Machtmissbrauch

Der Machtanspruch von Gemeinschaften und das bewusste oder unbewusste Machtbedürfnis einzelner Menschen hat seit jeher zu schwerwiegenden Problemen geführt. Denn ausnahmslos jeder, der mit irgendeiner Form von Macht ausgestattet ist, wird sie – über kurz oder lang – in unterschiedlicher Ausprägung missbrauchen.

Hierzu hieß es in der Wachtturm-Ausgabe vom 01.09.1989 unter dem Thema Gottes Herrschaft – Die beste Alternative treffenderweise:

“Die Geschichte der Regierungen [oder überhaupt der menschlichen Organisationen; eigene Anmerkung] beweist, dass unvollkommene Menschen unfähig sind, über andere Menschen auf rechte Weise Macht auszuüben”.

Es ist so, wie es der englische Lord Acton (Link einfügen: https://de.wikipedia.org/wiki/John_Emerich_Edward_Dalberg-Acton,_1._Baron_Acton) ausdrückte:

»Macht verdirbt, und absolute Macht verdirbt absolut.« Daher heißt es in der Bibel, dass »der Mensch über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht hat« (Prediger 8:9).«

Wenn aber eine religiöse Elite ihre Macht – vielleicht nicht in jedem einzelnen, kleinen Detail, aber so doch im Großen und Ganzen – als von Gott selbst legitimiert darstellt, begibt sie sich auf das höchstmögliche Podest, und sie macht sich unter denen, die ihnen Glauben schenken und sie unterstützen, de facto unangreifbar, denn wer dies täte, würde gleichzeitig den Vollmachtgeber – Gott – in Frage stellen. Somit wird jeglicher möglicher Widerspruch im Keim erstickt, und dies auf weitaus wirksamere Art und Weise, als es jemals von den Überwachungsorganen irgendeiner Regierung bewerkstelligt werden könnte. Diese Machtkomponente – man könnte sie auch »unterstellte göttliche Absicht« nennen – war übrigens jahrtausendelang eine der Hauptgrundlagen für den Herrschaftsanspruch des Adels.

Eine gründliche, unvoreingenommene Betrachtung der Geschichte der Zeugen Jehovas ab 1884 mit ihren zahlreichen Irrtümern und damit einhergehend auch Verschleierungstaktiken belegt eindeutig, dass ihr eigener, ausschließlicher Anspruch, Gottes »Organisation« oder »Mitteilungskanal« (siehe unter anderem w09 15.6., Seite 9, Absatz 12) zu sein, nicht nur unangebracht, sondern auch vermessen ist.

Unser Herr und Meister Jesus Christus erkannte diese Gefahr und gab seinen Nachfolgern daher folgendes Gebot:

»Lasst Euch nicht ›Führer‹ [man könnte auch ›Leiter‹ sagen (= leitende Körperschaft); eigene Anmerkung] nennen, denn einer ist Führer, der Christus« (Matthäus 23:10).

Solange dieser Machtanspruch nicht offiziell widerrufen und es nicht zu einer demütigen, grundlegenden Kurskorrektur kommt, wird der Machtmissbrauch unweigerlich fortbestehen und das Leben vieler Menschen beeinträchtigen. Zudem könnte Gottes heiliger Geist gemäß Epheser 4:30 »betrübt« werden, was sich unter anderem darin manifestieren könnte, dass »die Liebe der meisten erkaltet«, wie in einem der vorangegangenen Beiträge hier auf Bruderinfo aktuell dargelegt wurde.

Dennoch gibt es zahlreiche Zeugen Jehovas, die dieses fundamentale Problem weiterhin ausblenden. Das ist übrigens nicht (nur) eine Frage des Intellekts, denn selbst unter anerkannten Wissenschaftlern ist dieses Phänomen weit verbreitet: Wenn die eigenen Forschungsergebnisse im Widerstreit zu den vorherrschenden Lehrmeinungen (»Mainstream«) stehen, werden sie oftmals nicht veröffentlicht und nicht weiter verfolgt.

Denn würde man dies tun, stünde der eigene Ruf auf dem Spiel (Quelle: Vortrag Medial vermittelte Feindbilder und die Anschläge vom 11. September 2001 (Link einfügen: https://www.youtube.com/watch?v=cgkQXJ3mugY) von Dr. Daniele Ganser – Schweizer Historiker, Friedensforscher und Publizist), und die Wahrung eben dieses guten Rufs ist vielen wichtiger als das Aufdecken von Ungereimtheiten, letztlich wichtiger als die Wahrheit selbst.

Erkennen wir die Parallelen?

Leider existiert auch bei Jehovas Zeugen ein »Imperium«, welches zu jeder Zeit die exklusive Auslegungs- und Deutungshoheit besitzt und keinerlei abweichende Meinungen duldet. Wer die existierende, sinnbildliche »rote Linie« überschreitet – es also wagt, sich der Deutungshoheit des »Imperiums« entgegenzustellen – wird rufmäßig demontiert und von Familie und Freunden abgeschnitten, was je nachdem, wie sie oder er als Person geartet ist, unter Umständen einer regelrechten Zerstörung gleichkommt.

Diese Problematik ist eines der Gründe, warum sich Menschen, die die Organisation der Zeugen Jehovas verlassen, in der Regel keiner neuen Religionsgemeinschaft anschließen. Denn Machtmissbrauch und die damit verbundenen Freiheitseinschränkungen und Zwänge sind überall dort anzutreffen, wo sich menschliche Strukturen bilden.

Auf der Suche nach echter christlicher Freiheit ist es jedoch unerlässlich, Jesus Christus und den Vater, Jehova Gott, zu finden, und nicht in erster Linie eine menschliche Gruppierung oder Organisation, die sich als deren Vertreter ausgibt und entsprechend Macht ausübt. Einer solchen zu vertrauen, unabhängig davon, wie sie ihre Macht legitimieren mag, führt regelmäßig zu Enttäuschungen – sofern man diese nicht ebenfalls ausblendet, was schließlich auch möglich ist.

Bei aller berechtigten Kritik sollten wir dennoch auch jene verstehen, die die Unstimmigkeiten und den Machtmissbrauch durchaus erkennen, aber mangels brauchbarer Alternativen weiterhin mit der Organisation verbunden bleiben und dabei ernsthaft versuchen, die christlichen Maßstäbe, so gut es ihnen möglich ist, auszuleben – ohne Dogmatismus und Überheblichkeit, was freilich aufgrund der vorhandenen Indoktrinierung und des Gruppenzwangs nicht immer einfach sein mag.

Für manche ist das ein gangbarer Weg, manchmal eher eine Gratwanderung, doch jedenfalls annehmbarer, als sich ausschließlich dem Hass und der unbarmherzigen, oftmals auch überzogenen und unsachlichen Kritik, die keine guten Früchte hervorbringt, hinzugeben und gleichzeitig zuzulassen, dass die heutigen gottlosen Maßstäbe immer mehr Raum im Denken und Handeln einnehmen.

Vergessen wir dabei nicht, dass letzten Endes eines jeden Herzenszustand ausschlaggebend sein wird, denn unser Richter, Jesus, »kennt« – im Gegensatz zu uns – »das menschliche Herz bis auf den Grund« (Johannes 2:25 – Gute Nachricht Bibel).

Mag ich nicht (82)

22 Kommentare zu “Machtmissbrauch

  1. Sylvia Geiser

    Lieber Peter SK

    Danke für Deinen sehr guten Kommentar. Man will hier auf BI unter sich bleiben wie in der JW.ORG ja auch.

    Bruderinfo ist ja auch nur ein verlängerter Arm, der vorhergehenden Zeugenversammlung. Sie können auch nur durch ihr Verhalten unter sich bleiben, die andern verstehen sie doch nicht.

    Wünsche Dir einen schönen Tag

    Sylvia

     

     

    1. Nachdenker an Sylvia

      Hallo Sylvia,

      Nachdem einer deiner letzten Kommentare wo du mit KZ Begriffen gearbeitet hast nach meiner Meldung gelöscht wurde, frage ich ich ernsthaft was Du auf dieser Seite noch suchst.

      Besuch dich mit deinen Anhängern, wie Peter SK, doch andere Foren, die dich nicht nerven, wenn hier doch alles nur der verlängerte Arm der WTG ist.

      Wir bleiben gerne unter uns, auch ohne Sylvia.

      Nachdenker

       

    2. M.N.

      So ein Quatsch. Kompletter b..s.. Wohl zuviel thailändische Sonne abgekriegt, oder zuviel Nam Tok Nua verspeist? Das benebelt die Sinne...

  2. hei-bea

    @Lennard,

    zum Thema Machtmißbrauch:  wie kannst Du einerseits schreiben- auf der Suche nach e c h t e r

    christlicher Freiheit ist es unerläßlich, Jesus und den Vater zu finden und n i c h t (in erster Li-

    nie?!) eine menschliche Gruppierung- und andererseits:...sollten wir jene verstehen, die Macht-

    mißbrauch erkennen aber mangels brauchbarer Alternativen weiterhin mit der Org verbunden

    bleiben.

    Wie bitte? Liebt unser Gott nicht ein u n g e t e i l t e s Herz? Eines, das n u r ihm zugewandt ist?

    Kann man, wenn man b e w u ß t dauerhaft dem Einfluß einer stark manipulierenden Org aus-

    gesetzt ist, überhaupt u n b e e i n f l u ß t reinen Herzens Jesus nachfolgen?! Tun wir uns selbst

    damit einen Gefallen? Oder machen wir es uns nicht noch schwerer, wenn wir der Org - also

    Menschen- gehorchen, nicht aber Gott?!- Uns das aber vorzumachen versuchen?!- Eine un-

    biblische "Zweigleisigkeit" als Alternative in den Raum zu stellen aus Angst vor negativen Re-

    aktionen halte ich für gefährlich: der Stress, der durch "Gratwanderungen " entsteht, macht

    die Psyche kaputt und ist sicher nicht im Sinne Jesu, der seinem Vater zu j e d e r Zeit unge-

    teilten Herzens diente und diesbezüglich k e i n e Kompromisse einging!!!

    Soweit zu meinen Einwänden zu Deinem Artikel, der mir am Anfang im Übrigen sehr gut

    gefallen hat- danke dafür!

    Liebe Abendgrüße aus dem winterlich kalten Harz        hei-bea

    1. Norbert

      Hallo Hei Bea

      sollten wir jene verstehen, die Machtmißbrauch erkennen aber mangels brauchbarer Alternativen weiterhin mit der Org verbunden bleiben.

      Deine versteckte Kritik an Lennard kann ich nicht teilen.

      Ich finde diesen Satz von ihm ausgewogen und liebevoll, etwas, was ich bei dir , wenn es um dieses Thema geht leider vermisse.

      Ja, Jesus liebt ungeteilte Herzen, doch er hasst auch oberflächliche schwarz-weiß Argumente und pauschal Verurteilteilungen.

      In deinen Kommentaren lese ich oft eine Art Selbsgerchtigkeit heraus. Wer nicht so handelt wie du, wird rücksichtslos verurteilt.

      Entschuldige wenn ich das mal so deutlich anspreche.

      LG

      Norbert

      1. hei-bea

        Lieber Norbert,

        danke für Deine offenen Worte, die ich natürlich zu schätzen weiß. So hat denn jeder seine ei-

        gene Sichtweise der Dinge, wobei Du mir wiederum "schwarz-weiß Argumente" und "pau-

        schale Verurteilungen" unterstellst, sowie "Selbstgerechtigkeit".Es mag vielleicht manchmal

        so "rüber"kommen, aber wer mich kennt, weiß, dass dem n i c h t so ist...Grundsätzlich soll-

        te j e d e r Erwachsene für sein Leben die Verantwortung übernehmen können und müssen.

        Das haben die meisten von uns Ehemaligen und Nochzeugen leider verlernt. Diese Verant-

        wortung beziehe ich auch oder gerade auf das "Glaubensleben" eines Christen, wobei ich

        mich natürlich an biblischen Maßstäben zu orientieren suche. Dort steht z.B. nichts davon,

        dass, wenn man etwas als falsch entlarvt hat, man ruhig so weiter machen kann und sollte

        wie bis dato!

        Was ich in Deiner "Anklage" nicht so stehen lassen möchte ist, dass ich "rücksichtslos ver-

        urteile". Wenn Du oder andere es, aus welchen Gründen auch immer, so empfinden, tut

        mir das aufrichtig leid. Ich würde mir n i e anmaßen, andere zu be- oder verurteilen, wer-

        de aber weiterhin hier meine persönliche Meinung nach meinem diesbezüglichen Bibel-

        verständnis äußern, so, wie jeder andere von Euch auch...

        In diesem Sinne liebe Grüße aus dem Wintermorgen des Harzes

        hei-bea

      2. Peter SK

         
        Hallo Norbert,
         
        zu dem Artikel von Lennard und Deiner Antwort auf die Kritik von Hei Bea…- ich selbst lese hier manchmal „still“ mit J
         
        Ich werde hier für niemand „Partei“ ergreifen…jeder hat seine Sicht der Dinge…
         
        Du wirfst der Kommentarschreiberin oberflächliche schwarz-weiß-Argumente, pauschale Verurteilungen sowie Rücksichtslosigkeit (in ihrer Argumentation) vor.
         
        Nun ja, das kommt hier auf BI wohl häufiger vor – bei so einigen…
         
        Wer Teil einer manipulierenden, in vielen Teilen den Menschenrechten entgegenstehenden Organisation bleiben möchte, damit deren Umgang u. a. mit Kindesmissbrauch irgendwie mitträgt und die damit und in anderen Zusammenhängen angestrengten Rechtsverfahren und Zahlungen unterstützen möchte, kann dies tun. Ob dies ein „gerader“ Weg ist, muss jeder für sich selbst beurteilen – auch ob man dabei vielleicht in den Augen des hier geglaubten Gottes lau sei…- also weder heiß noch kalt...
         
        Wenn dann aber parallel die Menschen, die Teil dieser JW.ORG bleiben, um sich selbst und ihre Angehörigen u. a. zu schützen, hier „kluge“ Artikel mit ganz viel MORAL schreiben, ist das schon etwas schwierig – diplomatisch formuliert.
         
        Es gibt sehr viele Menschen, die selbst die JW.ORG aktiv verlassen haben oder wegen des Nichtmittragens von deren Vorgehen ausgeschlossen worden. Diese Menschen tragen alle hier bekannten Konsequenzen – dies ducken sich nicht feige weg.
         
        Und zum Thema schwarz-weiß und pauschalen Verurteilungen…
         
        Wer hier auf diesem BLOG nicht im Sinne von BI tickt, also Menschen die bspw. die JW.ORG verlassen und nach langen Überlegungen und Prüfung der Tatsachen zu einer eher ohne Gott auskommenden Weltanschauung gelangt ist, wird hier auf diesem BLOG auch sehr sehr schnell ins Abseits gestellt und „niedergebügelt“ -  und das zum Teil mit Argumenten, die mehr als schwach und herablassend sind. Mit der hier sehr oft mit Worten blumig ausgedrückten schon fast zur Schau gestellten LIEBE hat das äußerst wenig zu tun. Man will hier auf BI halt unter sich bleiben - wie in der JW.ORG ja auch...
         
        Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen – Ball flach halten 😉
        Peter SK
         

         

      3. RoKo24

        Guten Morgen. Mir fällt eben eine Textpassage ein, leider habe ich das lustig geschriebene Buch „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ nicht mehr, ISBN: 9783548359694.

        Eine Passage aus dem Buch ging ungefähr so: Lieber Mann. Wenn du eine Frau kennen lernen willst und du sie siehst, eine Frau die im Begriff ist zu stürzen und hinzufallen… (Was schlimm ausgehen kann und ihr weh tut) renne nicht hin und fange sie auf. Eine Frau muss hin fallen! Und wenn sie am Boden liegt, dann reiche ihr die Hand und helfe ihr beim aufstehen. Dann erkennt sie in dir den Kavalier.

        Warum schreibe ich das? Ich bin nicht frauenfeindlich, gar nicht. Ich liebe sie, die feminine Seite. Manchmal aber verstehe ich die Frauen nicht. Und das Buch beschreibt es deutlich, warum. Weil wir verschieden denken. Frauen wollen nicht verstanden werden, sie wollen geliebt werden.

        In Tenor wie der Kommentar verfasst ist, wird deutlich, dass es Menschen gibt, die sich nicht helfen lassen. Das betrifft insofern Menschen, die erkennen, diese Organisation lehrt viele Dinge, die der Verkündiger vor einigen Jahren anders gelehrt bekam. Es setzt ein Denkprozess ein. Diese Brüder und Schwestern erkennen "mit einem Auge", hier stimmt etwas nicht, ganz und gar nicht. Aber sie hören mit jedem Besuch er Zusammenkünfte, hier in der Versammlung findet die Anbetung statt. Nur hier! Die Wahre Anbetung. Damit blenden sie die Wahrnehmung was sie zuvor erkannt haben aus. Sie denken, naja, wenn ich den Schritt unternehme, meinem Gewissen folge und fortan nicht mehr die Zusammenkunft besuche, verletzte ich dann Gott? So lernen sie es stets. Nur durch regelmäßigen Besuch der Zusammenkünfte kann man Gott erfreuen. Das sei wichtig, um im Buch des Lebens eingeschrieben zu stehen.

        Nein. Unwichtig. Bea, das wissen wir. Diese Erkenntnis reifte in uns heran, bei jedem schneller oder langsamer. Und bei vielen Brüdern, die noch dort gefangen sind, reift dieser Fakt auch. Nur eben langsamer. Diese Brüder müssen erst hinfallen. Es muss schmerzen. Dann erkennen sie, ups, der Weg war falsch.

        Zudem muss man die Handlungsweise berücksichtigen, die diesen Menschen angetan wird. Will man als Familie austreten, dann alle gemeinsam. Andernfalls sorgt die Org dafür, dass dieser Schritt noch schwerer für den Einzelenen wird als er ohnehin schon ist. Bea schreibt:

        Eine unbiblische "Zweigleisigkeit" als Alternative in den Raum zu stellen aus Angst vor negativen Reaktionen halte ich für gefährlich: der Stress, der durch "Gratwanderungen " entsteht, macht die Psyche kaputt und ist sicher nicht im Sinne Jesu, der seinem Vater zu j e d e r Zeit ungeteilten Herzens diente und diesbezüglich k e i n e Kompromisse einging!!!

        Richtig. Für Dich ist diese Gratwanderung gefährlich. Sie ist aber für den Einzelnen, für den Betroffenen die einzige Möglichkeit, einen Weg aus dem Rachen des Wolfes zu suchen. Freunde finden, die beistehen. Ich fand auf youtube Masha, sie hat einige Videos zu ihrem Austritt online gestellt. Was sie berichtet trifft genau ins schwarze. Die Masha tut mir unendlich leid und sie ist als junges Mädchen hin und her gerissen und ich wundere mich nicht, dass ihr der Glaube ein wenig verloren gegangen ist. Ich bete darum, dass sie ihn wieder findet.

        Ist es falsch, diese Brüder und Schwestern erst fallen zu sehen? Für uns, die diese Dinge hinter uns haben denke ich, ja es ist falsch. Einen Betroffenen wird man wenig helfen, wenn man ihm vorschreibt, welchen Weg er gehen muss Das ist wie das Auffangen im o.g. Buch beschrieben. Und ich denke, die Autoren des Buchs haben das einfach und für den Mann verständlich formuliert. Will man eine Frau kennen lernen, und sie vor etwas beschützen, was ihr weh tun kann, bringt das dem Mann null Punkte. Die emanzipierte Frau lässt sich nichts sagen. Im Gegenteil, tut man als Mann aktiv zu viel, wird man von ihr als Besserwisser abgestempelt, mit dem sie nichts zu tun haben will, weil er sich in ihre Probleme einmischt. Sie will das allein regeln!

        Ist es Klischeedenken? Vermutlich. Wenn ich jetzt zu dick aufgetragen habe, solle man mir das bitte nachsehen. Das Buch ist eine Empfehlung. Es gibt sie, diese Unterschiede, bei Mann und Frau ebenso wie bei Bruder und Bruder oder Schwester und Schwester. Würdigt man diese Dinge und gibt man den verschiedenen Denkweisen Raum, kann man besser nebeneinander leben. Verdrängt man sie, kommt das heraus, worüber ihr zankt.

        Schönes WE. Euer RoKo

        1. Stachelbeere

          Lieber RoKo

          Dein Kommentar hat mich sehr berührt. Mit der hinfallenden Frau ist ein sehr passender Vergleich.

          Was mir besonders gut gefallen hat ist, das du mit so viel Feingefühl und Rücksicht schreibst. Du zeigst das du beide Seiten verstehen kannst- die Brüder, die einen geraden Schlussstrich unter der ganzen ORG. ziehen und denjenigen die diese verdammt schwere Gratwanderung noch gehen.

          Ich kann auch beide Seiten nachvollziehen und verstehen. Jesus und Gott ziehen mit dem heiligen Geist jedes demütige und Treue Herz zu sich. Und jeder Mensch ist von ihnen geliebt und ganz individuell. Das wissen und berücksichtigen unsere beiden Höchsten in ihrer Liebe zu uns und zeigen jeden den richtigen Weg, entweder den kurzen, abschließenden oder eben den langsameren Weg. Leicht zu gehen ist keiner von beiden. Aber sie werden uns allen helfen. Diese Versprechen haben sie uns gegeben und darauf dürfen und müssen wir vertrauen.

          Ich wollte dir einfach danke sagen für deine schönen Gedanken.

          GLG die Stachelbeere

           

        2. hei-bea

          Lieber roko,

          Du schreibst: Frauen wollen nicht verstanden sondern geliebt werden... Falsch, ganz falsch!

          Bea schreibt: Frauen wollen sowohl verstanden als auch geliebt werden!!! (Wobei ich ja

          noch froh bin, dass der Autor die Frauen "nur" hinfallen läßt und nicht noch zweimal

          "auftitscht", bevor er ihnen aufhilft und dann dafür auch noch "Liebe" erwartet... Es mag

          ja solche "masochistisch" veranlagte Frauen durchaus geben, aber ich denke, der Autor

          liegt hier völlig daneben!

          Natürlich wird es Geschwister in der Org geben, die sich nicht helfen lassen w o l l e n,

          aber wo steht denn, das a l l e gerettet werden?! Zieht unser himmlischer Vater nicht

          diejenigen, auf die e r Wert legt? Und tut er das nicht auf eine liebevolle Art und Wei-

          se und nicht durch schmerzhafte Erfahrungen, die Du beschreibst, also die "harte"

          Tour?! - Jesus , unser Vorbild, hätte bestimmt nicht unbeteiligt daneben gestanden,

          hätte er eine Frau stürzen sehen... Und liebevolle Eltern drücken auch nicht die

          Händchen ihrer Kleinkinder auf die heiße Herdplatte, damit diese die Bedeutung von

          Schmerz erfahren... Was ich damit sagen will ist: überlassen wir es doch Gott, w e n

          er wann und wie "zieht" und reichen wir helfende Hände, so sie benötigt und gewollt

          werden. Und sollte jemand nicht wollen, na dann ist das eben so! Eine Entscheidung

          früher oder später muß j e d e r treffen!!!

          Du schreibst weiter: will man eine Frau kennenlernen und sie vor etwas beschützen,

          was ihr weh tun kann, bringt das dem Mann null Punkte...Stimmt nicht! Was für Frau-

          en kennst Du denn? Das Zauberwort einer guten Beziehung heißt: reden, reden, reden!

          Warum, wieso, weshalb...und das wird jede kluge Frau zu schätzen wissen. Ausgegli-

          chenheit ist in diesem Zusammenhang auch sehr wichtig, eben weil es die Unterschie-

          de zwischen den Geschlechtern gibt und ich wage mal zu behaupten, dass es gerade

          die kleinen und die großen Unterschiede sind, die das Leben interessant und lebens-

          wert machen können...

          Und wer, lieber Roko, zankt denn hier?- Wir legen auf u n t e r s c h i e d l i c h tem-

          paramentvolle Art und Weise unsere diversen Standpunkte zur Diskussion, nicht

          mehr und nicht weniger...

          Liebe Grüße an alle am Sonntagmorgen aus dem Harz                               hei-bea

        3. RoKo24

          So meine Liebe hei-bea ich bin zurück.
          Stachelbeere hat meinen Ausdruck korrekt verstanden und Danke für den Zuspruch, die bea indes ganz und gar nicht. Im neue Versuch als Katzendompteur müsste ich nun schreiben, mit "hinfallen" meinte ich, ich formuliere besser, volle Kanne gegen die Wand rennen. Von nachtreten oder Hand auf den Herd legen, wo finde ich das? Vermutlich müssen wir tiefer eintauchen, wie Männer sprechen und was darin Frauen verstehen, was Frauen sprechen und Männer verstehen. Irgendwas geht da schief.

          Bea schreibt: Frauen wollen sowohl verstanden als auch geliebt werden!!!

          Wäre gut, wenn Mann das auch könnte. Es gelingt einem nicht, weil Frau oft zu ungestüm reagiert, egal welches Temperament ihr zugrunde liegt. Wie viel ich kenne, wird mein Geheimnis bleiben.

          Etwas kann er aber, der Mann, ihr als schwächerem Gefäß die Ehre zuteil werden lassen. Doch leider lassen auch das zu wenig Frauen zu.

          Ich schnitt kürzlich ein Video mit. https://vimeo.com/252737780 Ansehen bis zu Ende und dann nochmal Paulus lesen, was er uns sagen wollte. Mit dem Video (insbesondere dem letzten Teil, was das warum offenlegt) bekommt man ein besseres Verständnis, was Paulus mit seiner Aussage meinte. Und Frauen, die das so handhaben, diesen zolle ich meinen größten Respekt. Den allergrößten Respekt, weil sie Glauben richtig verstanden haben. Dabei zollt sie lediglich ihrem!!! Mann die Ehre, ich bitte das genau so zu verstehen, und keinem anderen. Da es aber die Allgemeinheit auch sieht, entspringt mir große Achtung und Respekt. Leider wird diese Ansicht in vielen Versammlungen auch falsch angewandt, und so kommt dann nur Murks heraus. Hat insofern auch etwas mit Machtmissbrauch zu tun, wenn es Herren gibt, die Unterwürfigkeit einfordern, wo sie gar nicht vorgesehen ist. Liebe bea, ich denke jetzt, infolge diesem unter ZJ gelebtem Fehlverständnis liegt der Hase im Pfeffer begraben und entspringt vielleicht auch Dein Temperament mit der (wie ich jetzt feststelle) Neigung, manche Dinge nicht so zu verstehen, sondern anders, als sie sind.

          LG RoKo

          1. hei-bea

            Lieber roko,

            ich breche an dieser Stelle unsere kleine Diskussion über "Unterschiede" und "Mißver-

            ständnisse" zwischen Mann und Frau, Zeugen und Nichtzeugen mal ab, sie ergibt für

            mich keinen Sinn mehr...

            Verständnis und Liebe sind für mich untrennbar miteinander verknüpft, alle anderen

            Gedanken dazu habe ich klar formuliert. Und die Frage, warum einige Muslima Kopf-

            bedeckungen tragen und die anderen nicht interessiert mich auch nicht wirklich...

            Mag auch sein, dass einige Männer das "Ungestüme" einer mißverstandenen Frau

            nicht richtig einordnen können aber in diesem Fall halte ich ganz viel Liebe, Ver-

            Ständnis und Zuwendung für viel angebrachter als "Ehre" und "Respekt", die für

            jede Beziehung eine Grundvorraussetzung sein muß und sollte!

            ........

            In diesem Sinne liebe Grüße an alle von der "Harzer"             hei-bea

  3. Timotheus

    Ich habe gehört JWOrg führt eine weitere Spendenzwangsabgabe ein. Per Resolution müssen die Versammlungen für "Kongressreisen" Spenden abdrücken. Weiss da jemand mehr zu ?

    +++++++++
    Ja, das stimmt. In unserer Versammlung hat man auf Grund eines Briefes eine Resulution verfasst um es den Missionaren zu ermöglichen einen Kongress in ihrer Heimat besuch zu können.
    Ist die Organisation Gottes nicht liebevoll um ihre Diener bemüht?😏
    Die Spenden für das weltweite Werk reichen nicht für die Heimreise der Missinare, deshalb ruft sie zu Sonderspenden auf, ist aber nichts Neues.🤔
    Allerdings gab es früher spezielle Spendenkästen.
    Heute müssen sich die Versammlungen per Resulution zu einem festen Betrag verpflichteten.🤑
    .

    1. Ede an Timotheus

      Guten Abend Timotheus

      Zu einer Resolution wird dann gegriffen, wenn anderenfalls nicht genügend Geld zusammenkommt und man dann das Geld aus der Versammlungskasse nehmen muss.

      Ede

    2. Jehu@Timotheus

      Wie sagte ein Sonderpionier mal so schön: „Letztlich dreht es sich immer um‘s Geld.“ Es ging dabei um das Verhältnis der org zu den Verkündigern.

      Dem ist nichts hinzuzufügen...

  4. Matthäus

    Ja wie drückte es unser Herr Jesus aus, er warnte seine Nachfolger genau vor diesem Machtmißbrauch, er sagte: Die Herrscher erheben sich und wollen GROSS  sein, doch die größten sollen demütig wie Kinder sein, oder man schau sich einmal Gottes Allmacht an die sich durch die gesamte Bibel zieht, mit diesem wunderbarem Liebesbrief von Gott an uns Menschen:

    https://youtu.be/49dKCFTsPnI

  5. Sylvia Geiser

    Lieber Petrus 111

    Danke für Deine ehrliche Antwort im Kommentar und wünsche Dir einen schönen Tag.

    Sylvia

     

  6. Petrus111

    Liebe Freunde,

    wer Macht missbrauchen will, braucht Mitstreiter, er braucht eine Hierarchie der Machtmissbraucher.
    Bei JZ wird man nicht Ältester, weil man besonders gut bewandert ist in Theologie oder wie immer das bei JZ genannt wird. Man wird auch nicht Ältester, weil man besondere Eigenschaften und Fähigkeiten im Bereich sozialer Kompetenzen aufweist. Man wird dann Ältester, wenn man in jeder Beziehung Org-treu ist, wozu insbesondere eifriger Predigtdienst gehört - der wiederum setzt keine besonders tiefgreifenden Kenntnisse voraus.

    Ich habe Menschen mit tiefgreifenden persönlichen psychischen Problemen erlebt, die in ihrer Stellung als Älteste ihren Mitbrüdern von der Bühne erklärt haben, wie das Leben geht.

    Die Org sucht fleißige Mitstreiter - denen wird Macht verliehen, die sie dann über "die Herde" ausüben.

    Es gab und gibt sicher auch Führungskräfte bei JZ, die fähig und wohlmeinend sind. Das ist möglich, aber es entspricht nicht dem Ziel und Wunsch der Org, es ist nicht das favorisierte Element - sondern Zufall.

    Das selbständige Denken wird allen abgewöhnt - auch den Ältesten. Sie können es einfach nicht mehr, es wurde ihnen in Schulungen systematisch abtrainiert.

    All diese Tatsachen sind auch Elemente, die man in totalitären Systemen findet.

    beste Grüße

    Petrus111
    👍

    1. Birgit

      birgit@Petrus111,

      Wie Recht du hast.Mein irdischer Vater ist jetzt 88 Jahre und seid über 40 Jahren Ältester.

      Mein jüngster Bruder hat auf ein Studium verzichtet,damit Papa schneller Ältester wird.

      Was für ein Wahnsinn!!! Ich tat das nicht und habe studiert.Deshalb war ich immer in den Versammlungen ein Rotes Tuch.Die hat was im Kopf...seid vorsichtig.Menschen die was im Kopf haben,könnten hinterfragen!! Was Jesus sagte,ist ihnen völlig egal.Prüft alles kritisch und behaltet das Gute.Bis Heute schleppt dieser alte Mann seine Aktentasche mit sich herum.Gefüllt mit Zeitungen eines Zeitungsverlags und verbreitet Lügen.Diese Männerherrschaft ist im freien Fall.

      Birgit

       

  7. Jehu

    http://orf.at/m/stories/2425694

    Das war heute eine ORF News Meldung. In Summe betrauert Australien 60.000 Opfer, davon über 1000 von ZJ. Allerdings ist nicht jeder 60. Australier ein ZJ. Die 1000 Opfer sind für so eine kleine Gemeinschaft überproportional viel....

    1. Matthäus

      hallo Jehu,

      unter deinem Link finde ich keine ORF Meldung

      als Österreicher würde es mich sehr interessieren, kann st noch prüfen und korrigieren!

       

      Danke und liebe Grüsse

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