Gewinne den Kampf um deine Gedanken

So lautet die Überschrift eines Artikels im Studienwachtturm vom Juli 2017.  Er beginnt mit dem Satz: „Du stehst unter Beschuss! Dein größter Feind, Satan, greift dich mit einer gefährlichen Waffe an: Propaganda.“ Was dann folgt, klingt vernünftig und entspricht unserer allgemeinen Wahrnehmung. Propaganda wird im Artikel so definiert:

„Hier ist damit gemeint, das Denken und Handeln anderer bewusst durch einseitige oder irreführende Informationen zu beeinflussen. Manche beschreiben Propaganda als Lügen, Verfälschungen, Betrug, Manipulation, Gehirnwäsche [und] psychologische Kriegführung und verbinden sie mit unethischen, schädlichen und unfairen Taktiken (Propaganda and Persuation).“

Im Verlauf des Artikels wird darauf verwiesen, dass die Beeinflussung durch Propaganda unmerklich und heimlich erfolgt. Das erinnert an Dr. Joseph Goebbels, der das Geheimnis der Propaganda darin sah, dass sie ihre Opfer, ohne dass sie es merken, durchtränkt und sie zum gewünschten Handeln veranlasst.

Im Artikel findet man gute Gedanken, die man einfach akzeptieren muss, wenn  z. B. darauf hingewiesen wird, dass Satan, gemäß der Bibel, immer mit Propaganda arbeitet, um den Sinn zu verblenden, dass die Bibel die einzige zuverlässige Quelle der Wahrheit ist, dass sich kein Mensch vom Bibellesen abhalten lassen sollte, dass Satan nicht will, dass wir einen klaren Gedanken fassen und dass Propaganda dann am wirkungsvollsten ist, wenn Menschen vom klaren Denken abgehalten werden. Es wird auch darauf verwiesen, dass man sich nicht einschüchtern lassen soll, wenn Propaganda Angst davor erzeugt, sich mit der Wahrheit zu befassen (sprich: Hüte dich vor Abtrünnigen!).

Und damit ist man schon beim eigentlichen Thema angelangt: Es geht den Verfassern darum vor Abtrünnigen, die die Einheit schwächen wollen, zu warnen. Vor denen, die Misstrauen gegen die Führung durch den „treuen und verständigen Sklaven“ säen.

Abtrünnigkeit in der Bibel und bei der WTG

Die Bibel spricht durchaus von Abtrünnigen. Fast fünfzigmal wird in den Schriften vor dem Abfall vom Glauben gewarnt, vor Betrügern, die sich heimlich einschleichen und von Menschen, die einen Irrtum verbreiten.

Sie meint damit alle, die von Christus und seiner Bedeutung ablenken oder ihn relativieren wollen. Jeder, der Jesus nicht als Herrn über sich anerkennen will und verleugnet, was er gemäß der Bibel ist – nämlich der Erlöser und der Weg zu Gott  – ist ein Antichrist, ein Abtrünniger.

Für die WTG ist das etwas anders, denn sie hat Abtrünnigkeit zum allgemeinen Schreckwort gemacht. In den Schriften der WTG, wird dem Thema „Abtrünnigkeit“ ein großer Raum gewidmet. Daraus spricht große Angst. Aber was könnten Abtrünnige der WTG antun? Nun, wenn sich die Abtrünnigen nach dem Ausschluss  bedeckt hielten, wäre es ja kein Problem. Aber sie reden und schreiben gegen die WTG! Und deshalb müssen sie geächtet werden. So wird der Begriff „Abtrünniger“zu einem Schreckwort und jeder, der es hört, soll bitte an das Schlimmste denken und davor zurückweichen, sich mit einem abzugeben. Auch hier dient die Propaganda dazu, Menschen mit anderer Meinung zu verteufeln und sogar den Kontakt unmöglich zu machen, denn: Wer mit Abtrünnigen Kontakt hat, wird seinerseits auch rigoros aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.

Statt geistiger Auseinandersetzung: Verteufelung Andersdenkender

Man findet in diesem Zusammenhang nichts Konkretes. Kurz: Alles, was der WTG – Belehrung konträrläuft, bedeutet Abtrünnigkeit! Dazu gehört dann auch jede berechtigte Kritik, jedes Hinterfragen von Lehrpunkten und ihrer biblischen Begründung, jeder Zweifel an der Lauterkeit der Führungspersonen, jede gewissenhafte und biblisch begründete Entscheidung für eine reine Nachfolge Jesu Christi und jeder Zweifel an der Organisation. Jede Kritik am unethischen Verhalten und an Gesetzlosigkeit wird als Angriff Satans gewertet. Und wer Kritik vorbringt, ist ein Küchenhelfer Satans!

Es heißt dazu:

„So geht auch Satan vor. Er versucht immer wieder, dein Vertrauen in die Menschen zu untergraben, durch die Jehova sein Volk anleitet.

Wie kannst du dich davor schützen? Nimm dir fest vor, zu Jehovas Organisation zu stehen. Folge loyal der Leitung durch seine Diener, welche Unvollkommenheiten auch auftauchen mögen. (1. Thes. 5:12, 13). Lass dich nicht schnell erschüttern und von deinem vernünftigen Denken abbringen, auch wenn Abtrünnige oder andere Betrüger scheinbar schwerwiegende Vorwürfe vorbringen wie plausibel sie auch erscheinen (2. Thes. 2:2; Tit. 1:10).“

Der Wolf im Schafspelz

Ja, so MUSS man es schreiben, damit man glaubwürdig erscheint! Hier kommt der raubgierige Wolf im Schafspelz. Hier tritt der Brandstifter als Feuerwehrmann auf – hier ruft der Dieb: „Haltet den Dieb!“ Was haben wir gerade gelesen?

„Folge loyal der Leitung durch seine Diener, welche Unvollkommenheiten auch auftauchen mögen … auch wenn Abtrünnige oder andere Betrüger scheinbar schwerwiegende Vorwürfe vorbringen.“

Soll das schon mal ein Freibrief für kriminelles Verhalten sein? Mit anderen Worten: „Egal, was passiert – folge immer unserer Leitung! Egal, welche Skandale noch aufgedeckt werden: Folge immer unserer Leitung! Egal, was dein Gewissen dir sagt: Folge immer unserer Leitung! Egal, was die Bibel sagt: Folge immer unserer Leitung!“ Darf man als gewissenhafter Mensch – als Christ – dieser unsittlichen Forderung, nach blindem Gehorsam und unerschütterlichem Vertrauen in eine Führung, folgen? Darf man Menschen derart erhöhen? Darf man seine christliche Verantwortung so leicht abgeben?

Die Führung der Zeugen Jehovas hat augenscheinlich eine hohe Meinung von sich und sie will, dass alle ihre Mitglieder sich hier blind dieser anschließen! Was ist das anderes, als Götzendienst?! Folge nicht der Leitung Jesu Christi, nicht dem Schöpfer, nicht dem Geist Gottes, nicht deinem Gewissen – sondern dem Sklaven, egal was kommt. Aber alles, was einen Platz neben oder über Jesus beansprucht, ist ein Götze!

Es ist mir kein Text aus den christlich-griechischen Schriften bekannt, der eine derartige Forderung untermauern oder belegen könnte!  Als die Korinther anfingen, Paulus, Kephas oder Apollo nachzufolgen, sich also zu einem Menschen zu bekennen, da lehnte Paulus das kategorisch ab. Er hat sich und seine Mitapostel als Diener gesehen und gab Christus alle Ehre. Er sagte klar, dass, ohne das Primat des Christus, der ganze Glaube nutzlos sei. (1. Kor. 1:11-17) Man sollte nicht SEINER  Führung folgen, sondern dem Christus! Also ist der Standpunkt der Bibel klar.

Wie sich die Apostel sahen – im Gegensatz zur WTG

Die Apostel sahen sich als Diener, als Mitarbeiter an der Freude ihrer Geschwister. Das sagten sie nicht nur so dahin, nein, sie lebten es und wir vertrauen ihnen, weil sie ein wirkliches Vorbild sind, die es nicht nötig hatten, immer wieder propagandistisch zu betonen, wie edel, liebevoll, anständig und aufrichtig sie selbst waren. Ja, die Apostel hatten es nicht nötig, auf Tricks wie Propaganda zurückzugreifen, um ihre Glaubwürdigkeit zu betonen, um Vertrauen und Gehorsam einzufordern.  Der „Sklave“ hingegen muss die Propagandatrommel schlagen, weil er es nötig hat.  Nur: die Wahrheit benötigt keine Propaganda, einzig die Lüge ist darauf angewiesen! Die Propaganda ist das Lebensblut- und Elixier der Lüge!

Verbot des eigenen Denkens

Wenn man die guten Ratschläge aus dem erwähnten Artikel anwendet, dann sollte doch schnell klar werden, was Lüge und was Wahrheit ist, denn die Bibel wird als zuverlässige Quelle der Wahrheit genannt. (2. Tim. 2:16) Es sollte klar werden, wenn nicht die Propagnada der WTG gerade das verhindert, was sie selbst empfiehlt.

Denn jeder Zeuge Jehovas weiß, dass ein freies Bibelstudium und ein freier Austausch von Gedanken, außerhalb des „Wachtturm-Schemas“, verboten ist! Das machen ja nur die „Abtrünnigen“!

(Siehe kmx 9/2007: Brief der Leitenden Körperschaft) Für einen Zeugen Jehovas sind von vornherein nur solche Gedanken zulässig, die von der Leitenden Körperschaft vorgedacht und fabriziert worden sind. Und das sind alles Gedanken, die in ihre Sonderlehren hineinpassen, aber nicht in die Bibel! Wendet man sich der Bibel objektiv zu, dann fallen diese Sonderlehren wie ein Kartenhaus zusammen. (Man entkräftet z. B. nur die von 1914 und schon stürzt alles übrige zusammen.)

Das edle Beispiel der Beröer wird entehrt

Wie oft wurde schon im Wachtturm lobend auf die edle Gesinnung der Beröer hingewiesen! Wie oft wurde von uns gefordert, ihr Beispiel nachzuahmen! Aber warum haben das bisher nur wenige getan? Was hat sie davon abgehalten, die Aussagen der WTG, anhand der Bibel, zu überprüfen?  Ich zitiere ein WTG-Argument:

„Wir können aus dieser Betrachtung Nutzen ziehen. Haben wir einmal festgestellt, welches Instrument Gott als seinen Sklaven gebraucht, um sein Volk mit geistiger Speise zu versorgen, dann ist es Jehova bestimmt nicht wohlgefällig, wenn wir diese Speise so annehmen, als enthielte sie etwas Schädliches. Wir sollten dem von Gott gebrauchten Kanal vertrauen. Im Hauptbüro in Brooklyn, dem Ausgangspunkt der biblischen Literatur der Zeugen Jehovas, befinden sich mehr reife christliche Älteste bestehend aus Gliedern des Überrests und der anderen Schafe als an irgendeinem anderen Ort der Erde.“ (wx 81, 15.5. S. 18,19)

So einfach also ist der Sachverhalt? Die geistige Speise enthält nichts Schädliches? Man muss sie deshalb nicht kritisch beleuchten? Man kann sie ungeprüft schlucken?  Und das deshalb, weil in Brooklyn mehr reife christliche Älteste, bestehend aus Gliedern des Überrests und der anderen Schafe, als an irgendeinem anderen Ort der Erde, sind? Was war denn Paulus, dass sich die Beröer erdreisteten, seine Aussagen, anhand der Schriften, zu prüfen? Paulus hat sich das gefallen lassen, weil er die Wahrheit nicht fürchtete! Deshalb muss man hier fragen: Hat die WTG etwa die Wahrheit zu fürchten? Es sieht ganz danach aus, denn sonst würde man auch nicht behaupten, dass keine Überprüfung mehr nötig sei, weil die LK schon vorgearbeitet hat! Ja, so wird es dargestellt! Beröer ade! Und hier noch ein Zitat, das alle Leser der Wachtturmliteratur beruhigen soll:

„Aber das, was die Organisation des treuen und verständigen Sklaven in den letzten 100 Jahren getan hat, zwingt uns, dasselbe zu sagen wie Petrus. Als Jesus seine Apostel fragte, ob auch sie ihn verlassen wollten, erwiderte er: Zu wem sollen wir gehen? (Joh. 6:66-69). Es besteht kein Zweifel, daß wir alle zum Verständnis der Bibel Hilfe brauchen. Wir können die notwendige biblische Anleitung nicht außerhalb der Organisation des treuen und verständigen Sklaven finden.“ (W81 15.5. s. 18,19)

Da Propaganda die Tatsachen verdrehen muss, wird auch noch der Sinn des Zitats aus Joh. 6:66-69 entstellt, denn Petrus sprach hier ausdrücklich davon, zu Jesus zu gehen, nicht zu irgendwelchen Menschen! Und dann folgt noch die unverhohlen propagandistische Behauptung, dass die Hilfe zum Verständnis der Bibel, nur in der Organisation des treuen und verständigen Sklaven zu finden sei!  Soweit ich feststellen konnte, standen alle Exegeten immer auf der Schulter von Riesen. Aber die WTG, mit ihren unbiblischen Sonderlehren, hat dieses falsche Bibelverständnis natürlich nicht von anderen erhalten. Das findet man tatsächlich nur in der Organisation.

Und es wird geglaubt!

Es wird geglaubt, weil es sich um Menschen handelt, die man mit geistigen Kleinkindern vergleichen kann. Paulus legt das Problem bloss. In 2. Kor. 11:3, 4 ist zu lesen:

„Ich fürchte nur, dass es euch wie Eva geht, die damals durch die Falschheit der Schlange verführt wurde. Genauso könnten eure Gedanken von der aufrichtigen Hingabe an Christus abkommen. Denn wenn einer zu euch kommt und einen anderen Jesus predigt als den, den wir euch vorgestellt  haben, und wenn ihr einen andersartigen Geist empfangt als den, den ihr erhalten habt, oder ein anderes Evangelium als ihr angenommen habt, dann ertragt ihr das gern.“

Im Brief an die Epheser (4:13-16) schildert Paulus, wozu Jesus Christus wirkt und Gaben in Form von Menschen gegeben hatte:

… mit dem Ziel, dass wir alle die Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes erreichen; dass wir zu mündigen Christen heranreifen und in die ganze Fülle hineinwachsen, die Christus in sich trägt. Dann sind wir keine unmündigen Kinder mehr, die sich vom Wind aller möglichen Lehren umtreiben lassen und wie Wellen hin- und hergeworfen werden Dann fallen wir nicht mehr auf das falsche Spiel von Menschen herein, die andere hinterlistig in die Irre führen. Lasst uns deshalb fest zur Wahrheit und zur Liebe stehen und in jeder Hinsicht zu Christus, unserem Haupt, hinwachsen. Von ihm wird der ganze Leib zusammengefügt und durch verbindende Glieder zusammengehalten. Das geschieht in der Kraft, die jedem einzelnen Teile zugemessen ist. So bewirkt Christus das Wachstum seines Leibes: Er baut sich auf durch Liebe.“

Geistige Kleinkinder, die leichtgläubig, naiv und ahnungslos sind, werden vom Wind aller möglichen Lehren, wie Wellen hin- und hergeworfen. Sie fallen leicht auf Menschen herein, die sie hinterlistig in die Irre führen. Sie haben es vielleicht nicht lernen können, fest zu Christus zu stehen, weil man ihn in der WTG auf einen der hinteren Plätze verbannt hat. Der treue und verständige Sklave hat sich selbst zum Hausherrn gemacht, er hat sich auf den Stuhl Moses gesetzt und schlägt die Hausknechte mit Hilfe seiner Theokratischen Gesetzgebung. (Luk. 12:41-46; Mat. 23:2-4; Mat. 15:9)

Diese geistigen Kleinkinder müssen auch mit einer grenzenlosen Vergesslichkeit geschlagen sein, denn wie bringt es ein geistig gesunder Mensch fertig, im Wechselwind, der sich oft widersprechenden WTG-Lehren und unerfüllten Voraussagen, geistig gesund zu bleiben? Auch das ist das Resultat dieser Propaganda. Sie ist ein giftiges Gesöff, das scheinbar gut schmeckt, den Verstand vernebelt und eine Amnesie erzeugt. Wenn die Propaganda der WTG diese Wirkung hat, dann ist sie sehr gut. Da hätte Dr. Goebbels noch etwas lernen können!

Wir haben eine machtvolle Hilfe!

Wir sind oft Opfer von Propaganda, aber wir müssen es nicht bleiben. Wir sind der religiösen Propaganda durch die WTG nicht schutzlos ausgeliefert! Es ist sehr wichtig, sich das klarzumachen. Propaganda will immer das eigene Denken abnehmen oder unterdrücken. In der Wachtturmliteratur wird das unabhängige Denken verteufelt. Wie versteht die WTG unabhängiges Denken? Es ist für sie jedes Denken, das sich auf anderen Bahnen bewegt als denen, die von ihr zugelassen sind. Innerhalb der Organisation gibt es eigentlich kein unabhängiges Denken, sondern nur das Aufnehmen und Nachbeten der WTG-Propaganda, von der man sich abhängig machen soll, damit man eben nicht mehr unabhängig denkt! So sieht geistige Versklavung am Ende aus.

Für jeden Christen aber sollte dies gelten und damit kann er erfolgreich der Propaganda widerstehen und begegnen:

„Natürlich sind wir auch nur Menschen, aber wir kämpfen nicht wie Menschen dieser Welt. Denn die Waffen unserer Kampfes sind nicht menschlich, sondern es sind die mächtigen Waffen Gottes, geeignet zur Zerstörung von Festungen. Mit ihnen zerstören wir Gedankengebäude und jedes Bollwerk, das sich gegen die Erkenntnis  Gottes erhebt, wir nehmen jeden solcher Gedanken gefangen und unterstellen sie Christus.“ 2. Kor. 10:3,4

Wir werden mutig, wenn Gott und Christus es wollen!

Um das tun zu können, muss man den Mut haben, falschen Gedanken zu widersprechen, man muss mit sich selbst ehrlich sein und darf sich nicht davor fürchten, sich selbst zu korrigieren, wenn es die Bibel so will. Das erfordert ein großes Maß an innerer Wahrhaftigkeit. Und es ist auch ein Reifeprozess. Wenn es da einen Mangel gibt, kann man dafür beten und darum bitten! Die Bitte wird erfüllt werden, denn Jehowah hat Gefallen an Wahrhaftigkeit:

„Ja, du hast Gefallen an der Wahrheit, die ein Mensch in seinem Innern sucht. Forsche ich nach ihr im Verborgenen, soll deine Weisheit mich dabei leiten.“ (Psalm 51:8)

Wir tragen die Verantwortung für unseren Glauben!

Die eigene Verantwortung verpflichtet uns zum genauen Hinsehen. Niemand kann sich damit herausreden, etwas nicht gewusst zu haben. Wollte man sich herausreden, könnte Jesus sagen: „Ich habe dich gebeten, deinen Glauben selbst zu prüfen. Warum hast du es nicht getan?“ Hat Paulus umsonst geschrieben, dass man immer wieder prüfen soll, ob man im Glauben ist? (2. Kor. 13:5) „Aber prüft mit meinen Worten, und nicht mit den Menschengeboten der WTG! Stellt ihre Propaganda meinen Worten gegenüber, und ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Lüge als solche entlarven.“ Man möge mir verzeihen, wenn ich Jesus diese Worte, zur Verdeutlichung dieser Aussage, in den Mund lege.

Mit der Propaganda der WTG, wird jedes freie Wort erstickt, wird das Bewusstsein vergewaltigt und der Mensch versklavt, damit andere Menschen über ihn herrschen können. Interessanterweise findet man bei Jesus und den Aposteln nicht die Spur von Propaganda. Wenn Jesus und die Apostel argumentierten, dann war das Wort Gottes der alleinige Maßstab. Wenn sie an uns Menschen appellieren, dann bauen sie auf die Liebe und rechnen mit der Einsicht, dann vertrauen sie auf den Geist Gottes, dieser mächtigen Kraft zum Guten. Sie hatten es nie nötig, zu drohen und Angst zu erzeugen. Sie sprachen immer als Freunde, zum Herzen der Menschen und hatten einen tiefen Respekt vor Gott, der Wahrheit, der Gerechtigkeit und dem Gewissen des Menschen.


Meleti Vivlon von bereoans.net schrieb auch einen Kommentar zu diesem Artikel. Hier die Übersetzung

Mag ich nicht (7)

79 Kommentare zu “Gewinne den Kampf um deine Gedanken

  1. Ulla

    Liebe Nada,

    nein, bitte nicht nur still mitlesen!

    Ich habe mich echt gefreut, von deinem Ehrenamt zu hören, ich mach seit Anfang des Jahres genau dasselbe: Demenzkranke mit betreuen. Das ist soowas von stärkend: Oftmals geht man mit einem flauen Gefühl los und kommt dann mit einem groooßen Rucksack an Freude nach Hause!

    Ich habe eine kleine Chihuahua Hündin, die es von Baby auf kannte, meine Mama im Pflegeheim bzw. Hospiz mit zu besuchen. Nach dem Tod meiner Mama hab ich mich für ein Ehrenamt beworben und es macht sehr glücklich, anderen helfen zu können.

    Da ich berentet bin, kann ich nicht täglich arbeiten, aber ich habe eine feste Zeit unter der Woche, wo ich mit meinem Hund in eine Demenz WG gehe, um dort mitzuhelfen.

    Die Worte unseres Bruders Jesus Christus haben sich als wahr und echt erwiesen: "Beglückender ist Geben als Nehmen." Mein Hund mag die Leute dort, schmust mit ihnen, lässt sich streicheln, begleitet uns beim Spazierengehen mit oder ohne Rollstuhl. Der "Zuneigungs-Winkel" zwischen Demenzkranken und meinem Hund beträgt 37 Grad, grins....

    Nada, ich würde mich freuen, wenn wir uns austauschen könnten über unsere Erfahrungen. Ich schreibe jede Woche einen Bericht an die WG und die fanden das so berührend (wie ein Laie Demenzkranke erfährt und fühlt), dass daraus ein kleines Büchlein werden wird!

    Kannst mir auch gerne schreiben, Nada: megan.moosbach@gmail.com

    Freue mich auf dich!

    Liebe Sonntagsgrüße

    Ulla aus Nürnberg

  2. Noomi an Jesu kleiner Bruder

     
    Lieber JkB
    Gehe mit dir einig. Habe einmal eine christl. Broschüre gelesen; in der der Autor schrieb: “Ich lese ein Brief im NT nicht nur einmal, sondern immer wieder, bis ich die inhaltliche Botschaft verinnerlicht habe. Das ist bei mir eingefahren!!
     
    Die meisten JZ glauben, dass sie regelmässig in der Bibel lesen, wenn sie täglich den Tagestext lesen. Das meinen sie mit Bibellesen. Auch wenn es solche gibt, die am Bibelleseprogramm teilnehmen, heisst das noch lange nicht, dass sie sich das Geschriebene verinnerlichen, darüber nachdenken und Schlüsse daraus ziehen. Von Nachforschen wollen wir schon gar nicht reden, das überlässt man lieber Anderen. Es ist eben nur ein Programm, das absolvieren man sich genötigt fühlt.
     
    LG Noomi
     
     
     

    1. Iris

      Liebe Noomi und Jesu kleiner Bruder ,

      damit habt ihr völlig recht . Über den Tagestext habe ich schon eher nachgedacht , da hier noch ein Kommentar dazu geschrieben wurde , der uns natürlich wieder in die falsche Richtung gedrängt hat .

      Das Bibelleseprogramm hat man aus Pflichtgründen gelesen , um kein schlechtes Gewissen zu haben . Ich hatte sehr wenig Zeit dazu , da ich neben Haushalt und vier Kindern , auch noch ,, schnell " in den Predigdienst gehen ,, mußte ". Da bleibt nur wenig übrig zum Nachdenken . So habe ich es vierzig Jahre gemacht ! Da bleibt die Liebe zu unserem himmlischen Vater aus Zeitgründen auf der Strecke !

      Wenn ich jetzt beim Lesen in der Bibel nachdenke , ( jetzt habe ich Zeit dazu ! ) dann habe ich seit unserem Ausstieg im April , soviel wichtiges erfahren , wo ich früher darüber hinweggelesen habe . Mir ist inzwischen so vieles klar geworden , was die zwischenmenschlichen Beziehungen anbelangt . Da alle Außenstehenden für uns Weltmenschen waren , und wir ja , so die Aussage der JW.Org , sozialen Dienst leisten , indem wir predigen gehen ! und das sollte genug sein .

      Das ist in meinen Augen Menschenverachtung . Wie die Pharisäer , die auf der anderen Straßenseite gingen , um den Verletzten nicht helfen zu müssen !

      Jesus ist für alle ! Menschen gestorben , auch für die sogenannten Weltmenschen !

      Denken die ZJ denn , daß die vielen liebenswerten Menschen die rund um sie sind , den Tod verdient haben ? ..........Jesus war barmherzig und liebte alle Menschen , egal was sie vorher getan hatten .

      Auch wir die sogenannten Abtrünnigen , haben nichts verbrochen , daß wir soviel Verachtung verdient hätten , selbst von den eigenen Kindern und Enkelkindern . Aber wir lieben sie immer noch , weil sie , wie wir vorher auch , die richtige Liebe zu Gott und den Mitmenschen verlernt haben .

      Durch intensives , unbeeinflußtes Studium der Bibel , können sie , das was zwischen den Zeilen steht , erst richtig erkennen und dann werden sie erst frei sein . Das wünsche ich Ihnen .

      Liebe Grüße

      Iris

    2. Edelmuth an noomi

      Hallo noomi

      Früher war das Bibelleseprogramm auf die Inhalte der gelesenen Bibelstellen ausgerichtet und was dem Leser besonders daran gefiel. Das führte oft zu Kommentaren, die den Ältesten bzw. dem Sklaven nicht gefielen und bestimmte Brüder wurden daran als Abtrünnige erkannt mit den üblichen Schikanen initiiert durch die Ältestenschaft in Abstimmung mit Selters.

      Daraus haben sie gelernt. Heute soll der Bruder die Bibelstelle unter der Prämisse lesen, wie er das Gelesene im Predigtdienst zur Verherrlichung der Organisation anwenden kann. Damit wird sein selektives Wahrnehmungsvermögen auf ganz andere Schwerpunkte fokussiert. Auch das freie Kommentieren ist unerwünscht. Er soll lediglich die gestellten Fragen beantworten. Das Programm ist vollständig auf die Unterweisung der Brüder ausgerichtet.

      Wer glaubt eigentlich, dass die ersten Christen in die Synagoge gegangen sind, um sich von den Pharisäern unterweisen zu lassen? Sie wollten sich mit ihren Glaubensbrüdern über den Glauben austauschen und damit die Bande stärken! Was sonst?

      Nur so bekommt die Aufforderung Jesu einen Sinn:

      (Hebräer 10:24-25) . . .Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, 25 indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.

      Ede

      👍👍

    3. Fanny

      Fanny@ Noomi

      Liebe Noomi,wie soll man auch noch Zeit haben über biblische Aussagen nach zu denken wenn man Woche für Woche sein Pensum zu erledigen hat und dann noch für die Familie da sein soll.

      Ich glaube schon,da ß einige die Bibel lesen und studieren aber bei Fragen wird in den WTG Publikationen nachge schlagen.Und somit schließt sich der Kreis wieder. Eigene Gedanken können auch nur sehr begrenzt in der Zusammenkunft geäußert werden.Eigene Gedanken nur wie in einen Gefangenenchor  .

      Beim Wachtturm ist es doch so,dass man eh schon weiß was geschrieben steht sobald man das Thema ließt.Nachforschen wegen Zeitberechnungen und der gleichen ist nicht klug ,da von Satan beeinflußt.Eine Schwester mit der ich mich auch privat getroffen hatte ,sagte mal spaßeshalber zu mir ob ich keine Zeit hatte den Wachturm zu studieren.? Na ja,er war halt nicht bunt bemalt😁

      Wie du schon sagtest ,dass Programm ist vorgegeben!

      Ist doch schön ,dass wir unsere Gedanken schweifen lassen dürfen und immer wieder zu Jesus und seiner Liebe zurück kehren müssen weil er Wahrheit ist.

      Liebe Grüße an dich

      Fanny

  3. Jesu kleiner Bruder

    Die übertriebene einseitige Hervorhebung  einer Einzelheit lässt die größere Restmenge in den Hintergrund rücken!

    Man muss verstehen, mit welcher Propaganda-Masche die WT-Indoktrination arbeitet. Zur Verdeutlichung bringe ich eine Beispiel:

    Frage an alle Noch-Z.J.: Woran denkt ein Zeuge Jehovas wohl als Erstes, wenn er aufgefordert wird, eine Stelle aus dem Epheserbrief zu zitieren? - Nun, ein hoher Prozentsatz der Befragten wird ohne mit der Wimper zu zucken und wie aus der Pistole geschossen antworten: "Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in Gemeinschaft mit dem Herrn ..." (Epheser 6:1). Doch, was sagt uns diese prompte Antwort? Nun, dass in der WT-Belehrung diese Bibelstelle aus dem Epheserbrief seine sehr, sehr starke Gewichtung bekommen hat. Wird ein Durchschnitts-Z.J. wohl schnell ein weiteres Zitat aus dem Epheserbrief aus dem Stehgreif bringen können? Wohl eher nicht. (Mache bitte selbst den Test in deiner eigenen Versammlung!) Wer den Epheserbrief nur mit der Aussage aus Epheser 6:1 in Verbindung bringt (Kindererziehung), der fügt dem Epheserbrief aber unerlaubt eine starke Mengen-Amputation bei. Denn die Kernaussage des Epheserbriefes ist von weit tiefreichenderer Bedeutung, als nur über Kindererziehung zu sprechen. Das Bibelbuch hat 6 Kapitel. In den Kapiteln 1 bis 3 wird Punkt für Punkt aufgezählt , welche verschiedenen Segnungen eine Person erhält, die Jesus Christus als ihren Herrn annimmt. Die Kapitel 4 bis 6 schließlich beschreiben, welches Verhalten sich in der Praxis aus der Erlösung eines Christen ergibt. Dadurch, dass die WT-Literatur ein Nebenthema (Epheser 6:1) sehr, sehr stark in den Köpfen ihrer zu indoktrinierenden Schäfchen verankert, lässt sie sie aber über die Hauptaussagen dieses wichtigen Lehrbriefes bewusst in Unkenntnis. Wer Jesus Chirstus nachfolgt, hat das Anrecht auf das Gesamtpaket an Segnungen - nicht nur auf einzelne Aspekte. Nein, ganz und gar nicht. Er ist eingeladen, alle Segnungen insgesamt für sich anzunehmen: Die Auserwählung (ja) und die Vorherbestimmung (ja) und die Sohnschaft (ja) und die Begnadigung (ja) und die Erlösung (ja) und die Vergebung (ja) und die Versiegelung (ja) und den heiligen Geist (ja) und die Erkenntnis (ja) und die Mitauferweckung und die Mitversetzung in die himmlischen Regionen (ja) und die "neue Schöpfung" (ja) und der "neue Mensch" (ja) und der "eine Leib" (ja) und Gottes Hausgenossen (ja) und der heilige Tempel (ja) und die Wohnung Gottes (ja) und Miterben und Mitteilhaber der Verheißung (ja) und ... und ... und ... und .... !!!

    Durch die Hervorhebung eines verhältnismäßig unwichtigen Details wird der eigentliche und wichtigere Hauptgedanke des Epheserbriefes der Allgemeinheit der Z.J. vorenthalten. So funktioniert Propaganda und Indoktrination. Das muss man durchschauen!

    Bitte, lies dir die ersten 3 Kapitel aus dem Epheserbrief wieder und wieder (auch in anderen Bibelübersetzungen!) aufmerksam durch, damit du versteht, worauf du als Nachfolger Jesu Christi ein Anrecht hast und was dir die WT-Indoktrination vorenthalten will!!

  4. Micha

    Lieber  Edelmuth

    Dein Kommentar an Birgit trifft den Nagel auf den Kopf. Benutzen Jahwe und Jesus den Heileigen Geist nur um 7 Männer als einen weiteren Mittler zwischen  Gott und den Menschen einzusetzen, wider aller Zeugnisse der Schrift? Genau dieser sinngemäße Satz von dir spricht mir geradezu aus dem Herzen. Besser hätte ich diesen Gedanken nicht zu Papier bringen können.

    Vielen Dank lieber Bruder Edelmuth

    Micha

  5. elias

    https://www.wp.de/staedte/menden/zeugin-jehovas-weiter-in-u-haft-id211892215.html

    Offenbar hat eine Schwester, die ausgeschlossen werden sollte, einen leeren Königreichsaal angezündet. Zu den Motiven kann die Polizei noch keine Auskunft geben. Interessant wäre zu erfahren, aus welchen Gründen die Frau ausgeschlossen werden sollte. Womöglich sind bei ihr aus Angst vor der sozialen Ausgrenzung die Sicherungen durchgebrannt.

    1. arnod

      Dass sich die betreffende Person in U-Haft gegen die strafrechtlich ÄUSSERST kritischen Methoden der Zeugen Jehovas in dieser Weise gewehrt hat ist natürlich strafrechtlich bedenklich.

      Dass sich die Person gegen die Angriffe der Zeugen Jehovas auf das persönliche Lebensumfeld der Frau zur Wehr setzt ist dagegen selbstverständlich völlig legitim! Darüber kann es keinen Zweifel geben.

      Ps:

      ich erwäge eine Mail an den zuständigen Staatsanwalt zu schreiben und ihn über die Methoden der Zeugen Jehovas und deren Falschanklagen und Irreführung der Justiz aufzuklären. Ich werde ihn so höflich wie dringend bitten, aus diesem dilettantisch durchgeführten Verzweiflungsakt keinen "Anschlag" zu konstruieren und auch den Notwehrgedanken ernstlich und gewissenhaft zu prüfen und nicht zu vernachlässigen, da die Zeugen Jehovas regelmäßig ebenfalls direkte Angriffe vermeiden und indirekt auf die Beziehungen und das Vermögen ihrer Opfer heimtückische Anschläge in Gestalt übelster Verleumdungen verüben. Nicht auszuschließen ist schließlich, dass ein Ausschlussgrund von den Zeugen Jehovas konstruiert wurde um ein Schwerverbrechen wie beispielsweise Kindesmissbrauch zu verdecken und die Strafverfolgung zu vereiteln.

      1. Petrus111

        Hallo Arnod,

        du schreibst: "ich erwäge eine Mail an den zuständigen Staatsanwalt zu schreiben und ihn über die Methoden der Zeugen Jehovas und deren Falschanklagen und Irreführung der Justiz aufzuklären. "

        Mach das bitte - sonst mache ich das! Bitte gib Feedback.

        Ich kenne einen Fall, wo ein jugendlicher JZ ins Kinderheim kam und dort ein sehr auffälliges Verhalten an den Tag legte (tlw. auch mit strafrechtlicher Relevanz). Als ich die dortigen Pädagogen über JZ aufklärte, haben sie eine Menge von dem verstanden, was der Jugendliche tat. Die internen Praktiken von JZ sind in der Öffentlichkeit kaum bekannt.

        beste Grüße

        Petrus111

    2. Edelmuth an elias

      Guten Abend elias

      Möglicherweise ist die Frau das unmittelbare Opfer der Lehren der Zeugen Jehovas, die den Gemeinschaftsentzug mit dem Tod des Ausgeschlossenen gleich setzen. Für die Frau gibt es kein (Über-) Leben außerhalb der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas. Für sie bedeutet der Gemeinschaftsentzug den absoluten Tod durch das Urteil des Vaters und den Verlust jeder Hoffnung, so, wie es vom Sklaven gelehrt wird.

      Dass jemandem, der möglicherweise Jahrzehnte lang treue gedient hat und dann ausgeschlossen wird, die Sicherungen durchbrennen, ist schon fast normal, weil sie keine Ausweg mehr sehen.

      Die erfolgreichste Tyrannei ist nicht diejenige, die Macht braucht um die Einheitlichkeit sicherzustellen, sondern diejenige, die das Bewusstsein anderer Möglichkeiten entfernt, die es scheinbar unvorstellbar macht, daß andere Wege existieren, die das Gefühl, das es ein Draußen gibt, entfernt.

      Allan Bloom
      The Closing of the American Mind

      Ede

    3. Jehu

      So gesehen kann Selters BI auf Knien danken, dass hier Menschen eine Plattform gegeben wird, mit Gefühlen der Enttäuschung besser umzugehen als diese verzweifelte Schwester. BI hat sicherlich schon zahlreiche Menschen davor bewahrt, destruktiv mit solchen Situationen umzugehen und es als Chance zu erkennen. Prinzipiell sollte die WTG Betroffenen eine professionelle psychologische Betreuung bezahlen müssen um solche Kurzschlusshandlungen zu verhindern. Dass die Ältesten psychologische Trampeltiere sind und somit diesbezüglich einfach unfähig, wurde hier klar aufgezeigt.

      1. Petrus111

        Hallo Jehu,

        aus eigener Erfahrung gebe ich Dir 100%ig Recht.

        Ein Ausstieg bei JZ ist mit äußerst schwierigen psychischen Problemen verbunden - eigentlich bräuchte jeder Aussteiger professionelle Hilfe. Diese zu leisten ist wiederum schwierig, weil jemand, der die "Religionsgemeinschaft" nicht von innen kennt, keine Ahnung hat, wie die soziale Isolation und der Gruppenzwang in der Gemeinschaft funktionieren.

        Meine Erfahrung war:

        obwohl ich beruflich sehr engagiert bin und auch ehrenamtlich engagiert bin, viele Bekannte außerhalb der Religionsgemeinschaft hatte und im übrigen in der Religionsgemeinschaft wenig engagiert war UND mein Ausstieg aus bestimmten Gründen sich ein Jahr hinzog, hatte ich monatelang Momente großer Verzweiflung - es hat mich extrem mitgenommen. Heute bin ich wieder stabil - aber es war ein sehr harter Weg!

        beste Grüße

        Petrus111

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