Die Statistik der WTG – ein Suchspiel

kingdom_hall_of_jehovahs_witnesses_-_geograph-org-uk_-_408383Jeder Zeuge denkt, dass er sehr viel über die Gesellschaft weiß. Er kennt die Verkündigerzahlen, die Angaben im Jahrbuch, wieviel z.B. für Missionare ausgegeben wird und vieles mehr. Doch ist das alles wirklich so? Weiß der normale Verkündiger wirklich alles?

Erst nach langem Suchen stößt man auf ein paar detaillierte Informationen. Nicht auf jw.org, nein. Es gibt eine Webseite für Zeugen, die kaum ein Zeuge kennt: jehovaszeugen.de. Unübersichtlich aber informativ. 

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Starten wir eine Reise durch den Datendschungel:  

Auf der Grundlage der offiziellen  Amtsblätter – Schreiben von Jehovas Zeugen erhält man Zugriff auf alle relevanten Veränderungen und mit etwas Mühe kann an sich ein Bild machent. Betrachtet man diese offiziellen Informationen, drängt sich einem das Bild eines Überlebenskampfes auf:

Seit 2007 wurden 186 Versammlungen geschlossen. Doch warum taucht dies kaum in einer Statistik auf? Warum hört man nichts davon?

In der gleichen Zeit wurden aber 149 Versammlungen neu gegründet. Also, warum sollte das ein Überlebenskampf sein?

Am Beispiel aus dem Zeitraum seit Beginn 2014 eine Erläuterung:

Von den 2210 Versammlungen wurden seit 2014 178 Versammlungen  halbiert – eine beachtliche Zahl. Das bedeutet, dass aus 178 Versammlungen 89 Versammlungen wurden. Demnach waren fast 10% aller Versammlungen von Zusammenlegungen betroffen.

Die 45 Neugründungen entstanden aus einer neuen deutschen Versammlung, vier Gebärdenversammlungen und 40 fremdsprachigen Versammlungen.

Betrachtet man die Bemühungen um fremdsprachliche Versammlungen, erhält man folgendes Bild: Die fremdsprachigen Gruppen setzen sich meist – so meine Erfahrung – aus vielen deutschen Brüdern und Schwestern zusammen, die schlussendlich in zwei Versammlungen dienen. Meist sind die fremdsprachigen Versammlungen auch erheblich kleiner. Die Neugründungen laufen sehr deckungsgleich zu den Zusammenlegungen. Sollte die WTG einmal beschließen, zu reduzieren, wäre es sicher einfach, den Großteil der fremdsprachigen Versammlungen in deutsche zu integrieren.

Warum werden jedoch so viele Versammlungen zusammengelegt, wenn doch das Jahrbuch keine große Veränderung zeigt? 

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Dazu sollte man fragen, wie verlässlich diese Zahlen sind. Der Wachturm 15.08.2011 S. 22 sagt:

Verkündigerhöchstzahl und Verkündigerdurchschnitt. Zu den ‚Verkündigern‘ gehören sowohl getaufte Zeugen Jehovas, als auch Ungetaufte, die die Voraussetzungen für den Predigtdienst erfüllen.

Die ‚Verkündigerhöchstzahl‘ ist der Spitzenwert, der im Laufe des Dienstjahres erreicht wurde. In dieser Zahl können Verkündiger enthalten sein, die im Vormonat keinen Bericht abgegeben haben und deshalb einen Monat später doppelt gezählt werden. Andererseits werden in der Höchstzahl diejenigen nicht berücksichtigt, die sich zwar am Predigtdienst beteiligt haben, aber vergessen haben, ihren Bericht einzuwerfen. Das zeigt, wie wichtig es ist, seinen Berichtszettel pünktlich abzugeben. Bei dem ‚Verkündigerdurchschnitt‘ handelt es sich um einen Mittelwert, der sich aus allen Monaten des Dienstjahres errechnet.“

Der Wachtturm sagt also, dass nicht nach Personen, sondern nach Zetteln abgerechnet wird und jeder, der in den Dienst gehen darf, als „Verkündiger“ zählt – falls er einen Bericht abgibt. Da immer mehr Kinder und Jugendliche die Taufe vermeiden und „mitschwimmen“, um ihren Frieden zu haben – den Bericht abgeben und so versuchen, stressfrei zu leben – ist die Zahl sehr ungenau. Schließlich reicht gelegentliche Anwesenheit oder die Abgabe 1 Stunde, um nicht als „untätig“ zu gelten. Wer noch in die Versammlung besucht, kennt die Leere in den Sälen.

Wir haben also erfahren, dass massiv Versammlungen zusammengelegt werden und die Anzahl der Verkündiger eine sehr unscharfe, für die WTG positiv verschleiernde Angabe ist.

Verkaufte Säle

Vor einiger Zeit stieß ich in dem Portal „reddit“ auf einen sehr interessanten Link: Alle Säle in Deutschland eingetragen in einer Karte von Google, Stand 2013.

Eine Angabe von 1075 Sälen im Jahr 2012 gibt es nur in einer Google – Quelle, diese kann man leider nicht belegen.

Für 2014 gibt die WTG 1034 Säle an, somit betrachte ich die Zahl von 1036 Sälen für 2013 als legitim. Nach intensiver und sehr zeitaufwändiger Prüfung, stieß ich auf 66 verkaufte Säle. Im Jahr 2016 sind noch 968 Säle existent. Mehr als 6% aller Säle wurden demnach innerhalb von weniger als 3 Jahren verkauft.

Ein weiterer Gedanke: Verkauft man alle 66 Säle zu einem Preis von 300.000,00 Euro, kommt man auf eine Summe von rund 20 Mill. Euro. Auch über dieses Geld gibt es keine Informationen.

Kurz zusammengefasst, kann man resümieren:

In den letzten 3 Jahren wurden über 6% der Säle – 66 Stück – für eine Millionensumme verkauft.

Rund 10% der Versammlungen waren von Kürzungen betroffen, rund 5% der Versammlungen wurden geschlossen.

Neugründungen erfolgen nur im fremdsprachigen Bereich, hier bestehen einige Fragen.

Die gleichbleibende Verkündigerzahl sagt wenig aus – wie viele getaufte Zeugen noch in den Versammlungen sind, weiß keiner.

Jedoch ist die Aufgabe von Sälen in Verbindung mit dem Zusammenlegen von Versammlungen nur logisch und möglich, wenn die Versammlungen leer genug sind.

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Mag ich nicht (5)

104 Kommentare zu “Die Statistik der WTG – ein Suchspiel

  1. Janus

    Und wieder wird ein Saal verkauft:

    http://www.badische-zeitung.de/grenzach-wyhlen/zeugen-jehovas-verkaufen-ihren-saal--132296124.html

    Es grüßt

    Janus

    1. Anna

      Lieber Janus,

      vielen Dank für die Information.

      Herzliche Grüße Anna

  2. Omma

    Hallo, ihr Lieben,

    ich habe mich sehr gefreut, über die vielen lieben und verständnisvollen Kommentare, an und über unsere lieben "Zartbesaiteten".  Danke an euch alle!!!

    In einigen Kommentaren konnte ich eine gewisse Unsicherheit erkennen, wofür der Name "Zartbesaitete" steht.  Ich habe mich daran erinnert, dass unsere lieben Beiden vor längerer Zeit versucht hatten, uns näher zu bringen wofür dieser Name steht, und was für Menschen hinter dieser Bezeichnung stehen.  Sie zeigten uns, dass sie zu der Familie der Hochsensiblen Menschen gehören, oft kurz „HSP“ genannt (für „hochsensible Personen“).

    Zu meiner Schande muss ich sagen, dass ich damals meinte, genau zu wissen, was das ist. Nach ihrem "Abschiedskommentar" habe ich erst einmal eine gewisse Zeit benötigt, um meine Gedanken und Gefühle zu ordnen, und über gewisse Dinge nachzudenken. Dann habe ich im Internet nachgeforscht. Was ich gefunden habe, hat mich sehr bewegt. Ich möchte es euch hier kurz mitteilen, vielleicht hilft es uns, unsere Beiden Lieben besser zu verstehen.

    Hochsensibilität - ein Wesenszug

    Die Welt braucht Menschen mit feiner Wahrnehmung. .....  Andere hingegen freuen sich, so feinfühlig zu sein und finden, dass ihnen das hilft, sich sinnvoll in der Welt einzubringen. Der Beitrag der Hochsensiblen ist sehr wertvoll und wichtig. Hochsensible sind tendenziell integrativ, kreativ und innovativ, sind überdurchschnittlich an ethischen Fragen interessiert und sind auch wegen ihrer komplexen Wahrnehmung wertvolle Mitglieder in Teams. Sie sind sehr gewissenhaft und Harmonie ist ihnen sehr wichtig, so ziehen sie sich im Konfliktfall lieber zurück. Aber so einfach ist das für sie auch nicht, denn nun können sich Schuldgefühle einstellen, und die Angst, andere Menschen zu verlieren, Angst, andere Menschen zu kränken oder deren Rechte zu beschneiden.

    Zum Schluss

    Eine Episode aus dem Leben eines bekannten Therapeuten und Autors, als er sich nach einigen Jahren endlich dazu durchringen konnte, einen kleinen Zaun rund um sein Lieblings-Beet mit Pflanzenraritäten anzulegen, damit die Hasen diese Pflanzen nicht noch vor der Blüte abfressen. Bis dahin hatte er gedacht, es sei wohl das Lebensrecht der Hasen, seine Blumen zu fressen. Erst als ihm bewusst wurde, dass die Hasen auch anderswo mit gewöhnlichem Gras und Kräutern satt werden können, entschloss er sich zu dem Zaun.

    Er schreibt später: „Um das heranzuziehen, was wir brauchen, benötigen wir Schutzzonen. Zeit und Aufmerksamkeit, die den für uns wichtigen Dingen gewidmet sind. Gesichert durch klare, für alle gut erkennbare Grenzen, die uns vor den endlosen Anforderungen, Entscheidungen und Verantwortlichkeiten, die ansonsten unsere Tage zerfressen, schützen. Damit wir erkennen können, was für uns wirklich wichtig ist, was für uns heilig ist. Indem wir Grenzen setzen rund um das, was für uns wertvoll und notwendig ist, erschaffen wir einen Platz für Freiheit und Fülle. Ohne selbst gezogene Grenzen – uns selbst und anderen gegenüber – werden wir vielleicht nie imstande sein, das zu pflanzen, zu hegen und zu ernten, wonach wir uns sehnen.“

     

    Vielleicht helfen uns diese Gedanken, unsere lieben "Zartbesaiteten" besser zu verstehen.  Ich habe jedenfalls sehr viel dazu gelernt, und dafür bin ich ihnen sehr dankbar.

    Ganz liebe Grüße senden Omma und Oppa

     

     

    1. hei-bea

      Hallo, Omma,

      ein dickes Lob Dir für Deine Recherchen!

      Oh, die sensiblen "Zartbesaiteten", fühlen sich hier auf BI "ob ihrer Konzentration auf das Positive"

      nicht verstanden und seelisch verletzt... Wie bitte? - In der Zeugen-Vs aber nicht? Und das, obwohl

      sie zur Kenntnis über deren Machenschaften u.a. durch BI gelangt sind?!

      Kann ich persönlich n i c h t nachvollziehen. Das ist wie ein Scxhlag ins Gesicht derer, die Konsequen-

      zen ( auch m i t seelischen Verletzungen) gezogen und sich getrennt haben... Und sich dann noch vor-

      zumachen, unsere beiden "Höchsten" würden das wollen, um in der JW-Org einige "liebe Zeugen"

      zu retten und dann auch noch anders eingestellten gleichzeitig "Hass" anzudichten, finde ich voll

      d a n e b e n! - Aber Selbstüberschätzung treibt manchmal seltene Blüten...

      Dass man auf Gefühle und Denken anderer Rücksicht nehmen sollte: unbedingt! - Aber andere,

      die nicht diese "Hochsensibilität" für sich in Anspruch nehmen deswegen als "Elefanten im Porzel-

      lanladen" zu bezeichnen, ist d a s sensibel?!

      Deswegen meine Meinung: jeder bleibt da, wo er sich wohl und verstanden fühlt! Und das scheint ja

      für einige Mitschreiber hier - egal aus welchen Gründen- noch die Zeugen-Vs zu sein...

      Euch allen liebe Grüße aus dem heute "bedeckten" Harz                   hei-bea

  3. Sylvia Geiser

    Einem ÄLTESTEN in der VERSAMMLUNG wird NIE widersprochen. Das gehört sich nicht, weil sie ANGEBLICH von Gott eingesetzt sind, egal was sie sagen. Man benehme sich in der GEMEINDE ebenfalls  ZEUGENKONFORM und stillschweigend angepasst.

    Die ZEUGEN, die sich im DAUERSCHLAF befinden, können nur mit DONNER und BLITZ [ Harmagedon] geweckt werden, oder es geht ihnen ans LEBENDIGE, dann erst werden sie wach.

    UMFANGREICHES WISSEN muss noch lange nicht AUFBLÄHEN. Wir haben doch längstens den KINDERGARTEN verlassen und wollen uns weiterentwickeln.

    Jesus sagt doch: Jeder nun, der vor den Menschen bekennt, [ebenso in der Versammlung] mit mir in Gemeinschaft zu sein, will auch ich vor meinem Vater, der in den Himmeln ist, bekennen. Wer zum VATER oder zur MUTTER, SOHN oder TOCHTER grössere ZUNEIGUNG hat, als zu mir, ist meiner nicht würdig, ebenso wer seinen MARTERPFAHL nicht annimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.

    Das ist meine persönliche Meinung

    Sylvia

  4.  
    An die Zartbesaiteten
     
    Bitte, bitte tut das nicht!!! Euch von dieser Seite zurückziehen. Wenn diese Seite einen Fortbestand haben soll braucht es Leute wie Euch. Genau eure zarten und liebevollen Ermunterungen hat es noch gebraucht. Sie dienen am ehesten dazu noch viele zum Umdenken anzuspornen. Und vielleicht hilft es ja auch, dass sich irgendwann doch noch einiges ändert. Mit jeder Zeile hast du ja sooooo recht!
     
    LG Noomi
     

  5. Sylvia Geiser

    Danke Matthäus für Deinen wunderbaren Kommentar. Er könnte nicht besser geschrieben sein. Danke für die Mühe und die Zeit, die Du Dir genommen hast. Damit ist alles richtig gesagt und dargelegt und verständlich für JEDERMAN.

    Mit herzlichen Grüssen

    Sylvia

  6.  
    Liebes Chnöpfli
     
    Seit einiger Zeit lese ich deinen Kommentar und spüre mit welcher Zerrissenheit du kämpfst.
     
    Bitte mache dich nicht verrückt deswegen. Ich gebe jedem JZ den Rat, fange endlich an die Bibel zu lesen. Gebrauche verschiedene Übersetzungen und lass das Gelesene auf dein Herz wirken.  Vielleicht machst du das ja schon – und deine Zerrissenheit kommt gerade davon, dass du plötzlich einiges anders liest, als du es gelehrt worden bist. Dann lass dich nicht irritieren, sondern geniesse es,  durch Gottes Wort mit Gottes Geist geführt zu werden. Es sind viele kleine Mosaiksteinchen die sich zu einem, erst verschwommenen und später zu einem klaren Bild zusammenfügen. Mit der Zeit wirst du spüren, was zu tun ist. Dann handle nach deinem Herzen.
     
    Es grüsst dich in Brüderlicher Liebe
     
    Deine Schwester Noomi

  7. Chnöpfli

    @Schneeflocke

    Liebste Schneeflocke

    Ich danke Dir für Deinen Kommentar am Samstag. Du weisst, wie sehr ich an der innerlichen Zerrissenheit leide. Und ich bin hier nicht die Einzige. Du hast die Umstände und Gefühle dabei so treffend formuliert.

    Gerne würde ich den Schimmel auch loswerden - von heute auf morgen. Aber es ist noch die Zeit, mit Geduld auf den Schimmel aufmerksam zu machen.

    Es tut mir leid, dass Du so eine schmerzhafte Erfahrung machen musst. Es ist die Trauer, Wut und Verzweiflung zugleich, wenn wir wissen, dass ein Durchbrechen der Mauer der Verblendung fast unmöglich ist.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und bis bald!

    @Omma

    Liebe Omma

    Dein Bericht über das langsame Aufwachen durch das "laute Denken" Deines lieben Oppas hat mich gerade an unsere Situation erinnert, in der wir zur Zeit sind. Viele kleine Gedanken bleiben hängen und können zu grossem Umdenken führen.

    Es gilt, selber nach vorne zu schauen und gleichzeitig das Alte versuchen abzustreifen. Gar nicht so einfach.

    Liebe Brüder und Schwestern hier auf BI helfen mir sehr dabei , die Löcher beim Verlassen des Alten zu stopfen mit dem was vor mir liegt, etwas viel Besserem! Danke Dir für Deinen guten Bibeltext.

    Liebe Grüsse an Dich und Oppa

  8. Sylvia Geiser

    Liebe Zartbesaitet

    Ihr sagt: In wieweit jemand OPFER oder TÄTER in der ORG ist, sollten wir JEHOVA und JESUS CHRISTUS überlassen.

    Jeder Mensch weiss doch genau, was RICHTIG und was FALSCH ist, dazu braucht es keine besondere INTELLIGENZ, das GEWISSEN gibt die ANTWORT von alleine. Wir wissen alle, dass es keine STRAFFREIHEIT gibt, ohne WENN und ABER. Es überrascht mich, wie AUSREDEN gesucht werden, um ja nicht als TÄTER aufzufallen, NEIN, um ANONYM zu bleiben, vor den MENSCHEN als FEIN und EDEL dazustehen. Nicht zu UNTERSCHÄTZEN der BUMERANG, der RÜCKWIRKEND kommt nach = URSACHE - WIRKUNG.

    Ich wünsche allen noch eine gute Woche

    Sylvia

    1. Zartbesaitet

      @silvia geiser

      wir sind sehr glücklich zu wissen dass unsere beiden höchsten nicht jenes Schwarz-Weiß Denken haben in das wir des Öfteren verfallen. Er berücksichtigt Umstände. Siehe 1 Mo Kap 19, wo Gott von der Vernichtung einer Stadt absah um seines Dieners Lot Willen...

      mit christlichen Grüßen

      die zart besaiteten

    2. Petrus111

      Hallo Sylvia,

      das Thema ist nicht einfach.

      Es ist die Frage nach der Schuld! Hat man was gewusst? Wenn nicht: hätte man was wissen können - hätte man sich informieren können; hätte man recherchieren müssen?!

      Ich meine, dass sowohl solche, die als JZ aufgewachsen sind also auch die, die aus dem Predigtdienst heraus "bekehrt" wurden, indoktriniert wurden. Diejenigen, die sich aus der Missionierung heraus zu JZ bekehrt haben, sind doch auf jeden Fall einer theologischen Täuschung erlegen.

      Aus meiner Sicht problematisch wird es, wenn Leute sagen: ja - es liegt was im  argen - aber.... Sachzwängen; Imageverlust; Machtverlust; ... Gefahr von Ausschluss - die Nerven - die Psyche... Zweifel an den Zweifeln...

      Und man bedenke das Beispiel des Paulus: ... er war ein Eiferer für Gott - und verfolgte die Christen - nach bestem Wissen und Gewissen und ohne Unrechtsbewusstsein. Nur eine Erleuchtung und die direkte Ansprache durch Gott bewegten ihn zur Einsicht.

      Für mich selbst kann ich sagen: ich habe jahrzehntelang dem Unrecht zugesehen - war nie in verantwortlicher Stellung, habe auch heimlich die Hand gereicht, wo andere sie zurückgezogen hatten - aber ich habe die Org durch meine Mitgliedschaft und nicht unerhebliche Spenden unterstützt - und war eben passiv - habe zu dem, was Unrecht war, geschwiegen, statt aufzuschreien...
      Nach meiner heutigen Erfahrung sage ich: das könnte ich heute nicht mehr so vertreten - nach allem, was ich herausgefunden habe.

      ABER: ich habe z.B. noch Umgang mit Verwandten - die JZ sind - die mich - entgegen den Statuten - glücklicherweise - nicht ächten. Denen will ich ihre Überzeugung nicht nehmen - wir klammern Glaubensfragen einfach in unseren Gesprächen aus - tolerieren uns gegenseitig...
      Ist das richtig? Müsste man nicht im Gegenteil solchen Menschen aktiv Paroli bieten?! (dadurch würde man sofort jeden Zugang und damit auch jeden Kontakt verlieren!) Oder wäre man dann genauso wie die Gegenseite - die nur Freund und Feind kennt?

      Ich meine, es ist ein weites Feld - da gibt es nicht nur richtig und falsch - das muss jeder mit seinem Gewissen abmachen...

      beste Grüße

      Petrus111

  9. Sylvia Geiser

    Liebe Zartbesaitet

    Ihr sagt: In wie weit jemand OPFER oder TÄTER  in der ORG ist, sollten wir JEHOVA und JESUS CHRISTUS überlassen.

    Jeder Mensch weiss doch ganz genau was RICHTIG und was FALSCH ist, dazu braucht es keine besondere INTELLIGENZ, das GEWISSEN gibt die ANTWORT von alleine. Wir wissen alle, dass es keine STRAFFREIHEIT gibt. Es überrascht mich, wie AUSREDEN gesucht werden, um ja nicht als TÄTER aufzufallen NEIN, vor den MENSCHEN UNSCHULDIG dazustehen. Nicht zu UNTERSCHÄTZEN, der BUMERANG kommt RÜCKWIRKEND.

    Ich wünsche allen eine gute Woche

    Sylvia

  10. Lichti

    Hallo liebe omma und oppa und floeckchen. Ich danke euch fuer wunderbaren worte.

    1. Schneeflocke@ Lichti

      Hallo liebe/lieber  Lichti,

      ich danke Dir auch für Deine wunderbaren Worte! Manchmal stecken in zwei Sätzen viel mehr als in 200 Sätzen!! Sei ganz lieb begrüßt vom Flöckchen und ich freue mich auf mehr von Dir...

    2. Omma@Lichti

      Liebes Lichti,

      ich hatte heute Abend (ist schon etwas spät geworden), irgendwie das Bedürfnis, mit euch hier auf BI Gemeinschaft zu haben.  So bin ich auch wieder auf deinen kurzen Kommentar gestoßen, liebes Lichti.

      Was hatte unser Flöckchen noch an dich geschrieben?  "Manchmal stecken in zwei Sätzen viel mehr als in 200 Sätzen!!" Ja, sie hat Recht. Wenn ich mir die Uhrzeit ansehe, als du deine Worte aufgeschrieben hast, denke ich so bei mir, vielleicht konnte unser liebes Lichti auch nicht schlafen, und suchte nach ein paar beruhigenden Worte.  Schön, dass du sie gefunden hast.

      Auch an dich ein ganz liebes Dankeschön!!!

      Es grüßen dich ganz lieb Omma und Oppa

  11. Petrus111

    Hallo Schneeflocke,

    ich hoffe, Du findest diesen Kommentar:
    der seelische Schmerz, den jeder Mensch hat, weil seine früheren Herzensfreunde ihn meiden, ist sehr groß. Da nützt es auch nichts, die Ursachen zu kennen. Wenn man sich das Bein gebrochen hat und weiß, warum, dann tut es deswegen ja auch nicht weniger weh. ALLERDINGS hilft eine Kenntnis der Ursachen, eine negative Erfahrung zu wiederholen - und somit den Schmerz zu wiederholen!

    JZ wollen den von ihnen Ausgeschlossenen klar machen, dass man als Ausgeschlossener zurückkommen müsse - denn man liege falsch, indem man gegangen sei.
    Ich meine, das ist so verrückt, als wenn man jemandem, der aus der Sklaverei geflohen ist, sagen möchte, er soll in die freundliche Gemeinschaft der Sklaventreiber zurückkehren...

    Sie sind so wie sie sind!

    Warum?

    Die Org hat ihre Mitglieder so manipuliert, dass diese fest an das Dogma vom "liebevollen" Gemeinschaftsentzug und seinen Regeln glauben. Die Mitglieder sind Opfer der Org - die Org selber ist der Täter. - Kurzum: die Mitglieder können insoweit nichts dafür.

    Das Regelwerk ist so gestrickt, dass man nur verlieren kann:

    wer sich daran hält, verliert seinen ausgeschlossenen Freund; wer sich nicht daran hält, wird selber ausgeschlossen und verliert damit das eigene gesamte Umfeld.

    Allein vor dem Hintergrund entscheiden sich alle instinktiv: in der Org zu bleiben - es ist das kleinere Übel -und theologisch/theokratisch begründet.

    Der Mechanismus in der Org ist - vielfach hier dargestellt: die Kommunikation zwischen Befreiten und nicht Befreiten zu unterbinden, damit die noch nicht Befreiten auf keinen Fall durch die Befreiten den Weg nach draußen finden..

    Alle totalitären Systeme bemühen sich, die Kommunikation zu beherrschen.

    Es ist nicht zu ändern - man muss es akzeptieren -und sich neue Freunde suchen...

    Den alten Freunden ist nur schwer oder gar nicht zu helfen.

    beste Grüße

    Petrus111

    1. Matthäus

      Also dieser Aussage von dir lieber Petrus, muss ich widersprechen !!!

      Deine Worte: "die Org selber ist der Täter. - Kurzum: die Mitglieder können insoweit nichts dafür."

      Das kommt mir genauso vor als wenn ich sage: "Hitler war der Täter, seine Handlanger können nichts dafür" ....Hitler alleine hätte NIEmals diese Verbrechen mit Millionen Töten verüben können!

      Genauso können die 7 Despoten in den USA alleine niemals ihre Menschenverachtende Doktrin umsetzen, dazu bedarf es tauaender Mittäter, ich erinnere an das Millgram Experiment. Ein Diktator braucht viele Mittäter.

      Und das ist der Grund warum in intern. Gerichtshöfen auch viele kleine Handlanger zur Verantwortung gezogen werden - siehe Nürnberger Gericht.

      So einfach dürfen wir die vielen Mittäter nicht davon kommen lassen, wenn wir auch kein Gericht üben. Doch wenn ein ZJ seinen ausgetretenen Bruder auf Geheiß der LK hasst, dann läßt er sich zu einem Kind des Teufels machen. Die Folgen sind schlimmer als von einem EUGH verurteilt zu werden.

      Das musste ich anbringen!

      1. Matthäus

        Sollte es noch jemand geben der das Milgram Experiment nicht kennt?

        Wenn Gehorsan zum Tod eines Menschen führt - niemals darf ein Mensch Diesen Gehorsam von uns verlangen wo es um Leben und Tod geht:

        https://youtu.be/0MzkVP2N9rw

        Leider sind 2/3 aller Menschen dazu bereit, das hat dieses tatsächliche Experiment bewiesen. Bei ZJ sind es wahrscheinlich noch mehr.

      2. Mausi

        Liebster Matthäus,

        Danke dass Du das angebracht hast. Es ist mehr als angebracht!

        Ganz liebe Grüße

        Mausi

      3. Zartbesaitet

         

        Zartbesaitet@Petrus111, Matthäus

        wir sehen, dass in beiden euren Kommentaren Wahrheit steckt.

        Wenn ich an meine eigenen Söhne denke, die auch durch unsere (treue) Mithilfe so sehr in die Bewusstseins-, Informations- und Gedankenkontrolle gelangt sind (so wie wir es auch Jahrzehnte waren), so fällt dir einfach ein Aufwachen wahnsinnig schwer. Mit etwas Distanz zum Ganzen und deinen sehr schlimmen persönlichen Erfahrungen so wie du es lieber Matthäus es hast, fällt es nicht mehr leicht, das auch mit hineinzunehmen - ist ja nix Böses. Als Opfer dieser bösartigen Methode (z.B. das "Studieren" der Zeugen im stumpfsinnigen Frage-Antwort-Spiel) nimmt man es einfach nicht wahr.

        Andererseits ist es richtig - bei den Nürnberger Prozessen ging es auch um die Frage: Hatte man ein Gewissen, wenn man sich auf die Befehlsgewalt ausgeredet hatte? Ja - man hätte eines haben sollen, aber die Propaganda des dritten Reiches hatte aus schlichten Menschen im Laufe der Zeit willfährige Maschinen gemacht. Und wurden dadurch zu bösartigen Tätern, zu Monstern! Und ihre Taten waren reif für die damals harten - aber aus unserer menschlichen Sicht - gerechten Urteile.

        Wie weit jemand "Opfer" oder "Täter" in der ORG ist sollten wir die Beurteilung - so denken zumindest wir - unserem Vater im Himmel und unserem König Jesus Christus überlassen.  Nur sie sehen in die Herzen der Menschen und erkennen auch, wie schwer es einigen gemacht wird - trotz gutem Herzen - aufzuwachen und die Tatsachen zu erkennen. Jene die es erkennen, die Zeichen sehen und trotzdem nichts unternehmen (vielleicht aus Menschenfurcht) werden es am Gerichtstag sicher schwer haben, das steht fest. Aber wir haben es denken wir nicht in der Hand ZJ generell in die eine oder andere Kategorie einzuordnen. Dies tat auch Raymond Franz in seinen Büchern nicht - aber die falschen Lehren und die zentrale Machtausübung - das waren für ihn klare Fakten und verurteilenswert  - nicht aber einzelne Menschen in dieser ORG, von denen er viele auch im Nachhinein noch immer als gutherzig, liebevoll - aber "gefangen" bezeichnete.

        Mit lieben geschwisterlichen Grüßen

        Eure Zartbesaiteten

        1. Matthäus

          Zum schwarz/weiß Denken möchte ich noch etwas anmerken. Ich bin auch überzeugt dass wir dem Richter Jesus nicht vorgreifen dürfen. Es steht uns überhaupt nicht zu, zu verurteilen (im Sinne der Absolutheit - wie es ja die Org mit ihren tausenden Mittätern tut) Jesus mahnte uns deshalb: "Hört auf zu richten!", ... nach der Bergpredigt. Unser Richter macht aber auch klar dass es Fälle geben wird wo JEMAND, das kann der "gewöhnliche Bruder" sein, aber auch einer von der LK, ein KA oder SoPio und eben auch ein Ältester sein der "sich einen Mühlstein verdienen wird" weil er Schuld daran ist dass einer dieser Kleinen zum Straucheln gebracht wird.

          Und welche Ursachen gibt es, die zum Straucheln führen?

          1. Da gibt Paulus den Grund im 1. Brief an den Timotheus Kap. 6, die letzten Verse an, er schreibt von einer widersprüchlichen sogenannten Erkenntnis, die dazu führt dass Menschen in ihrem Glauben Schiffbruch erleiden. Wer fordert laufend diese Eidersprüche im Sinne "von hellerem Licht" ein?

          2. Da verweist Johannes im Kap. 12 die Verse 37 - 50 auf Gründe hin die aufzeigen warum nur wenige glauben. Ihre Augen sind geblendet, ihre Zustimmung von Menschen ist Ihnen wichtiger als die Zustimmung Gottes, sie haben Angst vor den "Oberen", sie bleiben  lieber in der Finsternis, obwohl es nur ein Licht -Jesus- gibt (Vers 44,45) lassen sich vom "helleren Licht" welches durch die Org kommen soll, welches aber pure Finsternis ist, lieber anleiten als von Jesus ihrem Herrn (Vers 48, 49)

          3. Der gleiche Johannes schreibt in seinem 1. Brief Kap. 2 und 3 von dieser gleichen Finsternis, (2:9) die dadurch kommt weil jemand seinen Bruder (auf Geheiß) hasst. Trotz der Tatsache dass Jesus sogar anordnet den Feind zu lieben, lassen Sie sich zu Kindern des Teufels, mit schlimmen Folgen machen (3:15) weil sie nicht auf Jesus sondern auf die LK hören und als Handlanger alles so umsetzen. Im Kap. 2 wird jedes Kind Gottes aufgefordert NICHT Menschen zu folgen, keine Führer (außer Jesus) oder Lehrer, außer dem Hl. Geist zu folgen. (2:26,27)

          4. Die Früchte die diese Sklave seit 100 Jahren hervorbringt, die sich auf 100en Seiten ihrer Literatur belegen lassen, sind durchsetzt von faulen Früchten, falschen Ankündigungen, falschen Lehren (siehe Matth. 7:15 und 24:4-6) die sogar so weit gehen dass sie eindeutig (von Rutherford ersonnen, bis heute so gelehrt) GEGEN Jesu Anweisungen handeln. Jesus verlangt in Joh. Kap. 6 (53-58) dass jeder von seinem Blut und Fleisch trinken und essen muß um das ewige Leben zu bekommen. Im Vers 64 sagt Jesus: "Einige glauben MIR trotzdem nicht!"

          5. Obwohl Jesus der Weg  - die Wahrheit - und das Leben - ist, will die Org ihren Gläubigen einreden, SIE können die Menschen zum ewigen Leben führen, SIE (die LK) müsse jeder ZJ anerkennen, SIE wollen den Mittler zw. Gott und den Menschen spielen. Das geht so weit dass sie behaupten nur innerhalb der Org könne der Mensch überleben, trotz der Tasache dass in Apg. 4:12 steht dass IN KEINEM ANDEREN Namen als Jesus, Rettung zu erwarten ist. Sie schreiben zwar in der Literatur dass es Götzendienst ist, einer Organisation Rettung zu zuschreiben, tun es aber trotzdem. IM VOLLEN Bewußtsein verleiten sie Menschen zum Götzendienst !!!

          Ich könnte noch viele Beispiele anführen warum die Schuld, insbesondere der Verantwortlichen und da gehören auch Älteste dazu die ja alles umsetzen, ihnen keiner abnehmen kann. Auch ich war und bin schuldig gewesen als Ältester, doch zu meiner Zeit bis 1989 gab es kein Internet, auch sonst waren die Informationsmöglichkeiten eher begrenzt. Hier setzt, davon bin ich überzeugt, die Liebe im Sinne der Gnade Gottes ein. Diese Liebe deckt eine Menge von Sünden zu, besonders auch wenn es Sünden durch Schwäche oder auch gewisser Nachlässigkeit (man fühlte sich ja IN DER Wahrheit) zustande kam oder kommt.

          Jetzt möchte ich nochmals auf den Vergleich mit Hitler zurückkommen. Es gibt heute nach über 70 Jahren noch immer "ewig gestriege", hartgesottene Nazis die die Greuel eines Hitlers und all ihrer Mittäter leugnen. Personen die dieses damalige grausame Regiem verteidigen, sich sogar für die heutige Zeit "einen Hitler" wünschen. Für solche gibt es sogar (in Österreich) einen Paragraphen der Wiederbetätigung, der harte Strafen nach sich zieht. Viele Älteste wissen um die Falscheit der Org, von ihren Früchten und trotzdem belehren sie die Brüder und Schwestern weiter DIESEM UNTREUEN UND UNVERDTÄNDIGEN SKLAVEN zu folgen.

          Das gleiche würde jeden "ob klein oder groß" -  "bedeutend oder unbe-deutend" innerhalb der Org treffen, der einfordert die Org und ihre vielen Verantwortliche MEHR Gehorsam  zu zollen als Jesus dem einzigen Führer. UND GENAU das wird gemacht, aus diesem Grund kann ich mir nicht vorstellen dass hierbei (wie bei Wiederbetätigern) große Nachsicht geübt wird. Man denke an die Worte Jesus in der Bergpredigt:
          Kap. 5: 19 Wenn jemand auch nur das geringste Gebot Gottes für ungültig erklärt oder andere dazu verleitet, der wird in Gottes neuer Welt nichts bedeuten. Wer aber anderen Gottes Gebote weitersagt und sich selbst danach richtet, der wird in Gottes neuer Welt großes Ansehen haben.
          20 Ich warne euch: Wenn ihr das Gesetz Gottes nicht besser erfüllt als die Pharisäer und Schriftgelehrten, kommt ihr nicht in Gottes neue Welt."

          Und Jesus sagt dann noch dass wir für jedes Wort Rechenschaft ablegen müssen. Natürlich würde das bedeuten wenn wir ohne Barmherzigkeit beurteilt werden, da sieht es für jeden von uns finster aus. Jak.

          Seien wir auf der Hut, sehr schnell werden wir vom Opfer zum Täter, dieser Gedanke soll es verdeutlichen: Jak. 2:
          12 Maßstab eures Redens und Handelns soll das Gesetz Gottes sein, das euch Freiheit schenkt. Danach werdet ihr einmal gerichtet.
          13 Ohne Gnade wird dann über den das Urteil gesprochen, der selbst kein Erbarmen gehabt hat. Wer aber barmherzig ist, braucht das Gericht nicht zu fürchten.

          Und welche Unbarmherzigkeit in so manche Komiteeverhandlungen ablaufen, das brauche ich sicher nicht extra zu erwähnen.

          Liebe Grüße Matthäus

          1. Zartbesaitet

            Liebe BI-Gemeinde,

            wollten nur eine mittelgroße Notiz hinterlassen, dass wir uns bis auf weiteres von den Kommentaren hier verabschieden möchten. Wir fühlen uns ob unserer Konzentration auf das Positive (und auch weil wir einzelnen Menschen gegenüber - auch wenn sie noch in der ORG sind - siehe unsere letzten Kommentare - sogar Mitgefühl und Barmherzigkeit empfinden), hier von einigen entweder nicht verstanden bzw. ohne wirklich nachzudenken, was wir meinen von einigen Kommentatoren hier seelisch verletzt. Wir möchten liebevoll jenen, die noch drinnen sind die Türen öffnen - durch eine milde und liebevolle Art und Weise des Umgangs mit ihnen. Und da geht es nicht um Heuchelei - nein die ORG und ihre zentrale Macht finden wir für grundfalsch - aber uns geht es darum, Menschen zu lieben, ihr Herz zu erreichen und ihnen zu helfen, möglicherweise aufzuwachen. Wobei wir nicht so dreist sind, zu behaupten, es käme nur auf uns an; aber in der Liebe des Christus zu agieren ist weitaus besser, als den Vater des Hasses nach zu ahmen - und zwar Einzelpersonen gegenüber. Und wir hatten in letzter Zeit sogar Erfolg: Ein Zeuge, der in Selters aus und ein geht hat mit uns vor kurzem fast zwei Stunden telefoniert. Durch eine behutsame und einfühlsame Art war er für immer mehr und mehr biblische Gedanken zugänglich und meinte am Ende sogar, dass man unsere Gedanken der LK schreiben sollte... - wie gesagt, die Türen bleiben offen, obwohl wir sehr offen manche Dinge ansprachen. Siehe auch der BI-Artikel vor einigen Jahren, wo einige sogar Älteste geblieben sind, damit sie andere zum Aufwachen verhelfen! Und auch mit der eigenen Familie bleibt ein gutes Verhältnis gewahrt, weil wir nicht wie ein Elefant im Porzellanladen herumtrampeln, sondern auf ihr Denken und ihre Gefühle Rücksicht nehmen. Damit können wir immer wieder kleine Punkte als Denkanstoß hinterlassen.

            Hätte der Apostel Paulus generell einen Umgangston wie hier einige (auch uns gegenüber) zu seinen ehemaligen jüdischen Mitbrüdern gehabt (und im Judentum liefen viele Dinge falsch) - z.B. in seinen Briefen - speziell an die Hebräer-Christen, so wären diese Briefe wohl unlesbar und keinesfalls Teil des Bibelkanons geworden.

            Direkt ansprechen muss ich hier einen Viel-Poster und seine Schulterklopferin, denn ich frage mich, wo in den Unmengen von Kommentaren hier liebevoll Richtung Jesus Christus geführt wird. Eine Unmenge von Wissen ist vorhanden, vor allem was die ORG vor 30, 40, 50 Jahren u.v.m. so alles verbrochen hat (wir wissen, dass dies geschah), doch wie schon ein Kommentar hier kürzlich ausdrückte - es fehlt das wirklich Konstruktive dabei. Ja - es sind Bibeltexte vorhanden, die am Rande auch zu Christus führen, aber das Negative, die beißende Kritik steht im Vordergrund! Ja - wie Paulus sagte: Erkenntnis bläht auf - die Liebe jedoch erbaut!

            Wir sollten geschundenen Schafen helfen. Sie sind oft verletzt, oder haben auch wie auch diese Kommentatoren viel erlebt. Aber sie benötigen Balsam, also einen angenehmen Umgangston. Positives soll im Vordergrund stehen: Dinge wie unsere Freiheit, frei von der Last des ständig Forderns,  das Hinter sich lassen von Druck und ständig Gehorsam gegenüber Menschen. Oder um es anders zu illustrieren, da ich viel mit Kommunikation und auch Verkauf zu tun habe: Es kommt mir hier manchmal so vor, als würde ein Verkäufer in einem Laden vor allem sagen: "Ja - da gegenüber, in dem Laden habe ich mal gearbeitet. Was die für einen Mist und schreckliches Zeug führen. Deswegen müssen sie bei uns kaufen!" - und er erwähnt dann fast nichts, worin er nun besseres anzubieten habe....

            Wir finden - so wie in der ORG - dass viele einen Geist hier mit her genommen haben, den wir von früher her aus den Versammlungen kennen. Kein Platz für empfindliche Gemüter (auch das schrieb R. Franz deutlich in seinem zweiten Buch), keine Rücksicht auf Feinfühligkeit. Wenn etwas nicht im eigenen Sinne ist, wird im geistigen Sinne jemand, der eigentlich Bruder und Wegbegleiter sein sollte "geprügelt".

            Wir bedanken uns für die vielen guten Dinge, die wir hier vorgefunden haben, vor allem über die Artikel (wir hatten sogar auch begonnen, einen vorzubereiten, fürchten jedoch ob dieser Sichtweise einiger hier, wiederum eine Menge Prügel einstecken zu müssen, daher haben wir ihn wieder in seinen Ansätzen gelöscht!) Wir danken auch dem großartigen Team von BI für ihre freiwillige Leistung hier; allein dies drückt für mich die Liebe aus.

            Und dass sich dabei nicht zu viele hier auf den Schlips getreten fühlen: Wir sind nicht so mimosenhaft, dass wir gewissen deutliche Äußerungen nicht vertragen hätten. Einige Kommentatoren und auch "Bruderinfo" am Ende so mancher Kommentare waren deutlich - und oft auch schön sarkastisch (denke hier an Horst, oder O.W.S. etc.), einige sehr moderat und viele äußerst liebevoll, und selbst wenn deutlich, dann waren das keine Schläge gegen "sich ebenfalls am Weg befindliche". Schläge in dieser Form hingegen sind "Futter" für die Leute, die hier aus der Taunuszentrale ab und zu hereinblicken und sie können dann mit dem Finger auf jene zeigen, die hier eben Anlass für berechtigte Kritik am Umgangston und an Mangel an Empathie geben (die sie selbst - wir es bekannt ist - generell auch nicht besitzen. Aber einzelne könnten sich durch Positives sogar angesprochen fühlen...)

            Aber wir fühlen uns in diesem Umfeld momentan nicht wohl. Gehen davon aus, dass wir auch für diesen Kommentar noch den einen oder anderen Prügel nachgeworfen bekommen. Seid getrost, wir werden ihn nicht mehr lesen. Wir bleiben bei den Artikeln und bei den schon sehr vielen lieben Kontakten, die wir durch BI erhalten haben.

            Mit einer kleinen Träne im Knopfloch und der Hoffnung, dass wir hier auch wieder einmal einen Platz finden werden

            Eure Zartbesaiteten

             

            1. Janus@Zartbesaitet

              Liebe Zartbesaiteten,

              ich werde euch vermissen.

              Es grüßt (der aus diesen Gründen immer seltener schreibende)

              Janus

              1. Horst

                Hallo Janus, liebe BI, liebe Leser,

                bei diesem Kommentar von den "Zartbesaiteten" empfinde ich jedes Wort als wahr. Um so etwas zu formulieren zu können, muss man sehr, sehr christlich denken und fühlen.

                Naja, ein paar wenige Holzhammer-Kommentatoren (-innen) habens mal wieder geschafft.  Wie oft hatten wir dies schon, dass niveauvolle Ruhe eingekehrt war und immer wieder tauchen dann diese Aggressoren auf, um das Ganze zu unterlaufen.

                Läuft vermutlich unter gezielter "theokratischer Kriegsführung".

                Sehr, sehr schade.

            2. nada

              Nada@ zartbesaitete

              Ihr lieben,

              das ist sehr traurig, dass ihr euch zurück zieht, aber ich verstehe euch sehr gut.

              Für meine ersten kommtare hier hab ich auch so einiges "in die fresse" gekriegt. Vor allem von menschen, denen es "Egal" war, ein seelisches Schlachtfeld zu hinterlassen, das den auf geplatzten würstchen von Morris dem III in nichts nach stand...

              Gerade deswegen ist es so wichtig, ein Gegengewicht zu setzen. Ihr habt das so liebevoll getan.

              Aber ich verstehe auch, dass ihr euch schützen möchtet.

              In der Hoffnung, doch ab und zu etwas von euch zu lesen, wünsche ich euch den Segen und die Führung unserer Erschaffer..

              Mögen sie euch stets begleiten.

              In schwesterlicher liebe

              Nada

            3. peetha@zartbesaitet

              ein ´weltliches´ Sprichwort sagt :

              "man ist da zu hause, wo man sich wohl fühlt"

              hört sich  gut an, und (mein) Herr sagt schon in Spr.8, wo ER, u n d , wie und   mit  w e m , ER, sich wohl fühlt. HIER, auf der  BI - Kommentarspalte, mit Sicherheit nicht.(Nachdruck durch Wiederholung : auf. - ...   BI KOMMENTARSPALTE ...  nicht)

              Seid mir nicht ´böse´ - ick weiss einfach nicht, watt  ... ´ZART´besaitet ist

              Ick liebe ´besaitete´ Musikinstrumente und weiss auch, deren KLANG hängt immer vom KORPUS ab egal, wie diese/jene Instrumente  be... zeichnet,... nennt, ... titelt werden.

              Jutti ihr beiden -

              nicht NUR mir - auch anderen wird eine- DURCH Euch gegebene, euch eigene ....,  gewisse FEIN - Abstimmung hier fehlen! !!

              NAJA - und mit Tränen füllt man/frau nun mal kein .... Knopfloch

              WATT bleibt?

              Wenn der Knopf fehlt - entweder annähen (macht MÜHE)  oder LOCH, Loch lassen.

              (gilt auch für mich - und das jeden Tag und das tagtäglich  auf´s neue) ....

              UND ? watt bleibt NOCH?

              Did entscheidest DU .... für DICH  und ICK ....  für MICH

              SOO der HERR (von mir ´interpretiert´  ooohne Quellennachweis)

              hab euch jern jeleesen UND: ´aus den Augen heisst noch lange nicht, aus den Sinn´

              danke euch

               

               

               

               

               

               

               

               

               

               

               

               

            4. O.W.Schön@Zartbesaiteten

              "OOHH WIIEE SCHAAAADEEE!!!"

               

              Liebe Zartbesaiteten,

              unser Verlust ist eines anderen Gewinn, so ist das nun mal im Leben. Für Eure vielen versöhnlichen und friedensstiftenden Kommentare möchte auch ich mich herzlich bei Euch bedanken. Ihr habt stets den Konsens und den Ausgleich gesucht und wie so oft die Mitte wiederhergestellt. Diese Begabung haben nicht viele und die Dinge von zwei Seiten aus zu betrachten wurde uns nach jw.org-Manier systematisch abtrainiert. So bleibt festzuhalten, dass Ihr für BI Aktuell eine große Bereicherung ward.

              Somit bestätigt sich auch meine Arbeitshypothese einmal mehr: jw.org verletzt und/oder traumatisiert einen jeden Menschen, der auch nur das Geringste mit ihr zu tun hat! All die Lebenslügen, die uns die .org eingetrichtert hat, haben im nachhinein eine zerstörerische Auswirkung auf unser Denken und Verhalten. Diese Verletzungen vielfältigster Art spiegeln sich in all den intoleranten, besserwisserischen und rechthaberischen Kommentaren wider, mich eingeschlossen. Auch mein beißender Sarkasmus ist nicht selten Ausdruck tiefer innerer Verletzung durch eine abgebrühte und abgezockte jw.org!

              Es bleibt also die Erkenntnis, dass wir Lebenslügen aufgesessen sind, die wir verinnerlicht haben und leben, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Sie kommen unbewusst und halbbewusst über unsere Art der Kommentare zum Ausdruck und entlarven die zu uns genommene "Geistige Speise" als einen widerwärtigen Giftbrei, als Arsen in Spitzenhäubchen, als "teuflisches Dreckszeug"!

              Harmoniebedürftige Menschen, sprich Zartbesaitete, können mit Disharmonie und Antipathie, mit Intoleranz und Desintegration auf Dauer nicht leben; wir anderen auch nicht! Wir brauchen nur etwas länger, um zu dieser Einsicht zu gelangen.

              Mit dem Buchtitel, Du kannst es nicht jedem recht machen und einem Ausschnitt aus dem Vorwort, möchte ich Euch nochmals danken im Namen aller "Zartbesaiteten":

              "Mein größter Dank gilt Gott dafür, dass er mich liebt und dass er mich immer aufs Neue herausfordert. In meinem dritten Lebensjahrzehnt habe ich das Gefühl, dass ich gerade erst angefangen habe zu begreifen, wer er ist und was er mit mir im Sinn hat. Gott ist Liebe, und das hat er mir immer wieder aufs Neue bewiesen. Gott ist aber auch Wahrheit. Wenn dieses Buch Wahrheit enthält, dann liegt es daran, dass Gott meine unbedeutenden Bemühungen benutzt, um Ihnen zu helfen, ein reifer und vollständiger Mensch zu werden. Ich hoffe und bete, dass er dieses Buch in Ihrem Leben genau dazu gebrauchen möge."

              Dr.phil. Chris Thurman

              O.W.S.

               

            5. Anna

              Liebe Zartbeseiteten, liebe Schwestern und Brüder,

              ich werde euch auch vermissen, verstehe euch aber sehr gut. Es geht mir ähnlich.

              Ich habe noch einen schönen Text aus Gottes Wort für unsere in der Organisation gefangenen Mitbrüder gefunden:
              Sprüche 10:22 Der Segen des Herrn allein macht reich, und nichts tut eigene Mühe hinzu.
              (Luther 2017)

              Herzliche Grüße Anna

            6. Petrus111

              Liebe Freunde,

              die Zartbesaiteten haben mitgeteilt, dass sie nur noch die Artikel lesen, nicht mehr die Kommentare - daher erreicht dieser Kommentar sie vermutlich nicht...

              Ich verstehe jeden, der hier einmal mitgeschrieben hat und das künftig nicht mehr möchte - das ist völlig o.k..
              Eine quasi ausgeschlossene Schwester, der ich kürzlich meine Hilfe anbot, sagte: ich habe die Org hinter mir gelassen - ich möchte nicht mehr darüber reden - ich brauche das nicht und es tut mir nicht gut. SUPER! So weit möchte ich auch schon gerne sein! Also das ist völlig o.k. und aus welchen Gründen auch immer - zu respektieren.

              Wer sich auf dieser Seite bewegt, möchte sich bitte folgendes klarmachen:

              BI-aktuell will keine neue Religion begründen.
              BI - aktuell will auch niemanden von den JZ wegbringen.
              Die Seite ist ein Aufklärungs- und Selbsthilfeportal.
              Die Rückschlüsse aus den Infos muss jeder selber für sich ziehen - es ist nur ein Forum für Informationen und Meinungsaustausch.

              ABER:

              Es ist eine Tatsache, dass viele Menschen von JZ maßlos enttäuscht sind, sich unendlich ausgenutzt, getäuscht, irregeführt und geschädigt fühlen. Da gibt es große Verletzungen, bis hin zu Trauma-erlebnissen.

              Meine persönliche Motivation, hier zu schreiben - und ich schreibe unter Pseudonym auch Artikel für die Seite: ich möchte ebenfalls aufklären und den Menschen, die dies wünschen, helfend die Hand reichen. Dies kann ich mit einer relativ rationalen und analytischen Art, die dennoch emphatisch ist. Ich halte das für christlich im Sinne der Gebote Jesu. Wie lange ich das noch kann und will, lasse ich offen - ich bin ja zu nichts verpflichtet, außer eben gegenüber den Höchsten: zu helfen, wo ich kann. Wenn dieses "Können" für mich nicht mehr gegeben ist, dann muss ich auch nicht mehr.

              In diesem Sinne ermuntere ich alle, die es wollen, hier Hilfe zu finden und alle, die es können, im Sinne dieser Seite konstruktiv mitzuarbeiten.

              Alle, die dies nicht können, statt dessen aber belehrend, bekehrend oder wild um sich schlagend durch die Gegend agieren müssen: wünsche ich, dass sie die notwendige Hilfe mit der Zeit finden - und uns wünsche ich die Kraft, dies so lange langmütig und in Liebe zu ertragen.

              beste Grüße

              Petrus111

              1. Argentum@Petrus111

                Lieber Petrus,

                ein sehr schöner Kommentar, danke ;-).

                Und deshalb: nicht beste- nein liebe Grüße an Dich.

                Argentum

                 

            7. Sanna @ Zartbesaitete @ BI-Gemeinde

              Ihr lieben Zartbesaiteten!
              Nun fühle auch ich mich nach so langer Zeit gedrängt mich wieder zu Wort melden ... denn Ihr liegt mir so sehr am Herzen!!!
              Ich lese seit fast 2,5 Jahren hier mit und habe nur sehr selten einen Kommentar geschrieben. Ich bin nicht so schnell beim Schreiben, weil ich mir immer viel zu viele Gedanken mache, jedes Wort abwäge und dann doch eher wieder den ersten gedanklichen Entwurf verwerfe ...
              Dabei hatte ich oft schon so vieles auf dem Herzen zu so wunderbaren, geistreichen, scharf- und tiefsinnigen Kommentaren, die mir so oft neue Perspektiven und spannende Glaubensansätze vermittelten, wie z. B. von unseren bibelfachkundigen und querdenkenden Brüdern Matthäus, M.N., Ordnungszahl 83 und etliche mehr.  Wie oft ging mir buchstäblich ein "Glaubenslicht" auf und mein sich in nichts auflösender Glaube bekam wieder Struktur und Fundament durch Eure inhaltsreichen und gut durchdachten und geprüften Argumentationen.
              Andere von Euch wie Petrus 111, OWS, Janus, etc. beleuchteten mehr die Hinter- und Abgründe der JW.org - mal zornig, mal sachlich, mal beißend-sakastisch, mal psychologisch-empathisch und verliehen allen Facetten meiner Enttäuschung, Fassungs- und Orientierungslosigkeit und auch meiner Wut Ausdruck. Ich fand mich wieder, fühlte mich verstanden, weil ich sah, dass es so vielen so geht wie mir. Diese Gefühle von Zorn, Wut, Trauer, Verzweiflung, Angst, Zweifeln ... alles berechtigt, alles erlaubt!!!
              Und wieder andere fingen mich auf durch ihre große Liebe, ihr feines Einfühlungsvermögen, ihre ausgeprägte Empathie! Dazu gehören neben bereits genannten auch Omma & Oppa, Schneeflocke, etc. und eben auch IHR Zartbesaiteten!!! Was für ein Genuss ist es doch, feinsinnige, wohltuende, liebevolle Worte zu lesen, die die Seele streicheln, die wie Salbe auf Verletzungen wirken, die für Frieden sorgen und die emotionalen Aspekte berücksichtigen! Oft, wenn ich nicht die Zeit habe, jeden einzelnen Kommentar zu lesen, oder ich es auch nicht sehr ermunternd fand, suchte ich nach mir bekannten Kommentatoren, die ich IMMER und STETS  lese und dazu gehört auch IHR ZARTBESAITETEN!
              Ihr beiden Lieben! Solltet Ihr dabei bleiben, nicht mehr mitschreiben zu wollen, kann ich das nachvollziehen, denn wir kennen uns ja inzwischen persönlich und ich weiß, wie feinfühlig Ihr seid. Jeder muss seinen Weg so gehen, dass es ihm dabei seelisch und glaubensmäßig gut geht. Jedoch möchte ich von ganzem Herzen sagen, wie sehr ich es bedauern würde und wie sehr ich eure einfühlsamen und lebenserfahrenen Zeilen vermissen werde!!!
              Wir ALLE brauchen ALL das, das macht unser Mensch- und Christ-Sein aus. Für viele von uns ist dieses Forum ein rettender Hafen geworden, in dem wir aufgefangen wurden und aufgefangen haben, in dem wir uns gegenseitig geistige Erbauung zukommen lassen und emotionale Ermunterung austauschen. Auch reale Freundschaften sind hier entstanden, die ohne dieses Forum nicht existieren würden. Ich gebe zu, auch mir fällt es zunehmend schwerer, hier jeden Kommentar zu lesen und ich hatte wie so einige andere auch um Bedachtsamkeit gebeten. Wir, jeder einzelne, der hier mitschreibt, gestaltet dieses Forum. Wir können die Weichen stellen. Es ist klar, je bekannter BI wird, umso mehr Brandstifter wird es geben. Solange wir ein Feuer füttern, wird es brennen. Wir können es füttern, wir müssen aber nicht  … Jeder einzelne, der nur EINEN Scheid hineinlegt, füttert es … Es wäre so sehr schade, wenn sich die wunderbaren Kommentatoren mit der Zeit einer nach dem anderen zurückziehen würden und andere, die offensichtlich nicht oder kaum den Geist Christi wiederspiegeln, das Feld übernehmen würden …
              Aber wollen wir diesen Brandstiftern das Feld überlassen??? Ich wünsche und hoffe von Herzen, dass wir hier weiterhin miteinander lachen und weinen, trösten und auffangen und das um so mehr, je mehr Brüder und Schwestern aufwachen, die Trost und Halt suchen. Auch ich muss mich da miteinbeziehen, auch wenn mir das Schreiben nicht leicht fällt, so will ich doch an mir arbeiten.
              Liebe Zartbesaiteten, liebe BI-Macher, liebe Brüder und Schwestern, auch diejenigen, die ich namentlich nicht alle einzeln genannt habe, vielen herzlichen Dank für Euren Einsatz, für Eure Zeit, für Eure Liebe, für euer Bibelwissen, für Euren Glauben, für Eure Ermunterung!!!
               
              Eure Sanna

              1. peetha@sanna

                Da lauf ICK -Dumpfbacke-  2 einhalb und irgendwatt tausend Kilometer mit  ´nem Rucksack UND  ` voller ???= zeichen  bepackt los , und  fühl mich irgendwann /irgendwo einfach nur wohl .... und dann - ....    soon Kommentar

                Gedankenpause? ??   Gedankenpause !!

                WOO  sind WIR UNS , auf meinem Camino,  begegnet? ??  keine Ahnung , denn -. Sch.. -auch an dir,  bin ICK  ....   achtlos  vorbei gelaufen .

                JUTTI -

                hätte  noch .... 1000 Worte im Kopf UND schreibe DIR einfach  ..... ein Dankeschön

                PS: schreib mal wieder - scheissegal ob leise oder laut - ES war einfach nur schön, DICH zu lesen - dich - auf ´diesem (unsrem)´ Camino (WEG) wahr nehmen zu dürfen /zu müssen

                auf hauptstadtdeutsch : mach ICK einfach mal dicke Backen, denk/fühl mit,

                UND  mach....,brubbel-  brubbel

                und morgen Früh - lese ick nooch mal DEINe GEDANKEN (weil brutal schön) ´

                Feuer ebend (nicht Feierabend)

                kurz noch Matthe  .... und ab.... die Poost

                 

                 

                 

                 

              2. Chnöpfli

                Liebe Sanna

                Einfach ein wunderbarer Kommentar.... ich danke Dir von Herzen für diese treffenden Worte, die mich sehr berührt haben und freue mich, wieder mehr von Dir zu lesen.

                Ganz liebe Grüsse vom Chnöpfli

              3. Lili

                Lili @ Sanna

                Amen !

                Dein Kommentar umfasst alle Facetten der Emotion und des Verstandes ,was unsere wertvollen ,hier Schreibenden betrifft.

                Auch ich schöpfe viel Kraft aus so manchen Kommentaren und kann mir neue Sichtweisen aneignen und vieles überdenken .

                Unsere lieben Zartbeseiteten sind für mich

                in ihrer Offenheit  - die auch verletzlich macht-

                eine ganz eigene und mutige Glaubensmenschen- Facette , die ich nicht missen möchte . Doch ich kann sie auch verstehen .

                Alles hat seine Zeit .

                 

                Du hast mit so tiefen Sinn all die Worte gefunden ,die mir auch auf dem Herzen liegen .

                Dafür Danke ich Dir

                Mir einem  zarten Gruß an Dich

                und alle wertvollen Schreiber ,

                Lili

                 

              4. Omma@Sanna

                Liebe Sanna,

                schön, dass du dem Drängen deines Herzens nachgegeben hast!!!  Ja, manchmal wirkt der Kopf (Gedanken), wie eine Bremse, so wie du es schreibst: "Dabei hatte ich oft schon so vieles auf dem Herzen ...."

                Meine liebe, liebe Sanna, auch wenn Kopf und Gedanken wichtig sind, so tut es den hier lesenden bestimmt gut, wenn wir hin und wieder unser Herz sprechen lassen! Die vielen dankbaren Kommentare an dich zeigen es doch sehr deutlich!

                Sprüche 16:21, 24      (Schlachter 2000)

                 
                21 Wer ein weises Herz hat, wird verständig genannt, ....
                 
                24 Freundliche Worte sind wie Honigseim, süß für die Seele und heilsam für das Gebein.

                Lukas 6:45
                     (Schlachter 2000)
                45 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, .....  denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund.

                Ich möchte mit deinen Worten, liebe Sanna,  schließen, denn besser kann ich es auch nicht sagen:

                "Was für ein Genuss ist es doch, feinsinnige, wohltuende, liebevolle Worte zu lesen, die die Seele streicheln, die wie Salbe auf Verletzungen wirken, die für Frieden sorgen und die emotionalen Aspekte berücksichtigen!"

                Lass dich ganz lieb umarmen (vielleicht auch mal wieder buchstäblich!).

                Es grüßen dich ganz herzlich  Omma und Oppa

                 

    2. Matthäus

      Niemand hat eine Verantwortung "dem Sklaven" gegenüber sondern nur eine:

      2. Kor. 5: 10 Denn einmal werden wir uns alle vor Christus als unserem Richter verantworten müssen. 

      ER selbst hat Ausgeschlossene oder Unreine nie so behandelt wie es die ORG verlangt. Und wem sollten wir folgen?

  12. Tom an Schneeflocke

    Liebe Schneeflocke,

    mein größtes Mitgefühl für jede schmerzhafte Emotion die sich beim lesen solcher Worte formt.
    Worte wie diese zeigen wie wichtig ein gesundes Empfinden, eine ausgeglichene und freie Einstellung die ein positives Miteinander fördert von nöten ist und wie sehr sie durch Indoktrination verschüttet gehen kann. Das ist der schimmelige ORG Brotkasten in der Realität, wenn Menschen davon regelmäßig essen und vergiftet werden. Das sind die faulen Früchte vor denen wir gewarnt werden!

    Es würde deshalb nichts nützen selbst wieder die Nase in so einen Brotkasten hineinzustecken, was könnte ich dort finden um Menschen vom selbigen zu befreien? Nichts!

    Nein es sind nur die gesunden Worte der gesunden Lehre die heilen könn(t)en und natürlich die Führbitte für eingeschlossene Mensche wie sie.
    Ich würde ihr deshalb eines meiner Gebete für ORG-Nachfolger schicken:

    Lieber Herr Jesus Christus, Du bist das Ebenbild des lebendigen Gottes und du hast mit Deiner Liebe in mein Herz geleuchtet und das hast du so innig und hingebungsvoll getan das ich nicht anders kann als mich Dir hinzugeben, denn ich möchte mich von Dir formen lassen und nicht von den Ideen der Menschen, Du allein hast die Worte die wirklich wahr sind und Leben bedeuten!
    Bitte Herr lass mich nicht aufgeben an das Gute zu glauben was alles an Gnade aus der Hand des Vaters kommt und was IHR mit Eurem Geist schon in mich gelegt habt, danke dafür, es hat mich nicht nur überwältigt, sondern neu geformt, nein neu geboren.
    So bitte ich Dich ja ich flehe zu Dir und dem Vater das Euer Geist auch die Herzen derer erreicht, in denen Eure bedingungslose Liebe noch nicht angekommen ist, jene die noch Angst haben vor Vernichtung, oder deinem Gericht, weil sie Deine Gnade noch nicht erreicht hat und auch nicht die Rettung allein durch den Glauben an Dich Herr Jesus.
    Niemand ist verdammt der an Dich den Herrn glaubt (Römer 8:1-2) Du schenkst den Frieden den kein anderer geben kann und nur Du führst jeden der zu Dir kommt in die Ruhe Gottes.
    So bitte ich Dich schenke auch .... diese Berührung Deiner Liebe, Deine Gnade möge ihr Herz erreichen und erfüllen, so wie Du auch mich damit reich beschenkt hast!
    Alles möchte ich erbitten in Deinem Namen Herr! Amen

    1. Schneeflocke

      an Omma & Oppa, Nachdenker, Petrus111, Tom, Chnöpfli und O.W.Schön

      danke für so viele liebe, ehrliche und einfühlsame Worte von Euch!

      Im Einzelnen an Omma: ich weiß, dass ich durch nichts was ich meiner Freundin antworten würde ihre Mauer einreißen könnte. Das kann nur sie selbst in Verbindung mit dem Geist und der Liebe Gottes, seinem Sohn. Wir können nur Samen legen. Meiner persönlichen Meinung und meiner Art damit umzugehen nach geht das nur äußerst behutsam. Für mich ist das wichtigste, das Band der Liebe trotz allem nicht abreißen zu lassen, die Türen geöffnet zu lassen und entsprechend habe ich ihr geantwortet.

      An Oppa übrigens einen besonders lieben Gruß, wir haben uns dolle über seine Karte aus der Reha gefreut! Es waren sehr besondere Tage in Gemeinschaft mit Euch beiden, daran zurückzudenken ist so wunderschön!!

      An Petrus111: Ich habe Deinen Kommentar gefunden, danke. Und Du hast Recht, die Gefahr ist, es zu wiederholen. Aus dem Grund weil der Schmerz und der Verlust einen wieder zurück treiben soll in die Arme der Org, so ist das System, ihr Plan... Wenn man nur für sich selbst entscheiden muss könnte man es vielleicht in Betracht ziehen, aber sobald man die Verantwortung für Kinder trägt muss man einfach für das WOHL der Kinder entscheiden. 

      Liebes Chnöpfli: An dieser Stelle hilft mir tatsächlich wieder der aktuelle schimmelige Brotkasten, um genau zu werden das neue Video "Jesus genau nachfolgen, nicht in einiger Entfernung". Als erwachte Mutti und als eine im jw.org- Glauben aufgewachsene Frau, die dies alles erlebt hat, bricht es mir das Herz. Der dort gezeigte Jonathan hat sich aus Angst nicht getraut in der Schule bei anderen Christen  klarzustellen, dass es bei den Zeugen keinen "geheimen Boss ganz oben gibt", als diese "Gerüchte" dort aufkamen. - Stimmt, es gibt keinen geheimen Boss ganz oben - es gibt gleich sieben davon!!!... aber abgesehen davon ist dass, was er folgend sagt einfach erschreckend!

      Er sagt traurig: "Ich fühlte mich so, wie sich Petrus gefühlt haben muss" 

      Er, Jonathan, hat sich selbst, ein Kind, ein Jugendlicher in der Pupertät... mit Petrus verglichen - der nicht nur Erwachsen war, sondern auch jahrelang Jesus vertrauter und geliebter Gefährte war. Petrus hat Jesus begleitet, ERLEBT, seine Energie und mächtige Ausstrahlung am eigenen Körper erfahren und gefühlt, Wunder gesehen... was ist das für ein Vergleich?!!!

      Ihr lieben lieben Eltern, die Ihr hier mitlest! Merkt ihr, fühlt ihr, wie ich auch, was das für ein Vergleich ist und was für Gefühle und Emotionen dadurch auf unsere geliebten Kinder übertragen (eingeflößt, indoktriniert, ins Wesen eingepflanzt...) werden??!!! Er hat sich wie Petrus gefühlt, der Jesus dreifach verleugnete - weil er Angst hatte die 7 Heiligen zu verteidigen!!! Er fühlt sich wertlos, minderwertig, schlecht... Da ich diese Gefühle selbst noch zu gut kenne und weiß, selbst erlebt habe, wohin sie führen können (!), möchte ich Euch allen lieben Eltern bitten Euch dieses Video anzusehen, mit scharfem Verstand und geöffnetem Herz FÜR unsere Kinder, die sich von uns und unseren wunderbaren Schöpfern geliebt, frei und ohne Angst fühlen sollen. Alle dieser dort angeführten Beispiele schüren die Angst, sie zerstören den Selbstwert und die Selbstliebe unserer Kinder. Das ist so traurig und schrecklich, dass mir wirklich von Herzen die kleinen jw.-Org Roboterlein, die gezüchtet werden sollen allesamt leid tun...

      Im Übrigen fällt der Name unseres gelobten Herrn Jesus, der uns alle von der Sünde befreit hat, nur lächerliche 2 mal... Das sagt wohl alles, oder?

      An Tom: Danke für das innige Gebet, Amen! Jetzt wissen wir auch genau was Du meinst, wenn Du von einer persönlichen Beziehung zu Christus schreibst... Beten wir für unsere lieben verblendeten Angehörigen und Freunde!

      An Nachdenker: Ja, wir dürfen uns jetzt wirklich endlich unsere Freunde selbst aussuchen und müssen unsere von Gott eingepflanzten Empfindungen nicht mehr unterdrücken. Das ist ein Segen, für den wir uns nur immer wieder "Danke" sagen können. Ganz liebe Grüße auch an Deine ganze liebe Familie!!

      Schneeflocke

      1. Alice

         
        Ich habe mir eben auch den Film mit Jonathan angesehen.
         
        Mit ist kotzübel.
         
        Als Mama die ebenfalls in der Org groß geworden ist und
         
        Ihre Kinder von den Fängen befreit hat ist dieses Video für mich
         
        eine Folter.
         
        Was diesen Jugendlichen hier suggeriert wird ist so unbeschreiblich.
         
        Jonathan hat Schneeflocke schon erwähnt und der Kerl ist echt mit
         
        seinen jungen Jahren schon geknechtet von Schuldgefühlen
         
         
         
        Ana war im Park mit ach wie schrecklich Schulfreundinnen und wusste
         
         genau das Jehova  ihre Freunde nicht gutheißen würde. Hier  wird
         
        den Kindern eingetrichtert  wir zeigen dir was Jehova will und nicht.
         
         
         
        Bianaca hat sich nicht getraut vor ihrer Klasse Zeugnis zu geben. Bei
         
        der Vorstellung hat dies zu tun sagt sie hat sich alles in ihr verkrampft
         
        und sie war enttäuscht von sich.
         
         
         
        Hier wird Jugendlichen ganz klar gezeigt wenn wie sie als gutes Zeugenkind
         
        in solchen Situationen zu reagieren bzw. zu fühlen haben. Und wenn sie
         
        das nicht tun entweder so handeln oder fühlen dann stimmt ja was mit
         
        ihnen nicht. Sind sie dann wirklich Jehova loyal!?
        So kann man Kindern keine Liebe zu Gott und Jesus vermitteln - das ist krank bzw macht krank.
         
         
         
        Diese Gefühle von Versagen, Angst und Minderwertigkeit kenne ich nur
         
        zu gut. Der lebende Beweis das solche Manipulationen oder Suggestionen
         
        funktionieren und einer erwachsenen Frau von mitte 40 noch heute
         
        Schwierigkeiten machen bin ich. Ich bin bestimmt nicht die einzige der
         
        bei diesem  Video schreckliche Erinnerungen hoch kommen. Noch heute
         
        lösen solche Filme wieder diese Gefühle aus.
         
         
         
        Unsere Kinder hat der Weggang nur Gut getan – wir haben unsere Kinder
         
         diesem Einfluss entzogen und wir bereuen alle nicht eine Minute sondern sind  frei!!!!!
         
        Nicht ohne Probleme und Sorgen die jeder hat aber frei von Manipulation,
         
        frei von falsch geschürten Ängsten, frei von Druck , frei von der ORG!!!
         
         
         
        Allen einen schönen Tag und sonnige Grüße aus Bayern!
         

        1. Omma@Alice

          Liebe Alice,

          du schreibst in deinem Kommentar folgendes:

          "Diese Gefühle von Versagen, Angst und Minderwertigkeit kenne ich nur zu gut. Der lebende Beweis das solche Manipulationen oder Suggestionen funktionieren und einer erwachsenen Frau von mitte 40 noch heute Schwierigkeiten machen bin ich. Ich bin bestimmt nicht die einzige der bei diesem Video schreckliche Erinnerungen hoch kommen. Noch heute lösen solche Filme wieder diese Gefühle aus."

          Ja, liebe Alice, deshalb will ich auch nichts mehr mit diesen Dingen zu tun haben!!!

          Ich weiß nicht, wie lange du hier schon mitliest, und ob du seinerzeit von dem Erlebnis einer unserer lieben Schwestern etwas mitbekommen hattest.  Sie hatte hier bei BI den Link für ein Video geöffnet und angesehen, als ihr Körper starke Reaktionen zeigte, ihr ging es gar nicht gut! Das konnte sie noch kurz schreiben, dann musste sie erst einmal wieder zur Ruhe kommen.

          Was war geschehen?  Durch das Ansehen dieses Videos kamen die alten Gefühle mit voller Wucht in ihr wieder hoch, das waren keine normalen Gefühle, das war ein Flashback, was sie erlebte und das Video war der Trigger.

          Habe im Internet einiges dazu gefunden, da ich solche angstmachenden Erlebnisse auch schon hatte, das gönne ich Keinem, es können sogar Todesängste wieder hoch kommen.

          Hier eine kleine Zusammenfassung dessen, was ich gelesen habe: "Unter Trigger (Psychologie) versteht man Sinneseindrücke, die Erinnerungen an alte Erfahrungen in einer Art wecken, als ob diese Erfahrung  jetzt nochmal neu gemacht werden würden. Diese Erinnerung erfolgt meist plötzlich und mit großer Wucht. Die damaligen Gefühle werden unmittelbar erlebt (Flashback). Die reale aktuelle Situation kann dann vom Betroffenen oft nicht mehr wahrgenommen werden. Er reagiert oft so, als würde er sich in der alten, erinnerten Situation befinden."

          Ja, liebe Alice, jeder hat ja seine persönlichen Erlebnisse, die bei einigen Wut, Angst, Hilflosigkeit o.ä. (im "normalen" Rahmen) hervorrufen, doch bei nicht wenigen sitzen schlimme Erlebnisse, die kaum auszuhalten waren, wie eine tickende Zeitbombe, ganz tief drinnen. Viele wissen es nicht einmal, bis sie zuschlägt. Wer das erkannt hat, sollte solche "Trigger" meiden, wie die Pest!

          Ich hoffe, dass ich jetzt keinem Angst gemacht habe, das war nicht meine Absicht.

          Ja, liebe Alice, so hat jeder sein Päckchen zu tragen, bei vielen ist es schon ein großer Packen. Wir müssen es uns ja nicht noch schwerer machen, als es schon ist.

          Es grüßen dich ganz herzlich deine Freunde und Geschwister  Omma und Oppa

  13. Sylvia Geiser

    Lieber Tom

    In dem Frieden Gottes und der Gnade des Herrn lebt es sich ohnehin unbeschreiblich schön! Du sagst das genau richtig. Ich liebe das Leben und erfreue mich täglich bei bester Gesundheit und verspüre den Segen von Jehova. Ja, mein Mann und ich, wir leben bereits 16 Jahre in Thailand und geniessen bereits schon heute das Paradies. Ja, der SEGEN von JEHOVA ist enorm.

    Vielleicht kommst Du mich einmal besuchen, bin aber immer über das PESSACHFEST und SUKKOT in Jerusalem. Ich würde mich freuen.

    Sei von Herzen gegrüsst

    Sylvia

    1. Tom an Sylvia

      Liebe Sylvia, herzlichen Dank!

      Meine Frau und ich kommen sobald wir die Kröten zusammen haben und das ist ernst gemeint 🙂
      Wir freunen und sehr, denn den Wunsch haben wir schon länger.
      Bitte melde Dich mal bei Gelegenheit für die Details auf freierchrist@gmx.de
      Wir können auch gerne mal skypen.
      Herzliche Grüße zurück an Dich und Deinen Mann ins Paradies 🙂

      Bis bald :-)))

      Die Sonne und Tom

  14. Sylvia Geiser

    Guten Morgen lieber Tom

    Wie wahr ist es was Du schreibst: Es nützt niemanden sich länger mit diesen verirrenden und gotteslästerlichen Teufelszeug sich zu beschäftigen. Und sich ständig seit MEHREREN JAHREN mit Schimmelbrot aus dem JW Org Brotkasten auseinanderzusetzen, denn es bringt nur ÜBELKEIT hervor.

    MEIN ist die RACHE und VERGELTUNG spricht JEHOVA

    Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag und sende Dir liebe Grüsse aus dem warmen Thailand

    Sylvia

    1. Tommy

      Das stimmt natuerlich Frau Geiser,

      aber ich vermute (mir geht es ja nicht so), dass das vielen noch sehr aufs Gemuet drueckt.

      Tommy (nicht Tom)

    2. Tom an Sylvia

      Liebe Silvia du bist immer noch in Thailand? ein wenig neidisch schau, mich aber immer freue für jeden der sein Leben genießen kann. Also genieße es 🙂

      Ja du hast ja du hast völlig recht der falsche Prophet hat schon seinen vollen Lohn was kümmert es also uns was er sagt, er ist bereits verurteilt und das Urteil sieht nicht gut aus.

      In dem Frieden Gottes und der Gnade des Herrn lebt es sich ohnehin unbeschreiblich schön! Viele segensreiche & liebe Grüße Tom

  15. Störtebeker

     

    Störti an Gerd,

     

    mein lieber Gerd, wo bist Du? Warum hören wir nichts von Dir?

     

    Ich habe die Diskussion über den „Treuen und verständigen Sklaven“ auf der anderen Seite von Bruderinfo mitverfolgt, (alles schon gehabt und sehr mühsam). Ich stehe voll hinter deiner Ansicht und hinter der Ansicht von Boas, die sich meiner Meinung nach decken. Auch wenn Boas das sehr liebevoll zu verpacken sucht und anderen ihre Meinung lässt und obwohl er ein sehr gutes biblisches Verständnis hat, nicht versucht anderen seine Meinung aufzuzwingen oder sie in irgendeiner Form einzuschüchtern.

     

    Was nach meiner Ansicht nicht bei jedem der an dieser Diskussion Beteiligten der Fall ist.

     

    Beispiel:

     

    „Wäre es für uns nicht besser, wir würden Jesus lieber 10 mal zuviel die Ehre geben, als einmal zu wenig?

     

    Angenommen Jesus wäre nicht der Treue und verständige Sklave. Würde uns Jesus dafür verurteilen, wenn er kommt, das wir das von ihm angenommen haben? Es ist doch etwas gutes, vielleicht sagt er dann zu uns:

     

    Das ist zwar lieb gemeint, aber ich habe doch Euch damit im Sinn gehabt, aber trotzdem Danke.

     

    Nur wie würde seine Antwort ausfallen, wenn er es tatsächlich ist und wir uns in seiner Stellung gesehen haben, obwohl klar ist, dass diese Aufgabe viel zu groß für uns ist?

     

    Vielleicht bekämen wir dann die Antwort die in Matt. 7:22, 23 steht. Wer weiß.

     

    Wenn man also auf Nummer sicher gehen möchte, dann ist die Variante das Jesus der Treue und verständige Sklave, Verwalter, Knecht ist auf jeden Fall die bessere Wahl.“

     

    Das ist für mich eine suggestive Art anderen seine Meinung aufzudrücken. Es ist eine Art der Einschüchterung (besonders für nicht so Bibelfeste), für mich stellt das den Versuch einer gewissen Machtausübung über den Glauben anderer dar.

     

    Ich beteilige mich an dieser Diskussion auf der anderen BI- Seite ganz bewusst nicht. Du ja nun auch nicht mehr, kann ich verstehen!

     

    Zu dem Thema „Treuer und verständiger Sklave“ habe ich hier schon einiges geschrieben. Ich könnte mich dazu nur wiederholen. Wenn es sein muss...?

     

    Jedoch würde ich niemals Matth. 7:22,23 auf jemanden anwenden, der in diesem Punkt nicht meiner Meinung ist (auch nicht Vielleicht).

     

    Ich werde mich auch nicht an einer erneuten Diskussion zu diesem Thema beteiligen, außer, dass ich die von mir, den Meisten hier bekannten Ausführungen zu diesem Thema einstellen würde. Die sich im übrigen mit Deinen Überlegungen lieber Gerd und auch mit denen von unserem lieben Boas absolut decken.

     

    Ich denke, Du solltest dich hier mal wieder einbringen, wenn auch zu einem anderen Thema. Ich jedenfalls schätze deine umfassende Bibelkenntnis sehr.

     

    Liebe Grüße an Dich, auch an Boas und seinen Vater und an alle hier von Störti

     

     

    1. Guten Morgen, lieber Störti!

      Deine Nachfrage ehrt mich und ich sage Danke dazu!
      Etliche frühere Mitschreiber sind verstummt, was manche möglicherweise als Arroganz empfinden mögen. Aber oft ist es das Anliegen der Mehrzahl der Beitragsgeber, nicht über die christliche Zukunft zu schreiben, sondern sicher zu gehen, dass der Austritt von den Zeugens berechtigt war. Bei mir liegt das schon weit zurück, für mich ist JW.org längst abgehakt.

      Mit der Neuorientierung sollten die Fragen über die Zukunft vorherrschend sein. Da gibt es viele Themen, die nicht so leicht zu lösen sind, wie bei der Stelle in Matth. 24:45ff. Dort im Gleichnis, können nicht die beiden genannten Hauptdarsteller eine Personeneinheit bilden. Dazu kommt "unsere" Voreingenommenheit, indem beim Begriff "Speise" automatisch nur eine "geistige Speise" zu verstehen sei. Mit dieser Sicht hat uns die WTG schon in ihre Fänge gelotst gehabt, mit einer Neuanalyse muss man oft alten Ballast abwerfen - aber lassen wir das.

      Mir ist persönlich eine exakte Abhandlung von offenen Fragen lieber in Form einer Art Gerichtsverhandlung, ohne Schmeichelei und Kompromissen. In vielen Fällen ist die Lösung durch Indizien zu finden, aber nicht in allen. Oft müssen Fragen offen gelassen bleiben, um nicht unwahrhaftige Lösungen anzubieten.

      Weit aktueller ist beispielsweise, ob die von Jesus beantwortete Frage, welches die Zeichen seiner Wiederkunft sei. Wo viele annehmen, die begann schon in Jesu Vergangenheit, als der "Teufel vom Himmel fiel", gemäß Lukas 10:18.
      Da muss man den Gesamtzusammenhang aller Parallelen berücksichtigen. Wenn in Offbg. 12 der Satan samt Dämonen aus dem Himmel geworfen w i r d , dann ist dies ein zukünftiges Ereignis und die Darstellung zur Zeit Jesu scheint eine symbolhafte zu sein. Ich will nun keine Debatte dazu auslösen, es sollte nur als Beispiel dienen. Nach meinem Empfinden, wäre das in den laufenden postings der letzten Wochen bei BI-aktuell, eher ein Störfaktor.

      Daher ist Zurückhaltung angebracht und das erklärt auch meine Stille und die etlicher anderer Mitschreiber. Man möge dies als Auszeit sehen, damit die thematische Harmonie nicht ungünstig beeinflusst wird.

      Nochmals danke ich dir Störti für deine Nachfrage!

      Ich bleibe weiter "am Ball", nur schieße ich derzeit nicht zum Tor 😉

      Viele Grüße allerseits!
      Gerd

  16.  
    Lieber O.W.S 
    Seit gestern überlege ich mir wie ich dir ein paar Worte der Dankbarkeit für deine Offenheit und für dein Engagement in Bezug auf die Opfer aussprechen kann. Nun hat das Schneeflocke in ihrer liebevollen und einfühlsamen Art gemacht. Ich schliesse mich hiermit ihren Gedanken an; denn sie schrieb das, was auch mein Innerstes für dich fühlt.
     
    LG Noomi
     

  17. Sledge Hammer@all

    Per Zufall bin ich auf eine Site gestoßen, die Einblick in das Leben, die Tätigkeit und den Aufgabenbereich eines 'Baudieners'

    Die 'Watch', wie sie von Herrn Wurzbacher so liebevoll in seinen Texten genannt wird, ist dabei, die bereits in Amerika betriebene Organisation bezüglich Saalbau, Renovierung, Einkauf etc. in Deutschland einzuführen, umzusetzen und zu etablieren.

    Da werden LDC-Büros und Lager eingerichtet, ein Saal als Übersetzungsbüro gebaut, obwohl dieses in Selters verbleiben soll etc., etc..

    Es ist einiges an Informationen enthalten, die der Schreiber wohl so gar nicht mitteilen wollte.

    Natürlich fehlt es auch nicht an ausreichend Geschichtchen, die vom Segen ihres großen und größten Auftraggebers zeugen...

    Am erstaunlichsten fand ich die, dass Herr Wurzbacher seinen PKW wissentlich und willentlich überteuert zum Kauf anbot und sich über den Käufer freute, der sich glatt übervorteilen ließ (ja ja, jeden Tag steht ein Dummer auf und den gilt's, zu finden), während er seinen Neukauf hart verhandelte und wiederum übervorteilte? Christlich, christlich.

    Aber lest selbst...

    So, nun bin ich mal gespannt, wie lange die Eheleute Wurzbacher ihre Site noch betreiben dürfen.

    1. ManfredF

      Hallo Sledgehammer

      ich habe die Seite gefunden. Da steht wirklich folgendes:

      Anfangen… altes Auto völlig überhöht inserieren, und schon die ersten Panikattacken bekommen, weil mehrere Brüder die in diesem Bereich arbeiten (mind3!!) sagen, das das Auto ca. 1500,- weniger wert ist, als ich denke. Dann mit dem Schlimmsten rechnen und in etwa schauen, wieviel ich denn höchstens bekomme. Sofort danach die Frage: “Welches Auto würde denn in etwa ins Budget fallen? Oder was braucht man denn?” Überlegungen waren da, die gingen vom Skoda superb über den Oktavia bis hin zum Touran o.ä.
      Bloß wie findet man das alles heraus? Bei allem natürlich extrem viel beten!
      Nach ca. 3Wochen, völlig entnervt, bleibt (mal wieder) nur noch das Gebet übrig “Jehova, ich kann nicht mehr, mach Du, bitte”.

      Ist schon seltsam was manche unter einem christlichen Verhalten verstehen. So nach dem Motto, die bösen Weltmenschen kann man gerne über die Tisch ziehen.....

      1. Sledge Hammer@ManfredF+all

        Hallo ManfredF,

        darf ich mich nun Prophet nennen? 😉

        "Leider ist es doch schneller passiert als mir lieb war. Dieser blog (bzw. diese Seite) hat sich jetzt doch plötzlich sehr stark verlinkt im weltweiten Netz. Da dieser blog aber eigentlich nur für Familie und Freunde gedacht war, werde ich ihn demnächst sperren, bzw. mit einem Passwort versehen. Solltest Du Interesse haben, ihn weiter zu lesen, laß mir bitte eine Nachricht mit Deiner email-Adresse zukommen (entweder email oder hier durch die Kommentar-Funktion)."  

  18. Tschango

    Ich verstehe auch nicht warum hier einige den O.W.S. kritisieren .

    Jeder hier weiss dass die meisten Kinderficker oder Sexualstraftäter von der Organisation gedeckt wurden, nur um den schönen Schein nach aussen zu wahren.

    Ich hättet oder könntet noch immer zur Justiz laufen und es melden. Anzeige gegen die Wachtturmgesellschaft einbringen.

    Also Leute, seid nicht empört, tut etwas.

    Schönes Sprichwort: Net reden, sondern tun.

     

    1. Tschango

      Natürlich "Ihr" hättet........

      Verdammte Handytastatur!

  19. Flitz

    Meine Erfahrung mit der Versammlung ist, dass es zum einen sehr gut besuchte und andererseits eher schlecht besuchte Versammlungen gibt.

    Konkret bei uns: Unsere Vers. ist extrem Kinderreich, aber dennoch sind es oft nur 65 Personen. Also dürften es dann nur 45 getaufte ZJ sein. Man bedenke, eine Versammlung mit 100 Verkündigern. Ungetaufte Verkündiger sind es vielleicht 15, meist Kinder und Jugendliche, da ja aktiv auf die Taufe hingearbeitet wird.

    Die Nachbarversammlung ist bei uns in der Stadt die "Gute Versammlung ".

    Dort gehen dann auch einige von unserer Versammlung, weil sie sich bei unserer Versammlung nicht wohl fühlen. Das heißt, 110 bis 130 Anwesende am Sonntag bei auch 100 Verkündigern. Kinder, Besuch und Interessierte mitgezählt.

     

    Mei resume: Viele haben keinen Bock mehr.

    Wie ist das bei Euch?

    Viele Grüsse Flitz

    1. Anna

      Lieber Flitz, liebe Schwestern und Brüder,

      der Versammlungsbesuch stagniert auch bei uns. Was nun nicht heißt, dass der Saal immer leer ist.
      Wir bekommen auch viel Besuch aus anderen Versammlungen und manchmal bringt der Vortragsredner auch seinen Fanclub mit. So sind die Zahlen nach außen hin geschönt. Und es  gibt ja auch ein paar Dauerinteressierte die immer wieder mal kommen.

      Dann werden ja auch die am Telefon auch mitgezählt, ob sie nun stets zuhören, oder sich nur einwählen und ab und zu zuhören.

      Bezüglich der Auslastung der noch vorhandenen Säle kann man sich auf jw.org informieren. Man muß dazu lediglich auf Versammlungssuche detail gehen und den Dienstag eingeben. Dann wird man inzwischen doch einige Versammlungen finden, die sich am Dienstag die Leben- und Dienstzusammenkunft haben. Daher wurden ja auch die Ansprachen in der Dienstwoche von 3 auf 2 gekürzt, nicht weil man uns so gerne hat und nicht mit Versammlungsbesuch belasten möchte, sondern weil keine Kapazität dafür da ist :-

      Herzliche Grüße Anna

    2. haraschmi

      Hallo Flitz,

      dasselbe ist/war bei uns. Also ich geh ja sogut wie nicht mehr hin, aber vor einem Jahr noch habe ich die Mikroanlage gemacht. Dort hat man feststellen können, dass im Durchschnitt von 2-3 Personen im Jahr 2010 auf ca. 15 Personen im Jahr 2015 die Telefonleitung genutzt wurde. Ich weiß ganz genau wie das bei mind. einer Famlie lief: Einwählen, Telefon leise stellen und ganz normal den Alltag leben. Hauptsache man wird erfasst, dass man "zuhört": gleich 3 Anwesende mehr!

      Wir haben auch viele Kinder und einige Eltern nutzen es immer schön aus. Kinder sind krank, man bleibt daheim. Das Kind hat nichts, aber man hat eine gute Ausrede. HEUCHLER!

      Und das mit den "Interessierten" ist mir auch aufgefallen. Es kommen eigentlich gar keine Neuinteressierten mehr, es sind die "Dauerinteressierten" und Kinder, die heranwachsen. Der Gedächtnismahlbesuch ist meines Wissens um ca. 20% geringer als vor 5-10 Jahren bei etwa gleichbleibender Verkündigerzahl.

      Gruß

      Haraschmi

      1. Flitz

        Hallo Anna und Haraschmi,

         

        danke für das Feedback.

        Es ist also offensichtlich so, dass das Geschäftsmodell der WTG auf dem absteigenden Ast ist.

        In den frühen 70ern gingen die Zuwächse bei uns in Deutschland noch durch die Decke, und dann noch nach dem Mauerfall. Mittlerweile kommt die Mehrung ja mehr von innen...

        Ich habe gerade das Buch von Rolf Nobel "Die Falschspieler Gottes" gelesen. Obwohl es über 30 Jahre alt ist, doch sehr informativ. Damals war die Haupteinnahmequelle noch der Literaturverkauf. Heute kann man das ja so nicht mehr sagen.

        Ich habe da 2 Fragen:

        1. Was denkt Ihr: Was ist heute das das Ziel der WTG? Der Literaturverkauf läuft ja nicht mehr so. Verdienen die ihr Geld jetzt mit Immobilien?

        2. Weiß jemand, ob in anderen Ländern die Literatur noch verkauft wird? Ich habe das von einer türkischen Schwester gehört, weiß aber nicht ob das wirklich so ist. Gibt es da vielleicht eine Auflistung in welchen Ländern die Literatur kostenfrei ist, bzw. wo sie eben was kostet???

        Viele Grüße Flitz

        1. Chnöpfli

          Hallo Flitz

          Antworten auf Deine Fragen habe ich keine. Trotzdem ist mir etwas aufgefallen, als ich das Arbeitsheft vom Februar anschaute. Dort werden wir wieder betrachten, wie wir unsere Literatur überlegt abgeben (hohe Kosten für Druck etc.).

          https://www.jw.org/de/publikationen/jw-arbeitsheft/februar-2017-mwb/programm-fuer-20-26feb/literatur-ueberlegt-einsetzen/

          Wir dürfen uns also wieder die Frage stellen, ob der Gesprächspartner bereit ist zu spenden. "Bietet er eine Spende an?"

          Gerade letzte Woche war unsere Versammlung wieder so begeistert, wie wir die Literatur (wie in den Filmen gezeigt) bereits dem Gesprächspartner in die Hand geben und sie nach dem Gespräch noch "schenken". Also abgegeben am Anfang wird kaum zurückgegeben = 1 Zeitschrift zum Aufschreiben und weg...

          Gruss vom Chnöpfli

        2. Petrus111

          Hallo Flitz,

          die erste Frage, welche Du aufwirfst, ist aus meiner Sicht sehr interessant - und darüber habe ich mir auch schon den Kopf zerbrochen - mit der Zusatzfrage: warum tun sie das, was sie tun - glauben die das wirklich?!

          Es gibt darauf aus meiner Sicht nur eine globale Antwort:

          Was ist das Ziel totalitärer Systeme? Es ist stets: der Machterhalt.

          Was ist das Potential der Org? Es sind Menschen - mit ihrer Kraft, ihrer Zeit, ihrem Geld.

          Im Gegensatz - zum besseren Verständnis: was ist das Ziel von Organisationen, die nicht Macht anstreben, sondern deren Ziel es ist, ihren Mitgliedern im Interesse der Mitglieder zu dienen? Sie wollen die Ziele, welche die Gruppe sich gemeinsam vorgenommen hat, auch gemeinsam erreichen; solche Organisationen sind für die Menschen da - und nicht umgekehrt.

          Die Org möchte also ihre Macht erhalten und ausbauen - mit dem Ziel, weiterhin über die Menschen zu verfügen. Die Menschen sollen der Org dienen und ihr bedingungslos folgen.

          Dies lässt sich erreichen, indem man die Mitglieder folgendes glauben macht:

          die Org mit ihren Strukturen ist von Gott eingesetzt - steht unter Gottes Leitung. Wer der Org folgt, folgt direkt dem Willen Gottes; wer dies aber nicht tut, der ist verdammt - hat keine Chance auf Überleben.
          Beachte: der Präsident ist auf Lebenszeit gewählt - und was haben wir gegen den Pabst?!
          Beachte: allen Anweisungen ist unbedingt Folge zu leisten, denn die Org steht unter göttlicher Leitung. - Und was ist mit dem Absolutheitsanspruch der Großkirchen (den sie aber nicht mehr so radikal durchsetzen!)

          Wenn es darum geht, zu verstehen, was die Org tut, muss man sich einfach immer fragen: inweiweit dient dies dazu, die Macht zu halten oder auszuweiten.
          Folgende Leitfragen helfen weiter:
          - wird mit der Maßnahme Zeit oder Geld gespart oder umgelenkt?
          - wird mit der Maßnahme die Zeit oder Aufmerksamkeit von Menschen (sinnlos) gebunden?
          - wird mit der Maßnahme - sinnfrei - der Gehorsam gegenüber der Org geprüft?
          - wird mit der Maßnahme eine Außenseiterrolle der Mitglieder erreicht?
          - ist die Maßnahme geeignet, eine Umkehrung der Täter/Opferrolle zu erreichen?
          - dient die Maßnahme der Pseudo-Information/der Desinformation?
          - verhindert die Maßnahme, dass sich informelle Gruppen bilden oder verfestigen?
          - trennt die Maßnahme die Mitglieder wirksam vom übrigen Sozialraum?

          uvm.

          Diese und weitere Fragen helfen, zu verstehen, wie totalitäre Systeme funktionieren, um die Macht über die Menschen zu erhalten und auszubauen - das ging mit Rutherfort los und endet bis heute nicht.

          beste Grüße

          Petrus111

        3. Markus 1@Flitz

          Ja, in den 70-gern war noch ein guter Zuwachs zu verzeichnen, aber warum wohl? Ich bin selbst anfang 70 zu der sogenannten "Wahrheit" gekommen. Beim Bibelstudium wurde immer auf das Jahr 1975 hingewiesen. Es sollte das ganz bedeutende Jahr sein, denn alle erwarteten Harmagedon, die furchtbare Schlacht Gottes, in der alle Nicht-Zeugen-jehovas vernichtet werden sollten. Das hat natürlich besonders viele zu der Zeit veranlaßt, sich durch die Taufe der WTG anzuschließen. Es herrschte ein enormer psychischer Druck, der auf Mitglieder und Interessierte ausgeübt wurde. Wer will denn schon sterben - natürlich keiner. Statt die Liebe Gottes und seines Sohnes hervorzuheben wurden vielmehr Ängste geschürt - wie widerlich und ekelhaft aus der heutigen Sicht. Dadurch enstand  der besondere Zuwachs zu der Zeit -

          Das heutige Bestreben der WTG wird wohl in erster Linie sein, möglichst viele ihrer Mitglieder zu behalten, damit ihnen die Finanzen nicht ausgehen und damit es den Obersten weiterhin gut ergeht. An dem wirklichen Wohl ihrer Mitglieder ist die Organisation ihrem Verhalten nach nicht wirklich interessiert - die Mitglieder müssen einfach nur funktionieren.

          Ob es heutzutage noch Länder gibt, in denen die Lieteratur verkauft wird weiss ich nicht, aber vielleicht kann es ja jemand anders beantworten.

          LG Markus1

        4. Ipanema

          "1. Was denkt Ihr: Was ist heute das das Ziel der WTG? Der Literaturverkauf läuft ja nicht mehr so. Verdienen die ihr Geld jetzt mit Immobilien?"

          Die Menschen die in den 50-er, 60-er, und 70-er Jahren in den Industrieländern "eingesammelt" wurden, sterben jetzt weg. Sehr viele von diesen Menschen sind ihren Familien, Kindern usw. entfremdet, gehörten dagengen selbst noch zu einer Erbengeneration aus Wirtschaftswunderjahren."DieGesellschaft"erhält riesige Summen aus Spenden und Nachlässen. Bereits die Entscheidung, die Literatur kostenfrei abzugeben hatte ausschließlich steuerrechtliche Gründe weil viel zu große finanzielle Überschüsse erzielt wurden und die Steuerbehörden schon damals die Steuerbefreiung, d.h. den Charity Status in Frage stellten und dieser Gefährdet war.

          Der Vermögenstransfer durch Übertragung der Immobilien auf die K.d.ö.R konnte "erfolgsneutral" (ohne Entstehung von buchmäßigen Gewinnen) erfolgen.

          TROTZDEM sind die Überschüsse noch viel zu hoch. "Die Gesellschaft" muss (buchmäßige) "Kosten produzieren".

          All zu Große Rückstellungen für Prozessrisiken aus den Missbrauchsfällen (womit man die riesigen Gewinne nach unten drücken könnte) sind "problematisch" weil diese als Schuldeingeständnis gedeutet werden könnten.

          "Die Gesellschaft" steckt in einer Zwickmühle: einerseits hat sie riesige Überschüsse die ihre Steuerbefreiung gefährden, andererseits hat sie -in Anbetracht des absehbaren Finanzbedarfs für die Missbrauchsfälle- kaum Möglichkeiten Rücklagen zu bilden, ohne gleichzeitig ein quasi Schuldeingeständnis zu veröffentlichen. In den USA, Kanada usw. müssen sie nämlich Teile ihrer Finanzdeklarationen wegen des Charity Status veröffentlichen.

          GOTT IST GERECHT (über kurz oder manchmal auch länger). Das werden wohl auch die Zeugen Jehovas irgendwann mal noch kapieren müssen😄

  20. Petrus111

    Liebe Freunde,

    die Überschrift lautet: "die Statistik der WTG - ein Suchspiel".

    Es geht einerseits um die Sache - die mit einigen Kommentaren bereits kommentiert wurde - aber es geht vor allem um die Art und Weise, wie die Org informiert.
    Wer kennt denn eigentlich die angegebene Homepage - wer kennt das Statut der JZ?! Das hat man alles gemacht, weil es ein Erfordernis im Hinblick auf die Anerkennung als KdöR war - nicht, um den Mitgliedern zu dienen. Das ist alles nur Formalkram - und man veröffentlicht nur das, was man muss.

    Die WTG - die Org der JZ sind ein totalitäres religiös angestrichenes System; eine totalitäre Firma, die mit religiösen Werkzeugen ihre Machenschaften betreibt. Dabei sind die Mitglieder grundsätzlich gesetzestreu, untereinander oftmals äußerst friedlich, gehen untereinander vielfach freundschaftlich um, sind hilfsbereit etc. Es lässt sich viel gutes über die Mitglieder sagen.... - aber wenig gutes über die Org. Das ist ja das Perfide - aber darauf will ich hier nicht eingehen...

    Was der Artikel ausdrückt, ist die Art der Information.

    In totalitären Systemen gibt es folgende Mechanismen:

    a) Informationen von außen werden ausgeschaltet.
    Dies wird bei der Org dadurch erreicht, dass den Mitgliedern gesagt wird, alles, was von außen kommt, ist grundsätzlich nicht glaubwürdig; kommt aus Satans Welt, die gegen Gottes Königreich ist; ist grundsätzlich in Frage zu stellen; jede "gegnerische" Äußerung wird als Beweis der eigenen Glaubwürdigkeit gewertet - da es als Kennzeichen der "Wahrheit" gilt, wenn man "verfolgt" wird.

    b) Informationen von innen sind dogmatisch, dienen der Indoktrination.
    Echte Informationen gibt es aber nicht; vielmehr wird so informiert, dass die Mitglieder glauben, informiert zu sein, obwohl ihnen wesentliche Informationen vorenthalten werden.

    c) Es wird vermieden/verhindert, dass nachgefragt wird mit folgenden Elementen:
    alles, was von höherer Stelle kommt - also aus Selters oder Broocklyn, wird von Ältesten verkündet - und muss geglaubt werden. Weitergehende Informationen darf man nicht verlangen.
    Wer sich dem nicht fügt, hat kein Vertrauen, keinen Glauben, stellt unzulässig in Frage.... bringt sich sofort ins Abseits.

    Wird unpopuläres verkündet, so stellt dies eine Prüfung des Gehorsams dar; die Loyalität zur Org wird ins Spiel gebracht....

    Beispiele sind: die Auflösung der Orchester in den Versammlungen - ohne wirkliche Begründung; eben die Zusammenlegung von Versammlungen, ohne dass die Versammlungen wirklich gefragt werden; das merkwürdige Gebaren bei "Abstimmungen" über irgendwelche Spendengeschichten, die wenig erklärt werden und nicht hinterfragt werden dürften etc.

    Diese Methode ist jedoch weit hinterhältiger als gänzlich fehlende Informationen: die Mitglieder glauben, informiert zu sein und fragen daher wenig oder nicht mehr nach, weil ihnen Information vorgespiegelt wurde, die in Wahrheit gar nicht gegeben ist.

    Zusammenfassung: Infos von Außen unterdrücken; Infos von Innen dienen zur Desinformation im Sinne des Systems. Und so machen es eben nur Diktaturen und andere eher totalitären Systeme...

    beste Grüße

    Petrus111

    1. Ermittler

      Hallo Petrus111

      Sehr gut analysieren.

      zB beispiel hätte ich noch hinzugefügt die fragwürdig lehre der "überlappend generation " die kein stärbliche versteht.

      MfG  Ermittler

      1. Matthäus

        Frag doch Jack Nicholson, selbst für ihn ist die

        überlappenden Generation zum weinen:

        http://youtu.be/vdOjjfuEn7U

    2. Argentum@Petrus

      Lieber Petrus,

      sehr gut zusammengefasst. Die Org lebt davon, daß der Großteil der Mitglieder gesetzestreu, freundschaftlich, hilfsbereit und gutgläubig ist. Da wir hier ein wenig "greifbares" Thema, wie den Glauben behandeln, eröffnet sich für die Verantwortlichen ein breites Feld der Einflussnahme, ohne Beweise liefern zu müssen. Was beim Glauben ja auch nicht relevant ist. Hier setzt man auf die Frömmigkeit und Gutgläubigkeit des Betroffenen, je nach Lebenshintergrund mehr oder weniger vorhanden und baut darauf auf. Hier ein bißchen Mißtrauen und Angst gestreut, bewegt gezielte Desinformation ganze Generationen zu einer geschlossenenen Front gegen die schlechte Welt. Alles, was sich dem entgegenstellt, kann nur infiziert sein und ist unbedingt zu meiden.

      In diesem Sinne

      No Org!

      Liebe Grüße

      Argentum

  21. Heuchlerhasser

    alles nur Kinderschändervertuscher,die Geld machen wollen, und jetztauch müssen wegen der durch  die US Gerichte verhängten Strafen !!

    Kinderschändervertuscher  diese wiedewärtiger  und grenzenlos heuchlerische Leitende Körperschaft Jedes Mittel ist ihr recht nur um an das von den dummen Schafen gespendete Geld zu kommen!!!

    1. Petrus111

      Lieber Heuchlerhasser,

      "alles nur..." ?!

      Ich denke, 98 % der JZ sind auf jeden Fall keine Kinderschänder und haben auch direkt mit der Vertuschung dieser Sachen nichts zu tun - die wenigsten wissen etwas darüber.

      Die meisten JZ sind eher Opfer denn Täter - viele in die Gemeinschaft hineingeboren - so erzogen und indoktriniert. Es ist ein Problem der Org - nicht des Einzelnen - jedenfalls nicht "nur".

      Solche Verunglimpfungen gegen ALLE dienen der Sache nicht - sind auch nicht Sinn dieses Forums - ich möchte mich von solche Äußerungen daher distanzieren.

      beste Grüße

      Petrus111

  22. Hallo Sylvia und OWS,

    Ich stimme dir Sylvia zu und möchte OWS fragen wie er seinerzeit solch ungeheure Praktiken mit hat anschauen können ohne selbst Anzeige zu erstatten. Glattes Mitläufertum.

    Ist die Hörigkeit zu einer solchen elenden Vereinigung mehr wert als das Schicksal ihrer Mitglieder? Wie kann man da tatenlos zuschauen ohne schlechtes Gewissen zu bekommen? Damit macht man sich wegen Miwisserschaft und Straftatsverschleierung mitschuldig. Unfassbar.

    Nachdenker

     

    1. hei-bea

      Lieber Nachdenker,

      ich kann O.W.S. nur in allen Punkten Recht geben: es bringt garnichts!

      Ich habe als Schwester, die in zwei Fällen von Mißbrauch durch einen Ältesten durch die minderjäh-

      rigen Mädchen Kenntnis hatte, bei der Polizei versucht, diese ganze perfide Vorgehensweise der ZJ

      in solchen Fällen zu erklären, habe Namen der "Opfer", des "Täters" und der "Mitwisser" angegeben.

      Meine Hoffnung war, dass dieser Yerbrecher vom Staat zur Rechenschaft gezogen würde: n i c h t s

      geschah! Er gab sein Ältestenamt ab, hält weiter Aufgaben, liest den WT vor und wird weiter freund-

      lich be- und gegrüßt, auch von den Geschwistern, die davon wissen- das System funktioniert!

      Es gibt ja soviel Schlimmeres auf der Welt, wurde mir, der "Nestbeschmutzerin" gesagt... Ich bin

      draussen (mit voller Absicht und Überzeugung), Täter und Opfer geben sich wieder die Hand, und

      er kann sich in aller Ruhe die nächsten Mädels greifen, die er dann in den Dienst und so manches

      andere einführt...K e i n e n in der Zeugenrunde interessiert das wirklich! Ich könnte kot...

      Also Vorsicht mit der "Verurteilung"eines Bruders, der sich viel Gedanken macht, diese ehrlich

      weitergibt und unbedingt glaubwürdig ist.

      Ich zerstöre bei jedem , der es hören oder nicht hören will, das "Saubermann-Image" der ZJ- mein

      bescheidener Beitrag zur Aufdeckung der Verlogenheit dieser Sekte mit dem freundlichen Auftre-

      ten in der Öffentlichkeit!

      In diesem Sinne  Grüße aus dem winterlich sonnigem Harz                   hei-bea

  23. Markus 1

    Ja, von einer Mehrung kann bei den ZJ keine Rede sein, auch wenn es immer  gerne so hingestellt wird. Auf jeden Fall kann man schon allein aufgrund dieser Tatsache erkennen, dass der Segen Gottes nicht auf diese menschenverachtende Sekte ruht. Sie ist zum Scheitern und zum Untergang verurteilt.

    1. O.W.Schön@Bi-Gemeinde

      KINDERSCHÄNDUNG: EMOTIONAL HOCH BRISANT UND RECHTLICH SEHR KOMPLEX

       

      Liebe BI-Gemeinde,

      würde ich heute als erwachter Nicht-Mehr-Zeuge-Jehovas vieles anders machen? Gewiss! Würde ich heute mit Sektenbeauftragten und Seelsorgern zusammenarbeiten? Aber ja doch! Im erwachten Zustand alles keine Frage mehr! Im un-erwachten und linientreuen WTG/JW.ORG-Modus waren das alles keine Optionen; so lehrte es man mir und so glaubte ich es auch. Schuldgefühle und Gefühle der Mitschuld? Natürlich! Wie konnte ich nur für so vieles so blind sein?!

      Was also wäre die richtige Vorgehensweise gewesen? Die meisten meiner missbrauchten Klienten befanden sich bereits in psychotherapeutischer Behandlung als sie zu mir kamen. Die Entscheidungshoheit lag bei den behandelnden Ärzten und bei den Psychiatern. Mit Sicherheit hätte ich Dinge besser machen können, doch was und vor allem wie?

      Fast alle meine Klienten, die sexuell missbraucht wurden, bestanden auf absolute Diskretion und auf die Schweigepflicht. Nur unter dieser Voraussetzung waren sie überhaupt mit einer Gesprächstherapie unter "Brüdern" einverstanden und bereit, das allererste Mal über ihren Missbrauch unter Brüdern mit einem Bruder zu sprechen. Was also wäre die angemessene Vorgehensweise gewesen? Ihr zartes Vertrauen zu brechen und zur Polizei zu gehen? Vielleicht ja, vielleicht aber auch nein? Womit ist einem Missbrauchsopfer denn tatsächlich geholfen? Will das Opfer denn Befreiung von seelischer Not oder will es Gerechtigkeit. Letzteres habe ich höchsten in 2-3 Fällen erfahren, der Rest der Opfer wollte vor allem seelische Erlösung und vorerst noch nicht Gerechtigkeit; obwohl beides für einen Außenstehenden naturgemäß zusammenhängt, wohlgemerkt aber, für einen Außenstehenden. Missbrauchsopfer selbst unterliegen einer anderen seelischen Dynamik und die ist vor allem nicht logisch-rational aufgebaut, sondern in erster Linie emotional stimmig unterwegs.

      Ich darf Euch, liebe BI Gemeinde, bitte folgendes zu bedenken geben. Weder dient das nun Folgende als Rechtfertigung noch als Alibi noch als Regel, sondern es dient dem besseren Verständnis dessen, so hoffe ich, was Missbrauchsopfer leider auch in Deutschland wiederholt erleben.

      In etwa 5 meiner Fälle haben Brüder und Schwestern den "theokratischen Ausbruch" gewagt und haben mit Hilfe von Polizei und Justiz und mit der Unterstützung ihrer behandelnden ÄrztePsychiater, Psychotherapeuten und Anwälte Anzeige gegen die Täter erstattet. Sie sind allesamt vor dem Gericht gescheitert und sie wurden zusätzlich aus der Versammlung ausgeschlossen. Ich kenne aus meiner 13 jährigen Praxis und aus meinem 36 jährigen-Zeugen-Dasein auch nicht einen einzigen Fall, der zugunsten eines Zeugen Jehovas ausging, wohl aber etliche Fälle, die mit dem Rechtsbeistand der WTG-Anwälte im Auftrag von Selters gewonnen wurden.

      Hätte ich Dinge besser machen können? Mit Sicherheit! Hätte ich Dinge anders machen können? Ja, natürlich! Bleiben Schuldgefühle und Gefühle der Mitschuld? Ja, sie bleiben! Wäre Brüdern und Schwestern durch eine andere Vorgehensweise tatsächlich besser geholfen worden? Ich weiß es nicht! Hätten sie sich ohne die Schweigepflicht überhaupt geöffnet und über ihren Missbrauch gesprochen? Das wage ich eher zu bezweifeln! Wissen kann ich es nicht.

      Sagen möchte ich allen BI-Lesern, dass die Thematik der Kinderschändung emotional  hoch brisant ist und bei uns allen zu Recht tiefe Gefühle der Empörung und des gerechten Zorns auslöst. Rechtlich gesehen ist der Kindesmissbrauch in Deutschland "in den Kinderschuhen" und kaum einem Zeugen-Opfer gelingt es, seinen sexuellen Kindesmissbrauch, der 10,15, 20 und mehr Jahre zurück liegt rechtlich geltend zu machen. Die Gerichte reagieren, so meine Erfahrung, extrem zurückhaltend und extrem misstrauisch. Vielleicht bedarf es ja einem engagierten Nachdenker und einer mutigen Susanna und einer kämpferischen Silvia, damit hier in Deutschland endlich die Mühlen der Justiz zu mahlen beginnen und zwar zugunsten der Opfer von Zeugen Jehovas! Das und nur das wünsche ich mir: DAS WOHL DER OPFER!!!

      In brüderlicher Liebe

      O.W.S.

       

       

       

       

       

      1. Ordnungszahl 83 (kristallin)

        Lieber O.W.Schön,
        das ist harter Stoff. So hart, dass ich erst hin und her überlegen musste, ob eine Äußerung meinerseits angebracht oder von Nöten wäre. Weil, es sind auch dazu viele Punkte abzuarbeiten, um dann überhaupt zum Punkt kommen zu können.

        Ich kann Dein schlechtes Gewissen nachvollziehen - ohne zu verurteilen, ohne zu verzeihen; denn das ist nicht mein Metier - kann ich es nachvollziehen. Aber dieses schlechte Gewissen ist ein Feuer, das läutert (!). Das Stroh der als Gottesfurcht getarnten Menschenfolgsamkeit verglimmt, das Holz der verhehlten Abhängigkeit verlodert - aber das Silber und Gold des Gewissens und der Gerechtigkeit übersteht es. Und da man als Zeuge ein Gläubiger höchsten Grades war, sind auch diese nachfolgenden Verbrennungen höchsten Grades. Nach der Verschmutzung dieser Religion ist die Desinfektion der Wunden durch Feuer allerdings eine sichere Methode, keine Verunreinigungen mehr im Glauben zu haben. Denn das Glaubensfundament, dass einem von der WTG vorgesetzt wurde, ist ein Dreckszeug, ein vermessenes und menschlichkeitsfeindliches Gemenge von so viel Falschheit, dass ein Satz es nicht fassen mag. Wer sich daran die Knie aufschrabbt, hat die Arschkarte gezogen.
        Das schlechte Gewissen wird Dich wohl vorerst weiterbegleiten - aber so lang es das tut (ohne übermächtig zu werden) macht es nur ...reiner. Reue ist ein gerader Weg zu Gott und Schmerz ein guter Lehrer - das ist traurig, aber ein Fakt.

        Ich weiß nicht mehr, seit wann genau Du angefangen hast, zu kommentieren. Es war vielleicht ein halbes Jahr nach meinem Auftreten; dann schreibst Du etwa eineinhalb Jahre hier. In dieser Zeit bist Du durch Folgendes aufgefallen: durch Dein Engagement zur Aufarbeitung, Deine Konsequenz und Vehemenz, Deinen Gerechtigkeitssinn und Deine Empathie, sowie durch viele gute Zitate und einem Gespühr für Überschriften. Du hast so oft für das Gute Stellung bezogen, wie Du vorher unbewusst für das Ungute eintreten musstest.

        Im Nachhinein war das doch alles unvermeidbar.
        Wir wurden durch unsere Sektenzugehörigkeit in eine unmenschliche Situation gebracht. Unmenschlich deswegen, weil wir die selbstverständlichsten Reaktionen aus einer extern pervertierten Frömmigkeit heraus ignorieren mussten. Weil wir Gewissensregungen der größeren Sache zuliebe zurückstellen mussten. Gerade die Dinge, die man tun möchte, muss, verbietet man sich dann. Und vergewaltigt sich dadurch selbst und diejenigen im eigenen Wirkungskreis.
        Im Nachhinein ist man immer schlauer.

        Man kann das Leben nicht immer ändern, und manchmal erfordert es mehr Mut und Kraft, es so hinzunehmen, wie es ist, solang es auf den nächsten I phones keine Zeitreise-App gibt. Tim Cook, ich warte!

        Das weißt Du sicherlich alles. Aber ich wollte es dennoch loswerden, weil ich Deine Offenheit würdigen möchte, und das kann ich nur durch das Beziehen einer Stellung und das Aussprechen von Respekt.

        Brüderliche Grüße
        O83

        PS: ein allgemeiner Aufruf: Ihr Leser, seid nicht zu hart in dieser Sache.
        Man kann einem erst seit kurzem Sehenden nicht vorwerfen, dass seine Acrylgemälde aus der Zeit der Blindheit unvorteilhaft aussehen.

      2. Horst

        Lieber OWS,

        Dein ehrlicher Bericht wird in seiner Aussage offensichtlich von einigen Populisten hier nicht verstanden, oder sie wollen ihn nicht verstehen und werfen mit Schlagworten wie "Mitwisserschaft" und "Strafverschleierung" um sich. Das können sie m.E. nur, wenn sie Deine Ausführungen nicht richtig gelesen und überhaupt nicht verstanden haben.

        Ich sehe mich veranlasst, Dir mitzuteilen, dass die "Nachdenkers" und "Sylvias" hier mit Sicherheit nur eine geifernde Minderheit darstellen. Ich bin überzeugt, dass die Leser mit Verstand hier überwiegen, Deinen Bericht verstehen, Deine sehr persönlichen Erklärungen begreifen, sie im richtigen Licht sehen und aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen mit Dir fühlen können.

        Da bin ich mir sicher und ich grüße Dich herzlich, Horst.

      3. Dominikus Klein

        An ALLE die sich über O.W.SCHÖN aufregen!

        Guckt Euch mal diese Meldung an...und wer noch immer glaubt O.W.SCHÖN  tadeln zu müssen, moment mal, wie war dass?...."werfe den ersten Stein!"

        http://www.atheisten-info.at/infos/info3316.html

        Gruß Domi

      4. anno2010

        Hallo @ALL,

        im Hinblick auf den eigentlichen Artikel und die Ausführungen von O.W.S. eine Frage an Juristen, die evtl. bei BI sind:

        Gibt es Fälle in denen eine KdÖR den Status in Deutschland jemals wieder verloren hat? Gibt es eine Möglichkeit diesen Status anzufechten? Eine Voraussetzung für eine KdÖR ist doch die Stabilität der Mitgliederzahlen. Wir wissen ja alle wie die ZJ durch ein Lügengebilde den deutschen Staat verarscht haben, um diesen Status zu erlangen. Aber vielleicht ist irgendwann die Zeit diesen anzufechten (ähnlich einer Komission wie in England)?

        LG

        anno2010

        1. Markus

          Hallo Anno 2010

          Die Möglichkeit  einer enthebung der KDÖR besteht,ist aber sehr schwierig,da dies über die einzelnen Bundesländer erst machbar ist,die setzen die Mindestmitgliedzahl fest und wenn dann die KDÖR um mehr als 500 darunter ist,dann kann die KDÖR entzogen werden.

          Aber wie gesagt eine sehr schwierige Sache da jedes Bundesland andere Mindesnitgliedszahlen vorweist.

          Mit dem Juristischen gegen Zeugen Jehovas ist das so eine Sache,da die WTG oder JW.Org in Amerika angemeldet ist,es gilt in den meisten Dingen die von dehnen fabriziert werden amerikanisches Recht und daher  scheut sich die Deutsche Justiz da einzugreifen,das selbe gilt für alle Sekten die ihren Stamm in Amerika haben.

          Sei denn Kapitalverbrechen wie Mord oder Totschlag liegen vor.

          Bei den Mißbrauchsfällen ist es meistens so das Aussage gegen Aussage steht,wenn überhaupt eine Anzeige eines ZJ dafür gestellt wird.

          Eine Verurteilung wäre erst möglich wenn ein Täter auf frischer Tat ertappt würde und sofort der Polizei übergeben würde,sowie das sich das Öpfer sofort nach der Tat in ärztliche Untersuchung begibt damit die Tat anhand der Spurenlage nachzuweisen ist.

          Wenn die Tat 5 oder 10 oder 20 Jahre her ist ist da kaum noch eine Möglichkeit etwas zu machen.

          Leider

          Aber nicht desto trotz die JW .Org ist sich selbst am zerstören ,lasst sie weitermachen ihr Lügengebäude ist schon fleißig am zusammen brechen

          Immer mehr Menschen gehen raus aus dieser Organisation

          Und wie heißt es wenn keine Schäfchen mehr da sind stehen die Ältesten alleine  auf der Bühne

          Die Selbstzerstörung ist in vollem Gange

          1. anno2010

            ...ok schade. Da kann man nichts machen. In der Justiz laufen die Mühlen anders als man das will. Ich hoffe auch, dass die Basis irgendwann wegbricht, dann hat sich das Thema erledigt.

            LG

             

            anno

      5. Schneeflocke@O.W.Schön

        Lieber O.W.Schön

        Was Du so offen über Deine persönlichen Erfahrungen geschrieben hast, ist sowohl mutig als auch erschütternd und zeugt von großer charakterlicher Stärke! Ich weiß, Du bist gut bekannt in Selters und zwar auch bei den “Obersten“.

        Mit Deinem Vorstoß der Gerechtigkeit und zum Hinsehen auf das, was keiner glauben möchte weil es so abgrundtief abartig ist,  hast Du Dich mit Sicherheit für die Verantwortlichen im Taunus zu erkennen gegeben.

        Ein paar Dinge für Dich und auch für Deine Liebste:

        Weder Du noch Deine Frau habt irgendeinen Anteil oder Mitschuld oder Grund euch selbst Vorwürfe zu machen!!

        Das muss ich so deutlich schreiben, denn ihr wurdet genauso verführt, verblendet, belogen und betrogen wie wir alle hier!!

        Wir sehnen uns nach Gott, nach einer guten und gerechten Welt, nach Liebe, Einheit, Vertrauen, Ordnung und Frieden... danach, dass die Herrlichkeit Jesu und des Vaters unsere Herzen erleuchtet, danach, ihnen Lobpreis zu singen und die Botschaft der Erlösung in die ganze düstere Welt zu verkünden.

        Was ist an solchen Wünschen, Sehnsüchten und Gefühlen falsch? - Nichts!

        Wir haben nur gedacht und einprogrammiert bekommen, dieses würden wir in der jw.Org leben und erleben. Ihr beide, Du und Deine liebe Frau, ihr habt Euch stets Gott und seinem Christus hingegeben, wolltet stets nur IHREN Willen tun. 

        Ihr habt Euer ganzes Leben in die Dienste dieser Organisation gestellt, gutgläubig und naiv wie so viele hier... in dem vollsten Vertrauen und der vollsten Überzeugung dieses für unseren erhabenen Gott zu tun!! Ihr habt verzichtet, auf Geld und Reichtum, auf angesehene und gut bezahlte Jobs, auf dadurch resultierendes Ansehen und Macht, auf Reisen, auf dicke Autos, auf ein Eigenheim - ihr habt sogar verzichtet - auf eigene KINDER... die ihr eigentlich gerne wolltet...

        Wenn ich lese, dass Du Dir eine Schuld gibst, macht mich das traurig! Nein, die habt ihr nicht! Du bist wohl einer der demütigsten und sanftmütigsten und verständnisvollsten Menschen die mir begegnet sind, Deine Frau ebenso, ja, man kann sie und Euch nur lieben, denn in allem spürt man ihre und Eure aufrichtige große Liebe zu unserem Schöpfer und Herrn Jesus. Diese Eure Liebe ist so anziehend und ansteckend zugleich... 

        Es stimmt, wir waren alle blind, sind verblendet worden, aber das Feuer für Gott und seine Liebe war da, immer, auch die Liebe zu unseren Nächsten. Allerdings konnten wir diese nur nach festgelegten jw.org - Pharisäer Regeln ausleben. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass viele Deiner Klienten sich seelisch gut behütet und aufgehoben bei Dir gefühlt haben und es ihnen vielleicht oder bestimmt sogar geholfen hat etwas zu lindern. Gehört zu werden und Trost und Verständnis zu empfangen, das ist auch das, was Jesus lebte. Ja, er konnte heilen und hat es immer und bei allen die ihn baten gemacht. Und nur er kann es auch heute, nicht Du, nicht irgendjemand anders, obwohl ich mittlerweile denke, dass Christus auch heute Menschen und Natur gebraucht ihn zu finden und zu erkennen.

        Nur Gott durch Christus, mit Liebe und Gnade. -  und mit Verurteilung und Bestrafung für alles Böse, was jemals einem Menschen und einem seiner zutiefst geliebten Kinder angetan wurde!! 

        Auch für einen erfahrenen Therapeuten wie Dich ist Supervision oder Aufarbeitung wichtig, denn auch Dein und Euer Leben wurde Euch als Scherbenhaufen vor die Füße geschmissen, bevor Euch der Geist unseres lieben Vaters jetzt mit neuer tiefer, reiner und ehrlicher Liebe beschenkt.

        Was immer Du tun kannst und möchtest für die Opfer und ihre Angehörigen, tu es mit Deinem ganzen Eifer und der Dir von Gott geschenkten  ganzen Kraft dazu!!

         Aber tu es nicht aus Schuld, denn uns ist in Christus ALLES vergeben. 

        Ebenfalls schwesterliche Grüße

        Schneeflocke

         

        1. Matthäus

          Liebe Schneeflocke,

          ich kann mich nur mit Danbarkeit an OWS anschließen. Ich hätte es nicht so gefühlvoll und ehrlich wiedergeben können. Auch mich hat OWS schon mehrfach therapiert und mich in die Abgründe bei der jw.org "blicken" lassen. Hätte ich nicht schon soviel über "silent Lambs" und anderem gelesen, ich hätte es als überzogen oder unglaubhaft abgetan.

          Aber mich erschüttert gar nichts mehr, von einem ehemaligen Ältesten habe ich erfahren dass Älteste Stammkunden in einschlägigen Establishments, um nicht das Wort Puff zu gebrauchen, waren. Ein Betreiber solcher Häuser der vor Jahren schon an die 180 Mädchen am laufen hatte, war früher selbst eifriger ZJ und Pionier. (war mit ihm oft predigen) Vor seiner Zeit als Bordell Manager, wie er sich gerne selbst darstellt, seine Mädels arbeiten in einem Schloss in Kärnten, einem großzügiges Haus in Wien und ebenso in Salzburg, konnte man in der Österreichs größten Zeitung als Schlagzeile lesen "Zeuge Jehovas als Großbetrüger", auch er bestätigte das Älteste Kunden in seinen Häusern sind.

          Ich erzähle das nur weil dir niemand der ein linientreuer ZJ ist solches glaubt. So ergeht es demnach auch OWS, für den ich hiermit "eine Lanze brechen" möchte.

          liebe Grüße Matthäus

        2. Störtebeker

           

          Störti an O.W.Schön und an das Flöckchen,

           

          danke Flöckchen für Deine einfühlsamen Worte. Ich schließe mich ihnen voll an. Wir alle kennen uns und ich weiß ebenso wie du, dass O.W.S. und seine Frau wirklich liebenswerte Menschen sind. Sie sind so wie Du sehr sensibel, manchmal vielleicht zu sensibel. Oft nutzen andere Menschen so etwas aus, leider.

           

          Ich hätte das was Du geschrieben hast nicht so schön zum Ausdruck bringen können, deshalb danke dafür. Alles was Du geschrieben hast ist zutreffend.

           

          Ganz liebe Grüße an O.W.S., seine Liebste, Flöckchen, Deinen Liebsten und an all die Anderen ihr wisst schon...(zum Glück sind auch manche Ganov... unter uns, das muss sein, damit wir nicht überrollt werden).

           

          Euer Störti

           

           

           

          1. O.W.Schön@BI-Gemeinde

            WEHE WENN DIE SPRITZE NACHLÄSST...

             

            Liebe BI-Gemeinde,

            es sei NUR eine Backenzahn-Extraktion und es sei auch NUR die routinemäßige Entfernung des Weisheitszahnes im Oberkiefer hinten rechts... so meine Zahnärztin, auf die ich fachlich und menschlich nichts kommen lassen möchte.

            Stimmte auch irgendwie, die OP verlief eigentlich ganz gut, bis auf die extrem dicke rechte Backe und das ekelige Taubheitsgefühl der Zunge. Schlucken und vernünftig sprechen? Fehlanzeige! Für mögliche aufkommende Schmerzen zuhause verschrieb sie mir dann noch ein paar richtige Schmerzhämmer: Dicke fette blaue Kapseln, die man kaum runterschlucken konnte, weil sie einen massiven Würgereflex auslösten. Jedoch ging es mir so weit ganz gut und weh tat es auch nicht wirklich, bis... ja bis... ja bis...

            ja bis... die Spritze allmählich nachließ!!! Einen solch stechenden Schmerz hielt ich bis dato für kaum möglich und noch weniger für zumutbar und aushaltbar. Also schluckte ich die dicken fetten blauen Kapseln zuhauf, wirklich schmerzfrei war ich jedoch nicht - statt dessen eine Woche krank im Bett und völlig außer Gefecht!

            Wenn also die Betäubungs-Spritzen der WTG-Belehrung so langsam nachlassen, so mein Fazit, mich selbst und meinen eigenen Aufwachprozess reflektierend, dann kommt ein unbändiger Schmerz darüber in mir hoch, wie es denn nur sein konnte, dass ICH den falschen Christussen und den falschen Lehrern auf den Leim gegangen bin???

            ICH, der mindestens 500 Brüder und Schwestern gecoacht und "therapiert" hat - ICH, der im Bethel ein- und ausging und sich fürsorglich um die vielen ruinös gemobbten Betheliten kümmerte - ICH, der 15 Jahre im Vollzeitdienst stand und so manche große Reden auf Kongressen geschwungen hat - ICH, der verständnisvolle Älteste und Hirte - ICH...

            Was will ich mit alledem sagen? Der Aufwachprozess kann ungemein schmerzhaft sein, je nachdem, wie tief jemand mit der .ORG verbunden und verbandelt ist. Ich denke, dass viele aufrichtige Zeugen genau davor zurückschrecken! Der ungeheure seelische und auch körperliche Schmerz, der sich einstellt, wenn die BETÄUBUNGS-SPRITZEN der WTG/JW.ORG Belehrung nachlassen und die Erkenntnis sich einstellt, dass man genau den Personen aufgesessen ist, vor denen uns Jesus Christus so eindringlich und so nachhaltig gewarnt hat.

            Was an dem Aufwachprozess ist denn so schmerzhaft und so leidvoll? Meine ganz persönliche Meinung dazu: Der menschliche Geist und die menschliche Vernunft sind zutiefst darüber gekränkt, aufs Glatteis geführt worden zu sein. Die "Beiden" haben doch "die Wahrheit" eingehend geprüft und fleißig studiert, die "Zwei" haben doch die "Wahrheit" eifrig gelehrt und verkündet, das "Verstandesduo" hat doch "alle Fakten" abgewogen und selbst Gegner im Predigtdienst kunstvoll widerlegt und nachhaltig zum Schweigen gebracht.

            NIEMALS also können sich der menschliche Geist und die menschliche Vernunft getäuscht haben. Doch... das können sie, denn genau darin liegt der Trugschluss begraben und genau daraus resultiert auch ihre immense Kränkung!

            Um es auf den Punkt zu bringen: Ich bin allen Schreibern auf BI dankbar dafür, dass sie offen und ehrlich ihre Meinung sagen und schreiben. Ich bin dankbar dafür, dass es Euch alle gibt und dass wir unser aller GEKRÄNKTSEIN des Geistes, der Vernunft und auch des Verstandes hier auf BI gemeinsam teilen und durchleben!

            Um die .ORG der falschen Christusse und der falschen Propheten, der wir einst in die Fänge gegangen sind, werden sich unsere beiden Höchsten zu ihrer Zeit gebührend und angemessen kümmern!

            Euch allen eine erfolgreiche Woche

            O.W.S.

             

            1. Anna

              Lieber O.W.Schön, liebe Schwestern und Brüder,

              Danke für deine zutreffende Beschreibung des schmerzhaften Aufwachprozesses aus dem Organisations-Koma.

              Wie konnte ich nur sooooo dumm sein. Das geht mir ja auch so. Der Verstand will nicht begreifen wie man sich hat so täuschen lassen.

              Andererseits bin ich froh aufgewacht zu sein. Zwischendurch trauere ich wie wohl jeder von uns den verlorenen Jahren nach. Und natürlich kommen immer wieder mal Selbstvorwürfe die Kinder in diese Organisation gebracht zu haben und ihnen, ohne es zu wollen, Leid zuzufügen.

              Denjenigen unter uns die organisationstreue Kinder, Eltern, sonstige Verwandte etc. haben werden ja immer erneut Schmerzen durch die Kontaktverweigerung zugefügt. Da habe ich es leichter. Im November-Brotkasten geht es ja auch wieder darum keinen Umgang mit dem ausgeschlossenen Sohn zu haben. Daher ist die Mutter nun zum Trost seit 5 Jahren Pionier.

              Herzliche Grüße Anna

               

               

              1. Flitz

                Hallo Anna,

                 

                danke für den Hinweis auf den Film.

                Wenn man sich den Film ansieht, kann man wirklich nur den Kopf schütteln.

                Der biblische Beleg für den Kontaktabbruch findet sich diesmal in der Begebenheit von Korah und seinen Söhnen.

                Der Widerspruch hier: Der Sohn erwartete von seinen Eltern nicht, sich zwischen ihm und Jehova zu entscheiden. Die Entscheidung treffen hier die Eltern.

                Außerdem finden wir im Wachtturm von 1.5.2005  S. 13-17 im Absatz 10 den Hinweis, dass Korah und die 250 Leviten "lebendig in den Scheol" hinabfuhren, was lt. WT ein Zeichen dafür ist, dass sie als "Ungerechte" auferstehen werden.

                Wenn also Jehova Gott bereit ist, diesem Rebellen eine 2. Chance einzuräumen, den er ja selbst durch ein Strafgericht getötet hat, wie schwer wiegt dann dies als Argument, mit seinem ausgeschlossenen Sohn keinen Kontakt mehr zu haben!

                Viele Grüße Flitz

            2. Petrus111

              Lieber O.W.Schön,

              ich verstehe 1:1, was Du meinst.

              Für mich persönlich, glaube ich, dass ich ganz gut - mit relativ geringen Schmerzen aus der Sache rausgekommen bin... Warum? Weil ich nicht so engagiert war.

              Ich war meinen Mitmenschen gegenüber engagiert; ich habe mich z.B. 4 Jahre um einen alten Bruder gekümmert - und das bereue ich in keiner Weise, weil es einfach mitmenschlich war. Wenn es um Aktivitäten miteinander ging, habe ich mich bemüht, mich einzubringen - auch o.k. Aber die "theokratishen" Sachen habe ich eben weitgehend sein gelassen...

              Ich glaube, je mehr man engagiert war, desto mehr tut es weh!

              beste Grüße

              Petrus111

              1. nada

                Musste mir grad November brotkasten antun.. Mir wird schlecht, wenn lösch über die lüge spricht: über Halbwahrheiten und weg Passungen.. Und selbst verschweigen sie den Kindesmissbrauch, das was in Australien geschieht und wer weiss was sonst wo... Warum, verflixte, können die darin nicht ehrlich sein??

                Es ist furchtbar diese Heuchelei zu hören und zu sehen..

                1. M.N.

                  Als Warnung für alle, die sich diese Ausstrahlung noch nicht angetan haben: Sie enthält u. a. einen Neuaufguß des "Nicht mit Ausgeschlossenen sprechen"-Direktivenvideos vom RegKo, als Bekräftung desselben und "Nachtreten" sozusagen; dieses Mal ist "der böse Ausgeschlossene" der Sohn, dessen Anruf die "liebe, treue, gehorsame" JW.Org-loyale Mutti verweigert. Auch hier wieder setzt sich die oberste JW.Org-Führungsriege mit Gott, und ihre unbiblischen, unchristlichen und nichtinspirierten Anweisungen mit Gotteswort gleich. Da kommt einen nur noch das große K...n.

                2. Schneeflocke

                  Liebe Nada und Lieber M.N.

                  es geht mir ebenso! Und wenn man eine solche oder ähnliche Situation direkt vor Augen hat und miterlebt, dann mischen sich Gefühle der Trauer, Wut und Ohnmacht. Ob Kinder, Eltern, Geschwister oder Freunde, in dem Moment in dem man den "7 Heiligen" den Rücken kehrt ist man in ihren Augen ein Toter. Selbst wenn man tatsächlich schwer krank ist und buchstäbliche Schmerzen erleidet bleibt das Herz wie versteinert: Interesse? Zero!! Mitgefühl? Zero!!

                  - Na, dann machen wir eben Pionier - Bedarf geschaffen, Bedarf gedeckt, so einfach ist es...

                  Welch ein Hohn an unseren erhabenen Schöpfer und seinen liebevollen, mitfühlenden Sohn!!  Es gleicht absoluter Verspottung dieses Versagen der Menschlichkeit und der Christlichkeit als "Liebe Gottes" zu verkaufen...

                  Bleibt nur die aufzurütteln, dessen Herz sich nach wahrem Erbarmen und göttlicher Liebe sehnt. Gott lässt sich finden, allerdings nicht durch eine menschlich so versagende Organisation! Christus allein ist der Weg, die Wahrheit und das Leben!

                  Lieben Gruß Euch beiden und einen gesegneten Tag

                  Schneeflocke

                   

                3. pit

                  Liebe Geschwister,

                  alle Menschen sehnen sich instinktiv nach der Liebe Gottes. Und was sie nicht alles anstellen, um dieses innere Loch zu stopfen, da sie nicht ergründen können, was sie eigentlich vermissen.

                  Und die Religionen sind ihnen dabei meist keine Hilfe. Deshalb lebe ich nur noch dem Herrn und nach seinen 2 Geboten.

                  Das bringt den so vermissten Frieden, den ich euch allen wünsche.

                  pit

                4. Ihr Lieben,

                  vielen Dank für Eure ernsten Warnungen und ehrlichen Kommentare.
                  Erfahrungs-Aussagen wie Eure beweisen wie ernst die Worte des Christus sind eben NICHT auf falsche Christusse zu hören.
                  Hat man das einmal begriffen, ist der Weg frei für das wahre Leben, befreit von der Welt und die Welt der Religion ist dabei das größte Übel.

                  In religiösen Brotkästen schimmelt und fault es überall so dermaßen das wir in ein Zeitalter gekommen sind, wo wir aufgrund guter Hinterfragungsmöglichkeiten und qualitativ hochwertiger Aufklärung in nur kurzer Zeit enorme Bewußtseinssprünge mache können und der Geist Gottes führt so viele so liebevoll dabei.
                  Lassen wir nun, sobald wir diese Schwelle ins wahre Leben IM wahren Christus erreicht haben, jeden schimmeligen Dreck los und hinter uns.
                  Es nützt niemandem sich länger mit diesem verirrenden und gotteslästerlichen Teufelszeug zu beschäftigen, nur die gesunde Lehre von ehrlicher Liebe zum Nächsten und zu sich selbst ist heilsam und wahrlich nützlich und bringt uns unserem Vater im Himmel näher.
                  An dieser Stelle möchte ich einigen von den hier schon länger schreibenden ans Herz legen diese Erneuerung in der gesunden Lehre des Herrn nicht zu vernachlässigen!
                  Nur das wird Euch voranbringen liebe Geschwister.
                  Sich ständig mit Schimmelbrot aus dem z.B. JWorg Brotkasten auseinanderzusetzen wird immer nur Übelkeit hervorrufen.
                  Lasst uns also besser über das was uns alle vom Geist des Vaters und des Sohnes geschenkt wird austauschen, denn nur das ist wirklich nützlich!
                  Liebe Grüße
                  Tom

                5. Schneeflocke

                  Lieber Tom und liebe Sylvia Geiser

                  Ich stimme Dir zu in dem was Du schreibst, möchte aber gerne noch einen Umstand diesbezüglich zu bedenken geben.

                  Warum tut man sich evtl. den “Brotkasten mit Schimmelbrot“ an, will man davon essen?

                  Ich glaube niemand, der erkannt hat dass es schimmelig ist wird auch nur einen kleinen Brocken mehr davon essen wollen! Es wäre natürlich das Beste und Gesündeste es sofort zu entsorgen und mit seiner Familie, seinen Liebsten ein schmackhaftes Mahl am Tische des Herrn und in Gemeinschaft des Höchsten, dem Vater der Liebe zu genießen. Wenn Du allerdings feststellst, dass Deine Liebsten von dem schimmeligen Brot weiter essen und auch nicht aufhören wollen davon zu essen wird es problematisch...

                  Man wird immer versuchen sich in sie hineinzuversetzen um sie auch zur gesunden Speise zu führen, WEIL MAN SIE LIEBT. Ich denke aus diesem Grund halten sich einige auf dem Laufenden was das jw.org-Programm angeht. Je informierter man ist, desto besser kann man argumentieren und insofern hilft es, so es der Wille Gottes und jeden Einzelnen ist, evtl. schon unseren Lieben, wenn sie irgendwann dazu bereit sind.

                  Ich möchte Dir und allen, die sich in ähnlichen Situationen befinden dazu ein aktuelles Beispiel schreiben. Ich hoffe, dass das folgende persönliche Erlebnis aufzeigt, was für eine Familien- und Freundschaft- zerstörende Religion jw.-org ist und wie schwierig es ist sich abzunabeln. Und allen, die ebenso fassungslos, innerlich zerrissen, traurig und ohnmächtig daneben stehen und nichts ändern können an dieser Lage möchte ich meine tiefe Verbundenheit ausdrücken. Nada, Chnöpfli, Zartbesaitet und auch Erwachter Sünder, falls er noch mitliest....

                  Gestern erhielt ich eine Nachricht von einer Schwester. Sie ist eine Familienangehörige von mir und eine ebenso eine langjährige vertraute Freundin. Ihr Mann ist nicht gläubig. Wir haben Höhen und Tiefen gemeinsam erlebt und uns gegenseitig geschätzt und respektiert.... bis zu unserem Austritt im August.

                  Gestern hatten wir kurz Kontakt und danach hat sie mir geschrieben, dass ihr die Gemeinschaft mit uns fehlt und ob noch eine Chance besteht, dass wir irgendwann mal wieder zur Org zurückkehren würden.

                  Ich habe geantwortet, dass für mich der Kontakt nicht zwingend an eine Organisation gebunden ist und ihr angeboten darüber mit ihr nochmal allein und in Ruhe zu reden, z.B bei einem gemeinsamen Essen. Hier ihre Antwort, die wohl typisch ist für ganz ganz viele Zeugen und Freundschaften:

                  “Oh süße😔 das ist echt lieb von dir und unter "normalen" Umständen würde ich keinen Moment zögern! Xxx wird demnächst bei euch vorbei kommen mit den Kindern aber ich kann einfach nicht... Gesellschaftlicher Kontakt an sich ist für mich auch nicht speziell an die Organisation gebunden. In eurem Fall besteht nur leider ein wesentlicher Unterschied.ihr habt euch aus freiem Willen gegen Jehovas Organisation gewendet. Etwas das in meinen Augen so unbegreiflich ist.denn für mich steht 100pro fest dass Jehova seine Prinzipien hat dass es nur einen wahren Glauben gibt nur "ein" volk das er ausgewählt hat unter einer Versammlung oder einer Organisation die vereint für seinen Namen einsteht! Jehova und nicht Herr! Denn das ist sein Name und wir sind seine Zeugen. Es gibt unendlich viel leid und noch mehr Ungerechtigkeit auch unter denen die sich seine zeugen nennen.doch wenn es uns schon so schmerzt, wie schrecklich muss es erst dann für ihn sein... Und Jesus hat schon voraus gesagt dass irrlehren entstehen werden und das im "Namen des Glaubens!!!" die die Menschen verblenden werden und vom wahren Glauben wegführen werden. Er sagte nicht umsonst lasst euch nicht irre führen.. Und Satan weiß nur zu gut wen er wie angreifen muss. Du glaubst nicht wie gerne ich mit dir ausgehen möchte mit dir reden möchte und meine Ängste und Gefühle mit dir teilen möchte. Doch meine Loyalität gegenüber Jehovas Wort und somit seinem Volk ist einfach vorrangig, denn das sind wir ihm schuldig aus Liebe dafür dass er für uns erbärmliche Menschen seinen Sohn geopfert hat damit wir bald endlich Frieden haben. Und das ihr euch davon angewendet habt schmerzt mich so unfassbar. Doch ich werde nicht aufhören darauf zu hoffen dass es euer Herz wieder zurück zieht.und dass ihr seht dass ihr nirgendwo anders hingehört... Ich liebe dich sehr❤❤❤“

                   

                  Die Verblendung ist so perfekt, dass mir manchmal dazu die Worte fehlen. Eine Antwort darauf konnte ich noch nicht formulieren... ich bin aber absolut sicher, dass ein Gott der Liebe und Gnade, unser aller Gott und Vater, ein so aufrichtiges und liebevolles aber verblendetes Herz nicht vernichten kann. Und so sind wohl viele Zeugen.

                  Lieben Gruß

                  Schneeflocke

                6. Omma@Schneeflocke

                  Liebes Flöckchen,

                  auch ich bin einfach nur noch fassungslos!!!  Ich kann mir vorstellen, dass euch solche Worte das Herz zerreißen.

                  Ja, mein liebstes Flöckchen, du hast Recht, wenn du schreibst: "Die Verblendung ist so perfekt, dass mir manchmal dazu die Worte fehlen. Eine Antwort darauf konnte ich noch nicht formulieren...", das kann ich gut verstehen, und ich weiß auch nicht, ob du diese Indoktrination durchdringen kannst, ob deine noch so lieben Worte ihr Herz erreichen werden. (???)

                  Ich will dir kurz erzählen, wie es bei mir war. Ich nenne es "Kastendenken", ja man setzt sich selbst Grenzen, selbst in seinen Überlegungen, man will ja dem Höchsten treu sein und nicht sündigen, und merkt selbst gar nicht, wie man von der Org. manipuliert wird. Man hat es aus den besten Beweggründen zugelassen, dass man selbst eine Mauer um sich baut, und wieder aus den besten Beweggründen strickt verteidigt.

                  Der Oppa war schon vor mir beim Aufwachen, selbstverständig versuchte er auch mir die Augen zu öffnen. Doch je mehr er mir erzählte, umso mehr verstärkte ich meine Mauer, denn ich sah das als Angriff Satans, und ich wollte doch treu bleiben.

                  Doch, als er sich darauf beschränkte ganz vorsichtig von seinen Entdeckungen, und den daraus entstandenen Zweifeln, zu erzählen, eigentlich war es mehr ein lautes Denken seinerseits, fing auch bei mir unmerklich ein Nachdenken an, und auch mir gingen so nach und nach die Augen auf, und ich sah gewisse Widersprüche.

                  Ich kann mich noch gut daran erinnern, was für ein Gefühl bei mir aufkam, als diese selbst errichtete Mauer in sich zusammenfiel. Bis dahin hatte sie mir ein gewisses Gefühl der Sicherheit gegeben, ich fühlte mich beschützt, jetzt fühlte ich mich haltlos, ohne Schutz, ich bekam richtig Angst. Ganz langsam erkannte ich, dass das nur Illusionen waren, denen ich geglaubt hatte, ich fühlte mich belogen und betrogen, und die nächste Zeit kam mir wie eine Achterbahnfahrt vor, meine Gefühle schlugen Purzelbäume.

                  Je mehr wir aber die ungenießbare Speise der Org. aus unserem Leben verbannten, und uns der Bibel zuwandten, umso ruhiger wurden wir und wir spürten den Frieden von oben, von unseren Beiden Höchsten.

                  Ja, liebes Flöckchen, das war ein kleiner Einblick in unser Leben, als wir den Weg in die Freiheit zu gehen begannen.  Andere mögen noch andere Erfahrungen gemacht haben, denn jeder geht ja seinen persönlichen Weg, aber unser Ziel ist das gleiche.

                  Philipper 3:12-16   (NGÜ)
                  12 Es ist also nicht etwa so, dass ich das ´alles` schon erreicht hätte und schon am Ziel wäre. Aber ich setze alles daran, ans Ziel zu kommen und von diesen Dingen Besitz zu ergreifen, nachdem Jesus Christus von mir Besitz ergriffen hat.
                  13 Geschwister, ich bilde mir nicht ein, das Ziel schon erreicht zu haben. Eins aber tue ich: Ich lasse das, was hinter mir liegt, bewusst zurück, konzentriere mich völlig auf das, was vor mir liegt,
                  14 und laufe mit ganzer Kraft dem Ziel entgegen, um den Siegespreis zu bekommen – den Preis, der in der Teilhabe an der himmlischen Welt besteht, zu der uns Gott durch Jesus Christus berufen hat.
                  15 Wir alle, die der Glaube an Christus zu geistlich reifen Menschen gemacht hat, wollen uns ganz auf dieses Ziel ausrichten. Und wenn eure Einstellung in dem einen oder anderen Punkt davon abweicht, wird Gott euch auch darin die nötige Klarheit schenken.
                  16 Doch von dem, was wir bereits erreicht haben, wollen wir uns auf keinen Fall wieder abbringen lassen!

                  Wir wünschen dir und deiner Familie viel Kraft, und den Frieden und die Ruhe von oben, von unseren Beiden Höchsten
                  und grüßen euch ganz herzlich, mit einer festen Umarmung   Omma und Oppa

            3. M.N. @ OWS & alle

              Lieber OWS,

              weil dies ein so "tiefes" Thema ist, das uns alle (FAST alle - TdW & Co. natürlich ausgenommen) betrifft, erlaube ich mir, hier nochmals einen Auszug aus einem früheren Beitrag zunm Besten zu geben. Thema: "War alles umsonst?"

              Ich bin für mich persönlich zu folgender Überzeugung gelangt: Man muß die Angelegenheit differenziert betrachten, von unterschiedlichen Perspektiven.

              Betrachtet man den reinen "Performance-Aspekt" im Sinne des WTG-Leistungsevangeliums, so konnten wir, die wir als WTG-Befehlsempfänger "Leistung" erbracht haben, uns gemäß Römer 6, 23 kein einziges Quäntchen "göttlicher Gunst" (v)erdienen, denn Gottes Gnade ist "chárisma". Sie wird von Gott UNVERDIENTERMASSEN gewährt. All das Rennen Machen Schaffen Tun an sich hätten wir uns, da es weit "über das hinaus ging, was geschrieben steht" (1 Kor 4, 6), getrost ersparen können. Oder, wie es Römer 9, 19 gemäß der "Hoffnung für Alle" sagt: "Entscheidend ist also nicht, wie sehr sich jemand anstrengt und müht, sondern dass Gott sich über ihn erbarmt." Hinzu kommt - als besonders bittere Pille - der Aspekt des Vertretens und Verbreitens irrigen Schriftverständnisses und falscher Voraussagen.

              Dennoch scheint mir all das, was ich gemacht und erbracht habe, für mich persönlich als Mensch nicht völlig umsonst gewesen zu sein, denn es hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Es ist Teil meines Selbst, meiner Werdens- und Entwicklungsgeschichte, es läßt mich heute rückblickend vieles von damals und auch jetzt in der Gegenwart klarer verstehen und erkennen, und eine der wichtigsten Erkenntnisse ist, zu sehen, wie leicht man sich selbst betrügen kann (siehe Jak 1, 22), wenn man das eigene Wünschen und Wollen das klare Sehen vernebeln läßt und nicht ganz genau hinschaut, was wirklich die Wahrheit ist.

              Deshalb ist für mich der Blick zurück kein "Blick zurück im Zorn", oder voll Schwermut und Bedauern angesichts verpaßter Gelegenheiten. Im Gegenteil, ich empfine Dankbarkeit angesichts der erlebten Dinge, und in Anbetracht dessen, was sie mir heute zu verstehen helfen.

              Hätte unser Weg anders verlaufen können? Sicherlich, angesichts des Kontinuums der unendlichen Möglichkeiten im Universum. Aber er ist nun mal so verlaufen, wie er velaufen ist. Wäre ein anderer Weg besser für uns gewesen? Ohne jetzt im Sinne einer Prädestinationslehre argumentieren zu wollen, denke ich, daß jeder von uns den für sie oder ihn NOTWENDIGEN Weg geht, und auf diesem Weg ist nichts "umsonst" oder "vergeblich". In diesem Falle ist NICHT der Weg das Ziel, sondern FÜHRT uns HIN zu einem Ziel, welches es noch zu erreichen gilt. Wieder möchte ich auf Paulus verweisen:

              In Apg 9, 15 sagt der verherrlichte Christus zu Ananias betreffs Paulus: "Dieser ist mir ein auserwähltes Gefäß, meinen Namen zu tragen sowohl vor Nationen als Könige und Söhne Israels."

              Man bemerke: Paulus war vom Christus BEREITS VOR seiner sog. "Bekehrung" als "Gefäß zur Verkündigung seines Namens" ausersehen; dennoch mußte er zuerst durch all die Irrungen und Wirrungen – einschließlich Christenmord - gehen, die seiner Nachfolgeschaft Christi vorangingen. Die Schriften lassen nicht erkennen, weshalb und ab wann Christus den Paulus für dessen spezielle Mission ausersehen hatte, doch gibt es eine interessante Information in Jeremia 1, 5:

              "Ehe ich dich im Mutterleibe bildete, habe ich dich erkannt, und ehe du aus dem Mutterschoße hervorkamst, habe ich dich geheiligt: zum Propheten an die Nationen habe ich dich bestellt." D. h., im Falle Jeremias nahm der Allmächtige eine pränatale Berufung vor. Wie das möglich ist, erklärt uns der Schöpfer selbst gemäß Ps 139, 16 (Schlachter 2000): "Deine Augen sahen mich schon als ungeformten Keim (Bezeichnung für den frühen Embryonalzustand des Menschen) und in dein Buch waren geschrieben alle Tage, die noch werden sollten, als noch keiner von ihnen war."

              Dieser Vers macht deutlich, daß unser gesamtes Wesen und Sein dem Allmächtigen bereits vom Augenblick unserer Zeugung an bekannt ist. Er kennt uns und das, was wir sein werden, bereits vom Zeitpunkt der Empfängnis an. Damit ist aber auch klar, daß Gott – für jeden Einzelnen von uns – damals bereits wußte und voraussehen konnte, welcher Weg der für uns Notwendige sein würde, um uns dahin zu führen, wo er uns haben möchte.

              Wir können nun nicht mit Bestimmheit sagen "genau so war es, in meinem oder deinem Fall". Dies festzunageln zu versuchen wäre vermessen. Es ist uns nicht gegeben, bis ins Einzelne hinein genau festzulegen, genau was und warum der Allmächtige in diesem oder jenem präzisen Fall eines jeden Menschenlebens getan hat. Niemand von uns kommuniziert so mit dem Schöpfer, wie es unser Herr Jesus Christus zeit seines Erdenlebens tat, oder wie die inspirierten Apostel und Propheten. All das fällt unter den Grundsatz aus 1 Kr 13, 9: "Wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise."

              Aber dennoch bin ich derzeit der Überzeugung, daß – auch als wir in WTG-Irrtum gefangen waren – wir uns unter der führenden Hand Gottes befanden. Ein Mensch, der beginnt, die Heiligen Schriften zu studieren (durch ein WTG-organisiertes "Heimbibelstudium" z. B.), zeigt doch, daß er/sie nach Gott sucht, sonst würde er/sie doch gar nicht damit anfangen. Es erscheint undenkbar, daß der Schöpfer dies unbeachtet läßt. "Naht euch Gott! Und er wird sich euch nahen" heißt es in Jak 4, 8. Hier werden keine Bedingungen gestellt, vermittels welcher Religion, Ideologie, Lehre, ... dieses sich-Gott-nahen zu erfolgen hat. Gott fordert uns lediglich dazu auf: "Kommt zu mir. Fangt damit an. Tut etwas." Wer das tut, begibt sich auf einen Entwicklungsweg, der für jeden von uns anders verläuft, und an dessen Anfang keiner dort ist, wo Gott ihn am Ende haben möchte. Also ist unser aller Weg-Abschnitt, den wir mit der (oder: Unter der) WTG verbracht haben, ein Teilstück des gesamten Weges, den wir zurücklegen mußten, zurücklegen müssen, um dorthin zu kommen, wo wir letztendlich sein sollen und wollen. Es war eine Lehrzeit, und Lehrlinge fangen bekanntlich dumm an. "Nur Toren und Tote ändern ihre Meinung nie." Gerade unser jetziges Dazulernen, unsere Bereitschaft, unsere Augen neu (oder: richtig) zu öffnen, unsere Bereitschaft, die Schmerzen der Änderung auf uns zu nehmen, die Agonie von Katharsis und Metamorphose, die Ungewißheit des Loslassens von Vertrautem und der Neuorientierung, zeigt doch, daß wir (1) am Leben und (2) lernfähig sind und daran arbeiten, auf ein höheres Niveau zu gelangen.

              Deshalb denke ich (doch kann ich dies nur im Hinblick auf mich persönlich so postulieren): Nein, es war nicht umsonst, sondern notwendiger Bestandteil meines von Gott so zugelassenen Entwicklungsweges. Wir sind alle in seiner Hand. "Werden nicht zwei Sperlinge für eine Münze verkauft? Und nicht einer von ihnen wird auf die Erde fallen ohne euren Vater. Bei euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt. Fürchtet euch nun nicht! Ihr seid wertvoller als viele Sperlinge." – laut Jesus Christus gemäß Mat 10 und Luk 12.

              Ein Rückblick auf vergangene WTG-Zeiten hat deshalb nur unter den Aspekten des Daraus-Lernens, sowie der Dankbarkeit für Erlebtes und Gelerntes im Hinblick auf Gegenwart und Zukunft zu erfolgen – nicht jedoch in Gram, Reue und Bedauern der Täuschung und des Irrtums und all dessen, was man alles falsch gemacht und hätte besser machen können - geschweige denn im Groll gegen den großen Täuscher WTG: "Niemand, der seine Hand an den Pflug gelegt hat und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes" – laut Jesus Christus gemäß Luk 9, 62. Ein Pflüger, der nicht nach vorne schaut, wird eine krumme Furche pflügen. Das sollte keiner von uns wollen.

              Nichts war umsonst, und es kann nur besser werden. Das wollte ich einfach mal loswerden. (Zitatende).

              Gruß,
              M.N.

              1. Störtebeker

                 

                Störtebeker an M.N.,

                 

                danke für deine Ausführungen zu deinem Thema: "War alles umsonst?"

                 

                Ich sehe das genau so. Nicht erst seit ich das von dir gelesen habe, sondern auch schon vorher.

                 

                Allerdings weiß ich auch, dass es für Viele hier nicht einfach ist, das so zu sehen. Deshalb ist es wichtig, dass wir diese Überlegungen hier immer wieder durchdenken!

                 

                Ohne jetzt viele Worte zu machen: Danke für den Beitrag.

                 

                Liebe Grüße an alle von Störti

                 

                 

                1. M.N.

                  Ja, ich möchte den Gedanken des "Dankbar sein für Erlebtes" natürlich in einem Punkt ganz klar begrenzen, nämlich wenn es um erlittenen Mißbrauch geht. Da gibt es absolut nichts, für das man "dankbar" sein könnte. Da kann nichts berichtigt oder beschönigt werden; da gibt es einfach keine Worte. Da gibt es nur das Vergessen, mit dem Beistand des Heiligen Geistes. Alles "andere" Unrecht, dem man in der JW.Org augesetzt gewesen war, kann man im Rückblick "relativieren" und in seine Weggeschichte einordnen - mit Mißbrauch geht das nicht.

                  Es schätze sich jeder glücklich (mich eingeschlossen), dem eine solch schreckliche Erfahrung erspart geblieben ist.

              2. Mowani

                Danke. So emfinde ich auch.

                Mowani

              3. Nachdenker

                Hallo Schneeflocke,

                eine menschlich schreckliche und traurige Erfahrung die ihr habt erleben müssen. Wie dankbar wir dich sein können das wir uns unseren Umgang frei aussuchen können und uns nicht an irgendwelche menschenverachtenden Regeln einer verboten gehörenden Organisation galten müssen. Diese Eingesperrten und Irregeführten ehemaligen Mitbrüder können uns nur leider tun. Was für ein unfreies und liebloses Leben die doch führen müssen.

                Grüße

                Nachdenker

                1. Ordnungszahl 83 (kristallin)

                  Hallo Schneeflocke, ich schreibe Dich jetzt erst in meiner Rolle als professioneller Spätzünder an, und zwar in Bezug auf Deine Textbotschaft. Zunächst dachte ich ja, ein Tintenfisch hätte das geschrieben - nicht wegen der Schleimigkeit -, wegen der drei Herzen am Schluss. Is'n typisches Tintenfischding, auf seine Biologie mit drei Herzen hinzuweisen ("Haha, zwei mehr!"). Aber nun gut, es war eine Person.
                  Und jetzt wieder im Ernst:

                  Ich kann verstehen, dass dieser Text belastet. Selbst mich belastet er, und ich muss ihn nur lesen und bin nicht zum Antworten genötigt. Ein verwirrtes Manifest eines kontextallergischen Glaubens. Und immer dieses Herumgereite auf Jes.43,10. Ich kann es nicht mehr hören.
                  "ihr sollt meine Zeugen sein"...
                  Zeugen wobei und wovon? Es war ein Gerichtsverfahren mit Gott als Angeklagten, dessen Verteidiger und als Richter zugleich.
                  Die damaligen Juden sollten bezeugen können, dass nur ihr Gott gesprochen hat, dass nur ihr Gott versprochen hat, dass nur ihr Gott eingehalten hat. Jehova griff sie damit an, fuhr sie damit an, bezeichnete sie als blind und taub (!), nannte sie also Abtrünnige (!) (Jes42,17-20; 43,8), vor denen er sich nun rechtfertigen müsse (Jes43,9-13). "Ihr seid meine Zeugen" war kein Lob, "ihr seid meine Zeugen" war ein Vorwurf (!). Wer baut denn bitte seine religiöse Identität auf eine Vorhaltung auf? Wer ist stolz darauf, sein Bekenntnis aus einem Vorwurf gebastelt zu haben? Soviel Bastelkleber kann man garnicht schnüffeln; soviele Lösemittel kann man garnicht inhalieren...
                  (Wie wenn einer mit dem Kopf gegen eine Mauer rennt und dann verklärt lächelnd sagt: "siehst'e, 'sie wissen nicht was sie tun' - ich auch nicht. Yes, Himmel kann kommen"...)

                  Und es ist noch nicht vorbei: ..."mein Knecht, den ich erwählt habe"
                  Ein Knecht ist ein Diener, ein Sklave. Wer unter Gesetz steht, ist ein Diener des Gesetzes. Christen stehen nicht unter der Autorität des Gesetzes, sondern unter der Weisung des Geistes Gottes. Wer durch Geist geleitet wird, ist Sohn Gottes, nicht Knecht (Röm8,14-16). Ich wiederhole: Erben - nicht Diener!

                  Alles, was für den alltäglichen Glauben eines Christen von diesen Versen übrigbleiben kann, sind die Satzzeichen. Aber keine Glaubensidentität, keinen Ausweis, und keinen Markenclaim kann man daraus generieren.

                  Irgendwie hat sich die Verfasserin - schlussendlich betrachtet - doch in einer großen Farbwolke aus (unbewussten) falschen Argumenten und eingeimpften Gefühlen aus dem Staub gemacht. Also doch Tintenfisch - irgendwie...

                  Ist alles bescheuert. Mehr, als Moccabohnen lutschen und den Kopf schütteln über soviel Verblendung kann man nicht.

                  LG
                  O83

                2. O.W.Schön@Ordnungszahl 83

                  "EIN KONTEXT-ALLERGISCHER GLAUBE!"

                   

                  Lieber O83,

                  "so viel Bastelkleber kann man gar nicht schnüffeln und so viel Lösungsmittel kann man gar nicht inhalieren" hast Du in Deinem letzten Kommentar behauptet. Und ich sage doch!!! Denn auf diese Art und Weise (strengstens verboten!!!) kann man den selbstgebastelten und kontextallergischen Glauben der Zeugen Jehovas problemlos aushalten! Schnüffel... schnüffel... schnüffel...

                  Uuiihh... buuiihh.. Huih Buih... ich sehe was, was du nicht siehst und das ist: Versteckt und ekelhaft... Huuiii Buuiii, die Dämonenfratzen auf jw.org stören mich gar nicht mehr, schnüffel, schnüffel... auf einmal sehe ich ganz klar und in allen Farben: Eine Organisation, die ständig lügt, ist naturgemäß verklebt mit dem Vater der Lüge und deshalb die vielen subliminalen Bilder überall... huuuiiihhh buuuiiihhh...

                  Schnüffel... schnüffel... schnüffel... auf einmal habe ich richtig Respekt vor dem Finanzgebaren der .Org. Was für ein gerissener Weltkonzern und welch ein hinterfotziges Management... und die machen... schnüffel... schnüffel... schnüffel... Milliarden-Umsätze derzeit! Respekt! Respekt! Respekt! Da kann selbst die Finanz-Mafia noch eine ganze Menge lernen an Hinterlist und Verschlagenheit!

                  Schnüffel... schnüffel... schnüffel... selbst die groben Bibelvergewaltigungen wie die überlappende Generation finde ich urplötzlich nicht mehr schlimm... wie kann man nur das Wort Gottes so meisterhaft und so geschickt verdrehen? Alle Achtung! Alle Achtung vor so viel meisterlicher Verlogenheit! Lügen ohne Rot zu werden, das nenne ich doch mal die hohe Kunst der Verblendung und der Manipulation!!!

                  Ooohh, oooohhh, ooooohhhh, die Wirkung des Bastelklebers des selbstgebastelten Glaubens der Zeugen Jehovas lässt nach und Lösungsmittel bekomme ich auch keine mehr bei OBI.

                  Auf einmal sehe ich die Dinge wieder ganz nüchtern und sachlich und brauche auch nicht mehr, DEN BEIDEN HÖCHSTEN SEI DANK, zu schnüffeln und zu inhalieren, denn Gott und Christus sagten all die Machenschaften detailliert voraus:

                  "15 Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind. 16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen... (Matthäus Kapitel 7 gemäß Schlachter)

                  Fußnote: "Sie verführen nicht, indem sie sich als Schafe ausgeben, sondern als Hirten auftreten. Sie werben für die breite Pforte und den breiten Weg... Deshalb kann man falsche Propheten an ihrer fehlenden Heiligkeit erkennen."

                  Dir, lieber O83, ein schönes Wochenende ohne selbstgebastelten Glauben der falschen Propheten und ohne Bastelkleber und ohne Lösungsmittel!

                  O.W.S.

                   

                   

                   

                3. Ordnungszahl 83 (kristallin)

                  Lieber O.W.Schön,
                  danke Dir, ich habe mich sehr über Deine Grüße gefreut. Da ich nun etwas später dran bin, bleibt mir im Gegenzug nur übrig, Dir einen guten und segensreichen Wochenstart (und eine dementsprechende Woche) zu wünschen.

                  Vielleicht haben wir neben dem Dogmenbastelkleber, der uns die Sinne vernebelt hat, und den Druckfarbengewordenen Bibelverdrehungen (dermale chemische Manipulation? Über die Farbe und beim Blättern über den Hautkontakt?... Da hat noch keiner drangedacht!) einfach nur was in die Augen bekommen.

                  Ich bin neulich auf den klugen Gedanken aufmerksam gemacht worden, was passiert, wenn man immer nur einzelne Verse, Versteile oder nur bedeutungsschwangere Worte aus Bibelpassagen als Lehre anbietet: es entsteht "Bibelkonfetti". Kleine, aufmerksamstark in die Luft gewirbelte, billige Fetzen - zerstreute und kurzlebige Effekthascherei.

                  Die WTG ist also die größte Bibelkonfettifabrik der Welt. Jeden Mi/Do und jeden Sa/So stellt sich einer auf die Bühne, greift schaufelgleich in eine Tüte JW-ORG-Bibelkonfetti und schwenkt es wie eine russische Diskuswerferin über die Zuhörer aus. Und an den Sitzenden vorbei flackern die in der Luft rotierenden zerpflückten Dinger mit "einem Zeugnis", "wurden zornig", "eine zeitlang", "Hirsch", "erwürgtem", "Schleusen"... Autsch! Hab schon eins ins Auge bekommen - Mann, das reibt und die Tränen steigen auf, die Dinger gehen mir voll auf den Tränensack!

                  Nene, das wird mir alles zu... bunt.

                  Ganz liebe Grüße
                  O83

  24. Sledge Hammer

    Das war eine Fleißarbeit, Danke und Hut lupf 🙂

  25. Janus

     
    Bei 163871 Verkündigern (Stand 2015) und 2121 Versammlungen (Stand 2016), sind in jeder Versammlung durchschnittlich 77 aktive (!) Verkündiger. Rechnet man Kinder und ältere hinzu, sollten in jeder Versammlung Anwesendenzahlen über 80 Personen üblich sein. Mit allen Untätigen, Kranken usw. sollte jede Versammlung zwischen 90-110 Personen umfassen. Wirklich? Ist das die Realität? In den mir bekannten Versammlungen eher nicht.
    Es grüßt
    Janus
     

    1. Annonym

       

      Ich kann diese Statistik aus der Praxis nur bestätigen.

      unser Königreichsaal in Blomberg wurde vor ca. 3Jahren verkauft. Er wurde komplett von unserer Versammlung bezahlt und mit Liebe und Herzblut vor nicht langer Zeit gebaut.

      Man versprach uns mit der Nachbarversammlung einen neuen Saal zu bauen.

      Wie es aussieht ist dieser Plan verworfen.

      unsere Versammlung muss nun 20km in die Nachbarveersammlung ihre Versammlung abhalten.

      So ähnlich geht es einigen weiteren Versammlungen, Säle werden verkauft und Versammlungen zusammen gelgegt.

      So viel zum Thema große Mehrung und Segen Jehovas

      1. ManfredF

        Lieber Annonym

        wenn ihr den Saal bezahlt habt, habt ihr denn wenigstens den Verkaufserlös bekommen? Und wie können andere euer Eigentum einfach verkaufen?

        ManfredF

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