Römer 13 und die „theokratische Kriegsführung“

onlineImageÜber das unehrliche und zum Teil verwerfliche Verhalten der WTG im Umgang mit Missbrauchsfällen haben wir hier bereits wiederholt berichtet. Sowohl in Amerika als auch in Australien und Großbritannien wurde die WTG mit Vertuschungsvorwürfen konfrontiert und zum Teil zu beträchtlichen Geldstrafen verurteilt.
Das ganze Thema des Kindesmissbrauchs ist natürlich emotional sehr aufgeladen. Aber nehmen wir uns einmal die Zeit, das Verhalten der WTG von einem ganz anderen Gesichtspunkt aus zu betrachten.

Römer 13 und die „theokratische Kriegsführung“

Bei all der Wut und Entrüstung über ihr fragwürdiges Verhalten im Umgang mit den Missbrauchsfällen und ihrer gefühllosen Vertuschungspraxis sollten wir einen Augenblick innehalten und unser Augenmerk auf einen anderen Aspekt richten. Es geht um eine Frage, die in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung ist.

Unsere „leitende Körperschaft“ ist dafür bekannt, dass sie alle ihre Entscheidungen und Vorgaben mit einem Bibeltext unterlegt, selbst wenn es sich um solche Nebensächlichkeiten handelt, ob eine Schwester in der Versammlung nun eine Hose tragen darf oder nicht. Sie handeln wie die Pharisäer zur Zeit Jesu, die er mit folgenden Worten bloßgestellt hat: “Verblendete Führer seid ihr! Mücken siebt ihr aus, und Kamele verschluckt ihr. Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr reinigt das Äußere eurer Becher und Schüsseln, ihr Inhalt aber zeugt von eurer Raubgier und Maßlosigkeit“. Mat. 23:24,25

Der Umgang der „leitenden Körperschaft“ mit Missbrauchsfällen in ihren eigenen Reihen gleicht im übertragenen Sinn dem Verschlucken eines Kamels. Nach außen möchte sie in ihrer Maßlosigkeit und Selbstgerechtigkeit rein und untadelig erscheinen, doch innen sind sie voller Schmutz und Ungerechtigkeit, weil sie nicht davor zurückschrecken, sogar eindeutige biblische Anweisungen und die Gesetze Gottes zu ignorieren.

In diesem Zusammenhang schrieb bereits Paulus an die Römer: „Jeder soll sich der Regierung des Staates, in dem er lebt, unterordnen. Denn alle staatliche Autorität kommt von Gott, und jede Regierung ist von Gott eingesetzt. Dem Staat den Gehorsam zu verweigern heißt also, sich der von Gott eingesetzten Ordnung zu widersetzen. Wer darum ´dem Staat` den Gehorsam verweigert, wird zu Recht bestraft werden. … tu, was gut ist, und du wirst ´sogar noch `Anerkennung von ihr bekommen. Denn die Regierung ist Gottes Dienerin, und du sollst durch sie Gutes empfangen. … Schließlich ist sie nicht umsonst Trägerin der richterlichen Gewalt. Auch darin ist sie Gottes Dienerin. Indem sie den Schuldigen zur Verantwortung zieht, vollstreckt sie an ihm das Urteil des göttlichen Zorns. Es ist also notwendig, sich ´dem Staat` unterzuordnen, und das nicht nur aus Angst vor der Strafe, sondern auch, weil das Gewissen es fordert. Römer 13 : 1-6 NGÜ

Betrachten wir noch einmal die wichtigsten Aussagen: „Jeder soll sich der Regierung des Staates, in dem er lebt, unterordnen. Denn alle staatliche Autorität ist von Gott eingesetzt.“

Wer also den Anordnungen der Behörde nicht nachkommt, lehnt sich gegen „Gottes Dienerin“ auf. Niemand, auch nicht ein Mitglied der leitenden Körperschaft, hat das Recht dazu.

Paulus schreibt: “Die Regierung ist Gottes Dienerin zum Guten, … sie ist nicht umsonst Trägerin der richterlichen Gewalt.“

Die Regierungen der Welt sind bestrebt, Ungerechtigkeiten wie z. B. Kindesmissbrauch zu ahnden und Kinder vor solchen Verbrechen zu schützen. Sie erwarten daher zu Recht, dass alle Gesellschaftsschichten mit ihr zusammenarbeiten. Und wenn der Verdacht besteht, dass sich eine Organisation oder eine Kirche dagegen sperrt, hat sie das Recht die Verantwortlichen vorzuladen und zur Rechenschaft zu ziehen.

Im Zusammenhang mit dem Rechtsfall Jose Lopez, der von dem Zeugen Jehovas Gonzalo Gampos missbraucht wurde, hat man  die Wachtturmgesellschaft für ihre Mitverantwortung an diesem Missbrauch zu einer Geldstrafe von über 13,5 Millionen Dollar verurteilt. Die Anweisungen der Organisation leisteten dem Täter in den 80er und 90er Jahren Vorschub, und so konnte er mehrere Opfer in San Diego sexuell belästigen, ohne dass die Organisation wirksam dagegen eingeschritten wäre.

In diesem Zusammenhang hatte das Gericht Gerrit Lösch vorgeladen, das dienstälteste Mitglied der leitenden Körperschaft. Doch wurde die Einschaltung des Gerichts zur Klärung des Falls von der Wachtturmgesellschaft kategorisch durch Nichtachtung der anberaumten Prozesstermine unterlaufen.

Wenn wir uns den übergeordneten Behörden widersetzen, widersetzen wir uns der Anordnung Gottes. Nach unserer Lehre gibt es nur die eine Ausnahme, wenn sich die Anordnungen der Regierung gegen Gottes Gesetze richten, was in diesem Zusammenhang wohl kaum der Fall ist. Apg. 5,29

Dass es sich hier keineswegs um einen Einzelfall handelt sondern eher um die Regel, zeigen folgende Vorkommnisse:

1. In Australien hat eine staatliche Untersuchungskommission unsere Organisation wegen der Verletzung eines bestehenden Gesetzes in mehr als 1.000 Fällen angeklagt, weil sie es versäumt hatte die Verbrechen in ihren eigenen Reihen zu melden. Wegen der vorsätzlichen Weigerung die Gesetze zum Schutz der Kinder zu beachten, wurden die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas von der Wachtturm Bibel-und-Traktat-Gesellschaft Australien und die christliche Gemeinde der Zeugen Jehovas am 26. Juli 2011 offiziell zum Amtsgericht von Victoria vorgeladen.

Doch die „leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas“ weigerte sich, dieser Vorladung am 13. September 2011 nachzukommen. Auch die folgenden Vorladungen zu den Gerichtsterminen am 11. Oktober, am 9. November und am 6. Dezember 2011 ließen sie einfach verstreichen, wobei nicht einmal ihre Anwälte anwesend waren. Sie wurden am 21. Februar 2012 ein fünftes Mal vor Gericht geladen, um zu der Strafanzeige Stellung zu nehmen. Abermals wurde die Vorladung ignoriert.

Den vollständigen Bericht mit weiteren Dokumentationen und Reportagen lesen Sie unter HYPERLINK „http://translate.googleusercontent.com/translate_c?depth=2&hl=de&prev=/search?q=jwsurvey&biw=1229&bih=847&rurl=translate.google.com&sl=en&u=http://jwnewsnetwork.wordpress.com/2012/12/01/3-billion-jehovahs-witnesses-class-action-over-child-abus“JWnews.net.

Die Wachtturmgesellschaft hatte nicht nur das Rechtssystem der Landesregierung von Victoria rundweg ignoriert. In Dutzenden von Versammlungen hatten sich ihre Mitglieder über die zahlreichen Fälle von Kindesmissbrauch in ganz Australien empört, aber die WTG ist einfach stillschweigend und kommentarlos darüber hinweg gegangen.

Erst im Jahr 2015 war die WTG bereit, dieser Aufforderung gezwungenermaßen nachzukommen. Wie in zahllosen Zeitungen und Medien auf der ganzen Welt berichtet wurde, geht die australische ROYAL COMMISSION den Hinweisen nach, dass Zeugen Jehovas in Australien 1006 Missbrauchsfälle an Kindern NICHT der Polizei gemeldet haben. 100 dieser Fälle seien angeblich Wiederholungstätern zuzuschreiben.

Viele freuten sich auch auf die Aussage von „Geoffrey Jackson“, einem Mitglied der leitenden Körperschaft, in der Hoffnung nun endlich hinter die Mauern des Schweigens schauen zu können – leider eine Hoffnung, die sich nicht erfüllte. Ausführliche Berichte hierzu siehe unter:

http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/wie-aelteste-vor-der-australischen-royal-commission-ueberfuehrt-werden/

http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/geoffrey-jackson-betritt-den-zeugenstand/

http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/angus-stewart-von-der-royal-commission-wirft-wachtturm-vertretern-vorsaetzliche-taeuschung-vor-2/

  1. Gerrit Lösch, ein Mitglied des Verwaltungsrats der Zeugen Jehovas, weigerte sich einer Vorladung nachzukommen, um vor einem kalifornischen Gericht zu erscheinen.
  2. Die leitende Körperschaft verweigert den staatlichen Behörden die Herausgabe von Dokumenten über Missbrauchsfälle in ihren Reihen, wozu sie rechtlich verpflichtet ist.
  3. Angeblich hat die britische Niederlassung der Zeugen Jehovas die Ältesten sogar angewiesen, Aufzeichnungen mit Beweisen über begangenen Kindesmissbrauch zu vernichten. Eine eindeutige Verletzung der Anordnung zur Herausgabe solcher Dokumente, die nur sechs Monate zuvor von einer staatlich eingesetzten Kommission beschlossen wurde.

Wir haben es hier mit einer Form des internationalen zivilen Ungehorsams auf institutioneller Ebene zu tun, was dazu führte, dass die WTG bereits zu mehr als 10 Millionen US-Dollar verurteilt wurde. Wie hoch die Strafen für die 1000 Fälle in Australien ausfallen werden, kann nur vermutet werden.

In allen diesen Fällen war die Organisation bemüht die kriminellen Machenschaften in ihren Reihen zu vertuschen. Sie behaupten, dass diese Anschuldigungen das Werk abtrünniger Lügner sei. Doch wo sind die Beweise für diese kriminellen Machenschaften Abtrünniger?

Es sind Regierungen und staatliche Behörden, welche die systematische Verletzung ihrer Gesetze und Vorgaben feststellen, und es ist erstaunlich, dass die Organisation als der von Gott eingesetzte Kanal Gottes sich dem in Römer 13 gegebenen Gebot Gottes vehement widersetzt und entgegenstemmt.

Kann dieses Verhalten etwa zur Ehre des Namens Gottes durch seine Organisation gereichen? Erwartet Gott von seinen Dienern denn Unehrlichkeit und Lügen, um seinen Namen vor einer möglichen Schmach zu bewahren?

Die sture Verweigerungshaltung der WTG-Verantwortlichen zu diesem Themenkomplex lässt den Schluss zu, dass sie dies offensichtlich als ein notwendiges und durch das Wort Gottes abgesichertes Recht betrachten.

Das Stichwort hierzu lautet „Theokratische Kriegsführung“.

Die theokratische Kriegsführung erlaubt der Organisation der Zeugen Jehovas mit dem selbstverliehenen Privileg und dem Segen Gottes die Wahrheit vor Gericht zu unterdrücken oder zu verdrehen. Diese unhaltbare Praxis geht von der Prämisse aus, dass die Zeugen Jehovas mit der Welt und deren Gerichten, ihren erklärten Feinden also, „im Krieg“ stehen und ihnen gegenüber folglich nicht zur wahrheitsgemäßen Aussage verpflichtet sind. Die Lehre ist kompliziert, aber im Wesentlichen lehrt die Wachtturm-Organisation, es sei angebracht, in solchen Fällen wo ihr Ruf in der Gefahr steht in Misskredit zu geraten, „Leuten die Wahrheit vorzuenthalten, die keinen Anspruch darauf haben“, wenn dies im Interesse der Organisation liegt. Diese Taktik findet sich bemerkenswerter Weise auch im Talmud und im Koran wieder und sollte uns schon von daher stutzig werden lassen.

Natürlich verwahrt sich „Der Wachtturm“ vordergründig erst einmal gegen das Lügen, behält sich aber gleichzeitig vor, dass es im Umgang mit Gottes Gegnern nicht wirklich Lügen seien, sondern dass es sich dann vielmehr um eine „Kriegslist“ handle: „Gottes Wort gebietet: Sprecht die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten. Eph. 4:25 Dieses Gebot bedeutet jedoch nicht, dass wir jedem, der uns fragt, alles sagen sollten, was er wissen will. Wir müssen die Wahrheit demjenigen sagen, der darauf ein Anrecht hat, aber wenn jemand darauf kein Anrecht hat, dürfen wir ausweichen.“

Beinhaltet „ausweichen“ auch lügen? Mit dieser Interpretation bewegt sich die WTG wieder einmal ganz dicht am Abgrund und auf Messers Schneide, und sie eiert und schwurbelt über Wahrheit und Lüge, wenn sie weiter erklärt:

Lügen sind Unwahrheiten, die aus selbstischen Gründen geäußert werden und anderen Schaden zufügen. Satan belog Eva, und das bewirkte großen Schaden für sie und die ganze menschliche Rasse. Ananias und Sapphira logen aus selbstischen Gründen. Aber die Wahrheit vor einem Gegner zu verbergen, auf die dieser keinen Anspruch hat, schädigt ihn nicht, besonders wenn er eine solche Information benutzen würde, um andere unschuldige Personen zu schädigen … So ist es in Zeiten eines geistigen Kriegszugs angemessen, einen Gegner durch Verbergen der Wahrheit in die Irre zu führen. Es geschieht aus selbstlosen Gründen; es schädigt niemanden; im Gegenteil, es bewirkt viel Gutes.“ Der Wachtturm (engl.) vom 1. Mai 1957

Wir paraphrasieren diesen Gedanken einmal wie folgt: Da sich die Zeugen seit jeher in einem geistigen Krieg mit der „alten Welt“ befinden, können sie ihre Gegner ruhig belügen, wenn es aus selbstlosen Gründen geschieht. Man schädigt dabei niemanden, mehr noch, es kann dabei viel Gutes bewirkt werden. Da ist es zur Lüge aus opportunen Gründen nur noch ein kleiner Schritt. Rabulistik pur!

Die Erlaubnis zu dieser Art des konkreten Lügens wird mit dem Bericht über Abraham gerechtfertigt, der Sara aufforderte, die „Tatsache zu verbergen“, dass sie seine Frau war. (Wachtturm 1. Febr. 1956, S. 78 engl.)

Der Wachtturm nimmt Bezug auf die Lüge Abrahams im Land der Philister bei Gerar seine Frau Sara betreffend, als er wiederholt behauptete, sie sei seine Schwester‘. Dies sei keine Lüge, klärt uns der Wachtturm auf und begründet das wie folgt: „Abraham stellte Sara als seine Schwester vor, um eine gewalttätige Auseinandersetzung wegen seiner Frau zu vermeiden. Sara anerkannte Abraham als ihren Herrn und stimmte der Regelung zu, indem sie bereit war, auch die Folgen zu tragen … Sie war bereit, ihren Teil zu tun, um das Leben des Propheten Jehovas zu bewahren … Aber Kritiker … sehen Abraham als einen lügnerischen, Ausflüchte suchenden, schwächlichen Feigling an.“

Ironischerweise erwies sich dieses Beispiel im Wachtturm zur Rechtfertigung von Lügen als Bumerang. Pharao, der Abrahams Frau Sara für seine unverheiratete Schwester hielt, nahm sie als sein Weib, was eine Plage auf Pharao und sein Haus nach sich zog. Als Pharao die Lüge erkannt hatte und Abraham seine Frau zurückgab, beklagte er sich bei ihm darüber, dass dieses Unrecht hätte vermieden werden können, wenn Abraham nur bei der Wahrheit geblieben wäre. (1.Mose 12:10-20).

Mit diesem beredten Beispiel aus der Schrift kann das Lügen jedenfalls nicht gerechtfertigt werden, ganz im Gegenteil, es verdeutlicht doch vielmehr, welch nachteilige Folgen Lügen doch haben. Der Wachtturm versucht mit seiner unsauberen Rabulistik, den Unterschied zwischen Lügen aus persönlich habgierigen Gründen – siehe das Beispiel Annanias – und aus Gründen der theokratisch taktischen Kriegsführung zu begründen.

Tatsächlich mag es da einen Unterschied geben, doch stellt sich die Frage, ob es jemals im Interesse Gottes liegen kann zu lügen? Eine ausweichende Antwort oder eine Aussagverweigerung sind noch keine Lüge, wohl aber die Verdrehung realer Tatsachen. Natürlich werden die Richter hellhörig, wenn jemand auf der Anklagebank die Antwort auf eindeutige Fragen in einem Verhör vor Gericht schuldig bleibt. Daraus wird sich dann jeder Anwesende im Saal seinen eigenen Reim machen. Aber aus Peinlichkeit einfach nur etwas wegzulügen hat mit gottesfürchtigem Verhalten nichts mehr zu tun.

Sollte die Obrigkeit tatsächlich als Gottes Dienerin zum Guten zu verstehen sein, dann hat sie das Recht und wir als Diener Gottes die Pflicht, alles preiszugeben was mit der Aufdeckung eines Verbrechens zu tun hat. Die Lehre, dass „die Wahrheit nur denen gebührt“, die nach eigenem Ermessen ein Anrecht darauf haben, schließt alle Wachtturm-Gegner und Kritiker davon aus die Wahrheit zu erfahren. Dann haben auch der Staat und seine Institutionen als potentielle Feinde Gottes kein Anrecht mehr auf eine wahrheitsgemäße Aussage.

Ein weiteres Zitat zur offiziellen, doch total verquasten WTG-Lehrmeinung:

Als Soldat Jesu Christi (befindet sich ein Zeuge) … im theokratischen Kriegszug, und er muß zusätzlich vorsichtig sein, wenn er es mit Gottes Gegnern zu tun hat. Deshalb zeigt die Schrift, daß es angemessen ist, zum Zweck des Schutzes der Interessen von Gottes Sache die Wahrheit vor Gottes Feinden zu verbergen. … Dies würde unter den Begriff ,Kriegsführung‘ fallen und geschieht in Beachtung des Rates Jesu, daß wir so ,vorsichtig wie Schlangen‘ sein sollen, wenn wir uns unter Wölfen befinden. Sollten die Umstände es erfordern, daß ein Christ als Zeuge aussagen und schwören müßte, die Wahrheit zu sagen, dann wird der reife Christ das Wohlergehen seiner Brüder vor sein eigenes stellen und sich an Jesu Worte erinnern: ‚Niemand hat größere Liebe als die, daß jemand sein Leben gibt zugunsten seiner Freunde‘. Mat. 10:16; Joh. 15:13. Wachtturm 1. Mai 1951

Alle Kritiker und Gegner des „Wachtturm“ verstehen sich demnach als „Wölfe“, die seiner Sache den Krieg erklärt haben.

Nun gibt es sicherlich Situationen, bei denen es angebracht ist Gegnern nicht die Wahrheit zu sagen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Fall von Elsa Abt, der als Erfahrung im Wachtturm zu lesen war: „Als sie von der Polizei nach dem Verbleib ihres Vervielfältigungsapparates befragt wurde und nach der Identität dessen, der die Führung im Untergrund-Predigtwerk übernommen hatte, antwortete sie gemäß dem Bericht des Wachtturm entgegen der Wahrheit: „Ich gab vor, nichts zu wissen“.

Doch dieses Beispiel ist nicht übertragbar auf die Art und Weise, wie die WTG mit der Verheimlichung von Informationen in Verbindung mit einem Verbrechen wie dem Kindesmissbrauch umgeht. Ein Verbrechen zu verheimlichen, um der Organisation eine schlechte Presse und hohe Strafen zu ersparen, bedeutet doch nichts anderes als lügen zum eigenen Vorteil. Man weist Fakten als Hirngespinst des Anklägers zurück und tut der Wahrheit damit Gewalt an.

Längst ist es für die Organisation an der Zeit zu bereuen und demütig anzuerkennen, dass sie mit ihrer Leugnung und ihren Lügen völlig daneben lag. Entgegen der klaren Aussage der Bibel, den staatlichen als von Gott verordneten Gewalten zu gehorchen und sie nicht als Feinde zu diskreditieren, nimmt sie eigennützig Zuflucht zu Lügen. Der Obrigkeit zu gehorchen erfordert es diese Verbrechen wahrheitsgemäß zu berichten und alle Maßnahmen zu unterstützen, die sie verhindern können. Doch aufgrund der Erfahrung zur Haltung der leitenden Körperschaft über die letzten 100 Jahre fällt es wirklich sehr schwer zu glauben, dass sie sich in dieser Frage jemals ändern wird.*

All diese Probleme hätten vermieden werden können, wenn sie einfach dem nächstfolgenden Vers aus Römern 13:8 gehorcht hätten: „Schulde niemandem etwas, außer einander zu lieben; denn wer seine Mitmenschen liebt, hat das Gesetz erfüllt.“ Röm. 13: 8

Sollten wir unser geschultes Gewissen noch nicht an den Sklaven und seine eigenwillige Auffassung von Recht, Wahrheit und Lüge abgetreten haben, dann werden wir wissen, wie wir handeln sollten.

*Heute scheint sich die WTG in der Frage der Zusammenarbeit mit den Behörden etwas bewegt zu haben, wenn sie nunmehr in ihrem Anweisungsbuch für Älteste schreibt, „niemand sollte mehr daran gehindert werden Missbrauch den Behörden zu melden. (Fragt sich nur, von wem sie in der Vergangenheit wohl behindert wurden Missbrauch zu melden? Man hätte ihn nämlich mit Sanktionen belegt.)

 

Mag ich nicht (1)

95 Kommentare zu “Römer 13 und die „theokratische Kriegsführung“

  1. Argentum

    Zum Thema Vorgehensweisen in den eigenen Reihen und zum Rechtskommiteeverfahren:
    Im staatlichen System der Rechtsprechung wird ein Richter, oder Geschworener, der zu nah am Fall ist, für das Verfahren aufgrund evtl Befangenheit gar nicht zugelassen. Für eine kleine Versammlung, in der jeder jeden kennt, fällt dann doch schon fast jeder wegen Befangenheit aus.

    Liebe Grüße
    Argentum

  2. Fanny

    Fanny@Gerd
    Griaß God Gerd.
    D a Boar und da Ösi mögn sich ned.
    Is dia des klar?
    Aber denk dia nix denn i mog di!
    Interessant wos du gschriebn Hosd.
    Baba
    Fanny

    1. Stimmt do net Fannerl, i mog de boarischen Spezi!

      Ich war etliche Jahre immer wieder beruflich in Münchner Firmen tätig. Was mir auffiel: die anerzogenen Temperamente. Ich war oft irritiert, wenn Kollegen lauthals stritten, oba 1/2 Stunde späta bei da "Brotzeit" wieder friedlich miteinander plauderten. In Wien wäre man nach so einem Wortwechsel sicher einige Tage bös gewesen. Die boarischen Männer haben durch die Bank eine tiefere Stimme ois de Preissn. Ich fragte mich immer: kamen die mit dem Bass scho auft Wöd? Über ein Wort sinnierten wir oft: "überhaupt". Ab Ybbs in Niederösterreich bis nach Bayern wird das immer als: "überhaupst" ausgesprochen, Ybbs ostwärts so wie es steht.

      Noch etwas, was mir bei den deutschen Foren immer auffällt, das Wort: "hältst", also "hältst du dich an die Bibel?"
      Zu 90 % wird immer: "hälst" geschrieben (auch hier bei Bi), ich nehme an es wird auch so ausgesprochen.

      Jetzt fällt mir die biblische Begebenheit ein, wo geprüft wurde, ich glaube das Wort hieß "schiboleth" o.s.ä., manche sprachen es lispelnd aus und wurden entlarvt. Jo, so san hoit die Unterschied'.

      Pfiat di Fannerl, schlof guat!
      Gerd

    2. Egal

      Der unten stehende Beitrag ist aus einem anderen Forum kopiert.

      Meine Frage dazu: Gibt es hier ähnliche Erfahrungen in Bezug auf die Zeugen-Jehovas Lehre Beraubung der Ägypter?

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      Standard Die Lügen der "Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit"
      Im Zusammenhang mit dem Fall Türk ist auch von der sogenannten "theokratischen Kriegslist" der Zeugen Jehovas die Rede. Dieser Begriff ist meines Wissens erst nach 1945 nachweisbar. Er hat aber eine Vorgeschichte, auf die nachstehend eingegangen wird.
      Beraubung der "Ägypter"
      Josy Doyon berichtet in ihrem 1966 erstmals erschienenen Buch "Hirten ohne Erbarmen" auch über eine merkwürdige Begegnung. Sie schildert darin auch die Begegnung mit einer deutschen Zeugin Jehovas, die wie auch etliche andere ihrer Glaubensschwestern in Hitlers KZ einsitzen musste. Sie schildert in ihrer plastischen Art, wie sie als Schweizer Bürger vor Staunen "den Mund nicht mehr zubekam" und die Meinung äußerte, solche Prüfungssituationen wohl kaum überstanden zu haben. Jene KZ-Zeugin Jehovas konnte dieses Statement von Frau Doyon eigentlich nur als eine Art von Lob bewerten. Doch jetzt trat das ein, was eigentlich keiner so recht erwartet hatte. Jene KZ-Zeugin Jehovas ging aus sich heraus und legte auch die "andere Seite" der "Medaille" einmal dar.
      Der diesbezügliche Bericht (S. 232-235) besagt:
      "'Siehst du, nicht die Verfolgung durch die Nazis war für uns das Schlimmste, sondern die Uneinigkeit zwischen uns Zeugen selbst. Viele Zeugen haben sich gegenseitig ausgeliefert und verraten. Kannst du dir das vorstellen: Man steht vor der SS und wird ausgefragt bis zur Bewusstlosigkeit, man wird geschlagen und verrät kein Wort von dem, was sie wissen wollen, aber plötzlich öffnet sich die Tür und ein Bruder aus der eigenen Versammlung kommt herein und verrät, was man mit aller Widerstandskraft verschwiegen oder abgeleugnet hat.' 'Aber so etwas ist doch nicht möglich?' fragte ich entsetzt. ? 'Wir wurden von der Gesellschaft angewiesen, nichts, was die Versammlungen betrifft, zu verraten. Im Falle der Inhaftierung sollten wir keine Namen von Brüdern, keine Adressen und keine heimlichen Versammlungszentren verraten. Wir hätten einfach von nichts zu wissen. Und dann, wenn man glaubte, man habe die Geschwister an der Nase herumgeführt, und die Geschwister gedeckt, wurde plötzlich so ein Bruder hereingeführt und verriet lächelnd alles, was man mit zusammengebissenen Zähnen verschwiegen hatte. Oft handelte es sich um Brüder, die zuerst führend vorangegangen waren, das war noch das Schlimmste.
      Aber noch ärger als dies alles war das Verhältnis unter uns Zeuginnen. Das kannst du dir nicht vorstellen. Die meisten der Schwestern wussten überhaupt nicht, wofür sie im Konzentrationslager ausharrten. Welch hässliche Streitereien gab es da von morgens bis abends! Die eine behauptete dies, die andere das und jede wollte recht haben. ? Aber meine Nerven waren so mitgenommen, dass ich dies alles nicht mehr aushielt. Da griff ich zur List des Königs David, der sich vor den Toren des Königs Achis wahnsinnig stellte. Wenn man mich rief, begann ich blöde zu lachen und grinste die SS-Männer dumm an. Schließlich ließen sie mich in Ruhe."
      Frau Doyon schildert noch eine andere Episode von dieser KZ-Zeugin Jehovas:
      "Eines Tages kam sie zu mir, strahlte über das ganze Gesicht und sagte unter listigem Augenzwinkern: 'Jetzt habe ich gerade der alten Welt ein Schnippchen schlagen können. Ich hatte auf der Post für einen Auslandsbrief eine Gebühr von 50 Rappen bezahlen sollen. Ich tat, als hätte ich kein Portemonnaie bei mir und sagte, ich wollte mir das Geld draußen bei meinem Mann holen. Dann nahm ich den Auslandsbrief, ging seelenruhig hinaus und verschwand. Das habe ich gut gemacht, nicht wahr?'
      'Aber um Himmels willen', brachte ich schließlich hervor, 'sag, dass du scherzest, das wäre doch Betrug!' 'Aber freilich hab ich es getan', lachte sie ungerührt, 'und dem sag ich nicht Betrug. Hast du denn nicht gelesen, dass die Israeliten beim Auszug aus Ägypten von Jehova den Befehl bekamen, die Ägypter zu berauben? Du weißt doch, dass wir Zeugen uns heute auf dem gegenbildlichen Auszug aus Ägypten befinden, denn das damalige Ägypten war nur ein Schattenbild unserer heutigen, dem Untergang geweihten, alten Welt! Und deshalb sollen wir der alten Welt nichts schenken. Die ganze Erde wird ja bald uns gehören!'
      Ich hatte eine heftige Zurechtweisung auf der Zunge. Doch dann kam mir in den Sinn, dass sich ein Bruder ganz ähnlich geäußert hatte, als ich klagte, es sei für mich demütigend, von meiner Adoptivmutter so viel Güte annehmen zu müssen. 'Das ist aber dumm von dir', erwiderte der Bruder, 'statt dass du dich freuen würdest, dass das Geld deiner Mutter dir zugute kommst, statt der heuchlerischen Kirche. Nimm du nur ruhig, was du kannst, dann kommt es wenigstens dem Werk zugute. Die alte Welt geht sowieso bald zugrunde, die soll ruhig noch zahlen.'"
      In dem eben zitierten Text ist auch von der "Beraubung der Ägypter" die Rede. Wie auch in etlichen Sachen, ist die Ursache dieser These im "Wachtturm" nachweisbar. Letzterer schrieb in seiner Ausgabe vom 15. 3. 1934 (S. 91):
      "Jehova hatte Mose zuvor gesagt: 'Wenn ihr auszieht, sollt ihr nicht leer ausziehen', sondern dass die Israeliten, sobald Gottes rechte Zeit zu ihrer Befreiung gekommen sein würde, von den Ägyptern borgen sollten: 'Und ihr sollt ? die Ägypter berauben' (2. Mose 3:21, 22). Unmittelbar nach der neunten Plage sprach Jehova zu Mose und sagte: 'Rede doch zu den Ohren des Volkes, dass sie ein jeder von seinen Nachbarn und eine jede von ihrer Nachbarin silberne Geräte und goldene Geräte fordern. Und Jehova gab dem Volke Gnade in den Augen der Ägypter. ? Jene Artikel wurden nicht von dem Ägyptern geborgt, um sich lediglich damit zu schmücken, sondern um von den Israeliten im Dienste des Herrn verwendet zu werden. Das bedeutet anscheinend, dass Jehovas Zeugen jetzt berechtigt und befugt sind, um die Benutzung irgendwelcher und aller Mittel, die die Machthaber der Welt jetzt kontrollieren, nachzusuchen und sie zur Förderung des Zeugniswerkes des Königreiches zu gebrauchen. Das bedeutet, dass sie des Feindes eigene Mittel oder Werkzeuge gegen ihn verwenden sollen, wie die Radiosendungen, die Einrichtungen der Gerichte, Petitionen und Proteste an die gesetzgebenden Körperschaften, welches Recht durch die Staatsverfassung ihres eigenen Landes verbürgt wird, ferner alle andern Mittel, wodurch das Volk auf die Botschaft von Jehovas Königreich aufmerksam gemacht werden kann. Damit bitten sie nicht etwa Satans Organisation um Erlaubnis für ihre Tätigkeit, sondern überbringen der Satansorganisation die Ankündigung und verlangen, dass diese weltliche Organisation aufhören soll, sich der Ausführung der Vorsätze Gottes in den Weg zu stellen. Das Borgen von den Ägyptern stellt wohl auch dar, wie Jehovas Zeugen Geldbeiträge für die Literatur entgegennehmen und es darauf zur Herstellung und Veröffentlichung weiterer Literatur benützen. So wendet das Volk des Herrn einige Dinge der Gesellschaft des Teufels dem Werke und Dienst des Herrn zu."

  3. Fanny

    fanny@Anna
    Liebe Anna,daß Wort Bewußtseinskontrolle wie das Wort schon zeigt hat was mit Kontrolle zu tun.
    Als ich noch regelmäßig die Zusammenkünfte besuchte ( wohlgemerkt von Kindheitbeinen an) bist du nur dieser Einen Kontrolle ausgesetzt. Sei es durch Vorträge oder den Umgang mit Gleichgläubigen.
    Andersgläubiger Umgang sollte laut WTG vermieden werden.
    Jetzt war es mir weder als Kind noch als Erwachsener möglich meine Fühler mal nach was anderen auszustrecken.z.b.andere Religionen oder einfach nur mal eine andere Lebensweise auszuprobieren.
    Ich möchte dir ein Beispiel aus meiner Jugend erzählen.Ich war ungefähr 17 oder 18 Jahre alt, da ist es einfach so passiert, daß ich eine Schwester kennenlernte ( ebenfalls mei Alter) in die ich mich unsterblich verliebte und sie in mich auch. Das ganze Cenario möchte ich dir lieber ersparen.
    Es gab natürlich einen rießen Wirbel um das Ganze.Seitens der Eltern und von den Ältesten.
    Woraus ich hinaus möchte ist eigentlich,daß das Ganze nach der Kommiteessitzung tot geschwiegen wurde.Niemand,einschließlich meiner Eltern oder Geschwister interessierten meine Gefühle oder mein Liebeskummer den ich Jahrelang mit mir herumgetragen habe.Man unterdrückt Alles bis man sich entweder das Leben nimmt (wollte ich damals auch,war aber zu feige) oder sich wieder in das Glaubensgefüge unterjocht.
    Schließlich stellt man sich auch noch die Frage: Ist man eigentlich normal? Liebt mich Jehova mit meiner unnormalen Gefühlswelt?
    Alles was mich als Mensch ausmacht ist dieser Organisation unterlegen gewesen.Mein Denken, mein Handeln.Alles!!!
    Es gibt so viele Fragen, die man sich als junger Mensch stellt aber noch mehr Fragen wenn du von dieser Organisation weg bist weil du dann nicht mehr dieser Gedankenkontrolle unterliegt und mit einen freien Geist Jesus begegnen kannst.
    Du triffst dann Entscheidungen mit Jesus und durch den heiligen Geist nur so kann man glücklich werden.
    LIEBE Anna ich wünsche dir von Herzen Gottes Segen
    LG Fanny

  4. ManfredF

    Hallo
    ich muss leider sagen, seitdem dutzende von Kommentar veröffentlicht werden, die absolut nichts mit dem Thema zu tun haben und die oft nur Streitgespräche untereinander sind, vielfach hervorgerufen von neuen Usern, die teilweise anscheinend Trolle sind fällt es immer schwerer, zu folgen und noch schwerer sinnvoll zu antworten. Schade.

    1. Tilo

      Lieber ManfredF, liebe Brüder von BI!

      Ich habe beim Lesen der vielen Kommentare (zum Aufsatz “Die gestohlene Glaubensfreude” gab es 290!) die gleichen Empfindungen wie du. Dabei verliert man die Lust an der Sache.

      Ich habe einen Verdacht, der sich immer mehr erhärtet: Hier ist die “fünfte Kolonne” der WTG an der Arbeit. Viele Kommentare haben nur den Zweck, dieses Forum in ein schlechtes Licht zu rücken. Die Absicht besteht darin, hier so zu tun, als ob Zeugen Jehovas schreiben, die unzufrieden sind. Die Kommentare werden absichtlich so gestaltet, dass sich die angeblichen Schreiber durch überzogene, schimpfende und diskreditierende Äußerungen selbst ins Unrecht setzen So würde ein unvoreingenommener Leser unter unseren Geschwistern einen Ton entdecken, der nicht mit Christus übereinstimmt. Das könnte ihn davon abhalten, hier zu lesen. Wenn das so ist, dann hat JW.OG ihr Ziel erreicht!

      Ich kenne diese Wühlarbeit aus einem untergegangenen deutschen totalitären Staat. Die Taktik ist immer dieselbe: Man tut so, als ob man ehrlich empört wäre, schießt aber gleichzeitig über das Ziel weit hinaus, indem man sich durch seine Schimpferei unglaubwürdig macht. Oder man verfasst Kommentare, die vom übersteigerten Lob der WTG nur so überfließen. Der unvoreingenommene Leser solcher Schimpf- und Schmeicheltiraden wendet sich dann angewidert ab, weil sie ein ungutes Gefühl erzeugen. Außerdem werden dann die vielen Kommentare, die vergeblich eine Richtigstellung versuchen, das Forum verstopfen und vom eigentlichen Thema ablenken. Es sollen ja Kommentare zum Thema des Aufsatzes auf der Hauptseite sein. Aber leicht, allzu leicht, kann man eine Diskussion, die einem nicht gefällt, in die Wüste der endlosen Kommentare führen und dort sterben lassen! Das ist die Absicht der WTG! (An einem Kommentar von Sandra kann man die Häme ablesen, wenn sie sich "wundert", dass so unqualifiziert diskutiert wird! Dieses "Mädchen" hat jedenfalls ihr Ziel errreicht.)

      Meinungsfreiheit wird überall in der Welt missbraucht! Wer im Internet unterwegs ist, sollte das wissen. Eine Meinung ist nicht immer eine Meinung! Natürlich werden grobe Verstöße gegen den guten Ton nicht zugelassen. Aber es geht ja auch anders! Man kann so tun, als wäre man höflich und vernünftig, und doch gleichzeitig Zwietracht säen, lächerlich machen und ablenken.

      Ich kann nicht vergessen, dass wir in einer Welt leben, die vom Bösen beherrscht wird. Was uns anbetrifft, so kennen wir doch den Maßstab für Recht und Unrecht. Eine Meinung, die z. B. ganz offen auf den Höchsten ein schlechtes Licht werfen will, hat kein Recht, auf BI geäußert zu werden.

      Um es mit Paulus zu sagen, zitiere ich aus dem Epheser-Brief:

      “Deshalb sollt ihr die Lüge ablegen
      Und jeder soll seinem Nächsten die Wahrheit sagen.
      Denn wir alle sind Glieder am Leib von Christus.
      Euer Zorn soll nicht dazu führen,
      dass ihr Schuld auf euch ladet.

      Niemand soll euch mit leeren Behauptungen täuschen.
      Denn wegen solcher Dinge
      bricht der Zorn Gottes über die Menschen herein,
      die ihm nicht gehorchen.
      Mit solchen Leuten dürft ihr nichts zu tun haben!

      Und beteiligt euch nicht an Taten,
      die der Dunkelheit entstammen
      und ohne Frucht bleiben.
      Deckt vielmehr solche Taten auf!”

      (Auch mit überlangen Buchauszügen und langen Reden kann der Leser ermüdet werden. Reicht es denn nicht, einen Link zu setzen? Und muss man sich ständig wiederholen? Schauspielern wird gesagt: "Tell your story and go!" (Ich habe schon einmal - und wie ich vermutet habe - vergeblich vor Altersgeschwätzigkeit gewarnt. Nun hat es auch die Jungen erwischt.)
      Bitte seht es mir nach, wenn ich so deutlich bin!
      Liebe Grüße! Tilo

      1. bruderinfo1

        Lieber Tilo,

        danke für diesen durchdachten Kommentar. Du triffst es ziemlich genau und bei Töter des Wortes und Naivchen Sandra steckt Strategie dahinter. Es ist ein Spiel mit BI und den Kommentatoren.

        Schön zu sehen, wie eigentlich alle hier dieses Spiel letztlich doch durchschauen.

        Lg
        Bruderinfo1

  5. vie ratée

    Hallo ihr lieben!

    Dieser Link gehört thematisch nicht hier her, evtl. verschiebt Ihn ja jemand dort hin wo er besser passt...
    Ich verlinke den Artikel weil er mich sehr berührt hat - und aus meiner Sicht auch zeigt - wie eingeschränkt ein Kind sich innerhalb der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas entwickeln kann und wie viel ein Mensch der aussteigt durch laufen kann / mancher muss - um zu sich selbst zu finden.

    tagesspiegel.de/berlin/nachrufe/nachruf-auf-daniela-kuehn-geb-1970-furchtlos-vor-jehovas-zorn/13417592.html

  6. Sandra

    Warum ist in den Beiträgen hier so viel Streit und Boshaftigkeit ? Einer beleidigt pauschal alle Zeugen. Ein anderer macht sich lustig über die Rechtschreibung. Ich sag immer: wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten 🙂

    1. BenKenobi

      Am besten, du fragst deine Bibellehrerin! 🙂

  7. Liebe Brüder und Schwestern ich bin zutiefst erschüttert über die
    Doppelmoral der LK !
    Außen hin stellen wir uns mit einer Weißen Weste innen drin sind wir voller
    Schumutz!
    Wann endlich wird die LK lernen sich an die Anweisungen der Heiligen Schrift zu halten?
    Wann endlich wird die LK zu ihrer Vergangenheit stehen und alle IRTÜMER die in der Vergangenheit wahren ausräumen?
    Wann ENDLICH wird sie die Wahrheit aus Gottes Wort Lehren und nicht ihre eigenen Interpretation?
    Man kann die WAHRHEIT nicht unterdrücken ,die LÜGE wird irgendwann ans LICHT kommen und das ist auch GUT SO !
    Ich hoffe das der Tag kommt an dem endlich jeder von UNS BEFREIT mit seinen BRÜDERN und SCHWESTERN reden kann ohne als ABTRÜNNIGER zu gelten!

    1. peetha @ wahrheit aus selters zelle

      Wahrheit ist kein .... ICH - sorry
      denn ´Wahrheit´ ist die verarsche von heute für morgen

      sorry - IHR Zitat ´wann endlich .. ´ - wurde HIER schon ER klärt - GE klärt und auchvDIE Lüge, die irgendwann ans LICHT kommt -
      D I E ham wa schon alle hinter uns

      Ps : nicht immer + überall, ist artikulierte ´Wahrheit´ ,..... willkommen

      Mann/Frau ist HIER schon ´WAHRHEIT´s geprüft

      liebste Wahrheit
      leg Dich WIEDER hin ,

      denn Lüge wird nicht IRGENDWANN ans Licht kommen - Lüge offenbart sich durch unerfüllte Wahrheit(en) (nicht von mir)

      Wahrheit - tut mir leid
      Neuer(e) Wahrheit - tschüssikowsky

      BIBLISCHE Wahrheit - andres Thema - und willkommen

      1. Arno Meyer

        Hallo und guten Tag,

        interessantes Deutsch, ich konnte es aber nicht richtig ausrechnen,
        da hier offensichtlich nicht Punkt vor Strichrechnung zielführend ist,
        oder sollte es ein Lückentext werden?
        Echt erstaunlich welche kommunikative Stilblüten im Internet zu
        finden sind....

        Gruß
        Arno

        1. Jochen

          Hallo Herr Arno!😱
          Ja es ist halt mal so das manchmal Menschen, ein Problem mit der Rechtschreibung haben. (habe ich auch nach meinen Schlaganfall) finde ich auch nicht schlimm dafür sind wir Menschen und Christen und mir persönlich ist es Wurscht ob er Wurst mit ch scheint oder mit XY der Mensch ist mir wichtig den es gibt viele Möglichkeiten für die Rechtschreibschwäche auch Krankheit usw mit Brüderlichen Grüßen Jochen

          1. Ron West@Jochen

            Hallo Jochen,
            Deiner Antwort an Herr Arno kann ich nur unterstützen. Wir alle lassen uns hier nicht von irgendeiner Rechtschreibung abhalten unsere Gedanken zu äußern. Wenn wir uns nämlich von Angesicht zu Angesicht unterhalten würden, käme keiner auf die Idee plötzlich den Gesprächspartner zu fragen: " Du, das was du mir gerade erzählt hast, wie schreibt man das?"
            Nein, wir verstehen einander. Deshalb darf diese Forum kein Platz für Besserwisser usw. sein, die uns wegen der Rechtschreibung belehren wollen.

            Ich wünsche Dir alles Gute
            Ron

        2. Fanny

          FANNY@Arno Mayer
          Sondersprachen sind Sprachen oder Sprachformen ,die innerhalb einer Sprachgemeinschaft nur von einem Teil der Mitglieder verwendet werden. SIE WURDEN IN der Vergangenheit auch als Geheimsprache bezeichnet.
          Diese Sprachformen finden Sie auch in der Organisation der Zeugen Jehovas,die die Gabe Besitzt Bibeltexte einen völlig neuen Sinn zu geben und aus den Zusammenhang reißen.
          LG Fanny

          1. Wie mag sich das damals z. B. für geborene Libyer angehört haben?

            Apg. 2: 5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, von jeder Nation derer, die unter dem Himmel sind.
            6 Als sich aber das Gerücht hiervon verbreitete, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, weil jeder einzelne in seiner eigenen Mundart sie reden hörte.
            7 Sie entsetzten sich aber alle und verwunderten sich und sagten: Siehe, sind nicht alle diese, die da reden, Galiläer?
            8 Und wie hören wir sie, ein jeder in unserer eigenen Mundart, in der wir geboren sind:
            9 Parther und Meder und Elamiter, und die Bewohner von Mesopotamien und von Judäa und Kappadocien, Pontus und Asien,
            10 und Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Gegenden von Libyen gegen Kyrene hin, und die hier weilenden Römer, sowohl Juden als Proselyten, Kreter und Araber -
            11 wie hören wir sie die großen Taten Gottes in unseren Sprachen reden?
            12 Sie entsetzten sich aber alle und waren in Verlegenheit und sagten einer zum anderen: Was mag dies wohl sein?
            13 Andere aber sagten spottend: Sie sind voll süßen Weines.

            Arabisch klingt nicht überall gleich. So können geborene Syrer genau heraus hören, ob ein Flüchtling echter Syrer ist, oder aus einem anderen arabischen Raum kommt.

            Spione meinten einmal, die beste Spionensprache wäre Schwyzer-dütsch. Wer kann denn das so erlernen, dass er so spricht wie ein hineingeborener Schweizer? Ich bin zwar in Hamburg geboren, aber in Wien aufgewachsen. Man sagt in der Regel ist die Grenze um akzentfrei eine Sprache zu lernen bei 8 Jahren. Wer älter ist, wird die neue Sprache immer mit seinem angeborenen Akzent vermischen. Typisch die Ungarn, bei denen wird ein "e" meist wie ein "ä" klingen.
            Daher finde ich es oft lächerlich, wenn z.B. Deutsche versuchen wienerisch zu sprechen, das geschulte Ohr hört genau die kleinen Unterschiede heraus.
            Nun bleibt die Frage, wie haben die Einheimischen damals das wirklich gehört:

            "Und wie hören wir sie, ein jeder in unserer eigenen M u n d a r t, in der wir
            g e b o r e n sind:
            9 Parther und Meder und Elamiter, und die Bewohner von Mesopotamien und von Judäa und Kappadocien, Pontus und Asien,
            10 und Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Gegenden von Libyen gegen Kyrene hin, und die hier weilenden Römer..."

            An unseren Berliner Freund ein weanarischer Gruß - loß das guat geh und red weida mit deiner balinarischen Goschen, geh heb mein Koffa weita auf, den i durt'n no hob! 😉

            Ein lockeres Servus!
            Gerd

        3. Lieber Arno,

          wie können wir doch glücklich sein über jede einzelne Blüte und Stilblüte, ob hier oder in der Natur! Hast Du Dir schon mal ein wundervolles buntes Feld übersät mit den verschiedensten, buntesten, zauberhaftesten und unterschiedlich intensiv duftenden Blüten und Blumen, Sträuchern, Gräsern und Bäumen vorgestellt? Geheiligt werde unser liebevoller Vater und sein Sohn, auch dafür!!

          Lieben Gruß Schneeflocke

          1. Jochen

            Liebe Schneeflocke!
            Sehr gut dein Kommentar 👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👏
            Danke dir so kann der Tag gut anfangen liebe Grüße Jochen

        4. Ron West@Arno

          Sehr geehrter Arno,

          Sie haben sehr wohl verstanden, was die Schreiber hier auf dieser Plattform in deutscher Sprache schrieben. Deshalb ist Ihre Äußerung "interessantes Deutsch" nicht korrekt.
          Da Sie es verstanden haben müsste es heißen "interessante Grammatik". 🙂

          Mit freundlichen Grüßen
          Ron West

          1. Arno Meyer

            Ich danke allen für die lieben Hinweise und Erklärungen! Wobei
            ich nirgends ein Wort über die Rechtschreibung verloren habe
            oder habe ich das übersehen?

        5. Argentum an Peetha

          Das ist kein Lückentext, das ist Kunst à la Peetha!

          Und ja, es ist eine Stilblüte.

          Liebe Grüße an Peetha 🙂
          Bleib wie Du bist

          Argentum

    2. Nicht nur du bist erschüttert!

      Die Doppelzüngigkeit der LK läßt sich auf tausenden Seiten ihrer Belehrung im Laufe der Jahrzehnte immer und immer wieder belegen. Paulus warnte den jungen Timotheus (1. Brief Kap. 6 die letzen Verse) vor eine so genannt widersprüchlichen Erkenntnis, er macht ihm klar wenn Menschen diesen folgen werden sie im Glauben Schiffbruch erleiden. Genau das hat diese LK auch zu verantworten, es gibt unzählige die ihren Glauben aufgegeben haben.

      Obwohl in den 1940er Jahren einmal dies stand:

      Kurzes Zitat - Wachtturm v. 1. Feb. 1947:

      Die Bibel ist für Christen die höchste, einzig maßgebende Autorität. Sie ist eine vollständige Anleitung und sagt uns eindeutig, was wir wissen müssen und was wir glauben sollen.
      „Das geschriebene Wort Gottes bedarf demnach keiner hinzugefügten Überlieferungen, die nur Privatauslegungen von Menschen und von Religionsorganisationen darstellen.“ Die Bibel allein genügt (2. Timotheus 3:15 – 17).

      JZ geben ihre Organisation nicht als höchste Instanz für die alleingültige Bibelinterpretation aus, die beansprucht, als ein „von Gott ernannter Ausleger der Bibel“ zu dienen. (Niemand hat diese Autorität, die sich alle wünschen.)

      „Gottes heiliger Geist ist es, der die Auslegung der Bibel erschließt.“ Meinungsverschiedenheiten, die aus persönlichen Auslegungen von Christen entstehen, denen es an christlicher Reife mangelt, müssen in Liebe toleriert werden.

      Das, was dieser Wachtturm schrieb, war natürlich nichts Neues. Das sind grundsätzliche Wahrheiten, die schon vor 500 Jahren im Zuge der Reformation wiederentdeckt und festgeschrieben wurden.

      1946 standen die ZJ (in Punkt 2 - 4) in einem so krassen Widerspruch zu dieser fundamentalen Lehre des Protestantismus, dass der Präsident N. H. Knorr und sein Stellvertreter F. Franz, der auch der Verfasser des oben angeführten WT-Artikels war, sich wohl genötigt sahen, eine Änderung herbeizuführen. Macht führt zur Einheit, und Einheit verleiht Macht. Rutherford verkörperte beides. Eine – wenn nicht richtig angewendet – teuflische Macht; sollte sie eine christliche Einheit bewirken?

      Wer von dieser uneingeschränkten Macht, wie sie Rutherford verkörperte, einmal gekostet hat, muss gewaltig aufpassen, dass er nicht verdorben und süchtig wird. Herrschsüchtige Menschen sind krank, ohne ihre Krankheit zu erkennen. Darum sind sie auch schwer zu kurieren.

      Das, was wie ein Reformationsversuch aussah, erwies sich schnell als Fehlschlag. Zu sehr hatte man sich schon an die Folge der Wechselwirkung von Einheit und Macht gewöhnt. Schnell fiel man in die „erfolgreichen“ Methoden Rutherfords zurück. Der Einheit wegen, wurden grundlegende Freiheiten wie die Meinungsäußerungs- und Gewissensfreiheit wie mit einem Panzer aufs neue niedergewalzt. Das wurde nie so deutlich sichtbar wie in dem Gerichtsverfahren, das 1954 in Schottland stattfand. (In dem Fall Walsh, eines vorsitzführenden Aufsehers in einer Versammlung der ZJ, ging es um die Anerkennung des Status als ein Geistlicher.) Inhalt folgt:

      1. Gerichtsverfahren, das den heute noch vorherrschenden
        Geist der leitenden Körperschaft der ZJ offenbart:

        In diesem Verfahren traten drei Beamte und Vertreter der Wachtower Society in höchster Funktion auf. Die Zeugen-Aussagen dieser drei hochkarätigsten ZJ aus der Weltzentrale sind von besonderem Wert, da sie die offizielle Politik oder Linie der Organisation offen darlegen mussten. Die Fragen an sie waren so formuliert, dass ein Ausweichen, Beschönigen oder Zerreden nicht möglich war. Kein Interviewer kann ansonsten darauf bestehen, peinliche Fragen einfach und deutlich nur mit ja oder nein zu beantworten. Das Gericht konnte es. Bei den hochrangigen Vertretern der WTG handelte es sich um:

        1. Fred W. Franz; damals Vizepräsident und von 1977 – 92
        Präsident der WTG; hauptverantwortlich für das gesamte
        Lehrgebäude der ZJ in den vergangenen 60 Jahren.

        2. Hayden Covington; Rechtsberater und ehemaliger Vize-
        präsident der WTG.

        3. Grant Suiter; Sekretär-Kassierer der WTG und späteres
        Mitglied der leitenden Körperschaft der ZJ.

        Es folgen einige Auszüge aus dem Gerichtsprotokoll, wie sie in dem Buch „Auf der Suche nach der christlichen Freiheit“ von Raymond Franz wiedergegeben wurden.(In Deutsch ist das Buch nur als CD erhältlich, zu beziehen beim Übersetzer Herbert Raab, Lübecker Str. 40, 45145 Essen.)
        Zuerst wurde Fred Franz in den Zeugenstand gerufen.

        („F“ steht für die Fragen des Anwaltes der britischen Krone und „A“ für die Antworten der drei Zeugen. In eckigen Klammern stehen ergänzende Einfügungen vom Autor zum besseren Verständnis.)

        Man kam auf die Lehren in den Publikationen der WTG zu sprechen:

        F: Sieht man diese Lehraussagen innerhalb der Gesellschaft als maßgebend an?

        A: Ja.

        F: Steht es frei, sie zu akzeptieren, oder sind sie verpflichtend für alle, die Mitglieder der Gesellschaft sind und bleiben wollen ?

        A: Sie sind verpflichtend. ....[Zum Thema Gemeinschaftsentzug:]

        F: Und werden diese disziplinarischen Maßnahmen tatsächlich vollzogen, wenn sich die Situation ergibt?

        A: Ja. Tatsache ist, dass der Ausschluss als solcher für den Ausgeschlossenen zur Vernichtung führen kann, wenn dieser niemals bereut und seinen Lauf ändert, und wenn er außerhalb der Organisation bleibt. Für ihn gäbe es keine Hoffnung auf [ewiges]Leben in der neuen Welt. ......[Zum Thema der Wiederkunft Christi, die ursprünglich 40 Jahre vor 1914 angesetzt wurde:]

        F: Hat er [Russell] nicht 1874 als entscheidendes Datum angesetzt?

        A: 1874 verstand man allgemein als den Zeitpunkt des zweiten Kommens Jesu im Geiste.

        F: Sagten Sie: verstand man allgemein?

        A: Das ist richtig.

        F: Und wurde das als Tatsache herausgebracht, die von allen, die ZJ waren, akzeptiert werden musste? A: Ja. ....

        F: Es wurde also die Pflicht und Schuldigkeit des Zeugen, diese Fehlberechnung zu akzeptieren ? A: Ja.

        F: So muss die Gesellschaft also vielleicht in ein paar Jahren einräumen, dass das, was sie heute als Wahrheit herausgibt, dann falsch ist ? A: Wir müssen eben abwarten.

        F: Und in der Zwischenzeit ist die Gesamtheit der ZJ weiter einem Irrtum gefolgt? A: Sie sind einem Missverständnis in bezug auf die Schrift gefolgt.

        F: Irrtum? A: Nun ja, Irrtum. .....

        F: Ich habe Ihre Haltung so verstanden – bitte korrigieren Sie mich wenn ich unrecht habe - , dass ein Mitglied der ZJ das, was in den Büchern steht, auf die ich hinwies, als eine Art Bibel und als wahre Auslegung annehmen muss.

        A: Aber er tut das nicht unter Zwang; man gibt ihm das Recht als Christ, die Schriftstellen zu untersuchen, damit er die Bestätigung erhält, dass das von der Bibel gestützt wird.

        F: Und wenn er nun sieht, dass die Schriftstelle nicht von den Büchern gestützt wird oder auch umgekehrt, was wird er dann tun?

        A: Die Schriftstelle steht da als Stütze der Aussage, darum wird sie dort angeführt.

        F: Was tut jemand, wenn er sieht, dass zwischen der Schriftstelle und diesen Büchern eine Diskrepanz besteht?

        A: Sie müssen mir schon jemanden herbeibringen, der das findet, dann kann ich antworten oder er wird es tun.

        F: Haben Sie damit auch sagen wollen, dass das einzelne Mitglied das Recht hat, die Bücher und die Bibel zu lesen und sich seine eigene Meinung zu bilden, was die richtige Auslegung der Heiligen Schrift ist?

        A: Er kommt ---

        F: Würden Sie ja oder nein sagen und es dann näher ausführen?

        A: Nein. Möchten Sie, dass ich das jetzt begründe?

        F: Ja, wenn Sie wollen. ......F: Ein Zeuge hat dann doch wohl keine Alternative, als die im Wachtturm oder Erwachet herausgegebenen Anweisungen als maßgebend anzunehmen und zu befolgen?

        A: Er muss sie akzeptieren. ..... F: Gibt es für jemanden Hoffnung auf Rettung, der sich in einer Situation in der Welt befindet, wo er die Traktate und Veröffentlichungen Ihrer Vereinigung nicht erhalten kann, allein auf die Bibel stützt?

        A: Er stützt sich ja auf die Bibel. F: Kann er sie dann richtig auslegen? A: Nein.
        _______________

        Dann wurde Hayden C. Covington in den Zeugenstand gerufen. Die Befragung von Fred Franz hatte er mit angehört, und er musste nun damit rechnen, dass ihm ähnliche Fragen gestellt werden. Gab es Fragen, die er besonders fürchtete?

        Ja. Den Fragen wegen der falschen Prophetie in Verbindung mit 1874 wäre er am liebsten aus dem Wege gegangen. Deswegen versuchte er den Dummen zu spielen, der über dieses Jahr nichts weiß und die „Schriftstudien“ nicht gelesen hat. Unfassbar!

        Covington ist seit 1932 ein ZJ und wusste nicht, was in den „Schriftstudien“ steht, obwohl sie in den 1920er Jahren als die wichtigsten und grundlegenden Lehrbücher der Organisation galten? Das Mitglied der leitenden Körperschaft, Karl F. Klein, schrieb in seinem Lebensbericht im Wachtturm vom 15.12.1984: „In jenen [1920er] Jahren sagte man uns: ‚Lies die sieben Bände der Schriftstudien jedes Jahr durch, wenn du in der Wahrheit bleiben willst.’ Natürlich wollte ich in der Wahrheit bleiben und las daher pflichtgetreu jedes Jahr diese Bände durch, bis ich ins Bethel kam. Das bedeutete, dass ich täglich zehn Seiten lesen musste ....“.

        Kommen wir nun zu der Befragung von H. Covington, der keine Ahnung von dem Inhalt der Schriftstudien hatte:

        F: Lassen Sie uns den faden etwas weiterspinnen. Dass das zweite Kommen des Herrn im Jahre 1874 stattfand, war als etwas verbreitet worden, dem alle Mitglieder der ZJ zu glauben hatten?

        A: Damit kenne ich mich nicht aus. Sie sprechen da über etwas, von dem ich nichts weiß.

        F: Sie haben Mr. Franz’ Aussage mitbekommen? A: Ich habe Mr. Franz’ Angaben gehört, aber ich kenne mich mit dem, was er darüber sagte, nicht aus. Deshalb kann ich nicht mehr darüber erwidern als Sie, der Sie gehört haben, was er gesagt hat.

        F: Lassen mich bitte aus dem Spiel. A: Was ich im Gerichtssaal gehört habe, ist die Quelle meiner Kenntnis.

        F: Sie haben die Literatur ihrer Bewegung studiert? A: Ja, aber nicht die gesamte. Ich habe nicht die sieben Bände der „Schriftstudien“ studiert und auch nicht das, was Sie jetzt über 1874 erwähnen. Ich kenne mich da ganz und gar nicht aus. [Das letzte Mal wurden die Ansichten über 1874 im Jahre 1929 in der Literatur der WTG vertreten.]

        F: Nehmen Sie als von mir gegeben an, es sei von der Gesellschaft verbreitet worden, Christi zweites Kommen fände 1874 statt. A: Unterstellt, es sei so, dann ist das eine hypothetische Feststellung.

        F: War das Veröffentlichung falscher Prophetie? A: Es war Veröffentlichung falscher Prophetie, es war eine falsche Aussage oder eine irrige Aussage über die Erfüllung von Prophetie, die falsch oder irrig war. [Endlich kam das Eingeständnis, vor dem er sich drücken wollte.]

        F: Und das hatte von der Gesamtheit der ZJ geglaubt zu werden? A: Ja. Sie müssen nämlich verstehen, dass wir in Einheit sein müssen; wir können keine Uneinigkeit haben... Von einer Armee wird erwartet, dass sie im Gleichschritt marschiert.

        F: Kommen wir jetzt auf den Kern zurück. Es wurde falsche Prophetie verbreitet? A: Ich stimme zu.

        F: Sie musste von den Zeugen Jehovas akzeptiert werden. A: Das ist korrekt.

        F: Wenn ein Glied der ZJ zu dem eigenen Schluss kam, die Prophetie sei falsch, und das auch sagte, wurde er dann üblicherweise ausgeschlossen? A: Ja, wenn er das sagte und Unruhe verursachte. Wenn nämlich die gesamte Organisation etwas glaubt, auch wenn es falsch ist, und jemand kommt daher und versucht, seine Ideen unter die Leute zu bringen, dann gibt es Uneinigkeit und Unruhe, kein Marschieren im Gleichklang..... Unsere Absicht ist es, Einheit zu haben.

        F: Einheit um jeden Preis?

        A: Einheit um jeden Preis.

        F: Und Einheit aufgrund zwangsweisen Annehmens falscher Prophetie? A: Das räume ich ein.

        F: Und derjenige, der seine Ansicht äußerte, dass sie, wie Sie sagen, falsch sei, und der dann ausgeschlossen wurde, würde gegen den Bund verstoßen, wenn er getauft wird? A: Das ist richtig.

        F: Und wäre, wie Sie gestern ausdrücklich sagten, des Todes würdig? A: Ich glaube ---

        F: Würden Sie nun ja oder nein sagen? A: Ich antworte unbedingt mit ja, ohne Zögern!

        F: Bezeichnen Sie das als Religion? A: Das ist es sicher.
        F: Nennen Sie das Christentum? A: Ganz bestimmt. ...…

        F: Im Zusammenhang mit Irrtümern standen Sie in einem ziemlich ausführlichen Kreuzverhör über Ansichtsunterschiede, die es in der maßgebenden Darstellung der Schrift die Jahre hindurch seit Gründung der Gesellschaft gegeben hat, und ich meine, Sie haben zugestimmt, dass es da Unterschiede gegeben hat. A: Ja.

        F: Sie haben auch ganz freimütig beigepflichtet, dass Personen, die zu irgendeiner Zeit die maßgebende Darstellung nicht akzeptieren wollen, mit ihrem Ausschluss aus der Gesellschaft rechnen müssen, mit allen geistigen Folgen, die das vielleicht mit sich bringt. F: Ja, das habe ich gesagt, und das stelle ich nochmals fest.
        ___________________

        Besteht die Bibel auf eine solche „Einheit um jeden Preis“, auf eine Einheit, die sich sogar auf „zwangsweises Annehmen falscher Prophetie“ gründet? Sind solche ZJ „des Todes würdig“ und verdienen sie den Ausschluss „mit allen geistigen Folgen“, wenn sie sich aus Gewissengründen einer solchen erzwungenen Einheit und Meinungsdiktatur nicht beugen wollen? Könnte man die LK der ZJ zu einem Kreuzverhör vor Gericht bringen, dann müsste sie die beiden Fragen auch heute noch mit einem deutlichen Ja beantworten.

        Nun möchten wir noch ganz kurz auf eine Aussage des dritten Top-Beamten der WTG, Grant Suiter, eingehen:

        F: Erwartet man von ihm [jedem ZJ], dass er sich mit den Publikationen der Gesellschaft vertraut macht? A: Ja, sicher.

        F: Kann er nun eigentlich nach Ansicht der ZJ ein Verständnis der Heiligen Schrift ohne die Publikationen der Gesellschaft haben? A: Nein.

        F: Er kann nur durch diese Publikationen ein richtiges Verständnis der Schrift haben? A: Ja.

        F: Ist das keine Anmaßung ? A: Nein.

        F: Sie haben die Aussage darüber gehört, dass man 1874 als wesentliches und entscheidendes Datum schließlich für falsch gehalten hat und dass 1925 ein falscher Zeitpunkt war? Was diese zwei Punkte angeht: Allen ZJ wurde auferlegt, sie als die Wahrheit zu akzeptieren, und zwar uneingeschränkt? A: Das ist richtig.

        F: Sie stimmen zu, dass das Falsches zu akzeptieren hieß? A: Nein, nicht ganz. Die Punkte, die verkehrt waren, waren es deshalb, weil wir uns irrten, aber wichtig ist das, was insgesamt dabei herauskam.
        ___________________

        Das Gerichtsverfahren fand 1954 statt, also nur acht Jahre nach jenem Artikel, von dem wir die kurze Zusammenfassung brachten. Wenn man diese Aussagen mit den Aussagen des Gerichtsprotokoll vergleicht, dann ist man der gewaltigen Diskrepanz wegen perplex. Wie können die verantwortlichen Prediger einer christlichen Glaubensgemeinschaft so skrupellos sein, in kurzer Zeit völlig entgegengesetzte und unchristliche Standpunkte zu vertreten?

        Obwohl man beim Lesen des Gerichtsprotokolls anderer Meinung sein könnte, war Covington noch nicht so gewissenlos wie F. Franz. Covington machte der erbarmungslose Kurs der Organisation zu schaffen. Er hatte aber nicht die eiserne Natur von Rutherford, der ihn als seinen Nachfolger aufbaute. Er wurde Vizepräsident. Sein Verhältnis zum Präsidenten N. H. Knorr war nicht gut und verschlechterte sich. 1944 trat er als Vizepräsident zurück und Franz wurde der Vize. Schließlich gab er seine Mitarbeit in der Weltzentrale auf und eröffnete eine Anwaltspraxis. Auf diese Weise versuchte er, sich den Lehrzwängen der Organisation etwas zu entziehen. Jeder verantwortliche Prediger der ZJ, der das einmal versucht hat, weiß, wie schwer das ist. Und das ist um so schwerer, je prominenter man ist. Der Druck, Stress und die Probleme wuchsen Covington über den Kopf, und er versuchte, sie im Alkohol zu ertränken. Doch sie waren alle gute Schwimmer, und schließlich ging er im Alkohol unter. In den 1970er Jahren wurde er wegen Alkoholismus ausgeschlossen.

        Sein Problem war die Folge seines engen Umgangs mit einem schlechten Menschen, der die Skrupellosigkeit in Person war; bei ihm lernte er das Trinken: Präsident Rutherford. Er war bis an sein Lebensende ein Alkoholiker, der Whisky und Likör mehr liebte als Gott. Um das zu bezeugen, könnten wir eine Reihe von zuverlässigen Zeugen (wie z. B. Walter Salter, den Zweigaufseher von Kanada) aufmarschieren lassen. Aber daran liegt uns nichts, diesen Beweis zu erbringen. Uns genügt es, bereits bewiesen zu haben, dass er ein mieser Christ war – im Gegensatz zu Covington, der nicht zuließ, dass sein Gewissen total abstumpfte. Er nahm den Kampf gegen den Alkohol auf und unterzog sich einer Entziehungskur. Nach einer weiteren Behandlung im Speers Hospital in Dayton meisterte er schließlich sein Problem. Vor diesem Mann können wir noch den Hut ziehen. Aber nicht vor Rutherford, der es als Götzendienst betrachtete, vor einer Frau bei der Begrüßung den Hut zu lüften. Sein Verhältnis zu den Frauen – nicht nur zu seiner eigenen Frau, war äußerst schlecht. Den Muttertag sah er als Feministenkomplott an. Alle Zeuginnen Jehovas, für die Rutherford ein Heiliger war, sollten über folgende Worte von Kiplings Beschreibung einer Frau nachdenken, die dieser Scheinheilige bei einem Kongress St. Louis, Missouri, im Jahre1941 vor Tausenden ZJ zitierte; für ihn war die Frau „ein Büschel Haare und Sack voller Knochen.“ Das konnte er sagen, ohne dass es irgendwelche Konsequenzen nach sich zog. Was konnten denn diejenigen, bei denen er Anstoß erregte, schon machen? In dieser von ihm geschaffenen „Theokratie“ war er unangefochten der Boss, d. h. Gott., und er konnte machen, was er wollte. Alle mussten damit einverstanden sein – denn Einheit muss sein.

        (obiges wurde von einem ehemaligen sehr erfahrenen Kreisaufseher - heute jenseits der 70 - aufgezeichnet und niedergeschrieben)

  8. Werner

    Liebe Autoren und Betreiber dieser Seite,
    endlich einmal aufrichtige christliche Kommentare zum Thema WTG. Habe auch das Buch gekauft und habe in einem Rutsch fast durchgelesen und ich muss allen ein Kompliment machen, wie sachlich, gut recherchiert und mitfühlend Ihr mit dem Thema (LK, tuvS usw.) umgeht. Ihr habt mein Interesse an der Bibel und am christlichen Glauben wieder geweckt. Danke Diese vermeintlich christliche Gesellschaft agiert wie “Das Ministerium für Wahrheit” aus dem Roman 1984 von George Orwell. Ich habe vor 3 Jahren mein Dienstamt freiwillig abgegeben und vor einiger Zeit Bruderinfo gefunden. Meine eingeschlossenen Familienangehörigen schlagartig jeglichen Kontakt zu mir abgebrochen, weil ich zu viele Fragen stellte, die WTG wird sich freuen über ihre perfekte Gehirnwäsche.

    Ich denke sie haben zu viel Angst selbst ausgeschlossen zu werden, da die das Kontaktverbot auch auf solche wie mich so verschärft wurde, dass meine Verwandten mich als schlechten Umgang meiden.
    Sie glauben fest daran mich zu retten, indem sie mich zur Besinnung bringen wollen. Eigentlich machen sie das, weil sie mich lieben. Das Problem ist nur, dass ich ein Leben in Freiheit, und damit meine ich die Freiheit des Denkens, gewonnen habe und dabei bin einen neuen Freundeskreis aufzubauen, so das ich nicht mehr auf die angeblichen Freunde Jehovas angewiesen bin.
    Auch wenn die WTG zum Hass auf Abtrünnige wie mich aufruft, auch wenn ich noch nicht ausgeschlossen bin, so bin ich mir sicher, dass dies nur von einem kleinen orthodox agierenden Teil dieser Zeugen umgesetzt wird.
    Nochmals vielen Dank für Eure Bemühungen und diese Website und das tolle Buch.
    Werner

    1. Willkommen lieber Werner!

      Deine Erfahrung, die sich tausende male wiederholt, ist ein deutlicher Beleg wessen Kind jene sind die solchen Belehrungen auf den Leim gehen:

      Der Wachtturm, 15. Januar 1975, Seite 442:
      ... Weißt du aber auch, wie man haßt? Diese harten Worte bringen den gottgefälligen Haß zum Ausdruck, den auch du empfinden mußt, wenn du Gott gefallen möchtest. Haß ruft in uns Abscheu hervor. Etwas, was man haßt, ist einem zuwider, man ekelt sich davor, man kann es nicht ausstehen.

      Folgender Satz ist nur in der englischen Watchtower-Ausgabe enthalten:
      [...] [Man hasst ausgeschlossene Zeugen Jehovas] in dem Sinne, wie man
      Gift oder einer giftigen Schlange aus dem Weg geht.

      Da kann Jesus noch so deutlich seine Sicht der Dinge "Liebet eure Feinde", von sich geben, die LK ruft unverhohlen im Laufe der Jahrzehnte immer wieder zu diesem Hass auf. Sie selbst und all jene die auf sie hören wandeln in der Finsternis und sind lt. den Worten von Johannes Kinder des Teufels. (im Kap. 3)

      Hier ein Hinweis im Kap. 2 vom ersten Brief:

      Das alte und das neue Gebot
      7 Was ich euch jetzt schreibe, meine Lieben, ist kein neues Gebot, sondern die Botschaft Gottes, die ihr von Anfang an gehört habt. 8 Und trotzdem ist dieses Gebot neu, weil Christus es verwirklicht hat und ihr jetzt danach lebt. Denn die Finsternis schwindet, weil das wahre Licht für uns leuchtet. 9 Wenn nun jemand behauptet, in diesem Licht zu leben, hasst aber seinen Bruder oder seine Schwester, dann lebt er in Wirklichkeit immer noch in der Finsternis. 10 Nur wer seine Geschwister liebt, der lebt wirklich im Licht. An ihm lässt sich nichts Anstößiges finden.

      Im WT aus 1953 hätte man "Abtrünnige" wenn es die Gesetze des Landes zulassen die Abtrünnigen auch getötet. Ja soweit geht ihr Verständnis der Bibel. Das jemand der seinen Bruder nicht liebt Gott gar nicht lieben kann, soweit ist ihr Verständnis nicht gediegen.

      1. Joh. 3: 10 Daran kann also jeder erkennen, wer ein Kind Gottes oder wer ein Kind des Teufels ist. Alle, die Unrecht tun und ihren Bruder oder ihre Schwester nicht lieben, sind niemals Gottes Kinder.

      Der Maßstab für unsere Liebe
      11 Von Anfang an habt ihr gehört: Wir sollen einander lieben. 12 Nicht Kain darf unser Vorbild sein. Er war ein Kind des Teufels und tötete seinen Bruder Abel. Und warum hat er ihn ermordet? Weil seine eigenen Taten böse waren, aber das Leben seines Bruders Gott gefiel. 13 Genau aus demselben Grund hasst euch die Welt. Wundert euch also nicht darüber, liebe Brüder und Schwestern. 14 Wir wissen, dass wir vom ewigen Tod gerettet wurden und jetzt neues Leben haben. Das zeigt sich an der Liebe zu unseren Brüdern und Schwestern. Wer nicht liebt, der bleibt dem Tod ausgeliefert.

      15 Jeder, der seinen Bruder oder seine Schwester hasst, ist ein Mörder. Und das wisst ihr: Ein Mörder hat das ewige Leben nicht.

      LG Matthäus

      1. Werner@Matthäus

        Hallo Matthäus,
        Danke für deine Antwort auf meine erste Wortmeldung hier. Ich schätze deine Kommentare und deine Hinweise auf die WTG Aussagen sehr.
        Ich bin wirklich bestürtz über das, was man so in unserer Literatur lesen kann. Man muß nur mal aufmerksam lesen und nachdenken. Warum habe ich das alles nicht schon eher und vor allem selbst gemerkt. Man müßte sich eigentlich schämen das man den zum Teil Gotteslästerlichen geistigen Müll selbst vertreten hat.

    2. Oemmelchen @ Werner

      Hallo Werner,
      du bist nicht zufällig aus Berlin ... ?

  9. Janus@alle&BI

    Liebe alle, liebes BI-Team,
    offen gesagt macht es mir zur Zeit keine Freude hier die Kommentare zu lesen. Warum? Wertvolle Artikel gehen in dem Hass Einzelner unter.
    Doch besteht auf BI nicht Freiheit der Gedanken? Sicher, aber die Freiheit eines jeden hört dort auf, wo die Freiheit des anderen beginnt.

    Sicher finden wir nicht immer die richtigen Worte, sicher begeht jeder von uns einmal Fehler. Sicher werden wir über vieles diskutieren, ernsthaft aber mit dem Respekt der unser normaler Anstand und unsere christliche Überzeugung uns gebietet. Jedoch wenn jeder Kommentar nur Hass enthält, liebe Brüder und Schwestern mit Worten verletzt, dann ist dies etwas, was gegen den Anstand des normalen Lebens verstößt und auch in keiner Gemeinschaft von Christen angebracht ist. Wir sollten erbauen, das Zerbrochene heilen und den Geist Christi ausleben. Auch er verfiel mit Satan nicht in beleidigende Streitgespräche.

    Vor einiger Zeit verschwanden hier einige Kommentare spekulativen Charakters zum Thema Vermarktung des JW.ORG-Logos. Vollkommen zu recht, da es Mutmaßungen waren. Ich denke viele hier können auch damit leben, wenn Kommentare voller Hass verschwinden. Als Neuankömmling würden die aktuellen Kommentare mich abhalten, hier weiter zu lesen, sie würden mich abstoßen.

    Fühlt euch frei mich dafür zu kritisieren, aber es war mir gerade ein Bedürfnis dies zu äußern.

    Seid liebt gegrüßt
    Janus

    *****************************************************

    Hallo Janus,
    Bruderinfo sieht es genau so wie du. Es gibt immer wieder Personen die den Geist dieser Seite zerstören möchten um ehrlich Suchende abzuschrecken. Wir werden desghalb z. B. die Kommentare von Neu nicht mehr freischalten und bitten alle hier auf seine Kommentare aus der Veragnegenheit, so weit sie noch vorhanden sind, nicht mehr einzugehen.
    Leider bedarf es immer einen gewissen Zeitraum um zu solch einer Entscheiodung zu kommen.
    Habt bitte Verständnis dafür das wir nicht sofort solche Kommentare durchschauen und sperren.
    LG
    Brudreinfo aktuell

    1. Jochen

      Liebes Bruderinfo aktuell !!!
      Ich möchte mich für eure Entscheidung bedanken, das ihr den Herrn N keine Möglichkeit mehr gebt so hasserfüllte und Beleidigten Kommentare zu schalten.. Ich weiß das es nicht leicht ist für euch immer alles so abzuwägen das es passt und die Meinungsfreiheit gegeben ist .ich gebe auch oft meine Kommentare so ab wie es mein Herz gerade fühlt und da ich ein Gerechtigkeitssinn habe poltere ich los ihr schaltet dann oft nicht frei ist auch richtig so. Nur hier war einfach der Hass so groß das nur jeder beleidigt wurde der gerade da war, und wenn Mann so sehr hasst und sich hier noch aufregt das ne Mutter die nervlich am Ende ist sich noch nicht umgebracht hat da ist ein Punkt erreicht der nicht mehr geht . Es war nur noch Hass da Herr N hat wohl schlimmes erlebt irgendwie muss der Hass ja hergekommen sein .es haben viele nix mehr geschrieben weil sie echt Angst hatten beleidigt zu werden .ich wollte dann auch nicht mehr schreiben weil es nur noch drum ging beleidigen zu sein und das passt nicht zu der Seite hier den viele suchen hier Hilfe und keine Beleidigungen nun hoffen wir das es wieder Christlich zugeht und wir den schwachen und verzweifelten helfen können ...ihr leistet hier echt großes und dafür kann man euch nicht dankbar genug sein... Bitte denkt drann wir brauchen euch liebe Grüße Jochen

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