Kindesmissbrauch – Vernichtendes Urteil für die WTG durch die „Australian Royal Commission“

 

Freie Übersetzung aus dem Englischen von Will Cook

Die Kritik an den Zeugen Jehovas und ihren verschiedenen Verordnungen und Praktiken, vom Umgang mit Angelegenheiten des Kindesmissbrauchs bis hin zur Verhütung von medizinisch akzeptierten Verfahren wie der Transfusion von Blut, hat bei der Wachtturmgesellschaft zu einer Gegen-kampagne gegen ihre Kritiker geführt.

Diejenigen, die sich als ehemalige Mitglieder der Religion in dieser Weise äußern, werden als „Abtrünnige“ bezeichnet, in ihren Publikationen sogar als „geisteskrank“ bezeichnet. Die „Religion“ der Scientology verwendet dafür einen ähnlichen Ausdruck – sie nennt solche Person ein „unterdrückendes“ Individuum.

So wird auf ihrer Website folgende Erläuterung abgegeben.

„Zu einer Unterdrückungsperson erklärt zu werden, ist äußerst sel-ten und führt zur Vertreibung aus der Scientology-Religion. Dies ge-schieht in Fällen schwerer Vergehen gegen den Scientology-Glauben

und kann auch auftreten, wenn eine Person aktiv daran arbeitet, um das Wohlergehen anderer zu unterdrücken.“

„Wenn jemand aus der Religion vertrieben wird, verliert diese Per-son sowohl seine oder ihre Gemeinschaft mit der Kirche als auch mit anderen Scientologen.“

Bei den Zeugen Jehovas steht die Furcht, sich mit solchen (abtrünnigen) Personen einzulassen, Kontakt mit ihnen zu pflegen oder ihre Bücher, Arti-kel oder Websites zu lesen, im Vordergrund. Das Verbot wird so strikt ge-handhabt, dass jeder, der solche verbotenen Informationen liest oder so-gar sein Einverständnis oder seine Zustimmung erkennen lässt, einem Ausschlussverfahren unterliegt.

In der Konsequenz wird ein solch fragender Zeuge auf diese Weise völlig isoliert, von seiner Familie oder seinem Unterstützungsnetzwerk getrennt, welches er oder sie verzweifelt benötigt, um als normaler Mensch funktio-nieren zu können.

Supplied image of the opening adress of Angus Stewart, Counsel Assist at the Royal Commission into Institutional Responses to Child Sexual Abuse, Sydney, Tuesday, June 24, 2014. (AAP Image/Royal Commission, Jeremy Piper) NO ARCHIVING, EDITORIAL USE ONLY

Dies vorausgeschickt kann man sagen, dass es eine willkommene Erleich-terung darstellt, wenn unabhängige Nachrichten oder Regierungsorganisa-tionen Tatsachen und Daten veröffentlichen, die nicht aus „abtrünnigen“ Quellen stammen, sondern von Agenturen und Fachleuten publiziert wer-den, denen das Wohlergehen aller Mitglieder unserer Gesellschaft, insbe-sondere der verletzlichsten, unserer Kinder, am Herzen liegt.

Man wird zwar der Tatsache nicht entkommen können, dass diese pseudo-religiösen Organisationen versuchen werden, die für sie negativen Be-richte als Propaganda, die von Satan inspiriert wird, darzustellen, der mo-derne Zeuge Jehovas kann sich aber auf weitere Nachforschungen einlas-sen, ohne zu riskieren, auf diese Weise stigmatisiert zu werden, da es sich nicht um „Abtrünnigenliteratur“ handelt.

Dies ist ein Schlupfloch, das es den meisten Zeugen erlaubt, solche Infor-mationen zumindest zu lesen, um sich auf dem Laufenden zu halten, da die leitende Körperschaft der Wachtturmgesellschaft „nur“ auf einem strik-ten Verbot zum Besuch von Webseiten der Abtrünnigen besteht.

Im Endergebnis ist es so, dass sich einige Zeugen (wenn auch nicht die Mehrheit) berechtigt fühlen dürfen, sich mit unparteiischen Gerichtsdoku-menten, Forschungserhebungen oder Regierungsberichte zu befassen, ohne sie direkt als abtrünniges Material ansehen zu müssen.

Dies bringt uns zum jüngsten Bericht der australischen Regierung und zu ihrer laufenden Untersuchung von Institutionen, die im Verdacht stehen, bei der Meldung und Handhabung von Kindesmissbrauch – insbesondere betrifft dies die Zeugen Jehovas – in geradezu schrecklicher Weise versagt zu haben.

In den vergangenen zwei Jahren hat die Webseite JW Survey dutzende Ar-tikel zum Thema Kindesmissbrauch innerhalb der Reihe der Zeugen Jeho-vas veröffentlicht. Einen Höhepunkt stellte das Jahr 2015 dar, als wir er-fuhren, dass die australische Regierung eine Untersuchung bei mehreren Institutionen (auch der Zeugen Jehovas), durch deren Politik Kinder in ernsthafter Weise gefährdet werden, initiierte.iii

Bei den Zeugen stand in dieser Hinsicht die „archaische Anwendung“ der „Zwei-Zeugen“-Regel und die geübte Politik des Nicht-Kontaktierens der Polizei oder Kinderschutzbehörden durch die Ältesten in entdeckten Miss-brauchsfällen im Vordergrund.

Während die Zeugen hinsichtlich solcher Vorwürfe und Untersuchungser-gebnisse weiterhin in Skepsis verharren, hat die Präsentation von umfang-reichem Beweismaterial, Zeugenaussagen und Kreuzverhören der Zeugen Jehovas, der Anwälte und sogar des Mitglieds der leitenden Körperschaft der Organisation, Geoffrey Jackson, keinen Zweifel daran offengelassen, dass diese Untersuchung gründlich gearbeitet und gut dokumentierte und belegte Ergebnisse für die weltweite Öffentlichkeit erarbeitet hat.

Sie sind eingeladen, diese Resultate in der Bequemlichkeit ihres eigenen Hauses anzuschauen. Die Exponate sind HIERiv veröffentlicht und aufge-zeichnetes Video von den Zeugenaussagen kann auf YouTube unter die-sem Linkv angesehen werden.

Wenn Sie ein Zeuge Jehovas sind, sollte Sie sich diese Links unbedingt an-schauen. Wir versichern Ihnen, dass sie kein Material von Abtrünnigen enthalten.

Die australische Königliche Kommission von 2015 hat praktisch alles verändert. Die in der Öffentlichkeit hervorgerufene erhebliche Resonanz hat dazu geführt, dass sich unzählige Einzelpersonen gemeldet haben, die ihre Geschichte des Missbrauchs teilen wollten und die regelmäßig über an-schließende Vertuschungsversuche durch Zeugenälteste wegen der vor-herrschenden Organisationspolitik berichteten.

Ein sehr aktuelles Beispiel ist der Fall von Tricia Franginha, deren YouTube-Videovi sofort viral wurde, als sie das extreme Trauma ihres se-xuellen Missbrauchs durch die Hände ihres Vaters und die unglaubliche Vertuschung danach enthüllte, die aus dem Mangel an angemessenen Handlungen von Gemeindeältesten resultierte.

Während die australische Königliche Kommission hinsichtlich der Frage der institutionellen Reaktionen auf den sexuellen Missbrauch von Kindern wei-tergeht, freuen wir uns, berichten zu können, dass die Kommission am 28. November 2016 einen 110-seitigen Bericht über die Zeugen Jehovasvii ver-öffentlicht hat.

Um es milde auszudrücken, es gibt es kein einziges positives Urteil oder eine derartige Bewertung gegenüber der Wachtturmgesellschaft; weder in der ursprünglichen Untersuchung im Sommer 2015, noch in den anschlie-ßenden Einlassungen der Royal Commission oder der Verteidigung der Zeugen Jehovas Führung.

Alle, die den gesamten Bericht lesen möchten, können Sie das Dokument hier lesen und herunterladen.

Obwohl wir noch keine Zeit hatten, alle Ergebnisse abschließend zu verarbeiten und zu posten, gibt es einige wichtige Abschnitte dieses Doku-ments, die exemplarisch für die unglücklichen und schicksalhaften Ergeb-nisse dieser umfangreichen Untersuchung stehen.

Auf Seite 77 dieses Dokuments finden wir das folgende Thema:

“Reaktion der Organisation der Zeugen Jehovas auf den sexuellen Missbrauch von Kindern”

„In Anbetracht der verschiedenen Sachverhalte, die wir in diesem Bericht erörtert haben, haben wir eine Reihe allgemeiner Schlussfolgerungen über die Reaktion der Zeugen auf den sexuellen Missbrauch von Kindern angestellt.

Wir betrachten die Organisation der Zeugen Jehovas nicht als eine Organisation, die adäquat auf sexuellen Missbrauch von Kindern reagiert. Wir glauben nicht, dass Kinder aus den folgenden Gründen angemessen vor dem Risiko des sexuellen Missbrauchs geschützt werden:

* Die Organisation stützt sich auf veraltete Strategien und Praktiken, um auf angebliche sexuelle Misshandlungen von Kindern zu reagieren. Diese Praktiken unterliegen keiner laufenden und kontinuierlichen Überprüfung mit dem Ziel einer Anpassung. Diese Strategien und Praktiken sind im Großen und Gan-zen völlig unangemessen und ungeeignet für die Anwendung im Falle des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Die Zurückhaltung der Organisation und die fortgesetzte Anwendung von Praktiken wie die Zwei-Zeugen-Regel in Fällen von sexuellem Missbrauch von Kindern zeigen einen ernsthaften Mangel an Verständnis für die Natur des sexuellen Missbrauchs von Kindern.

* Das interne Disziplinarsystem der Organisation für die Behand-lung von Beschwerden über sexuellen Missbrauch von Kindern ist nicht Kind- oder opferbezogen. Es fokussiert vielmehr auf die Denkweisen von Männern, die das Verfahren leiten, was dem Opfer wenig oder keine Wahl hinsichtlich der Behandlung seiner Be-schwerde bietet.

* Die Sanktionen, die innerhalb des internen Disziplinarsys-tems der Organisation verfügbar sind, sind schwach und belassen die Täter des sexuellen Missbrauchs von Kindern zumeist in der Organisation und in der Gemeinschaft.

* Bei der Entscheidung über die Sanktionen, die in Bezug auf einen bekannten oder vermuteten Täter verhängt werden und / oder die Ergreifung von Vorsichtsmaßnahmen, berücksichtigt die Organisation die Möglichkeit, dass von diesem Täter er-neut eine Gefahr ausgehen könnte, nur in unzureichender Weise. Dies zeigt einen ernsten Mangel an Verständnis für die Natur und die Auswirkungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern.

* Die allgemeine Praxis der Organisation, schwere Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern nicht der Polizei oder den Behörden anzuzeigen, insbesondere wenn der Beschwerdeführer ein Kind ist, zeigt ein schwerwiegendes Versagen der Organisation, die Sicherheit und den Schutz der Kinder in der Organisation und in der Gemeinschaft zu gewährleisten.“

Die oben angeführten Erklärungen der Kommission bedürfen keiner weite-ren vertiefenden Erläuterung. Zusätzlich zu den offensichtlichen Mängeln bei der Jehovas-Zeugenbehandlung von Opfern von sexuellem Missbrauch haben sich die Behörden noch tiefer mit der Psychologie der Bewusst-seinskontrolle des Zeugen auseinandergesetzt.

Als Erkenntnis hat sich ergeben, dass es nicht nur um verheerenden Aus-wirkungen des eigentlichen Missbrauchs geht, sondern auch um die zu-sätzlichen psychischen Belastungen und um die Ängste, ausgeschlossen zu werden, welchen die Opfer in einer Organisation ausgesetzt sind, die oft mehr mit dem Täter als dem Leidtragenden sympathisiert. Ein Beispiel dafür ist der Fall des Opfers BCG.

Die Kommission berichtet:

„BCG hat zeitweise Befürchtungen, geächtet, gemieden und von ihrer Umgebung verunglimpft zu werden. Sie sagte, dass sie immer in Angst vor ihrem Vater gelebt und dass sie in Angst vor Jehova gelebt habe.

BCG sagte der königlichen Kommission, dass sie während des Strafverfahrens gegen ihren Vater Angst gehabt habe, dass Jehova sie töten würde, weil sie der Polizei Bericht erstattet und ihm Vorwürfe gemacht habe.“

Angst und die Kontrolle über die Emotionen der Opfer wurden von dem Team von Ermittlern, das jeden Aspekt der Zeugen – Kultur untersuchte, nicht übersehen.

In Bezug auf die roh verarbeiteten Daten wurden die folgenden Informationen in dem Bericht von 110 Seiten vorgestellt:

“Analyse der Akten der Zeugen Jehovas Organi-sation zeigte auf, dass”

* „die Anzeigen, Berichte oder Beschwerden, die die Organi-sation erhalten hat, sich auf mindestens 1.800 angebliche Opfer von sexuellem Missbrauch von Kindern beziehen,

* 579 Täter, denen Vorwürfe gemacht wurden, dass sie sexuellen Missbrauch des Kindes begangen haben, waren geständig,

* von den 1.006 Tätern, gegen die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs von Kindern vorgebracht wurden, waren 108 zum Zeitpunkt der ersten Instanz des mutmaßlichen Missbrauchs Älteste oder Dienstamtgehilfen,

* 28 mutmaßliche Täter wurden zum Ältesten oder Dienstamtgehilfen ernannt, nachdem ein Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Kindern gegen sie erhoben wurde,

* 401 mutmaßliche Täter wurden aufgrund eines Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs von Kindern ausgeschlossen und 230 dieser mutmaßlichen Täter wurden später wiedereinge-setzt,

* von den ausgeschlossenen Personen wurden 78 wegen Kin-desmissbrauchs wiederholt und erneut mit der Begründung eines sexuellen Missbrauchs von Kindern ausgeschlossen.

In Bezug auf die Daten hat Wachtturmgesellschaft vorgetragen, dass:

* es keine Beweise vor der Königlichen Kommission gebe, dass es sich um 1800 Opfer handele,

* die Organisation eine umfassende Definition von berichtspflichtigem sexuellem Fehlverhalten verwende und diese Definition „Sexting“ einschließe,

* dass es das Recht eines jeden erwachsenen Opfers von sexuellem Kindesmissbrauch sei, darüber zu entscheiden, diesen Missbrauch der Polizei zu melden und dass dies nicht der Organisation obliege,

* es in den meisten Provinzen oder Bezirken, in denen die 1.006 mutmaßlichen Täter gemeldet wurden, keine verbindliche gesetzlich vorgeschriebene Meldepflicht gebe,

* in vielen Fällen die Opfer oder ihre Familien keine Beteiligung der „weltlichen Behörden“ wünschten,

* eine „bloße Rezitation von Zahlen der Königlichen Kommission nicht helfen würde.

Wir erachten es nicht als notwendig, diese Stellungnahmen zu kommen-tieren. Die Zahlen sprechen ihre eigene Sprache. Die meisten dieser Fragen werden an anderer Stelle in diesem Bericht behandelt.“

Während der ersten Untersuchung räumte der Anwalt der Wachtturmgesellschaft Vincent Toole offen ein, dass das Sydney Bethel Hauptquartier mindestens 3-4 Anrufe im Monat wegen sexueller Missbrauchsfälle (allein in Australien) erhält, was von der Kommission wie folgt kommentiert wurde:

„Die Aussagen von Herrn Toole über die Häufigkeit von Anrufen über sexuellen Missbrauch von Kindern befinden sich im Einklang mit der Anzahl und Häufigkeit der Vorwürfe von sexuellem Missbrauch von Kindern, wie sie in den Akten aufgezeigt werden, die von der Wacht-turmgesellschaft in Australien der Königlichen Kommission vorgelegt worden sind. Wir stimmen dahingehend überein, dass die Organisa-tion der Zeugen Jehovas in Australien jeden Monat ungefähr drei bis vier Berichte über Vorwürfe von sexuellem Missbrauch von Kindern erhält. “

Man muss sich vor Augen führen, dass die von Herrn Toole zur Verfügung gestellten Informationen aktuell sind. Sie zeigen auf, dass es in den ver-gangenen 20 Jahren trotz kleinerer Veränderungen in der Politik der Ge-sellschaft gegenüber Fällen von Kindesmissbrauch keinen tatsächlichen Rückgang in der Zahl von Vorwürfen von Kindesmissbrauch gegeben hat. Das lässt darauf schließen, dass das Bild von „Jehovas Schutz auf seiner sichtbaren Organisation“ nur das ist, was es ist – ein Bild, oder eine imagi-näre, irreale Wahrheit ohne jegliche Grundlage.

In einer weiteren Zeugenaussage musste Wachtturmanwalt Toole unter Eid zugeben, dass diejenigen sexuellen Missbrauchsfälle, die letztendlich ihren Weg zu Polizei und zu anderen Zivilbehörden nahmen, dies ohne die Mitwirkung der Organisation der Zeugen Jehovas taten.

Die Kommission kam zu dem Schluss,

* „dass keine Beweise vor der Königlichen Kommission dafür erbracht werden konnten, dass die Zeugenorganisation eine Rolle oder eine Mitwirkung daran gehabt hat, die weltlichen Autoritäten auf eine Beschwerde über sexuellen Missbrauch von Kindern aufmerksam zu machen, die anschließend von weltlichen Behörden untersucht werden konnte,

* dass wir sind davon überzeugt sind, dass es die allgemeine Praxis der Organisation der Zeugen Jehovas in Australien ist, der Polizei oder anderen Behörden keine Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern zu melden, es sei denn, dass dies gesetzlich vorgeschrieben ist.“

Die Zweizeugenregelung

Ein weiteres Thema, das ausführlich in der Königlichen Kommission be-handelt wurde, war die archaische Anwendung dessen, was Zeugen Jehovas die „Zwei-Zeugen“-Regel nennen, eine Regelung, die einen zweiten Zeugen eines Verbrechens (wie Kindesmissbrauch) verlangt, was bei Vorfällen von Kindesmissbrauch offensichtlich unmöglich ist.

Dennoch hält die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas an dieser Doktrin fest, obwohl es Möglichkeiten gibt, diese Lehre aufzugeben, ohne ihre grundlegenden Glaubensüberzeugungen zu beeinträchtigen.

Die Kommission kam zu folgendem Ergebnis:

„Ein Beschwerdeführer in einem Fall von sexuellem Kindesmissbrauchs, dessen Behauptung nicht durch das Bekenntnis des Missbrauchers oder eines zweiten glaubwürdigen Augenzeugen bestätigt wird, ist damit zwangsläufig widerlegt und rechtlich entmachtet und einer fortdauernden Traumatisierung unterworfen. Ein Opfer von sexuellem Missbrauch in eine solche Position zu bringen ist heute und war schon vor 30 Jahren inakzeptabel und falsch.

Die Königliche Kommission ist der Auffassung, dass es im Interesse der Sicherheit von Kindern ist, dass Organisationen und Institutionen ihre gesamte Politik im Bereich des sexuellen Missbrauchs von Kindern überprüfen und verbessern. Die Zwei-Zeugen-Regel ist ein Beispiel für eine Position, die selbst auf der Grundlage der Beweisführung vor der Königlichen Kommission nicht überarbeitet oder ver-bessert worden ist, seit die Organisation der Zeugen Jehovas im späten 19. Jahrhundert gegründet worden ist. Die Organisation stützt sich, und das gilt selbst im Kontext des sexuellen Missbrauchs von Kindern, auf eine Regel ab, die vor mehr als 2.000 Jahren erdacht wurde.

Sanktionen gegenüber Missetätern

Die internen Tribunale unter den Ältesten der Zeugen Jehovas führen bei den meisten Zeugen zu dem Glauben, dass sie vor sexuellen Übeltätern geschützt sind. In der Realität ist es jedoch so, dass solche Individuen geistlich „verurteilt“ und ermahnt oder ausgeschlossen werden, die eigentliche Gefahr für zusätzliche Opfer aber weiterhin besteht.

Die Kommission hat das Folgende als richtig erkannt:

„Wenn ein bekannter Missbraucher sich als reumütig erweist und aus diesem Grunde bloß ermahnt wird, so verbleibt der Missbraucher aber weiterhin in der Gemeinde und der Gemeinschaft.

Wenn ein bekannter Missbraucher ausgeschlossen worden ist, und der Fall nicht anderweitig von den Behörden behandelt wird, bleibt der Missbraucher im Umfeld der Gemeinschaft.“

Wie aus den Einzelheiten der australischen Untersuchung sowie aus dem Erfahrungswissen hinsichtlich sexueller Missbraucher hervorgeht, was sogar von dem Wachtturmvertreter Spinks eingeräumt wurde, ist, dass Älteste der Zeugen Jehovas die häufigste und hohe Rückfallwahrscheinlichkeit bei den Kinderschändern nicht berücksichtigen.

Die Kommission stellt daher fest, dass

„die Entscheidung, eine Person zu ermahnen, statt sie aus der Gemeinde zu entfernen oder auszuschließen, beinhaltet keine objektive Berücksichtigung des Risikos, das diese Person erneut rückfällig wird.“

Praxis des Kontaktverbots verurteilt

Es ist kein Geheimnis, dass die australische Kommission das extreme Trauma der Opfer berücksichtigt hat, die nicht nur missbraucht wurden (in vielen Fällen von Zeugen in Autoritätspositionen), sondern, wenn sie sich von dieser giftigen Organisation befreien wollten, um ihre psychische Gesundheit zu retten, sie zusätzlich traumatische Erfahrungen durch das praktizierte Kontaktverbot machen mussten. Entweder, weil sie sich selbst aus der Organisation zurückgezogen haben oder weil sie anderen gegenüber über die ihnen durch die Praxis der Wachturmorganisation zugefügten seelischen Schmerzen berichtet haben.

Während wir im Moment keine Details mitteilen können, untersucht JW Survey derzeit einen Fall, in dem mehrere Älteste aus ihren Positionen als direkte Folge ihrer Information an die Polizei in Bezug auf die Missbrauchsvorwürfe gegen ein Mitglied der Zeugen Jehovas entfernt wurden.

Es ist schon schlimm genug, dass Älteste für die Zusammenarbeit mit den Behörden von ihren Ämtern entfernt und diszipliniert werden, aber schlimmer noch ist, dass Missbrauchsopfer eine doppelte Dosis Angst erfahren, wenn sie mundtot gemacht werden und über die Ungerechtigkeiten, denen sie konfrontiert worden sind, aus Furcht vor möglicher extremer Disziplinierung durch ihre Glaubensgemeinschaft nicht sprechen dürfen.

Die Kommission führt dazu aus:

„Die Praxis der Zeugenorganisation, Menschen, die sich von der Or-ganisation distanzieren wollen, zu entmutigen, hat das tatsächliche Potential, ein Opfer in die unhaltbare Lage zu versetzen, zwischen einer ständigen Wiedertraumatisierung zu wählen, indem es weiter-hin eine Gemeinschaft mit ihrem Täter zu teilen gezwungen ist oder die ganze Gemeinschaft mit allen einhergehenden Konsequenzen verlieren.“

Zusammenfassende Bewertung:

Es ist nicht verwunderlich, dass der Bericht mit allen in den Befunden der Kommission vorgebrachten Beweismittel, einschließlich des schadensstiftenden Aussagen der gemieteten Wachtturm-„Expertin“ Dr. Monica App-lewhite, der Kommission keine andere Möglichkeit ließ, als die Wachtturm-Organisation im Hinblick auf ihren Umgang von Kindesmissbrauchsfällen als unangemessen zu bewerten.

Alles das hat sich in einem Zeitraum von mehr als 50 Jahren so herausge-stellt. Richter McClelland und sein Team waren entsetzt und empört darüber, dass das am höchsten dotierte Mitglied, Geoffrey Jackson, offen zu-gab, dass er die Berichte und Zeugnisse der Frauen, deren Leben durch Wachtturm-Politik zerstört worden war, nicht einmal gelesen oder über-prüft hatte. Frauen, die mutig genug waren, um vorzutreten und ihre Ge-schichten zu erzählen.

Die zusammenfassende Bewertung schließt ab:

„In Anbetracht der verschiedenen Sachverhalte, die wir in diesem Bericht erörtert haben, haben wir eine Reihe allgemeiner Schlussfolgerungen über die Behandlung der Organisation der Zeugen Jehovas in Fällen sexuellem Missbrauch von Kindern getroffen.

Wir betrachten diese Organisation nicht als eine Organisation, die adäquat und angemessen auf sexuellen Missbrauch von Kindern reagiert. Wir glauben aus den nachfolgend aufgeführten Gründen nicht, dass Kinder angemessen vor dem Risiko des sexuellen Missbrauchs ge-schützt sind:

* Die Organisation stützt sich auf veraltete und überkommende Strategien und Praktiken ab, um auf angebliche sexuelle Misshandlungen von Kindern zu reagieren. Diese Politik und diese Praktiken unterliegen keiner fortlaufenden und kontinuierlichen Überprüfung. Die Strategien und Praktiken sind im Großen und Ganzen völlig unangemessen und ungeeignet für die Behandlung von Fällen des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Die Beibehaltung und die fortgesetzte Anwendung der Praktiken wie die Zwei-Zeugen-Regel in Fällen des se-xuellen Missbrauchs von Kindern, zeigt eine schwerwiegende Un-kenntnis der Natur des sexuellen Missbrauchs von Kindern.

* Das interne Disziplinarsystem der Organisation zur Bekämpfung von sexuellem Missbrauch von Kindern ist auf die betroffenen Kinder oder Opfer fokussiert, da es von Männern geleitet wird und dem Opfer wenig oder keine Wahl darüber lässt, wie seine Beschwerde behandelt wird.

* Die Sanktionen, die innerhalb des internen disziplinären Systems der Organisation verfügbar sind, sind schwach und belassen die Täter des sexuellen Missbrauchs von Kindern in aller Regel in der Organisation und damit in der Gemeinschaft.

* Bei der Entscheidung über die Sanktionen zur Verhängung und/oder der Vorsorge in Bezug auf einen bekannten oder vermuteten Täter berücksichtigt die Organisation die Gefahr, die von einem möglichen Rückfall des Täters ausgeht, nur in unzureichender Weise. Dies zeigt einen ernsten Mangel an Verständnis für die Natur und die Auswirkungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern.

* Die allgemeine Praxis der Organisation, schwere Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern nicht der Polizei oder den Behörden anzuzeigen, insbesondere, wenn der Beschwerdeführer ein Kind ist – zeigt ein schwerwiegendes Versagen der Organisation, für die Sicherheit und den Schutz von Kindern Kinder in der Organisation und in der Gemeinschaft zu sorgen.“

Wie kürzlich bereits von JW Survey berichtet wurde, ist die Königliche Kommission von Australien noch weit von einem Abschluss der Untersuchungen bei den Zeugen Jehovas entfernt.

Ab 20. März 2017 wird ein zusätzliches Untersuchungsverfahrenx mit Schwerpunkt auf die Praktiken und Verfahren der Zeugenorganisation, die zu den Tausenden von bisher gemeldeten Missbrauchsfällen beigetragen haben und die Antwort auf die Frage, wie die (australische) Regierung mit dieser Organisation umgehen sollte, eröffnet.

Die wirkliche Tragödie liegt in der Erkenntnis, dass sowohl für die Opfer als auch für die Wachtturmgesellschaft selbst das meiste hätte vermieden werden können.

Ein Licht am Ende des Tunnels besteht in unserer Überzeugung, dass die unvoreingenommene Erforschung und Veröffentlichung der zerstöreri-schen Politik der Wachtturmgesellschaft sicherlich zum Erwachen zahlloser Individuen führen wird, die ihr Vertrauen in eine Organisation gelegt haben, die ihre eigenen Anhänger geopfert hat.

Quellen: i http://www.huffingtonpost.com/2011/09/28/jehovahs-witness-maga-zine_n_985479.html ii http://www.scientology.org/faq/scientology-attitudes-and-practices/what-is-a-suppres-sive-person.html iii http://www.childabuseroyalcommission.gov.au/ iv http://www.childabuseroyalcommission.gov.au/case-study/636f01a5-50db-4b59-a35e- a24ae07fb0ad/case-study-29,-july-2015,-sydney v https://www.youtube.com/channel/UCCZ6rs9OvQLaoydMR6GjsqQ vi https://www.youtube.com/channel/UCdE5tiXC_5IcEFCjRwZM5MA vii http://www.childabuseroyalcommission.gov.au/media-centre/media-releases/2016-11/report-into-jehovah%E2%80%99s-witness-organisations-releas viii http://www.childabuseroyalcommission.gov.au/getattachment/c2d1f1f5-a1f2-4241-82fb-978d072734bd/Report-of-Case-Study-No-29 ix http://jwsurvey.org/child-abuse-2/australian-royal-commission-puts-watchtower-back-under-microscope x http://www.childabuseroyalcommission.gov.au/case-study/10908a67-70c5-4103-94cc-dac096fdb585/case-study-54,-march-2017,-sydney

Mag ich nicht (7)

37 Kommentare zu “Kindesmissbrauch – Vernichtendes Urteil für die WTG durch die „Australian Royal Commission“

  1. FDS

    https://www.jehovahs-witness.com/topic/5748467420889088/2-16-2017-nj-star-ledger-ad-were-you-sexually-abused-jehovahs-witnesses

     

    https://www.jehovahs-witness.com/topic/5666298841268224/tv-commercial-seen-united-states-from-law-firm-asking-if-you-were-ever-sexually-abused-jehovahs-witnesses-please-call

  2. ManfredF

    Für alle, die mal "gesammelt" sehen wollen, was die WTG so alles an "Publicity" hatte in der letzten Zeit:

    https://www.youtube.com/watch?v=MDn5V3AIJ5k

    Links zu den einzelnen Fällen unter dem Video und in einem Kommentar

     

  3. Emma

    Liebe Brüder,

    Danke, von Herzen Danke für diese Website.

     

    Was mich am meisten am aktuellen Thema Missbrauch in der Organisation wundert und schmerzt, Kinderschänder werden offensichtlich nicht wie Hurer behandelt. Irre ich mich? Bitte korrigieren!

    Wenn zwei Erwachsene, einvernehmlich, mit Freude (evtl Gewissensbissen später), sexuelle Handlungen vollziehen werden sie geächtet und/oder ausgeschlossen - weil ist ja Sünde. Müssen unendlich viel tun um wieder aufgenommen und einigermaßen nicht wie der letzte Abschaum der Gesellschaft behandelt zu werden.

    Vollzieht ein Erwachsener die gleichen Handlungen an einem Kind, und zwar immer unter Zwang, nimmt er also auch in Kauf das Leben und die Seele und vor allem den Glauben dieses Kindes an die Menschen und Gott zu zerstören - ist es anscheinend nicht dasselbe wie oben....

    Man nimmt dem betroffenen Mitbruder die Vorrechte und sagt "na, na Bruder ZZ, das war aber nicht sehr vorbildlich. Wir müssen ja den Schein wahren also gib dein Amt ab.". (ich erinnere mich hier eines Kommentars, der erklärt, dass der Geheime Brief der LK an die Ältestenschaft sogar eine Möglichkeit der erneuten Vorrechte-Vergabe einräumt). Ach ja, das ominöse Gremium in den 90-gern hat der LK dazu drei Punkte über den Umgang mit solchen Missetätern vorgeschlagen (landete ja im Papierkorb der LK) und dabei war keine Rede vom Ausschluss. Nur 1) Polizei melden, 2) Vorrechte verlieren, 3) darf nicht in den predigtdienst für einige Zeit.

     

    Nein, nein, sie schließen die Opfer und ihr Eltern aus.

    Um meine Empörung, auch als Mutter unangebracht weltlich auszudrücken: WTF? Widerwärtig, einfach widerwärtig

    So eine Organisation hat nichts mit einem liebenden Gott zu tun. Satan nährt das Böse in den Menschen, sobald sie es zulassen und ergötzt sich an Perversion dieser Art.

     

  4. ManfredF

    Ein neuer "Rekord"

     

    aus dem jahrbuch 2017 englisch:

     

    Kodi, from England, says: “Thanks for all the time and effort you put into making jw.org, JW Broadcasting, and the Caleb and Sophia videos. Thank you for making the Bible easier to understand. I was baptized when I was eight. When I’m a bit older, I’m going to volunteer to help build Kingdom Halls! And I would like to work at Bethel. I’m nine now, so I’ve not got long to go.”

    Man tauft nun also schon Kinder mit 8 Jahren und die freuen sich dann so bald wie möglich als Sklaven für die Bautätigkeit zu arbeiten. Es ist echt krank

    Und aktuelle Zahlen der Gesalbten: über 18.000 !!!! Wie viel passt eigentlich in die Zahl 144.000 rein?

    Und im Mutterland ein Zuwachs von gerade mal 2.945 Leuten, die Vorjahre

    2015 = 8.482

    2014 = 18.875

    Was für ein beeindruckendes Wachstum. Da hat sicher Jehova die Hand im Spiel..... Bei 1.195.081 ZJ in den USA kommen in einem Jahr 2.945 neue dazu. Das ist schon interessant

    1. Tommy

      Na ja Manfred,

      was hilft es sich zu aergern? Wer weiss, vielleicht kommt das neue Licht demnaechst drauf dass Jesus doch alle gemeint haben koennte mit dem Abendmahl?????

      Voll Hoffnung fuer alle

      Tommy

  5. Ömmelchen

    Ich möchte nur mal grundsätzliches anmerken.

    Kinderschänder sind meistens gar nicht pädophil. Sie handeln nicht aus einer entsprechenden Entwicklungsstörung heraus; sie sind schlicht und einfach Gewalttäter, die ihre gewalttätigen Neigungen mit Sexualität verbinden. Das tun andere Sexualstraftäter auch. Aber Kinderschänder suchen sich dafür besonders schwache und wehrlose Opfer aus, an denen sie sich abreagieren können, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Es geht ihnen darum, angestaute Aggressionen und Machtbedürfnisse auszuleben, auf besonders perverse und widerliche und feige Art und Weise. Das ist bei Kindern schlicht einfacher. Hat aber mit tatsächlich pädophiler Veranlagung in der Regel wenig zu tun. Es geht also nicht darum, dass diese Menschen eine entwicklungsbedingte psychische Störung hätten, für die sie nichts können. Diese Menschen sind für ihre Taten in aller Regel voll schuldfähig. (Obwohl es mir in diesem Zusammenhang schwerfällt, die Bezeichnung Mensch zu verwenden.) Das wollte ich einfach nur mal zum besseren Verständnis klarstellen.

    O.W.S, Matthäus - Danke für die "Pressemitteilungen" !

    1. Hugo

      Ömmelchen,

      da hast Du sicherlich recht.

      (erstaunt auch nicht im allgemein real erfolglosen Zeugen Jehovas Prekariat).

      Aber das "Warum" ist im Grunde total egal. Dingfest muss man sie und ihre Unterstützer und Komplizen machen.

      Ist in Arbeit!

       

       

  6. whopper

    Hallo Hugo,

    ich bitte Dich folgendes zu beachten:

    1. Timotheus 5:19  ... ei me epi duo e trion marturon. (... zwei oder drei Zeugen.)

    2. Korinther 13:1  ... epi stomatos duo marturon kai trion stathesetai pan rema.  (... aus dem Mund von zwei Zeugen oder drei ....)

    Bitte lies die Texte im Zusammenhang in einer Bibel deiner Wahl.

    Viele Grüße

    whopper

  7. Petrus111

    Liebe Freunde,

    man muss sich fragen, wie es überhaupt sein kann, dass in einer Religionsgemeinschaft, die so sehr auf "sittliche Reinheit" bedacht ist, solche Fälle massenhaft vorkommen.

    Meine laienhafte und nicht wissenschaftlich oder sonstwie unterlegte Auffassung dazu ist folgende:

    Das soziale und gesellschaftliche Umfeld von JZ - verbunden mit ihren "Gruppenregeln" begünstigen Kindesmissbrauch außerordentlich.

    Sexualität muss unterdrückt werden und ist nur innerhalb einer Ehe überhaupt zulässig. Viele Ehen verlaufen auf diesem Gebiet äußerst unbefriedigend, weil die Partner sich auf diesem Gebiet in keiner Weise kannten.

    Homosexualität muss ebenfalls unterdrückt werden und kann nur heimlich gelebt werden.

    Männer dominieren - sowohl ihre Frauen als auch als "Familienoberhaupt" ihre Kinder.

    Es herrscht das Prinzip von Befehl und Gehorsam; Autorität ist grds. unbedingt anzuerkennen.

    Die ANGST, ausgeschlossen zu werden, nicht mehr dazuzugehören,  ist bei allen Mitgliedern sehr groß - ist aber auch bereits bei Kindern vorhanden. Kinder müssen sich im Sozialraum von allen anderen Kindern abgrenzen. Sie dürfen keine Feiern mitmachen, auch Klassenfahrten werden oft abgelehnt. Auch aufgrund ihres Kleidungsstils sind JZ oft Außenseiter; es gibt außer den Pflichtkontakten (Schule) bei konformer Verhaltensweise keine weiteren sozialen Kontakte - insbesondere nicht in Vereinen.

    Kinder, die so isoliert leben müssen und Angst haben, dass das vorhandene Umfeld auch nocht zerstört wird, sind die idealen Opfer für Kindesmissbrauch.

    Die Täter sind i.d.R. Männer - und die haben aufgrund der männlich dominierten Gesellschaft viele Möglichkeiten, sich relativ frei und unbehelligt zu bewegen; man hat ihnen zu vertrauen.

    Es ist keine Entschuldigung, es ist keine Rechtfertigung - es ist nur der Versuch einer Erklärung, dass Menschen, statt sich einen neuen Sexualpartner zu suchen, was offensichtlich wäre und den Ausschluss aus der Gemeinschaft zur Folge hätte, sich eben das Schwächste greifen, was verfügbar ist, um ihre Triebe zu befriedigen und meinen, sie kommen aufgrund der vorhandenen Strukturen damit unentdeckt durch. Die Dunkelziffer in diesem Deliktbereich wird allgemein als sehr hoch vermutet.

    Ich empfehle Artikel auf "Bruderinfo" zum Thema Hurerei etc., in welchem eine ausgeglichenere Ansicht über das Thema vermittelt wird. Würde das mal auch bei JZ greifen und hätten die im Zweifel mehr als einen Versuch, den passenden Lebens - und Sexualpartner kennen zu lernen, dann gäbe es nicht so viele sexuell unglückliche/unbefriedigte Menschen - und somit weitaus weniger Potential für Kinderschänder.

    Es wird in Bezug auf Sitte und Moral somit das genaue Gegenteil von dem erreicht, was man erreichen will.

    Liebe Noch - JZ: denkt doch mal darüber nach, wie viele Ehen in Eurem Umfeld gescheitert sind und mit dem "Zirkus" der Kommiteeverhandlung/Ausschluss etc. behaftet waren. Es sind etliche - die Doktrin bei JZ hilft in keiner Weise, glücklichere Beziehungen zu erzeugen. Die ganz "Schlimmen" hat man ausgeschlossen - das Problem damit ausgesperrt - dadurch ist es aber nicht weg...

    beste Grüße

    Petrus111

    1. Bella

      Lieber Petrus,

      ich halte Deine Analyse für durchaus zutreffend und möchte sie noch um einen Punkt ergänzen: Aufgrund der besonderen - von Dir erläuterten - Strukturen ist die Gruppe der JZ geradezu ideal für Phädophile. Ich könnte mir daher vorstellen, dass sich manch Phädophiler daher bewusst den JZ anschließt. Wo sonst vertrauen Eltern ihre Kinder Menschen an, die sie im Grunde gar nicht wirklich gut kennen (z. B. für den Predigtdienst) und hegen zu diesen Menschen auch noch grenzenloses Vertrauen?

      Wobei ich mir auch sehr sicher bin, dass die Dunkelziffer in anderen Gruppierungen auch erschreckend hoch sein dürfte - nur mit dem Unterschied, dass man dort schon längst aufgewacht ist und Kindsmissbrauch, wenn er denn im Raum steht, nicht mehr unter den Teppich gekehrt wird.

      Dass brave JZ sich von der Berichterstattung der seriösen Medien über die Vorkommnisse in Australien und anderswo beeindrucken lassen, wird jedoch nur vereinzelt geschehen. Ich hatte kürzlich einen Besuch eines JZ-Ehepaares, die meinten, mich ermuntern zu müssen, doch wieder die Zusammenkünfte zu besuchen. Ich führte die seriöse Berichterstattung über die Untersuchungskommission in Australien an aber das interessierte die überhaupt nicht. Auch die Massenentlassungen altgedienter Bethel-Mitarbeiter empfanden sie als "sinnvoll". Mit derart verbohrten JZ diskutieren zu wollen, ist sinnlos.

      So bleibt zu hoffen, dass zumindest die staatlichen Stellen die Konsequenzen aus den Enthüllungen ziehen und JZ per Gesetz zur Zwangsmeldung von Verdachtsfällen zwingen und sie zudem mit saftigen Geldbusßen belegen und wo es nur geht, Vorrechte entziehen (wie den Körperschaftsstatus in Deutschland).

      Es grüßt Bella

      1. Petrus111

        ... ja, Bella,

        den geschützten Raum des Predigtdienstes - vergaß ich zu erwähnen - das ist natürlich auch ideal für Phädophile!

        Also der Witz ist ja: ... schlechten Umgang meiden - nicht mit Weltmenschen umgehen... - aber: es ist überhaupt kein Einzelfall, dass JZ im Predigtdienst die Leute finden, mit denen sie dann ein Verhältnis anfangen, ... mit allem was dazu gehört . da könnte ich auch Storys berichten... -

        (also: ICH habe ja nichts dagegen - aber JZ haben was dagegen 🙂 )

        beste Grüße

        Petrus111

        1. Hugo

          Guten Abend,

          gelegentlich wurden hier (zudem aus dem Kontext gerissene) Bibelziate in den Raum geworfen, welche die WTG Politik angeblich "stützen" sollen oder gar den Anschein erwecken es gäbe eine solche "biblische Untermauerung".

          Das Ziel dieser unbelehrbaren und hartnäckig uneinsichtigen Personen  ist offensichtlich "Verständnis" für die WTG Pokitik und die von ihr angewandten Methoden im Zusammenhang mit Missbräuchen zu fördern oder gar zu rechtfertigen.

          Missbräuchlich werden Bibelstellen zitiert um eigene unhaltbare Haltungen, Praktiken und Meinungen stützen zu wollen oder gar mit einer der Bibel gestohlenen "Autorität" zu versehen.

          Während man selbst die zitierten Bibelstellen nicht nur aus dem textlichen sondern auch zeitlichen und sachlichen Zusammenhang reisst hat man darüber  hinaus auch noch die Stirn, ANDERE zu "bitten" sie missbrauchten Bibelstellen "im Zusammenhang" zu lesen.

          Lediglich um nicht bei vereinzelten Lesern möglicherweise den irrigen und fatalen Anschein entstehen zu lassen, es gäbe keine Antwort auf derart dreistes Verhalten antworte ich der Allgemeinheit hier auf diese Einwürfe.

          Inhaltlich braucht auf solch dreisten wie unbegründeten Einwürfe nicht eingegangen zu werden  - weil das bereits von der Untersuchungskommission, hier auf BI und an vielen anderen Stellen schon erledigt wurde. Für jedem vernunftbegabten und mit einigem Restabstand ausgestattetem Menschen zu vollsten Zufriedenheit! Ausführlich, unbestreitbar, keine Fragen offen lassend und genauso umfangreich wie abschliessend behandelt. Schriftlich und immer wieder nachlesbar!

          Weil hier aber auch die Bibel als "Fixpunkt" bezeichnet wurde, wogegen nichts einzuwenden ist sofern hiermit nicht der geschriebene Wortlaut gemeint ist, möchte ich die Bibel ein einziges Mal selbst zitieren und aus ihr selbst heraus darauf aufmerksam machen, dass sich die Bibel in diesem vorgenannten Sinne selbst "entthront" wenn in 2. Kor. 3:6 von Paulus gesagt wird "der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig".

          "Letzter Fixpunkt" wie manche hier formulieren kann also laut Bibel selbst nicht das geschriebene Wort sein. Für Christen ist das eigentlich -das nur nebenbei bemerkt- der HERR. Und der hat versprochen den Geist zu senden.

          Zeugen Jehovas aber gerade scheinen dem mit besonderer "Standhaftigkeit" ein Widersacher zu sein und ihn genauso abzulehnen wie seine Symbole beim Abendmahl. Das aber nur nebenbei.

          Danke an Gerd für den Beitrag mit dem Hinweis, wie frömmlerisch, edel und doch irreführend der (äußerst dumme und geistlose) Spruch ist, "man glaube nur was in der Bibel steht".

          Für begründete Rückfragen, die noch nicht "weltbekannt" hundertfach geklärt sind, stehe ich vernunftbegabten Fragestellern weiterhin gern zur Verfügung.

          Zweiflern der Gleichung 1x1=1 stehe ich für Gespräche nicht zu Verfügung. Auch nicht, wenn sie ihre Zweifel biblisch begründen können. Hier beispielsweise mit Matthäus 19:26. Könnte ja auch mal drei sein, oder nicht?

          Vielen Dank, falls es jemand bis hier her geschafft hat zu lesen. Den anderen wär ich aber auch nicht böse!

          Lg.

          1. Hallo lieber Hugo,

            nicht nur 1x1=1 sondern auch 1x1x1=1 das kann erweitert werden unendlich. Gott bleibt Gott egal wie Er sich uns offenbaren will.

            Zur Moses Zeit hat er sich in Busch offenbart. In unsere Zeit hat er sich als Mensch offenbart. Das ist doch kein Problem für allmächtiger Gott.

            Liebe Grüße

            Knecht Jesu Christi

          2. whopper

            Hallo Hugo,

            wortreich sind sie ja, Deine Vermutungen, aber deshalb noch lange nicht korrekt.

            Das Ziel meiner Anwort war nicht die Rechtfertigung von irgend jemand oder gar Verständnis heischend, sondern Ich widerspreche Deinen Aussagen:

            – die Zwei-Zeugen-Regel sei eine Erfindung der WTG,

            – und dass es sie auch in der Bibel NICHT GIBT.

            – Diese "Regel" ist alleinige Erfindung der Leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas.

            Ausserdem wollte ich Dich mit einem Direktzitat der NWÜ verschonen. Aber manchen kann man es einfach nicht recht machen.

            Gerade der Kontext bei beiden zitierten Bibelstellen passt doch wunderbar zum Thema, und deshalb finde ich die Zitate zulässig.

            Außerdem bezeichnest Du mich als hartnäckig uneinsichtig. Wie kommst Du darauf. Du kennst mich doch gar nicht.

            Noch 'n schönen Tag auch

            whopper

             

            1. Hugo

              Whopper,

              dass zwei Zeugenaussagen (oft) mehr Aussagkraft haben als eine einzige ist sicherlich keine Erfindung der ZJ, sondern eine triviale Binsenweisheit. Und seit "Adam und Eva" allgemein bekannt.  Das wissen sogar Pädophile, oder was meinst DU, warum sie üblicherweise darauf verzichten Zuschauer einzuladen wenn sie ihre Verbrechen begehen?

              Was aber haben die von Dir zitierten Bibelstellen mit diesem Problemkreis zu tun?

              Könntest Du das bitte erklären?

              Danke im voraus.

              1. whopper

                Hallo Hugo,

                Du bist ja lustig: Zuerst behauptest Du felsenfest von zwei Zeugen steht nichts in der Bibel. Und jetzt ist das mit den zwei Zeugen eine triviale Binsenweisheit.

                Also halten wir fest (und nur darum ging es in meiner Aussage): In meinen angeführten Bibeltexten steht was von zwei Zeugen. So weit, so gut.

                Nun zum Problemkreis und warum die Bibelstellen passend sind.

                2.Kor.12:21 (der Text vor meinem Zitat, das heißt bei mir u.a. auch Kontext):

                "Vielleicht könnte mich mein Gott, wenn ich wiederkomme, in eurer Mitte demütigen, und ich müßte über viele von denen trauern, die früher sündigten, aber ihre Unreinheit und Hurerei und die Zügellosigkeit, die sie trieben, nicht bereut haben."

                Insofern geht es um die traurige Behandlung von sittlichen Verfehlungen im Sinne von Sünde, nicht als Rechtsangelegenheit.

                Und da liegt, meiner unwesentlichen Meinung nach, auch das Problem und die Verantwortung der WTG: In einem "Rechtskommitee" können Sünden/Sünder behandelt werden. Jedoch kann doch dort nicht Recht gesprochen werden. Dazu besteht doch auch gar keine Befugnis. Das maximale was ein Komitee machen kann, ist den Kinderschänder aus der Gemeinde auszuschließen. Aber ist damit dem Recht genüge getan. NIEMALS. Fälle von Kindesmissbrauch und andere Verbrechen kann man nicht auf sich beruhen lassen, nur weil der Täter Reue zeigt oder weil das Opfer ihm eventuell vergeben hat. Aus rechtlicher Sicht kann das nicht genügen. Ansonsten bewegen wir uns in einer Parallelgesellschaft.

                Ich hoffe meine Erklärung war deutlich und umfassend?

                VG

                whopper

          3. Hugo

            Ganz allgemein in die Leserschaft, insbesondere aber an die sogenannten "loyalen" (umkehrunwilligen) Zeugen Jehovas Mitleser, folgende Frage,

            Die zusammenfassenden Feststellungen auf Seite 77 des Zwischenberichts der australischen Untersuchungskommission wurden im Artikel in die deutsche Sprache übersetzt. Eine Übersetzung die sich recht eng am englischen Wortlaut orientiert und diesen (umgangssprachlich) sicherlich vertretbar übersetzt. Erkennbar versucht wurde, eigene Wertungen zu vermeiden. Ob eventuell enthaltene Wertungen der Kommission dadurch immer sehr zutreffend wiedergegeben werden, kann für nachstehende Fragen unbeachtlich bleiben (es soll keine -hierzu unnötige- Übersetzungsdiskussion angestoßen werden). Von durchaus zutreffender Übersetzung in die deutsche Sprache kann also ausgegangen werden.

            Meine Frage ist, ob tatsächlich jemand der Mitleser, insbesondere der Zeugen Jehovas, glaubt, dass die Kommission und eventuell nachgängig urteilende Justiz ernsthaft der Auffassung ist, dass wenn eine Person oder Organisation (Zitat):

            " ...einen ernster Mangel an Verständnis für die Natur und die Auswirkungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern." 

            aufweist, dies für die betreffende Person oder Organisation folgenlos bleiben könnte?

            Weiter zu fragen ist doch, ob nicht JEDE der von der Kommission über die JW Organisation und ihre Führung und Mitglieder gemachten  Aussagen, nicht auch dann zutreffend wäre, wenn sie -statt über "die Organisation" und ihre Mitglieder- über einen pädophilen Täter gemacht werden würde?

            Oder anders formuliert, würde auch nur eine einzige Aussage der Kommission auf Seite 77 dadurch zu einer falschen Aussage werden, dass sie über den pädophilen Täter -statt über die Organisation- gemacht würde?

            -----

            Konkret ausformuliert und gefragt :

             

            Zeigt nicht ein pädophiler Täter "eine schwerwiegende Unkenntnis der Natur des sexuellen Missbrauchs von Kindern."

            Hat ein pädophiler Täter nicht "ein internes Disziplinarsystem ....... für die Behandlung von Beschwerden über sexuellen Missbrauch von Kindern (was nicht) nicht Kind- oder opferbezogen (ist)"

            "Fokussiert" der pädophile (Wiederholungs-) Täters sein 'Disziplinarsystem'  "nicht vielmehr auf die Denkweisen von Männern, die das "Verfahren" leiten, was dem Opfer wenig oder keine Wahl hinsichtlich der Behandlung seiner Be-schwerde bietet.?

            Sind nicht auch die "Die Sanktionen, die innerhalb des internen Disziplinarsys-tems" des pädophilen Täters "verfügbar sind, ... schwach und belassen die Täter des sexuellen Missbrauchs von Kindern zumeist in der Organisation und in der Gemeinschaft."?

            "Berücksichtigt"  nicht auch "die Entscheidung über die Sanktionen, die in Bezug auf einen bekannten oder vermuteten (Tatdrang) (vom Täter selbst) verhängt werden und / oder die Ergreifung von Vorsichtsmaßnahmen, ........ dass (sich selbst) Täter er-neut eine Gefahr ausgehen könnte, nur in unzureichender Weise".? Was (wiederum) ....... "einen ernsten Mangel an Verständnis für die Natur und die Auswirkungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern." zeigt?

            Ist es nicht auch “Die allgemeine Praxis (von pädophilen Tätern), schwere Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern nicht der Polizei oder den Behörden anzuzeigen," ???
            usw.
            usw.

            Müsste die Kommission auch nicht genau gleich bei jedem pädophilen Täter die Feststellung treffen müssen (Zitat):

             „dass keine Beweise vor der Königlichen Kommission dafür erbracht werden konnten, dass die der pädophile Täter eine Rolle oder eine Mitwirkung daran gehabt hat, die weltlichen Autoritäten auf eine Beschwerde über sexuellen Missbrauch von Kindern aufmerksam zu machen, die anschließend von weltlichen Behörden untersucht werden konnte,"???

            ---------

            Nun werden sie Zeugen Jehovas vermutlich auf diesen Passus und Aussage der Kommission stürzen:

            "....dass wir sind davon überzeugt sind, dass es die allgemeine Praxis der Organisation (der pädophilen Täter) der Zeugen Jehovas in Australien ist, der Polizei oder anderen Behörden keine Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern zu melden, es sei denn, dass dies gesetzlich vorgeschrieben ist.“

            Und den Umkehrschluss ziehen wollen, die Kommission sei überzeugt, dass die Organisation der Zeugen Jehovas, wenn es gesetzlich vorgeschrieben wäre, solche Fälle melden würde. Den Umkehrschluss hat die Kommission aber nicht erklärt. Und außerdem sollte hierbei vielleicht berücksichtigt werden, dass es keine gesetzliche Vorschrift gibt, die einem pädophilen Täter vorschreibt, sich selbst zu belasten. 

            Aber wer "falsch lesen möchte", wird falsch lesen. Aussagen der Kommission, genau so falsch wie Bibelverse.

            Nicht umsonst fragt Jesus Christus in Lukas 10:26: Wie liest Du? oder WAS liest DU im Gesetz?

            ---------

            Frage an wohopper: Wo in der Bibel steht, dass Du wehrlose Kinder rechtlich entmachten und im Stich lassen sollst wenn sie nicht zwei Zuschauer beibringen können die ihren Missbrauch bestätigen? Könnte es so einen Fall überhaupt geben? Hätte sich die Betreffenden "Zeugen" nicht selbst strafbar gemacht, wenn sie bezeugen könnten, aber nicht verhindert?

            Hast Du schon mal hiervon gehört:

            https://de.wikipedia.org/wiki/Impossibilium_nulla_est_obligatio

            -------

            Mit Abscheu und Übelkeit muss ich den Rest des Tages verbringen, weil ich Euch das hier "erklären" musste - was jeder weiß! IHR AUCH!

        2. peetha@Petrus111

          naa, .... dann lass mal ..... raus .... :  ´die Katze aus dem Sack´

          mit neugierigen und brdl. Grüssen - .... ick hoffe ..... , nicht ´ toppen zu müssen´ - ein bis die taage

  8. Vergewaltigung ist schon sehr schlimm, doch Kindesmissbrauch - Missbrauch der Hilflosen, eigentlich Schutzbefohlenen - ist so unsäglich schlimmer. (wobei man auch da nicht alle Fälle über einen Kamm scheren darf)
    Wenn man das dann so handhabt, wir es hier mehrfach beschrieben wird, so ist das fast noch schlimmer!  Es wundert mich, das man es anders regelt, als wie es im “Ältestenbuch” steht. Dort steht auf Seite 132:
    “19 Kindesmissbrauch ist eine strafbare Handlung. Niemals sollte ein Ältester dazu anregen, Kindesmissbrauch nicht bei der Polizei oder einer anderen Behörde anzuzeigen. Auf Anfrage sollte man deutlich sagen, dass es jedem selbst überlassen ist, die Angelegenheit anzuzeigen oder nicht, und das deshalb in keinem Fall mit Maßnahmen seitens der Versammlung zu rechnen ist.  Älteste kritisieren niemand, der einen solchen Fall anzeigt. Der Betroffene ist absolut berechtigt, die Angelegenheit anzuzeigen, wenn er das möchte (Gal. 6:5).”
    Noch eine Frage: Die anggebene mutmaßliche Zahl von 1800 Missbrauchsfällen - ist das nur für Kanada und nur für 2015?
    Wünsche euch alles Gute und den Segen unserer beiden Höchsten.  -   Taube

    1. anno2010

      Hallo Taube,

      wie schon mehrfach hier geschrieben, ist dieser Auszug auch schon eine Schande. Denn hier müssen die Ältesten selbst zum Schutz der Kinder tätig werden. Die überwiegende Mehrzahl an Fällen geschieht im familiären Umfeld. Und wenn die Eltern stillhalten, dann wird das Opfer nicht geschützt. Zudem ist die Gefahr groß, dass der Täter auch andere Kinder belästigt. Zudem gibt es Länder in denen, die Ältesten verpflichtet sind dies anzuzeigen und haben es nicht getan, wodurch wie im Falle Campos ein Kinderschänder viele Kinder missbrauchen konnte.

      Zudem können die Ältesten Opfer nicht psychologisch betreuen, denn es sin Laien.

      Was noch viel schlimmer ist, sie können auch nicht 24h den Täter beobachten.

      Aus dem Grund muss so jemand hinter Gitter, um weiteren Schaden abzuwenden.

      Die 7 können sich demnach mit diesem Passus nicht aus der Affäre ziehen.

    2. O.W.Schön@Taube

      JW.ORG: EIN PARADIES FÜR PÄDOPHILE!

       

      Liebe Taube,

      nicht umsonst sprechen die Medien von Jehovas Zeugen als "dem Paradies der Pädophilen". Ich selbst kenne viele missbrauchte Männer und Frauen aus den Reihen der Zeugen Jehovas, jedoch ist mir persönlich nicht ein einziger Fall bekannt, in dem sich die WTG oder ihre Anwälte je schützend vor das Opfer gestellt hätten.

      Prinzipiell stellten sich die WTG-Anwälte schützend vor die Täter, denn das Opfer kann keine zwei Zeugen benennen, das Opfer lügt, das Opfer ist psychisch krank, die Opfer haben sich miteinander abgesprochen und sich gegen den armen Ältesten, den lieben Dienstamtgehilfen, den wunderbaren Pionier und den ach so tollen Kreisaufseher  verschworen usw... !

      Die Liste der WTG eigenen Unrechtsjustiz-Unterstellungen ist lang und könnte auch noch beliebig verlängert werden. Nach außen wahren sie den Schein der Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz, nach innen jedoch herrscht Inquisition und tiefstes Mittelalter!!! Hexenverfolgung, so nannte man diese Art der Rechtssprechung damals, die JW.ORG heute noch weltweit praktiziert.

      Im übrigen handelt es sich bei den 1800 Missbrauchsfällen lediglich um die Anzahl der verhandelten Fälle in Australien. Allein die Zahl der Missbrauchsfälle der nicht verhandelten Fälle im Staat Viktoria/ Australien beläuft sich auf über 6500! Somit dürfte das globale Ausmaß in die Zig-Tausende gehen! Also nochmals für alle stillen Leser, JW.ORG ist ein/das Paradies für Pädophile, ein rechtsfreier Raum, ohne Polizei und Justiz, in dem sich Wiederholungstäter, und das sind viele, gefahrlos austoben dürfen! JW.ORG garantiert ihnen praktisch Straf-Freiheit.

      Mit freundlichen Grüßen

      O.W.S.

       

       

       

       

      1. nada

        Lieber O.W.Schön,

        du schreibt, dass die Medien davon schreiben, dass zj ein Paradies für Pädophile sind.

        Ich habe davon noch nie gelesen und ich lese Spiegel, focus ect.

        Es wäre hilfreich für mich, wenn du die Medien nennen könntest und auch die Artikel, wann und wo erschienen.

        Vielen dank

        Nada

        1. Matthäus

          Weil du den Spiegel erwähnst, liebe Nada - hier eine Quelle:

          http://www.spiegel.de/panorama/kindesmissbrauch-bei-den-zeugen-jehovas-das-bloeken-der-laemmer-a-198436.html

          Dort wird definitv vom Paradies für Pädophile bei ZJ gesprochen.

          Oder gibt das Wort bei Google ein - dort findest du weitere Hinweise!

          LG Matthäus

          PS.: Für Taube - hier wird von über 23.000 Kindesmissbrauchsfällen berichtet:

          http://www.silentlambs.org/answers_de/23720_de.htm

        2. O.W.Schön@nada

          MEISTER DER VERTUSCHTEN WAHRHEIT!

           

          Liebe Nada,

          unser Matthäus hat ja bereits DEN SPIEGEL zitiert, in dem Zeugen Jehovas als "ein Paradies für Pädophile" bezeichnet werden. Zig-tausendfacher Kindesmissbrauch, der systematisch vertuscht wird. In dem Fall sind die Kirchen noch ehrlicher und aufrichtiger als die JW.ORG. Sie geben ihre Schandtaten wenigsten öffentlich zu, während die meisten Zeugen Jehovas alles unter den Teppich kehren und gezielt leugnen.

          So stellte auch die Süddeutsche Zeitung entsetzt fest, dass Jehovas Zeugen über Jahrzehnte hinweg den sexuellen Missbrauch bewusst vertuscht haben. Mehr als 1000 Täter wurden so gezielt und absichtlich von der Wachtturm-Gesellschaft in Australien gedeckt. Infolge dessen konnten viele der pädophilen Wiederholungstäter weiterhin ungeniert eine Vielzahl an Kindern straffrei missbrauchen. NIE wurde Polizei oder Justiz hinzugezogen!!!

          Deshalb, so meine persönliche feste Überzeugung, handelt es sich bei JW.ORG auch um eine psychopathische bzw. um eine soziopathische Organisation. Sie kommt äußerlich im Gewand von 7 Heiligen daher, ist aber im Innern super gefährlich und super bösartig! Ihre Armada von skrupellosen und gottlosen Anwälten hauen (fast) jeden ihrer Triebtäter wieder raus und verklagen schonungslos die Opfer und ihre gebrochenen Eltern. Das absolute Elend der Opfer schert die JW.ORG einen feuchten Dreck!

          http://www.sueddeutsche.de/panorama/australien-zeugen-jehovas-vertuschten-ueber-jahrzehnte-sexuellen-missbrauch-1.2587889

          JW.ORG: Im besten Fall psychotisch und im schlimmsten Fall psychopathisch!

          https://www.uibk.ac.at/ipoint/news/uni_und_gesellschaft/477922.html

          Viele Grüße

          O.W.S.

           

           

           

           

          1. nada

            Nada@OWS

            Danke!

          2. Bella

            Lieber OWS,

            wie Recht Du doch hast! Und dies trifft nicht nur auf das schlimme Verbrechen des Kindsmissbrauchs zu, auch andere skrupellose Verbrecher können im Schutze von JW-ORG ungestraft schalten und walten. Ich erinnere nur an den Akzenta-Skandal. Ein betrügerisches Geldanlagesystem im Schneeballsystem, von JZ für JZ entwickelt und an JZ verkauft. Mein Mann und ich sind Sturm bei der Ältestenschaft gelaufen, um den Dienstamtgehilfen, der den Mist in unserer Versammlung verkauft hat, aufzuhalten, jedoch ohne Erfolg: Wir galten als Unruhestifter und der Bruder blieb Dienstamtgehilfe, selbst, als die Staatsanwaltschaft dem Treiben ein Ende bereitet hat und die Verantwortlichen zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden - immerhin hat man dann diese zumindest ausgeschlossen. Zurück blieben aber tausende geschädigte JZ und dies hätte verhindert werden können, wenn JW ORG richtig gehandelt hätte!

            Und genaus so läuft es mit den Pädophilen, nur dass da der Schaden noch viel, viel schlimmer ist!

            Es grüßt Bella

             

             

  9. Freigeist

    @Hugo - "Bei den Zeugen stand in dieser Hinsicht die „archaische Anwendung“ der „Zwei-Zeugen“-Regel ......... durch die Ältesten in entdeckten Miss-brauchsfällen im Vordergrund."

     

    wie würdest Du diesen Satz wiedergeben?

    1. Hugo

      Lieber Freigeist,

      ich hätte das, was dieser Satz sagen möchte  -wie anzunehmen ist- etwa wie folgt formuliert:

      Im besondeten Fokus der Betrachtung der Untersuchungkommission stand eine von den Zeugen Jehovas behauptete so genannte "Zwei-Zeugen-Regel" wie sie VON IHNEN auch im so genannten Hirtenbuch als eine quasi-gesetzliche interne Regel kodifiziert und auf Missbrauchsfälle angewandt wird."

      ----

      Betonen möchte ich, dass meine Kommentare NICHT als Kritik am Autor oder dem Artikel zu verstehen ist! Sondern einzig und allein auf die volle Wahrheit und nichts als die Wahrheit sowie möglich präzise Wiedergabe der Feststellungen der Kommission.

      Die mit ganz bestimmten Rechtsfolgen verbundenen Terminus Technicus  -Abstufungen in der Schwere der Schuld vornehmende- Termini wie etwa (in Deutsch)  a) Fahrlässigkeit, grobe Fahrlässigkeit billigend in Kauf genommen oder Vorsatz konnte ich bislang nicht vernehmen oder im Text nicht erkannt.

      Aus den -bislang noch- "umschreibenden" Äußerungen der Kommission ist jedoch sicherlich MINDESTENS auf grobe Fahrlässigkeit zu erkennen. Abschließende Feststellungen der Kommission stehen auch nach diesem Zwischenbericht noch aus. Die Dringlichkeit des Erfordernisses weiterer Ermittlungen dürfte kaum angezweifelt werden können. Eben so wenig wie die Totalverweigerung einer Mitwirkung bei der Aufklärung und Verhinderung oder auch nur Vermeidung schwerster Sexualstraftaten. Einer Totalverweigerung wie sie eigentlich nur Tätern selbst zusteht und zueigen ist.

      Für weitere Rückfragen stehe ich -trotz Zeitmangel- jederzeit gern zur Verfügung und danke Dir und allen zunächst für diese Frage.

      Lg

       

  10. FredBocüs@Autor

    Ein Ältester unser Versammlung war sehr fleissig im Dienst und nutzte diese Zeit auch um eine gute Freundin seiner Frau, ebenfalls verheiratet,  zu besuchen um mit ihr intim zu sein. Nach zwei Jahren ist das dann aufgeflogen. Ausschluss und Verlust des Amtes. Dank 'echter Reue' und weiterem fleissigen Predigtdienst leisten wurde er nach einem Jahr wieder aufgenommen und bekam dann etwas später sogar sein Ältestenamt wieder. Alles ok! Kann ja mal vorkommen. Wir sind ja alle unvollkommen.
    Leider, eben wegen seiner Unvollkommenheit passierte ihm das mit der Hurerei später nochmals. Selbe Prozedur wie letztes mal. Heute, Jahre danach, ist er immer noch im Amt und immer noch fleissig.
    Die Frage nach dem Gewissen und der Vorbildfunktion des Amtsträgers muss hier gestellt werden. Denn in der Zeit seiner Vergehen hat er Hirtenbesuche gemacht und eben auch solche Fälle wie den seinen verhandelt, eventuell Ausschlüsse mit vorgenommen und eben auch den Missbrauch von Brüdern in der Versammlung mitgeholfen zu vertuschen.
    Die Tragweite eines solchen Systems, wie die WTG das handhabt, wird durch diesen Bericht aus Australien erkennbar. Wir sind im Februar dieses Jahres auf die Berichte über Missbrauchsfälle gestossen und sind dabei erwacht. Ein Schreiben an die Ältesten beendete eine vierzigjährige Zugehörigkeit zur Sekte im Juni.
    Wir hoffen, dass durch das publik werden der Vorfälle noch möglichst viele erwachen.

  11. Hugo

    "Die Organisation stützt sich, und das gilt selbst im Kontext des sexuellen Missbrauchs von Kindern, auf eine Regel ab, die vor mehr als 2.000 Jahren erdacht wurde."

    Diese Aussage ist unzutreffend !!! Da es eine solche "2-Zeugen Regel" die als "Beweisführungsverfahren" gedeutet werden könnte auch in der Bibel NICHT GIBT, ist diese auch nicht "vor 2000 Jahren erdacht" worden!!!

    Eine solche die Täter "Regel" schützende haben sich die WTG Führer GANZ ALLEIN ausgedacht!!! Und für andere, die dem gefolgt sind, für verbidlich erklärt.

    Der betreffende Bibelvers wurde nie  -das hat die glasklar biblisch (unwiderlegbar) belegt- in der Weise interpretiert wie die WTG dies zum Schutz pädophiler Täter tut. Auch nicht von den Israeliten oder frühen Christen.

    Diese "Regel" ist alleinige Erfindung der Leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas.

    Der Kommenntar und oben zitierte Satz impliziert zwei falsche Tatsachen:

    a) Ein Regel wie sie sich die WTG ausgedacht hat existiert in der Bibel nicht!

    b) wurde nicht "vor 2000 Jahren erdacht" sondern in der Neuzeit von den Zeugen Jehovas.

     

    1. Hugo

      Die Kommission hat -u.a.  an  Hand der Bibel bewiesen- dass das exakte GEGENTEIL. dessen was die Zeugen Jehovas Führung behauptet, biblisch historisch zutrifft an Hand der Sexualstraftat "im Feld".

      Man möge sich die entsprechenden Verhandlungspassagen auf den offiziell veröffentlichen Videos nochmal zu Gemüte führen falls jemand meine Aussagen -oder die der Bibel- bezweifelt!

       

       

  12. Markus

    Ich denke das dies erst der Anfang sein wird ,das der Organisation der Zeugen Jehovas oder JW-Org auf die Finger und auf die Hände geschaut wird.

    Das die Vorfälle des  1000fachen Kindesmißbrauchs die in Australien abgelaufen sind,eine Art Domino Effekt erziehlen wird und andere Länder  in dehnen die Mißstände der Organisation der Zeugen Jehovas zu Tage treten werden,egal ob das mit Kindesmißbrauch oder die Regeln der Sozialen Isolierung durch Ausschlusspraxis zu tun hat,letztendlich der Orginisation der Zeugen Jehovas endgültig und für immer das Genick brechen werden.

    Es dürften Schmerzensgeld und Schadenersatzforderungen,sowie Strafen in Milliardenhöhe auf die Organisation zukommen.

    Letztendlich ist  der Schluss zulässig das DER  GOTT   NAMENS   JEHOVA  SEINE  ORGANISATION SELBST   VERNICHTEN  WIRD

    um es religiös auszu drücken  weil  sich  die Organisation nicht mehr Gott Vater Jehova zugewandt hat sondern mit dem Wiedersacher Satan der Urschlange dem Teufel im Bunde ist und dessen Werke macht

    Jeder erntet das was er saet

    1. Lily

      Auch ich hoffe, dass dadurch ein Stein ins Rollen kommt, den die Org nicht mehr aufhalten kann.

      Ich machte mir die Mühe und habe mir das Videomaterial vom Royal Court angesehen und auch zahlreiche Protokolle ( oder wie das heissen mag ) gelesen. Die Haare stehen einem zu Berge. Auch ob der Unverschämtheit zu Lügen, dass sich die Balken biegen, zB von Jackson.

      Ein Hoch auf Angus Stewart!

      Es ist ein Anfang bestimmt und es wird sich durch einige Länder ziehen .

      Auch hoffe ich inständig, dass viele, viele erkennen, in was für einer Organisation sie sind und den richtigen Schluss daraus ziehen.

      Jedoch....Otto Normalverkündiger wird' s mal wieder nicht lesen, bzw tatsächlich keine Ahnung haben, was da vor sich geht. Oder es dann tatsächlich abstreiten als Satanswerk.

      Wir hoffen auf März 2017. Dann geht's weiter.

      Alles Gute ihr Lieben!

       

      1. Ömmelchen

        'n Abend, Lily,

        ich würde sagen, der Stein rollt bereits. Am Anfang noch langsam und holprig, und man muss vielleicht hie und da nochmal anschieben; aber wenn er erstmal ordentlich Fahrt aufgenommen hat, ist er nicht mehr aufzuhalten. Wir leben in einer Zeit, in der das Thema Sexuelle Gewalt in großen Teilen der Welt aus der Tabu-Zone rausgeholt wurde und öffentlich diskutiert wird. Die Menschheit wird mehr und mehr sensibilisiert und der weltweite Aufschrei gegen diese wohl schlimmste Form der Gewalt wird immer lauter und fordernder. Hinzu kommt das Internet als öffentliche Plattform, auf der sich die Opfer solidarisieren und viele gemeinnützige Organisationen und Opferverbände.

        Nein, der Stein des Anstoßes ist längst nicht mehr aufzuhalten. Und die Verantwortlichen werden nackt gemacht und ausgeweidet und in den Feuerofen geworfen werden. Da können sie dann heulen und mit den Zähnen knirschen soviel sie wollen 😡

  13. Hugo

    Inhaltlich ist diese fälschlich "Beweisregel" genannte Absurdität ein Vorkehrung zum Schutz pädophiler Täter wie jeder klar erkennen kann. Lediglich BISLANG hat das die Kommission NOCH nicht explizit festgestellt. Inhaltlich hat die Kommission diese Aussage indirekt klar aufgezeigt. Insbesondere durch die biblisch ZWEIFELSFREI widerlegte Behauptung der WTG eine solche "Regel" sei allgemeinverbindlich in der Bibel kodifiziert. Dass dies eine Lüge der WTG ist, ist DEUTLICHST und unangreifbar aufgezeigt worden von der Kommission!!!

    Ich bitte DRINGENST diesen Punkt deutlich klarzustellen!!!

  14. Hugo

    An Bruderinfo!

    "Bei den Zeugen stand in dieser Hinsicht die „archaische Anwendung“ der „Zwei-Zeugen“-Regel ......... durch die Ältesten in entdeckten Miss-brauchsfällen im Vordergrund."

    Das ist ein extrem schlechter, die FAKTEN, auch die archaischen (frühzeitlichen) Fakten verfälschender und darüber hinaus die (biblisch richtigen) Feststellungen der Kommission  falsch wiedergebender Satz.

    Ich bitte das unbedingt unverzüglich zu ändern bzw. zu korrigieren!!!

    Unzweifelhaft und biblisch korrekt hat die Kommission biblisch aufgezeigt und richtig festgestellt, dass es NIEMALS, auch in archaischen Zeiten, eine solche "Beweisregel" NIE GEGEBEN hat!

    Bitte korrigiert das umgehend!

     

    1. Hallo Hugo,
      könntest du mir bitte erklären, was du genau meinst?
      Denn nach 5.Mose 17:6; 19:15 gibt es die Regel, dass allein nur von einem Zeugen durfte niemand verurteilt werden!  Denn der EINE könnte nur aus niedrigen Beweggründen was falsches behaupten und man soll nicht Anklägern immer nur glauben und Beschuldigten nicht, noch umgekehrt.
      Das muss dann gesondert untersucht werden.
      Aber auch wie heute in der Rechtsprechung: Wo keine Täter da auch keine Opfer.  Polizei kann Mörder wegen Mord verurteilen, wenn die Leiche da ist.

      Mir geht es hier aber mal nur um die "Zwei-Zeugen-Regel", ohne anderes jetzt weiter zu thematisieren.
      Ist logisch dass beim Missbrauchsfällen zu 99,99% keine zwei oder drei Zeugen dabei gewesen waren.  Das muss natürlich auch untersucht und geahndet werden....

      Gruß
       

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