EINE SICHTBARE KÖRPERSCHAFT UNTER EINEM UNSICHTBAREN FÜHRER?

Gedanken zum heutigen WT-Studium „Wer führt Gottes Volk heute“

Aber ihr sollt euch nicht ›ehrwürdiger Lehrer‹ nennen lassen; denn ihr seid untereinander alle Brüder, nur einer ist euer Lehrer. Ihr sollt euch auch nicht ›Lehrmeister‹ nennen lassen, denn auch Lehrmeister ist bei euch nur einer: Christus, der versprochene Retter.

lk-3-001Gemäß der Lehre von Jehovas Zeugen benötigt die Versammlung Gottes eine „leitende Körperschaft“, um Anbetung und Glaube der Christenversammlung mit festgesetzten Regeln zu fördern. Die Versammlung Gottes soll geleitet und geführt werden von einer auserwählten Gruppe Gesalbter, welche direkt von Jesus Christus beauftragt wurde, um als „treuer Sklave“ für die geistige Speise der Versammlung zu sorgen.

 

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Der “leitenden Körperschaft“ (kurz „LK“) von Jehovas Zeugen scheint es zurzeit das wichtigste Anliegen zu sein, ihre Stellung und Machtposition vor ihren Schäfchen zu begründen und zu verteidigen. In fast jedem Wachtturmartikel betont sie, dass sie, die leitenden Körperschaft, der „treue und verständige Sklave“, die alleinige Lehr und Richtlinienkompetenz über die Christenversammlung habe. So auch im Studienwachtturm Februar 2017, unter dem Thema: „Wer führt Gottes Volk heute?“ 

Jener Artikel beginnt mit einem Hinweis auf die Himmelfahrt Jesu. Zitat aus Absatz 1 und 2: „JESU Apostel starrten in den Himmel und sahen, wie ihr Herr Jesus hinter einer Wolke verschwand. … Wie sollten sie das bloß schaffen? Jesus hatte ihnen versichert, sie würden bald heiligen Geist empfangen (Apg. 1:5). Doch ein internationaler Predigtfeldzug erforderte Führung und Organisation. In alter Zeit gebrauchte Jehova sichtbare Vertreter, um sein Volk zu führen und zu organisieren. Vielleicht haben sich die Apostel daher gefragt: „Wird Jehova jetzt einen neuen Führer ernennen?“ [Hervorhebungen in den Zitaten generell durch mich]

Ich glaube nicht, dass sich die Jünger Jesu auch nur ansatzweise diese Frage gestellt haben. Warum? Weil Jesus diese Frage schon mehr als deutlich beantwortet hatte, denn er hatte seinen Jüngern versprochen: Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt, daher lehrt die Menschen alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.“ (Matth. 28:20)

Es ist mehr als abwegig, dass die Apostel sich gefragt haben, wer von ihnen wohl als Organisator oder Führer eingesetzt würde, um ein Predigtwerk zu leiten und zu beaufsichtigen. Doch unbeeindruckt von dieser Tatsache spinnt der Autor des Artikels seinen Gedanken weiter, indem er so tut, als ob die Apostel nichts Eiligeres zu tun hatten, als ein Leitungsgremium zu installieren. Die Tatsache, dass die Jünger Jesu unter Gebet Matthias als Ersatz für Judas Iskariot auswählten, wird in diesem Zusammenhang als eine wichtige organisatorische Handlung präsentiert, um, wie man im Zeugenjargon sagt, einem wichtigen organisatorischen Bedarf abzuhelfen. Man impliziert den Gedanken, ohne diese Entscheidung wäre der Auftrag Jesu nicht durchführbar gewesen. Bemerkenswert ist die Wortwahl, die man gebraucht, um den Eindruck zu erwecken, auch die heutige LK gehe ähnlich vor, um organisatorische Belange zu regeln.

Zitat aus Absatz 3: „Weniger als zwei Wochen später zogen Jesu Jünger die Schriften zurate, beteten um Anleitung und wählten Matthias aus, der Judas Iskariot als 12. Apostel ersetzen sollte (Apg. 1:15-26). Warum war es ihnen und Jehova so wichtig, für Ersatz zu sorgen? Matthias konnte einem wichtigen organisatorischen Bedarf abhelfen.“

Die benutzte Sprache und Aneinanderreihung von Gedanken legt so nahe, dass eine dringende Notwendigkeit zwecks Organisation bestand, dass dies Jehova ebenso wichtig und dringend gewesen sei und dass die LK angeblich auch heute noch genau diesen Bedarf stillen würde.

Im Absatz 3 folgt dann auch gleich der nächste Schachzug in der Argumentationskette der Wachtturmgesellschaft (WTG): Jesus hatte seine Apostel nicht lediglich ausgewählt, damit sie ihn in seinem Dienst begleiteten. Sie sollten in Gottes Volk eine entscheidende Führungsrolle übernehmen. Was war das für eine Rolle, und wie bereitete Jehova die Apostel durch Jesus darauf vor?“

Und schon wird Matthäus 24: 45 angeführt, wo Jesus angeblich von der Einsetzung eines Gremiums spricht, welches als „treuer und verständiger Sklave“ fungieren soll.

Ja, die Bibel spricht davon, dass der Christenversammlung „ältere Männer“ vorstanden, welche Ehre und Respekt verdienten. Doch diese Männer standen der jeweiligen Ortsversammlung vor, jedoch nicht als Zentralkomitee, welches von Jerusalem aus allen Versammlungen Anweisungen erteilen sollte. Warum kann man das mit Bestimmtheit sagen?

Es gibt zahlreiche Belegstellen in den Briefen der Apostel und der Apostelgeschichte, welche zeigen, dass die Apostel in Jerusalem keine Anweisungen erteilten, weder in organisatorischer Hinsicht, noch in der Lehre.

1. Korinther 7:25: „Nun zu eurer Anfrage im Hinblick auf die, die noch unverheiratet sind. Ich habe diesbezüglich keine ausdrückliche Anweisung vom Herrn; aber weil der Herr mich in seinen Dienst gestellt hat, könnt ihr meinem Urteil vertrauen.“ 

1. Korinther 8:1: „Und nun zu einem anderen Punkt, den ihr angesprochen habt: Darf man Fleisch essen, das den Götzen geopfert wurde?“

Was zeigen diese Texte? Offenbar richtete die Gemeinde in Korinth ihre Anfragen an Paulus, nicht an eine leitende Körperschaft in Jerusalem. Es ist offensichtlich, dass die einzelnen Versammlungen autark waren und nicht von einer Zentralen Gruppe geführt wurden. Selbst die Apostel wirkten autark und unabhängig voneinander, alleine der Führung Jesu Christi verpflichtet.

Man kann die Christenversammlungen, wie z. B. die 7 Versammlungen, welche in der Offenbarung erwähnt werden, nicht als Teil einer Organisation bezeichnen. Schon die Tatsache, dass Johannes an jeder Versammlung ganz andere Beanstandungen hatte, beweist, dass sie von keiner gemeinsamen Führung oder einer „leitenden Körperschaft“ geführt wurden. Auch wurden teilweise verschiedene Lehren gelehrt, was im Falle einer zentral geführten Organisation nicht der Fall sein konnte. 

Aber ist die Christenversammlung nicht eine Organisation?

Eine einzelne Christenversammlung als Organisation zu bezeichnen ist sehr gewagt. Natürlich gab es Älteste, natürlich hat man sich über notwendige Dinge abgesprochen. Aber Absprachen über notwendige Dinge des Zusammenlebens trifft man auch mit seinen nächsten Angehörigen. Es handelt sich deshalb noch immer nicht um Organisationen in dem Sinne, wie es die WT-Organisation ist.

In Absatz 4 wird man zu der Frage gebracht, welche Aufgaben der sichtbaren Körperschaft von ihrem unsichtbaren Führer Jesus Christus übertragen wurden. Zitat: „Zu Pfingsten 33 u. Z. übernahmen die Apostel die Führung der Christenversammlung.“

Nun, es ist richtig, dass die Apostel nach der Ausgießung des Heiligen Geistes führend vorrangingen, was das Evangelisieren anbelangt, jedoch taten sie dies voneinander unabhängig und autark. Es ist nicht so, dass sie zu Pfingsten 33 durch die Ausgießung des Heiligen Geistes als sichtbare Körperschaft eine Machtposition erhielten, um über die Geschicke der Versammlung zu wachen und zu entscheiden.

Weiter heißt es in Absatz 4: „Die Apostel verwalteten die Geldmittel der Versammlung“ Mit dieser Äußerung möchte man belegen, dass auch die heutige sichtbare Führung das alleinige Recht hat, die Geldmittel zu verwalten, und man verweist auf Apostelgeschichte 4:34 und 35, wo wir lesen: „In der Tat, nicht einer unter ihnen litt Not; denn alle, die Besitzer von Feldern oder Häusern waren, verkauften sie gewöhnlich und brachten den Wert der verkauften Dinge, und sie legten ihn jeweils zu den Füßen der Apostel nieder. Darauf wurde einem jeden zugeteilt, so wie er bedürftig war.“

Einem neutralen Leser sticht beim Lesen dieser Verse eigentlich eine andere Aussage ins Auge und zwar jene, dass niemand unter ihnen Not litt, weil die, welche Felder und Häuser hatten, sie verkauften und den Erlös den Aposteln überließ. Diese teilten einem jeden zu so, wie er bedürftig war. Die Kernaussage dieses Verses ist also: Die Apostel sorgten dafür, dass keiner Not litt, indem sie die Spenden je nach Bedarf an die notleidenden Glieder verteilte. Wir lesen nichts davon, dass die Apostel zu Spenden aufriefen und veranschlagten, welche Summe für welches Vorhaben der Apostel benötigt würden, welche dann die Gemeinde aufzubringen sich verpflichten musste.

Wir lesen auch nichts davon, dass die Apostel zur Förderung des Predigtwerkes große Geldsummen einsammelten, um Bauprojekte zu verwirklichen, ihren eigenen Transport zu finanzieren oder viele Schriftrollen zu produzieren, zu beschriften und diese in der ganzen damals bekannten Welt zu verteilen. Und das nicht deshalb, weil es – wenn man es mit den selbstauferlegten Bedürfnissen der WTG vergleicht – damals weder Buchdruckkunst und Offsetanlagen, noch Medien wie Videos und das Internet, noch Autos für Fahrzeugflotten gab, sondern weil es nicht notwendig war, unter der Leitung des von Jesus Christus versprochenen Helfers, des Heiligen Geistes, mit materiellen Mitteln zu arbeiten.

Im Vordergrund der Verwendung finanzieller Mittel stand für die Apostel die Not der Armen. Das ist die Botschaft von Apostelgeschichte 4:34-35: Nicht die Macht über Geld, sondern das Verteilen finanzieller Mittel zur Linderung von individueller Not war das Anliegen der Apostel.

Das Zitat aus Absatz 4 geht weiter: Sie kümmerten sich um die geistigen Bedürfnisse des Volkes Gottes …“   Ja, die Apostel lehrten die Versammlungen, aber nicht nur die Apostel, sondern jeder, wie er durch den Geist getrieben wurde, wie in 1. Kor. 14:26-32 steht: Wenn ihr zusammenkommt, trägt jeder etwas bei: einer einen Psalm, ein anderer eine Lehre, der dritte eine Offenbarung; einer redet in Zungen und ein anderer deutet es … Wenn aber niemand es auslegen kann, soll auch keiner vor der Gemeinde so reden. Er soll es für sich selber tun und vor Gott … So lernen alle etwas und alle werden ermutigt … Die Äußerung prophetischer Eingebungen ist dem Willen der Propheten unterworfen“, und man ist geneigt, hinzuzufügen: „Nicht einem Sklaven, der die Speise austeilt“.

Es gab keine „Arbeitshefte“ oder „Vortrags-Disposition‎en“. Auch keine feste Programmstruktur. Jeder Christ hat direkt durch den Geist Gottes Gaben erhalten, unabhängig von einer Sklavenklasse, so der Apostel Paulus in Römer 12:7: „Gott hat jedem von uns unterschiedliche Gaben geschenkt. Hat jemand die Gabe, in Gottes Auftrag prophetisch zu reden, dann muss dies mit der Lehre unseres Glaubens übereinstimmen“.

Die Bibel liefert keinen Hinweis darauf, dass ein Gremium entscheidet, was „Speise zur rechten Zeit“ oder was „geistige Bedürfnisse“ sind. Der Begriff „geistige Bedürfnisse“ ist in den Evangelien nirgends zu finden, außer in der Neue Welt Übersetzung (NWÜ), herausgegeben durch die WTG. Es ist eine Worthülse der WTG ,welche sich auf die von ihr selbst erfundene Wendung zu Mat. 5:3 stützen soll. (Siehe Glossar, unter Geistige Bedürfnisse)

Bei der „geistigen Speise“ geht es lediglich um die von der WTG vermittelte Belehrung. Das was die Apostel den Gliedern der Versammlung vermittelten, war der Glaube an Jesus Christus. Und es war der Glaube an Christus, der dazu führte, dass die Gemeinden an Zahl wuchsen. Apostelgeschichte 6: 4-6: „Vor allem in Jerusalem wuchs die Zahl der Gläubigen ständig. Unter ihnen waren viele jüdische Priester, die zum Glauben an Jesus gefunden hatten.“

Ein weiteres Zitat aus Absatz 4: „Und sie (die Apostel) beauftragten erfahrene Christen, das Predigtwerk in neuen Gebieten zu fördern. Im Lauf der Zeit unterstützten andere gesalbte Älteste die Apostel in Angelegenheiten der einzelnen Versammlungen.“

Dadurch, dass die WTG an dieser Stelle auf einen Bibelvers verweist: „(Apg. 8:14, 15)“, versucht die WTG den Eindruck zu erwecken, die Apostel hätten das Predigtwerk in der Tat organisiert; der Begriff „Gebiet“ wird aufgebracht und mit dem vermeintlichen Handeln der Apostel verwoben. Tatsächlich handelte es sich in Apostelgeschichte 8: 14 und 15 um ein einmaliges Ereignis. Es wird nichts darüber gesagt, dass Gebiete mit passenden Aufsehern eingeteilt wurden. Die Anführung des Bibelverses dient nur dazu, beide Konzepte geschickt miteinander zu verweben und dazu den Vers als vermeintlichen Beweis für eine vermeintlich zentralistisch geführte Organisationsstruktur der ersten Christenversammlungen zu missbrauchen.

Lesen wir einmal den angegebenen Bibeltext, der im Absatz selber ja nicht ausgeschrieben steht: Wenn wir den angeführten Text lesen, ergibt sich ein anderes Bild.

„Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Petrus und Johannes. Die kamen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen.“

Ja, die Ältesten in Jerusalem schickten Petrus und Johannes nach Samaria, aber nicht als leitende Körperschaft, die das Predigtwerk organisierte. In Samaria gab es schon Versammlungen, welche ohne Zutun der Apostel in Jerusalem den Glauben an Christus angenommen hatten, sondern allein durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Die gesamte Apostelgeschichte ist ein Beleg dafür, wie die Christenversammlung alleine durch die Kraft des Geistes Gottes wuchs. Die Apostel wurden so gut wie nie gefragt oder hatten auch nur ansatzweise etwas organisiert, damit die Botschaft sich verbreitete.

Alle Apostel wurden direkt von und durch den Geist Gottes geführt und geleitet, so wie z. B. Philippus oder Paulus. Weiter mit einem Zitat aus dem folgenden Absatz 5 des Studienartikels: Christen im 1. Jahrhundert erkannten, dass Jehova die leitende Körperschaft durch Jesus führte. Wie konnten sie sich da so sicher sein?“

Ja, wo ist der Beweis, dass die ersten Christen erkannten, dass Jehova „die leitende Körperschaft“ durch Christus führt? Man beachte den Aufbau der angeblichen Organisationsstruktur, wie er im Absatz 5 erklärt wird: JEHOVA führt die leitende Körperschaft durch JESUS (der aber nach diesem Satz nicht mehr erwähnt wird), und die Christenversammlung wiederrum wird durch die LEITENDE KÖRPERSCHAFT geführt, welche speziell von JEHOVA durch den HEILIEGN GEIST befähigt wird. Was für ein organisatorisches Monster! Und im Absatz 6 kommen dann noch die ENGEL dazu, wenn gesagt wird: „Engel unterstützten die leitende Körperschaft.“

Also im Klartext: „die leitende Körperschaft“ ist der Hauptakteur hier auf der Erde im Werk Gottes, und selbst die Engel haben nur eine unterstützende Funktion, um das Evangeliumswerk voranzubringen.

Weiter wird im Absatz 5 behauptet: „Heiliger Geist befähigte die leitende Körperschaft (Joh. 16:13)“. Der angeführte Belegtext für diese Behauptung, Joh. 16:13, zeigt zwar, dass der Heilige Geist über alle Jünger und Apostel ausgegossen wurde, was man auch selbst in diesem Artikel zugibt, doch es wird im selben Satz frisch und frei behauptet, besonders die Apostel und andere Älteste in Jerusalem seien durch eine besonderen Portion des Heiligen Geist befähigt worden, als „leitende Körperschaft“ von Jerusalem aus das Werk zu leiten.

Als Beweis dafür, dass damals eine sogenannte „leitenden Körperschaft“ (in der Bibel selber kommt der Begriff nicht vor!) durch den Heiligen Geist geleitet wurde, werden nachfolgend einige Begebenheiten angeführt:

Zum Beispiel soll 49 u. Z die „leitende Körperschaft“ in Jerusalem eine Entscheidung zum Thema Beschneidung getroffen haben. Die Entscheidung und Anweisung der „leitenden Körperschaft“ in dieser Frage sollen dann die Versammlungen umgesetzt haben, was dazu führte, dass die Versammlungen „im Glauben weiterhin befestigt wurden und von Tag zu Tag an Zahl zunahmen.“

Doch die Tatsache, dass bei einer einzigen Gelegenheit in Jerusalem sozusagen ein Konzil abgehalten wurde, beweist noch lange nicht, dass dort eine „leitende Körperschaft“ tätig war. In Wirklichkeit gingen Paulus und Barnabas nach Jerusalem, weil dort der Streit bzw. das Problem um die Beschneidung aufgekommen war. Die Initiative ging nicht von einer „leitenden Körperschaft in Jerusalem“ aus sondern von Paulus und der Versammlung von Antiochia. Es gab einen nicht geringen Streit um die Frage, ob Heidenchristen verpflichtet werden sollten, sich gemäß jüdischem Brauch beschneiden zu lassen, wie einige Pharisäer in Jerusalem, die Christen geworden waren, durchsetzen wollten.

Die Gemeinde von Antiochia ordnete an, dass Paulus und Barnabas und einige andere nach Jerusalem hinaufziehen sollten, um diese Frage zu klären. Als sie nach Jerusalem kamen, wurden sie von der gesamten Gemeinde empfangen und die gesamte Gemeinde traf die Entscheidung, nicht nur eine „leitende Körperschaft“ bestehend aus den Aposteln.

Auch als Paulus bekehrt wurde, wurde er nicht nach Jerusalem zitiert, er wurde nach Damaskus gesandt. Die Anweisungen, die er bekam, kamen nicht durch ein Glied irgendeiner „leitenden Körperschaft“ in Jerusalem, sondern durch einen Christen aus der Gemeinde in Damaskus mit Namen Ananias, Apg. 9:1-17.

Weiter zu einem Zitat aus Absatz 6: Engel unterstützten die leitende Körperschaft. Bevor Kornelius als erster unbeschnittener Nichtjude ein getaufter Christ wurde, wies ihn ein Engel an, den Apostel Petrus holen zu lassen.“

Frage: In welcher Beziehung stehen die Themen „Die Engel unterstützten die ‚leitende Körperschaft‘“ und „die Bekehrung von Kornelius“? Auch hier wird versucht, durch das Aufbringen zweier Themen stillschweigend den Begriff „leitende Körperschaft“ für die damalige Zeit zu untermauern. Ein Engel sagte Kornelius, er solle Petrus herbeiholen lassen, wodurch Petrus erkannte, dass der Nichtjude Kornelius als Christ getauft werden durfte. Der Engel fungierte als Übermittler einer Botschaft Gottes, so wie es in der Bibel häufig berichtet wird. Die Begebenheit beweist jedoch nicht, dass es damals eine „leitende Körperschaft“ gegeben hätte.

Die Apostel in Judäa und Jerusalem hörten, dass auch Leute aus den Nationen das Wort Gottes angenommen hatten. Petrus berichtete, wie er durch einen Engel (nicht durch eine „leitende Körperschaft“!) nach Jọppe, geschickt wurde. Der Engel führte Petrus, nicht eine „leitende Körperschaft“, nach Joppe. Auch das Wort „unterstützen“ ist nicht durch Bibelstellen zu belegen oder herzuleiten. Die Engel unterstützten nicht die Apostel in Jerusalem, sie wirkten vollständig unabhängig von den Aposteln.

Auch die Tatsache, dass Paulus unabhängig von den Aposteln für einen bestimmten Auftrag direkt von Christus erwählt und eingesetzt wurde, ist ein Beleg dafür, dass es in Jerusalem keine „leitende Körperschaft“ gab. Diese menschliche Körperschaft hätte wohl nie einen ehemaligen Pharisäer und Christenverfolger wie Paulus eingesetzt.

Aus Gal. 1:1, 10,11,16,17 geht deutlich hervor, dass Paulus weder sein Apostelamt noch seine geistige Führung von oder durch Menschen oder durch die Apostel oder durch eine „leitende Körperschaft“ in Jerusalem erhielt. Er reiste erst drei Jahre nach seiner Taufe nach Jerusalem. Dabei sah er während seines 15-tägigen Aufenthalts nur Petrus und Jakobus, aber sonst keine weiteren Apostel, Gal. 1:18-20. Danach hielt sich Paulus in der Versammlung Antiochia und nicht in Jerusalem auf. Es war die Versammlung Antiochia, nicht Jerusalem, die ihn zu seinen Missionsreisen aussandte.

Erst nach 14 Jahren ging er wieder nach Jerusalem, Gal 2:1,2. Das mag vielleicht die Zeit gewesen sein, als besagtes Konzil wegen der Beschneidung abgehalten wurde. Wenn er sagt, dass er „zufolge einer Offenbarung“ nach Jerusalem ging, zeigt dies auch, dass Christen nicht in der Regel oder ständig nach Jerusalem gingen, um alle möglichen Fragen dort entscheiden zu lassen.

Bei dem Konzil zur Streitfrage der Beschneidung waren Faktoren im Spiel, die einmalig waren und die keine Legitimation für eine sogenannte „leitende Körperschaft“ der Zeugen Jehovas in unserer Zeit darstellen.

Auch war es so, dass die ganze Versammlung in Jerusalem beteiligt war und nicht nur eine so genannte „leitende Körperschaft“ Apg. 15:22. Es war auch nicht eine „leitende Körperschaft“, welche die Entscheidung in dieser Streifrage traf und Anweisungen an allen Versammlungen senden lies, sondern wiederum die gesamte Versammlung: „Da befanden es die Apostel und die älteren Männer zusammen mit der ganzen Versammlung für gut, Männer aus ihrer Mitte auszuwählen und sie mit Paulus und Bạrnabas nach Antiọchia zu senden …“

Alleine diese Fakten belegen, dass Jesus Christus niemals eine „leitende Körperschaft“ oder einen „treuen und verständigen Sklaven“ eingesetzt hat, um sein Werk zu vollenden. Er gebrauchte alleine den Heilige Geist, um Menschen zu befähigen, für eine bestimmte Aufgabe zu wirken. Außerdem benutzte er Engel, um die Apostel zu führen. Wozu dann noch ein Gremium von Männern, die Macht über die Christenversammlungen ausüben?

Von daher erübrigt es sich, nach Beweisen ihrer Legitimation zu suchen, wie es der Artikel im Studienwachtturm Februar 2017 unter dem Thema „Wer führt Gottes Volk heute?“ versucht. Diese Beweise gibt es einfach nicht.

Mag ich nicht (10)

199 Kommentare zu “EINE SICHTBARE KÖRPERSCHAFT UNTER EINEM UNSICHTBAREN FÜHRER?

  1. Ulla

    §§Liebe Kathrin,

    als ich 2005 schriftlich die Gemeinschaft verließ, schrieb ich sinngemäß, dass ich psychisch nicht mehr in der Lage bin, allen Erfordernissen nachzukommen (PD, Versammlungsbesuch)...diese Krise war jedoch im Nachhinein ein Geschenk des Himmels, sonst hätt ich nie in die Freiheit gefunden! Damals suchte ich (am Anfang meines Weges) noch die Schuld bei mir, so nach dem Motto: " Paragraph 1: Die WTG hat immer Recht! Paragraph 2: Sollte sie hier und da nicht Recht haben, tritt sofort Paragraph 1 in Kraft!"?

    Also WOHIN mit all meinen "Schuldgefühlen"? --- Viele fühlen und denken anfangs genauso...

    Erst nach JAHREN !!! entstand durch Bibellesen (ohne WTG Brille) und Beten mein ganz individuelles Verhältnis zu Gott und seinem Sohn. Schuldgefühle? WOHIN damit? Es einfach im Gebet aussprechen! Unser Bruder und König Jesus Christus ist nicht nur THEORETISCH für uns gestorben, sondern ganz PRAKTISCH ! ECHT ! WIRKLICH !

    Dann dachte ich mir: Wenn ich meine persönlichen Schwächen und Fehler nicht auf Gott werfe, dann... ja dann..... was sage ich eigentlich dann zu Gott? "Danke für deinen Sohn, das Loskaufsopfer, aber ich versinke in Schuldgefühlen...ich kann das Opfer nicht richtig auf mich anwenden...."

    Verstehst du, was ich damit sagen will, liebe Kathrin? Die Org hat es geschafft, uns von Gottes Sohn zu trennen, indem sie immer suggeriert, nur Dienst an der Org bewirke Rettung. Wer weggeht, ist verloren! Nein! Wer das Opfer Jesu Christi nicht für sich in Anspruch nehmen will, DER ist VERLOREN!

    Wenn wir uns und anderen nicht selber verzeihen können, unser Herz nicht zur Ruhe kommen kann, AUFGRUND DES OPFERS Jesu Christi, dann erst ist alles umsonst gewesen.

    Jetzt, nach Jahren, spüre ich die Wahrheit in Jesu Worten: "MEIN Joch ist sanft, meine LAST ist leicht."

    Die LK hat sich in die Christusrolle hineingemogelt. Aber ohne den SOHN kommen wir nicht zum VATER. Jesus allein ist der Weg....

    Würden wir nicht wegen unseres Glaubens an Jesus Christus geächtet, hätten wir nur die Möglichkeit bei früheren Freunden oder Verwandten von unserem "Grund zur Rettung" zu sprechen, würden viele sich ebenfalls zu Jesus hingezogen fühlen und damit zum Vater. Aber durch das Kontaktverbot bleibt uns das leider im persönlichen Rahmen verwehrt.

    Was mein Traum wäre? Die LK würde einen Artikel schreiben mit dem Inhalt: "Wenn sich Menschen, die früher mit der Org verbunden waren, klar zu Christus bekennen und einen anständigen Wandel führen, so wollen wir ihnen keine Unannehmlichkeiten mehr machen durch erzwungene Ächtung."

    Aber das ist naiv von mir, ich weiß. Schließlich erfüllen sich ja auch Jesu Worte, dass wir um des Zeugnisgebens über Jesus Christus und um SEINES Namens willen verfolgt würden.

    Liebe Abendgrüße

    Ulla

     

    1. Kathrin

      Liebe Ulla,

      vielen lieben Dank für deine netten Worte.

      Du schreibst: "Verstehst du, was ich damit sagen will, liebe Kathrin? Die Org hat es geschafft, uns von Gottes Sohn zu trennen, indem sie immer suggeriert, nur Dienst an der Org bewirke Rettung. Wer weggeht, ist verloren! Nein! Wer das Opfer Jesu Christi nicht für sich in Anspruch nehmen will, DER ist VERLOREN!"

      Genau das ist der Punkt. Ich habe halt furchtbare Schuldgefühle weil ich genau so gedacht habe und das auch gelebt habe, meine Eltern waren in meinen Augen verloren wenn sie nicht zurückkehren (sie haben sich in den siebziger Jahren zurückgezogen). Ich habe die Frechheit besessen Menschen die weggegangen waren (also ausgeschlossen wurden oder sich selber losgesagt hatten) nicht mehr zu grüßen, und der Knaller: um besonders gehorsam zu sein habe ich gleich den andersgläubigen Ehepartner auch nicht mehr gegrüßt (quasi um es ganz korrekt zu machen, ha ha). Heute könnte ich mich nicht nur dafür ohrfeigen sondern am liebsten steinigen. Welch Arroganz! Und heute stehe ich nun selber da..... Hochmut kommt vor dem Fall?

      Liebe grüblerische Grüße

      1. Michaela

        Michaela @ Kathrin

        Liebe Kathrin, ja, nun haben wir beide "Neuen " hier diese Seiten BI gefunden. Und ich sehe, wie lieb Dir sowie auch mir schon geantwortet wurde.

        Dein letzter Satz "Hochmut kommt vor dem Fall" .. ist sehr hart, und nein, es war nie Hochmut....es war eine Überzeugung, die auf ...heute sage ich ... eine Art Gehirnwäsche zurückzuführen ist. Alle noch aktiven ZJ, die aus vollster Überzeugung gehorchen und meinen, Gott wünscht es so, die ihre früheren Brüder und Schwestern nicht grüßen. ... sie meinen, es ist wirklich das einzig richtige, auf biblischer Grundlage. Nein, denn es geht gar nicht, das all die Millionen hochmütig sind.....wie viele sind wirklich so lieb, aber eben ... sagen wir mal.. völlig fehlgeleitet durch Lügen...und man sieht ja wie so eine Art Manupulation funktioniert, bei all den anderen , wie auch jahrelang bei uns.

        Du berichtest, wie Du früher andere nicht mehr gegrüßt hast.....bestimmt hattest Du jetzt bei dem einen oder anderen die Möglichkeit, " Dich zu entschuldigen" in Deinem Herzen warst Du sicher nie wirklich böse auf diese Menschen.

        Ich erinnere mich auch, wie ich einer schwer kranken Schwester, es ist viele Jahre her, ... die sich aufgrund ihrer Sorgen zurückgezogen hatte, ... wie ich nichts anderes im Sinn hatte, ihr klar zu sagen .... sie soll zur Versammlung zurückkommen, denn alle sind doch so toll und hilfsbereit usw. Usw. ..... ich schäme mich heute sehr dafür, andere mitfühlende Worte hätten sicher mehr geholfen.

        Ja, so hat bestimmt jeder irgendeine Erfahrung gemacht.... nach vorne gucken, nicht zurück....ich weiß, es ist nicht einfach, aber ich übe es auch noch.

        Liebe Grüsse

        Michaela

        1. Kathrin

          Kathrin@Michaela

           

          Liebe Michaela,

          vielen herzlichen Dank für deine lieben Worte. Ich muss im Moment so viel verdauen deswegen habe ich die letzten Tage hier erstmal nicht mehr geschrieben, dafür umso mehr hier mitgelesen und recherchiert.

          Ich kann halt heute nicht mehr nachvollziehen bzw. begreifen warum ich dies oder jenes getan bzw. so und so gehandelt habe, ich sehe heute so vieles ganz anders und habe so viele Fehler gemacht die ich nun bitter bereue. Ich denke dass es ganz vielen hier genauso ergeht. Ich möchte so gerne nach vorne gucken und nicht mehr zurück aber es will mir einfach nicht gelingen da ich ständig am grübeln bin und bei mir alles im Kopf rumgeht. Leider hatte ich keine Chance mehr mich bei denjenigen zu entschuldigen denen gegenüber ich mich falsch verhalten habe, ich habe schon lange alle aus den Augen verloren (durch Umzüge usw.). Habe auch schon so lange wegen meiner schlimmen Selbstvorwürfe und Schuldgefühle mit Depressionen zu kämpfen und bin zu vielem nicht mehr in der Lage. Ich habe im Moment einfach keine Kraft mehr.

          Ich weiss nicht ob es dir auch so ergeht, bei mir ist das Schlimme dass seit ich aus der Organsiation raus bin ich überhaupt nicht mehr weiss wo ich nun hingehöre, welche Identität ich habe (ich weiss nicht wie ich mich richtig ausdrücken soll).... früher war ich beruhigt, wähnte mich auf dem einzig richtigen Weg und hatte die "Sicherheit" gerettet zu sein solange ich mich bloß in der Versammlung befand, umgeben von einer großen Menge von Brüdern. Ich war mir sicher solange ich in den Dienst gehe, eifrig studiere und mich größtmöglich bemühe befinde ich mich in der "Rettungsarche", getrennt von der Welt, sozusagen in Sicherheit. Heute hingegen fühle ich mich wie im Niemandsland zurück in dieser bösen Welt. Ich bin dann in einer Panik (wohin nun???) nacheinander in zwei verschiedene Gemeinden gegangen, habe es dort aber jeweils auch nicht lange ausgehalten. Das hatte jeweils unterschiedliche Gründe.

          Vielleicht hören wir uns morgen in der Telefonkonferenz? Dann könnte ich von meinen Erfahrungen dort kurz berichten. Habe auch noch so viele Fragen auf dem Herzen....

          Ich werde morgen abend mal probieren mich einzuwählen, freue mich schon auf euch alle.

          Liebe Grüße

          1. Michaela

            Michaela @Kathrin

            Liebe Kathrin, mach Dir bitte auf gar keinen Fall irgendwelche  Vorwürfe. Du hast nichts falsch gemacht, Du musst jetzt erst einmal gar nichts, außer Dich auszuruhen von dem jahrelangen Rennen und immer mehr tun.

            Ich verstehe Dich sehr gut, die völlige Verzweiflung, was tun, was richtig tun, und wohin nun. Ich schaute auch mal in dieser Kirche, mal sprach ich mit einem Pfarrer, usw. Aber all das war zu viel und hat mich nur noch mehr durcheinander gebracht. Du musst jetzt nirgendwohin gehen, es gibt kein MUSS.

            Du fühltest Dich in der Versammlung in Sicherheit, aber wirkliche Sicherheit..... , die Versammlung sind Menschen und die Org.... die können keine Sicherheit geben. .. wirkliche Sicherheit, die hast Du doch, nämlich nur durch Gott, und  Jesus, völlig egal wo Du gerade bist. Guck doch mal am Abend, wenn der Sternenhimmel zu sehn ist, guck hoch, stell Dir vor, wie weit das alles ist, wie mächtig, alles geschaffen, und ...wir können nicht weit sehen, schon gar nicht im Dunkeln. Aber wer sieht Dich dann ? Ja, unser Vater und Jesus. Versuche einmal dann Sicherheit zu spüren.

            Und in der so bösen Welt..wie Du schreibst.... es gibt so viele gute , hilfsbereite Menschen, die den Armen, den geringen helfen, die sich für Obdachlose und für Tiere liebevoll einsetzen..... so etwas freut unseren Gott und Herrn ganz bestimmt, und in dieser Welt sind wir auch, nicht nur in einer bösen Welt.

            In der Telefonkonferenz war ich noch nicht, ich habe mir das aber für bald vorgenommen.

            Im Leben gibt es immer wieder Neuanfänge, und wenn etwas nicht gut war, darf man es getrost zurücklassen.

            Alles Liebe

            Michaela

          2. Argentum@Kathrin

            Liebe Kathrin,

            das wäre sehr schön. Es wird Dir gut tun. Fühl Dich frei. Du kannst einfach zuhören oder erzählen, ganz wie Du willst.

            Wir Menschen sind für den Austausch und die Gemeinsamkeit konzipiert. Wir brauchen einander einfach.

            Das Gleiche gilt natürlich auch für Michaela. 😉

             

            Alles Liebe

            Argentum

             

             

  2. Ulla

    Hallo ihr Lieben alle,

    ich danke euch so für eure Worte an Michaela, Kathrin u.a.....Jedesmal, wenn jemand anderes getröstet und ermuntert wird, lass auch ICH mich trösten und ermuntern! M.N. deine Ausführungen haben mich wieder richtig gestärkt! Wunderbar, wenn wir auf die beiden Richtigen setzen, auf das einzig Heilsrelevante: Unseren Glauben an den Vater und seinen Sohn!

    Gestern war ein interessanter Artikel in unserer Tageszeitung, es ging um Luther (wieder mal).

    Der Publizist Christian Nürnberger schrieb einige Sätze über die RKK, die wir auch heute so umsetzen könnten auf die Organisation: Er beschrieb, wie weit die Sprache der Kirchen von den Menschen weg sind. Da sind zum einen "Kirchenfunktionäre, die in stundenlangen Gremiensitzungen ihre Existenzberechtigung beweisen müssen" (Parallele: die neuesten WT Studien in dem Sinne, dass die LK ständig darauf hinweisen muss, dass sie allein das Sprachrohr Gottes sind...).

    Weiter heißt es, Luther habe selbstverständlich auch bedenkliche Seiten gehabt (seine Sicht auf Juden, sein Verhalten im Bauernkrieg). Trotzdem wäre es billig, sich JETZT über ihn zu erheben und mit dem Vorsprung und Wissen von fünf Jahrhundertn über ihn herzufallen...

    Die zweite Parallele zur Org. fiel mir auf, als Nürnberger weiter schreibt: "Luther hat auf der anderen Seite eben auch unheimlich viel geleistet. Nicht nur mit der Bibelübersetzung, sondern auch damit, dass er das Christentum demokratisiert hat, indem er den Priester als MITTLER zwischen Gott und Mensch abgeschafft und das Priestertum aller Gläubigen verkündet hat. Er hat das GEWISSEN und damit auch das Individuum entdeckt..." ---

    Sind nicht auch hier auf BI in der selben Notlage wie Gläubige vor 500 Jahren? Der moderne "Ablasshandel", den die LK in ihrem institutionellem Narzismus als MUSS herausstellt, lautet doch: Häufe dir Schätze im Himmel an, indem du soviel wie möglich für die Org. tust....Im WT vom 15.9.93 S. 22 hieß es sogar: "Wenn wir uns indes von Jehovas Organisation zurückziehen, können wir nirgendwo sonst Rettung erlangen."

    Auch DIESE Form des Ablasshandels und Hörigkeit einer menschlichen Institution gegenüber ist ein LÜGENGEBILDE:

    Denn Rettung können wir doch nur erhalten, wenn wir, als Individuum, ganz persönlich, unbeeinflusst von irgendwelchen Weg-Verbiegungen, direkt den Vater (zB beim Bibellesen) um seinen heiligen Geist bitten...und wie M.N. weiter oben so schön ausgeführt hat, auch im Gebet unser Bekenntnis zu Christus, unserem "Leitstern", unserem Vorbild, formulieren.

    Das ist, wie auch Franz in seinem Buch "Der Gewissenskonflikt" ausführt, eine höchst persönliche Angelegenheit zwischen uns und Gott!

    Mir persönlich haben auch Petrus Worte sehr berührt. Es muss, liebe Michaela, liebe Kathrin, nicht heißen "WOHIN sollen wir gehen"?, sondern wie Petrus sagte: Zu WEM sollen wir gehen! DU (Christus) hast Worte des ewigen Lebens."

    Ich schließe Michaela, Kathrin und Flocki neben allen anderen hier auf BI in meine Gebete mit ein: Dass euch unsere beiden Höchsten die Kraft geben mögen, Schritt für Schritt (nicht alles auf einmal) euren Weg zu gehen!

    Liebe Morgengrüße an alle!

    Ulla

  3. FDS

    Also ich muss sagen die LK hat immer tolle Ideen.

    Die Gilead Talk Show. ,,The Inside Story"

    Und das ist doch wirklich noch ausbaufähig. Zb mit einem Gewinnspiel.

    1.Preis : 1Woche Warwick, Zimmer mit Seeblick. ( Ohne Verpflegung natürlich)

    2.Preis: Der ,,Spezial Trolley". Extra laufruhige Räder, LED Rundumbeleuchtung, eingebautes 12Zoll Tablet, komplett Leder.

    3.Preis: Ein Monat nach Wahl, wo kein PD Bericht abgegeben werden muss.

    https://m.youtube.com/watch?v=uKCmUYkabB0

    Herrlich

     

     

    1. Janus@FDS

      FDS,

      den besten Preis unterschlägst du aber:

      Ein Treffen mit einem Mitglied der LK nach Wahl. So wie das Käptn's Dinner.

      Dies dürfen natürlich nur Männer gewinnen, stell dir vor, eine Schwester trägt Hosen, Spagetthiträger oder befragt zu biblisch falschen Lehren.

      Demnach geht der Preis nur an Älteste. Vielleicht wer die meisten Ausschlüsse vorgenommen hat oder jeder vom Kreisdiener empfohlene kommt in den Lostopf. (Aus Dankbarkeit ist atürlich die Anreise selbst zu klären und das Essen des LK-Mitglieds zu bezahlen.)

      Es grüßt

      Janus

      1. Für Dich

        Auf eine blonde gutaussehende Schwester,  die von den Mauerblümchen in der Versammlung chronisch gemobbt wurde, wurde eine Horde Ältester gehetzt, weil sie sich der "Spagetti Träger Sünde" schuldig gemacht hatte. Sie brach bei der Verhandlung in Tränen aus und war ganz aufgelöst. Ich sagte ihr: Beim nächsten mal sagst Du einfach: Das sind keine Spaghetti Träger, sondern Tagliatelle 🙂

        1. peetha@fürdich

          behalte doch deine `Verhandlungs´ Erfahrungen für dich ... - dein´witz´war jetzt .... soo juut .... nun  auch wieder nicht.

          1. Für Dich

            Nö, die Welt muss wissen, wie kleinlich diese Wichtigtuer bei Belanglosigkeiten sind, während sie bei Skandalen beide Augen zudrücken.

      2. Peter

        Peter@Janus und Alle

        Lieber Janus, bei den Ansprachen wurde uns immer eingeredet, Älteste seien so fleißig und haben immer Zeit, wenn jemand Hilfe braucht, selbst um 2 Uhr Nachts usw. Habe jahrelang nie Hilfe von irgendjemandem gebraucht und konnte daher den Wahrheitsgehalt dieser Aussage nicht überprüfen.

        Als ich dann tatsächlich mal Hilfe brauchte, bekam ich zuerst vom Ältesten Franz keinen Rückruf, dann probierte ich es bei einem anderen, ebenfalls nicht, ein Dritter - wieder Fehlanzeige. SMS - ebenfalls keine Antwort. Was soll das? - Älteste sein wollen, aber nichts dafür leisten?? Sind die nur in meiner Versammlung so faul oder anderswo auch? Wie sind Deine Erfahrungen?

        1. Janus@Peter

          Hallo Peter,

          es ist unterschiedlich. Die Struktur der ZJ begünstigt oft den Aufstieg einer speziellen Art von Mensch. Jedoch laufen alle Älteste auf Verschleiß. Wenn man sieht, was ein Ältester leistet, kann er es gar nicht schaffen:

          Schlaf: 6h

          Versammlung mit Beratungen und Anfahrt: 5h

          Arbeit inkl. Arbeitsweg: 40h+

          Treffpunkt leiten: 0,5h

          Vorbereitung auf Aufgaben: 1h

          Studium: 1h

          Vorbereitung und Familienstudium: 2h

          Dienst: 4h

          Hirtenbesuche: 1h

          uvm...

          Wenn man das zusammenrechnet, wird einem Angst und bange.

          Ich selbst war nur Dienstamtgehilfe und habe einige Effizienzoptimierungen in der Versammlung vorgenommen - dies war erst nach Personalwechsel möglich. Aber nur einmal ein Beispiel was ich erlebte: irgendjemand in Selters hat eine Idee und du darfst in sehr kurzer Zeit umfangreiche Unterlagen der letzten 3 Jahre aufarbeiten. Und solch ein Unsinn kommt regelmäßig vor. Die Fristsetzung war dazu noch eine Frechheit. Jede Entscheidung muss von mehreren Personen angenickt werden - es ist eine wahnsinnige Bürokratie. Die Konten werden z.B. 7 (!) mal im Jahr geprüft, jedes Mal mit massiven Aufwand verbunden (4x durch die Versammlung, 2 x durch den Kreisdiener und einmal geht es noch nach Selters).

          Was denkst du wie platt ich gelegentlich war und wie oft ich keine Hilfe leisten konnte sondern die Betreffenden an andere verweisen musste weil mein Kalender voll war?

          Die Struktur der Ernennung der Ältesten und die Arbeitslast verhindert m.E. deutlich jedwede wirkliche Betreuung der "Schafe".

          Es grüßt

          Janus

  4. Ulla

    Liebe Michaela,

     

    WER SICH NICHT WEHRT - LEBT VERKEHRT !    ; )

  5. Janus@Michaela

    Hallo Michaela,

    auch ein herzliches "Hallo" von mir - wenn auch etwas später als die anderen. Schön das du hierher gefunden hast, jetzt den Mut hast hier zu schreiben und viel bleibt mir bei den ganzen Kommentaren sicher nicht zu sagen. Aber doch ein paar Worte:

    Du sprichst von einer Leere, ja, die gibt es. Diese Leere hängt aber nicht mit irgendeinem Erfordernis zusammen, welches du vernachlässigst. Es kommt einem zwar so vor und wird einem eingeredet, aber die Leere ist noch nicht genutzter Frieden - ein Vakuum was gefüllt werden will. Jahrelang wurde man "motiviert" (freiwillig gezwungen) ein riesiges Pensum zu stemmen, um die Indoktrination  aufrecht zu erhalten. Und nun darf man die Zeit nutzen.

    Du stellst dir die Frage was du bist? Ist das wirklich so wichtig? Ich glaube, christlich sein, lässt sich nicht mit einer Prüfliste klären, sondern durch das Leben und wie wir handeln. Ein Bruder bezeichnet sich als "staatenloser Christ", mir gefällt dieser Begriff.

    Ich betrachte diese Sicht der zwanghaften Zugehörigkeit bzw. Loslösung als etwas, was von früher stammt: Du musst Zeuge sein, du musst jeden predigen, du musst, du musst, du musst. Nein, muss ich nicht. 😉 Auch wenn hier einige eine andere Meinung dazu haben, ich sehe keine Notwendigkeit, mich bei einer Organisation abzumelden, welcher ich keine Rechenschaft schulde. Wenn ich gefragt werde, habe und werde ich offen meine Sicht der Dinge vertreten, aber bis dahin... Gerade weil es sie eigentlich nicht interessiert, wie es einem geht, wie man Dinge sieht und es keine echten Freundschaften waren, steht ihnen weder eine Rechtfertigung noch ein hinterherwerfen meiner Meinung zu.

    Zu deinen Daten: betrachte das mal entspannt. Viel mehr als bei einem Kreditvertrag, Telefonvertrag oder so wissen die nicht und das ganze Interne (Stunden z.B.) interessiert im echten Leben keinen.

    Es grüßt

    Janus

     

  6. Anna

    Liebe Schwestern und Brüder,

    es war sehr angenehm in den letzten Tagen die vielen Kommentare zu lesen. Viele wie @Michaela, um nur ein Beispiel zu nennen wurden gestärkt. Es ist wie ich auch empfinde, man war ein Rädchen im Getriebe und hatte zu funktionieren. Vor ein paar Jahren dachte ich noch ich bin die einzige, die die sogenannte Liebe unter der Bruderschaft nicht empfinden kann.

    Inzwischen weiß ich ja, dass es vielen von uns so geht. Nur, was ist mit denen, die sich wirklich im geistigen Paradies wähnen? Wenn ich mir die Antworten meiner Brüder im WT-Studium vom letzten Wochenende in den Sinn rufe, so spüre ich Begeisterung über die Führung der 7 Herren aus Warwick.

    Eine Schwester meinte wie demütig doch die Brüder der LK sind, weil sie dazu auffordern, dass man für sie beten soll.

    Daher darf ich dankbar dafür sein, dass mir die Augen geöffnet wurden. Stimmt schon, man fällt erstmal in ein Nichts, weil man ja die Freiheit nicht gewöhnt ist. Und für diejenigen, die wie ich noch zu den Zusammenkünften gehen ist es ja schwierig den Mund zu halten. Wobei, inzwischen  stelle ich fest, dass die Kontakte außerhalb des Königreichssaales immer weniger werden. Wer sich nicht mehr zum Dienst verarbredet um sich dann 2 Stunden zu unterhalten oder keine Aufgaben in der Leben- und Dienstzusammenkunft mehr übernimmt, der wird dann irgendwann einfach - bis auf dann wenn der KA da ist - ignoriert.

    Ich bin ja froh, nur für meinen Partner, der ja Zeuge der 3. Generation ist, etwas befremdlich.
    Herzliche Grüße an alle Anna

    1. Johann@Anna

      Hallo Anna,

      so ähnlich äußerte man sich auch bei uns in der Versammlung. „Betet für die Brüder der leitenden Körperschaft“.  Ja, wie demütig doch die Brüder sind, so die Botschaft die bei den leichtgläubigen und einfach gestrickten auch ankam. Sie merken nicht das diese „Bitte“ Teil einer Strategie ist.

      Nun ja, auch die Apostel baten ihre Brüder ihrer im Gebet zu gedenken. 2 Thess. 3.3 „Außerdem, liebe Brüder und Schwestern, betet bitte für uns, damit die Botschaft des Herrn sich verbreitet und überall mit Dank gegen Gott angenommen wird — wie schon bei euch. 2 Bittet Gott auch darum, er möge uns vor den Angriffen niederträchtiger und boshafter Menschen schützen; denn nicht jeder will dem Herrn vertrauen.

      Doch im Wachtturmartikel geht es um alles Andere, aber nicht um die gute Botschaft des Herrn.

      Im Abs. 16 wird Hebräer 13:7 zitiert und gesagt: „Das Wort, das mit „gedenken“ wiedergegeben wird, kann auch mit „erwähnen“ übersetzt werden. Eine Möglichkeit, derer zu gedenken, die „die Führung übernehmen“, besteht deshalb darin, die leitende Körperschaft in unseren Gebeten zu erwähnen.

      Denken wir nur an ihre Verantwortung, geistige Speise auszuteilen, das weltweite Werk zu beaufsichtigen und die Spenden zu verwalten. Ganz sicher benötigen sie unsere ständigen Gebete!“

       

      Der Absicht hinter dieser Aufforderung ist schnell durchschaut. Je öfter und intensiver die leitende Körperschaft in den Gebeten der Versammlung ERWÄHNT wird, umso fester ist die Bruderschaft von ihrer „Gottgleichen Stellung“ überzeugt.

      Je intensiver die Brüder um den Segen für die LK betet, umso fester sind sie überzeugt das diese den Segen Gottes haben.

      Mit ihren ständigen Aufrufen: „betet für uns“ haben sie erreicht, das sie in den Gebeten der Versammlung regelmäßiger und intensiver dankbar erwähnt werden wie Christus selbst.

      Das bleibt nicht ohne Wirkung in den Köpfen und Herzen der Brüder. Diese ständige Aufforderung hat also sicherlich nichts mit Demut zu tun sondern ist Teil einer Strategie der Verehrung um ihre Machtposition zu auszubauen. 

      Dies verdeutlichen dann auch die weiteren Sätze in diesem Artikel: Der leitenden Körperschaft gedenken wir natürlich nicht nur mit Gebeten, sondern auch, indem wir uns eng an ihre Anweisungen halten. .... Kreisaufseher und Älteste gedenken der leitenden Körperschaft dadurch, dass sie sich eng an ihre Richtlinien halten. Wir alle zeigen Jesu Führung gegenüber Respekt, wenn wir uns gehorsam denen unterordnen, durch die er uns leitet. 

      Abs. 19: Wir gedenken der leitenden Körperschaft auch durch unseren vollen Einsatz beim Predigen. Der „treue Sklave“ hat außergewöhnlichen Glauben gezeigt ... Gehörst du zu den anderen Schafen, die die Gesalbten in dieser wichtigen Aufgabe unterstützen?

      Die Botschaft ist eindeutig, macht was wir euch sagen, zeigt vollen Einsatz, und unterstützt uns mit euren finanziellen Mitteln.

      Es liegt doch auf der Hand, wer in seinen Gebeten ständig die leitende Körperschaft erwähnt, wird auch alles was dieses Gremium verzapft als von Gott gesegnet betrachten. Von wegen: „wie Demütig doch die Brüder der LK sind“!

      Sie sind ausgebufft bis in die Haarspitzen.

      LG Johann

       

      1. Heinz

        Johana,

        Danke für die Klarstellung.

        Das ist nicht beten, sondern Selbsthypnose in der sich die Leute einreden, die LK sei Gottes Bevollmächtigter. SIND SIE ABER NICHT.

        1. Heinz

          Aber ich muss euch ZJ auch loben!

          Euer Gottvertrauen, besonders da Euerer LK und ihrer Funktionäre, dass möchte ich auch haben. Echt. Da ist selbst Jesus Christus ein Schwächling im Glauben gegen Euch.

          Von den Kamikazefliegern und ihrem Glauben an ihren Kaiser gar nicht erst zu reden.

          Euer MUT ist in der Tat unfassbar. Echt!

          Ich bewundere Euch irgendwie schon!

          MUT habt ihr. Grenzenlosen MUT.

      2. Micha

        Betet für die Leitende Körperschaft

        Liebes Finanzamt

        Ich bitte Euch.......gedenkt der Leitenden Körperschaft....... und segnet sie.......da die Leitende Körperschaft eine Körperschaft ist...... mit einer saftigen Körperschaftssteuer....... damit der Leitenden Körperschaft.......geheiligt sei ihr Name...... vor lauter Leiden......das Leiten vergeht!!!!!

        Grüße Euch alle Micha

        1. Kirschblüte

          Hallo Micha, mir fällt da grad was auf: Kann es sein, dass wir uns am Wochenende sehen? Wenn ja, dann weißt Du das und wunderst Dich jetzt nicht...  ! ;-))

          LG Kirschblüte

           

           

          1. Micha

            Liebe Kirschblüte

            Allem Anschein nach werden wir uns zum Wochenende nicht sehen. Du meinst sicher einen anderen Micha. Dessen ungeachtet wünsche ich Dir ein erbauliches Treffen mit Deiner "Zielperson" an einem hoffentlich schönen Frühlingstag und verbleibe mit freundlichen Grüßen   Micha

            1. Kirschblüte

              Lieber Micha,

              ooooohhhh, na gut, aber es hätte schon irgendwie gepasst. Das ist auch ein ganz Lieber. Danke für Deine guten Wünsche, das Wetter soll ja einigermaßen werden und das ist wichtig,  da der Grill wiederbelebt werden soll.

              Dir und Deinen Lieben und natürlich auch allen anderen hier ein schönes Wochenende. Wir freuen uns besonders über die Tatsache, dass Matthäus nach Hause darf und werden für ihn einen Grappa mittrinken. Jetzt geht es aufwärts!

              Liebe Grüße

              Kirschblüte

      3. Ömmelchen @ Johann

        Danke für die psychologische Aufklärung. War mir dessen nicht in dieser Deutlichkeit bewusst.

  7. Tilo

    Kommentar zu S. Lett: "Ihr jungen Leute ..."

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    Lieber S. Lett,
    ich muss dich loben! Du hast dir wieder einmal große Mühe gegeben, als du im März den jungen Leuten mit all deinen Möglichkeiten vor Augen führen wolltest, wie großartig es ist, sich "voll und ganz" für die Organisation einzusetzen!
     
    Wenn ich dich so über den Schirm segeln sehe, mit deiner ausdrucksstarken Mimik und Gestik, dann gewinne ich den Eindruck, dass du selbst ganz, ganz fest an deine Worte glaubst. Es ist schön, wenn man von sich selbst so überzeugt ist, dass man weinen könnte vor Rührung! Jedenfalls stehst du immer kurz vor den Tränen, wenn du deinen Worten hinterher lauschst.  Das ist beeindruckend, das ist groß! Die Jugend hat ein unschätzbares Vorbild in deiner Person. Du hast schon in jungen Jahren ganz genau gewusst, was du wolltest. Oder nicht? Oder hast du nur stur und treu auf das gehört, was man dir sagte? Jedenfalls hast du das getan, was man wollte. Und nun möchtest du andere an deinem Glück teilhaben lassen. Das ist gut! Deshalb setzt du alles daran, glaubhaft, überzeugend und liebevoll  zu erscheinen. Du verstreust große Gefühle, man fühlt sich geliebt! Ich weiß, du willst nur das Beste für die Kids. Sei überzeugt, dass man auf dich hören wird! Denn einfältige Jugendliche gibt es zuhauf, Jugendliche, die nur auf den richtigen Mann warten, um ihm nachzulaufen.
     
    Ich hätte am Schluss meines Lobs noch ein Extralob: Du erwähntest, dass du „höhere“ Bildung aus Überzeugung abgelehnt hast. Recht so! So wie du mir erscheinst, hätte es dir nur geschadet, denn was du sagst, verträgt sich nicht mit „höherer“ Bildung.  Mit ihr hättest du das gar nicht sagen können, was du gesagt hast; die Wirkung deiner Rede hätte nur darunter gelitten. Und das wäre doch schade gewesen - für die Kids.
    (PS: Was ich dir hier über „höhere“ Bildung geschrieben habe, kann man nicht auf Jesus anwenden, denn er hatte höhere Bildung: Er war ein wahrhaftiger Mensch.)

    **********
    👍 👍 👏

    1. Für Dich

      Apropos Mimik, wie nennt sich eigentlich diese Krankheit? Hätt ich doch Medizin studiert, dann könnte ich hier eine Verdachtsdiagnose stellen und unserem Patienten helfen.

    2. O.W.Schön@Stephen Lett

      Lieber Stephen Lett,

      bitte lies die Zeilen von Tilo nicht, auf keinen Fall: Never ever! Die genial geschriebenen Zeilen könnten Dich zum Nachdenken bringen und Dein Herz berühren und das willst Du doch sicherlich nicht.

      Die Zeilen könnten an Dein Gewissen rühren und einen schmerzlichen Prozess der Selbstreflexion auslösen und dann könntest Du nicht mehr so ohne weiteres plump schauspielern und schlecht vorheucheln. Das wäre echt negativ fürs WTG-Geschäft und dann bist Du längste Zeit LK Mitglied und Firmenboss gewesen.

      Also weiter so wie bisher, the show must go on!!!

      Tilo und ich verstehen Deine Psyche: garantiert!

      O.W.S.

  8. Für Dich

    Nur so nebenbei bemerkt: Der antike Hotspot des Götzenkults unter Jerobeam nannte sich (rein zufällig) Bethel....

  9. noomi an Regenbogen

     
    Hallo Regenbogen
    Danke für den Link. Der Bericht von W. J. Schnell hat mich sehr interessiert. Habe es erstmal nur überflogen, dann abgespeichert und werde es dann in Ruhe durchlesen. Mein Vater war ebenfalls etwa um die gleiche Zeit im Bethel Magdeburg. Also mussten sie sich gekannt haben. Er verlies Magdeburg 1929 aus gesundheitlichen Gründen. Von meiner Mutter erfuhr ich, dass er nach seinem Weggang ein totales Nervenbündel war. Das verwundert mich nun gar nicht mehr, nachdem was ich bis jetzt gelesen habe.
    LG Noomi
     

    1. Regenbogen

      Hallo noomi und an alle,

      bitte gern geschehen...

      ein kleiner Tipp  für Leseratten und / oder wer lieber ein Buch in der Hand hält und reinkritzeln mag dem empfehle ich folgende Seite : BOOKLOOKER.

      Als Beispiel:

      https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/titel=falsche+Zeugen+stehen+wider+mich

      Habe dort schon viele Bücher zu kleinem Preis bekommen.

      Viel Spass beim Stöbern

       

       

       

       

  10. Michaela

    ganz lieben Dank für Eure so zu Herzen gehenden Antworten.  Ihr habt mich hier Willkommen geheißen, aufgebaut und mir gezeigt, dass ich nicht alleine bin. Ich weiß wieviel Zeit es kostet, zu Schreiben, ihr habt Euch diese Mühe gemacht, für mich.....Danke, Danke.

    Ich möchte im Einzelnen  noch auf Eure Antworten und Ratschläge eingehen, es ist so viel zum Nachdenken, Daher so nach und nach. Ich muss es vorerst noch einige Male und mit Nachsinnen genau durchlesen.

    Für den Moment jetzt war es mir wichtig, mich erst einmal zu bedanken für so schnelle Anteilnahme und Aufnahme hier im Kreis  bei BI unter Menschen, die all das gleiche erlebt haben.

    Liebe Grüße und eine gute Nacht

    Michaela

     

     

     

     

     

    1. Tilo

      Liebe Michaela, meine Schwester!

      Ich habe deine Ausführungen mit klopfendem Herzen gelesen. Was du geschrieben hast, ist mir aus vielen anderen Kommentaren und aus der eigenen Erfahrung vertraut. Wir, die wir wie aus einem bösen Traum emporgeschreckt sind, haben alle dasselbe durchgemacht. Wir sind stark erschüttert worden und haben dann doch und trotzdem wieder den festen Boden unter den Füßen gefunden. Und wir wissen auch warum. In einigen Kommetaren an dich klingt das alles an und die Ratschläge stammen aus der Erfahrung, die man mit Gott und Christus machen kann. Ich möchte auf den letzten Vers aus dem 119. Psalm hinweisen: „Ich bin umhergeirrt wie ein verlorenens Schaf. Bitte suche deinen Knecht!“ Diese Bitte habe ich oft ausgesprochen – und sie ist erhört worden! Ebenso oft bat ich darum, dass mich Gott auf einen festen Boden stellen möchte. Es ist eingetroffen. Dir liebe Michaela steht derselbe Weg offen. Vertraue einfach und lass dich vom Geist Gottes führen, ohne an der Liebe Gottes zu zweifeln. Und vergiss bitte nicht, dass dieser Erkenntnisprozess schmerzhaft ist! Das muss man auf sich nehmen. Es ist ja auch eine Art von Zucht von Jehowah.

      Ich denke noch einmal an die gutgemeinten Ratschläge von Petrus111. Es geht dir ja wohl nicht um Unterhaltung, denn die würdest du vielleicht in einer Seniorenturngruppe finden oder auch in einem Wanderverein. Was du brauchst ist nicht Ablenkung oder Unterhaltung, sondern geistige Unterstützung in deinem Kampf. Ich glaube nicht, dass ein Seniorenverein dich dazu anregt, Johannes Kapitel  6 im Hinblick auf das Gedächtnismahl zu lesen und zu verinnerlichen. Und ich glaube auch nicht, dass ein Wanderverein für dich beten würde, wie es hier die Geschwister tun.

      Du hast von den Zweifeln geschrieben, die dich überfielen, als du die Symbole nehmen wolltest. Die Zweifel sind entschuldbar und eine fast natürliche Folge der falschen Belehrung durch die WTG. Aber habe doch bitte den einfachen MUT, die Worte Jesu so zu verstehen, wie du sie liest. Dazu brauchst du nicht einmal  die von Petrus111 erwähnten und empfohlenen „Fachleute“. Die Worte Jesu sind so einfach, dass jeder sie verstehen kann.

      Ich möchte nun nicht zuviel schreiben. Du hast die Möglichkeit, dich hier im Forum auszutauschen. Und dazu wünsche ich dir alles Liebe!

      Tilo

      1. Störtebeker

         
        Störtebeker an Tilo und Michaela,
         

         
        deinen Worten an Michaela, lieber Tilo kann ich nur zustimmen:
         
        Was du brauchst ist nicht Ablenkung oder Unterhaltung, sondern geistige Unterstützung in deinem Kampf. Ich glaube nicht, dass ein Seniorenverein dich dazu anregt, Johannes Kapitel  6 im Hinblick auf das Gedächtnismahl zu lesen und zu verinnerlichen. Und ich glaube auch nicht, dass ein Wanderverein für dich beten würde, wie es hier die Geschwister tun.
         

        Du hast von den Zweifeln geschrieben, die dich überfielen, als du die Symbole nehmen wolltest. Die Zweifel sind entschuldbar und eine fast natürliche Folge der falschen Belehrung durch die WTG. Aber habe doch bitte den einfachen MUT, die Worte Jesu so zu verstehen, wie du sie liest. Dazu brauchst du nicht einmal  die von Petrus111 erwähnten und empfohlenen „Fachleute“. Die Worte Jesu sind so einfach, dass jeder sie verstehen kann.“

         

        Genau so sehe ich das auch. Was mir persönlich immer geholfen hat, mir die elementaren Fragen des Lebens zu beantworten, ist die Bibel. Damit kann man die „Scharlatanerie“, nicht nur der WTG, sondern auch aller anderen bloßstellen und sich davor schützen. Durch die Bibel verstehe ich den Sinn meines eigenen Daseins. Ich erhalte eine Hoffnung für meine Zukunft und die Kraft mein jetziges Leben zu meistern und sinnvoll zu gestalten.

         

        Liebe Michaela, natürlich ist das besonders am Anfang des „Aufwachens“ nicht einfach. Das haben dir hier ja schon viele geschrieben, und ich weiß das von mir selbst auch. Aber sei versichert, der Vater und der Sohn, Jesus Christus, sie sind an deiner Seite! Allein die Tatsache, dass du am „aufwachen“ bist, ist schon der Beweis dafür! Auch hier wirst du Hilfe erhalten. Und bitte unterschätze niemals die „Kraft“ des Wortes Gottes. Der hl. Geist Gottes wirkt eben auch durch sein Wort.

         

        Das soll von meiner Seite aus erst mal genügen.

         

        Liebe Grüße an alle, die unsere beiden Höchsten ernstlich suchen (Hebr. 11:6)

         

        von Störti

         

         

         

        1. Zwischenruf

          Der Abgang von einer Kirche ist immer begleitet von Schuldgefühlen und Zorn. Es sind  Gedanken wie: die haben mir den Gottesglauben beigebracht, ich habe dafür viel Zeit und Geld investiert und nun haue ich ab, ohne nostalgische  Gefühle. Man hatte auch positive Momente, lernte freundliche Menschen kennen, ging jahrelang gleichen Schrittes und nun bleibt nur Verachtung? Ein Gefühl der Undankbarkeit kommt auf.

          Daher ist eine Glaubens-Bilanz wichtig. Das Für und Wider gehört genau abgewogen, vielleicht mit Hilfe von Kuli und Papier. Was war gut beim Weg nach oben, was war nur Ballast?

          In diesem Jahr liest man viel über Luther und seinen inneren Kämpfen, bis er sich von den Schuldgefühlen befreite und an die Öffentlichkeit ging. Er wollte seiner Kirche nicht schaden, er wollte sie ja nur zu einer Umkehr bewegen, also reformieren. Die sog. "Stellvertreter Christi", egal ob sich diese nun Papst oder "Leitende Körperschaft" nennen, der gleiche Geist von unten steckt doch dahinter. Im Säuberungsprozess müssen diese "Herrschaften" einmal weg, man muss sie zum Verschwinden bringen, sie sind nichts Wert, wir sind ihnen und ihren Dienern keinerlei Rechenschaft schuldig. Auf den lieben Bruder Kunz und die Schwester Hinz müssen wir nicht böse sein wenn sie uns nicht beachten - waren wir doch genauso wie sie, jahrelang genau so... Mir half der Ausschlussprozess, war ich doch ca 6 Jahre im Komitee, ich kannte genau die § - meine Kritik war keine Ausschlussgrund, erst danach fühlte ich mich befreit.

          Im nötigen Heilungsprozess brauchen wir gewissermaßen die richtigen "Obersten Instanzen": unseren Vater, und unseren großen Bruder und Erlöser! Diese können uns am besten heilen! Ist noch Zorn vorhanden? Schreit ihn ruhig hinaus, Psychologen raten dazu, Wut gehört wie bei einem Überdruckventil rausgelassen

          ¸.•*¨*`•.¸ danach kommt man wieder in ruhige Gewässer ~~~~~~ ><((((º>

           

          Luther wurde erst frei, als er den nachfolgenden Text richtig verinnerlichte, Römer 3:28:

          28 Denn wir urteilen, daß ein Mensch (allein) durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzeswerke.    

          Das Wort "allein" hat Luther in seine Übersetzung eingefügt, dieser Vers war für ihn die echte Befreiung von Schuldgefühlen: "allein der Glaube" - das genügt!

          Behalten wir Aussteiger das im Sinn!

          Gerd

          1. Heinz

            Zwischen-Zwischenruf,

            es gibt Gefühle und Tatbestände und Indiziendichten die auch "Gefühle", oder im ZJ-Jargon "Beweggründe" in Anführungszeichen "nachweisen" können.

            Wäre das nicht so, so wäre Paragraph 263 Abs. 1 ÜBERHAUPT GAR NIE anwendbar und komplet obsoleter Unfug, weil der Nachweis der "Absicht", wie manche hier meinen, niemals nachweisbar wäre. Außer durch Gott selbst.

            Dem ist aber nicht so, denn dieser Nachweis kann auf grund der äußeren Umstände auch durch Menschen erbracht werden, wie jeder weiß. Nicht nur Richter.

            Und ein Kind. was zum Verzicht auf eine Eiskugel aufgefordert wird, weiß noch nicht, dass Gott im Himmel kein Geld braucht. Und auch keine Konten auf den Cayman Islands unterhält.

            Von Markus, wenn ich recht entsinne, ist es bereits erwähnt worden. Das EINZIGE was hindert ist, dass niemand klagt! Wo kein Kläger, da kein Tatbestand, wo kein Kläger, da kein Richter.

            Religion und Religionsfreiheit ist kein Freibrief.

            Hinsichtlich der Kindesmissbräuche gibt es wegeb der STRUKTURELLEN Versäumnisse bereits bis in letzte Instanzen ausgefochtene Urteile mit Schuldsprüchen des Watchtower Imperiums.

            In anderen Sachverhalten gab es das auch schon, z.B. Frankreich.

            Straßburg wird es immer schwerer haben die ZJ noch rausboxen zu können. Und das öffentlich vertreten zu können.

            Das neulich gepostete Namibia Urteil, was eine Aushebelung des Sozialversicherungs- und Steuerrechts durch den Watchtower verhinderte könnte so auch in Dtl. genau so gut fallen.

            Auch hierzulande wurde die Nachversicherungspflicht erst durch die Klage eines Einzelnen erreicht.

            Wie von anderen Kommentatoren bereits zutreffend erwähnt ändert "nur" Herz ausschütten nichts.

            Wer Möglichkeiten sieht, beispielsweise durch größere Zuwendungen, Vermächtnisse, sollte zumindest ernsthaft prüfen (lassen) ob eine Klage gegen Watchtower Aussicht auf Erfolg haben könnte.

             

      2. Michaela

        Michaela @ Tilo

        ganz herzlichen Dank für die Worte , ich konnte auch in anderen Kommentaren hier lesen, dass es vielen so ging, als wäre der Boden unter den Füßen weggezogen. Ja, diesen festen Boden, wie Du schreibst, brauche ich auch wieder.

        Zu Ps 119... es ist richtig beschrieben, "umherirren wie ein verlorenes Schaf." ..wohin ? ..  ich denke für mich... erst einmal hierher. Die vielen Bibelstellen die mir hier aufgezeigt wurden, die jetzt helfen können, ich verschlinge sie und will alles endlich richtig verstehen. Richtig, so wie unser Gott es gemeint hat.

        Das Bitten ist auf einmal gar nicht so einfach..rufe ich vorher Jesus, um zu bitten zu Gott beten zu dürfen? ...."niemand kommt zum Vater außer durch mich" ..". Lieber Vater, Jehova, Jahwe.." da hänge ich schon wieder... ich will doch unbedingt den Namen richtig aussprechen.

        Ich freue mich und bin dankbar für alle Vorschläge hier, jedes ist es wert zu durchdenken oder, wenn es zu meinem Leben passt und möglich ist, auszuprobieren, wenigstens in Betracht zu ziehen. Das eine mehr, das andere weniger, aber trotz allem ist es sehr wertvoll, wenn sich jemand anders Gedanken macht, was gut tun könnte. Zeigt es doch Interesse an mir und meinen Gedanken, sowas habe ich schon jahrelang nicht mehr verspürt.

        Ja, Mut ist bestimmt für so einen Neuanfang notwendig. Noch hat er sich bei mir versteckt. Aber ich lese die Bibelstellen und versuche sie so zu sehen, wie sie da stehen, ohne nach einer Erklärung bei JW Org zu suchen, das ist neu.

        Mut hängt ja auch mit Selbstvertrauen zusammen, denke ich. Es bedeutet, sich seinen Zweifeln und Ängsten zu stellen und sie zu überwinden. So sind Mut und Angst sehr nahe beieinander. Aber habe ich nicht jahrelang Angst gelernt.. Angst falsch zu handeln, Angst vor Satan und den Dämonen, Angst von JHWH bestraft zu werden, Angst nicht im Paradies  leben zu dürfen......

        Selbstbewusstsein wurde oft mit zu wenig Vertrauen in unsere Organisation gesehen, sollte man doch darauf vertrauen, dass diese schon richtig für uns denkt und nicht selbst entscheiden. So war das Selbstbewusstsein stark verkümmert. .....nun, wenn Mut und Angst wie zwei Seiten einer Medaille sind, würde ich gerne jetzt die Medaille einmal umdrehen.

        Lieben Gruß

        Michaela

         

         

         

         

        1. peetha@Michaela

          michaela- hallo + juuten abend, jaanz kurz : vor einer viertel Stunde hat mich eine noch Schwester (orgWackelkandidat)  angerufen, die aufmerksam deine Post las und auch die Reaktionen darauf. Auf jeden Fall soll ick schööne Grüße (.... Schwester´chen traut sich nicht ......)    ausrichten und das mach ick gerne. Tjaa so schnell jeht das .... und schon hast DU jemanden ... Fremden ...  ´an die Hand genommen´. (deinen Vergleich mit der ´Medaillie und ein x umdrehen´... der beschäftigt sie.

          bis die taage -  eine schwester & peetha

           

      3. Petrus111

        Lieber Tilo, Störtebecker, Michaela,

        ..."Es geht dir ja wohl nicht um Unterhaltung, denn die würdest du vielleicht in einer Seniorenturngruppe finden oder auch in einem Wanderverein."

        Ihr habt das was missverstanden!

        Alle biblischen Hinweise an Dich, liebe Michaela, sind gut und richtig.

        Ich habe in meinem Kommentar auf weiter unten stehende Kommentare von mir in der Sache hingewiesen. Dies war der Kern meiner Aussage.

        Gleichwohl möchte ich betonen, dass es bei "sozialräumlichen Aktivitäten" nicht nur oder überhaupt um Ablenkung oder Unterhaltung geht; diese Aktivitäten haben eine wichtige Ausgleichsfunktion und einen hohen soziologischen Wert - das kann man global sagen.

        Falls man also nicht 100 % seiner Zeit mit forschen, hinterfragen, überlegen, grübeln und lernen verbringen möchte (wogegen auch nichts einzuwenden wäre, wenn man dazu Kraft hätte), dann hat man die Möglichkeit, sich zu entspannen und sich unter ganz normale Leute zu begeben und seine Freizeit sinnvoll zu verbringen.

        Das, Ihr Lieben, haben JZ nicht nur verlernt, es ist ihnen ja verboten!

        Ein JZ hat im "Idealfall" keine Freunde "in der Welt" - er hat Kontakte idealerweise nur über die Mission.

        Das muss also neu gelernt werden - und es ist nicht schwer, dies zu lernen.

        Wenn man sich Jahrzehnte abgeschottet hat in der Pflichterfüllung bei JZ, dann muss man den Zugang zur normalen Welt neu erlernen - wie zahlreiche Aussteigerberichte zeigen. NUR dafür war mein diesbezüglicher Hinweis gemeint - und hat m.E. auch seine Berechtigung.

        beste Grüße

        Petrus111

  11. Ulla

    Liebe Michaela,

    ach, säßest du jetzt neben mir, ich würde dich drücken, dich trösten und dich beruhigen, soweit es ginge! Ich habe deinen Bericht vorhin gelesen und da stellten sich alle Nackenhaare von mir auf!

    Vermutlich siehts in deinem Herzen und in deinem Kopf aus wie in einer grade eben geschüttelten

    SCHNEEKUGEL !!!!

    Alles wirbelt erst mal durcheinander!!!

    Das gehört mit zum Prozess des "Aufwachens"...ich bin soo dankbar, auf diese BI Seite gestossen zu sein, denn 2005, als ich erwachte und ging, gabs das noch nicht!

    Ich wünsche dir viel Kraft und Ruhe die nächste Zeit! Wie schön, du hast deine Kinder! Es wird sicher in der nächsten Zeit noch die eine oder andere Diskussion zwischen euch entbrennen, aber schon jetzt wünsche ich euch allen den Frieden Gottes.

    An dir möge sich erfüllen, was Jesus sagte: "KEINEN, den der Vater mir gibt und zu sich zieht, lass ich verloren gehen."

    Ich bete für dich, liebe Michaela, dass sich das "Schneegewirr" in der Seelenkugel bald legen wird und du in Ruhe alles nachprüfen und vergleichen kannst. Hier auf BI findet man zu fast jedem Thema, das Aussteigern durch den Kopf geht, ermunternde Artikel und Kommentare.

    Liebe liebe Grüße, meine liebe Schwester von

    Ulla

    1. Michaela

      Liebe Ulla,

      ich danke Dir für Deine lieben Worte. Schneegestöber im Kopf, das beschreibt es richtig. Aber nicht nur dort, sondern auch im Gefühl, in den Überlegungen. Auf einmal sind es Fragen über Fragen, solche wo ich die vielen Jahre lang sofort die " richtige " Antwort parat hatte, mit den entsprechenden eingelernten Bibelversen.

      Nun ist es ein Gefühl, als hätte ich nie etwas gelernt und muss von ganz vorne wieder anfangen. Als Z.J. kannst Du die meisten gängigen Bibelstellen schnell aufschlagen, aber nun, wenn ich nach entsprechenden in der Versammlung nicht ausgesuchten Versen suche, die gezielt eine andere Sichtweise zeigen oder mir bestätigen, dass ich nichts falsch mache..... das klappt noch nicht so.

      Als ich die ersten Male hier in BI gelesen hatte, bekam ich Herzstolpern, Schwindelanfälle und Händezittern, so als ob ich etwas Verbotenes tun würde. Wie schlimm ein jahrelang eingelerntes Gewissen auf den Körper wirkt. Aber mit der Zeit fiel es wie Schuppen von den Augen und der Verstand wurde immer klarer. Trotzdem waren die Gedanken immer noch: das kann doch alles nicht wahr sein, so schlimme Sachen, und ich überlegte: wie kann Jehova so eine Org zulassen, am Leben lassen, wenn diese seinen Namen benutzt und ihn so beschmutzt. .... ich denke weiter nach....

      Ich habe einen schönen Spruch gefunden:

      Es ist nie zu spät neu zu beginnen, wenn Du das alte nicht mehr ertragen kannst.

      Michaela

       

  12. O.W.Schön@LK in Warwick

    Lieber Konzern-Vorstand der WTG,

    ich habe Eure ständigen Fake-News auf jw.org endgültig satt und das wollte ich Euch Top-Manager einfach kurz wissen lassen!

    "Schutz für die Tier- und Pflanzenwelt in Chelmsford", derzeit eingestellt auf Eurer firmeneigenen Propaganda-Seite, bildet den erneuten Auftakt zu einem Hunderte von Millionen Euro teurem Bauprojekt in England, in Chelmsford.

    Kaum wurde Warwick vollendet, ohne Beteiligung der Milliarden schweren Spendeneinnahmen aus dem Erlös von Brooklyn, schon startet Ihr den nächsten Run auf das Geld einer ausgebluteten Bruderschaft namens Zeugen Jehovas.

    Eure Geldgier kennt offenbar keine Grenzen mehr und Eure dummdreisten alternativen Wahrheiten sind leicht zu durchschauen. Somit dürfen wir gespannt sein, wie Ihr erneut Eure Geldnot verpacken werdet, um Euch Chelmsford zum Nulltarif hinstellen zu lassen ohne Eure New Yorker Milliarden antasten zu müssen.

    Ist dann Chelmsford fertig gebaut und die englischen Brüder am Ende, so WERDET Ihr mit 100% Sicherheit das renovierte Selters für mehrere Hundert Millionen Euro an einen Weltkonzern verkaufen, der Frankfurt für sich entdeckt hat, als Standort für Europa: Schlau seid Ihr und so unendlich clever!!!

    Liebe Grüße an den cleveren Konzern-Vorstand

    O.W.S.

     

     

    1. Regenbogen

       
      Hallo @ all,
       

       
      habe gerade angefangen zu lesen. Gebe das also „ohne Gewähr“ weiter :-))). Vielleicht interessiert oder hilft es jemanden:
       

       
      http://datei.sektenausstieg.net/literatur/Schnell.pdf
       

       
      gefunden auf:
       

       
      http://www.sekten.ch/ex-site/stories/zeugen.htm

       

       

       
      Schönen 1. Mai noch
       
      LG
       

       
      @ O.W.S. / @ all
       

       
      http://ibsaproperty.com/
       

       
      leider ist mein Englisch begrenzt und habe es über einen Translator übersetzen lassen. Es gibt wohl 4 Ausschreibungen........
       

       
      ABOUT US:
       

       
      IBSA London Properties ist Teil der IBSA (International Bible Students Association) eine eingetragene Wohltätigkeitsorganisation, die im Auftrag der Zeugen Jehovas in Großbritannien und Irland handelt. Für weitere Informationen über die Zeugen Jehovas folgen Sie bitte diesem Link.
       

       

       

       

       

       

      1. O.W.Schön@Regenbogen

        Liebe Regenbogen,

        vielen Dank für Deinen Post! Sehr interessant und enorm aufschlussreich!

        Für mich ist JW.ORG inzwischen ein reiner Weltkonzern und seine LK ein gewissenloser Konzernvorstand. Sie machen seit einem Jahr buchstäblich Milliardenumsätze, natürlich steuerfrei, und pumpen kleine Kinder und arme Witwen um Geld an. Die Mafia dagegen ist noch heilig!

        Dir einen guten Start in die verkürzte Woche.

        O.W.S.

        1. Für Dich

          Der WT ist sicherlich ein finanziell lukratives Produkt im weltweiten Spendenmarkt, dennoch halte ich den Vergleich mit mafiösen Strukturen übertrieben, weil es sich ja um keine physische Erpressung handelt, sondern eine religiöse. Und da ist jeder letztlich selber schuld, wenn er dem uralten Trick aufsitzt "Das ewige Leben hängt von der Zugehörigkeit zur Gruppe YX ab." Wo ich die Freiwilligkeit in Frage stelle, sind Kinder der ZJ, die mittels Psycho-Druck in die Zusammenkünfte zwangsgeschleppt werden.

          1. Heinz

            Für Dich,

            ich habe das schon einmal gepostet, vielleicht habe ich heute mehr Glück.

            Lies mal Paragraph 263, Absatz 1 StGB.

            Bernard L. Madoff war übrigens auch nie "physisch" tätig.

            Ps:

            Kinder werden im übrigen nicht umsonst "Schutzbefohlene" genannt. Da hast Du  sicher recht. Aber wie es ZJ mit dem Schutz der ihnen anvertrauten Kinder halten ist ja mittlerweile weltweit hinlänglich bekannt.

          2. O.W.Schön@Für Dich

            Schlimmer als die Mafia: aber Hallo!!!

            Lieber Für Dich,

            ich halte jw.org für weitaus schlimmer als die Mafia, weil sie psychische und religiöse Gewalt anwendet. Zudem hat die Mafia einen Ehrenkodex und jw.org nicht! Während die Mafia Ihre eigenen Leute beschützt und die Familien "heilig" sind, belügt jw.org ihre eigene Gefolgschaft und zerstört deren Familien.

            Der Mafia ist nicht daran gelegen, den Glauben an Gott und Christus zu zerstören, jw.org jedoch sehr wohl. Sie räumt Jesus Christus aus dem Weg, um 7 selbsternannten Heiligen göttliche Autorität anzudichten. So tief gesunken ist die Mafia meines Wissens noch nicht: Meine subjektive Meinung dazu!

            Liebe Grüße

            O.W.S.

            1. Heinz

              O.W.Schön,

              BRAVO! BRAVO!

              BRAVISSIMO!

            2. Tommy

              Hey O. W. Schön,

              das mit dem Ehrencodex bei der Mafia glaube ich auch nicht.

              Tommy

  13. Michaela

    Guten Tag liebe Brüder und Schwestern,

    ...... diese LK, das kann doch gar nicht sein, dass unser Gott gerade diese sieben als die einzig richtigen Menschen ausgewählt hat, um uns zu unterrichten und alle sollen machen was die sagen? Das war vor gut zwei Jahren mein persönlicher Schlüsselgedanke zum Zweifeln und Nachforschen.

    Aber viell. sollte ich mich für heute erst einmal vorstellen, da ich das erste Mal hier schreibe:    Seit fast zwei Jahre bin ich hier bei BruderInfo stille Mitleserin und bin so dankbar für die guten Artikel und die viele Hilfestellung.

    Seit 40 Jahren bin/ war ich ZJ in der Org, noch vor 1985 getauft. Seit einem Jahr gehe ich jetzt gar nicht mehr in die Versammmlung, ich kann und will einfach nicht mehr.

    Als ganz junge Frau in die "Wahrheit" gekommen, meine Kinder, Mädels und Jungen, darin erzogen. Trotz Krankheit , Armut, Jahren alleinerziehend, Ganztags Arbeit, und und und... ich wollte mein Äußerstes geben:                    .......                 .alle Versammlungen, Predigtdienst, Kinderstudium,  pers. Studium, Vorbereiten, Treffpunkte, und das frühere Familien-Buchstudium war auch einige Jahre bei mir zu Hause.

    Wenn ich dann völlig zusammengebrochen bin , um ja das äußerste zu tun, für Jehova, .... durfte ich mir von ledigen Schwestern sagen lassen, ich müsse halt demütiger sein, besser planen um mehr zu schaffen...( klar, neben meiner Ganztagsarbeit, Haushalt und  Kindern)

    Meine Kinder wollten keine ZJ mehr sein, als sie das Haus verlassen hatten zur Ausbildung, ich habe aber nie den Kontakt zu ihnen abgebrochen, sie haben heute eigene Familien, wohnen weit weg.   Im Grunde spürte ich ständig Druck und Überforderung, wollte dies aber nicht wahrhaben, weil es "nicht sein darf.

    ....es begann vor ca drei Jahren,     Ich las über Russel, Rutherford , die Finanzen und Politik der Org, Gebäude, Bethel usw. , da wo "man nicht lesen darf". .... Zögerliche Fragen bei Schwestern oder Brüdern wurden sofort abgeschmettert, es würde nicht stimmen was im Internet  steht und ich solle mich auf keinen Fall damit beschäftigen, ich solle mich nur fest an unsere Literatur halten.

    ..... kurz darauf wurde ich sehr krank, mehrere Monate nicht in der Lage länger zu reden, zu denken o.ä. . Eine Schwester wurde zu meiner "Ermunterung" von einem Ältesten aufgefordert,  mit mir regelmäßig eins unserer " gängigen Anfänger-Bücher"  zu studieren, da ich mit Sicherheit nur geistig schwach geworden sei.

    Sie sagte mir: " nun, liebe Schwester ich weiß ja nicht ob du wirklich so krank bist, aber Jehova kann dir ja ins Herz sehen ob es so ist. Studiere wieder mehr, lese mehr, etwas mehr vorbereiten, dann geht es dir besser." Außerdem wurde mir klargemacht, dass Jehova mich auf keinen Fall gesund machen würde, da er das nicht versprochen hatte,  und ich solle mir ein Beispiel nehmen an Hiob und an anderen die wegen dem Glauben verfolgt werden, das wäre wohl schlimmer.

    Ich zweifelte sehr an mir und hatte plötzlich Angst  vor Gott und ebenso vor Satan, als würde ich von irgend jemandem bestraft werden.

    Ein Ältester riet mir,  ich solle im Bethel anrufen, die hätten dort psychologisch geschulte Männer. Dies tat ich, mit dem Erfolg,  dass ich ermahnt wurde, ich müsste nur mehr beten denn nur daran liegt es.

    Ich dachte mein Beten ist nicht wirkungsvoll und bat sogar Älteste um einen Hirtenbesuch.  .sie sagten.... "  liebe Schwester, wir wissen wie es dir geht, aber wir haben mit unseren Familien selber genug zu tun."

    Kurz darauf musste ich für zwölf Monate ins Krankenhaus.    Mein Leben und meine Gesundheit war noch Monate danach in Gefahr.   Ich musste erleben und lernen, da ich nicht mehr zu den Zusammenkünften konnte und nicht mehr " funktionierte", dass ich für die Versammlung nicht mehr wichtig und nicht mehr " vorhanden" war, sehr enttäuscht und tief traurig.    (Im Laufe der vielen Jahre gab es natürlich auch liebevolle hilfsbereit Schwestern und Brüder, einigen bin ich heute noch sehr dankbar, ..... )

    Bei allem was ich nun weiter erfahren hatte über Org , die LK und ZJ Lehren, das konnte doch Jehova nicht gefallen. Erst jetzt habe ich dann über die schlimmen Vertuschungen, Strafzahlungen gelesen. Die furchtbare Ächtung von Ausgeschlossenen und sogenannten Abtrünnigen, erst jetzt verstand ich die volle Härte. Wie konnte ich das all die Jahre nicht erkennen?

    Ich wollte nicht mehr und konnte nicht mehr dahinter stehen, aber mit wem sprechen?... Sektenbeauftragte, frühere ZJ übers Internet, Evangel. Pfarrer vor Ort, Heilpraktiker Mitglied einer christuskirche...und und...   keiner konnte mir wirklich helfen meine Gedanken und meine Zweifel zu ordnen. Ich habe gemerkt, ich muss das mit mir alleine ausmachen, meinem Gefühl vertrauen und mich nur an Gott wenden.

    ich versuchte es richtig zu machen....

    -Auf der Stadtverwaltung habe ich mich erkundigt, was bei mir bei Religion steht.... zum Glück gar nichts, also muss ich da nichts machen.

    Ich mache mir Sorgen, dass von der Versammlung persönliche Daten von mir ... wohin auch immer.... einmal ohne meine Zustimmung weitergegeben werden, und welche Aufzeichnungen von mir haben die überhaupt? Ich will sie nicht fragen, ich will keinen Kontakt mehr.

    -Ich bin einfach weggeblieben aus der Versammlung, kein Austritts- Schreiben, da ich Ihnen die Genugtuung nicht lassen möchte, laut sinngemäß zu verkünden:  "..Frau XXX .... hat Gott verlassen und ist wieder ein Teil der bösen Welt und hat sich somit Satan zugewandt. " weil das ja nicht stimmt. Werden meine Daten wohl in dem Fall automatisch vernichtet?

    -es  war jetzt das erste Mal, dass ich nicht zum Gedächtnismahl war, ich habe versucht, es zu Hause selber zu gestalten, aber das Nehmen der Symbole,  da ist eine heftige Blockade, weiß noch nicht was richtig ist.

    -das erste Mal im Leben meiner Kinder war ich jetzt anwesend auf ihrem Geburtstag, einfach nur um Ihnen zu zeigen, es ist schön, dass  ihr auf der Welt seit, und das erste Mal in ihrem Leben war ich anwesend ..neben dem Weihnachtsbaum. Was hab ich nur meinen Kindern all die Jahre vorher angetan?

    -bin ich nun noch ein ZJ...nur ohne Org? Oder bin ich nur Christ?

    -und das Gebet... Jahwe oder Jehova, und die Floskel am Gebetsende... im Namen Jesu.... kommt mir nicht richtig vor, komme sogar beim Beten irgendwie ins Stolpern.

    -und mächtig Angst dass wir doch " später" nicht immer auf der Erde leben dürfen. Und und und....

    Zu vielen Fragen habe ich schon Artikel hier bei BI gelesen und oft hat es mir geholfen und mich  beruhigt.

    Aber irgendwie ist mir der Boden unter den Füßen weggezogen, ich weiß gar nicht mehr was ich glauben soll. Und keine einzigen Freunde, wie auch ? Durften wir ja nicht.... jetzt fühle ich mich erstmal so richtig alleine. Hauptsache ich mache es vor JHWH richtig.

    Nun ist es sehr lang geworden, sorry, aber danke, falls es jemand gelesen hat.

    Michaela

     

    1. Kirschblüte

      Liebe Michaela,

      wie schön, dass Du Dir das endlich von der Seele geschrieben hast. Ich habe es sehr gern gelesen, kann vieles nachempfinden, auch den gesundheitlichen Aspekt. Fühl Dich schwesterlich umarmt. Gestern habe auch ich Argentum von meiner geistige Odyssee erzählt,  sie hat ....ich habe....viele haben ähnliches erlebt und wie Du ihre Erfahrungen gemacht. Wie sehr sich die Aussagen doch gleichen. Aber das hast Du in den vergangenen 2 Jahen sicher schon selbst festgestellt.

      Gut das Du da bist, herzliche Grüße

      Kirschblüte

      1. Michaela

        Liebe Kirschblüte,

        ich bin so überwältigt, die vielen Antworten hier und die guten Gedanken an mich . Danke auch Dir herzlich.

        Ja ich habe schon einige Berichte hier gelesen, die Erfahrungen gleichen sich und oft ist es sehr bedrückend und traurig was einige erleben mussten und schockierend was wirklich in der Org vor sich geht.

        Und ich dachte jahrelang " es ist alles richtig und ganz liebevoll und alles von Gott gesegnet" bei den ZJ, denn die "Warnungen" in der Versammlung, " ja nichts von Ausgeschlossenen oder Abtrünnigen ( ich glaube den Begriff gab es auch vor Jahren noch nicht ?!) zu lesen", das hatte wirklich seine Wirkung getan.  Ich hätte mich nicht getraut, ja nicht einmal daran gedacht.

        Michaela

        1. Kirschblüte

          Liebe Michaela,

          wie recht Du hast. Und glaube mir, es ging mir ganz genauso.

          Wie elektrisiert saß ich am Anfang vor dem PC und traute meinen Augen nicht. Ich las, dass ich nicht die einzige, nicht von Glück beseelte, nicht immer in sich ruhende Schwester mit mehr Fragen als Antworten war. Wen sollte ich fragen?

          Ich wußte, wenn ich das Fass aufmache, bekomme ich es nicht wieder zu. Und bevor ich meinen ersten Kommentar auf BI geschrieben habe, das hat gedauert.... und die Finger waren dabei kalt, vor Aufregung, weil ich vorher eine Entscheidung getroffen hatte. Es war die, die man fällt, wenn das Leben radikal die Richtung ändern soll, ohne wenn und aber. Man kennt die neue Richtung, aber man weiß noch nicht, wie angenehm die Reise wird.... wer wird mitfahren.... wie wird es am Ziel aussehen?

          Diese Entscheidung war alternativlos, da der ganze hineingefressene Kummer und der Frust meine Gesundheit ruiniert hat und es hätte mich sicher bald ganz zerbröselt, wenn ich mir das nicht eingestanden hätte.

          Nun ist das schon wieder ein paar Jahre her und alles hat sich nach den ersten turbulenten Zeiten in Familie und Umfeld wieder gefügt, es ist - was das betrifft - Ruhe eingekehrt. Man kommt ohne Zeitdruck zum studieren, forschen, lesen und diesmal sind keine Antworten vorgegeben. Wie schön, ich genieße das. Lass Dich hier fallen, Du fällst weich.

          Wenn Du statt schreiben auch mal reden magst, lass Dir von BI meine Mailadresse geben. Ich konnte schon so schöne Kontakte hier knüpfen, die tun mir alle sehr gut. Dir wird es sicher auch so gehen. Ich würde mich freuen.

          Fühl Dich umarmt, ich wünsche Dir eine ruhige Nacht, schlaf schön

          Kirschblüte

           

           

    2. Fox

      Guten Abend Michaela

      und erst einmal ein herzliches Willkommen, das ich auch gern an alle neuen Mitleser/Mitschreiber geben möchte.

      Vielen Dank für deinen Bericht. Du fühlst dich sehr einsam in deinen Entscheidungen und hättest in den vergangenen Jahren gern jemanden gehabt, der dir einen "roten Glaubensfaden" gereicht hätte? Das kann ich gut verstehen, denn man möchte ja keinesfalls Fehler machen. Liebes, das hätte aber nichts mehr mit einem unverfälschten Glauben VON DIR an JHWH und Jesus zu tun. Um etwas anderes geht es aber nicht. Es ist nicht wichtig, was eine Menge A oder eine Gruppe B glaubt.  Wenn du Matth. 25:31,32 liest, wie Jesus bei seiner Wiederkunft die Nationen richtet, glaubst du, er urteilt nach Geburtsland? Sind diesem Irrsinn nicht sämtliche Diktatoren verfallen? Oder richtet er nach Religonszugehörigkeit? Wird ein irrender, aber gläubiger und herzensguter Katholik vernichtet, während ein ZJ mit wirklichem Doppelleben davonkommt? Deine Zweifel an der Führungsposition der LK möchte ich mit einer Gegenfrage beantworten: Ab wann denkst du, treten Jesu Worte aus Matth. 23:8 in Kraft: "Ihr aber, lasst ihr euch nicht Rabbi nennen! Denn einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder."? Betrachtet sich die LK geistig auf der gleichen Stufe wie dich, mich oder einen Ältesten? Was denn, wenn DU für dich absoluten Gehorsam von allen anderen Versammlungsmitgliedern fordern würdest? Zurück zu DEINEM persönlichen Glauben: Du bist mit Sicherheit davon überzeugt, dass es funktioniert, wenn du betest: "Und vergib uns (mir) unsere (meine) Schuld". Gehen wir beide einig darin, dies widerspricht einem Gott, der für Fehler keinen Rückwärtsgang kennt? Keinen Neuanfang? Ist es weise, zu erwarten, dass unser himmlischer Vater uns nicht nur zieht, sondern einen Freiflug ins Ergebnis eines "fruchtbaren" Glaubens" spendiert? Was hätte ER davon? Wenn wir jedoch jeden einzelnen Schritt auf dem Weg mit Jesus gehen (Ich bin der Weg...), dann können wir auch stolpern, unser guter Hirte hilft uns gern wieder auf, wir können uns auch an der Leitplanke mal ausruhen - und vielleicht entdecken wir jemanden, der ebenfalls ängstlich ist und dann nehmen wir uns gegenseitig an die Hand, bis wir merken, keine Angst haben zu  müssen. Denn die Wahrheit (...und die Wahrheit...) wird uns frei machen. Frei von Angst vor der Zukunft. Am Ende dieses Weges steht unser himmlischer Vater mit ausgebreiteten Armen und er freut sich so sehr, uns als Kinder in Empfang nehmen zu können. Als Kinder, die einen harten Weg hinter sich haben, aber dem Weg der Versöhnung, dem Weg seines Sohnes, gefolgt sind, weil sie ihn, den Vater lieben.

      Michaela, wie oft hast du dir Vorwürfe gemacht und machen lassen, deine Kinder seien nicht "in der Wahrheit"? Dadurch, dass sie nicht in der Organisationswahrheit sind, sind sie jedenfalls nicht in der religiösen Unwahrheit. Das ist ein Segen, das können dir hier viele liebe Brüder und Schwestern bestätigen, die sehnsüchtig darauf warten, ihre Küken mögen endlich den Organisationskurs erkennen. Wie schön, dass du am Geburtstag anwesend warst. Ich bin sicher, sie werden manche Nacht feuchte Augen vor Dankbarkeit haben, dass du dieser Gewissensmühle entronnen bist.

      Ich werde dir jetzt nicht die Ohren vollsingen, wie gut und unendlich schön deine Freiheit von dieser Organisation werden wird. Auch ich kenne die Vorträge in den Versammlungen, dass der Mensch einen Sicherheitsbügel benötigt wie in einer Achterbahn um nicht abzustürzen. Das  ist richtig! Doch wer ist dieser Sicherheitsbügel wenn nicht Jesus als der einzige Mittler zwischen Gott und Menschen? Kein Mensch kann dir ewiges Leben zusichern, selbst wenn du 1000 Vorschriften und Gesetze einhalten könntest. Aber eins können Menschen tun: An deiner Seite sein, mit Herzblut um Auslegungen diskutieren, aus denen DU das herausnimmst, was DEINEM Glauben nützt. Und bitte behalte bei allen Fragen eines im Sinn: Am Ende eines jeden Schöpfungstages steht "und siehe, es war gut" - am Ende der Versöhnungszeit und damit am Ende ALLEN menschlichen Leids steht: "und siehe: besser geht es nicht!" Wir sind mit all unseren Fehlern und Dummheiten angenommen beim Vater, sonst hätte er nicht für eine Versöhnung gesorgt, oder?  In diesem Gedanken wünsche ich dir Freude, hier weiterhin mitzuschreiben, dich zu stärken (und uns auch. Danke dafür.)

      1. Michaela

        Michaela @ Fox...

        Vielen Dank für das herzliche Willkommen.

        Ja, es stimmt, es war eine Art Einsamkeit in der Zeit der ersten ernsten Überlegungen bez. Org, Versammlung usw. Sagte ich zu meinen Kinder  " ich möchte nicht mehr in die Versammlung, ich will eigentlich gar nichts mehr damit zu tun haben" ..... ich dachte schon ich würde gefragt, wieso und warum nicht, hatte mir schon einige Sätze in Gedanken vorbereitet, aber stattdessen sagten sie: "ok Mutti, wenn Du das so möchtest ist es ok, lies in der Bibel, mach Dir Deine eigenen Gedanken , ist doch gut so. Kannst doch hingehen wo Du willst ". Ihr ganzes Leben kannten sie mich nur als ZJ. ....einer meiner Kinder sagte: "ich habe mir so viele Religionen angesehen, irgendwie mach ich mir meine eigene Religion", eine Tochter sagte" ich will vor Gott nur ein guter Mensch sein" .... aber sie fanden es gut, dass ich jetzt nicht mehr alles schlucke und mache, was mir von der Org gesagt wurde.

        Den inneren Kampf, die Gewissensbisse, aber wenn doch dies und das stimmt...?.. , das Durcheinander im Kopf und die Angst, die Furcht vor Gott.... nach vorsichtigem Erklärungsversuch dieses Zustandes hab ich es dann nicht weiter angesprochen, denn die Kinder sind nicht dazu da, die Mutter zu therapieren oder meine Last zu tragen.... das war eine Art Einsamkeit, denn die konnte ich mit niemandem teilen oder besprechen.

        So überlegte ich dann: also gut, nicht links, nicht rechts, nicht eine andere Kirche, keinen fragen, sondern nur eins, von mir , von meinem Herzen aus, eine gerade Linie " nach oben" , nur die eine Verbindung zu Gott und zu Jesus. Die wollte ich suchen, aufbauen und nur nach dort schauen. Nur dahin ein Vertrauen aufbauen. Und es war soooo schwer , ganz ohne die Versammlung. Ich fragte mich: brauche ich die? , nein, ich brauche doch jetzt nur Gott.... und dann ein zögerliches vorsichtiges : und Jesus ( hatten wir doch gelernt, nicht zu Jesus zu beten). Ja Fox, so wie Du schreibst, der unverfälschte Glauben zu Gott und Jesus. Fühlt sich ganz anders an.

        Jesus wird ins Herz sehen, ich kenne so viele hilfsbereite und gute Menschen verschiedener Religionen, habe nie geglaubt nur ZJ würden " errettet.

        Michaela

        1. Markus

          Hallo liebe Michaela

          Auch von mir ein herzliches Willkommen auf BI

          Was Du gemacht hast ist vollkommen richtig,,mache Dir Deine eigene Gedanken zu den Bibeltexten ,lese selber ,unvoreingenommen und neutral

          Und gib Dich in die Hände unseres Vaters und seines Sohnes Jesu

          Zu der WTG oder jetzt JW. Org sei nur noch gesagt,sei froh das Du den Absprung geschafft hast ohne das Du große Probleme bekommen hast.

          Meine Familie wurde durch  die Organisation komplet zerstört

          Die WTG oder JW.Org ist nichts anderes als eine Amerikanische Sekte,der wir alle auf den Leim gegangen sind

          Das Problem war und ist ja das sie es verstehen das man in ein abhängigkeitsverhältniss kommt

          und da wieder raus zu kommen das ist fast unmöglich ohne sich dabei Plesuren zu holen.

          Aber tröste Dich  Gottes Mühlen mahlen Langsam,aber sie mahlen und auch diese Organisation wird ihr Ende finden und das dürfte nicht  mehr allzulange auf sich warten lassen, der Beginn ihres Abstieges ist bereits voll im Gange

          Alles Gute

          Markus

          1. Michaela

            Michaela@Markus

            Hallo Markus, lieben Dank auch für Dein Willkommen..

            Du schreibst ...mache dir deine eigenen Gedanken zu den Bibeltexten....      ja, das lerne ich gerade.

            Wie hat man mir doch in der Vers. jahrelang gesagt:        " schau doch, wie es in der Bibel steht, hat nicht der Äthiopier gesagt  ' wie könnte ich es denn je wenn mich nicht jemand anleitet '  (Apg 8:31 ) und dann hat ihm Philippus geholfen . Und genauso können wir auch heute die Bibel nicht alleine verstehen und brauchen  unsere LK." ...... im Klartext: nee, liebe Schwester, eigene Gedanken, geht nicht.

            Und heute lerne ich, hier und da zu schauen, zu vergleichen, verschiedene Bibelübersetzungen zu benutzen, habe mir extra vier weitere andere besorgt, und besonders, hier in BI zu lesen. Danke Euch allen und auch Danke für die super  Artikel. Mir kommt es vor, als hätte ich 40 Jahre lang gelernt und gelesen, ohne fragen, ohne selber denken. Nun weiß ich gar nix mehr. 🙁

            Nun, so toll ging es mit meiner Famlie auch nicht in der Org, denke ich jetzt im Nachhinein. Denn wie oft hätte ich lieber mit den Kinder gesessen und gespielt, wenn sie schon zu müde für die Versammlung waren, oder einen Ausflug machen sollen, anstatt in der Versammlung oder im Studium zu funktionieren, bei großer Hitze oder nach einem langen Schultag. Eins meiner Kinder habe ich so gut wie "verloren" , bin ich letztlich doch "Schuld" an falsch geleiteter und "verlorener" Kindheit. Das macht mich sehr traurig. Trotzdem bin ich jetzt froh, dass alle meine Kinder in ihrer Famlie eine eigene Art Gottglauben gefunden haben und ihren Kindern Feiertage und Kindheit mit Sport und Freunden schenken.

            Du schreibst ... eine amerikanische Sekte.....  

            Einmal stellte ich einer Schw. die Frage, es ist schon Jahre her: ja aber, wenn wir "gegründet" sind von einer Person und Menschen , also Präsidenten haben, dann sind wir doch eine Sekte. Die Antwort war :"  Ohhhhhh. Nein, nie, denn wir haben keinen menschlichen Führer wie Sekten, denn das wäre das Zeichen für Sekten, wir haben Jesus als unser Oberhaupt" ......    Aber wenn ich nun sehe, was ich die letzten Jahre beobachten musste, " unserer LK, der TuvS, unser Org, diese werden über und richten mit Jesus, denen sagt Gott was zu tun ist ........gehorchen, vertrauen, führen lassen usw usw.... wer stellt sich denn da vor Jesus? Das hat mir zu Denken gegeben. Und ich frage mich ' wo ist denn nun die richtige, wahre Religion.'

            Lieben  Gruss

            Michaela

            1. F&F

              Die wahre Religion ist in dir, da du aufrichtig Gott suchst, wo Satan alle Religionen korrumpiert hat

            2. Schneeflocke@Michaela

              Liebe Michaela,

              “Religion ist auch Partei“, dieser Spruch von Schilling verbunden mit folgender Aussage “Religionen sind nur die Flüsse, die zum Meer führen“ treffen es eigentlich ganz gut, meiner Ansicht nach.

              Eine wahre Religion gibt es nicht, aber eine Religion (egal welche!) die einen Menschen dazu bringt, sein Herz dem Schöpfer (bzw. Seiner heiligen Liebe) zu öffnen und Seine Nähe zu suchen ist sie für diesen Menschen eine Brücke gewesen. Damit bleibt die Religion falsch, aber der Mensch benutzte seinen eigenen   Willen um sein Herz auf das Gute und die Wahrheit zu richten und sich leiten zu lassen.

              Ich bin überzeugt, dass ganz viele Zeugen in ihrem Wesen diese Liebe nach ihren Möglichkeiten leben. Es ist nur für einen überzeugten Zeugen gar nicht einfach (durch die ultrastarke und raffiniert ausgefeilte Bewusstseins-Steuerung!) die Unchristlichkeit und die Gott zutiefst einschränkenden Sichtweise dieser Religion (bzw. Sekte) zu erkennen.

              Durch die zunehmende Amerikanisierung (ganze Aufmache wie TV, Verehrung der LK, Chöre, Filme und viel Werbung in eigener Sache...!) wachen bestimmt auch einige noch aus dieser Illusions-Welt auf.

              Liebe Manuela, ich wünsche Dir viel Freude und ERleben beim Entdecken der Heiligen Schrift, beim Sinnen, Fragen stellen und Antworten suchen, beim Sprechen, Danken, Bitten und Flehen um Weisheit bei dem Allmächtigen und vielleicht auch bei oder zumindest mit dem Herrn. Vielleicht wirst Du weinen, vielleicht auch traurig oder wütend, vielleicht enttäuscht und auch mal mutlos, aber alles wird Dich Stück für Stück ins wahre Reich Gottes führen, in Seine Herrlichkeit. - Und dieses zieht dann wirklich an Dir und lässt Dich nicht mehr los, denn “Liebe ist ein Magnet, dem man sich nicht entziehen kann“.

              Eine Sache war mir ganz wichtig und deshalb schreibe ich eigentlich den Kommentar hier:

               

              Kinder sind nie ganz verloren. Und Du bist NICHT Schuld an falsch geleiteter “verlorenen“ Kindheit.

              Bitte lasse diese beiden Sätze in dein Herz fließen und Dich trösten!

              Alles Liebe Dir für Deinen wunderbaren Weg!

              Schneeflocke

               

            3. Haraschmi

              Liebe Michaela,

              schaue Dir mal auf JW.org das Kongressprogramm für den Sommerkongress an. Jemandem der die jw.org Brille aufhat wird nichts auffallen, aber ich finde es sehr interessant welches Bild zu sehen ist... Anthony Morris III.

              WIESO wird aufeinmal jemand von der LK abgebildet? Das ist das Stück für Stück heranführen der erblindeten Mitglieder an die Menschen, die Jesus immer mehr wegdrängen.

              Oder gib mal in Google jw.org merchendise ein. Unfassbar was da alles kommt. Sicher wird das nicht von der Org vertrieben aber gegen diese Götzenanbetung wird nirgends was gesagt...

              Gruß

              Der Haraschmi

              1. Für Dich

                Lieber Haraschmi, stimmt, bei diesem Personenkult können sogar die Genossen in N.Korea noch was dazulernen.

            4. Störtebeker

               

              Störtebeker an Michaela

               

              Liebe Michaela

               

              du fragst: „Und ich frage mich ' wo ist denn nun die richtige, wahre Religion`.“

               
              Innerhalb der sogenannten Christenheit gibt es etwa 40 000 verschiedene Denominationen. Eine davon die ZJ. Manche sind radikaler als andere aber eins haben sie alle gemeinsam, sie wollen Macht über andere ausüben. Entweder ist es Einer oder es ist eine Gruppe, die von sich behaupten wir sind näher an Gott dran, und wir wissen etwas, was ihr nicht wisst, deshalb, wenn ihr Gott gehorchen wollt, müsst ihr uns gehorchen. Es ist immer das gleiche Strickmuster.
               
              Die ersten Christen, kamen in Privathäusern zusammen, und das war eine ganz natürliche, entspannte Sache. Das kannst du alles in der Apostelgeschichte nachlesen. Sie hatten keine Kirchen, keine Königreichsäle, keine Kongreßhallen und keinen „Zähldienst“ und das ganze andere Brimborium wie du es bei den Kirchen und bei den ZJ heute vorfindest.
               
              Wie ich kürzlich schon mal schrieb, in unserer heutigen „aufgeklärten“ Welt werden immer noch Bäume, Berge, Rinder, Ratten u.s.w. anbetet. Wenn man dann noch über die anderen mehr oder weniger großen Religionen mit all ihren Absplitterungen nachdenkt, die sich ja auch noch alle
               
              gegenseitig bekämpfen, wird mir ganz schwindelig.
               
              Das alles ist meiner Meinung nach nur deshalb so, weil wir Menschen mit diesem Bedürfnis, an etwas zu glauben, ausgestattet sind. Der Mensch kann gar nicht anders.
               

               
              Wenn der Mensch kein Verhältnis zu dem wahren Gott finden kann, wird er sich „seinen“ Glauben stricken. Und genau das wird ausgenutzt, vom „großen Widersacher“, und auch von Menschen, die sich gerne in einer besonderen Rolle sehen.
               

               
              Ich persönlich möchte mit solchen Menschen und mit Religion nichts mehr zu tun haben.
               

               
              Ich denke es ist von fundamentaler Bedeutung, dass das was ich glaube mit der hl. Schrift in Übereinstimmung ist. Die Schriften waren für Jesus Christus verbindlich. Auch für die Schreiber der Evangelien. Ebenso für den Paulus, den Petrus, den Jakobus und den Judas. Eben für die 8 Schreiber der christlich griechischen Schriften, die dann nach und nach fortschreitende Glaubensinhalte vermittelten.
               

               
              Sola scriptura. Nur was damit übereinstimmt zählt!
               

               
              Was ich brauche (ich schrieb es schon öfters), ist den Vater, den Sohn, die Schrift in Verbindung mit dem hl. Geist, und Gleichgesinnte. Und die finde ich hier. Du wirst sie auch finden, da bin ich mir sicher.
               

               
              Obwohl mir schon klar ist, dass du in dieser neuen Situation von manchen Gedanken geradezu überrollt wirst. Deshalb lass dir Zeit. Wir alle haben Zeit gebraucht, und du brauchst sie auch.
               

               

               
              Erstmal liebe Grüße an dich und an alle Gleichgesinnten
               
              von Störti
               

               

               

            5. Anna

              Liebe Michaela, liebe Schwestern und Brüder,

              ach ja, ich hätte auch lieber mehr Zeit mit meinen Kindern verbracht. Zumal ich ja auch immer berufstätig war und dadurch meine Zeit mit der Familie entsprechend begrenzt. Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Immer diese Termine und dann sind wir ja meist Samstags als Familie auch noch auf den Predigtdienst-Treffpunkt gegangen. Diese Zeit können wir ja leider nicht zurückdrehen. Wir können ja froh sein, dass wir aufgewacht sind und nun lernen ohne WT-Brille in Gottes Wort zu lesen. Das schöne ist, dabei kann man sich ja Zeit lassen und muß kein Programm mehr durcharbeiten.

              Wenn ich an den Programmpunkt "Schätze aus Gottes Wort" denke, da werden im Hauruck-Verfahren Bibelhöhepunkte in wenigen Minuten durchgenommen. Und am Schluss werden die Kommentare der Brüder abgewürgt weil ja die Zeit um ist. Jeder sagt, ach wie schade und das war es dann. Erwachsene Menschen, denen alles vorgekaut wird.

              Wichtig ist einfach nach vorne zu schauen und nunmehr die Gegenwart bestmöglich zu genießen. Und sich endlich kein schlechtes Gewissen mehr einreden lassen weil man ja angeblich Blutschuld auf sich bringt (siehe das neue Arbeitsheft August = nunmehr online).

              Ich muss die Welt nicht retten, ich bin ein Schaf 🙂
              Am Samstag haben wir einen Ausflug gemacht und so viele nette Schäflein gesehen die fröhlich auf ihrer Weide waren.
              Herzliche Grüße an alle Anna

               

            6. Tommy

              Verstaendliches Ansinnen Michaela,

              lass Dich von Menschen nicht abbringen Jesus zu suchen, empfehle ich halt mal neunmalklug.

              Fuer mich war interessant die Schrift aus der Sicht verschiedenster Glaubensrichtungen zu betrachten, zum Beispiel die der Zeugen. Es faellt einem (vielleicht habe mich auch getaeuscht) recht schnell auf wo es hakt.

              Leider muss man sich da Zeit nehmen.

              Lass Dich nicht abbringen.....

              Tommy

        2. Fox

          Liebe Michaela,

          vielen Dank für deine Zeilen. Bitte lass mich auf einen deiner Absätze eingehen: "Den inneren Kampf, die Gewissensbisse, aber wenn doch dies und das stimmt...?.. , das Durcheinander im Kopf und die Angst, die Furcht vor Gott.... nach vorsichtigem Erklärungsversuch dieses Zustandes hab ich es dann nicht weiter angesprochen, denn die Kinder sind nicht dazu da, die Mutter zu therapieren oder meine Last zu tragen.... das war eine Art Einsamkeit, denn die konnte ich mit niemandem teilen oder besprechen."

          Wodurch wird der "innere Kampf" ausgelöst? Die Gewissensbisse, wenn doch dies und das stimmt? Weil wir als ZJ durch das Verinnerlichen einer persönlichen Schuld in einen Rechtfertigungszwang gebracht wurden! Bitte behalte in Erinnerung, dass auch der Teufel in Eden die Wahrheit benutzte um Eva zum Ungehorsam gegen Gott zu verleiten! Es war ja nicht die ganze Wahrheit, aber spielte das eine Rolle, nachdem sie von der Frucht gegessen hatte? Spielt es für die LK eine Rolle, ob du ein gutes Verhältnis zu deinen Kindern haben kannst wenn du erst einmal Mitglied geworden bist? Es interessiert weder den Teufel noch die LK! Und so bekommt der Begriff "Teufelskreis" ein ganz neues Gesicht! Zum Rechtfertigungszwang aus dieser inneren Haltung: Auch da verweise ich auf das Verhalten der ersten beiden Menschen. Es war ihnen unmöglich, sich einfach bei ihrem Schöpfer zu entschuldigen für den Mist. Nein, es mussten Erklärungen her, Rechtfertigungen! Es gibt keine einzige Bibelstelle, die auffordert, jedem Menschen zu erklären, WARUM man Christ sein möchte. Die Konsequenz einer solchen Schriftstelle wäre doch, dass der Fragende sich dem anschließt oder wenigstens die Erklärung annimmt? Überleg mal, wie dusselig unser himmlischer Vater dargestellt wird, wenn im gleichen Atemzug dann die Erklärung kommt: Aber die meisten Erdlinge lehnen Gottes Königreich ab....Fakt ist, wir reden gern über unsere Schöpfer JHWH und Jesus und freuen uns, wenn uns jemand zuhört. Wenn nicht, auch gut, demjenigen entgeht etwas und nicht uns. Es gibt auch keine einzige Bibelstelle, die permanente Rechtfertigung fordert, WAS den eigenen Glauben ausmacht und WIE WEIT der eigene Glaube gediehen ist. Jesus sagt, der eine bringt 30fach Frucht, der andere 60fach und wieder ein anderer 100fach. Und jede Kategorie bringt damit das ihr bestmögliche. War ihm eine der Gruppen lieber als die andere? Steht nix davon in der Bibel, also streichen wir das aus unserem Kopf. Aber warum wird es dann von den selbsternannten Wahrheitschampions gefordert? Ist eine andere Lehrgrundlage WIRKLICH Wahrheit? Also: Jesus hat das nicht verlangt mit der dauernden Rechtfertigung, er freut sich über alle, die ihn als den Weg zum Vater beschreiten und begleiten. Und er ist das genaue Abbild seines Vaters, ergo beschränkt sich unser himmlischer Vater ebenso auf die Freude auf uns und dass er uns dann seine ganze Liebe zuteil werden lassen kann. Ist das ein Grund zur Angst? Wer will denn, dass wir Angst vor unserem lieben Vater haben? Richtig - der Teufel, also die ganze Angst in die Religionsmülltonne! Unser Vater hat für Fehler, die 100% kommen so sehr wir ihn auch lieben, doch nicht umsonst den Schalter der Vergebung durch die Blutsteuerung seines Sohnes in unser Leben eingebaut! Das ist doch, damit der Freude in Jesu Wiederkunft nichts entgegensteht. Gar nichts! Oder hast du gelesen, dass die Jungfrauen mit dem mächtigen Ölvorrat zur Begrüßung des Bräutigams Trauerkleider angezogen hätten? Das wäre eine merkwürdige Bibel!

          Nachdem wir uns hoffentlich einig sind, dass es keinen Grund für eine dauernde Rechtfertigungsposition gibt - dehne das doch bitte auf deine Kinder aus. Du musst nicht erklären, sie sind deine Kinder und verstehen dich bestens. Es reicht komplett aus, wenn du beschreibst, wie du dich in diesem Moment fühlst. Sie lieben dich, sie stützen dich gern und erwachsene Kinder dürfen das auch gern tun, das hat nichts mit Weltverdrehung zu tun, das ist okay! Aus Erfahrung kann ich dir sagen, wenn deine erwachsenen Kinder nun mit dir "auf Augenhöhe" kommunizieren können geht dir nichts an Respekt ab - im Gegenteil! Sie sind keine Befehlsempfänger mehr, sie sind das Kostbarste, das du in dieser Welt hast. Sie sind nicht ungläubig, nicht gottlos, nicht respektlos dir gegenüber - Michaela, ihr seid eine eigene kleine Gemeinde Wegsuchender, ohne Druck. Gewährt eurem Geist die Freiheit, alle bisher gesteckten Grenzen der Glaubensfreiheit zu durchbrechen und dem reich fließenden Strom des Heiligen Geistes Auwälder eures Empfindens zur Verfügung zu stellen. Die Bibel fordert uns mehr als einmal auf, uns zu freuen, also fange an zu LEBEN, diese Freude ist ein Blutdrucksenker, Koronarartherienschoner, die Mitochondrien teilen die DNA länger fehlerfrei - fehlt noch was? Ach ja: Kaufe große Eisbehälter und lade deine Kinder zum Eisessen ein. Ihr dürft das ohne schlechtes Gewissen (und bei Lactoseintoleranz gibt´s Lactase zu kaufen!) Für die Bauvorhaben soll die WTG erstmal den Brooklyngewinn verbrezeln. Und nach dem Eis darfst du auch gern hier Glaubenpuzzleteile entdecken, einstecken und auch welche abgeben. Es freut nicht nur mich wie du gesehen hast. Liebe Grüße und gute Wünsche sende ich dir und allen hier.

    3. Argentum@Michaela

      Liebe Michaela,

      Dein gesunder Instinkt hat Dich gerettet, sei froh darüber, es ist erstmal schmerzhaft und man weiß nicht genau wohin, aber das ergibt sich alles mir der Zeit, wenn Du auf die Führung von oben vertraust. Ich wollte Dich erstmal herzlich willkommen heißen. Das war mir ein Bedürfnis, da ich Dich gerade erst gelesen habe. Alles weitere später, da ich sehr müde bin. 😉

       

      Gute Nacht Dir und bis später.

      Liebe Grüße

      Argentum

      1. Michaela

        Michaela@ Argentum

        Danke Dir für das Willkommen, als wenn ich endlich irgendwo angekommen bin. Und ich dachte mir " wo soll ich denn nun hingehen, man "muss" doch irgendwo dazugehören.

        Wirklich nur auf die Führung von oben zu vertrauen ist ein neues Gefühl. Waren es jahrelang folgende Worte-Sätze : " diejenigen,  die unter Euch die Führung übernehmen" , wie oft haben wir das gelesen oder gehört, ..." gehorcht denen, die ... die Führung übernehmen" . Die Ältesten, der Kreisaufseher, die Org.... Gehorchen heißt, mach das, was dir gesagt wird, Menschen gehorchen. So ' haben wir es gelernt' .

        Wie oft habe ich gebeten um Führung und Leitung....aber die Leitung war eine ganz andere, hatte ich nicht verstanden. Ein Umdenken findet statt.

        Nun eine gute Nacht, Michaela

        1. Für Dich

          Dieses "Führung gehorchen" Blabla Geschwafel war 1933-1945 auch ganz groß in Mode. Was glaubst Du denn, warum so viele ex NSDAPler plötzlich diese Religion für sich entdeckten?

    4. Peter

      Liebe Michaela, herzlich willkommen im Leben! Danke für Deine Schilderung, die auch für mich sehr interessant war. Wie viele andere ehrliche ZJ wird man ausgepresst wie eine Zitrone und dann von der org weggeworfen. Dankbarkeit braucht man sich nicht erwarten, man wurde schließlich nur benutzt. Wichtig ist jetzt, dass Du lernst in Dich hineinzuhören. Nur so kannst Du ein gutes Gewissen haben. Nicht das Abarbeiten bestimmter Regeln zählt bei Gott, sondern ein gutes Herz mit viel Liebe drin. Und denke daran: In der Liebe gibt es keine Frucht. Alle Angstgedanken kannst Du Kübeln, Du brauchst Zuversicht und Vertrauen zum lieben Gott. Er wird dich für Deinen Mut belohnen.

      1. Michaela

        Hallo Peter,

        danke Dir für Dein Willkommen "im Leben" . Ja, es hört sich gut an. Im Leben angekommen, oh du meine Güte, wo war ich denn die Jahre vorher. irgendwo in der Versenkung, wie konnte das nur passieren?

        Mein Bauchgefühl hat mich sonst in anderen Lebensbereichen immer richtig beraten, auch wenn ich es oft ignoriert hatte, und dadurch ging es dann daneben.

        Doch, ich hatte oft das Bauchgefühl, dass "da irgendwas in der Versammlung nicht stimmen kann" . Besonders dieser Gedanke: "wenn das aber doch alles so richtig ist, wieso bin ich nicht so glücklich und entspannt in den Zusammenkünften, so wie es mir bei den anderen vorkam. Warum bin ich nicht mit so großer Freude in den Dienst gegangen, und warum hatte ich nur immer in meinem Herzen Probleme mit der totalen Unterordnung? , das könnte doch nur an mir liegen... so haben wirs gelernt." Aber ich hatte gelernt, dass man besser nicht so direkt fragt, ...wie kann ich nur zweifeln? Trotz allem, Flucht oder Weggehen, auf die Idee kam ich nicht, ich traute mich auch nicht darüber überhaupt nachzudenken.

        Daher.... jetzt angekommen im Leben, ich werde es neu lernen müssen... wollen. Ein Leben wie es eins gab vor der Zeit als ZJ.

        Michaela

        1. Kathrin

          Liebe Brüder, liebe Michaela,

          ich lese hier ebenfalls siet langer Zeit still mit und möchte mich nun auch mal zu Wort melden.

          Ich stehe genauso hilflos da mit der Frage "wohin soll ich jetzt gehen"? nachdem ich die Organisation offiziell vor einem Jahr verlassen habe, Austritt beim Standesamt (zurückgezogen hatte ich mich bereits zwei Jahre zuvor). Ich glaube an den Herrn Jesus als Erretter und Erlöser, weiss aber nun nicht ob ich mich einer anderen Gemeinde/Kirche anschliessen soll, möchte nicht wieder falsch landen irgendwo. Stehe jetzt also auch so ziemlich alleine da.

          Meine Fragen:

          1) Kann ich das Abendmahl auch alleine für mich begehen mit Brot und Wein, oder kann man das nur ausschließlich in Gemeinschaft mehrerer Personen? Wie handhabt Ihr das? Ich habe einen Riesenrespekt davor von den Symbolen zu nehmen, wenn nicht sogar Angst davor sie vielleicht unwürdig zu nehmen. Aber ich erkannt dass jeder Gläubige davon nehmen sollte.

          2) Sollte man sich nun nochmal taufen lassen? Wenn ja, wo? Oder reicht ein ausdrückliches nachträgliches Ja zur Taufe, wenn sie auch nicht wirklich biblisch war...

          Ich habe noch viel mehr Fragen, aber diese beiden sind mir erstmal am wichtigsten. Ich würde mich sehr sehr freuen wenn Ihr mir eure Meinung mitteilen könntet.

          Man steht wirklich komplett alleine da nach Weggang aus der Organisation. Und die Bibel nun ohne Wachtturmbrille zu lesen stellt eine große Herausforderung da (zudem noch alles zu vergessen bzw. zu verwerfen was man vorher gelernt hat).-

          In Liebe, eure ratlose Schwester

          1. GM 64

            Hallo Kathrin,

            mir geht es ähnlich wie dir. Bin seit September 2016 ausgetreten. Meiner Meinung nach ist die Kernaussage des Evangeliums: Rechtfertigung des Gottlosen allein aus Gnade aufgrund des Glaubens! Oder mit anderen Worten: Man muss sich das Heil von Gott schenken lassen, denn man kann es sich nicht verdienen (Epheser 2.8-10). Jede Gemeinde, die genauso denkt ist eine gute und hilfreiche Gemeinde.

            Abendmahl und Taufe sind nicht Heilsnotwendig, aber durchaus hilfreich, wenn man sie richtig einordnet.

            Wenn Abendmahl, dann immer in Gemeinschaft (1. Korinther 10.14-17).

            Die entscheidende Taufe wird von Gott vorgenommen und nicht von Menschen (Römer 6.3-5).

            Gottes Segen

            1. Kathrin

              Liebe(r) GM64,

               

              vielen Dank für deine Antwort! Darf ich fragen was dich dazu bewogen hat auszutrten oder möchtest du lieber nicht darüber reden?

              Mir sind die Augen aufgegangen nachdem ich mir eine Elberfelder Bibel zugelegt habe und das Buch "Gewissenskonflikt" von Raymond Franz.

              Und ich weiss dass wir das Heil von Gott geschenkt bekommen, aber ist die Taufe nicht ein Gehorsamsschritt? Und das Abendmahl alleine begehen? Ich habe da noch richtig Hemmungen vor, der HERR weiss warum.... schließlich habe ich jahrelang aus vollster Überzeugung die Symbole weitergericht statt davon zu nehmen.

              Fragen über Fragen....

              Liebe Grüße

              1. M.N.

                Betreffs "Taufe" hier ein Auszug aus dem Glossar, Eintrag "Taufe":

                Heb 10,5-9 und 1Pet 3,21 weisen auf das grundsätzliche Abweichen der WTG-Taufe von biblischem Muster hin. Laut Heb legte Christus bei seinem "in die Welt Kommen" (i. e., seine Taufe, die den Beginn seines messianischen Wirkens darstellt) die in Heb 10,5-9 enthaltene Erklärung ab, den Willen Gottes zu tun; gemäß der Petrusstelle geht die christliche Taufe mit der "Bitte an Gott um ein gutes Gewissen" einher. Lediglich die erste der beiden WTG-verordneten "Tauffragen" enthält eine dürftige Anspielung auf "Reue" und auf eine "Hingabe an Gott, um seinen Willen zu tun", was aber durch die zweite, WTG-Organisationsbezogene Frage verdrängt und überlagert wird: "Ist dir bewusst, dass deine Hingabe und Taufe dich als Zeugen Jehovas kennzeichnen und du zu der Organisation gehörst, die von Gottes Geist geleitet wird?" Dies hat nichts mehr mit der christlichen Taufe nach biblischem Muster zu tun. Stellt sich ein wahrer Nachfolger Jesu Christi in Bekenntnis und Nachahmung Christi durch Christus unmittelbar Gott dar und tritt in ein Vater-Kind-Vertrauensverhältnis (Heb 1,5) zu Gott ein und wird ein "Glied des Leibes Christi", so bindet sich ein "Zeuge Jehovas" anlässlich seiner WTG-gemäßen "Taufe" an eine menschliche, menschengemachte Organisation und erkennt die gottgleiche Autorität des menschlichen Führungsgremiums derselben über sich an, wodurch er sich nicht dem wahren Gott und dem auferstandenen Christus, sondern einer Gruppe von Menschen, die für sich gottgleiche Autorität beansprucht, unterordnet.

                Gruß,

                M.N.

              2. GM 64

                Hallo Kathrin,

                die WTG weigert sich Jesus Christus die Ehre zu geben die der Vater wünscht (Philipper 2.5-11). Das war für mich irgendwann unerträglich und habe mich zurückgezogen. Der Missbrauchskandal hat dann dazu geführt, dass ich ausgetreten bin, weil ich mich solidarisch mit den Opfern zeigen wollte. Machen wir uns nichts vor: Das Leben als Christ ist kein Zuckerschlecken. Ich wünsche dir, dass du ein Paar echte Weggefährten hast die dich begleiten.

                Gottes Segen

          2. Fox

            Guten Tag Kathrin,

            folge doch bitte in Gedanken einem kleinen Film im Kopfkino. Das Wetter ist schön warm, keine Regenwolken am Himmel. Siehst du dich als junges Schaf auf einer Weide, deren Zaun soweit auseinander ist, dass du ihn gar nicht sehen kannst? Du warst so intensiv damit beschäftigt, in dem kleinen Bach, der durch diese Weide fließt, zu spielen und richtig viel zu trinken. In den Wochen zuvor gab es Wasser aus Kübeln, das schmeckte nicht so gut und war auch nicht bekömmlich. Du kommst aus dem Bach mit dem starken Bedürfnis, von dem ersten grünen Boden des Jahres richtig zu dir zu nehmen. Und dann sind die anderen Schafe ganz weit verstreut, das ist dir bisher gar nicht so aufgefallen. Im winterlichen Offenstall standen alle ganz dicht gedrängt und es gab manches Geschubse. Das ist ja mal eine Veränderung! Aber eine, die zunächst ein flaues Gefühl erzeugt.

            Geh los Kathrin, schau nach dem Hirten, er ist da! Du suchst ihn, die Gedanken wandern wieder zu den hinter dir liegenden Wochen als das Wetter kalt und nass war und du oft nach vorn in die Kälte geschubst wurdest weil du neugierig warst. Das Essen war reichlich aber fade, das Wasser aus Kübeln und gelegentlich fror es zu. Es wurde von den Aushilfshirten gebracht und obwohl du sie sehr geschätzt hast, euch so zu versorgen fehlte dir doch der Hirte persönlich. Eines deiner Mitschafe hat sich laut gemeldet und mitgeteilt, dass der Hirte da ist. Als du auf die Schafgruppe zugehst stellst du fest, dass du diese Schafe gar nicht kennst. Leise Zweifel melden sich, ob das Wasser wirklich gut war, aber das tritt gleich wieder in den Hintergrund. Wo ist der Hirte? Auf dem Katholikenhügel? Oder der Zeugen-Jehovas-Hecke? Vielleicht vor der Protestandenklippe? Das alles ist mit schmerzhaften Erinnerungen verknüpft und du hast schon Mitschafe gesehen, die dort verschwunden sind. Da war der Hirte ganz traurig. Wo ist der Hirte? Für diese schöne Weide hat er selbst alles aufgegeben, sein gutes Haus, seine Familie. Er kam lange nicht zum Schlafen, weil er die Lämmer verbunden hat, die Wolle der Älteren wusch und pflegte und die Raubtiere fernhielt. Er hat eine stabile Umzäunung um die ganze Weide aufgestellt, damit nie wieder ein Schaf verloren geht. Dabei wurde er überfallen von Räubern, sie wollten die ganze Herde stehlen. Obwohl der Hirte stark blutete blieben er und der Aushilfshirte die Gewinner. Die ganze Herde liebt diesen Hirten.

            Und jetzt Kathrin, du siehst ihn. Gerade trocknet er ein Mutterschaf ab, das ein Lämmchen geboren hat. Er hält ihm direkt eine mitgebrachte Möhre vor die Nase. DAS IST DEIN HIRTE! "Herr, wohin sollen wir gehen, du hast Worte ewigen Lebens". "Komm zu mir, Kathrin, ich habe nicht nur Worte ewigen Lebens - ich darf euch dem Vater als seine Kinder geben, ich darf euch das ewige LEBEN geben." Das ist die schönste Weide der Welt, das ist der liebste Hirte der Welt. Unserer Welt Kathrin. Eine Welt mit dem einzig wahren Hirten. Ein herzliches Willkommen hier.

            1. Kathrin

              Liebe Fox,

              vielen lieben Dank für deine Antwort. Ich werde sie mir mehrmals durchlesen und sacken lassen. Wie wunderbar anschaulich! Woher hast du so wunderbare Worte?

              Danke schön. Ich muss erstmal klar im Kopf werden.

              Liebe Grüße

               

          3. Omma@Kathrin

            Liebe Kathrin,

            schön, dass du den Mut gefunden hast, hier zu schreiben, so gibst du uns, deinen neuen Geschwistern, die Möglichkeit, auf deine Fragen zu antworten.

            Da wir ja alle noch nicht das Ziel erreicht haben, und uns irgendwo auf dem Weg der Freiheit befinden, können auch verschiedene Antworten kommen.

            1. Korinther 13:9-13   (NGÜ)
            Denn was wir erkennen, ist immer nur ein Teil des Ganzen, und die prophetischen Eingebungen, die wir haben, enthüllen ebenfalls nur einen Teil des Ganzen.
            10 Eines Tages aber wird das sichtbar werden, was vollkommen ist. Dann wird alles Unvollkommene ein Ende haben.
            11 Als ich noch ein Kind war, redete ich, wie Kinder reden, dachte, wie Kinder denken, und urteilte, wie Kinder urteilen. Doch als Erwachsener habe ich abgelegt, was kindlich ist.
            12 Jetzt sehen wir alles nur wie in einem Spiegel und wie in rätselhaften Bildern; dann aber werden wir ´Gott` von Angesicht zu Angesicht sehen. Wenn ich jetzt etwas erkenne, erkenne ich immer nur einen Teil des Ganzen; dann aber werde ich alles so kennen, wie Gott mich jetzt schon kennt.
            13 Was für immer bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Aber am größten von ihnen ist die Liebe.

            So können auch wir, die Omma und der Oppa, dir eine Antwort geben, von unserem jetzigen Standpunkt aus.

            Du fragst: "wohin soll ich jetzt gehen?"  Eigentlich bist du schon auf dem richtigen Weg, du hast das richtige Ziel erkannt, wenn du schreibst: "Ich glaube an den Herrn Jesus als Erretter und Erlöser". -  Was sagte Petrus zu Jesus?

            Johannes 6:68   (NGÜ)

            68 »Herr, zu wem sollten wir gehen?«, antwortete Simon Petrus. »Du hast Worte, die zum ewigen Leben führen,"

            Als ZJ sind wir wie kleine Kinder behandelt worden, und man wollte, dass wir es nie lernen eigenständig zu denken, zu forschen und Entscheidungen zu treffen.
            Was haben wir im Vers 11 gelesen, über Kinder?
            11 Als ich noch ein Kind war, redete ich, wie Kinder reden, dachte, wie Kinder denken, und urteilte, wie Kinder urteilen. Doch als Erwachsener habe ich abgelegt, was kindlich ist.
            Auch wir haben uns am Anfang überlegt, uns anderen anzuschließen, denn wir Menschen sind nun mal keine Einzelgänger. Aber auch wir dachten so wie du: "möchte nicht wieder falsch landen irgendwo", und so haben wir begonnen, nicht nur ohne WT-Brille die Bibel zu lesen, sondern auch ohne Ablenkung von anderen Gruppen, uns selbst unter Gebet und der Hilfe des Heiligen Geistes, die Bibel (verschiedene Übersetzungen) auf uns wirken zu lassen.  Angefangen haben wir mit dem NT, mit den Briefen.

            Ja, liebe Kathrin, die Org. hat uns ganz tief sitzende Ängste verpasst, die irgendwie noch, wie dunkle Schatten, in uns sein mögen.  So hatten auch wir vor dem ersten Mal "Riesenrespekt davor von den Symbolen zu nehmen, wenn nicht sogar Angst davor sie vielleicht unwürdig zu nehmen", erste als wir den Zusammenhang in der Bibel lasen, und verstanden was damit gemeint war, verschwanden auch die Ängste. Ich kenne verschiedene Personen, die diese Feier für sich allein begehen, vielleicht gibt es ja auch jemand, mit dem du am Telefon verbunden sein kannst.  Manchmal wohnt jemand ganz in der Nähe, nur weiß man nichts davon.

            Zum Thema Taufe hatte uns "Sanna" einen schönen Kommentar geschrieben.
            http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/fuehrst-du-ein-doppelleben-oder-lebst-du-als-christ/#comment-24505

            Wir sind davon überzeugt, dass dir noch andere auf deine Fragen antworten werden, und heißen dich hier auf Bruderinfo   HERZLICH WILLKOMMEN!!!

            Es grüßen dich aus Nordfriesland die Omma und der Oppa

            1. Kathrin

              Liebe Omma,

              vielen lieben Dank für deine Antwort! Ich muss sie erstmal sacken lassen und verdauen.

              Ich habe soviele Jahre vollster Überzeugung in diese Organisation investiert, ich könnte heulen.

              Habe den Kommentar von Sanna gelesen, danke. Nur leider kenne ich niemanden der mich in kleiner Runde taufen würde. Habe einen ungläubigen Mann der ehrlich gesagt froh ist dass ich von den Zeugen weg bin.

              Ich muss erstmal klar im Kopf werden, soviele Fragen.......

              *grübel*

               

              Liebe Grüße

              1. Omma@Kathrin

                Meine liebe Kathrin,

                du schreibst: "Ich habe soviele Jahre vollster Überzeugung in diese Organisation investiert, ich könnte heulen."  Liebste Kathrin, lass deinen Tränen ruhig freien Lauf, das tut gut.

                Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es bei mir war.  Ich hoffte, wenn ich am nächsten Morgen aufwache, dass es nur ein böser Traum war. Doch es war kein Traum, es war bittere Realität. Ich fühlte mich so sehr belogen, betrogen, enttäuscht und benutzt. Jetzt war ich über 60 Jahre und hatte mein ganzes Leben, von Geburt an, in diesem Lügengefängnis verbracht.

                Ja, hatten wir überhaupt richtig gelebt?  Mein Mann sagte des öfteren, ich fühle mich, wie ein lebender Toter.  Diese Org.  hatte unser Leben, unsere Familie und unsere Gesundheit zerstört.

                Dennoch verspürten wir auch den Frieden und die Ruhe von unseren Beiden Höchsten, ja sie ließen uns nicht im Stich, sie halfen uns, manchmal auf eine Weise, wie wir es nicht erwartet hätten. Aber es war immer alles gut und richtig.

                Jetzt sind wir für jeden Tag in der Freiheit dankbar.  Auch dass wir unseren lieben Beiden Höchsten ganz nahe sein dürfen.  Sie lieben uns wirklich von Herzen, und wir sie auch.

                Wenn du willst kannst du mir ruhig schreiben unter     wegsucher51@web.de

                Es grüßt dich, mit einer festen Umarmung, die Omma  (der Oppa läßt auch ganz lieb grüßen, auch deinen lieben Mann!)

                1. Kathrin

                  Liebe Omma,

                  du schreibst: "Ich hoffte, wenn ich am nächsten Morgen aufwache, dass es nur ein böser Traum war"...

                  Da sprichst du mir absolut aus dem Herzen!!! Ich denke auch so oft: das ist doch alles unwirklich, könnte ich doch bloß die Zeit zurückdrehen und ALLES anders machen. Mit dem Wissen von heute hätte ich komplett anders gehandelt... aber ich kann nun nichts mehr rückgängig machen.

                  Mich quält halt ständig die Frage: "WOHIN jetzt?", ich habe so einen inneren Druck "ich muss doch irgendetwas TUN um Gott zu gefallen", man ist es so gewohnt durch den Predigtdienst dass man immer etwas "leisten" muss aus Gehorsam.

                  Auf jeden Fall ist meine Familie nun zerstört und daran lässt sich nichts mehr ändern.

                  Ich gucke mir hin und wieder trotz allem die Videos auf tv.jw.org an, macht Ihr das auch? Irgendwie verspüre ich den Drang auf dem neuesten Stand zu bleiben und zu gucken wie sich dort alles entwickelt in der Organisation.

                  Und diesen Stephen Lett.. wenn ich den sehe ... ICH SAG JETZT MAL LIEBER NIX!

                  Bis bald und alles Liebe!!!!

                2. Petrus111

                  Hallo Kathrin,

                  mangels Antwortbutton hänge ich mich an Ommas Kommentar -hoffe, Du liest das.

                  Du schreibst: Mich quält halt ständig die Frage: "WOHIN jetzt?", ich habe so einen inneren Druck "ich muss doch irgendetwas TUN um Gott zu gefallen", man ist es so gewohnt durch den Predigtdienst dass man immer etwas "leisten" muss aus Gehorsam.

                  Super. Die Org hat Dich total vereinnahmt - physisch wie psychisch!

                  Wo steht in der Bibel, dass wir was für Gott tun müssen - und wenn ja: was?!

                  Wir sind Gottes Kinder; wir sind Schafe, die einen Hirten haben. Schafe müssen nichts tun - sie werden geweidet und sind glücklich. Was hat Dein Hirte mit Dir gemacht?

                  Es gibt nur ein christliches Gebot: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst - und Gott.

                  Diese Nächstenliebe wird nicht durch die Mission/Predigtdienst erfüllt.

                  Es ist nicht verkehrt, seinen Glauben zu bekennen - es ist auch nicht verkehrt, mit anderen über den Glauben zu sprechen.

                  Es ist aber religiös verkehrt, zu erklären, dies sei die einzige christlich wertvolle Tätigkeit - alles andere sei unnütz - so, als ob man den Schornstein eines sinkenden Schiffes streicht.

                  Leuten in Deiner Situation empfehle ich: geh unter Leute - in irgendeinem Verein oder irgendeiner Initiative - gern auch kirchlich; meistens fragen sie bei Aktiven nicht, welcher Konfession man angehört: Du wirst ERLEBEN, dass die Menschen christlich orientiert Dienst am Nächsten tun. DAS ist das, was Gott wünscht - und zwar dort, wo man als Christ steht. Dafür musst Du nicht nach Afrika oder Du musst auch nicht all Dein Erspartes geben: ganz normal, wo man lebt und geht und steht: den wachen christlichen Blick offen halten und zupacken, wo es gefragt ist: das ist alles Gottesdienst.

                  Gott liebt die Menschen.

                  Es gibt keinen Grund für Schuldgefühle; selbst, wenn Du Schuld hättest: Gott vergibt Dir - bete ein Vaterunser - vergib auch Deinem Schuldner - und Du bist ohne Schuld vor Gott.

                  Schau nicht in den Wachtturm; schau nur in die Bibel. Da steht das ganz einfach!

                  beste Grüße

                  Petrus111

    5. Petrus111

      Liebe Michaela,

      ich verstehe Dich sehr gut - schön, dass Du Deinen Bericht hier eingestellt hast.

      Ich sage folgendes: zur Vermeidung von Wiederholungen: lies bitte meine ausführlichen Kommentare zu dem Artikel, die Du beim runterskrollen findest.

      Ich frage folgendes: wie kann es sein, dass jemand in einer Religion lebt, die die Liebe predigt und sich dabei 40 Jahre so schlecht fühlt? Deine Kinder haben die richtige Entscheidung getroffen!

      Und was nun?

      JZ helfen niemandem, dem es wirklich schlecht geht. Nicht, weil sie es nicht wollen, sondern weil sie dazu in keiner Weise in der Lage sind. Sie betreiben Theologie nach Hausfrauenart - sie haben einfach keine Profis in ihren Reihen. Mag sein, dass auch der eine oder andere Sozialarbeiter oder Pädagoge in ihren Reihen ist - das habe ich erlebt - solche Leute helfen dann mit ihrem beruflich erworbenen Sachverstand - aber das ist natürlich Zufall und sehr selten...

      Was kannst Du also tun, so alt, wie Du schon geworden bist - mit den jahrzehntelangen Erfahrungen bei JZ?

      Es ist relativ einfach:

      - melde Dich bei der Seniorengymnastikgruppe des nächsten Sportvereins an und gehe unter Leute - tue was FÜR DICH (oder vergleichbares)

      - suche lokale ehrenamtlich organisierte Veranstaltungen auf (Kunst, Kultur, Heimatpflege, Traditionspflege)

      - schaue, ob diese Gruppen vielleicht noch Helfer suchen - trete dem einen oder anderen Verein bei und mache einfach dort mit

      Lass diesen Prozeß langsam angehen.

      Welche Erfahrung wirst Du machen? Die Leute kennen nicht Deine Geschichte - erzähle sie auch nicht... - aber sie werden freundlich mit Dir umgehen und Deine Anwesenheit, Deine Mithilfe ... schätzen und dir das auch spiegeln.

      Du wirst feststellen: die Menschen um Dich herum sind christlich; sie haben eine positive Ethik. Natürlich sind alle unvollkommen; es gibt Schwierigkeiten, Reibereien; nicht alle sind gleich intelligent und emphatisch... das ist ja auch nicht zu erwarten.

      Probiere es einfach: fang noch mal zu leben an! 🙂

      Christliche Grundlagen hast Du - Informationsquellen gibt es genug - die Bibel hilft natürlich!

      beste Grüße

      Petrus111

      1. Michaela

        Michaela @ Petrus

        Lieber Petrus, ich danke Dir, Du hast überlegt und mir aufgezeigt, was mir gut tun könnte. Ja, es ist bestimmt wichtig, das entstandene Vakuum, nach Vollbeschäftigung und Lebenshetze für die Org., auszufüllen.

        Gelegentlich fallen mir Dinge ein, die ich VOR einem Leben in Org- Gehorsamkeit- getan hatte. Ich machte Leistungssport, Kampfsport, Tanz, Bergsteigen, Schreiben, und und und... viele Dinge sind natürlich einem gesunden, jungen Körper zuzuordnen, heute nicht mehr durchführbar. Aber ich verstehe genau, dass Du sagen wolltest, dass man neu lernen muss, Interessen zu finden, Menschen zu finden und wieder soziale Kontakte aufzubauen. Und das ist gar nicht so einfach, es fehlt die Übung dazu. Die noch nicht wieder hergestellte Gesundheit hindert mich noch derzeit, bestimmte Aktivitäten in Angriff zu nehmen, aber ich hoffe, es wird wieder.

        Du schreibst ... weiter unten... dass einem in der org oft fehlende Demut unterstellt wurde, das kann ich nur bestätigen. Und ist man eh schon am kämpfen oder Wanken, dann ist es das, was einen noch mehr runter reißt. Sollte die richtige Religion nicht stärken und aufbauen?

        Mir erscheint es, dass der Druck, die Lügen und die Nötigungen der LK erst in den letzten Jahren so richtig ans Tageslicht kommen. Evtl. Auch durch die Möglichkeiten des Internets, und das ist gut. Eher verspürte ich Druck und Forderungen durch Älteste, Vortragsinhalte, andere " hundertprozentige" u.ä. (Aber das konnte nur an mir liegen, denn hat Gott nicht diese Personen und Organisation eingesetzt und alle anderen waren doch immer so glücklich? ....so war die Überzeugung)

        auch beschreibst Du ... weiter unten.... wie Gott mit Abraham und Moses handelt, sprach..... ich wünschte mir, dass ich von Jesus oder Gott eine Form von Antwort erhalten könnte, ob ich wirklich auf dem richtigen Weg bin.

         

         

         

        1. Michaela

          Michaela @ Petrus,

          sorry, der PC war zu schnell mit Absenden....

          selbstverständlich wollte ich mit ....Danke und beste Grüße.... abschließen.

          Michaela

      2. Kathrin

        Lieber Petrus111,

        ich danke dir sehr für deine lieben Worte. Ich hatte bereits versucht mich irgendwo einzubringen (z.B. als Besuchsdienst beim DRK, oder als ehrenamtliche Helferin im Tierheim), ich bin aber immer wieder gescheitert aus verschiedenen Gründen. Vor allen Dingen weil ich vorher davon überzeugt war dass heutzutage der Predigstdienst der wichtigste Dienst an unseren Mitmenschen ist, der zu verrichten ist, da er ja Leben retten soll. Ich habe mich auch nei beruflich voll entfaltet, habe Teilzeit gearbeitet und auch nichts anspruchsvolles um ja nicht zuviel Zeit "in der Welt" und mit weltlichen Arbeitskollegen zu verbringen. Im Nachhinein klingt das jetzt alles so verrückt.

        Wie kann ich denn jetzt bloss meinen Mitmenschen das Evangelium bringen? Ich habe mir eine zeitlang Traktate aus dem Internet ausgdruckt die von der Errettung durch Jesus Christus handeln bzw. auch mal welche bestellt, traue mich jetzt aber gar nicht mehr jemanden im Park o. ä. anzusprechen. Weil ich auch nirgendwo mehr Rückhalt habe durch eine Instuition oder Organsisation, verstehst du?

        Meine leibliche Schwester, die noch eine aktive Zeugin ist, würde nur mit dem Kopf schütteln über meine jetzige Situation und würde sagen: "Siehst du, das hast du nun davon", "das kommt davon" usw.

        Ich weiss dass Schuldgefühle kontraproduktiv sind und NICHTS bringen aber ich werde sie nicht los. Vor allen Dingen dieser Gedanke: könnte ich bloß die Zeit zurückdrehen und alles anders machen.

        Ich war zwischenzeitlich mal kurz in Psychotherapie, aber da wurde mir nur gesagt "Seien Sie doch froh dass Sie da weg sind aus dem Verein und ich soll es abhaken. Das stimmt, aber es hilft auch nicht wirklich. Wie soll ich abhaken wenn die Folgen nicht mehr rückgängig zu machen sind?

        Fragen über Fragen...

        Liebe Grüße

        1. Petrus111

          Liebe Kathrin,

          ich kann mich nur wiederholen - und ich mache es auch - mit anderen Worten:

          1) Ich habe vor kurzem einem Bekannten erzählt, dass JZ mich ausgeschlossen haben - mit den Folgen des Kontaktverbotes; langjährige Freunde sind nun von einem Tag zum anderen weg etc. Sein platter, kurzer - und so zutreffender Kommentar: "... naja, man fragt sich natürlich, wieso man bei der Organisation Mitglied sein will, die sich so verhält?!"

          Das ist ganz einfach - und er hat Recht.

          2) Wieso hast Du Schuldgefühle? Du bist nicht die Täterin - Du bist das Opfer! Du hast nichts verbrochen, nichts böses getan - nicht mehr jedenfalls als jeder "sündige" Mensch.

          3) Was JZ zum "Gottesdienst" erzählen, ist theologischer Unsinn; es ist falsch im christlichen Sinne. Da gibt es auch keine zwei Meinungen - das kann man nicht tolerieren oder irgendwie schönreden.
          Das christliche Gebot lautet: liebe Deinen Nächsten!
          Das heißt nicht, dass man den ganzen Tag irgendwas unternehmen muss, um Nächstenliebe an den Tag zu legen. Es ist einfach eine innere Haltung, die sich im Alltag Bahn bricht; es ist eine Ethik, die sich auf das eigene Handeln auswirkt.

          Lobpreise Gott. Lies die Bibel. Bete. Ja - ist in Ordnung, aber doch nicht den ganzen Tag!

          Lebe!

          Dass Du früher im "Sozialraum" nicht gut angekommen bist, ist erklärlich. Versuche es erneut - aber löse Dich innerlich von JZ!

          4) O.k. - Du brauchst eine Gruppe - Du kannst nicht allein. Das verstehe ich aus Deiner Situation heraus. Wenn es also nicht irgendeine sozialräumliche Gruppe sein kann und Du religiöse Inspiration und Gemeinschaft brauchst: bist Du bei Freikirchen relativ gut aufgehoben. ABER: erst mal hingehen, freundlich Kontakt aufnehmen; sich alles anhören; nicht argumentieren, wenig fragen, einfach aufnehmen und das für Dein Leben brauchbare rausfiltern. Du findest Menschen, die an die Bibel glauben und sich um Christlichkeit bemühen, überall - und sie sind auch organisiert. Die Mission ist ein kleiner Anteil des Christseins - und nicht jeder muss missionieren. Also setz Dich nicht unter Druck - Du musst das Christentum nicht verbreiten - in Deutschland ist es zu ca. 60 % verbreitet - und die anderen 40 % sehen die Kirchen und haben Informationsquellen - also sie sind alle schon missioniert.

          5) Du bist also keine Täterin - brauchst keine Schuldgefühle zu haben; sondern Du bist ein Opfer. Kümmere Dich erst mal um Dich selbst - lass Deine Wunden heilen.... das darfst Du. Nutze die Menschen, die Dir helfend die Hand reichen - und wenn Du wieder Kraft hast: wirst Du das Empfangene im christlichen Sinne weitergeben. Habe Geduld mit Dir.

          6) Die Vergangenheit ist "verschüttete Milch". Du kannst es nicht ändern - also lamentiere nicht darüber. Wer über das Unvermeidbare und das Unwiederbringliche lamentiert, verschwendet die Kraft von heute.

          beste Grüße

          Petrus111

        2. Omma@Kathrin

          Liebe Kathrin,

          du fragst: "Wie kann ich denn jetzt bloß meinen Mitmenschen das Evangelium bringen?"

          Meine liebe, liebe Kathrin, wenn ich meine Augen schließe, sehe ich eine rastlose, von Schuldgefühlen getriebene, aber umherirrende ganz liebe Kathrin, mit einem großen Herzen.

          Glaub mir liebste Kathrin, so wie du jetzt fühlst, ist es vielen von uns ergangen. Es ist nicht einfach aus diesem "wilden" Aktionismus herauszukommen, aber es ist möglich!

          Du sprichst davon, dass du deinen Mitmenschen DAS EVANGELIUM bringen möchtest. Doch WELCHES EVANGELIUM ist das?   Paulus hatte die Galater vor einem falschen (oder anderen) Evangelium gewarnt.

          Galater 1:6-9   (NGÜ)
          6 Ich wundere mich, wie schnell ihr euch von dem abwendet, der euch zum Glauben gerufen hat1! Durch Christus hat er euch seine Gnade erwiesen, und ihr kehrt ihm den Rücken und wendet euch einem anderen Evangelium zu.
          7 Dabei gibt es doch überhaupt kein anderes Evangelium! Es ist nur so, dass gewisse Leute euch in Verwirrung stürzen, weil sie versuchen, das Evangelium von Christus auf den Kopf zu stellen.
          8 Doch wer immer euch ein anderes Evangelium bringt – und wäre es einer von uns Aposteln oder sogar ein Engel vom Himmel – , wer immer euch eine Botschaft bringt, die dem Evangelium widerspricht, das wir euch verkündet haben, der sei verflucht!
          9 Wir haben euch das bereits früher gesagt, und ich sage es hiermit noch einmal: Wenn euch jemand ein Evangelium verkündet, das im Widerspruch zu dem Evangelium steht, das ihr angenommen habt, sei er verflucht!

          Wenn du den folgenden Link aufrufst, wird uns die Frage gestellt: AN WELCHES EVANGELIUM GLAUBE ICH? Wusstest du, dass ZJ an ein materielles Evangelium glauben?
          http://www.bruderinfo.de/monatsthema/an-welches-evangelium-glaube-ich/

          Ja, liebe Kathrin, es sind die alten Verhaltensmuster, die ganz tief in uns sind, diese versetzen uns immer wieder in Unruhe, rufen Schuldgefühle in einem hervor und schüren Ängste. Jesus dagegen sagte folgendes:

          Johannes 14;27   (NGÜ)
          27 Was ich euch zurücklasse, ist Frieden: Ich gebe euch meinen Frieden – einen Frieden, wie ihn die Welt nicht geben kann. Lasst euch durch nichts ´in eurem Glauben` erschüttern, und lasst euch nicht entmutigen!

          Versuche doch einmal, ganz für dich, diesen Frieden zu erspüren, indem du die warmen Worte, die Liebe ohne Druck, auf dich wirken lässt. Bitte um den Heiligen Geist, um die Hilfe unserer Beiden Höchsten und lies in einer Bibel deiner Wahl, deren Klang dir gut tut.  Wir haben mit dem NT angefangen, mit den Briefen, und sind sozusagen in das Leben damals eingetaucht. Wir fragten uns, wie haben die ersten Christen Jesu Rat umgesetzt, mit welchen Problemen mussten sie kämpfen, ja was waren das für Menschen?

          Ja, liebe Kathrin, wir wünschen dir von Herzen diesen Frieden und grüßen dich, mit einer lieben Umarmung,  Omma und Oppa

          1. O.W.Schön@Omma

            Liebe Omma,

            ich möchte mich bedanken dafür, dass Du so etwas wie die Seele von BI Aktuell bist!

            Ja, ja, ich weiß, schon erhebst Du Widerspruch und betonst den Wert der vielen Anderen auf BI. Hierbei gebe ich Dir absolut recht! Dennoch finde ich es sehr, sehr wohltuend, Dein liebevolles und fürsorgliches Interesse zu verspüren an den Schafen des Herrn; einschließlich an uns selbst, meiner Frau und mir.

            So hat jeder seine Gaben, Dein Mann und Du, und hierfür wollte ich mich bedanken, bedanken dafür, dass Ihr Eure Gaben gebraucht und uns allen somit ein Vorbild seid.

            Einen schönen Sonntag Euch!

            O.W.S.

            1. Omma@O.W.Schön

              Lieber O.W.Schön,

              seit wir deinen Kommentar gelesen haben, sind wir am Überlegen, wie wir dir nur für diese sehr, sehr lieben Worte danken können. Ich muss dir gestehen, mir fehlen einfach die Worte, auf so einen lieben Kommentar zu antworten.

              Wir sitzen mit Tränen in den Augen davor und lesen ihn immer und immer wieder, und können es einfach nicht fassen, dass wir gemeint sind.

              D.A.N.K.E   * * *  D.A.N.K.E   * * *  D.A.N.K.E   * * *  D.A.N.K.E   * * *  D.A.N.K.E   * * *

              Wir grüßen dich und deine liebe Frau mit einer liebevollen Umarmung

              Omma  und  Oppa

        3. Isa an Kathrin

          Liebe Kathrin,

          ich bin zwar nicht Petrus, aber du kannst unter Gebet dich einfach führen lassen.

          Wenn du das Empfinden hast, jemandem ein Traktat mit z. B. der Botschaft aus Johannes 3:16 zu geben oder ein Johannesevangelium-Heftchen, dann kannst du es zwanglos tun (ein kleines Geschenk sozusagen). Wenn nicht, dann nicht.

          Kleines kann viel bewirken und der Heilige Geist wird dich führen. Lass dich einfach fallen und vertraue deinem Herrn Jesus Christus. Er ist es übrigens auch, an den sich dann die Person wenden kann (keine Organisation oder Kirche nötig).

          Alles Gute!

          Isa

    6. Fox

      Guten Tag Michaela,

      zu all den Fragen und Zweifeln, ob man sich gerade in einem Irrtum befindet, wenn man sich von dieser Organisation abwendet, bei all den Ängsten, wenn es irgendwo in der Welt (wie z. B. jetzt Russland JZ betreffend) kracht, ob das nicht doch der Beginn der "großen Drangsal" sein könnte, besonders aber der Frage, warum es einem wirklich Gläubigen schlecht geht, wo er doch immer von Segen hört wenn man glaubt, möchte ich dir diesen Artikel von Bruderinfo ans Herz legen: http://www.bruderinfo.de/biblische-geschichte/ein-leben-voller-probleme-kein-segen-gottes/

      Liebe Grüße und eine herzliche Umarmung

    7. Lili

      Lili@ Michaela

      Liebe Michaela , auch ich nehme Dich in Gedanken erst einmal liebevoll in den Arm .

      Gut das Du hier gelandet bist und Dir so einiges aus Deinem so stark gebeuteltem Leben von der Seele geschrieben hast.Ich kann Dich so gut verstehen - all die Fragen und Zweifel die sich einstellen wenn wir beginnen mit aufrichtigem Herzen zu hinterfragen und eigenständig zu denken . Doch sei zuversichtlich,Jesus hat selber gesagt ,daß Niemand zu ihm kommt ,es sei denn der Vater zieht ihn .

      Freu Dich darüber . Unser himmlischer Vater hat Dich gezogen . Jeder von uns hat wohl seine eigene Zeit dafür . Auch ich habe über 40 Jahre meines Lebens mit vielen Bedrückungen in der Relidionsgemeinschaft der ZJ verbracht.Doch es wird jeweils individuell so wie es gelaufen ist - auch bei Dir ,seine Notwendigkeit gehabt haben . Die Wege unseres Herrn sind unerforschlich . Jetzt aber darfst Du Dich angenommen fühlen und glaube mir Schritt für Schritt werden Deine Fragen mit Klarkeit beantwortet und es wird sich ein großer innerer Frieden einstellen .

      Erst seit 1,5 Jahren kann ich in Gottes Wort ohne Scheuklappen lesen und fühle mich ganz persönlich angesprochen und aufgehoben . Erst jetzt darf ich wirkliches Gottvertrauen spühren und brauch nicht mehr zu spekulieren.Auf unseren himmlischen Vater und auf Jeschua können wir bauen auch was die noch offenen Fragen und unsere Zukunft angeht.So oder so wird es für jeden von uns das Allerbeste sein .

      Liebe Michaela ,gleich nach dem ich das hier abgeschickt habe ,werde ich für Dich um innere Ruhe,Herzensfrieden und Zuversicht beten.

      Wenn Du magst kannst Du Dir auch gerne meine Mail Adresse geben lassen . Ich schreibe nicht so oft ,obwohl fast kein Tag vergeht an dem ich hier lese. Im persöhnichen Gespräch kann ich mich einfach besser einbringen .

      Schön das Du hier bist ❤️

      Lili

      1. Michaela

        Michaela @ Lili

        Liebe Lili, danke danke, es ist so lieb, dass Du mich auch hier so freundlich aufgenommen hast.

        Du schreibst...Jesus hat gesagt, dass niemand zu ihm kommt, es sei denn, der Vater zieht ihn" ....... Wie oft habe ich in der Versammlung gehört, welch Glück es ist, in dieser Org als ZJ sein zu dürfen, Gott hat einfach gesehen, dass ich ihn gesucht habe und hat mich dorthin gesandt, denn niemand kann zu ihm.....in die Org der ZJ..... wenn er mich nicht "gezogen" hätte. Dorthin , an den einzig richtigen Ort, der einzig richtigen, ursprünglichen Religionsgruppe, zu seinem Volk, sagt ja auch der Name, ich hätte es nie dahin geschafft, wenn mich Gott eben nicht gezogen hätte. .....Hm......da hat man doch wohl etwas umgedreht?! Und ich dachte wirklich, dass es so ist. Denn vor meiner Taufe, zu der man mich ständig gedrängt hatte......"na nun wird es aber Zeit" ...habe ich einige Jahre " geprüft" , so dachte ich jedenfalls. Ich dachte, ich würde Fehler finden, hab keine gefunden, wie denn auch, ich konnte mit der Bibel nicht alleine umgehen. So  dachte ich, nun, wenn ich sooo lange warte und dann endlich zur Taufe geh, da kann mich Gott nur gezogen haben .....

        So geht es noch mit vielen eingelernten Überzeugungen. Daher bin ich sehr dankbar dass hier auf  Bi in Artikeln und Kommentaren Bibelverse erklärt, verglichen und auch andere als die "üblichen" herangezogen werden. Es hilft mir jetzt wirklich sehr, ein andere Blickwinkel.

        Selber forschen, selber denken, mir erlauben etwas anders zu sehen.... Das ist neu, das tut gut.

        Dein Angebot mir Deiner Mail-Adresse werde ich gerne, sicher bald annehmen.

        Liebe Grüsse

        Michaela

        1. Lili

          Lili@ Michaela

          Liebe Michaela,es freut mich das Du so liebevolle und tiefgründige Antworten bekommen hast.

          Mir hat ein Gedanke von Janus an Dich besonders gefallen ,er schrieb - Die Leere ist noch nicht genutzter Frieden-ein Vakuum was gefüllt werden möchte.

          Genau so ist es !

          Und der Friede kommt,Du wirst sehen und mit ihm eine Ruhe und ein Vertrauen zu unseren beiden Höchsten .

          Ich kann Dir unseren Telefonkreis den Argentum hier erwähnt hat ,nur an's Herz legen . Der Austausch tut so gut, weil wir ja alle den gleichen / ähnlichen religiösen Leidenshintergrund haben , doch jetzt können wir uns offen im Glauben begegnen .

          Dir einen lieben Gruss

          Lili

           

           

    8. Edelmuth an Michaela

      Hallo Michaela

      Schön, dass du hier her gefunden hast. Auch wenn ich dir nicht direkt helfen kann, so kann ich dir doch versichern, dass du mit deinen Gefühlen und deinen Gedanken und Zweifeln nicht allein bist. Fast alle hier haben das Gleiche durchgemacht. Aber Kopf hoch, du schaffst das schon, denn du bist bestimmt eine starke Frau.

      Bei der Frage, wer ein Zeuge Jehovas ist, wurde einmal gesagt, dass bereits Adam einer gewesen sein muss, denn er hat seine Kinder über Gott unterrichtet. Andere sagen, dass es die Israeliten gewesen sein mussten, zu den Gott gesagt hat, dass sie seine Zeugen seien. Beide Gruppen haben gemeinsam, dass sie weder der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas angehörten, denn damals gab es sie noch nicht, noch eine Stunde im Predigtdienst standen, denn auch diesen Dienst kannte man damals noch nicht.

      Christus ist griechisch und bedeutet Gesalbter. Christen sind daher gesalbte Nachfolger. Deshalb sind Christen mehr als lediglich Zeugen des Höchsten, denn sie sind darüber hinaus auserwählt.

      Die Organisation wird Zeit deines Lebens Daten für den Fall über dich aufbewahren, dass du die Gemeinschaft verlässt und wieder aufgenommen werden willst. Sie müssen wissen, wen sie grüßen dürfen und wen nicht.

      Jehova beurteilt die Herzen und nicht das Amt eines Menschen. Wenn du der Überzeugung bist, dass Jehova dir bei deiner Genesung geholfen hat, so wird es auch so sein. Lass dir diesen Glauben nicht zerstören, auch wenn dieser anderen Menschen signalisiert, das Jehova dich liebt.

      Das Gefühl allein und daher verunsichert zu sein ist bei einer so weitreichenden Entscheidung, wie du sie getroffen hast, nicht ungewöhlich. Lass dir aber versichern, das du nicht alleine bist. Wir, die Ähnliches durchgemacht haben, stehen zu dir. Irgendjemand ist immer bei BI, der dir zuhört und dir antwortet.

      Ede

      1. Michaela

        Michaela@Edelmuth

        Auch Dir vielen Dank für die nette Begrüßung. Das Durchlesen der vielen, lieben Antworten dauert leider ein bisschen.

        Hilfe kann es auf verschiedene Art und Weise geben. Schon alleine durch antworten, andere Beispiele erwähnen, zuhören oder ein freundliches Willkommen, all das empfinde ich als Hilfe.

        Zudem kann ich mich nicht erinnern, dass es in der Versammlung jemals möglich war, offene Kritische Fragen zu stellen, bezüglich Lehre oder Anweisungen der Org. Alles sollte so hingenommen werden..." aber, es kommt doch von Gott." Und Erklärungen waren stets nur eine Wiederholung der Vorgaben vom Wachtturm o.ä......

        Somit ist es neu, hier.... ehrliche , auch kritische Fragen zu stellen, ohne Repressalien. Das ist Hilfe, danke.

        War ich doch auch jahrelang der Überzeugung, wie gelernt, dass Zeugen Jehovas die richtige Gruppe für den wahren Gott sein müssten, denn nur sie haben seinen Namen angenommen. "  ein Volk für seinen Namen" , wie er gesagt hat.

        Oft hatte ich darüber nachgedacht und kam immer wieder zu dem Ergebnis, " wenn eine Gruppe, durch den Geist Jehovas in ihrer 'Konfession' seinen Namen annimmt, dann sind es die richtigen, da sie sich an seine Anweisung halten".

        Nun, nachdem ich BI gefunden hatte, zum Glück, hatte ich unter der Suchfunktion  die BI Artikel vom Januar und Februar 15 gefunden, wo der WT Nov. 14 genau mit diesem Thema, beleuchtet wurde ( . .seid ihr Gottes Volk und das Volk, dessen Name Jehova ist) . . ....und auf einmal sieht es ganz anders aus.

        So hast Du mir doch geholfen, Ede...darf ich so sagen :-), indem Du angesprochen hast, wer Zeuge Jehovas ist, denn dadurch habe ich gestern noch einmal die Artikel nachgelesen. Danke.

        Gruss Michaela

         

        1. Edelmuth an Michaela

          Hallo Michaela

          War ich doch auch jahrelang der Überzeugung, wie gelernt, dass Zeugen Jehovas die richtige Gruppe für den wahren Gott sein müssten, denn nur sie haben seinen Namen angenommen. "  ein Volk für seinen Namen" , wie er gesagt hat.

          Zuerst waren wohl alle dieser Überzeugung, dass die Zeugen Jehovas Gottes Volk sein mussten. Je mehr jemand für seinen Glauben geopfert hat, um so schwieriger war/ist es ihm seinen eigenen  Standpunkt kritisch zu hinterfragen und sich ggf. zu korrigieren. Was wäre wenn..? Man würde zu viel verlieren. Das Eingeständnis jahrelang getäuscht worden zu sein ist fast unerträglich. Dann kommt der Zorn und die Wut. Danach die Gleichgültigkeit gegenüber den LK. Bereits auf diesem Weg dorthin erlebst du ein wohltuendes, befreienden Gefühlt, das immer intensiver wird, wohlwissend, dass nun nichts mehr zwischen dir und Jehova steht.

          Ist Gottes Volk an seinem Namen zu erkennen?

          (Apostelgeschichte 11:26) . . .es war zuerst in Anti?chia, daß die Jünger durch göttliche Vorsehung Christen genannt wurden. . .

          Was ist mit der von dir erwähnten Schriftstelle, nach Gott ein Volk für seinen Namen erwählt hat.

          Ein Volk für seinen Namen zu erwählen bedeutet nicht, dass es sich auch nach SEINEM Namen nennen muss. Jesus machte allen Menschen SEINEN Namen bekannt. Das bedeutet nicht, dass Jesus allen Menschen sagte, wie der Name Gottes ausgesprochen wird, denn das wussten die Israeliten aufgrund ihrer Besuche in der Synagoge und den Gebeten, in denen der heilige Name des Vaters ausgesprochen wurde. Den Namen des Vater bekannt zu machen bedeutet den Menschen zu erzählen wofür dieser heilige Name steht. Ein Volk für seine Namen zu erwählen bedeutet, dass dieses Volk SEINEN Willen begeistert tut.

          (Apostelgeschichte 15:17) . . .damit die, die von den Menschen übrigbleiben, zusammen mit Leuten aus allen Nationen, Leuten, die nach meinem Namen genannt sind, Jehova ernstlich suchen,. . .

          Dies ist eine sehr schlechte Übersetzung um nicht zu sagen eine "Fälschung", damit die Zeugen Jehovas bereits an ihrem Namen als Gottes Volk erkannt werden sollen. Die tatsächlich Bedeutung wird in der Fußnote, die auch gleichbedeutend mit anderen Übersetzungen ist, beschrieben:

          *** Fußnote ***
          Od.: "über denen mein Name ausgerufen (genannt) worden ist".

          Da passt es wieder. Gottes Volk sind die, über denen Gottes Name ausgerufen, bzw. Gott angebetet wird.

          Ede

    9. M.N @ Michaela

      Liebe Michaela,

      nach den vielen vorangehenden Willkommensgrüßen meiner Mitschreiber, denen ich mich anschließe, möchte ich - ein "über-40-bei der JW.Org-ler" - kurz auf den von Dir sehr anschaulich und anrührend geschilderten inneren Kampf eingehen, den wir alle, wenn auch durch die Einzelheiten unserer jeweiligen Lebens unterschiedlich "garniert", durchstehen mussten bzw. immer noch müssen.

      Für mich war folgende Aussage der Schrift eine große Hilfe, um nach meinem Erwachen hinsichtlich der Wahrheit über die "Wahrheit" mit der Frage "Was nun?" zurande zu kommen - Großschreibung hinzugefügt:

      1Joh 3,19-24:
      "Hieran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind, und wir werden vor ihm unser Herz zur Ruhe bringen, dass, wenn das Herz uns verurteilt, Gott größer ist als unser Herz und alles kennt. Geliebte, wenn das Herz uns nicht verurteilt, haben wir Freimütigkeit zu Gott, und WAS IMMER WIR BITTEN, EMPFANGEN WIR VON IHM, weil wir seine Gebote halten und das vor ihm Wohlgefällige tun. Und dies ist sein Gebot: dass wir an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben, wie er es uns als Gebot gegeben hat. Und wer seine Gebote hält, bleibt in ihm und er in ihm; und hieran erkennen wir, dass er in uns bleibt; durch den Geist, den er uns gegeben hat."

      Man bemerke: Es heißt nicht "WENN wir seine Gebote halten" (so, als ob hier Anlass zu misstrauischem Zweifel bestünde), sondern "WEIL wir seine Gebote halten." Man erfühle, wie das "schwingt": Gott sagt uns: "Jawohl - Ihr HALTET meine Gebote". Gott nimmt uns an, er schließt uns in seine Arme - Er GLAUBT an uns, VERTRAUT uns (griechisch "Pistis": Glauben = Vertrauen), die wir uns zu seinem Sohn bekennen. Für ihn scheint das fast selbstverständlich zu sein. Das ist etwas ganz anderes als "das prüfende, misstrauische Argusauge Gottes wacht jede Mikrosekunde, OB IHR AUCH WIRKLICH LIEB SEID und auch wirklich GENUG TUT..."

      "DAS GEBOT ist, (1) an den Namen Jesu Christi zu glauben; (2) Mit-Christusgläubige zu lieben."

      Ich habe damals tief in mich geschaut und mir die Frage gestellt: "Glaube ich an den Namen Jesu, d. h. an ihn selbst, an das, was er ist, was er verkörpert, nämlich das Gute schlechthin; daran, dass er das Ebenbild, der Widerschein, der genaue Abdruck des Wesens seines Vaters ist, das Bindeglied zw. uns und dem Vatergott, und an alles, was Christus für uns getan und bewirkt hat, an die durch ihn bewirkte Erlösung; daran, dass Christus uns zum Vatergott führt, der uns mehr als wir je erdenken und erbitten könnten geben wird? Glaube ich das WIRKLICH? Habe ich die felsenfeste und unerschütterliche Gewissheit betreffs all dessen?"

      Für mich gab es damals keinen Zweifel (und so ist es noch immer), dass ich zu all dem ohne Vorbehalte "Ja!" sagen konnte. Für mich war und ist Heb 12,2 Leitlinie und Richtschnur, der rote Faden meines Lebens:

      "Wir schauen hin auf Jesus, den Archegon und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und den Stauros erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes."

      Betreffs der Frage "Wie empfinde ich gegenüber anderen, die Jesus Christus als Leit- und Fixstern ihres Lebens haben?"

      Für mich ist jeder Mensch, der "an den Namen Jesu Christi glaubt", Mitbruder und -schwester im gemeinsamen "Leib Christi", egal, welcher Kirche, Religion, Konfession... er/sie sich zubekennt (oder auch keiner), gemäß der Aussage Pauli: "Der Leib hat viele Glieder... Das Auge kann nicht (hochnäsig) zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht (du hast die 'falsche Religion')...". Da sich Liebe nicht nur in Emotionen und Worten, sondern auch in Taten äußert, bemühe ich mich und tue, was ich kann, einem jedem, wo, wann und wie auch immer es geht, Mitbruder im Glauben zu sein. Dazu gehört auch, dass ich "Andersgläubige" Christusgläubige als auf Augenhöhe stehend betrachte (das befreit ungemein von der "Nur wir sind das Gelbe vom Ei"-Delusion) und sog. "Ausgeschlossene" und "Abtrünnige" als Menschen und menschlich behandele, u.v.a. mehr.

      Auf der Grundlage dieser meiner inneren Gewissheit und Glaubensüberzeugung habe ich mich wieder 1Joh 3,19-24 zugewandt und tat, was dort als "Handlungsanweisung" geschrieben steht: Ich habe "vor ihm mein Herz zur Ruhe gebracht." Ich sagte zu Gott: "Jawohl Vater, Dein Sohn Jesus Christus - this is it, c'est ça, ohne ihn geht gar nichts. Er ist 'Der Fels', ich glaube felsenfest an ihn, an die durch ihn bewirkte Erlösung, ich glaube jedem Wort, das durch Deine Gnade in der hl. Schrift für uns aufbewahrt wurde." Und an Jesus Christus gewandt sagte ich: "Herr, Du siehst mein Herz - Du weisst, wie ich zu Dir stehe, und dass Du mein Vorbild und Leitstern bist. Und nun bitte  ich Dich, Herr Jesus: Bitte erfülle, was Du uns laut Joh 14,23 versprochen hast: Komme zu mir mit deinem Vater und mache Wohnung bei mir."

      Joh 14,23:
      "Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen."

      Dies bete ich jeden Tag aufs Neue, und ich habe "mein Herz vor Gott und Christus zur Ruhe gebracht." All die JW.Org verordnete Unrast, all die von ihr gezielt geschürten (Selbst-) Zweifel, Ängste, Befürchtungen, der Leistungsdruck und Stress, all die manipulierten Schuldgefühle sind weggeschmolzen wie das Eis in der Sonne. Oder, wie Heb 4,11.12 es so wunderbar ausdrückt:

      "Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ist auch zur Ruhe gelangt von seinen Werken wie Gott von seinen eigenen. Lasst uns nun eifrig sein, in jene Ruhe einzugehen..." - Christi Joch ist sanft, und seine Last ist leicht - "Ich werde euch Ruhe geben", Mat 11,28-30.

      Ruhe - Frieden - innere Gewissheit - als all dies bei mir einsank, ist mir nicht nur EIN Stein vom Herzen gefallen, sondern eine Steinlawine polterte donnernd ins Tal ewigen Vergessens - all dieser menschlich/organisatorische Müll, dieser von Menschen auferlegte Leistungsstress, dieses anderen-Menschen-gefallen-Müssen - weg, aufgelöst, so wie die Gewitterwolke sich in einem blauen Sommerhimmel verloren hat. "Die (echte, tatsächlich von Gott kommende) Wahrheit wird euch frei machen" - die Wahrheit hat mich frei gemacht.

      Betreffs der Frage "Leben im Himmel, auf der Erde, auf Alpha Centauri, in welcher Form ...":

      Es wurde in diesem Forum bereits "bis zum Abwinken" ausgearbeitet (und die entsprechenden Artikel sind all im Archiv einsehbar, auch das Glossar), dass es gemäß Gottes Wort "nur eine Hoffnung" gibt, siehe Eph 4,4 et al. Ich kann hier nur für mich selbst sprechen, wenn ich etwas salopp sage: Das Wie, Wo, Wann ... ist mir ziemlich schnuppe, denn eins steht fest: Das künftige Leben bei und mit Gott und Christus wird unsäglich wunderbar sein - so erhaben, dass uns Worte dafür fehlen:

      Joh 14,2.3:
      "Im Hause (oikía, Wohnhaus, Haushalt) meines Vaters sind viele Wohnungen (monē, Raum, Herberge). Wenn es nicht so wäre, würde ich euch gesagt haben: Ich gehe hin, euch eine Stätte (tópos, Ort, Wohnsitz)zu bereiten? Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und WERDE EUCH ZU MIR NEHMEN, DAMIT AUCH IHR SEID, WO ICH BIN."

      Joh 17,24:
      "Vater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, AUCH BEI MIR SEIEN, WO ICH BIN, DAMIT SIE MEINE HERRLICHKEIT SCHAUEN, die du mir gegeben hast..."

      1Kor 2,9:
      "Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, WAS GOTT DENEN BEREITET HAT, DIE IHN LIEBEN."

      2Kor 12,2-4:
      "(Ich wurde) bis in den dritten Himmel entrückt... in das Paradies ... und hörte [in menschlicher Sprache nicht sagbare] Worte..."

      1Joh 3,2:
      "Wir wissen, dass wir, wenn es (oder "er") offenbar werden wird, IHM (GOTT) GLEICH SEIN WERDEN, DENN WIR WERDEN IHN SEHEN, WIE ER IST."

      Dann auch noch die in menschliche Begriffe übertragenen "höheren Wirklichkeiten" des "himmlischen Jerusalem" in der Offb (kristallene Strukturen - Edelsteintore - gold-transluzente Straßen - kristallglänzendes Wasser - ewig fruchttragende Bäume - göttliches Licht) - uns fehlen einfach Worte und Begriffe, um all das auch nur ahnungs- und annäherungsweise zu erfassen. Doch so wird es sein, und dies hat "mein Herz zur Ruhe gebracht", und all dieses kleinlich/dogmatische Feilschen um "Ja, aber nur für die 'Gesalbten', aber nicht ihr 'Anderen Schafe'..." - nicht mehr relevant, tot und vergessen, ad acta gelegt.

      Hier einige Gedanken zum Gebet:

      Joh 14,13.14 (Laut Schlachter):
      "Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. Wenn ihr (den Vater) etwas BITTEN werdet IN MEINEM NAMEN, so werde ich es tun."

      (Manche Ü haben im V13 "Wenn ihr MICH etwas bitten werdet in meinem Namen...", haben aber einen Hinweis "In mehreren alten Handschriften nicht enthalten". Ich denke aber, unser Herr wird niemandem Vorhaltungen machen, wenn man sich auch direkt an ihn wendet; er ist schließlich unser Fürsprecher beim Vater; siehe auch unten zur 1Joh-Stelle.)

      Joh 15,16:
      "...damit, was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er euch gebe."

      Joh 16,23.24:
      "Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben. Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei!"

      Heb 4,14-16 - Großschreibung hinzugefügt:
      "Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns das Bekenntnis festhalten! Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem in gleicher Weise wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde. LASST UNS NUN MIT FREIMÜTIGKEIT HINZUTRETEN ZUM THRON DER GNADE, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe!

      1Joh 5,14.15:
      "Dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm [dem Sohn Gottes, siehe V. 12] haben, dass er uns hört, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben."

      Man bemerke: Hier geht es um das an Jesus Christus - nicht an Gott - gerichtete Beten. D. h., wir dürfen sowohl mit dem Vatergott durch Christus, als auch mit Christus selbst sprechen. "Sakrileg!" schreien die selbsternannten Dogmatiker von eigenen Gnaden von Schlage JW.Org & Co KG, aber was kümmert uns das? "Sola scriptura" zählt; das ist alles, was wir wissen müssen.

      Ich hoffe, auch diese Gedanken mögen Dir nützlich sein, die "Abnabelungs- und Loslösephase" zu durchstehen und zu einer neuen, befreienden und - vor allem - ZUR RUHE BRINGENDEN Sicht der Dinge zu gelangen. Von hier ab kann es nur noch besser werden...

      Gruß,
      M.N.

      P.S. Una mas:

      Ps 94,19:
      "Als viele unruhige Gedanken in mir waren, beglückten deine Tröstungen meine Seele."

      1. Michaela

        Michaela @ M.N.

        Recht herzlichen Dank für deine lieben Willkommensgrüsse.

        Wie ich lese, bist Du auch 40 Jahre in der org gewesen. Ja, das ist eine lange Zeit, und ich mache mir Gedanken, wie konnte ich nur so lange dabei sein, oft Dinge tun die ich nicht wirklich wollte, wieso habe ich nicht vorher erkannt,  dass da etwas falsch ist? .... Im Grunde genommen kann ich mir das selber beantworten, denn die feste Überzeugung war, hinter all diesen steht Gott und ich gehorche hier Gott, und ich muss mein äußerstes tun, wenn ich von Gott auch gerettet werden möchte. Und wer möchte das nicht? Es war Angst.

        Und die gleiche Angst machte es so schwer, nach vielen vielen Jahren diese Organisation zu verlassen.

        Vielen Dank für die Bibelverse,  die Du so ausführlich aufgeführt hast. Ich musste alles viele Male lesen und gerade die Nähe und die Verbindung zu Jesus Christus, so wie es nie in der Versammlung gehandhabt wurde, das ist neu.

        Ganz besonders fremd die Erlaubnis, zu Jesus oder mit Jesus zu sprechen, das ganze bringt mich noch ziemlich durcheinander. Ich überlege, was darf ich zu Jesus sagen, wann spreche ich zu Jesus und wann zu JHWH. Mit welchen Gedanken komme ich zu Jesus, mit welchen Gedanken oder Bitten komme ich zu Gott? Was denkt Gott wenn ich zu Jesus bete?

        Und zu Joh 15, 16 ..... müssen wir denn nun noch am Ende sagen: "im Namen Jesus Christus " ? ...irgendwie kommt es mir nicht richtig vor.

        Ich kopiere mir die Bibel Verse, ordne sie für mich nach Themen, und ich glaube ich habe mehr zu studieren oder zu lernen, als jemals zuvor.

        Und Du hast recht, "ein zur Ruhe bringen" wird nach so vielen Jahren bestimmt wohltuend sein, wenngleich im Moment noch Aufruhr im Herzen ist.

        Liebe Grüße

        Michaela

    10. Ömmelchen Michaela

      Liebe Michaela ! Du hast schon so liebe Antworten bekommen, da will ich mich kurz fassen. Du sagst, du liest schon eine Weile hier mit. Da hast du sicher schon mitbekommen, dass du mit deinen ernüchternden Erfahrungen nicht die einzige bist. Auch ich könnte ein ganzes Buch schreiben. Das schmerzliche ist, dass einem jahrelang Hilfe von liebevollen Ältesten versprochen wird, wenn man sie braucht. Und wenn du diese Hilfe dann wirklich brauchst, bekommst du erstens nicht, und dann wirst du auch noch so behandelt, als wärst du selbst schuld, weil du immer noch nicht genug machst. Das ist seelische Grausamkeit pur. Das ist so ähnlich wie wenn Kinder sich die Liebe oder wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit von ihren Eltern mit ganz viel Leistung und funktionieren erkaufen müssen. Und wenn sie alles tun und sich völlig überanstrengen und ein klein wenig von dieser Liebe haben wollen, bekommen sie sie nicht, weil es immer noch nicht reicht. Egal wieviel du ackerst, wie sehr du dich bis zum totalen Zusammenbruch verausgabst, es reicht nie. Du wirst wie eine Küchenmaschine permanent überbeansprucht und dann weggeworfen wirst, wenn du endgültig kaputt gehst. Das ist keine Liebe. Das ist das ganze Gegenteil. Wenn es einige schaffen, Liebe zu zeigen, dann nicht wegen dieser Organisation, sondern bewundernswerterweise trotzdem. Die natürliche Liebe zum Mitmenschen wird einem in dieser Sekte systematisch abtrainiert. Es passiert also genau das Gegenteil von dem, was in der Bibel über Gottes Volk gesagt wird. Dass sie diese Grausamkeiten als Gottes Willen verkaufen, ist überhaupt die größte Blasphemie. Es ist gut, dass du da endlich raus bist. Es war eine sehr schmerzhafte Erfahrung, aber ohne diese wärst du immer noch in diesem Seelen-Gefängnis. Du kannst dankbar sein, dass alle deine Kinder den Weg hinaus geschafft haben. Dazu gehört auch eine ganze Menge Mut und Selbstbewusstsein. Also hast du bei ihrer Erziehung doch sehr viel richtig gemacht. Vor allem, weil du trotz Verbots den Kontakt gehalten hast. Das war sehr mutig von dir. Vielleicht kannst du es ja irgendwann möglich machen, in die Nähe eines deiner Kinder zu ziehen.  Jedenfalls, Jesus sagtbha ganz klar, woran man seine Jünger erkennen würde. Nicht an jährlich präsentierten Statistiken, nicht an einem weltweiten Predigtfeldzug, nicht an einer großartigen Organisation - nein, an der Liebe zu einander. Wenn du diese all die Jahre nur bei wenigen erlebt hast, kann es nicht der wahre Glaube sein. Jesus lädt dich beladenen Menschen ein. Wenn er verspricht, dir eine leichte Last und ein sanftes Joch verspricht, heißt das, das die alte zu schwere Last und das drückende, scheuernde Joch erstmal runter müssen. Und dass man sich erstmal erholen muss und die Striemen heilen müssen, bevor man bereit ist für eine neue Aufgabe. Also lass dir Zeit, finde in Ruhe in dein neues Leben. Du kannst nichts falsch machen bei Gott. Du musst nicht erst alles mögliche richtig machen, damit er dich lieben kann. Nein, ER hat uns zuerst geliebt - 1.Joh.4:19. Seine Liebe ist ein Geschenk; er liebt dich genau so wie du bist und gerade weil du so bist. Seine Zuneigung zu dir ist nicht an irgendwelche Bedingungen geknüpft, die du erstmal erfüllen musst. Wenn man so lange mit dem Gegenteil indoktriniert wurde, dauert das Umdenken eben seine Zeit. Aber es ist auch schön und unglaublich befreiend, Gott ganz neu kennenzulernen. Du brauchst vor diesem Weg keine Angst zu haben; Gott freut sich über jeden deiner zaghaften Schritte. Genauso wie du dich über die ersten tollpatschigen Gehversuche deiner Kinder gefreut und sie an ihren Ärmchen gehalten und sie ermutigt hast. Du hast Hemmungen beim Beten ? Jesus sagte, wenn wir beten, sollten wir Gott Vater nennen. Er ist kein unpersönlicher Forderer, der peinlich genau alke deine Fehler protokolliert. Die paar Fehlerchen, die man halt als unvollkommener Mensch nunmal so hat, die nimmt er gar nicht wahr. Er sieht dein Herz und ist glücklich, dass ein weiteres Schäfchen den Weg zu seinem Stall gefunden hat ! Jetzt darfst du dich erstmal von seinem liebevollsten aller Hirten umsorgen und gesund pflegen lassen. Du darfst sogar mit ihm reden und ihm sagen, was du so brauchst ! Er fordert dich dazu auf, ihm ohne Scheu all deine Bedürfnisse zu sagen. Keine Angst - diesen Hirten kannst du nicht überlasten. In Joh.14:14 ermutigt dich dieser Hirte ganz offen dazu : "Worum immer ihr MICH bittet in meinem Namen, will ICH euch geben." Das ICH wird in der NWÜ wohlweislich weggelassen. Im Original steht's aber drin ! Natürlich dürfen wir mit ihm reden! Als er auf der Erde war, hat er doch nichts anderes gemacht ! und nur, weil er jetzt im unsichtbaren Bereich unterwegs ist, dürfen wir das auf einmal nicht mehr ? Er ist uns doch genauso nahe wie damals den Menschen. Du darfst mit beiden, dem Vater und dem Sohn, ganz frei reden ! Genau das wünschen sie sich von dir ! Mir hat es z.B. geholfen, Jesus an meinem Leben teilhaben zu lassen. Ich hab nicht direkt zu ihm gesprochen, sondern einfach nur an ihn gedacht, wie mir zusieht, wenn ich in der Bibel lese oder irgendwas nettes mache. Lass dir die Zeit, die du brauchst. Wenn du noch nicht bereit bist für's Abendmahl, dann lass es halt erstmal. Jesus freut sich, glaub ich, auch mehr darüber, wenn du es machst, weil du es wirklich willst und nicht, weil du denkst, du musst.  Du sagst, du bist allein, ohne Freunde. In dieser Situation sind viele am Anfang. Aber zumindest kannst du ja erstmal hier den Leuten dein Herz ausschütten. Den Anfang hast du ja jetzt gemacht. Wenn du möchtest, kannst du auch mit dem einen oder anderen in persönlichen Kontakt treten. Die meisten hier haben so einige persönliche Kontakte zu anderen Exzeugen. Es wird sich schon alles finden ☺. Ich wünsch dir auf jeden Fall, dass sich deine Gesundheit weiterhin stabilisiert. Dass du den ganzen Stress los bist, ist auf jeden Fall schonmal gut. Meld dich einfach, wann immer dir danach ist. Eine dicke Umarmung und ein aufmunteres Grunz Grunz vom Ömmelchen 🐽

      1. Michaela

        Michaela@Ömmelchen

        Liebe Ömmelchen, hier melde ich mich, mit Dankbarkeit für Deine lieben Worte. Ein paar Tage sind schon vergangen, ich schaffte es leider nicht schneller alles genau zu lesen, zu verstehen und wirken zu lassen.

        Es ist wirklich eine große Freude für mich, BI mit so vielen lieben Menschen gefunden zu haben.

        In sehr strengem Haushalt aufgewachsen war ich es gewöhnt,  als Kind und Jugendliche für ein paar nette Worte außergewöhnliche Leistung vollbringen zu müssen, was ich dann im Sport sowie in der Ausbildung auch erreichte. Ich denke, wenn man so konditioniert ist und dann als junge Frau, zu ZJ kommt, schluckt man es eher, Gehorsam und besondere Achtung vor Ältesten und KD ....und vor denen die schon lange dabei sind und meine "Lehrer"waren, usw....und alles so zu machen wie es von mir erwartet wurde. Nur dass hier nicht Mutti oder der Chef das Sagen hatten, nein.... hier hat Gott gesagt, ich muss es so tun, denn wie hab ich es gelernt : "gehorcht denen, die unter Euch die Führung haben " .. Die Ältesten und die Org....

        Wie konnte es sein, dass ich beruflich als Leitung einer großen Firma mit vielen Angestellten meinen "Mann gestanden habe" (Wie man so schön sagt ) und in der Versammlung wie ein Schaf geduckt und nur funktioniert hatte ? ....... = um Gott zu gehorchen, denn bei allem was man /ich zu tun hatte...... es muss getan werden um loyal zu Gott  zu stehen.

        -Als mit meiner Tochter, 13, die Fragen vor der Taufe besprochen wurden , was ein Ältester machte, sagte man mir, ich darf nicht anwesend sein......und ich habe gehorcht.

        -Als mir "geholfen" wurde, mit meinem kleinen Sohn, war wohl ca 10 J. , zu studieren, hatte "man" kurz entschlossen dass besonders das Thema Sexualität aus dem Jugendbuch eine reife Person übernimmt, ohne meine Anwesenheit.. .. und ich habe gehorcht.

        -Gebietsverteilung zum Predigtdienst, meins waren zwei Hochhäuser, 14 Stock hoch, obwohl ich Kniearthrose hatte und Wegen Platzangst keinen Lift benutzen könnte, .... ich hab kein anderes Gebiet bekommen ...... und ich habe gehorcht.

        -Meinen Sohn meldete ich im Sportverein an, da er sehr schüchtern war , das tat ihm sehr gut dort.....es gab riesen Probleme in der Versammlung deswegen " wie kannst du nur? Der schlechte Umgang" ............und ich habe geschwiegen ( und ihn weiter gehen lassen, aber immer ein schlechtes Gewissen gehabt wegen der Heimlichkeit) .....und und und.

        Sicher können viele von Euch ebenso "Bücher schreiben" über das erlebte.....

        Jetzt, nur einfach da zu sein, vor Gott und vor Jesus, erst einmal nur leben, zur Ruhe kommen,die Bibel "neu lernen"  und ... wer will das nicht... nur ein guter Mensch sein. Vielleicht ist alles viel einfacher als bisher gedacht.

        Lieben Gruß und Danke für die liebe Umarmung.

        Michaela

    11. Omma@Michaela

      Liebe Michaela,

      zuerst einmal eine ganz feste Umarmung und sei herzlich Willkommen hier auf dieser Seite!

      Ja, auch ich habe erst jetzt deinen Bericht gelesen, und es geht mir, wie unsere Argentum, bin zurzeit etwas müde.  Aber auch ich habe das tiefe Bedürfnis, dir einige erbauende Gedanken zu schreiben.

      Wenn ich deinen Bericht lese und deine innere Unsicherheit bemerke, muss ich an folgendes denken.

      Es berührt immer wieder mein Herz, wenn ich mir kleine Filmchen ansehe, im Internet, wie Menschen mit einem großen Herzen, geschundenen Tieren helfen, sie in die Freiheit führen, und ihnen liebevoll helfen mit ihren schlimmen Erinnerungen fertig zu werden.

      Ich muss dann immer wieder auch an unsere lieben Geschwister denken, die das erste Mal die Freiheit spüren.

      Da sehe ich ein verängstigtes Tier, das noch nie die Sonne, grünes Gras, den Wind gespürt hat, das seit seiner Geburt (es wurde gleich von seiner Mutter getrennt) angebunden in einem dunklen Stall gestanden hat, und nur kaum Bewegungsmöglichkeiten hatte.

      Doch dann hatten sich liebevolle Menschen, die von diesem Tier erfahren hatten, ganz vorsichtig und behutsam um dieses leidende Tier gekümmert. Sie führen es aus seinem Gefängnis heraus, dabei sind sie sehr darauf bedacht, das Leiden dieses armen Geschöpfes nicht noch zu vergrößern. Seine Wunden werden vorsichtig versorgt, und es bekommt viele liebevolle Streicheleinheiten. Ganz vorsichtig wird es in eine, für ihn völlig neue und unbekannte Welt geführt. Noch etwas ungläubig, vielleicht auch noch etwas ängstlich, schaut es um sich, alles ist neu. Es weiß noch nicht, wie es sich in seiner neuen Umgebung zurechtfinden soll, dennoch spürt es, die Menschen bei ihm meinen es gut.

      Vorsichtig nähert es sich seinen Artgenossen, auch diese sieht es das erste Mal, ganz vorsichtig  beschnuppern sie sich gegenseitig, dann schaut es ihnen zu, wie sie von dem grünen Gras auf der Weide fressen, auch das ist für unser befreites Tierchen neu, es muss lernen selber das gesunde Gras zu fressen.

      Aber nach einer gewissen Zeit trauen wir unseren Augen nicht, ist das unser geschundenes Tierchen, das jetzt ausgelassen über die Wiese hüpft und mit seinen neuen Freunden das frische Gras genießt?

      Wenn man genau hinsieht, kann man noch die Narben erkennen, aus vergangener, dunkler Zeit, aber das ist für unser befreites Tierchen nicht mehr so wichtig. Viel wichtiger ist der Neuankömmling in der Ferne, der auch gerade seine ersten unsicheren Schritte auf der grünen Weide macht, ihm gilt es jetzt beizustehen und in die Gemeinschaft aufzunehmen.

      Ja, liebe Michaela, auch unser Weg, unser Gefühle waren so, wie David es beschreibt.

      Psalm 142:4-8   (NGÜ)
      4 Auch wenn ich allen Mut verliere, wachst du doch schützend über meinem Weg. Dort, wo ich gehen muss, hat man mir Fallen gestellt.
      5 Wohin ich auch schaue  – da ist niemand, der sich um mich kümmert. Jede Zuflucht habe ich verloren, keiner fragt nach mir.
      6 Ich schreie zu dir, Herr, und sage: Du allein bist meine Zuflucht, du bist alles, was ich zum Leben brauche!
      7 Höre doch auf mein Flehen, denn ich bin sehr schwach geworden. Rette mich vor denen, die mich verfolgen, denn sie sind zu stark für mich!
      8 Führe mich heraus aus diesem Gefängnis, damit ich deinen Namen preise. Die nach deinem Willen leben, werden sich freudig um mich scharen, wenn du mir Gutes erwiesen hast.
      Aber auch der Vers 8 hat sich erfüllt, wir sind aus dem Gefängnis befreit worden, und die nach dem Willen des Herrn leben, haben sich freudig um uns geschart.

      Es grüßen dich ganz herzlich  Omma und Oppa

      wegsucher51@web.de

       

      1. Michaela

        Michaela @Omma

        Liebe Omma und auch lieber Oppa

        Danke für die liebe Umarmung und das herzliche Willkommen hier. Auch wenn meine Antwort nicht schneller ging, lieben lieben Dank.

        Du schreibst über die Tiere, die endlich in die Freiheit kommen dürfen, die wohl eben so ängstlich sind wie wir, die wir jetzt in der Welt außerhalb der Versammlung gehen lernen.

        Ich habe diese Filme auch gesehen und erinnere mich, wie diese Tiere noch sehr vorsichtig und insicher sind, ob in dieser Freiheit auch wirklich keine Gefahr lauert. Ich sehe auch eine Parrallele dazu, denn haben wir nicht immer gesagt bekommen, dass die Welt außerhalb der org voller Gefahren ist, falsche Anbetung, Gewalt, und Menschen die uns von unserem Glauben abbringen wollen und dass wir nur in der Organisationen Gottes Schutz haben werden. Solche festgefahrenen Gedanken verunsichern schon sehr.

        Liebe Omma, es ist mir, als würde ich Dich schon lange kennen, wahrscheinlich liegt das daran, dass ich schon mehrere Monate hier auf BI lese, und mich an viele deiner berichteten Erfahrungen erinnern kann. Sooooo lange in der Versammlung, Du und der Oppa und ich auch....ja auch meine " schönsten Lebensjahre" als ZJ., mit so vielen Einschränkungen und  strengen Anweisungen, die oft über meine Kraft hinausgingen. Und nun macht es mir Angst, ob ich noch genug Zeit habe, um noch ein schönes Leben nachzuholen und richtig zu Gott und zu Jesus zu finden, Das macht sehr traurig.

        Die ganzen letzten Monate dachte ich ständig daran, auch hier etwas zu schreiben und mich zu melden, denn ganz ohne Kontakt zu anderen Menschen, mit denen man über seine Gedanken sprechen kann, das ist sehr schwierig. Ich fühlte mich überhaupt noch nicht soweit, denn ich bemerkte,  wie die Bibelverse hier von allen so gut erklärt wurden, angewandt wurden, verglichen wurden, anders beleuchtet wurden. In den Kommentaren so wertvolle Gedanken. Ich dachte, ich könnte sowieso noch nichts ähnliches beitragen, da die Bibelstellen und das Gelernte für mich noch die üblichen aus dem WT waren. Aber nun bin ich doch sehr froh hier zu sein, und ich bin sicher, ich kann neu lernen und dazulernen.

        Danke für den Ps. 142..... ich habe es jetzt wohl erst richtig gelesen und mit jedem Vers mitfühlen können, weil mir Situationen aus meinem Leben einfielen, so wie sie da von David beschrieben wurden.

        - so gut wie alles verloren und "keiner fragte nach mir"

        - "ich schreie zu dir Herr" und "höre doch auf mein Flehen" , ich dachte, mehr geht schon gar nicht mehr....um dann zu hören: du musst mehr beten....

        - und nun Vers 8 ... " aus dem Gefängnis" damit ich Gottes Namen Preisen kann..... das muss ich erst einmal sacken lassen um es genau zu verstehen.

        - Danke für den Psalm.

        Ganz liebe Grüße

        Michaela

    12. O.W.Schön@Michaela

      Hallo liebe Michaela,

      herzlich willkommen auf BI!!! Als ich in Deinem Post las, dass Du im Bethel Selters psychologische Hilfe bekommen würdest, musste ich Dir einfach schreiben. Psychologie wird im Bethel noch heute explizit abgelehnt, denn sie haben ja .... die Bibel .... und mehr brauchen sie dort auch nicht.

      Daher ist das Bethelleben  regelrecht krank und es macht krank und nicht wenige im Bethel denken immer wieder über Suizid nach. Natürlich ist dafür der von außen kommende böse weltliche Geist verantwortlich, so jedenfalls haben es mir die Bethelbrüder persönlich erklärt!

      Glückwunsch, dass Du hier bei uns gelandet bist! Gehe Deinen Weg mit Gott und ohne jw.org und .... Jesus Christus wird sich zu Dir gesellen und sich Dir anschließen, denn er ging Dir ja bereits voraus!

      Guten Start

      O.W.S.

      1. Michaela

        Michaela@ O.W.S.

        lieber O.W.Schön,     Dein herzliches Willkommen hat mich auch sehr gefreut.

        Wie recht Du hast,  bezüglich der psychologischen Hilfe in Selters. Zwar hatte ich selber schon stark vermutet, dass es dort sicher niemanden gibt, der mir diesbezüglich wirklich weiterhelfen kann. Das war in einer schlimmen Lebenssituation meine Angst, dass Gott mich irgendwie wohl verlassen haben müsste, und aus welchem Grund auch Satan mich immer kränker macht...weil es mir trotz meiner Gebete immer schlechter ging... (ist die Kurzfassung )... Das wurde mir so "durch die Blume"  gesagt , von einer/ zwei  Schwestern, habe ich evtl. mich von Gott entfernt, strenge ich mich nicht genug an, bemühe ich mich nicht im WT zu lesen und zu studieren usw. usw.

        So kam dann also die ' Anweisung' eines Ältesten, die Brüder, die ja besser geschult sind, in Selters anzurufen. ... ich war sehr am Zweifeln, ob es da überhaupt jemanden gibt, aber wenn mir das schon so von einem Ältesten aufgetragen wurde, ... ich bin ein ZJ, ich gehorche...

        Kurzinhalts des Telefonats: habe meine Sorge vorgetragen..... Selters: "ja , äh, in welchem Bundesland wohnst du denn", " ich:  ja ich wohne in  xxx" .... Selters: " oh, nee, da haben wir gerade gar keinen Zuständigen hier, und vertretungsweise ist auch gerade niemand da."  ... ich:" Der Älteste Br. Sowieso sagte mir ich sollte bei Euch anrufen"....     Selters: " also es ist gerade niemand da, der Zeit hat, aber warte mal, ich hol mal jemanden, der für solche Fälle da ist........' . Ja Hallo, hier ist Br. Sowieso.... also ich hab gehört dass es Dir schlecht geht, ja du musst unbedingt beten" ..... ich: "ja ich bete doch den ganzen Tag, ist ja das einzige was ich überhaupt noch machen kann , ich rufe die ganze Zeit zu Jehova,  mehr geht schon fast nicht mehr" ..... Selters: " Ja, äh, du must noch mehr beten, ja Auf Wiedersehn" .....

        Es stimmt, keiner kann dort helfen, keiner will dort helfen.....anfangs dachte ich noch, aber die Kirchen haben doch auch geschulte Psychologen. ... ok, eigentlich wusste ich es schon selber, das es "hier" etwas ganz anderes ist.

        Eine Schwester brachte dann die Fürsorge mir gegenüber noch auf den " Punkt" , indem sie sagte.... es gab mal eine Schwester, die war auch sehr krank, ging nicht mehr in die Versammlung usw.. usw.. die hat sich dann umgebracht. (Danke für die Auferbauung, hat mir sehr geholfen 🙁

        Aber heute denke ich ehrlich, wären Gott und Jesus nicht für mich da gewesen, .... wer weiß. Wer sonst hätte mir helfen können, doch ich bin dafür sehr dankbar. Und jetzt lerne ich, als allerwichtigstes,  zuerst zu Gott und zu Jesus ein richtiges gutes Verhältnis aufzubauen.

        Lieben Gruss

        Michaela

        1. M.N. @ Michaela

          Hallo Michaela,

          Dein Erfahrungsbericht trifft den Nagel auf den Kopf und ist mehr als bezeichnend. Genau so sind sie, die in wonniger Taunushöhenluft schwebenden Steinfelsbürokraten: Abgehoben, besserwisserisch, borniert, gleichgültig, ignorant. Da könnte man sich zwecks Erhalt von echtem geistlichem Beistand eher an die Stadtverwaltung, an die Baubehörde oder ans statistische Bundesamt wenden, da stehen die Chancen besser.

          Soeben war ich drauf und dran, noch einen draufzusetzen und etwas von meinen vergnüglichen Erlebnissen gleicher und noch schlimmerer Art mit dieser Bande hier zum Besten zu geben, habe mir das dann aber wieder bis auf Weiteres verkniffen aufgrund der Gefahr von Wiedererkennung. Nur soviel: Es ist erschütternd und empörend, mit welcher Chuzpe und Kaltschnäuzigkeit sich diese Leute denen gegenüber verhalten, die ihr ganzes Leben und ihre gesamte Existenz für "Das Werk" geopfert und weggeschmissen haben. Ich wette, dagegen müssen Exxon Mobile oder die U.S.-Army als fürsorgliche Wohltäter ihren Veteranen gegenüber gelten. Da kann man gar nicht so viel Essen wie man kotzen will. Es ist der größte Fehler, von DIESEN Menschen in spirituellen Notlagen irgendwelche Hilfe zu erwarten, und der ALLERGRÖSSTE Fehler, sich jemals an sie zu wenden. Weder KÖNNEN noch WOLLEN sie helfen - das entspricht nicht ihrem Mission Statement, dazu sind sie nicht da. Das muss ganz klar erkannt werden.

          Was lernen wir daraus?

          "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen." Härte, Kälte, Unmenschlichkeit, Gleichgültigkeit, Borniertheit, Ignoranz - sind das, KÖNNTEN das JEMALS die "Früchte" einer von wahrem göttlich/christlichen Geist durchwirkten Gemeinschaft sein?

          Die Antwort hierauf erübrigt sich.

          Gruß,
          M.N.

          1. O.W.Schön@M.N.

            Lieber M.N.,

            ich möchte mich Deinem Kommentar über die "Steinfelsbürokraten" anschließen. Genauso haben es viele verzweifelte Bethelmitarbeiter erlebt. Männer wie Frauen standen wie oft im Bethelbüro und flehten den Bethelaufseher an, ihr Mobbing am Arbeitsplatz zu beenden.  In den meisten Fällen hatten sie jedoch Pech gehabt, denn: "Im Bethel gibt es kein Mobbing!" Und so ging ihr Mobbing ungestraft weiter, vor allem Schwestern waren immer wieder Zielscheibe heftigen Mobbings.

            Erst als die Opfer seelisch und körperlich zusammenbrachen reagierten die verantwortlichen Brüder. Andere Opfer mussten aufgrund der entstandenen Krankheit das Bethel verlassen, schließlich konnten sie ja ihre Arbeit nicht mehr ordnungsgemäß verrichten! Die vermeintlichen Theokraten sind in Wirklichkeit Bürokraten, abgehoben, ignorant und wirklichkeitsfremd.

            Viele Grüße

            O.W.S.

    13. Hupsi

      Liebe Michaela, du bist nicht allein. Nicht du bist krank sondern das System. Es tut weh das zu erkennen, weiß ich genauso. Aber es ist nicht das Ende, sondern der Anfang. Jehova verlässt keinen. Es ist nicht das Sprachrohr Gottes gewesen was dich bedrückte, sondern das Megafon 📢 eines Menschenwerks... 

       

       

      1. Das hast Du kurz und präzise geschrieben Hupsi,
        Jehova verlässt keinen.

        Das die Organisation nicht zum Vater im Himmel gehört erkennt man immer wieder deutlich daran das sie Menschen die an Gott und Christus glauben im Stich lässt und das sobald das Regelwerk der JWorg (scheinbar) nicht erfüllt wird.
        Ob es die Wahrheit ist wird nicht mehr geprüft, die ORG-Pharisäer haben alle religiöse Macht verliehen bekommen, nur aber nicht vom Vater im Himmel und auch nicht vom Christus, denn nur die LIEBE ist DAS Erkennungsmerkmal, jedoch ist diese der JWorg fremd.
        Hätten sie diese Liebe würden sie Menschen helfen, aufbauen, heilen, pflegen und lieben und das mit der Liebe und Autorität Christi, der über SEINEN Leib wacht und ihn behütet.

        Die JWorg ist wirklich nur ein brüllendes Megafon eines Menschenwerks...
        Mir der kräftigen, aber sanften und von Liebe erfüllten Stimme des Heiligen Geistes haben sie nichts zu tun.
        Alles Liebe
        Tom

      2. Michaela

        Michaela @Hupsi

        Danke für Deine wirklich treffende Bemerkung, dass es ein krankes System ist. Wäre es wirklich alles von Gott gewesen, dann hätte doch eigentlich Friede und Freude vorhanden sein müssen, aber der wirkliche Friede war nicht in mir, stattdessen Zweifel.... Und Zweifeln war verboten.

        Liebe Gruss

        Michaela

        1. O.W.Schön@Michaela

          Liebe Michaela,

          über Deine ehrlichen und offenen Worte an mich, habe ich mich gefreut. In der Tat kannst Du von "Selters" nichts erwarten, noch nicht einmal das grundlegendste psychologische Verständnis! Die Ignoranz und die ständige Besserwisserei machen jeden seelischen Hilferuf zunichte. Das interessiert jedoch die Dienstabteilung normalerweise nicht die Bohne. Wobei ich liebenswerte Ausnahmen kenne, die deswegen buchstäblich schlaflose Nächte im Bethel verbringen; diese Brüder haben noch ein Herz und ein Gewissen!

          Für mich sind Selters/Warwick/ Chelmsford und wie auch immer die Geschäftsniederlassungen des US-Konzerns auch lauten mögen Teil einer GEIST-LOSEN Organisation: Und je weniger Heiliger Geist, desto mehr JW.ORG und desto mehr Personenkult ums Goldene Kalb namens LK!

          Dir ein schönes Wochenende

          O.W.S.

           

    14. Liebe Michaela,

      das Urmel schließt sich den herzlichen Willkommensgrüssen an. Deinen zu Herzen gehenden Bericht habe ich heute erst gelesen. Es ist wirklich sehr traurig , wie die ORG mit ihren langjährigen älteren und kranken Schafen umgeht. In meinem Urlaub, habe ich ein Buch; wie sagen ZJ? Von der " falschen Religion" gelesen. Trotzdem, haben mir viele Passagen von dem Autor Peter Hähne " Niemals aufgeben" ! mit Werten in Führung bleiben , sehr gut gefallen.

      Was mir gut gefiel: " Wir sind von Gott nicht geliebt,weil wir so wertvoll sind. Wir sind wertvoll, weil Gott uns so liebt - mit all unseren Fehlern und Macken. Gott nimmt uns an, wie wir sind- damit wir nicht so bleiben wie wir sind. Wer sein Leben auf Gott aufbaut, den können Niederlagen nicht niederlegen. Wer sich auf IHN verlässt, ist nie verlassen. Wer sich an IHN hält, ist gehalten. " Liebe Michaela , mit diesen wenigen Sätzen vom Autor, möchte ich Dir viel Kraft wünschen. Die größte Kraft , für Deinen neuen Start in die christliche Freiheit, kommt selbstverständlich von unseren Schöpfern.

      Sei herzlich gegrüßt vom Urmel

       

      1. der Autor heißt , Peter Hahne , warum schreibt das System immer anders , als man tippt. Gerade bei a/ä, o/ö, u/ü☹️

      2. Michaela

        Michaela @ Urmel

        ich bedanke mich  auch bei Dir ganz doll für Dein liebes Willkommen.

        Es war ein guter Tip mit dem Buch von Peter Hahne, hab ich gleich mal ein wenig in einer Ausschnitts-Vorschau gelesen und habe folgendes gefunden:

        " ........ Gott groß machen, indem man sich zu Menschen bückt, Und auf die, die am Boden liegen und aufgeben wollen, nicht auch noch drauf treten, sondern ihnen beim Aufstehen helfen. ".

        Wie schön sich das anhört...und ich habe auch erlebt, dass mir Menschen anderer Religionen die Hand gereicht haben, ... folgender Satz hat mir auch gut gefallen:

        "...  .wer sich nicht aufgeben will, ......., der sollte wenigstens den ' Gottes-Test' machen, und es mit ihm versuchen, statt sich dauernd durch falsche Ratgeber versuchen zu lassen"

        Das hat mich auch zum Nachdenken gebracht. .... nur Gott vertrauen und mich von Gott beraten lassen, mich trauen, selber zu denken und zu entscheiden.   Danke für den Buch-Hinweis.

        Lieben Gruss

        Michaela

    15. Flocki

      Hi Michaela,

      ich kann sovieles nachvollziehen und mitfühlen. Viele Deiner Fragen gehen mir auch ständig durch den Kopf. Alles gar nicht so einfach.

      Bin seit ca. einem Jahr kein Zeuge mehr. Ich war 12 Jahre Ältester, davor 7 Jahre Dienstamtgehilfe, 18 Jahre Pionier, 1-3 mal pro Monat auswärts zu Vorträgen, auf Kreis-/Bezirkskongressen und Pionierzusammenkünften Redner, in der Kongressorganisation Aufseher einer Abteilung. Ständig Hirtenbesuche gemacht und viele andere Einsätze usw. (das ist nur eine absolute Kurzversion). Und trotzdem immer gedacht, ich könnte noch mehr machen. Nahm mir jede Ermunterung, sich einzusetzen zu Herzen. Und irgendwann kracht das Gebilde in sich zusammen. Man steht dann ganz alleine da, da sich meine Familie "brav" an die Falschauslegung hält, mit mir keinen Kontakt zu haben. Und wenn, dann muss ich Angst haben, dass diejenigen Probleme bekommen (und meine Familie geht als ZJ weit zurück. Es tut einfach weh, allein dazustehen. Zu sehen, dass man gemieden wird, als würde man Jehova und Jesus und die Bibel leugnen. Was aber nicht der Fall ist.

      Man sucht halt einfach mal jemand, mit dem man etwas reden kann. Weiß leider nicht, ob es in meiner Gegend welche gibt.

      Liebe Michaela, ich wünsche Dir so viel Kraft und halt durch. Geh Deinen Weg und lass Dich nicht beirren. Bin in Gedanken bei Dir.

      1. Omma@Flocki

        Lieber Flocki,

        herzlich Willkommen bei Bruderinfo!  Du schreibst: "Man sucht halt einfach mal jemand, mit dem man etwas reden kann. Weiß leider nicht, ob es in meiner Gegend welche gibt."

        Manchmal will es der Zufall, dass jemand in der Nähe wohnt, nur weiß man nichts davon.

        Ich kenne mich natürlich nicht überall aus, aber versuchen können wir es ja mal.

        Schreib uns doch einfach unter     wegsucher51@web.de    wo du zu Hause bist.  Manchmal klappt es ja, und wenn nicht, vielleicht klappt es später bei einem anderen Schreiber.

        Ganz liebe Grüße aus Nordfriesland  Omma und Oppa

      2. Störtebeker

        Störtebeker an Flocki

        Lieber Flocki, ich habe einen ähnlichen background bei den Zeugens wie du. Bin allerdings nicht in diese Religion hineingeboren.

        Wenn du dich mal mit mir austauschen möchtest, gerne.

        Meine Mail: klaus.stoe@gmx.net

        Liebe Grüße Störti

      3. Michaela

        Michaela @ Flocki

        Vielen Dank für Deinen Beitrag. Sind es doch einige liebe Brüder und Schwestern, die seit ca einem Jahr nicht mehr in die Versammlungen gehen/ möchten..... ich habe überlegt, bei mir, sowie bei anderen,... was war es, was sozusagen " das Fass zum  Überlaufen gebracht hat" ?  .. mehr das, was man herausgefunden hat, durchs Internet, oder die persönlichen Erfahrungen....? Wohl eine Kombination aus allem.

        Wenn Du so lange Pionier warst und Ältester, usw., dann bist Du ja auch viele Jahre völlig überzeugt und gaaanz sicher, dass all das wirklich richtig ist, und auf einmal passiert irgendetwas, und es erscheint nun , auf einmal anders, vollkommen bewiesen und logisch, die Lügen, die Versprechen, die Unterdrückung, die falsche Art der Anbetung usw...... wodurch haben wir es jetzt erkennen dürfen.... und nicht früher? ( haben wir doch dauerhaft, ständig ehrlich in der Bibel gelesen und verglichen, trotzdem...) Ich weiß es nicht. Es gibt Menschen, die mir sagten, " aber das hätte man doch gleich am Anfang merken müssen und nicht erst 40 Jahre später" ...hm...? Ja, so isses..... ich verstehe s selber nicht.

        Gestern hatte ich mir noch einige Ausschnitte vom Kreiskongress von ' 16  angesehen, es hat mir richtig weh getan, die Aufforderungen, die so direkt und hart sind, wie mit Abtrünnigen, auch den eigenen Familienangehörigen, zu verfahren ist. Wie kann jemand, der angeblich ' seine Brüder so liebt' so brutal zur Ächtung aufrufen? ... ja, das tut weh. Jesus ist doch für uns alle gestorben ...

        Du schreibst,...  man sucht jemanden, mit dem man reden kann..... wie gut kann ich Dir da zustimmen. Somit empfinde ich es im Moment eine große Hilfe hier am BI von anderen zu lesen. Ich könnte mir vorstellen, dass irgendjemand unserer Versammlung ebenso denkt und einfach nicht mehr kann und will, aber da niemand etwas sagt, sagen darf, ... nun so werde ich es wohl nicht erfahren.

        Es tut mir wirklich sehr leid für  Dich, wegen Deiner Familie. Welche Macht hat doch die Oranisation. Alles Liebe und Gute

        Michaela

  14. Koni Iesch

    Das ist aber viel Text, aber trotdem ist die Leistung der JZ sehr beachlich.

    Ich habe viel von Ihnen gelernt und habe endlich die gleiche große Hoffnung

    auf jenes gute neue Zeitalter !!!  Mir ist neulich Jesus im Traum begegnet,

    da habe ich mich für alles bedankt.

    1. agentprovocateur

      Guten Morgen Koni lesch,

      Du behauptest, die "Leistung" der JZ sei beachtlich. Da stellt sich mir die Frage, was in Deiner Welt als "Leistung" werten möchtest?

      Ist es in Deiner Welt eine Leistung:

      Kindern so lange ein schlechtes Gewissen einzureden, bis sie auf ihr Eis verzichten und ihr Sparschwein irgendwelchen alten Herren in USA spenden?
      Menschen glauben zu machen, ihr Dienst würde "von Jehova belohnt" und sie dann im Alter auf die Straße in die Altersarmut zu entlassen?
      Menschen glauben zu machen, sie würden -sich- ein Königreichsaal für die Anbetung bauen, dann aber diese Gebäude zu verkaufen und das Geld dafür verschwinden zu lassen?
      Kindern und Eltern sämtliche Möglichkeiten sich zu wehren wenn ihre Kinder missbraucht werden zu verbauen und ihnen zu befehlen auf Jehova zu vertrauen, statt um Hilfe bei Stellen zu bitten, die ihnen wirklich helfen würden?
      Stellen, die Missbrauchsopfer tatsächlich und wirksam beistehen, als "Teil des Systems Satans" zu verteufeln? Und sie mit Gewissenszwängen zu zwingen statt deren Hilfe in Anspruch zu nehmen sich den Missbrauchen selbst wieder anzuvertrauen?
      Sich mit den Leistungen und Lorbeeren anderer zu schmücken, die man zwischenzeitlich 'elegant' entsorgt und auf die Straße gesetzt hat?

      Das scheinen mir doch eher die Leistungswerte von Outlaws, Betrügern und pädophilen Clanchefs zu sein.

      In anderen Teilen der Welt, als in Deiner Wertewelt, gelten solche Praktiken als Erschleichung von Leistungen, Betrug, Insolvenzverschleppung, Geldwäsche, sexueller Missbrauch, Erpressung, Geiselnahme usw.

      In dieser Hinsicht sind die Leistungen der JZ wirklich beachtlich!

       

    2. M.N.

      Du hast direkt mit Jesus geredet? Uiuiui - das darf man aber als JW.Org-loyaler Zeuge überhaupt nicht! Geredet werden darf nur mit JHWH. Anweisungen gibt es NUR von der JW.Org, vertreten durch ihr oberstes 7er-Zentralkomitee. Gedankt wird gefälligst der JW.Org bzw. ihrem obersten 7er-Zentralkomitee.

      So und nicht anders läuft der Hase.

  15. Winfried Mertens

    Hallo, Deine Argumente überzeugen mich, dass es damals keine Organisation im Sinne der Zeugen Jehovas gab....auch nicht annähernd. Schon allein die Tatsache, dass das Wort "Organisation" überhaupt nicht in der Bibel vorkommt, reicht aus meiner Sicht schon, dies als eine menschliche Erfindung zu betrachten. Jehovas Zeugen sind sehr geschickt darin, ihren Mitgliedern eigene Vokabeln beizubringen. Erst wird ein Autoritäts-Status aufgebaut und dann werden Begriffe, die in der Bibel überhaupt nicht vorkommen, als quasi-bilblisch verkauft. Weitere Beispiele wären: "Grundsatz". Dieser Begriff kommt in der Bibel nicht vor und bedeutet letztlich "Grundgesetz", ist also auch ein Gesetz. Aber dieser Begriff wird von Jehovas Zeugen verwendet, um das alte Gesetz in Teilen...die ihnen passen..... wiederzubeleben. Weitere Begriffe sind "Leitende Körperschaft", "Kreisaufseher", "Rechtskomitee", "Gemeinschaftsentzug" und viele andere.
    (Ich freue mich auf Deine Argumente: logofilus@yahoo.com Ich bin ein "bezeichneter" Zeuge Jehovas, weil ich offen die Frage gestellt habe, wie man biblisch beweisen könne, dass die Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas der "treue und verständige Sklave" sei.)

  16. turtle

    Es gibt ein neues Amtsblatt 02/2016: (jehovaszeugen.de/Recht)

    ....."Das Zweigkomitee hat mit Beschluss vom 30.11.2016 das Verwaltungsamt „Vermögensverwaltung Jehovas Zeugen“ (VVJZ) mit der Genehmigung der Leitenden Körperschaft errichtet, um die dauerhafte Finanzierung des religiösen Wirkens von Jehovas Zeugen weltweit und in Deutschland zu gewährleisten......"

    und eine ganze Reihe von Versammlungszusammenlegungen.

    1. Ueli

      Turtle,

      ".........um die dauerhafte Finanzierung des religiösen Wirkens von Jehovas Zeugen weltweit und in Deutschland zu gewährleisten......"

      "Gewährleistet" das verwaltete Vermögen das jetzt bereits und soll nur die Sicherstellung der Gewährleistung gewährleistet werden? Oder sind Spenden (und Gott und Apollo) künftig entbehrlich?

      Und noch eine Frage: Von wem hat man sich das nun "verwaltete" Vermögen an-geeignet, und wer wurde ent-eignet?

      Und noch eine Frage: Eigentum wird definiert als das Recht, andere von der Einwirkung auf das Eigentum auszuschließen. Ist der "Verwalter" tatsächlich "nur" Verwalter oder gehen die Verwalterrechte so weit, dass sich "der Eigentümer" in Luft aufgelöst hat. Oder mit anderen Worten Verwaltung und Eigentum soweit verschmolzen sind, dass der "Verwalter" richtigerweise "Eigentümer" zu nennen ist?

      Und noch eine Frage: Waren die Zeugen Jehovas (früher) vielleicht einmal dezentral und "föderalistisch" organisiert und sind es jetzt "zetralistisch"?

      Schon lustig, Monarchien wie England, Spanien usw. haben sich zu Demonkratien entwickelt und haben ihren Monarchen nur noch representätive "Macht" aber keine wirkliche belassen, und sie enteignet, während die "urchristlich" dezentral in Versammlungen organisierten Zeugen Jehovas den genau entgegen gesetzten Weg gegangen sind, und sich Monarchen gewählt und ihne alles Vermögen übereignet. Einschließlich -über Blutdoktrin- ihrer Leiber. Zurück zur Leibeigenschaft?

      Seltsame Dinge passieren im 21. Jahrhundert.

      1. turtle

        Hallo Ueli,

        die meisten ZJ wissen wahrscheinlich gar nicht, dass ihnen ihre Säle und Grundstücke nicht mehr gehören und die wenigsten kennen wohl die offizielle zeugenjehovas.de Seite mit den Statuten und der Versammlungsordnung:

         

         "Statut (StRG)

        ...

        (4) Gemeinsame Grundlage für das Wirken aller Gliederungen und Einrichtungen der Religionsgemeinschaft ist das religionsgemeinschaftliche Recht (im Folgenden „Religionsrecht“ genannt; Psalm 19:7; Psalm 1:2; Galater 6:2). Dieses beinhaltet das von der Leitenden Körperschaft vermittelte Verständnis der biblischen Lehre sowie des Aufbaus (Gliederung) und der Wirkungsweise der Religionsgemeinschaft (Matthäus 24:45–47). Hierin eingeschlossen sind die in Briefen und Publikationen veröffentlichten oder mündlich durch die Leitende Körperschaft, deren Beauftragte oder das Zweigkomitee in dessen Zuständigkeitsbereich übermittelten Anleitungen. 

         

        (5) Die in den Absätzen 1 bis 4 genannten Gegebenheiten werden von allen Zeugen Jehovas durch ihren Beitritt mit dem Empfang ihrer Wassertaufe anerkannt (Jesaja 2:2,"

        ...

        Das sollte einem doch vor der Taufe ausgehändigt werden!

        Und gleichzeitig behaupten Sie dieses hier (für die Öffentlichkeit):

        "Der Wille Jehovas: Wer lebt heute danach?" Thema 20:

        "Sie lässt sich von Gottes Geist leiten. Die leitende Körperschaft sucht bei Jehova, dem Allerhöchsten, Anleitung und orientiert sich an Jesus, dem Haupt der Christenversammlung (1. Korinther 11:3; Epheser 5:23). Diese Männer sehen sich nicht als Führer von Gottes Volk, sondern möchten zusammen mit allen gesalbten Christen „dem Lamm [Jesus] beständig folgen, ungeachtet wohin es geht“ (Offenbarung 14:4). Sie schätzen es sehr, wenn wir für sie beten."

        Sie nennen sich   L e i t e n d e   Körperschaft, ihren Anweisungen ist Folge zu leisten aber sie sind nicht die Führer von von Gottes Volk - schizophren!

        Grüsse, turtle

         

         

         

         

         

         

         

        1. Petrus111

          Hallo Turtle,

          Du sagt es - sehr gut dargestellt und zusammengefasst!
          Ich zitiere Dein Zitat:

          "Gemeinsame Grundlage für das Wirken aller Gliederungen und Einrichtungen der Religionsgemeinschaft ist das religionsgemeinschaftliche Recht (im Folgenden „Religionsrecht“ genannt; Psalm 19:7; Psalm 1:2; Galater 6:2). Dieses beinhaltet das von der Leitenden Körperschaft vermittelte Verständnis der biblischen Lehre sowie des Aufbaus (Gliederung) und der Wirkungsweise der Religionsgemeinschaft (Matthäus 24:45–47). Hierin eingeschlossen sind die in Briefen und Publikationen veröffentlichten oder mündlich durch die Leitende Körperschaft, deren Beauftragte oder das Zweigkomitee in dessen Zuständigkeitsbereich übermittelten Anleitungen. "

          Das Problem bei der Sache ist nun allerdings, dass das "Religionsrecht" sich immer dann ändert, wenn sich die Lehrmeinung ändert - und das tut sie ja dank hellerem Licht ständig.

          Das darauf folgende Problem ist, dass diejenigen, die aufgrund nun altem Licht ausgeschlossen wurden, bei neuerem Licht nicht automatisch ein Revisions/Wiederaufnahmeverfahren bekommen. Warum nicht?

          Wer ausgeschlossen wurde wegen Verletzung der aktuellen Lehrmeinung, dem fehlt es auch dann, wenn diese Lehrmeinung unzutreffend gewesen sein sollte, auf jeden Fall an Demut und an der Anerkennung der leitenden Körperschaft, die sich zwar irren kann, aber dennoch immer anzuerkennen ist.

          beste Grüße

          Petrus111

    2. Glaube rettet@All

      Bezüglich des neuen Amtsblattes und der Versammlungs - Zusammenlegungen stellt man fest das 2016 ein negativ Rekordjahr für den deutschen Zweig war. Hier mal eine detailliert Übersicht:

      2006 4 Vers.ab Juli

      2007 26 Versammlungen

      2008 22 Versammlungen

      2009 18 Versammlungen

      2010 28 Versammlungen

      2011 26 Versammlungen

      2012 14 Versammlungen

      2013 62 Versammlungen

      2014 62 Versammlungen

      2015 70 Versammlungen

      2016 120 Versammlungen

      Summe 452

  17. Edelmuth an alle

    Guten Abend

    "Weniger als zwei Wochen später zogen Jesu Jünger die Schriften zurate, beteten um Anleitung und wählten Matthias aus, der Judas Iskariot als 12. Apostel ersetzen sollte (Apg. 1:15-26). Warum war es ihnen und Jehova so wichtig, für Ersatz zu sorgen? Matthias konnte einem wichtigen organisatorischen Bedarf abhelfen."

    Die benutzte Sprache und Aneinanderreihung von Gedanken legt so nahe, dass eine dringende Notwendigkeit zwecks Organisation bestand, dass dies Jehova ebenso wichtig und dringend gewesen sei und dass die LK angeblich auch heute noch genau diesen Bedarf stillen würde.

    Das ist reines Wunschdenken des Sklaven ohne jeglichen kausalen Zusammenhang. In der Bibel lesen wir nichts von Organisation oder Ähnliches. Der höchste Organisationsgrad besteht in der Bildung von Versammlungen.

    Wenn es stimmen würde, dass der Treue und Verständige Sklave erst seit 1919 existent ist, aus welchen Personen wurde damals die LK gebildet, eine überregionale Institution aus untreuen und unverständigen Sklaven, die sich aufgrund mangelnder Kommunikationsmöglichkeiten auch nicht mitteilen konnte? Wo ist sie geblieben? Mir fällt da nur der Vatikan in Rom ein. Jedenfalls war sie während der Zeiten der Nation offenbar so wenig erkennbar, dass Russell ihr auch nicht begegnet ist. Sonst hätte er nicht so viele Irrlehren einschließlich der Studienschriften veröffentlicht. Im Gegenteil, Russell sprach sich stets gegen organisierte Religionen aus.

    Damit war der Sklave nicht in Babylonischer Gefangenschaft, sonder Teil Babylons der Großen, denn er hat geglaubt wie sie und angebetet wie sie.

    Wenn es stimmen würde, dass die Einsammlung der Auserwählten erst mit der Berufung des Treuen und Verständigen Sklaven 1919 begonnen hat, um die Zahl von 144 000 Berufenen glaubwürdig erscheinen zu lassen, welche Hoffnung hatten die ersten Christen wie Jesu Jünger und die Bibelschreiber einschließlich der damals aus untreuen und unverständigen Sklaven gebildeten Leitenden Körperschaft?

    Es ist nicht der Schwachsinn, den man uns zu vermitteln versucht, es ist die geistige Impotenz, die man uns unterstellet und die mich so aufregt.

    Ede

  18. Edelmuth an alle

    Guten Abend

    "JESU Apostel starrten in den Himmel und sahen, wie ihr Herr Jesus hinter einer Wolke verschwand. ... Wie sollten sie das bloß schaffen? Jesus hatte ihnen versichert, sie würden bald heiligen Geist empfangen (Apg. 1:5). Doch ein internationaler Predigtfeldzug erforderte Führung und Organisation. In alter Zeit gebrauchte Jehova sichtbare Vertreter, um sein Volk zu führen und zu organisieren. Vielleicht haben sich die Apostel daher gefragt: "Wird Jehova jetzt einen neuen Führer ernennen?"

    Sollten sie tatsächlich dies Frage gestellt haben, was zu bezweifeln ist, hätten sie mangelndes Vertrauen bewiesen. Hatte Jesus ihnen zuviel versprochen, das er nicht hätte halten können? Bestimmt nicht! Wenn ein internationaler Predigtfeldzug einen Führer erfordert, so hatten Sie einen und darüber hinaus Jehova.

    In alter Zeit gebrauchte Jehova tatsächlich sichtbare Vertreter. Seit der Himmelfahrt gebrauchte Jesus, wie vorhergesagt, den Heiligen Geist, wie wir an der Berufung Paulus eindrucksvoll erkennen können.

    Woher wollen die sieben Herrlichen ihre Erkenntnis bekommen haben? Hat einer von ihnen wie Moses direkt mit Jehova gesprochen?

    Ede

  19.  
    An Ömmelchen
    Danke für deine gefühlsvollen Zeilen. Ja, liebes Ömmelchen gerade hier zeigst du uns, dass du sehr wohl viele Gefühle für andere hast. Ich kenne mich mit Autismus nicht gut aus, aber deine Kommentare sind doch immer sehr gefühlsvoll. Deshalb bist du hier am richtigen Platz.
    LG Noomi
     

    1. Ömmelchen

      Ach Noomi, das ist echt lieb von dir. Ja, ich habe sehr wohl Gefühle für andere Menschen. Das ist auch der ausschlaggebende Anreiz gewesen, mich hier wieder zum Mitschreiben durchzuringen. Ihr habt mir einfach alle zu sehr gefehlt (also bis auf gewisse nervige Einzelexemplare). Mein Problem ist, dass mir die Empathie - das Mitfühlen; also das emotionale Reagieren auf die Gefühle meiner Mitmenschen, selbst meiner besten Freunde, von der Natur leider nicht mitgegeben wurde. Seltsamer Weise ist es bei Tieren ganz anders. Das hab ich von anderen Menschen im autistischen Bereich aber auch schon gehört.

      Jedenfalls betrachte ich diese Behinderung, und das ist es tatsächlich, mit großem Bedauern. Ich habe von klein auf instinktiv und unbewusst das Verhalten entwickelt, Gefühle vorzutäuschen, um Erwartungshaltungen zu entsprechen. Als ich Gott und Jesus und die Bibel "kennenlernte", wurde ich mir dessen überhaupt erst bewusst und kam mir total mies und heuchlerisch vor. Heute, da ich um die Hintergründe weiß und dass ich ja gar nichts dafür konnte, bemühe ich mich, mir das wieder abzugewöhnen. Auch das ist nicht gerade einfach. Ich muss mich oft zusammenreißen, andere um ihre empathischen Fähigkeiten nicht zu beneiden. Deswegen macht es mich aus diesen ganz persönlichen Gründen echt stinkig, wenn anderen Menschen genau diese Fähigkeiten abtrainiert werden. Es werden einem in dieser Sekte so viele Dinge genommen, aber dieses ist vielleicht das wertvollste.

      1. Schneeflocke@Ömmelchen

        Liebes Ömmelchen,

        Dein so tiefgründiger ehrlicher Kommentar erzeugt sehr viel Empathie! Ich danke Dir dafür!!

        Obwohl die Tiere scheinbar dem Menschen unterworfen sind, können wir Menschen noch so viel von den Tieren lernen, und aus ihnen erfahren, wenn wir sie bewusst und aufmerksam "fühlen". Wir können auch die volle Schönheit, Liebe, den Humor und die Weisheit Gottes in den Tieren und der ganzen Schöpfung finden.

        Römer 1:20 Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine göttliche Macht und Größe sehen und erfahren können. 

        Es ist ein absolutes Geschenk, liebes Ömmelchen, eine besonders ausgeprägte Liebe zur Natur und Tieren empfinden zu dürfen/können, genieße sie und erfreue Dich immer wieder daran!!

        Aus Psalm 104, übrigens generell ein schönes Kapitel:
        O Herr, welch unermessliche Vielfalt zeigen deine Werke! Sie alle sind Zeugen deiner Weisheit, die ganze Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
        25 Da ist das Meer - so unendlich groß und weit, unzählbar sind die Tiere darin, große wie kleine.
        26 Schiffe ziehen dort vorüber und auch die Seeungeheuer, die du geschaffen hast, um damit zu spielen.
        27 Alle deine Geschöpfe warten auf dich, dass du ihnen rechtzeitig zu essen gibst.
        28 Sie holen sich die Nahrung, die du ihnen zuteilst. Du öffnest deine Hand, und sie werden reichlich satt.

        Ja, es ist wirklich um Längen besser, einen schönen Spaziergang in der wunderschönen Schöpfung Gottes zu machen und die vielfältigen Lebewesen zu untersuchen und zu bestaunen, als sich sein Gehirn von falschen Hirten fehl-programmieren zu lassen!

        Sei ganz lieb gegrüßt und ganz herzlich umarmt!

        schneeflocki

  20. Edelmuth an alle

    Der Sklave

    Die Versammlung Gottes soll geleitet und geführt werden von einer auserwählten Gruppe Gesalbter, welche direkt von Jesus Christus beauftragt wurde, um als "treuer Sklave" für die geistige Speise der Versammlung zu sorgen.

    Bezieht sich die Aussage aus Matthäus 24:45, auf die sich der Sklave stützt, ausschließlich auf geistige Speise.

    (Matthäus 24:45) . . .Wer ist in Wirklichkeit der treue und verständige Sklave, den sein Herr über seine Hausknechte gesetzt hat, um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben?

    Man stell sich vor, dieser Sklave hätte, wie er von sich behauptet, von seinem Herrn einen Auftrag erhalten. Zur Durchführung desselben hätte er sich Hausknechte gesucht, die ihm ohne Lohn und Altersabsicherung ein Leben lang zur Erfüllung seines Auftrages gedient hätten.

    Nun sind diese Hausknechte alt geworden und werden nicht mehr benötig. Eine Umstrukturierung auf das Internet lässt den Bedarf an Hausknechten zudem sinken. Sollte dennoch Bedarf bestehen, würde man sich junge, gesunde und hochleistungsfähige Hausknechte suchen.

    Statt seine altgedienten Hausknechten aus Anerkennung und Dankbarkeit die buchstäbliche Speise zur rechten Zeit zu gehen, entlässt er sie in die Armut und Hilfsbedürftigkeit. Nicht er, sondern andere Menschen müssen nun für seine entlassenen Hausknechte sorgen, damit diese nicht verhungern. In Deutschland gibt es Sozialhilfe, in anderen Länden nicht.

    Nicht aufgrund mangelnder finanzieller Mittel - denn gerade hat er einige Häuser für mehr als 1,1 Mrd. Dollar verkauft - sondern aus Habgier überlässt er seine Hausknechte schutzlos der Mittellosigkeit.

    Ist das die Liebe an der man Jesus Jünger erkennen würde?

    Ede

    1. Dominikus Klein

      Hallo Edelmuth,
      Du hast vor 5 Tagen zitiert:"Die Versammlung Gottes soll geleitet und geführt werden von einer auserwählten Gruppe Gesalbter, welche direkt von Jesus Christus beauftragt wurde, um als "treuer Sklave" für die geistige Speise der Versammlung zu sorgen."
      Seufz, schon wieder neues Licht?
      Also 2009 war der "treue und verständige Sklave" noch (Jesus???) der die leitende Körperschaft beauftragte für geistige Speise zu sorgen!
      Stimmt nicht? Naja ich zitiere aus "Legt gründlich Zeugnis ab für Gottes Königreich" herausgegeben 2009 bei der Wachtturm Bibel-und Traktat-Gesellschaft...
      Seite 110, "Der Aufbau der Leitenden Körperschaft heute"
      Wie bei den ersten Christen gibt es auch bei Jehovas Zeugen heute eine leitende Körperschaft. Sie setzt sich aus geistgesalbten Männern zusammen,
      die den "treuen und verständigen Sklaven" vertreten und Jehova mit Hingabe dienen.
      Gruß Domi

  21.  
    Lieber Markus
    Ja, du hast recht, die Trauer wurde uns abtrainiert und das schon sehr lange. Ich erinnere mich als ich noch ein Kind war (bin jetzt bin ich alt) ging ich mit meinen Eltern zur einer Beerdigung von JZ. Die Trauergäste waren mit auffällig bunten Sommerkleidern bekleidet. Und ich erinnere mich nur noch dass ich mich geschämt habe und es war mir alles sooo… peinlich.
    In der Neuzeit hat irgendjemand damit angefangen die Beerdigung im Königreichsaal zu machen. Heute nun gehört es bereits zum Standart und ist fast schon Pflicht. Dann ist es aber fast wie an einem Kreiskongress – von Feierlichkeit und Besinnlichkeit keine Spur. Wehe dir, wenn du längere Zeit traurig bist, ja das geht ja nun gar nicht. Wir haben doch eine Hoffnung!!
    Ich erinnere mich gut, als mein Vater und Bruder gestorben waren, habe ich einmal zu einer Schwester, die mir kondolieren wollte, gesagt: „Sag ja nicht wir haben ja eine Hoffnung, die ist weit überm Berg, ich lebe aber auf dieser Seite des Berges und ich leide sehr.
    LG Noomi
     

    1. Ömmelchen

      Liebe Noomi,

      was du da schreibst, ist so traurig und gleichzeitig doch so vertraut. Diese seelische Grausamkeit, Menschen ihre natürlichsten Gefühle so systematisch abzutrainieren, macht einfach nur wütend. Denn wo kommt menschliche Zuneigung denn deutlicher zum Ausdruck als im Mitgefühl für den anderen? Wo ist die Liebe zum Nächsten denn inniger als im Weinen miteinander ? Selbst Jesus weinte mit den Menschen, die um Lazarus weinten, weil es ihm weh tat, sie so leiden zu sehen; obwohl er wusste, dass er ihre Trauer gleich in Freude verwandeln würde.

      Auf solch uneinfühlsame Weise auf so großen Schmerz zu reagieren, zeigt wohl am unmissverständlichsten, wie weit der psychische Missbrauch in der Org. reicht. Ich selbst habe aufgrund meiner autistischen Neigung große Schwierigkeiten, mit anderen Menschen mitzufühlen, und am meisten bedrückt es mich, ihre Traurigkeit nicht teilen zu können.  Ich würde so viel darum geben, etwas daran ändern zu können und komme in diesem Bemühen nur langsam voran. Zu erleben, wie anderen Menschen diese so wichtige Fähigkeit weggenommen wird, macht einfach nur fassungslos und im Grunde können sie einem nur leid tun. Denn sie können ja nichts dafür und merken nicht einmal, was man ihnen da antut. Die Hölle ist kalt. Sie ist in den toten Herzen der Menschen, die solche Grausamkeiten zu verantworten haben. Ein Segen, dass sie nicht alle so verderben können, denn viele lassen sich ihre Menschlichkeit nicht so einfach ausreden. Die ihr kleines Herzensfeuer nähren, wenn auch oft unbemerkt, bis sie eines Tages ordentlich Brennmaterial finden, um wieder Licht und Wärme zu spenden. Hier zum Beispiel.

  22. Sylvia Geiser

    Liebe Schneeflocke

    Dr. Rüdiger Dahlke hat vor 30 Jahren mit Thorwald Dethlefsen in München sehr gute Kurse durchgeführt. Ich war damals öfters in München. Ich empfehle Dir noch ein sehr gutes Buch von ihm:

    Lebenskrisen als Entwicklungs-Chancen, Zeiten des Umbruchs und ihre Krankheitsbilder.

    Ich wünsche Dir alles Gute

    Sylvia

     

     

  23. Fanny

    Fanny@Omma

    Guten Morgen Omma!Solche Aussagen wie von dieser Schwester kenne ich auch und zwar von meiner Mutter.Als mein leiblicher Bruder mit 18 Jahren umgetauft die Zeugen verließ, sagte meine Mutter, dass mein Bruder wenn er nicht zu den Zeugen zurück kommen würde nur eine Chance hätte wenn er vor Harmagedon stirbt.Liebe Omma,dass muss man sich aus heutiger Sicht mal auf der Zunge zergehen lassen.

    Es ist der Gedanke,dass jeder der nicht vor Harmagedon bekehrt ist,sterben muss.Dies wird sicher auch diese Schwester gedacht haben die du getroffen hast.Ich persönlich kann mich manchmal nur noch schwer in diese frühere Zeugen Ideologie  hineinversetzen.Was sind das für kranke Köpfe die sich solch eine Lüge ausgedacht haben?

    Liebe Omma verwöhnen wir unsere Ehemänner damit wir Sie noch lange an unserer Seite haben.💜Grüße an den Oppa und dich!

    Fanny+Jochen

    1. Omma@Fanny

      Ja, liebe Fanny,

      wenn ich auf meinen symbolischen Berg klettere, also nach all den Jahren, die Org. aus der Ferne betrachte, kommt mir das sogenannte geistige Paradies der ZJ, wie ein Gefrierschrank der Gefühle vor.

      Wir sitzen oft morgens beim Kaffee und freuen uns darüber, wieder normale Gefühle empfinden zu dürfen.

      Ja, du hast Recht mit deiner Frage: "Was sind das für kranke Köpfe die sich solch eine Lüge (solche Lügen) ausgedacht haben?"

      Wir danken jeden Tag unsen Beiden Höchsten, dass wir noch einander haben!!!

      Es grüßen euch Beide (dich und deinen lieben Jochen), eure Freunde und Geschwister

      Omma und Oppa

  24. Dominikus Klein

    Natürlich wäre es historisch nicht richtig die Zeugen Jehovas als Arianer zu bezeichnen da die Zeugen vieles ablehnen was die orginalen  Arianer glaubten und schätzten.
    Nun das soll auch keine Abhandlung, "Zeugen Jehovas und was haben sie mit den Arianismus gemeinsam", sein - sondern ...aber lassen wir den christlichen Kirchenhistoriker Socrates  auch Socrates of Constantinople oder Socrates Scholasticus zu Wort kommen...
    Beim Gottesdienst zur Einweihung der, ersten der Heiligen Sophia gewidmeten Kirche in Konstantinopel, am 15 Februar 360 schockierte der arianische Patriarch von Konstantinoplel Eucloxios, (360-370 Patriarch von Konstantinopel), die versammelten Gläubigen mit den Anfangsworten seiner Widmungspredigt: "Der Vater ist nicht fromm (asebes), der Sohn (ist) fromm (eusebes)".
    Der ungeheuerlicher Tumult der sich gegen diese anscheined gotteslästerliche Behauptung richtetete wurde von Eucloxious mit folgenden Worten beruhigt: "Der Vater ist deshalb nicht fromm weil er niemand anbetet (sebei); der Sohn dagegen ist fromm weil er den Vater anbetet".
    "Schlechter Witz, Blödsinn, Blasphemie..." ja..ja...zugeben, aber kann sich jemand vorstellen, einer von der leitenden Körperschaft in der Rolle eines Eucloxious????
    Gruss Domi

  25. Agabus

    An den Autor des Artikels ein dickes Lob. Biblisch argumentiert und dann eine Gegenüberstellung mit den Aussagen im WT. Sehr genau und gut. Somit ist logisch ersichtlich das Jesus und die Apostel an eine Organisation wie sie heute aufgebaut wurde keinen Gedanken verschwendet haben. Ich versuche immer wieder zu verstehen dass meine Brüder und Schwestern im Glauben sich derart beeinflussen lassen, aber es gelingt mir nicht. Ein Satz in der Versammlung hat mir vor kurzem echt Schrecken eingejagt. Man habe damals, in den frühen 1900er Jahren erkannt bei den Bibelforschern das man Jesus zu sehr in den Vordergrund gestellt habe. Daher sei man damals davon abgerückt um später als Zeugen Jehovas Jehova die Ehre zu geben. Was hat man also getan : Den Mittler des Bundes, den Weg und das Leben ersetzt mit einer leitenden Körperschaft.

     

    I

  26. Fanny

    Fanny

    Sehr geehrter Herr der mit dem Wolf tanzt!

    Ich finde es sehr eigenartig, dass Sie sich durch Zufall auf diesen Forum befinden denn nach ihrer Aussage sind sie mit Ihrer Familienzusammenstellung im geteilten Haus sehr glücklich.Man müßte Sie doch eher auf jw.org. finden wo Sie nachlesen können warum Ihre Ehe so glücklich ist,da ja in Ihren Augen bei Zeugen Jehovas Alles so toll ist.

    SIE sagen, dass Sie nicht an das Paradies und nicht an Harmagedon glauben. Nun muss man aber bedenken,dass Ihre Frau sehr wohl daran glaubt und damit rechnen muss, Sie und Ihr Kind in Harmagedon zu verlieren.Mich würde interessieren ob dieser Gedanke Ihre Frau in Ihrem Familienglück nicht ein wenig einbremst?

    Haben Sie Ihre Frau schon mal gefragt,ob Sie Wirklich von Herzen glücklich ist?Oder wünscht Sie sich von Herzen Ihren Mann  retten zu können.?

    Mit beste Wünschen für Ihr Familienleben und viel Aufrichtigkeit dem Partner gegenüber.

    Fanny

     

    1. Omma@Fanny

      Liebe Fanny,

      kurz vor unserem Austritt, als die Zeugen noch mit uns redeten, hatten wir folgende schockierende Begegnung.  Wir trafen eine Schwester auf dem Parkplatz eines Supermarktes.  Wir hatten den Versammlungsbesuch schon fast eingestellt.  Ohne zu grüßen sagte sie: "Na, lebt ihr auch noch? Euch sieht man ja gar nicht mehr:"  Keine Frage, wie es uns geht.

      Jetzt das worauf ich hinauswollte.  Sie erzählte ihr Mann liegt im Krankenhaus, es gibt wohl keine Hoffnung auf Genesung.  Das sagte sie ohne Rührung!  Dann kam der Satz: "Es ist ja gut, wenn er noch vor Harmagedon stirbt, dann hat er wenigstens eine Auferstehungshoffnung."

      Normalerweise wäre man als Ehefrau, besonders wenn die Ehe schon Jahrzehnte bestanden hat, und man sehr glücklich verheiratet war, sehr, sehr traurig, wenn man seinen Liebsten durch den Tod verliert.  Manchmal habe ich das Gefühl, dass den Zeugen jegliches Empfinden abtrainiert werden soll.

      Es grüßen dich ganz lieb  Omma und Oppa

       

      1. Liebe Omma,

        vielleicht ist die ZJ gar nicht so traurig, das Ihr Mann stirbt? Vielleicht ist sie gar nicht so traurig , wenn er stirbt, dann ist sie frei, für was auch immer.

        Du hast Recht, den Zeugen wird jegliches Empfinden abtrainiert. Eine Zeit zum Trauern wird nur kurz geduldet, dann musst Du wieder funktionieren. Wenn Du zu lange trauerst, fehlt dir das Vertrauen zu Jehova. Ich habe schon ganz viele liebe Brüder und Schwestern in der Vergangenheit gehen sehen und alle hofften, bald wieder da zu sein.

        Das verwerfliche ist, das man mit dieser Auferstehungshoffnung ( daran zweifle ich nicht) , niedergedrückte Trauernde ködert. Und in einer so unendlich , tiefen, schmerzenden Trauer, ist man für diese Auferstehungshoffnung sehr sehr empfänglich, wenn man von seinem damaligen Pfarrer keine befriedigenden Antworten bekommt. Ich warte heute noch auf das Versprechen  der ORG., bald kommt Harmagedon. Ich warte seit 35 Jahren darauf das ich mein verstorbenes Kind wieder in die Arme schließen kann.

        meine liebe Omma ist Dein lieber Mann wieder von der Reha zurück? Konnte er sich gut erholen?  Die Zeit ist ja rasend schnell vergangen. Vom Urmel ganz liebe Grüße an Oppa und an Dich

        Bis neulich und eine angenehme Nachtruhe  Euer Urmel

        1. Markus

          Liebe Urmel

          Du hast recht das den Zeugen  Jehovas das Gefühl der Trauer abtrainiert wird.

          Das habe ich noch letzte Woche erlebt.

          Ich war bei der Beerdigungsansprache die im Saal  abgehalten wurde einer nahen Verwandten die noch Zj war.

          Sie starb vorletzte Woche an den Folgen eines geplatzten Anurismas.

          Wobei ich sagen muss selbst durch eine  Bluttransfussion hätte man ihr da nicht mehr helfen können.

          Von dieser Frau ist eine Tochter eine Zj ,die andere Tochter ist keine ZJ die Tochter die keine Zj ist ,hat dafür gesorgt das die Verstorbene ein anständiges Urnengrab bekommt der anderen Tochter die Zj ist war dies egal,wortwörtliche Aussage der Tochter die Zj ist  " Mir ist es egal wie meine Mutter beerdigt wird,ich hätte die Asche auf einem anonymen Grabfeld ausstreuen lassen

          ich sehe sie ja bald wieder"

          Man stelle sich so eine pieätätslose Aussage einmal vor

          Hier wird durch die Lehre der Zeugen Jehovas praktisch die sterblichen Überreste eines Menschen entwürdigt

          Ich sags mal ganz grob " Aus dem Auge ,aus dem Sinn" Wenn man seine Mutter oder sonstige  ganz nahestehende Verwandte zu Grabe trägt,dann sich so zu verhalten das ist in meinen Augen  ,ganz unterste Stufe des menschlischen Verhaltens.

          Wie heißt esin der Bibel  Du sollst Vater und Mutter ehren" auch nach deren Tod

          Was haben Zeugen Jehovas daraus gemacht,nicht nur in Bezug wenn jemand naher Verwandschaft ausgeschlossen wird oder weggeht ,hier wird über den Tod hinaus entwürdigt.

          DA KANN SICH  JEDER SEINE GEDANKEN DARÜBER MACHEN

          Was den Tod und die Religiösen Einstellungen dazu betrifft.

          Ich habe binnen kürzester Zeit meinen Vater und ein paar Monate später meine Frau zu Grabe getragen

          Und habe mir auch so meine Gedanken darüber gemacht und recherchiert.

          Was im Endeffekt nach dem Tod eines Menschen passiert mit dem Verstorbenen ist und bleibt immer noch Gottes Geheimniss

          Ob wir wieder laut der Zeugen Lehre ,wieder auf einer gereinigten Erde zurückkommen als lebendes Geschöpf,was ich persönlich nicht glaube,oder ob wir in den Himmel oder in eine Hölle kommen,was ich auch nicht mehr glaube

          oder ob wir laut den neusten Wissenschaftlichen Untersuchungen über Tod und Todeserfahrungen in einer anderen Dimmension leben ,die für fleischliche Lebewesen nicht sichtbar ist also in der 5 oder 6 Dimmension laut der Einsteinischen Lehre??

          Wir wissen es nicht,es wird jeder von uns Lebewesen dann erfahren wenn es soweit ist

          Alles ander sind reine  Spekulationen,der einzigste der laut Bibel von den Toden auferstanden ist ist Jesus ,der auch Lazerus wieder zum Leben erweckt hatte,,diese biblischen Überlieferungen sind über 2000 Jahre zurück und wir wissen es nur durch diese  überlieferungen,also nicht nachweisbar.

          Das Thema ist und bleibt Gottes Geheimniss und das ist auch gut so ,sonst würde der Mensch da auch noch dazwischen pfuschen und wer weis was daraus machen ,zu 99% immer Negative Dinge die den Menschen Schaden zufügen.

          Das ist zwar kein Trost ,das weis ich,aber man muss sich auch damit mit der Realität auseinandersetzen.

          Gerade mit dem Thema Tod haben viele Menschen ein Problem sich damit auseinander zusetzen,das sollte man aber,denn das ist unser menschlicher Lauf,der mit der Geburt beginnt und mit dem Tod endet

          lg

          1. Lieber Markus

            es ist wirklich sehr schlimm, wenn einem die Liebsten durch den Tod entrissen wurden. Das Wort Gottes sagt; " für alles gibt es eine Zeit. Eine Zeit zum Trauern und eine Zeit zum weinen und das  ist auch gut so. Ob es am älter werden liegt, oder an der Jahreszeit! Ich weiß es nicht. Auf alle Fälle, überkommt einem ab und an so eine Wehmut, besonders, wenn man zu Hause ist. Z.Z. bin ich mit einem fiesen Schnupfen zu Hause. Man erwischt sich dann  häufiger dabei, über seinen Lebenslauf nachzudenken. Die Familie hat sich drastisch verkleinert. Mit den Geschwistern , werden schöne Erinnerungen aus der Kindheit aufgefrischt. Und dann, wird einem Bewusst, das die eigenen Kinder ihre Familien gründen und man zur Omma😘gemacht wird. Was natürlich , was ganz tolles ist.

            Trotz , der Momente der Traurigkeit, haben wir stets unsere HÖCHSTEN und da bin ich mir 100% sicher, das Sie unsere Herzen liebevoll in Ihre Hände nehmen und streicheln , das wünsche ich Dir auch Markus

            LG das Urmel

             

        2. Schneeflocke@Urmel

          Liebstes Urmellein,

          ich weiß ich finde nicht die richtigen Worte für Deine Gedanken an Omma, für diesen Satz von Dir:

          "Ich warte heute noch auf das Versprechen  der ORG., bald kommt Harmagedon. Ich warte seit 35 Jahren darauf das ich mein verstorbenes Kind wieder in die Arme schließen kann."

          ... aber gar nicht reagieren und es einfach überlesen kann ich auch nicht.

          Dieses Erlebnis ist traumatisch, wohl das schlimmste was einer Mama widerfahren mag. Auch nach 35 Jahren hast Du mein tiefstes Mitgefühl! Es sind oft die allerschlimmsten Dinge und Erfahrungen, die einen Menschen überaus tiefgründig und mitfühlend, aber auch zerbrechlich machen. Ich kenne die Gefühle zweier Freundinnen, die Ihre Kinder als Baby verloren haben. Es hat ihre ganze Sicht auf das Leben verändert, es sind sanfte, gütige und unglaublich dankbare Menschen, dankbar für das Unsichtbare, für das Kleine, für das, was andere als Selbstverständlich sehen... tolle starke Frauen, mit zarten Seelen!

          Ich lese gerade das Buch "Human Angels" von Veit Lindau und Dr.Rüdiger Dahlke. Es erzählt vor allem die Erfahrungen von Menschen mit Handicap und deren Angehörigen. Es ist tief bewegend welch große Liebe und Wertschätzung aus Ihnen spricht, trotz ständig anstrengendstem Alltag und allgemeiner Unverständnis und Ablehnung vieler. Eine Mutter kommt zu Wort, die Ihren Engel nach nur sechs Wochen Lebenszeit hat gehen lassen müssen. Sie schreibt:

          "Leben und Tod, anders sein - und doch ein Mensch wie alle... Benedikt vereint für mich bis heute das Paradox der Welt. Mein Engel Benedikt hat mich den Umgang mit Schmerz, Leid, Scham und Liebe gelehrt und mich geöffnet für die Schönheit von Leben und Tod."

          Mein süßes Urmelchen, das Leben ist ein Wunder unseres großartigen Schöpfers, der uns die tiefe Liebe zu unseren Kindern mit Absicht eingepflanzt hat, so wie ER uns ebenso liebt, weil wir die Seinen sind, Seine Kinder. Und ich bin ganz sicher, dass gerade Du, liebes Urmel, mit ganz besonders dankbaren, zutiefst liebenden Armen bald Dein kleines süßes Enkelkindchen in den Armen halten wirst! Welch ein Geschenk des Himmels!

          mit dicker Umarmung: Dein Flöckchen

          "Auch wenn ich meine Augen schließe, Du bist immer noch in meinem Herzen. Du gehst nicht weg von dort." - Rumi

          1. Mein liebes Flöckchen,

            lieben herzlichen Dank für Deine wärmenden Worte. Genau so ist es,

            " auch wenn ich meine Augen schließe, du bist immer in meinem Herzen"

            Ich schrieb schon an Markus; ich spüre , wenn ich traurig bin, das mein Herz, von unseren Schöpfern gestreichelt und getröstet wird. Das ist ein unsagbares Gefühl.

            Liebes Flöckchen auch von mir eine dicke Umarmung an Dich und Deine Familie. Auch Ihr habt Euer Päckchen zu tragen. Mir sagte mal eine ältere  weise  Dame, das ist schon eine ganze Weile her. Wir fuhren an einem dunklen Abend in eine Stadt. Die Fenster in den  Häusern , waren mit einem warmen Licht erhellt. Skyline feeling. Das war schon beeindruckend.  Da sagte die ältere Dame; " unter jedem Dach ein Ach"

            nochmals liebe Schneeflocke, danke , dein Urmel

        3. Omma@Urmel

          Mein liebes Urmeli,

          ich habe erst heute deinen lieben Kommentar gelesen, und werde deine Wünsche für eine angenehme Nachtruhe, für die nächste Nacht übernehmen. 😉

          Ja, der Oppa ist seit dem 30. November wieder von der Reha zurück.  Nach vier Wochen Trennung, war es bei uns Beiden ein Wiedersehen unter Tränen.   Du fragst: "Konnte er sich gut erholen?" Ich will es mal so beschreiben, man hat alles für seine Gesundheit getan, sowohl physisch als auch psychisch.  Alle waren sehr, sehr lieb, es war eine sehr schöne Reha.  Aber Reha bleibt Reha, da gibt es viele Termine, an die man denken muss.  Es ist einfach immer etwas los, erholen kann man sich eigentlich nur zu Hause, jedenfalls ist es bei uns so.

          Ach, liebes Urmelchen, du hast inzwischen so wohltuende und mitfühlende Kommentare bekommen, von Markus und unserem (Schnee)-Flöckchen (die eigentlich mehr ein wärmender Ofen ist!). Und ich will diese von ihnen geschriebenen schönen Worte für sich wirken lassen.

          Ich habe vor einiger Zeit auf youtube ein Gespräch mit einer jungen Frau gesehen, die so ein "Sternenkind" zur Welt gebracht hat, wie es unser Flöckchen beschrieben hat, und wie du es selbst so leidvoll erleben musstest.

          Wie hatte unser Flöckchen geschrieben?    "Es hat ihre ganze Sicht auf das Leben verändert, es sind sanfte, gütige und unglaublich dankbare Menschen, dankbar für das Unsichtbare, für das Kleine, für das, was andere als Selbstverständlich sehen... tolle starke Frauen, mit zarten Seelen!"

          Ja, liebes Urmeli, so kam es auch von dieser jungen Mutter rüber. Man hatte ihr mitgeteilt, dass ihr Kind, das in ihr heranwuchs, nicht lebensfähig sein würde. Jetzt standen sie vor der Entscheidung, sollten sie ihrem ungeborenen Kind vorzeitig das Leben nehmen? -  Sie entschieden sich für das Kind, sie wollten sich so lange wie möglich mit ihrem Kind freuen, ihm Liebe und Wärme geben. Es erfüllte sie mit Dankbarkeit, wenn sie sahen, dass dieses kleine Baby heranwuchs und sich unter ihrem Herzen wohlfühlte.  Und sie wollten es noch einmal in ihre Arme nehmen können. -  Dann sagte diese junge Mutter etwas, was mich sehr bewegte, sie sagte, sie spüre eine große Dankbarkeit, für die Zeit, die sie mit ihrem Kind erleben durften, ihnen ist dadurch Gott sehr, sehr nahe gekommen, bis heute.

          Es grüßen dich ganz lieb mit einem dicken "Knuddler"  Omma und Oppa

  27. Treuer Zeuge

    Warum schmerzt das Abnabeln so sehr? Weil es doch die Wahrheit ist mit vielen netten Brüdern und Schwestern, ich bete jeden Tag dass Ihr wieder zurückkommt, keiner ist fehlerfrei aber die Wahrheit ist jetzt schon Prima!

    --------

    Wir beten jeden Tag, dass Zeugen, die noch "eingeschlossen" sind die Augen geöffnet werden für die Wahrheit hinter der Wahrheit. An vielen Beispielen sieht man hier, dass Jehova unsere Gebete erhört. Der Erfolg von Bruderinfo wäre ohne Gottes Segen und hl. Geist undenkbar, wenn man die Anfeindungen und technischen Angriff z. B. Aus Selters berücksichtigt. Nur Verleumder würden behaupten wollen es sei Menschenwerk.

    Wer oder was ist denn bei den ZJ eigentlich die WAHRHEIT? Kannst du das beantworten? Ist es das derzeitige Licht bestimmter Lehren? Ist es die Wachtturm Gesellschaft? Jw-org? Oder etwas anderes? Was sagt denn die Bibel wer oder was die WAHRHEIT ist?

    Lg
    Bruderinfo1

    1. Nachdenker an TREUER ZEUGE

      Hallo TZ,

      ich lese und schreibe hier schon länger weniger, weil das Thema ZJ mit all ihren Randerscheinungen für mich komplett durch ist, aber wenn einer solch Kommentare abgibt wie du, geht bei mir der Hals zu. Abnabeln tut weh weil man "Freunde" und Familie verliert. Aber warum? Weil eine gottverachtende Organisation menschenverachtenden Regeln aufgestellt hat, um ihre Mitglieder mit dieser Druck und Angst Masche bei der Stange zu halten. Zudem verstossen diese Regeln sogar dem gültigen Menschenrecht nachdem niemand wegen seiner Religion in irgendeiner Weise benachteiligt werden darf. Aber bei Zeugens ist das ja anders, stimmts?

      Ach ja, nette Brüder und Schwestern. Ich habe sie in über 30 Jahren und über viele Versammlungen hinweg nie kennengelernt. Du schreibst richtig: Nette Brüder und Schwestern. Prima, nett ist also das neue Markenzeichen der ZJ. Weist du was es bedeutet das etwas nett ist, wenn man danach gefragt wird? Es bedeutet in Wahrheit das es einem nicht gefallen hat und man es höflicherseits nicht sagen möchte. Freundschaft gibt es scheinbar keine mehr, oder? Ich habe jedenfalls keine wahren Freunde in all den Jahren und all den Versammlungen gefunden, jedenfalls keine Freunde die diesen Titel verdient haben. Alles Mitläufer und Leidensgenossen, die sich aneinander geklammert haben, weil sie ja sonst nichts haben und wahre Freundschaft und kenngelernt haben. Denn wo wahre Freundschaft ist, darf man seine freie Meinung haben ud die äußern und Dinge hinterfragen und auch mal geteilter Meinung sein und zueinander Mal schäle Kopp sagen. Das muß wahre Freundschaft aushalten. Und ich kann dir auch sagen wo ich diese wahren Freunde gefunden habe, mit denen man offen und ohne Angst über alles reden kann: in der bösen, bösen Welt.

      Drum Ihr Eingeschlossenen, wacht auf, forscht selbst nach, laßt euch nicht alles vorschreiben, denkt selbstständig, krempelt die Arme hoch und verlaßt diese Organisation. Immer mehr tun dies und erfreuen sich einer ungeahnten Freiheit und blühen auf. Auch wenn der erste Schritt schmerzlich sein wird, es lohnt sich.

      Grüsse Nachdenker und grüsse mir deine "netten Brüder und Schwestern"

       

       

      1. Haraschmi

        Hallo Nachdenker,

        Deinem Beitrag kann ich zu 100% beipflichten. Ich kann noch 2 Dinge ergänzen.

        1. Nett ist der kleine Bruder von....

        2. Das von vielen gepriesene "geistige Paradies" ist nichts anderes als ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Das findet man fast überall wo sich Interessengemeinschaften finden. Mal stärker, mal weniger Stark. Sobald man aber die Gemeinschaft bei den jw verlässt endet die Freundschaft abrupt. Da geh ich lieber in den Geflügelzuchtverein, Turnverein etc. Dort wird man menschlicher behandelt.

        Gruss Haraschmi

         

         

    2. Petrus111

      Lieber Treuer Zeuge,

      ich glaube, Du glaubst, was Du schreibst...

      Abnabeln ist schwer, weil JZ mit einem wirklich bemerkenswerten Portfolio von Psychotricks ihre Mitglieder in einer sozialen Isolation gefangen halten, die sie für die Außenwelt annähernd lebensuntauglich macht. Auch Strafgefangene muss man nach langer Haft auf ein Leben in Freiheit vorbereiten, weil sie es einfach verlernt haben, für sich selbst zu denken und ihren Alltag selbstbestimmt zu gestalten.

      Unter JZ gibt es "liebe Brüder" - aber es gibt keine Freunde. Die "Freundschaft" ist nur bedingt - an die Zugehörigkeit zur Organisation. Wenn die Organisation einen ausschließt - was ja öffentlich ohne Angabe von Gründen passiert, dann fragen die "Freunde" nicht nach Gründen - sie halten sich - ohne zu prüfen oder nachzudenken,  an das Kontaktverbot.

      Handelte es sich um eine Fehlentscheidung, so wird das niemals zugegeben; wenn Leute ausgeschlossen wurden, weil sie einer Lehrmeinung öffentlich widersprochen haben, so werden die ja nicht wieder aufgenommen, wenn sich die Lehrmeinung später änderte.

      Ich gebe als Beispiel: wenn die JZ massenhaft im Jahre 1990 gegen die "Generationen-Lehre" protestiert hätten, dann hätte es einen Massen-Exodus geben müssen. Diese Lehre wurde seitdem 2 x modifiziert und zuletzt völlig umgekrempelt. Wenn man so einen Sch... nicht glaubt, dann wird man ausgeschlossen - von den lieben Brüdern und Schwestern... zu denen man doch zurückkehren soll?!

      Allein die fehlende Hilfe für Sünder - die aktuell einfach zu schwach sind, irgendwelche Schwächen aufzugeben - und die Sippenhaft, die dann erfolgt, schreit im wahrsten Sinne zum Himmel.

      Mann, ich reg mich echt auf!

      beste Grüße

      Petrus111

      1. Matthäus @ TZ

        Die "Generationen Lehre" ist mittlerweile 18 x (!!!) geändert worden, fallweise ins 100 %ige Gegenteil - .... und das soll die Wahrheit sein ???

        1996 war die Generation die bösen Menschen die Gott Widerstand leisten

        2008 war dann die Generation "die Gesalbten" die Gottes Interessen vertreten

        Warum sagte uns wohl Jesus: "ICH bin die Wahrheit"?

        Ganz einfach weil jene die sich als Gesalbte im Auftrag Christi eine Führungsrolle anmaßen, genau obigen Schwachsinn gelehrt haben, eine widersprüchliche sogenannte  Erkenntnis -siehe 1. Tim. 6:20,21- die zu einem Schiffbruch ihres Glaubens geführt hat.

        Jene die menschliche Lehren und Regeln aufstellen, müssen sich gefallen lassen dass ihre Anbetung vergeblich ist. Nach Matth. 15 ehren solche Gott nur mit den Lippen, das Herz ist nicht dabei.

        Johannes 12:37-50 erklären sehr deutlich dass Gott es zuläßt, es ist eine Tatsache dass viele der Lüge lieber und mehr glauben (Lehren von Menschen) als dem der das Leben bringt, der die Wahrheit hat, und der der einzige Weg ist

        Jesus sagt:
        48 Wer mich ablehnt und nicht nach meiner Botschaft lebt, der hat schon seinen Richter gefunden. Was ich verkündet habe, wird ihn am Tag des Gerichts verurteilen.
        49 Denn ich habe nicht eigenmächtig zu euch geredet. Der Vater hat mich gesandt und mir gesagt, was ich reden und verkünden soll.
        50 Und das ist gewiss: Was er mir aufgetragen hat, euch zu sagen, führt euch zum ewigen Leben! Deshalb gebe ich euch alles so weiter, wie der Vater es mir gesagt hat."

        Darüber würde ich als "treuer Zeuge" einmal ernsthaft nachdenken?

        LG Matthäus

        1. Petrus111

          Hallo Matthäus,

          hast Du eine Aufstellung der 18 Varianten bis heute?

          Bitte maile mir die an     franzose4711@kabelmail.de

          beste Grüße

          Petrus111

          1. Matthäus

            Gerne stelle ich die Quelle zur Verfügung - von den Gesalbten aus den USA die "nichts zu melden haben" - hier in deutscher Übersetzung:
            http://avoidjw.org/2015/12/this-generation/

            Seit den späten 1800 ´er Jahren haben Jehovas Zeugen, oder die ernsten Bibelforscher wie Sie damals genannt wurden, viele Male versucht den Begriff „diese Generation“ aus Jesu Prophezeiung in Matthäus 24:34 zu definieren und zu interpretieren.
            Schaut man auf die Beweise, muss man zugeben dass sie zu einem der falschen Propheten der Neuzeit geworden sind. (Matthäus 7:15) Sie haben verschiedene Daten bestimmt, sie mehrmals geändert und benutzen die gleiche Logik um die Änderungen zu rechtfertigen.

            Die Frage die sich jeder Leser stellen muss ist diese: Wenn man dieselben Schriftstellen benutzt, um eine Logik für sich zu widersprechende Ansichten aufzuzeigen, ist man dann nicht betrügerisch und blasphemisch? (Markus 7:15,22)
            Wenn man eine biblische Auslegung als Tatsache präsentiert, und sie sich als falsch erweist, ist man dann nicht ein Lügner? -Johannes 8:44.
            Änderungen der Generationen Lehre:
            1. 1875:”Diese Generation” begann am 6. April 1875.
            (The Midnight Cry and Herald of the Morning – die Seiten 71-72)
            2. 1878:”Diese Generation” begann 1878.
            (Herald of the Morning, 1878, Juli Seite 5)
            3. 1879:”Diese Generation” begann 1840, würde 74 Jahre dauern und 1914 enden.
            (Herald of the Morning, 1879, Februar Seite 3)
            4. 1882: “Diese Generation” bezieht sich auf die Gegenwart Jesu vor seiner Wiederkunft und begann im Frühjahr 1878.
            (Zion’s Watch Tower, 1882, April Seite 6; Mai Seite 5)
            5. 1908: “Diese Generation” wird im Oktober 1914 enden.
            (Zion’s Watch Tower, 1908 Januar Seite 3)
            6. 1909: “Diese Generation” begann 1878 und wird 1914 enden.
            (Zion’s Watch Tower, 15.Februar 1909 ,Seite 57)
            7. 1909: “Diese Generation” wird möglicherweise nicht 1914 enden aber die “Zeiten der Heiden” werden im Oktober 1914 vorbei sein.(Zion’s Watch Tower, 1.Dezember 1909 ,die Seiten 371-372; Zion’s Watchtower, 15. Juli 1912 ,die Seiten 221-223)
            8. 1912: “Diese Generation” wird möglicherweise nicht 1914 enden aber wir glauben immer noch dass die Zeit ziemlich nahe ist. (Zion’s Watch Tower,15.Oktober 1912 , Seite 327)
            9. 1916: Eingeständnis, dass 1874, 1878 und 1881 chronologische Fehler waren, womit Jesus die Schuld daran gegeben wurde. Trotzdem soll der 1. Oktober 1914 zweifelsohne das Ende der Heidenzeiten sein. (Zion’s Watch Tower 1.Februar 1916,Seite 38)
            10. 1950: ” Diese Generation” begann 1914 and bezieht sich auf die Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts (The Watchtower 15.September 1950, Seite 324)
            11. 1952: “Diese Generation” begann 1914, enthält überlappende Generationen von Einzelpersonen, jede Generation überspannt jeweils 33 Jahre und wird noch am Leben sein wenn Harmagedon beginnt.(The Watchtower 1.September 1952 ,die Seiten 542-543;15. Februar 1953,Seite.124 Absatz 35)
            12. 1953: “Diese Generation” dauert nur noch ein paar Jahre.(The Watchtower 15.Oktober 1953,die Seiten 615-616) .
            13. 1956: Jesus sagte das die Generation die 1914 sah nicht vergehen wird bis alle diese Dinge geschehen sind (The Watchtower 15.Oktober 1956, die Seiten 615-616) .
            14. 1959: Die Weltereignisse seit dem Ersten Weltkrieg, 1914-1918, zeigen das sich diese Prophezeiungen erfüllt haben. Die Zeit für Jehova ist endgültig gekommen um die Erde zu säubern und der Menschheit ewigwährenden Frieden zu bringen. Die Generation von 1914 wird es miterleben (The Watchtower 1. September 1959,Seite 519).
            15. 1961: “Diese Generation” von 1914 die immer noch am Leben ist, ist die Generation von der Jesus sagte das Sie alle Dinge geschehen sehen würde, einschließlich dem Ende dieser Welt. Die Errettung der treuen Nachfolger Jesu in Gottes Neue Welt findet innerhalb dieser Generation statt.
            (The Watchtower 1.März 1961,Seite 132)
            16. 1995: “Diese Generation” bezieht sich einmal auf die ungläubige Generation der Juden im ersten Jahrhunderts und außerdem auf eine Gottlose Generation von Menschen in der Neuzeit. Darüber hinaus ist die Länge einer „Generation“ unwichtig. Zeugen Jehovas müssen Harmagedon als unmittelbar bevorstehend betrachten und müssen von der Bösen zeitgenössischen Generation getrennt bleiben und mit Eifer Gottes Willen tun.”(The Watchtower 1.November 1995,die Seiten 10-21)
            17. 2008: “Diese Generation” bezieht sich auf die Apostel des ersten Jahrhunderts und auf die gesalbten Zeugen Jehovas der Neuzeit. Die Länge einer „Generation“ ist weiterhin unwichtig. Das revidierte Verständnis hilft einem Zeugen Jehovas das Gefühl der Dringlichkeit zu intensivieren.
            (The Watchtower 15.Februar 2008,die Seiten 21-25).
            18. 2010: “Diese Generation” muss nicht nur eine Generation sein, sondern kann auch aus zwei Generationen bestehen. Die erste „Gruppe“ von „dieser Generation“ würde die Ereignisse von 1914 erfahren und verstehen, und die zweite Gruppe würde aus Personen bestehen, die geboren wurden, bevor das letzte Individuum aus der ersten Gruppe gestorben ist (deswegen eine „überlappende“ Generation“). (The Watchtower 15.April 2010,die Seiten 10-11 Absatz 13-14; 15.Januar 2014 Seite 30-13 Absatz 14-16 )
            „Diese Generation“ ist der Kern der Zeugen Jehovas Lehre. Genauso wie der Treue & verständige Slave der Kern ihrer Lehren ist sind es Lehren die sich ständig ändern. Wenn das Verständnis dieser Lehren „Geschenke“ von Jehova sind, warum ändern sie sich? –
             
            Jakobus 1:16-17 :Lasst euch nicht täuschen, meine geliebten Brüder und Schwestern! 17 Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben, vom Vater der Himmelslichter, bei dem es keine Veränderung und nicht die Spur eines Wandels gibt.(Zürcher Bibel)

            1. Lily

              @ Matthäus: danke für deine Mühe, uns die 18

              Mal "helleres Licht" raus zu suchen!

              Sehr interessant...ich kannte nur ein paar davon.

            2. turtle

              Es gibt für alles eine jworg-Erklärung:

              Diese Woche im Versammlungsbibelstudium:

              5...Die Ernte finde von 1874 bis 1914 statt und gipfle darin, dass die Gesalbten in den Himmel versammelt würden. Sprechen solche irrigen Ansichten gegen die Leitung durch den heiligen Geist?

              ...."2 Heute sind wir in einer ähnlichen Situation wie diese Touristen. Wir lernen die faszinierendste aller Städte kennen: „die Stadt, die wahre Grundlagen hat“, das Königreich Gottes (Heb. 11:10). Als Jesus auf der Erde war, weihte er seine Nachfolger persönlich in die Geheimnisse dieses Königreiches ein. Beantwortete er alle ihre Fragen, und erzählte er ihnen sofort alles über das Königreich? Nein. Er sagte: „Ich habe euch noch vieles zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen“ (Joh. 16:12). Als bester „Stadtführer“, den man sich denken kann, überhäufte er seine Jünger nie mit Informationen, die sie überfordert hätten."

              Jesus Christus als Stadtführer und nicht nur er sondern auch der Heilige Geist:

              3... Auch der heilige Geist lässt sich mit einem geduldigen Stadtführer vergleichen. Durch ihn vermittelt Jesus seinen Nachfolgern genau zur richtigen Zeit alles, was sie über Gottes Königreich wissen müssen.

              Zitate aus "Das Königreich regiert", S. 49

              Die Verantwortlichen für die Irrungen und Wirrungen der Org. sind aus Ihrer Sicht klar definiert.

               

              1. ManfredF

                Lieber Turtle

                stelle dir vor, Google bringt einen Stadtführer raus und wenn der User dann den Petersdom in Rom besuchen will, schickt Google ihn zuerst nach Venedig, lässt ihn dort ein wenig rumirren, bevor er erneut auf einen Trip geschickt wird, diesmal geht es nach Berlin, dann nach Moskau, zurück nach Venedig, dann New York, London, Paris, wieder Venedig und dann Hamburg. Als der User langsam ungeduldig wird, läßt Google verlauten, keine Panik, wir haben alles im Griff, dieser Stadtführer ist so gebaut, dass du immer genau dort angekommst, wo es gerade für dich am besten ist, wir wollen dich nicht überfordern. Aber vertraue uns, wir sind die einzigen die wissen, wo der Petersdom liegt und wenn du da nicht mehr angekommst in deinem Leben, dann bist du doch viel unterwegs gewesen und hoffentlich hast du deinen Kindern gut eingetrichtert, dass wir die einzigen sind, die den richtigen Stadtführer haben dann können wir dir versichern, auch deine Kinder werden zur rechten Zeit mit den richtigen Orten versorgt, du brauchst keine Angst haben. Wichtig ist, einfach Schritt zu halten mit uns. Vertrau uns einfach. Die anderen sind alle böse und wollen dich verführen. Wir dagegen leiten dich auf dem richtigen Weg weiter und zur richtigen Zeit wirst du auch das richtige Ziel erfahren.

              2. Micha

                 
                LiebeTurtle
                 
                Diese Organisation ist die reinste Lügenschleuder. Was haben die uns in den siebziger Jahren geschunden mit ihren Klassen, der Jonadab- ,Jeremia-, Ester-,Mordochai- und sonstwas für Klassen und deren neuzeitlichen ersten und zweiten Entsprechungen. Damit haben wir die schönsten Jahre unseres Lebens vergeudet. Kaum einer hat da noch durchgesehen nicht mal die Ältesten. Es war damals lebensnotwendige geistige Speise zur rechten Zeit ( wie immer). Und jetzt kommen sie daher und sagen:
                Zitat: Als Jesus auf der Erde war, weihte er seine Nachfolger persönlich in die Geheimnisse dieses Königreiches ein. Beantwortete er alle ihre Fragen, und erzählte er ihnen sofort alles über das Königreich? Nein. Er sagte: „Ich habe euch noch vieles zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen“ (Joh. 16:12).
                Mir geht der Hut hoch wenn ich diese Heuchelei höre. Dieser Sklave ist kein Sklave sondern ein Sklavenschinder und der Wachtturm ist seine Peitsche genau wie zur DDR-Zeit das ND (SED-Zeitung). Die WTG ist die 1:1-Kopie der DDR-Diktatur nur eben nicht unter Hammer und Zirkel sondern unter Sternen- und Streifenbanner.

                Euch allen eine gesegnete Nacht im Schutze unseres Vaters im Himmel Micha

    3. Edelmuth an TZ

      Guten Abend Treuer Zeuge

      Warum schmerzt das Abnabeln so sehr? Weil es doch die Wahrheit ist mit vielen netten Brüdern und Schwestern, ich bete jeden Tag dass Ihr wieder zurückkommt, keiner ist fehlerfrei aber die Wahrheit ist jetzt schon Prima!

      Wäre es lediglich das Fleisch, das sie antreibt, wäre es ihnen ein Vergnügen.

      Warum, verehrter Zeuge, nehmen die Brüder diese von dir geschilderten Schmerzen in Kauf und trennen sich von der Gesellschaft.

      Ede

    4. Freiherr von Knigge

      Treuer Zeuge Jehovas,

      "Warum schmerzt das Abnabeln so sehr? Weil es doch die Wahrheit...."

      Weil wir durch die große Drangsal müssen ;-)?

      Weil wir erwachsen werden müssen?

      Weil wir unser Kreuz auf uns nehmen müssen?

      Weil wir nicht in Mamis Nabelschnur ersticken dürfen? Weil wir laufen lernen müssen? Weil wir aus Ägypten und den Fleischtöpfen in die Wüste müssen um ins verheißene Land zu kommen?

      Weil ....

      weil....

      weil.....

      weil das "geistige Paradies" die Hölle ist?

      weil die "geistige Speise" geistig krankes Gift ist?

      weil Du vielleicht mal die Bibel lesen solltest statt den Wachtturmmüll?

      weil man Jesus Christus eine Dornenkrone aufgesetzt hat und Du IHM nachfolgen solltest - statt in einem geistig vernebelten Paradies in der Hängematte zu liegen?

      weil Du mal Deine Komfortzone verlassen solltest?

      weil Steak besser schmeckt als Alete?

      weil 1 Korinther 3: 2-4?

      Ich nährte euch mit Milch, nicht mit etwas zum Essen,+ denn ihr wart noch nicht stark genug. Ja, ihr seid auch jetzt nicht stark genug,+  denn ihr seid noch fleischlich.+ Denn solange es Eifersucht und Streit unter euch gibt,+ seid ihr da nicht fleischlich und wandelt ihr nicht wie Menschen?+  Denn wenn einer sagt: „Ich gehöre zu Paulus“, ein anderer aber sagt: „Ich zu Apọllos“,+ seid ihr da nicht einfach Menschen?

      weil Galater 4:3-7?

      Ebenso auch wir, als wir Unmündige waren, waren wir den elementaren+ Dingen, die zur Welt gehören, beständig versklavt.  Als aber die Grenze der Fülle der Zeit gekommen war,+ sandte Gott seinen Sohn,+ der aus einer Frau [geboren] wurde+ und unter Gesetz zu stehen kam,+ so daß er die unter Gesetz loskaufe,+ damit wir unsererseits die Annahme an Sohnes Statt empfangen könnten.+ Weil ihr nun Söhne seid, hat Gott den Geist+ seines Sohnes in unser Herz gesandt, der ausruft: „Ạbba*, Vater!“+  So bist du denn nicht mehr ein Sklave, sondern ein Sohn; und wenn ein Sohn, auch ein Erbe durch Gott.+

      weil...?

      weil...?

       

    5. M.N. @ TZ

      Ja warum wohl "schmerzt das Abnabeln so sehr?"

      Weil ENT-Täuschung (also, NICHT MEHR-Täuschung) immer erst einmal schmerzt. Weil es schmerzt, erkennen zu müssen, dass man GE-Täuscht war. Weil es schmerzt, erkennen zu müssen, kostbare Lebenszeit, Energie und Mittel an einen Haufen Unsinn verschwendet zu haben, an Irrlehren, Heuchelei, und leere Versprechungen. DAS schmerzt in der Tat; es wäre unnatürlich, wenn es nicht so wäre. Jedes sich-aus-Starre-lösen und sich verändern schmerzt zuerst einmal. "Wer sich nicht bewegt, spürt seine Ketten nicht." Fängt man dann, nach 20, 30.... Jahren des Angekettetseins an, sich zu rühren, dann merkt man plötzlich, wo einem die schweren Kettenglieder bleischwer draufgelegen haben; dann erst spürt man die wundgescheuerten Druckstellen, und es schmerzt, sich die eingewachsenen Metallringe aus dem Fleisch schneiden oder reissen zu müssen, um frei zu werden.

      "Nette Geschwister?" Natürlich gibt es die. Niemand wird ernsthaft behaupten, alle ZJ - jeder einzelne - seien Monster und Ungeheuer. Betreffs "lieber", "herzensguter" und "menschlich wertvoller" ZJ muss dennoch klar gesagt werden: Die sind nicht deshalb so "lieb und nett", weil sie unter JW.Org-Ägide stehen, sondern TROTZ dessen; sie sind es gerade deshalb, weil sie eben NICHT den die JW.Org wie einen Pesthauch durchwehenden Ungeist an Kälte, Härte, Strenge und Überheblichkeit widerspiegeln. Gerade diese "lieben und guten Menschen" sind es, deren sich die JW.Org immer wieder gerne bedient, um sich mit ihnen als "fremde Federn" zu schmücken, um ihre - der JW.Org - angebliche Güte und Tollheit zu belegen. Sehr oft sind es gerade jene "durch und durch guten" Menschen, die innerhalb der JW.Org aufgrund der ihnen bleischwer auferlegten heuchlerischen Org-Regeln und der sich hieraus ergebenden KOnflikte, der massiven kognitiven Dissonanzen leiden.

      "Die Wahrheit ist jetzt schon Prima!"

      Jawohl, DIE Wahrheit - nämlich göttliche Wahrheit, Joh 17,17; nicht aber "JW.Org-'Wahrheit'", also das, was die JW.Org als IHRE Wahrheit verkauft, siehe Röm 1,25 "sie, welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt," und man könnte das weiterspinnen "und ihre eigene Lüge als 'Wahrheit' verkauft."

      Bete Du nur weiter zu DEINEM Gott - der JW.Org bzw. ihr oberstes siebenfältiges menschliches Leitungsgremium, diese 7-Einigkeit. Wie es um dieses "Gottes", oder besser - dieses GÖTZEN - Fähigkeit, Gebete zu erhören steht, ist ja nun mehr als sattsam bekannt, von wegen "Auferstehung der Gerechten in 1925 - Harmagedon in 1975 - Harmagedon noch vor 2000 - die 1914er wird nicht weggestorben sein, ehe Harmagedon kommt" und dergleichen unerfüllte Wunschträume, neben "Unsere Kohle reicht nicht mehr, ihr müsst mehr spenden".

      Bete nur weiter - das braucht uns in keiner Weise zu beunruhigen, denn Dein 7er-Götze ERHÖRT KEINE GEBETE, er HAT NOCH NIE und WIRD ES NIE, denn ER KANN ES NICHT. In diesem Sinne bist Du wie die 400 Baalspriester, die hinkend, blutüberströmt und verzeifelt um ihres toten Baalgötzen Altar herumtaumelten und jammernd um Erhörung schrieen. "Euer Gott schläft, oder er sitzt auf dem Örtchen und hat Dünnpfiff" spottete des wahren Gottes JHWH Prophet. Parallelen???

      Gruß,

      M.N.

    6. peetha@Treuer Zeuge

      Naa TZ, allet Klar?!

      guten abend treuer Zeuge (jetzt komm  ick nooch ..... ),

      eigentlich haben die Brüder ´Wachmacher´ - vor mir - bezüglich der TZ Frage, ja alles geklärt.

      Ick selbst bin etwas verwundert, dass ´abnabeln´ so sehr schmerzt !? Naja, did ´abnabeln´von Muttern´s Leib war, .... für mich jetzt gesprochen, ..... nicht schmerzvoll- wenn- dann eher ´easy´- .

      DENN .... für das abnabeln sorgten andere. Keine Ahnung, ob bei mir der ´Herr´ Doktor, die Frau Oberschwester, ne Schwester Meier oder der Hausmeister dieses ´abnabeln´ vollzogen hat/haben  - ICK  jedenfalls NICHT-

      Naa TZ , allet Klar?!

      PRIMAWARHEITen - PRIMAeherSCHEISSKLIMA - PRIMANICHTFEHLERFREI

      Küsschen,

      UND ...   TZ,  ... na dann bet mal für mich/.... für ein    ... ´WAS IST Wahrheit´

      Jutti- gut´s Nächtle -sagt man hier-

       

       

    7. Argentum@nachdenker

      Ach, lieber Nachdenker,

      diese Freunde hatte auch ich bei den Zeugen. Gut, wir haben uns unter besonderen (psychologischen) Umständen kennengelernt, aber diese 14 Jahre dauernde Freundschaft hat keinen Wert mehr, wenn man den Sklaven und die Organisation infrage stellt. Wir konnten uns alles sagen und an den Kopf werfen und haben uns hinterher sehr emotional entschuldigt und dann war wieder alles gut, aber DAS steht außen vor. Da gibt es kein Pardon. Das spüre ich jetzt auch sehr hart.

      Deinen Aufruf kann ich nur unterschreiben:

      Wacht auf, achtet auf Euer Herz, auf Euer Gewissen und Euer Gefühl. Wenn Ihr in der Liebe seid und so fühlt, ist das der einzig richtige Weg! Ignoriert das niemals.

      Über die Liebe spricht der Geist zu uns.

      Ganz liebe Grüße

      Argentum

    8. Papillon

      Treuer Zeuge, abnabeln tut immer weh. Das gute Freunde oder Familie einen nicht mehr kennen usw. Habe das nie wirklich verstanden wieso das trennen der Familie einen zu Jehova bringen soll. Wir sollen doch zurück kehren weil wir Jehova lieben und merken das wir ihn brauchen. Aber egal was man in Zeitschriften liest geht es eher darum das die Sehnsucht nach der Familie einen wieder zurücktreiben soll.

      1. Tschango@Papillon

        Wenn Menschen mit ihren Familienangehörigen keinen Kontakt mehr haben dürfen weil sie ausgeschlossen sind, dann ist es Erpressung. Wenn Menschen wieder zur Organisation zurück kommen weil sie das Kontaktverbot nicht aushalten, dann auch nur aus Erpressung.  Was die Organisation betreibt ist Erpressung.  Wir wissen ja schliesslich dass Erpresser das Konigreich nicht erben werden. Also was schließen wir daraus?

        Lg

    9. Ordnungszahl 83 (kristallin)

      An den treuen Zeugen:
      Warum es so weh tut?! O ja, es tut sauweh. Es tut weh, wie kaugummikauen und dabei stolpern ("der Tag der Vernichtung für die Zunge"). Es tut weh, wie ein Kakteen-Fahrradsattel auf 'nem Einrad in den Rocky Mountans. Es tut weh, wie wenn man ein verdammtes Wattestäbchen in Domestos taucht und als Pflegestift für spröde Lippen benutzt.
      Es tut sauweh.

      Aber es ist nicht der Verlust, der schmerzt. Es ist der BETRUG.

      Es ist die Bauernfängerei, und das Wissen, dass man selbst der Bauer war. Es ist die Ausweglosigkeit, es ist das Wissen, dass die Lüge mittlerweile wahrheitsresistent wurde. Das Weltbild, der Glaube, die Verzerrung heiliger Worte zu einem unheiligen Zweck sind multiresistente Keime, die sich in den Wunden schwacher und verletzter Menschen einnisten und noch mehr Fleisch wegfressen - ist es nicht so?! Ihr sackt Euch die Menschen ein, die entweder so labil sind, dass man ihnen Gottesglauben beibringen kann oder die Menschen, die alles tun, um sich von Gott geliebt zu fühlen ("Geschichten von tausendundeiner Regel").
      DAS tut weh.

      Das Menschenwort, das Ihr in den Kleidern des Gotteswortes an den Straßenstrich der Aufmerksamkeitsökonomie und der Doppelmoral jagt und wie es kreischend aufdringlich herumtingelt und sich jedem anbietend um den Hals wirft, nur um sich lebendig und lebenswert zu fühlen - DAS tut weh; im Herzen und in den Augen und den Ohren, wohlgemerkt.

      Es tut weh, wie ihr Sprache zur Gedankenkontrolle missbraucht: Sag' "Gnade", statt "unverdiente Güte"; sag' "Christus", statt "Jehova"; sag' "Fürst", statt "Hauptvermittler" oder sag' "Kreuz", statt "Pfahl"... Dann sagst du letztendlich immer nur "S....S-S-S-Sibbolet" - und das ist dann dein Ende (Ri12,4-6). Wer die "reine Sprache" nicht mehr spricht, dem wird der Mund verboten. Und dann:
      - Du hast kein Recht auf einen Verteidiger.
      - Du bist verdammt, zu schweigen.
      - Alles, was du sagst, kann und wird gegen dich verwendet werden.

      Und so sind die Blinden und ihre blinden Leiter unbegreifbar unbefreibar aus diesem falschen Evangelium, und so stehen sie unter ihrem eigenen Fluch der Verblendung (Gal1,6-8).

      Verwandte von mir beten, dass sie mir mit meinen bibl. Argumenten widerstehen können. Sie beten, diese Prüfung überstehen zu können. Dadurch degradieren sie mich zu einem Vertreter des großen Verführers. Ich habe keinen Schwanz und fresse keinen Schwefel, aber hab den Mundgeruch aus der Hölle? Muss man deswegen beten, um mich zu überleben? Wie krank ist das eigentlch?!
      ...DAS tut weh.

      Übrigens:
      Woran man erkennt, dass DermitdemWolftanzt selbst ein Zeuge ist? Ganz einfach: er sieht uns als bedrückende Wölfe und glaubt, ein Tänzchen mit uns zu wagen. Ha, überführt!

      Nicknames lügen nie!
      Das kantige Metall weiß, was es sagt.
      O83

  28. Ulla

    Liebe Freunde,

    ja das Abnabeln tut weh, auch, seinen eigenen Weg als Christ zu gehen. Wie ich gelesen habe, ist es auch Euch eine Hilfe gewesen, "einen Schritt zurückzutreten, um das GANZE Bild" besser betrachten zu können. Ich freue mich, dass es soviele hier gibt, die ihren Glauben an Gott nicht verloren haben!

    Ich bete weiterhin für euch! Es stärkt auch mich immer wieder zu lesen, dass Gottvertrauen wichtiger ist als Menschenhörigkeit oder Menschenangst. Was ich auch gelernt habe ist, dass der Geist (das logische Denken) oft viel weiter ist als die Seele. Die Seele hinkt dem Verstand oft hinterher, weil sie emotional verbogen und umgeformt wurde. Die Seele braucht einfach mehr Zeit zur Erholung!

    So wünsche ich euch Gottvertrauen, Mut und Kraft. Wie schrieb Franz von Assisi damals?

    Was keiner wagt, das sollt ihr wagen.

    Was keiner sagt, das sagt heraus.

    Was keiner denkt, das wagt zu denken.

    Was keiner anfängt, das führt aus.

    Wenn keiner ja sagt, sollt ihrs sagen.

    Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein.

    Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben.

    Wenn alle mittun, steht allein.

    Wo alle loben, habt Bedenken.

    Wo alle spotten, spottet nicht.

    Wo alle geizen, wagt zu schenken.

    Wo alles dunkel ist, macht Licht.

     

     

     

  29. Grosso

    Hallo,

    Ich habe schon lange nicht mehr hier geschrieben .

    Meine Frau und ich sind jetzt seid über einen Jahr nicht mehr zu Versammlung gegangen und gelten als Abtrünnig:-).Mit allen Konsequenzen(Familie , Freunde,usw.)

    Wir wohnen in Berlin.

    Falls jemand Hilfe braucht oder uns mal kennen lernen möchte, kann er/sie uns gerne anschreiben.

    Lg Grosso

    endlichausdersekte@gmail.com

     

     

     

    1. Kommentar zum Artikel

      Gemäß dem individuellen Glauben eines "Zeugen Jehovas" benötigt der "Leib Christi" einen (führenden)  Kopf. 

      Kopf des "Leibes Christi" ist nach dem Glauben der "Zeugen Jehovas" eine Figur aus einem Gleichnis, was das Haupt des Leibes Christi seinen "Gliedern", d.h. seinen Jüngern, erzählte.

      Diese Figur ist der in dieser Erzählung erwähnte treue und kluge Sklaven, der böse wird.

      (Lustigerweise gibt es auch von Grimm eine Parodie "der kluge Knecht", die zu googeln in diesem Zusammenhang lohnt.)

      Und obwohl das Haupt, Jesus,  bereits eindeutig festlegte, wer künftig diejenigen führen sollte, die zu seinem Leib gehören, vertreten die Zeugen Jehovas die Meinung, das könne auf keinen Fall der Heilige Geist sein.

      Ein Jehovas Zeugen Gläubiger fragt sich vielmehr in vollem Vertrauen darauf, dass Jesus  Christus Wahrheit redete und ist, im Studienwachtturm Februar 2017:

      (JESU Apostel starrten in den Himmel und sahen, wie ihr Herr Jesus hinter einer Wolke verschwand. …) Wie sollten sie das bloß schaffen? Und wir, wie sollen wir das bloß schaffen? Jesus hatte ihnen -zwar- versichert, sie würden bald heiligen Geist empfangen (Apg. 1:5). Doch ein internationaler Predigtfeldzug erforderte (nicht Heiligen Geist, sondern) Führung und Organisation.  Was also sollten sie mit "Heiligem Geist" anfangen, wo sie doch "Führung und Organisation" benötigten? Hatten sie den von ihrem Herrn Jesus nicht Steine empfangen obwohl sie Brot benötigten?

      Die streng bibelgläubigen Zeugen Jehovas Gläubigen schlussfolgern messerscharf und folgerichtig aus der Heiligen Schrift:

      "Zu Pfingsten 33 u. Z. übernahmen die Apostel die Führung der Christenversammlung.“ (und nicht der 😇).
       
      Wie wir bereits weiter oben gelernt haben, hatten wir von Jehova schon einmal etwas bekommen was wir gar nicht brauchen konnten - nämlich "Heiligen Geist" statt Führung und Organisation.

      Da der Vater schon nicht weiß was wir wirklich brauchen wie kann da der Sohn etwas vernünftiges reden, wenn er in Joh. 16:13 sagt:
       
      "Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen."
       
      Wir dürfen also gewiss annehmen, dass sich Jesus hier genau so irrte wie sein Vater im Himmel, der uns statt "Führung und Organisation" zu schicken, mit Heiligem Geist belästigte.

      So dürfen wir bestimmt erkennen, wie wichtig es ist, sich vor den unbiblischen Theorien der so genannten Christenheit und ihrer falschen Religion zu hüten. Ganz bestimmt wollen wir uns das abtrünnige Gedankengut nicht einmal aus der Bibel selbst anlesen.

      Vergewissern wir uns immer an Hand der Heiligen Schrift über die Richtigkeit und Wahrheit unserer Zeugen Jehovas Lehre! In Römer 8:9
      wird uns noch einmal vom Apostel Paulus versichert:

      "wer aber den Geist der Leitenden Körperschaft nicht hat, der ist nicht sein[7"
       
      Liebe Grüße
       
      Euere Dumpfbacke
       

  30. Fanny

    Fanny@Manfred F

    Lieber Manfred,grundsätzlich sehe ich das genauso wie du! Das Lied beschreibt Wunschträume. Träume die viele Menschen haben.Zeugen Jehovas haben auch ihre Träume.

    SIE glauben nicht an den Himmel und nicht an die Hölle.Es war auch mehr so ein hin und her zwischen O.W.S. und mir.

    Auch für mich ist eine Traumblase zerplatzt als ich aus meinen Winterschlaf erwacht bin.Lassen wir unseren Blick zum unseren Herrn gerichtet damit sich nicht wieder Traumblase bilden.

    Danke Manfred und ganz liebe Grüße an Dich!

    Fanny

  31. Petrus111

    Liebe Freunde,
    lieber Autor "Bruder",

    vielen Dank für den Artikel. Du zeigst auf, dass JZ ihre "Organisation" und die "leitende Körperschaft" als biblisch begründete Instrumente darstellen - als gottgewollt und existent in Erfüllung und Anwendung von biblischen Grundsätzen, Prophezeiungen etc. Und Du zeigst auf, dass genau das eben nicht so ist.

    Nun, ABER - so mag man einwenden: ohne Organisation geht es doch nicht. Und eine große Gruppe muss doch sowohl geleitet als auch geführt werden - und man braucht einen organisatorischen Rahmen. Es ist doch klar, dass es sowas geben muss.

    Meine Frage, die dahinter steht, ist: braucht ein Christ "Kirche"; braucht er eine organisierte Gemeinschaft, der er angehört und in der er Gott anbeten kann?!

    Ich habe hierzu keine abschließende Antwort, sondern nur ein paar Gedanken:

    a) Die gesamte Menschheitsgeschichte zeigt, dass
    - die Menschen religiös waren und sind
    - dass die Menschen Religion haben und ausüben
    - dass die Menschen GEMEINSAM in unterschiedlichen Gruppen unterschiedlichen Religionen angehörten und ihre Religionen gemeinsam ausübten

    b) Nach der Bibel handelte Gott mit Menschen. Er handelte mit Abraham, mit Moses, mit den Propheten. Das Volk Israel hatte eine Religion; sie übten diese Religion gemeinsam aus; sie hatten Religionsführer (Priester); sie hatten Gegenstände der Religionsausübung (Stiftshütte, Tempel).

    c) Jesus Christus kam als Erlöser auf die Erde. Soweit sind sich wohl alle christlichen Religionen einig.

    O.k - ab dieser Stelle setzen meine Überlegungen ein:

    Jesus Christus - selbst Jude - erklärte den jüdischen Glauben nicht für falsch, sondern der jüdische Glaube hatte sich durch ihn "erfüllt", "erledigt" - ich weiß nicht, wie ich es richtig formulieren soll. Die Juden, welche ihn nicht als die Erfüllung ihrer Erwartungen anerkannten, blieben weiter Juden; diejenigen, die ihn als die Erfüllung ihrer Erwartungen erkannten, wurden Christen.

    Die Nichtjuden, die den christlichen Glauben annahmen, wurden ebenfalls Christen - es bildeten sich "Versammlungen".

    Uns ist aus der Bibel nicht bekannt, dass die ersten Christen Gotteshäuser, Tempel etc. errichteten - aber das bedeutet nichts: die Religion war am entstehen - Christen waren eine Minderheit unter zahlreichen anderen religiösen Gruppen.

    Zum Ende des ersten Jahrhunderts begann eine Auslegung der Schriften, die zu unterschiedlichen Lehrmeinungen führte. Es entstand als christliche Hauptrichtung die katholische Kirche; diese Religion breitete sich über Europa aus.
    Im 15. Jahrhundert gab es eine Abspaltung von Menschen, die den Aussagen Martin Luthers folgten - es entstanden die protestantischen Religionen.

    Seit dem 2. Jahrhundert, als ganze Völker "christlich" wurden, also der Religion der Bibel - mit der Lehre über Jesus Christus - folgten, entwickelte sich die "Organisation" rund um Kirche: Theologen und Priester, die die Religion auslegten und dem Christenvolk diese Auslegung darlegten.

    Die jeweiligen Glaubenssätze folgten auch dem wissenschaftlichen Verständnis der Menschen: die Erde ist eine Scheibe . - etc. Fehlende medizinische Erkenntnisse und Unwissenheit führten dazu, dass man Menschen, die die Heilwirkung von Kräutern verstanden und damit Krankheiten heilten, als Hexen verbrannte; der Teufelsglaube mit seinen Mitteln der Teufelsaustreibung führte zu schlimmen Greueltaten. Die Auffassungen zu Wahrheit und Geständnis der Wahrheit - mit dazugehörenden Foltermethoden folgten einer Logik, die heute niemand mehr nachvollziehen kann: wenn man alle Folterstufen überstanden und danach tot war, dann hatte man die Wahrheit gesagt... und kam somit in den Himmel...
    Alles nicht so schön - aber wir müssen ja heute nicht die Probleme des Mittelalters lösen, sondern uns nur damit befassen, dass JZ immer noch solchen mittelalterlichen Methoden und Glaubenslehren anhängen.... dazu später.

    Die Menschen, die von Christus belehrt waren, also seine 12 Jünger, waren sehr dicht an der Wahrheit, verstanden aber auch nicht alles. Die Botschaft, welche sie predigten, war recht einfach.

    Wenn man die Briefe des Paulus liest, stellt man fest: es wurde in den Versammlungen schon komplizierter - man befasste sich aus religiöser Sicht bereits mit Alltagsproblemen, die die Juden kurzerhand mit Steinigung erledigt hätten - aber man kannte ja die Botschaft von Gnade und Erlösung durch Vergebung.

    Die Großkirchen haben eine Theologie, die im Wesentlichen über die Jahrhunderte gleich geblieben ist, hinsichtlich der Lehre aber teilweise auch unscharf ist und es dem Gläubigen überlässt, eine Vorstellung über ihren eigenen Glauben selbst zu entwickeln. In den aufgeklärten Ländern des Westens ist die Religion eine ethische Richtschnur, ein Angebot an die Gläubigen, das sie in ihrem Leben mehr oder weniger verwenden und anwenden können. Die Kirchen machen ein Angebot - sozial und gesellschaftlich, aber auch religiös und lebensbegleitend.
    Und natürlich haben alle Kirchen eine Kirchenorganisation, um als große Einheit existieren zu können.

    Was ist nun der Unterschied zu JZ?
    Für JZ ist die "Organisation" nicht einfach das Schaffen von notwendigen Strukturen. Es ist gleichbedeutend mit dem Gremium, dass sich fortwährend Gedanken über den Glauben macht und ständig - mit "Speise zur rechten Zeit" eine neue Sau durchs Dorf jagt mit neuen und weiterentwickelten Glaubenssätzen, die den Angehörigen der Religion ständig in ihr tägliches Leben hineingrätscht:
    - wir lassen uns kein Blut transfundieren - aber Blutbestandteile...... endlose Abhandlungen
    - wir beteiligen uns nicht an "dieser Welt"; wir sind neutral; wir wählen nicht
    aber: Wehrdienst nein, Ersatzdienst: auch nein, dann doch ja; wir wählen nichts und niemanden; dann aber doch - Klassensprecher - na ja... darf man in der Gewerkschaft sein? Unklar..politische Wahlen: nein, bloss nicht - aber: wenn die Frau des Bürgermeisters, die Zeugin Jehovas ist, mit zur Wahl geht, weil der Mann das erwartet, dann bleibt es ihr ja überlassen, was sie in der Wahlkabine tut...
    - wir meiden schlechte Gesellschaft; keine Klassenfahrten, keine Betriebsausflüge... die Welt ist schlecht - - Oh, man meidet uns um unseres Glaubens willen - wir werden diskriminiert - ja wer diskriminiert denn wen?!
    - die Endzeiterwartung wurde in 140 Jahren 18 x grundlegend geändert - z.Z.: die überlappende Generation - mit einer Erklärung, die niemand versteht oder nachvollziehen kann
    - usw - usw.  die Liste ist ENDLOS

    DAS unterscheidet JZ von den ganzen anderen aufgeklärten westlich-christlichen Religionen: sie sind "Bibelforscher", wogegen nichts einzuwenden wäre - aber aus den Anfängen, wo jeder forschen sollte, ist jetzt eine forschende Gruppe geworden, die sich wirklich täglich was Neues ausdenkt, dem alle folgen sollen - und wer nicht folgt, wird ausgeschlossen.

    JZ bestimmen zahlreiche alltägliche Dinge im Leben ihrer Glaubensmitglieder: wie groß darf eine Feier sein; wen lädt man ein; mit wem hat man Umgang; welche Kleidung soll man tragen; dürfen Männer Bärte tragen; man meidet Geburtstagsfeiern, sonstige religiöse Feste sowieso; man meidet alle "Weltmenschen"; "theokratische" Aktivitäten umfassen für den Normalverkündiger ca. 15 Stunden wöchentlich; für "Älteste" können es auch gern 40 Stunden pro Woche sein usw. usw.

    Jeder Satz in der Bibel wird interpretiert; das ist dann die "Wahrheit", wird in dicke Bücher geschrieben, die Absatz für Absatz durchgenommen werden - und man soll jedes Wort davon glauben - bis es eine neue Erkenntnis gibt - die soll man dann auch wieder glauben. Es ist ein Hamsterrad, dass keinen Raum zum Nachdenken lässt - das die Mitglieder systematisch vollumfänglich bestimmt.
    (Mittelalter: "Abtrünnige" werden geächtet - für tot erklärt - mit allen rechtlich noch legalen Mitteln psychisch gequält durch gesellschaftliche und familiäre Isolation).

    Die Großkirchen und auch ihre kleineren Ableger, freien Christengemeinden etc. bieten ihre jeweilige Theologie an; die Mitglieder können sich im christlichen Sinne davon ethisch beeinflussen lassen und im Übrigen ihr "Verhältnis zu Gott" mit Hilfe ihrer Kirche und Gemeinde pflegen; die Kirche dient ihren Mitgliedern - und als Organisation bietet sie einen Rahmen auch für christliche Werke im Sozialraum (Beteiligung an Kinderbetreuung, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Hospize etc.), zu der der Einzelne nicht in der Lage wäre.

    DAS lehnen JZ komplett ab; mit solchen Bemühungen trägt man nur dazu bei, Satans Welt zu erhalten.
    /Frieden-Buch; Kap. 11, Abs. 26 - von mir hier mehrfach zitiert).

    Fazit: natürlich muss sich jede Einrichtung organisieren. Aber JZ begründen und legitimieren ihre "Organisation" und "leitende Körperschaft" nicht aus einem organisatorischen Erfordernis, sondern leiten das, was sie tun, aus der Bibel ab - und fordern daraus unbedingten Gehorsam gegenüber: SICH SELBST.

    Braucht der Mensch "Kirche"? Gibt es die wahre Kirche?

    Meine Meinung dazu: nein, es gibt nicht die eine wahre Kirche; es gibt aber Menschen - und zwar viele Menschen, die in der Aufrichtigkeit ihres Herzens Christen sind, dem Christus folgen und christlich leben. Gott hilft diesen Menschen mit seinem Geist - er ist bei ihnen und diese Menschen dürfen sich der Erlösung durch Christus sicher sein.

    Man darf Mitglied einer Kirche sein, ohne mit allem überein zu stimmen, was diese Kirche lehrt. Das muss man mit seinem eigenen Gewissen vereinbaren. Aber der Wunsch, einer religiösen Gruppe anzugehören, ist normal, legitim und üblich. Unsinnig wäre es, einer Kirche anzugehören, um diese von innen heraus reformieren zu wollen; dann soll man seine eigene Gruppe gründen und Anhänger suchen.

    Nun noch ein ganz provokanter Satz:
    Wenn ich mir die Gottvorstellung der Großkirchen ansehe, also die Dreieinigkeitslehre, so scheint mir, dass diese Lehre, die ja recht diffus und unklar ist, ein Kompromiss zu sein scheint, weil man einfach nicht in der Lage war, sich auf eine scharfe Definition der Gottvorstellung aus Altem und Neuem Testament zu einigen.
    Wenn der Geist Gottes Inhalt seines Wesens ist, so ist der Geist Gottes und Gott wohl eins. Wenn der Sohn sich mit Gott immer einig ist, so sind die beiden unwidersprüchlich und immer eins. Wenn Gott die Macht dem Christus gab, so ist Christi Macht auch Gottes Macht. Und wieso kommt es dann so genau darauf an?! Muss man sich deshalb die Köpfe einschlagen? Liegt nicht ganz viel christlicher Geist in dieser Gottvorstellung?

    Ich selber sehe die Dreieinigkeit nicht - aber es scheint mir ein aufrichtiger Versuch, das Unerklärliche BEGREIFBAR zu machen, indem man es diffus und unbegreifbar dem Erspüren des Einzelnen überlässt. (An dieser Stelle: bitte keine Diskussion eröffnen zu diesem Thema).

    Fazit: Organisation kann sein; ist nicht verkehrt - aber so, wie von JZ stilisiert: eine Vergewaltigung des Bibelwortes - eine theologische Erfindung - ebenso wie die Unfehlbarkeit des Papstes. Kirche: kann sein; ist immer ein Kompromiss; der Mensch braucht das vielfach. Aber die, die ohne Kirche auskommen - und zu zweit oder dritt im Namen Christ zusammenkommen: können ebenfalls der Erlösung teilhaftig werden.

    beste Grüße

    Petrus111

    1. Omma@Petrus111

      Lieber Petrus111,

      du hast sehr, sehr viele Gedanken in deinem Kommentar mitgeteilt, und sie sind es Wert, nicht nur überflogen zu werden, sondern sie auf sich wirken zu lassen und darüber nachzudenken, vielleicht sogar mehrmals.

      Bei einigen Beschreibungen von dir, kamen bei mir spontan gewisse Gedanken auf.  Zum Beispiel schreibst du: "Jesus Christus - selbst Jude - erklärte den jüdischen Glauben nicht für falsch, sondern der jüdische Glaube hatte sich durch ihn "erfüllt", "erledigt" - ich weiß nicht, wie ich es richtig formulieren soll. Die Juden, welche ihn nicht als die Erfüllung ihrer Erwartungen anerkannten, blieben weiter Juden; diejenigen, die ihn als die Erfüllung ihrer Erwartungen erkannten, wurden Christen."

      Ich musste bei deiner Beschreibung an mein Navi im Auto denken. Das Ziel war Christus, das jüdische System mit allen Vorschriften und Gesetzen (nicht die menschlichen Überlieferungen, die später hinzukamen), waren der von Gott beschriebene Weg zu Christus, er wies auf ihn hin. Als das Ziel erreicht war, hatte sich die Wegbeschreibung erfüllt, (mein Navi würde sagen Ziel erreicht), alle Glaubenden, ob Juden oder Nichtjuden bekannten sich von nun an zu Christus.

      Bei den Juden, die weiter nach dem jüdischen System lebten, also das Ziel nicht beachteten und sozusagen weiterfuhren, hätte mein "Navi" gesagt: "Wenn möglich bitte umkehren ..... "

      Apostelgeschichte 20:20+21   (NGÜ)
      20 Ihr wisst auch, dass ich euch nichts von dem verschwiegen habe, was gut und hilfreich für euch ist; ich habe euch alles verkündet und habe euch alles gelehrt, sowohl öffentlich als auch in den Häusern, ´in denen ihr zusammenkommt`.
      21 Juden wie Nichtjuden forderte ich eindringlich auf, zu Gott umzukehren und an Jesus, unseren Herrn, zu glauben.

      Ich möchte noch kurz auf diesen Gedanken von dir eingehen: "Braucht der Mensch "Kirche"? Gibt es die wahre Kirche? Meine Meinung dazu: nein, es gibt nicht die eine wahre Kirche; es gibt aber Menschen - und zwar viele Menschen, die in der Aufrichtigkeit ihres Herzens Christen sind, dem Christus folgen und christlich leben. Gott hilft diesen Menschen mit seinem Geist - er ist bei ihnen und diese Menschen dürfen sich der Erlösung durch Christus sicher sein."

      Dazu das Gleichnis vom Weizen und Unkraut.

      Matthäus 13:36-43   (NGÜ)

      36 ....  seine Jünger ... baten ihn: »Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker!«
      37 Jesus antwortete: »Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn.
      38 Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Himmelreichs, das Unkraut sind die Kinder des Bösen.
      39 Der Feind, der das Unkraut sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt, und die Erntearbeiter sind die Engel.
      40 Das Unkraut wird eingesammelt und verbrannt, und so wird es auch am Ende der Welt sein:
      41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere zu Fall gebracht und die ein gesetzloses Leben geführt haben,
      42 und werden sie in den Feuerofen werfen, dorthin, wo es nichts gibt als lautes Jammern und angstvolles Zittern und Beben.
      43 Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters leuchten wie die Sonne. Wer Ohren hat, der höre!«

      Jesus Christus hat guten Samen ausgesät, Satan der Teufel Unkraut. Noch ist nicht das Ende der Welt gekommen, somit finden wir heute auf Erden ein Gemisch aus Kindern des Himmelreichs und Kindern des Bösen. Doch haben wir das nicht zu beurteilen, denn die Erntearbeiter sind die Engel.

      Man muss immer und überall Unterscheidungsvermögen an den Tag legen, und nichts blind glauben. Wer sich das zutraut, mag in irgendeiner Gruppe seinen Platz finden. Wir haben uns zu denen gesellt, die du in deinem letzten Satz beschreibst: "Aber die, die ohne Kirche auskommen - und zu zweit oder dritt im Namen Christi zusammenkommen: können ebenfalls der Erlösung teilhaftig werden."

      Noch einmal vielen Dank, für deine viele Mühe, die du dir gemacht hast. Ich bin davon überzeugt, dass du vielen geholfen hast.

      Es grüßen dich ganz herzlich Omma und Oppa

    2. peetha@Petrus111

      Petrus - ganz kurz nur:

      deinen 1. Absatz kann ick soo, nur zu stimmen. Für deine Mühe - deine umfassende Mühe - mein Respekt

      Ick allerdings´s interessier mich nicht für Kunstworte wie `Religion´. Warum auch! Religion(en) haben IMMMER den Anspruch mir/dir/uns Gott erklären zu müssen.

      Ick selbst hab in letzter Zeit Menschen gelesen, getroffen, und darüber hinaus auch kennen lernen dürfen, denen `Religion(en)´ - in der sie geboren wurden, erzogen wurden oder zu der sie sich irgendwann mal öffentlich ´bekannten`, (auf der Suche zu/nach Gott) , diese Religion(en) NICHT nur hinterfragen, sondern nach DIESEM einem IHM suchen.

      WAS bleibt? Mit Sicherheit ist niemandem ´der Weg` um G wie Jott zu finden versperrt. Der war weder einem Abel versperrt, nicht einem Asaph versperrt und auch keinem Zachäus. Und der Weg ist auch mir nicht versperrt.

      Was Bleibt? Tja, wer finden will, muss natürlich erst mal suchen (und wer klopft, dem wird geöffnet)

      Was bleibt? Natürlich ist Gott organisiert/strukturiert - 1.Mos.1,26 oder 3,15; Offb 21/22

      Mein Fazit: Weder Abel,Abraham undundund ,auch nicht  MEIN Herr Jesus ist, waren (sind) Organisation - Sie waren strukturiert und organisiert - zu welchem Zweck? Ganz einfach - um G wie Jott zu gefallen.

      jutti-  ick schau gerade auf die Uhr und hätt noch 1000 Gedanken (zb., was wäre denn das Äquivalent zum Kunstwort `Religion´zuklären)

      Ick muss ´ab in die Puschen`und los, denn ick bin von einem noch ´organisiertem ´ Zeugen und Frau zum Abendessen eingeladen

      also - bleibt euch, den beiden Höchsten und mir gewogen - Ein NOorg und ein NO Religion - ein bis die taage

    3. Edelmuth an alle

      Guten Abend Petrus 111

      Nach der Bibel handelte Gott mit Menschen. Er handelte mit Abraham, mit Moses, mit den Propheten. Das Volk Israel hatte eine Religion; sie übten diese Religion gemeinsam aus; sie hatten Religionsführer (Priester); sie hatten Gegenstände der Religionsausübung (Stiftshütte, Tempel).

      Die organisatorische Struktur des jüdischen Volkes wurde durch das mosaische Gesetz genaustens geregelt. Die Israeliten mussten sich strickt daran halten, taten es aber nicht immer. Wenn Jehova eine organisatorische Struktur haben wollte, hat er es gesagt und bestimmt, wie sie aussehen sollte.

      Eine christliche Organisation ist in der Bibel nicht beschrieben. Lediglich Versammlungen mit Ältesten, die Gottes Maßstäbe vorbildlich vorleben müssen, sind genannt. Eine christliche Organisation wäre daher von Menschen gemacht und könnte nur Gottes Wohlwollen erreichen, wenn sie seine Maßstäbe erfüllt.

      Jesus als unser größter Lehrer und Vorbild gab sein Leben für uns, damit wir leben können. Er lebte Jehovas Maßstäbe. Älteste müssten zu Ähnlichem bereit sein.

      Schau dich um. Siehst du eine Organisation, die Gottes Maßstäbe widerspiegelt? Alle mir bekannten christlichen Glaubensgemeinschaften missbrauchen das in sie gesetzte Vertrauen, um sich in den Vorstellungen ihrer Gläubigen an Jesu bzw. Jehovas stelle zu setzen, etwas, das dem höchsten Gott nicht gefallen kann.

      Wenn du an der Tatsache, dass es die Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas bereits über hundert Jahre gibt, eine Legitimation Gottes siehst, weil er gegen sie noch nicht eingeschritten ist, um wie viel mehr müssten dann die Katholiken legitimiert sein, die es bereits über 1500 Jahre gibt und deren Mitgliederzahl viel größer als die der Zeugen Jehovas ist.

      Der Nachteil einer dominanten Kirchenleitung besteht darin, dass sich ihre Gläubigen auf deren Aussagen stützen und sie ungeprüft übernehmen, statt vollständig überzeugt zu sein, so wie Jesus es durch seine Gleichnisse lehrte. Fehlt irgendwann diese Kirchenleitung, was dann?

      Ede

  32. Fanny

    Fanny@O.W.Schön

    Da kann ich nur sagen INMAGINE Alles nur INMAGINE in der Org.

    Stell dir vor, es gibt den Himmel nicht, Es ist ganz einfach,wenn du's nur versuchst.

    Keine Hölle unter uns, über uns nur das Firmament.

    Stell dir all die Menschen vor,Leben nur für den Tag.

    Stell dir vor es gäbe keine Länder,dass ist nicht so schwer.

    NICHTS wofür es sich zu töten oder sterben lohnte.

    Und auch keine Religionen.

    Stell dir vor all die Leute lebten ihr Leben in Frieden.

    Du wirst vielleicht sagen, ich sei ein Träumer.

    Aber ich bin nicht der Einzige!

    Und ich hoffe,eines Tages wirst du einer von uns sein,und die ganze Welt wird Eins sein.

    Stell dir vor es gäbe keinen Besitz mehr.Ich frage mich ob du das kannst.

    Keinen Grund für Habgier oder Hunger.

    Eine Menschheit in Brüderlichkeit.

    Stell dir vor,all die Menschen,teilten sich die Welt,einfach so!

    Du wirst vielleicht sagen,so ein Träumer,aber ich bin nicht der Einzige!

    Und ich hoffe eines Tages wirst auch du einer von uns sein und die Welt wird Eins sein.

    Not for Me But John Lennon.

    Fanny

    1. ManfredF

      Liebe Fanny

      ich weiss du hast einfach nur das Positive im Lied von John Lennon bringen wollen und ich bin ein großer Fan der Beatles und vieler Songs von John.

      Aber wenn ich mir vorstellen soll, es gäbe keinen Himmel - also keinen Ort wo wir hin können nachdem wir das Leben auf der Erde beendet haben - und keine Hölle, also keinem Platz wo wir zur Verantwortung gezogen werden für das was wir tun - dass wäre eine Welt, die wäre nicht schön, sie wäre einfach nur traurig. Dann wären wir einfach nur Tiere, die geboren werden, leben und sterben und mehr nicht.

      Dann wäre es ein kurzes Aufflackern in der Unendlichkeit. Menschen könnten machen was sie wollen, "nach mir die Sintflut" - niemand würde zur Verantwortung gezogen. Ob ich keinen Menschen Unrecht tue oder 1 Million Menschen töte, am Ende zerfall ich genauso zu Staub wie der welche nur gutes tut. Einzig die Erinnerung an mich ist unterschiedlich. Hitler ist nicht vergessen und Ghandi auch nicht. Wenn ich aber nachdem ich sterbe einfach nicht mehr exitiere habe ich gar nichts davon.

      Ich glaube, die Hoffnung, dass es etwas nach dem Tod gibt diese Hoffnung treibt die Menschen an, Gutes zu tun.  Leider missbrauchen das einige indem sie den Menschen einreden, jemand zu töten der "ungläubig, böse oder was auch immer ist " wäre auch ein Weg in den Himmel. Grundsätzlich ist der Himmel, ein Ort wo wir die Zeit vergessen können, kein Leid, kein Schmerz keine Träne ist, ein wichtiger "Strohhalm" der uns hilft menschlich zu sein.

      Ich glaube nicht, dass eine Welt voll Atheisten eine bessere Welt wäre. Wenn ich Atheist wäre, also glaube es gäbe keine höhere Macht, dann würde ich viel energischer und rücksichtslos meine Ziel verfolgen: In der kurzen Zeit, die ich habe möglichst viel für mich zu bekommen und vielleicht noch, diesen Besitz oder diese Macht an meine Nachfahren zu übergeben. Klar würde es auch Menschen geben, die weiterhin nur dafür leben, andere zu helfen aber warum sollte die Welt besser sein ohne Hoffnung und ohne Angst auf Bestrafung?

      Was Menschen anrichten, die davon ausgehen, dass sie nicht bestraft werden sondern allerhöchstens irgendwann mal zu Staub zerfallen, kann man ja in der Geschichte sehen.  Was passiert, wenn man den Himmel wegnimmt und statt dessen eine falsche Hoffnung setzt, die man aber nur durch Gehorsam erreicht sieht man bei den ZJ und anderen Sekten. Die Hölle hat bei vielen Christen keine Macht weil sie um der Gnade wissen. Wer als Christ Angst vor der Hölle hat, der hat nicht verstanden, dass man durch Gnade gerettet wird und nicht durch Leisung.

      Also ich stelle mir eine Welt vor, in der alle Menschen Jesus erkannt haben, die Gnade angenommen haben und wissen, dass sie gerettet sind. Dann werden alle Menschen Brüder und Schwestern und es herrscht Frieden und alle sind in der Liebe Jesu bemüht, Nächstenliebe zu leben. Und schauen hoffnungsvoll auf den Himmel weil sie wissen wenn der irdische Lauf vollendet ist, kehren sie heim.

      1. Dominikus Klein

        Hallo ManfredF,
        Du schreibst: "Wenn ich Atheist wäre, also glaube es gäbe keine höhere Macht, dann würde ich viel energischer und rücksichtslos meine Ziel verfolgen: In der kurzen Zeit, die ich habe möglichst viel für mich zu bekommen und vielleicht noch, diesen Besitz oder diese Macht an meine Nachfahren zu übergeben."
        Also Du hast vollkommen recht, gerade für Leute die "viel energischer und rücksichtsloser ihre Ziele verfolgen würden"..."möglichst viel für sich oder seinen Nachkommen bekommen möchten" die brauchen eine "allessehendes" und alles "notierende" Höhere Macht!!
        Richtig, warum soll ich z.B. 10 Euro an eine karitative Einrichtung spenden wenn keine höhere Macht wohlwollend davon Kenntniss nimmt? Warum sollte ich meine Mitmenschen nicht betrügen und belügen dürfen ...?
        Sicherlich gibt es Idioten wie diesen Schreiber, der einfach ohne (Himmels)-Hoffnung oder (Höllen)- Angst vor Bestrafung, aus rein humanistischen Gründen das eine tut und das andere lasst...eben ein Atheist.
        Gruß Domi

        1. nada

          Ich habe unter Atheisten viele Menschen gefunden, die in ihrer Lebensführung wesentlich näher an den lehren Jesu dran waren, als so manch "gläubiger"..

          Und so denke ich, dass sich so mancher atheist wundern wird, über die Belohnung des Christus, wie auch immer sie aussehen mag.

          Unser Herr sieht herzen, die gut sind.

          Er kennt auch die Gründe, die jemanden zum Atheismus bringen.

          Er weiss, Atheismus ist heilbar, so wie alles heilbar ist, auch die Auswüchse von Religion und Fundamentalismus, die mit unter schlimmeres anrichteten an menschlichen Körpern und Seelen, als atheistischen Gedankengut.

          Grüsse

          Nada

          1. Argentum@nada

            Liebe nada,

            gute Gedanken. Sehe ich auch so.

            Whatever- love is the answer.

            Alles Liebe

            Argentum

        2. ManfredF

          Lieber Dominikus

          ich wollte damit nicht Atheisen "über einen Kamm" scheren. Ich bin sicher, unter Atheisten gibt es genauso viel gute und schlechte Menschen wie unter Christen, Moslems oder was auch immer. Ich wollte nur verdeutlichen, dass meiner Ansicht nach (und die ist rein subjektiv) die Menschheit so wie sie heute existiert und vor allem die Gesellschaft, so wie sie heute existiert im Grunde auf ein christliches Fundament steht, dass der Nächstenliebe und Gnade. Und dass ich bezweifle, dass unsere Gesellschaft heute so wäre, wenn es Jesus Christus nicht gegeben hätte und statt dessen der Atheismus das Sagen gehabt hätte. Auch wenn es immer Menschen gibt, die bereit sind, sich für andere zu opfern ist die Bereitschaft größer, wenn man dahinter einen Sinn sieht. Wenn ich nach dem Tod einfach aufhöre zu existieren dann fehlt meiner Ansicht nach ein Teil vom Sinn des Lebens. Und wenn ich sehe, wie rücksichtslos heute im Geschäftsleben und in der Politik agiert wird als ob es kein Morgen gibt und vor allem als ob man niemand Rechenschaft ablegen müsste dann sehe ich heute eine Richtung ala Evolutionstheorie, das Überleben des Stärkeren bzw. Fitteren ist auch beim Menschen angekommen.

          Etwas, was völlig dem entgegensteht was Jesus Christus gelehrt hat. Nicht der ist Stark, der sich durchsetzt sondern der, welche bereit ist für den Schwachen zu sterben.

          Wie gesagt, ich wollte kein Pauschalurteil bringen, sorry wenn das so rüberkam. Ich kenne viele Atheisten, die ich für bessere Christen halte als viele andere, die glauben sie sind Christen.....

          ManfredF

  33. Fanny

    Fanny@Flitz

    Lieber Flitz,danke daß du uns deine Gefühle und Erfahrungen so offen schilderst! Als mein Mann und ich uns von der Versammlung langsam entfernt hatten  mußten wir die selben Erfahrungen machen wie ihr.Am Anfang der Aufwachphase ist es ein Feuerwerk der Gefühle, man  muss viele Dinge auch geistige,neu ordnen.

    Bewußt mit seinen Partner auszusprechen,daß man dieser menschlichen Organisation nicht mehr sein Ohr leihen will hat etwas sehr befreiendes. Den Versammlungen fern zu bleiben oder die Org. ganz zu verlassen bedeutet nicht gleichzeitig seinen Glauben aufzugeben. Im Gegenteil! Der heilige Geist wirkt und wirkt bei jedem der darum bittet.In diesen Sinne wünsche ich euch ganz viel Kraft unseres liebevollen Vaters der  uns zu seiner Zeit befreit.

    Ganz liebe Grüße aus Bayern🙋

    Fanny

    1. Flitz

      Liebe Fanny,

      Lieber Petrus 111,

      Lieber Matthäus,

       

      danke für die lieben und aufmunternden Worte.

      Meinen Glauben habe ich zum Glück nicht verloren. Ich lese jetzt selbst in der Bibel, aber das was ich möchte.

      Momentan beschäftige ich mich mit den Briefen des Johannes, lese auch mal quer durch verschiedene Übersetzungen. Das lesen, nachdenken und die freie Natur helfen uns schon. Meine Frau denkt genauso wie ich, zum Glück. Soziale Kontakte außerhalb der Versammlung bauen wir uns auch auf. Mit unseren Bekannten und Freunden aus der Versammlung reden wir ganz Konsequent nicht über das Thema. Wenn man es selber nicht anspricht, reden die auch nicht darüber.

      Also  alles in allem doch eine relativ gute Situation. Ich hoffe natürlich, dass es bei mir nicht soweit kommt wie bei Dir Petrus111. Einen GE brauche ich derzeit nicht. Wobei es vielleicht den Vorteil hat, dass die Fronten geklärt sind, sofern das nötig ist. Man kann dann öffentlich aufklären...

       

      Vielleicht möchte mich auch jemand direkt anschreiben: flitzbayern@gmail.com

       

      Viele Grüße Flitz

  34. Dominikus Klein

    Möchte ja nicht rechthaberisch erscheinen,
    aber wie das sprichwörtliche "Blinde Huhn dass auch manchmal ein Korn finded", hat der "treue und verständige Sklave" doch etwas wichtiges erkannt und veröffentlichet-daher hebe ich diese wahre Aussage, dieses "Körnchen" hervor:

    Die leitende Körperschaft ist weder von Gott inspiriert noch unfehlbar. Aus diesem Grund kann sie sich in Lehrfragen oder in organisatorischen Anweisungen irren.

    Also warum soll sich der Leser die Mühe unterziehen, "auf diese drei Hilfen einzugehen, durch die sich die leitende Körperschaft im 1.Jahrhundert anleiten ließ"??
    Warum nicht einfach abwarten, der nächste Index der Wachtturm Publikationen "Glaubenansichten klargestellt" wird sicherlich bald veröffentlichet!
    Und bis es soweit ist, mein Rat an alle "Gläubigen Zeugen Jehovas":
    1. Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Oder wie der Lateiner sagt: "Sapere aude" - Wage es, weise zu sein!
    2. Halte deine Geldbörse fest verschlossen! Beachte was Russel in der zweiten Ausgabe der Zeitschrift, "Zions Wacht-Turm" schrieb:
    ",Zions Wacht-Turm' wird, wie wir glauben, von JEHOVA unterstützt und braucht deshalb nie bei Menschen um Unterstützung zu bitten oder zu betteln*. Wenn er, der sagt: ,All das Gold und Silber der Berge ist mein' , nicht mehr die nötigen Mittel zur Verfügung stellt, nehmen wir an, dass es Zeit ist, ihr Erscheinen einzustellen".
    P.S. *Und schon garnicht um das Eisgeld von Kindern... https://www.jw.org/de/publikationen/videos/#mediaitems/BJF/pub-pk_X_19_VIDEO
    Gruß Domi

     

  35. Horst

    Liebe Brüder,

    könnt Ihr diesen Artikel nicht bitte unter "Körperschaft" archivieren ? Da ist m.E. noch keine Eintragung drin .Er enthält aber so viele stichhaltige biblische Gegenargumente zur Verbreitung der "Wachtturm-Gesellschaft"bezüglich ihres Führungsgremiums, dass man diese ab und zu gerne mal nachliest.

    Besonders gehe ich auch mit der Aussage konform, dass es ein Anachronismus an sich ist, wenn die Hauptaufgabe dieser Organisation nur noch darin besteht, sich selbst zu legitimieren und ihre Mitglieder damit unter Druck zu setzen.

    Was hat das noch mit der Verkündigung einer guten Botschaft zu tun, ihr Täter des Wortes, treue Zeugen, Magdas und wie ihr Euch sonst auch immer noch nennen mögt ??

     

    Gruss Horst
    ***************
    Danke für den Vorschlag Horst.
    Machen wir.
    LG

  36. M.N.

    Ihr Lieben,

    gemäß dem "Speise ZUR RECHTEN (!) ZEIT"-Dogma gilt, dass alles, was die oberste JW.Org-Oligarchenrunde in den wt-"Studien"-Artikeln tagesaktuell auf ihre Schäfchen loslässt, auf ein gerade herrschendes "pressing need", also, ein "dringendes Bedürfnis" Bezug nimmt, d. h. auf eine "dringliche NOT-Situation" der JW.Org selbst bzw. ihrer Oberbosse - das, wo es eben gerade BRENNT, wo den JW.Org-Oberen soeben gerade das Bettlaken abfackelt. Anders gesagt: I. V. mit welcher Angelegenheit auch immer die 7er-Herrenrunde Gefahr im Verzug sieht (und zwar Gefahr FÜR SICH SELBST) - GENAU DIESE ANGELEGENHEIT thematisiert sie als "Geistiges Bedürfnis" ihrer Befehlsempfänger "zur RECHTEN Zeit", also genau dann, wann es eben pressiert, weil die Luft brennt.

    Mit dieser Tatsache im Auge braucht man dann nur noch zu fragen: "Wo brennt es also dem obersten Leitungsgremium gemäß dem soeben ausgegebenen JW.Org-Verlagsprodukt soeben gerade?" BINGO: Es rumort gewaltig im Staate JW.Org; die ausgebeulten Hosentaschen infolge der darin immer fester geballten ZJ-Fäuste werden immer dicker; die JW.Org hat einfach nicht die Power, ihre Schäfchen daran zu hindern, sich im Internet schlau zu machen, und somit schwimmen des obersten JW.Org-Direktorium's Felle immer weiter weg, was das "gehorsame", kritiklos/sklavisch untergebene Anerkennen seiner sich selbst verliehenen Machtstellung seitens ihrer Schäfchen anbelangt. Je mehr es die Schäflein wagen, die ihnen von der JW.Org auferlegten Denk-Begrenzungsmauern weiter nach außen zu schieben und Dinge in Frage zu stellen, desto lauter schreien sie ihren Macht(erhalts)anspruch hinaus, so nach dem Motto: "Fehlende gute Argumente werden durch größere Lautstärke wettgemacht." Und dies mehr und immer mehr, weil sich eben dieses "Bedürfnis" (nicht der Schäfchen, sondern der JW.Org und ihrer Gurus), dieser "Übelstand", diese "Notlage" FÜR DIE JW.ORG immer mehr konkretisiert und verdichtet. Die Schäflein erwachen - oder sollte man vielmehr von Katzenbabys reden: Solange deren Äuglein noch geschlossen sind, schlucken sie alles klaglos runter, was ihnen als "göttliche Wahrheit" serviert wird, udn sei es noch so ungeniessbar - doch es kommt die Zeit, da werden aus entzückend/niedlichen Kätzlein nicht mehr ganz so handzahme (Stuben-)Tiger; denen gehen dann nicht nur die Augen auf, sondern ihnen wachsen auch kleine Krällchen, und das Gebiss wird beißfest - AUTSCH!

    So scheint mir das.

    Gruß,
    M.N.

     

    1. Matthäus

      Das ist doch Speise zur rechten Zeit:

       

      * g78 8. 12. S. 4 Lässt du andere für dich denken? ***

      Zu den Taktiken, die angewandt werden, um deinen Geist im Sturm zu erobern, gehören die Tyrannei der Autorität, andere lächerlich machen, beschimpfen, verleumden, verunglimpfen und sarkastische Bemerkungen über sie fallen lassen. Stichhaltige Beweise, verstandesmäßige Überlegungen, Logik? Das sind die schlimmsten Feinde des Propagandisten. Er legt es deshalb darauf an, die Vernunft auszuschalten und die Emotionen anzuheizen.

      ... und was passiert wenn du selbst zu denken beginnst? 

       

      *** w83 15. 4. S. 27 Abs. 19-20 Ausgerüstet für den Kampf gegen böse Geister ***

      Es gibt jedoch einige, die darauf hinweisen, dass die Organisation in gewissen Punkten Änderungen vornehmen musste. Deshalb sagen sie: „Das zeigt, dass wir uns selbst eine Meinung über das bilden müssen, was wir glauben sollten.“ Das ist unabhängiges Denken. Warum ist es so gefährlich?

      20 Solches Denken ist ein Zeichen von Stolz. Die Bibel sagt: „Stolz geht einem Sturz voraus und ein hochmütiger Geist dem Straucheln“ (Sprüche 16:18). Wenn wir auf den Gedanken kommen, wir wüssten es besser als die Organisation, sollten wir uns fragen: „Wo haben wir die biblische Wahrheit ursprünglich kennen gelernt? Würden wir den Weg der Wahrheit kennen, wenn uns nicht die Organisation angeleitet hätte? Kommen wir ohne die Anleitung der Organisation Gott aus?“ Nein, das ist uns nicht möglich. (Vergleiche Apostelgeschichte 15:2, 28, 29; 16:4, 5.)

      1. Edelmuth an alle

        Läßt du andere für dich denken?

        Dieser Artikel steht symptomatisch für die WTG, denn er beschreibt überzeugend ihre Handlungsweise

        Die Propaganda übt einen starken Druck aus. Erliegst du ihm, oder hast du eine eigene Meinung?

        IN DER Schule wird uns beigebracht, wie man zu einer Auffassung gelangt. Die Propagandisten möchten uns beibringen, welche Auffassung wir haben sollten. Ein guter Erzieher beleuchtet alle Seiten einer Frage und fordert die Zuhörer auf, sich dazu zu äußern. Die Propagandisten hämmern auf ihrer Ansicht herum und suchen jede Meinungsäußerung zu verhindern. Vielfach bleiben ihre wahren Beweggründe verborgen. Sie sichten die Tatsachen: Von denen, die zu ihren Gunsten sind, reden sie viel, die anderen dagegen verbergen sie. Sie entstellen und verdrehen Tatsachen, spezialisieren sich auf Lügen und Halbwahrheiten. Sie haben es auf unsere Gefühle, nicht auf unsere Fähigkeit, logisch zu denken, abgesehen. Viele gehen ihnen ohne weiteres ins Garn, weil es keine Mühe kostet, Gefühle zu hegen, während das Denken harte Arbeit ist. Der Propagandist achtet darauf, daß das, was er sagt, vernünftig, richtig und sittlich einwandfrei erscheint und daß du das Gefühl hast, geachtet zu werden und am richtigen Platz zu sein, wenn du entsprechend handelst. Du zählst dann zu den Tüchtigen, du stehst nicht allein, du hast es gut und bist geborgen - jedenfalls nach seinen Worten.

        Die Propagandisten haben wenig Achtung vor der Denkfähigkeit der Leute. Hitler schrieb:

        "Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jedoch die Vergesslichkeit groß . . . Sie [die Propaganda] hat sich auf wenig zu beschränken und dieses ewig zu wiederholen." Lenin hat weniger verallgemeinert. Er benutzte historische und wissenschaftliche Argumente, um die gebildete Minderheit zu überzeugen, aber Schlagwörter und Halbwahrheiten, um die Massen aufzurütteln, weil er glaubte, sie seien unfähig, komplizierte Gedanken zu begreifen. Die Feder ist mächtiger als das Schwert, aber vielfach wird sie benutzt, um dem Schwert den Weg zu bereiten.

        (EW 8.12.1078 S. 3)

        Ede

        1. Edelmuth an alle

          Trick der Propagandisten

          Symbole sprechen das Gefühl an.

          Wörter wie Mutter, Heim, Gerechtigkeit und Freiheit (und JW.ORG) bewegen das Herz. Schlagwörter sind einprägsam und erscheinen äußerst klug. Vorteilhafte Tatsachen werden übertrieben, nachteilige entstellt oder verheimlicht. Beredsamkeit tritt häufig an die Stelle vernünftiger Argumente und lenkt die Aufmerksamkeit von unbequemen Wahrheiten ab, die nicht verheimlicht werden können. Man verfährt nach der Devise: Steck ein Haus in Brand, und während es brennt, plündere anderswo einen Laden.

          Zu den Taktiken, die angewandt werden, um deinen Geist im Sturm zu erobern, gehören die Tyrannei der Autorität, andere lächerlich machen, beschimpfen, verleumden, verunglimpfen und sarkastische Bemerkungen über sie fallen lassen. Stichhaltige Beweise, verstandesmäßige Überlegungen, Logik? Das sind die schlimmsten Feinde des Propagandisten. Er legt es deshalb darauf an, die Vernunft auszuschalten und die Emotionen anzuheizen. Je größer die Erregung, desto geringer das Urteilsvermögen; und unter den Peitschenhieben verletzender Worte und kaltschnäuziger Redegewandtheit wird der Geist in eine bestimmte Richtung gezwungen. Hier und da wird diese offene Form der Propaganda betrieben, doch neuerdings handelt es sich meist um die versteckte Form. Heute sind die Leute gebildeter und durchschauen Hetzreden, daher wird eine weniger aggressive Taktik angewandt.

          Die Fernsehwerbung (und JW.ORG) ist darauf spezialisiert. Produkte (und JW.ORG) werden mit einer glücklichen Familie, schönen Mädchen, faszinierenden Männern, niedlichen Babys, verspielten Kätzchen und jungen Hunden in Verbindung gebracht - das alles gefällt, hat aber nichts mit den Produkten, für die geworben wird, zu tun. Die Fernsehprogramme propagieren oft die neue Moral, materialistische Ziele, die Befriedigung selbstsüchtiger Wünsche. Die Nachrichten sind gefärbt.

          Aber selbst gebildete, intellektuell anspruchsvolle Personen fallen einer Form der Propaganda zum Opfer, die unfair und unsachlich ist. Diese Form der Propaganda tut den Standpunkt eines Andersdenkenden mit einer überlegenen Geste ab und behandelt ihn als bemitleidenswert, als einen Standpunkt, der keine Beachtung verdient. Viele Evolutionisten (und JW.ORG) verhalten sich so, um Fragen auszuweichen, die sie nicht beantworten können. Sie sind nicht imstande, ihre Theorie zu beweisen. Deshalb nehmen sie zu Behauptungen Zuflucht und verspotten jeden, der es wagt, diese anzuzweifeln. Wenn jemand den Gedanken äußert, daß die Evolutionstheorie der Bibel widerspricht, lächeln diese weisen Leute nachsichtig über einen solchen Einfaltspinsel und geben zu verstehen, daß er diese Krücke benötigt, während "intelligente Personen" sich darüber im klaren sind, daß "die Bibel lediglich ein alter Mythos ist". Für ihre Behauptungen erbringen sie keine Beweise, und auch ihre Verleumdungen begründen sie nicht, sondern sie kehren nur ihre Autorität heraus und stellen ihre Meinung als unfehlbar hin, unterdrücken Einwände und schüchtern Andersdenkende ein. Das funktioniert, und anscheinend intelligente Leute, die sich mit der Theorie nicht auseinandergesetzt haben, glauben, sie sei richtig, weil "alle intelligenten Leute das glauben".

          (EW 8.12.1978 S.3)

          (JW.ORG) von mir zum besseren Verständnis nachträglich eingefügt.

          Ede

          1. Tom an alle zu Edes Kopie

            Setze doch einfach den Link Ede als immer nur zu kopieren

            http://www.bruderinfo.de/fixnews/lasst-du-andere-fur-dich-selbst-denken/!

             

          2. Edelmuth an alle

            Die beiden zuletzt von mir geposteten Beiträge sollen einen Eindruck darüber vermitteln, weshalb der Sklave sein Nachschlageliteratur aus den Bibliotheken seiner Gläubigen und in den Versammlungen entfernen lassen will. Beiträge, die ursprünglich gegen andere gerichtet waren, auf den Sklaven bezogen, können verheerende Folgen für ihn haben.

            Nicht ohne Grund reicht die JW.ORG-Bibliothek nur 5 Jahre zurück. Alles, was davor war, ist offensichtliche altes Licht und Schnee von gestern. Sollten sich dennoch unbemerkt kritische Beiträge im Bestand der letzten 5 Jahre befinden, kann der Artikel unverzüglich gelöscht oder umgeschrieben werden und keiner merkt es. Kritische Geister können anhand des Suchwortes sofort dingfest gemacht werden.

            Wenn künftig nur noch per Videoclip gelehrt wird, gibt es nicht einmal eine Nachschlagemöglichkeit. Dann kann man ihm seine "(Irr-)Lehren" nicht mehr anhand seiner Literatur nachweisen.

            Ede

      2. Flitz

        Ich war bzw. bin seit 35 Jahren bei den ZJ. Im Frühjahr 2016 war es für mich an der Zeit aufzuwachen. Ein langer, zwiespältiger und teilweise schmerzhafter Prozess, der (leider? oder zum Glück?) unumkehrbar ist.

        Gestern waren meine Frau und ich, statt in der Zusammenkunft, lecker Essen in der Stadt. Gestern Abend war ich froh nicht in die Versammlung gehen zu müssen. Heute morgen fühle ich mich trotzdem schlecht. Es sind einfach tiefsitzende Gefühle und Gewohnheiten die man langsam ablegen muss.

        Letzte Woche war ich seit längerer Zeit mal wieder in der Versammlung und ich war wirklich überrascht über die herzliche Begrüßung, und über liebe Freunde die sich wirklich Sorgen um uns machen. Natürlich fällt es schwer sie "vor den Kopf zu stoßen". Aber warum wiederkommen? Wegen den netten Bekanntschaften? Ich weiß genau, wenn ich wieder in den Trott einsteige, dann kommt wieder der Druck, und die regelmäßigen "Ermunterungen" jetzt in den letzten Tagen nicht nachzulassen das zu tun was wirklich wichtig ist, und jetzt sein äußerstes ...blablabla. Dann sind wir wieder ganz schnell der "fragwürdige" Umgang, der zu wenig geistige Ziele hat. Dann spürst man wieder die versteckte Aggression hinter einem lächelnden Gesicht, weil man nicht gut genug ist, oder weil der andere nicht möchte, dass man denkt, dass er nicht gut genug ist.

        Warum schreibe ich das jetzt?

        Weil die Kommentare von M.N. und Matthäus heute morgen für mich persönlich die "Speise zur rechten Zeit" waren.

        Was bedeutet das?

        Diese Internet Seite ist für einen "Erwachten" wie mich so wichtig!

        Deshalb: Vielen Dank, und macht weiter so!!!

        Viele Grüße Flitz

        1. Petrus111

          Lieber Flitz,

          Du weißt es selbst am besten:
          JZ sind zu Menschen an den Predigtdiensttüren freundlich, weil sie sie bekehren wollen. Im Übrigen bezeichnen sie ihre Mitmenschen als "Weltmenschen", die Teil von Satans System sind. Sie nutzen und benutzen dieses System - wollen aber dazu nur so wenig wie möglich beitragen; dieses System sei ja zum Untergang verurteilt...

          JZ sind zu ihren Glaubensbrüdern freundlich - und das meinen sie auch so. Sie sehen sich als elitäre Klasse - und natürlich wird man als Glaubensbruder (noch) freundlich begrüßt, wenn man nach längerer Zeit wieder auftaucht. In dem Moment, wo man diesen Menschen sagt, dass man zwar auch weiterhin Christ ist, sich jedoch nicht mehr zur Organisation der JZ bekennt, ist man "ausgeschlossen"; die Gemeinschaft wird einem entzogen - mit der Folge, dass sie einem noch nicht mal im Supermarkt "Guten Tag" sagen.

          Dieses Benehmen, das sie wirklich an den Tag legen, ist abartig und pervers - das ist eigentlich menschen-unmöglich - aber JZ können sowas.

          Ich treffe meine früheren Glaubensbrüder auf Konzerten oder bei kulturellen Veranstaltungen. Sie begrüßen meine Frau verschämt freundlich in dem Bemühen, mich aber links liegen zu lassen. Kürzlich fand ich einen Brief einer "Schwester" im Briefkasten: ... man vermisse meine Frau in der Versammlung - sie solle doch wieder in die Versammlung kommen...
          Darauf rief ich die Schwester an und teilte ihr mit: "meine Frau und ich sind nach wie vor zusammen; wir sind nur gemeinsam oder gar nicht zu haben; wenn man mich ächtet, ächtet man auch meine Frau, weil die nämlich zu mir steht...".    Schweigen war die Reaktion.

          Lieber Flitz, so ist die Realität - der auch Du Dich auf Deinem Weg alsbald ausgesetzt sehen wirst. ABER: auf die Gesellschaft von 8000.000 Zeugen Jehovas kann ich verzichten, wenn ich mich statt dessen gegenüber 8000.000.000 Menschen als Christ zeigen darf.

          Ups - wie zeige ich mich als Christ? Nicht, indem ich die Menschen missioniere, sondern indem ich jeden einzelnen als "Nächsten" annehme und durch meine christliche Persönlichkeit beeindrucke - und im Übrigen meinen Glauben an Christus und seine Erlösung bekenne (falls mich einer fragt - natürlich!) Ich liebe meinen Nächsten wie mich selbst - unabhängig davon, zu welcher Religionsgemeinschaft der gehört, denn das muss doch jeder Mensch selbst mit Gott abmachen!
          Das habe ich persönlich schon immer so gesehen - und engagiere mich daher gegenüber einzelnen hilfsbedürftigen Menschen und auch in Vereinen - deshalb war ich ja den Ältesten in der Versammlung ein Dorn im Auge - und sie haben einen Anlass gegen mich gesucht - nach vielen Jahren auch gefunden und mich unter Vorwänden ausgeschlossen.

          Dein Weg wird kein leichter sein! Such Dir bitte soziale Kontakte außerhalb der Org... baue sie auf und pflege sie - denn die Ächtung der Gruppe ist sonst ziemlich hart. Da Ihr Euch schon eine Weile entfernt habt, scheint Ihr ja ganz gut ohne die soziale Gemeinschaft zurechtzukommen - das ist schon sehr gut. Achtet auf Eure Psyche - der Bruch ist sonst doch am Anfang sehr heftig.

          beste Grüße

          Petrus111

        2. Matthäus @ Flitz

           

          Dann ist sicher auch diese Aussage (Belehrung?) für dich eine Hilfe:

           

          *** g90 22. 5. S. 14 Fünf übliche Irreführungen, vor denen man sich in acht nehmen sollte ***

          Lernen wir, zwischen rechtmäßigen Angriffen auf das Gesagte und unrechtmäßigen Angriffen auf die Person zu unterscheiden. Lassen wir uns nicht durch das Herausstellen von Autorität, durch die Aufforderung, mit der Masse zu gehen, durch Entweder-oder-Denken oder durch zu grobe Vereinfachung täuschen — besonders wenn es um etwas so wichtiges wie religiöse Wahrheit geht.

          Obiges passt allerdings so gar nicht zu dieser Behauptung:

          g94 8. 6. S. 21 Ist die Bibel gegen Gedankenfreiheit? ***

          Die Bibel ermuntert dazu, den Verstand voll einzusetzen, allerdings nicht ungezügelt.

          Wir sollen ja Begierden zügeln, unsere Zunge zügeln... aber wo steht, wir sollen den VERSTAND zügeln? Anders ausgedrückt:

          Begrenze Deine Intelligenz! Höre auf zu Denken, wenn es uns missfällt! 

  37. Fanny

    Fanny@O.W.S

    Lieber O.W.S. ich habe jetzt erst deinen Kommentar an mich gelesen.Vielen Dank für deine Mühe das schöne Lied umzukrempeln.

    TJA,nun bin ich 52 Jahre alt und bin erst seit Guten 3Jahren von der Org. weg. Die Lehre der WTG bildet eine Mauer um die Gläubigen. Sehr gut beschrieben! Ein Steinchen aus dieser Mauer zu entfernen hilft noch nicht zur Flucht.Um eine ganze Mauer einzureißen braucht es mehr als Mut.

    Wenn man es genau nimmt,so habe ich mich zwar von den Lehren der WTG getrennt aber wenn man von klein an dabei war ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit sich die Org. aus den Herzen zu reißen.Immer wieder mal schimmert sie durch aber sie hat keine Macht mehr über mich.

    Eine Organisation die es schafft um die Botschaft der Bibel eine eigene Mauer zu bauen und diese auch noch 8 bis9 Millionen Menschen andreht ist nicht zu unterschätzen.

    In dem Sinne:Down with the Stones of WTG AND Other organizations!!!

    Liebe Grüße an dich und deine Familie aus dem Bayernlandl.

    FANNY

    1. O.W.Schön@Fanny

      "THE SOUND OF SILENCE"

       

      Liebe Fanny,

      es mögen mir bitte Simon & Garfunkel verzeihen, dass ich sie mit etwas so Unchristlichem in Verbindung bringe wie jw.org: "I am so sorry, please forgive me!!!"

      Für mich, liebe Fanny, sind Jehovas Zeugen die Meister des Schweigens, des Wegsehens und des Nicht-Wissen-Wollens, eben die Meister des "The Sound of Silence". Daher widme ich ihnen auch ein paar Strophen des Liedes in Deutsch:

      The Sound of Silence

       

      Hallo Dunkelheit, mein alter Freund.

      Ich kam, um mal wieder mit dir zu sprechen,

      denn eine Vision hinterließ leise schleichend,

      ihre Samen, während ich schlief.

      Und diese Vision, die in mein Hirn gepflanzt wurde,

      verbleibt nach wie vor im Klang der Stille...

       

      ..."Narren", sagte ich, "ihr wisst nicht, dass die Stille

      wie Krebs wuchert. Hört meine Worte, so dass ich euch

      lehren kann. Nehmt meine Arme, damit ich euch erreichen kann."

      Aber meine Worte fielen wie leise Regentropfen und hallten

      in dem Brunnen der Stille.

       

      Und die Menschen verbeugten sich und beteten

      den Neon-Gott an, den sie erschaffen hatten.

      Und das Zeichen blitzte seine Warnung hinaus

      in den Worten, die es formte.

      Und das Zeichen besagte:

      "Die Worte der Propheten sind auf die Wände

      der U-Bahnen und Flure der Mietskasernen geschrieben."

      Und sie flüsterten in den Klängen der Stille...

       

      Jehovas Zeugen beten ihren "Gott des Neuen Lichtes" an, ihren "Neon-Gott", den sie selbst erschaffen haben, den Gott, der seit über 140 Jahren falsch prophezeit und falsch weissagt, den Gott, der angeblich mit neuem Licht alles "alte Lügen-Licht" wieder zurecht rückt und hinbiegt. Und sie schweigen... und sie schweigen... und sie wollen von all ihren religiösen Lügen nichts mehr wissen und schweigen...

      "The Sound of Silence of liars!!

      O.W.S.

       

       

       

       

       

  38. FredBocüs@Autor

    Die Argumente des Artikels entgegen dem Lieblingsthema der WTG sind sehr präzis und auch biblisch untermauert. Die Erfindung dieser Leitenden Körperschaft legitimiert den treuen und verständigen Sklaven, der sich als einziger Kanal zwischen Gott und den Gläubigen darstellt.
    Noch vor einem Jahr hätten mich im Wachtturm-Studium die Aussagen der einzelnen Abschnitte nicht gestört, ist man doch noch in der ORG und sieht darin die Wahrheit. Jetzt von aussen betrachtet muss ich mich fragen, wie konnte ich nur so naiv sein?
    Solche Artikel überzeugen mich immer wieder und bestätigen den richtigen Weg gegangen zu sein.  Vielen Dank dafür.

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