mitnehmen und das WTG-Leben für sich nacheifern und soll dann noch richtig ticken? Wie soll das denn gehen?

                  Also um deine Frage zu beantworten: Ja, es geht sehr einfach auf dem Behördenweg.

              2. Fox

                Guten Abend Markus1,

                was um alles in dieser Welt schreibst du denn da??? Ein Kind ist nach Auslegung des Gesetzes eine Person bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres. Eine polizeiliche Vernehmung ist eine Dokumentation mit der Notwendigkeit von Einwilligungserklärungen. Bei Straftaten in diesem Bereich kann sich ein Kind an jeden Erwachsenen wenden, ein jeder Erwachsene, welcher nicht verwandt ist, z. B. Lehrer, sind verpflichtet, jeden Verdacht zur Anzeige zu bringen, da es sich dabei um ein Offizialdelikt handelt. Wie ich Ede gerade mitteilte wird dem Kind im Fall der Verweigerung des Erziehungsberechtigten ein Verfahrenspfleger zugesprochen, der die Interessen des Kindes vor Gericht zu vertreten hat.

                Aber für die allzu Verfolgungsinteressierten hier: Erst am 17. Juli 2017 wurde das Ehefähigkeitsgesetz (§1303 BGB) geändert. Bis dahin wurden 361 den Behörden bekannte Kinderehen in Deutschland geduldet, d. h. Ehen, die mit Kindern unter 14 Jahren geschlossen worden waren. Sollten die damaligen Kinder nun das 16. Lebensjahr erreicht haben, greift die Übergangsregelung nach §44 EGBGB. Die Statistik von aktionkind e.V. sagt für 2015: sexuelle Übergriffe: 13.760; Kindesmisshandlung: 30.000 angezeigte Fälle, vermutete Dunkelziffer: 500.000; Todesopfer aus Kindesmisshandlungen: 130 und damit gegenüber 2014 mit 208 Fällen erhöht! Sorry, ich habe hier noch keine einzige Stimme gehört, die sich jetzt aktiv dafür ausgesprochen hätte, Elternwerden zu verbieten, zumal dieses weder einen Grundkurs wie bei einer Einbürgerung noch eine Art Führerschein erfordert. Und gerade wir weiblichen Ex- oder Nochzeuginnen haben jede Menge Anteil daran, dass sich die Organisation Jehovas Zeugen so entwickelt hat wie sie jetzt ist! Denn wir haben diesen Warwicker Seniorenlüstlingen ihr "geistiges Kanonenfutter" doch erst geliefert, während die "Brüder" und Ehemänner sich stets vorhalten mussten, nie genügen zu können, nicht ihr Äußerstes zu tun, sich noch mehr zu engagieren, der Familie noch besser vorzustehen, wobei eine fundierte Ausbildung möglichst nicht sein soll, so dass für einen Mindestlebensstandart ein 8-Stunden-Tag nicht ausreicht, wobei die Kündigung für Arbeiter im unteren Ausbildungssegment unvergleichlich hoch ist. Und wir Weiber begnügten uns doch damit, duldsam jede Idiotie mit weißen Tüchern winkend zu unterstützen! Nee, also unschuldig ist kein einziger von uns!

                Um es klar und deutlich zu sagen: Jeder Missbrauch ist einer zuviel! Aber m. E. gehört die hier feststellbare Verfolgungssucht in die Kategorie "Wer von euch ohne Sünde ist..." Wir brauchen mit dieser Einstellung jedenfalls nicht darum zu beten, dass uns unsere Sünden vergeben werden sollen, denn es fehlt ja umgekehrt jede Bereitschaft zur Vergebung, zur Opferhilfe, etc. wobei ich es für ein dem Missbrauch vergleichbares Verbrechen halte, Menschen über Jahre und Jahrzehnte in einer Opferrolle festzuhalten. Verdienen tun daran die Psychologen, die wahren Machtinhaber in unserem Land! Und weiterhin sollte nicht verkannt werden, dass die Pubertät in den vergangenen Jahrzehnten deutlich nach vorn verlegt wurde. Eine Studie von James Tanner weist eine Vorverlegung zwischen 1830 und 1960 ca. alle 10 Monate um 4-5 Monate. Nach kurzer Stagnation wies das BZgA in einer 2006 veröffentlichten Untersuchung von 1981-1994 diesen Trend ebenfalls nach. Und wo wird dem Rechnung getragen? Ist es denn nicht mindestens genauso viel Missbrauch, wenn Eltern erbärmlich leibesfeindlicher Ideologien zulassen, dass ihre Kinder stets mit Verboten und sinnfreien Vorschriften belastet werden, die zudem nichts mit der Bibel zu tun haben? Wird da nicht Gott selbst vergewaltigt?

                Nochmal: Nicht eine einzige Gewalttat einem Kind gegenüber kann irgendwo eine Legitimation erfahren! In überhaupt gar keiner Form.  Aber unsere Scheinheiligkeit auch nicht!

                1. Edelmuth an Fox

                  Guten Abend Fox

                  Mal nicht so hastig.

                  Wie ich Ede gerade mitteilte wird dem Kind im Fall der Verweigerung des Erziehungsberechtigten ein Verfahrenspfleger zugesprochen, der die Interessen des Kindes vor Gericht zu vertreten hat.

                  Dies erfordert einen richterlichen Beschluss, und der wird vorher prüfen, wie wahrscheinlich der Nachweis eines Kindesmissbrauches durch eine Untersuchung ist. Hat das strafunmündige Kind falsche Angaben gemacht oder ist für den Nachweis zu viel Zeit vergangen oder ist der Nachweis nicht eindeutig, weil andere Ursachen für erkennbare Spuren in Frage kommen, wird der Richter sich hüten einen Beschluss auszustellen.

                  Es wäre so einfach, wenn du recht hättest.

                  Ede

                2. Markus1@Fox

                  Hallo Fox,

                  Dein Zitat: "Was in alller Welt schreibst du denn da?"

                  Was genau meinst du denn damit?

                  Kann ich momentan nicht nachvollziehen.

                  LG Markus1

                3. Fox

                  Guten Abend Markus1,

                  du kannst nicht nachvollziehen, weshalb ich nachfrage, was um alles in der Welt du schreibst? Ich meine dies hier: "Sollte das Kind sich selbst entschieden dagegen streuben, diese Tat bei der Polizei anzuzeigen, dann kann man es nicht ändern. Aber aller Wahrscheinlichkeit nach ist dem Kind vorher sehr in sein Gewissen geredet worden und es wurde ihm von einer Anzeige abgeraten."
                  Es bedarf nicht des Kindes Willen, ob Ermittlungen aufgenommen werden oder nicht.  Das ist WTG-Auslegung zur Schaffung von Schuldgefühlen. Es liegt immer bei den Erwachsenen - und zwar bei ALLEN Erwachsenen! Wer von einem Missbrauch Kenntnis hat oder einen berechtigten Anfangsverdacht und es beim Schweigen belässt macht sich schuldig! Da gibt es auch keinerlei Ausreden von wegen "nicht verwandt" oder "ich war ja nicht dabei", "das ist Sache der Erziehungsberechtigten/Familie" oder ähnliches!

                  Was aber ebenso Sache ALLER Erwachsenen ist: Kindern und Heranwachsenden stets zu versichern, wie wertvoll sie in Gottes Augen sind. Bitte begib dich gedanklich mit mir in das Leben Jesu. Wir nehmen während des Mähens eine kleine Mahlzeit am Fuß des Berges ein, vor uns die Wiese, auf der bereits gemähten Fläche spielende Kinder. Ein paar Meter neben uns der Prediger Jesus mit seinen Männern. Wir hören deren Frage, wer von ihnen der Größte im Reich der Himmel sei und beneiden sie, dass sie kein anderes Problem haben, während wir müde unser Brot essen. Und dieser Jesus bittet die Kinder heran, stellt eines in diese Runde und erwartet allen Ernstes von diesen Männern, ethisch-emotional wie dieses Kind zu werden! (Matth. 18:3)  Wie viele Stunden Predigtdienst hatte dieses jüdische Kind bereits hinter sich? Wie viele Vorbereitungen für ein WT-Studium, Predigtdienst- und Familienstudium....? Dieses mit anderen Kindern (ohne Eltern!!!!) spielende Kind war in den Augen des Sohnes Gottes Lebenselexier für erwachsene Männer, ein Beispiel, an dem sie sich orientieren sollten! Nicht umgekehrt! Und jetzt frage ich dich: Hat Jesus jemals gesagt, dass Kinder und Heranwachsende sich erst einmal "organisatorisch" bewähren müssten um einen Anspruch auf Respekt und Würde zu bekommen? Ändert sich der Wert eines Menschen bei Gott mit Einsetzen der ersten Periode oder des ersten Samenergusses? Nein? Warum sieht sich die Org dann genötigt, alle Frauen potentiell als Verführerinnen und Ehebrecherinnen darzustellen, alle Männer dagegen als sexuell unberechenbare und durch nichts zu bremsende Rockjäger darzustellen? Lesen wir mal, welchen Wert Jesus den Kleinen beigemessen hat im gleichen Kapitel, V. 5,6: " Und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf. 6 Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Anstoß [zur Sünde] gibt, für den wäre es besser, dass ein großer Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde."

                  Schauen wir uns doch das Gespräch zwischen Manoach, seiner Frau und dem Engel an. Der Frau wurde gesagt, sie solle sich gewisser Dinge enthalten, hatte allesamt nichts mit Sexualität zu tun. Als Manoach mit dem zurückgekehrten Engel sprach fragte er ausdrücklich nach der für den künftigen Knaben geltenden Lebensordnung. Und da war nicht ein einziges Wort über irgendeine sexuelle Enthaltsamkeit! Nichts dergleichen. Glaubst du, glaubt irgendjemand, wenn das so elementar wäre, dass der Engel darüber nichts gesagt hätte, wo es doch um die Enthaltsamkeit von unreinen Dingen ging? Als Jesus uns anwies "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" hat er Kinder und Heranwachsende nicht ausgenommen und er formulierte für sie keinen Sonderstatus. Aber in der WTG werden Kinder ermahnt, nicht durch Haut zeigen die sexuellen Verirrungen von Soziopathen zu wecken um nicht mitschuldig zu werden an deren verquerem Denken! Womit die nächste Generation Soziopathen besonders intensiv herangezüchtet wird. Sich von solch kranken Doktrinen zu befreien ist die Pflicht eines jeden Erwachsenen, es ist die Pflicht eines jeden Erwachsenen, sein Kind zu schützen vor dieser Infektion der Lebensunfähigkeit, es nicht als Eigentum zu betrachten, sondern seinen Platz in der Gesellschaft finden zu können. Die WTG verdreht die Worte Jesu, indem sie nicht die kindliche Sicht der sozialen und ethischen Gleichheit lernen, die Unbedarftheit, den kindlichen Willen, zuerst das Gute in einem Anderen vorauszusetzen nachahmen, die Freundschaft untereinander zu pflegen, etc. Sie kehren es um und erwarten von Kindern und Heranwachsenden, so idiotisch und geistig träge zu sein wie sie selbst, keinerlei natürliche Neugier mehr haben zu wollen auf das Unbekannte, sich selbst zu lieben und für sich selbst etwas zu tun, etc. Und damit widerstehen sie Gott ins Angesicht!

                  Unsere Verantwortung endet nicht in der Verfolgung von Tätern, sondern hat  in der Liebe zu Kindern, der Bereitschaft, ihnen emotional gleich zu werden zu beginnen. Aber wegen uns "geistig Reifen" gehört leider Teil 1 auch zu unserer Verantwortlichkeit.

                4. Markus1@Fox

                  Hallo Fox,

                  ich hatte dir bereits gestern auf deine letzte Mail geantwortet.

                  Bruderinfo hat meinen Kommentar wahrscheinlich deshalb nicht freigeschaltet, weil das Thema "Kindesmissbrauch" hier schon sehr oft behandelt wurde.

                  Deshalb biete ich dir für einen weiteren Austausch über dieses Thema meine e-mail-adresse an: strauch018@gmail.com

                  Ich hätte dir noch einiges  zum Thema zu schreiben.

                  LG Markus1

                   

                   

    3. pit an Aufklärer

      Lieber Aufklärer,

      http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/falschmeldung-uber-missbrauchs-priester

      Friede pit

      👍🤔

  1. Guten morgen,

    Gerade lese ich in den News : "Papst bittet Missbrauchsopfer um Vergebung".

    Daniel Pittet, ehemaliger Schützling eines katholischen Geistlichen  veröffentlicht mit Unterstützung des Papstes  ein Buch über seine Geschichte.  Der Papst habe ihn nach einem Treffen bei dem er ihm seine Geschichte erzählte dazu ermutigt dies in einem Buch zu verarbeiten und zu veröffentlichen.

    Man stelle sich mal vor, eines dieser missbrauchsofern bei  Z.J. Würde ein Gespräch mit der LK haben und die würden den betreffenden ermuntern darüber ein Buch zu schreiben,  damit alle davon erfahren und weitere opfer ermutigt werden.  Uns somit auch die Täter bloßgestellt würden.

    Undenkbar. So was würden die LK niemals machen. Fehler zugeben. Verständnis für Opfer zeigen. Ihre Schäfchen ermutigen so ein Buch zu lesen und auch noch zu glauben was derjenige schreibt.

    Ich möchte hier nicht die katholische Kirche in ein positives Licht rücken,  aber von diesem Oberhaupt können die in warwick noch was lernen.

    Einfach Google entweder "Daniel Pittet" oder " Papst bittet Missbrauchsofern um Vergebung ".

    Dorkas

  2. Olivia

    @ LuRa

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag und ein weiterhin gerades Rückgrat. Das hier ist der Thread, der auf die Petition führt, damit eine Untersuchung eingeleitet wird, wie JW.org mit der Missbrauchsproblematik umgeht. Hier werden kleine Leute im Regen stehen gelassen. Hier: https://secure.avaaz.org/en/petition/Professer_Alexis_Jay_Prof_Alexis_Jay_Investigate_the_Jehovahs_Witnesses/?aDpyjmb

    @ Ede

    Geh' das Eis essen, auf das Caleb und Sophia verzichten.

    1.  
      Schalom mit Euch alle, liebe Bruderschaft.
       
      Ich war von 1981 bis 2012 bei ZJ.ORG. und dann auf Grund, dass ich viele fragen gestellt habe und über Jesus/Jeschua mit Menschen gesprochen habe, und dass sie selber Bibel-Gottes Wort lesen sollten war ich ermahnt und dann nach meinem schreiben ausgeschlossen. So wie Jesus angekündigt hat in
       
      Mt 24,9 Dann werden sie euch der Bedrängnis überantworten und euch töten. Und ihr werdet gehasst werden um meines Namens willen von allen Völkern.
       
      Lk 21,12 Aber vor diesem allen werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und werden euch überantworten den Synagogen und Gefängnissen und euch vor Könige und Statthalter führen um meines Namens willen.
       

      Lk 21,17 Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen.

      Viellicht wollte SUMMER sagen, dass diejenigen welcher absichtlich/bewusst Ehefrauen wechseln, sind auch die gleiche Art, welche Kindermissbrauch praktizieren, und sind von ZJ.ORG geschützt weil sie gebraucht werden. Bestraft sind die betroffene opfer, welche keine 2-ei zeugen dabei haben.
       
      Die ZJ.ORG ist meine Meinung nach, genau heuchlerisch wie Jesus/Jeschua über Schriftgelehrten und Pharisäer gesagt hat in Matthäus 23:27-28 (EU). Sie wollten alle umbringen/ausschließen, die welche Jesus/Jeschua Nachfolgen geworden sind.
       
      Joh 1,43 Am nächsten Tag wollte Jesus nach Galiläa ziehen und findet Philippus und spricht zu ihm: Folge mir nach!
       

      Joh 10,27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir;

       

      Joh 12,26 Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.

       
      Mit Gebet um Hilfe müssen wir das Kindermissbrauch Stoppen.
       
      Schalom/Friede mit Euch alle.
       
      Amen.
       

  3. Olivia

    Eine Bitte an die Moderatoren: Verschiebt das von Summer eingebrachte Thema, es hat bei einer wichtigen, weltweiten Unterschriftenaktion nichts zu suchen. Bei Edelmuth weiß ich seit Jahren nicht, wo er steht, nun weiß ich es - er ist ein Theoretiker, kein Mann der Tat und shreddet fleißig mit.

    Schämt Euch alle, die Ihr auf Summers Zug aufspringt. Ihr unterwandert die Petition und schlagt damit Betroffenen offen ins Gesicht. Pfui.

     

    1. Edelmuth an Olivia

      Hallo Olivia

      Vielleicht erklärst du uns einmal, um welche Petition es sich handelt und was Summer damit zu tun hat.

      In Summer sehe ich eine Person, die dringend Hilfe sucht und da geht es mit kilometerweit am Rücken vorbei, ob Summer mit ihrem Hilferuf deiner Meinung nach das Thema verwässert.

      Wo ich stehe, fragst du? Natürlich mit beide Beinen auf dem Boden der Tatsachen

      Ede

    2. LuRa

      Hallo Olivia,

       

      du bist eine der wenigen die den Braten gerochen hat, oder anders gesagt die eine "Sehende" unter den "Halbblinden" ist. Die WTG hat ihre Schergen zum "Dummpulver" streuen an den Start geschickt. Summer/Edelmuth wollen das diese Verbrechen unter den Tischen fallen oder zumindest so wenig wie möglich Schaden anrichten. Wenn Edelmuth fragt, um welche Petition es sich handelt, ist er entweder in tiefster geistiger Finsternis oder eben kleverer WTG-Verfächert. Es geht hier um Kinder, ich muss es nochmals wiederholen, und da sollte jeder mitmachen um diese Verbrecher anzuklagen. Wer denkt, dass das alles Zufall ist, der hat wirklich noch die rosa rote Brille auf. Es geht nur um Macht und Geld, wobei die Menschen völlig egal sind, selbst Kinder die unseren Schutz brauchen.

      Olivia danke für deine Klarsicht und schönes restwochenende.

      Gruß LuRa

      1. Edelmuth an LuRa

        Hallo LuRa

        Von welchem Verbrechen sprichst du? Welche Kinder meinst du? Menschen im heiratsfähigen Alter sind keine Kinder mehr.

        Vielleicht klärt mich mal jemand auf!

        Ede

        1. FDS

          Mensch Ede

          Lies den obigen Artikel doch auch mal durch. Gaaanz langsam lesen.

          Dann überlegen und wenn es sein muss, nochmal lesen !

          Lg Frank

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