Leben wir in den Letzten Tagen

Übersetzung eines Artikels von Meleti Vivlon (http://beroeans.study/2017/05/31/are-we-in-the-last-days)

Dieses Forum widmet sich dem Studium der Bibel unabhängig von irgendeinem religiösen Glaubensgebäude. Religiöse Indoktrination ist allerdings so stark, dass niemand behaupten kann davon nicht irgendwie beeinflusst zu sein. Dies trifft bestimmt auf das Gebiet der Eschatologie zu:  die Lehre über die letzten Tage oder Endzeittheologie und den Krieg von Harmagedon.

Endzeittheologien haben sich als eine hervorragende Möglichkeit erwiesen, Menschen zu manipulieren. Die Deutung von Jesu Prophezeiung über die letzten Tage wurde von vielen falschen Propheten und falschen Christussen (falschen Gesalbten) verwendet, um die Herde irrezuführen. Dies geschah trotz der deutlichen Warnung Jesus:

23 Wenn dann jemand zu euch sagt: ‚Siehe! Hier ist der Christus‘ oder: ‚Dort!‘, glaubt es nicht. 24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, selbst die Auserwählten irrezuführen. 25 Siehe! Ich habe euch im voraus gewarnt. 26 Wenn man daher zu euch sagt: ‚Siehe! Er ist in der Wildnis‘, geht nicht hinaus; ‚Siehe! Er ist in den inneren Gemächern‘, glaubt es nicht. 27 Denn so, wie der Blitz von östlichen Gegenden ausgeht und zu westlichen Gegenden hinüberleuchtet, so wird die Gegenwart des Menschensohnes sein. 28 Wo auch immer der Kadaver ist, da werden die Adler versammelt werden. (Mat. 24:23-28)

Bemerkenswerterweise findet man diese Worte Jesus inmitten der, wie viele sagen würden, wichtigsten Prophezeiung über die letzten Tage. Trotz Jesu Warnung wurden im Laufe der Jahrhunderte die Worte vor und nach diesem Zitat verwendet um zu beweisen, dass die gerade gegenwärtige Zeit, die letzten Tage seien.

Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass Menschen wissen wollen wann das vorhergesagte Ende kommen wird. Problematisch wird es, wenn religiöse Führer diesen Wunsch missbrauchen um Macht auszuüben. Jesus warnte seine Nachfolger vor denen die „den Herrn über andere spielen“ wollen (Mat. 20:25). Machtmenschen wissen, wie man Angst als Mittel der Kontrolle und Manipulation einsetzen kann. Wenn ich andere dazu bringe zu glauben, dass ich Informationen habe, die nicht nur ihr Überleben, sondern ihr ewiges Seelenheil betrifft, werden sie mir bis ans Ende der Welt nachfolgen und alles für mich tun, aus Angst vor den unheilvollen Folgen ihres Ungehorsams (Apg. 20:29; 2. Kor. 11:19, 20).

Es ist also enorm wichtig diese Methoden zu durchschauen und die Bedeutung der letzten Tage wirklich zu verstehen. Solange mir falsche Propheten und falsche Gesalbte weismachen, dass sie in der Lage seien den Zeitpunkt und die Dauer der letzten Tage berechnen zu können, bin ich ihnen ausgeliefert und kann irregeleitet werden. Jesus sagte:

„Denn mancher falsche Messias und mancher falsche Prophet wird auftreten und große Zeichen und Wunder vollbringen, um, wenn möglich, sogar die Auserwählten irrezuführen.“ (Mat. 24:24, NGÜ).

Unwissenheit macht uns angreifbar.

Im Laufe der vergangenen 200 Jahre hat es nicht an eschatologischen Deutungen gefehlt die allesamt gescheitert sind und viele Gläubige desillusioniert zurück liessen. Darüber könnten viele Bücher gefüllt werden. Schauen wir uns doch die Variante an die wir am besten kennen, die Endzeitlehre der Zeugen Jehovas.

Die aktuelle Lehre sagt, dass die Gegenwart nicht identisch mit dem Kommen Christi sei. Zeugen Jehovas glauben, dass Jesus im Jahre 1914 als König im Himmel inthronisiert wurde. Folglich begannen die letzten Tage im Jahre 1914 und die Ereignisse aus Mat.24:4-14 deuten auf das Ende der Welt in der wir leben hin. Auch dauern die letzten Tage nur eine Generation, gemäß ihrem Verständnis von Mat. 24:34.

„Wahrlich, ich sage euch, dass diese Generation auf keinen Fall vergehen wird, bis alle diese Dinge geschehen.“

Ein Problem dieser Lehre ist, dass seit 1914 bereits 103 Jahre vergangen sind, was mehr ist als jede denkbare Definition des Begriffs Generation hergibt. Also hat man sich die Lehre der „überlappenden Generation“ ausgedacht. Die erste Generation hat den Beginn der letzten Tage erlebt, die zweite Generation wird das Ende erleben. Dazu kommt, dass „diese Generation“ nur auf die Gesalbten angewandt wird, momentan ca. 15’000, einschließlich der Glieder der leitenden Körperschaft.

Obwohl Jesus sagte „niemand kennt Tag und Stunde“ seiner Wiederkunft, und dass er zu einer Zeit wiederkäme, da es niemand erwarte, lehren Zeugen Jehovas, dass Beginn und Dauer der letzten Tage aufgrund der Zeichen berechnet werden können und wir deswegen mit Sicherheit sagen können: „Das Ende ist sehr nahe!“ oder sogar „Wir leben tief in der Endphase der letzten Tage“ (Mat. 24:36, 42, 44).

War das Gottes Absicht in Verbindung mit den Zeichen der letzten Tage? Sollen Jesu Worte als eine Art Endzeit-Messlatte dienen? Wenn nicht, was war dann seine Absicht?

Einen Teil der Antwort finden wir in Jesu Worten:

„Ein Zeichen verlangt diese Generation, die doch böse ist und sich von Gott abgewandt hat!“ (Mat. 12:39, NGÜ)

Die jüdischen Führer in Jesu Tagen hatten den Messias direkt vor Augen und doch verlangten sie nach weiteren Zeichen. Die Zeichen, dass Jesus der gesalbte Sohn Gottes war, waren überwältigend. Aber das genügte ihnen nicht, sie wollten mehr. Genauso verhielten sich die Menschen auch in den folgenden Jahrhunderten. Die Aussage Jesu, dass er „wie ein Dieb in der Nacht“ komme, genügte einfach nicht. Um es ganz genau zu wissen durchforsteten sie die Schrift auf der Suche nach irgendwelchen verborgenen Hinweisen, welche ihnen dann einen Vorteil über andere Menschen verleihen würden. Aber es war immer vergebens, wie die vielen gescheiterten Vorhersagen der unterschiedlichsten christlichen Denominationen beweisen (Luk. 12:39-42).

Nachdem wir also gesehen haben, wie der Begriff „die letzten Tage“ von Menschen missbraucht wurde, schauen wir mal was die Bibel wirklich dazu sagt.

Petrus und die Letzten Tage

Als Pfingsten 33 u.Z. der Heilige Geist ausgegossen wurde, erklärte Petrus der Menschenmenge die das Ereignis beobachteten, dass sich gerade eine Prophezeiung Joels erfüllte:

„Petrus aber stand mit den Elf auf und erhob seine Stimme und äußerte sich vor ihnen wie folgt: „Männer von Judạ̈a und all ihr Bewohner von Jerusalem, dies sei euch kund, und schenkt meinen Reden Gehör. 15 Diese [Leute] sind wirklich nicht betrunken, wie ihr vermutet, denn es ist die dritte Stunde des Tages. 16 Im Gegenteil, dies ist das, was durch den Propheten Jọel gesagt wurde: 17 ‚ „Und in den letzten Tagen“, spricht Gott, „werde ich etwas von meinem Geist auf Fleisch von jeder Art ausgießen, und eure Söhne und eure Töchter werden prophezeien, und eure jungen Männer werden Visionen sehen, und eure alten Männer werden Träume haben; 18 und sogar auf meine Sklaven und auf meine Sklavinnen will ich in jenen Tagen etwas von meinem Geist ausgießen, und sie werden prophezeien. 19 Und ich will Wunder geben im Himmel droben und Zeichen auf der Erde unten, Blut und Feuer und Rauchdunst; 20 die Sonne wird in Finsternis verwandelt werden und der Mond in Blut, ehe der große und glanzvolle Tag Jehovas gekommen sein wird. 21 Und jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet werden.“ ‘ (Apg 2:14-21)

Es ist deutlich zu erkennen, dass Petrus die Ereignisse von Pfingsten 33, auf die Erfüllung der zitierten Prophezeiung aus Joel bezog. Die letzten Tage begannen also seiner Meinung nach zum damaligen Zeitpunkt. Nichts deutet allerdings darauf hin, dass sich der Rest der Prophezeiung (Apg. 2:19-20) damals oder irgendwann seitdem erfüllte (siehe Joel 2:28 – 3:21).

Müssen wir daraus schlussfolgern, dass sich die letzten Tage von denen Petrus sprach über eine Zeitspanne von 2000 Jahren erfüllt?

Was hat Petrus sonst noch über die letzten Tage gesagt?

3 Denn dies wißt zuerst, daß in den letzten Tagen Spötter mit ihrem Spott kommen werden, die gemäß ihren eigenen Begierden vorgehen 4 und sagen: „Wo ist diese seine verheißene Gegenwart? Ja, von dem Tag an, da unsere Vorväter [im Tod] entschlafen sind, gehen alle Dinge genauso weiter wie von Anfang der Schöpfung an.“ (2. Pe. 3:3, 4)

8 Indes möge diese e i n e Tatsache eurer Kenntnis nicht entgehen, Geliebte, daß e i n Tag bei Jehova wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie e i n Tag. 9 Jehova ist hinsichtlich seiner Verheißung nicht langsam, wie [es] einige [für] Langsamkeit halten, sondern er ist geduldig mit euch, weil er nicht will, daß irgend jemand vernichtet werde, sondern will, daß alle zur Reue gelangen. (Ps.90:4) 10 Doch Jehovas Tag wird kommen wie ein Dieb, an welchem [Tag] die Himmel mit zischendem Geräusch vergehen werden, die Elemente aber werden vor Gluthitze aufgelöst, und die Erde und die Werke auf ihr werden aufgedeckt werden. (2. Pe. 3:8-10)

Nichts in diesen Versen spricht gegen die Annahme, dass die letzten Tage im ersten Jahrhundert begannen. Es ist gerade die lange Dauer, die Menschen dazu bringt zu spotten und an der künftigen Wiederkunft Christi zu zweifeln. Interessant ist der Bezug auf Ps. 90:4 in Vers 8.

Denn tausend Jahre sind vor dir / wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache.  Du lässest sie dahinfahren wie einen Strom, / sie sind wie ein Schlaf, wie ein Gras, das am Morgen noch sprosst,  das am Morgen blüht und sprosst und des Abends welkt und verdorrt.

Man beachte, dass dieser Brief um 64 u.Z. geschrieben wurde, gerade mal 30 Jahre nach Jesus Auferstehung. Die Erwähnung von 1000 Jahren muss für den damaligen Leser unverständlich gewesen sein. Im Nachhinein aber erkennen wir wie weise und vorausschauend diese Warnung war. Was sagen andere Schreiber des neuen Testaments?

Paulus und die Letzten Tage

In seinem zweiten Brief an Timotheus erwähnt Paulus Merkmale der letzten Tage:

„Dieses aber erkenne, daß in den letzten Tagen kritische Zeiten dasein werden, mit denen man schwer fertig wird. 2 Denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, anmaßend, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, nicht loyal, 3 ohne natürliche Zuneigung, für keine Übereinkunft zugänglich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, brutal, ohne Liebe zum Guten, 4 Verräter, unbesonnen, aufgeblasen [vor Stolz], die Vergnügungen mehr lieben als Gott, 5 die eine Form der Gottergebenheit haben, sich aber hinsichtlich deren Kraft als falsch erweisen; und von diesen wende dich weg. 6 Denn von ihnen stehen die Männer auf, die sich auf schlaue Weise Eingang in die Häuser verschaffen und schwache Frauen gefangennehmen, die, mit Sünden beladen, von mancherlei Begierden getrieben werden, 7 die allezeit lernen und doch niemals imstande sind, zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit zu kommen.

8  So, wie nun Jạnnes und Jạmbres Moses widerstanden, so widerstehen auch diese weiterhin der Wahrheit, Menschen von vollständig verderbtem Sinn, unbewährt hinsichtlich des Glaubens. 9 Doch werden sie keine weiteren Fortschritte machen, denn ihr Wahnsinn wird für alle klar ersichtlich werden, ebenso wie es der [Wahnsinn] jener [beiden Männer] wurde. (2. Ti. 3:1-9)

Paulus spricht hier über den zukünftigen Zustand der Christenversammlung/Kirche nicht den der Welt im Allgemeinen. Dies geht aus den Versen 6 bis 9 hervor. Die Beschreibung ist auffällig ähnlich der Beschreibung des jüdischen Systems den Paulus an die Christen in Rom schrieb (Rö. 1:28-32). Der moralische Zerfall der Christenversammlung war kein neues Phänomen. Das vorchristliche Volk Gottes, die Juden, verfielen in das gleiche Verhaltensmuster. Die Geschichte zeigt, dass die von Paulus beschriebenen Zustände in der frühen Kirche und bis in die heutige Zeit zu beobachten sind. Auch der Paulus‘ Beitrag zum Thema der letzten Tage lässt auf eine längere Zeitspanne schließen die im ersten Jahrhundert zu Pfingsten 33 u.Z. begann.

Jakobus und die Letzten Tage

Jakobus erwähnt die letzten Tage nur einmal.

Euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird ein Zeugnis gegen euch sein und wird eure Fleischteile fressen. Etwas wie Feuer ist das, was ihr in den letzten Tagen aufgehäuft habt. (Jak. 5:3)

Jakobus spricht nicht von Zeichen der letzten Tage, sondern davon dass in den letzten Tage ein Gericht stattfinden wird. Jakobus zitiert aus Hesekiel:

Ihr Silber werden sie auf die Straßen werfen, und ihr Gold wird zu etwas Abscheulichem werden. Weder ihr Silber noch ihr Gold wird sie am Tag des Zornausbruchs Jehovas befreien können. (Hes. 7:19)

Auch hier spricht nichts dagegen, dass die letzten Tage nicht schon im ersten Jahrhundert begannen.

Daniel und die Letzten Tage

Bei Daniel kommt der Ausdruck „letzte Tage“ nicht vor; er verwendet den Ausdruck „im Schlussteil der Tage“. Diese Wendung kommt in Daniel zweimal vor. Das erste Mal in Dan. 2:28 wo es sich auf die Vernichtung der Menschenherrschaft am Ende der letzten Tage bezieht. Die zweite Erwähnung ist in Dan. 10:14, wo es heisst:

Und ich bin gekommen, um dich verstehen zu lassen, was deinem Volk im Schlußteil der Tage widerfahren wird, denn es ist eine Vision noch für die [künftigen] Tage.“

Von dieser Stelle bis zum Schluss des Bibelbuches spricht Daniel zum Teil von Ereignissen die dem Kommen des Messias vorausgehen. Es handelt sich also eher um die letzten Tage des jüdischen Systems als um die letzten Tage des aktuellen Systems der Dinge, welches in Harmagedon vernichtet werden wird.

Jesus und die Letzten Tage

Wer davon ausgeht, dass die Bibel Hinweise liefert wann Christus wiederkommt, wird mit dem folgenden kaum einverstanden sein. Wir kennen das Argument, dass die Bibel zwei unterschiedliche „Endzeiten“ oder „letzten Tage“ beschreibt; die letzten Tage des jüdischen Systems sowie eine grössere Erfüllung vor dem zweiten Kommen Christi in unserer Zeit. Dadurch ergeben sich zwei Probleme: Erstens, erfordert dies eine zweite Erfüllungen der Worte Petri (bezüglich der Geistausgiessung), wofür es in der Bibel keine Grundlage gibt. Zweitens, muss man dann erklären wie die Worte des Apostels Petrus sich vor der Zerstörung Jerusalems 70 u.Z erfüllten:

Und ich will Wunder geben im Himmel droben und Zeichen auf der Erde unten, Blut und Feuer und Rauchdunst; 20 die Sonne wird in Finsternis verwandelt werden und der Mond in Blut, ehe der große und glanzvolle Tag Jehovas gekommen sein wird. (Apg. 2:19, 20)

Damit wären aber nicht alle Probleme gelöst. Es müsste auch erklärt werden wie sich die Aussage in Vers 17 – 19 in der heutigen Zeit erfüllen. Wo sind heute die „Söhne und Töchter die prophezeien“, die „jungen Männer die Visionen haben“, die „alten Männer die Träume haben“ und der Geist der ausgegossen wird? All das hat sich im ersten Jahrhundert erfüllt, aber heute?

Die Verfechter der doppelten Erfüllung verweisen auf die Parallelberichte von Jesu Worten aus Mat, 24, Markus 13 und Lukas 21. Anhänger von Endzeitreligionen nennen diese Kapitel „Jesu Prophezeiung der Zeichen der letzten Tage“. Ist das eine korrekte Bezeichnung? Hat uns Jesus damit wirklich eine Methode geliefert die Dauer der letzten Tage zu bestimmen? Erscheint der Ausdruck „letzte Tage“ überhaupt in diesen Kapiteln? Überraschenderweise lautet die Antwort: Nein!

Kein Zeichen, sondern eine Warnung!

Einige werden einwenden, dass Jesus doch „Seuchen, Hungersnöte und Erdbeben“ als Zeichen des Beginns der letzten Tage erwähnt hatte. Die Antwort lautet wieder: Nein. Und zwar zweifach. Zum einen erwähnt Jesus weder den Ausdruck „letzte Tage“ noch einen ähnlichen Begriff. Zum anderen sagt Jesus nicht, dass „Seuchen, Hungersnöte und Erdbeben“ Zeichen des Beginns der letzten Tage sind. Vielmehr sagt er, dass dies passieren müsse bevor irgendein Zeichen erfolgen würde.

… seht zu, daß ihr nicht erschreckt. Denn diese Dinge müssen geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. (Mat. 24:6)

… erschreckt nicht; [diese Dinge] müssen geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. (Mar. 13:7)

… erschreckt nicht. Denn diese Dinge müssen vorerst geschehen, aber das Ende [kommt] nicht sogleich. (Lu. 21:9)

Die schlimmste Seuche in jeder Hinsicht war die Pest im 14. Jahrhundert. Es folgte der Hundertjährige Krieg. Es gab in dieser Zeit auch Hungersnöte und Erdbeben. Erdbeben ereignen sich immer wieder als Folge der tektonischen Plattenbewegungen. Menschen dachten damals das Ende der Welt sei gekommen. Wo immer schlimme Katastrophen passieren, meinen abergläubische Menschen ein Zeichen oder gar eine Strafe Gottes zu sehen. Jesus warnte aber davor, uns nicht irreführen zu lassen. Tatsächlich leitete er seine Antwort auf die dreifache Frage seiner Jünger mit den Worten ein: „Seht zu, daß euch niemand irreführe“ (Mat. 24:3, 4).

Unverbesserliche Verfechter der „Zeichen der Endzeit“ verweisen auf Mat. 24:34 als Beweis, dass Jesus doch einen zeitlichen Hinweis gegeben hat: „diese Generation“. Nun, widersprach sich hier Jesus selber? In Apg. 1:7 sagt er doch „Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen“. Wir können sicher sein, dass sich Jesus in so wichtigen Fragen nicht widerspricht! Die Aussage über die Generation muss sich also auf etwas anderes beziehen, etwas was die Jünger Jesu wissen durften.

Die Bedeutung der „Generation“ aus Mat. 24:34 wird im Glossar ausführlich besprochen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich der Ausdruck „alle diese Dinge“ auf alles bezieht was Jesus sagte als er mit den Jüngern noch im Tempel war. Es waren ja die Urteilssprüche in Mat. 23 welche die Jünger zu ihrer Frage veranlassten. Der Formulierung ihrer Frage muss man entnehmen, dass sie davon ausgingen, die Zerstörung des Tempels und die Wiederkunft Christi seien zeitgleiche Ereignisse. Jesus konnte ihnen diese Illusion nicht nehmen ohne Information preiszugeben auf die sie noch kein Recht hatten.

Jesus sprach in seiner Antwort von Kriegen, Seuche, Erdbeben, Verfolgung, falschen Propheten, falschen Christusse und dem Predigen der guten Botschaft. Das alles spielte sich in den letzten 2000 Jahren ab. Nichts davon spricht gegen die Annahme, dass die letzten Tage Pfingsten 33 u.Z. begannen und bis in die heutige Zeit reichen. Mat. 24:29-31 zählt die Zeichen auf welche die Wiederkunft Christi ankündigen werden. Darauf warten wir aber noch.

2000 Jahre dauernde letzte Tage

Die Idee einer 2000-Jahr-Periode ist nicht so leicht zu akzeptieren. Das ist aber eigentlich ein sehr menschliches Denken. Es entspringt doch dem Wunsch über „Zeiten und Zeitabschnitte“ Bescheid zu wissen „die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat“. Würden wir dann nicht denen entsprechen die Jesus verurteilte, weil sie „ständig nach einem Zeichen suchen“?

Jehova gab der Menschheit für eine begrenzte Zeit die Möglichkeit der Selbstbestimmung. Die Menschen sind damit erbärmlich gescheitert und haben unendliches Leid angerichtet. Uns scheint das jetzt schon eine Ewigkeit zu gehen. Für Gott aber sind das aber nur sechs Tage. Wäre es nicht vorstellbar, dass er entscheidet das letzte Drittel dieser Zeitspanne als „die letzten Tage“ zu bezeichnen? Entscheidende Ereignisse fanden seitdem statt: Christus starb und wurde auferweckt, Satan konnte gerichtet werden und die Kinder Gottes eingesammelt werden. Die Zeit der Menschenherrschaft läuft langsam aber sicher ab.

Ja, wir leben in den letzten Tagen, seit dem Beginn der Christenversammlung im ersten Jahrhundert, und wir sind in geduldiger Erwartung der Wiederkunft Christi. Er wird kommen, und zwar plötzlich, wie ein Dieb in der Nacht.

Mag ich nicht (7)

45 Kommentare zu “Leben wir in den Letzten Tagen

  1. ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ

    An alle Noch-Zeugen Jehovas

    Schaut euch mal den Bibeltext aus Jesaja 56 (ELB) an:

    Gegen die politischen und geistlichen Führer
    9 Kommt her, um zu fressen, all ihr Tiere des Feldes, all ihr Tiere im Wald!
    10 Seine Wächter sind blind, sie alle erkennen nichts. Sie alle sind stumme Hunde, die nicht bellen können. Sie träumen6, liegen da, lieben den Schlummer.
    11 Und die Hunde sind gefräßig, kennen keine Sättigung. Und das sind Hirten! Sie kennen keine Einsicht. Sie alle wenden sich auf ihren eigenen Weg, jeder seinem ungerechten Gewinn zu, ohne Ausnahme:
    12 "Kommt her, ich will Wein holen, und lasst uns Rauschtrank saufen! Und der morgige Tag soll wie dieser sein, herrlich über alle Maßen!"

    Das muss auch für die s.g. "Leitende Körperschaft" zutreffen.

    Hatte nicht Jesus Wasser zu Wein verwandelt? Was meint ihr Noch-Zeugen Jehovas dazu?

    Es kommt ein Echo-Gruss aus dem Berchtesgadener Land von

    @THALJA

  2. Sylvia Geiser

    Wort Gottes

    Vielen Dank für Deine tiefgründigen Gedanken und Deine Weitsicht. Deine Worte an Boas haben mich sehr berührt. Ich liebe solche Kommentare.

    Sylvia

  3. ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ➠Dominikus Klein

    Lieber Dominikus,

    es wie immer: der Wetterbericht - z.B. von der ARD präsentiert - variiert von dem, der z.B. im ZDF präsentiert wird. So ist es ebenfalls mit Meinungen und/oder Aussagen diverser Autoren. Auch diverse „wissenschaftliche Studien“ zeugen von massiven Abweichungen von Realitäten. Ein Beispiel dafür ist die s.g. Cholesterin-Sache bzw. Lüge… (Ist ein Ei oder mehrere pro Tag/Woche ungesund?)
     
    Wenn Du einmal unter https://en.wikipedia.org/wiki/Papias_of_Hierapolis nachschaust, dann ist (auszugsweise) folgendes zu lesen:
     

    ...How to interpret these quotations from Papias has long been a matter of controversy, as the original context for each is missing and the Greek is in several respects ambiguous and seems to employ technical rhetorical terminology. For one thing, it is not even explicit that the writings by Mark and Matthew are the canonical Gospels bearing those names…Eusebius, despite his own views on Papias, knew that Irenaeus believed Papias to be a reliable witness to original apostolic traditions.[59] Later scholars have been questioning of Papias' reliability. Much discussion of Papias's comments about the Gospel of Mark and Gospel of Matthew is concerned with assessing Papias' reliability as evidence for the origins of these Gospels or with emphasizing the apologetic character of the Gospels in order to discredit their reliability... Casey argued that Papias was indeed reliable, but reliable about a Hebrew collection of sayings by the Apostle Matthew which had nothing to do with the Greek Gospel of Matthew, either incorrectly ascribed to Matthew or written by another Matthias...

     
    Wie-dem-auch-sei: mir geht es nicht um irgendeine Rechthaberei, sondern um Ergänzungen zu bestehenden Aussagen. Du hattest ja den Ausführungen von Boas' auch einiges entgegen zu setzen…
    Ob ich nun aus der „Encyclopedia of The Bible“ zitiere oder aus sonstigen Quellen (z.B. it-Buch der ZJ), darf einem gerechten Ausgleich an Alternativ-Meinungen zu keinen Barrieren verhelfen!
     
    Wie war das gleich wieder bei den Beröanern aus der Apg. 17?
      
      … sie studierten(untersuchten/forschten) täglich die Heilige Schrift, um zu prüfen…
     
    Im Endeffekt bleibt die Glaubwürdigkeit einem jeden selbst überlassen, nicht wahr? Wie das Wetter wird, ist am erlebten Tag „nachweisbar“.
     
    Mit einem liebevollen "Echo-Gruss" nördlich des Äquators

     
    @THALJA

  4. ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ

    Gestattet mir bitte zu 2 Themen zu intervenieren.
    DIE EVANGELIEN
    Wenn es um die Reihenfolge & Alter der Evangelien geht, dann sollte zunächst folgende Aussage unbedingt Beachtung finden: Den 4-Evangelien werden keine eindeutige Entstehungszeiten zugeordnet!  Als ein grundlegendes Argument dafür wird die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 A.D. genannt.
    Die besagten Entstehungszeiten schwanken wie folgt (auszugsweise entnommen aus wikipedia.org):
    Evangelium                    Zeitraum
    Matthäus                          40 – 100 n. Chr.
    Markus                               45 – 70 n. Chr.
    Lukas                                   57 – 93 n. Chr.
    Johannes                          40  – 110 n. Chr.
    Eine Andere Quelle (stellarhousepublishing.com) gibt meint dazu:
    Matthew:                        37 to 100 ad/ce
    Mark:                                  40 to 73 ad/ce
    Luke:                                  50 to 100 ad/ce
    John:                                  65 to 100 ad/ce

    Weiter wird folgendes argumentiert (Teilübersetzung von mir): Matthäus, Markus und Lukas sagten die Zerstörung des Tempels sowie Jerusalems voraus. Keiner dieser Schreiber hat jedoch über die Erfüllung dessen berichtet. Daher gibt es einen guten Grund zu glauben, dass die 3 Evangelien (vom Johannes-Evangelium wird das ebenfalls vermutet) vor der Zerstörung (70 A.D.) geschrieben wurden. Auch wird dem Matthäus-Evangelium das „Zuerst geschriebene Recht“ attestiert. Es folgt der Originaltext.

    >> When all the evidence is in, it shows that the four gospels were written soon after the events they recorded. An examination of the Matthew, Mark and Luke show that each gospel has Jesus predicting the destruction of the city of Jerusalem as well as the temple. However none of these writings records the fulfillment. Since the city and temple were both destroyed in the year A.D. 70 there is good reason to believe that these three gospels were written before this destruction took place. The same is true with the gospel of John. It is written from the perspective of the city of Jerusalem still standing. This would make all four gospels written during the period when eyewitnesses, both friendly and unfriendly, were still alive.
    There is also possible evidence from the Book of Acts as to the early date of the gospels. Acts is the second part of two books written by Luke. There is internal evidence from Acts that it should be dated before the death of Paul. If this is true, then it was composed before A.D. 68. Since Luke's gospel was written before Acts that would place it in the early 60's of the first century or earlier. Add to this that Luke may have used Mark as a source we have an earlier date for Mark. Finally, the early church unanimously believed Matthew was the first gospel written. This places the writing of the first three gospels within thirty years of the resurrection of Jesus.
    There is also internal evidence from the gospel of John that it was written before Jerusalem was destroyed.
    Therefore between the lack of the recording of the destruction of Jerusalem and the temple, as well as working back from the end of the Book of Acts we have internal evidence from the New Testament that the gospels were composed fairly soon after Jesus' death and resurrection.<< (Auszug aus  “blueletterbible.org”)

    Einen weiteren Anhaltspunkt für diesen Standpunkt gibt es unter „carm.org“:
     “As far as dating the gospel goes, Luke was written before the book of Acts and Acts does not mention "Nero's persecution of the Christians in A.D. 64 or the deaths of James (A.D. 62), Paul (A.D. 64), and Peter (A.D. 65)."8 Therefore, we can conclude that Luke was written before A.D. 62.   "Luke's Gospel comes (Acts 1:1) before the Acts.  The date of Acts is still in dispute, but the early date (about A.D. 63) is gaining support constantly."
    Demnach war Paulus im Zeitraum von den 4 Evangelisten „aktiv“.  Das ist - für mich – insofern bedeutsam, da die Paulinischen Briefe sich inhaltlich & zeitlich mit den Evangeliums Inhalten „kreuzen“! Dazu gibt es folgende Aussage:

    „Irenaeus (Against Heresies, III, i, l) says that Luke “recorded in a book the Gospel preached by Paul”. (Aus der „Encyclopedia of The Bible“)  Auf Deutsch liest sich das in etwa so: „Irenaeus sagt, dass Lukas das Evangelium aufzeichnete, welches Paulus lehrte.“

     Lukas wird auf der einen Seite als ein „treuer Begleiter des Paulus“ bezeichnet. Auf der anderen Seite wird von Markus gesagt, er sei/war ein Jünger des Petrus. Hierzu meint die „Encyclopedia of The Bible“:

     “Six statements are made here by Papias: (1) Mark was the “interpreter” (perhaps, tr.) of Peter; (2) he wrote accurately, but not necessarily in chronological order; (3) he was not himself a follower of Jesus; (4) he was a companion of Peter; (5) he has not recorded the discourses of Christ; (6) his account is reliable. Irenaeus (c. a.d. 185), as quoted by Eusebius, says that after the “departure” (death?) of Peter and Paul, “Mark, the disciple and interpreter of Peter, also transmitted to us in writing what had been preached by Peter.”

     
    Meine Schlussfolgerung ist somit: Sowohl Petrus wie auch Paulus, haben offensichtlich "ihre" Gedanken/Lehren in die Bibel integriert. Die Paulinischen Inhalte sind zeitlich gleich zu setzen mit den Evangelien. Was Jesus direkt zu seinen Aposteln sagte - und was von denen aufgezeichnet wurde - ist bei Paulus‘ Lehren eher mit „Unterscheidungsvermögen“ zu werten. D.h. soviel wie „…ist umstritten, ob sie von Paulus oder von einzelnen seiner Schüler verfasst wurden…“ (Quelle: wikipedia.org)

    Inspiration
    Dazu wird in nachfolgendem Werk  “Bible Encyclopedias Cyclopedia of Biblical, Theological and Ecclesiastical Literature” berichtet:

    Inspiration
    (Lat. a breathing into), a term employed to designate the divine origin of Holy rcnilture (q.v.).
     Definition.
     1. The word "inspiration" "is sometimes used to denote the excitement and action of a fervent imagination in the poet or orator. But even in this case there is generally a reference to some supposed divine influence, to which the excited action is owing. It is once used in Scripture to denote that divine agency by which man is endued with the faculties of an intelligent being, when it is said ‘ the inspiration (נְשָׁמָה breath, as in Genesis 2, 7) of the Almighty giveth him understanding (Job 32:8). But the inspiration now to be considered is that which belonged to those who wrote the Scriptures, and which is particularly spoken of in 2 Timothy 3:16, and in 2 Peter 1:21. All Scripture is given by inspiration of God;' ‘ Holy men of God spake as they were moved by the Holy Ghost.' These passages relate specially to the Old Testament, but there is at least equal reason to predicate divine inspiration of the New Testament."
    2. The Greek expression "θεόπνευστος (2 Timothy 3:16) signifies a divine action on the perceptions ("Nemo vir magnus sine aliquo afflatu divino unquam fuit," Cicero, pro Archia, c. 8). The breath of God is used as a material expression for his power (as in δύναμις ὑψἰστου for πνεῦμα ἃγιον, Luke 1:35; Luke 24:49). In this sense, also, the classics speak of a θεόπνευστος σοφίη (Phocylides, 121), θεόπνευστοι ὄνειροι (Plutarch, De plac. philos. 5, 2; comp. ὑπὸ πνεύματος ἁγίου φἐρομενοι ἐλάλησαν ἃγιοι θεοῦ ἄνθρωποι, 2 Peter 1:21). The neutral form, in the sense of "God-inspired," is used by Nonnus (Paraphr. ev. Jo. 1, 27), and applied to Scripture by Origen (Hom. 21, in Jerem. vol. 2, de la Rue: "Sacra volumina spiritus plenitudinemr spirant").
    Kurzversion auf Deutsch:  …“Das Wort „Inspiration“ wird manchmal verwendet um die Aufregung zu betonen, mit der die göttliche Beeinflussung bewirkt wird…  Der Atem Gottes wird als materieller Ausdruck für dessen Kraft verwendet.

     
    Interessant ist somit: Unter Einbezug von 1.Mo. 2:7
    „…Gott blies Lebensatem in seine Nase…“ (ZB)
    ist 2.Tim. 3:16
    „…von Gott eingegebene Schrift…“ (ZB)
    zu verstehen.

    Eine Präsentation von
     
    @THALJA 

    1. Peter

      Liebe Thalia, danke für Deinen wertvollen Beitrag. Was ich bedenklich finde, ist die Tatsache, dass das Matthäus Evangelium durchaus auch erst in den 30 Jahren nach dem Jahr 70 entstanden sein könnte. In diesem Fall wäre die Prophezeiung des Falles Jerusalems erst im Nachhinein niedergeschrieben worden. Insofern gar keine Prophezeiung mehr, sondern im Nachhinein prospektiv formuliert, um den Leser arglistig zu täuschen. Das wäre aus meiner Sicht ein Skandal. Ist zwar nicht wahrscheinlich, aber möglich.
      Liebe Grüsse, Peter

    2. Dominikus Klein

      Einige Nachtträge zu THALJA  und was die  „Encyclopedia of The Bible“ nicht erwähnt:
      Wer war Papias?
      Ein Kirchenvater der ein fünfbändiges Werk schrieb: "Expositions of the Sayings of the Lord"...ubersetzt etwa:"Zusammenfassende Beschreibung und Erklärungen von den Aussprüchen des Herrn"
      Geschrieben?
      Zwischen 110 und 140 u.Z.
      Ist sein Werk der Nachwelt erhalten geblieben?
      Nein. Alles was wir wissen über dieses Werk stammt von einen späteren Kirchenvater einen gewissen Eusebius.
      Was schreibt Papias über das Evangelium von Matthäus und Markus und wie erhielt er seine Informationen?
      Papias schreibt (laut Eusebius), "dass er persönlich mit einigen Christen sprach, die wiederum eine Gruppe von Leuten kannten, die er die Ältesten (the elders) nannte, und diese
      Ältesten wiederum hatten einige Apostel (Jünger?)(disciples) gekannt.
      Kurz gesagt, Papias gibt Informationen weiter die aus dritter oder vierter Hand stammen!
      Diese Informationen könnt Ihr bei THALJA unter „Encyclopedia of The Bible“ nachlesen.
      Da THALJA nichts über das Evangelium nach Matthäus zu berichten hat zitiere ich wieder Papias wie er von Eusebius überliefert wurde (Eusebius, Church History 3.39):
      "And so Matthew composed the sayings in the Hebrew tongue, and each one interpretet (translated?) them to the best of his ability"...auf Deutsch etwa: Und so stellte Matthäus die Aussprüche in der hebräischen Sprache zusammen und jeder (legte) übersetzte sie nach seinen Fähigkeiten (aus)".
      Vermutlich schreibt die „Encyclopedia of The Bible“ nichts über Matthäus weil die Angaben des Papias nach unseren heutigen Wissen einfach falsch sind, und zwar das Matthäus Evangelium wurde sicherlich nicht in Hebräisch geschrieben und sicherlich besteht es nicht nur aus Aussprüchen (Jesus).
      Natürlich könnte es sein dass Matthäus ein zweites Buch geschrieben hat, eine Sammlung von Aussprüchen Jesus die der Nachwelt nicht erhalten geblieben sind.
      Aber die Christen die Papias befragte hatten noch weitere erstaunliche Informationen, laut diesen Christen hörten die Ältesten, so sie sich erinnerten, den Apostel Johannes folgendes lehren
      (Eusebius, Church History 3.39.1):
      "The days are coming when vines will come forth, each with ten thousand boughs; and on a single bough will be ten thousand branches. And indeed, on an single branch will be ten thousand shoots and on every shoot ten thousand clusters; and in every cluster will be ten thousand grapes, and every grape, when pressed, will yield twenty-five measures of wine. And when any of the saints grabs hold of a cluster, another will cry out, "I am better, take me, bless the lord through me.
      Bin kein Winzer, versuch es aber doch ins Deutsche zu übersetzen...
      "Die Tage werden kommen da ein Weinstock 10.000 Zweige hat, und an einen einzelnen Zweig werden 10.000 Reben sein. Und tatsächlich an jeder Rebe werden 10.000 Schösslinge sein und an jeden Schössling 10.000 Trauben. Und in jeder Traube werden 10.000 Beeren sein, und jede Beere, wenn gekeltert wird 25 measures Wein ergeben. Und wenn einer der Heiligen eine Traube anfasst, eine andere Traube wird laut schreien: "Ich bin besser, nimm mich, segne den Herrn durch mich".
      So weit zur „Encyclopedia of The Bible“ und die Glaubwürdigkeit, oder besser gesagt, die Leichtgläubigkeit des Kirchenvaters Papias.
      Gruß Domi

       

  5. Ulla

    Hallo Wort Gottes,

    ich habe mich doch sehr gewundert, wie hier um das Wort "Lehrer" gefeilscht wird...

    Jesus hat doch in Mat. 23:3,4 nur gemeint, dass es durchaus auch lehrreiche gute Stellen gibt in den Reden der Pharisäer (Theorie), dass man aber die Taten (Praxis) nicht nachahmen sollte, zB selbstherrlich und fromm zu tun...

    Ich muss aus meiner persönlichen Erfahrung den Worten des Boas zustimmen: Als Katholikenkind habe ich nie erfahren, dass Jesus einmal über die Erde regieren wird. Diesen Fokus lernte ich erst bei JZ kennen. Andererseits habe ich als Katholikin noch den Freimut und das Verlangen gehabt, zu meinem Jesus Christus im Gebet zu sprechen...das nun wiederum ist bei ZJ nicht erlaubt...

    Man muss also tatsächlich unterscheiden und vergleichen. Prüfen und das Gute behalten.

    "Lehrer" in DEM Sinne, dass wir andere lehren, alles zu halten, was Jesus uns geboten hat (Mat. 28:19,20), sollten wir sehr wohl sein! Das ist ein Auftrag unseres Herrn!

    Allerdings müssen wir uns persönlich viel Mühe geben, unsere Schläge nicht in die Luft zu führen, indem wir etwas lehren und es selber gar nicht halten. "Du, der du lehrst, stiehl nicht, stiehlst du?"

    Auch in der Grundschule hatten wir alle "Lehrer", die uns Lesen, Schreiben und Rechnen beibrachten.

    Wenn Jesus sagt: "Nennt niemanden euren Lehrer", so meint er damit sicherlich, dass sich KEIN menschlicher Lehrer / Lehrgremium ÜBER die Lehren unseres Herrn Jesus Christus stellen dürfen.

    ZB "kein anderes Evangelium lehren dürfen". Was die JWOrg mit ihrem "Leistungsevangelium" leider macht und damit sind wir wieder in der Praxis der Pharisäer angekommen: Denn wenn sich menschliche Lehrer ÜBER das Wort unseres Herrn hinwegsetzen, darüber hinausgehen, die Schafe ins Hamsterrad stellen und nur zu Höchstleistungen anfeuern, dann laden sie UNNÖTIGE Lasten auf die Schultern der Schafe!

    Liebe Sonntagsgrüße

    Ulla

  6. Dominikus Klein

    Warum könnt Ihr die Evangelien und die anderen Bibelbücher des NT nicht so lesen wie sie geschrieben wurden?
    EINZELN, jeden Verfasser für sich!!!
    Ihr lest doch auch nicht SCHILLER, GOETHE und SHAKESPEARE und macht einen SGOSHAK daraus!

    Wie meinte ManfredF in seinen Antwortschreiben auf einen meiner Kommentare? Die Evangelien wurden "einmal aus der Sicht der Werke, der Wunder, dann aus Sicht der
    Sohnschaft oder aus der übergeordneten Ebene der Gottheit Jesus" geschrieben.
    Ausgerechtet Ihr, die fest daran glaubt dass die Bibel oder in diesen Fall das NT von Gott inspiriert ist...ja da frage ich Euch, glaubt Ihr wirklich dass Gott nicht fähig war seine Botschaft einer EINZELNEN Person aus allen "Sichten" zu verkünden?
    Vermutlich nicht, sonst würded Ihr nicht drei Verse aus Matthäus mit vier Versen aus Johannes und zur Abrundung mit einen Vers aus Paulus vermischen weil Eurer bescheidenen Meinung nach erst diese Mischung das (wahre) Wort Gottes ergibt.
    Ja Ihr, die mit Verachtung auf die Bibelauslegungen, oder besser gesagt "Versvermischungen" von Theologen, "treuen Sklaven" oder sonstigen Schreiberlingen, mit Recht hinabschaut,  seid Ihr etwa besser? Lest Matthäus 23:15, und fragt Euch selbst, seid Ihr BESSER?
    Gruß Domi

    1. Hilfreich wäre es, wenn ein neutraler (gegenständlich: atheistischer) "Experte" erklären  würde (wenn er könnte), was man unter Inspiration zu verstehen hat. Etwa wie im Sekretär-status, indem göttliches Diktat wörtlich verbibelt wurde? War Lukas auch nur Sekretär und Diktatempfänger? Wenn ja, warum führt er uns dann scheinbar in die Irre, Kapitel 1:

      3 hat es auch mir gut geschienen, der ich allem von Anfang an genau gefolgt bin, es dir, vortrefflichster Theophilus, der Reihe nach zu schreiben, 4 auf daß du die Zuverlässigkeit der Dinge erkennest, in welchen du unterrichtet worden bist.

      Heißt das ^ Verbalinspiration?

      Worin unterscheiden sich die synoptischen Evangelien von dem des Johannes?

      Klare Antworten darauf würden von professioneller Hilfe zeugen!

      1. Dominikus Klein

        Hallo Gerd,
        Du schreibst u.a.:" Hilfreich wäre es, wenn ein neutraler (gegenständlich: atheistischer) "Experte" erklären  würde (wenn er könnte), was man unter Inspiration zu verstehen hat. Etwa wie im Sekretär-status, indem göttliches Diktat wörtlich verbibelt wurde? War Lukas auch nur Sekretär und Diktatempfänger?"
        Nun Gerd, als Atheist, Experte oder nicht, kenn ich meine Grenzen und zitiere lieber "echte Christen" - also Protestanten, Konservative, Evangelische, fundamentalistische und nicht konfessions gebundene - eben eine sogenannte "Parachurch" die ausserhalb bzw. konfessionsübergreifend wirkt.
        Und wenn mir diese Geistlichkeit, fast auf jeder Seite versichert dass 2.Timotheus 3:15-17 sich nicht nur auf die Schriften des AT sondern auf die ganze Bibel bezieht...
        https://www.gotquestions.org/Bible-God-Word.html...ja wer bin ich denn um diese hohe Geistlichkeit zu widersprechen?
        Ja Gerd, stelle daher Deine Frage über Lukas diesen "echten Christen!!"
        Gruß Domi

        1. Gerd

          Ja Gerd, stelle daher Deine Frage über Lukas diesen "echten Christen!!"Gruß Domi

          WAS hilft es u n s hier, wenn du deine (?) Meinung an andere delegierst und trotzdem an uns Kritik übst? Die Meinung "echter Christen" können wir auch selbst einholen, brauchen wir dich eigentlich noch?

    2. Boas an Dominikus

      Lieber Dominikus,

      was Du hier anregst, versuche ich Gedanklich gerade zu machen. Ich versuche Shakespeare (Lukas) nicht mit Schiller (Matthäus) und Goethe (Markus) zu vermischen. Sonder die Aussagen, die ihnen zugetragen wurden, einzeln zu sehen. Und daraus zu erkennen, was jeder Einzelne für sich aussagen wollte.

      Eines ist für mich aber wichtig zu erkennen, dass alle drei Evangeliumsschreiber über die gleiche Situation berichten (Mat. 24, Markus 13 und Lukas 21). Somit sei vermischen dieser Texte untereinander nicht zwangsläufig verboten. Genau so sehe ich auch 1. Kor. 15 und 2. Thes. 4, die beide vom selben Schreiber geschrieben und sich beide auf die Auferstehung der Toten bezieht. In dieser Verbindung sehe ich Offenbarung 19 als identischen Gedanken, den Lohn den Heiligen zu geben. Auch hier sehe ich keine willkürliche Vermischung von Bibelstellen.

      Dass hier einige ihre Sichtweise der Bibel mitteilen sehe ich als nützliche Information. Es bleibt mir überlassen, ob deren Erklärung für mich Sinn ergibt. Oder wie es die Bibel selbst schreibt. Eisen wird mit Eisen geschärft. Und so schärft das eine Angesicht eines Mannes (Frau) das Angesicht eines anderen Mannes (Frau). Auch die Bibelschreiber zitierten Texte aus dem AT und erklärten, wie sie sich im NT erfüllten. Auch hier fand eine Vermischung zweier Bibelschreiber statt. Die jedoch für unser Verständnis aufschlussreich ist.

      Der Gedanke von Gerd spielt für mich auch eine wichtige Rolle. Was verstehe ich unter Inspiration? Ist es ein Wort für Wort Diktat? Oder ist es ein Bild, welches jemand in Worten zu Papier zu bringen sucht.

      Lieber Dominikus, ich grüße Dich hiermit freundlich und wünsche Dir den Geist Gottes, der Dich auch heute noch an alle Dinge erinnern kann, was Jesus und die übrigen Bibelschreiber zu gewissen Themen gesagt haben.
      Boas

    3. Gottes Wort

      Hallo Dominikus,

      Deine Kritik ist aus meiner Sicht insoweit unberechtigt, als Die von Dir genannten Kommentatoren einen kardinalen Unterschied aufweisen zum selbsternannten "Sklaven", der das allein gültige Auslegungs- und Diktatrecht für sich reklamiert. Und seinen Anspruch auch brutal umzusetzen versucht und dort wo ihm möglich (gemacht) umsetzt. Das ist weder bei den von dir angesprochenen Kommentatoren noch bei den meisten Theologen (einige im Mittelalter abgesehen) der Fall.

      Insoweit berechtigt scheint mir Deine Kritik, als versucht wird, diese teils mit Textpassagen aus der Bibel zu widerlegen - unbegründet zu widerlegen (eine {überflüssige} "Rechtfertigung", die wie ein Geständnis wirkt, die Kritik sei berechtigt).

      Es liegt nahe, dass Du Dich bei Deiner Kritik vor allem auf den ersten Teil von Matthäus 23:15 beziehst. Und damit ist Dir voll zuzustimmen! Der wichtigere Teil ist -wie Du vermutlich auch meinst- der zweite Teil. Und damit wäre Dir wiederum voll zuzustimmen. Daher ist Deine Kritik natürlich unmöglich mit Lukas 3:1 zu widerlegen. Jedenfalls nicht ohne sich Jesu Kritik in Matthäus 23:15 erster Teil schuldig zu machen. Denn mangelnde "Genauigkeit" oder "Sorgfalt" wird den Pharisäern nicht vorgeworfen. Im Gegenteil, sie haben die Genauigkeit bzw. Sorgfalt von etwas Gutem zu etwas Bösen gemacht, nämlich eine Genauigkeit die nicht der Ordnung dient, sondern der Unterdrückung und Gängelung der Mitmenschen.

      All das lässt sich nicht in Worten, auch nicht in präzisen Formulierungen oder richtigen Deutungen fassen, so ist es Unfug, über Verbalinspiration oder nicht, zu diskutieren. Die Menschen "spüren" aber, was der Geist Gottes sagen will. Eine technische Betriebsanleitung ist Gottes Wort nicht. Es gibt aber Despoten, welche sie so nutzen. Solche haben auch keine Hemmungen die Bibel nach Gutdünken umzudeuten. Und wenn umdeuten nicht mehr hilft, ebenso hemmungslos umzuschreiben (sie Sternchen Anmerkung in Matthäus. 23:15 in der NWÜ).

      Und auch wenn Boas hier schreibt:

      "....Natürlich gab es auch zu Russels Zeiten Haarsträubendes (z. B. Steinerne Zeuge). Aber momentan sind die Grundlehren auf einem Tiefpunkt angelangt. Und da geht es noch weiter runter in einen finsteren Abgrund."

      unterliegt er einem großen Irrtum. Die Bibel und das Evangelium verkünden nur eine EINZIGE Lehre. Von Grundlehren zu sprechen geht bereits über das hinaus, was geschrieben steht. Alles weitere ist -für jene die Jesus als den Herrn anerkennen- "...nicht euere Sachen". Von Weissagern, Spekulanten und Pharisäern soll man sich laut Bibel fern halten.

      So ist bereits der Grundstein der Bibelforscher bzw. Zeugen Jehovas NICHTS ANDERES als "tiefe Finsternis". Hätte Russel sich an das gehalten was geschrieben steht, hätte er nicht so tun müssen, als ob er eine neue Religion gründen müsse (aber in Wirklichkeit seinen eigenen Ruhm und Reichtum mehren), sondern sein Leben so geführt, wie es ein Christ führt. Russel und alle seine Nachfolger haben das exakte Gegenteil getan. In einem Ausmaß, was das vieler Ungläubiger weit übertrifft.

      Und wenn Boas zu Gute halten will:

      "..... der WTG, ist nicht alles falsch, was sie lehren oder gelehrt haben."

      so macht er einen weiteren kardinalen Fehler, weil auch dann, wenn sie -sei es zufällig, sei es abgeschrieben, sei es aus Tarnung- und Alibigründen- einiges "Richtiges" dazwischen gestreut haben, so ist doch restlos alles Falsch, weil sie von der einzigen Lehre welche das Evangelium, die Bibel, der HERR und der Geist lehren, ablenken und eben von den "gewichtigeren Dingen" WEGFÜHREN.

      Niemand sollte sich von den Zeugen Jehovas irre führen lassen, ihnen wird vom HERRN NICHT "zu Gute gehalten" es sei doch "einiges Richtiges" dabei gewesen. Ihnen wird gesagt: "ICH habe euch nie gekannt".

      Grüße

       

      1. Boas benutzt das Wort Gottes

        Wenn ich das Wort Gottes benutzen darf:

        Heb. 5:12 Elberfelder:
        "Denn da ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, bedürfet ihr wiederum, daß man euch lehre, welches die Elemente des Anfangs der Aussprüche Gottes sind; und ihr seid solche geworden, die der Milch bedürfen und nicht der festen Speise."

        Luther
        "daß man euch die ersten Buchstaben der göttlichen Worte lehre"

        Schlachter
        "daß man euch gewisse Anfangsgründe der Aussprüche Gottes lehre"

        Neue Evangelische
        "stattdessen braucht ihr jemand, der euch noch einmal die Anfangselemente der Botschaft Gottes beibringt."

        Man sehe es mir bitte nach, dass ich statt "gewisse Anfangsgründe der Aussprüche Gottes" das Wort "Grundlehren" benutzt habe. Und das ich damit nicht beabsichtigt habe, über das Wort (oder den Gedanken) der Bibel hinauszugehen.
        ***
        Zu einem Zitat von mir möchte ich auch das Wort Gottes nachträglich zitieren:

        Mein Zitat:

        "Trotz jetziger und vergangener Deutungsfehlern der WTG, ist nicht alles falsch, was sie lehren oder gelehrt haben. (Der Leser wende auch hier Unterscheidungsvermögen an.) Genau wie Du, Gerd, kann ich dem Zitat aus dem Einsichtenbuch fast vollständig zustimmen."

        Matthäus 23:3, 4

        3. Alles nun, was irgend sie euch sagen, tut und haltet; aber tut nicht nach ihren Werken, denn sie sagen es und tun's nicht. 4. Sie binden aber schwere und schwer zu tragende Lasten und legen sie auf die Schultern der Menschen, aber sie wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen."

        Ich sehe aus diesem Text für mich persönlich eine Aufforderung Jesu, die Lehren von Pharisäern zuzuhören. Und falls sie für mich biblisch begründet erscheinen (der erste Teil dieses Satzes ist meine persönliche Meinung und gründet sich auf Vers 4), das von Pharisäern Gesagten zu tun und zu halten.

        Nun kann ich die Feststellung, dass das obige Zitat ein Kardinalsfehler meinerseits sei, nicht biblisch nachvollziehen. Jedoch bin ich lernfähig. Vielleicht findet sich jemand, der mir, einem einfachen Mann vom Land, meinen Fehler verständlich macht.

        Übrigens sehe ich es genau so, wie es im Wort Gottes steht, dass Jesus Menschen verurteilen wird. Und zu ihnen sagen wird; "Ich habe euch nie gekannt, ihr Täter der Gesetzlosigkeit." Und auch hier sehe ich nicht richtige Lehren oder falschen Lehren als Verurteilungsgrund, sondern die Taten der Personen. "Was ihr den Geringsten meiner Brüder nicht getan habt..." Aber auch hier bin ich gerne lernfähig. Lehrt mich. Klärt mich bitte auf!

        Ich hoffe, dass meine Worte niemanden verletzt haben.

        Liebe Abendgrüße an alle.
        Boas

        1. Gottes Wort

          Guten Abend Boas,

          "..... der mir, einem einfachen Mann vom Land, meinen Fehler verständlich macht."

          Für (falsche) Bescheidenheit sehe ich keinen Grund. Gottes Wort und Jesu Lehre und Sprache war auf "den einfachen Mann vom Land" zugeschnitten. Keine "Gelehrtensprache". Uns somit auch dem "einfachen Mann vom Land" verständlich. Und ja, es gibt auch eine falsche Bescheidenheit, eine Bescheidenheit die sich nicht geziemt. Auch das ist möglich. Aber bitte, das soll von Dir nicht (wiederum) als Vorwurf aufgefasst werden.

          Aus Matthäus 23:3,4 kann ich KEINE Aufforderung Jesu entnehmen, "auf Pharisäer zu hören"! Vielmehr eine Warnung nicht nach ihren Taten zu handeln, d.h. ihnen nacheifern. Geschweige denn so etwas wie "Gehorsam" zu entbieten! Man muss dabei wohl auch die (damaligen) Umstände betrachten, die es einem Juden unmöglich machten Pharisäern gänzlich aus dem Weg zu gehen. Und außerdem war es kaum Jesu Bestreben, irgendwen durch in Gefahr zu bringen oder zu einem Aufstand gegen die Pharisäer zu bewegen. Die Umstände sind heute jedoch GANZ ANDERE.

          In die Worte aus Matthäus 23;3,4 gar eine Aufforderung Jesu hinein zu lesen, "auf die Pharisäer zu hören" würde auch in direktem Widerspruch zu Matthäus 17:5 stehen, wo GOTT SELBST sagt, auf WEN zu hören ist.

          Johannes 8:47 sagt:

          Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; darum hört ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott.

          Zu lesen war Gottes Wort schon immer. Nicht grundlos fragt Jesus an anderer Stelle: "wie liest DU?"

          Dass -entgegen Deiner Meinung- nicht nur Taten gerichtet werden sondern auch Lehren und Worte ergibt sich zweifelsfrei aus Galater 1:8, aber auch aus Lukas 17:1,2 und Markus 9:42 sowie anderen Stellen.

          Es war mehr mein Bestreben deutlich zu machen, dass es für die Irrlehren und den Starrsinn der Zeugen Jehovas keine Rechtfertigung gibt und niemals eine geben kann, als Deine Person zu kritisieren. Klar ist aber, dass solche -in meinen Augen missverständlichen, aber teils auf klar falschen- Aussagen gerade von opportunistischen und bequem Zeugen Jehovas dazu missbraucht werden, sich selbst und ihr krass bibelwidriges Verhalten und Lehren rechtfertigen zu wollen. Das war mir -ganz allgemein, unabhängig Deiner Person- so wichtig, dass ich mich zu einem Kommentar entschloss.

          Deswegen möchte ich auch mit Galater 1:8

          Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium predigen würden, das anders ist, als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht. 

          und Matthäus 17:5

          Als er noch so redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören! 

          schließen.

          Dir, lieber Boas, einen schönen Abend und Sonntag.

          Liebe Grüße und gute Nacht.

           

           

          1. Boas @ Wort Gottes

            Lieber ... Liebe ...,

            es fällt mir schwer eine Anrede zu formulieren. Bei "Liebes Wort Gottes" denke ich an die Bibel. Bei "Gottes liebes Wort" denke ich an Jesus. Wahrlich schwer.

            Es ist immer gut zu wissen, was jemand sagen will. Ganz egal, welche Worte er verwendet. Dein Bestreben war es also, deutlich zu machen, dass es für die Irrlehren und den Starrsinn der Zeugen Jehovas keine Rechtfertigung gibt. Und das falsche, bzw. Missverständliche Aussagen der WTG/LK von (einigen) ZJ dazu benutzt wird, bibelwidriges Verhalten und Lehren zu rechtfertigen. Was das Wissen um Falschheit der Lehren und/oder eine Bequemlichkeit voraussetzt, das Gesagte und Geschriebene nicht nachzuprüfen.

            Ob nun ALLE ZJ opportun oder bequem sind, kann ich nicht beurteilen. Um die Beweggründe ihres Handelns und Denkens zu erkennen, müsste ich in ihr Innerstes schauen können. Da ich das nicht kann, hofft mein Herz auch auf Ausnahmen. Dass es solche Ausnahmen gibt, kann ich bestätigen. Selbst ein Mitglied der LK wie R. Franz verbreitete einst eine andersartige gute Botschaft der Welt als göttliche Lehre, und stand einst unter dem Fluch, den Paulus in Galater 1:8 erwähnte.

            Auch ich muss eingestehen, einst überheblich und arrogant gewesen zu sein. Auch ich verbreitete einst mit Eifer falsche biblische Lehren und stand demnach unter diesem Fluch. Da erinnere ich mich daran, wie ich als drei- vierjähriger meinen Nachbarkindern immer wieder erklärte, dass ich deshalb nicht mit ihnen im Sand spiele, weil sie böse Weltmenschen sind und sie in Harmagedon vernichtet werden. Wie ich mich heute dafür schäme. Vor 20 Jahren habe ich mich bei einem Klassentreffen vor meine ehemaligen Schulkameraden aller drei Klassen gestellt (fast 100 Personen) und mich öffentlich für meine Arroganz und meine Fehler entschuldigt. Das haben sie mir alle hoch angerechnet.

            Und so hoffe ich für mich, von dem Fluch aus Galater 1:8 befreit zu sein. Und ich hoffe auch auf die verführten Christen bei den ZJ auf Einsicht. Die Liebe hofft alles.   Es gibt bestimmt nur wenige, die in ihrem Leben frei von der Anklage sind, niemals falsches gedacht, gesagt oder gelehrt zu haben. Also von Anfang an alles richtig aus der Bibel verstanden zu haben.

            Diese Einstellung bedeutet aber nicht, dass ich Fehler der WTG nicht erkenne, herabspiele, oder solche decke. Im Gegenteil. Ich bemühe mich sie auf alle erdenklichen Möglichkeiten und bei allen möglichen Gegebenheiten aufzudecken, damit ich meinen Bruder gewinne. Ihn aus dem Feuer reiße. Manchmal sind meine Worte hart und direkt. Aber auch dann sollten sie erkennen lassen, dass der Beweggrund dahinter mein aufrichtiges Interesse an Einzelnen ist.

            Es geht mir dabei weder um Rache, noch um gnadenlose Verurteilung "ALLER" ZJ. Deshalb benutze ich oftmals Ausdrücke wie WTG oder LK, was sich auf eine (Ver)Führungsgruppe als solche bezieht. Aber nicht alle Einzelne aus dieser Gruppe zwangsläufig für alle Zeit zum Tod verurteilt.

            Nehmen wir mal den Kindesmissbrauch. Einer von tausend macht sich dieses Vergehens schuldig. Statistisch einer aus 10-20 Versammlungen. Sind damit alle ZJ Kinderschänder? Und eine weitere Frage ist, decken alle ZJ Kinderschänder? Die, denen man solches zur Last legen könnte, sind die LK, WTG und Älteste. Bereits Dienstamtgehilfen haben mit der Handhabung solcher Fälle nichts zu tun. Und sogar Ältesten darf ich nicht pauschal eines Fehlers bezüglich dieser Sache beschuldigen. Denn nur ein kleiner Teil der Ältesten sind mit dieser Straftat jemals in Kontakt gekommen. Haben die verlangte Handhabung tatsächlich umgesetzt, und Eltern nicht geraten, sich an die Behörden zu wenden.

            Nun hoffe ich, dass wir einander besser verstehen. Ich würde gerne mehr mit Dir schreiben.

            Mit ganz lieben Grüßen
            Boas

            1. Gottes Wort

              Hallo Boas,

              ich gehe davon aus Dein letztes Posting war für Matthäus bestimmt.

              Das nehm ich gern zur Gelegenheit ebenfalls meine Freude über seine (neuerliche) Anwesenheit wissen zu lassen.

              Und mir, sicherlich vielen weiteren und ihm -obwohl ihm alle Ruhe der Welt zu wünschen ist- zu wünschen und hoffen, sich noch etwas Zeit zu lassen mit dem "in die Ruhe eingehen".

              Er und sein Gedächtnis, sein Sach- und Fachkunde werden noch sehr gebraucht. Und können noch viel Gutes bewirken.

              ----

              Nun aber zu Deiner Antwort an mich, werter Boas.

              Vorab vielleicht ist notwendig zu erwähnen, dass, wenn ich Dir widerspreche, das nicht gegen Dich persönlich gerichtet ist. Auch "Rache" an Dir oder irgend einen mir sonst unbekannten ZJ liegt MIR völlig fern. Das heisst natürlich nicht, und kann ich selbstverständlich nicht (sicher) ausschließen, dass diese sonst jemandes gerechten Zorn durch ihr Verhalten sich zugezogen haben.

              Lassen wir aber mal den etwas "archaisch" unzeitgemäßen Begriff "Rache" beiseite. Bereits beim berühmt berüchtigten Satz aus dem Buch Mose "Auge um Auge....." kann gestritten werden ob es sich um eine "Rache"-Regelung handelt oder um eine Schafenersatzregelung welche gleichwertigen Ersatz für den angerichteten Schaden fordert.

              Aber auch Dir als ehemaligem ZJ müsste klar sein, und nicht bestreitbar, dass Schädiger oder gar Verbrecher  nicht völlig konsequenzenlos ihrem "Handwerk" nachgehen zu lassen ist. Eine solche "christliche Pflicht" existiert NICHT!

              Selbstverständlich möchten sich die streit- und prozesslustigen Zeugen Jehovas ein soches Recht erkämpfen. Das ist ebenso unübersehbar, wie sicher -über kurz oder lang- zum Scheitern verurteilt. Auch wenn sie selbst und ihre Anwälte rhetorisch sehr geschickt vorgehen und mit allen Wassern gewaschen sind.

              Lehnen wir also "Rache" gemeinsam ab und arbeiten an der dringend nötigen Resozialisierung der auf die schiefe Bahn geratenen Zeugen Jehovas.

              Es sollte auch eigentlich keiner Erwähnung bedürfen, dass die hemmunglose Ausbeutung junger Menschen, von Idealismus, aber auch kleiner Kinder ebenso wenig hinzunehmen ist, wie wohl die Allgemeinheit der anständig für ihren Lebensunterhalt arbeitende Mehrheit der Bevölkerung die Kosten übernehmen möchte für Menschen die sich weigern erwachsen zu werden und dann von den Zeugen Jehovas den Sozialkassen aufgebürdet werden (wie z.B. Bethelmiarbeiter).

              "Der Arbeiter ist seines Lohnes würdig". Oder nicht?

              Als Bibelkundigem kann ich Dir selbstverständlich auch dieses "Argument", womit Du gern eine Unmöglichkeit postulieren möchtest, nicht durchgehen lassen:

              "....kann ich nicht beurteilen. Um die Beweggründe ihres Handelns und Denkens zu erkennen, müsste ich in ihr Innerstes schauen können."

              Selbstverständlich weisst auch Du, dass man auch retrograd vorgehen kann und "an den Früchten erkennen kann".

              Also selbstverständlich ist auch uns kleinen Menschen ein "verständiges Urteil" möglich. Gerade auch bei den ganz besonders (ver-) "urteilsfreudigen" Zeugen Jehovas!

              Rein vorsorglich: missbrauche bitte nicht den Satz "hört auf zu richten damit ihr nicht..." dazu Dich unausweichbarenVerantwortlichkeiten zu entziehen. Das funktioniert nicht wenn Du vor dem letzten Richterstuhl stehst. Ehe droht Dir in diesem Fall das Schicksal des bösen Sklaven, der sein Talent vergrub.

              Selbstredend haben auch Zeugen Jehovas ein Recht auch eine 2. Chance. Nachdem sie resozialisiert werden konnten und für die von ihnen angerichteten Schäden angemessenen Ausgleich gezahlt haben.

              Dabei dürfen Sie sogar hoffen, nicht auf dieselbe Strenge zu treffen, mit der sie selbst richten. Oft auch nicht "richten" sondern decken, schädigen, verleumden und rauben und stehlen.

              Ich habe übrigens, um zum Schluss zu kommen, nicht den geringsten Zweifel oder Sorge, dass wir und nicht verstehen. Ich denke wir verstehen uns sehr gut. Auch wenn unsere Meinungen anscheinend etwas divergieren.

              Liebe Grüße an alle.

              1. Boas @ Wort Gottes

                Wenn Du dir sicher bist, dass wir einander sehr gut verstehen, und dass Dir bewusst ist, dass unsere Meinungen anscheinend "etwas" divergieren, was ist dann der Sinn Deiner Kommentare an mich, "Gottes Wort"?

                Soll ich mich dazu durchringen über meine verstorbene Mutter, die bis zu ihrem Tod ein ZJ war, ein Urteil mit einem Strafmaß zu fällen? Sie ist schuldig und kommt deshalb in den Feuersee. Weg mit meiner Mutter! Um was geht es Dir?

                Du, "Gottes Wort", sagst, dass ich über das Geschriebene hinausgehe, weil ich das Wort "Grundlehren" benutze. Ich entgegne mit Hebräer 5:12. Habe ich von "Gottes Wort" eine Antwort diesbezüglich erhalten? Was ist der Sinn Deiner Kommentare?

                Und nun soll ich mir die Frage stellen, ob ich mich meiner "unausweichlichen Verantwortung" entziehe? Und ob ich dem "bösen Sklaven gleiche", der sein Talent vergrub? Da muss ich wirklich schmunzeln, gerade mir so etwas zu schreiben. Was möchtest Du mit solchen Kommentaren bezwecken?

                Aber ich nehme es selbstverständlich nicht persönlich. Sondern ich höre "Gottes Wort " gerne zu.

                Liebe Grüße
                Boas

                1. ..... Wort

                  Guten Morgen Boas,

                  etwas schmunzelnist bestimmt nicht ungesund.

                  Dir auch liebe Grüße

                  Ps:

                  Dein Mutter kenne ich nicht. Und wie Du schreibst ist sie bereits im letzten Gericht. Dort ist sie gut aufgehoben! Insofern erspare auch ich mir jeglichen Gedanken. Im diesseitigengibts genug Rechtsfälle dringendster Abarbeitung harren. Wenn Du also Möglichkeiten hast arbeite gern mit. Man braucht aber gutes Erinnerungsvermögen und muss den Fall stehts in allen Details präsent haben. Solche Verhandlungen sind nichts für vergesslicheHallodris und halbschlaue Scharlatane. Konzentriertes, eigenständiges Arbeiten und gesundes Urteilsvermögen ist unerlässlich. Sonst sieht man so erbärmlich jämmerlich und lächerlich aus wie Zeugen Jehovas Vertreter in den Verhandlungen vor der australischen Untersuchungskommission. Weglaufen geht übrigens auch nicht. Und Fakten vom Tisch kichern wie kleine Mädchen und Zeugen Jehovas Frauen das gern tun auch nicht.

                  Aber das weisst Du sich alles selbst😏

                  Übrigens, nicht ich hatte Dich angesprochen, sondern Du mich. War Dir vielleicht gerade nicht mehr präsent, wenn Du fragst, was ich mit meinen Kommentaren an Dich bezwecke? Höflichkeit und Anstsnd, lieber Boas. Sonst nix. Aber ZJ Mitleser können vielleicht profitieren für ihre Rettung oder zumindest Strafmilderung. Wer weiss?

            2. Gottes Wort

              Noch ein Wort hierzu:

              "Und sogar Ältesten darf ich nicht pauschal eines Fehlers bezüglich dieser Sache beschuldigen. Denn nur ein kleiner Teil der Ältesten sind mit dieser Straftat jemals in Kontakt gekommen."

              Mit der Straftat jemals "in Kontakt gekommen" ist sicherlich auch Agnus Stewart von ARC nicht. Jeder Älteste ist jedoch objektiv mit den Direktiven in engstem Kontakt. Auch die Anweisung Akten zu vernichten kennt JEDER Älteste. Muss er kennen.

              Insofern kann auch diese Aussage von Dir so objektiv nicht stehen bleiben.

              Das müssen sich diese "Herren" die sich gern als besonders "reife und geeignete" Personen verstehen und verkaufen schon entgegen halten lassen.

              Da hilft kein wenn und aber.

              Oder siehst Du das anders?

            3. Markus

              Auch von mir ein kleiner Kommentar zu der Sache

              Es werden hier nicht die Menschen verurteilt sondern ihre Taten,das ist ein ganz übeler Aussspruch von den Zeugen Jehovas.

              Wer übt deann die Taten aus ,wenn nicht Menschen????

              Es ist einmal Fakt und unumstritten,das Menschen die selbst unbewusst schlechtes machen oder gar verbrechen an ihren Mitmenschen begehen ,zu einer Bestrafung herangezogen werden.

               

              Und ich kann als Zeuge  Jehovas nicht sagen," Ja da ist viel schlechtes gemacht worden,wie zb Kindesmißbrauch,oder die Ausschlußtaktik,die vollkommen gegen Deutsches Grundrecht geht,aber ich ja ich habe nichts damit zu tun.

               

              Ja darinn hat jeder Zeuge Jehovas was mit zu tun wenn er das unterschwellig dann vertuscht,verleugnet ,sagt das kommt nur von den bösen Abtrünnigen, und die Sache unter den Tisch kehrt,auf die Devise,da wird nicht mehr drüber geredet und en akta gelegt.

              Sehr viele Brüder und Schwestern leiden unter solchen Dingen bis hin zur selbstzerstörerischen Krankheit oder bis zum Selbstmord.

              Wie  kann man als normal denkender Mensch so eine Gefühlskälte entwickeln???

              Die Leitung der Zeugen Jehovas scheuen sich auf gar keinen Fall mit jemanden vor Gericht zu ziehen wenn es sich um die Klarstellung ihrer Werte geht

              Dem kleinen Verkündiger wird eingeklopft per Gehirnwäsche auf gar keinen Fall mit jemanden vor Gericht zu ziehen wenn es nicht unbedingt nötig ist.

              Wie steht denn das Verhältniss zu dem was man beigebracht bekommt.

              Ich war lange Jahre Jurist und kann sagen,das die Leitung der Zeugen Jehovas hier in Selters ,solange es noch den Steinfels gibt ein so großes Glück haben das unsere Politiker so lasch auf ihre ewigen schon seit Jahrzehnten duernden sogar grobe Verstösse gegen Grundrecht und Verfassung reagieren,

              Das das nicht immer der Fall ist sieht man an der Bestätigung des Urteils von Russland.

              Und wenn jemand meint es müsse alles unter den Tisch gekehrt werden,der irrt sich gewaltig,denkt mal ans dritte Reich und seine  juristischen Folgen,da  haben auch sehr viele gesagt," Damit haben wir nichts zu tun wir haben nur Befehle ausgeführt und das Regime unterstützt.

              Das Juristische Wort Unterstützt hat es in sich,und darüber sollte sich jeder aber auch jeder Zeuge Jehovas Gedanken machen.

              Ihr wisst ja auch die Befelsemplänger und die Unterstützer  sind dann verurteilt worden

               

              Das mal zum nachdenken

              Grüße aus dem Hundsrück

              1. Boas an MArkus

                Lieber Markus.

                Die Seelen unter dem Altar rufen zu Recht mit lauter Stimme: "Bis wann, Souveräner Herr, heiliger und wahrhaftiger, hältst du dich davon zurück, zu RICHTEN und unser Blut an denen zu RÄCHEN, die auf der Erde wohnen?" (Off. 6:10)

                "... und es wurde ihnen gesagt, noch eine kleine Weile zu RUHEN, bis auch die Zahl ihrer Mitsklaven und ihrer Brüder voll wäre, die daran waren, getötet zu werden, so wie auch sie".

                Liebe Grüße
                Boas

                1. Edelmuth an BOAS

                  Hallo BOAS

                  Du zierst eine interessante Bibelstelle, die sehr viel aussagt.

                  (Offenbarung 6:9-11) 9 Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die wegen des Wortes Gottes und wegen des Zeugniswerkes, das sie innegehabt hatten, hingeschlachtet worden waren. 10 Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: "Bis wann, Souveräner Herr, heiliger und wahrhaftiger, hältst du dich davon zurück, zu richten und unser Blut an denen zu rächen, die auf der Erde wohnen?" 11 Und es wurde jedem von ihnen ein weißes langes Gewand gegeben, und es wurde ihnen gesagt, noch eine kleine Weile zu ruhen, bis auch die Zahl ihrer Mitsklaven und ihrer Brüder voll wäre, die daran waren, getötet zu werden, so wie auch sie [getötet worden waren].

                  Wo steht dieser Altar? Es ist Gottes Altar, und der steht im Himmel. Sie wurden aufgrund ihres Predigtdienstes hingerichtet, weil sie nicht aufhören konnten, von Gott zu reden. Ihnen wurde symbolisch ein weißes, reines Gewandt gegeben, d.h. sie wurden aufgrund des Blutes Jesu gerecht gesprochen. Sie sind vor Gott rein, wie reines, weißes Leinen. Obwohl sie hingeschlachtet wurden, leben sie in Gottes Augen, denn es wird ihnen eine Auferstehung zugesichert. Wo werden sie auferstehen? Natürlich im Himmel.

                  Anhand dieser Bibelstelle lässt sich ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Zeugnisgeben für Gott und der Auferstehung zu himmlischem Leben herstellen.

                  Ede

                2. .... Wort

                  So so, Edelmuth, Du bist ja ein ganz bibelkundiger, schlauer Heiliger: Also weil der Satan laut Matthäus 4:6 nicht aufhörte die Bibel im Munde zu führen und daraus zu zitieren, also seinem "Predigtdienst" nach ging, der als erstes beinhaltet die Sohnschaft in Frage zu stellen (Ähnlichkeit zu ZJ gegeben?), deshalb ist in Verbindung mit Offenbarung 6:9-11 (kausal) bewiesen, dass Satan durch das Blut Jesu rein gewaschen ist und im Himmel auferstehen wird?

                  Hm, interessant. Und so zweifelsfrei mit "unerschütterlichen Beweisen" biblisch begründet. Wer könnte diese Wahrheit abstreiten? Nur ein Abtrünniger oder nicht.

                  Deine Theorie könnte zur neuen Zeugen Jehovas Lehre und neuem Licht werden?

                  Aber halt! Wieso "neu". Ist sie das nicht vielleicht schon?

                3. Edelmuth @ Wort

                  Guten Abend "Wort"

                  Deinen Beitrag kann ich nur als Verhöhnung des Wortes Gottes verstehen und ernst nehmen. Deine Art Lästerung ist weder hier noch bei Jehova gefragt. Vielleicht solltest zu nach InfoLink zurück kehren.

                  Jehova wird von deinem Beitrag sicherlich Kenntnis bekommen.

                  Ede

                4. Boas an Ede

                  Lieber Edelmuth,

                  was meine besondere Aufmerksamkeit erregt hat, ist die Aussage aus Offenbarung 6, dass Johannes die Seelen "unter" dem Altar gesehen hat. Wie weit darunter beschreibt er nicht. Was könnte das bedeuten? Bin mir noch nicht im Klaren. Der Altar wird ja noch öfters in der Offenbarung erwähnt.

                  Einigen Ausdrucksformen, die Dir bezüglich gewählt wurden, möchte ich sarkastisch folgender Maßen aufgreifen: Als Jesus vom Teufel versucht wurde, sagte Jesus zum Teufel nicht: "Du bist aber ein ganz bibelkundiger, schlauer Heiliger. Aber es steht auch geschrieben..." Eine solche Wortwahl vom Wort Gottes, damit meine ich Jesus Christus, würde ich nicht erwarten. Und ich empfinde eine solche Wortwahl Dir gegenüber als unangemessen, unreif und verletzend.

                  Aber weiter möchte ich nicht auf irgendetwas eingehen. Wir haben heute innerhalb drei Wochen den zweiten Trauerfall. Und meine Erholungsphase nach meinem dazwischen liegenden unfreiwilligen Krankenhausaufenthalt wurde dadurch jäh unterbrochen.

                  Für alle, die sich das fragen: Meinem Papa geht es gut. Und er lässt euch alle herzlich Grüßen.

                  Seid auch ihr herzlich von mir gegrüßt
                  Boas

    4. Urlaub in Griechenland

      Klar sind wir besser, weil wir ehrlich sind, was man von diversen Organisations-Schergen nicht gerade behaupten kann. Das ist auch der Grund, warum uns Gott ein gerüttelt Maß Seines Heiligen Geistes schenkt, wofür wir IHM sehr dankbar sind.

  7. Ulla

    Lieber Boas,

    ist gar nicht so einfach mit dem Thema "Reihenfolge" in der Hl. Schrift. Also wenn der Feigenbaum dreimal jährlich blüht und Jesus sagte, wenn wir es NICHT erwarten, käme er...dann kommt mir da unweigerlich eine große künftige "ABLENKUNG durch den ANTICHRISTEN":

    2. Thess. 2:1-9 spricht vom ABFALL, vom Menschen des Frevels, vom Sohn des Verderbens und dass Satan nach Vers 9 mit diesem Frevler "große Kraft, viele Zeichen und Wunder" zeigen würde und sich in den Tempel Gottes setzt (Antichrist = Gegen Christus, sagt, Rettung komme von ihm, nicht von Jesus), was mich an den berühmten WT vom 15.7.13 erinnert...

    Ich dachte mal eine Zeitlang, der Antichrist käme aus dem Islam, aber in 1. Joh. 2:18 schreibt Johannes, dieser käme "aus unseren eigenen Reihen" und der "Geist des Antichristen" wäre schon in der Welt (1. Joh. 4:3)

    In 2. Joh. 10 werden Christi Nachfolger ermuntert, jemanden, der "diese Lehre (dass nur durch Gnade und Christi Opfer Rettung kommt) nicht bringe, über das hinausgehe, was geschrieben stünde, NICHTS in unserem Hause oder Tisch verloren hätte.

    Diese Worte können grade für Personen, die vom "bösen Sklaven geschlagen und ausgeschlossen werden", ein großer Trost sein. Denn sie sind Menschen begegnet, die sich wie Diotrephes einst verhielten, über den Johannes in 3. Joh. 9, 10 folgendes schrieb: "Ich habe bereits an eure Gemeinde geschrieben. Aber Diotrephes, der bei euch gern die FÜHRENDE ROLLE spielen möchte, will nicht auf uns hören. Wenn ich zu euch komme, muss ich seine Machenschaften aufdecken..."

    Lieber Boas, du fragst dich, wie die Entrückung der Gemeinde VOR der Verkündigung der guten Botschaft geschehen soll. Auch hier widerspricht sich (nach meinem derzeitigen Verständnis) die Heilige Schrift nicht.

    Denn wie ich schon öfter ausgeführt habe, sind für mich Mat. 24:14 und Off. 14:6 Paralleltexte:

    Matthäus schreibt, dass die gute Botschaft weltweit verkündigt wird und sodann das ENDE kommt.

    Auch Johannes bleibt in dieser Reihenfolge, wenn es dort heißt, dass ein Engel hoch am Himmel flog und allen Menschen auf der Erde, allen Stämmen und Völkern, den Menschen aller Sprachen und Nationen eine ewig gültige rettende Botschaft verkündet - und dann laut ruft: "Fürchtet Gott und gebt IHM die Ehre! Denn JETZT wird er Gericht halten!"

    Wenn also dieser Engel ansetzt (und womöglich ist es einer der Engel, der schon bei Jesu Geburt ausrufen durfte: "Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu!"), ist die Entrückung der Gemeinde schon geschehen. (1. Thess 4:15-18): "Denn das hat uns der Herr ganz gewiss zugesagt: WIR, die beim Kommen des Herrn noch am Leben sind, werden gegenüber den Toten nichts voraushaben...Christus der Herr, wird vom Himmel herabkommen. Als Erste werden die auferstehen, die im Glauben an Christus gestorben sind. Dann werden WIR, die wir zu diesem Zeitpunkt noch leben, mit ihnen zusammen unserem Herrn auf Wolken entgegengeführt, um ihm zu begegnen. So werden wir für immer bei ihm sein.. Tröstet euch also gegenseitig mit dieser Hoffnung."

    Apg. 1:8 erfüllt sich seit Jesu Auferstehung ("ihr werdet ZEUGEN VON MIR sein...bis in den entferntesten Teil der Erde") bis zum heutigen Tag.

    Aber Off. 14:6 und Mat. 24:14 erfüllen sich erst in Zukunft, wenn der Engel abschließend nochmal die Botschaft über Gott, unseren Vater und seinen Sohn Jesus Christus, bekräftigt. Auf übernatürliche Weise: ALLE Menschen auf der Erde werden dies zur gleichen Zeit hören und mitbekommen. Und dann wird das Ende kommen....

    Was meinst du dazu? Hilft dir das ein wenig?

    LG Ulla aus Nürnberg

     

  8. Lichtspender

    Lieber Lupo,

    der Artikel über die "letzten Tage" und die "Zeichen" hat mir aus dem Herzen gesprochen. Er hat auf analytische Weise aufgezeigt, was Jesus wirklich sagte und was nicht. Vielen DANK!

  9. M.N.

    Ihr Lieben,

    es darf laut gedacht werden. Hier ein Gedankenspiel betreffs der Frage einer möglichen Erfüllung von Matt 24,29 i. V. mit der röm. Zerstörung Jerusalems 70 A.D.

    Wir wir alle wissen, ist vieles in der Bibel allegorisch/metaphorisch gemeint, was auch heute noch gültigem Gebrauch in den semitischen Sprachen entspricht (blumig "übertriebene" Schilderungen, hohe sprachliche Emotionalität, Hyperbeln etc.).

    Von "altisraelitischer" Perspektive aus betrachtet müssen Jerusalem und der dortige Tempel als das Nonplusultra an "göttlich/heiliger Erhabenheit", als "Himmel auf Erden", als greifbarer Ausdruck göttlicher Präsenz, als das Beste vom Besten und das Schönste vom Schönsten gelten. Rede zu einem "Altisraeliten" vom Tempel und der Heiligen Stadt, und du bringst Saiten in seinem Herzen zum Klingen. Man denke an Davids Klage "Es sehnt sich, ja, es schmachtet meine Seele nach den Vorhöfen JHWHs (ach wäre ich eine Schwalbe, die im Tempel ihr Nest bauen könnte)" aus Ps. 84.

    Wie würde es einen solchen Menschen wohl ankommen, mitansehen zu müssen, wie sein geliebter Tempel, seine geliebte Heilige Stadt von einer Bande römischer Barbaren brutal zuschanden gerichtet werden und in Flammen und Rauch aufgehen? Wäre es nicht möglich, dies metaphorisch als "Verfinsterung von Sonne und Mond", "Sternensturz" und "Erschüttern der Kräfte des Himmels" zu empfinden? 70 A.D. bedeutet viel mehr als nur das Niederreissen von Gebäuden und das Zerstören einer Stadt - es bedeutete das ENDE EINES ÄONS, einer WELTZEIT, eines geistigen Universums, des Judentums, mit allem Drum und Dran: Schrifttum, Chronologien gingen in Rauch auf; Priesterschaft, Geistlichkeit, das ehrfurchteinflößende, über 1000-jährige felsengleiche Religionssystem - sinnbildliche "Sonne, Mond und Sterne", d. h., geistige Lichter, die herabstürzten und zu Asche wurden. Dies war aus altjüdischer Sicht die nicht mehr zu überbietende physisch/geistige Katastrophe, ein Kataklysmus, ein Verdunkeln, ein Weltende. Wir können heute nicht mal ansatzweise erahnen, was das für einen jüdischen Menschen damals bedeutet haben muss.

    Ich halte dafür, Matt 24,29 in diesem Sinne aufzufassen.

    Doch es geht weiter: V. 30. Ist es nicht auffällig und nicht bloßer Zufall, wie Offb 1,7 - rund 30 Jahre später - genau diesen Faden fast wortgleich wieder aufnimmt:

    "Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und wehklagen werden seinetwegen alle Stämme der Erde."

    Falls dies eine direkte Bezugnahme und eine Wiederholung/ein Zitat von Matt 24,29 ist, wovon ich ausgehe, da dies die unmittelbarste und naheliegendste Schlussfolgerung ist (Okhams Rasiermesser), und die Offb von Dingen redet, die sich "bald/in Kürze" (1,1), also vom Standpunkt des Offb-Schreibers noch zukünftig erfüllen sollten, hieße dies:

    Bei Matt 24,29 endet die das jüdische Äon betreffende Prophezeiung. Ab V. 30 geht es in die spätere, post-70 A.D.-Zukunft. Das "Und dann" bildet hierbei kein Problem, denn es beinhaltet keinerlei Angabe betreffs Länge von Zeit und Dauer. Des Weiteren wird sowohl in Matt 24,30 als auch in Offb 1,7 in "alle Stämme des LANDES" für "Land" das wort "gē" verwendet, also "Erde" in buchstäblichem Sinne, im Unterschied zu Matt 24,14 "Erd-Kreis" (oikouménē; das röm. Imperium). Des Weiteren fügt Offb 1,7 der 24,30-Passage noch "auch die, welche ihn durchstochen haben" hinzu. In Matt fehlt dies, weil es dort eben nur um den jüdischen Gesichtskreis geht, die Offb aber als an die gesamte Menschheit gerichtet weiter gefasst ist.

    Offb 1,7 spinnt also den Faden vermittels Überlappung mit Matt 24,30 und 31 weiter, wobei die beiden Matt-Verse sozusagen "die vorweggenommene Apokalypse im Kleinformat/im Telegrammstil" bilden. Das "Am Himmel erscheinende Zeichen des Sohnes des Menschen", das "Kommen" desselben", das "Aussenden der Engel mit starkem Posaunenschall von den vier Winden her" - all das wird rund 70 Jahre nach Äußern der Matt-Prophezeiung und ca. 30 Jahre nach Erfüllung der "Ende des jüd. Äons"-Vorhersage Christi detailliert in der Apokalypse des Johannes detailreich geschildert - Matth 24,30.31 werden quasi "aufgefächert". Betreffs des "Aussendens der Engel mit starkem Posaunenschall" denke ich nicht nur an die sieben Posaunen der Offb, sondern auch an einen Vers wie diesen hier - Offb 14,6:

    "Und ich sah einen anderen Engel hoch oben am Himmel fliegen, der das ewige Evangelium (euaggelíon aiōnion) hatte, um es denen zu verkündigen, die auf der Erde (gē) ansässig sind ..."

    Mir scheint, es kann kein Zufall sein, dass Matt 24,30.31 = Offb 1,7. Das "hat was zu bedeuten". Die Offb spinnt den bei Matt 24,30 ansatzweise begonnenen Faden weiter - so scheint mir. Die weltweite Verkündigung des christlichen Evangeliums erfolgte nach Vollendung des Bibelkanons um das Ende des 2. Jhrts. vermittels zunehmender Verbreitung, Übersetzung und Erforschung desselben.

    Zusammenfassend:

    - V 29: Ab A.D. 70. "NACH der Drangsal JENER Tage" = die i.V. mit der Belagerung und Zerstörung Jerusalems erfolgte und abgeschlossene Drangsal. Das Verdunkeln der Sonne usw. bezieht sich auf das Verdunkeln der geistigen Welt ("dunkles Mittelalter"), die Erschütterungen auf die geschichtlichen Entwicklungen, Umwälzungen usw der darauffolgenden Jahrhunderte bis ...

    - V 30 & 31: Die Endzeit. Zweites Kommen Christi, Einsammlung der wahren Anbeter. Ende dessen, was man als "geschichtlichen Handlungsablauf" bezeichnen könnte.

    Noch etwas zu dem "Leichnam" und den "Adlern" aus Matt 24,28.

    Laut Wikipedia waren "die Aquila (lateinisch „Adler“), ... das höchstrangige Feldzeichen der Römischen Legionen wahrscheinlich erst ab etwa 104 v. Chr. während der Heeresreform durch Gaius Marius als Ehren- und Identifikationszeichen sowie zum kämpferischen Ansporn der nun längerfristig bestehenden Legionen eingeführt wurde", aber bereits davor hatten die Römer diverse Tiere als Feldzeichen, unter denen sicher auch der Adler geführt wurde. Also könnte mit dem "Kadaver" der "geistige Leichnam" des damaligen Judentums, und mit den "Adlern" die röm. "Aquila", die Feldzeichen oder Adler-Standarten der Römer gemeint sein.

    Gruß,
    M.N.

    1. M.N.

      Addendum/Berichtigung:

      Das "Zweites Kommen Christi" bei "V 30 & 31" hätte natürlich in Anführungszeichen gesetzt werden sollen; ich beziehe mich hier auf das, was in "fundamentalistischer" Endzeitreligionsinterpretation als "Zweites Kommen Christi"/"Zeit des Endes"/Letzte Tage" bezeichnet wird. Dass Christus seit Pfingsten 33 bei seiner Enklesia ist, bedarf keiner weiteren Erklärung.

    2. Boas an M.N.

      Lieber M.N.

      Deine Erklärung mit dem Adler der Römer finde ich auch überdenkenswert. Danke für diese weitere Möglichkeit.

      Liebe Grüße
      Boas

       

      PS.Der Letzte Kommentar sollte an Ottonio gehen. Sorry, mein Fehler

    3. Gm64

      Manchmal denk ich, dass ist so komplex, da muss man erst Theologie studieren. Ich bin nur ein einfacher Mensch, deshalb setze ich meine Hoffnung darauf, dass Gott mir gnädig ist.

    4. Birgit

      An M.N

      An diesem tollen Thema kann ich wieder einmal feststellen,was ich in den letzten 30 Jahren bei den ZJ NICHT gelernt habe.Ich muss viel nachholen und Danke Dir und Euch für Eure Klasse zerpflückten,aus vielen Blickwinkeln beschriebenen Ausführungen.Viele Biblestellen kannte ich nicht mal.

      Danke

      Birgit

  10. Boas

    Liebe Geschwister.

    Mat. 24:23-28
    "23 Wenn dann jemand zu euch sagt: ‚Siehe! Hier ist der Christus‘ oder: ‚Dort!‘, glaubt es nicht. 24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, selbst die Auserwählten irrezuführen. 25 Siehe! Ich habe euch im voraus gewarnt.

    26 Wenn man daher zu euch sagt: ‚Siehe! Er ist in der Wildnis‘, geht nicht hinaus; ‚Siehe! Er ist in den inneren Gemächern‘, glaubt es nicht. 27 Denn so, wie der Blitz von östlichen Gegenden ausgeht und zu westlichen Gegenden hinüberleuchtet, so wird die Gegenwart des Menschensohnes sein. 28 Wo auch immer der Kadaver ist, da werden die Adler versammelt werden.

    Ich möchte hier auf den Vers 28 näher eingehen. Man könnte den Vers so verstehen, dass man von weitem einen Kadaver erkennen kann, wo er ist, ohne ihn direkt zu sehen. Weil man ja die kreisenden Adler am Himmel erblicken kann. Dies wäre eine Erklärung die der Aussage dieses guten Artikels widerspricht, dass die Endzeit bereits seit fast 2000 Jahren läuft.

    Ein Adler wird von uns heute als König der Lüfte angesehen. Als Zeichen für Weitsicht und Macht. Etliche Staaten haben dieses Tier als Nationalwappen auserkoren. Aber wie sieht ein die Bibel einen Adler?

    3. Mose 11:13
    "13 Und diese sind es, die ihr verabscheuen werdet unter den fliegenden Geschöpfen, sie sollten nicht gegessen werden, sie sind etwas Widerliches: der Adler und der Fischadler und der Schwarzgeier..."

    5. Mose 14:11, 12
    "11 Jeden reinen Vogel dürft ihr essen. 12 Diese aber sind es, von denen ihr nicht essen sollt: der Adler und der Fischadler und der Schwarzgeier..."

    Der Adler war für Israeliten ein unreines Tier, das nicht verzehrt werden durfte. Auch wenn mit unter Eigenschaften eines Adlers wie z. B. seine Schnelligkeit und Schönheit in der Bibel zum Vergleich heran gezogen wurden. Ein Adler, so schön und weitsichtig er auch sei, ernährt sich auch von Aas.

    Aus diesem Blickwinkel könnten die Worte Jesu aus Mat. 24:28 auch so aufgefasst werden, dass sich die falschen Propheten wie Adler auf ihre Beute (diejenigen, die sie Verführen) oder Kadaver (geistig tote Nachfolger Jesu) herabstürzen. Interessanter weise spricht Jesus nicht davon, dass die Adler am Himmel kreisen. Sie also aus der Ferne am Horizont gesehen werden. Sondern er spricht davon, dass die Adler dort versammelt sind, wo die Kadaver liegen. Unreine verführerische falsche Propheten sind von verführten Christen umgeben. Sie bilden größere Ansammlungen.

    Hosea 8:1
    "An deinen Mund — ein Horn! [Einer kommt] wie ein Adler gegen das Haus Jehovas, weil sie meinen Bund übertreten und sich gegen mein Gesetz vergangen haben."
    ***
    Des Weiteren möchte ich auf Matthäus 24:32, 33 eingehen
    "32 Von dem Feigenbaum als Gleichnis lernt nun folgendes: Sobald sein junger Zweig weich wird und er Blätter hervortreibt, erkennt ihr, daß der Sommer nahe ist. 33 Ebenso erkennt auch ihr, wenn ihr alle diese Dinge seht, daß er nahe an den Türen ist."

    Feigen blühen 3 Mal pro Jahr laut Wikipedia. Beide Varianten von Feigen bringen jährlich drei Generationen von Blütenständen hervor:
    Februar/März,
    Mai/Juni,
    August/September.

    Bis zu dreimal jährlich kann der Feigenbaum Früchte tragen: Im Frühjahr diejenigen aus den Knospen des letzten Herbstes, die über den Winter gereift sind, am Ende des Sommers die aus den Knospen des Frühlings und in sehr warmen Gebieten mit langen Sommern sogar Ende Herbst nochmals Spätfeigen aus den Knospen des Sommers.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Echte_Feige

    Die Zweige der Feigen werden bereits im Januar weich. Aber der Sommer, der Jesus erwähnt, ist noch etwas entfernt. Also nicht unbedingt ein Beweis, ich sehe etwas und nun kommt es sogleich. Der Artikel über Feigen ist wirklich hoch interessant zu lesen. Man könnte nach dieser Lektüre sogar zu dem Schluss kommen, dass der Feigenbaum des Öfteren im Jahr weiche Blätter hervor treibt. Und dass man an der Weichheit der Blätter überhaupt nicht erkennen kann, dass der Sommer naht.

    Das wäre das genaue Gegenteil von dem, was einem bei diesem Vergleich Jesu zuerst durch den Kopf geht. Bei einem Apfelbaum würde das wohl passen. Aber bei dem Feigenbaum? Da gibt es kein Anzeichen eines nahen Sommers. Es kann sein, muss aber nicht.

    Ich lerne aus dem Feigenbaum, dass ich mich beim Feigenbaum nicht auf seine weichen Blätter verlassen kann, um zu dem Schluss zu kommen, dass es bald Sommer wird. Oder um die Worte Jesu zu gebrauchen, ich lerne vom Feigenbaum, dass es nicht unsere Sache ist über Zeiten und Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen.

    Allen noch einen schönen Tag, die wohl die Meisten im Urlaub verbringen.
    Boas

    1. Boas

      Noch ein Nachtrag zu Mat. 24:32 und 33

      Ich meinte mich zu erinnern, dass es im Originalbibeltext im NT keine Interpunktion gibt. Was wäre, wenn beide Sätze Jesu nicht mit einem Punkt, sondern mit einem Fragezeichen endeten???

      "32 Von dem Feigenbaum als Gleichnis lernt nun folgendes: Sobald sein junger Zweig weich wird und er Blätter hervortreibt, erkennt ihr, daß der Sommer nahe ist??? 33 Ebenso erkennt auch ihr, wenn ihr alle diese Dinge seht, daß er nahe an den Türen ist???"

      Dieses würde für mich mehr Sinn machen bezüglich der Worte Jesu, dass niemand, einschließlich ihm selbst, wissen kann, wann der Vater das Signal für die Rückkehr Jesu gibt.

      LG
      Boas

      1. Lieber Boas,

        wieder einmal sehe ich die Endzeitfragen der Jünger und über die Zeichen der Zerstörung Jerusalems, wie du. Jetzt kommt noch eine entscheidende Komponente hinzu. Geht es um die Wiederkunft Jesu zur ERDE, oder um Zeichen der Entrückung der Gemeinde? Aus dem Bibellexikon, bibelkommentare.de:

        Bezieht sich Matthäus 24,6-8 auf unsere heutige Zeit?

        Bibelstelle(n): Matthäuss 24,6-8; Offenbarung 6,11; 7,9-17
        Alle drei Stellen haben mit uns Christen, die wir auf die Entrückung zum Herrn warten, nichts zu tun. Sie gelten nur dem gläubigen jüdischen Überrest der Endzeit und den durch diesen zu Gott Bekehrten aus den nichtchristlichen Völkern. Die Frage der Jünger bewegt sich ganz im Gesichtskreis der jüdischen Erwartung des messianischen Königreiches. Die "Vollendung des Zeitalters" bezieht sich auf dieses Königreich und auf den Tempel in Jerusalem. In den Versen 4 bis 8 durchgeht der Herr die Zeit des christlichen Zeugnisses in einer ganz allgemein gehaltenen Skizzierung der Ereignisse in Beziehung zu den Juden. Sie gelten also nicht der Christenheit, deren Zeit und Zeugnis hier nicht ins Gesichtsfeld tritt. Es handelt sich um rein jüdische Belange, wenn wir auch gewisse praktische Anwendungen daraus ziehen können. Mit Vers 14 geht die Schilderung ausgesprochen auf die Zeit nach der Entrückung der Ekklesia (Gemeinde) ein, mit Angaben, die deutlich jüdisch und örtlich, auf die Errichtung des Königreiches Israel in Palästina hindeutend, orientiert sind.
        Ganz abwegig ist die Anwendung irgend eines Ereignisses aus Matthäus 24 auf unsere Tage. Wir bitten, hierzu Offenbarung 3,10 zu beachten, wo der Herr der Versammlung in Philadelphia verheißt, dass es vor der Stunde dieser Drangsale bewahrt werden soll - und zwar vor und nicht bloß "in", wie man oft unrichtig übersetzt hat, also sogar vor jener Zeit, welche die Drangsale bringen wird.
        Die in Offenbarung 6,9-11 berührte Drangsal fällt allerdings mit derjenigen in Matthäus 24,1-13 so ziemlich zusammen; aber auch da handelt es sich nicht um die Christenheit, sondern um gläubige Juden. Der Ruf um Rache entspricht gar nicht den Christen, welche Kinder der Gnade sind, denen der Herr in Matthäus 5,44 auch eine ganz andere Belehrung gegeben hat. Die Sprache der Seelen unter dem Altar ist vielmehr dieselbe wie wir sie so oft in den Psalmen finden, also die des gläubigen Überrests aus Israel. Für diesen, der nur von Gerechtigkeit weiß, nicht von Gnade, ist dieser Ruf ordnungsgemäß. In Kapitel 7,9-17 handelt es sich dagegen um die große Drangsal der letzten Hälfte der Gerichtszeit, welche im Alten Testament so oft als der "furchtbare Tag des Grimms Gottes", der großen Drangsal Israels, angekündigt wird, und welche den Inhalt der zweiten Hälfte von Matthäus 24 bildet.
        In Offenbarung 7,14 ist genau übersetzt, nicht einfach allgemein von großer Drangsal die Rede, sondern von "der großen Drangsal", von einer bestimmten Gerichtszeit, welche in der Schrift anderswo ausdrücklich "die große Drangsal Israels" genannt wird. Auch bei dieser Volksmenge handelt es sich weder um Christen noch um Juden, sondern um Menschen aus den nichtchristlichen Nationen, welche durch das Zeugnis des jüdischen Überrests zu Gott gebracht werden. Der Wortlaut der Verse 9 und 10 lässt das unschwer erkennen.

        Bitte Urteilsvermögen anwenden, ich gebe diese Sicht mit entsprechendem Vorbehalt hier ein!
        Nachdenkgrüße!
        Gerd

        1. Boas an Gerd

          Lieber Gerd,

          es ist mit unter sehr schwer begangene Pfade zu verlassen. Obwohl ich jetzt ca. 30 Jahre aufgewacht bin, ertappe ich mich immer noch dabei, wie altes Gedankengut der WTG immer noch mein Denken beeinflusst. Deshalb überprüfe ich mich ständig aufs Neue und versuche neue Gedankenwege zu gehen. So auch bei den oben erwähnten Texten. Und ich bin für eine Rückmeldung von Anderen dankbar. Nur so kann ich für mich feststellen, ob ich auf der richtigen Spur bin. Oder daneben liege.

          Bin niemandem böse, wenn ihr mich mal in den Senkel stellt. Oder mich mit Bibeltexten und Logik auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Wenn man es freundlich und respektvoll macht, fällt es mir bestimmt noch leichter, Rat anzunehmen. Leider passiert das viel zu selten, dass ich Rückmeldungen bei solchen Gedanken bekomme. Da weis man nun nicht, ob es daran liegt, ob alles biblisch richtig ist. Oder ob es die Wenigsten wagen, mir mal den Kopf zu waschen.

          Den kopierten Text nachzuvollziehen bereitet mir wirklich Probleme. Zu viele Warnlampen (Bibelstellen) gehen bei mir an. Da wird mit etlichen Hoffnungen um sich geworfen, zu den wir (oder Andere) berufen sein sollen. Zeitabläufe, die ich biblisch nicht nachvollziehen kann. Vielleicht noch nicht? Allein die Vorstellung, dass die Entrückung der Gemeinde der Verkündigung der guten Botschaft (Mat. 24:14) vorausgehen soll, ist für mich nicht schlüssig. Oder habe ich das missverstanden. Alles in allem sehr verwirrend.

          Abgesehen davon, dass ich es einem treuen Überrest der Israeliten gönnen würde ihre eigene Verheißung zu haben. Aber was ist mit denen, die sowohl Israelit und Christ waren oder sind, wie Paulus und die übrigen Apostel. Ist das wirklich ein Evangelium, dass die Armen im Geiste verstehen können?

          Wie gesagt, bin ich für jede neue Information zur Bibel dankbar. Werde sie aber prüfen wie ein Beröer. Wenn es nichts für die breite Masse ist, hier noch mal meine Mailadresse:
          Boas-bruderinfo@online .de

          Ich wünsche Dir und allen Anderen eine gute Nacht
          Boas

          1. Lieber Boas,

            es mag paradox klingen, aber dem "alten Gedankengut der WTG", sind doch einige Richtigkeiten (ich vermeide es Wahrheit zu schreiben) enthalten. Es sind die, die auch die alten Bibelforscher vertraten, wobei gesagt werden muss, dass Russell sie auch von Gemeinden wie Baptisten und Adventisten übernommen hatte. Die Verwirrung entstand um 1935  herum, als Rutherford den Schwerpunkt auf das irdische Leben ausrichtete. Es war danach fast eine Sünde sich als "Berufener und Erwählter" zu outen, solche wurden oft als Überhebliche eingeschätzt. Darin liegt ja die größte Irreleitung, Christen denen das widerfuhr, Joh. 1, wurden die dazugehörenden Empfindungen förmlich ausgetrieben:

            12 so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben,    

            13 welche n i c h t aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus G o t t geboren sind.    

            Nicht die Predigt, oder irgend ein Traktat, ist dabei entscheidend, sondern der berufende Gott! Daher ist die Darstellung der "Kinder Gottes" im Einsichtenbuch korrekt, es fehlt in den nachfolgenden Sätzen nur noch der Hinweis: "Für euch ZJ gilt das aber nicht!"

            Hervorhebung von mir:

            *** it-2 S. 970-971 Sohn (Söhne) Gottes ***
            Christliche Söhne Gottes. Wie Johannes 1:11, 12 deutlich macht, erhielt nur ein Teil der Israeliten die „Befugnis, Kinder Gottes zu werden“, nur solche, die Glauben an Christus Jesus bekundeten. Dieser jüdische „Überrest“ (Rö 9:27; 11:5) wurde durch das Loskaufsopfer Christi vom Gesetzesbund entbunden, durch den sie, obgleich er gut und vollkommen war, als Sünder verurteilt oder als Sklaven „dem Gewahrsam der Sünde“ übergeben worden waren; und so befreite Christus sie, damit sie „die Annahme an Sohnes Statt empfangen“ und Erben durch Gott werden konnten (Gal 4:1-7; vgl. Gal 3:19-26).
            Menschen von den Nationen, die früher „ohne Gott in der Welt“ gewesen waren (Eph 2:12), wurden ebenfalls durch Glauben an Christus mit Gott versöhnt und gelangten in ein Sohnschaftsverhältnis (Rö 9:8, 25, 26; Gal 3:26-29).
            Diese Christen bilden wie einst das Volk Israel ein Bundesvolk, werden sie doch in den „neuen Bund“ aufgenommen, der durch die Anwendung des vergossenen Blutes Christi rechtsgültig wurde (Luk 22:20; Heb 9:15). Allerdings handelt Gott mit den Christen, wenn er sie in diesen Bund aufnimmt, als einzelnen. Weil sie auf die gute Botschaft hören und Glauben ausüben, werden sie zu Miterben des Sohnes Gottes berufen (Rö 8:17; Heb 3:1), aufgrund ihres Glaubens an das Lösegeld von Gott „gerechtgesprochen“ (Rö 5:1, 2) und auf diese Weise „durch das Wort der Wahrheit hervorgebracht“ (Jak 1:18), indem sie als getaufte Christen „wiedergeboren“ werden, d. h. durch Gottes Geist als seine Söhne gezeugt oder hervorgebracht werden mit der Aussicht auf geistiges Leben im Himmel (Joh 3:3; 1Pe 1:3, 4). Sie haben nicht einen Geist der Sklaverei — eine Folge der Übertretung Adams — empfangen, sondern „einen Geist der Annahme an Sohnes Statt“, durch den sie ausrufen: „Abba, Vater!“ (der Ausdruck „Abba“ ist eine vertraute Anrede, ein Kosename) (Rö 8:14-17; ). Da Christi Mittlerschaft und Priestertum besser sind und wegen der durch ihn zum Ausdruck kommenden unverdienten Güte Gottes ist das Sohnschaftsverhältnis der geistgezeugten Christen ein vertrauteres Verhältnis zu Gott, als es bei dem natürlichen Israel der Fall war (Heb 4:14-16; 7:19-25; 12:18-24).

            Die Sohnschaft bewahren. Ihre „neue Geburt“ zu dieser lebendigen Hoffnung (1Pe 1:3) ist an sich keine Garantie für den Fortbestand ihrer Sohnschaft. [...]
            Die völlige Annahme an Sohnes Statt. Obwohl dazu berufen, Gottes Kinder zu sein, besitzen sie, solange sie im Fleisch sind, nur ein „Unterpfand für das, was kommen soll“ (2Ko 1:22; 5:1-5; Eph 1:5, 13, 14). Aus diesem Grund konnte der Apostel, der von sich und seinen Mitchristen sagte, sie seien bereits „Söhne Gottes“, dennoch erklären: „Wir selbst, die wir die Erstlingsfrucht, nämlich den Geist, haben, ja wir selbst seufzen in unserem Innern, während wir ernstlich auf die Annahme an Sohnes Statt warten, die Befreiung durch Lösegeld von unserem Leib“ (Rö 8:14, 23). Somit wird ihre Sohnschaft erst voll und ganz Realität, wenn sie die Welt durch Treue bis in den Tod besiegt haben und als Geistsöhne Gottes und „Brüder“ Christi Jesu, des bedeutendsten Sohnes Gottes, auferweckt werden (Heb 2:10-17; Off 21:7; vgl. Off 2:7, 11, 26, 27; 3:12, 21).
            Die zu diesem himmlischen Leben berufenen geistigen Kinder Gottes wissen, daß sie seine Kinder sind, weil Gottes ‘Geist mit ihrem Geist bezeugt, daß sie Gottes Kinder sind’ (Rö 8:16). Das bedeutet offensichtlich, daß ihr Geist als treibende Kraft in ihnen wirkt und sie motiviert, positiv auf das zu reagieren, was der Geist Gottes im inspirierten Wort Gottes über diese himmlische Hoffnung sagt, sowie darauf, wie Gott durch diesen Geist mit ihnen handelt. Auf diese Weise haben sie die Gewißheit, daß sie in der Tat Gottes geistige Kinder und Erben sind.
            Die herrliche Freiheit der Kinder Gottes. Der Apostel Paulus spricht von der „Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden wird“, und auch von der ‘sehnsüchtigen Erwartung der Schöpfung’, die „auf die Offenbarung der Söhne Gottes“ harrt (Rö 8:18, 19). Da die Herrlichkeit dieser Söhne eine himmlische ist, liegt es auf der Hand, daß der „Offenbarung“ ihrer Herrlichkeit ihre Auferstehung zu himmlischem Leben vorausgehen muß. (Vgl. Rö 8:23.) Aus 2. Thessalonicher 1:6-10 geht jedoch hervor, daß noch mehr damit verbunden ist; dort wird von der „Offenbarung des Herrn Jesus“ gesprochen, der richterliche Strafe über alle bringt, die Gott verurteilt hat, und zwar „zu der Zeit, da er kommt, um verherrlicht zu werden in Verbindung mit seinen Heiligen“.
            Die Worte des Paulus, daß die „Schöpfung“ auf diese Offenbarung harrt und dann „von der Sklaverei des Verderbens frei gemacht werden wird zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes“.... Zitatende
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            Diese Herauswahl bedingt zwei Partner: Gott, den zeugenden Vater und der/die von IHM Berufene(r).

            Ich hoffe, lieber Boas, du kannst die Unterschiede der WTG-Lehre vor 1935 und danach, entsprechend unterscheiden!

            Schönen Freitag!

            Gerd

            1. Boas an Gerd

              Lieber Gerd,
              ich erachte Deine Worte für sehr wichtig. Trotz jetziger und vergangener Deutungsfehlern der WTG, ist nicht alles falsch, was sie lehren oder gelehrt haben. (Der Leser wende auch hier Unterscheidungsvermögen an.) Genau wie Du, kann ich dem Zitat aus dem Einsichtenbuch fast vollständig zustimmen. Aber die Mehrzahl der Zeugen heute lehnt die Sohnschaft für sich ab. Und somit treffen theoretisch diese wunderbaren Aussichten der Söhne Gottes nicht auf die meisten Zeugen zu.
              Auch der Zeitpunkt des Wiedergeboren werden oder Geistsalbung wird hier m. E. richtig erklärt. Was ich bei den Zeugen bzw. den ernsten Bibelforscher festgestellt habe, das sich von Jahr zu Jahr ihre Sicht des Gesamtbildes sich zunehmend verschlechtert hat. Natürlich gab es auch zu Russels Zeiten Haarsträubendes (z. B. Steinerne Zeuge). Aber momentan sind die Grundlehren auf einem Tiefpunkt angelangt. Und da geht es noch weiter runter in einen finsteren Abgrund.
              Nur zu Deiner Info: Ich bin Jahrgang 1965 und wurde in die so genannte Wahrheit hineingeboren. Doch zählte besonders meine verstorbene Mutter zu Freidenkern in der Versammlung. Damals wurden zusätzliche Fragen und eigenständiges Nachsinnen noch als Zeichen für einen reifen Christen gehalten. Dementsprechend war sie auch hoch angesehen in unserer damaligen Versammlung. Heute leider undenkbar.
              Ganz liebe Grüße
              Boas

              1. So ist es Boas,

                genau so wie du es geschrieben hast:

                Aber die Mehrzahl der Zeugen heute lehnt die Sohnschaft für sich ab. Und somit treffen theoretisch diese wunderbaren Aussichten der Söhne Gottes nicht auf die meisten Zeugen zu.

                Um diese Verführten geht es mir, die von den dunklem Mächten abgehalten werden ihre Sohnschaft zu erfühlen, damit sie diese auch erkennen. Weil sie das  als Hochmut zu empfinden,  lehnen sie diese hohe Berufung ab.

                Daher versuchte ich dieses Thema immer wieder zu posten, aber nun reicht's endlich.

                Viel Segen und gutes Wochenende!

                Gerd

      2. Ottonio

        Zunaechst war ich bezueglich deiner Erklaerung bezueglich des Feigenbaumes begeistert, und es hatte eine gewisse Logik die mir sehr gefiel.

        Leider macht Lukas dieser Erklaerung einen Strich durch die Rechnung. Er spricht vom Feigenbaum UND ALLEN BAEUMEN, also auch von Baeumen, die nur einmal im Jahr Fruechte tragen.

        1. Boas an Gerd

          Lieber Ottonio,

          Deine Feststellung ist richtig. Was mich trotzdem zum Überdenkung dieses Gleichnisses gebracht hat, ist folgendes: Die so genannte Endzeitrede Jesu haben lediglich 4 Personen gehört Petrus, Jakobus, Andreas und Johannes (Markus 13:3). Alle drei Evangeliumsschreiber kannten diese Worte Jesu nur vom Hörensagen. Und der, der dabei war, erwähnt diese Begebenheit mit keiner Silbe. Das macht mich etwas stutzig. Vielleicht, weil er dachte, dass die übrigen Evangeliumsschreiber diese Rede relativ genau wiedergegeben hatten. Weniger denke ich, dass er die Rede Jesu bereits als erfüllt ansah. Wenn die Offenbarung vor dem Evangelium des Johannes geschrieben wurde, so könnte er auch auf dieses Detail verzichtet haben, weil die Offenbarung tiefer auf die zukünftigen Ereignisse eingeht als die relativ kurze Rede von Jesus. Auch wäre es möglich, dass Jesus seine Worte ganz bewusst nur an 4 Personen gerichtet hat, weil sie für die Übrigen nicht bestimmt waren. Uns vielleicht verwirren könnten. Vielleicht hatten sich zum Zeitpunkt seines Evangeliums auch schon bereits viele Worte Jesu aus dieser Rede an Jerusalem erfüllt. Für uns Christen ist letzt endlich nur wichtig wachsam und mit leuchtenden Lampen auf die Rückkehr des Herrn zu warten. Ganz egal wann er kommt. Ganz egal ob zu unseren Lebzeiten oder in ferner Zukunft. Und ganz egal, ob wir leibliche Israeliten oder zu den Heidenchristen zählen.

          Matthäus und Markus erwähnen lediglich den Feigenbaum. Aber sie erwähnen auch das Ding, das Verwüstung verursacht aus Daniel. (der Leser wende Unterscheidungsvermögen an.) Lukas interpretiert das erzählte Gespräch mit der Belagerung Jerusalems mit Spitzpfählen. Und nur er erwähnt die übrigen Bäume in dieser Erzählung. Aus seiner Warte, dass es sich um das damalige Jerusalem handeln muss, über das Jesus gesprochen hat, macht die Erwähnung der anderen Bäume also Sinn. Er muss nach meiner Meinung die Worte Jesu so aufgefasst haben, dass man die Spitzpfähle erkennen sollte und dieses Zeichen gesehen wird, um zu flüchten. Matthäus und Markus fassen die Worte Jesu nach meiner Meinung etwas anders auf. Vielleicht auch genauer. Aber genau kann ich das nicht sagen.

          Was ich ganz und gar nicht in diesem Zusammenhang mit Matthäus und Markus verstehe, ist, dass der Zeitpunkt des Zurückkommens Jesu so unbestimmt bleibt. "Niemand kennt den Zeitpunkt außer dem Vater". "Wacht beharrlich, denn an einem Tag, wo IHR es nicht meint, kommt der Menschensohn". "Zwei werden ihrem Tagewerk nachgehen. Einer wird mitgenommen. Der Andere wird zurückgelassen." u.s.w. und dann dazwischen das genaue Gegenteil. > "Wenn ihr genau hinschaut, dann könnt ihr doch in etwa erkennen, wann es losgehen wird, wenn die Blätter des Feigenbaums beginnen saftig zu werden", frei übersetzt. Deshalb fragte ich mich, ob dieses Gleichnis aus der nachgesprochenen Rede Jesu bei diesen beiden Evangeliumsschreibern nicht genau das Gegenteil vom Erkennen einer Zeit veranschaulichen könnte.

          Das sind alles nur Vermutungen von meiner Seite, um eine Sache von möglichst vielen Seiten zu betrachten. Und für mich auch mal einen anderen Blickwinkel zu versuchen.

          Mit ganz lieben Grüßen
          Boas

          1. Fox

            Guten Tag lieber Boas,

            du hast dir sehr viele Gedanken zu diesem Thema gemacht wie man aus deinem Kommentar ersehen kann. Zu deiner Anmerkung, Jesu Endzeitrede sei nur von den 4 Aposteln gehört worden frage ich dich, was dagegen spricht, dass diese 4 zwar mit dieser Endzeitfrage an Jesus herantraten, aber dessen Antwort an alle seine Jünger gerichtet war? Denn für das Glaubensverständnis war diese Frage m. E. nachvollziehbar wichtig.

            Dass Jesus zur Veranschaulichung der Endzeit Feigenbaum und andere Bäume heranzog, teilt mir persönlich mit, dass Tag und Stunde nicht relevant sein sollen für unser Wissen, sondern unser Hoffen und die Befreiung an einer Vielzahl von Umständen erkennbar wird. Ein genauer Zeitpunkt würde uns einschläfern bis zu diesem Zeitpunkt und für andere Menschen, die es nicht erleben konnten, Hoffnungslosigkeit bedeuten. Doch der Glaube harrt auf das noch nicht Sichtbare. Wenn ich mir die Menschheitsgeschichte - nicht nur aus der Bibel - betrachte, so fällt mir auf, dass in etwa jede Generation Grund zur Annahme des Äon-Endes hatte, das hat Lupo prima herausgestellt. Jehovas Zeugen haben dies auch einige Male zurechtgebastelt, aber Fakt ist, das war nix. Für uns kommt es nicht darauf an, einen genauen Zeitpunkt für die Wiederkunft Christi zu kennen, sondern im Herzen bereit zu sein für seine Ankunft. Die Lampen mit Öl gefüllt, den Kamm in der Tasche 😉 Unser Herr kennt die Seinen - auch mit schweren Augenlidern und Falten. Im Ernst: Er kennt unser Herz und Hirn und nur das ist wichtig. Und unsere Bereitschaft sollte auch darin bestehen, alles hier in dieser Welt bereitwillig hinter uns zu lassen und uns von ganzem Herzen auf Jesu Bergung von uns zu freuen. Und dann ist nicht mehr der genaue Zeitpunkt wichtig, sondern DASS unser Herr da ist.

  11. BenKenobi

    Gaanz toller Artikel, ich danke euch dafür!

    Liebe Grüße, BenKenobi

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