„Stelle mich bitte auf festen Grund!“ (Tilo)

Hat man sich nach langen inneren Kämpfen dazu entschlossen, die Wachtturm-Gesellschaft zu verlassen, dann tritt oft der Fall ein, dass man verunsichert ist und in Zweifel gerät. „Habe ich mich richtig entschieden? Vielleicht irre ich mich gewaltig, und dann habe ich einen großen Fehler gemacht!“

Solche Zweifel bleiben noch eine geraume Zeit wach und beschäftigen uns immer wieder. Woran mag das liegen? Haben wir unsere Entscheidung vorher nicht gut bedacht? Ein Grund für diese Zweifel mag darin zu suchen sein, dass unser Denken durch eine sehr lang dauernde Gehirnwäsche, durch Manipulation und Indoktrination beeinflusst worden ist. Das fängt schon damit an, dass man uns kurze, aber falsche Definitionen eingeschärft hat, die uns so schnell nicht verlassen.

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Mag ich nicht (3)

Offener Brief an die Ältestenschaft meiner Versammlung

Vor einigen Wochen erhielt ich die „Einladung“ vor einem Rechtskomitee der Zeugen Jehovas zu erscheinen. Tatsächlich aber war es eine „Vorladung“, die ironischerweise als Einladung bezeichnet wurde. Dieser „Einladung“ ging zunächst ein Zettel in Visitenkartengröße voraus, auf dem mir die Frage gestellt wurde, wie ich zu meinem Hingabegelübde stehen würde. In der Vorladung zum Rechtskomitee lautete die Anklage dann, dass ich mich laut Hörensagen nicht mehr mit Jehovas Organisation verbunden fühlen und auch den Treuen und Verständigen Sklaven nicht mehr anerkennen würde.

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Mag ich nicht (4)

Dinge über die man nach dem Ausstieg kaum spricht

Vor einigen Monaten veröffentlichte BI einen Artikel mit Video, der die Kriterien –   aus Sicht der Organisation der Zeugen Jehovas –  für die Auswahl eines idealen Ehepartners, beleuchtet. Die Empfehlung „nur im Herrn heiraten“ bedeutet –  laut WTG – keinen „Weltmenschen“ zu ehelichen, sondern am besten eine fleißige und theokratische Schwester, bzw. einen vorbildlichen Bruder, der am besten noch mit einem Dienstamt aufwarten kann.

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Mag ich nicht (14)

Bist Du noch im Käfig?

Von Alice Cheshire. Übersetzung aus dem englischen von Hubert

Dieser Artikel wurde von einer ehemaligen Zeugin Jehovas geschrieben, die sich von der Organisation langsam entfernt hat, ohne gemieden zu werden. Sie hat das Pseudonym Alice Cheshire für diesen Artikel angenommen, um Auswirkungen mit ihren ZJ-Verwandten zu vermeiden und arbeitet als professionelle Trainerin unter einem anderen Namen.

Aufgewachsen in der Welt der Zeugen Jehovas, hatte ich mich, vor allem als Frau, an Grenzen und Schranken gewöhnt, auch daran, dass einem gesagt wird, was NICHT okay ist. Von vorehelichem Sex, über Freundschaften in der Welt, bis zu höherer Bildung, hat man als Zeuge Jehovas auf eine ständig wachsende Verbotsliste zu achten.

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Mag ich nicht (16)

Die Diebe, die uns beraubten

Von Rebecca Leon

Quelle: https://www.openmindsfoundation.org – freie Übersetzung aus dem Englischen

Ich wuchs als Zeugin Jehovas auf, bin also, wie man so sagt, „in der Wahrheit“ groß geworden. Für einige mag die Organisation der Zeugen Jehovas harmlos wirken und nichts mit einer Sekte zu tun haben. Sie arbeitet auch mit allen Mitteln daran, ein Bild der Harmlosigkeit zu erzeugen. Das ist einer der Gründe, warum ich meine Erfahrungen hier niederschreibe.

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Mag ich nicht (8)