Probleme des Ausstiegprozesses erkennen und überwinden

Von Ulrike Bär, die uns als Quelle  diente. Einstellung mit freundlicher Genehmigung der Autorin)

„Psychologische Beratung oder Therapie? Überlegungen zur spezifischen Problematik von Geburt an religiös-fundamentalistisch geprägten Menschen“, Göppingen 2005

  Ausstiegsweg und Ausstiegsphasen

In meiner Arbeit mit Menschen, die aus solchen Systemen und Gruppen austreten möchten, bzw. bereits ausgetreten sind, konnte ich verschiedene Phasen des Ausstiegsprozesses beobachten, die allen Betroffenen gemeinsam sind. Wie lange die jeweiligen Phasen durchlebt werden kann sehr unterschiedlich sein. Das kann zwischen einigen Monaten und 10-20 Jahren schwanken. Außerdem ist festzustellen, dass nicht jeder Ausstiegswillige alle Phasen durchlaufen konnte, sondern bei der einen oder anderen Phase stehen geblieben ist. Dies ist vor allem für die spätere Betrachtung in Bezug auf die psychologische Beratung oder Psychotherapie von Bedeutung.

 

James W. Fowler beschreibt dazu passend in seinem Buch „Stufen des Glaubens. Die Psychologie der menschlichen Entwicklung und die Suche nach Sinn“ sechs mögliche Stufen des Glaubens, in die der Mensch im Verlauf seines Lebens eintreten kann. In der ersten und zweiten Glaubensstufe wird zunächst die religiöse Bilderwelt wörtlich verstanden, in der dritten, konventionellen Stufe lebt der Mensch dann in dem Sinn- und Wertesystem, dass er durch die elterlichen und von der Gruppe bestimmten Vorgaben kritiklos übernommen hat. Die meisten Menschen verbleiben zeitlebens auf dieser Stufe. Kennzeichen der vierten, reflektierenden Glaubensstufe ist die einsetzende Entmythologisierung. Die äußeren Autoritätsquellen verlieren an Gewicht, die verschiedenen Glaubens-, Denk- und Gefühlsvorgaben werden zweifelhaft. Diese Entwicklung ist jedoch nicht zwangsläufig, da der Mensch dazu tendiert, an den alten Vorgaben festzuhalten, auch wenn eine Befreiung durchaus einen persönlichen Gewinn mit sich bringen würde.[1] An dieser Stelle bzw. Stufe setzen nun die von mir beschriebenen Phasen des Zweifels an.

Phase 1:    Der Zweifel

In einer groben Einteilung lassen sich zwei Gruppen ausstiegswilliger Mitglieder unterscheiden:

  • Es gibt Menschen, die auf Grund persönlicher Kränkung oder auch durch Nichtbeachtung des von ihnen eingebrachten Engagements durch die maßgeblichen Systemvertreter beginnen, die Inhalte der Lehre und die gelebte Praxis der sie Vertretenden zu hinterfragen.
  • Die zweite Gruppe sind Menschen, die auf Grund ihrer persönlichen inneren religiösen Haltungen und Erfahrungen oder durch Kontakte mit anderen religiös geprägten Menschen außerhalb ihrer Konfession mit den Diskrepanzen der in der Glaubensgemeinschaft gelebten, geforderten und gepredigten Lehre nicht mehr zurechtkommen.

Beiden Gruppen sind also, trotz zunächst unterschiedlicher Ursachen, früher oder später die Zweifel am Inhalt der Lehre gemeinsam. Selbstverständlich gilt wie überall, wo theoretische Einteilungen stattfinden, dass es ebenso Mischformen gibt, die nicht immer trennscharf zugeordnet werden können.

In der ersten Phase der auftretenden Diskrepanzen und der nachfolgenden potentiellen Lösung aus der Gruppe sind die betroffenen Menschen einer großen inneren Unruhe und Anspannung ausgesetzt. Ihre Zweifel speisen sich oft aus theologischen Fragwürdigkeiten und Ungereimtheiten ihres Glaubens im Hinblick auf den in unserem Kulturkreis üblichen christlichen Glauben. Sie machen die Erfahrung, dass von Nächstenliebe innerhalb der Gruppe nichts mehr zu spüren ist, sobald jemand quer zu denken beginnt. Diese Erkenntnis kann als entscheidender Auslöser zum Ausstiegsprozess angesehen werden.

Daraus folgend entstehen große innerpsychische Spannungen. Trotz mancher rationalen Erkenntnis kommt es zu zum Teil erheblichen Ängsten und Schuldgefühlen. Die Angst, dass Gott den „Unglauben“ und Zweifel sehen und bestrafen könnte ist immens groß. Die verinnerlichte und vom System angedrohte Konsequenz des ewigen Verdammtseins wirkt trotz der Zweifel weiter und übt zusätzlich einen enormen psychischen Druck aus.

Innerhalb der Gruppe ist es schwer bis unmöglich, einen förderlichen Gesprächspartner für die entstandenen Fragen zu finden, da ein enormer Gruppen- und damit Konformitätsdruck herrscht. Die meisten Betroffenen entwickeln dadurch ein tiefes Gefühl der Einsamkeit und des Verlassenseins. In diesem Stadium ist bei den meisten Mitgliedern das gelehrte Gottes- und Weltbild instabil geworden. Dennoch bleibt aber durch die allgemein heteronomistisch orientierte Grundhaltung das Bedürfnis nach einer geistlichen Autorität, an der man sich ausrichten kann. Dies führt bei vielen Betroffenen zu einem Gefühl des Verlassen- und Verlorenseins und damit in eine erste existentielle Krise.

Phase 2: Aufklärung und Folgen

Wie in allen totalitären Systemen herrschte bei vielen religiös-fundamentalistischen Kleingruppen und religiösen Sekten Jahrzehnte eine vollständige Informationskontrolle. Die Mitglieder wurden gar nicht oder nur über das informiert, was für das System erhaltend war. Jede Kritik an der Lehre ist geistlicher Selbstmord.

Seit etwa 10 Jahren bietet das Internet jedoch eine Fülle an Sachinformationen über fast jede religiöse Gruppierung an. Auch gibt es eine Vielzahl von kritischen Foren und Internetseiten, auf denen sich Menschen unter dem Schutz der Anonymität informieren und sich mit ebenfalls an der jeweiligen Lehre zweifelnden Gläubigen austauschen können. Zeitgleich sind Selbsthilfegruppen entstanden, die einen Austausch und theologische Aufklärung bzw. Auseinandersetzung ermöglichen. Viele „ältere“ Aussteiger können dort mit Buchtipps zu psychologischen, theologischen und soziologischen Themen weitere Anregungen geben. Dies hat die äußeren Bedingungen für die  Aussteigewilligen zwar vorteilhaft verändert, die möglichen psychischen Folgen sind damit jedoch noch lange nicht bearbeitet. So setzt an dieser Stelle des Ausstiegsprozesses für die meisten Betroffenen ein großes Gefühl der Unsicherheit ein. Es wird deutlich, dass der in Gang gekommene Erkenntnisprozess Veränderungen mit sich bringt, die nicht mehr aufzuhalten sind.

Die psychischen Reaktionen darauf sind unterschiedlich. Bereits zu diesem Zeitpunkt können manche Menschen den nächsten Schritt nicht mehr weiter gehen. Unbewusst oder bewusst verdrängen sie die gewonnenen Erkenntnisse. Verzerrungen und Rationalisierungen sollen helfen, die entstandene Inkongruenz zu verarbeiten. Hartnäckiges Leugnen der Fakten, ein Zurechtbiegen vor sich und anderen soll die innere Unsicherheit und Angst bannen.

Diese Menschen „kämpfen“ für ihren Glauben und damit für ihr eigenes Selbst. Viele gehen früher oder später trotz ihrer großen inneren Zerrissenheit in das Glaubenssystem zurück. Flash-backs verhindern einen endgültigen Austritt.

Andere hingegen reagieren mit Neugierde und Eifer, um den eigenen Prozess zu fördern. Solange die gedanklichen Auseinandersetzungen den Menschen beschäftigen, hilft es ihm, zum Glaubenssystem eine gewisse kognitive innere Distanz zu entwickeln. Gleichzeitig suchen aber die meisten Betroffenen nun oft nach anderen religiösen Gruppierungen oder spirituellen Vereinigungen, um ihre tief verwurzelte natürliche und konditionierte Religiosität irgendwie noch leben zu können. Da das Ich dieser Menschen kaum „Eigenanteile“  besitzt braucht es diese religiös-göttliche Stütze zunächst noch. Deswegen besteht für viele Menschen die Gefahr, sich erneut in eine Gruppe zu begeben, die ähnliche hierarchisch gestaffelte und abhängig machende Strukturen aufweist. Unbewusst werden diese wieder – weil bekannt – als Geborgenheit und Stütze gebend erlebt.[2]

Es gibt aber auch Menschen, die einen radikalen Schnitt vollziehen und sich von heute auf morgen von der fundamentalistischen Gemeinschaft trennen. Es hat sich dabei jedoch gezeigt, dass, obwohl zunächst ein ganz neues Leben angefangen wurde, nach vielen Jahren (bis zu 20 oder 30 Jahre später) die Betroffenen dennoch von ihrer Vergangenheit eingeholt werden und sie sich also immer noch nicht vollständig von den alten Bindungen und Über-Ich Forderungen lösen konnten, also weiterhin vielen in der Kindheit konditionierten kognitiven und emotionalen Mechanismen folgen. [3]

Phase 3: Emotionale Reaktionen

Innerhalb dieser Phase zeigen sich ganz besonders deutliche Unterschiede in der Verarbeitung des Ausstiegsprozesses. Es treten verschieden lang andauernde Phasen der Wut, der Verzweiflung und des Gefühls der Sinnlosigkeit des Lebens, sowie  Zweifel an den eigenen kognitiven Fähigkeiten auf. Die Erkenntnis, von Kindheit an manipuliert worden zu sein und die damit verbundenen unterschiedlich stark ausgeprägten elterlichen Erziehungseinflüsse erkennen zu müssen, ist hart und schwer zu akzeptieren. Viele Aussteiger sehen unwiederbringlich auf eine „gestohlene“ Kindheit und Jugendzeit zurück. Je nach  persönlichen Voraussetzungen, wie leichte Suggestibilität oder Beeindruckbarkeit und je nach elterlicher Prägung können sich hier die Biographien sehr unterscheiden. Manchen Eltern gelang trotz aller Systemvorgaben eine liberalere Erziehung, andere wiederum erzogen ihre Kinder mit absoluter Konsequenz systemgebunden und autoritär. Die jeweils entstandenen Folgen sind beträchtlich. Bei manchen Aussteigern konnten sich etwas mehr „Eigen-Ich-Anteile“ bilden, in den meisten Fällen ist jedoch eine deutliche Ich-Schwäche bei absoluter Autoritätsgläubigkeit, wenn nicht sogar Hörigkeit zu beobachten. Erlernte Hilflosigkeit führt zu Opferrollendenken. Verlernte oder nie gelernte Selbstwirksamkeit wird deutlich. Wünsche und Pläne außerhalb des Glaubenssystems sind nicht mehr vorhanden oder wurden unterdrückt. Das zu erwartende „ganz normale Leben“ bildet kein ausreichend starkes emotionales Gegengewicht gegenüber der indoktrinierten und schwer negativ geprägten Dogmatik mit ihrem „ Kampf gegen die Finsternis für ein besseres gottwohlgefälliges Wesen“  und den daraus resultierenden, wie auch immer benannten Lebenszielvorgaben. Auch der wertfreie und von den erlebten Prägungen losgelöste Umgang mit Erlebnissen und den damit verbundenen Gefühlen ist vielen fast unmöglich. Jedes Gefühl bleibt auf das Engste mit den Systemvorgaben verknüpft und löst eine Fülle von automatischen, quasi reflektorischen Assoziationen und kognitiven Abläufen aus. Gelegentlich kann es dazu kommen, dass vor allem bei schönen und Lebensfreude bringenden Erlebnissen sich keinerlei Emotionen einstellen, weil diese ja vormals als wertlos abgetan und aberzogen wurden.  Selbst wenn die dogmatischen Konstrukte kognitiv längst durchdrungen und als Irrtum entlarvt wurden, bleibt ein tiefes emotionales Loch, von dem der Aussteiger nicht weiß, wie und wodurch er es füllen soll. Mitunter schließt sich an diesen Abschnitt des Ausstiegsprozesses zunächst eine Art nachgeholte Pubertät an mit all den Findungsprozessen und oft überschießenden Reaktionen eines sonst 14jährigen. Meist bleibt jedoch trotz allen „Nachholens“ ein fades Gefühl der Sinnlosigkeit zurück. Der bei den Betroffenen oft anzutreffende Aktionismus in alle möglichen spirituellen Richtungen ist hierfür ein Ausdruck des Suchens und der emotionalen Verzweiflung zugleich.

Phase 4: Neuorientierung und Trauer

Manche Menschen versuchen mit ihrem entstandenen Leid nun dadurch fertig zu werden, dass sie anderen Aussteigewilligen in ihrem Lösungsprozess behilflich sind. Das kann helfen, die eigenen Erlebnisse zu verarbeiten. Ein gewisses Gefühl, noch handlungsfähig zu sein und irgendwie gebraucht zu werden, stellt, meist unbewusst, einen ersten Versuch dar, dem Leben wieder einen Sinn zu geben und die entstandene Lücke zu schließen. Auf diese Weise lernt der Betroffene seine Selbstwirksamkeit kennen und kann sich etwas stabilisieren. Die Mitarbeit in Selbsthilfegruppen kann also eine stützende und begleitende Funktion einnehmen, andererseits kann jedoch auch die ständig weiter bestehende Konfrontation mit dem System und den Erlebnissen der anderen Mitglieder dazu führen, dass diese Menschen nach wie vor stark in der eigenen Vergangenheit gebunden bleiben. Sie verbleiben oft viele Jahre in ihrer Selbsthilfegruppe, „kultivieren“ aber damit möglicherweise ganz unbewusst eine gewisse Opferhaltung, die den Weg zu autonomem Denken und Handeln erneut sehr erschwert. Manche resignieren, verzweifeln und geraten in eine endlose Spirale depressiver Verarbeitungsmuster. Das bisherige Leben scheint keinen Sinn gehabt zu haben und im neu gewonnenen Leben scheint es unmöglich zu sein, „gleichwertige“ Emotionen erleben und Lebensziele finden zu können. Viele Menschen leiden sehr unter diesem Zwiespalt und dem bisherigen Missbrauch ihrer tiefen religiösen Gefühle durch das fundamentalistische System. Sie wollten Gott ihr Leben weihen und müssen feststellen, dass sie lediglich willige Diener eines Systems waren, das völlig andere Zwecke verfolgt. Hier ist der Mensch im innersten seiner Seele tief verletzt worden.

Aber auch Menschen, die es schaffen, die endgültige Loslösung von der Gruppe zu erreichen, kann der Weg ins neue Leben nur mühsam gelingen. Nach wie vor werden auch sie mit den Folgen der Lerndefizite und der emotionalen Unsicherheit konfrontiert werden. Viele suchen jetzt den Weg der Psychotherapie, um die ihnen unbewussten Mechanismen und kognitiven Fehldeutungen durchdringen zu können und Defizite aufzuarbeiten. Sollte es gelingen, sich dem Sog und der Ursache der emotionalen inneren Prozesse bewusst zu werden, schließt sich immer eine unterschiedlich lang andauernde Periode der tiefen Trauer an. Ganz oft wird dabei erst richtig deutlich (oft Jahre nach dem eigentlichen Ausstieg), wie stark die Persönlichkeit von der  religiösen Gemeinschaft geprägt worden war und welchen Einfluss sie auf die Ich-Bildung genommen hat.

Phase 5: Familiäre Ausgrenzung und soziale Isolation

Zu den benannten inneren Problemen des Aussteigers kommen spezifische soziale Schwierigkeiten in Bezug auf das vorhandene Lebensumfeld noch dazu. Im Fall der NAK ist die Herkunftsfamilie meist seit drei bis vier Generationen neuapostolisch, der jeweilige Ehepartner und dessen Verwandte sowie der gesamte Freundeskreis ebenfalls. Familienmitglieder anderer Konfessionen wurden gemieden oder im Familienverbund isoliert oder sogar tabuisiert. Genau mit dieser Situation sieht sich der sich von der Gruppe lösen wollende Mensch konfrontiert. Sollte er aus der Gemeinschaft aussteigen, gefährdet er die Sicherheit seines gesamten familiären und sozialen Umfelds.[4] So ist oft der Ehepartner nicht immer bereit, den gleichen Weg und vor allem im gleichen Tempo mitzugehen. Schwere Eheprobleme und damit auch Probleme der Kindererziehung können aus solchen Situationen entstehen. Zwar gibt es dazu noch keine statistischen Untersuchungen, aber nach dem Ausstieg z. B. aus der NAK werden nach den zu beobachtenden Fällen mindestens 70% der Ehen geschieden. Die Furcht vor einer möglichen Auflösung der Familie ist also berechtigt und viele scheuen sich darum, öffentlich und selbst mit ihrem Partner von ihren inneren Zweifeln zu sprechen. Solche Menschen machen alles mit sich alleine aus und leben der Form halber in der Gruppe weiter, als wäre nichts geschehen. Obwohl die Inkongruenz unerträglich ist, ordnen sie sich weiterhin dem System unter. Die Folgen sind innere Einsamkeit, Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Ängste, depressive und somatische Symptome. Die meisten Menschen werden sich dieser Zusammenhänge jedoch nicht bewusst oder verdrängen die Korrelationen zwischen ihrem Krankheitsbild und den dazu führenden Ursachen in ihrer Gemeinschaft. Es kommt damit an dieser Stelle zur Stagnation des Entwicklungsprozesses.

Kurz zusammengefasst kann also gesagt werden: Menschen, die den schwierigen Schritt des Ausstiegs aus einer religiös-fundamentalistisch Gemeinschaft oder eines Kultes trotz all dieser Probleme wagen, müssen die auf sie zukommenden Schwierigkeiten in langen und emotional schweren Ecrkenntnisprozessen verarbeiten lernen. Mitten im Leben meist zwischen ca. 30 und 45 Jc

ahren stehen sie vor der unvorstellbar schwierigen Aufgabe und Notwendigkeit, trotz der nun vollständigen Entwurzelung einen neuen, jetzt persönlich orientierten Lebenssinn und Plan zu finden. Oder anders ausgedrückt:

Der Ausstieg wird entweder als Einstieg ins nun eigene Leben begriffen, oder aber er wird zur Sackgasse.

 

[1] Die Stufentheorie unterliegt allerdings der Gefahr, dass die einzelnen Stufen wiederum exklusivistisch missverstanden als anzustrebende Entwicklungsstufen angesehen werden könnten. Fowler: „Die Glaubensstufen… dürfen nicht als eine Leistungsskala verstanden werden, nach der der Wert von Menschen beurteilt werden kann. Ebenso stellen sie keine erzieherischen oder therapeutischen Ziele dar, auf die man die Menschen hinbewegen sollte.“ Wohl aber können sie in der Diskussion eine Hilfe sein, den problematischen Weg eines „Aussteigers“ in gewisse Kategorien einzuteilen, um damit die Prozesse durchschaubarer zu machen.

[2] Michael, ca. 25 Jahre alt und vor mehreren Jahren aus der NAK ausgetreten  (Schreiben vom 31.12.04):

„Die Erkenntnis ist relativ bitter, daß die Grundlage meines geistigen Nährbodens christlich-fundamentalistisches Gedankengut ist. Ein Nährboden und eine geistige Engführung vor der ich Tag für Tag immer wieder aufs Neue stehe und die mich fast wahnsinnig macht. Ein Michael ohne diesen NAK-Nährboden ist nicht vorstellbar. Würde auch keinen Sinn machen, denn das wäre dann nicht mehr ich. Obwohl ich mich von meinem alten NAK-Milieu versucht habe so weit wie möglich zu entfernen, ich bleibe ich, und ein Teil von mir ist/bleibt neuapostolisch verseucht. Und das perverse an der Sache ist, daß ich diesen Teil nicht mit der „Welt“ teilen kann, sondern nur mit den NAK-lern. Die NAK wird dadurch zu einem verlorenen Stück Heimat. Ich ertappe mich dabei, daß ich mit meinen Eltern über die Stammapostel-Nachfolge spreche und mich genauso anhöre und anfühle, als hätte es meinen Ausstieg niemals gegeben. Oder manchmal, wenn es mir besonders schlecht geht, denke ich gar darüber nach wieder in die NAK einzutreten. Als großes Eingeständnis eines fundamentalen Scheiterns.“

[3] Herr Sch., ca. 50 Jahre,  Schreiben Juni/Juli 2005

„Ich bin seit ca. 20 Jahren raus aus der NAK aber trotzdem immer noch nicht frei. Ich habe viele Ängste gelitten in der Kindheit, initiiert von der Kirche (Tag des Herrn, Würdigkeit usw.). Aus diesen Verletzungen hat sich Haß gebildet, so gut wie ausschließlich auf führende Männer der Kirche, insbesondere unseren damaligen Vorsteher und nachmaligen Apostel W. Er ist mittlerweile tot, aber es gibt stellvertretende (nicht unbegründete) Projektionen auf den jetzigen Bezirksapostel B., den ich kennenlernte, als er noch Evangelist war und auch auf den inzwischen zur Ruhe getretenen Stammapostel Fehr.“

[4] Markus, Mitte 30 , Schreiben vom Juli 2004:

„Das Thema Amtsniederlegung und Kirchenaustritt war in den letzten Jahren immer wieder aktuell. Ersteres werde ich freiwillig nicht tun, man müßte mich schon entfernen! Ich biete aber auch nach außen wenig Angriffsfläche, da ich nicht mehr GLAUBE, dass die Institution NAK sich wesentlich verändern wird. Die Menschen um mich herum sind mir wichtiger! Sollte ich zu irgendeinem Thema befragt werden, was selten vorkommt, dann formuliere ich sehr vorsichtig . . .fühle mich dabei nicht gut.

Kirchenaustritt . . . ist aus verschiedenen Gründen nicht aktuell:

1)   Es gibt keine Alternativen. Ehemalige, die danach gesucht haben, sind heute auch nicht glücklicher. Prüfungen der Inhalte anderer Gemeinschaften führen am Ende auch nur zu Kompromissen. Licht und Schatten ist überall, da es in Institutionen immer menschelt.

2)   Unsere Familien (Eltern usw.)  und viele Bekannte sind in der NAK, teils als Amtsträger, aktiv. Wir müßten mit erheblichen Umbrüchen in unserem sozialen Umfeld rechnen und würden anderen lieben Menschen vermutlich dadurch Leid zufügen. Das ist es uns nicht wert und wir arbeiten an Strategien, unser eigenes Leid zu reduzieren.“

 

 

 

Mag ich nicht (6)

81 Kommentare zu “Probleme des Ausstiegprozesses erkennen und überwinden

  1. Lichtspender

    Vielen Dank an die Autorin und an BI für diesen interessanten Artikel!

    Es ist tatsächlich so -- die meisten Ex werden das bestätigen können --, diejenigen, die sich endgültig von der Zeugen-Organisation gelöst und aus ihren Fängen befreien konnten, durchlaufen vor diesem Schritt und noch lange danach verschiedene Phasen. Denen muss man sich stellen: sie sind wichtig für die Verarbeitung und zur Traumabewältigung nach der jahrelangen Gehirnwäsche.

    Wenn ich so an mich denke: Meine ersten Zweifel hatte ich bereits vor über einem Jahrzehnt. Damals besorgte ich mir sogar das Buch "Der Gewissenskonflikt" von Raymond Franz. Ich las es. Aber ich war innerlich noch nicht bereit, wahrhaben zu wollen und zu akzeptieren, was das stand. Ich habe das Buch sogar zerrissen und jede Seite mit der Schere ganz klein geschnitten. Es konnte doch nicht stimmen, was die Führung mit dem "kleinen Mann" macht! Ich sperrte mich gegen die Tatsachen. Jahre vergingen, und irgendwann musste ich mich den Tatsachen stellen. Ich hörte zu viele Erfahrungen und machte sie schließlich selbst. Jetzt wusste ich: es ist doch wahr, was ich las. Nun war ich bereit, doch mal alles gründlich zu hinterfragen und mir meinen an den "Sklaven" abgegebenen Verstand wieder zurückzuholen.

    Heute hilft mit sehr das intensive Gebet (und gerne auch mal zu Christus). Ebenso das Versenken in die Bibel. Den Hebräer-Brief kann ich nur jedem aus ganzen Herzen empfehlen, der erst kürzlich von Jehovas Zeugen weg ist. Im Hebräer-Brief geht es nämlich darum, aufzuzeigen, dass Christen nun etwas BESSERES !!! haben. Sie haben das WAHRE !!! Das ging ja den Judenchristen ähnlich: Sie ertappten sich, doch immer mal wieder zurückzublicken (ihr Tempel, die Feste, die org. Priesterdienste etc.). Paulus machte ihnen klar: Ihr seid es, die JETZT glücklich zu nennen sind, denn nun habt ihr ALLES !!!

    Gerne lese ich kurz bevor ich aus dem Haus gehe auch den jeweiligen "Tagestext" aus:

    "Mein Äußerstes für sein Höchstes" von Oswald Chamber (aber die sprachliche Neubearbeitung!!).

    Eine weitere Empfehlung. Es hilft mir, den Blick auf Christus und das WAHRE gerichtet zu halten.

     

    In Liebe

    Lichtspender

     

     

  2. haraschmi

    Im neuesten WT vom September ist wieder mal ein Hammer Vergleich enthalten (1. Artikel Absatz 12). Ich zitiere (Fettdruck von mir):

    "12 Bei einer anderen Gelegenheit gab Joseph erneut ein gutes Beispiel in Selbstbeherrschung. Seine Brüder kamen nach Ägypten, um Nahrungsmittel zu kaufen. Um herauszufinden, wie sie eingestellt waren, gab er sich ihnen nicht zu erkennen. Bevor ihn seine Gefühle überwältigten, zog er sich zurück und  weinte (1. Mo. 43:30, 31). Falls sich jemand dir gegenüber unpassend verhält, dann beherrsche dich wie Joseph, statt unüberlegt zu reagieren (Spr. 16:32; 17:27). Wenn du ausgeschlossene Verwandte hast, musst du vielleicht deine Gefühle in Schach halten, um nicht unnötig Kontakt mit ihnen zu haben. Sich in solchen Situationen zu beherrschen ist kein Automatismus. Aber es fällt uns leichter, wenn wir daran denken, dass wir dann Jehova nachahmen und das tun, wozu er uns rät."

    Das Beispiel Josephs für die ausgeschlossenen Verwandten zu nehmen, ist einfach nur krank. Der Hintergrund ist ein völlig anderer und wieder einmal wird die Bibel so ausgelegt, wie es zu den Wünschen der WTG passt.

  3. noomi an Fanny

    Hallo Fanny
    Habe mich die letzte Zeit oft gefragt, warum hört man nichts mehr von Fanny, und schon ist sie da. Das freut mich
    Gruss Noomi

    1. Fanny

      Fanny an Noomi

      Liebe Noomi ab und zu lese ich hier noch mit, einfach aus dem Grund weil mir viele Brüder und Schwestern hier auf BI geholfen haben einige ( viele)  Dinge im rechten Licht zu sehen.BI hat mich tagtäglich bei meiner Ablösung von der Org. geholfen.

      Zwischendurch habe ich aber auch bemerkt,daß es mir nicht gut tut immer wieder mit der WTG konfrontiert zu werden. Ich gehöre eher zu der Kathegorie Mensch der die Einstellung hat: Gefahr erkannt,Gefahr gebannt.

      Da das Paradies von klein auf immer ein gewisser Fluchtpunkt für mich war, war dies meine größte Hürde .Dein Kommentar vor ca. 2 Jahren hat mir aus einer innerlichen Not geholfen und von da an konnte es mit meinen Gebeten weiter gehen. Manchmal braucht es einfach eine andere Erklärung damit man klar sieht.

      Jetzt hab ich mehr geschrieben als ich vor hatte aber Grüße dich ganz herzlich und umarme dich💜

      Fanny

  4. Ulla

    Hallo ManfredF,

    wenn ich mir hier so die letzten Kommentare durchlese, dann macht Quantenphysik viiiiiel mehr Spaß als Bibellesen....

    ich kann BI momentan nicht verstehen, dass hier ORG-Treue Verführer, die uns wieder an den "Stoff, aus dem die Albträume sind" heranführen wollen, angeln wollen, mitschreiben dürfen!

    Was ist denn hier eigentlich los zur Zeit?

    Viele von uns sind noch auf dem Weg, ihre "Gewissensfreiheit" zu entdecken, die GNADE Gottes und seines Christus auch nur annähernd zu erahnen...und diese Menschlein werden wieder solchem psychischen MIST der geistigen Unterdrückung und Bevormundung ausgesetzt durch so seltsame Schreiberlinge? -  DAS nenn ich "Arkan-Disziplin" und die "LOGE" freut sich und liest beglückt mit...

    Ich gönne mir jetzt eine BI Pause, bis wieder über Edles, Erbauendes, geschrieben wird...

     

     

    1. M.N. @ Alle

      Nicht zurückziehen - GERADE DANN, wenn's hart auf hart geht, sind wir gefordert, diesen Maulwürfen und Wühlmäusen die Stirn zu bieten und ihre Phantastereien  zu zerlegen. Überlassen wir ihnen NICHT kampflos das Feld! JEDE(R) MANN/FRAU MUSS RAN!

      Auf ins Getümmel!

    2. Omma@Ulla

      Ach, liebe Ulla,

      auch ich habe zur Zeit viele Fragezeichen auf meinem Kopf, und fühle mich irgendwie fremd hier.

      Genauso, wie du schreibst: "Ich gönne mir jetzt eine BI Pause, bis wieder über Edles, Erbauendes, geschrieben wird...", diese Gedanken habe ich auch.

      Kennst du die kleine Geschichte von den drei Sieben?

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      Zum weisen Sokrates kam einer gelaufen und sagte: "Höre Sokrates, das muss ich dir erzählen!" "Halte ein!" - unterbrach ihn der Weise, "Hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"

      "Drei Siebe?", frage der andere voller Verwunderung. "Ja guter Freund! Lass sehen, ob das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht:

      Das erste ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?" "Nein, ich hörte es erzählen und..." " So, so!

      Aber sicher willst du gutes?" Daher hast du es im zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst etwas Gutes?

      Zögernd sagte der andere: "Nein, im Gegenteil..." "Hm...", unterbracht ihn der Weise, "So lass uns auch das dritte Sieb ansehen, ist es Notwendig dass du mir das erzählst?"

      "Notwendig nun gerade nicht..."

      "Also" sagte lächelnd der Weise, "wenn es weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit."

      Dazu passt auch dieser Bibeltext:

       

      Philipper 4:8+9   (NGÜ)
      8 Und noch etwas, Geschwister: Richtet eure Gedanken ganz auf die Dinge, die wahr und achtenswert, gerecht, rein und unanstößig sind und allgemeine Zustimmung verdienen; beschäftigt euch mit dem, was vorbildlich ist und zu Recht gelobt wird.
      9 Haltet euch bei allem, was ihr tut, an die Botschaft, die euch verkündet worden ist und die ihr angenommen habt; lebt so, wie ich es euch gesagt und vorgelebt habe. Dann wird der Gott des Friedens mit euch sein.

      Ganz liebe Grüße senden dir und allen Gleichgesinnten  Omma und Oppa

    3. Fox

      Guten Abend Ulla, guten Abend Omma & Oppa,

      erbauendes - das ist manchmal gar nicht so einfach zu bedienen. Vor allem dann nicht, wenn es aufrichtig und ehrlich sein soll. Merkwürdige Schreiberlinge hat es auch immer gegeben, das überrascht nun eigentlich auch nicht.

      Aber was könnte erbauenderes sein, als die Antworten derer, die ständig dem wahrhaftigen Glauben nachspüren und unseren beiden Höchsten in ihren Antworten die ihnen gebührene Ehre zuteil werden lassen? (Danke an all diese lieben und unverdrossenen Brüder und Schwestern!) Merkwürdigkeiten mit Gewissheit über die Unabhängigkeit von menschlich-kirchlichen Reglements der Liebe Gottes und Jesu zu beantworten stärkt die Liebe zwischen Vater, Sohn und uns und auch untereinander. Die Aufrichtigen schätzen das. Mehr kann nicht getan werden, mehr muss nicht getan werden, aber das sollte getan werden. Es ist ein Weg, erbauendes zu erfahren: Mitmachen!!! Danke. Und liebe Grüße an den Oppa.

    4. peetha@ Ulla

      ULLA - die orgdiziplinierten Pusteblumen, die ..... die pusten sich doch selber weg Nimm den Rasenmäher (Bibel), .... einmal rüber gefahren....  UND?? .... in 2/3 Wochen .... wieder did selbe .... Bibel nehmen (Rasenmäher)....  drüber fahren .. Arm küssen  ... (oder so ähnlich) ... UND weiter jeet´s     .... rüber mit dem Rasenmäher! biblische Freiheit nehmen lassen? Von wegen   ..... Pusteblume!

      Ulla - ick würd watt vermissen .....  Dich nicht zu lesen! bis die Taage - DICH -mit Sicherheit! !!

    5. Florian@Ulla Alle

      Hallo Ulla und Alle,

      warum machen einige den Wert und Nutzen von BI nur an den Kommentaren fest?

      Für mich sind die Artikel das was BI ausmacht.

      Sicherlich schätze ich auch gute Kommentare die es hier zu genüge gibt. Aber es gibt auch viel Schrott was hier als Kommentar gepostet wird. Aber auf einer Plattform wie dieser, wo jeder sich äußern kann, muss man das in Kauf nehmen und für sich das Beste rausholen.

      Ich beneide BI nicht, hier immer die richtige und ausgeglichene Wahl zu treffen. Ich denke hier ist jeder selbst gefragt für sich zu entscheiden.

      Doch wie ich denke vertreten die Kommentare nicht immer das was BI vertritt, und das ist gut so.

      Vielleicht sollte BI alle Kommentare löschen die nichts mit dem Artikel zu tun haben.

      Das würde aber bedeuten das viele wertvolle Kommentare verloren gehen und auch der persönliche Kontakt und der persönliche Austausch erschwert würde.

      Also, was will man? Immer nur Kommentare lesen die mir passen, oder die Freiheit haben, dass was ich nicht lesen mag und mir zu banal erscheint, einfach liegen lassen.

      LG

      Florian

      1. Omma@Florian

        Lieber Florian,

        du fragst: "warum machen einige den Wert und Nutzen von BI nur an den Kommentaren fest?"

        Ich möchte dir gern einmal erklären, warum wir manchmal hier etwas posten, was so aussehen könnte. Zunächst einmal wissen wir es sehr zu schätzen, was unsere lieben Brüder von BI hier leisten, und wir können ihnen nur immer wieder Danke sagen, für all die Arbeit und finanziellen Mittel, die sie hierfür verwenden. Ich kann mir auch vorstellen, dass ihnen so manches an die Nerven geht, ich wünsche ihnen ganz viel Kraft!!!

        Nun zu meiner Erklärung:

        Nehmen wir einmal folgendes Beispiel.  Jemand möchte ein Restaurant eröffnen, er steckt sein ganzes Herzblut in die Planung, denn die Gäste sollen sich doch wohl fühlen und immer wieder kommen.  Die Speisekarte soll abwechslungsreich, schmackhaft und gesund sein.  Der zukünftige Besitzer richtet sein Lokal mit sehr viel Liebe ein und hält es sauber und ordentlich, mehr kann er jetzt nicht machen.

        Welche Rolle spielen die Gäste? Ich habe einmal folgendes erlebt. Viele Jahre besuchten wir regelmäßig ein Restaurant, haben auch sozusagen voller Begeisterung die Werbetrommel dafür gedreht und so manche Familienfeste dort gefeiert. Es stimmte einfach alles. Leider mussten wir in den letzten Jahren feststellen, das unangenehme, laute Gäste immer häufiger kamen, mit großen Hunden, die andere Gäste belästigten. Wir als Stammgäste bemerkten, dass andere Stammgäste mit der Zeit wegblieben, warum?

        Es lag nicht am Restaurantbesitzer, es lag nicht an der Speisekarte, es lag auch nicht am Restaurant, es lag an den Gästen, die auf andere Gäste keinerlei Rücksicht nahmen, und aus dem wunderschönen Resaurant sozusagen eine Dorfkneipe machten. Was sollten die Besitzer machen, sie wollten keinen vergraueln, wir sahen ihre sorgenvollen Gesichter. Aber auch wir blieben dann weg, denn wir fühlten uns einfach nicht mehr wohl und konnten unser Essen nicht mehr ungestört genießen. Wir wollten doch einen schönen Abend erleben, und uns nicht ärgern müssen.

        Was will ich mit diesem Beispiel sagen?

        BI tut wirklich alles, damit wir uns wohl fühlen: Die Seite ist ansprechend und gut zu bedienen - Die Themen sind aktuell, interessant und vielseitig - Die Seite wird gut gepflegt - Die Betreiber sind lieb und freundlich, -  aber auch wir "Gäste" haben eine Verantwortung, auch wir "Gäste" können etwas für den "Ruf" dieser Seite tun, damit noch mehr Gäste kommen. Wir können BI helfen diese viele Arbeit zu bewältigen, wir können ihnen aber auch zusätzliche Mühe machen.

        Ich bin jedenfalls froh, dass es diese Seite gibt, und möchte BI so gut es geht unterstützen.

        Ganz liebe Grüße senden Omma und Oppa
        👍👍

        1. Störtebeker

          Störti an Omma,

          du hast einen schönen Kommentar geschrieben. "Du schriebst: "Ich bin jedenfalls froh, dass es diese Seite gibt, und möchte BI so gut es geht unterstützen."

          Ohne jetzt viele Worte zu machen. Das sehe ich genau so!

          Liebe Grüße, auch an den Oppa

          von Störti

  5. derKühne

    Niemand hat mich gefragt, was die Waagschalen der Erkenntnis sind.

    Grob gesagt, es gibt drei Waagschalen... sternförmig angelegt.

    1.wahr,

    2.nicht wahr,

    3.weiß ich nicht,

    über die dritte denkst du am meisten nach...

    nicht jeder... aber einige von Euch.

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