“Dient als Sklaven für Jehova”

Kommentar zum „Studienartikel “Dient als Sklaven für Jehova” WT 15.10.2013

Liebe Brüder,

Dieser Artikel bildet für viel von uns einen vorläufigen Höhepunkt an unverschämtester und dogmatischer Manipulation und Bevormundung. Er zeichnet sich aus an allerfrechstem Eigenlob der WTG und ihrer Vertreter, sowie durch völlig unverhohlener Einflussnahme auf unser Leben durch das Erteilen von Verhaltensmaßregeln betreffs der eigenen Lebensführung sowie Erziehungsmaßnahmen für Eltern.

sklaven_fossilenergie_aufSchon der Titel dieses Artikels verrät uns worum es der „Organisation Jehovas“ wirklich geht, um Sklavendienst.

 

SKLAVEREI, das hebt der Artikel erstaunlicher Weise ja auch hervor, löst bei vielen sehr unangenehme Gefühle aus. Sie denken an extrem ungerechte Behandlung und grausame Unterdrückung. Im Wort Gottes ist jedoch etwas völlig anderes damit gemeint: Es geht

darum, einem liebevollen Herrn bereitwillig zu dienen.

Genau das, „einen heiligen Dienst aus Liebe zu Gott“ hat der Apostel Paulus im Sinn, als er Christen im ersten Jahrhundert ans Herz legte: „Dient als Sklaven für Jehova“ Röm. 12:11Freude

Wenn diese Tatsache dem Autor dieses Artikels bewusst ist, warum zitiert er dann aus er „Neuen Weltübersetzung“, die als einzige Übersetzung das, was der Apostel Paulus wirklich im Sinn hatte, nicht so wiedergibt, dass es jeder sofort versteht was Paulus wirklich sagen will?

Alle Bibelübersetzungen sprechen von einem „Dienst für Gott“

„Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn“.   Luth

„Lasst euch ganz von Gottes Geist durchdringen, und dient Gott, dem Herrn“. Hfa

„lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn!“ E.Ü

„Dient dem Herrn“. NG

Nun liegt die NWÜ nicht unbedingt falsch, denn im griechisch: Tō kyrío douleúovtes, also: Dem Herrn Sklaven seiend liegt das Verb in der Grundform ist “douleúō” = “Sklave/Diener sein, zugrunde.

Der Gedanke des “Sklaven” ist in Römer 12: 11 sozusagen mit “eingebaut”. Es liegt in der Freiheit des Übersetzers, diese Begriffsschattierung durch Verwendung eines Zusatzwortes in der Zielsprache herauszustellen. Der Begriff „Sklave“ hatte in der Zeit des Apostel Paulus eben nicht unbedingt diesen negativen Beigeschmack wie für uns heute.

Um also den wirklichen Sinn der Worte des Paulus wieder zu geben ist es deshalb richtiger, von einem „Geist des Dienens, oder einem „Diener für Gott“ zu sprechen“, und nicht von einem „Sklavengehorsam“ den heute die meisten Menschen als negativ empfinden. Mit der Übersetzung wie sie in der NW-Übersetzung gebraucht wird erreicht man nur, dass sich Menschen von Gott und dem „Dienst“ für Gott abgestoßen fühlen.

Beim ersten Durchsehen dieses Artikels fragt man sich allerdings, ob die Wachtturmgesellschaft nicht gerade diesen „Sklavendienst“ von ihren Anhängern erwartet. 2013764_univ_cnt_2_xl

Auch muß man sich Fragen, gibt es wirklich nichts Wichtigeres, nichts Besseres, Bedeutungsvolleres und – vor allem – Erbaulicheres als das was da schon zu wiederholtesten mal abgehandelt wird.

Wir alle wissen, dass die Welt in der Macht dessen liegt der böse ist und es geschehen schreckliche Dinge auf dieser Welt. Aber ist deshalb wirklich ALLES so schlecht, ist es schlecht und böse es sich in dieser Welt so gut wie möglich gutgehen zulassen? Ist es so verwerflich in exotischen Ländern zu reisen?

Ja, die verwerfliche höhere Bildung der Welt, den Uniabsolventen geht es ja so schlecht, sie können und wissen in Wirklichkeit nichts. Von Haus zu Haus zu predigen ist das einzig Wahre was bei unserem Gott zählen soll. Wir, die tolle WTG geben euch die beste Bildung, theokratische Predigdienstschule, Pionierdienstschule, Schule für Ehhepaare und eifrige Verkünduger, u.s.w., das ist die „Höchste Bildung“ die es gibt, wir sind die für Gott die Guten und alle anderen dagegen die Bösen ”

Um es in deutlichen Worten zu sagen, all dieses leere Stroh, millionenfach wiedergekäut, geistige Pappe, diese inhaltslosen hohlen Corporate-Verlagsdirektiven verdienen es nicht mal mehr überhaupt noch eines Wortes gewürdigt zu werden, wüsste man nicht, dass auch dieser schale Aufguss an völlig irrelevanten, menschlichen unternehmensinteressenorientierten Parolen, millionen von heranwachsenden Jugendlichen in aller Welt als Gotteswort vorgesetzt wird.

Dieser Artikel ist als nichts anderes zu sehn als ein Aufruf an uns Eltern und Erziehungsberechtigte, das Leben der uns anvertrauten Kinder zu ruinieren, sie geistig-intellektuell zu verkrüppeln, ihre gottgegebenen Begabungen und Talente abzuwürgen und abzutöten, um sie zu willenlosen Sklaven im Dienste eines sich immer mehr zu einem Zeitschriftenverlages entwickelnden Religionsorganisation abzurichten.

Man staune und entsetze sich z. B. über das was auf S. 14 Abs. 11 gesagt wird, Zitat:

“Kommen wir noch einmal auf das Beispiel von dem Sklaven zurück, der sich das Ohr durchstechen ließ. Das muss für den Moment ziemlich schmerzhaft gewesen sein. … Für einen jungen Menschen heute kann es durchaus schwierig – sogar schmerzhaft – sein, sich für einen Lebensweg zu entscheiden, der ganz anders ist als allgemein üblich. Der Teufel wirbt für seine Zwecke mit der Parole: Glücklich und zufrieden wird nur, wer in der Welt Karriere macht. Christen dagegen müssen immer daran denken, was wirklich für eine glückliches, zufriedenes Leben wichtig ist. … Wir haben uns Jehova (sprich der WTG) hingegeben und leben dafür, seinen( der WTG) Willen zu tun, nicht den Willen des Teufels.”

Diese Vorgaben aus der Vorchristlichen Zeit in unsere heutige Zeit eins zu eins übertragen zu wollen offenbart den wirklichen geistigen Zustand der angeblichen Organisation Gottes.

Natürliche Begabungen und Talente auszubilden und auszuüben ist teuflisch. Persönliche Interessen zu pflegen ist satanisch.

Es handelt sich hier um eine ganz unverhohlene Aufforderung, Begabungen, Neigungen und Talente (egal ob künstlerischer, schöngeistiger, wissenschaftlicher oder sportlicher Natur) junger Menschen rigoros, brutal und ohne Widerrede nicht nur zu beschneiden, sondern sie abzuwürgen, abzutöten, auszumerzen, rücksichtslos, ohne Berücksichtigung der damit für diese jungen Menschen verbundenen seelischen Schmerzen und Nöte. Das Ziel ist es, junge Menschen so auszuhöhlen, das sie zu willenslosen Sklaven der WT-Organisation gebraucht werden können.

Wer das selbst erleben durfte, und da gibt es viele in unseren Reihen, weiß ws gemeint ist. Glück und Zufriedenheit, die aus der Pflege, Förderung und Ausübung von Können und Begabung entspringen, werden als teuflisch gebrandmarkt. “Du sollst deiner Interessen und Neigungen für unsere (WTG) Zwecke entsagen und dich kasteien, indem du alles, was dir lieb und teuer ist, wegwirfst, egal, wie das dich schmerzt. Je mehr du leidest, desto besser.”

Jeder Erziehungsberechtigte, dem ernsthaft am Wohl der ihm anvertrauten Jugendlichen gelegen ist, sowie jeder im Bildungswesen Beschäftigte wird angesichts dieser unverschämten und unsinnigen Erziehungs- und Bildungsvorgaben fragen: “Was ist das denn für ein ausgekochter Schwachsinn?” Es ist ein Aufruf, jungen Menschen ganz gezielt zu SCHADEN, sie in der Entfaltung ihres Wesens und ihrer Begabungen und Talente zu verkrüppeln und ihnen dadurch seelische Schmerzen zuzufügen.

Eine solche Direktive sollte zuständigen Stellen im Bildungswesen der bösen Welt vorlegen, da sie eindeutig beweisen, daß die WTG nicht so harmlos ist, wie sie sich allenthalben präsentiert. Solche Vorgaben sind im Grunde ungeheuerlich, da sie eindeutig gegen das Wohl von Kindern und junger Menschen gerichtet sind und allem Hohn sprechen, was in ihrem Interesse liegt.

Der Absatz 7 ist eine “schöne” Aufzählung all dessen, was als WTG-Nemesis bezeichnet werden könnte: Geld und Besitz haben – gefährlich, Einkaufen –– gefährlich, Freizeitvergnügen – nur nach dem erreichen der Stundenziele, schöne Reisen – verwerflich, sich beruflich verbessern – teufliche Ziele.

Die ewigen WTG-Mantren, wieder und wieder wiederholt. Wie ideenlos das alles doch geworden ist. Aber das schlimmste ist, das dieser Schwachsinn dann auch noch “biblisch” untermauert werden soll, und zwar durch völlig falsch angewendete Verse wie z. B. aus 2 Petrus 2, die seitens Petrus (Kontext!) an falsche Propheten und Irrlehrer gerichtet sind, von der WTG aber völlig frech umgebogen werden.

 

Zitat Abs. 8: „Im ersten Jahrhundert gab es in der Christenversammlung manche, die so eine Sichtweise übernommen hatten. Petrus warnte vor ihnen: „Sie betrachten ein luxuriöses Leben bei Tag als ein Vergnügen.

Die zitierten Versevon Petrus zeigen im Kontext das es an falsche Lehrer geht, die den Christus ablehnen und lächerlich machen, und nicht um ein freudloses Leben mit Verzicht auf alles was Jehova dem Menschen bietet.

 

 

Diese falschen Lehrer haben genauso wenig Verstand wie das Vieh, das nur zum Fangen und Schlachten geboren wird. Sie verspotten, (den Christus) was sie gar nicht verstehen,

Sie werden für ihren Unglauben und ihre Verdorbenheit bezahlen müssen. Besteht doch ihr ganzes Vergnügen darin, von früh bis spät die üppigsten Gelage zu veranstalten. Ein Schandfleck sind sie in eurer Gemeinde; denn sie verbreiten selbst dann noch ihre betrügerischen Irrlehren, wenn sie mit euch zusammen essen. ……

Den richtigen Weg haben sie verlassen und gehen in die Irre; genauso wie Bileam, der Sohn Beors. Er war bereit, für Geld Unrecht zu tun. ……

18 Sie schwingen große Reden, doch es ist nichts als hohles Geschwätz. Noch schlimmer ist, dass sie mit ihrem zügellosen Leben alle wieder in die Sünde hineinreißen, die gerade erst den falschen Weg verlassen haben und mit knapper Not entkommen sind.

 

Petrus spricht hier von einem „Zügellosen Leben“ und nicht von normalen menschlichen Bedürfnissen. Er spricht von Menschen, die einmal den Christus erfahren haben, sich dann aber wieder der Sünde zuwenden, wie es die Verse weiter zeigen:

„Sie haben Jesus Christus als ihren Herrn und Retter kennen gelernt und sich von der Verdorbenheit dieser Welt getrennt. Wenn sie sich aber dann wieder von der Sünde überwinden und gefangen nehmen lassen, so sind sie schlimmer dran als je zuvor. Es wäre besser, sie hätten nie etwas von Christus erfahren! Denn so haben sie ihn zwar kennen gelernt, sich dann aber doch wieder von den heiligen Geboten, die sie empfangen haben, abgewandt“.

Hier haben wir einen weiteren Beweis dafür wie die Wachtturmgesellschaft biblische Aussagen willkürlich in einen Zusammenhang bringt wie sie es für ihre Ziele richtig hält.

Wollte Petrus tatsächlich sagen, das wenn man Geld hat und schöne Reisen tut, dann ist man ein Mensch mit “Flecken und Makel und führt geschwollene Reden, ist zügellos und verdorben.”

Sind wir alle, die wir es wagen, nach Teneriffa, DomRep, Amerika, Thailand … zu reisen. zügellos und verdorben ?

Zitat Abs. 10: “Satan ist alles andere als erfreut, wenn sich ein junger Mensch … dafür entscheidet, Jehova (sprich, der WTG) wie ein Sklave zu dienen.” Mit anderen Worten: Stellst du dich der Organisation Jehovas nicht zur Verfügung, dann erfreust du den Teufel und must damit rechnen in Harmagdon ewige Vernichtung zu erleiden.

Abs. 13 „Sie ist nichts weiter als “leere, trügerische Philosophie.” “Oft haben die Absolventen, wenn überhaupt, nur wenige praktische Kenntnisse erworben und sind schlecht darauf vorbereitet, den ganz normalen Alltag zu bewältigen.”

– Ach ja? Und jeder Handwerker, unausgebildeter Hilfsarbeiter, Fensterputzer, Pizzaausfahrer, Zeitungsbote, … die sind alle perfekt und vollkommen lebenstüchtig? Man erzähle das all jenen, die aufgrund einer akademischen oder sonstigen fachlichen Ausbildung ihre Lebenssituation zu ihrem eigenen Wohl und dem ihrer Familie ERHEBLICH verbessern konnten.

Wie müssen sich Brüder in unseren Reihen fühlen, die ein „weltliches Studium“ durchlaufen haben, aber jetzt von ihren Brüdern unter Umständen als Lebensuntüchtige Personen angesehen werden. Auch dieser gefährliche Schwachsinn sollte Lehrern, Ausbildern und Bildungsberatern zur Kenntnis gebracht werden. – man kann es schon gar nicht mehr hören, die ewige und gleichtönende Hetze gegen “Bildung”

Es handelt sich hier um die übliche schwarz/weiß-Holzschnittargumentation der WTG: “Die dort, in der Welt, das sind die Bösen. Wir aber die Lieben, die Diener Jehovas (der WTG) entscheiden sich für die „Ausbildung in höchster Form“, die ihnen die nötigen Fertigkeiten vermittelt, ein unkompliziertes Leben im Dienst für Jehova (= der WTG) zu führenWas für “Ausbildungen” sind das denn?

Sicherlich, der „ein akademischer Grad und Titel“ ist keine Garantie für ein glückliches und erfülltes Leben, aber ganz bestimmt nicht ein Hindernis. Bildung wird von Gott nicht verteufelt, im Gegenteil, unser Schöpfer erwartet, dass wir unsere Talente und Gaben ausleben.

Zitat, Abs. 13 Statt sich durch akademische Grade und Titel zu empfehlen, konzentrieren sich echte Christen voll und ganz darauf, durch ihren Einsatz im Predigtdienst „Empfehlungsbriefe“ zu sammeln.

„Echte Christen“ sind also solche, die einen Empfehlungsbrief, sprich „eine zur Organisation geführte Person“ vorweisen kann. Wo sind dann die „echten Christen“ in den Versammlungen, die nach Jahrzehnten Stundenkloppen nichts vorzuweisen haben?

Lassen wir doch jetzt all unseren Kinder die höchste Form der Bildung durch die Wachtturmgesellschaft zu kommen, “Theokratischen Predigtdienstschule” Bibeltexte lesen und kleine Redchen halten, Pionierdienstschule, damit sie ihr ganzes Leben lang von Haus zu Haus trödeln können und wenn sie dann keine Lust mehr haben schicken wir sie auf Jobsuche als Tankwart oder Lagerarbeiter oder als Putzfrau. Nichts gegen diese Menschen, die diese Tätigkeiten ausführen müssen um sich am Leben zu erhalten, sie können stolz sein von ihrer Hände Arbeit zu leben, aber es kann ja nicht das Lebensziel eines vernünftigen Menschen sein diese Art Tätigkeit anzustreben, wenn er andere Möglichkeiten hat.

Abs. 14 bringt schlimmste Hetze gegen gute Ausbildungen: Gute Ausbildung ist nur Müll, Kehricht, mit bereits bis zum Exzess zelebrierter Falschanwendung der Aussage des Paulus aus Philipper 3: 8, womit sich Paulus laut bibl. Kontext ganz klar NICHT seine akademische Ausbildung als Kehricht bezeichnet. Er bezieht bei Gamaliel auf seine früheren Aktivitäten als Christenverfolger. Wieder werden Bibeltexte auf Biegen und Brechen von der WTG verdreht und in ihrer Anwendung verfälscht.

Zitat Abs. 14: Paulus ist da ein gutes Beispiel. Er war von dem berühmten jüdischen Gesetzeslehrer Gamaliel ausgebildet worden — vom Niveau her ähnlich einer Hochschulausbildung heute. Wie bewertete Paulus das im Vergleich zu der Ehre, wie ein Sklave für Jehova und Christus dienen zu dürfen? Er schrieb: „Tatsächlich betrachte ich Überhaupt auch alle Dinge als Verlust wegen des alles übertreffenden Wertes der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen habe ich den Verlust aller Dinge erlitten, und ich betrachte sie als eine Menge Kehricht, damit ich Christus gewinne“ (Phil. 3:8).

Wenn es darum geht, in Ausbildungsfragen weise zu entscheiden, ist diese Einschätzung des Apostels Paulus für junge Christen und ihre gläubigen Eltern bestimmt eine ausgezeichnete Orientierungshilfe.

Lesen wir die Verse im Zusammenhang und auch aus einer anderen Übersetzung so erkennen wir ganz klar das sich Paulus NICHT gegen eine akademische Ausbildung ausgesprochen hat. Er bezieht bei Gamaliel auf seine früheren Aktivitäten als Christenverfolger, und er stellt die Erkenntnis über den Christus seiner Ausbildung als Pharisäer in Gesetzeskund gegenüber.

Wir lesen: „Nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, untadelig gewesen. Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden erachtet. Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, damit ich Christus gewinne, und in ihm gefunden werde, dass ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerechnet wird.

Wieder werden Bibeltexte auf Biegen und Brechen von der WTG verdreht und in ihrer Anwendung verfälscht.

Der Schlusssatz dieses Artikels in Verbindung mit dem “Gut & Böse”-Comic Strip der Seiten 14 und 15, enthält nun eine kompromißlos zu befolgende Handlungsanweisung an Eltern: “Unistudium ist böse, schlecht, Müll und Kehricht, deshalb ist es vernünftig die Kinder in Niedriglohnjobs zu schicken damit sie als Sklaven Jehovas alle Tage ihres Lebens die angebliche „Gute Botschaft“ der Organisation Jehovas verteilen können. Zum Glück hält sich die Mehrzahl der Bruderschaft nicht an diese kranken Anweisungen.

 

Abs. 15: Die Universitäten werden als Brutstätte der Verrottung, Unmoral, Aufruhr, Rebellion diffamiert. Was wäre wohl die Reaktion von Lehrern, Bildungsberatern, Dozenten etc., legte man ihnen diesen Unsinn vor? Die WTG ist dagegen bietet die BESTE Ausbildung, die es überhaupt gibt. Es gibt nichts Besseres als WTG-Schulen!!!

Abs. 16: Lobpreis der “Schatztruhe” der WTG-Verlagsprodukte. Die gesamte Weisheit des Universums, alleinseligmachendes, göttliches Wissen und Erleuchtung, Alloffenbarung, alle Schätze göttlichen Wissens sind in WTG-Literatur enthalten. Nichts anderes brauchen wir, nichts anderes sollen wir lesen. Ziel: “Im Mittelpunkt dieser Bildung steht unser Dienst für Jehova (gemeint ist: Die WTG).”

Es folgen klare WTG-verordnete Lebensmustervorgabe für jeden jungen JZ: Trotz tollen Schulnotendurchschnittes und glänzender Bildungsaussichten hast du als Sklave Jehovas bitte sehr eine “kürzere, praktische Ausbildung” (was auch immer dies sein soll: Ausbildung zum Straßenkehrer mit Staatsexamen?) zu wählen und “schon bald” mit dem allg. Pionierdienst zu beginnen. Selbstredend hast du sodann diese Wahl “nicht zu bereuen”, denn unvergleichliche Segnung und „die schönste aller Aufgaben” Garantieren dir ein Glückliches Leben.

Dieses Machwerk ist gefährlich und schädlich für jungen Menschen, werden sie doch bewusst in die Abhängigkeit einer Organisation getrieben. Deshalb sollten alle, die noch innerhalb der Versammlungen wirken, sei es als “Ältester”, oder Verkündiger, und die noch ein wenig ihres eigenen Urteilsvermögens bewahrt haben am Sonntag, wenn dieser Artikel besprochen wird ihre Stimme gegen diese unsägliche und verkehrte Dogmatik dieses Machwerks erheben um es zu relativieren und richtigzustellen.

Auch das gehört zu einer christliche Verantwortung, will man all diese jungen Menschen davor schützen, ihr Potential im Sperrfeuer von WTG-Indoktrination und unbiblischen Forderungen zum “Opfer seiner Selbst” sinnlos zu vergeuden.

 

 

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