EINE SICHTBARE KÖRPERSCHAFT UNTER EINEM UNSICHTBAREN FÜHRER?

Aber ihr sollt euch nicht ›ehrwürdiger Lehrer‹ nennen lassen; denn ihr seid untereinander alle Brüder, nur einer ist euer Lehrer. Ihr sollt euch auch nicht ›Lehrmeister‹ nennen lassen, denn auch Lehrmeister ist bei euch nur einer: Christus, der versprochene Retter.

lk-3-001Gemäß der Lehre von Jehovas Zeugen benötigt die Versammlung Gottes eine „leitende Körperschaft“, um Anbetung und Glaube der Christenversammlung mit festgesetzten Regeln zu fördern. Die Versammlung Gottes soll geleitet und geführt werden von einer auserwählten Gruppe Gesalbter, welche direkt von Jesus Christus beauftragt wurde, um als „treuer Sklave“ für die geistige Speise der Versammlung zu sorgen.

 

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Der “leitenden Körperschaft“ (kurz „LK“) von Jehovas Zeugen scheint es zurzeit das wichtigste Anliegen zu sein, ihre Stellung und Machtposition vor ihren Schäfchen zu begründen und zu verteidigen. In fast jedem Wachtturmartikel betont sie, dass sie, die leitenden Körperschaft, der „treue und verständige Sklave“, die alleinige Lehr und Richtlinienkompetenz über die Christenversammlung habe. So auch im Studienwachtturm Februar 2017, unter dem Thema: „Wer führt Gottes Volk heute?“ 

Jener Artikel beginnt mit einem Hinweis auf die Himmelfahrt Jesu. Zitat aus Absatz 1 und 2: „JESU Apostel starrten in den Himmel und sahen, wie ihr Herr Jesus hinter einer Wolke verschwand. … Wie sollten sie das bloß schaffen? Jesus hatte ihnen versichert, sie würden bald heiligen Geist empfangen (Apg. 1:5). Doch ein internationaler Predigtfeldzug erforderte Führung und Organisation. In alter Zeit gebrauchte Jehova sichtbare Vertreter, um sein Volk zu führen und zu organisieren. Vielleicht haben sich die Apostel daher gefragt: „Wird Jehova jetzt einen neuen Führer ernennen?“ [Hervorhebungen in den Zitaten generell durch mich]

Ich glaube nicht, dass sich die Jünger Jesu auch nur ansatzweise diese Frage gestellt haben. Warum? Weil Jesus diese Frage schon mehr als deutlich beantwortet hatte, denn er hatte seinen Jüngern versprochen: Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt, daher lehrt die Menschen alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.“ (Matth. 28:20)

Es ist mehr als abwegig, dass die Apostel sich gefragt haben, wer von ihnen wohl als Organisator oder Führer eingesetzt würde, um ein Predigtwerk zu leiten und zu beaufsichtigen. Doch unbeeindruckt von dieser Tatsache spinnt der Autor des Artikels seinen Gedanken weiter, indem er so tut, als ob die Apostel nichts Eiligeres zu tun hatten, als ein Leitungsgremium zu installieren. Die Tatsache, dass die Jünger Jesu unter Gebet Matthias als Ersatz für Judas Iskariot auswählten, wird in diesem Zusammenhang als eine wichtige organisatorische Handlung präsentiert, um, wie man im Zeugenjargon sagt, einem wichtigen organisatorischen Bedarf abzuhelfen. Man impliziert den Gedanken, ohne diese Entscheidung wäre der Auftrag Jesu nicht durchführbar gewesen. Bemerkenswert ist die Wortwahl, die man gebraucht, um den Eindruck zu erwecken, auch die heutige LK gehe ähnlich vor, um organisatorische Belange zu regeln.

Zitat aus Absatz 3: „Weniger als zwei Wochen später zogen Jesu Jünger die Schriften zurate, beteten um Anleitung und wählten Matthias aus, der Judas Iskariot als 12. Apostel ersetzen sollte (Apg. 1:15-26). Warum war es ihnen und Jehova so wichtig, für Ersatz zu sorgen? Matthias konnte einem wichtigen organisatorischen Bedarf abhelfen.“ Die benutzte Sprache und Aneinanderreihung von Gedanken legt so nahe, dass eine dringende Notwendigkeit zwecks Organisation bestand, dass dies Jehova ebenso wichtig und dringend gewesen sei und dass die LK angeblich auch heute noch genau diesen Bedarf stillen würde.

Im Absatz 3 folgt dann auch gleich der nächste Schachzug in der Argumentationskette der Wachtturmgesellschaft (WTG): Jesus hatte seine Apostel nicht lediglich ausgewählt, damit sie ihn in seinem Dienst begleiteten. Sie sollten in Gottes Volk eine entscheidende Führungsrolle übernehmen. Was war das für eine Rolle, und wie bereitete Jehova die Apostel durch Jesus darauf vor?“

Und schon wird Matthäus 24: 45 angeführt, wo Jesus angeblich von der Einsetzung eines Gremiums spricht, welches als „treuer und verständiger Sklave“ fungieren soll.

Ja, die Bibel spricht davon, dass der Christenversammlung „ältere Männer“ vorstanden, welche Ehre und Respekt verdienten. Doch diese Männer standen der jeweiligen Ortsversammlung vor, jedoch nicht als Zentralkomitee, welches von Jerusalem aus allen Versammlungen Anweisungen erteilen sollte. Warum kann man das mit Bestimmtheit sagen?

Es gibt zahlreiche Belegstellen in den Briefen der Apostel und der Apostelgeschichte, welche zeigen, dass die Apostel in Jerusalem keine Anweisungen erteilten, weder in organisatorischer Hinsicht, noch in der Lehre.

1. Korinther 7:25: „Nun zu eurer Anfrage im Hinblick auf die, die noch unverheiratet sind. Ich habe diesbezüglich keine ausdrückliche Anweisung vom Herrn; aber weil der Herr mich in seinen Dienst gestellt hat, könnt ihr meinem Urteil vertrauen.“ 

1. Korinther 8:1: „Und nun zu einem anderen Punkt, den ihr angesprochen habt: Darf man Fleisch essen, das den Götzen geopfert wurde?“

Was zeigen diese Texte? Offenbar richtete die Gemeinde in Korinth ihre Anfragen an Paulus, nicht an eine leitende Körperschaft in Jerusalem. Es ist offensichtlich, dass die einzelnen Versammlungen autark waren und nicht von einer Zentralen Gruppe geführt wurden. Selbst die Apostel wirkten autark und unabhängig voneinander, alleine der Führung Jesu Christi verpflichtet.

Man kann die Christenversammlungen, wie z. B. die 7 Versammlungen, welche in der Offenbarung erwähnt werden, nicht als Teil einer Organisation bezeichnen. Schon die Tatsache, dass Johannes an jeder Versammlung ganz andere Beanstandungen hatte, beweist, dass sie von keiner gemeinsamen Führung oder einer „leitenden Körperschaft“ geführt wurden. Auch wurden teilweise verschiedene Lehren gelehrt, was im Falle einer zentral geführten Organisation nicht der Fall sein konnte. 

Aber ist die Christenversammlung nicht eine Organisation?

Eine einzelne Christenversammlung als Organisation zu bezeichnen ist sehr gewagt. Natürlich gab es Älteste, natürlich hat man sich über notwendige Dinge abgesprochen. Aber Absprachen über notwendige Dinge des Zusammenlebens trifft man auch mit seinen nächsten Angehörigen. Es handelt sich deshalb noch immer nicht um Organisationen in dem Sinne, wie es die WT-Organisation ist.

In Absatz 4 wird man zu der Frage gebracht, welche Aufgaben der sichtbaren Körperschaft von ihrem unsichtbaren Führer Jesus Christus übertragen wurden. Zitat: „Zu Pfingsten 33 u. Z. übernahmen die Apostel die Führung der Christenversammlung.“

Nun, es ist richtig, dass die Apostel nach der Ausgießung des Heiligen Geistes führend vorrangingen, was das Evangelisieren anbelangt, jedoch taten sie dies voneinander unabhängig und autark. Es ist nicht so, dass sie zu Pfingsten 33 durch die Ausgießung des Heiligen Geistes als sichtbare Körperschaft eine Machtposition erhielten, um über die Geschicke der Versammlung zu wachen und zu entscheiden.

Weiter heißt es in Absatz 4: „Die Apostel verwalteten die Geldmittel der Versammlung“ Mit dieser Äußerung möchte man belegen, dass auch die heutige sichtbare Führung das alleinige Recht hat, die Geldmittel zu verwalten, und man verweist auf Apostelgeschichte 4:34 und 35, wo wir lesen: „In der Tat, nicht einer unter ihnen litt Not; denn alle, die Besitzer von Feldern oder Häusern waren, verkauften sie gewöhnlich und brachten den Wert der verkauften Dinge, und sie legten ihn jeweils zu den Füßen der Apostel nieder. Darauf wurde einem jeden zugeteilt, so wie er bedürftig war.“

Einem neutralen Leser sticht beim Lesen dieser Verse eigentlich eine andere Aussage ins Auge und zwar jene, dass niemand unter ihnen Not litt, weil die, welche Felder und Häuser hatten, sie verkauften und den Erlös den Aposteln überließ. Diese teilten einem jeden zu so, wie er bedürftig war. Die Kernaussage dieses Verses ist also: Die Apostel sorgten dafür, dass keiner Not litt, indem sie die Spenden je nach Bedarf an die notleidenden Glieder verteilte. Wir lesen nichts davon, dass die Apostel zu Spenden aufriefen und veranschlagten, welche Summe für welches Vorhaben der Apostel benötigt würden, welche dann die Gemeinde aufzubringen sich verpflichten musste.

Wir lesen auch nichts davon, dass die Apostel zur Förderung des Predigtwerkes große Geldsummen einsammelten, um Bauprojekte zu verwirklichen, ihren eigenen Transport zu finanzieren oder viele Schriftrollen zu produzieren, zu beschriften und diese in der ganzen damals bekannten Welt zu verteilen. Und das nicht deshalb, weil es – wenn man es mit den selbstauferlegten Bedürfnissen der WTG vergleicht – damals weder Buchdruckkunst und Offsetanlagen, noch Medien wie Videos und das Internet, noch Autos für Fahrzeugflotten gab, sondern weil es nicht notwendig war, unter der Leitung des von Jesus Christus versprochenen Helfers, des Heiligen Geistes, mit materiellen Mitteln zu arbeiten.

Im Vordergrund der Verwendung finanzieller Mittel stand für die Apostel die Not der Armen. Das ist die Botschaft von Apostelgeschichte 4:34-35: Nicht die Macht über Geld, sondern das Verteilen finanzieller Mittel zur Linderung von individueller Not war das Anliegen der Apostel.

Das Zitat aus Absatz 4 geht weiter: Sie kümmerten sich um die geistigen Bedürfnisse des Volkes Gottes …“   Ja, die Apostel lehrten die Versammlungen, aber nicht nur die Apostel, sondern jeder, wie er durch den Geist getrieben wurde, wie in 1. Kor. 14:26-32 steht: Wenn ihr zusammenkommt, trägt jeder etwas bei: einer einen Psalm, ein anderer eine Lehre, der dritte eine Offenbarung; einer redet in Zungen und ein anderer deutet es … Wenn aber niemand es auslegen kann, soll auch keiner vor der Gemeinde so reden. Er soll es für sich selber tun und vor Gott … So lernen alle etwas und alle werden ermutigt … Die Äußerung prophetischer Eingebungen ist dem Willen der Propheten unterworfen“, und man ist geneigt, hinzuzufügen: „Nicht einem Sklaven, der die Speise austeilt“.

Es gab keine „Arbeitshefte“ oder „Vortrags-Disposition‎en“. Auch keine feste Programmstruktur. Jeder Christ hat direkt durch den Geist Gottes Gaben erhalten, unabhängig von einer Sklavenklasse, so der Apostel Paulus in Römer 12:7: „Gott hat jedem von uns unterschiedliche Gaben geschenkt. Hat jemand die Gabe, in Gottes Auftrag prophetisch zu reden, dann muss dies mit der Lehre unseres Glaubens übereinstimmen“.

Die Bibel liefert keinen Hinweis darauf, dass ein Gremium entscheidet, was „Speise zur rechten Zeit“ oder was „geistige Bedürfnisse“ sind. Der Begriff „geistige Bedürfnisse“ ist in den Evangelien nirgends zu finden, außer in der Neue Welt Übersetzung (NWÜ), herausgegeben durch die WTG. Es ist eine Worthülse der WTG ,welche sich auf die von ihr selbst erfundene Wendung zu Mat. 5:3 stützen soll. (Siehe Glossar, unter Geistige Bedürfnisse)

Bei der „geistigen Speise“ geht es lediglich um die von der WTG vermittelte Belehrung. Das was die Apostel den Gliedern der Versammlung vermittelten, war der Glaube an Jesus Christus. Und es war der Glaube an Christus, der dazu führte, dass die Gemeinden an Zahl wuchsen. Apostelgeschichte 6: 4-6: „Vor allem in Jerusalem wuchs die Zahl der Gläubigen ständig. Unter ihnen waren viele jüdische Priester, die zum Glauben an Jesus gefunden hatten.“

Ein weiteres Zitat aus Absatz 4: „Und sie (die Apostel) beauftragten erfahrene Christen, das Predigtwerk in neuen Gebieten zu fördern. Im Lauf der Zeit unterstützten andere gesalbte Älteste die Apostel in Angelegenheiten der einzelnen Versammlungen.“

Dadurch, dass die WTG an dieser Stelle auf einen Bibelvers verweist: „(Apg. 8:14, 15)“, versucht die WTG den Eindruck zu erwecken, die Apostel hätten das Predigtwerk in der Tat organisiert; der Begriff „Gebiet“ wird aufgebracht und mit dem vermeintlichen Handeln der Apostel verwoben. Tatsächlich handelte es sich in Apostelgeschichte 8: 14 und 15 um ein einmaliges Ereignis. Es wird nichts darüber gesagt, dass Gebiete mit passenden Aufsehern eingeteilt wurden. Die Anführung des Bibelverses dient nur dazu, beide Konzepte geschickt miteinander zu verweben und dazu den Vers als vermeintlichen Beweis für eine vermeintlich zentralistisch geführte Organisationsstruktur der ersten Christenversammlungen zu missbrauchen.

Lesen wir einmal den angegebenen Bibeltext, der im Absatz selber ja nicht ausgeschrieben steht: Wenn wir den angeführten Text lesen, ergibt sich ein anderes Bild.

„Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Petrus und Johannes. Die kamen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen.“

Ja, die Ältesten in Jerusalem schickten Petrus und Johannes nach Samaria, aber nicht als leitende Körperschaft, die das Predigtwerk organisierte. In Samaria gab es schon Versammlungen, welche ohne Zutun der Apostel in Jerusalem den Glauben an Christus angenommen hatten, sondern allein durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Die gesamte Apostelgeschichte ist ein Beleg dafür, wie die Christenversammlung alleine durch die Kraft des Geistes Gottes wuchs. Die Apostel wurden so gut wie nie gefragt oder hatten auch nur ansatzweise etwas organisiert, damit die Botschaft sich verbreitete.

Alle Apostel wurden direkt von und durch den Geist Gottes geführt und geleitet, so wie z. B. Philippus oder Paulus. Weiter mit einem Zitat aus dem folgenden Absatz 5 des Studienartikels: Christen im 1. Jahrhundert erkannten, dass Jehova die leitende Körperschaft durch Jesus führte. Wie konnten sie sich da so sicher sein?“

Ja, wo ist der Beweis, dass die ersten Christen erkannten, dass Jehova „die leitende Körperschaft“ durch Christus führt? Man beachte den Aufbau der angeblichen Organisationsstruktur, wie er im Absatz 5 erklärt wird: JEHOVA führt die leitende Körperschaft durch JESUS (der aber nach diesem Satz nicht mehr erwähnt wird), und die Christenversammlung wiederrum wird durch die LEITENDE KÖRPERSCHAFT geführt, welche speziell von JEHOVA durch den HEILIEGN GEIST befähigt wird. Was für ein organisatorisches Monster! Und im Absatz 6 kommen dann noch die ENGEL dazu, wenn gesagt wird: „Engel unterstützten die leitende Körperschaft.“

Also im Klartext: „die leitende Körperschaft“ ist der Hauptakteur hier auf der Erde im Werk Gottes, und selbst die Engel haben nur eine unterstützende Funktion, um das Evangeliumswerk voranzubringen.

Weiter wird im Absatz 5 behauptet: „Heiliger Geist befähigte die leitende Körperschaft (Joh. 16:13)“. Der angeführte Belegtext für diese Behauptung, Joh. 16:13, zeigt zwar, dass der Heilige Geist über alle Jünger und Apostel ausgegossen wurde, was man auch selbst in diesem Artikel zugibt, doch es wird im selben Satz frisch und frei behauptet, besonders die Apostel und andere Älteste in Jerusalem seien durch eine besonderen Portion des Heiligen Geist befähigt worden, als „leitende Körperschaft“ von Jerusalem aus das Werk zu leiten.

Als Beweis dafür, dass damals eine sogenannte „leitenden Körperschaft“ (in der Bibel selber kommt der Begriff nicht vor!) durch den Heiligen Geist geleitet wurde, werden nachfolgend einige Begebenheiten angeführt:

Zum Beispiel soll 49 u. Z die „leitende Körperschaft“ in Jerusalem eine Entscheidung zum Thema Beschneidung getroffen haben. Die Entscheidung und Anweisung der „leitenden Körperschaft“ in dieser Frage sollen dann die Versammlungen umgesetzt haben, was dazu führte, dass die Versammlungen „im Glauben weiterhin befestigt wurden und von Tag zu Tag an Zahl zunahmen.“

Doch die Tatsache, dass bei einer einzigen Gelegenheit in Jerusalem sozusagen ein Konzil abgehalten wurde, beweist noch lange nicht, dass dort eine „leitende Körperschaft“ tätig war. In Wirklichkeit gingen Paulus und Barnabas nach Jerusalem, weil dort der Streit bzw. das Problem um die Beschneidung aufgekommen war. Die Initiative ging nicht von einer „leitenden Körperschaft in Jerusalem“ aus sondern von Paulus und der Versammlung von Antiochia. Es gab einen nicht geringen Streit um die Frage, ob Heidenchristen verpflichtet werden sollten, sich gemäß jüdischem Brauch beschneiden zu lassen, wie einige Pharisäer in Jerusalem, die Christen geworden waren, durchsetzen wollten.

Die Gemeinde von Antiochia ordnete an, dass Paulus und Barnabas und einige andere nach Jerusalem hinaufziehen sollten, um diese Frage zu klären. Als sie nach Jerusalem kamen, wurden sie von der gesamten Gemeinde empfangen und die gesamte Gemeinde traf die Entscheidung, nicht nur eine „leitende Körperschaft“ bestehend aus den Aposteln.

Auch als Paulus bekehrt wurde, wurde er nicht nach Jerusalem zitiert, er wurde nach Damaskus gesandt. Die Anweisungen, die er bekam, kamen nicht durch ein Glied irgendeiner „leitenden Körperschaft“ in Jerusalem, sondern durch einen Christen aus der Gemeinde in Damaskus mit Namen Ananias, Apg. 9:1-17.

Weiter zu einem Zitat aus Absatz 6: Engel unterstützten die leitende Körperschaft. Bevor Kornelius als erster unbeschnittener Nichtjude ein getaufter Christ wurde, wies ihn ein Engel an, den Apostel Petrus holen zu lassen.“

Frage: In welcher Beziehung stehen die Themen „Die Engel unterstützten die ‚leitende Körperschaft‘“ und „die Bekehrung von Kornelius“? Auch hier wird versucht, durch das Aufbringen zweier Themen stillschweigend den Begriff „leitende Körperschaft“ für die damalige Zeit zu untermauern. Ein Engel sagte Kornelius, er solle Petrus herbeiholen lassen, wodurch Petrus erkannte, dass der Nichtjude Kornelius als Christ getauft werden durfte. Der Engel fungierte als Übermittler einer Botschaft Gottes, so wie es in der Bibel häufig berichtet wird. Die Begebenheit beweist jedoch nicht, dass es damals eine „leitende Körperschaft“ gegeben hätte.

Die Apostel in Judäa und Jerusalem hörten, dass auch Leute aus den Nationen das Wort Gottes angenommen hatten. Petrus berichtete, wie er durch einen Engel (nicht durch eine „leitende Körperschaft“!) nach Jọppe, geschickt wurde. Der Engel führte Petrus, nicht eine „leitende Körperschaft“, nach Joppe. Auch das Wort „unterstützen“ ist nicht durch Bibelstellen zu belegen oder herzuleiten. Die Engel unterstützten nicht die Apostel in Jerusalem, sie wirkten vollständig unabhängig von den Aposteln.

Auch die Tatsache, dass Paulus unabhängig von den Aposteln für einen bestimmten Auftrag direkt von Christus erwählt und eingesetzt wurde, ist ein Beleg dafür, dass es in Jerusalem keine „leitende Körperschaft“ gab. Diese menschliche Körperschaft hätte wohl nie einen ehemaligen Pharisäer und Christenverfolger wie Paulus eingesetzt.

Aus Gal. 1:1, 10,11,16,17 geht deutlich hervor, dass Paulus weder sein Apostelamt noch seine geistige Führung von oder durch Menschen oder durch die Apostel oder durch eine „leitende Körperschaft“ in Jerusalem erhielt. Er reiste erst drei Jahre nach seiner Taufe nach Jerusalem. Dabei sah er während seines 15-tägigen Aufenthalts nur Petrus und Jakobus, aber sonst keine weiteren Apostel, Gal. 1:18-20. Danach hielt sich Paulus in der Versammlung Antiochia und nicht in Jerusalem auf. Es war die Versammlung Antiochia, nicht Jerusalem, die ihn zu seinen Missionsreisen aussandte.

Erst nach 14 Jahren ging er wieder nach Jerusalem, Gal 2:1,2. Das mag vielleicht die Zeit gewesen sein, als besagtes Konzil wegen der Beschneidung abgehalten wurde. Wenn er sagt, dass er „zufolge einer Offenbarung“ nach Jerusalem ging, zeigt dies auch, dass Christen nicht in der Regel oder ständig nach Jerusalem gingen, um alle möglichen Fragen dort entscheiden zu lassen.

Bei dem Konzil zur Streitfrage der Beschneidung waren Faktoren im Spiel, die einmalig waren und die keine Legitimation für eine sogenannte „leitende Körperschaft“ der Zeugen Jehovas in unserer Zeit darstellen.

Auch war es so, dass die ganze Versammlung in Jerusalem beteiligt war und nicht nur eine so genannte „leitende Körperschaft“ Apg. 15:22. Es war auch nicht eine „leitende Körperschaft“, welche die Entscheidung in dieser Streifrage traf und Anweisungen an allen Versammlungen senden lies, sondern wiederum die gesamte Versammlung: „Da befanden es die Apostel und die älteren Männer zusammen mit der ganzen Versammlung für gut, Männer aus ihrer Mitte auszuwählen und sie mit Paulus und Bạrnabas nach Antiọchia zu senden …“

Alleine diese Fakten belegen, dass Jesus Christus niemals eine „leitende Körperschaft“ oder einen „treuen und verständigen Sklaven“ eingesetzt hat, um sein Werk zu vollenden. Er gebrauchte alleine den Heilige Geist, um Menschen zu befähigen, für eine bestimmte Aufgabe zu wirken. Außerdem benutzte er Engel, um die Apostel zu führen. Wozu dann noch ein Gremium von Männern, die Macht über die Christenversammlungen ausüben?

Von daher erübrigt es sich, nach Beweisen ihrer Legitimation zu suchen, wie es der Artikel im Studienwachtturm Februar 2017 unter dem Thema „Wer führt Gottes Volk heute?“ versucht. Diese Beweise gibt es einfach nicht.

Mag ich nicht (7)

80 Kommentare zu “EINE SICHTBARE KÖRPERSCHAFT UNTER EINEM UNSICHTBAREN FÜHRER?

  1. Koni Iesch

    Das ist aber viel Text, aber trotdem ist die Leistung der JZ sehr beachlich.

    Ich habe viel von Ihnen gelernt und habe endlich die gleiche große Hoffnung

    auf jenes gute neue Zeitalter !!!  Mir ist neulich Jesus im Traum begegnet,

    da habe ich mich für alles bedankt.

    1. agentprovocateur

      Guten Morgen Koni lesch,

      Du behauptest, die "Leistung" der JZ sei beachtlich. Da stellt sich mir die Frage, was in Deiner Welt als "Leistung" werten möchtest?

      Ist es in Deiner Welt eine Leistung:

      Kindern so lange ein schlechtes Gewissen einzureden, bis sie auf ihr Eis verzichten und ihr Sparschwein irgendwelchen alten Herren in USA spenden?
      Menschen glauben zu machen, ihr Dienst würde "von Jehova belohnt" und sie dann im Alter auf die Straße in die Altersarmut zu entlassen?
      Menschen glauben zu machen, sie würden -sich- ein Königreichsaal für die Anbetung bauen, dann aber diese Gebäude zu verkaufen und das Geld dafür verschwinden zu lassen?
      Kindern und Eltern sämtliche Möglichkeiten sich zu wehren wenn ihre Kinder missbraucht werden zu verbauen und ihnen zu befehlen auf Jehova zu vertrauen, statt um Hilfe bei Stellen zu bitten, die ihnen wirklich helfen würden?
      Stellen, die Missbrauchsopfer tatsächlich und wirksam beistehen, als "Teil des Systems Satans" zu verteufeln? Und sie mit Gewissenszwängen zu zwingen statt deren Hilfe in Anspruch zu nehmen sich den Missbrauchen selbst wieder anzuvertrauen?
      Sich mit den Leistungen und Lorbeeren anderer zu schmücken, die man zwischenzeitlich 'elegant' entsorgt und auf die Straße gesetzt hat?

      Das scheinen mir doch eher die Leistungswerte von Outlaws, Betrügern und pädophilen Clanchefs zu sein.

      In anderen Teilen der Welt, als in Deiner Wertewelt, gelten solche Praktiken als Erschleichung von Leistungen, Betrug, Insolvenzverschleppung, Geldwäsche, sexueller Missbrauch, Erpressung, Geiselnahme usw.

      In dieser Hinsicht sind die Leistungen der JZ wirklich beachtlich!

       

    2. M.N.

      Du hast direkt mit Jesus geredet? Uiuiui - das darf man aber als JW.Org-loyaler Zeuge überhaupt nicht! Geredet werden darf nur mit JHWH. Anweisungen gibt es NUR von der JW.Org, vertreten durch ihr oberstes 7er-Zentralkomitee. Gedankt wird gefälligst der JW.Org bzw. ihrem obersten 7er-Zentralkomitee.

      So und nicht anders läuft der Hase.

  2. Winfried Mertens

    Hallo, Deine Argumente überzeugen mich, dass es damals keine Organisation im Sinne der Zeugen Jehovas gab....auch nicht annähernd. Schon allein die Tatsache, dass das Wort "Organisation" überhaupt nicht in der Bibel vorkommt, reicht aus meiner Sicht schon, dies als eine menschliche Erfindung zu betrachten. Jehovas Zeugen sind sehr geschickt darin, ihren Mitgliedern eigene Vokabeln beizubringen. Erst wird ein Autoritäts-Status aufgebaut und dann werden Begriffe, die in der Bibel überhaupt nicht vorkommen, als quasi-bilblisch verkauft. Weitere Beispiele wären: "Grundsatz". Dieser Begriff kommt in der Bibel nicht vor und bedeutet letztlich "Grundgesetz", ist also auch ein Gesetz. Aber dieser Begriff wird von Jehovas Zeugen verwendet, um das alte Gesetz in Teilen...die ihnen passen..... wiederzubeleben. Weitere Begriffe sind "Leitende Körperschaft", "Kreisaufseher", "Rechtskomitee", "Gemeinschaftsentzug" und viele andere.
    (Ich freue mich auf Deine Argumente: logofilus@yahoo.com Ich bin ein "bezeichneter" Zeuge Jehovas, weil ich offen die Frage gestellt habe, wie man biblisch beweisen könne, dass die Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas der "treue und verständige Sklave" sei.)

  3. turtle

    Es gibt ein neues Amtsblatt 02/2016: (jehovaszeugen.de/Recht)

    ....."Das Zweigkomitee hat mit Beschluss vom 30.11.2016 das Verwaltungsamt „Vermögensverwaltung Jehovas Zeugen“ (VVJZ) mit der Genehmigung der Leitenden Körperschaft errichtet, um die dauerhafte Finanzierung des religiösen Wirkens von Jehovas Zeugen weltweit und in Deutschland zu gewährleisten......"

    und eine ganze Reihe von Versammlungszusammenlegungen.

    1. Ueli

      Turtle,

      ".........um die dauerhafte Finanzierung des religiösen Wirkens von Jehovas Zeugen weltweit und in Deutschland zu gewährleisten......"

      "Gewährleistet" das verwaltete Vermögen das jetzt bereits und soll nur die Sicherstellung der Gewährleistung gewährleistet werden? Oder sind Spenden (und Gott und Apollo) künftig entbehrlich?

      Und noch eine Frage: Von wem hat man sich das nun "verwaltete" Vermögen an-geeignet, und wer wurde ent-eignet?

      Und noch eine Frage: Eigentum wird definiert als das Recht, andere von der Einwirkung auf das Eigentum auszuschließen. Ist der "Verwalter" tatsächlich "nur" Verwalter oder gehen die Verwalterrechte so weit, dass sich "der Eigentümer" in Luft aufgelöst hat. Oder mit anderen Worten Verwaltung und Eigentum soweit verschmolzen sind, dass der "Verwalter" richtigerweise "Eigentümer" zu nennen ist?

      Und noch eine Frage: Waren die Zeugen Jehovas (früher) vielleicht einmal dezentral und "föderalistisch" organisiert und sind es jetzt "zetralistisch"?

      Schon lustig, Monarchien wie England, Spanien usw. haben sich zu Demonkratien entwickelt und haben ihren Monarchen nur noch representätive "Macht" aber keine wirkliche belassen, und sie enteignet, während die "urchristlich" dezentral in Versammlungen organisierten Zeugen Jehovas den genau entgegen gesetzten Weg gegangen sind, und sich Monarchen gewählt und ihne alles Vermögen übereignet. Einschließlich -über Blutdoktrin- ihrer Leiber. Zurück zur Leibeigenschaft?

      Seltsame Dinge passieren im 21. Jahrhundert.

      1. turtle

        Hallo Ueli,

        die meisten ZJ wissen wahrscheinlich gar nicht, dass ihnen ihre Säle und Grundstücke nicht mehr gehören und die wenigsten kennen wohl die offizielle zeugenjehovas.de Seite mit den Statuten und der Versammlungsordnung:

         

         "Statut (StRG)

        ...

        (4) Gemeinsame Grundlage für das Wirken aller Gliederungen und Einrichtungen der Religionsgemeinschaft ist das religionsgemeinschaftliche Recht (im Folgenden „Religionsrecht“ genannt; Psalm 19:7; Psalm 1:2; Galater 6:2). Dieses beinhaltet das von der Leitenden Körperschaft vermittelte Verständnis der biblischen Lehre sowie des Aufbaus (Gliederung) und der Wirkungsweise der Religionsgemeinschaft (Matthäus 24:45–47). Hierin eingeschlossen sind die in Briefen und Publikationen veröffentlichten oder mündlich durch die Leitende Körperschaft, deren Beauftragte oder das Zweigkomitee in dessen Zuständigkeitsbereich übermittelten Anleitungen. 

         

        (5) Die in den Absätzen 1 bis 4 genannten Gegebenheiten werden von allen Zeugen Jehovas durch ihren Beitritt mit dem Empfang ihrer Wassertaufe anerkannt (Jesaja 2:2,"

        ...

        Das sollte einem doch vor der Taufe ausgehändigt werden!

        Und gleichzeitig behaupten Sie dieses hier (für die Öffentlichkeit):

        "Der Wille Jehovas: Wer lebt heute danach?" Thema 20:

        "Sie lässt sich von Gottes Geist leiten. Die leitende Körperschaft sucht bei Jehova, dem Allerhöchsten, Anleitung und orientiert sich an Jesus, dem Haupt der Christenversammlung (1. Korinther 11:3; Epheser 5:23). Diese Männer sehen sich nicht als Führer von Gottes Volk, sondern möchten zusammen mit allen gesalbten Christen „dem Lamm [Jesus] beständig folgen, ungeachtet wohin es geht“ (Offenbarung 14:4). Sie schätzen es sehr, wenn wir für sie beten."

        Sie nennen sich   L e i t e n d e   Körperschaft, ihren Anweisungen ist Folge zu leisten aber sie sind nicht die Führer von von Gottes Volk - schizophren!

        Grüsse, turtle

         

         

         

         

         

         

         

        1. Petrus111

          Hallo Turtle,

          Du sagt es - sehr gut dargestellt und zusammengefasst!
          Ich zitiere Dein Zitat:

          "Gemeinsame Grundlage für das Wirken aller Gliederungen und Einrichtungen der Religionsgemeinschaft ist das religionsgemeinschaftliche Recht (im Folgenden „Religionsrecht“ genannt; Psalm 19:7; Psalm 1:2; Galater 6:2). Dieses beinhaltet das von der Leitenden Körperschaft vermittelte Verständnis der biblischen Lehre sowie des Aufbaus (Gliederung) und der Wirkungsweise der Religionsgemeinschaft (Matthäus 24:45–47). Hierin eingeschlossen sind die in Briefen und Publikationen veröffentlichten oder mündlich durch die Leitende Körperschaft, deren Beauftragte oder das Zweigkomitee in dessen Zuständigkeitsbereich übermittelten Anleitungen. "

          Das Problem bei der Sache ist nun allerdings, dass das "Religionsrecht" sich immer dann ändert, wenn sich die Lehrmeinung ändert - und das tut sie ja dank hellerem Licht ständig.

          Das darauf folgende Problem ist, dass diejenigen, die aufgrund nun altem Licht ausgeschlossen wurden, bei neuerem Licht nicht automatisch ein Revisions/Wiederaufnahmeverfahren bekommen. Warum nicht?

          Wer ausgeschlossen wurde wegen Verletzung der aktuellen Lehrmeinung, dem fehlt es auch dann, wenn diese Lehrmeinung unzutreffend gewesen sein sollte, auf jeden Fall an Demut und an der Anerkennung der leitenden Körperschaft, die sich zwar irren kann, aber dennoch immer anzuerkennen ist.

          beste Grüße

          Petrus111

    2. Glaube rettet@All

      Bezüglich des neuen Amtsblattes und der Versammlungs - Zusammenlegungen stellt man fest das 2016 ein negativ Rekordjahr für den deutschen Zweig war. Hier mal eine detailliert Übersicht:

      2006 4 Vers.ab Juli

      2007 26 Versammlungen

      2008 22 Versammlungen

      2009 18 Versammlungen

      2010 28 Versammlungen

      2011 26 Versammlungen

      2012 14 Versammlungen

      2013 62 Versammlungen

      2014 62 Versammlungen

      2015 70 Versammlungen

      2016 120 Versammlungen

      Summe 452

  4. Edelmuth an alle

    Guten Abend

    "Weniger als zwei Wochen später zogen Jesu Jünger die Schriften zurate, beteten um Anleitung und wählten Matthias aus, der Judas Iskariot als 12. Apostel ersetzen sollte (Apg. 1:15-26). Warum war es ihnen und Jehova so wichtig, für Ersatz zu sorgen? Matthias konnte einem wichtigen organisatorischen Bedarf abhelfen."

    Die benutzte Sprache und Aneinanderreihung von Gedanken legt so nahe, dass eine dringende Notwendigkeit zwecks Organisation bestand, dass dies Jehova ebenso wichtig und dringend gewesen sei und dass die LK angeblich auch heute noch genau diesen Bedarf stillen würde.

    Das ist reines Wunschdenken des Sklaven ohne jeglichen kausalen Zusammenhang. In der Bibel lesen wir nichts von Organisation oder Ähnliches. Der höchste Organisationsgrad besteht in der Bildung von Versammlungen.

    Wenn es stimmen würde, dass der Treue und Verständige Sklave erst seit 1919 existent ist, aus welchen Personen wurde damals die LK gebildet, eine überregionale Institution aus untreuen und unverständigen Sklaven, die sich aufgrund mangelnder Kommunikationsmöglichkeiten auch nicht mitteilen konnte? Wo ist sie geblieben? Mir fällt da nur der Vatikan in Rom ein. Jedenfalls war sie während der Zeiten der Nation offenbar so wenig erkennbar, dass Russell ihr auch nicht begegnet ist. Sonst hätte er nicht so viele Irrlehren einschließlich der Studienschriften veröffentlicht. Im Gegenteil, Russell sprach sich stets gegen organisierte Religionen aus.

    Damit war der Sklave nicht in Babylonischer Gefangenschaft, sonder Teil Babylons der Großen, denn er hat geglaubt wie sie und angebetet wie sie.

    Wenn es stimmen würde, dass die Einsammlung der Auserwählten erst mit der Berufung des Treuen und Verständigen Sklaven 1919 begonnen hat, um die Zahl von 144 000 Berufenen glaubwürdig erscheinen zu lassen, welche Hoffnung hatten die ersten Christen wie Jesu Jünger und die Bibelschreiber einschließlich der damals aus untreuen und unverständigen Sklaven gebildeten Leitenden Körperschaft?

    Es ist nicht der Schwachsinn, den man uns zu vermitteln versucht, es ist die geistige Impotenz, die man uns unterstellet und die mich so aufregt.

    Ede

  5. Edelmuth an alle

    Guten Abend

    "JESU Apostel starrten in den Himmel und sahen, wie ihr Herr Jesus hinter einer Wolke verschwand. ... Wie sollten sie das bloß schaffen? Jesus hatte ihnen versichert, sie würden bald heiligen Geist empfangen (Apg. 1:5). Doch ein internationaler Predigtfeldzug erforderte Führung und Organisation. In alter Zeit gebrauchte Jehova sichtbare Vertreter, um sein Volk zu führen und zu organisieren. Vielleicht haben sich die Apostel daher gefragt: "Wird Jehova jetzt einen neuen Führer ernennen?"

    Sollten sie tatsächlich dies Frage gestellt haben, was zu bezweifeln ist, hätten sie mangelndes Vertrauen bewiesen. Hatte Jesus ihnen zuviel versprochen, das er nicht hätte halten können? Bestimmt nicht! Wenn ein internationaler Predigtfeldzug einen Führer erfordert, so hatten Sie einen und darüber hinaus Jehova.

    In alter Zeit gebrauchte Jehova tatsächlich sichtbare Vertreter. Seit der Himmelfahrt gebrauchte Jesus, wie vorhergesagt, den Heiligen Geist, wie wir an der Berufung Paulus eindrucksvoll erkennen können.

    Woher wollen die sieben Herrlichen ihre Erkenntnis bekommen haben? Hat einer von ihnen wie Moses direkt mit Jehova gesprochen?

    Ede

  6.  
    An Ömmelchen
    Danke für deine gefühlsvollen Zeilen. Ja, liebes Ömmelchen gerade hier zeigst du uns, dass du sehr wohl viele Gefühle für andere hast. Ich kenne mich mit Autismus nicht gut aus, aber deine Kommentare sind doch immer sehr gefühlsvoll. Deshalb bist du hier am richtigen Platz.
    LG Noomi
     

    1. Ömmelchen

      Ach Noomi, das ist echt lieb von dir. Ja, ich habe sehr wohl Gefühle für andere Menschen. Das ist auch der ausschlaggebende Anreiz gewesen, mich hier wieder zum Mitschreiben durchzuringen. Ihr habt mir einfach alle zu sehr gefehlt (also bis auf gewisse nervige Einzelexemplare). Mein Problem ist, dass mir die Empathie - das Mitfühlen; also das emotionale Reagieren auf die Gefühle meiner Mitmenschen, selbst meiner besten Freunde, von der Natur leider nicht mitgegeben wurde. Seltsamer Weise ist es bei Tieren ganz anders. Das hab ich von anderen Menschen im autistischen Bereich aber auch schon gehört.

      Jedenfalls betrachte ich diese Behinderung, und das ist es tatsächlich, mit großem Bedauern. Ich habe von klein auf instinktiv und unbewusst das Verhalten entwickelt, Gefühle vorzutäuschen, um Erwartungshaltungen zu entsprechen. Als ich Gott und Jesus und die Bibel "kennenlernte", wurde ich mir dessen überhaupt erst bewusst und kam mir total mies und heuchlerisch vor. Heute, da ich um die Hintergründe weiß und dass ich ja gar nichts dafür konnte, bemühe ich mich, mir das wieder abzugewöhnen. Auch das ist nicht gerade einfach. Ich muss mich oft zusammenreißen, andere um ihre empathischen Fähigkeiten nicht zu beneiden. Deswegen macht es mich aus diesen ganz persönlichen Gründen echt stinkig, wenn anderen Menschen genau diese Fähigkeiten abtrainiert werden. Es werden einem in dieser Sekte so viele Dinge genommen, aber dieses ist vielleicht das wertvollste.

      1. Schneeflocke@Ömmelchen

        Liebes Ömmelchen,

        Dein so tiefgründiger ehrlicher Kommentar erzeugt sehr viel Empathie! Ich danke Dir dafür!!

        Obwohl die Tiere scheinbar dem Menschen unterworfen sind, können wir Menschen noch so viel von den Tieren lernen, und aus ihnen erfahren, wenn wir sie bewusst und aufmerksam "fühlen". Wir können auch die volle Schönheit, Liebe, den Humor und die Weisheit Gottes in den Tieren und der ganzen Schöpfung finden.

        Römer 1:20 Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine göttliche Macht und Größe sehen und erfahren können. 

        Es ist ein absolutes Geschenk, liebes Ömmelchen, eine besonders ausgeprägte Liebe zur Natur und Tieren empfinden zu dürfen/können, genieße sie und erfreue Dich immer wieder daran!!

        Aus Psalm 104, übrigens generell ein schönes Kapitel:
        O Herr, welch unermessliche Vielfalt zeigen deine Werke! Sie alle sind Zeugen deiner Weisheit, die ganze Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
        25 Da ist das Meer - so unendlich groß und weit, unzählbar sind die Tiere darin, große wie kleine.
        26 Schiffe ziehen dort vorüber und auch die Seeungeheuer, die du geschaffen hast, um damit zu spielen.
        27 Alle deine Geschöpfe warten auf dich, dass du ihnen rechtzeitig zu essen gibst.
        28 Sie holen sich die Nahrung, die du ihnen zuteilst. Du öffnest deine Hand, und sie werden reichlich satt.

        Ja, es ist wirklich um Längen besser, einen schönen Spaziergang in der wunderschönen Schöpfung Gottes zu machen und die vielfältigen Lebewesen zu untersuchen und zu bestaunen, als sich sein Gehirn von falschen Hirten fehl-programmieren zu lassen!

        Sei ganz lieb gegrüßt und ganz herzlich umarmt!

        schneeflocki

  7. Edelmuth an alle

    Der Sklave

    Die Versammlung Gottes soll geleitet und geführt werden von einer auserwählten Gruppe Gesalbter, welche direkt von Jesus Christus beauftragt wurde, um als "treuer Sklave" für die geistige Speise der Versammlung zu sorgen.

    Bezieht sich die Aussage aus Matthäus 24:45, auf die sich der Sklave stützt, ausschließlich auf geistige Speise.

    (Matthäus 24:45) . . .Wer ist in Wirklichkeit der treue und verständige Sklave, den sein Herr über seine Hausknechte gesetzt hat, um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben?

    Man stell sich vor, dieser Sklave hätte, wie er von sich behauptet, von seinem Herrn einen Auftrag erhalten. Zur Durchführung desselben hätte er sich Hausknechte gesucht, die ihm ohne Lohn und Altersabsicherung ein Leben lang zur Erfüllung seines Auftrages gedient hätten.

    Nun sind diese Hausknechte alt geworden und werden nicht mehr benötig. Eine Umstrukturierung auf das Internet lässt den Bedarf an Hausknechten zudem sinken. Sollte dennoch Bedarf bestehen, würde man sich junge, gesunde und hochleistungsfähige Hausknechte suchen.

    Statt seine altgedienten Hausknechten aus Anerkennung und Dankbarkeit die buchstäbliche Speise zur rechten Zeit zu gehen, entlässt er sie in die Armut und Hilfsbedürftigkeit. Nicht er, sondern andere Menschen müssen nun für seine entlassenen Hausknechte sorgen, damit diese nicht verhungern. In Deutschland gibt es Sozialhilfe, in anderen Länden nicht.

    Nicht aufgrund mangelnder finanzieller Mittel - denn gerade hat er einige Häuser für mehr als 1,1 Mrd. Dollar verkauft - sondern aus Habgier überlässt er seine Hausknechte schutzlos der Mittellosigkeit.

    Ist das die Liebe an der man Jesus Jünger erkennen würde?

    Ede

    1. Dominikus Klein

      Hallo Edelmuth,
      Du hast vor 5 Tagen zitiert:"Die Versammlung Gottes soll geleitet und geführt werden von einer auserwählten Gruppe Gesalbter, welche direkt von Jesus Christus beauftragt wurde, um als "treuer Sklave" für die geistige Speise der Versammlung zu sorgen."
      Seufz, schon wieder neues Licht?
      Also 2009 war der "treue und verständige Sklave" noch (Jesus???) der die leitende Körperschaft beauftragte für geistige Speise zu sorgen!
      Stimmt nicht? Naja ich zitiere aus "Legt gründlich Zeugnis ab für Gottes Königreich" herausgegeben 2009 bei der Wachtturm Bibel-und Traktat-Gesellschaft...
      Seite 110, "Der Aufbau der Leitenden Körperschaft heute"
      Wie bei den ersten Christen gibt es auch bei Jehovas Zeugen heute eine leitende Körperschaft. Sie setzt sich aus geistgesalbten Männern zusammen,
      die den "treuen und verständigen Sklaven" vertreten und Jehova mit Hingabe dienen.
      Gruß Domi

  8.  
    Lieber Markus
    Ja, du hast recht, die Trauer wurde uns abtrainiert und das schon sehr lange. Ich erinnere mich als ich noch ein Kind war (bin jetzt bin ich alt) ging ich mit meinen Eltern zur einer Beerdigung von JZ. Die Trauergäste waren mit auffällig bunten Sommerkleidern bekleidet. Und ich erinnere mich nur noch dass ich mich geschämt habe und es war mir alles sooo… peinlich.
    In der Neuzeit hat irgendjemand damit angefangen die Beerdigung im Königreichsaal zu machen. Heute nun gehört es bereits zum Standart und ist fast schon Pflicht. Dann ist es aber fast wie an einem Kreiskongress – von Feierlichkeit und Besinnlichkeit keine Spur. Wehe dir, wenn du längere Zeit traurig bist, ja das geht ja nun gar nicht. Wir haben doch eine Hoffnung!!
    Ich erinnere mich gut, als mein Vater und Bruder gestorben waren, habe ich einmal zu einer Schwester, die mir kondolieren wollte, gesagt: „Sag ja nicht wir haben ja eine Hoffnung, die ist weit überm Berg, ich lebe aber auf dieser Seite des Berges und ich leide sehr.
    LG Noomi
     

    1. Ömmelchen

      Liebe Noomi,

      was du da schreibst, ist so traurig und gleichzeitig doch so vertraut. Diese seelische Grausamkeit, Menschen ihre natürlichsten Gefühle so systematisch abzutrainieren, macht einfach nur wütend. Denn wo kommt menschliche Zuneigung denn deutlicher zum Ausdruck als im Mitgefühl für den anderen? Wo ist die Liebe zum Nächsten denn inniger als im Weinen miteinander ? Selbst Jesus weinte mit den Menschen, die um Lazarus weinten, weil es ihm weh tat, sie so leiden zu sehen; obwohl er wusste, dass er ihre Trauer gleich in Freude verwandeln würde.

      Auf solch uneinfühlsame Weise auf so großen Schmerz zu reagieren, zeigt wohl am unmissverständlichsten, wie weit der psychische Missbrauch in der Org. reicht. Ich selbst habe aufgrund meiner autistischen Neigung große Schwierigkeiten, mit anderen Menschen mitzufühlen, und am meisten bedrückt es mich, ihre Traurigkeit nicht teilen zu können.  Ich würde so viel darum geben, etwas daran ändern zu können und komme in diesem Bemühen nur langsam voran. Zu erleben, wie anderen Menschen diese so wichtige Fähigkeit weggenommen wird, macht einfach nur fassungslos und im Grunde können sie einem nur leid tun. Denn sie können ja nichts dafür und merken nicht einmal, was man ihnen da antut. Die Hölle ist kalt. Sie ist in den toten Herzen der Menschen, die solche Grausamkeiten zu verantworten haben. Ein Segen, dass sie nicht alle so verderben können, denn viele lassen sich ihre Menschlichkeit nicht so einfach ausreden. Die ihr kleines Herzensfeuer nähren, wenn auch oft unbemerkt, bis sie eines Tages ordentlich Brennmaterial finden, um wieder Licht und Wärme zu spenden. Hier zum Beispiel.

  9. Sylvia Geiser

    Liebe Schneeflocke

    Dr. Rüdiger Dahlke hat vor 30 Jahren mit Thorwald Dethlefsen in München sehr gute Kurse durchgeführt. Ich war damals öfters in München. Ich empfehle Dir noch ein sehr gutes Buch von ihm:

    Lebenskrisen als Entwicklungs-Chancen, Zeiten des Umbruchs und ihre Krankheitsbilder.

    Ich wünsche Dir alles Gute

    Sylvia

     

     

  10. Fanny

    Fanny@Omma

    Guten Morgen Omma!Solche Aussagen wie von dieser Schwester kenne ich auch und zwar von meiner Mutter.Als mein leiblicher Bruder mit 18 Jahren umgetauft die Zeugen verließ, sagte meine Mutter, dass mein Bruder wenn er nicht zu den Zeugen zurück kommen würde nur eine Chance hätte wenn er vor Harmagedon stirbt.Liebe Omma,dass muss man sich aus heutiger Sicht mal auf der Zunge zergehen lassen.

    Es ist der Gedanke,dass jeder der nicht vor Harmagedon bekehrt ist,sterben muss.Dies wird sicher auch diese Schwester gedacht haben die du getroffen hast.Ich persönlich kann mich manchmal nur noch schwer in diese frühere Zeugen Ideologie  hineinversetzen.Was sind das für kranke Köpfe die sich solch eine Lüge ausgedacht haben?

    Liebe Omma verwöhnen wir unsere Ehemänner damit wir Sie noch lange an unserer Seite haben.💜Grüße an den Oppa und dich!

    Fanny+Jochen

    1. Omma@Fanny

      Ja, liebe Fanny,

      wenn ich auf meinen symbolischen Berg klettere, also nach all den Jahren, die Org. aus der Ferne betrachte, kommt mir das sogenannte geistige Paradies der ZJ, wie ein Gefrierschrank der Gefühle vor.

      Wir sitzen oft morgens beim Kaffee und freuen uns darüber, wieder normale Gefühle empfinden zu dürfen.

      Ja, du hast Recht mit deiner Frage: "Was sind das für kranke Köpfe die sich solch eine Lüge (solche Lügen) ausgedacht haben?"

      Wir danken jeden Tag unsen Beiden Höchsten, dass wir noch einander haben!!!

      Es grüßen euch Beide (dich und deinen lieben Jochen), eure Freunde und Geschwister

      Omma und Oppa

  11. Dominikus Klein

    Natürlich wäre es historisch nicht richtig die Zeugen Jehovas als Arianer zu bezeichnen da die Zeugen vieles ablehnen was die orginalen  Arianer glaubten und schätzten.
    Nun das soll auch keine Abhandlung, "Zeugen Jehovas und was haben sie mit den Arianismus gemeinsam", sein - sondern ...aber lassen wir den christlichen Kirchenhistoriker Socrates  auch Socrates of Constantinople oder Socrates Scholasticus zu Wort kommen...
    Beim Gottesdienst zur Einweihung der, ersten der Heiligen Sophia gewidmeten Kirche in Konstantinopel, am 15 Februar 360 schockierte der arianische Patriarch von Konstantinoplel Eucloxios, (360-370 Patriarch von Konstantinopel), die versammelten Gläubigen mit den Anfangsworten seiner Widmungspredigt: "Der Vater ist nicht fromm (asebes), der Sohn (ist) fromm (eusebes)".
    Der ungeheuerlicher Tumult der sich gegen diese anscheined gotteslästerliche Behauptung richtetete wurde von Eucloxious mit folgenden Worten beruhigt: "Der Vater ist deshalb nicht fromm weil er niemand anbetet (sebei); der Sohn dagegen ist fromm weil er den Vater anbetet".
    "Schlechter Witz, Blödsinn, Blasphemie..." ja..ja...zugeben, aber kann sich jemand vorstellen, einer von der leitenden Körperschaft in der Rolle eines Eucloxious????
    Gruss Domi

  12. Agabus

    An den Autor des Artikels ein dickes Lob. Biblisch argumentiert und dann eine Gegenüberstellung mit den Aussagen im WT. Sehr genau und gut. Somit ist logisch ersichtlich das Jesus und die Apostel an eine Organisation wie sie heute aufgebaut wurde keinen Gedanken verschwendet haben. Ich versuche immer wieder zu verstehen dass meine Brüder und Schwestern im Glauben sich derart beeinflussen lassen, aber es gelingt mir nicht. Ein Satz in der Versammlung hat mir vor kurzem echt Schrecken eingejagt. Man habe damals, in den frühen 1900er Jahren erkannt bei den Bibelforschern das man Jesus zu sehr in den Vordergrund gestellt habe. Daher sei man damals davon abgerückt um später als Zeugen Jehovas Jehova die Ehre zu geben. Was hat man also getan : Den Mittler des Bundes, den Weg und das Leben ersetzt mit einer leitenden Körperschaft.

     

    I

  13. Fanny

    Fanny

    Sehr geehrter Herr der mit dem Wolf tanzt!

    Ich finde es sehr eigenartig, dass Sie sich durch Zufall auf diesen Forum befinden denn nach ihrer Aussage sind sie mit Ihrer Familienzusammenstellung im geteilten Haus sehr glücklich.Man müßte Sie doch eher auf jw.org. finden wo Sie nachlesen können warum Ihre Ehe so glücklich ist,da ja in Ihren Augen bei Zeugen Jehovas Alles so toll ist.

    SIE sagen, dass Sie nicht an das Paradies und nicht an Harmagedon glauben. Nun muss man aber bedenken,dass Ihre Frau sehr wohl daran glaubt und damit rechnen muss, Sie und Ihr Kind in Harmagedon zu verlieren.Mich würde interessieren ob dieser Gedanke Ihre Frau in Ihrem Familienglück nicht ein wenig einbremst?

    Haben Sie Ihre Frau schon mal gefragt,ob Sie Wirklich von Herzen glücklich ist?Oder wünscht Sie sich von Herzen Ihren Mann  retten zu können.?

    Mit beste Wünschen für Ihr Familienleben und viel Aufrichtigkeit dem Partner gegenüber.

    Fanny

     

    1. Omma@Fanny

      Liebe Fanny,

      kurz vor unserem Austritt, als die Zeugen noch mit uns redeten, hatten wir folgende schockierende Begegnung.  Wir trafen eine Schwester auf dem Parkplatz eines Supermarktes.  Wir hatten den Versammlungsbesuch schon fast eingestellt.  Ohne zu grüßen sagte sie: "Na, lebt ihr auch noch? Euch sieht man ja gar nicht mehr:"  Keine Frage, wie es uns geht.

      Jetzt das worauf ich hinauswollte.  Sie erzählte ihr Mann liegt im Krankenhaus, es gibt wohl keine Hoffnung auf Genesung.  Das sagte sie ohne Rührung!  Dann kam der Satz: "Es ist ja gut, wenn er noch vor Harmagedon stirbt, dann hat er wenigstens eine Auferstehungshoffnung."

      Normalerweise wäre man als Ehefrau, besonders wenn die Ehe schon Jahrzehnte bestanden hat, und man sehr glücklich verheiratet war, sehr, sehr traurig, wenn man seinen Liebsten durch den Tod verliert.  Manchmal habe ich das Gefühl, dass den Zeugen jegliches Empfinden abtrainiert werden soll.

      Es grüßen dich ganz lieb  Omma und Oppa

       

      1. Liebe Omma,

        vielleicht ist die ZJ gar nicht so traurig, das Ihr Mann stirbt? Vielleicht ist sie gar nicht so traurig , wenn er stirbt, dann ist sie frei, für was auch immer.

        Du hast Recht, den Zeugen wird jegliches Empfinden abtrainiert. Eine Zeit zum Trauern wird nur kurz geduldet, dann musst Du wieder funktionieren. Wenn Du zu lange trauerst, fehlt dir das Vertrauen zu Jehova. Ich habe schon ganz viele liebe Brüder und Schwestern in der Vergangenheit gehen sehen und alle hofften, bald wieder da zu sein.

        Das verwerfliche ist, das man mit dieser Auferstehungshoffnung ( daran zweifle ich nicht) , niedergedrückte Trauernde ködert. Und in einer so unendlich , tiefen, schmerzenden Trauer, ist man für diese Auferstehungshoffnung sehr sehr empfänglich, wenn man von seinem damaligen Pfarrer keine befriedigenden Antworten bekommt. Ich warte heute noch auf das Versprechen  der ORG., bald kommt Harmagedon. Ich warte seit 35 Jahren darauf das ich mein verstorbenes Kind wieder in die Arme schließen kann.

        meine liebe Omma ist Dein lieber Mann wieder von der Reha zurück? Konnte er sich gut erholen?  Die Zeit ist ja rasend schnell vergangen. Vom Urmel ganz liebe Grüße an Oppa und an Dich

        Bis neulich und eine angenehme Nachtruhe  Euer Urmel

        1. Markus

          Liebe Urmel

          Du hast recht das den Zeugen  Jehovas das Gefühl der Trauer abtrainiert wird.

          Das habe ich noch letzte Woche erlebt.

          Ich war bei der Beerdigungsansprache die im Saal  abgehalten wurde einer nahen Verwandten die noch Zj war.

          Sie starb vorletzte Woche an den Folgen eines geplatzten Anurismas.

          Wobei ich sagen muss selbst durch eine  Bluttransfussion hätte man ihr da nicht mehr helfen können.

          Von dieser Frau ist eine Tochter eine Zj ,die andere Tochter ist keine ZJ die Tochter die keine Zj ist ,hat dafür gesorgt das die Verstorbene ein anständiges Urnengrab bekommt der anderen Tochter die Zj ist war dies egal,wortwörtliche Aussage der Tochter die Zj ist  " Mir ist es egal wie meine Mutter beerdigt wird,ich hätte die Asche auf einem anonymen Grabfeld ausstreuen lassen

          ich sehe sie ja bald wieder"

          Man stelle sich so eine pieätätslose Aussage einmal vor

          Hier wird durch die Lehre der Zeugen Jehovas praktisch die sterblichen Überreste eines Menschen entwürdigt

          Ich sags mal ganz grob " Aus dem Auge ,aus dem Sinn" Wenn man seine Mutter oder sonstige  ganz nahestehende Verwandte zu Grabe trägt,dann sich so zu verhalten das ist in meinen Augen  ,ganz unterste Stufe des menschlischen Verhaltens.

          Wie heißt esin der Bibel  Du sollst Vater und Mutter ehren" auch nach deren Tod

          Was haben Zeugen Jehovas daraus gemacht,nicht nur in Bezug wenn jemand naher Verwandschaft ausgeschlossen wird oder weggeht ,hier wird über den Tod hinaus entwürdigt.

          DA KANN SICH  JEDER SEINE GEDANKEN DARÜBER MACHEN

          Was den Tod und die Religiösen Einstellungen dazu betrifft.

          Ich habe binnen kürzester Zeit meinen Vater und ein paar Monate später meine Frau zu Grabe getragen

          Und habe mir auch so meine Gedanken darüber gemacht und recherchiert.

          Was im Endeffekt nach dem Tod eines Menschen passiert mit dem Verstorbenen ist und bleibt immer noch Gottes Geheimniss

          Ob wir wieder laut der Zeugen Lehre ,wieder auf einer gereinigten Erde zurückkommen als lebendes Geschöpf,was ich persönlich nicht glaube,oder ob wir in den Himmel oder in eine Hölle kommen,was ich auch nicht mehr glaube

          oder ob wir laut den neusten Wissenschaftlichen Untersuchungen über Tod und Todeserfahrungen in einer anderen Dimmension leben ,die für fleischliche Lebewesen nicht sichtbar ist also in der 5 oder 6 Dimmension laut der Einsteinischen Lehre??

          Wir wissen es nicht,es wird jeder von uns Lebewesen dann erfahren wenn es soweit ist

          Alles ander sind reine  Spekulationen,der einzigste der laut Bibel von den Toden auferstanden ist ist Jesus ,der auch Lazerus wieder zum Leben erweckt hatte,,diese biblischen Überlieferungen sind über 2000 Jahre zurück und wir wissen es nur durch diese  überlieferungen,also nicht nachweisbar.

          Das Thema ist und bleibt Gottes Geheimniss und das ist auch gut so ,sonst würde der Mensch da auch noch dazwischen pfuschen und wer weis was daraus machen ,zu 99% immer Negative Dinge die den Menschen Schaden zufügen.

          Das ist zwar kein Trost ,das weis ich,aber man muss sich auch damit mit der Realität auseinandersetzen.

          Gerade mit dem Thema Tod haben viele Menschen ein Problem sich damit auseinander zusetzen,das sollte man aber,denn das ist unser menschlicher Lauf,der mit der Geburt beginnt und mit dem Tod endet

          lg

          1. Lieber Markus

            es ist wirklich sehr schlimm, wenn einem die Liebsten durch den Tod entrissen wurden. Das Wort Gottes sagt; " für alles gibt es eine Zeit. Eine Zeit zum Trauern und eine Zeit zum weinen und das  ist auch gut so. Ob es am älter werden liegt, oder an der Jahreszeit! Ich weiß es nicht. Auf alle Fälle, überkommt einem ab und an so eine Wehmut, besonders, wenn man zu Hause ist. Z.Z. bin ich mit einem fiesen Schnupfen zu Hause. Man erwischt sich dann  häufiger dabei, über seinen Lebenslauf nachzudenken. Die Familie hat sich drastisch verkleinert. Mit den Geschwistern , werden schöne Erinnerungen aus der Kindheit aufgefrischt. Und dann, wird einem Bewusst, das die eigenen Kinder ihre Familien gründen und man zur Omma😘gemacht wird. Was natürlich , was ganz tolles ist.

            Trotz , der Momente der Traurigkeit, haben wir stets unsere HÖCHSTEN und da bin ich mir 100% sicher, das Sie unsere Herzen liebevoll in Ihre Hände nehmen und streicheln , das wünsche ich Dir auch Markus

            LG das Urmel

             

        2. Schneeflocke@Urmel

          Liebstes Urmellein,

          ich weiß ich finde nicht die richtigen Worte für Deine Gedanken an Omma, für diesen Satz von Dir:

          "Ich warte heute noch auf das Versprechen  der ORG., bald kommt Harmagedon. Ich warte seit 35 Jahren darauf das ich mein verstorbenes Kind wieder in die Arme schließen kann."

          ... aber gar nicht reagieren und es einfach überlesen kann ich auch nicht.

          Dieses Erlebnis ist traumatisch, wohl das schlimmste was einer Mama widerfahren mag. Auch nach 35 Jahren hast Du mein tiefstes Mitgefühl! Es sind oft die allerschlimmsten Dinge und Erfahrungen, die einen Menschen überaus tiefgründig und mitfühlend, aber auch zerbrechlich machen. Ich kenne die Gefühle zweier Freundinnen, die Ihre Kinder als Baby verloren haben. Es hat ihre ganze Sicht auf das Leben verändert, es sind sanfte, gütige und unglaublich dankbare Menschen, dankbar für das Unsichtbare, für das Kleine, für das, was andere als Selbstverständlich sehen... tolle starke Frauen, mit zarten Seelen!

          Ich lese gerade das Buch "Human Angels" von Veit Lindau und Dr.Rüdiger Dahlke. Es erzählt vor allem die Erfahrungen von Menschen mit Handicap und deren Angehörigen. Es ist tief bewegend welch große Liebe und Wertschätzung aus Ihnen spricht, trotz ständig anstrengendstem Alltag und allgemeiner Unverständnis und Ablehnung vieler. Eine Mutter kommt zu Wort, die Ihren Engel nach nur sechs Wochen Lebenszeit hat gehen lassen müssen. Sie schreibt:

          "Leben und Tod, anders sein - und doch ein Mensch wie alle... Benedikt vereint für mich bis heute das Paradox der Welt. Mein Engel Benedikt hat mich den Umgang mit Schmerz, Leid, Scham und Liebe gelehrt und mich geöffnet für die Schönheit von Leben und Tod."

          Mein süßes Urmelchen, das Leben ist ein Wunder unseres großartigen Schöpfers, der uns die tiefe Liebe zu unseren Kindern mit Absicht eingepflanzt hat, so wie ER uns ebenso liebt, weil wir die Seinen sind, Seine Kinder. Und ich bin ganz sicher, dass gerade Du, liebes Urmel, mit ganz besonders dankbaren, zutiefst liebenden Armen bald Dein kleines süßes Enkelkindchen in den Armen halten wirst! Welch ein Geschenk des Himmels!

          mit dicker Umarmung: Dein Flöckchen

          "Auch wenn ich meine Augen schließe, Du bist immer noch in meinem Herzen. Du gehst nicht weg von dort." - Rumi

          1. Mein liebes Flöckchen,

            lieben herzlichen Dank für Deine wärmenden Worte. Genau so ist es,

            " auch wenn ich meine Augen schließe, du bist immer in meinem Herzen"

            Ich schrieb schon an Markus; ich spüre , wenn ich traurig bin, das mein Herz, von unseren Schöpfern gestreichelt und getröstet wird. Das ist ein unsagbares Gefühl.

            Liebes Flöckchen auch von mir eine dicke Umarmung an Dich und Deine Familie. Auch Ihr habt Euer Päckchen zu tragen. Mir sagte mal eine ältere  weise  Dame, das ist schon eine ganze Weile her. Wir fuhren an einem dunklen Abend in eine Stadt. Die Fenster in den  Häusern , waren mit einem warmen Licht erhellt. Skyline feeling. Das war schon beeindruckend.  Da sagte die ältere Dame; " unter jedem Dach ein Ach"

            nochmals liebe Schneeflocke, danke , dein Urmel

        3. Omma@Urmel

          Mein liebes Urmeli,

          ich habe erst heute deinen lieben Kommentar gelesen, und werde deine Wünsche für eine angenehme Nachtruhe, für die nächste Nacht übernehmen. 😉

          Ja, der Oppa ist seit dem 30. November wieder von der Reha zurück.  Nach vier Wochen Trennung, war es bei uns Beiden ein Wiedersehen unter Tränen.   Du fragst: "Konnte er sich gut erholen?" Ich will es mal so beschreiben, man hat alles für seine Gesundheit getan, sowohl physisch als auch psychisch.  Alle waren sehr, sehr lieb, es war eine sehr schöne Reha.  Aber Reha bleibt Reha, da gibt es viele Termine, an die man denken muss.  Es ist einfach immer etwas los, erholen kann man sich eigentlich nur zu Hause, jedenfalls ist es bei uns so.

          Ach, liebes Urmelchen, du hast inzwischen so wohltuende und mitfühlende Kommentare bekommen, von Markus und unserem (Schnee)-Flöckchen (die eigentlich mehr ein wärmender Ofen ist!). Und ich will diese von ihnen geschriebenen schönen Worte für sich wirken lassen.

          Ich habe vor einiger Zeit auf youtube ein Gespräch mit einer jungen Frau gesehen, die so ein "Sternenkind" zur Welt gebracht hat, wie es unser Flöckchen beschrieben hat, und wie du es selbst so leidvoll erleben musstest.

          Wie hatte unser Flöckchen geschrieben?    "Es hat ihre ganze Sicht auf das Leben verändert, es sind sanfte, gütige und unglaublich dankbare Menschen, dankbar für das Unsichtbare, für das Kleine, für das, was andere als Selbstverständlich sehen... tolle starke Frauen, mit zarten Seelen!"

          Ja, liebes Urmeli, so kam es auch von dieser jungen Mutter rüber. Man hatte ihr mitgeteilt, dass ihr Kind, das in ihr heranwuchs, nicht lebensfähig sein würde. Jetzt standen sie vor der Entscheidung, sollten sie ihrem ungeborenen Kind vorzeitig das Leben nehmen? -  Sie entschieden sich für das Kind, sie wollten sich so lange wie möglich mit ihrem Kind freuen, ihm Liebe und Wärme geben. Es erfüllte sie mit Dankbarkeit, wenn sie sahen, dass dieses kleine Baby heranwuchs und sich unter ihrem Herzen wohlfühlte.  Und sie wollten es noch einmal in ihre Arme nehmen können. -  Dann sagte diese junge Mutter etwas, was mich sehr bewegte, sie sagte, sie spüre eine große Dankbarkeit, für die Zeit, die sie mit ihrem Kind erleben durften, ihnen ist dadurch Gott sehr, sehr nahe gekommen, bis heute.

          Es grüßen dich ganz lieb mit einem dicken "Knuddler"  Omma und Oppa

  14. Treuer Zeuge

    Warum schmerzt das Abnabeln so sehr? Weil es doch die Wahrheit ist mit vielen netten Brüdern und Schwestern, ich bete jeden Tag dass Ihr wieder zurückkommt, keiner ist fehlerfrei aber die Wahrheit ist jetzt schon Prima!

    --------

    Wir beten jeden Tag, dass Zeugen, die noch "eingeschlossen" sind die Augen geöffnet werden für die Wahrheit hinter der Wahrheit. An vielen Beispielen sieht man hier, dass Jehova unsere Gebete erhört. Der Erfolg von Bruderinfo wäre ohne Gottes Segen und hl. Geist undenkbar, wenn man die Anfeindungen und technischen Angriff z. B. Aus Selters berücksichtigt. Nur Verleumder würden behaupten wollen es sei Menschenwerk.

    Wer oder was ist denn bei den ZJ eigentlich die WAHRHEIT? Kannst du das beantworten? Ist es das derzeitige Licht bestimmter Lehren? Ist es die Wachtturm Gesellschaft? Jw-org? Oder etwas anderes? Was sagt denn die Bibel wer oder was die WAHRHEIT ist?

    Lg
    Bruderinfo1

    1. Nachdenker an TREUER ZEUGE

      Hallo TZ,

      ich lese und schreibe hier schon länger weniger, weil das Thema ZJ mit all ihren Randerscheinungen für mich komplett durch ist, aber wenn einer solch Kommentare abgibt wie du, geht bei mir der Hals zu. Abnabeln tut weh weil man "Freunde" und Familie verliert. Aber warum? Weil eine gottverachtende Organisation menschenverachtenden Regeln aufgestellt hat, um ihre Mitglieder mit dieser Druck und Angst Masche bei der Stange zu halten. Zudem verstossen diese Regeln sogar dem gültigen Menschenrecht nachdem niemand wegen seiner Religion in irgendeiner Weise benachteiligt werden darf. Aber bei Zeugens ist das ja anders, stimmts?

      Ach ja, nette Brüder und Schwestern. Ich habe sie in über 30 Jahren und über viele Versammlungen hinweg nie kennengelernt. Du schreibst richtig: Nette Brüder und Schwestern. Prima, nett ist also das neue Markenzeichen der ZJ. Weist du was es bedeutet das etwas nett ist, wenn man danach gefragt wird? Es bedeutet in Wahrheit das es einem nicht gefallen hat und man es höflicherseits nicht sagen möchte. Freundschaft gibt es scheinbar keine mehr, oder? Ich habe jedenfalls keine wahren Freunde in all den Jahren und all den Versammlungen gefunden, jedenfalls keine Freunde die diesen Titel verdient haben. Alles Mitläufer und Leidensgenossen, die sich aneinander geklammert haben, weil sie ja sonst nichts haben und wahre Freundschaft und kenngelernt haben. Denn wo wahre Freundschaft ist, darf man seine freie Meinung haben ud die äußern und Dinge hinterfragen und auch mal geteilter Meinung sein und zueinander Mal schäle Kopp sagen. Das muß wahre Freundschaft aushalten. Und ich kann dir auch sagen wo ich diese wahren Freunde gefunden habe, mit denen man offen und ohne Angst über alles reden kann: in der bösen, bösen Welt.

      Drum Ihr Eingeschlossenen, wacht auf, forscht selbst nach, laßt euch nicht alles vorschreiben, denkt selbstständig, krempelt die Arme hoch und verlaßt diese Organisation. Immer mehr tun dies und erfreuen sich einer ungeahnten Freiheit und blühen auf. Auch wenn der erste Schritt schmerzlich sein wird, es lohnt sich.

      Grüsse Nachdenker und grüsse mir deine "netten Brüder und Schwestern"

       

       

      1. Haraschmi

        Hallo Nachdenker,

        Deinem Beitrag kann ich zu 100% beipflichten. Ich kann noch 2 Dinge ergänzen.

        1. Nett ist der kleine Bruder von....

        2. Das von vielen gepriesene "geistige Paradies" ist nichts anderes als ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Das findet man fast überall wo sich Interessengemeinschaften finden. Mal stärker, mal weniger Stark. Sobald man aber die Gemeinschaft bei den jw verlässt endet die Freundschaft abrupt. Da geh ich lieber in den Geflügelzuchtverein, Turnverein etc. Dort wird man menschlicher behandelt.

        Gruss Haraschmi

         

         

    2. Petrus111

      Lieber Treuer Zeuge,

      ich glaube, Du glaubst, was Du schreibst...

      Abnabeln ist schwer, weil JZ mit einem wirklich bemerkenswerten Portfolio von Psychotricks ihre Mitglieder in einer sozialen Isolation gefangen halten, die sie für die Außenwelt annähernd lebensuntauglich macht. Auch Strafgefangene muss man nach langer Haft auf ein Leben in Freiheit vorbereiten, weil sie es einfach verlernt haben, für sich selbst zu denken und ihren Alltag selbstbestimmt zu gestalten.

      Unter JZ gibt es "liebe Brüder" - aber es gibt keine Freunde. Die "Freundschaft" ist nur bedingt - an die Zugehörigkeit zur Organisation. Wenn die Organisation einen ausschließt - was ja öffentlich ohne Angabe von Gründen passiert, dann fragen die "Freunde" nicht nach Gründen - sie halten sich - ohne zu prüfen oder nachzudenken,  an das Kontaktverbot.

      Handelte es sich um eine Fehlentscheidung, so wird das niemals zugegeben; wenn Leute ausgeschlossen wurden, weil sie einer Lehrmeinung öffentlich widersprochen haben, so werden die ja nicht wieder aufgenommen, wenn sich die Lehrmeinung später änderte.

      Ich gebe als Beispiel: wenn die JZ massenhaft im Jahre 1990 gegen die "Generationen-Lehre" protestiert hätten, dann hätte es einen Massen-Exodus geben müssen. Diese Lehre wurde seitdem 2 x modifiziert und zuletzt völlig umgekrempelt. Wenn man so einen Sch... nicht glaubt, dann wird man ausgeschlossen - von den lieben Brüdern und Schwestern... zu denen man doch zurückkehren soll?!

      Allein die fehlende Hilfe für Sünder - die aktuell einfach zu schwach sind, irgendwelche Schwächen aufzugeben - und die Sippenhaft, die dann erfolgt, schreit im wahrsten Sinne zum Himmel.

      Mann, ich reg mich echt auf!

      beste Grüße

      Petrus111

      1. Matthäus @ TZ

        Die "Generationen Lehre" ist mittlerweile 18 x (!!!) geändert worden, fallweise ins 100 %ige Gegenteil - .... und das soll die Wahrheit sein ???

        1996 war die Generation die bösen Menschen die Gott Widerstand leisten

        2008 war dann die Generation "die Gesalbten" die Gottes Interessen vertreten

        Warum sagte uns wohl Jesus: "ICH bin die Wahrheit"?

        Ganz einfach weil jene die sich als Gesalbte im Auftrag Christi eine Führungsrolle anmaßen, genau obigen Schwachsinn gelehrt haben, eine widersprüchliche sogenannte  Erkenntnis -siehe 1. Tim. 6:20,21- die zu einem Schiffbruch ihres Glaubens geführt hat.

        Jene die menschliche Lehren und Regeln aufstellen, müssen sich gefallen lassen dass ihre Anbetung vergeblich ist. Nach Matth. 15 ehren solche Gott nur mit den Lippen, das Herz ist nicht dabei.

        Johannes 12:37-50 erklären sehr deutlich dass Gott es zuläßt, es ist eine Tatsache dass viele der Lüge lieber und mehr glauben (Lehren von Menschen) als dem der das Leben bringt, der die Wahrheit hat, und der der einzige Weg ist

        Jesus sagt:
        48 Wer mich ablehnt und nicht nach meiner Botschaft lebt, der hat schon seinen Richter gefunden. Was ich verkündet habe, wird ihn am Tag des Gerichts verurteilen.
        49 Denn ich habe nicht eigenmächtig zu euch geredet. Der Vater hat mich gesandt und mir gesagt, was ich reden und verkünden soll.
        50 Und das ist gewiss: Was er mir aufgetragen hat, euch zu sagen, führt euch zum ewigen Leben! Deshalb gebe ich euch alles so weiter, wie der Vater es mir gesagt hat."

        Darüber würde ich als "treuer Zeuge" einmal ernsthaft nachdenken?

        LG Matthäus

        1. Petrus111

          Hallo Matthäus,

          hast Du eine Aufstellung der 18 Varianten bis heute?

          Bitte maile mir die an     franzose4711@kabelmail.de

          beste Grüße

          Petrus111

          1. Matthäus

            Gerne stelle ich die Quelle zur Verfügung - von den Gesalbten aus den USA die "nichts zu melden haben" - hier in deutscher Übersetzung:
            http://avoidjw.org/2015/12/this-generation/

            Seit den späten 1800 ´er Jahren haben Jehovas Zeugen, oder die ernsten Bibelforscher wie Sie damals genannt wurden, viele Male versucht den Begriff „diese Generation“ aus Jesu Prophezeiung in Matthäus 24:34 zu definieren und zu interpretieren.
            Schaut man auf die Beweise, muss man zugeben dass sie zu einem der falschen Propheten der Neuzeit geworden sind. (Matthäus 7:15) Sie haben verschiedene Daten bestimmt, sie mehrmals geändert und benutzen die gleiche Logik um die Änderungen zu rechtfertigen.

            Die Frage die sich jeder Leser stellen muss ist diese: Wenn man dieselben Schriftstellen benutzt, um eine Logik für sich zu widersprechende Ansichten aufzuzeigen, ist man dann nicht betrügerisch und blasphemisch? (Markus 7:15,22)
            Wenn man eine biblische Auslegung als Tatsache präsentiert, und sie sich als falsch erweist, ist man dann nicht ein Lügner? -Johannes 8:44.
            Änderungen der Generationen Lehre:
            1. 1875:”Diese Generation” begann am 6. April 1875.
            (The Midnight Cry and Herald of the Morning – die Seiten 71-72)
            2. 1878:”Diese Generation” begann 1878.
            (Herald of the Morning, 1878, Juli Seite 5)
            3. 1879:”Diese Generation” begann 1840, würde 74 Jahre dauern und 1914 enden.
            (Herald of the Morning, 1879, Februar Seite 3)
            4. 1882: “Diese Generation” bezieht sich auf die Gegenwart Jesu vor seiner Wiederkunft und begann im Frühjahr 1878.
            (Zion’s Watch Tower, 1882, April Seite 6; Mai Seite 5)
            5. 1908: “Diese Generation” wird im Oktober 1914 enden.
            (Zion’s Watch Tower, 1908 Januar Seite 3)
            6. 1909: “Diese Generation” begann 1878 und wird 1914 enden.
            (Zion’s Watch Tower, 15.Februar 1909 ,Seite 57)
            7. 1909: “Diese Generation” wird möglicherweise nicht 1914 enden aber die “Zeiten der Heiden” werden im Oktober 1914 vorbei sein.(Zion’s Watch Tower, 1.Dezember 1909 ,die Seiten 371-372; Zion’s Watchtower, 15. Juli 1912 ,die Seiten 221-223)
            8. 1912: “Diese Generation” wird möglicherweise nicht 1914 enden aber wir glauben immer noch dass die Zeit ziemlich nahe ist. (Zion’s Watch Tower,15.Oktober 1912 , Seite 327)
            9. 1916: Eingeständnis, dass 1874, 1878 und 1881 chronologische Fehler waren, womit Jesus die Schuld daran gegeben wurde. Trotzdem soll der 1. Oktober 1914 zweifelsohne das Ende der Heidenzeiten sein. (Zion’s Watch Tower 1.Februar 1916,Seite 38)
            10. 1950: ” Diese Generation” begann 1914 and bezieht sich auf die Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts (The Watchtower 15.September 1950, Seite 324)
            11. 1952: “Diese Generation” begann 1914, enthält überlappende Generationen von Einzelpersonen, jede Generation überspannt jeweils 33 Jahre und wird noch am Leben sein wenn Harmagedon beginnt.(The Watchtower 1.September 1952 ,die Seiten 542-543;15. Februar 1953,Seite.124 Absatz 35)
            12. 1953: “Diese Generation” dauert nur noch ein paar Jahre.(The Watchtower 15.Oktober 1953,die Seiten 615-616) .
            13. 1956: Jesus sagte das die Generation die 1914 sah nicht vergehen wird bis alle diese Dinge geschehen sind (The Watchtower 15.Oktober 1956, die Seiten 615-616) .
            14. 1959: Die Weltereignisse seit dem Ersten Weltkrieg, 1914-1918, zeigen das sich diese Prophezeiungen erfüllt haben. Die Zeit für Jehova ist endgültig gekommen um die Erde zu säubern und der Menschheit ewigwährenden Frieden zu bringen. Die Generation von 1914 wird es miterleben (The Watchtower 1. September 1959,Seite 519).
            15. 1961: “Diese Generation” von 1914 die immer noch am Leben ist, ist die Generation von der Jesus sagte das Sie alle Dinge geschehen sehen würde, einschließlich dem Ende dieser Welt. Die Errettung der treuen Nachfolger Jesu in Gottes Neue Welt findet innerhalb dieser Generation statt.
            (The Watchtower 1.März 1961,Seite 132)
            16. 1995: “Diese Generation” bezieht sich einmal auf die ungläubige Generation der Juden im ersten Jahrhunderts und außerdem auf eine Gottlose Generation von Menschen in der Neuzeit. Darüber hinaus ist die Länge einer „Generation“ unwichtig. Zeugen Jehovas müssen Harmagedon als unmittelbar bevorstehend betrachten und müssen von der Bösen zeitgenössischen Generation getrennt bleiben und mit Eifer Gottes Willen tun.”(The Watchtower 1.November 1995,die Seiten 10-21)
            17. 2008: “Diese Generation” bezieht sich auf die Apostel des ersten Jahrhunderts und auf die gesalbten Zeugen Jehovas der Neuzeit. Die Länge einer „Generation“ ist weiterhin unwichtig. Das revidierte Verständnis hilft einem Zeugen Jehovas das Gefühl der Dringlichkeit zu intensivieren.
            (The Watchtower 15.Februar 2008,die Seiten 21-25).
            18. 2010: “Diese Generation” muss nicht nur eine Generation sein, sondern kann auch aus zwei Generationen bestehen. Die erste „Gruppe“ von „dieser Generation“ würde die Ereignisse von 1914 erfahren und verstehen, und die zweite Gruppe würde aus Personen bestehen, die geboren wurden, bevor das letzte Individuum aus der ersten Gruppe gestorben ist (deswegen eine „überlappende“ Generation“). (The Watchtower 15.April 2010,die Seiten 10-11 Absatz 13-14; 15.Januar 2014 Seite 30-13 Absatz 14-16 )
            „Diese Generation“ ist der Kern der Zeugen Jehovas Lehre. Genauso wie der Treue & verständige Slave der Kern ihrer Lehren ist sind es Lehren die sich ständig ändern. Wenn das Verständnis dieser Lehren „Geschenke“ von Jehova sind, warum ändern sie sich? –
             
            Jakobus 1:16-17 :Lasst euch nicht täuschen, meine geliebten Brüder und Schwestern! 17 Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben, vom Vater der Himmelslichter, bei dem es keine Veränderung und nicht die Spur eines Wandels gibt.(Zürcher Bibel)

            1. Lily

              @ Matthäus: danke für deine Mühe, uns die 18

              Mal "helleres Licht" raus zu suchen!

              Sehr interessant...ich kannte nur ein paar davon.

            2. turtle

              Es gibt für alles eine jworg-Erklärung:

              Diese Woche im Versammlungsbibelstudium:

              5...Die Ernte finde von 1874 bis 1914 statt und gipfle darin, dass die Gesalbten in den Himmel versammelt würden. Sprechen solche irrigen Ansichten gegen die Leitung durch den heiligen Geist?

              ...."2 Heute sind wir in einer ähnlichen Situation wie diese Touristen. Wir lernen die faszinierendste aller Städte kennen: „die Stadt, die wahre Grundlagen hat“, das Königreich Gottes (Heb. 11:10). Als Jesus auf der Erde war, weihte er seine Nachfolger persönlich in die Geheimnisse dieses Königreiches ein. Beantwortete er alle ihre Fragen, und erzählte er ihnen sofort alles über das Königreich? Nein. Er sagte: „Ich habe euch noch vieles zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen“ (Joh. 16:12). Als bester „Stadtführer“, den man sich denken kann, überhäufte er seine Jünger nie mit Informationen, die sie überfordert hätten."

              Jesus Christus als Stadtführer und nicht nur er sondern auch der Heilige Geist:

              3... Auch der heilige Geist lässt sich mit einem geduldigen Stadtführer vergleichen. Durch ihn vermittelt Jesus seinen Nachfolgern genau zur richtigen Zeit alles, was sie über Gottes Königreich wissen müssen.

              Zitate aus "Das Königreich regiert", S. 49

              Die Verantwortlichen für die Irrungen und Wirrungen der Org. sind aus Ihrer Sicht klar definiert.

               

              1. ManfredF

                Lieber Turtle

                stelle dir vor, Google bringt einen Stadtführer raus und wenn der User dann den Petersdom in Rom besuchen will, schickt Google ihn zuerst nach Venedig, lässt ihn dort ein wenig rumirren, bevor er erneut auf einen Trip geschickt wird, diesmal geht es nach Berlin, dann nach Moskau, zurück nach Venedig, dann New York, London, Paris, wieder Venedig und dann Hamburg. Als der User langsam ungeduldig wird, läßt Google verlauten, keine Panik, wir haben alles im Griff, dieser Stadtführer ist so gebaut, dass du immer genau dort angekommst, wo es gerade für dich am besten ist, wir wollen dich nicht überfordern. Aber vertraue uns, wir sind die einzigen die wissen, wo der Petersdom liegt und wenn du da nicht mehr angekommst in deinem Leben, dann bist du doch viel unterwegs gewesen und hoffentlich hast du deinen Kindern gut eingetrichtert, dass wir die einzigen sind, die den richtigen Stadtführer haben dann können wir dir versichern, auch deine Kinder werden zur rechten Zeit mit den richtigen Orten versorgt, du brauchst keine Angst haben. Wichtig ist, einfach Schritt zu halten mit uns. Vertrau uns einfach. Die anderen sind alle böse und wollen dich verführen. Wir dagegen leiten dich auf dem richtigen Weg weiter und zur richtigen Zeit wirst du auch das richtige Ziel erfahren.

              2. Micha

                 
                LiebeTurtle
                 
                Diese Organisation ist die reinste Lügenschleuder. Was haben die uns in den siebziger Jahren geschunden mit ihren Klassen, der Jonadab- ,Jeremia-, Ester-,Mordochai- und sonstwas für Klassen und deren neuzeitlichen ersten und zweiten Entsprechungen. Damit haben wir die schönsten Jahre unseres Lebens vergeudet. Kaum einer hat da noch durchgesehen nicht mal die Ältesten. Es war damals lebensnotwendige geistige Speise zur rechten Zeit ( wie immer). Und jetzt kommen sie daher und sagen:
                Zitat: Als Jesus auf der Erde war, weihte er seine Nachfolger persönlich in die Geheimnisse dieses Königreiches ein. Beantwortete er alle ihre Fragen, und erzählte er ihnen sofort alles über das Königreich? Nein. Er sagte: „Ich habe euch noch vieles zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen“ (Joh. 16:12).
                Mir geht der Hut hoch wenn ich diese Heuchelei höre. Dieser Sklave ist kein Sklave sondern ein Sklavenschinder und der Wachtturm ist seine Peitsche genau wie zur DDR-Zeit das ND (SED-Zeitung). Die WTG ist die 1:1-Kopie der DDR-Diktatur nur eben nicht unter Hammer und Zirkel sondern unter Sternen- und Streifenbanner.

                Euch allen eine gesegnete Nacht im Schutze unseres Vaters im Himmel Micha

    3. Edelmuth an TZ

      Guten Abend Treuer Zeuge

      Warum schmerzt das Abnabeln so sehr? Weil es doch die Wahrheit ist mit vielen netten Brüdern und Schwestern, ich bete jeden Tag dass Ihr wieder zurückkommt, keiner ist fehlerfrei aber die Wahrheit ist jetzt schon Prima!

      Wäre es lediglich das Fleisch, das sie antreibt, wäre es ihnen ein Vergnügen.

      Warum, verehrter Zeuge, nehmen die Brüder diese von dir geschilderten Schmerzen in Kauf und trennen sich von der Gesellschaft.

      Ede

    4. Freiherr von Knigge

      Treuer Zeuge Jehovas,

      "Warum schmerzt das Abnabeln so sehr? Weil es doch die Wahrheit...."

      Weil wir durch die große Drangsal müssen ;-)?

      Weil wir erwachsen werden müssen?

      Weil wir unser Kreuz auf uns nehmen müssen?

      Weil wir nicht in Mamis Nabelschnur ersticken dürfen? Weil wir laufen lernen müssen? Weil wir aus Ägypten und den Fleischtöpfen in die Wüste müssen um ins verheißene Land zu kommen?

      Weil ....

      weil....

      weil.....

      weil das "geistige Paradies" die Hölle ist?

      weil die "geistige Speise" geistig krankes Gift ist?

      weil Du vielleicht mal die Bibel lesen solltest statt den Wachtturmmüll?

      weil man Jesus Christus eine Dornenkrone aufgesetzt hat und Du IHM nachfolgen solltest - statt in einem geistig vernebelten Paradies in der Hängematte zu liegen?

      weil Du mal Deine Komfortzone verlassen solltest?

      weil Steak besser schmeckt als Alete?

      weil 1 Korinther 3: 2-4?

      Ich nährte euch mit Milch, nicht mit etwas zum Essen,+ denn ihr wart noch nicht stark genug. Ja, ihr seid auch jetzt nicht stark genug,+  denn ihr seid noch fleischlich.+ Denn solange es Eifersucht und Streit unter euch gibt,+ seid ihr da nicht fleischlich und wandelt ihr nicht wie Menschen?+  Denn wenn einer sagt: „Ich gehöre zu Paulus“, ein anderer aber sagt: „Ich zu Apọllos“,+ seid ihr da nicht einfach Menschen?

      weil Galater 4:3-7?

      Ebenso auch wir, als wir Unmündige waren, waren wir den elementaren+ Dingen, die zur Welt gehören, beständig versklavt.  Als aber die Grenze der Fülle der Zeit gekommen war,+ sandte Gott seinen Sohn,+ der aus einer Frau [geboren] wurde+ und unter Gesetz zu stehen kam,+ so daß er die unter Gesetz loskaufe,+ damit wir unsererseits die Annahme an Sohnes Statt empfangen könnten.+ Weil ihr nun Söhne seid, hat Gott den Geist+ seines Sohnes in unser Herz gesandt, der ausruft: „Ạbba*, Vater!“+  So bist du denn nicht mehr ein Sklave, sondern ein Sohn; und wenn ein Sohn, auch ein Erbe durch Gott.+

      weil...?

      weil...?

       

    5. M.N. @ TZ

      Ja warum wohl "schmerzt das Abnabeln so sehr?"

      Weil ENT-Täuschung (also, NICHT MEHR-Täuschung) immer erst einmal schmerzt. Weil es schmerzt, erkennen zu müssen, dass man GE-Täuscht war. Weil es schmerzt, erkennen zu müssen, kostbare Lebenszeit, Energie und Mittel an einen Haufen Unsinn verschwendet zu haben, an Irrlehren, Heuchelei, und leere Versprechungen. DAS schmerzt in der Tat; es wäre unnatürlich, wenn es nicht so wäre. Jedes sich-aus-Starre-lösen und sich verändern schmerzt zuerst einmal. "Wer sich nicht bewegt, spürt seine Ketten nicht." Fängt man dann, nach 20, 30.... Jahren des Angekettetseins an, sich zu rühren, dann merkt man plötzlich, wo einem die schweren Kettenglieder bleischwer draufgelegen haben; dann erst spürt man die wundgescheuerten Druckstellen, und es schmerzt, sich die eingewachsenen Metallringe aus dem Fleisch schneiden oder reissen zu müssen, um frei zu werden.

      "Nette Geschwister?" Natürlich gibt es die. Niemand wird ernsthaft behaupten, alle ZJ - jeder einzelne - seien Monster und Ungeheuer. Betreffs "lieber", "herzensguter" und "menschlich wertvoller" ZJ muss dennoch klar gesagt werden: Die sind nicht deshalb so "lieb und nett", weil sie unter JW.Org-Ägide stehen, sondern TROTZ dessen; sie sind es gerade deshalb, weil sie eben NICHT den die JW.Org wie einen Pesthauch durchwehenden Ungeist an Kälte, Härte, Strenge und Überheblichkeit widerspiegeln. Gerade diese "lieben und guten Menschen" sind es, deren sich die JW.Org immer wieder gerne bedient, um sich mit ihnen als "fremde Federn" zu schmücken, um ihre - der JW.Org - angebliche Güte und Tollheit zu belegen. Sehr oft sind es gerade jene "durch und durch guten" Menschen, die innerhalb der JW.Org aufgrund der ihnen bleischwer auferlegten heuchlerischen Org-Regeln und der sich hieraus ergebenden KOnflikte, der massiven kognitiven Dissonanzen leiden.

      "Die Wahrheit ist jetzt schon Prima!"

      Jawohl, DIE Wahrheit - nämlich göttliche Wahrheit, Joh 17,17; nicht aber "JW.Org-'Wahrheit'", also das, was die JW.Org als IHRE Wahrheit verkauft, siehe Röm 1,25 "sie, welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt," und man könnte das weiterspinnen "und ihre eigene Lüge als 'Wahrheit' verkauft."

      Bete Du nur weiter zu DEINEM Gott - der JW.Org bzw. ihr oberstes siebenfältiges menschliches Leitungsgremium, diese 7-Einigkeit. Wie es um dieses "Gottes", oder besser - dieses GÖTZEN - Fähigkeit, Gebete zu erhören steht, ist ja nun mehr als sattsam bekannt, von wegen "Auferstehung der Gerechten in 1925 - Harmagedon in 1975 - Harmagedon noch vor 2000 - die 1914er wird nicht weggestorben sein, ehe Harmagedon kommt" und dergleichen unerfüllte Wunschträume, neben "Unsere Kohle reicht nicht mehr, ihr müsst mehr spenden".

      Bete nur weiter - das braucht uns in keiner Weise zu beunruhigen, denn Dein 7er-Götze ERHÖRT KEINE GEBETE, er HAT NOCH NIE und WIRD ES NIE, denn ER KANN ES NICHT. In diesem Sinne bist Du wie die 400 Baalspriester, die hinkend, blutüberströmt und verzeifelt um ihres toten Baalgötzen Altar herumtaumelten und jammernd um Erhörung schrieen. "Euer Gott schläft, oder er sitzt auf dem Örtchen und hat Dünnpfiff" spottete des wahren Gottes JHWH Prophet. Parallelen???

      Gruß,

      M.N.

    6. peetha@Treuer Zeuge

      Naa TZ, allet Klar?!

      guten abend treuer Zeuge (jetzt komm  ick nooch ..... ),

      eigentlich haben die Brüder ´Wachmacher´ - vor mir - bezüglich der TZ Frage, ja alles geklärt.

      Ick selbst bin etwas verwundert, dass ´abnabeln´ so sehr schmerzt !? Naja, did ´abnabeln´von Muttern´s Leib war, .... für mich jetzt gesprochen, ..... nicht schmerzvoll- wenn- dann eher ´easy´- .

      DENN .... für das abnabeln sorgten andere. Keine Ahnung, ob bei mir der ´Herr´ Doktor, die Frau Oberschwester, ne Schwester Meier oder der Hausmeister dieses ´abnabeln´ vollzogen hat/haben  - ICK  jedenfalls NICHT-

      Naa TZ , allet Klar?!

      PRIMAWARHEITen - PRIMAeherSCHEISSKLIMA - PRIMANICHTFEHLERFREI

      Küsschen,

      UND ...   TZ,  ... na dann bet mal für mich/.... für ein    ... ´WAS IST Wahrheit´

      Jutti- gut´s Nächtle -sagt man hier-

       

       

    7. Argentum@nachdenker

      Ach, lieber Nachdenker,

      diese Freunde hatte auch ich bei den Zeugen. Gut, wir haben uns unter besonderen (psychologischen) Umständen kennengelernt, aber diese 14 Jahre dauernde Freundschaft hat keinen Wert mehr, wenn man den Sklaven und die Organisation infrage stellt. Wir konnten uns alles sagen und an den Kopf werfen und haben uns hinterher sehr emotional entschuldigt und dann war wieder alles gut, aber DAS steht außen vor. Da gibt es kein Pardon. Das spüre ich jetzt auch sehr hart.

      Deinen Aufruf kann ich nur unterschreiben:

      Wacht auf, achtet auf Euer Herz, auf Euer Gewissen und Euer Gefühl. Wenn Ihr in der Liebe seid und so fühlt, ist das der einzig richtige Weg! Ignoriert das niemals.

      Über die Liebe spricht der Geist zu uns.

      Ganz liebe Grüße

      Argentum

    8. Papillon

      Treuer Zeuge, abnabeln tut immer weh. Das gute Freunde oder Familie einen nicht mehr kennen usw. Habe das nie wirklich verstanden wieso das trennen der Familie einen zu Jehova bringen soll. Wir sollen doch zurück kehren weil wir Jehova lieben und merken das wir ihn brauchen. Aber egal was man in Zeitschriften liest geht es eher darum das die Sehnsucht nach der Familie einen wieder zurücktreiben soll.

      1. Tschango@Papillon

        Wenn Menschen mit ihren Familienangehörigen keinen Kontakt mehr haben dürfen weil sie ausgeschlossen sind, dann ist es Erpressung. Wenn Menschen wieder zur Organisation zurück kommen weil sie das Kontaktverbot nicht aushalten, dann auch nur aus Erpressung.  Was die Organisation betreibt ist Erpressung.  Wir wissen ja schliesslich dass Erpresser das Konigreich nicht erben werden. Also was schließen wir daraus?

        Lg

    9. Ordnungszahl 83 (kristallin)

      An den treuen Zeugen:
      Warum es so weh tut?! O ja, es tut sauweh. Es tut weh, wie kaugummikauen und dabei stolpern ("der Tag der Vernichtung für die Zunge"). Es tut weh, wie ein Kakteen-Fahrradsattel auf 'nem Einrad in den Rocky Mountans. Es tut weh, wie wenn man ein verdammtes Wattestäbchen in Domestos taucht und als Pflegestift für spröde Lippen benutzt.
      Es tut sauweh.

      Aber es ist nicht der Verlust, der schmerzt. Es ist der BETRUG.

      Es ist die Bauernfängerei, und das Wissen, dass man selbst der Bauer war. Es ist die Ausweglosigkeit, es ist das Wissen, dass die Lüge mittlerweile wahrheitsresistent wurde. Das Weltbild, der Glaube, die Verzerrung heiliger Worte zu einem unheiligen Zweck sind multiresistente Keime, die sich in den Wunden schwacher und verletzter Menschen einnisten und noch mehr Fleisch wegfressen - ist es nicht so?! Ihr sackt Euch die Menschen ein, die entweder so labil sind, dass man ihnen Gottesglauben beibringen kann oder die Menschen, die alles tun, um sich von Gott geliebt zu fühlen ("Geschichten von tausendundeiner Regel").
      DAS tut weh.

      Das Menschenwort, das Ihr in den Kleidern des Gotteswortes an den Straßenstrich der Aufmerksamkeitsökonomie und der Doppelmoral jagt und wie es kreischend aufdringlich herumtingelt und sich jedem anbietend um den Hals wirft, nur um sich lebendig und lebenswert zu fühlen - DAS tut weh; im Herzen und in den Augen und den Ohren, wohlgemerkt.

      Es tut weh, wie ihr Sprache zur Gedankenkontrolle missbraucht: Sag' "Gnade", statt "unverdiente Güte"; sag' "Christus", statt "Jehova"; sag' "Fürst", statt "Hauptvermittler" oder sag' "Kreuz", statt "Pfahl"... Dann sagst du letztendlich immer nur "S....S-S-S-Sibbolet" - und das ist dann dein Ende (Ri12,4-6). Wer die "reine Sprache" nicht mehr spricht, dem wird der Mund verboten. Und dann:
      - Du hast kein Recht auf einen Verteidiger.
      - Du bist verdammt, zu schweigen.
      - Alles, was du sagst, kann und wird gegen dich verwendet werden.

      Und so sind die Blinden und ihre blinden Leiter unbegreifbar unbefreibar aus diesem falschen Evangelium, und so stehen sie unter ihrem eigenen Fluch der Verblendung (Gal1,6-8).

      Verwandte von mir beten, dass sie mir mit meinen bibl. Argumenten widerstehen können. Sie beten, diese Prüfung überstehen zu können. Dadurch degradieren sie mich zu einem Vertreter des großen Verführers. Ich habe keinen Schwanz und fresse keinen Schwefel, aber hab den Mundgeruch aus der Hölle? Muss man deswegen beten, um mich zu überleben? Wie krank ist das eigentlch?!
      ...DAS tut weh.

      Übrigens:
      Woran man erkennt, dass DermitdemWolftanzt selbst ein Zeuge ist? Ganz einfach: er sieht uns als bedrückende Wölfe und glaubt, ein Tänzchen mit uns zu wagen. Ha, überführt!

      Nicknames lügen nie!
      Das kantige Metall weiß, was es sagt.
      O83

  15. Ulla

    Liebe Freunde,

    ja das Abnabeln tut weh, auch, seinen eigenen Weg als Christ zu gehen. Wie ich gelesen habe, ist es auch Euch eine Hilfe gewesen, "einen Schritt zurückzutreten, um das GANZE Bild" besser betrachten zu können. Ich freue mich, dass es soviele hier gibt, die ihren Glauben an Gott nicht verloren haben!

    Ich bete weiterhin für euch! Es stärkt auch mich immer wieder zu lesen, dass Gottvertrauen wichtiger ist als Menschenhörigkeit oder Menschenangst. Was ich auch gelernt habe ist, dass der Geist (das logische Denken) oft viel weiter ist als die Seele. Die Seele hinkt dem Verstand oft hinterher, weil sie emotional verbogen und umgeformt wurde. Die Seele braucht einfach mehr Zeit zur Erholung!

    So wünsche ich euch Gottvertrauen, Mut und Kraft. Wie schrieb Franz von Assisi damals?

    Was keiner wagt, das sollt ihr wagen.

    Was keiner sagt, das sagt heraus.

    Was keiner denkt, das wagt zu denken.

    Was keiner anfängt, das führt aus.

    Wenn keiner ja sagt, sollt ihrs sagen.

    Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein.

    Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben.

    Wenn alle mittun, steht allein.

    Wo alle loben, habt Bedenken.

    Wo alle spotten, spottet nicht.

    Wo alle geizen, wagt zu schenken.

    Wo alles dunkel ist, macht Licht.

     

     

     

  16. Grosso

    Hallo,

    Ich habe schon lange nicht mehr hier geschrieben .

    Meine Frau und ich sind jetzt seid über einen Jahr nicht mehr zu Versammlung gegangen und gelten als Abtrünnig:-).Mit allen Konsequenzen(Familie , Freunde,usw.)

    Wir wohnen in Berlin.

    Falls jemand Hilfe braucht oder uns mal kennen lernen möchte, kann er/sie uns gerne anschreiben.

    Lg Grosso

    endlichausdersekte@gmail.com

     

     

     

    1. Kommentar zum Artikel

      Gemäß dem individuellen Glauben eines "Zeugen Jehovas" benötigt der "Leib Christi" einen (führenden)  Kopf. 

      Kopf des "Leibes Christi" ist nach dem Glauben der "Zeugen Jehovas" eine Figur aus einem Gleichnis, was das Haupt des Leibes Christi seinen "Gliedern", d.h. seinen Jüngern, erzählte.

      Diese Figur ist der in dieser Erzählung erwähnte treue und kluge Sklaven, der böse wird.

      (Lustigerweise gibt es auch von Grimm eine Parodie "der kluge Knecht", die zu googeln in diesem Zusammenhang lohnt.)

      Und obwohl das Haupt, Jesus,  bereits eindeutig festlegte, wer künftig diejenigen führen sollte, die zu seinem Leib gehören, vertreten die Zeugen Jehovas die Meinung, das könne auf keinen Fall der Heilige Geist sein.

      Ein Jehovas Zeugen Gläubiger fragt sich vielmehr in vollem Vertrauen darauf, dass Jesus  Christus Wahrheit redete und ist, im Studienwachtturm Februar 2017:

      (JESU Apostel starrten in den Himmel und sahen, wie ihr Herr Jesus hinter einer Wolke verschwand. …) Wie sollten sie das bloß schaffen? Und wir, wie sollen wir das bloß schaffen? Jesus hatte ihnen -zwar- versichert, sie würden bald heiligen Geist empfangen (Apg. 1:5). Doch ein internationaler Predigtfeldzug erforderte (nicht Heiligen Geist, sondern) Führung und Organisation.  Was also sollten sie mit "Heiligem Geist" anfangen, wo sie doch "Führung und Organisation" benötigten? Hatten sie den von ihrem Herrn Jesus nicht Steine empfangen obwohl sie Brot benötigten?

      Die streng bibelgläubigen Zeugen Jehovas Gläubigen schlussfolgern messerscharf und folgerichtig aus der Heiligen Schrift:

      "Zu Pfingsten 33 u. Z. übernahmen die Apostel die Führung der Christenversammlung.“ (und nicht der 😇).
       
      Wie wir bereits weiter oben gelernt haben, hatten wir von Jehova schon einmal etwas bekommen was wir gar nicht brauchen konnten - nämlich "Heiligen Geist" statt Führung und Organisation.

      Da der Vater schon nicht weiß was wir wirklich brauchen wie kann da der Sohn etwas vernünftiges reden, wenn er in Joh. 16:13 sagt:
       
      "Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen."
       
      Wir dürfen also gewiss annehmen, dass sich Jesus hier genau so irrte wie sein Vater im Himmel, der uns statt "Führung und Organisation" zu schicken, mit Heiligem Geist belästigte.

      So dürfen wir bestimmt erkennen, wie wichtig es ist, sich vor den unbiblischen Theorien der so genannten Christenheit und ihrer falschen Religion zu hüten. Ganz bestimmt wollen wir uns das abtrünnige Gedankengut nicht einmal aus der Bibel selbst anlesen.

      Vergewissern wir uns immer an Hand der Heiligen Schrift über die Richtigkeit und Wahrheit unserer Zeugen Jehovas Lehre! In Römer 8:9
      wird uns noch einmal vom Apostel Paulus versichert:

      "wer aber den Geist der Leitenden Körperschaft nicht hat, der ist nicht sein[7"
       
      Liebe Grüße
       
      Euere Dumpfbacke
       

  17. Fanny

    Fanny@Manfred F

    Lieber Manfred,grundsätzlich sehe ich das genauso wie du! Das Lied beschreibt Wunschträume. Träume die viele Menschen haben.Zeugen Jehovas haben auch ihre Träume.

    SIE glauben nicht an den Himmel und nicht an die Hölle.Es war auch mehr so ein hin und her zwischen O.W.S. und mir.

    Auch für mich ist eine Traumblase zerplatzt als ich aus meinen Winterschlaf erwacht bin.Lassen wir unseren Blick zum unseren Herrn gerichtet damit sich nicht wieder Traumblase bilden.

    Danke Manfred und ganz liebe Grüße an Dich!

    Fanny

  18. Petrus111

    Liebe Freunde,
    lieber Autor "Bruder",

    vielen Dank für den Artikel. Du zeigst auf, dass JZ ihre "Organisation" und die "leitende Körperschaft" als biblisch begründete Instrumente darstellen - als gottgewollt und existent in Erfüllung und Anwendung von biblischen Grundsätzen, Prophezeiungen etc. Und Du zeigst auf, dass genau das eben nicht so ist.

    Nun, ABER - so mag man einwenden: ohne Organisation geht es doch nicht. Und eine große Gruppe muss doch sowohl geleitet als auch geführt werden - und man braucht einen organisatorischen Rahmen. Es ist doch klar, dass es sowas geben muss.

    Meine Frage, die dahinter steht, ist: braucht ein Christ "Kirche"; braucht er eine organisierte Gemeinschaft, der er angehört und in der er Gott anbeten kann?!

    Ich habe hierzu keine abschließende Antwort, sondern nur ein paar Gedanken:

    a) Die gesamte Menschheitsgeschichte zeigt, dass
    - die Menschen religiös waren und sind
    - dass die Menschen Religion haben und ausüben
    - dass die Menschen GEMEINSAM in unterschiedlichen Gruppen unterschiedlichen Religionen angehörten und ihre Religionen gemeinsam ausübten

    b) Nach der Bibel handelte Gott mit Menschen. Er handelte mit Abraham, mit Moses, mit den Propheten. Das Volk Israel hatte eine Religion; sie übten diese Religion gemeinsam aus; sie hatten Religionsführer (Priester); sie hatten Gegenstände der Religionsausübung (Stiftshütte, Tempel).

    c) Jesus Christus kam als Erlöser auf die Erde. Soweit sind sich wohl alle christlichen Religionen einig.

    O.k - ab dieser Stelle setzen meine Überlegungen ein:

    Jesus Christus - selbst Jude - erklärte den jüdischen Glauben nicht für falsch, sondern der jüdische Glaube hatte sich durch ihn "erfüllt", "erledigt" - ich weiß nicht, wie ich es richtig formulieren soll. Die Juden, welche ihn nicht als die Erfüllung ihrer Erwartungen anerkannten, blieben weiter Juden; diejenigen, die ihn als die Erfüllung ihrer Erwartungen erkannten, wurden Christen.

    Die Nichtjuden, die den christlichen Glauben annahmen, wurden ebenfalls Christen - es bildeten sich "Versammlungen".

    Uns ist aus der Bibel nicht bekannt, dass die ersten Christen Gotteshäuser, Tempel etc. errichteten - aber das bedeutet nichts: die Religion war am entstehen - Christen waren eine Minderheit unter zahlreichen anderen religiösen Gruppen.

    Zum Ende des ersten Jahrhunderts begann eine Auslegung der Schriften, die zu unterschiedlichen Lehrmeinungen führte. Es entstand als christliche Hauptrichtung die katholische Kirche; diese Religion breitete sich über Europa aus.
    Im 15. Jahrhundert gab es eine Abspaltung von Menschen, die den Aussagen Martin Luthers folgten - es entstanden die protestantischen Religionen.

    Seit dem 2. Jahrhundert, als ganze Völker "christlich" wurden, also der Religion der Bibel - mit der Lehre über Jesus Christus - folgten, entwickelte sich die "Organisation" rund um Kirche: Theologen und Priester, die die Religion auslegten und dem Christenvolk diese Auslegung darlegten.

    Die jeweiligen Glaubenssätze folgten auch dem wissenschaftlichen Verständnis der Menschen: die Erde ist eine Scheibe . - etc. Fehlende medizinische Erkenntnisse und Unwissenheit führten dazu, dass man Menschen, die die Heilwirkung von Kräutern verstanden und damit Krankheiten heilten, als Hexen verbrannte; der Teufelsglaube mit seinen Mitteln der Teufelsaustreibung führte zu schlimmen Greueltaten. Die Auffassungen zu Wahrheit und Geständnis der Wahrheit - mit dazugehörenden Foltermethoden folgten einer Logik, die heute niemand mehr nachvollziehen kann: wenn man alle Folterstufen überstanden und danach tot war, dann hatte man die Wahrheit gesagt... und kam somit in den Himmel...
    Alles nicht so schön - aber wir müssen ja heute nicht die Probleme des Mittelalters lösen, sondern uns nur damit befassen, dass JZ immer noch solchen mittelalterlichen Methoden und Glaubenslehren anhängen.... dazu später.

    Die Menschen, die von Christus belehrt waren, also seine 12 Jünger, waren sehr dicht an der Wahrheit, verstanden aber auch nicht alles. Die Botschaft, welche sie predigten, war recht einfach.

    Wenn man die Briefe des Paulus liest, stellt man fest: es wurde in den Versammlungen schon komplizierter - man befasste sich aus religiöser Sicht bereits mit Alltagsproblemen, die die Juden kurzerhand mit Steinigung erledigt hätten - aber man kannte ja die Botschaft von Gnade und Erlösung durch Vergebung.

    Die Großkirchen haben eine Theologie, die im Wesentlichen über die Jahrhunderte gleich geblieben ist, hinsichtlich der Lehre aber teilweise auch unscharf ist und es dem Gläubigen überlässt, eine Vorstellung über ihren eigenen Glauben selbst zu entwickeln. In den aufgeklärten Ländern des Westens ist die Religion eine ethische Richtschnur, ein Angebot an die Gläubigen, das sie in ihrem Leben mehr oder weniger verwenden und anwenden können. Die Kirchen machen ein Angebot - sozial und gesellschaftlich, aber auch religiös und lebensbegleitend.
    Und natürlich haben alle Kirchen eine Kirchenorganisation, um als große Einheit existieren zu können.

    Was ist nun der Unterschied zu JZ?
    Für JZ ist die "Organisation" nicht einfach das Schaffen von notwendigen Strukturen. Es ist gleichbedeutend mit dem Gremium, dass sich fortwährend Gedanken über den Glauben macht und ständig - mit "Speise zur rechten Zeit" eine neue Sau durchs Dorf jagt mit neuen und weiterentwickelten Glaubenssätzen, die den Angehörigen der Religion ständig in ihr tägliches Leben hineingrätscht:
    - wir lassen uns kein Blut transfundieren - aber Blutbestandteile...... endlose Abhandlungen
    - wir beteiligen uns nicht an "dieser Welt"; wir sind neutral; wir wählen nicht
    aber: Wehrdienst nein, Ersatzdienst: auch nein, dann doch ja; wir wählen nichts und niemanden; dann aber doch - Klassensprecher - na ja... darf man in der Gewerkschaft sein? Unklar..politische Wahlen: nein, bloss nicht - aber: wenn die Frau des Bürgermeisters, die Zeugin Jehovas ist, mit zur Wahl geht, weil der Mann das erwartet, dann bleibt es ihr ja überlassen, was sie in der Wahlkabine tut...
    - wir meiden schlechte Gesellschaft; keine Klassenfahrten, keine Betriebsausflüge... die Welt ist schlecht - - Oh, man meidet uns um unseres Glaubens willen - wir werden diskriminiert - ja wer diskriminiert denn wen?!
    - die Endzeiterwartung wurde in 140 Jahren 18 x grundlegend geändert - z.Z.: die überlappende Generation - mit einer Erklärung, die niemand versteht oder nachvollziehen kann
    - usw - usw.  die Liste ist ENDLOS

    DAS unterscheidet JZ von den ganzen anderen aufgeklärten westlich-christlichen Religionen: sie sind "Bibelforscher", wogegen nichts einzuwenden wäre - aber aus den Anfängen, wo jeder forschen sollte, ist jetzt eine forschende Gruppe geworden, die sich wirklich täglich was Neues ausdenkt, dem alle folgen sollen - und wer nicht folgt, wird ausgeschlossen.

    JZ bestimmen zahlreiche alltägliche Dinge im Leben ihrer Glaubensmitglieder: wie groß darf eine Feier sein; wen lädt man ein; mit wem hat man Umgang; welche Kleidung soll man tragen; dürfen Männer Bärte tragen; man meidet Geburtstagsfeiern, sonstige religiöse Feste sowieso; man meidet alle "Weltmenschen"; "theokratische" Aktivitäten umfassen für den Normalverkündiger ca. 15 Stunden wöchentlich; für "Älteste" können es auch gern 40 Stunden pro Woche sein usw. usw.

    Jeder Satz in der Bibel wird interpretiert; das ist dann die "Wahrheit", wird in dicke Bücher geschrieben, die Absatz für Absatz durchgenommen werden - und man soll jedes Wort davon glauben - bis es eine neue Erkenntnis gibt - die soll man dann auch wieder glauben. Es ist ein Hamsterrad, dass keinen Raum zum Nachdenken lässt - das die Mitglieder systematisch vollumfänglich bestimmt.
    (Mittelalter: "Abtrünnige" werden geächtet - für tot erklärt - mit allen rechtlich noch legalen Mitteln psychisch gequält durch gesellschaftliche und familiäre Isolation).

    Die Großkirchen und auch ihre kleineren Ableger, freien Christengemeinden etc. bieten ihre jeweilige Theologie an; die Mitglieder können sich im christlichen Sinne davon ethisch beeinflussen lassen und im Übrigen ihr "Verhältnis zu Gott" mit Hilfe ihrer Kirche und Gemeinde pflegen; die Kirche dient ihren Mitgliedern - und als Organisation bietet sie einen Rahmen auch für christliche Werke im Sozialraum (Beteiligung an Kinderbetreuung, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Hospize etc.), zu der der Einzelne nicht in der Lage wäre.

    DAS lehnen JZ komplett ab; mit solchen Bemühungen trägt man nur dazu bei, Satans Welt zu erhalten.
    /Frieden-Buch; Kap. 11, Abs. 26 - von mir hier mehrfach zitiert).

    Fazit: natürlich muss sich jede Einrichtung organisieren. Aber JZ begründen und legitimieren ihre "Organisation" und "leitende Körperschaft" nicht aus einem organisatorischen Erfordernis, sondern leiten das, was sie tun, aus der Bibel ab - und fordern daraus unbedingten Gehorsam gegenüber: SICH SELBST.

    Braucht der Mensch "Kirche"? Gibt es die wahre Kirche?

    Meine Meinung dazu: nein, es gibt nicht die eine wahre Kirche; es gibt aber Menschen - und zwar viele Menschen, die in der Aufrichtigkeit ihres Herzens Christen sind, dem Christus folgen und christlich leben. Gott hilft diesen Menschen mit seinem Geist - er ist bei ihnen und diese Menschen dürfen sich der Erlösung durch Christus sicher sein.

    Man darf Mitglied einer Kirche sein, ohne mit allem überein zu stimmen, was diese Kirche lehrt. Das muss man mit seinem eigenen Gewissen vereinbaren. Aber der Wunsch, einer religiösen Gruppe anzugehören, ist normal, legitim und üblich. Unsinnig wäre es, einer Kirche anzugehören, um diese von innen heraus reformieren zu wollen; dann soll man seine eigene Gruppe gründen und Anhänger suchen.

    Nun noch ein ganz provokanter Satz:
    Wenn ich mir die Gottvorstellung der Großkirchen ansehe, also die Dreieinigkeitslehre, so scheint mir, dass diese Lehre, die ja recht diffus und unklar ist, ein Kompromiss zu sein scheint, weil man einfach nicht in der Lage war, sich auf eine scharfe Definition der Gottvorstellung aus Altem und Neuem Testament zu einigen.
    Wenn der Geist Gottes Inhalt seines Wesens ist, so ist der Geist Gottes und Gott wohl eins. Wenn der Sohn sich mit Gott immer einig ist, so sind die beiden unwidersprüchlich und immer eins. Wenn Gott die Macht dem Christus gab, so ist Christi Macht auch Gottes Macht. Und wieso kommt es dann so genau darauf an?! Muss man sich deshalb die Köpfe einschlagen? Liegt nicht ganz viel christlicher Geist in dieser Gottvorstellung?

    Ich selber sehe die Dreieinigkeit nicht - aber es scheint mir ein aufrichtiger Versuch, das Unerklärliche BEGREIFBAR zu machen, indem man es diffus und unbegreifbar dem Erspüren des Einzelnen überlässt. (An dieser Stelle: bitte keine Diskussion eröffnen zu diesem Thema).

    Fazit: Organisation kann sein; ist nicht verkehrt - aber so, wie von JZ stilisiert: eine Vergewaltigung des Bibelwortes - eine theologische Erfindung - ebenso wie die Unfehlbarkeit des Papstes. Kirche: kann sein; ist immer ein Kompromiss; der Mensch braucht das vielfach. Aber die, die ohne Kirche auskommen - und zu zweit oder dritt im Namen Christ zusammenkommen: können ebenfalls der Erlösung teilhaftig werden.

    beste Grüße

    Petrus111

    1. Omma@Petrus111

      Lieber Petrus111,

      du hast sehr, sehr viele Gedanken in deinem Kommentar mitgeteilt, und sie sind es Wert, nicht nur überflogen zu werden, sondern sie auf sich wirken zu lassen und darüber nachzudenken, vielleicht sogar mehrmals.

      Bei einigen Beschreibungen von dir, kamen bei mir spontan gewisse Gedanken auf.  Zum Beispiel schreibst du: "Jesus Christus - selbst Jude - erklärte den jüdischen Glauben nicht für falsch, sondern der jüdische Glaube hatte sich durch ihn "erfüllt", "erledigt" - ich weiß nicht, wie ich es richtig formulieren soll. Die Juden, welche ihn nicht als die Erfüllung ihrer Erwartungen anerkannten, blieben weiter Juden; diejenigen, die ihn als die Erfüllung ihrer Erwartungen erkannten, wurden Christen."

      Ich musste bei deiner Beschreibung an mein Navi im Auto denken. Das Ziel war Christus, das jüdische System mit allen Vorschriften und Gesetzen (nicht die menschlichen Überlieferungen, die später hinzukamen), waren der von Gott beschriebene Weg zu Christus, er wies auf ihn hin. Als das Ziel erreicht war, hatte sich die Wegbeschreibung erfüllt, (mein Navi würde sagen Ziel erreicht), alle Glaubenden, ob Juden oder Nichtjuden bekannten sich von nun an zu Christus.

      Bei den Juden, die weiter nach dem jüdischen System lebten, also das Ziel nicht beachteten und sozusagen weiterfuhren, hätte mein "Navi" gesagt: "Wenn möglich bitte umkehren ..... "

      Apostelgeschichte 20:20+21   (NGÜ)
      20 Ihr wisst auch, dass ich euch nichts von dem verschwiegen habe, was gut und hilfreich für euch ist; ich habe euch alles verkündet und habe euch alles gelehrt, sowohl öffentlich als auch in den Häusern, ´in denen ihr zusammenkommt`.
      21 Juden wie Nichtjuden forderte ich eindringlich auf, zu Gott umzukehren und an Jesus, unseren Herrn, zu glauben.

      Ich möchte noch kurz auf diesen Gedanken von dir eingehen: "Braucht der Mensch "Kirche"? Gibt es die wahre Kirche? Meine Meinung dazu: nein, es gibt nicht die eine wahre Kirche; es gibt aber Menschen - und zwar viele Menschen, die in der Aufrichtigkeit ihres Herzens Christen sind, dem Christus folgen und christlich leben. Gott hilft diesen Menschen mit seinem Geist - er ist bei ihnen und diese Menschen dürfen sich der Erlösung durch Christus sicher sein."

      Dazu das Gleichnis vom Weizen und Unkraut.

      Matthäus 13:36-43   (NGÜ)

      36 ....  seine Jünger ... baten ihn: »Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker!«
      37 Jesus antwortete: »Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn.
      38 Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Himmelreichs, das Unkraut sind die Kinder des Bösen.
      39 Der Feind, der das Unkraut sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt, und die Erntearbeiter sind die Engel.
      40 Das Unkraut wird eingesammelt und verbrannt, und so wird es auch am Ende der Welt sein:
      41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere zu Fall gebracht und die ein gesetzloses Leben geführt haben,
      42 und werden sie in den Feuerofen werfen, dorthin, wo es nichts gibt als lautes Jammern und angstvolles Zittern und Beben.
      43 Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters leuchten wie die Sonne. Wer Ohren hat, der höre!«

      Jesus Christus hat guten Samen ausgesät, Satan der Teufel Unkraut. Noch ist nicht das Ende der Welt gekommen, somit finden wir heute auf Erden ein Gemisch aus Kindern des Himmelreichs und Kindern des Bösen. Doch haben wir das nicht zu beurteilen, denn die Erntearbeiter sind die Engel.

      Man muss immer und überall Unterscheidungsvermögen an den Tag legen, und nichts blind glauben. Wer sich das zutraut, mag in irgendeiner Gruppe seinen Platz finden. Wir haben uns zu denen gesellt, die du in deinem letzten Satz beschreibst: "Aber die, die ohne Kirche auskommen - und zu zweit oder dritt im Namen Christi zusammenkommen: können ebenfalls der Erlösung teilhaftig werden."

      Noch einmal vielen Dank, für deine viele Mühe, die du dir gemacht hast. Ich bin davon überzeugt, dass du vielen geholfen hast.

      Es grüßen dich ganz herzlich Omma und Oppa

    2. peetha@Petrus111

      Petrus - ganz kurz nur:

      deinen 1. Absatz kann ick soo, nur zu stimmen. Für deine Mühe - deine umfassende Mühe - mein Respekt

      Ick allerdings´s interessier mich nicht für Kunstworte wie `Religion´. Warum auch! Religion(en) haben IMMMER den Anspruch mir/dir/uns Gott erklären zu müssen.

      Ick selbst hab in letzter Zeit Menschen gelesen, getroffen, und darüber hinaus auch kennen lernen dürfen, denen `Religion(en)´ - in der sie geboren wurden, erzogen wurden oder zu der sie sich irgendwann mal öffentlich ´bekannten`, (auf der Suche zu/nach Gott) , diese Religion(en) NICHT nur hinterfragen, sondern nach DIESEM einem IHM suchen.

      WAS bleibt? Mit Sicherheit ist niemandem ´der Weg` um G wie Jott zu finden versperrt. Der war weder einem Abel versperrt, nicht einem Asaph versperrt und auch keinem Zachäus. Und der Weg ist auch mir nicht versperrt.

      Was Bleibt? Tja, wer finden will, muss natürlich erst mal suchen (und wer klopft, dem wird geöffnet)

      Was bleibt? Natürlich ist Gott organisiert/strukturiert - 1.Mos.1,26 oder 3,15; Offb 21/22

      Mein Fazit: Weder Abel,Abraham undundund ,auch nicht  MEIN Herr Jesus ist, waren (sind) Organisation - Sie waren strukturiert und organisiert - zu welchem Zweck? Ganz einfach - um G wie Jott zu gefallen.

      jutti-  ick schau gerade auf die Uhr und hätt noch 1000 Gedanken (zb., was wäre denn das Äquivalent zum Kunstwort `Religion´zuklären)

      Ick muss ´ab in die Puschen`und los, denn ick bin von einem noch ´organisiertem ´ Zeugen und Frau zum Abendessen eingeladen

      also - bleibt euch, den beiden Höchsten und mir gewogen - Ein NOorg und ein NO Religion - ein bis die taage

    3. Edelmuth an alle

      Guten Abend Petrus 111

      Nach der Bibel handelte Gott mit Menschen. Er handelte mit Abraham, mit Moses, mit den Propheten. Das Volk Israel hatte eine Religion; sie übten diese Religion gemeinsam aus; sie hatten Religionsführer (Priester); sie hatten Gegenstände der Religionsausübung (Stiftshütte, Tempel).

      Die organisatorische Struktur des jüdischen Volkes wurde durch das mosaische Gesetz genaustens geregelt. Die Israeliten mussten sich strickt daran halten, taten es aber nicht immer. Wenn Jehova eine organisatorische Struktur haben wollte, hat er es gesagt und bestimmt, wie sie aussehen sollte.

      Eine christliche Organisation ist in der Bibel nicht beschrieben. Lediglich Versammlungen mit Ältesten, die Gottes Maßstäbe vorbildlich vorleben müssen, sind genannt. Eine christliche Organisation wäre daher von Menschen gemacht und könnte nur Gottes Wohlwollen erreichen, wenn sie seine Maßstäbe erfüllt.

      Jesus als unser größter Lehrer und Vorbild gab sein Leben für uns, damit wir leben können. Er lebte Jehovas Maßstäbe. Älteste müssten zu Ähnlichem bereit sein.

      Schau dich um. Siehst du eine Organisation, die Gottes Maßstäbe widerspiegelt? Alle mir bekannten christlichen Glaubensgemeinschaften missbrauchen das in sie gesetzte Vertrauen, um sich in den Vorstellungen ihrer Gläubigen an Jesu bzw. Jehovas stelle zu setzen, etwas, das dem höchsten Gott nicht gefallen kann.

      Wenn du an der Tatsache, dass es die Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas bereits über hundert Jahre gibt, eine Legitimation Gottes siehst, weil er gegen sie noch nicht eingeschritten ist, um wie viel mehr müssten dann die Katholiken legitimiert sein, die es bereits über 1500 Jahre gibt und deren Mitgliederzahl viel größer als die der Zeugen Jehovas ist.

      Der Nachteil einer dominanten Kirchenleitung besteht darin, dass sich ihre Gläubigen auf deren Aussagen stützen und sie ungeprüft übernehmen, statt vollständig überzeugt zu sein, so wie Jesus es durch seine Gleichnisse lehrte. Fehlt irgendwann diese Kirchenleitung, was dann?

      Ede

  19. Fanny

    Fanny@O.W.Schön

    Da kann ich nur sagen INMAGINE Alles nur INMAGINE in der Org.

    Stell dir vor, es gibt den Himmel nicht, Es ist ganz einfach,wenn du's nur versuchst.

    Keine Hölle unter uns, über uns nur das Firmament.

    Stell dir all die Menschen vor,Leben nur für den Tag.

    Stell dir vor es gäbe keine Länder,dass ist nicht so schwer.

    NICHTS wofür es sich zu töten oder sterben lohnte.

    Und auch keine Religionen.

    Stell dir vor all die Leute lebten ihr Leben in Frieden.

    Du wirst vielleicht sagen, ich sei ein Träumer.

    Aber ich bin nicht der Einzige!

    Und ich hoffe,eines Tages wirst du einer von uns sein,und die ganze Welt wird Eins sein.

    Stell dir vor es gäbe keinen Besitz mehr.Ich frage mich ob du das kannst.

    Keinen Grund für Habgier oder Hunger.

    Eine Menschheit in Brüderlichkeit.

    Stell dir vor,all die Menschen,teilten sich die Welt,einfach so!

    Du wirst vielleicht sagen,so ein Träumer,aber ich bin nicht der Einzige!

    Und ich hoffe eines Tages wirst auch du einer von uns sein und die Welt wird Eins sein.

    Not for Me But John Lennon.

    Fanny

    1. ManfredF

      Liebe Fanny

      ich weiss du hast einfach nur das Positive im Lied von John Lennon bringen wollen und ich bin ein großer Fan der Beatles und vieler Songs von John.

      Aber wenn ich mir vorstellen soll, es gäbe keinen Himmel - also keinen Ort wo wir hin können nachdem wir das Leben auf der Erde beendet haben - und keine Hölle, also keinem Platz wo wir zur Verantwortung gezogen werden für das was wir tun - dass wäre eine Welt, die wäre nicht schön, sie wäre einfach nur traurig. Dann wären wir einfach nur Tiere, die geboren werden, leben und sterben und mehr nicht.

      Dann wäre es ein kurzes Aufflackern in der Unendlichkeit. Menschen könnten machen was sie wollen, "nach mir die Sintflut" - niemand würde zur Verantwortung gezogen. Ob ich keinen Menschen Unrecht tue oder 1 Million Menschen töte, am Ende zerfall ich genauso zu Staub wie der welche nur gutes tut. Einzig die Erinnerung an mich ist unterschiedlich. Hitler ist nicht vergessen und Ghandi auch nicht. Wenn ich aber nachdem ich sterbe einfach nicht mehr exitiere habe ich gar nichts davon.

      Ich glaube, die Hoffnung, dass es etwas nach dem Tod gibt diese Hoffnung treibt die Menschen an, Gutes zu tun.  Leider missbrauchen das einige indem sie den Menschen einreden, jemand zu töten der "ungläubig, böse oder was auch immer ist " wäre auch ein Weg in den Himmel. Grundsätzlich ist der Himmel, ein Ort wo wir die Zeit vergessen können, kein Leid, kein Schmerz keine Träne ist, ein wichtiger "Strohhalm" der uns hilft menschlich zu sein.

      Ich glaube nicht, dass eine Welt voll Atheisten eine bessere Welt wäre. Wenn ich Atheist wäre, also glaube es gäbe keine höhere Macht, dann würde ich viel energischer und rücksichtslos meine Ziel verfolgen: In der kurzen Zeit, die ich habe möglichst viel für mich zu bekommen und vielleicht noch, diesen Besitz oder diese Macht an meine Nachfahren zu übergeben. Klar würde es auch Menschen geben, die weiterhin nur dafür leben, andere zu helfen aber warum sollte die Welt besser sein ohne Hoffnung und ohne Angst auf Bestrafung?

      Was Menschen anrichten, die davon ausgehen, dass sie nicht bestraft werden sondern allerhöchstens irgendwann mal zu Staub zerfallen, kann man ja in der Geschichte sehen.  Was passiert, wenn man den Himmel wegnimmt und statt dessen eine falsche Hoffnung setzt, die man aber nur durch Gehorsam erreicht sieht man bei den ZJ und anderen Sekten. Die Hölle hat bei vielen Christen keine Macht weil sie um der Gnade wissen. Wer als Christ Angst vor der Hölle hat, der hat nicht verstanden, dass man durch Gnade gerettet wird und nicht durch Leisung.

      Also ich stelle mir eine Welt vor, in der alle Menschen Jesus erkannt haben, die Gnade angenommen haben und wissen, dass sie gerettet sind. Dann werden alle Menschen Brüder und Schwestern und es herrscht Frieden und alle sind in der Liebe Jesu bemüht, Nächstenliebe zu leben. Und schauen hoffnungsvoll auf den Himmel weil sie wissen wenn der irdische Lauf vollendet ist, kehren sie heim.

      1. Dominikus Klein

        Hallo ManfredF,
        Du schreibst: "Wenn ich Atheist wäre, also glaube es gäbe keine höhere Macht, dann würde ich viel energischer und rücksichtslos meine Ziel verfolgen: In der kurzen Zeit, die ich habe möglichst viel für mich zu bekommen und vielleicht noch, diesen Besitz oder diese Macht an meine Nachfahren zu übergeben."
        Also Du hast vollkommen recht, gerade für Leute die "viel energischer und rücksichtsloser ihre Ziele verfolgen würden"..."möglichst viel für sich oder seinen Nachkommen bekommen möchten" die brauchen eine "allessehendes" und alles "notierende" Höhere Macht!!
        Richtig, warum soll ich z.B. 10 Euro an eine karitative Einrichtung spenden wenn keine höhere Macht wohlwollend davon Kenntniss nimmt? Warum sollte ich meine Mitmenschen nicht betrügen und belügen dürfen ...?
        Sicherlich gibt es Idioten wie diesen Schreiber, der einfach ohne (Himmels)-Hoffnung oder (Höllen)- Angst vor Bestrafung, aus rein humanistischen Gründen das eine tut und das andere lasst...eben ein Atheist.
        Gruß Domi

        1. nada

          Ich habe unter Atheisten viele Menschen gefunden, die in ihrer Lebensführung wesentlich näher an den lehren Jesu dran waren, als so manch "gläubiger"..

          Und so denke ich, dass sich so mancher atheist wundern wird, über die Belohnung des Christus, wie auch immer sie aussehen mag.

          Unser Herr sieht herzen, die gut sind.

          Er kennt auch die Gründe, die jemanden zum Atheismus bringen.

          Er weiss, Atheismus ist heilbar, so wie alles heilbar ist, auch die Auswüchse von Religion und Fundamentalismus, die mit unter schlimmeres anrichteten an menschlichen Körpern und Seelen, als atheistischen Gedankengut.

          Grüsse

          Nada

          1. Argentum@nada

            Liebe nada,

            gute Gedanken. Sehe ich auch so.

            Whatever- love is the answer.

            Alles Liebe

            Argentum

        2. ManfredF

          Lieber Dominikus

          ich wollte damit nicht Atheisen "über einen Kamm" scheren. Ich bin sicher, unter Atheisten gibt es genauso viel gute und schlechte Menschen wie unter Christen, Moslems oder was auch immer. Ich wollte nur verdeutlichen, dass meiner Ansicht nach (und die ist rein subjektiv) die Menschheit so wie sie heute existiert und vor allem die Gesellschaft, so wie sie heute existiert im Grunde auf ein christliches Fundament steht, dass der Nächstenliebe und Gnade. Und dass ich bezweifle, dass unsere Gesellschaft heute so wäre, wenn es Jesus Christus nicht gegeben hätte und statt dessen der Atheismus das Sagen gehabt hätte. Auch wenn es immer Menschen gibt, die bereit sind, sich für andere zu opfern ist die Bereitschaft größer, wenn man dahinter einen Sinn sieht. Wenn ich nach dem Tod einfach aufhöre zu existieren dann fehlt meiner Ansicht nach ein Teil vom Sinn des Lebens. Und wenn ich sehe, wie rücksichtslos heute im Geschäftsleben und in der Politik agiert wird als ob es kein Morgen gibt und vor allem als ob man niemand Rechenschaft ablegen müsste dann sehe ich heute eine Richtung ala Evolutionstheorie, das Überleben des Stärkeren bzw. Fitteren ist auch beim Menschen angekommen.

          Etwas, was völlig dem entgegensteht was Jesus Christus gelehrt hat. Nicht der ist Stark, der sich durchsetzt sondern der, welche bereit ist für den Schwachen zu sterben.

          Wie gesagt, ich wollte kein Pauschalurteil bringen, sorry wenn das so rüberkam. Ich kenne viele Atheisten, die ich für bessere Christen halte als viele andere, die glauben sie sind Christen.....

          ManfredF

  20. Fanny

    Fanny@Flitz

    Lieber Flitz,danke daß du uns deine Gefühle und Erfahrungen so offen schilderst! Als mein Mann und ich uns von der Versammlung langsam entfernt hatten  mußten wir die selben Erfahrungen machen wie ihr.Am Anfang der Aufwachphase ist es ein Feuerwerk der Gefühle, man  muss viele Dinge auch geistige,neu ordnen.

    Bewußt mit seinen Partner auszusprechen,daß man dieser menschlichen Organisation nicht mehr sein Ohr leihen will hat etwas sehr befreiendes. Den Versammlungen fern zu bleiben oder die Org. ganz zu verlassen bedeutet nicht gleichzeitig seinen Glauben aufzugeben. Im Gegenteil! Der heilige Geist wirkt und wirkt bei jedem der darum bittet.In diesen Sinne wünsche ich euch ganz viel Kraft unseres liebevollen Vaters der  uns zu seiner Zeit befreit.

    Ganz liebe Grüße aus Bayern🙋

    Fanny

    1. Flitz

      Liebe Fanny,

      Lieber Petrus 111,

      Lieber Matthäus,

       

      danke für die lieben und aufmunternden Worte.

      Meinen Glauben habe ich zum Glück nicht verloren. Ich lese jetzt selbst in der Bibel, aber das was ich möchte.

      Momentan beschäftige ich mich mit den Briefen des Johannes, lese auch mal quer durch verschiedene Übersetzungen. Das lesen, nachdenken und die freie Natur helfen uns schon. Meine Frau denkt genauso wie ich, zum Glück. Soziale Kontakte außerhalb der Versammlung bauen wir uns auch auf. Mit unseren Bekannten und Freunden aus der Versammlung reden wir ganz Konsequent nicht über das Thema. Wenn man es selber nicht anspricht, reden die auch nicht darüber.

      Also  alles in allem doch eine relativ gute Situation. Ich hoffe natürlich, dass es bei mir nicht soweit kommt wie bei Dir Petrus111. Einen GE brauche ich derzeit nicht. Wobei es vielleicht den Vorteil hat, dass die Fronten geklärt sind, sofern das nötig ist. Man kann dann öffentlich aufklären...

       

      Vielleicht möchte mich auch jemand direkt anschreiben: flitzbayern@gmail.com

       

      Viele Grüße Flitz

  21. Dominikus Klein

    Möchte ja nicht rechthaberisch erscheinen,
    aber wie das sprichwörtliche "Blinde Huhn dass auch manchmal ein Korn finded", hat der "treue und verständige Sklave" doch etwas wichtiges erkannt und veröffentlichet-daher hebe ich diese wahre Aussage, dieses "Körnchen" hervor:

    Die leitende Körperschaft ist weder von Gott inspiriert noch unfehlbar. Aus diesem Grund kann sie sich in Lehrfragen oder in organisatorischen Anweisungen irren.

    Also warum soll sich der Leser die Mühe unterziehen, "auf diese drei Hilfen einzugehen, durch die sich die leitende Körperschaft im 1.Jahrhundert anleiten ließ"??
    Warum nicht einfach abwarten, der nächste Index der Wachtturm Publikationen "Glaubenansichten klargestellt" wird sicherlich bald veröffentlichet!
    Und bis es soweit ist, mein Rat an alle "Gläubigen Zeugen Jehovas":
    1. Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Oder wie der Lateiner sagt: "Sapere aude" - Wage es, weise zu sein!
    2. Halte deine Geldbörse fest verschlossen! Beachte was Russel in der zweiten Ausgabe der Zeitschrift, "Zions Wacht-Turm" schrieb:
    ",Zions Wacht-Turm' wird, wie wir glauben, von JEHOVA unterstützt und braucht deshalb nie bei Menschen um Unterstützung zu bitten oder zu betteln*. Wenn er, der sagt: ,All das Gold und Silber der Berge ist mein' , nicht mehr die nötigen Mittel zur Verfügung stellt, nehmen wir an, dass es Zeit ist, ihr Erscheinen einzustellen".
    P.S. *Und schon garnicht um das Eisgeld von Kindern... https://www.jw.org/de/publikationen/videos/#mediaitems/BJF/pub-pk_X_19_VIDEO
    Gruß Domi

     

  22. Horst

    Liebe Brüder,

    könnt Ihr diesen Artikel nicht bitte unter "Körperschaft" archivieren ? Da ist m.E. noch keine Eintragung drin .Er enthält aber so viele stichhaltige biblische Gegenargumente zur Verbreitung der "Wachtturm-Gesellschaft"bezüglich ihres Führungsgremiums, dass man diese ab und zu gerne mal nachliest.

    Besonders gehe ich auch mit der Aussage konform, dass es ein Anachronismus an sich ist, wenn die Hauptaufgabe dieser Organisation nur noch darin besteht, sich selbst zu legitimieren und ihre Mitglieder damit unter Druck zu setzen.

    Was hat das noch mit der Verkündigung einer guten Botschaft zu tun, ihr Täter des Wortes, treue Zeugen, Magdas und wie ihr Euch sonst auch immer noch nennen mögt ??

     

    Gruss Horst
    ***************
    Danke für den Vorschlag Horst.
    Machen wir.
    LG

  23. M.N.

    Ihr Lieben,

    gemäß dem "Speise ZUR RECHTEN (!) ZEIT"-Dogma gilt, dass alles, was die oberste JW.Org-Oligarchenrunde in den wt-"Studien"-Artikeln tagesaktuell auf ihre Schäfchen loslässt, auf ein gerade herrschendes "pressing need", also, ein "dringendes Bedürfnis" Bezug nimmt, d. h. auf eine "dringliche NOT-Situation" der JW.Org selbst bzw. ihrer Oberbosse - das, wo es eben gerade BRENNT, wo den JW.Org-Oberen soeben gerade das Bettlaken abfackelt. Anders gesagt: I. V. mit welcher Angelegenheit auch immer die 7er-Herrenrunde Gefahr im Verzug sieht (und zwar Gefahr FÜR SICH SELBST) - GENAU DIESE ANGELEGENHEIT thematisiert sie als "Geistiges Bedürfnis" ihrer Befehlsempfänger "zur RECHTEN Zeit", also genau dann, wann es eben pressiert, weil die Luft brennt.

    Mit dieser Tatsache im Auge braucht man dann nur noch zu fragen: "Wo brennt es also dem obersten Leitungsgremium gemäß dem soeben ausgegebenen JW.Org-Verlagsprodukt soeben gerade?" BINGO: Es rumort gewaltig im Staate JW.Org; die ausgebeulten Hosentaschen infolge der darin immer fester geballten ZJ-Fäuste werden immer dicker; die JW.Org hat einfach nicht die Power, ihre Schäfchen daran zu hindern, sich im Internet schlau zu machen, und somit schwimmen des obersten JW.Org-Direktorium's Felle immer weiter weg, was das "gehorsame", kritiklos/sklavisch untergebene Anerkennen seiner sich selbst verliehenen Machtstellung seitens ihrer Schäfchen anbelangt. Je mehr es die Schäflein wagen, die ihnen von der JW.Org auferlegten Denk-Begrenzungsmauern weiter nach außen zu schieben und Dinge in Frage zu stellen, desto lauter schreien sie ihren Macht(erhalts)anspruch hinaus, so nach dem Motto: "Fehlende gute Argumente werden durch größere Lautstärke wettgemacht." Und dies mehr und immer mehr, weil sich eben dieses "Bedürfnis" (nicht der Schäfchen, sondern der JW.Org und ihrer Gurus), dieser "Übelstand", diese "Notlage" FÜR DIE JW.ORG immer mehr konkretisiert und verdichtet. Die Schäflein erwachen - oder sollte man vielmehr von Katzenbabys reden: Solange deren Äuglein noch geschlossen sind, schlucken sie alles klaglos runter, was ihnen als "göttliche Wahrheit" serviert wird, udn sei es noch so ungeniessbar - doch es kommt die Zeit, da werden aus entzückend/niedlichen Kätzlein nicht mehr ganz so handzahme (Stuben-)Tiger; denen gehen dann nicht nur die Augen auf, sondern ihnen wachsen auch kleine Krällchen, und das Gebiss wird beißfest - AUTSCH!

    So scheint mir das.

    Gruß,
    M.N.

     

    1. Matthäus

      Das ist doch Speise zur rechten Zeit:

       

      * g78 8. 12. S. 4 Lässt du andere für dich denken? ***

      Zu den Taktiken, die angewandt werden, um deinen Geist im Sturm zu erobern, gehören die Tyrannei der Autorität, andere lächerlich machen, beschimpfen, verleumden, verunglimpfen und sarkastische Bemerkungen über sie fallen lassen. Stichhaltige Beweise, verstandesmäßige Überlegungen, Logik? Das sind die schlimmsten Feinde des Propagandisten. Er legt es deshalb darauf an, die Vernunft auszuschalten und die Emotionen anzuheizen.

      ... und was passiert wenn du selbst zu denken beginnst? 

       

      *** w83 15. 4. S. 27 Abs. 19-20 Ausgerüstet für den Kampf gegen böse Geister ***

      Es gibt jedoch einige, die darauf hinweisen, dass die Organisation in gewissen Punkten Änderungen vornehmen musste. Deshalb sagen sie: „Das zeigt, dass wir uns selbst eine Meinung über das bilden müssen, was wir glauben sollten.“ Das ist unabhängiges Denken. Warum ist es so gefährlich?

      20 Solches Denken ist ein Zeichen von Stolz. Die Bibel sagt: „Stolz geht einem Sturz voraus und ein hochmütiger Geist dem Straucheln“ (Sprüche 16:18). Wenn wir auf den Gedanken kommen, wir wüssten es besser als die Organisation, sollten wir uns fragen: „Wo haben wir die biblische Wahrheit ursprünglich kennen gelernt? Würden wir den Weg der Wahrheit kennen, wenn uns nicht die Organisation angeleitet hätte? Kommen wir ohne die Anleitung der Organisation Gott aus?“ Nein, das ist uns nicht möglich. (Vergleiche Apostelgeschichte 15:2, 28, 29; 16:4, 5.)

      1. Edelmuth an alle

        Läßt du andere für dich denken?

        Dieser Artikel steht symptomatisch für die WTG, denn er beschreibt überzeugend ihre Handlungsweise

        Die Propaganda übt einen starken Druck aus. Erliegst du ihm, oder hast du eine eigene Meinung?

        IN DER Schule wird uns beigebracht, wie man zu einer Auffassung gelangt. Die Propagandisten möchten uns beibringen, welche Auffassung wir haben sollten. Ein guter Erzieher beleuchtet alle Seiten einer Frage und fordert die Zuhörer auf, sich dazu zu äußern. Die Propagandisten hämmern auf ihrer Ansicht herum und suchen jede Meinungsäußerung zu verhindern. Vielfach bleiben ihre wahren Beweggründe verborgen. Sie sichten die Tatsachen: Von denen, die zu ihren Gunsten sind, reden sie viel, die anderen dagegen verbergen sie. Sie entstellen und verdrehen Tatsachen, spezialisieren sich auf Lügen und Halbwahrheiten. Sie haben es auf unsere Gefühle, nicht auf unsere Fähigkeit, logisch zu denken, abgesehen. Viele gehen ihnen ohne weiteres ins Garn, weil es keine Mühe kostet, Gefühle zu hegen, während das Denken harte Arbeit ist. Der Propagandist achtet darauf, daß das, was er sagt, vernünftig, richtig und sittlich einwandfrei erscheint und daß du das Gefühl hast, geachtet zu werden und am richtigen Platz zu sein, wenn du entsprechend handelst. Du zählst dann zu den Tüchtigen, du stehst nicht allein, du hast es gut und bist geborgen - jedenfalls nach seinen Worten.

        Die Propagandisten haben wenig Achtung vor der Denkfähigkeit der Leute. Hitler schrieb:

        "Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jedoch die Vergesslichkeit groß . . . Sie [die Propaganda] hat sich auf wenig zu beschränken und dieses ewig zu wiederholen." Lenin hat weniger verallgemeinert. Er benutzte historische und wissenschaftliche Argumente, um die gebildete Minderheit zu überzeugen, aber Schlagwörter und Halbwahrheiten, um die Massen aufzurütteln, weil er glaubte, sie seien unfähig, komplizierte Gedanken zu begreifen. Die Feder ist mächtiger als das Schwert, aber vielfach wird sie benutzt, um dem Schwert den Weg zu bereiten.

        (EW 8.12.1078 S. 3)

        Ede

        1. Edelmuth an alle

          Trick der Propagandisten

          Symbole sprechen das Gefühl an.

          Wörter wie Mutter, Heim, Gerechtigkeit und Freiheit (und JW.ORG) bewegen das Herz. Schlagwörter sind einprägsam und erscheinen äußerst klug. Vorteilhafte Tatsachen werden übertrieben, nachteilige entstellt oder verheimlicht. Beredsamkeit tritt häufig an die Stelle vernünftiger Argumente und lenkt die Aufmerksamkeit von unbequemen Wahrheiten ab, die nicht verheimlicht werden können. Man verfährt nach der Devise: Steck ein Haus in Brand, und während es brennt, plündere anderswo einen Laden.

          Zu den Taktiken, die angewandt werden, um deinen Geist im Sturm zu erobern, gehören die Tyrannei der Autorität, andere lächerlich machen, beschimpfen, verleumden, verunglimpfen und sarkastische Bemerkungen über sie fallen lassen. Stichhaltige Beweise, verstandesmäßige Überlegungen, Logik? Das sind die schlimmsten Feinde des Propagandisten. Er legt es deshalb darauf an, die Vernunft auszuschalten und die Emotionen anzuheizen. Je größer die Erregung, desto geringer das Urteilsvermögen; und unter den Peitschenhieben verletzender Worte und kaltschnäuziger Redegewandtheit wird der Geist in eine bestimmte Richtung gezwungen. Hier und da wird diese offene Form der Propaganda betrieben, doch neuerdings handelt es sich meist um die versteckte Form. Heute sind die Leute gebildeter und durchschauen Hetzreden, daher wird eine weniger aggressive Taktik angewandt.

          Die Fernsehwerbung (und JW.ORG) ist darauf spezialisiert. Produkte (und JW.ORG) werden mit einer glücklichen Familie, schönen Mädchen, faszinierenden Männern, niedlichen Babys, verspielten Kätzchen und jungen Hunden in Verbindung gebracht - das alles gefällt, hat aber nichts mit den Produkten, für die geworben wird, zu tun. Die Fernsehprogramme propagieren oft die neue Moral, materialistische Ziele, die Befriedigung selbstsüchtiger Wünsche. Die Nachrichten sind gefärbt.

          Aber selbst gebildete, intellektuell anspruchsvolle Personen fallen einer Form der Propaganda zum Opfer, die unfair und unsachlich ist. Diese Form der Propaganda tut den Standpunkt eines Andersdenkenden mit einer überlegenen Geste ab und behandelt ihn als bemitleidenswert, als einen Standpunkt, der keine Beachtung verdient. Viele Evolutionisten (und JW.ORG) verhalten sich so, um Fragen auszuweichen, die sie nicht beantworten können. Sie sind nicht imstande, ihre Theorie zu beweisen. Deshalb nehmen sie zu Behauptungen Zuflucht und verspotten jeden, der es wagt, diese anzuzweifeln. Wenn jemand den Gedanken äußert, daß die Evolutionstheorie der Bibel widerspricht, lächeln diese weisen Leute nachsichtig über einen solchen Einfaltspinsel und geben zu verstehen, daß er diese Krücke benötigt, während "intelligente Personen" sich darüber im klaren sind, daß "die Bibel lediglich ein alter Mythos ist". Für ihre Behauptungen erbringen sie keine Beweise, und auch ihre Verleumdungen begründen sie nicht, sondern sie kehren nur ihre Autorität heraus und stellen ihre Meinung als unfehlbar hin, unterdrücken Einwände und schüchtern Andersdenkende ein. Das funktioniert, und anscheinend intelligente Leute, die sich mit der Theorie nicht auseinandergesetzt haben, glauben, sie sei richtig, weil "alle intelligenten Leute das glauben".

          (EW 8.12.1978 S.3)

          (JW.ORG) von mir zum besseren Verständnis nachträglich eingefügt.

          Ede

          1. Tom an alle zu Edes Kopie

            Setze doch einfach den Link Ede als immer nur zu kopieren

            http://www.bruderinfo.de/fixnews/lasst-du-andere-fur-dich-selbst-denken/!

             

          2. Edelmuth an alle

            Die beiden zuletzt von mir geposteten Beiträge sollen einen Eindruck darüber vermitteln, weshalb der Sklave sein Nachschlageliteratur aus den Bibliotheken seiner Gläubigen und in den Versammlungen entfernen lassen will. Beiträge, die ursprünglich gegen andere gerichtet waren, auf den Sklaven bezogen, können verheerende Folgen für ihn haben.

            Nicht ohne Grund reicht die JW.ORG-Bibliothek nur 5 Jahre zurück. Alles, was davor war, ist offensichtliche altes Licht und Schnee von gestern. Sollten sich dennoch unbemerkt kritische Beiträge im Bestand der letzten 5 Jahre befinden, kann der Artikel unverzüglich gelöscht oder umgeschrieben werden und keiner merkt es. Kritische Geister können anhand des Suchwortes sofort dingfest gemacht werden.

            Wenn künftig nur noch per Videoclip gelehrt wird, gibt es nicht einmal eine Nachschlagemöglichkeit. Dann kann man ihm seine "(Irr-)Lehren" nicht mehr anhand seiner Literatur nachweisen.

            Ede

      2. Flitz

        Ich war bzw. bin seit 35 Jahren bei den ZJ. Im Frühjahr 2016 war es für mich an der Zeit aufzuwachen. Ein langer, zwiespältiger und teilweise schmerzhafter Prozess, der (leider? oder zum Glück?) unumkehrbar ist.

        Gestern waren meine Frau und ich, statt in der Zusammenkunft, lecker Essen in der Stadt. Gestern Abend war ich froh nicht in die Versammlung gehen zu müssen. Heute morgen fühle ich mich trotzdem schlecht. Es sind einfach tiefsitzende Gefühle und Gewohnheiten die man langsam ablegen muss.

        Letzte Woche war ich seit längerer Zeit mal wieder in der Versammlung und ich war wirklich überrascht über die herzliche Begrüßung, und über liebe Freunde die sich wirklich Sorgen um uns machen. Natürlich fällt es schwer sie "vor den Kopf zu stoßen". Aber warum wiederkommen? Wegen den netten Bekanntschaften? Ich weiß genau, wenn ich wieder in den Trott einsteige, dann kommt wieder der Druck, und die regelmäßigen "Ermunterungen" jetzt in den letzten Tagen nicht nachzulassen das zu tun was wirklich wichtig ist, und jetzt sein äußerstes ...blablabla. Dann sind wir wieder ganz schnell der "fragwürdige" Umgang, der zu wenig geistige Ziele hat. Dann spürst man wieder die versteckte Aggression hinter einem lächelnden Gesicht, weil man nicht gut genug ist, oder weil der andere nicht möchte, dass man denkt, dass er nicht gut genug ist.

        Warum schreibe ich das jetzt?

        Weil die Kommentare von M.N. und Matthäus heute morgen für mich persönlich die "Speise zur rechten Zeit" waren.

        Was bedeutet das?

        Diese Internet Seite ist für einen "Erwachten" wie mich so wichtig!

        Deshalb: Vielen Dank, und macht weiter so!!!

        Viele Grüße Flitz

        1. Petrus111

          Lieber Flitz,

          Du weißt es selbst am besten:
          JZ sind zu Menschen an den Predigtdiensttüren freundlich, weil sie sie bekehren wollen. Im Übrigen bezeichnen sie ihre Mitmenschen als "Weltmenschen", die Teil von Satans System sind. Sie nutzen und benutzen dieses System - wollen aber dazu nur so wenig wie möglich beitragen; dieses System sei ja zum Untergang verurteilt...

          JZ sind zu ihren Glaubensbrüdern freundlich - und das meinen sie auch so. Sie sehen sich als elitäre Klasse - und natürlich wird man als Glaubensbruder (noch) freundlich begrüßt, wenn man nach längerer Zeit wieder auftaucht. In dem Moment, wo man diesen Menschen sagt, dass man zwar auch weiterhin Christ ist, sich jedoch nicht mehr zur Organisation der JZ bekennt, ist man "ausgeschlossen"; die Gemeinschaft wird einem entzogen - mit der Folge, dass sie einem noch nicht mal im Supermarkt "Guten Tag" sagen.

          Dieses Benehmen, das sie wirklich an den Tag legen, ist abartig und pervers - das ist eigentlich menschen-unmöglich - aber JZ können sowas.

          Ich treffe meine früheren Glaubensbrüder auf Konzerten oder bei kulturellen Veranstaltungen. Sie begrüßen meine Frau verschämt freundlich in dem Bemühen, mich aber links liegen zu lassen. Kürzlich fand ich einen Brief einer "Schwester" im Briefkasten: ... man vermisse meine Frau in der Versammlung - sie solle doch wieder in die Versammlung kommen...
          Darauf rief ich die Schwester an und teilte ihr mit: "meine Frau und ich sind nach wie vor zusammen; wir sind nur gemeinsam oder gar nicht zu haben; wenn man mich ächtet, ächtet man auch meine Frau, weil die nämlich zu mir steht...".    Schweigen war die Reaktion.

          Lieber Flitz, so ist die Realität - der auch Du Dich auf Deinem Weg alsbald ausgesetzt sehen wirst. ABER: auf die Gesellschaft von 8000.000 Zeugen Jehovas kann ich verzichten, wenn ich mich statt dessen gegenüber 8000.000.000 Menschen als Christ zeigen darf.

          Ups - wie zeige ich mich als Christ? Nicht, indem ich die Menschen missioniere, sondern indem ich jeden einzelnen als "Nächsten" annehme und durch meine christliche Persönlichkeit beeindrucke - und im Übrigen meinen Glauben an Christus und seine Erlösung bekenne (falls mich einer fragt - natürlich!) Ich liebe meinen Nächsten wie mich selbst - unabhängig davon, zu welcher Religionsgemeinschaft der gehört, denn das muss doch jeder Mensch selbst mit Gott abmachen!
          Das habe ich persönlich schon immer so gesehen - und engagiere mich daher gegenüber einzelnen hilfsbedürftigen Menschen und auch in Vereinen - deshalb war ich ja den Ältesten in der Versammlung ein Dorn im Auge - und sie haben einen Anlass gegen mich gesucht - nach vielen Jahren auch gefunden und mich unter Vorwänden ausgeschlossen.

          Dein Weg wird kein leichter sein! Such Dir bitte soziale Kontakte außerhalb der Org... baue sie auf und pflege sie - denn die Ächtung der Gruppe ist sonst ziemlich hart. Da Ihr Euch schon eine Weile entfernt habt, scheint Ihr ja ganz gut ohne die soziale Gemeinschaft zurechtzukommen - das ist schon sehr gut. Achtet auf Eure Psyche - der Bruch ist sonst doch am Anfang sehr heftig.

          beste Grüße

          Petrus111

        2. Matthäus @ Flitz

           

          Dann ist sicher auch diese Aussage (Belehrung?) für dich eine Hilfe:

           

          *** g90 22. 5. S. 14 Fünf übliche Irreführungen, vor denen man sich in acht nehmen sollte ***

          Lernen wir, zwischen rechtmäßigen Angriffen auf das Gesagte und unrechtmäßigen Angriffen auf die Person zu unterscheiden. Lassen wir uns nicht durch das Herausstellen von Autorität, durch die Aufforderung, mit der Masse zu gehen, durch Entweder-oder-Denken oder durch zu grobe Vereinfachung täuschen — besonders wenn es um etwas so wichtiges wie religiöse Wahrheit geht.

          Obiges passt allerdings so gar nicht zu dieser Behauptung:

          g94 8. 6. S. 21 Ist die Bibel gegen Gedankenfreiheit? ***

          Die Bibel ermuntert dazu, den Verstand voll einzusetzen, allerdings nicht ungezügelt.

          Wir sollen ja Begierden zügeln, unsere Zunge zügeln... aber wo steht, wir sollen den VERSTAND zügeln? Anders ausgedrückt:

          Begrenze Deine Intelligenz! Höre auf zu Denken, wenn es uns missfällt! 

  24. Fanny

    Fanny@O.W.S

    Lieber O.W.S. ich habe jetzt erst deinen Kommentar an mich gelesen.Vielen Dank für deine Mühe das schöne Lied umzukrempeln.

    TJA,nun bin ich 52 Jahre alt und bin erst seit Guten 3Jahren von der Org. weg. Die Lehre der WTG bildet eine Mauer um die Gläubigen. Sehr gut beschrieben! Ein Steinchen aus dieser Mauer zu entfernen hilft noch nicht zur Flucht.Um eine ganze Mauer einzureißen braucht es mehr als Mut.

    Wenn man es genau nimmt,so habe ich mich zwar von den Lehren der WTG getrennt aber wenn man von klein an dabei war ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit sich die Org. aus den Herzen zu reißen.Immer wieder mal schimmert sie durch aber sie hat keine Macht mehr über mich.

    Eine Organisation die es schafft um die Botschaft der Bibel eine eigene Mauer zu bauen und diese auch noch 8 bis9 Millionen Menschen andreht ist nicht zu unterschätzen.

    In dem Sinne:Down with the Stones of WTG AND Other organizations!!!

    Liebe Grüße an dich und deine Familie aus dem Bayernlandl.

    FANNY

    1. O.W.Schön@Fanny

      "THE SOUND OF SILENCE"

       

      Liebe Fanny,

      es mögen mir bitte Simon & Garfunkel verzeihen, dass ich sie mit etwas so Unchristlichem in Verbindung bringe wie jw.org: "I am so sorry, please forgive me!!!"

      Für mich, liebe Fanny, sind Jehovas Zeugen die Meister des Schweigens, des Wegsehens und des Nicht-Wissen-Wollens, eben die Meister des "The Sound of Silence". Daher widme ich ihnen auch ein paar Strophen des Liedes in Deutsch:

      The Sound of Silence

       

      Hallo Dunkelheit, mein alter Freund.

      Ich kam, um mal wieder mit dir zu sprechen,

      denn eine Vision hinterließ leise schleichend,

      ihre Samen, während ich schlief.

      Und diese Vision, die in mein Hirn gepflanzt wurde,

      verbleibt nach wie vor im Klang der Stille...

       

      ..."Narren", sagte ich, "ihr wisst nicht, dass die Stille

      wie Krebs wuchert. Hört meine Worte, so dass ich euch

      lehren kann. Nehmt meine Arme, damit ich euch erreichen kann."

      Aber meine Worte fielen wie leise Regentropfen und hallten

      in dem Brunnen der Stille.

       

      Und die Menschen verbeugten sich und beteten

      den Neon-Gott an, den sie erschaffen hatten.

      Und das Zeichen blitzte seine Warnung hinaus

      in den Worten, die es formte.

      Und das Zeichen besagte:

      "Die Worte der Propheten sind auf die Wände

      der U-Bahnen und Flure der Mietskasernen geschrieben."

      Und sie flüsterten in den Klängen der Stille...

       

      Jehovas Zeugen beten ihren "Gott des Neuen Lichtes" an, ihren "Neon-Gott", den sie selbst erschaffen haben, den Gott, der seit über 140 Jahren falsch prophezeit und falsch weissagt, den Gott, der angeblich mit neuem Licht alles "alte Lügen-Licht" wieder zurecht rückt und hinbiegt. Und sie schweigen... und sie schweigen... und sie wollen von all ihren religiösen Lügen nichts mehr wissen und schweigen...

      "The Sound of Silence of liars!!

      O.W.S.

       

       

       

       

       

  25. FredBocüs@Autor

    Die Argumente des Artikels entgegen dem Lieblingsthema der WTG sind sehr präzis und auch biblisch untermauert. Die Erfindung dieser Leitenden Körperschaft legitimiert den treuen und verständigen Sklaven, der sich als einziger Kanal zwischen Gott und den Gläubigen darstellt.
    Noch vor einem Jahr hätten mich im Wachtturm-Studium die Aussagen der einzelnen Abschnitte nicht gestört, ist man doch noch in der ORG und sieht darin die Wahrheit. Jetzt von aussen betrachtet muss ich mich fragen, wie konnte ich nur so naiv sein?
    Solche Artikel überzeugen mich immer wieder und bestätigen den richtigen Weg gegangen zu sein.  Vielen Dank dafür.

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