Neue Grundlage zu spekulativen Überlegungen!

Das Buch „Gottes Königreich regiert“ liefert mal wieder eine Grundlage zu spekulativen Überlegungen. Eigentlich wollte der Sklave auf Grund der schlechten Erfahrungen, die er damit gemacht hat, davon Abstand nehmen. Doch wie es scheint, stellt gerade diese Art der Spekulation ein probates Mittel dar, um weiterhin Druck auf die Schäfchen ausüben zu können.

Detaillierte Aussagen über die Endzeit, wie sie in der Vergangenheit gemacht wurden, hat man nun also aufgegeben, da doch mit den sich immer wieder ändernden Endzeitvorhersagen wie für 1914, 1925 oder 1975, nur unerfüllte Erwartungen reproduzierten. Heute will weder der einfache Zeuge, noch die geistige Führung, davon etwas wissen, handelt es sich doch „um Schnee von gestern“. So schallt es einem jedenfalls entgegen, spricht man einen ZJ darauf an.

Interessant ist, wie man die Korrekturen früherer Aussagen begründet. Eine traditionelle Argumentationslinie bildet die Aussage, Jehova werde „in den letzten Tagen helleres Licht geben“. Prinzipiell werden mit dieser Behauptung eigene, produzierte Irrtümer Gott angelastet, der früher unpräzise Aussagen gemacht habe und die erst heute besser zu verstehen seien. Eine weitere Ablenkung der eigenen Verfehlung findet sich auch in der Schuldzuweisung, dass sich einige z.B. „an das Jahr klammerten“.

Tatsächlich handelt es sich jedoch um Aussagen des Leitungsgremiums der Zeugen Jehovas, die für alle Zeugen Jehovas verbindlich sind.

Heute lesen wir in den Publikationen: „Wir schlussfolgerten …“ oder „In der Vergangenheit hieß es in unseren Veröffentlichungen …“ Hier werden geschickt Formulierungen gewählt, die einen kollektiven Irrtum der Glaubensgemeinschaft stützen sollen. Oberflächlich betrachtet ist das sicher ein Fortschritt. Allerdings ist auch dieses Bild nicht ganz korrekt. Der einzelne Zeuge hatte und hat in Fragen der Endzeitlehre keinen Spielraum, sondern war und ist angehalten, die Aussagen der Leitenden Körperschaft zu übernehmen.

Um aus der offensichtlich unhaltbaren Nummer vom Jahr 1914, als Beginn der großen Drangsal, zu entrinnen, hat nun der „Sklave“ seine neue Interpretation der Generationslehre veröffentlicht – als wiederum verbindliche Wahrheit für jeden Zeugen Jehovas.

Auch die Generationslehre bietet einen Spielraum für Spekulationen!

Aber auch diese neue Interpretation der Generationslehre bietet wieder genügend Spielraum, um einen neuen Endzeitdruck aufzubauen. Und so wird auch in unserem Buch „Gottes Königreich regiert“ davon  reichlich Gebrauch gemacht.

Zitat: Sie (die Generation) wird „auf keinen Fall vergehen“, bis „alle diese Dinge“ geschehen. Wie wird sich das bewahrheiten? …. Das Wort „Generation“ bezeichnet in der Bibel oft Menschen verschiedenen Alters, deren Lebenszeiten sich über eine bestimmte Zeitspanne überschneiden (überlappende Generation).

Eine Generation ist allerdings nicht übermäßig lang und sie hat ein Ende. Mit der Formulierung „alle diese Dinge“ sind alle vorhergesagten Entwicklungen während Jesu Gegenwart gemeint — vom Beginn im Jahr 1914 bis zur „großen Drangsal“ (Mat. 24:21).

Nun ist es ist eine Binsenweisheit, dass eine bestimmte Generation aus Menschen verschiedenen Alters bestehen kann, warum wird diese Tatsache als  erwähnenswert betrachtet? Ganz einfach – damit man eine Brücke zur Schnapsidee der „überlappenden Generation“ schlagen kann!

Im landläufigen Sprachgebrauch gibt es eine „junge Generation“ und eine „alte Generation“. In beiden Gruppen existieren Menschen unterschiedlichen Alters innerhalb einer bestimmten Zeitspanne. Hierbei handelt es sich aber nicht um eine Generation oder eine überlappende Generation. Die Generation der Söhne ist eine andere, als die der Väter.

Zitat weiter Abs. 18: „Wie sind Jesu Worte über „diese Generation“ also zu verstehen? Die Generation besteht aus zwei sich überschneidenden Gruppen von Gesalbten: erstens Gesalbte, die 1914 den  Anfang des Zeichens erlebten, und zweitens Gesalbte, die über eine gewisse Periode Zeitgenossen der ersten Gruppe waren. Zumindest einige aus der zweiten Gruppe werden zu Beginn der kommenden Drangsal noch am Leben sein. Die beiden Gruppen bilden eine Generation, weil sich ihre Lebenszeiten als gesalbte Christen überschnitten haben. *

Bekannt ist, dass eine Generation nicht übermäßig lang ist – mit dieser Aussage will man nichts anderes, als Druck erzeugen. Absatz 18 und 19 kommen auch gleich auf den Punkt, wenn es heißt: zu welcher Schlussfolgerung führt uns das“?

Zitat Abs. 19: “Das Zeichen der Gegenwart Jesu als König ist ja weltweit deutlich zu erkennen. Auch beobachten wir, dass die Gesalbten, die heute leben und zu „dieser Generation“ gehören, immer älter werden. Es werden jedoch nicht alle sterben, bevor die große Drangsal ausbricht. Daraus lässt sich schließen, dass Gottes Königreich tatsächlich sehr bald kommt und über die Erde regiert. Dann endlich wird das eintreten, worum Jesus uns beten lehrte: „Dein Königreich komme“!

Woran die Gegenwart Jesu, seit 1914 weltweit deutlich zu erkennen sein soll, bleibt das Geheimnis des Sklaven. Konzentrieren wir uns auf den zweiten Satz, der tief  im Unterbewusstsein der Zeugen verhaftet bleiben wird: „Die Gesalbten der zweiten Gruppe werden immer älter“. Natürlich, das ist eine Tatsache, alle werden älter.

Doch dannn folgt diese unbewiesene Behauptung: „es werden jedoch nicht alle sterben, bevor die große Drangsal ausbricht“. Hieraus lässt sich nun schließen, dass Gottes Königreich tatsächlich sehr bald kommt und über die Erde regiert.

Die Frage, die nun aber im Raum steht und neu interpretiert werden muss, lautet:

„WANN BEGINNT DIE GROSSE DRANGSAL?“

Hier liefert der Wachtturm nun folgende Erklärung: „Eine ganze Anzahl von Jahren dachte man (oder besser gesagt, lehrte der Sklave), die große Drangsal hätte 1914 mit dem Ersten Weltkrieg begonnen. Als der Krieg 1918 endete, dachte man, jene Tage seien von Jehova „verkürzt“ worden, damit der Überrest allen Nationen die gute Botschaft predigen könnte (Mat. 24:21, 22). Nach Abschluss dieses Predigtwerks werde Satans Reich vernichtet. Deshalb sprach man von drei Phasen der großen Drangsal: der Anfangsphase (1914 bis 1918), einer Unterbrechung der Drangsal (ab 1918) und von Harmagedon als Schlussphase.

Durch eine genauere Betrachtung der Prophezeiung Jesu, erkannte der Sklave dann, dass sich ein Teil der Prophezeiung über die letzten Tage zwei Mal erfüllen werde (Mat. 24:4-22): das erste Mal im ersten Jahrhundert u. Z. in Judäa und das zweite Mal in unserer Zeit weltweit.

Außerdem will man erkannt haben, dass der erste Teil der großen Drangsal nicht 1914 begann, weil die große Drangsal gemäß der biblischen Prophetie nicht mit einem Krieg unter den Nationen beginnt, sondern mit einem Angriff auf die falsche Religion.

Aha, die große Drangsal beginnt also dann, wenn die Nationen  gegen die falsche Religion vorgehen – demnach waren die Ereignisse, die 1914 einsetzten, nicht der Anfang der großen Drangsal, sondern der „Anfang der Bedrängniswehen“. Man macht hier also einen Unterschied zwischen der „großen Drangsal“ und den „Bedrängniswehen“. Mit Bezug auf die Prophezeiung von Daniel wird weiter erklärt, dass sich auch diese Prophezeiung doppelt erfüllen wird: das erste Mal als 66 u. Z. das römische Heer („das abscheuliche Ding“) „an heiliger Stätte“, also dem Tempel in Jerusalem stand – die größere Erfüllung findet statt, wenn die Vereinten Nationen (das heutige „abscheuliche Ding“) Babylon und die Christenheit angreifen, die von den Namenchristen ja als neuzeitliche „heilige Stätte“ angesehen wird. Das soll dann der Beginn der großen Drangsal sein.

Und da die zweite Gruppe „der Generation, die nicht vergehen wird, bis die Große Drangsal und anschließend  Harmagedon kommt“, nun doch schon sehr alt ist, kann es wohl nicht mehr lange dauern. Ein eifriger Zeuge wird nun bewusst oder unbewusst anfangen zu rechnen. Schauen wir uns doch einmal die verstorbenen und noch lebenden Mitglieder der LK an: Samuel Herd ist mit 82 Jahren der älteste, gefolgt von Gerrit Lösch mit 75 Jahren.

Der Jüngste in der Runde ist Mark Sanderson, mit 51 Jahren. Da ja nach WT – Aussage zumindest einige aus der „zweiten Gruppe“ zu Beginn der kommenden großen Drangsal noch am Leben sein werden, kann man ja schon mal spekulieren, wann Harmagedon kommt. Wahrscheinlich liebe Brüder kann es keinen 10 Jahre mehr dauern. Viel Spaß beim Spekulieren!

Carey Barber, geb. 1905, Beitritt: 1977 (schon verstorben)

John Barr, geb. 1913, Beitritt: 1977       (schon verstorben)

Theodore Jaracz, geb. 1924, Beitritt: 1976 (schon verstorben)

Guy Pierce, geb. 1934, Beitritt: 1999 (schon verstorben)

Samuel Herd, geb. 1935, Beitritt: 1999 (noch am Leben)

Gerrit Lösch, geb. 1941, Beitritt: 1994 (noch am Leben)

David Splane, geb. 1944, Beitritt: 1999 (noch am Leben)

Steve Lett, geb. 1949, Beitritt: 1999 (noch am Leben)

Anthony Morris, geb. 1950, Beitritt: 2005 (noch am Leben)

Geoffrey Jackson, geb. 1955, Beitritt: 2005 (noch am Leben)

Mark Sanderson, geb. 1965, Beitritt 2012 (noch am Leben)

Mag ich nicht (2)

18 Kommentare zu “Neue Grundlage zu spekulativen Überlegungen!

  1. Hupsi

    http://m.wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/generationenmodelle.html

    Noch eindeutiger...  Es hat mit Wirtschaftsideen mehr gemeinsam als mit dem  Fördern im Ausleben christlicher Wertmaßstäbe...

    1. Johann@Tilo

      Lieber Tilo,
      auch von mir ein herzliches Dankeschön für deine treffende Abhandlung zum Thema „Glauben“.
      Wie du richtig ausführst, Glaube bedeutet tiefes Vertrauen in Gott zu haben, und hat nichts mit aufnehmen von „Erkenntnis über Gott“ zu tun und auch nichts mit  Ausüben bestimmter Handlungen oder Tätigkeiten, weil man meint, Glaube sei schon das Ausüben solcher Handlungen.
       
      Aber genau dies versucht uns der Sklave immer wieder einzutrichtern, besonders den jungen Menschen in unseren Reihen.
      Eine bemerkenswerte Äußerung lies Steffen Lett in der Monatssendung März los, -  JW Broadcasting – Thema: „Ihr jungen Leute, häuft euch Schätze bei Jehova auf“.
       
      Wörtlich sagte er: Unterm Strich misst sich euer ganzer Wert an dem, was ihr an Schätzen bei Jehova aufgehäuft haben.

      Habe ich das jetzt richtig verstanden? Jungen Leute die nicht den Vollzeitdienst anstreben sind in den Augen Jehovas nichts wert?
      Nur wer sich Schätze im Himmel erarbeitet, - im Sinne der WTG-, ist ein wertvoller Mensch in den Augen Gottes?
      Welch eine krankes Menschenbild hier von der leitenden Körperschaft vermittelt wird.
      Liebe Tilo, es tut so gut Artikel wie den deinen zu lesen.
      Danke und liebe Grüße

      1. Peter

        Mit Schätze bei der WTG anhäufen war wohl eher die Spendenleistung gemeint. Vom Vollzeitdienst hat das Hedgefonds Konto leider nichts.

  2. Hupsi

    Zum Thema überlappende Generation - da hab ich doch einfach mal gegoogelt und überraschend bei Wikipedia was interessantes aus der Volkswirtschaftslehre gefunden, ein Denkmodell,  das unbegrenzt fortgesetzt werden kann in den nächsten vielen Jahren der "dringlichen Endzeit" https://de.m.wikipedia.org/wiki/Overlapping-Generations-Modell

    Ich finde es spannend und sehr überraschend, wie sich das Modell auf die Darstellung der LK im Erklär Video übertragen lässt... Freue mich auf eure Meinung...

     

  3. Petrus111

     
    Liebe Freunde,
     
    die Betrachtung ist interessant, jedoch allgemein bekannt – nicht neu.
     
    Meines Dafürhaltens glaubt die neueste Theologie von der „überlappenden Generation“ kaum ein JZ.
     
    Nach all den Auslegungen – ooooohhhh – diese Generation wird nicht vergehen – nimmt diese Interpretation bei weitem nicht jeder JZ an.
     
    ABER: das Schweigen ist weiterhin groß.
     
    Dabei ist das Thema durchaus von großer Reichweite – und zwar aus anderen Gründen als man denkt.
     
    Zum einen hält die Org seit 140 Jahren den Dampf unter dem Deckel unter hohem Druck – damit die Endzeitgläubigen in Erwartung des baldigen Endes fleißig sind…. Diese Motivation leuchtet auch ohne weiteres ein. Hat bis jetzt funktioniert – funktioniert scheinbar auch weiter, obwohl die neueste Interpretation keiner so richtig glaubt – aber: die Endzeiterwartung ist weiterhin vorhanden – man glaubt an ein Weltende in absehbarer Zeit.
     
    Ein anderer Aspekt jedoch wird dabei außer Acht gelassen:
     
    JZ nehmen ihre fundamentalistische Endzeiterwartung als Grund dafür, nicht christlich handeln zu müssen / zu können in einer durchaus schwierigen Weltlage, in der jeder christlich handelnde Mensch ein Lichtstrahl wäre.
     
    Jesus gebot sehr einfach: liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst – und liebe Gott.
     
    JZ aber lehnen dies ab. Sagen sie das auch? Nein – sie sagen das Gegenteil: das Einzige, was man sinnvollerweise kurz vor Ende dieses Systems tun könne, sei: die Menschen durch Missionierung zu retten. Einem Verhungernden ein Stück Brot geben: hat keinen Zweck, denn das rettet ja nur sein gegenwärtiges Leben. Nein, er muss bekehrt werden – das allein offenbart – zielführend – die Nächstenliebe und: erfüllt dazu noch den Missionsauftrag, den angeblich alle Christen haben.
     
    Der theologische Irrtum, wonach es einen Predigtauftrag für jeden Christen gibt – besonders in  der Zeit des Endes, in der wir angeblich leben, führt zu dem weiteren theologischen Irrtum, dass in diesen unseren Zeiten eben nur der Missionsauftrag die Liebe zu den Menschen und die Liebe zu Gott offenbart.
     
    Auf die Frage, wer denn der „Nächste“ sei, erzählte Jesus das Gleichnis vom barmherzigen Samariter.
     
    Aus diesem Gleichnis sollte man verstehen, dass es für Christen keine „Weltmenschen“ gibt; grundsätzlich ist jeder ein „Nächster“.
     
    JZ brüsten sich zwar damit, dass bei ihren Hilfsaktionen innerhalb der Org auch ein paar Brotkrumen für Andersgläubige abgefallen sind – aber man weiß, dass Hilfe für andere im Allgemeinen (Ehrenamt in Feuerwehr, DRK, Wohlfahrt…) konkret von JZ abgelehnt wird.
     
    Hilfsorganisationen werden von JZ gleichgesetzt mit kriminellen Banden.
     
    Wenn sich Menschen zusammentun, um sich gegenseitig zu helfen, so tun sie das, um diese Welt zu erhalten – damit aber kämpfen sie gegen Gottes Königreich – sie wollen es quasi überflüssig machen:
     
    Zitat aus dem „Frieden-Buch“ – 1986 – Kap 11, Abs. 26
     
    Einige mögen einwenden: „Aber viele Organisationen der Welt tun Gutes, arbeiten zum Schutz und für die Gesundheit, die Bildung und die Freiheit des Volkes.“ Es stimmt, daß gewisse Organisationen einige wenige Schwierigkeiten, unter denen das Volk zu leiden hat, vorübergehend beheben. Doch sie sind alle ein Teil der von Gott entfremdeten Welt. Und sie veranlassen die Menschen, ihre Aufmerksamkeit auf den Fortbestand des gegenwärtigen Systems der Dinge zu richten. Keine dieser Organisationen befürwortet Gottes Regierung über die Erde — das durch seinen Sohn regierte Königreich. Übrigens mögen selbst Kriminelle Kinder aufziehen, für sie sorgen und wohltätige Werke für ein Gemeinwesen tun. Würden aber diese Dinge es rechtfertigen, kriminelle Organisationen auf irgendeine Weise zu unterstützen? (Vergleiche 2. Korinther 6:14-16.)
     
    Man vergegenwärtige es sich:
     
    Die Menschen leben in Dörfern und Städten und müssen ihr Zusammenleben organisieren. Dabei gibt es logischerweise widerstreitende Interessen.
     
    In Deutschland gibt es die „kommunale Selbstverwaltung“, in der Städte und Landkreise sich selbst mit demokratisch gewählten Räten verwalten. Darüber gibt es die Landes – und Bundesebene – das ist dann der „Staat“.
     
    Es gibt hunderttausende von Nichtregierungsorganisationen, in denen Menschen sich ehrenamtlich betätigen – viele von ihnen aus einer christlichen Motivation heraus.
     
    All das wird von JZ verurteilt – diese Menschen, die sich füreinander einsetzen, tun das Falsche – denn sie tun nicht das einzig Richtige: zu missionieren.
     
    Mit der Auffassung, dass das einzig christliche die Mission sei – und alles andere heute nichts anderes als der Kampf gegen Gottes Königreich, verschließen sich JZ dem Gebot der Nächstenliebe – denn sie tun für ihren Nächsten: NICHTS.
     
    Innerhalb ihrer Org sind sie angehalten, „unter den Brüdern“ Liebe zu üben – aber das ist ja etwas anderes als das Gebot Jesu, „seinen Nächsten zu lieben“.
     
    Fazit: JZ sind keine Christen, denn sie lieben ihren Nächsten ausdrücklich nicht.
     
    Dies aber sehen sie selbst nicht so, weil sie als einzigen Akt der Nächstenliebe die Missionierung der Menschen sehen – da wir – seit Entstehung der ernsten Bibelforscher, also seit 1874 – in der Zeit des Endes leben.
     
    Diese Tatsache aber ist fatal.
     
    Eine fundamentalistische Endzeithoffnung ist eine Sache – daraus jedes christliche Handeln in dieser Welt abzulehnen – eine andere Sache – und ein wirklich ernst zu nehmender Aspekt.
     
     
     
    Beste Grüße
     
    Petrus111
     

    1. Ermittler

      Und dir auch,sehr prezise formuliert. Auch dir liber P.111 " Chapeau " !

  4. noomi an Alle

     
    Weiss eigentlich nicht was „das hellere Licht“ von überlappender Generation soll?? Die Generationen haben sich doch seit Beginn der Menschheit überlappt: So kannte z.B. Abraham noch Noah, Sem und deren weiter Nachkommen.
    In einer Familie kennt der Sohn seinen Vater, seinen Grossvater, vielleicht sogar den Urgrossvater. Das ist seit Generationen so – und die Überlappung geht zurück bis zum Beginn der Menschheit.
    Früher sagten wir ZJ, jemand musste alt genug sein, um verstandesmässig den Beginn von 1914 erlebt zu haben. Auch dies ist unlogisch; denn eine Generation beginnt immer mit der Geburt. Seit wann wird ein Menschenalter erst ab 12-15 Jahren gezählt.
    LG Noomi
     

    1. pit an Noomi

      Liebe Noomi,

      es gibt und gab noch nie eine überlappende Generation.

      Eltern sind Eine, Kinder die Nächste und Enkel die Dritte.

      Mein Sohn gehört niemals der gleichen Generation an, wie ich. So, wie ich niemals zur Gleichen Generation gehöre, wie mein Vater.

      Friede pit

    2. Ermittler

      Alle Achtung ,sehr prezise Formuliert.

      "Chapeau Noomi"

  5. Ulla

    Hallo GERD,

    na da hast du eins meiner Lieblingsthemen angeschnitten ("Engel")   ; )

    Erst gestern habe ich überlegt, ob es bei allen drei malen Gabriel gewesen sein könnte, weil der Inhalt der Botschaft, dass da Schwangerschaft und Geburt kommen würden...(Simsons Vater in Ri. 13:17,18 --- Abraham 1.Mo. 18 -----Maria und Josef Luk.1)...hihi... Ist aber nicht so wichtig, Fokus soll ja auf Gott bleiben...

    Ja, Gerd, ich denke doch, dass es den Engeln, die sich das Schauspiel auf Erden anschauen (1.Kor.4:9), was den "Samen, der aufging und aufgeht", nicht langweilig wird. In der Offenbarung und aus dem Buch Hiob wird ja gezeigt, dass der Teufel und seine Engel gottesfürchtige Menschen anklagen und immer nach Beweisen "gegen sie" suchen...Aber Trost erhalten wir aus Jesu Worten in Mat. 18:10, dass die Engel von anderen als "gering Erscheinenden" immer Zugang zum Vater im Himmel haben und  der Anklage wiederum gute, entlastende Berichte liefern vor Gott.

    In meinen persönlichen Vorstellungen ist es eine Art Dauergerichtsverhandlung, die bis zu dem Tag im Himmel weitergeht, an dem Jesus sichtbar wieder in den "Kreis der Erde eingeführet" werden wird (Heb. 1:6). Wiewohl Jesus in Joh. 6:39 zusagt: "Und das ist GOTTES WILLE: Kein Einziger  von denen, die er mir anvertraut hat, soll verloren gehen. Ich werde sie alle am letzten Tag vom Tod auferwecken."

    Die unbiblische Lehre von der "überlappenden Generation" kommt mir vor wie die Situation, die in Jes. 28:20 geschildert wird: "Dann trifft das Sprichwort auf euch zu: Das Bett ist zu kurz, um sich auszustrecen, die Decke ist zu schmal, um sich zuzudecken."

    Nun scheint es so auszusehen, dass der Stofffetzen von Decke, mit dem die Org. ihre unbiblischen"Generationenlehren" abdecken wollen, immer mehr zusätzliche "Flicken" braucht, um alles zuzudecken. --- Wenn es keine Flicken mehr gibt, dann müssen die irregeleiteten Schäfchen an des "Kaisers neue Kleider"-Geschichte herangeführt werden.

    Kann man nur noch beten für alle, die aufwachen und sich die beste, kuschligste, weicheste Decke nehmen, um sich damit zu umhüllen: JESUS CHRISTUS !

    LG Ulla

  6. freigeist

    Meine Grosseltern wurden um 1900 geboren. Ich bin mittlerweile in den 60ern angelangt. Mein Sohn ist 40 Jahre alt, hat meine Grosseltern noch kennen gelernt, ist also eine überlappende Generation.Harmagedon kommt also frühestens in 40 Jahren, sofern mein Sohn die 80zig erreichen wird. Also ich finde die Aussage der LK nicht absurd. Ich finde sie idiotisch!

  7. Fox

    Guten Tag Erni,

    nun könnte diese Gesellschaft die Schreiberei auch mal einstellen. Nach ihrer Lehre gibt es nur 144.000 Gotteskriegsüberlebende. "Dein Königreich komme" wurde schließlich von Jesus nur für diejenigen zu bitten gelehrt, die auch die ersten beiden Worte annehmen: "Unser Vater". Nun bietet diese merkwürdige Gesellschaft ja bereits an, dass Personen am Ende der Prüfungszeit nach den 1000 Jahren Bewährung eine Adoptionsurkunde erhielten, wissend, dass niemals jemand auf die Erfüllung dieser Versprechungen bestehen kann. Denn zu "unser Vater" und "Dein Reich komme" gehört zwingend auch "Und vergib uns unsere Schuld"! Zu einem zukünftigen neuen Reich gehört zwingend der Vater - was die Annahme im Kindschaftsverhältnis als vollzogen bedingt -  und die Vergebung der menschlichen Schuld durch Jesus Christus. Wessen Schuld vergeben wurde, was mit dem "Amen" der Fall ist, fällt nicht mehr unter ein Gericht und damit selbstverständlich nicht mehr unter eine Bewährung.

    Das Bestehen dieser Organisation fordert mit jedem Jahr mehr Opfer, die niemals eine reale Chance haben sollen, JHWH als Vater anzunehmen und damit ihre Lebensgrundlage überhaupt zu legen. Da ist eine Überlappung bestenfalls ein Eingeständnis von 2 Decken über dem Kopf, da kommt nix mehr durch. Ich finde es erschreckend.

  8. ManfredF

    Ich muss mal wieder meinen Senf dazu geben. Die Leute der LK sind alles Betrüger. Warum?

    Nun, laut der Lehre waren alle 144.000 im Jahre 1935 glaube ich bereits eingesammelt. 144.000 ist eine konkrete Zahl. Jesus sagte selbst, dass er alle Schafe beschützen wird. Es ist also relativ unwahrscheinlich, dass einer der 144.000 abtrünnig wird. Aber nun gut wir sind alle Menschen. Meiner Info nach müsste es um 1935 so um die 30.000 Gesalbte gegeben haben, die jüngsten von ihnen wahrscheinlich 20 Jahre oder älter. Das bedeutet, alle der letzten Gesalbten sind  um 1915 oder früher geboren. Es sollte also niemand von diesen Gesalbten noch leben. Alle aus der LK sind 1935 oder später geboren, haben sich als Gesalbte als ab 1955 oder später geoutet. Dsa ist unmöglich, wenn alle Plätze belegt sind.

    Auch das heute 14.000 von den Symbolen leben ist unmöglich, dass würde letztlich bedeuten, alle die welche 1935 gesalbt waren haben versagt und sind ausgetauscht worden.

    Unter dem Strich zeigt die überlappende Generation, dass die WTG ihre eigene lehre von den 144.000 anscheinend anzweifelt. Bzw. es zeigt, dass alles gelogen ist.

    Es gibt weder eine überlappende Generation (da in dem Zeitraum wo die Überlappung erfolgen soll) schon gar keine Plätze mehr frei waren) noch leben noch Gesalbte auf der Erde, da alle die 1935 dabei waren bereits tot.

    Es gibt nur eine Schlussfolgerung: Harmagedon muss bereits erfolgt sein, wir müssen uns schon im 1.000 jährigen Reich befinden - ohne es bemerkt zu haben. Oder, die andere Erklärung wäre, das Konzept der WTG ist gescheitert, der Zweck der Religion nicht erfüllt und man sollte den ganzen Verein auflösen.

    1. haraschmi

      Hallo ManfredF,

      ich kann mich Deiner Logik anschließen. Was mir noch bei der Überlappenden Generation aufgefallen ist, ist sehr schwer in Worte zu fassen. Ich versuche es einfach mal.

      Bei solchen Berechnungen gibt es immer einen ich sage mal "Nullpunkt". Die WTG geht jetzt davon aus, dass die 1. Generation die 1914 erlebt hat, der Nullpunkt ist und daher ist die 2. Generation mit der 1. Generation zusammen abbildbar. Der Knackpunkt ist aber, dass die Basis oder der Nullpunkt NICHT die 1. Generation ist sondern 1914 (was ja auch völlig falsch ist, aber angenommen, es wäre richtig). Man muss nun die Generation um 1914 nehmen so wie es früher gelehrt wurde.

      Es heißt ja nicht in der Bibel die Generation wird nicht vergehen, die diese Generation kannte, sondern die Generation wird nicht vergehen, bis all diese Dinge geschehen. Also was völlig anderes!

      Gemäß der Lehre der ZJ müsste die Generation, die die französische Revolution 1789 erlebt hat, dieselbe sein, die den 1. Weltkrieg erlebt hat. Einfach mal das Prinzip Überlappende Generation nach hinten gerechnet.

      Jemand wird 1780 geboren, ist 9 Jahre alt als die Revolution begann. Dieser wurde 75 Jahre ist und ist 1855 gestorben. Der kannte jemanden, der 1845 geboren wurde. Sie lebten 10 Jahre gemeinsam auf der Erde. Der 2. ist im Jahr 1914 = 69 Jahre alt... Also ist die Generation, die die franz. Revolution erlebt hat, dieselbe, die den 1. Weltkrieg miterlebt hatte.

      WELCH EINE LOGIK

      Gruß

      Haraschmi

  9. Ulla

    Hallo M.N.

    vielen Dank für deine Nachforschungen, die Daten sind echt interessant. Wenn also Marc Sanderson mit 51 Jahren noch der Jüngste ist, kann es theoretisch auch noch 20-30 Jahre dauern, bis das ersehnte "Harmagedon" kommt? --- Meine Güte, was für ein geistiger Holzweg das doch ist! Die Geschichte der Menschheit NACH Jesu Leben auf der Erde ist gepflastert mit Personen, die sich als das "Heil" oder als einziger "Rettungsweg" sahen.

    Ja, das sollte uns nicht vom WAHREN HEIL, unserem Herrn Jesus Christus, ablenken. Denn er selbst sagte schon damals voraus, dass es VIELE falsche Christusse geben würde nach ihm! Es ist schon fast eine zu große Reizüberflutung, wenn man an all die Personen denkt, die dann im Nachhinein ihre sogenannte "Legitimation durch Gott" beweisen wollten.

    In der Psychologie nennt man dieses Phänomen auch: "Sich selbst erfüllende Prophezeiungen."

    Im Volksmund heißt es einfach: Da war wohl der WUNSCH der Vater des Gedankens.

    Nun sind wir Menschen ja so "gestrickt", dass wir  immer eine sichtbare Führung brauchen, jemandem, zu dem wir aufschauen können, etwas physisches, um unser Geistig-Gesinntsein nicht allzusehr anstrengen zu müssen. Das war zur Zeit der Israeliten so und ist bis heute so geblieben. In den Nachrichten fallen auch in politischer Hinsicht immer wieder Bezeichnungen wie Lichtgestalt, Führung, Messias u.a. auf. Letzteres wollen viele in neuzeitlichen Politikern sehen.

    Umso mehr muss sich der Himmel doch über Personen freuen, die CHRISTUS als Realität anerkennen.

    Als liebevollen Richter und Herrscher über unsere gesamte Erde.

    LG Ulla

    1. Liebe Ulla, mal was anderes,

      es gibt noch genug an ungeklärten biblischen Hinweisen, ich starte nun einfach ein "neues Licht" ☼ ☀  😉

      Was ich meine, könnte man mit der Frage verbinden: "Wie geht es Eurem Engel?"

      Ha? So werden viele reagieren. Es ist eine Begebenheit, die eher achtlos behandelt wird. Es geht um eine Magd (Dienstmädel) und ihr Erlebnis, Apg.12:

      12 Und als er [Petrus] sich bedachte, kam er an das Haus der Maria, der Mutter des Johannes, der Markus zubenamt war, wo viele versammelt waren und beteten. 13 Als er aber an der Tür des Tores klopfte, kam eine Magd, mit Namen Rhode, herbei, um zu horchen. 14 Und als sie die Stimme des Petrus erkannte, öffnete sie vor Freude das Tor nicht; sie lief aber hinein und verkündete, Petrus stehe vor dem Tore. 15 Sie aber sprachen zu ihr: Du bist von Sinnen. Sie aber beteuerte, daß es also sei. S i e aber sprachen: Es ist sein Engel.

      16 Petrus aber fuhr fort zu klopfen...

      An wen dachten die "sie", es war also nicht ein einzelner Spinner. Es scheint damals eine gängige Redensart gewesen zu sein, war es nur eine Allegorie. Oder mehr?

      Dachten sie an einen "Schutzengel", wie der in Ps. 34:

      8 Der Engel Jahwes lagert sich um die her, welche ihn fürchten, und er befreit sie.

      Jetzt könnten wir spekulieren und über das sprechen, das wir nicht verifizieren können und einfach sagen, die "Gesalbten" hätten durch den Geist Gottes einen personifizierten unsichtbaren Begleiter? Dass die Gesalbten nicht eine reine Erfindung der Zeugen ist, zeigt u.a. auch dieser Text, 2Kor 1:

      20 Denn so viele der Verheißungen Gottes sind, in ihm ist das Ja und in ihm das Amen, Gott zur Herrlichkeit durch uns. 21 D e r uns aber mit euch befestigt in Christum und uns g e s a l b t hat, ist Gott, 22 der uns auch versiegelt hat und hat das Unterpfand des Geistes in unsere Herzen gegeben.

      Nun dürfen wir raten, oder befragen wir einfach: "unseren Engel", müht sich der mit uns ab ?

      ¸.•*¨*`•.¸ 🙂

      1. An Gerd und Ulla!

         

        Lieber Gerd,  Deine Überlegungen sind für mich kein "neues Licht"!

        Schon unser Herr Jesus selber hat es angesprochen, dass Menschen auf alle Fälle einen Schutzengel haben. "Heutet euch davor, einen dieser Geringeachteten überheblich zu behandeln! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel haben jederzeit Zugang zu meinem himmlischen Vater." Matthäus 18:10

         

        Liebe Grüße.

        Elfi

  10. M.N.

    Ihr Lieben,

    nicht nur die JW.Org macht das Konzept der "fortschreitenden Offenbarung" für sich geltend - auch andere tun dies ausgiebigst, anfangend bei Mohammed über Baha'Ulla, LDS u.v.a. mehr.

    Das Problem hierbei ist, dass sich mit "fortschreitender Offenbarung" aka "Helleres" oder "Neues Licht" einfach alles "belegen" und "beweisen" lässt, selbst die abstrusesten Ausgeburten menschlichen Denkens. "Sola scriptura" greift hier nicht, denn wenn es "Neu" ist, dann steht es selbstredend "So" nicht in der Scriptura, selbst wenn diese irreführend als Fundament der eigenen Anschauungen usurpiert wird.

    Der Theologe Roland Hardmeier gibt in seinem Buch "Zukunft. Hoffnung. Bibel. Endzeitmodelle im biblischen Vergleich" auf S. 501 folgende Warnung, die vollumfänglich auf alle "Neue Licht"-Neureligionen zutrifft – Großschreibung zur Betonung hinzugefügt:

    "Wenn man das Prinzip der fortschreitenden Offenbarung für die eigene ... Auffassung geltend macht, ist damit die GEFAHR verbunden, DASS MAN DIE EIGENE AUFFASSUNG ... RÜCKWIRKEND IN DIE ... AUSSAGEN [der Bibel] HINEINLIEST. DAS IST EIN GEFÄHRLICHES UNTERFANGEN ..."

    Noch deutlicher formuliert es der altehrwürdige englische Prediger Charles Spurgeon in seinem berühmt gewordenen Leitsatz:

    "If it's new, it isn't true - and if it's true, it isn't new."
    ("Wenn es neu ist, ist es nicht wahr - und wenn es wahr ist, dann ist es nicht neu.")

    Dazu fand ich folgende kurze, mehr als zutreffende Ausarbeitung auf http://phillipjohnson.blogspot.com/2006/01/new-theology.html:

    "There will be no new God, nor a new devil, and we shall never have a new Savior, nor a new atonement: why should we then be either attracted or alarmed by the error and nonsense which everywhere plead for a hearing because they are new?

    What is their newness to us; we are not children, nor frequenters of playhouses? Truly, to such a new toy or a new play has immense attractions; but men care less about the age of a thing than about its intrinsic value.

    To suppose that theology can be new is to imagine that the Lord himself is of yesterday. A doctrine which is said to have lately become true must of necessity be a lie. Falsehood has no beard, but truth is hoary with an age immeasurable. The old gospel is the only gospel. Pity is our only feeling towards those young preachers who cry, "See my new theology," in just the same spirit as little Mary says, "“See my pretty new frock.”"

    Kurz gesagt: "Wahrheit ist alt, Irrtum ist jung".

    Soviel zur JW.Org-"Neue Licht"-Tricktheologie.

    Gruß,
    M.N.

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