Ein Aufruf für ein „Leben ohne Angst“.

 Ja, wenn die Liebe uns ganz erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, der kennt wirkliche Liebe noch nicht.“  1. Joh. 4:18

Munch-"Der Schrei"
Munch-„Der Schrei“

Furcht ist die Reaktion auf eine unbestimmte Bedrohung, aus der sich eine konkrete, Bedrohung ergeben kann, die Angst hervorruft. Während die Furcht den Verstand beflügeln kann, um ihre Ursache zu bekämpfen, wirkt die Angst lähmend auf den Verstand. Gerade dieser Umstand war schon immer ein hervorragendes Mittel um Menschen mit Angst gefügig zu machen und sie dorthin zu bewegen, wo man sie haben wollte. Diffuse Ängste vor existenzbedrohenden Einflüssen sind in unserer turbulenten Zeit für zahllose Menschen wieder zum steten Begleiter geworden, und sie fürchten sich, weil sie nicht wissen, was ihnen die Zukunft bringt.

Heute befassen wir uns mit der Angst als einem probaten Mittel in der Hand menschlicher Führernaturen aus der Religion und der Frage, wie wir uns von diesen Ängsten befreien können. Der Widerpart ist die in Aussicht gestellte Freude auf Belohnung in der Zukunft, die in ausgewogener Kombination gerne als bewährter Lenkungsmechanismus genutzt wird, um die Menschen in einer Doktrin gefangen zu halten.

Um nicht in die Depression abzugleiten, flüchten viele Zeugen Jehovas aus der Angst erzeugenden Vorstellung in Harmagedon für immer vernichtet zu werden, und klammern sich an die Hoffnung, der Sklave werde sie mit seiner von Jehova eingesetzten Organisation in das ewige Leben führen.

Besonders perfide wird diese Art der Manipulation aber immer dann, wenn sie sich hinter dem vermeintlichen Willen Gottes versteckt und wenn sein Vorsatz durch ihren eigenen unkenntlich gemacht wird. Und damit sind wir bereits bei unserem heutigen Thema.

Alle Kirchen, und da macht auch die WTG keine Ausnahme, nutzen diesen Einfluss inzwischen immer dreister aus, ungeachtet dessen, was ein zunehmend größerer Teil des Einzelnen Verkündigers davon hält. Offen und unverblümt lässt man sich zu Aussagen hinreißen, die man schon lange als grobe Fehleinschätzung erkannt hat und längst hätte zurücknehmen müssen. Aber nein, seit nunmehr 100 Jahren verkündet die WTG in der Welt lauthals den Beginn des Königreiches unter der Leitung Jesu Christi, ohne dass sich für die Menschen in irgendeiner Hinsicht etwas zum Guten gewendet hätte. Dennoch ist das für sie und ihre Unterstützer offenbar ein Grund zu jubeln. Sklave-2.001

Dennoch kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Mehrheit der Brüder zu einer trägen Masse mutiert ist, die sich vom Sklaven bereitwillig abspeisen und hinters Licht führen lässt. In der Folge wurde selbständiges Denken zugunsten einer unangebrachten Hörigkeit unter das Diktat weniger betagter Männer aufgegeben, welche sich hinter der Parabel vom treuen und verständigen Sklaven verstecken. Und was macht ihre aus lammfrommen Dienern bestehende Gefolgschaft? Sie haben ihr eigenverantwortliches Denken längst an diese menschliche Führungsriege delegiert und lassen sich Angst davor einjagen, den Mut zusammenzunehmen und einigen WTG-Lehren eingehender auf den Grund zu gehen.

Wenn es zurzeit auch noch vergleichsweise wenige sind, so wachen doch mehr und mehr Brüder aus diesem geistigen Tiefschlaf auf und ziehen die Reißleine. Einige haben zum Beispiel ihre Stellung als Älteste aufgegeben und setzen damit Akzente, auch wenn sie aus Furcht vor drohenden Sanktionen dafür nicht immer den wahren Grund angeben.

Während sich die eine Gruppe im vermeintlichen Paradies gut aufgehoben fühlt, ist die andere in ihrer Angst gefangen, Angst vor Sanktionen oder dumpfen Gefühlen der Abneigung, wenn sie über ihre Zweifel sprechen. Man kann beobachten, dass die meisten geradezu fluchtartig jedem Gespräch aus dem Weg gehen, wenn es eine kritische Wendung nimmt.

Wird beispielsweise kritisiert, dass diese oder jene neue Erkenntnis nicht nachvollziehbar sei, dann wird der Betreffende argwöhnisch beäugt, wobei man längst erahnte Schwachpunkte in der Lehre mit allen Mitteln verteidigt. Die ständige Manipulation hat in den Gläubigen ganze Arbeit geleistet. Zu groß ist dann die Angst davor, das ganze eigene, über Jahre hinweg aufgebaute Weltbild könne zerstört werden. Überhaupt kann ja nicht sein, was nicht sein darf, und so wendet man sich empört und in tiefstem Herzen verunsichert von solchen kritischen Unholden ab, hält sie für sich bezeichnet und tut damit genau das, was der Sklave vorschreibt.

Nahezu die gesamte Bruderschaft ist in dieser Weise vom Sklaven mit Angst geimpft, die wie eine unüberwindliche Barriere wirkt und den Sinn von Millionen sklavenhöriger Anhänger verblendet, „damit das erleuchtende Licht der herrlichen guten Botschaft über den Christus … nicht hindurchstrahle“. 2. Kor. 4:4

Deshalb, liebe Brüder, überprüfen wir uns doch bitte einmal selbst, warum wir Angst haben „unsere Wahrheit“ auf den Prüfstand zu stellen. Warum sind wir denn nicht bereit ganz offen über unsere Zweifel zu sprechen und sie gegebenenfalls auszuräumen? Warum scheuen wir davor zurück, alles zu prüfen und das Beste zu bewahren, wie es die Schrift empfiehlt? Ist es nicht die tief in uns sitzende Angst, die uns lähmt und daran hindert „gleich freien Menschen“ zu denken und zu reden, und uns der Wahrheit zu widmen, von welcher Christus nach Joh. 8:33 sagte, dass sie uns frei machen würde, auch frei von falschen Vorstellungen und Angst?

Angst und Rettungsanker

Die Angst vor einer offenen Auseinandersetzung mit der eigenen Überzeugung und den Vorgaben der Organisation, die ihre Untergebenen zusehends für ihre Ziele vereinnahmt, sorgt dafür, dass sie sich nicht von ihr lösen können.

Die WTG steuert uns mit einem Spiel aus Angst und Emotionen. Die Angst vor ewiger Verdammnis im kommenden Weltgericht als Antagonist zur Hoffnung auf ewiges Leben im kommenden Paradies. Dieses unlösbare Knäuel an positiven wie negativen Emotionen hält die Menschen in einem biblisch nicht begründbaren Aktionismus, geistig aber bewegungsunfähig gefangen. Wer sich aber mit der Arbeitsweise der Mächtigen im Hintergrund beschäftigt und ihre manipulativen Methoden durchschaut hat, erkennt allmählich, dass selbst unsere Organisation genau nach diesem Schema vorgeht. Sie überhäuft die Brüder in ihrem Alltag mit angeblichen Pflichten, die mittels Predigtdienstbericht überprüft werden, so dass ein Blick über den Tellerrand schon aus Zeitgründen nahezu unmöglich ist. Und sollten doch einmal Zweifel aufkommen, dann sorgt der Zuchtmeister Angst schnell wieder dafür, dass wir solche „bösen Gedanken“ schleunigst wieder verscheuchen, bevor unserer Mitstreiter damit beginnen sich über uns empören.

Habe den Mut zur Wahrheit – werde frei von Angst!

Nachdem sich die Organisation längst den Ruf eines falschen Propheten erworben hat, ist sie fast nur noch mit der eigenen Nabelschau beschäftigt und damit, das teils angeschlagene Image aufzupolieren oder unhaltbare Lehren mit „neuem Licht“ zu überstrahlen. Grobe Fehler in der Bibelexegese oder unhaltbares Lesen in der Glaskugel und das ständige Hakenschlagen im Zickzackkurs der Änderungen mittlerweile unhaltbar gewordener Lehren werden als Fortschritt verkauft. Die Organisation häutet sich wie eine Schlange und nennt es eine fortschreitende Läuterung. Wie sie selbst ständig beteuert, schreite sie mit Riesenschritten voran, man fragt sich nur wohin. Die erklärten Ziele können es jedenfalls nicht sein. Denn wer sich vor der Überprüfung seines Lehrgebäudes anhand der Bibel und unabhängig geführten Gesprächen zu bestimmten Themen fürchtet, kritische Fragen mit Unmut erwidert und forschende Geister einfach ausschließt, hat zweifellos etwas zu verbergen, was auch durch noch so helles „neues Licht“ nicht mehr gutzumachen ist.

Sobald wir aber die Decke anheben und hinter die Kulissen blicken, verstehen wir das „Spiel” und erkennen, dass es eigentlich keine Gefahr und keinen Anlass für irgendwelche Ängste gibt. Wir erkennen ferner, dass wir nur lenkbar sind, solange wir uns lenken lassen wollen. Wann wollen wir uns endlich selbst auf den Weg eigener Nachforschungen begeben und uns mit unserem Verstand und im Vertrauen auf Gott selbst in seinem Wort untersuchen, was er uns mitzuteilen hat? Informieren wir uns anhand verschiedener Übersetzungen darüber, was Gott bereits für uns getan hat und was er wirklich von uns erwartet, und wir werden feststellen, dass dies weit von dem entfernt ist, was uns die Organisation ständig als Gottes Willen vorlegt, wo es in Wirklichkeit nur um den eigenen Selbsterhalt geht.

Angeblich haben wir eine wunderbare Zukunftshoffnung. Ja, die Gute Botschaft der Bibel kann uns helfen im Jenseits ein glückliches Leben zu führen, was aber bewirkt sie für das Diesseits? Doch wie kann es dennoch sein, dass es in einer Religionsgemeinschaft wie den Zeugen Jehovas gehäuft zu Angstzuständen und psychischen Erkrankungen kommt, wenn sie doch auf der Erde zu den glücklichsten Menschen zählen, wie sie immer wieder behaupten? Hier einige Zitate aus unserer Literatur:

Rettungs-Buch S. 44: „Deshalb sind seine „treuen Zeugen“ die glücklichsten Menschen auf der Erde.Für die einfachen Gemüter lautet also die Botschaft hinter dieser Aussage, „bist du nicht glücklich, dann bist du kein treuer Zeuge“ ist.

WT vom 1. 12. 1970, S. 732: „Zu den Dingen, für die „wahre Diener Jehovas Gottes“ bekannt sind, gehört, dass sie glücklich sind.“ Doch lässt sich glücklich sein nicht befehlen.

WT 1. 3.1989, S. 3 „…sind sie heute tatsächlich die am meisten bevorrechtigten, erfolgreichsten und bei weitem glücklichsten Menschen auf der Erde, …“

Doch wie kann ein Zeuge glücklich bleiben, wenn er von der leitenden Körperschaft ständig gesagt bekommt, welch große Verantwortung er als Zeuge für das Leben seiner Mitmenschen trägt und dass die Rettung der Bösen davon abhängt, ob er alle sich bietenden Gelegenheiten ergreift, um den Bösen zu warnen.

Wir zitieren aus einem Brief der leitenden Körperschaft“ an die weltweite Bruderschaft der Zeugen aus dem Jahrbuch von 1996: „Niemand von uns kann sagen, wie lange die Tür für schafähnliche Menschen noch geöffnet sein wird, so dass sie in die Sicherheit unseres geistigen Paradieses Zuflucht finden können. – Wie tragisch wäre es doch, zu dieser späten Stunde noch aus dem Wettlauf des Lebens auszuscheiden. … Bestimmt möchte niemand von uns für den Tod eines Menschen verantwortlich gemacht werden, weil wir es versäumt haben ihn zu warnen.“

Machen solche angeblichen, geschickt in Suggestivfragen verpackten Erwartungen Gottes aufrichtigen und gottgläubigen Menschen nicht Angst?

Wer hat nicht schon einmal als Zeuge eine Gelegenheit zum Zeugnisgeben ausgelassen oder nicht erkannt? Wird Gott böse Menschen vernichten, weil wir es versäumt haben sollten ihn zu warnen? Macht Gott die Errettung von Menschenleben davon abhängig, dass sie von anderen unvollkommenen Menschen, die selbst errettet werden müssen, gewarnt wurden?

Das wäre so, als wenn man von einem Ertrinkenden erwartet, dass er andere vor dem Ertrinken rettet. Haben solche Briefe der leitenden Körperschaft nicht nur das Ziel die Bruderschaft unter Druck zu setzen und sie mit Angst zu impfen, damit sie noch mehr leisten?

Freundlichkeit 2.001Man stellt sich schon die Frage, warum selbst seelisch gesunde Zeugen Jehovas die Stimmung innerhalb vieler Versammlungen häufig als kühl und distanziert empfinden, auch wenn man oberflächlich den Eindruck gewinnt, dass alle so freudig sind und dir freundlich begegnen. Warum empfinden selbst Älteste und Pioniere die stetig steigende Forderung nach noch mehr Dienst als großen Druck? Und warum nimmt die Zahl psychisch Kranker gerade unter denen zu, die sich „im Dienst für Jehova besonders verausgaben“, wo doch im WT v. 15.5.08 auf Seite 21 behauptet wird:

„…Und wenn du als getaufter Zeuge Jehovas wirklich glücklich sein möchtest, dann setz‘ dich voll und ganz im Dienst für das Königreich ein…? Ein Affront für diejenigen, die trotz aller Bemühungen nicht glücklich sind.

Eine große Anzahl unserer Brüder leiden unter Depressionen. Wie zu erwarten, leugnet die Organisation diese Tatsache und verweist auf diejenigen als Vorbilder, die ihr Leben im Griff zu haben scheinen. Dabei wird verdrängt, dass dies in der Regel genau diejenigen sind, die sich um die Vorgaben des Sklaven wenig scheren und letztlich nur das machen, was sie für sich als richtig erachten. Nach außen hin geben sie das erwartete Bild ab, gehen aber in Wirklichkeit voll in ihren eigenen Zielen auf. Angst.001

Wenn nur der Berichtszettel stimmt. Sich ab und zu beim Treffpunkt sehen lassen und den Sklaven in den Himmel loben, dann ist alles gut. Es wird wohl kaum mehr gelogen als in Verbindung mit dem, was die Meisten auf ihren Berichtszettel schreiben. Aus Angst vor dem Gespräch mit den Ältesten bzw. mit dem Kreisaufseher.

Ich war selbst jahrelang Sekretär einer Versammlung und musste mich oft über das wundern, was so manch einer der Ältesten oder Dienstamtgehilfen auf ihrem Zettel vermerkt hatten. In etwa kannte man ja die Umstände der Einzelnen, und ich fragte mich, „Wo nimmt er nur diese Stunden her?“ Aber egal, keiner fragt danach, Hauptsache der Bericht liegt über dem Durchschnitt.

Die ständige Aufforderung, sich noch mehr für das Königreich Gottes einzusetzen könnte kein Mensch auf Dauer ohne Schaden überstehen, wenn er diesen Aufforderungen ständig gewissenhaft nachkommen wollte.

Ein Blick in das wöchentliche Programm der Dienstzusammenkünfte mag dies verdeutlichen. Hier nur einige der Suggestivfragen, mit welchen der Sklave die Bruderschaft zur Tätigkeit antreibt: „Kannst du im Dienst noch geschickter werden? Was haben wir erreicht? Kannst du den Pionierdienst aufnehmen? Was kannst du tun, um als Rentner, als junger Mensch, in den Ferien oder im Urlaub, in der Schule? Zeige durch deinen Einsatz deine Liebe zu Jehova! Bist du rein vom Blut aller Menschen und von Blutschuld? Nutzt du deine Möglichkeiten voll aus? Folgst du dem Beispiel Jesu usw.“

Gebetsmühlenartige Aufforderungen drängen dazu, im Predigtdienst noch mehr Einsatz zu zeigen, da nur die eigene messbare Leistung zählt. Diese Fragen erzeugen ein schlechtes Gewissen und führen zu vermehrten Ängsten. Und so sind es in der Regel Ängste, die als Motor für unsere theokratische Tätigkeit dienen.

Das beginnt bereits in frühester Kindheit. Man befürchtet, selbst den Ansprüchen der eigenen Eltern nicht genügen zu können, besonders dann, wenn sie ihre Kinder nur noch so sehen wollen, wie sie nach WTG-Vorgaben sein sollten. Jehova dienen macht Freude, – Jehova liebt einen fröhlichen Geber und einen glücklichen Diener. Predigen.001

Das muss doch an dir liegen, wenn alle anderen angeblich so freudig in den Dienst oder in die Versammlung gehen, nur du selbst nicht. Liebst du Jehova etwa nicht richtig? Wenn ja, dann ist deine Rettung in Frage gestellt.

Als Kinder waren wir auf unsere Eltern angewiesen und mussten glauben, was sie uns sagten. Außerdem ist uns gesagt worden, dass sie nur das an uns weitergeben, was durch den Sklaven von Jehova kommt. Deshalb lerne ich schon sehr früh; ich muss aufpassen, was ich sage, was ich denke und was ich tue oder versäume.

Schon als Kind muss ich darauf achten, womit ich spiele. Als Junge habe ich heimlich mit einer Zündplättchenpistole gespielt. Vor meinen Eltern musste ich sie verstecken und hatte deshalb immer ein schlechtes Gewissen. Wird Jehova mich in Harmagedon deshalb vernichten? Aber ich spiele doch so gerne damit.

Aus Angst von den Eltern zurückgewiesen, kritisiert oder sogar geschlagen zu werden, lernt man mit einer Lüge zu leben und bekommt mit der Zeit zwei Gesichter. Alle diese Verurteilungen und Selbstvorwürfe begleiten dich dann durch dein späteres Leben als ein Zeuge Jehovas, von Kindesbeinen an.

Freundlichkeit.001Ein Kind, das schon in seinem jungen Leben solchen Konflikten ausgesetzt wird, kommt ja nicht auf die Idee zu sagen, meine Eltern sollten sich mal einem Therapeuten anvertrauen, mit denen stimmt etwas nicht! Nein, es denkt „mit mir stimmt etwas nicht“, und ist mit dieser belastenden Einstellung womöglich das ganze Leben lang belastet. „Ich bin unartig, böse, faul, ich liebe Jehova nicht wirklich, andere schaffen es, ich nicht, das muss ja an mir liegen.“ Mit solchen Gedanken schürt die WTG bewusst die Angst, um sich Menschen gefügig zu machen.

Was kann ich tun ?

Ich habe einmal irgendwo gelesen, dass es für eine glückliche Kindheit nie zu spät sei. Das mag paradox klingen, aber selbst die unglücklichste Kindheit, die in uns gespeichert ist, kann durch Erkenntnis, Verständnis für die eigene Situation und Vergeben in Frieden und Freude verwandelt werden.

Dazu gehört allerdings viel Arbeit und sich selbst gegenüber Aufrichtigkeit. Nimm dir Zeit zur Besinnung und prüfe sehr genau, in welchen Lebensbereichen und vor allem, bei welchen Menschen du „ganz du selbst“ sein kannst, etwas, was dir von der Organisation der WTG natürlich als „selbstsüchtiges Verlangen“ ausgelegt wird.

Suche dir Menschen, bei welchen du dich nicht verstellen musst, wo du deine eigene Meinung sagen und du das leben kannst, was dich glücklich macht. Das soll kein Aufruf zu einer egoistischen Lebensweise sein, sondern ein Aufruf darauf zu achten, dich nicht von angeblichen Vertretern Gottes zu etwas zwingen zu lassen, was du nicht möchtest, ein Aufruf zum „Leben ohne Angst“.

Als in den Versammlungen auf Vorgabe des Sklaven wieder einmal das Thema Unmoral dramatisiert wurde, kam danach eine 60Jährige Schwester zu mir als Ältester, um nun endlich zu beichten, dass sie schon vor ihrer Hochzeit sexuelle Kontakte mit ihrem Partner hatte, wohlgemerkt nach fast 45 Jahren. All die Jahre hatte sich diese arme Schwester mit einem schlechten Gewissen geplagt.

Ständig den Finger in die Wunden menschlicher Schwächen zu legen ruft immer wieder Angst hervor. Wenn bereits Kinder mit solchen Ängsten leben müssen, sind spätere Angstzustände oft vorprogrammiert. Da wir aber weitgehend durch unser Unterbewusstsein gelenkt werden, können wir die eigentliche Ursache nicht erkennen. Und so bleiben die Betroffenen mit ihrer Angst alleine.

Diese Sorgen und Ängste, den Anforderungen des Schöpfers nicht genügen zu können, ist eine negative Energie, mit der wir unseren Körper vergiften und zugleich unsere Immunabwehrkräfte zerstören. Wenn sich In der Pubertät die sexuellen Bedürfnisse regen und man Erfahrungen mit der ersten Liebe macht, hat man ständig den drohenden Zeigefinger vor Augen. „Nur Jehova nicht missfallen!“ Mit Angst geht man durch die aufregendste Zeit seiner Entwicklung und wird in etwas gedrängt, was man später bereuen könnte.

Das Gegenteil von Angst muss nicht Leichtlebigkeit sein sondern Liebe. Wo Angst ist, kann Liebe nicht wachsen, „da die Furcht hemmend wirkt“. Wollen wir in unser Leben Liebe einbringen, so muss die Angst weichen. Tun wir das nicht, lernen wir auch nicht, uns selbst und unsere Mitmenschen wirklich zu lieben und unsere Ängste zu überwinden statt sie zu unterdrücken, und so werden Depressionen nicht ausbleiben.

Solange uns diese Zusammenhänge nicht bewusst sind, werden wir immer bemüht sein, es anderen Menschen recht zu machen, und werden weiterhin ein Spielball religiöser Organisationen bleiben. Noch einmal, wir müssen lernen das zu leben, was uns Freude, Glück und Erfüllung bereitet. Das bedeutet nicht, ein unmoralisches und egoistisches Leben anzustreben, sondern es geht darum, die eigenen Ängste zu überwinden, die uns daran hindern eigenverantwortlich zu leben.

Frage dich ehrlich, wo verrate ich in meinen Beziehungen mein Herz, in der Beziehung zu meinen Eltern, Freunden und Mitmenschen und zu meinen so genannten Glaubensbrüdern.

Diese Art der Inventur ist der erste Schritt sich von Ängsten zu befreien. Denken wir an die Worte aus 1. Johannes 3:19-21 Hfa

„Daran zeigt sich, dass die Wahrheit unser Leben bestimmt. So können wir mit einem guten Gewissen vor Gott treten. Doch selbst wenn unser Gewissen uns schuldig spricht, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott größer ist als unser Gewissen. Er kennt uns ganz genau. Kann uns also unser Gewissen nicht mehr verurteilen, meine Lieben, dann dürfen wir voller Freude und Zuversicht zu Gott kommen.“– und das ohne Angst.

Mag ich nicht (0)

51 Kommentare zu “Ein Aufruf für ein „Leben ohne Angst“.

  1. Freund der Wahrheit

    Ein freundliches Hallo euch allen,
    Ich bin hier eher zufällig gelandet. ( oder auch nicht- mal sehen) Ich bin Vater einer Tochter die seit, ich weiß nicht genau, aber schon einige Jahre Mitglied der Jehovas Zeugen ist. Seit einem Jahr ist sie mit einem Bruder verheiratet. Zudem habe ich noch einen Sohn der schon einige Jahre mit Frau und Kindern regelmäßig an Versammlungen, Bibelkreisen und sonstigen Aktivitäten mit Frau und Kindern teilnimmt. Da ich den Grundsatz vertrete: Jeder/Jede entscheidet persönlich über seinen Glauben, war ich mit Ihren Entscheidungen stets einverstanden. Zudem bin ich oft von Ihnen eingeladen worden und konnte mir so ein Bild über Ihr Leben machen. Sowohl bei den Hauskreisen als auch in den Versammlungen habe ich einige Mitbrüder und Schwestern kennen gelernt und war über das angenehme Klima erfreut. Trotzdem bin ich bei Anfragen, ob dies nicht auch für mich eine Perspektive sein könnte, freundlich ausgewichen. Zeitweise haben wir auch darüber diskutiert. Gedrängt hat man mich allerdings nicht. Im Januar letzten Jahres hat mein Sohn angekündigt dass er demnächst die Taufe anstrebe. Ich fragte ihn dann, wann dies genau geplant sei. Wenn er seine "Sucht" im Griff hätte. ( er ist Raucher wie ich auch und genießt gelegentlich etwas Alkohol) Allerdings hat er es bisher nicht geschafft. Seit etwas mehr als einem halben Jahr beobachte ich ein Verhalten, das mir nicht so richtig gefällt. Ich habe mich über seinen Erziehungsstil geäußert und er hat sehr heftig reagiert. Beim Abendessen hat mein älterer Enkel ( 10 J.) ein wenig herumgezappelt. Der ist halt so einer:-) Die Reaktion seines Vaters erschien mir allerdings unangemessen. Er sprach im Befehlston zu ihm und stellte die Frage, was sie beide heute Mittag vereinbart hätten? "Ich will brav sein" antwortete mein Enkel. " Und warum bist du es nicht?" Hier sah ich den Zeitpunkt mich auf Seiten meines Enkels zu schlagen.
    Ich habe viele Jahre im pädagogischen Bereich gearbeitet und bin der Meinung, dass das Wort "brav" keinerlei Bedeutung hat, außer jemand unter Druck zu setzen auf unfaire Weise. Ich kenne dies sowohl zum Teil aus meiner Kindheit als auch aus anderen Familien. Damit umgeht ein Erwachsener der Verantwortung klar auszudrücken, was er von seinem Gegenüber ( ausschließlich Kinder) möchte. Das Kind soll erraten und gehorchen ohne wenn und aber. Als ich ihm das sagte, räumte er ein dass dies so sein könnte, aber er müsse sich schließlich auch irgendwie schützen und könne nicht den ganzen Tag Erklärungen aushandeln.
    Auch müsse ich mich nicht einmischen, dies sei sein Haushalt, dem er vorstehe und ich sei nur der Gast.
    Dies empfand ich als Schlag ins Gesicht. Natürlich habe ich darüber reflektiert , aber ein ungutes Gefühl ist seitdem geblieben.
    Anfang dieses Jahres habe ich einen Internetanschluss und verbringe viel Zeit damit einige Versäumnisse nach zu holen. Die Vielfalt der Informationen erschien mir anfangs undurchschaubar. Mittlerweile habe ich etwas Übung" den Spreu vom Weizen zu trennen". Ich bin an vielen Dingen Interessiert: Politik, Menschenrechte, Arbeitslosigkeit , um nur einige zu nennen.
    So kam ich auch an Seiten über Jehovas Zeugen ( Aussteiger, Geschädigte, Kranke) und war entsetzt!
    In dieser Zeit hat mich meine Tochter angerufen, um mit mir zu plaudern, was ich allgemein immer als sehr angenehm empfinde. Doch diesmal hatte ich ein Problem. Sie berichtete mir freudig, dass die Organisation jetzt eine Seite betreibe, die ganz toll sei. Mir fehlte leider der Mut, dieser Euphorie etwas entgegen zu setzen. Ich liebe meine Tochter, sowie alle meine Kinder und Enkel und brachte es einfach nicht über`s Herz sie zu enttäuschen. Nach Ende des Telefongespräches bin ich auf die Seite der JW und habe mir diese Propaganda angesehen. Dann die Kinderseite. Es war schrecklich! Ich bin normalerweise nicht auf den Mund gefallen und kann mich selbst in kritischen Situationen behaupten. Aber damit habe ich jetzt meine Probleme. Was soll oder kann ich tun um meine Kinder und Enkel auf den richtigen Weg zur Wahrheit zu helfen?
    Mit traurigen Grüßen: vom Freund der Wahrheit

    1. Tirza

      Lieber Freund der Wahrheit!

      Ein herzliches Hallo von mir & Willkommen!

      Dein Beitrag ging mir zu Herzen und ich finde es wunderbar, dass du dich für deine Familie engagieren möchtest.
      Aus eigener Erfahrung und das können dir andere hier bei BI sicher bestätigen ist es schwer ZJ mit
      Argumenten zu erreichen. Sie sind zu gefangen von der Idee die einzig wahre Religion zu praktizieren und der einzig wahren Organisation anzugehören.
      Du kannst für sie beten. Das setzt aber meiner persönlichen Meinung voraus, dass du an unseren Herrn Hesus Christus glauben kannst und davon überzeugt bist, dass er das Erlösungswerk vollendet hat.
      Wenn du deine Familie erreichen möchtest dann denke ich persönlich, am ehesten, dass du dem, was ZJ anzubieten haben etwas viel besseres entgegen zu setzen hast. Taten sprechen manchmal mehr als Worte.
      Als ich deine Zeilen las kam mir gleich in den Sinn, was die unten aufgeführte "Andacht für den Tag"
      dir sagen möchte. Nur kann ich das nicht so gut ausdrücken, deshalb habe ich sie dir beigefügt.
      Ich denke es werden dich und deine Familie ganz viele hier in ihre Gebete mit einschließen und hab´vertrauen das Gott euch helfen wird.

      Liebste Grüße Tirza
      und nun die versprochene Andacht

      Heute, 17. August 2014:
      Überlassen Sie die schweren Sachen Gott
      Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben. Wenn jemand in mir bleibt und ich in ihm bleibe, trägt er reiche Frucht; ohne mich könnt ihr nichts tun.
      Johannes 15,5 (NGÜ)

      Eine der wichtigsten Lektionen, die ich gelernt habe, ist, die schweren Dinge Gott zu überlassen. Zu oft sehen wir, was bei uns nicht stimmt und versuchen, es aus eigener Kraft zu korrigieren. Aber das wird nie reichen. Jesus hat in Johannes 15,5 gesagt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“

      Wir versuchen vielleicht unabhängig zu sein, aber Gott muss uns seine Gnade und die Fähigkeit geben, um das zu tun, was wir tun müssen. Unser Wille und unsere Entschlossenheit sind der Anfang, aber meistens verlassen sie uns mittendrin und wir stecken fest.

      Wir können lernen, das Leben zu genießen, das Jesus durch seinen Tod für uns erworben hat, indem wir Gott in jeden Bereich unseres Lebens mit einbeziehen. Jesus hat gesagt: „Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben“ (Matthäus 11,28; HFA).

      Wir sind nicht dazu geschaffen, ohne Gott zu funktionieren. Aber mit ihm können wir jede schlechte Angewohnheit sowie jede Abhängigkeit, wie zum Beispiel Essstörungen, Drogen-, Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch, ungünstige Zeiteinteilung, Wutanfälle und was auch immer überwinden. Jesus ist stärker als jedes Problem, das Sie haben.

      Gebet: Gott, ich weiß, dass ich ohne dich nichts bin. Deshalb lade ich dich ein, in jeden Bereich meines Lebens zu kommen. Ich überlasse dir die schweren Dinge und werde dir jeden Tag nachfolgen und vertrauen.

      1. Willkommen lieber "Freund der Wahrheit"!

        Wie Tirza schon schrieb: solange ein ZJ meint in der wahren Religion zu sein, ist eine breite Kluft vorhanden, die von aussen kaum überbrückt werden kann.

        Ich versuche es meist mit dieser Bibelstelle, Lukas 21, Jesus sprach:

        8 Er aber sprach: Sehet zu, daß ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin's und die Zeit ist nahe gekommen! Gehet ihnen nicht nach!

        Wenn du so weit kommst diese Worte Jesu zitieren zu dürfen, dann kommt die naheliegende Ergänzungsfrage: Warum geht ihr dieser Gruppe hinterher, wenn Jesus doch vor ihr warnt?

        Historisch: Was machte diese Gruppe schon von Anbeginn falsch? Das:

        Der Wachtturm vom 1.2. 1992 trägt die Überschrift:

        „NIMM DICH VOR FALSCHEN PROPHETEN IN ACHT!“

        Darin zeigt die amerikanische Wachtturm-Gesellschaft mit dem Finger auf andere, aber sie selbst hat in ihrer 140-jährigen Geschichte immer wieder neue Welt-Ende-Termine veröffentlicht, die sich nie erfüllten. Wenn sie nun andere mit erhobenem Zeigefinger falsche Propheten nennt, weisen also d r e i Finger auf sie selbst zurück! Hier sei nur an die bekanntesten Beispiele erinnert:

        ° Der WTG-Gründer Charles T. Russell erbrachte nach eigener Aussage „den biblischen Nachweis, daß das völlige Ende der Zeiten der Heiden […] 1914 erreicht sein wird; und daß dieses Datum die Auflösung der Herrschaft unvollkommener Menschen bringen wird.“[…] „daß dann das Königreich Gottes […] anfangen wird, […] auf Erden fest gegründet zu werden“.
        ° Unter Russells Nachfolger J. F. Rutherford, prophezeite „Das Goldene Zeitalter“ (heute „Erwachet!“): „Wir erwarten mit voller Gewissheit, daß die jetzige große Drangsal im Jahre 1925, etwa im Herbst, ihren furchtbaren Höhepunkt erreicht und alsdann zum endgültigen Abschluß kommen wird, damit anschließend das Werk der Wiederherstellung aller Dinge unter der gerechten Regierung des Christus und seiner Getreuen beginnen kann.“
        ° Unter der Präsidentschaft Nathan H. Knorrs wurde zuerst sehr vorsichtig, später jedoch mit Nachdruck das Jahr 1975 herausgestellt. Z.B. antwortete„Erwachet!“ vom 22.4.1967 auf die Frage "Wie lange wird es noch dauern?" wörtlich: „Daß wir im Laufe verhältnismäßig weniger Jahre Zeugen von der Erfüllung der restlichen Prophezeiungen sein werden, die mit der Zeit des Endes zu tun haben“. Konkret wurde unter anderem genannt: „Babylon, die Große (das „Weltreich der falschen Religion“, christliche Kirchen inklusive!) wird die Vollstreckung des göttlichen Gerichtsurteils erleiden“; Danach werden „auch die anderen Teile des Systems Satans vernichtet werden, seine kommerziellen und politischen Einrichtungen“. Das interne Info-Blatt „Königreichsdienst“ für April 1968 prophezeite: „Nur ungefähr 90 Monate verbleiben, bis 6000 Jahre der Existenz des Menschen voll sind“.
        ° Später wurde versichert, „in den 1970er Jahren“ bzw. noch im (20.) Jahrhundert käme das „Ende des alten Systems der Dinge“…!

        Aber k e i n e einzige WTG-Prophezeiung hat sich erfüllt -
        nach 5.Mose 18, 22 ein Kennzeichen falscher Propheten:
        „Wenn ein Prophet im Namen Jahwes redet, und der Spruch sich nicht erfüllt und nicht eintrifft, so ist das ein solches Wort, das Jahwe nicht gesprochen hat. In Vermessenheit hat der Prophet gesprochen; du brauchst dich nicht davor zu fürchten“.

        Es könnten noch viele weitere Falschvoraussagen der WTG zitiert werden.

        Mache dir nicht allzu große Hoffnungen, es wird auch für dich dann eine Erfahrung sein, wie eine Art Lektion, wie verblendet "Fans" einer Kirche sind. Aber das erlebt man auch in der Politik, bis hin zum Sport...

        Erfolgreiche Segenswünsche aus dem Wienerwald, sendet dir

        Gerd

    2. O.W. Schade@Freund der Wahrheit

      Lieber Freund der Wahrheit!

      Nirgendwo wird die Doppelmoral der JW.ORG Macher deutlich spürbarer als auf der Seite für Kinder. JW.ORG "füttert die Kinder an", damit sie später reibungslos funktionieren und kritiklos das tun, was man ihnen sagt. Es geht zu keiner Zeit um das Kind selbst, sondern immer nur um den NUTZEN in Verbindung mit Kindern und Jugendlichen. SCHRECKLICH, so nanntest Du es passenderweise!

      Vielleicht hilft es Deinen Kindern, die teils selbst schon Eltern sind, wenn sie verstehen, dass die Kinderseite von JW.ORG allein dem Image der Wachtturm-Gesellschaft geschuldet ist um nach außen kinderfreundlich und fürsorglich zu erscheinen. Mit der "Inneren Realität der WTG" hat das allerdings absolut nichts zu tun.

      Die Kinder-Videos und ihre Titel transportieren eine Fülle an Doppelbotschaften, die den gläubigen Nutzern geschickt verkauft werden. "Sei lieb zu allen Menschen" vermittelt den irrigen Gedanken, Jehovas Zeugen wären lieb zu allen Menschen. Die Liebe endet radikal und unmissverständlich bei allen
      Personen, die die WTG kritisieren. Ob die Kritik berechtigt ist und der Wahrheit entspricht, ist völlig bedeutungslos. Radikaler Liebesentzug auf Knopfdruck - "Sei lieb zu ALLEN Menschen" ist eine PR-Produktion, keine ehrliche Absicht.

      Und wer immer noch daran zweifelt, dass die WTG kein echtes Interesse an Kindern und deren Wohl und Unversehrtheit hat, dem empfehle ich die gut dokumentierten Berichte über Kindesmissbrauch und Wachtturmgesellschaft zu recherchieren. Hier fällt nämlich die Maske der WTG endgültig und sie zeigt ihr wahres Gesicht; die hässliche Fratze der Vertuschung und des Schweigens.

      Liebe Grüße
      O.W.S.

      1. Matthäus an Freund der Wahrheit

        Apropo Fratze, da muss ich nachlegen - gib bei Google ein:

        Im Schatten des Wachtturm! Achte im besonderen auf das Bild im TT "Wer ist Jehova?"
        ab der 18. Minute, halte das Bild an und druck zwei drei Bilder aus und gib das mit der Frage:
        Was soll das?, ...deinen Kindern!

        Hier wird Baphomet ein anderer Name für Satan auf schändliche Weise versteckt!

        Oder was dir OWS empfiehlt - Google: http://www.silentlambs.org/welcome_de.htm

    3. Matthäus an Freund der Wahrheit

      Lieber Freund der Wahrheit!

      Herzlich willkommen! Ich finde es gut dass du deiner Familie helfen möchtest ihr Denken zu überprüfen.
      Das wird uns ja auch in Gottes Wort mehrfach vermittelt. Der Grund liegt auf der Hand, es gibt viele falsche Lehrer und auch falsche Propheten - siehe Matth. 7:15 oder 1. Joh. 4:1

      Ein loyaler ZJ ist schwer zu überzeugen, für ihn gilt leider nicht die Bibel vorrangig, sondern das was die Organisation sagt. Das würde er aber nie zugeben. Das Wort Indoktrination wurde kürzlich von jemand hier hereinkopiert. In Wikipedia findest du den Gedanken der auf kaum eine Religion so zutrifft als auf ZJ.

      Am ehesten, wenn überhaupt kannst du, versuche es auf "naive Art", durch Fragen einen ZJ zum Denken zu bringen. z.B. sprich mit deinen Kindern über Apg. 17:11 oder 1. Thess. 4:5 und dann lege ihnen die Anweisung der LK vor - die erwarten das Gegenteil.

      Fragekasten von 9/2007 nach: km-x Sept. 2007 S. 3 Fragekasten ***
      Billigt es der „treue und verständige Sklave“, wenn sich Zeugen Jehovas eigenständig zusammentun, um biblische Themen zu untersuchen...? Nein. Dennoch haben sich einige... zusammengetan, um eigenständig biblische Themen zu untersuchen.

      Frag danach ob es für deine Kinder i.O. ist dass dieser Sklave gegen einen Rat aus Gottes Wort redet? Wenn ich die Wahrheit habe, lehre, vertrete und verbreite, (so stellen sie sich ja immer dar) die kann man doch jeder Prüfung aussetzen, oder nicht?

      Und hier wie es Paulus an die Korinther schrieb: achte auf die jeweilen Vers 2

      1 Korinther 15: 1 Liebe Brüder und Schwestern! Ich möchte euch an die rettende Botschaft erinnern, die ich euch verkündet habe. Ihr habt sie angenommen und darauf euer Leben gegründet. 2 Ganz gewiss werdet ihr durch diese Botschaft gerettet werden, vorausgesetzt, ihr bewahrt sie genau so, wie ich sie euch überliefert habe. Sonst glaubt ihr vergeblich und erreicht das Ziel nicht. 3 Zuerst habe ich euch weitergegeben, was ich selbst empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben. Das ist das Wichtigste, und so steht es schon in der Heiligen Schrift.

      2 Korinther 4:  1 Weil Gott uns in seiner Barmherzigkeit die Aufgabe übertragen hat, seine Botschaft überall zu verkünden, verlieren wir nicht den Mut. 2 Wir halten uns fern von allen Heimlichkeiten, über die wir uns schämen müssten, wir täuschen niemanden und verfälschen auch nicht Gottes Botschaft. Im Gegenteil, wir sind Gott verantwortlich und verkünden frei und unverfälscht seine Wahrheit. Das ist unsere Selbstempfehlung! Jeder, der ehrlich ist zu sich selbst, wird mir Recht geben. 4 Diese Ungläubigen hat der Satan, der Herrscher dieser Welt, so verblendet, dass sie das helle Licht dieser Botschaft und die Herrlichkeit Christi nicht sehen können. Und doch erkennen wir Gott selbst nur durch Christus, weil Christus Gottes Ebenbild ist. 5 Nicht wir sind der Mittelpunkt unserer Predigt, sondern Christus, der Herr! Wir sind nur eure Diener, aus Liebe zu Jesus.

      (Wer wird öfter in den ZK gepredigt - die Organisation oder Jesus?)

      Ich kann dir gerne eine gute Sammlung von Literatur Zitaten Vers. Bibelzitaten senden, da hast du immer "passende Munition" zum nachlegen. zeugejesus@gmail.com

      LG Matthäus

      1. Matthäus an Freund der Wahrheit

        Sorry kleiner Fehler: obiger Bibelverweis sollte 1. Thess. 5:19-21 heissen!

        Hier noch ein anderes sehr akt. WT Zitat:

        Wachtturm vom 15.07.2013, Seite 20, Abschnitt 2

        "Warum ist es so außerordentlich wichtig, dass wir diesen treuen Sklaven kennen und anerkennen? Weil von diesem Organ unsere geistige Gesundheit, unser gutes Verhältnis zu Jehova , abhängt." (Matth. 4:4, Joh. 17:3)

        …diese Behauptung hat das Urteil Gottes zur Folge! …genauso steht es in Gottes Wort: Gal. 1:8,9

        6 Ich wundere mich sehr über euch. Gott hat euch doch in seiner Gnade das neue Leben durch Jesus Christus geschenkt, und ihr seid so schnell bereit, ihm wieder den Rücken zu kehren. Ihr meint, einen anderen Weg zur Rettung gefunden zu haben? 7 Doch es gibt keinen anderen! Es gibt nur gewisse Leute, die unter euch Verwirrung stiften, indem sie die Botschaft von Christus verfälschen. 8 Wer euch aber einen anderen Weg zum Heil zeigen will als die rettende Botschaft, die wir euch verkündet haben, den wird Gottes Urteil treffen - auch wenn wir selbst das tun würden oder gar ein Engel vom Himmel. 9 Ich sage es noch einmal: Wer euch eine andere Botschaft verkündet, als ihr angenommen habt, den wird Gottes Urteil treffen!

        Im obigen WT wird Joh. 17:3 dahinter geschrieben - jeder ZJ kennt diesen Vers auswendig, DIES BEDEUTET EWIGES LEBEN !!! Mit anderen Worten, SIE wollen ihren Gläubigen diesen Gedanken vermitteln, SIE WOLLEN die Retter sein, Jesus hat ausgedient. Das ist Blasphemie höchster Güte!

        Dazu gibt es jede Menge Lit. Zitate die das belegen:

        „Der Wachtturm“, 01. Oktober 1987, Seite 10
        „Wenn du aufhörst, dich von Jehovas Vorkehrungen zu ernähren,
        wirst du, sobald du stirbst, für immer tot sein…“

        Welche Vorkehrungen gemeint sind, wird durch das Bild mehr als deutlich. In Gottes Händen die Zentrale der Zeugen Jehovas, aus der Bücher und Zeitschrif- ten kommen. Die Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas will hoch hinaus.

        oder:

        „Der Wachtturm“, 01. August 1956, Seite 477
        „daß wir im Schritt sind mit Gottes Neuer-Welt-Gesellschaft, durch deren Lei- tung und Führung wir in den letzten Tagen dieser alten Welt nicht nur geistig gut genährt, sondern auch am Leben erhalten werden...“

        Wer erhält uns am Leben?

        „Der Wachtturm“, Jahrgang 1956, Seite 464
        „Es ist heute gebieterische Pflicht, daß jene, die in der neuen Welt der Gerechtigkeit zu leben wünschen, mit der Neuen-Welt-Gesellschaft Schritt halten. Warum? Weil sie nun bald alle ihre Glieder durch die größte aller Drangsale, den Krieg von Harmagedon, sicher hindurchbringen und sie in eine helle neue Welt führen wird….“

        Die sündige, unvollkommene WTG verspricht ihren Anhängern Rettung.

        Vielleicht kannst du diese oder andere Zitate dosiert vermitteln - gerne per eMail mehr!
        Übrigens ich kann auf 45 Jahre aktiven Dienst bei den ZJ verweisen, ich bin seit Kindesbeinen bei den ZJ gewesen, vor 8 Jahren wurde ich ausgeschlossen weil ich viele falsche Berechnungen nicht mehr länger mittragen konnte. Als ZJ hat man auch die Lüge zu glauben und zu vertreten, wenn es die LK so will - auch dazu gibt es Beweise!

        LG Matthäus

    4. bruderinfo1

      Lieber Freund der Wahrheit,

      auch von mir ein herzliches Hallo!

      Freut mich, dass du "zufällig" hier gelandet bist. Diesen "Zufall" würde ich auch Deinen Kindern wünschen, denn so wie Du es beschreibst haben Sie nur die WTG-Seite und jw.org-Propaganda kennen gelernt. Deine Tochter ist getauft und damit Teil des Systems WTG, das ist erstmal so zu akzeptieren. Es sind ja erwachsene Menschen. Da Dein Sohn noch relativ "neutral" ist, wird er vlt. für andere Infos als jw.org empfänglich sein, oder? Du könntest ihn behutsam und höflich empfehlen mal etwas Nachforschung anzustellen. Hat er sich nur eine Seite angehört oder auch die andere? Ich finde, dass der Artikel zum Thema "Wer sind ZJ" auf der BI-Haupseite sehr gut dafür geeignet ist: http://www.bruderinfo.de/?p=2127

      Hat er sich dazu geäußert warum er sich ausgerechnet den ZJ anschließen will? Was ist der Beweggrund? Sind es die Menschen, die Herzlichkeit, die Lehre, die Verbote, der jw.org-Predigtdienst? Glaubt er, dass nur die jw.org-Religion die "Wahrheit" hat?

      Vielleicht hilft dir auch ein Brief eines ehem. ZJ, den er bei seinem Ausstieg an seine Versammlung geschrieben hat. Dieser Brief geht biblisch und logisch an verschiedene WT-Zentrallehren heran: http://www.sektenausstieg.net/images/stories/einzeln/Dennis.pdf

      Die anderen BI-Leser haben ja schon einiges geschrieben, deshalb will ich es mal dabei belassen.

      Dir alles Gute!

      LG
      Bruderinfo1

      1. Tomaso

        Hallo Bruderinfo,

        vielen Dank für die Veröffentlichung des Abschiedsbriefes von Bruder Dennis.
        Er enthält sehr viele wertvolle Gedanken und ich erkenne mich in nahezu allen Ausführungen wieder. Ich empfehle jedem ihn zu lesen!
        LG Tomaso

      2. sarai

        Lieber Bruderinfo1,

        vielen herzlichen Dank auch von mir für die Bereitstellung der Ausstiegs-pdf des Bruders über das Sektenausstiegs-Portal - das war das wirklich am besten zusammengefaßte Schreiben, das ich bisher gelesen hab, weil es so sachlich und gleichzeitig so überaus nachvollziehbar ist -
        so kann es wirklich noch vielen anderen Zwiespältigen dabei helfen - die ECHTE WAHRHEIT zu finden, die doch jeder aufrichtige und wahrheitsliebende *bibeltreu* sein wollende Mensch haben möchte.

        Ganz lieber Gruß,
        Sarai

  2. Papillon

    Ups meine Email habe ich falsch geschrieben. Adresse lautet: magda.papillon@t-online.de

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