EINE SICHTBARE KÖRPERSCHAFT UNTER EINEM UNSICHTBAREN FÜHRER?

Gedanken zum heutigen WT-Studium „Wer führt Gottes Volk heute“

Aber ihr sollt euch nicht ›ehrwürdiger Lehrer‹ nennen lassen; denn ihr seid untereinander alle Brüder, nur einer ist euer Lehrer. Ihr sollt euch auch nicht ›Lehrmeister‹ nennen lassen, denn auch Lehrmeister ist bei euch nur einer: Christus, der versprochene Retter.

lk-3-001Gemäß der Lehre von Jehovas Zeugen benötigt die Versammlung Gottes eine „leitende Körperschaft“, um Anbetung und Glaube der Christenversammlung mit festgesetzten Regeln zu fördern. Die Versammlung Gottes soll geleitet und geführt werden von einer auserwählten Gruppe Gesalbter, welche direkt von Jesus Christus beauftragt wurde, um als „treuer Sklave“ für die geistige Speise der Versammlung zu sorgen.

 

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Der “leitenden Körperschaft“ (kurz „LK“) von Jehovas Zeugen scheint es zurzeit das wichtigste Anliegen zu sein, ihre Stellung und Machtposition vor ihren Schäfchen zu begründen und zu verteidigen. In fast jedem Wachtturmartikel betont sie, dass sie, die leitenden Körperschaft, der „treue und verständige Sklave“, die alleinige Lehr und Richtlinienkompetenz über die Christenversammlung habe. So auch im Studienwachtturm Februar 2017, unter dem Thema: „Wer führt Gottes Volk heute?“ 

Jener Artikel beginnt mit einem Hinweis auf die Himmelfahrt Jesu. Zitat aus Absatz 1 und 2: „JESU Apostel starrten in den Himmel und sahen, wie ihr Herr Jesus hinter einer Wolke verschwand. … Wie sollten sie das bloß schaffen? Jesus hatte ihnen versichert, sie würden bald heiligen Geist empfangen (Apg. 1:5). Doch ein internationaler Predigtfeldzug erforderte Führung und Organisation. In alter Zeit gebrauchte Jehova sichtbare Vertreter, um sein Volk zu führen und zu organisieren. Vielleicht haben sich die Apostel daher gefragt: „Wird Jehova jetzt einen neuen Führer ernennen?“ [Hervorhebungen in den Zitaten generell durch mich]

Ich glaube nicht, dass sich die Jünger Jesu auch nur ansatzweise diese Frage gestellt haben. Warum? Weil Jesus diese Frage schon mehr als deutlich beantwortet hatte, denn er hatte seinen Jüngern versprochen: Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt, daher lehrt die Menschen alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.“ (Matth. 28:20)

Es ist mehr als abwegig, dass die Apostel sich gefragt haben, wer von ihnen wohl als Organisator oder Führer eingesetzt würde, um ein Predigtwerk zu leiten und zu beaufsichtigen. Doch unbeeindruckt von dieser Tatsache spinnt der Autor des Artikels seinen Gedanken weiter, indem er so tut, als ob die Apostel nichts Eiligeres zu tun hatten, als ein Leitungsgremium zu installieren. Die Tatsache, dass die Jünger Jesu unter Gebet Matthias als Ersatz für Judas Iskariot auswählten, wird in diesem Zusammenhang als eine wichtige organisatorische Handlung präsentiert, um, wie man im Zeugenjargon sagt, einem wichtigen organisatorischen Bedarf abzuhelfen. Man impliziert den Gedanken, ohne diese Entscheidung wäre der Auftrag Jesu nicht durchführbar gewesen. Bemerkenswert ist die Wortwahl, die man gebraucht, um den Eindruck zu erwecken, auch die heutige LK gehe ähnlich vor, um organisatorische Belange zu regeln.

Zitat aus Absatz 3: „Weniger als zwei Wochen später zogen Jesu Jünger die Schriften zurate, beteten um Anleitung und wählten Matthias aus, der Judas Iskariot als 12. Apostel ersetzen sollte (Apg. 1:15-26). Warum war es ihnen und Jehova so wichtig, für Ersatz zu sorgen? Matthias konnte einem wichtigen organisatorischen Bedarf abhelfen.“

Die benutzte Sprache und Aneinanderreihung von Gedanken legt so nahe, dass eine dringende Notwendigkeit zwecks Organisation bestand, dass dies Jehova ebenso wichtig und dringend gewesen sei und dass die LK angeblich auch heute noch genau diesen Bedarf stillen würde.

Im Absatz 3 folgt dann auch gleich der nächste Schachzug in der Argumentationskette der Wachtturmgesellschaft (WTG): Jesus hatte seine Apostel nicht lediglich ausgewählt, damit sie ihn in seinem Dienst begleiteten. Sie sollten in Gottes Volk eine entscheidende Führungsrolle übernehmen. Was war das für eine Rolle, und wie bereitete Jehova die Apostel durch Jesus darauf vor?“

Und schon wird Matthäus 24: 45 angeführt, wo Jesus angeblich von der Einsetzung eines Gremiums spricht, welches als „treuer und verständiger Sklave“ fungieren soll.

Ja, die Bibel spricht davon, dass der Christenversammlung „ältere Männer“ vorstanden, welche Ehre und Respekt verdienten. Doch diese Männer standen der jeweiligen Ortsversammlung vor, jedoch nicht als Zentralkomitee, welches von Jerusalem aus allen Versammlungen Anweisungen erteilen sollte. Warum kann man das mit Bestimmtheit sagen?

Es gibt zahlreiche Belegstellen in den Briefen der Apostel und der Apostelgeschichte, welche zeigen, dass die Apostel in Jerusalem keine Anweisungen erteilten, weder in organisatorischer Hinsicht, noch in der Lehre.

1. Korinther 7:25: „Nun zu eurer Anfrage im Hinblick auf die, die noch unverheiratet sind. Ich habe diesbezüglich keine ausdrückliche Anweisung vom Herrn; aber weil der Herr mich in seinen Dienst gestellt hat, könnt ihr meinem Urteil vertrauen.“ 

1. Korinther 8:1: „Und nun zu einem anderen Punkt, den ihr angesprochen habt: Darf man Fleisch essen, das den Götzen geopfert wurde?“

Was zeigen diese Texte? Offenbar richtete die Gemeinde in Korinth ihre Anfragen an Paulus, nicht an eine leitende Körperschaft in Jerusalem. Es ist offensichtlich, dass die einzelnen Versammlungen autark waren und nicht von einer Zentralen Gruppe geführt wurden. Selbst die Apostel wirkten autark und unabhängig voneinander, alleine der Führung Jesu Christi verpflichtet.

Man kann die Christenversammlungen, wie z. B. die 7 Versammlungen, welche in der Offenbarung erwähnt werden, nicht als Teil einer Organisation bezeichnen. Schon die Tatsache, dass Johannes an jeder Versammlung ganz andere Beanstandungen hatte, beweist, dass sie von keiner gemeinsamen Führung oder einer „leitenden Körperschaft“ geführt wurden. Auch wurden teilweise verschiedene Lehren gelehrt, was im Falle einer zentral geführten Organisation nicht der Fall sein konnte. 

Aber ist die Christenversammlung nicht eine Organisation?

Eine einzelne Christenversammlung als Organisation zu bezeichnen ist sehr gewagt. Natürlich gab es Älteste, natürlich hat man sich über notwendige Dinge abgesprochen. Aber Absprachen über notwendige Dinge des Zusammenlebens trifft man auch mit seinen nächsten Angehörigen. Es handelt sich deshalb noch immer nicht um Organisationen in dem Sinne, wie es die WT-Organisation ist.

In Absatz 4 wird man zu der Frage gebracht, welche Aufgaben der sichtbaren Körperschaft von ihrem unsichtbaren Führer Jesus Christus übertragen wurden. Zitat: „Zu Pfingsten 33 u. Z. übernahmen die Apostel die Führung der Christenversammlung.“

Nun, es ist richtig, dass die Apostel nach der Ausgießung des Heiligen Geistes führend vorrangingen, was das Evangelisieren anbelangt, jedoch taten sie dies voneinander unabhängig und autark. Es ist nicht so, dass sie zu Pfingsten 33 durch die Ausgießung des Heiligen Geistes als sichtbare Körperschaft eine Machtposition erhielten, um über die Geschicke der Versammlung zu wachen und zu entscheiden.

Weiter heißt es in Absatz 4: „Die Apostel verwalteten die Geldmittel der Versammlung“ Mit dieser Äußerung möchte man belegen, dass auch die heutige sichtbare Führung das alleinige Recht hat, die Geldmittel zu verwalten, und man verweist auf Apostelgeschichte 4:34 und 35, wo wir lesen: „In der Tat, nicht einer unter ihnen litt Not; denn alle, die Besitzer von Feldern oder Häusern waren, verkauften sie gewöhnlich und brachten den Wert der verkauften Dinge, und sie legten ihn jeweils zu den Füßen der Apostel nieder. Darauf wurde einem jeden zugeteilt, so wie er bedürftig war.“

Einem neutralen Leser sticht beim Lesen dieser Verse eigentlich eine andere Aussage ins Auge und zwar jene, dass niemand unter ihnen Not litt, weil die, welche Felder und Häuser hatten, sie verkauften und den Erlös den Aposteln überließ. Diese teilten einem jeden zu so, wie er bedürftig war. Die Kernaussage dieses Verses ist also: Die Apostel sorgten dafür, dass keiner Not litt, indem sie die Spenden je nach Bedarf an die notleidenden Glieder verteilte. Wir lesen nichts davon, dass die Apostel zu Spenden aufriefen und veranschlagten, welche Summe für welches Vorhaben der Apostel benötigt würden, welche dann die Gemeinde aufzubringen sich verpflichten musste.

Wir lesen auch nichts davon, dass die Apostel zur Förderung des Predigtwerkes große Geldsummen einsammelten, um Bauprojekte zu verwirklichen, ihren eigenen Transport zu finanzieren oder viele Schriftrollen zu produzieren, zu beschriften und diese in der ganzen damals bekannten Welt zu verteilen. Und das nicht deshalb, weil es – wenn man es mit den selbstauferlegten Bedürfnissen der WTG vergleicht – damals weder Buchdruckkunst und Offsetanlagen, noch Medien wie Videos und das Internet, noch Autos für Fahrzeugflotten gab, sondern weil es nicht notwendig war, unter der Leitung des von Jesus Christus versprochenen Helfers, des Heiligen Geistes, mit materiellen Mitteln zu arbeiten.

Im Vordergrund der Verwendung finanzieller Mittel stand für die Apostel die Not der Armen. Das ist die Botschaft von Apostelgeschichte 4:34-35: Nicht die Macht über Geld, sondern das Verteilen finanzieller Mittel zur Linderung von individueller Not war das Anliegen der Apostel.

Das Zitat aus Absatz 4 geht weiter: Sie kümmerten sich um die geistigen Bedürfnisse des Volkes Gottes …“   Ja, die Apostel lehrten die Versammlungen, aber nicht nur die Apostel, sondern jeder, wie er durch den Geist getrieben wurde, wie in 1. Kor. 14:26-32 steht: Wenn ihr zusammenkommt, trägt jeder etwas bei: einer einen Psalm, ein anderer eine Lehre, der dritte eine Offenbarung; einer redet in Zungen und ein anderer deutet es … Wenn aber niemand es auslegen kann, soll auch keiner vor der Gemeinde so reden. Er soll es für sich selber tun und vor Gott … So lernen alle etwas und alle werden ermutigt … Die Äußerung prophetischer Eingebungen ist dem Willen der Propheten unterworfen“, und man ist geneigt, hinzuzufügen: „Nicht einem Sklaven, der die Speise austeilt“.

Es gab keine „Arbeitshefte“ oder „Vortrags-Disposition‎en“. Auch keine feste Programmstruktur. Jeder Christ hat direkt durch den Geist Gottes Gaben erhalten, unabhängig von einer Sklavenklasse, so der Apostel Paulus in Römer 12:7: „Gott hat jedem von uns unterschiedliche Gaben geschenkt. Hat jemand die Gabe, in Gottes Auftrag prophetisch zu reden, dann muss dies mit der Lehre unseres Glaubens übereinstimmen“.

Die Bibel liefert keinen Hinweis darauf, dass ein Gremium entscheidet, was „Speise zur rechten Zeit“ oder was „geistige Bedürfnisse“ sind. Der Begriff „geistige Bedürfnisse“ ist in den Evangelien nirgends zu finden, außer in der Neue Welt Übersetzung (NWÜ), herausgegeben durch die WTG. Es ist eine Worthülse der WTG ,welche sich auf die von ihr selbst erfundene Wendung zu Mat. 5:3 stützen soll. (Siehe Glossar, unter Geistige Bedürfnisse)

Bei der „geistigen Speise“ geht es lediglich um die von der WTG vermittelte Belehrung. Das was die Apostel den Gliedern der Versammlung vermittelten, war der Glaube an Jesus Christus. Und es war der Glaube an Christus, der dazu führte, dass die Gemeinden an Zahl wuchsen. Apostelgeschichte 6: 4-6: „Vor allem in Jerusalem wuchs die Zahl der Gläubigen ständig. Unter ihnen waren viele jüdische Priester, die zum Glauben an Jesus gefunden hatten.“

Ein weiteres Zitat aus Absatz 4: „Und sie (die Apostel) beauftragten erfahrene Christen, das Predigtwerk in neuen Gebieten zu fördern. Im Lauf der Zeit unterstützten andere gesalbte Älteste die Apostel in Angelegenheiten der einzelnen Versammlungen.“

Dadurch, dass die WTG an dieser Stelle auf einen Bibelvers verweist: „(Apg. 8:14, 15)“, versucht die WTG den Eindruck zu erwecken, die Apostel hätten das Predigtwerk in der Tat organisiert; der Begriff „Gebiet“ wird aufgebracht und mit dem vermeintlichen Handeln der Apostel verwoben. Tatsächlich handelte es sich in Apostelgeschichte 8: 14 und 15 um ein einmaliges Ereignis. Es wird nichts darüber gesagt, dass Gebiete mit passenden Aufsehern eingeteilt wurden. Die Anführung des Bibelverses dient nur dazu, beide Konzepte geschickt miteinander zu verweben und dazu den Vers als vermeintlichen Beweis für eine vermeintlich zentralistisch geführte Organisationsstruktur der ersten Christenversammlungen zu missbrauchen.

Lesen wir einmal den angegebenen Bibeltext, der im Absatz selber ja nicht ausgeschrieben steht: Wenn wir den angeführten Text lesen, ergibt sich ein anderes Bild.

„Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Petrus und Johannes. Die kamen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen.“

Ja, die Ältesten in Jerusalem schickten Petrus und Johannes nach Samaria, aber nicht als leitende Körperschaft, die das Predigtwerk organisierte. In Samaria gab es schon Versammlungen, welche ohne Zutun der Apostel in Jerusalem den Glauben an Christus angenommen hatten, sondern allein durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Die gesamte Apostelgeschichte ist ein Beleg dafür, wie die Christenversammlung alleine durch die Kraft des Geistes Gottes wuchs. Die Apostel wurden so gut wie nie gefragt oder hatten auch nur ansatzweise etwas organisiert, damit die Botschaft sich verbreitete.

Alle Apostel wurden direkt von und durch den Geist Gottes geführt und geleitet, so wie z. B. Philippus oder Paulus. Weiter mit einem Zitat aus dem folgenden Absatz 5 des Studienartikels: Christen im 1. Jahrhundert erkannten, dass Jehova die leitende Körperschaft durch Jesus führte. Wie konnten sie sich da so sicher sein?“

Ja, wo ist der Beweis, dass die ersten Christen erkannten, dass Jehova „die leitende Körperschaft“ durch Christus führt? Man beachte den Aufbau der angeblichen Organisationsstruktur, wie er im Absatz 5 erklärt wird: JEHOVA führt die leitende Körperschaft durch JESUS (der aber nach diesem Satz nicht mehr erwähnt wird), und die Christenversammlung wiederrum wird durch die LEITENDE KÖRPERSCHAFT geführt, welche speziell von JEHOVA durch den HEILIEGN GEIST befähigt wird. Was für ein organisatorisches Monster! Und im Absatz 6 kommen dann noch die ENGEL dazu, wenn gesagt wird: „Engel unterstützten die leitende Körperschaft.“

Also im Klartext: „die leitende Körperschaft“ ist der Hauptakteur hier auf der Erde im Werk Gottes, und selbst die Engel haben nur eine unterstützende Funktion, um das Evangeliumswerk voranzubringen.

Weiter wird im Absatz 5 behauptet: „Heiliger Geist befähigte die leitende Körperschaft (Joh. 16:13)“. Der angeführte Belegtext für diese Behauptung, Joh. 16:13, zeigt zwar, dass der Heilige Geist über alle Jünger und Apostel ausgegossen wurde, was man auch selbst in diesem Artikel zugibt, doch es wird im selben Satz frisch und frei behauptet, besonders die Apostel und andere Älteste in Jerusalem seien durch eine besonderen Portion des Heiligen Geist befähigt worden, als „leitende Körperschaft“ von Jerusalem aus das Werk zu leiten.

Als Beweis dafür, dass damals eine sogenannte „leitenden Körperschaft“ (in der Bibel selber kommt der Begriff nicht vor!) durch den Heiligen Geist geleitet wurde, werden nachfolgend einige Begebenheiten angeführt:

Zum Beispiel soll 49 u. Z die „leitende Körperschaft“ in Jerusalem eine Entscheidung zum Thema Beschneidung getroffen haben. Die Entscheidung und Anweisung der „leitenden Körperschaft“ in dieser Frage sollen dann die Versammlungen umgesetzt haben, was dazu führte, dass die Versammlungen „im Glauben weiterhin befestigt wurden und von Tag zu Tag an Zahl zunahmen.“

Doch die Tatsache, dass bei einer einzigen Gelegenheit in Jerusalem sozusagen ein Konzil abgehalten wurde, beweist noch lange nicht, dass dort eine „leitende Körperschaft“ tätig war. In Wirklichkeit gingen Paulus und Barnabas nach Jerusalem, weil dort der Streit bzw. das Problem um die Beschneidung aufgekommen war. Die Initiative ging nicht von einer „leitenden Körperschaft in Jerusalem“ aus sondern von Paulus und der Versammlung von Antiochia. Es gab einen nicht geringen Streit um die Frage, ob Heidenchristen verpflichtet werden sollten, sich gemäß jüdischem Brauch beschneiden zu lassen, wie einige Pharisäer in Jerusalem, die Christen geworden waren, durchsetzen wollten.

Die Gemeinde von Antiochia ordnete an, dass Paulus und Barnabas und einige andere nach Jerusalem hinaufziehen sollten, um diese Frage zu klären. Als sie nach Jerusalem kamen, wurden sie von der gesamten Gemeinde empfangen und die gesamte Gemeinde traf die Entscheidung, nicht nur eine „leitende Körperschaft“ bestehend aus den Aposteln.

Auch als Paulus bekehrt wurde, wurde er nicht nach Jerusalem zitiert, er wurde nach Damaskus gesandt. Die Anweisungen, die er bekam, kamen nicht durch ein Glied irgendeiner „leitenden Körperschaft“ in Jerusalem, sondern durch einen Christen aus der Gemeinde in Damaskus mit Namen Ananias, Apg. 9:1-17.

Weiter zu einem Zitat aus Absatz 6: Engel unterstützten die leitende Körperschaft. Bevor Kornelius als erster unbeschnittener Nichtjude ein getaufter Christ wurde, wies ihn ein Engel an, den Apostel Petrus holen zu lassen.“

Frage: In welcher Beziehung stehen die Themen „Die Engel unterstützten die ‚leitende Körperschaft‘“ und „die Bekehrung von Kornelius“? Auch hier wird versucht, durch das Aufbringen zweier Themen stillschweigend den Begriff „leitende Körperschaft“ für die damalige Zeit zu untermauern. Ein Engel sagte Kornelius, er solle Petrus herbeiholen lassen, wodurch Petrus erkannte, dass der Nichtjude Kornelius als Christ getauft werden durfte. Der Engel fungierte als Übermittler einer Botschaft Gottes, so wie es in der Bibel häufig berichtet wird. Die Begebenheit beweist jedoch nicht, dass es damals eine „leitende Körperschaft“ gegeben hätte.

Die Apostel in Judäa und Jerusalem hörten, dass auch Leute aus den Nationen das Wort Gottes angenommen hatten. Petrus berichtete, wie er durch einen Engel (nicht durch eine „leitende Körperschaft“!) nach Jọppe, geschickt wurde. Der Engel führte Petrus, nicht eine „leitende Körperschaft“, nach Joppe. Auch das Wort „unterstützen“ ist nicht durch Bibelstellen zu belegen oder herzuleiten. Die Engel unterstützten nicht die Apostel in Jerusalem, sie wirkten vollständig unabhängig von den Aposteln.

Auch die Tatsache, dass Paulus unabhängig von den Aposteln für einen bestimmten Auftrag direkt von Christus erwählt und eingesetzt wurde, ist ein Beleg dafür, dass es in Jerusalem keine „leitende Körperschaft“ gab. Diese menschliche Körperschaft hätte wohl nie einen ehemaligen Pharisäer und Christenverfolger wie Paulus eingesetzt.

Aus Gal. 1:1, 10,11,16,17 geht deutlich hervor, dass Paulus weder sein Apostelamt noch seine geistige Führung von oder durch Menschen oder durch die Apostel oder durch eine „leitende Körperschaft“ in Jerusalem erhielt. Er reiste erst drei Jahre nach seiner Taufe nach Jerusalem. Dabei sah er während seines 15-tägigen Aufenthalts nur Petrus und Jakobus, aber sonst keine weiteren Apostel, Gal. 1:18-20. Danach hielt sich Paulus in der Versammlung Antiochia und nicht in Jerusalem auf. Es war die Versammlung Antiochia, nicht Jerusalem, die ihn zu seinen Missionsreisen aussandte.

Erst nach 14 Jahren ging er wieder nach Jerusalem, Gal 2:1,2. Das mag vielleicht die Zeit gewesen sein, als besagtes Konzil wegen der Beschneidung abgehalten wurde. Wenn er sagt, dass er „zufolge einer Offenbarung“ nach Jerusalem ging, zeigt dies auch, dass Christen nicht in der Regel oder ständig nach Jerusalem gingen, um alle möglichen Fragen dort entscheiden zu lassen.

Bei dem Konzil zur Streitfrage der Beschneidung waren Faktoren im Spiel, die einmalig waren und die keine Legitimation für eine sogenannte „leitende Körperschaft“ der Zeugen Jehovas in unserer Zeit darstellen.

Auch war es so, dass die ganze Versammlung in Jerusalem beteiligt war und nicht nur eine so genannte „leitende Körperschaft“ Apg. 15:22. Es war auch nicht eine „leitende Körperschaft“, welche die Entscheidung in dieser Streifrage traf und Anweisungen an allen Versammlungen senden lies, sondern wiederum die gesamte Versammlung: „Da befanden es die Apostel und die älteren Männer zusammen mit der ganzen Versammlung für gut, Männer aus ihrer Mitte auszuwählen und sie mit Paulus und Bạrnabas nach Antiọchia zu senden …“

Alleine diese Fakten belegen, dass Jesus Christus niemals eine „leitende Körperschaft“ oder einen „treuen und verständigen Sklaven“ eingesetzt hat, um sein Werk zu vollenden. Er gebrauchte alleine den Heilige Geist, um Menschen zu befähigen, für eine bestimmte Aufgabe zu wirken. Außerdem benutzte er Engel, um die Apostel zu führen. Wozu dann noch ein Gremium von Männern, die Macht über die Christenversammlungen ausüben?

Von daher erübrigt es sich, nach Beweisen ihrer Legitimation zu suchen, wie es der Artikel im Studienwachtturm Februar 2017 unter dem Thema „Wer führt Gottes Volk heute?“ versucht. Diese Beweise gibt es einfach nicht.

Mag ich nicht (10)

199 Kommentare zu “EINE SICHTBARE KÖRPERSCHAFT UNTER EINEM UNSICHTBAREN FÜHRER?

  1. Ulla

    §§Liebe Kathrin,

    als ich 2005 schriftlich die Gemeinschaft verließ, schrieb ich sinngemäß, dass ich psychisch nicht mehr in der Lage bin, allen Erfordernissen nachzukommen (PD, Versammlungsbesuch)...diese Krise war jedoch im Nachhinein ein Geschenk des Himmels, sonst hätt ich nie in die Freiheit gefunden! Damals suchte ich (am Anfang meines Weges) noch die Schuld bei mir, so nach dem Motto: " Paragraph 1: Die WTG hat immer Recht! Paragraph 2: Sollte sie hier und da nicht Recht haben, tritt sofort Paragraph 1 in Kraft!"?

    Also WOHIN mit all meinen "Schuldgefühlen"? --- Viele fühlen und denken anfangs genauso...

    Erst nach JAHREN !!! entstand durch Bibellesen (ohne WTG Brille) und Beten mein ganz individuelles Verhältnis zu Gott und seinem Sohn. Schuldgefühle? WOHIN damit? Es einfach im Gebet aussprechen! Unser Bruder und König Jesus Christus ist nicht nur THEORETISCH für uns gestorben, sondern ganz PRAKTISCH ! ECHT ! WIRKLICH !

    Dann dachte ich mir: Wenn ich meine persönlichen Schwächen und Fehler nicht auf Gott werfe, dann... ja dann..... was sage ich eigentlich dann zu Gott? "Danke für deinen Sohn, das Loskaufsopfer, aber ich versinke in Schuldgefühlen...ich kann das Opfer nicht richtig auf mich anwenden...."

    Verstehst du, was ich damit sagen will, liebe Kathrin? Die Org hat es geschafft, uns von Gottes Sohn zu trennen, indem sie immer suggeriert, nur Dienst an der Org bewirke Rettung. Wer weggeht, ist verloren! Nein! Wer das Opfer Jesu Christi nicht für sich in Anspruch nehmen will, DER ist VERLOREN!

    Wenn wir uns und anderen nicht selber verzeihen können, unser Herz nicht zur Ruhe kommen kann, AUFGRUND DES OPFERS Jesu Christi, dann erst ist alles umsonst gewesen.

    Jetzt, nach Jahren, spüre ich die Wahrheit in Jesu Worten: "MEIN Joch ist sanft, meine LAST ist leicht."

    Die LK hat sich in die Christusrolle hineingemogelt. Aber ohne den SOHN kommen wir nicht zum VATER. Jesus allein ist der Weg....

    Würden wir nicht wegen unseres Glaubens an Jesus Christus geächtet, hätten wir nur die Möglichkeit bei früheren Freunden oder Verwandten von unserem "Grund zur Rettung" zu sprechen, würden viele sich ebenfalls zu Jesus hingezogen fühlen und damit zum Vater. Aber durch das Kontaktverbot bleibt uns das leider im persönlichen Rahmen verwehrt.

    Was mein Traum wäre? Die LK würde einen Artikel schreiben mit dem Inhalt: "Wenn sich Menschen, die früher mit der Org verbunden waren, klar zu Christus bekennen und einen anständigen Wandel führen, so wollen wir ihnen keine Unannehmlichkeiten mehr machen durch erzwungene Ächtung."

    Aber das ist naiv von mir, ich weiß. Schließlich erfüllen sich ja auch Jesu Worte, dass wir um des Zeugnisgebens über Jesus Christus und um SEINES Namens willen verfolgt würden.

    Liebe Abendgrüße

    Ulla

     

    1. Kathrin

      Liebe Ulla,

      vielen lieben Dank für deine netten Worte.

      Du schreibst: "Verstehst du, was ich damit sagen will, liebe Kathrin? Die Org hat es geschafft, uns von Gottes Sohn zu trennen, indem sie immer suggeriert, nur Dienst an der Org bewirke Rettung. Wer weggeht, ist verloren! Nein! Wer das Opfer Jesu Christi nicht für sich in Anspruch nehmen will, DER ist VERLOREN!"

      Genau das ist der Punkt. Ich habe halt furchtbare Schuldgefühle weil ich genau so gedacht habe und das auch gelebt habe, meine Eltern waren in meinen Augen verloren wenn sie nicht zurückkehren (sie haben sich in den siebziger Jahren zurückgezogen). Ich habe die Frechheit besessen Menschen die weggegangen waren (also ausgeschlossen wurden oder sich selber losgesagt hatten) nicht mehr zu grüßen, und der Knaller: um besonders gehorsam zu sein habe ich gleich den andersgläubigen Ehepartner auch nicht mehr gegrüßt (quasi um es ganz korrekt zu machen, ha ha). Heute könnte ich mich nicht nur dafür ohrfeigen sondern am liebsten steinigen. Welch Arroganz! Und heute stehe ich nun selber da..... Hochmut kommt vor dem Fall?

      Liebe grüblerische Grüße

      1. Michaela

        Michaela @ Kathrin

        Liebe Kathrin, ja, nun haben wir beide "Neuen " hier diese Seiten BI gefunden. Und ich sehe, wie lieb Dir sowie auch mir schon geantwortet wurde.

        Dein letzter Satz "Hochmut kommt vor dem Fall" .. ist sehr hart, und nein, es war nie Hochmut....es war eine Überzeugung, die auf ...heute sage ich ... eine Art Gehirnwäsche zurückzuführen ist. Alle noch aktiven ZJ, die aus vollster Überzeugung gehorchen und meinen, Gott wünscht es so, die ihre früheren Brüder und Schwestern nicht grüßen. ... sie meinen, es ist wirklich das einzig richtige, auf biblischer Grundlage. Nein, denn es geht gar nicht, das all die Millionen hochmütig sind.....wie viele sind wirklich so lieb, aber eben ... sagen wir mal.. völlig fehlgeleitet durch Lügen...und man sieht ja wie so eine Art Manupulation funktioniert, bei all den anderen , wie auch jahrelang bei uns.

        Du berichtest, wie Du früher andere nicht mehr gegrüßt hast.....bestimmt hattest Du jetzt bei dem einen oder anderen die Möglichkeit, " Dich zu entschuldigen" in Deinem Herzen warst Du sicher nie wirklich böse auf diese Menschen.

        Ich erinnere mich auch, wie ich einer schwer kranken Schwester, es ist viele Jahre her, ... die sich aufgrund ihrer Sorgen zurückgezogen hatte, ... wie ich nichts anderes im Sinn hatte, ihr klar zu sagen .... sie soll zur Versammlung zurückkommen, denn alle sind doch so toll und hilfsbereit usw. Usw. ..... ich schäme mich heute sehr dafür, andere mitfühlende Worte hätten sicher mehr geholfen.

        Ja, so hat bestimmt jeder irgendeine Erfahrung gemacht.... nach vorne gucken, nicht zurück....ich weiß, es ist nicht einfach, aber ich übe es auch noch.

        Liebe Grüsse

        Michaela

        1. Kathrin

          Kathrin@Michaela

           

          Liebe Michaela,

          vielen herzlichen Dank für deine lieben Worte. Ich muss im Moment so viel verdauen deswegen habe ich die letzten Tage hier erstmal nicht mehr geschrieben, dafür umso mehr hier mitgelesen und recherchiert.

          Ich kann halt heute nicht mehr nachvollziehen bzw. begreifen warum ich dies oder jenes getan bzw. so und so gehandelt habe, ich sehe heute so vieles ganz anders und habe so viele Fehler gemacht die ich nun bitter bereue. Ich denke dass es ganz vielen hier genauso ergeht. Ich möchte so gerne nach vorne gucken und nicht mehr zurück aber es will mir einfach nicht gelingen da ich ständig am grübeln bin und bei mir alles im Kopf rumgeht. Leider hatte ich keine Chance mehr mich bei denjenigen zu entschuldigen denen gegenüber ich mich falsch verhalten habe, ich habe schon lange alle aus den Augen verloren (durch Umzüge usw.). Habe auch schon so lange wegen meiner schlimmen Selbstvorwürfe und Schuldgefühle mit Depressionen zu kämpfen und bin zu vielem nicht mehr in der Lage. Ich habe im Moment einfach keine Kraft mehr.

          Ich weiss nicht ob es dir auch so ergeht, bei mir ist das Schlimme dass seit ich aus der Organsiation raus bin ich überhaupt nicht mehr weiss wo ich nun hingehöre, welche Identität ich habe (ich weiss nicht wie ich mich richtig ausdrücken soll).... früher war ich beruhigt, wähnte mich auf dem einzig richtigen Weg und hatte die "Sicherheit" gerettet zu sein solange ich mich bloß in der Versammlung befand, umgeben von einer großen Menge von Brüdern. Ich war mir sicher solange ich in den Dienst gehe, eifrig studiere und mich größtmöglich bemühe befinde ich mich in der "Rettungsarche", getrennt von der Welt, sozusagen in Sicherheit. Heute hingegen fühle ich mich wie im Niemandsland zurück in dieser bösen Welt. Ich bin dann in einer Panik (wohin nun???) nacheinander in zwei verschiedene Gemeinden gegangen, habe es dort aber jeweils auch nicht lange ausgehalten. Das hatte jeweils unterschiedliche Gründe.

          Vielleicht hören wir uns morgen in der Telefonkonferenz? Dann könnte ich von meinen Erfahrungen dort kurz berichten. Habe auch noch so viele Fragen auf dem Herzen....

          Ich werde morgen abend mal probieren mich einzuwählen, freue mich schon auf euch alle.

          Liebe Grüße

          1. Michaela

            Michaela @Kathrin

            Liebe Kathrin, mach Dir bitte auf gar keinen Fall irgendwelche  Vorwürfe. Du hast nichts falsch gemacht, Du musst jetzt erst einmal gar nichts, außer Dich auszuruhen von dem jahrelangen Rennen und immer mehr tun.

            Ich verstehe Dich sehr gut, die völlige Verzweiflung, was tun, was richtig tun, und wohin nun. Ich schaute auch mal in dieser Kirche, mal sprach ich mit einem Pfarrer, usw. Aber all das war zu viel und hat mich nur noch mehr durcheinander gebracht. Du musst jetzt nirgendwohin gehen, es gibt kein MUSS.

            Du fühltest Dich in der Versammlung in Sicherheit, aber wirkliche Sicherheit..... , die Versammlung sind Menschen und die Org.... die können keine Sicherheit geben. .. wirkliche Sicherheit, die hast Du doch, nämlich nur durch Gott, und  Jesus, völlig egal wo Du gerade bist. Guck doch mal am Abend, wenn der Sternenhimmel zu sehn ist, guck hoch, stell Dir vor, wie weit das alles ist, wie mächtig, alles geschaffen, und ...wir können nicht weit sehen, schon gar nicht im Dunkeln. Aber wer sieht Dich dann ? Ja, unser Vater und Jesus. Versuche einmal dann Sicherheit zu spüren.

            Und in der so bösen Welt..wie Du schreibst.... es gibt so viele gute , hilfsbereite Menschen, die den Armen, den geringen helfen, die sich für Obdachlose und für Tiere liebevoll einsetzen..... so etwas freut unseren Gott und Herrn ganz bestimmt, und in dieser Welt sind wir auch, nicht nur in einer bösen Welt.

            In der Telefonkonferenz war ich noch nicht, ich habe mir das aber für bald vorgenommen.

            Im Leben gibt es immer wieder Neuanfänge, und wenn etwas nicht gut war, darf man es getrost zurücklassen.

            Alles Liebe

            Michaela

          2. Argentum@Kathrin

            Liebe Kathrin,

            das wäre sehr schön. Es wird Dir gut tun. Fühl Dich frei. Du kannst einfach zuhören oder erzählen, ganz wie Du willst.

            Wir Menschen sind für den Austausch und die Gemeinsamkeit konzipiert. Wir brauchen einander einfach.

            Das Gleiche gilt natürlich auch für Michaela. 😉

             

            Alles Liebe

            Argentum

             

             

  2. Ulla

    Hallo ihr Lieben alle,

    ich danke euch so für eure Worte an Michaela, Kathrin u.a.....Jedesmal, wenn jemand anderes getröstet und ermuntert wird, lass auch ICH mich trösten und ermuntern! M.N. deine Ausführungen haben mich wieder richtig gestärkt! Wunderbar, wenn wir auf die beiden Richtigen setzen, auf das einzig Heilsrelevante: Unseren Glauben an den Vater und seinen Sohn!

    Gestern war ein interessanter Artikel in unserer Tageszeitung, es ging um Luther (wieder mal).

    Der Publizist Christian Nürnberger schrieb einige Sätze über die RKK, die wir auch heute so umsetzen könnten auf die Organisation: Er beschrieb, wie weit die Sprache der Kirchen von den Menschen weg sind. Da sind zum einen "Kirchenfunktionäre, die in stundenlangen Gremiensitzungen ihre Existenzberechtigung beweisen müssen" (Parallele: die neuesten WT Studien in dem Sinne, dass die LK ständig darauf hinweisen muss, dass sie allein das Sprachrohr Gottes sind...).

    Weiter heißt es, Luther habe selbstverständlich auch bedenkliche Seiten gehabt (seine Sicht auf Juden, sein Verhalten im Bauernkrieg). Trotzdem wäre es billig, sich JETZT über ihn zu erheben und mit dem Vorsprung und Wissen von fünf Jahrhundertn über ihn herzufallen...

    Die zweite Parallele zur Org. fiel mir auf, als Nürnberger weiter schreibt: "Luther hat auf der anderen Seite eben auch unheimlich viel geleistet. Nicht nur mit der Bibelübersetzung, sondern auch damit, dass er das Christentum demokratisiert hat, indem er den Priester als MITTLER zwischen Gott und Mensch abgeschafft und das Priestertum aller Gläubigen verkündet hat. Er hat das GEWISSEN und damit auch das Individuum entdeckt..." ---

    Sind nicht auch hier auf BI in der selben Notlage wie Gläubige vor 500 Jahren? Der moderne "Ablasshandel", den die LK in ihrem institutionellem Narzismus als MUSS herausstellt, lautet doch: Häufe dir Schätze im Himmel an, indem du soviel wie möglich für die Org. tust....Im WT vom 15.9.93 S. 22 hieß es sogar: "Wenn wir uns indes von Jehovas Organisation zurückziehen, können wir nirgendwo sonst Rettung erlangen."

    Auch DIESE Form des Ablasshandels und Hörigkeit einer menschlichen Institution gegenüber ist ein LÜGENGEBILDE:

    Denn Rettung können wir doch nur erhalten, wenn wir, als Individuum, ganz persönlich, unbeeinflusst von irgendwelchen Weg-Verbiegungen, direkt den Vater (zB beim Bibellesen) um seinen heiligen Geist bitten...und wie M.N. weiter oben so schön ausgeführt hat, auch im Gebet unser Bekenntnis zu Christus, unserem "Leitstern", unserem Vorbild, formulieren.

    Das ist, wie auch Franz in seinem Buch "Der Gewissenskonflikt" ausführt, eine höchst persönliche Angelegenheit zwischen uns und Gott!

    Mir persönlich haben auch Petrus Worte sehr berührt. Es muss, liebe Michaela, liebe Kathrin, nicht heißen "WOHIN sollen wir gehen"?, sondern wie Petrus sagte: Zu WEM sollen wir gehen! DU (Christus) hast Worte des ewigen Lebens."

    Ich schließe Michaela, Kathrin und Flocki neben allen anderen hier auf BI in meine Gebete mit ein: Dass euch unsere beiden Höchsten die Kraft geben mögen, Schritt für Schritt (nicht alles auf einmal) euren Weg zu gehen!

    Liebe Morgengrüße an alle!

    Ulla

  3. FDS

    Also ich muss sagen die LK hat immer tolle Ideen.

    Die Gilead Talk Show. ,,The Inside Story"

    Und das ist doch wirklich noch ausbaufähig. Zb mit einem Gewinnspiel.

    1.Preis : 1Woche Warwick, Zimmer mit Seeblick. ( Ohne Verpflegung natürlich)

    2.Preis: Der ,,Spezial Trolley". Extra laufruhige Räder, LED Rundumbeleuchtung, eingebautes 12Zoll Tablet, komplett Leder.

    3.Preis: Ein Monat nach Wahl, wo kein PD Bericht abgegeben werden muss.

    https://m.youtube.com/watch?v=uKCmUYkabB0

    Herrlich

     

     

    1. Janus@FDS

      FDS,

      den besten Preis unterschlägst du aber:

      Ein Treffen mit einem Mitglied der LK nach Wahl. So wie das Käptn's Dinner.

      Dies dürfen natürlich nur Männer gewinnen, stell dir vor, eine Schwester trägt Hosen, Spagetthiträger oder befragt zu biblisch falschen Lehren.

      Demnach geht der Preis nur an Älteste. Vielleicht wer die meisten Ausschlüsse vorgenommen hat oder jeder vom Kreisdiener empfohlene kommt in den Lostopf. (Aus Dankbarkeit ist atürlich die Anreise selbst zu klären und das Essen des LK-Mitglieds zu bezahlen.)

      Es grüßt

      Janus

      1. Für Dich

        Auf eine blonde gutaussehende Schwester,  die von den Mauerblümchen in der Versammlung chronisch gemobbt wurde, wurde eine Horde Ältester gehetzt, weil sie sich der "Spagetti Träger Sünde" schuldig gemacht hatte. Sie brach bei der Verhandlung in Tränen aus und war ganz aufgelöst. Ich sagte ihr: Beim nächsten mal sagst Du einfach: Das sind keine Spaghetti Träger, sondern Tagliatelle 🙂

        1. peetha@fürdich

          behalte doch deine `Verhandlungs´ Erfahrungen für dich ... - dein´witz´war jetzt .... soo juut .... nun  auch wieder nicht.

          1. Für Dich

            Nö, die Welt muss wissen, wie kleinlich diese Wichtigtuer bei Belanglosigkeiten sind, während sie bei Skandalen beide Augen zudrücken.

      2. Peter

        Peter@Janus und Alle

        Lieber Janus, bei den Ansprachen wurde uns immer eingeredet, Älteste seien so fleißig und haben immer Zeit, wenn jemand Hilfe braucht, selbst um 2 Uhr Nachts usw. Habe jahrelang nie Hilfe von irgendjemandem gebraucht und konnte daher den Wahrheitsgehalt dieser Aussage nicht überprüfen.

        Als ich dann tatsächlich mal Hilfe brauchte, bekam ich zuerst vom Ältesten Franz keinen Rückruf, dann probierte ich es bei einem anderen, ebenfalls nicht, ein Dritter - wieder Fehlanzeige. SMS - ebenfalls keine Antwort. Was soll das? - Älteste sein wollen, aber nichts dafür leisten?? Sind die nur in meiner Versammlung so faul oder anderswo auch? Wie sind Deine Erfahrungen?

        1. Janus@Peter

          Hallo Peter,

          es ist unterschiedlich. Die Struktur der ZJ begünstigt oft den Aufstieg einer speziellen Art von Mensch. Jedoch laufen alle Älteste auf Verschleiß. Wenn man sieht, was ein Ältester leistet, kann er es gar nicht schaffen:

          Schlaf: 6h

          Versammlung mit Beratungen und Anfahrt: 5h

          Arbeit inkl. Arbeitsweg: 40h+

          Treffpunkt leiten: 0,5h

          Vorbereitung auf Aufgaben: 1h

          Studium: 1h

          Vorbereitung und Familienstudium: 2h

          Dienst: 4h

          Hirtenbesuche: 1h

          uvm...

          Wenn man das zusammenrechnet, wird einem Angst und bange.

          Ich selbst war nur Dienstamtgehilfe und habe einige Effizienzoptimierungen in der Versammlung vorgenommen - dies war erst nach Personalwechsel möglich. Aber nur einmal ein Beispiel was ich erlebte: irgendjemand in Selters hat eine Idee und du darfst in sehr kurzer Zeit umfangreiche Unterlagen der letzten 3 Jahre aufarbeiten. Und solch ein Unsinn kommt regelmäßig vor. Die Fristsetzung war dazu noch eine Frechheit. Jede Entscheidung muss von mehreren Personen angenickt werden - es ist eine wahnsinnige Bürokratie. Die Konten werden z.B. 7 (!) mal im Jahr geprüft, jedes Mal mit massiven Aufwand verbunden (4x durch die Versammlung, 2 x durch den Kreisdiener und einmal geht es noch nach Selters).

          Was denkst du wie platt ich gelegentlich war und wie oft ich keine Hilfe leisten konnte sondern die Betreffenden an andere verweisen musste weil mein Kalender voll war?

          Die Struktur der Ernennung der Ältesten und die Arbeitslast verhindert m.E. deutlich jedwede wirkliche Betreuung der "Schafe".

          Es grüßt

          Janus

  4. Ulla

    Liebe Michaela,

     

    WER SICH NICHT WEHRT - LEBT VERKEHRT !    ; )

  5. Janus@Michaela

    Hallo Michaela,

    auch ein herzliches "Hallo" von mir - wenn auch etwas später als die anderen. Schön das du hierher gefunden hast, jetzt den Mut hast hier zu schreiben und viel bleibt mir bei den ganzen Kommentaren sicher nicht zu sagen. Aber doch ein paar Worte:

    Du sprichst von einer Leere, ja, die gibt es. Diese Leere hängt aber nicht mit irgendeinem Erfordernis zusammen, welches du vernachlässigst. Es kommt einem zwar so vor und wird einem eingeredet, aber die Leere ist noch nicht genutzter Frieden - ein Vakuum was gefüllt werden will. Jahrelang wurde man "motiviert" (freiwillig gezwungen) ein riesiges Pensum zu stemmen, um die Indoktrination  aufrecht zu erhalten. Und nun darf man die Zeit nutzen.

    Du stellst dir die Frage was du bist? Ist das wirklich so wichtig? Ich glaube, christlich sein, lässt sich nicht mit einer Prüfliste klären, sondern durch das Leben und wie wir handeln. Ein Bruder bezeichnet sich als "staatenloser Christ", mir gefällt dieser Begriff.

    Ich betrachte diese Sicht der zwanghaften Zugehörigkeit bzw. Loslösung als etwas, was von früher stammt: Du musst Zeuge sein, du musst jeden predigen, du musst, du musst, du musst. Nein, muss ich nicht. 😉 Auch wenn hier einige eine andere Meinung dazu haben, ich sehe keine Notwendigkeit, mich bei einer Organisation abzumelden, welcher ich keine Rechenschaft schulde. Wenn ich gefragt werde, habe und werde ich offen meine Sicht der Dinge vertreten, aber bis dahin... Gerade weil es sie eigentlich nicht interessiert, wie es einem geht, wie man Dinge sieht und es keine echten Freundschaften waren, steht ihnen weder eine Rechtfertigung noch ein hinterherwerfen meiner Meinung zu.

    Zu deinen Daten: betrachte das mal entspannt. Viel mehr als bei einem Kreditvertrag, Telefonvertrag oder so wissen die nicht und das ganze Interne (Stunden z.B.) interessiert im echten Leben keinen.

    Es grüßt

    Janus

     

  6. Anna

    Liebe Schwestern und Brüder,

    es war sehr angenehm in den letzten Tagen die vielen Kommentare zu lesen. Viele wie @Michaela, um nur ein Beispiel zu nennen wurden gestärkt. Es ist wie ich auch empfinde, man war ein Rädchen im Getriebe und hatte zu funktionieren. Vor ein paar Jahren dachte ich noch ich bin die einzige, die die sogenannte Liebe unter der Bruderschaft nicht empfinden kann.

    Inzwischen weiß ich ja, dass es vielen von uns so geht. Nur, was ist mit denen, die sich wirklich im geistigen Paradies wähnen? Wenn ich mir die Antworten meiner Brüder im WT-Studium vom letzten Wochenende in den Sinn rufe, so spüre ich Begeisterung über die Führung der 7 Herren aus Warwick.

    Eine Schwester meinte wie demütig doch die Brüder der LK sind, weil sie dazu auffordern, dass man für sie beten soll.

    Daher darf ich dankbar dafür sein, dass mir die Augen geöffnet wurden. Stimmt schon, man fällt erstmal in ein Nichts, weil man ja die Freiheit nicht gewöhnt ist. Und für diejenigen, die wie ich noch zu den Zusammenkünften gehen ist es ja schwierig den Mund zu halten. Wobei, inzwischen  stelle ich fest, dass die Kontakte außerhalb des Königreichssaales immer weniger werden. Wer sich nicht mehr zum Dienst verarbredet um sich dann 2 Stunden zu unterhalten oder keine Aufgaben in der Leben- und Dienstzusammenkunft mehr übernimmt, der wird dann irgendwann einfach - bis auf dann wenn der KA da ist - ignoriert.

    Ich bin ja froh, nur für meinen Partner, der ja Zeuge der 3. Generation ist, etwas befremdlich.
    Herzliche Grüße an alle Anna

    1. Johann@Anna

      Hallo Anna,

      so ähnlich äußerte man sich auch bei uns in der Versammlung. „Betet für die Brüder der leitenden Körperschaft“.  Ja, wie demütig doch die Brüder sind, so die Botschaft die bei den leichtgläubigen und einfach gestrickten auch ankam. Sie merken nicht das diese „Bitte“ Teil einer Strategie ist.

      Nun ja, auch die Apostel baten ihre Brüder ihrer im Gebet zu gedenken. 2 Thess. 3.3 „Außerdem, liebe Brüder und Schwestern, betet bitte für uns, damit die Botschaft des Herrn sich verbreitet und überall mit Dank gegen Gott angenommen wird — wie schon bei euch. 2 Bittet Gott auch darum, er möge uns vor den Angriffen niederträchtiger und boshafter Menschen schützen; denn nicht jeder will dem Herrn vertrauen.

      Doch im Wachtturmartikel geht es um alles Andere, aber nicht um die gute Botschaft des Herrn.

      Im Abs. 16 wird Hebräer 13:7 zitiert und gesagt: „Das Wort, das mit „gedenken“ wiedergegeben wird, kann auch mit „erwähnen“ übersetzt werden. Eine Möglichkeit, derer zu gedenken, die „die Führung übernehmen“, besteht deshalb darin, die leitende Körperschaft in unseren Gebeten zu erwähnen.

      Denken wir nur an ihre Verantwortung, geistige Speise auszuteilen, das weltweite Werk zu beaufsichtigen und die Spenden zu verwalten. Ganz sicher benötigen sie unsere ständigen Gebete!“

       

      Der Absicht hinter dieser Aufforderung ist schnell durchschaut. Je öfter und intensiver die leitende Körperschaft in den Gebeten der Versammlung ERWÄHNT wird, umso fester ist die Bruderschaft von ihrer „Gottgleichen Stellung“ überzeugt.

      Je intensiver die Brüder um den Segen für die LK betet, umso fester sind sie überzeugt das diese den Segen Gottes haben.

      Mit ihren ständigen Aufrufen: „betet für uns“ haben sie erreicht, das sie in den Gebeten der Versammlung regelmäßiger und intensiver dankbar erwähnt werden wie Christus selbst.

      Das bleibt nicht ohne Wirkung in den Köpfen und Herzen der Brüder. Diese ständige Aufforderung hat also sicherlich nichts mit Demut zu tun sondern ist Teil einer Strategie der Verehrung um ihre Machtposition zu auszubauen. 

      Dies verdeutlichen dann auch die weiteren Sätze in diesem Artikel: Der leitenden Körperschaft gedenken wir natürlich nicht nur mit Gebeten, sondern auch, indem wir uns eng an ihre Anweisungen halten. .... Kreisaufseher und Älteste gedenken der leitenden Körperschaft dadurch, dass sie sich eng an ihre Richtlinien halten. Wir alle zeigen Jesu Führung gegenüber Respekt, wenn wir uns gehorsam denen unterordnen, durch die er uns leitet. 

      Abs. 19: Wir gedenken der leitenden Körperschaft auch durch unseren vollen Einsatz beim Predigen. Der „treue Sklave“ hat außergewöhnlichen Glauben gezeigt ... Gehörst du zu den anderen Schafen, die die Gesalbten in dieser wichtigen Aufgabe unterstützen?

      Die Botschaft ist eindeutig, macht was wir euch sagen, zeigt vollen Einsatz, und unterstützt uns mit euren finanziellen Mitteln.

      Es liegt doch auf der Hand, wer in seinen Gebeten ständig die leitende Körperschaft erwähnt, wird auch alles was dieses Gremium verzapft als von Gott gesegnet betrachten. Von wegen: „wie Demütig doch die Brüder der LK sind“!

      Sie sind ausgebufft bis in die Haarspitzen.

      LG Johann

       

      1. Heinz

        Johana,

        Danke für die Klarstellung.

        Das ist nicht beten, sondern Selbsthypnose in der sich die Leute einreden, die LK sei Gottes Bevollmächtigter. SIND SIE ABER NICHT.

        1. Heinz

          Aber ich muss euch ZJ auch loben!

          Euer Gottvertrauen, besonders da Euerer LK und ihrer Funktionäre, dass möchte ich auch haben. Echt. Da ist selbst Jesus Christus ein Schwächling im Glauben gegen Euch.

          Von den Kamikazefliegern und ihrem Glauben an ihren Kaiser gar nicht erst zu reden.

          Euer MUT ist in der Tat unfassbar. Echt!

          Ich bewundere Euch irgendwie schon!

          MUT habt ihr. Grenzenlosen MUT.

      2. Micha

        Betet für die Leitende Körperschaft

        Liebes Finanzamt

        Ich bitte Euch.......gedenkt der Leitenden Körperschaft....... und segnet sie.......da die Leitende Körperschaft eine Körperschaft ist...... mit einer saftigen Körperschaftssteuer....... damit der Leitenden Körperschaft.......geheiligt sei ihr Name...... vor lauter Leiden......das Leiten vergeht!!!!!

        Grüße Euch alle Micha

        1. Kirschblüte

          Hallo Micha, mir fällt da grad was auf: Kann es sein, dass wir uns am Wochenende sehen? Wenn ja, dann weißt Du das und wunderst Dich jetzt nicht...  ! ;-))

          LG Kirschblüte

           

           

          1. Micha

            Liebe Kirschblüte

            Allem Anschein nach werden wir uns zum Wochenende nicht sehen. Du meinst sicher einen anderen Micha. Dessen ungeachtet wünsche ich Dir ein erbauliches Treffen mit Deiner "Zielperson" an einem hoffentlich schönen Frühlingstag und verbleibe mit freundlichen Grüßen   Micha

            1. Kirschblüte

              Lieber Micha,

              ooooohhhh, na gut, aber es hätte schon irgendwie gepasst. Das ist auch ein ganz Lieber. Danke für Deine guten Wünsche, das Wetter soll ja einigermaßen werden und das ist wichtig,  da der Grill wiederbelebt werden soll.

              Dir und Deinen Lieben und natürlich auch allen anderen hier ein schönes Wochenende. Wir freuen uns besonders über die Tatsache, dass Matthäus nach Hause darf und werden für ihn einen Grappa mittrinken. Jetzt geht es aufwärts!

              Liebe Grüße

              Kirschblüte

      3. Ömmelchen @ Johann

        Danke für die psychologische Aufklärung. War mir dessen nicht in dieser Deutlichkeit bewusst.

  7. Tilo

    Kommentar zu S. Lett: "Ihr jungen Leute ..."

    Normal
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    Lieber S. Lett,
    ich muss dich loben! Du hast dir wieder einmal große Mühe gegeben, als du im März den jungen Leuten mit all deinen Möglichkeiten vor Augen führen wolltest, wie großartig es ist, sich "voll und ganz" für die Organisation einzusetzen!
     
    Wenn ich dich so über den Schirm segeln sehe, mit deiner ausdrucksstarken Mimik und Gestik, dann gewinne ich den Eindruck, dass du selbst ganz, ganz fest an deine Worte glaubst. Es ist schön, wenn man von sich selbst so überzeugt ist, dass man weinen könnte vor Rührung! Jedenfalls stehst du immer kurz vor den Tränen, wenn du deinen Worten hinterher lauschst.  Das ist beeindruckend, das ist groß! Die Jugend hat ein unschätzbares Vorbild in deiner Person. Du hast schon in jungen Jahren ganz genau gewusst, was du wolltest. Oder nicht? Oder hast du nur stur und treu auf das gehört, was man dir sagte? Jedenfalls hast du das getan, was man wollte. Und nun möchtest du andere an deinem Glück teilhaben lassen. Das ist gut! Deshalb setzt du alles daran, glaubhaft, überzeugend und liebevoll  zu erscheinen. Du verstreust große Gefühle, man fühlt sich geliebt! Ich weiß, du willst nur das Beste für die Kids. Sei überzeugt, dass man auf dich hören wird! Denn einfältige Jugendliche gibt es zuhauf, Jugendliche, die nur auf den richtigen Mann warten, um ihm nachzulaufen.
     
    Ich hätte am Schluss meines Lobs noch ein Extralob: Du erwähntest, dass du „höhere“ Bildung aus Überzeugung abgelehnt hast. Recht so! So wie du mir erscheinst, hätte es dir nur geschadet, denn was du sagst, verträgt sich nicht mit „höherer“ Bildung.  Mit ihr hättest du das gar nicht sagen können, was du gesagt hast; die Wirkung deiner Rede hätte nur darunter gelitten. Und das wäre doch schade gewesen - für die Kids.
    (PS: Was ich dir hier über „höhere“ Bildung geschrieben habe, kann man nicht auf Jesus anwenden, denn er hatte höhere Bildung: Er war ein wahrhaftiger Mensch.)

    **********
    👍 👍 👏

    1. Für Dich

      Apropos Mimik, wie nennt sich eigentlich diese Krankheit? Hätt ich doch Medizin studiert, dann könnte ich hier eine Verdachtsdiagnose stellen und unserem Patienten helfen.

    2. O.W.Schön@Stephen Lett

      Lieber Stephen Lett,

      bitte lies die Zeilen von Tilo nicht, auf keinen Fall: Never ever! Die genial geschriebenen Zeilen könnten Dich zum Nachdenken bringen und Dein Herz berühren und das willst Du doch sicherlich nicht.

      Die Zeilen könnten an Dein Gewissen rühren und einen schmerzlichen Prozess der Selbstreflexion auslösen und dann könntest Du nicht mehr so ohne weiteres plump schauspielern und schlecht vorheucheln. Das wäre echt negativ fürs WTG-Geschäft und dann bist Du längste Zeit LK Mitglied und Firmenboss gewesen.

      Also weiter so wie bisher, the show must go on!!!

      Tilo und ich verstehen Deine Psyche: garantiert!

      O.W.S.

  8. Für Dich

    Nur so nebenbei bemerkt: Der antike Hotspot des Götzenkults unter Jerobeam nannte sich (rein zufällig) Bethel....

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