Fixnews Missbrauch bei Zeugen Jehovas vor Gericht

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In der Glaubensgemeinschaft in Greifswald sollen mindestens zwei Jungen genötigt worden sein.

Das Amtsgericht Greifswald verurteilte am Dienstag einen 53-jährigen Mann wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Bewährungsstrafe.Missbrauch-bei-Zeugen-Jehovas-vor-Gericht_pdaArticleWide

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Missbrauchsprozess vor dem Amtsgericht Greifswald: Ein heute 53 Jahre alter Mann aus der Hansestadt soll sich im Jahr 2005 während religiöser Zeremonien im Greifswalder Königreichssaal der Zeugen Jehovas an zwei Kindern, beides Jungen, vergangen haben. Einer der Jungen war zum Tatzeitpunkt zwölf Jahre alt, ihn soll der Angeklagte zweimal missbraucht haben. Der andere Junge war 2005 älter als 14 Jahre, aber noch nicht volljährig. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund, Martin Cloppenburg, bestätigte die Anklage. Der Prozess beginnt am Dienstag. Angesetzt ist ein Verhandlungstag.

Nach OZ-Informationen soll es neben diesem einen Fall noch weitaus mehr Missbrauchsfälle bei den Zeugen Jehovas gegeben haben. Die Rede ist von mindestens 20 Übergriffen. Allerdings haben sich bis auf die beiden jungen Männer, die heute Anfang und Mitte 20 sind, keines der Opfer zu einer Aussage und Anzeige durchringen können.

Kenner der Vorgänge bei den Zeugen Jehovas sprechen von Einschüchterung der Opfer oder möglicher Zeugen, sollten sie bei Gericht aussagen. „Kindesmissbrauch muss hart bestraft werden, denn in unserer Bibel steht, dass wir unsere Kinder schützen und auf sich achten müssen“, sagten Mitglieder der Religionsgemeinschaft gegenüber der OZ.

Das Amtsgericht Greifswald verurteilte am Dienstag einen 53-jährigen Mann wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre. Außerdem muss der Greifswalder 900 Euro Geldstrafe an den Kinderschutzbund zahlen.

Die Höhe der Geldstrafe entspricht einem derzeitigen Monatsgehalt des Mannes. Das Urteil ist rechtskräftig. Der Angeklagte hatte bereits kurz nach Prozessbeginn den zweimaligen sexuellen Missbrauch zugegeben und so den beiden Opfern die Aussage vor Gericht erspart.

Der Mann war angeklagt, sich im September und im Dezember 2005 als Mitglied der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas im Königreichsaal in Greifswald an zwei minderjährigere Jungen während religiöser Zusammenkünfte vergangen zu haben (die OZ berichtete). Wie Richter Andreas Hennig als Sprecher des Amtsgerichtes Greifswald gegenüber der OZ betonte, sei beim Strafmaß berücksichtigt worden, dass der Mann vorher noch nie straffällig geworden sei.

Von Cornelia Meerkatz

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Haltet den Dieb!

 

Liebe Brüder,

wer die englische Sprache beherrscht und bereit ist, die 3-stündige, 9-teilige Videoserie betreffs der Anhörung des Kindesmissbrauchsskandals unter Jehovas Zeugen durch die Royal Commission in Australien anzuhören, die letzten Montag stattgefunden hat, wird erschüttert sein über die Fakten, die jetzt ans Licht gekommenen sind. https://www.youtube.com/watch?v=zl4fOBrOcC8

Selbst dem, der schon einiges auf diesem Gebiet gewohnt ist, wird es den Atem verschlagen, was da ans Licht kommt. Obgleich mir vieles aus meiner eigenen traurigen Geschichte in Verbindung mit der WTG vertraut ist, muss ich feststellen, dass die Dinge bezüglich der Vertuschungstaktik in Sachen Kindesmissbrauch innerhalb der WTG wirklich noch schlimmer sind, als man es sich hätte ausmalen können. Dieses „System Wachtturm“, dieses „Geistige Paradies“, ist wirklich durch und durch korrupt.

Haltet den Dieb!

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Umso befremdender klingen Aussagen, wie wir sie in vergangenen Publikationen der WTG, aber auch heute noch lesen können.

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Tony Morris und seine bizarrer Leugnungs-Tirade betreffs Kindesmissbrauch

Tony Morris stempelt Homosexuelle zu Sündenböcken in bizarrer Leugnungs-Tirade betreffs Kindesmissbrauch

tony-morris-child-abuse-300x300Tony Morris, Mitglied der leitenden Körperschaft der Jehovas Zeugen, nutzte kürzlich die Juli 2015-Ausstrahlung des JW-Broadcastings für eine erstaunliche Tirade zum Thema Kindesmissbrauch, offensichtlich als Reaktion auf den Ansturm negativer Berichte der letzten Jahre über die WTG.

Im Verlauf seiner neunminütigen Stellungnahme zu dem Thema präsentiert Morris zwei Videodarbietungen und liest aus einer „Erwachet!“-Ausgabe von 1982, um die These aufzustellen, die WTG habe schon immer „vorbeugende Maßnahmen“ ergriffen, um dem Schutz von Kindern „oberste Priorität“ zuzusichern.

Link zum Video: http://youtu.be/sD-MRkjQyfc

Link zum aktuellen Artikel der Süddeutschen Zeitung zu den Missbrauchsfällen in Australien:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/australien-zeugen-jehovas-vertuschten-ueber-jahrzehnte-sexuellen-missbrauch-1.2587889

An einer Stelle holt Morris zu einem überraschenden Rundumschlag gegen Homosexuelle aus, offensichtlich im Versuch, diese Personengruppe als Hauptschuldige für Kindesmissbrauch hinzustellen. „Er [ein „Erwachet!“-Artikel] warnt vor homosexuellen Männern, „die Jungen auflauern und für das Recht plädieren, diese für sexuelle Zwecke zu benutzen. Schämen sollten sie sich!“, rief Morris aus.

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