Der Kampf gegen das Verlassensein

Gedanken zum Psalm 119: 

Sad youg man sitting on the floor cryingEin berühmter Roman von Joseph Roth endet mit dem Satz: “So allein wie er, war niemand auf der Welt.” Der Held dieses Romans steht für den modernen Menschen, der mit dem Verlust Gottes alles verloren hat! Das ist die Tragik des modernen Menschen. Das ist der Mensch, der unter einem leeren Himmel auf sich selbst gestellt leben muss. Das ist der Mensch, der sich selbst überlassen ist. Diese Tragik ist dem Menschen aber schon seit Beginn bekannt. Sie ist nur in der Neuzeit so richtig in das Bewusstsein eingedrungen. Sie ist mit einer Radikalität eingedrungen, die ganze Generationen erlebt haben. Eine Erzählung von Friedrich Sieburg schließt mit der Feststellung des schwedischen Königs: “Ihr lieben Herren! Wir sind am Ziel, wir sind am Ende!”

Was kann man dagegen tun? Wie hält man das Leben aus auf einer treibenden Eisscholle unter einem Himmel, der keinen Trost verheißt, weil er für den modernen Menschen leer (d. h. ohne Gott) ist? In der Geschichte gibt es im Gegensatz dazu viele Menschen, die Gott für sich gefunden haben, aber sie mussten um die Nähe zu Gott kämpfen. Ein berührendes Beispiel ist der Schreiber des 119. Psalms.

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