Probleme des Ausstiegprozesses erkennen und überwinden

Von Ulrike Bär, die uns als Quelle  diente. Einstellung mit freundlicher Genehmigung der Autorin)

„Psychologische Beratung oder Therapie? Überlegungen zur spezifischen Problematik von Geburt an religiös-fundamentalistisch geprägten Menschen“, Göppingen 2005

  Ausstiegsweg und Ausstiegsphasen

In meiner Arbeit mit Menschen, die aus solchen Systemen und Gruppen austreten möchten, bzw. bereits ausgetreten sind, konnte ich verschiedene Phasen des Ausstiegsprozesses beobachten, die allen Betroffenen gemeinsam sind. Wie lange die jeweiligen Phasen durchlebt werden kann sehr unterschiedlich sein. Das kann zwischen einigen Monaten und 10-20 Jahren schwanken. Außerdem ist festzustellen, dass nicht jeder Ausstiegswillige alle Phasen durchlaufen konnte, sondern bei der einen oder anderen Phase stehen geblieben ist. Dies ist vor allem für die spätere Betrachtung in Bezug auf die psychologische Beratung oder Psychotherapie von Bedeutung.

 

James W. Fowler beschreibt dazu passend in seinem Buch „Stufen des Glaubens. Die Psychologie der menschlichen Entwicklung und die Suche nach Sinn“ sechs mögliche Stufen des Glaubens, in die der Mensch im Verlauf seines Lebens eintreten kann. In der ersten und zweiten Glaubensstufe wird zunächst die religiöse Bilderwelt wörtlich verstanden, in der dritten, konventionellen Stufe lebt der Mensch dann in dem Sinn- und Wertesystem, dass er durch die elterlichen und von der Gruppe bestimmten Vorgaben kritiklos übernommen hat. Die meisten Menschen verbleiben zeitlebens auf dieser Stufe. Kennzeichen der vierten, reflektierenden Glaubensstufe ist die einsetzende Entmythologisierung. Die äußeren Autoritätsquellen verlieren an Gewicht, die verschiedenen Glaubens-, Denk- und Gefühlsvorgaben werden zweifelhaft. Diese Entwicklung ist jedoch nicht zwangsläufig, da der Mensch dazu tendiert, an den alten Vorgaben festzuhalten, auch wenn eine Befreiung durchaus einen persönlichen Gewinn mit sich bringen würde.[1] An dieser Stelle bzw. Stufe setzen nun die von mir beschriebenen Phasen des Zweifels an.

Phase 1:    Der Zweifel

In einer groben Einteilung lassen sich zwei Gruppen ausstiegswilliger Mitglieder unterscheiden:

  • Es gibt Menschen, die auf Grund persönlicher Kränkung oder auch durch Nichtbeachtung des von ihnen eingebrachten Engagements durch die maßgeblichen Systemvertreter beginnen, die Inhalte der Lehre und die gelebte Praxis der sie Vertretenden zu hinterfragen.
  • Die zweite Gruppe sind Menschen, die auf Grund ihrer persönlichen inneren religiösen Haltungen und Erfahrungen oder durch Kontakte mit anderen religiös geprägten Menschen außerhalb ihrer Konfession mit den Diskrepanzen der in der Glaubensgemeinschaft gelebten, geforderten und gepredigten Lehre nicht mehr zurechtkommen.

Beiden Gruppen sind also, trotz zunächst unterschiedlicher Ursachen, früher oder später die Zweifel am Inhalt der Lehre gemeinsam. Selbstverständlich gilt wie überall, wo theoretische Einteilungen stattfinden, dass es ebenso Mischformen gibt, die nicht immer trennscharf zugeordnet werden können.

In der ersten Phase der auftretenden Diskrepanzen und der nachfolgenden potentiellen Lösung aus der Gruppe sind die betroffenen Menschen einer großen inneren Unruhe und Anspannung ausgesetzt. Ihre Zweifel speisen sich oft aus theologischen Fragwürdigkeiten und Ungereimtheiten ihres Glaubens im Hinblick auf den in unserem Kulturkreis üblichen christlichen Glauben. Sie machen die Erfahrung, dass von Nächstenliebe innerhalb der Gruppe nichts mehr zu spüren ist, sobald jemand quer zu denken beginnt. Diese Erkenntnis kann als entscheidender Auslöser zum Ausstiegsprozess angesehen werden.

Daraus folgend entstehen große innerpsychische Spannungen. Trotz mancher rationalen Erkenntnis kommt es zu zum Teil erheblichen Ängsten und Schuldgefühlen. Die Angst, dass Gott den „Unglauben“ und Zweifel sehen und bestrafen könnte ist immens groß. Die verinnerlichte und vom System angedrohte Konsequenz des ewigen Verdammtseins wirkt trotz der Zweifel weiter und übt zusätzlich einen enormen psychischen Druck aus.

Innerhalb der Gruppe ist es schwer bis unmöglich, einen förderlichen Gesprächspartner für die entstandenen Fragen zu finden, da ein enormer Gruppen- und damit Konformitätsdruck herrscht. Die meisten Betroffenen entwickeln dadurch ein tiefes Gefühl der Einsamkeit und des Verlassenseins. In diesem Stadium ist bei den meisten Mitgliedern das gelehrte Gottes- und Weltbild instabil geworden. Dennoch bleibt aber durch die allgemein heteronomistisch orientierte Grundhaltung das Bedürfnis nach einer geistlichen Autorität, an der man sich ausrichten kann. Dies führt bei vielen Betroffenen zu einem Gefühl des Verlassen- und Verlorenseins und damit in eine erste existentielle Krise.

Phase 2: Aufklärung und Folgen

Wie in allen totalitären Systemen herrschte bei vielen religiös-fundamentalistischen Kleingruppen und religiösen Sekten Jahrzehnte eine vollständige Informationskontrolle. Die Mitglieder wurden gar nicht oder nur über das informiert, was für das System erhaltend war. Jede Kritik an der Lehre ist geistlicher Selbstmord.

Seit etwa 10 Jahren bietet das Internet jedoch eine Fülle an Sachinformationen über fast jede religiöse Gruppierung an. Auch gibt es eine Vielzahl von kritischen Foren und Internetseiten, auf denen sich Menschen unter dem Schutz der Anonymität informieren und sich mit ebenfalls an der jeweiligen Lehre zweifelnden Gläubigen austauschen können. Zeitgleich sind Selbsthilfegruppen entstanden, die einen Austausch und theologische Aufklärung bzw. Auseinandersetzung ermöglichen. Viele „ältere“ Aussteiger können dort mit Buchtipps zu psychologischen, theologischen und soziologischen Themen weitere Anregungen geben. Dies hat die äußeren Bedingungen für die  Aussteigewilligen zwar vorteilhaft verändert, die möglichen psychischen Folgen sind damit jedoch noch lange nicht bearbeitet. So setzt an dieser Stelle des Ausstiegsprozesses für die meisten Betroffenen ein großes Gefühl der Unsicherheit ein. Es wird deutlich, dass der in Gang gekommene Erkenntnisprozess Veränderungen mit sich bringt, die nicht mehr aufzuhalten sind.

Die psychischen Reaktionen darauf sind unterschiedlich. Bereits zu diesem Zeitpunkt können manche Menschen den nächsten Schritt nicht mehr weiter gehen. Unbewusst oder bewusst verdrängen sie die gewonnenen Erkenntnisse. Verzerrungen und Rationalisierungen sollen helfen, die entstandene Inkongruenz zu verarbeiten. Hartnäckiges Leugnen der Fakten, ein Zurechtbiegen vor sich und anderen soll die innere Unsicherheit und Angst bannen.

Diese Menschen „kämpfen“ für ihren Glauben und damit für ihr eigenes Selbst. Viele gehen früher oder später trotz ihrer großen inneren Zerrissenheit in das Glaubenssystem zurück. Flash-backs verhindern einen endgültigen Austritt.

Andere hingegen reagieren mit Neugierde und Eifer, um den eigenen Prozess zu fördern. Solange die gedanklichen Auseinandersetzungen den Menschen beschäftigen, hilft es ihm, zum Glaubenssystem eine gewisse kognitive innere Distanz zu entwickeln. Gleichzeitig suchen aber die meisten Betroffenen nun oft nach anderen religiösen Gruppierungen oder spirituellen Vereinigungen, um ihre tief verwurzelte natürliche und konditionierte Religiosität irgendwie noch leben zu können. Da das Ich dieser Menschen kaum „Eigenanteile“  besitzt braucht es diese religiös-göttliche Stütze zunächst noch. Deswegen besteht für viele Menschen die Gefahr, sich erneut in eine Gruppe zu begeben, die ähnliche hierarchisch gestaffelte und abhängig machende Strukturen aufweist. Unbewusst werden diese wieder – weil bekannt – als Geborgenheit und Stütze gebend erlebt.[2]

Es gibt aber auch Menschen, die einen radikalen Schnitt vollziehen und sich von heute auf morgen von der fundamentalistischen Gemeinschaft trennen. Es hat sich dabei jedoch gezeigt, dass, obwohl zunächst ein ganz neues Leben angefangen wurde, nach vielen Jahren (bis zu 20 oder 30 Jahre später) die Betroffenen dennoch von ihrer Vergangenheit eingeholt werden und sie sich also immer noch nicht vollständig von den alten Bindungen und Über-Ich Forderungen lösen konnten, also weiterhin vielen in der Kindheit konditionierten kognitiven und emotionalen Mechanismen folgen. [3]

Phase 3: Emotionale Reaktionen

Innerhalb dieser Phase zeigen sich ganz besonders deutliche Unterschiede in der Verarbeitung des Ausstiegsprozesses. Es treten verschieden lang andauernde Phasen der Wut, der Verzweiflung und des Gefühls der Sinnlosigkeit des Lebens, sowie  Zweifel an den eigenen kognitiven Fähigkeiten auf. Die Erkenntnis, von Kindheit an manipuliert worden zu sein und die damit verbundenen unterschiedlich stark ausgeprägten elterlichen Erziehungseinflüsse erkennen zu müssen, ist hart und schwer zu akzeptieren. Viele Aussteiger sehen unwiederbringlich auf eine „gestohlene“ Kindheit und Jugendzeit zurück. Je nach  persönlichen Voraussetzungen, wie leichte Suggestibilität oder Beeindruckbarkeit und je nach elterlicher Prägung können sich hier die Biographien sehr unterscheiden. Manchen Eltern gelang trotz aller Systemvorgaben eine liberalere Erziehung, andere wiederum erzogen ihre Kinder mit absoluter Konsequenz systemgebunden und autoritär. Die jeweils entstandenen Folgen sind beträchtlich. Bei manchen Aussteigern konnten sich etwas mehr „Eigen-Ich-Anteile“ bilden, in den meisten Fällen ist jedoch eine deutliche Ich-Schwäche bei absoluter Autoritätsgläubigkeit, wenn nicht sogar Hörigkeit zu beobachten. Erlernte Hilflosigkeit führt zu Opferrollendenken. Verlernte oder nie gelernte Selbstwirksamkeit wird deutlich. Wünsche und Pläne außerhalb des Glaubenssystems sind nicht mehr vorhanden oder wurden unterdrückt. Das zu erwartende „ganz normale Leben“ bildet kein ausreichend starkes emotionales Gegengewicht gegenüber der indoktrinierten und schwer negativ geprägten Dogmatik mit ihrem „ Kampf gegen die Finsternis für ein besseres gottwohlgefälliges Wesen“  und den daraus resultierenden, wie auch immer benannten Lebenszielvorgaben. Auch der wertfreie und von den erlebten Prägungen losgelöste Umgang mit Erlebnissen und den damit verbundenen Gefühlen ist vielen fast unmöglich. Jedes Gefühl bleibt auf das Engste mit den Systemvorgaben verknüpft und löst eine Fülle von automatischen, quasi reflektorischen Assoziationen und kognitiven Abläufen aus. Gelegentlich kann es dazu kommen, dass vor allem bei schönen und Lebensfreude bringenden Erlebnissen sich keinerlei Emotionen einstellen, weil diese ja vormals als wertlos abgetan und aberzogen wurden.  Selbst wenn die dogmatischen Konstrukte kognitiv längst durchdrungen und als Irrtum entlarvt wurden, bleibt ein tiefes emotionales Loch, von dem der Aussteiger nicht weiß, wie und wodurch er es füllen soll. Mitunter schließt sich an diesen Abschnitt des Ausstiegsprozesses zunächst eine Art nachgeholte Pubertät an mit all den Findungsprozessen und oft überschießenden Reaktionen eines sonst 14jährigen. Meist bleibt jedoch trotz allen „Nachholens“ ein fades Gefühl der Sinnlosigkeit zurück. Der bei den Betroffenen oft anzutreffende Aktionismus in alle möglichen spirituellen Richtungen ist hierfür ein Ausdruck des Suchens und der emotionalen Verzweiflung zugleich.

Phase 4: Neuorientierung und Trauer

Manche Menschen versuchen mit ihrem entstandenen Leid nun dadurch fertig zu werden, dass sie anderen Aussteigewilligen in ihrem Lösungsprozess behilflich sind. Das kann helfen, die eigenen Erlebnisse zu verarbeiten. Ein gewisses Gefühl, noch handlungsfähig zu sein und irgendwie gebraucht zu werden, stellt, meist unbewusst, einen ersten Versuch dar, dem Leben wieder einen Sinn zu geben und die entstandene Lücke zu schließen. Auf diese Weise lernt der Betroffene seine Selbstwirksamkeit kennen und kann sich etwas stabilisieren. Die Mitarbeit in Selbsthilfegruppen kann also eine stützende und begleitende Funktion einnehmen, andererseits kann jedoch auch die ständig weiter bestehende Konfrontation mit dem System und den Erlebnissen der anderen Mitglieder dazu führen, dass diese Menschen nach wie vor stark in der eigenen Vergangenheit gebunden bleiben. Sie verbleiben oft viele Jahre in ihrer Selbsthilfegruppe, „kultivieren“ aber damit möglicherweise ganz unbewusst eine gewisse Opferhaltung, die den Weg zu autonomem Denken und Handeln erneut sehr erschwert. Manche resignieren, verzweifeln und geraten in eine endlose Spirale depressiver Verarbeitungsmuster. Das bisherige Leben scheint keinen Sinn gehabt zu haben und im neu gewonnenen Leben scheint es unmöglich zu sein, „gleichwertige“ Emotionen erleben und Lebensziele finden zu können. Viele Menschen leiden sehr unter diesem Zwiespalt und dem bisherigen Missbrauch ihrer tiefen religiösen Gefühle durch das fundamentalistische System. Sie wollten Gott ihr Leben weihen und müssen feststellen, dass sie lediglich willige Diener eines Systems waren, das völlig andere Zwecke verfolgt. Hier ist der Mensch im innersten seiner Seele tief verletzt worden.

Aber auch Menschen, die es schaffen, die endgültige Loslösung von der Gruppe zu erreichen, kann der Weg ins neue Leben nur mühsam gelingen. Nach wie vor werden auch sie mit den Folgen der Lerndefizite und der emotionalen Unsicherheit konfrontiert werden. Viele suchen jetzt den Weg der Psychotherapie, um die ihnen unbewussten Mechanismen und kognitiven Fehldeutungen durchdringen zu können und Defizite aufzuarbeiten. Sollte es gelingen, sich dem Sog und der Ursache der emotionalen inneren Prozesse bewusst zu werden, schließt sich immer eine unterschiedlich lang andauernde Periode der tiefen Trauer an. Ganz oft wird dabei erst richtig deutlich (oft Jahre nach dem eigentlichen Ausstieg), wie stark die Persönlichkeit von der  religiösen Gemeinschaft geprägt worden war und welchen Einfluss sie auf die Ich-Bildung genommen hat.

Phase 5: Familiäre Ausgrenzung und soziale Isolation

Zu den benannten inneren Problemen des Aussteigers kommen spezifische soziale Schwierigkeiten in Bezug auf das vorhandene Lebensumfeld noch dazu. Im Fall der NAK ist die Herkunftsfamilie meist seit drei bis vier Generationen neuapostolisch, der jeweilige Ehepartner und dessen Verwandte sowie der gesamte Freundeskreis ebenfalls. Familienmitglieder anderer Konfessionen wurden gemieden oder im Familienverbund isoliert oder sogar tabuisiert. Genau mit dieser Situation sieht sich der sich von der Gruppe lösen wollende Mensch konfrontiert. Sollte er aus der Gemeinschaft aussteigen, gefährdet er die Sicherheit seines gesamten familiären und sozialen Umfelds.[4] So ist oft der Ehepartner nicht immer bereit, den gleichen Weg und vor allem im gleichen Tempo mitzugehen. Schwere Eheprobleme und damit auch Probleme der Kindererziehung können aus solchen Situationen entstehen. Zwar gibt es dazu noch keine statistischen Untersuchungen, aber nach dem Ausstieg z. B. aus der NAK werden nach den zu beobachtenden Fällen mindestens 70% der Ehen geschieden. Die Furcht vor einer möglichen Auflösung der Familie ist also berechtigt und viele scheuen sich darum, öffentlich und selbst mit ihrem Partner von ihren inneren Zweifeln zu sprechen. Solche Menschen machen alles mit sich alleine aus und leben der Form halber in der Gruppe weiter, als wäre nichts geschehen. Obwohl die Inkongruenz unerträglich ist, ordnen sie sich weiterhin dem System unter. Die Folgen sind innere Einsamkeit, Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Ängste, depressive und somatische Symptome. Die meisten Menschen werden sich dieser Zusammenhänge jedoch nicht bewusst oder verdrängen die Korrelationen zwischen ihrem Krankheitsbild und den dazu führenden Ursachen in ihrer Gemeinschaft. Es kommt damit an dieser Stelle zur Stagnation des Entwicklungsprozesses.

Kurz zusammengefasst kann also gesagt werden: Menschen, die den schwierigen Schritt des Ausstiegs aus einer religiös-fundamentalistisch Gemeinschaft oder eines Kultes trotz all dieser Probleme wagen, müssen die auf sie zukommenden Schwierigkeiten in langen und emotional schweren Ecrkenntnisprozessen verarbeiten lernen. Mitten im Leben meist zwischen ca. 30 und 45 Jc

ahren stehen sie vor der unvorstellbar schwierigen Aufgabe und Notwendigkeit, trotz der nun vollständigen Entwurzelung einen neuen, jetzt persönlich orientierten Lebenssinn und Plan zu finden. Oder anders ausgedrückt:

Der Ausstieg wird entweder als Einstieg ins nun eigene Leben begriffen, oder aber er wird zur Sackgasse.

 

[1] Die Stufentheorie unterliegt allerdings der Gefahr, dass die einzelnen Stufen wiederum exklusivistisch missverstanden als anzustrebende Entwicklungsstufen angesehen werden könnten. Fowler: „Die Glaubensstufen… dürfen nicht als eine Leistungsskala verstanden werden, nach der der Wert von Menschen beurteilt werden kann. Ebenso stellen sie keine erzieherischen oder therapeutischen Ziele dar, auf die man die Menschen hinbewegen sollte.“ Wohl aber können sie in der Diskussion eine Hilfe sein, den problematischen Weg eines „Aussteigers“ in gewisse Kategorien einzuteilen, um damit die Prozesse durchschaubarer zu machen.

[2] Michael, ca. 25 Jahre alt und vor mehreren Jahren aus der NAK ausgetreten  (Schreiben vom 31.12.04):

„Die Erkenntnis ist relativ bitter, daß die Grundlage meines geistigen Nährbodens christlich-fundamentalistisches Gedankengut ist. Ein Nährboden und eine geistige Engführung vor der ich Tag für Tag immer wieder aufs Neue stehe und die mich fast wahnsinnig macht. Ein Michael ohne diesen NAK-Nährboden ist nicht vorstellbar. Würde auch keinen Sinn machen, denn das wäre dann nicht mehr ich. Obwohl ich mich von meinem alten NAK-Milieu versucht habe so weit wie möglich zu entfernen, ich bleibe ich, und ein Teil von mir ist/bleibt neuapostolisch verseucht. Und das perverse an der Sache ist, daß ich diesen Teil nicht mit der „Welt“ teilen kann, sondern nur mit den NAK-lern. Die NAK wird dadurch zu einem verlorenen Stück Heimat. Ich ertappe mich dabei, daß ich mit meinen Eltern über die Stammapostel-Nachfolge spreche und mich genauso anhöre und anfühle, als hätte es meinen Ausstieg niemals gegeben. Oder manchmal, wenn es mir besonders schlecht geht, denke ich gar darüber nach wieder in die NAK einzutreten. Als großes Eingeständnis eines fundamentalen Scheiterns.“

[3] Herr Sch., ca. 50 Jahre,  Schreiben Juni/Juli 2005

„Ich bin seit ca. 20 Jahren raus aus der NAK aber trotzdem immer noch nicht frei. Ich habe viele Ängste gelitten in der Kindheit, initiiert von der Kirche (Tag des Herrn, Würdigkeit usw.). Aus diesen Verletzungen hat sich Haß gebildet, so gut wie ausschließlich auf führende Männer der Kirche, insbesondere unseren damaligen Vorsteher und nachmaligen Apostel W. Er ist mittlerweile tot, aber es gibt stellvertretende (nicht unbegründete) Projektionen auf den jetzigen Bezirksapostel B., den ich kennenlernte, als er noch Evangelist war und auch auf den inzwischen zur Ruhe getretenen Stammapostel Fehr.“

[4] Markus, Mitte 30 , Schreiben vom Juli 2004:

„Das Thema Amtsniederlegung und Kirchenaustritt war in den letzten Jahren immer wieder aktuell. Ersteres werde ich freiwillig nicht tun, man müßte mich schon entfernen! Ich biete aber auch nach außen wenig Angriffsfläche, da ich nicht mehr GLAUBE, dass die Institution NAK sich wesentlich verändern wird. Die Menschen um mich herum sind mir wichtiger! Sollte ich zu irgendeinem Thema befragt werden, was selten vorkommt, dann formuliere ich sehr vorsichtig . . .fühle mich dabei nicht gut.

Kirchenaustritt . . . ist aus verschiedenen Gründen nicht aktuell:

1)   Es gibt keine Alternativen. Ehemalige, die danach gesucht haben, sind heute auch nicht glücklicher. Prüfungen der Inhalte anderer Gemeinschaften führen am Ende auch nur zu Kompromissen. Licht und Schatten ist überall, da es in Institutionen immer menschelt.

2)   Unsere Familien (Eltern usw.)  und viele Bekannte sind in der NAK, teils als Amtsträger, aktiv. Wir müßten mit erheblichen Umbrüchen in unserem sozialen Umfeld rechnen und würden anderen lieben Menschen vermutlich dadurch Leid zufügen. Das ist es uns nicht wert und wir arbeiten an Strategien, unser eigenes Leid zu reduzieren.“

 

 

 

Mag ich nicht (6)

81 Kommentare zu “Probleme des Ausstiegprozesses erkennen und überwinden

  1. Lichtspender

    Vielen Dank an die Autorin und an BI für diesen interessanten Artikel!

    Es ist tatsächlich so -- die meisten Ex werden das bestätigen können --, diejenigen, die sich endgültig von der Zeugen-Organisation gelöst und aus ihren Fängen befreien konnten, durchlaufen vor diesem Schritt und noch lange danach verschiedene Phasen. Denen muss man sich stellen: sie sind wichtig für die Verarbeitung und zur Traumabewältigung nach der jahrelangen Gehirnwäsche.

    Wenn ich so an mich denke: Meine ersten Zweifel hatte ich bereits vor über einem Jahrzehnt. Damals besorgte ich mir sogar das Buch "Der Gewissenskonflikt" von Raymond Franz. Ich las es. Aber ich war innerlich noch nicht bereit, wahrhaben zu wollen und zu akzeptieren, was das stand. Ich habe das Buch sogar zerrissen und jede Seite mit der Schere ganz klein geschnitten. Es konnte doch nicht stimmen, was die Führung mit dem "kleinen Mann" macht! Ich sperrte mich gegen die Tatsachen. Jahre vergingen, und irgendwann musste ich mich den Tatsachen stellen. Ich hörte zu viele Erfahrungen und machte sie schließlich selbst. Jetzt wusste ich: es ist doch wahr, was ich las. Nun war ich bereit, doch mal alles gründlich zu hinterfragen und mir meinen an den "Sklaven" abgegebenen Verstand wieder zurückzuholen.

    Heute hilft mit sehr das intensive Gebet (und gerne auch mal zu Christus). Ebenso das Versenken in die Bibel. Den Hebräer-Brief kann ich nur jedem aus ganzen Herzen empfehlen, der erst kürzlich von Jehovas Zeugen weg ist. Im Hebräer-Brief geht es nämlich darum, aufzuzeigen, dass Christen nun etwas BESSERES !!! haben. Sie haben das WAHRE !!! Das ging ja den Judenchristen ähnlich: Sie ertappten sich, doch immer mal wieder zurückzublicken (ihr Tempel, die Feste, die org. Priesterdienste etc.). Paulus machte ihnen klar: Ihr seid es, die JETZT glücklich zu nennen sind, denn nun habt ihr ALLES !!!

    Gerne lese ich kurz bevor ich aus dem Haus gehe auch den jeweiligen "Tagestext" aus:

    "Mein Äußerstes für sein Höchstes" von Oswald Chamber (aber die sprachliche Neubearbeitung!!).

    Eine weitere Empfehlung. Es hilft mir, den Blick auf Christus und das WAHRE gerichtet zu halten.

     

    In Liebe

    Lichtspender

     

     

  2. haraschmi

    Im neuesten WT vom September ist wieder mal ein Hammer Vergleich enthalten (1. Artikel Absatz 12). Ich zitiere (Fettdruck von mir):

    "12 Bei einer anderen Gelegenheit gab Joseph erneut ein gutes Beispiel in Selbstbeherrschung. Seine Brüder kamen nach Ägypten, um Nahrungsmittel zu kaufen. Um herauszufinden, wie sie eingestellt waren, gab er sich ihnen nicht zu erkennen. Bevor ihn seine Gefühle überwältigten, zog er sich zurück und  weinte (1. Mo. 43:30, 31). Falls sich jemand dir gegenüber unpassend verhält, dann beherrsche dich wie Joseph, statt unüberlegt zu reagieren (Spr. 16:32; 17:27). Wenn du ausgeschlossene Verwandte hast, musst du vielleicht deine Gefühle in Schach halten, um nicht unnötig Kontakt mit ihnen zu haben. Sich in solchen Situationen zu beherrschen ist kein Automatismus. Aber es fällt uns leichter, wenn wir daran denken, dass wir dann Jehova nachahmen und das tun, wozu er uns rät."

    Das Beispiel Josephs für die ausgeschlossenen Verwandten zu nehmen, ist einfach nur krank. Der Hintergrund ist ein völlig anderer und wieder einmal wird die Bibel so ausgelegt, wie es zu den Wünschen der WTG passt.

  3. noomi an Fanny

    Hallo Fanny
    Habe mich die letzte Zeit oft gefragt, warum hört man nichts mehr von Fanny, und schon ist sie da. Das freut mich
    Gruss Noomi

    1. Fanny

      Fanny an Noomi

      Liebe Noomi ab und zu lese ich hier noch mit, einfach aus dem Grund weil mir viele Brüder und Schwestern hier auf BI geholfen haben einige ( viele)  Dinge im rechten Licht zu sehen.BI hat mich tagtäglich bei meiner Ablösung von der Org. geholfen.

      Zwischendurch habe ich aber auch bemerkt,daß es mir nicht gut tut immer wieder mit der WTG konfrontiert zu werden. Ich gehöre eher zu der Kathegorie Mensch der die Einstellung hat: Gefahr erkannt,Gefahr gebannt.

      Da das Paradies von klein auf immer ein gewisser Fluchtpunkt für mich war, war dies meine größte Hürde .Dein Kommentar vor ca. 2 Jahren hat mir aus einer innerlichen Not geholfen und von da an konnte es mit meinen Gebeten weiter gehen. Manchmal braucht es einfach eine andere Erklärung damit man klar sieht.

      Jetzt hab ich mehr geschrieben als ich vor hatte aber Grüße dich ganz herzlich und umarme dich💜

      Fanny

  4. Ulla

    Hallo ManfredF,

    wenn ich mir hier so die letzten Kommentare durchlese, dann macht Quantenphysik viiiiiel mehr Spaß als Bibellesen....

    ich kann BI momentan nicht verstehen, dass hier ORG-Treue Verführer, die uns wieder an den "Stoff, aus dem die Albträume sind" heranführen wollen, angeln wollen, mitschreiben dürfen!

    Was ist denn hier eigentlich los zur Zeit?

    Viele von uns sind noch auf dem Weg, ihre "Gewissensfreiheit" zu entdecken, die GNADE Gottes und seines Christus auch nur annähernd zu erahnen...und diese Menschlein werden wieder solchem psychischen MIST der geistigen Unterdrückung und Bevormundung ausgesetzt durch so seltsame Schreiberlinge? -  DAS nenn ich "Arkan-Disziplin" und die "LOGE" freut sich und liest beglückt mit...

    Ich gönne mir jetzt eine BI Pause, bis wieder über Edles, Erbauendes, geschrieben wird...

     

     

    1. M.N. @ Alle

      Nicht zurückziehen - GERADE DANN, wenn's hart auf hart geht, sind wir gefordert, diesen Maulwürfen und Wühlmäusen die Stirn zu bieten und ihre Phantastereien  zu zerlegen. Überlassen wir ihnen NICHT kampflos das Feld! JEDE(R) MANN/FRAU MUSS RAN!

      Auf ins Getümmel!

    2. Omma@Ulla

      Ach, liebe Ulla,

      auch ich habe zur Zeit viele Fragezeichen auf meinem Kopf, und fühle mich irgendwie fremd hier.

      Genauso, wie du schreibst: "Ich gönne mir jetzt eine BI Pause, bis wieder über Edles, Erbauendes, geschrieben wird...", diese Gedanken habe ich auch.

      Kennst du die kleine Geschichte von den drei Sieben?

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      Zum weisen Sokrates kam einer gelaufen und sagte: "Höre Sokrates, das muss ich dir erzählen!" "Halte ein!" - unterbrach ihn der Weise, "Hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"

      "Drei Siebe?", frage der andere voller Verwunderung. "Ja guter Freund! Lass sehen, ob das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht:

      Das erste ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?" "Nein, ich hörte es erzählen und..." " So, so!

      Aber sicher willst du gutes?" Daher hast du es im zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst etwas Gutes?

      Zögernd sagte der andere: "Nein, im Gegenteil..." "Hm...", unterbracht ihn der Weise, "So lass uns auch das dritte Sieb ansehen, ist es Notwendig dass du mir das erzählst?"

      "Notwendig nun gerade nicht..."

      "Also" sagte lächelnd der Weise, "wenn es weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit."

      Dazu passt auch dieser Bibeltext:

       

      Philipper 4:8+9   (NGÜ)
      8 Und noch etwas, Geschwister: Richtet eure Gedanken ganz auf die Dinge, die wahr und achtenswert, gerecht, rein und unanstößig sind und allgemeine Zustimmung verdienen; beschäftigt euch mit dem, was vorbildlich ist und zu Recht gelobt wird.
      9 Haltet euch bei allem, was ihr tut, an die Botschaft, die euch verkündet worden ist und die ihr angenommen habt; lebt so, wie ich es euch gesagt und vorgelebt habe. Dann wird der Gott des Friedens mit euch sein.

      Ganz liebe Grüße senden dir und allen Gleichgesinnten  Omma und Oppa

    3. Fox

      Guten Abend Ulla, guten Abend Omma & Oppa,

      erbauendes - das ist manchmal gar nicht so einfach zu bedienen. Vor allem dann nicht, wenn es aufrichtig und ehrlich sein soll. Merkwürdige Schreiberlinge hat es auch immer gegeben, das überrascht nun eigentlich auch nicht.

      Aber was könnte erbauenderes sein, als die Antworten derer, die ständig dem wahrhaftigen Glauben nachspüren und unseren beiden Höchsten in ihren Antworten die ihnen gebührene Ehre zuteil werden lassen? (Danke an all diese lieben und unverdrossenen Brüder und Schwestern!) Merkwürdigkeiten mit Gewissheit über die Unabhängigkeit von menschlich-kirchlichen Reglements der Liebe Gottes und Jesu zu beantworten stärkt die Liebe zwischen Vater, Sohn und uns und auch untereinander. Die Aufrichtigen schätzen das. Mehr kann nicht getan werden, mehr muss nicht getan werden, aber das sollte getan werden. Es ist ein Weg, erbauendes zu erfahren: Mitmachen!!! Danke. Und liebe Grüße an den Oppa.

    4. peetha@ Ulla

      ULLA - die orgdiziplinierten Pusteblumen, die ..... die pusten sich doch selber weg Nimm den Rasenmäher (Bibel), .... einmal rüber gefahren....  UND?? .... in 2/3 Wochen .... wieder did selbe .... Bibel nehmen (Rasenmäher)....  drüber fahren .. Arm küssen  ... (oder so ähnlich) ... UND weiter jeet´s     .... rüber mit dem Rasenmäher! biblische Freiheit nehmen lassen? Von wegen   ..... Pusteblume!

      Ulla - ick würd watt vermissen .....  Dich nicht zu lesen! bis die Taage - DICH -mit Sicherheit! !!

    5. Florian@Ulla Alle

      Hallo Ulla und Alle,

      warum machen einige den Wert und Nutzen von BI nur an den Kommentaren fest?

      Für mich sind die Artikel das was BI ausmacht.

      Sicherlich schätze ich auch gute Kommentare die es hier zu genüge gibt. Aber es gibt auch viel Schrott was hier als Kommentar gepostet wird. Aber auf einer Plattform wie dieser, wo jeder sich äußern kann, muss man das in Kauf nehmen und für sich das Beste rausholen.

      Ich beneide BI nicht, hier immer die richtige und ausgeglichene Wahl zu treffen. Ich denke hier ist jeder selbst gefragt für sich zu entscheiden.

      Doch wie ich denke vertreten die Kommentare nicht immer das was BI vertritt, und das ist gut so.

      Vielleicht sollte BI alle Kommentare löschen die nichts mit dem Artikel zu tun haben.

      Das würde aber bedeuten das viele wertvolle Kommentare verloren gehen und auch der persönliche Kontakt und der persönliche Austausch erschwert würde.

      Also, was will man? Immer nur Kommentare lesen die mir passen, oder die Freiheit haben, dass was ich nicht lesen mag und mir zu banal erscheint, einfach liegen lassen.

      LG

      Florian

      1. Omma@Florian

        Lieber Florian,

        du fragst: "warum machen einige den Wert und Nutzen von BI nur an den Kommentaren fest?"

        Ich möchte dir gern einmal erklären, warum wir manchmal hier etwas posten, was so aussehen könnte. Zunächst einmal wissen wir es sehr zu schätzen, was unsere lieben Brüder von BI hier leisten, und wir können ihnen nur immer wieder Danke sagen, für all die Arbeit und finanziellen Mittel, die sie hierfür verwenden. Ich kann mir auch vorstellen, dass ihnen so manches an die Nerven geht, ich wünsche ihnen ganz viel Kraft!!!

        Nun zu meiner Erklärung:

        Nehmen wir einmal folgendes Beispiel.  Jemand möchte ein Restaurant eröffnen, er steckt sein ganzes Herzblut in die Planung, denn die Gäste sollen sich doch wohl fühlen und immer wieder kommen.  Die Speisekarte soll abwechslungsreich, schmackhaft und gesund sein.  Der zukünftige Besitzer richtet sein Lokal mit sehr viel Liebe ein und hält es sauber und ordentlich, mehr kann er jetzt nicht machen.

        Welche Rolle spielen die Gäste? Ich habe einmal folgendes erlebt. Viele Jahre besuchten wir regelmäßig ein Restaurant, haben auch sozusagen voller Begeisterung die Werbetrommel dafür gedreht und so manche Familienfeste dort gefeiert. Es stimmte einfach alles. Leider mussten wir in den letzten Jahren feststellen, das unangenehme, laute Gäste immer häufiger kamen, mit großen Hunden, die andere Gäste belästigten. Wir als Stammgäste bemerkten, dass andere Stammgäste mit der Zeit wegblieben, warum?

        Es lag nicht am Restaurantbesitzer, es lag nicht an der Speisekarte, es lag auch nicht am Restaurant, es lag an den Gästen, die auf andere Gäste keinerlei Rücksicht nahmen, und aus dem wunderschönen Resaurant sozusagen eine Dorfkneipe machten. Was sollten die Besitzer machen, sie wollten keinen vergraueln, wir sahen ihre sorgenvollen Gesichter. Aber auch wir blieben dann weg, denn wir fühlten uns einfach nicht mehr wohl und konnten unser Essen nicht mehr ungestört genießen. Wir wollten doch einen schönen Abend erleben, und uns nicht ärgern müssen.

        Was will ich mit diesem Beispiel sagen?

        BI tut wirklich alles, damit wir uns wohl fühlen: Die Seite ist ansprechend und gut zu bedienen - Die Themen sind aktuell, interessant und vielseitig - Die Seite wird gut gepflegt - Die Betreiber sind lieb und freundlich, -  aber auch wir "Gäste" haben eine Verantwortung, auch wir "Gäste" können etwas für den "Ruf" dieser Seite tun, damit noch mehr Gäste kommen. Wir können BI helfen diese viele Arbeit zu bewältigen, wir können ihnen aber auch zusätzliche Mühe machen.

        Ich bin jedenfalls froh, dass es diese Seite gibt, und möchte BI so gut es geht unterstützen.

        Ganz liebe Grüße senden Omma und Oppa
        👍👍

        1. Störtebeker

          Störti an Omma,

          du hast einen schönen Kommentar geschrieben. "Du schriebst: "Ich bin jedenfalls froh, dass es diese Seite gibt, und möchte BI so gut es geht unterstützen."

          Ohne jetzt viele Worte zu machen. Das sehe ich genau so!

          Liebe Grüße, auch an den Oppa

          von Störti

  5. derKühne

    Niemand hat mich gefragt, was die Waagschalen der Erkenntnis sind.

    Grob gesagt, es gibt drei Waagschalen... sternförmig angelegt.

    1.wahr,

    2.nicht wahr,

    3.weiß ich nicht,

    über die dritte denkst du am meisten nach...

    nicht jeder... aber einige von Euch.

  6. DerEhrliche

    Guckt mal, die Polit-Strategie der Zeugen Jehovas LK ist mal -wie erwartet- wieder aufgegangen:

    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/angriffe-auf-zeugen-jehovas-in-russland

    http://www.newsweek.com/jehovahs-witnesses-russia-ban-court-611138

    Nach diesen traurig-deprimierenden Zeugen Jehovas Wahrheiten jetzt aber auch etwas erheiterndes: Guckt mal was die Zeugen Jehovas -laut Zeugen Jehovas- so alles glauben (und -angeblich- nicht glauben):

    https://www.vice.com/de/article/10-fragen-an-eine-zeugin-jehovas-die-du-dich-niemals-getraut-haettest-zu-stellen

    (Hinweis: Lesedauer 30 Sekunden; einfach runterscrollen bis zur letzten Interviewfrage: "wann erwartest Du den Weltuntergang" und ersten Satz lesen. Aber Vorsicht - Lachkrampfgefahr!!!)

    Ps: aber auch für Zeugen Jehovas sehr aufschlussreich, vor allem für diejenigen, die noch gar nicht wussten, was die Zeugen Jehovas eigentlich so alles glauben und nicht glauben :-))))

     

    1. Peter

      Mit Trolley-Brüdern im Strassendienst zu sprechen, ist gar nicht so einfach. Die meisten sind mit Selfie machen und sms schreiben so beschäftigt, dass sie die Leute rundherum gar nicht wahrnehmen. Hauptsache, die Zeit vergeht und man kann was berichten, ohne mit jemandem sprechen zu müssen. Wäre auch irgendwie anstrengend, den WT-Inhalt auch noch erklären zu müssen. Erkenntnis braucht man zum Glück für so einen "Dienst" auch nicht, solange man den Satz "Das weiß ich auch nicht, aber schauen Sie unter jw orch nach, da werden Sie schon irgendwie eine Antwort finden." fehlerfrei aussprechen kann...

  7. Fanny

    Fanny@Manfred F

    Freue mich immer über deine Erklärungen! Wenn man bedenkt, wie viele zig tausende Gebete täglich rund um den Erdball an unser Herrn Ohr dringen und von ihm bearbeitet werden, so ist auch dies ein Wunder für mich.

    Liebe Grüße

    1. Peter

      Werden die Gebete aus Deutschland "bearbeitet"? Die österreichischen werden mit Lieblichkeit vernommen und mit Leichtigkeit erhört 🙂

  8. derKühne

    Leider habe ich mich verschrieben, den es ist nicht Hesekiel 38, sondern Hesekiel 34

    Sorry

  9. derKühne

    Ich wurde schon zwei mal ausgeschlossen und bin danach jedes mal wieder in die Gemeinschaft der ZJ zurück gekehrt. Ich habe mehrere Lehren der ZJ an Hand der NWÜ von 1984 widerlegt. Dazu gehören Lehren, die der Wachtturmgesellschaft sinnbildlich die Beine weggeschlagen haben. Jedoch habe ich in der Welt nichts besseres gefunden. . Also bin ich wieder Teil der Organisation... Hesekiel 38 solltet Ihr mal lesen (schlechte Hirten und deren Gericht). So schön, wie der Artikel von Ulrike Bär auch ist... Sie bietet eigentlich keine echte Lösung an, sondern überlässt dich dem freien Fall. - Also studiere ich weiter täglich die Bibel und lächle über gewisse WT-Artikel. Vergesst nicht: Das Gericht fängt beim Hause Gottes an (1.Petrus 4:17)

    Bleibt die Frage: "Warum ich Bruder-Info lese? Ich lese alles, was mit Gott zu tun hat und lege es in die Waagschalen der Erkenntnis.

    Brüderliche Grüsse

    1. turtle@der Kühne

      Hallo, Du Kühner,

      bei Deinem Kommentar fiel mir spontan ein Ratschlag von Erica Jong, amerikanische Schriftstellerin, ein:

      "Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihr Leben. Was passiert jetzt? Etwas Furchtbares. Sie können niemandem mehr die Schuld geben."

      LG turtle

    2. derEhrliche

      "Ich wurde schon zwei mal ausgeschlossen und bin danach jedes mal wieder in die Gemeinschaft der ZJ zurück..."

      Macht ja auch nichts! So lang Du nicht wahrnimmst, dass die ZJ schon 2 Mal Deine Auffasung, die ZJ seien eine Gemeinschaft, wiederlegt haben, kannst Du das noch ein paar Mal machen. Immer wieder sogar.

      1. derEhrliche

        "widerlegt" eigentlich ohne "ie", nur mit "i". Aber bei ZJ passt immer beides, das Falsche und das Richtige😏

      2. Markus1@derEhrliche

        Wenn das immer so schnell mit der Wiederaufnahme ging, bist  du bestimmt kein Alleinstehender oder Single - da macht die WTG schon Unterschiede, was mit Gerechtigkeit jedoch letzendlich nichts zu tun hat - aber die sucht man ja ohnehin vergebens in dieser WTG.

        LG Markus1

        1. derEhrliche

          Och, des is very easy.

          Musst nur die Komidie kennen und das Drehbuch drauf haben.

          Dir und anderen "schwer machen" und ne Drehbuchänderung aufdrängen ooder einen neuen Akt einführen wollen darfst natürlich. Aber dann ganz easy.

    3. Für Dich

      Hallo Kühner, wieder zurück in den Wahnsinn, den Du selbst widerlegt hast? - Das ist nicht nur inkonsequent, sondern auch unehrlich. Wenn Du "nichts besseres gefunden" hast, dann wohl deshalb, weil Du nie gelernt hast, frei zu denken und deinen eigenen Weg zu Gott zu finden. Ich hab das Gegenteil gemacht. - Neue Freunde gefunden, die mich wirklich schätzen. Und denen die Gemeinschaft entzogen, die mich nicht zu schätzen wussten. Seit ich weg bin, ist die Sekte im freien Fall. Das Verbot in Russland beweist, dass Gott sie für ihr Verhalten bestraft. Und es ist erst der Anfang.

      1. derKühne

        Antwort Für Dich!

        Du hast weder meine Mail verstanden, noch Hesekiel 34 gelesen... Im Vers 21  wird das Ziel der falschen Hirten, die unter Satans Leitung stehen, genannt: "Die geschundenen Schafe hinaus zu drängen" ( aus der Hürde) und zu zerstreuen.

        Da dachte ich mir...ich lasse mich eher mit dem Volk Gottes schlecht behandeln, als den zeitweiligen Genuss der Sünde zu haben. (Hebräer 11:25)

        Da ich bei meiner Aufnahme nie gefragt wurde, ob ich meine persönliche Erkenntnis abgelegt habe, wurde ich ohne Probleme wieder aufgenommen... Den Vorwurf unehrlich zu sein, weise ich entschieden zurück.

        Sonst noch Fragen?

        1. Für Dich

          Hallo Kühni, wie hoch schätzt Du den Anteil von "Satans Hirten" unter den ZJ-Ältesten?

    4. Petrus111

      Hallo Kühner,

      vielen Dank für Deinen Kommentar.

      Ich möchte dazu mehrere Sachen sagen:

      a) " So schön, wie der Artikel von Ulrike Bär auch ist... Sie bietet eigentlich keine echte Lösung an, sondern überlässt dich dem freien Fall. ".

      Der Artikel will keine Lösung aufzeigen.

      Wenn jemand aus dem Gefängnis entlassen wird, dann braucht er Hilfe, um seinen Weg zu gehen - denn seine Welt war - als Strafe - lange Zeit sehr eingeschränkt. Man setzt so jemanden also nicht von einer Zelle in die Nächste - sondern man hilft ihm, sich in einer großen weiten Welt zurechtzufinden.

      Man zeigt ihm kein Ziel und bringt ihn da hin, sondern man zeigt ihm Orientierung; den Weg gehen und woanders ankommen muss man selber.

      Oder lass es mich anders vergleichen:

      Jemand ist eingeschränkt; er kann sich nicht bewegen.
      Im ersten Schritt muss der Betroffene wieder beweglich werden.
      Im zweiten Schritt muss er sich dann orientieren.
      Dann muss er sich entscheiden, welche Richtung er einschlagen will - und diese Richtung kann er auch jederzeit verändern/variieren.
      So kann der einst Bewegungslose eine Reise antreten - mit Etappen - oder er kann irgendwann auch mal irgendwo ankommen, verweilen, weiterreisen.

      Der Artikel zeigt eigentlich nur die Symptome auf und verschiedene Wege, damit umzugehen.

      Nimm noch ein Beispiel: der Doktor sagt: Ihre Leber ist kaputt, weil Sie zuviel saufen. Ihr Herz ist schwach, weil Sie zu viel rumsitzen. Ihre Gelenke sind eingerostet, weil Sie sich nicht bewegen.

      Mit diesen Symptomen kann man nun umgehen - aber der Doktor sagt einem nicht, was man statt dessen tun sollte - denn das ist ganz klar - man muss es nur wollen.

      b) Du warst 2 Mal ausgeschlossen. Findest Du das o.k., was JZ mit Ausgeschlossenen praktizieren? Praktizierst Du das selber so mit Ausgeschlossenen?

      c) JZ haben eine fundamentalistische Auslegung. Teilst Du diese? Es gibt weniger fundamentalistische Auslegungen, die die Bibel auch im Kontext der Zeit auslegen, in der man lebt. Gott ändert sich nicht, aber die Menschen ändern sich - und die Bibel ist kein Gesetz, es ist Gottes Wort, dass den Menschen als Hilfe im Leben dient.

      Ist es richtig, absoluten Gehorsam und die Annahme von Glaubenslehren zu fordern, wenn

      - in 140 Jahren die Endzeiterwartung 18 x geändert wurde
      - überhaupt ständig seine Glaubensansichten zu ändern, alle zum Forschen aufzufordern, jedoch alle, die das tun, dann auszuschließen und mit sozialer Ächtung zu belegen?

      d) Was für mich aber das ganz entscheidende ist: JZ sind keine Christen; sie lehnen wahres Christentum im Gegenteil ab. Sie lehnen es ab, ihren Nächsten zu lieben; vielmehr sind alle Andersgläubige "Weltmenschen", deren einziger Zweck es ist, bekehrt zu werden.

      Alles, was JZ angeblich sozialräumlich tun, ist ein Fake - es ist die Vortäuschung von Teilhabe im Sozialraum, den sie konkret ablehnen.

      JZ lehnen die "Politik" ab, womit sie ihren Mitgliedern verbieten, ihren Lebensraum gemeinsam mit ihren Mitmenschen in demokratischen Prozessen mitzugestalten. Als Christ muss man das ja auch nicht - aber man darf.

      Mein Fazit: Du hast in der Welt keine Orientierung gefunden, weil Du bei JZ völlig verlernt hast, Dich überhaupt zu orientieren. Du bist wie ein Knacki, der sich draußen nicht zurechtfindet und froh ist, wieder zurück in seine Zelle zu gelangen - denn da fühlst Du Dich am sichersten.

      Aber auch das ist ja durchaus legitim - zeigt aber allen außerhalb von JZ, aus was für Menschen diese Glaubensgemeinschaft eben besteht. Auch eine wichtige Erkenntnis!

      beste Grüße

      Petrus111

      1. derKühne

        Hallo Petrus111

        Vielen Dank für deine Erläuterungen. Jedoch irrst Du gewaltig, was meine Einstellung zu christlichen Organisationen angeht. Ich brauche keine "Zelle" oder ein Gefängnis, denn ich bin mit Herz und Sinn ein freier Christ. Ich habe mich wieder aufnehmen lassen, um zu helfen... Die Schafe der WTG dürfen jetzt wieder mit mir sprechen... und ich mit ihnen.

        Die WTG ist, nebenbei bemerkt, immer noch ein Teil von "Babylon der Großen". Wir alle verlassen Babylon erst, wenn der "Ruf" erschallt.

        Das Getöse der WTG (wir sind allein die wahre Religion) ist mittlerweile bis zu Christus in den Himmel vorgedrungen. Wenn er kommt, wird der selbsternannte treue und verständige Sklave erst einmal ausgepeitscht (falls er sich nicht ändert).

        Auch Christen von anderen Gemeinschaften betrachte ich als Brüder... und wir sind alle !!! noch in Gefangenschaft. Ich bin es jedoch freiwillig, weil ich den armen Schafen helfen möchte.

        Meine Ermittlungen haben ergeben, dass die WTG am dichtesten an der biblischen Wahrheit dran ist. Diese Soldaten Christi kämpfen an vorderster Front, ohne Rücksicht auf Verluste. (das ist natürlich nicht im Sinne Jesu). - Aber... Welche Kirche macht den schon alles richtig. Kennst Du eine? Ich kenne keine.

        Liebe Grüße, der Kühne

        1. derClown1

          Hallo derKühne,

          wer bin ich und wenn ja, wieviele? :-)))

          Spr. 1:22, 29

          Schon mal was davon gehört?

          Lustig bist Du, keine Frage! Aber kühn?

        2. Argentum

          Meine Ermittlungen haben ergeben, dass die WTG am dichtesten an der biblischen Wahrheit dran ist.

          Komisch. Meine haben genau das Gegenteil ergeben. 

        3. Petrus111

          Hallo Kühner,

          danke für Deine Antwort. Ich glaube, Du glaubst wirklich, was Du schreibst - und dann mag es in Ordnung sein...

          Was die Glaubenslehren betrifft, scheint es mir unlogisch, dass eine Religion, die am dichtesten an der Wahrheit ist, ihre Lehren ständig ändert - teilweise ins Gegenteil. Was mich aber viel mehr stört, sind die verstörenden Artikel in den laufenden Zeitschriften: hilf einem Asylbewerber, indem Du ihm eine Krawatte schenkst; in Drangsalen ausharren, zum Beispiel in der Ehe... und andere Witze.

          Und es ist doch merkwürdig, dass jemand, der die Lehren der WTG mit ihrer eigenen Bibel widerlegte, mehrfach ausgeschlossen wurde, sich dafür hergeben muss, den "Schafen" zu helfen, die am dichtesten an der Wahrheit sind.
          Wieso gibt es so viele Depressive bei JZ; wieso reden die Menschen nicht davon, bei JZ "auszutreten", sondern sie sagen: "aussteigen"?! Wieso muss es ein Forum wie dieses geben, das Menschen hilft, entweder auszusteigen, es "drinnen" weiter auszuhalten oder ihre Traumata zu überwinden? Darf eine Religion, die am dichtesten an der Wahrheit ist, bei ihren Mitgliedern therapiebedürftige Schädigungen auslösen?

          Meine Beobachtung von JZ ist: es wird nicht besser; es wird schlimmer - und zwar, je größer sie werden bzw. wurden. Ich sehe nämlich, dass das Wachstum stagniert; der Niedergang steht m.E. nahe bevor. In ein paar Jahren werden wir wissen, ob diese Einschätzung richtig ist.

          Wenn Du Dich als freier Christ siehst und meinst, Du kannst der Org von innen heraus helfen, zumal Deine Einstellung zu Deinen Mitmenschen ja offenbar eine andere ist als die, die die Org gern sehen würde, dann ehrt Dich das und Du kannst Deine Bemühungen ja jederzeit einstellen, falls Du feststellen solltest, dass weder dem einzelnen Org-Mitglied noch der Org selber zu helfen ist.

          Ein Stückweit verstehe ich Dich auch: ich war in Glaubensdingen wenig bewandert - bin es immer noch nicht besonders; aber ich hatte auch die Einstellung: wo ich bin, da ist die Welt ein bisschen erträglicher; ich wirke dort Gutes, wo ich stehe und das war - in der Tat - 30 Jahre lang bei JZ. Diese Sicht habe ich geändert, nachdem man mich rausgeworfen hat - habe nun eine andere Perspektive und würde nicht mehr zurückgehen, selbst wenn JZ ihre Fehleinschätzung in der einen Frage, wegen der sie mich exkommuniziert haben, revidieren würden.

          JZ sind eine fundamentalistische Endzeitsekte. Sie verwechseln Gleichnisse mit Prophezeiungen; sie legen wörtlich aus, wo Symbolik ist. Ihre Fehlinterpretationen sind sozialfeindlich (keine Geburtstage, kein Brauchtum; alle außer sie selbst sind Weltmenschen); sie können aber auch tödlich sein (Blutfrage). Sie zerstören mit ihrer Ausschluss - und Ächtungspraxis Familien und Familienverbände; sie vernichten soziale Existenzen. Sie ängstigen Kinderseelen und rufen psychische Schäden schon bei Kleinkindern hervor.

          Ihre Interpretation von "Rute der Zucht" haben sie erst geändert, als der Gesetzgeber das Schlagen von Kindern als Kindesmisshandlung unter Strafe gestellt hat

          und - und - und

          Gut, Ende der Diskussion; Du möchtest den Menschen in der Org als freier Christ helfen - ich wünsche Dir alles Gute bei diesem Unterfangen.

          Du vergisst aber nicht: der Schornsteinfeger wird nicht sauberer, wenn man ihn umarmt!

          beste Grüße

          Petrus111

          👍👍

    5. M.N.

      Man bemerke: Er hat "IN DER WELT nichts Besseres gefunden".

      Dazu sage ich nur: Falsch gesucht. Wenn man IRGENDWO "in der weiten Welt" einfach nur wild rumsucht, dann ist diese Suche von vornherein zum Scheitern verurteilt. Dann bleiben in Anlehnung an 2Pet 2,22 in der Tat nur diese 2 Auswahlmöglichkeiten:

      JW.Org-logo-blaues Erbrochenes - JW.Org-Lehre;
      Gelbes, rotes, grünes Erbrochenes - alles, was außerhalb der JW.Org "in der Welt" ist.

      Keines schmeckt besser.

      Aus "der Welt" wieder zur JW.Org zurückzukehren bedeutet, von buntem zu JW.Org-logo-blauem Erbrochenen zu wechseln. Nur die Farbe ändert sich - der Inhalt bleibt im Grunde gleich. Pest statt Cholera - was ist besser?

      Was er NICHT gemacht hat, war das, was DAS EINZIG RICHTIGE gewesen wäre: All dieses Erbrochene beiseiteschieben und ZUR QUELLE zu gehen: SOLA SCRIPTURA, frei von jeglichen menschlichen Hinzudichtungen, "Erklärungen", Eisegesen, Falschauslegungen, Irrlehren ... DA - IN DER BIBEL UND DER BIBEL ALLEIN, mit Blick auf Christus, den "Urheber und Vollender des Glaubens", Heb 12,2 - muss man suchen, nicht in den Müllbergen menschlicher Irrtümer "der Welt", zu denen JW.Org-Geistesprodukte genauso gehören wie Großkirchendogmen, Mormonismus, NAK, SDA und alles, was es sonst noch an Sekten und von Menschen ersonnenen Glaubenssystemen gibt.

      Es ist das Verdienst von Foren wie BI, genau diese Suche in der Schrift und der Schrift allein als Mission Statement zu haben, diese zu fördern und dabei Anregungen und Hilfestellung zu leisten, ohne dabei selbst in die Falle zu tappen, alleinseligmachende Glaubenswahrheiten verkünden zu wollen. Dass dies natürlich auf seiten JW.Org-programmierter Borgs keine Wohlfühlstimmung erzeugt liegt in der Natur der Sache und muss als Kompliment gewertet werden, denn "die Wahrheit über 'Die Wahrheit' tut weh". Entsprechend fallen ja hier die Reaktionen von JW.Org-Bannerträgern vom Schlage TdW & Co. GmbH aus, was uns jedoch nicht stören sollte, da es eine Gelegenheit bietet, JW.Org-Dogmen auf der Grundlage von sola scriptura als das zu entzaubern, was sie sind: Als Märchen, Phantastereien und Luftschlösser von sich selbst eingenommener und verblendeter kleiner Menschlein.

      Gruß,
      M.N.

    6. Fox

      Guten Tag derKühne,

      manche "Erkenntnis" ist aber auch nur das Geplapper selbst Irrender! Was soll denn das, zu schreiben, du lächelst über manchen WT-Artikel hinweg, du hättest einige WT-Lehren widerlegt..... Und dann kehrst du zu dem Gespei zurück, das dir vor die Füße gekotzt wurde um es selbst wieder zu dir zu nehmen?

      Du zitierst "das Gericht fängt beim Hause Gottes an" - und denkst kein Stück darüber nach, worauf Petrus mit diesem Text aufmerksam machte: Auf den Trott derer, die sich Christen nennen, vielleicht auch mal leiden, aber alles nicht IM CHRIST SEIN sondern für sich selbst, für ihre Gemeinschaft, die zwar der Wahrheit entfremdet ist und somit weder mit Christus noch mit dem himmlischen Vater zu tun hat, aber das wird um der eigenen seelischen Bequemlichkeit verdrängt. Diese Personen wandeln ausschließlich für sich selbst! Um es mit den Worten des Herrn Lammers zu sagen: "Willkommen in der Gosse liebe Brüder und Schwestern".

      Braucht Christus einen Krückstock oder ist der Heilige Geist ohne die falschen Zeugen wie Jehovas Zeugen es nunmal sind machtlos? Das Gegenteil ist der Fall! Jede Religion die kaputt geht ist ein Sandkasten Satans weniger! Wenn du für deine Religion lügst und Lügen in Kauf nimmst bist du ein Kind des Teufels. Wir reden nicht von den menschlichen Fehlern und Schwächen, sondern von der ganz bewussten Unwahrheit gegen Gott - die du nach deinen eigenen Worten erkannt hast und die du weiterhin willig unterstützt. Wer so denkt achtet sorgsam darauf, nicht allein vor dem Thron Jesu in die Vernichtung zu gehen. Dass du dies hier auf BI postest, zeigt, dass du der Menge, nämlich deiner ZJ-Religion, zu üblen Zwecken nachfolgst und selbst dort, wo bisher nach biblischer Sicht geforscht wurde, Menschen zur Vernichtung führen möchtest. Du liest auch nicht auf BI mit, weil dich Gottes Dinge interessieren oder wolltest du zum Ausdruck gebracht haben, wissen zu wollen, was Gottes Dinge sind um sie umso mehr zu meiden? Denn gerade dies tun Jehovas Zeugen, gerade dies tust du.

      1. Markus

        Achtung der Kühne ist Täter des Wortes

        1. Fox

          Guten Abend Markus,

          vielen Dank für den Hinweis. Aber bei allein in Deutschland ca. 176.000 geistig uniformierten Robos gibt es halt ca. 176.000 Täter des Wortes oder neudeutsch genannt derKühne. Ist also völlig egal, wie sich derjenige nennt, die Identifikation auf freiwilliger Basis mit einer Organisation, die so viele Straftaten wie Kindesmissbrauch vertuscht, so viel Einmischung ins Privatleben (Bart oder nicht) unterstützt und zahlreiche Grund- und Menschenrechte (Kindesentzug wenn der Partner die Org verlässt, Ausgrenzung Ausgeschlossener) verletzt und als Entlohnung für dieses unbillige Verhalten um reichlich Spenden und frühzeitiges Kindertriezen zur Taufe nachsucht, ist so arm im Geiste, so Opfer dieser Indoktrination, so unsäglich unfähig einer eigenen Entscheidung, dass man 176.000 mal Trauer zeigen müsste. Ich wünsche wirklich, dass aus diesem geistigen Friedhof der 176.000 noch recht viele eine Wiedergeburt durch Geist erleben dürfen.

      2. Peter

        Liebe Fox, Kompliment fuer Deinen Kommentar!

        1. Fox

          danke Peter,

          das macht mich ganz verlegen.

  10. Omma&Oppa

    Manchmal ist es ein langer Weg, den man gehen muss, bis man selbst erkennt, dass es ein Weg in die Freiheit ist.

    Der Oppa und ich hatten keine ideale Kindheit (wir waren von Geburt/früher Kindheit an bei den ZJ), inzwischen waren unsere Eltern verstorben (2004), und wir fragten uns, warum waren unsere Eltern so, wie sie waren, warum haben sie so an uns gehandelt, und warum mussten wir so viel belastendes erleben? Damit begann für uns eine lange Reise des Erkennens, verbunden mit vielen Schmerzen.

    Sie führte uns in die Vergangenheit unserer Eltern, und der Frage, wie lebten die Menschen unter dem Naziregime und was hatte es aus diesen Menschen gemacht. Wie dachten und fühlten sie, denn geredet haben sie kaum darüber, inzwischen waren sie mit Leib und Seele ZJ geworden (1949) und darum drehte sich ihr ganzes Leben.  Der Oppa und ich lasen viele Bücher und sahen uns etliche Filme an, wir wollten in diese Zeit eintauchen und erlebten sie mit den Augen unserer Eltern. Eigenartiger Weise kam uns vieles so bekannt vor (Naziregime und ZJ) und unsere Neugierde wurde langsam geweckt.

    Wir spürten auch (nach Jahrzehnten) immer deutlicher, dass wir den Anforderungen der Org. nicht mehr gewachsen waren und die Lieblosigkeit, die sich immer weiter breitmachte, mit all den negativen Gefühlen, die viele hier auf BI nur zu genau kennen. Dazu erkannten wir, dass wir unter schweren Depressionen litten.  Uns wurde sehr bald klar, in der Org. war keine Hilfe zu erwarten.  Der Oppa ging dann selbst auf Suche nach einem Therapeuten seines Vertrauens, denn von der Neurologin bekam er nur die Antwort, er solle doch daran denken, wie viel Gutes er doch auch in seiner Religion hätte. Seine Bedenken und Gefühle wurden einfach nicht ernst genommen.  Dann bekam er Medikamente, die ihn fast ganz "ausschalteten", das war kein Leben mehr.

    Nach dem Absetzen der Medikamente (Vorsicht! Nur gaaaaanz langsam ausschleichen!), und der liebevollen Hilfe des Therapeuten, fand er wieder zurück ins Leben. Dann kam das Jahr 2010, und wir bekamen eine weitere Hilfe, ein Schweizer Psychologe hatte Büchen geschrieben, die genau auf unser Problem passten.  DAS WAREN WIR!!!  Außerdem wurde dadurch bei uns die Grundlage gelegt, die wir brauchten, für unseren nächsten Schritt in die Freiheit.  Uns wurde sozusagen der Rücken gestärkt.

    Dann hinderte eine erneute schwere Krebserkrankung beim Oppa uns daran in die Versammlung zu gehen. Wir hatten auch immer weniger Verlangen danach, sind aber aus Pflichtbewusstsein hingegangen.  Endlich hatten wir einen Grund und konnten ungestört in der Bibel lesen, ohne WT-Brille. Wir waren begeistert, was wir alles erkennen durften, und fragten uns, sind es nur wir, die das alles erkennen, jeder, der in der Bibel liest, muss das alles doch so sehen.

    Kurz danach kam der Oppa ins Zimmer gelaufen und sagte freudig, wir sind nicht alleine, er hatte BI gefunden (2012), dann ging alles sehr schnell, wir bestellten weitere Bibelübersetzungen und das Buch von Brd. Franz  "Auf der Suche nach christlicher Freiheit". Jeden Abend war bei uns Lesestunde, Fernsehen dagegen ein Fremdwort, wir wollten uns endlich Klarheit verschaffen.

    Unser Wunsch nach einem Austritt wurde immer stärker, gleichzeitig wuchs unsere Liebe zu unseren Beiden Höchsten, bis wir es einfach nicht mehr ertragen konnten, dieser Org. anzugehören, die sich so gotteslästerlich verhielt. Obwohl wir genau wussten, was auf uns zukam, haben wir aus Liebe zu unseren Beiden Höchsten, diesen Schritt getan (am 6.11.2014), fest im Glauben daran, dass sie uns beistehen würden. Wir haben es keine Sekunde bereut, auch wenn unser Widersacher Satan der Teufel so manche Angriffe auf uns gestartet hat, uns entmutigen wollte, so haben uns unsere Beiden Höchsten nicht im Stich gelassen.

    Es grüßen euch ganz lieb, auch alle stillen Mitleser,  Omma und Oppa

     

  11. Argentum

    Da ich selbst sehr lange Zeit Erfahrungen mit Psychotherapie gemacht habe kann ich nur jedem raten, sich einen guten Psychologen (in diesem Fall mit Spezialgebiet "Sekten") zu suchen und anzuvertrauen. Gerade gestern abend wieder hat ein Ehemaliger im TV darüber gesprochen, wie schwer es ist, sich selbst neu kennenzulernen und eigene Bedürfnisse zulassen zu können. Leider sind gerade viele ZJ auch dahingehend geprägt, daß sie lieber die Finger davon lassen sollten.

    Liebe Grüße an alle, auch die lieben stillen Mitleser

    Argentum

    1. Es stimmt, liebe Argentum, sektentypisches Verhalten wird eingelernt, wir kennen das, ganz schwierig wird es für die, die in ein solches System hineingeboren sind. Seit Jahren bin ich im Vorstand der "Ges. gg Sekten- und Kultgefahren", das wird mit den Psychologen der Uni-Wien abgewickelt. Ganz schwierig wird es für einen Psychologen wenn der Klient (das Wort Patient wird vermieden) aus einer Sekte kommt und bei sich psychische Schwierigkeiten verspürt. Der Psychologe wird nie fragen "Kommen sie von einer Sekte?", was meist  von solchen Abhängigen verneint wird, denn wer gibt schon zu i n einer Sekte gewesen zu sein?

      Konkreter Fall den ich erlebte, fand den Bericht hier nicht in der Sucheinrichtung, scheinbar habe ich ihn noch nicht gepostet:
      Frage an Psychologen!

      Bei der Textkorrektur einer Übersetzung aus dem Schwedischen, fiel mir [Gerd] der Bericht von "Maja" auf, die nach dem Ausstieg von den Zeugen Jehovas therapeutische Hilfe suchte und eine echte professionelle Wegleitung nicht bekam. Weil die Psychologen offensichtlich mit dieser Form von Therapie nicht vertraut waren.

      Vielleicht könnte uns Dieter Rohmann Tipps geben, was in Schweden verabsäumt wurde - Danke im Voraus!
      Textauszug:

      ...Sie war nach einem Treffen am Vortag mit einem Psychologen des städtischen psychosozialen Dienstes sehr erregt. Wie gewöhnlich musste sie den Glauben der Zeugen Jehovas von Anfang an erklären, obwohl der Psychologe versichert hatte, er sei über die Sektenproblematik wohl informiert. Dann stellte er ihren Hilfebedarf infrage und beendete das Treffen, indem er sagte, Majas Problem sei wirklich nicht das Schlimmste, das er gesehen habe – er habe einen Fall eines apathischen Burschen behandelt und das sei richtig schlimm gewesen. Maja dankte für die Analyse und ging heim. Apathisch. Maja weiß, dass sie einen gesammelten Eindruck macht, aber der Psychologe dürfte nicht erkannt haben, wie akut das Problem bei ihr eigentlich war. Wäre sie völlig zusammengebrochen, so wäre die Reaktion vielleicht anders gewesen.
      „Aber als Zeuge Jehovas ist man dazu erzogen, sich zusammenzureißen und wohl formuliert zu sprechen. Es ist auch mit sehr viel Angst beladen, als Erwachsener der Zeugen Jehovas in der Gesellschaft und unter Menschen außerhalb der Zeugen Jehovas Hilfe zu suchen."
      […]
      Nach und nach wurde es wichtig und notwendig für Maja, eine Therapie aufzusuchen. Eines Sommers war sie wegen Depression krank geschrieben und wagte sich nicht aus dem Haus. Sie meinte, anderen Menschen würde es schlecht gehen, wenn sie sie sähen. „Ich wollte Hilfe haben, um meine Wunden zu heilen und aufzuhören, in meinem Suchen nach Sicherheit destruktiv zu handeln. Ich benötigte Hilfe, um mich selbst zu finden.“
      Aber diese Hilfe zu finden erwies sich als sehr schwierig. Teils ist es fast völlig unmöglich, eine Gesprächstherapie zu bekommen, teils gibt es bei Therapeuten sehr wenige Kenntnisse darüber, welche Probleme eine Person haben kann, die in einer Sekte aufgewachsen ist. In vielen Fällen hat Maja nur antidepressive Medikamente bekommen, die ihrer Meinung nach überhaupt nicht geholfen haben. Nach vielen Versuchen gelang es ihr schließlich, bei einem Therapeuten in Stockholm einen Termin zu bekommen. Als sie das erste Mal dort war, füllte sie ein Formular von mehreren Seiten mit vielen extremen Fragen aus, wie: „Wie oft hast du Selbstmordgedanken?“ Der Therapeut wollte hauptsächlich über antidepressive Medikaments sprechen. Bis die 45 Minuten zu Ende waren, konnte Maja nicht sehr viel über sich selbst berichten.
      In der Woche darauf bekam sie zu ihrer Enttäuschung wieder dasselbe Formular, und als es ausgefüllt war, zeigte sich, dass sich seit dem letzten Mal einige Kreuze verändert hatten. Der Therapeut sagte, dies sei ein positives Zeichen, und meinte, es sähe nun besser aus. Dann wollte er die Dosis der antidepressiven Medikamente erhöhen, obwohl Maja sagte, dies helfe nicht. Als er dann endlich zu reden anfing und das Gespräch vom letzten Mal wieder aufnahm, hatte der Therapeut ihre ganze Geschichte vergessen.
      „Das war nicht OK, meine ich. Ich sagte, ich hätte keinerlei Vertrauen zu ihm und er könne mir nicht helfen. Dann ging ich fort.“ Zitatende

      Titel des Buches: Leben um zu sterben -
      aufgewachsen als Zeuge Jehovas
      Re: Frage an den Psychologen [war bei sektenausstieg.de]!

      Hallo Gerd,

      tja...das wird nicht leicht....

      Wie so oft im Leben gibt es auch hier mehrere Gründe.

      Auf der einen Seite Maja = Hineingeborenes Kultmitglied:

      Maja ist aufgewachsen in der Wertewelt des Kults und hat kein gelebtes Leben vor dem Kult.
      D.h. sie hat keinerlei Vergleichsmöglichkeit. Sie glaubt was ihr gesagt und vorgelebt wurde.
      Was bleibt ihr denn auch sonst übrig?
      Ihre ständigen Begleiter werden Angst, Scham, Schuld und die verzweifelte Hoffnung, dass alles bald vorübergeht um sich der Einsatz gelohnt hat.

      Sie hat nie gelernt, ihr Leben differenziert zu betrachten, Perspektiven zu wechseln, Fehler als Chance zu verstehen und sich selbst als wertvoll zu empfinden.

      Nun begegnet sie in Ihrer Ausstiegsphase z.B. einem Psychologen.
      Beide sprechen eine total unterschiedliche Sprache (Konnotation), kommen aus gänzlich unterschiedlichen Wertewelten und sind sich schlichtweg fremd.
      Maja gelingt es - aufgrund ihrer Vergangenheit - nicht, mitzuteilen was sie braucht und dem Psychologen einen klaren Auftrag zu erteilen. Das kann sie deshalb nicht, weil ihr dafür die adäquaten Worte fehlen.
      Also ein echtes Kommunikationsproblem.

      Auf der anderen Seite haben wir z.B. den Psychologen:
      Der musste in mind. 7 Semestern alle gängigen Störungsbilder, deren Ätiologie, Verlauf, Diagnose und Behandlung verstehen lernen. Wird mit einer Fülle an Informationen konfrontiert und ist heilfroh diese erfolgreich einsetzen zu können. Bewusstseinskontrolle, Konformität, Gehorsamkeit etc. bezogen auf sog. Sekten und Kulte sind - wenn überhaupt - nur Randphänomene im Laufe eines Universitätsstudiums.

      Es ist schlichtweg eine Frage des Schwerpunkts.
      http://www.kulte.de/3stufenframeset.html

      Freie Psychologen wählen i.d.R. einen spezifischen Schwerpunkt ihrer therapeutischen Tätigkeit (Depressionen, Phobien, Angst-Panikstörungen, Borderline, Essstörung, Drogenabhängigkeit, etc.).
      Es ist einfach nicht möglich, in allen Bereichen gleich kompetent zu sein!
      Deshalb hätte Maja sich einen aussuchen sollen, der wirklich Ahnung von Manipulation, Nicht-Stofflicher Abhängigkeit, Religion, Missbrauch etc. hat.
      Dafür haben wir hier in D. z.B.:

      http://www.psychotherapiesuche.de
      (Therapeutensuche anklicken, dann Spezialsuche. Dann erscheint auch der Begriff Sektenaussteiger).

      Psychologen in herkömmlichen Beratungsstellen haben keinen Schwerpunkt gewählt.
      Sie müssen viele Störungsbereiche (Scheidungsproblematik, Eheprobleme, Erziehungsprobleme, Drogen, Depressionen etc.) gleichzeitig abdecken können. Je nach Bedarf/Problem der Ratsuchenden.

      Ganz einfach gesagt.
      Kein freier Psychologe könnte davon leben, wenn er seinen Schwerpunkt nur auf sog. Sekten und Kulte ausgerichtet hätte. Unmöglich.

      Maja muss lernen zu sagen was sie braucht und der Psychologe sollte lernen ihre Signale richtig zu interpretieren.
      Beide müssen dafür aber auch Bereitschaft mitbringen.

      Ein Fehler der Kollegen war übrigens auch, dass sie nicht an kompetentere Kollegen weitervermittelt haben.

      Ich hoffe, ein wenig zur Klärung beigetragen zu haben.

      Mit einem Gruß aus München,
      Dieter Rohmann.
       

      Dieter Rohmann
      Dipl.-Psychologe (Univ.)
      Deisenhofener Str. 91a
      81539 München
      Tel.: +49 89 695299
      rohmann@kulte.de

      ------------------------------------------------

      Abendgrüße!

       

      1. Argentum@Gerd

        Lieber Gerd,

        ja, diese Problematik kann gerade bei einem so spezifischen Hintergrund auftreten. Es ist sowieso schwierig, einen guten Therapeuten zu finden. Erstmal muß die Chemie stimmen, dann muß er fachlich kompetent sein und am besten noch einschlägige Erfahrung haben.

        Aber es gibt neben der "Sektenproblematik" auch andere Krankheitsbilder, die für viele Psychologen eher schwer zugänglich sind und zu meiner Enttäuschung eher standartisiert angegangen werden. Je nach Schwerpunkt (Verhaltenstherapie, analytische Gesprächtstherapie etc.) gestaltet jeder Therapeut den Behandlungsplan ja anders. Wenn ich gemerkt habe, daß jemand fachidiotisch vorging, habe ich die Düse gemacht.

        Die Suche kann so zu einer Odyssee werden.

        Der Schlüssel ist m.M. nach gute Vernetzung.

        Eine Selbsthilfegruppe ist auch eine gute Anlaufstelle, hier kann man erfahrungsgemäß vor Ort gute Empfehlungen für Therapeuten bekommen. Da man durch psychische Belastung sehr oft in Isolation geht ( gezwungen freiwillig ;-)), sehe ich das aus eigener Erfahrung als ersten Schritt. Deshalb ist BI auch so eine wertvolle Hilfe. Kontakte und Vernetzung sind essentiell. Wir sollten uns vernetzen so gut es geht.

        Liebe Grüße

        Argentum

         

  12. Petrus111

    Liebe Freunde,

    Artikel, die sich mit den psychischen Aspekten von totalitären oder fundamentalistischen Systemen befassen, sind stets hilfreich.

    Der Artikel mach tauch deutlich, dass er nur Aspekte benennt; Mischformen sind ebenso möglich wie der Umstand, dass Menschen Phasen oder Stufen eines Prozeßes überspringen, nicht durchleben oder auf einer Stufe stehenbleiben und sich nicht weiterentwickeln können.

    Ich möchte 2 Dinge benennen:

    Wenn ein JZ  von/bei JZ ausgeschlossen wird, so ist dies manchmal ein absehbarer Prozeß, auf den der Betroffene sich vorbereiten konnte oder den er sogar provoziert hat. Es kann aber auch sein, dass der Betroffene tatsächlich gar nicht ausgeschlossen werden wollte; sich hiergegen zu wehren versucht hat.

    Kommt es zu einem vom Betroffenen nicht absehbaren und plötzlichen Ausschluss bei JZ, so gibt es zwei Möglichkeiten:

    - der Betroffene setzt alles daran, möglichst umgehend wieder aufgenommen zu werden. Dies bedeutet: er verharrt im System, setzt sich einem Mobbing aus, das i.d.R. 1-2 Jahre dauert und wird dann wieder aufgenommen

    oder

    - der Betroffene beginnt, aufgrund des Ausschlusses bei JZ, sich mit JZ kritisch auseinanderzusetzen.

    In meinem Fall war es so, dass ich plötzlich und für mich unerwartet ausgeschlossen werden sollte, mich gegen den sofortigen Ausschluss aber erfolgreich wehren konnte; der Prozeß dauerte dann noch ein knappes Jahr, bis er mit meines Ausschluss abgeschlossen war. In dieser Zeit habe ich mich kritisch mit dem gegen mich erhobenen Vorwurf auseinandergesetzt  - mit dem Ergebnis, dass ich der Auffassung von JZ nicht zustimmen konnte und daher auch nicht zustimmen wollte; parallel habe ich mich dann aber insgesamt kritisch mit der Religionsgemeinschaft, ihren Lehren und ihrer tatsächlichen Handhabung von Sachverhalten im System JZ auseinandergesetzt.

    Ich empfinde es persönlich als besonders tragisch, dass es den Menschen im System JZ nicht erlaubt ist, menschlich und christlich beieinander zu bleiben, selbst wenn eine unüberbrückbare Differenz in Glaubensfragen zwischen einem Menschen und der Religion der JZ entsteht. Dies macht das totalitäre System von JZ deutlich. Einmal im System, kann man nur als Geächteter aussteigen - mit dem Verlust aller dort geknüpften sozialen Kontakte und Freundschaften, mit dem Verlust aller Kontakte im Verwandtenbereich, soweit JZ zugehörig.

    Diese Methode ist nicht religiös motiviert; sie soll zum Ersten einen enormen psychischen Druck aufbauen, der ein Aussteigen verhindert; er soll aber, wenn sich die Trennung nicht vermeiden lässt, vor allem auch Informationsflüsse verhindern.

    Dies ist ein wesentliches Element totalitärer Systeme: sie nehmen Einfluss auf den Inforationsfluss zwischen ihren Mitgliedern einerseits und vermeindlichen Gegnern des Systems andererseits.
    Hierbei muss man ja bedenken, dass JZ jegliche Informationen außerhalb ihres Systems als weltlich, nur eingeschränkt nützlich oder tendenziell gefährlich darstellen (Weisheit dieser Welt; weltliche Bildung...). Auch hier soll Einfluss auf den Konsum von Informationen genommen werden.

    Ich bin seit 2 Jahren also aus der Org raus - halte mich für recht gefestigt - lebe als freier Christ... Heute sah ich also auf dem Markt die Leute mit dem Gruß- und Redeverbot am Trolleystand - grüßte wie immer freundlich; es wurde nicht zurückgegrüßt - und es machten sich in meinem Körper innerhalb von Sekunden jede Menge psychosomatischer Reaktionen breit... Das hat nach einer Viertelstunde wieder nachgelassen - aber es zeigt, was der Artikel aussagt: die langjährige Zugehörigkeit zur Org macht was mit einem - und wenn man kognitiv glaubt, es überwunden zu haben, dann erfährt man in solchen Momenten: NOCH LANGE NICHT!

    Deshalb ist es so wichtig, einander die Hand zur Hilfe zu reichen, wie dies auf diesem Forum passiert - und niemanden zu beurteilen oder zu verurteilen, der einen anderen Weg gehen muss als den, den man selber für zielführend halten würde....

    beste Grüße

    Petrus111

  13. Anna

    Liebe Schwestern und Brüder,

    wir müssen sozusagen selbständig laufen lernen.

    Die Organisation hat uns durch die vielen Beschäftigungen stets an der kurzen Leine gehalten.

    Wir haben nicht die Bibel durchgearbeitet sondern WTG-Literatur mit aus dem Zusammenhang gerissenen Texten. Ich habe ja wirklich ehrlich den Leuten im Predigtdienst erzählt, dass wir keinen Menschen nachfolgen. Inzwischen werden die Programmpunkte noch dümmlicher, man will Emotionen wecken. Dies ist relativ einfach weil die Brüder ja durch die jahrelange Verarmung jeglicher Emotionen sehr begierig darauf sind. Dann kann man bei den vielen Videos auf die Tränendrüse drücken und die Heile-Welt Hoffnung schüren.

    Was bei vielen ein Dilemma ist, deren Partner oder Angehörige noch sehr WTG-ergeben sind, läuft daraus hinaus, dass man weiß Gott hat keine Organisation. Jedoch sagen darf man es nicht. Oftmals nicht mal dem Ehepartner. Gleichzeitig wichtig ist ja seinen Glauben neu zu ordnen. Auf den Schöpfer und seinen Christus hin. Alles menschliche dazwischen muß raus. Es liegt nicht an unseren beiden Höchsten, dass dies Kraft kostet. Sondern unser Blick nach hinten und weil wir uns über uns selber immer wieder ärgern. Mit der Zeit wirds besser. Wir müssen mit Rückschlägen leben, hauptsache wir rappeln uns wieder auf.

    Herzliche Grüße an alle geschundenen Schafe

    Anna

    1. Für Dich

      Wieso Ehepartner? Wenn jemand geht und der/die Ehepartner/in bleibt, kommt es über kurz oder lang sowieso zur Scheidung.

  14. Schneeflocke

    Ein brutal realitätsnaher Artikel, den ich mir ausdrucken werde und für den ich  von Herzen dank sagen möchte!

    Bei mehreren Sätzen musste ich schlucken, die Tränen unterdrücken und mich selbst und meine Gedanken und Gefühle erkennen...

    Nochmals vielen Dank, für mich ist der Bericht eine wertvolle Hilfe.

    Liebste Grüße

    Schneeflocke

  15. Edelmuth an Kurt Trenkler

    Guten Morgen Kurt Trenkler

    Eine Mensch, der durch den Heiligen Geist geleitet ist, wird doch niemals durch die Beantwortung von Fragen damit herumprahlen was vom Vater ist.

    (1. Korinther 4:6-7) . . .: "Geht nicht über das hinaus, was geschrieben steht", damit ihr nicht persönlich aufgeblasen werdet zugunsten des einen gegen den anderen. 7 Denn wer macht, daß du dich von einem anderen unterscheidest? In der Tat, was hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du [es] nun wirklich empfangen hast, warum rühmst du dich, als hättest du [es] nicht empfangen?

    Ede

    1. M.N. @ die 7 Donner

      Es ist doch ganz einfach (ausnahmsweise mal):

      Was zählt für uns als Christen als einzige Richtschnur?

      "SOLA SCRIPTURA."

      Ist etwas nicht in der scriptura, dann können wir es gleich vergessen.

      Ist das, was die "7 Donner" verkündeten, oder auch die "unsagbaren Worte", die Paulus anlässlich seiner Entrückung in den "dritten Himmel" vernahm, oder die "vielen anderen Dinge, die Jesus getan hat, die nicht in diesem Buche aufgeschrieben sind" (Joh 20,30; 21,25) ist das alles IN DER SCRIPTURA zu finden?

      Die Antwort lautet schlicht "Nein."

      Wenn diese Informationen also nicht in der einzig verbindlichen Informationsquelle zu finden sind, nützt es nichts und GAR NICHTS, darüber zu spekulieren, oder - noch schlimmer - zu behaupten, über diese "geheime" Information zu verfügen, auf wundersame Weise da dran gekommen zu sein. Und wenn jemand vollmundig behauptet, diese Info zu besitzen, dann können wir ihn gleich als falschen Propheten oder als Phantasten getrost entsorgen. Es gibt ja immer welche, die von sich behaupten, Jesus Christus zu sein und auf Wasser wandeln zu können. Wenn also hier jemand allen Ernstes behauptet, zu wissen, was die "7 Donner" verkündeten, dann hat's bei dem aber ganz gewaltig im Sicherungskasten gedonnert.

      Gruß,
      M.N.

      1. derKühne

        An M.N. die sieben Donner

        Nimm doch bitte mal die Scheuklappen ab und lies 1.Korinther 13:8-12 (wir erkennen nur teilweise... sehen alles in einem verschwommenen Spiegel... bis das Vollkommene kommt).

        Apostelgeschichte 2:17-20 berichtet vom Heiligen Geist, den Männer, Frauen und sogar Sklaven in der Zeit des Endes bekommen. Das steht uns noch bevor. Allerdings müssen sich dann die Aussagen der heutigen Propheten mit der Bibel decken und dürfen ihr nicht widersprechen.

        Also werden wir in der Zeit des Endes sehr wohl erfahren, was die sieben Donner sagten. Es wäre sonst nutzlos, dass Johannes sie überhaupt erwähnt.

        Mit brüderlichem Gruß

        der Kühne

        (nett, mit Dir zu plaudern)

        1. M.N.

          Seufz - immer wieder die gleichen ollen Kamellen; der Irrlehren kennt kein Ende.

          Zuallererst: Es ging nicht um die Frage "Wird das, was die 7 Donner verkündeten, IRGENDWANN MAL IN UNSERER ZUKUNFT bekanntwerden?" Sondern ein gewisser Herr Trenkler legte uns dem Sinne nach nahe (ich kann seinen Einwurf hier nicht mehr finden), HEUTE SCHON bereits über dieses Wissen zu verfügen bzw. nach denen Ausschau zu halten, die behaupten, Selbiges bereits erlangt zu haben.

          Deine Aufforderung, das in 1Kor 13 prophezeite "Das Vollkommene" mit zu berücksichtigen tut überhaupt nichts zur Sache, denn Du setzt offensichtlich voraus, das dieses "Vollkommene" bereits hier für uns, in der gegenwärtigen raumzeitlich/physikalischen Realität Wirklichkeit ist, wogegen vehement widersprochen werden muss, denn Paulus bezieht sich klar erkenntlich auf die ÜBERSCHREITUNG (und damit Beseitigung) UNSERER PHYSISCH BEDINGTEN ERKENNTNISGRENZEN (der "stückweisen Erkenntnis"), und das ist erst dann der, Fall, wenn wir in der unmittelbaren Anschauung Gottes sein werden, 1Joh 3,2:

          "Jetzt (in physischer Raumzeitlichkeit als Erdenmenschen) sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden (wir erkennen nur stückweise); wir wissen, daß, wenn es (manche sagen "er") offenbar werden wird, wir ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist (vollkommene Erkenntnis)."

          Zunächst also, werter Herr derKühne: "Setzen - Thema verfehlt".

          Dessenungeachtet - Wiederholung von bereits früher hier Erörtertem:

          Auf welches "Ende" bzw. auf welche "Endzeit/letzten Tage" bezieht Petrus die Erfüllung von Joel 2,28.29?

          Apg 2,15.16 - Großschreibung zur Verdeutlichung hinzugefügt:

          "Denn diese sind nicht trunken, wie ihr meinet, denn es ist die dritte Stunde des Tages; sondern DIES IST ES, was durch den Propheten Joel gesagt ist."

          Man bemerke: "DIES - die soeben in 33 A.D. erfolgte Ausgießung des Heiligen Geistes - ist, was Joel prophezeit hat." Es geht nicht um heute, nicht um jetzt, nicht um das 21. Jhdt; es geht präzise um DIE AUSGIESSUNG DES GEISTES ZU PFINGSTEN 33 A.D. das Postulat einer "Doppelten Erfüllung" (sowohl damals, dann noch mal in "größerem Stil" heute) der Joelprophezeiung ist reine Erfindung und ein fundamentalistisch/sektiererisches Gedankenkonstrukt ohne biblischen Beweis und Grundlage.

          Ergo betrachteten die ersten Christen IHRE DAMALIGE ZEIT als "die Zeit des Endes/die letzten Tage", siehe hier:

          1Kor 10,11:

          "Alle diese Dinge aber widerfuhren jenen als Vorbilder und sind geschrieben worden zu unserer Ermahnung, auf welche das Ende der Zeitalter GEKOMMEN IST (katēntēken, 3. Person Perfekt Singular von katantáō)." Man beachte, dass hier gesagt wird: Das Ende IST BEREITS GEKOMMEN (Perfekt); Paulus redet hier nicht von einem in ferner (heute naher) Zukunft liegenden Weltgericht bzw. "Kommen Christi", sondern von der (von ihm aus betrachteten) Vergangenheit.

          Heb 9,26:

          "Jetzt aber ist [Christus] einmal in der Vollendung der Zeitalter (epì synteleía tōn aiōnōn) offenbar geworden, um durch sein Opfer die Sünde aufzuheben." Vgl. auch Heb 1,2 "[Gott] hat AM [ÄUSSERSTEN] ENDE DIESER TAGE (ep' eschátou tōn hēmerōn, wie in Dan 10,14, s. o.) zu uns geredet im Sohn, …durch den er auch die Welten gemacht hat". Überall wird deutlich, dass es – von urchristlicher Perspektive aus betrachtet – betreffs der Begriffe "[äußerstes] Ende" bzw. "Letzte Tage" nicht um etwas von damaliger Perspektive aus gesehen Zukünftiges, sondern um etwas damals bereits Begonnenes und damals präsentisch Ablaufendes geht. Es geht um das Ende des jüdischen Zeitalters unter dem Gesetzesbund, und dieses Ende (End-Periode, "Zeit des Endes") hatte zu Pauli Zeiten bereits mit dem Kommen und Wirken des Messias Jesus Christus begonnen, so dass die Tage der Urkirche die "Letzten Tage (des jüdischen Äons)" und die "Zeit des Endes" waren. Genau so verstanden es die Urchristen, siehe o. a. Verse; Pfingsten 33 A.D. war also bereits in den "Letzten Tagen" des jüdischen Äons. Alles darüber Hinausgehende ist "theologisches Hinzubasteln", reine Hypothese, gefährliche Spekulation. Wer das tun will - bitte sehr, nur zu, aber mit "sola scriptura" hat DAS nichts zu tun.

          Betreffs weitergehender Info  - insbesondere Auszüge aus einschlägigen Bibelkommentaren - verweise ich aufs Glossar, Eintrag "Ende, das" und "Letzte Tage".

          Gruß,
          M.N.

          1. derKühne

            Lieber M.N.

            Ich möchte ja nicht lästig sein, aber Du hast scheinbar den Sinn von Apostelgeschichte 2:19,20 nicht richtig verstanden.

            Na, schau einfach noch mal nach.

            Herzlichst

            Der Kühne

            1. M.N. @ den Kühnen

              Na, Hauptsache ist doch, DU hast es so verstanden, wie DU es verstehen möchtest. Ich halte mich lieber an sola scriptura sowie an die geschriebene Geschichte, die diese Vorhersage als konkret mit dem Ende des jüdischen Äons anlässlich der Zerstörung Jerusalems durch die Römer 70 A.D. erfüllt sieht; da gab es nämlich tonnenweise "Blut und Feuer und qualmenden Rauch", und die "geistigen Lichter" der damaligen jüdischen Welt, ihre spirituelle "Sonne und Mond", gingen unter, und die, die "den Namen des Kyrios" anriefen - die Christen, die aus Jerusalem nach Pella geflohen waren - blieben verschont.

              Alle Hobbytheologiebastler, die zu diesen klar begrenzten, sowohl biblisch als auch geschichtlich belegbaren Fakten Märchen hinzudichten möchten: Nur zu; Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, wie jener des Jupp Schmidt, der meinte, am Hügel Cumorah phantastische Märchenoffenbarungen erhalten zu haben, oder auch Mohammed mit seinen wundersamen Engelserleuchtungen, und natürlich auch das JW.Org-Septumvirat mit seinen sich ständig wandelnden "Neue Licht"-Märchenoffenbarungen von 1914 und vom "baaaaaldigen Ende" und von der "Überlappenden Generation" etc. Obgleich sie ständig wegen falscher Prophezeiungen auf die Nase fallen, dichten sie immer munter weiter und türmen immer neue Lügen auf ihren gewaltigen Müllberg an Falschaussagen, denn was kümmert sie ihr Geschwätz von gestern?

              Viel Spaß beim Phantasieren wünscht
              M.N.

  16. Rob

    Grüße

    Wenn man die Zeugen verlässt ist es wichtig an der Bibel und Gott festzuhalten sonst könnte man krank werden.Weiter Gott vertrauen und seinen Willen zu tun versuchen. ich habe die Erfahrung gemacht das

    wem er helfen will auch hilft,trotz Schwächen wie Rauchen und sonstiges.

  17. derKühne

    Der Artikel ist gut... jedoch zeigt er eindeutig, dass das Herz weiter für die verlassene Glaubensgemeinschaft schlägt.

    1. derEhrliche

      derKühne,

      wie wahr, wie wahr:

      " weiter für die verlassene Glaubensgemeinschaft schlägt"

      Besonders das Interview in der mdr Sendung "Kölner Treff" mit Herrn Rohde hat mir wieder klar gemacht dass sie sich weigern diese Glaubensgemeinschaft klar zu verurteilen.

      Herr Rohde sagt wörtlich ".....ABER, das verrückte ist, wenn man es aus der Perspektive eines Zeugen Jehovas sieht...."

      Nun merkt Herr Rohde offenbar nicht, dass es sich eben VERBIETEt, die Perspektive eines Zeugen Jehovas einzunehmen.

      Das gleiche muss man -im Endeffekt- auch hier feststellen. Im Grunde gehen wird hier -nur anders herum- gleich vorgegangen wie die Mutter von Herrn Rohde agiert, sie täuscht vor "Kontakt haben zu wollen" sabotiert diesen aber durch ihr eigenes Verhalten im Telefonat. Dass Herrn Rohde das gerne ignorieren möchte, ist verständlich, aber natürlich nicht haltbar, vermutlich nicht mal für ihn selbst vor sich selbst.

  18. Kämpferin

    Die Gedanken in diesem Bericht finde ich absolut identisch. Erst diese Woche habe ich so einige Dinge in meinem Leben Revue passieren lassen und mir kamen die Tränen, dass Emotionen so unterdrückt wurden und ich nicht mehr in der Lage bin sie zu empfinden.

    Dann empfinde ich einen Hass gegen diese dreiste ORG, die mein ganzes Leben manipuliert hat und meine Eltern waren ihr total hörig, besonders meine Mutter bis ins hohe Alter von 90 Jahren. Dann sagte sie, warum lässt Jehova zu, dass es ihr nicht mehr so gut geht, sie ging ja soviel in den Dienst. Na ja soviel zu dem Thema Dienst.

    Zum Glück steht uns frei das zu lesen was wir wollen. Nur leider kann man nicht sagen, was man denkt, man wird gleich schräg angeschaut.

    Ja liebe Omma und lieber Tilo, In euren Kommentaren finde ich mich wieder. Ich durchlaufe gerade diese Prozesse und kann deshalb auch nicht so viel schreiben.

    Aber ich danke für die guten Berichte und gute Kommentare, die mir helfen vieles aufzuarbeiten.

    In Liebe

     

    1. Omma@Kämpferin

      Liebe Kämpferin,

      lass dir ruhig Zeit, um alles aufzuarbeiten.  Das ist Schwerstarbeit!

      Wenn du Bedarf hast, du hast ja meine Mailadresse.

      Sei ganz lieb umarmt und gegrüßt deine Omma

  19. Hauptsache Du vergißt nicht DICH selbst zu erkennen Kurt!
    Ein weiterer der es geschafft hat (ab 1 Stunde 13 min):

    http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/koelner-treff/video-koelner-treff---volksmusiker-schauspieler-und-hauptstadtkorrespondentin-100.html

  20. peetha@ Kurt Trenkler

    Hallo/chen Kurt/chen ....janz kurz nur :  nich ´EVA´...... Ulrike war es, die diesen Artikel verfasst hat ! Leg dich wieder hin und popel weiter

    (ick heisse peter baumgartl und bin unter 06266-8729-111 zu erreichen - bei nur  112 kommt wohl der Krankenwagen - /öfter´s probieren)

    Tschüssikowski   ... chen

  21. Zwischenruf!

    Wilfried und M. N.

    Eure theologische Darlegung über Theos - einfach Klasse!

    Wenn Gott Vater, aufgrund seiner unendlichen Größe, nicht kann, darf er nicht seinen Sohn (gleichen Namens)  als einen Teil seiner Selbst, als "Ich"  einsetzen?

    1. Winfried

      Winfried an Gerd

      Lieber Gerd, ich würde Dir gerne auf Deine Bemerkung antworten....aber ich habe sie leider nicht verstanden. Vielleicht kannst Du sie mir hier oder aber auch auf logofilus@yahoo.com erklären.

      Danke und liebe Grüße, Winfried

    2. Stimmt Winfried, meine Stenoantwort konnte nur ich verstehen - 😉 sorry!

      Ich vermute: der Urgott (der von dem alles stammt, der immer schon war), scheint in seiner Größe, auch als Geist, alles zu umfassen was vorhanden ist. Salomo: "Der Himmel Himmel können dich nicht fassen". Daher hat er einen Teil seiner selbst geboren, seinen Sohn, damit dieser ihn z.B. auf Erden repräsentieren kann. Ich finde diesen Aufsatz zu dieser Annahme als sehr zutreffend:

      http://people.freenet.de/biblische_lehre/gott_und_christus_-_gleichheit_und_unterschied.htm

      Sind diese Ansichten annehmbar?

      Sonntagsgrüße!

      Gerd

       

      1. Winfried

        Winfried an Gerd

        Vielen Dank lieber Gerd....jetzt verstehe ich besser, obwohl ich es nicht verstehe.
        Ich kann leider mit der Vokabel "Urgott" nichts anfangen. Woher hast Du diese und wer ist das?
        Dann sagst Du:    "Daher hat er einen Teil seiner selbst geboren"
        Ist Gott denn teilbar?
        Entschuldige bitte meine Spitzfindigkeit, aber irgendwie sprechen wir eine andere Sprache aber man kann ja dazulernen, was ich versuche.
        Den Link konnte ich leider nicht öffnen.
        Ich habe festgestellt, dass die meisten auf BI Gott als eine Person betrachten, die irgendwo wohnt. Aber Du hast aus meiner Sicht sehr treffend Salomo zitiert.
        Ich denke, dieser Gedanke des weisen Königs zeigt uns sehr viel.
        "Gott ist Geist" "Gott ist Liebe" und keine Person mit zwei Armen, zwei Beinen und einer Nase mitten im Gesicht....denke ich zumindest.
        Es gibt für uns auch keinen "Urgott"...denke ich, sonst müsste es ja auch einen Gott nach dem "Ur" geben, ansonsten wäre die Vokabel überflüssig, wenn es eben nur einen Gott gibt (1.Kor.8:4-7):
        "Ihr habt Recht: »Die Götzen gibt es in Wirklichkeit gar nicht; es gibt keinen Gott außer dem einen.«
        5 Viele behaupten zwar, dass es Götter gibt – Götter im Himmel und Götter auf der Erde; und es werden ja auch zahlreiche Götter und zahlreiche Herren verehrt.
        6 Aber für uns ´steht fest`: Es gibt nur einen Gott – den Vater, von dem alles kommt und für den wir ´geschaffen` sind. Und es gibt nur einen Herrn – Jesus Christus, durch den alles ´geschaffen` wurde und durch den auch wir ´das Leben haben`. 7 Doch nicht alle haben schon die volle Konsequenz aus dieser Erkenntnis gezogen. Manche haben sich bis heute nicht von ihren alten Vorstellungen über Götzen gelöst."

        Ich finde, dass es eine "alte Vorstellung über Götzen" ist, sich Gott als ein Wesen vorzustellen.
        Dann hätten wir ja schließlich Gott No.2: Jesus Christus, der angeblich nach der Bibelfälschung -genannt Neue Welt Übersetzung - "ein" Gott sein soll. Dann hätten wir - "was viele behaupten" "Götter":
        "ABER FÜR UNS STEHT FEST: ES GIBT NUR EINEN GOTT - DEN VATER."
        Da Gott keine Person ist aus meiner Sicht, sondern "Geist" und "Liebe" ist Jesus auch Gott....nicht EIN Gott.... und jeder, der "im Bilde Gottes" geschaffen ist, ist AUCH Gott.
        Jehova wandelte auf dieser Erde und erschien z.B. Abraham, was zeigt, dass Jehova nicht der Vater ist, denn den Vater kann man nicht sehen, so wie man Liebe nicht sehen.....ABER SPÜREN kann.
        Und da sich eine ganze Reihe von Texten des AT AUCH auf Jesus und NICHT NUR auf den Vater beziehen, ist "Jehova" ein Name für Menschen, die den Vater durch unseren Herrn Jesus Christus noch nicht erkannt haben, so wie eben vor allem Jehovas Zeugen, denn Jesus hat diesen Namen NIE benutzt, weil er uns den Vater offenbart hat, aber auch gezeigt hat, dass DER SOHN unser Schöpfer ist.
        Kann man das so sagen, lieber Gerd, liebe BI Leser?

        Viele liebe Grüße, Winfried

        1. Lieber Winfried, meine genannter Link wurde verändert, sollte so klappen - und was wichtig ist: um vieles bei den sog. "Göttern" KLARER machen:

          http://www.biblischelehre.de/Gott_und_Christus_Gleichheit_und_Unterschied.htm

          Mit Urgott meinte ich, wie auch geschrieben, den von dem alles stammt - Punkt.

          Vielleicht sagt "Vater" mehr. Er scheint nicht eine mobile Person zu sein, der heute da und morgen dort ist - er ist einfach überall. Ist er statisch und braucht für die Mobilität eine Person: den Sohn? Der "Geist" (keine Person) bewirkt was er will, wo auch immer.

          Nur so viel, wir müssen solche Annahmen erst mal "verdauen". Diese Fähigkeit  wünsche ich dir, ich bin auch noch mitten im Prozess!

          Gerd

        2. Johann

          Hallo Winfried

          der Begriff "Urgott" mag befremdlich klingen, ist aber nicht abwegig.

          Bevor es Zeit und Raum, ja irgend eine Schöpfung gab, gab es Gott, für mich der Quelle des Lebens und damit der Urgott. Mit der Geburt oder dem Erscheinen des Gott-Sohn begann die Schöpfung, und mit ihr Zeit und Raum.

          Der Urgott existierte schon jenseits von Zeit und Raum und ist auch jenseits von Zeit und Raum, in einer anderen Demission. Nur mit dem "Sohn" war es möglich in das Disseits zu kommen.

          Soweit meine Gedanken und Überlegung dazu, und der Versuch einer Erklärung Gottes.

          Johann

          1. Lieber Johann,
            ich hoffe ich darf mich in Deinen Dialog mit Gerd kurz einbringen.

            Deine Ansicht hat viel Ähnlichkeit mit der meinen, obwohl ich dafür einige andere Begriffe Verwende. Für Urgott sage ich einfach nur Schöpfer, oder Schöpfergott, denn Gott hat sich nicht verändert, warum sollte er auch und Ur würde eine Zeitfolge andeuten die bei einem Gott welcher außerhalb von Raum und Zeit existiert überflüssig ist.
            Zudem nutze ich den Begriff *Matrix* als erschaffene Gegenwart, welche unsere Realität ist in der wir existieren. Was war aber DAVOR? Dort ist die eigentliche Realität zu finden und sie ist rein geistig, so wie der Schöpfergott ein Geist ist. Nur was (alles) ist "GEIST"?

            Schaut man sich das Doppel Spalt Experiment an bekommt man eine kleine Vorstellung von Materie, welche nicht "konstant" ist und sich nur durch unser hinschauen anders verhält und ein anderes Interferenzmuster entsteht. ( https://www.youtube.com/watch?v=ip8cmyitHss )

            Gehen wir nun weiter in der Quantenverschränkung, entstehen neue Möglichkeiten WIE/WAS das ganze Universum (auch) sein könnte?!
            https://motherboard.vice.com/de/article/immer-mehr-indizien-deuten-darauf-hin-dass-unser-universum-ein-gigantisches-hologramm-ist-267

            Aber auch die Physiker "glauben" 😉
            Ich würde es deshalb so sagen:
            Der Schöpfergott ist (wie Du es auch sagst) selbst außerhalb von Zeit und Raum, also IN der Ewigkeit/Unendlichkeit, oder besser, ER selbst ist der/das EWIGE!
            Christus ist unsere Verbindung aus/in dieser Matrix ZU IHM.
            Ich würde nun nicht sagen ER ist in einer anderen Dimension, sondern er ist IN allen Dimensionen, denn er ist der Schöpfer von ALLEM und er kann IN jedem Bereich seines Erschaffenen wirken wie es ihm beliebt.
            Joh 3:8  Der Wind weht, wo er will. Du hörst ihn zwar, aber du kannst nicht sagen, woher er kommt und wohin er geht. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist."

            UND wir dürfen IN dieser unendlichen geistigen Freiheit, Ewigkeit, mit SEINEM Geist IN uns (mit-)wirken IN/MIT SEINER Liebe, weil er selbst Liebe ist.

            Eph 2:4  Aber Gott ist reich an Erbarmen und hat uns seine ganze große Liebe geschenkt
            Eph 2:5  und uns mit dem Messias lebendig gemacht - ja, auch uns, die durch ihre Verfehlungen für ihn tot waren. Bedenkt: Aus reiner Gnade seid ihr gerettet!
            Eph 2:6  Er hat uns mit Jesus Christus auferweckt und uns mit ihm einen Platz in der Himmelswelt gegeben,
            Eph 2:7  damit er auch in den kommenden Zeitaltern den unendlichen Reichtum seiner Gnade und Güte in Jesus Christus an uns deutlich machen kann.

            Amen und herzliche Grüße
            Tom

            1. Argentum@ManfredF und Tom

              *thumps up* Gute Beiträge, so ähnlich sehe ich es auch.

              Zum Thema Materie und Quantenphysik kann ich den Nobelpreisträger Hans Peter Dürr empfehlen, der Spiritualität in seine Forschung stets integriert hat.

              https://bildung-und-mensch.de/interdiziplinaerer-dialog/materie.html

              Liebe Grüße

              Argentum

              1. Liebe Argentum lieber Johann,

                ja Johann, so verstehe ich das Wesen Gottes auch, ein VATER von ALLEM!
                Danke für den Link liebe Argentum, auch die Worte von Max Planck sind wunderbar:
                Dieser Geist ist der Urgrund der Materie, nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche (der Boden), denn diese Materie bestünde, wie wir es gesehen haben, ohne diesen Geist überhaupt nicht, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre. - Da es aber Geist an sich nicht geben kann, und jeder Geist einem Wesen zugehört, so müssen wir zwingend Geist-Wesen annehmen.
                Da aber auch Geist-Wesen nicht aus sich selbst sein können, sondern geschaffen sein müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu nennen, wie ihn alle alten Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben, GOTT.
                Eine Wissenschaft, die den Geist nicht in ihr Denken mit einbezieht, kann nicht zur Wahrheit vordringen. Die Existenz einer Schöpferkraft muss in den Wissenschaften als eine unanzweifelbare Tatsache akzeptiert werden.

                1. pit

                  Liebe Geschwister,

                  ich möchte kurz das extreme Grobraster anlegen.

                  Gott-Allein////// Sohn-Schöpfung-Mensch////// Gott-Alles-in-Allem

                  Übertragen auf die Herzebene, lyrisch gesehen:

                  Eine Knospe erblüht im ersten Schein der Frühlingssonne.

                  //Jeder ist dazu eingeladen.

                  //Er/Sie muss nur "Ja" sagen. Ja, Herr Jesus. Zeig mir den Weg. Auch ich möchte dabei sein.

                  Friede pit

            2. Johann@Tom

              Lieber Tom, der Begriff Urgott gefällt mir auch nicht, wollte ihn nicht etablieren, kommt in der Bibel auch nicht vor.

              Habe nur angemerkt das er nicht so falsch ist wie er klingen mag.

              Gott Vater ist der bessre Ausdruck, auch für mich.

              Allem anderen was du sagst kann ich ohne weiters zustimmen. Gott zu Bergreifen ist für uns nur begrenzt möglich-

              Liebe Grüße Johann

        3. ManfredF

          Ich möchte vielleicht mal meine Gedanken zum "Wesen" Gottes mitteilen.

          Die Bibel sagt von Gott, er sei überall, er ist ganz nah, er ist ganz fern. Man nennt das auch omnipräsent, also überall.

          Nehmen wir einfach mal die Atmosphäre. Und tun wir so, als ob es das Weltall nicht gibt. Für uns auf der Erde ist die Luft überall, sie ist omnipräsent.

          Jetzt "erleben" wir diese Luft ganz unterschiedlich. Manchmal sehen wir Wolken, das Wasser in der Luft bildet Wolken, die Luft wird SICHTBAR, wenn diese Wolken ganz dicht am Boden sind, dann werden sie fast auch fassbar.

          Manchmal bewegt sich Luft wir spüren den WIND der uns ins Gesicht bläst.

          Alles ist miteinander VERBUNDEN. Die gesamte Atmosphäre der Erde ist EINS. Die Luft ist in Peru die gleiche wie in Berlin oder auf dem Atlantik. Gleich weil sie ein Teil der Atmosphäre ist, ständig im Austausch untereinander.

          Die Wolken sind zwar sichtbar aber auch sie gehören zur Atmosphöre, sind EINS.

          Der Sturm ist spürbar aber auch er ist Atmosphäre, EINS.

          Wenn drei Personen die Atmosphre beschreiben sollen und unterschiedliche Sinnesorgane nutzen dann beschreibt der welche die Luft einatmet sie so "Die Luft schmeckt und füllt alles aus".  Wenn ein anderer die Wolken beschreibt sagt er "Die Luft ist wie watte so weiss und riesengroß". Der welcher den Sturm beschreibt sagt "Die Luft ist stark und zwingt mich in die Knie".

          EINE ATMOSPHÄRE aber verschiedene Wahrnehmungen.

          Wenn wir Gott so sehen, dann füllt Gott alles aus, seine Kraft bewirkt Wunder und in seinem Sohn hat er sich den Menschen gezeigt. EIN GOTT, der alles ausfüllt wird von uns auf unterschiedliche Weise wahrgenommen. Gott ist nicht teilbar, daher ist alles Gott, aber wir nehmen diesen einen Gott mit unterschiedlichen "Sinnen" war.

          All die verschiedenen Ansichten darüber was oder wer Gott ist rühren zum Teil daher dass wir die Welt und damit auch Gott unterschiedlich wahrnehmen.

          Es fällt uns ja bereits schwer uns vorzustellen, dass etwas gleichzeitig an beliebig vielen Orten sein kann. Unsere Wahrnehmung ist dafür nicht geeignet. Für uns ist es so, dass immer nur eine Sache oder Person an ein und der selben Stelle sein kann und dass es nicht zwei Dinge geben kann die gleichzeitig am selben Ort zur selben Zeit sind und umgekehrt haben wir es noch nie erlebt, dass zum Beispiel unsere Katze gleichzeitig auf dem Dach und auf dem Baum ist oder unser Haus gleichzeitig in Berlin und München steht. Gott kann aber überall zugleich sein.

          Damit sehen wir, Gott is völlig anders als wir die Welt kennen. Und unsere Sinne sind nur für diese Welt gemacht, wir können nichtmal die Geisterwelt sehen oder den Himmel wo Gott ist.

          Wir sehen Jesus war als Mensch auf der Erde und er betete zum Vater im Himmel und unsere Sinne deuten das nach unser Vorstellung von der Welt, aha zwei Personen an zwei verschiedenen Orten. Was, wenn das ein Irrtum ist? Wenn Gott überall zugleich sein kann, dann kann er doch gleichzeitig als Mensch auf der Erde in Erscheinung treten und gleichzeitig auch als Vater im Himmel.. Wie die Atmosphäre überall ist aber sich unterschiedlich wahrnehmen lässt ist Gott überall und zeigt sich uns in unterschiedlichen Wahrnehmungen als Sohn, als Geist, als Vater, als Gott usw. EIN GOTT ungeteilt und überall.

          Nur mal so als Gedankenanstosss

        4. derKühne

          Lieber Winfried

          Du bist der Wahrheit über Gott und Götter ganz dicht auf der Spur.

          Mach weiter so.

          1. derEhrliche

            Der kühne Rattenfänger von New Hameln bei Brooklyn spielt wieder auf seiner Flöte😀😀😀

            1. derEhrliche

              Liebe Mitbrüder,

              lasst uns den heutigen Tagestext lesen und kurz darüber nachsinnen, Joh. 6:44. Wir lesen dort:

              "Wer fleißig sucht, der kommt dem Vater schon auf die Spur"*1)

              Beachten wir aber noch den nächsten Vers 45 wo geschrieben steht:

              5 Es steht geschrieben in den Propheten (Jesaja 54,13): »Sie werden alle vom kühnsten aller Kühnen gelehrt sein.« Wer es vom vom kühnsten aller Kühnen hört und lernt, der kommt zu mir."*2)

              Gehen wir auch immer den direkten breiten Weg und uns nicht auf Umwege verführen, wie geschrieben steht in Joh. 14:6

              So, nun lasst uns aber nicht Schwätzer sein, sondern Täter des Wortes und fleißig in den Predigtdienst gehen um stumm in den Straßen herum stehen wie Ölgötzen und betonierte. Litfaßsäulen.

               

              ----

              Fußnoten:

              1) ernste Bibelforscher haben die aramäischen Ursprachen unter heiligem Geist studiert und in der NWÜ den Urtext richtig wiedergegeben.

              2) frei nach NWÜ  mit freundlicher Genehmigung der Brüder Grimm Nachf.

               

          2. Wenn Jahwe über Jahwe spricht, 1Kön. 19:

            Und siehe, das Wort Jahwes geschah zu ihm, und er sprach zu ihm: Was tust du hier, Elia? 10 Und er sprach: Ich habe sehr geeifert für Jahwe, den Gott der Heerscharen; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen, deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwerte getötet; und ich allein bin übriggeblieben, und sie trachten danach, mir das Leben zu nehmen. 11 Und er sprach: Gehe hinaus und stelle dich auf den Berg vor Jahwe! Und siehe, Jahwe ging vorüber, und ein Wind, groß und stark, zerriß die Berge und zerschmetterte die Felsen vor Jahwe her; Jahwe war nicht in dem Winde. Und nach dem Winde ein Erdbeben; Jahwe war nicht in dem Erdbeben. 12 Und nach dem Erdbeben ein Feuer; Jahwe war nicht in dem Feuer. Und nach dem Feuer der Ton eines leisen Säuselns.

            Jahwe hat einen Thron. Hilft uns Hes. 1 weiter?

            26 Und oberhalb der Ausdehnung, die über ihren Häuptern war, war die Gestalt eines Thrones wie das Aussehen eines Saphirsteines; und auf der Gestalt des Thrones eine Gestalt wie das Aussehen eines Menschen oben darauf. 27 Und ich sah wie den Anblick von glänzendem Metall, wie das Aussehen von Feuer innerhalb desselben ringsum; von seinen Lenden aufwärts und von seinen Lenden abwärts sah ich wie das Aussehen von Feuer; und ein Glanz war rings um denselben. 28 Wie das Aussehen des Bogens, der am Regentage in der Wolke ist, also war das Aussehen des Glanzes ringsum. Das war das Aussehen des Bildes der Herrlichkeit Jahwes. Und als ich es sah, fiel ich nieder auf mein Angesicht; und ich hörte die Stimme eines Redenden.

            Feuer (Licht) spielt immer eine Rolle, Jahwe kann auch säuseln, Hebr. 12 mahnt jedoch:

            25 Sehet zu, daß ihr den nicht abweiset, der da redet! Denn wenn jene nicht entgingen, die den abwiesen, der auf Erden die göttlichen Aussprüche gab: wieviel mehr wir nicht, wenn wir uns von dem abwenden, der von den Himmeln [plural]her redet! 26 Dessen Stimme damals die Erde erschütterte; jetzt aber hat er verheißen und gesagt: "Noch einmal werde ich nicht allein die Erde bewegen, sondern auch den Himmel." 27 Aber das "noch einmal" deutet die Verwandlung der Dinge an, die erschüttert werden als solche, die gemacht sind, auf daß die, welche nicht erschüttert werden, bleiben. 28 Deshalb, da wir ein unerschütterliches Reich empfangen, laßt uns Gnade haben, durch welche wir Gott wohlgefällig dienen mögen mit Frömmigkeit und Furcht. 29 "Denn auch unser Gott ist ein verzehrendes Feuer."

            Was werden wir künftig alles erleben, hoffentlich wird uns über Jehova & Sohn noch so manches klarer - 🙂

  22. Störtebeker

    Hallo Kurt, ohne Netz und ohne Gurt, nur Kurt...!

    Ha, ha das sind ja Kommentare...???

    Kein Kommentar

  23. Omma

    Gerade gestern habe ich über dieses Thema interessante Gedanken in dem Buch "Auf der Suche nach christlicher Freiheit" von Raymond Franz, gelesen. Ich möchte einige Auszüge aus diesem Buch hier unkommentiert einstellen.

    Zitat:

    "Besonders wenn man Jahre in einem sehr absolutistischen Religionssystem verbracht hat, das den Anspruch erhebt, im Besitz der unumschränkten Wahrheit in allen wichtigen Glaubens- und Lebensfragen zu sein, und sich davon trennt, fühlt man sich vielleicht nicht nur unsicher, man meint auch, es fehle einem an Stabilität und Führung. Man geht dann leicht von einem Extrem ins andere. Glaubte man zuvor, man habe in allem „die Wahrheit“, meint man nun, daß nichts für einen gewiß sei. Hat man früher fast automatisch alles akzeptiert, was man gelehrt wurde, ist man jetzt allem gegenüber kritisch und zweifelt alles an, woran man einmal geglaubt hat fast schon eine Art intellektueller Paranoia.

    Es steht uns frei zu lesen, was wir wollen. Wenn wir aber das, was wir gerade lesen, nicht unserem kritischen Urteil unterziehen, werden wir nur Opfer derselben Art fehlerhafter Argumentation, die uns früher in die Irre führte. Das, wofür geworben wird, ist vielleicht etwas ganz anderes oder das genaue Gegenteil. Liegen die Mängel im Argumentieren jedoch darin, daß bloße Behauptungen und unbewiesene Hypothesen aufgestellt werden, das Gesagte eben nur plausibel klingt, suggestiv mit Fakten umgegangen und mit intellektueller Einschüchterung und der Tyrannei von Autorität (einschließlich wissenschaftlicher oder akademischer) gearbeitet wird, werden wir nur von einer geistigen Versklavung in die andere geführt. Vorher waren wir Jünger eines Systems von Menschen, nun sind wir die eines anderen. Ich bin erschüttert, daß sehr intelligente Menschen unter ehemaligen Zeugen die Irrlehren und Verdrehungen in Wachtturm-Publikationen erkennen konnten, aber scheinbar die praktisch gleiche Art Irrtum und Verdrehung in dem, was sie jetzt lesen, nicht zu sehen vermögen. In einigen Fällen hat das dazu geführt, daß sie jetzt Argumente vorbringen, die Wort für
    Wort so gefärbt und voreingenommen sind wie das, was die Wachtturm-Gesellschaft
    veröffentlicht.

    Es kann auch die Tendenz bestehen, die Freiheit in extremer Weise auszuleben und daraus bloße Verantwortungslosigkeit und Zügellosigkeit zu machen. Im ersten Jahrhundert wirkte Paulus unter Menschen, die oft in zwei extremen Lagern standen die einen traten für striktes und starres Festhalten am Gesetz ein, die anderen benutzten ihre Freiheit als Christen zur Entschuldigung ihrer Gesetzlosigkeit und setzten an die Stelle eines strengen Legalismus ein geistloses Alles-ist-erlaubt ohne Maßstäbe. Es erforderte damals wie heute geistige Ausgeglichenheit, diese Extreme zu meiden."

    Das ist nur eine kleine Leseprobe ab Seite 574.

    Ganz liebe Grüße von der Omma

  24. Tilo

    Normal
    0
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    Das ist viel Psychologie, und sie versucht ein System in die Problematik der Verführung und  des Ausstiegs zu bringen. Es mag helfen, sich über sich selbst klar zu werden, weil Ursachen genannt werden, die zu den Problemen geführt haben können. Ich bin immer bemüht gewesen, komplexe Probleme zu reduzieren, damit man besser mit ihnen umgehen kann.
     
    Es ist viel von Ich-Anteilen in der Persönlichkeit die Rede. Und es ist wahr, dass fundamentalistische Gemeinschaften das ICH unterdrücken und sogar zerstören, denn das Ich ist immer eine Gefahr für machtgierige Führer. Wenn dieser Zerstörungsprozess schon im Elternhaus anfängt, dann ist es bitter für den Betroffenen. Dann trifft vieles zu, was psychologisch erklärbar scheint.
     
    Aber ist das schon die ganze Wahrheit? Welche Rolle spielt GOTT und sein Geist dabei? Man kann doch das ganze Problem der Ausstiegsschmerzen oder der Ich-Zerstörung nicht isoliert betrachten. Ist es nicht eine Krankheit des allgemeinen Menschen, dass er seinen Mittelpunkt verloren hat und deshalb sein Ich von anderen Menschen modellieren lässt? Ist es am Ende nicht der Fluch, der auf uns lastet, weil wir ‚Gott vergessen’ haben?
     
    Warum finde ich bei den Menschen des NT’s noch viel Ich-Stärke? Warum hat sie in der Neuzeit so stark abgenommen, dass man vom „Massenzeitalter“ sprechen kann? Warum ist die Ich-Stärke durch krassen Egoismus ersetzt worden? Woher bezieht denn das Ich seine Stärke, wenn nicht aus der Gottverbundenheit?
     
    Da kommt wieder mein Verdacht auf, dass in den fundamentalistischen Gemeinschaften nicht zuerst Gott gesucht wird, sondern ein Ersatz, ein Vaterersatz in Form eines Stammapostels, einer leitenden Körperschaft oder eines Führers. Und manchmal scheint es nur darum zu gehen, ein vages Gefühl zu befriedigen, eine Sehnsucht zu stillen nach geistiger Heimat und Paradies. Das alles kann man als Gottersatz sehen. 
     
    Wenn das der Grund für die Mitgliedschaft in einer religiösen Gemeinschaft war, dann ist es klar, dass irgendwann Zweifel auftauchen und man sich entwurzelt und betrogen fühlt. Und dann muss noch die Frage erlaubt sein, wieviel ich selbst dazu beigetragen habe, dass ich verführt werden konnte.
     
    Fazit: Gott muss für den Glaubenden das Ein und Alles werden. Jeder Christ muss lernen, mündig und frei zu werden, nur seinem Gewisen verpflichtet und Gott. Aber gerade dahin führen die Gemeinschaften nicht! Immer drängen sich Menschen an die Stelle Gottes. Immer ist Machtgier im Spiel. Man kann dieses böse Spiel bei Johannes Calvin sehen. Stefan Zweig beschrieb es in Castellio gegen Calvin oder: Ein Gewissen gegen die Gewalt.
     
    Es ist wirklich eine komplizierte Sache und mein kleiner Kommentar ist auch nur eine Fazette davon. Es ist mir beim besten Willen nicht möglich, alles zu durchschauen; das Leben ist mir zu kompliziert! Für mich kann ich nur dies sagen: „Ich bin umhergeirrt wie ein verlorenes Schaft. Bitte suche deinen Knecht!“ Und meine Hoffnung ist, dass Jesus Christus im Auftrag Gottes alles wieder ganz macht, was zerbrochen worden ist.
     

     
    Liebe Grüße an alle!
    Tilo

    1. Petrus111

      Hallo Tilo,

      ich schließe mich Deinem Kommentar an, möchte aber auf folgendes hinweisen:

      Der Trick bei JZ ist, dass sie zunächst einmal die Bibel sprechen lassen - wobei sie allerlei aus dem Zusammenhang reißen und fundamentalistisch darstellen/auslegen. Dann aber, nachdem man das theologische Konstrukt einigermaßen geschluckt hat, bringen sie einem bei:

      "Wenn Du Gottes Willen tun willst, dann folge bitte genau der Org, denn die Org weiß, was Gottes Wille ist"."

      JZ haben den Treuen und Verständigen Sklaven erfunden - den haben sie nämlich bei sich selbst... und was der sagt, das ist gleichsam Gottes Wort.

      Wenn Du nun einem JZ erzählst, dass er lieber auf Gott hören soll, dann sagt er: mach ich doch - ich höre auf alles, was der TuvS erklärt - bin treu und loyal.

      So funktioniert das!

      beste Grüße

      Petrus111

      1. Tilo

        Lieber Petrus111,

        auch da hast du Recht! Das Stellvertreterprinzip ist eine frühe Erfindung und wird auch schon im NT erwähnt: 2. Thes. 2:4.

        Warum sind wir darauf hereingefallen? Und das ist ja nicht nur bei den Zeugen Jehovas so; die Katholiken haben ihren Papst, die Neuapostolen ihren Stammapostel, die Mormonen ihr Führungsgremium usw. usw. Immer wieder dasselbe Spiel: "Wir wissen, was Gott von dir will!", sagen die "Stellvertreter" und man vertraut ihnen. Das ist so allgemein menschlich und weit verbreitet. Auch die sogn. primitiven Kulturen haben ihre Schamanen und Gurus.

        Die Religionsgeschichte ist eine Geschichte des Kampfes um den persönlichen Glauben. Viele vor uns mussten sich von der institutionalisierten Religion trennen, weil sie eines Tage begriffen, dass man nur allein glauben kann.

        Auch die Methodik der Verführung ist fast immer dieselbe. Sie wurde schon von den Jesuiten als Gegenreformation eingesetzt.

        Es bleibt ein Teil der Schuld an uns hängen - so denke ich,  denn wir haben den Verführern entgegen gearbeitet. Wir kamen wohl nicht auf die einfache Wahrheit, dass Gott auf uns aufpasssen muss, damit wir nicht verloren gehen. Und der Betrug wurde komplett, als wir der Lüge glaubten, dass alles von Gott überwaltet wird. ("Jehova wird das nicht zulassen!") Gerade das sagt die Bibel im Hinblick auf die Antichristen nicht, denn Gott hat sie nicht verhindert!

        Momentan sehe ich das ganze Erlebnis mit der LK als eine Episode, aus der ich wichtiges lernen konnte. Im Endeffekt weiß ich heute besser, was Glaube ist, was Menschsein bedeutet und was Gott und Christus für mich sind. Wir stehen alle in einem Kampf um unseren Glauben, unser Gewissen und unsere Treue. Heute weiß ich, dass ich eine hohe Verantwortung  für meinen Glauben trage und dass ich diese Verantwortung nur in der christlichen Freiheit wahrnehmen kann, die man mir zeitweise genommen hat. Mir und dir sind die Augen geöffnet worden! Wer hat das getan?  Und wir wollen hoffen, dass anderen auch die Augen geöffnet werden und sie emporschrecken aus der Finsternis, die sie gefangen hält.

        Liebe Grüße! Tilo

         

  25. Ein Autor schrieb einmal ,das ob man BUDDHIST ,MOSLEM

    ZEUGE JEHOVAS oder auch ATHEIST kann man KONSTRUKTIV SEIN ,AUF SEINE MITMENSCHEN EINGEHEN ,VERGEBEN ,MITFÜHLEND SEIN !!!

    Ist es nicht so das VIELE sich nicht LÖSEN können aufgrund der JAHRE LANG GELEBTEN INDOKTRINATION!

    Wo werde ich als MENSCH WAHR GENOMMEN???

    Ich Denke das es wichtig ist das JEDER SELBST ENTSCHEIDET ob er oder Sie weiterhin in der ORGANISATION sein wollen!!!

    Aus welchen GRÜNDEN AUCH IMMER ,DAS SEIN MAG!!!

    Wir befinden uns in einer MATRIX ,wir MÜSSEN ARBEITEN GEHEN ,WIR MÜSSEN MORGENS FRÜH AUFSTEHEN!!!

    Unser ganzes LEBEN besteht aus TU DIES TU DAS!!!

    LETZTENDLICH KANNST DU EIN KONSTRUKTIVER MENSCH SEIN EGAL FÜR WELCHEN WEG ,DU DICH ENTSCHEIDEST !!!

    ES IST UND BLEIBT EINE PERSÖNLICHE ENTSCHEIDUNG!!!

     

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