Die geistlichen Lieder der Wachtturmgesellschaft

Quelle: JW:Org

Mit dem WT Studienartikel „Singt voller Freude“ Wachtturm November 2017, erhielten wir einen speziellen Gesangsunterricht, damit wir in Zukunft die vom Sklaven produzierten Lieder und deren Inhalt auch tatsächlich übernehmen. Nur die Lippen bewegen gilt ab sofort nicht mehr.

Zitat aus dem Artikel: “Ein bekannter Liedtexter sagte: ’Wörter erzeugen Gedanken. Musik weckt Gefühle. Aber ein Lied lässt dich einen Gedanken fühlen.’ Unsere Königreichslieder bringen Lobpreis und Liebe für Jehova zum Ausdruck.”

Link zum Video

Musik erweckt Gefühle, richtig, doch wer war der in diesem Absatz zitierte bekannte Liedtexter? Yip Harburg (*1896, +1981). Ein leidenschaftlicher Religionskritiker, bekennender Atheist, Kommunist mit feministischen und pazifistischen Einschlag. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch Religionskritiker, Diktatoren und Dogmatiker den Wert der Musik und das Singen, für sich als ein Mittel der Beeinflussung benutzen.

Lieder zum Lobpreis Gottes müssen unseren persönlichen Gefühlen entspringen, und sollten nicht instrumentalisiert werden. Und so macht die WTG aus dem Singen mal wieder schnell ein Dogma. Wer nicht freudig mitsingt in der Versammlungen, ist verdächtig.

Der Aufbau des Artikels verläuft nach dem bekannten Muster. Man bezieht sich auf einige Aussagen aus dem Alten Testament von begeisterten Sängern, Psalmisten, und konstruiert daraus eine Verpflichtung für alle, fleißig mit zu singen.

Zitat aus dem Artikel: „Schon seit Langem ist Musik für treue Anbeter eine Möglichkeit, Jehova zu preisen.  Oder: „Auch unsere heutigen Lieder sind wirklich „geisterfüllte Lieder“. (WIRKLICH?) Singen wir sie voller Dankbarkeit. Sie gehören zu der geistigen Speise, für die „der treue und verständige Sklave“ sorgt. Auch wenn dir das Singen schwer fällt, Trotzdem haben wir alle die Verantwortung, Jehova durch unser Singen zu preisen.

Obwohl das Neuen Testament bis auf die Stelle in Epheser 5,19 nur spärliche Angaben zum Thema Lieder und Musik in den christlichen Gemeinden geben, macht die WTG mal schnell ein Dogma daraus. Laut mitsingen ist eine Pflicht, wer nicht laut mitsingt kommt seiner Verantwortung nicht nach. Älteste die auf der Bühne nur die Lippen bewegen, das geht überhaupt nicht, deren Vorbildfunktion ist zu hinterfragen. es heißt hier: In Epheser 5,19 lesen wir jedoch „Sprecht einander in Psalmen, Hymnen und geistlichen Liedern zu; singt und jubelt dem Herrn in euren Herzen.“

Singen aus dem Herzen will die WTG verordnen.

Diese „Anweisung“ betreffs des “freudigen Singens” finden wir in allen ihren Vorschriften bezüglich unserer Empfindungen wieder. “Begeisterung” wird verordnet und verlangt. Wir haben “mit Begeisterung” den von ihr zu christlich/göttlichem Gebot erhobenen “Haus-zu-Haus-Predigtdienst” durchzuführen und “mit Begeisterung” allen von ihr vorgeschriebenen Zusammenkünften und Kongressen beizuwohnen, sowie mit Begeisterung “Kommentare geben“. 

Sie hat nicht verstanden das die angeführten Vorbilder nur aus dem Herzen heraus Gott Lobpreis gesungen haben. Da helfen keine Übungen und Atemtechniken. Warum singen wohl viele von uns nur halbherzig die vorgegebenen Lieder? Könnte es daran liegen, das sie sich mit dem Text und den Zielen dieser Lieder einfach nicht identifizieren können. Schon mal daran gedacht, liebe WTG? Anstatt das Singen zu einem Dogma zu machen, und Begeisterung zu erwarten, sollte man mal darüber nachdenken.

Ja, „es ist gut, für unseren Gott Lieder zu singen“ Ps. 147:1, Aber dabei sollte es sich um Lieder für unseren Gott handeln, und nicht Lieder die einer Organisation und deren Zielen dienen.

Ein geistliches Lied mit christlich-religiösem Inhalt ist in den meisten christlichen Kirchen fester Bestandteil des Gottesdienstes und der Anbetung. Mit dem gemeinschaftlichen Singen beschließt die Gemeinde üblicher Weise eine Predigt oder das Gebet im Kreis der Gläubigen. Vom Charakter her ist es ein Gebet des  Dankes, des Lobpreises und dient der Pflege der Gemeinschaft aber auch der Verinnerlichung von Glaubensinhalten.

Lieder in den Versammlungen der Zeugen Jehovas

Nicht nur, dass in unseren Zusammenkünften „spezielle  Glaubensüberzeugungen“ besungen werden, geht es vielfach auch um Tätigkeiten, Kampf, Einsatzbereitschaft und Werke für die Organisation, zu welchen uns ihre Vertreter anspornen.

Beispielhaft sei hier nur der Text des Liedes 150 genannt: „Jehova will, dass unser Dienst uns glücklich macht und Freude bringt. Wir bieten Hilfe an, jedermann, dort wo man uns braucht. Auch hier bei uns tut sich noch viel. Man Sprachen lernt, ein gutes Ziel. Es wird gebaut. Man setzt sich ein und legt sein Herz voll mit hinein“.

Kernaussage des Liedes: Glück und Befriedigung erfährt ein Christ vorrangig im „Dienst“. Sollte das nicht so sein, liegt es allein an ihm und seinem mangelnden Gehorsam gegenüber Jehova.

Oder nehmen wir das Lied 140 über das Leben eines Pioniers: „Wenn der Tag neu erwacht, nun zu Ende die Nacht, uns‘re Augen noch schwer, doch wir sind auf dem Weg. Viele Leute uns seh‘n, manche bleiben auch steh‘n. Und wir sind für sie da, lächeln freundlich sie an jeden Tag. So zu leben hat Sinn, ist ein echter Gewinn. Für Jehova das Beste, er segnet uns sehr jeden Tag.“

Weitere Liedertitel sollen wohl bewusst Ängste schüren und an unsere Einsatzbereitschaft appellieren wie etwa: „Leben steht auf dem Spiel“ oder „ Anweisungen für  unseren Dienst“ oder Einsatz für die angeblichen Brüder Christi: Ihr habt es für mich getan“.

Und selbst da, wo es im Text vordergründig um Gott oder um das Opfer Christi geht, wird unterschwellig auf Werke, den Einsatz und die Dankbarkeit abgehoben. Dankbarkeit und Angst lassen keine Kritik hochkommen und dämpfen nüchternes Nachdenken, was für den Fortbestand der WTG unverzichtbar ist.

Lied 138: O Höchster in den Höh‘n, Jehova ist dein Name. Wir wollen für dich leben, als Zeugen von dir reden. Jehova ist dein Name, nach dir sind wir benannt. Als Volk für deinen Namen, wir machen ihn bekannt“.

Es fällt auf, dass die Glieder des „treuen und verständigen Sklaven“, also die „Gesalbten“, zunehmend in den Vordergrund gerückt werden und sich, wie etwa im Lied 147, besingen und glorifizieren lassen: „Sie sind die neue Schöpfung, erkauft aus der Menschenwelt. Gottes Söhne, Gesalbte, sind von ihm auserwählt. Sie sind heilig, Gott hat sie ins Licht geführt, Sie vertreten die Wahrheit, sind von ihr tief berührt. verbreiten sie weltweit deinen Ruhm. Sie steh‘n zu ihrem Auftrag, usw.

Als Christ mag man sich schwerlich vorstellen, dass es den Aposteln und Jüngern Jesu je eingefallen wäre sich von der Urgemeinde abzuheben, indem sie sich zu ihrer eigenen Ehre hätten besingen und loben lassen. Auch ist mir als ehemaligem Katholiken kein Lied bekannt, in welchem sich etwa der Papst als Stellvertreter Gottes mit Liedern hätte musikalisch verehren lassen.

Doch das drastischste Beispiel der Selbstverherrlichung liefert das Lied Nr. 151: „Die Offenbarung der Söhne Gottes“:

In diesem Text geht es vordergründig um die in der Bibel erwähnten „Gesalbten“. Es ist schon penetrant und schon beinahe peinlich, wie sich hier die Glieder der leitenden Körperschaft als Vertreter des Überrests der Gesalbtenklasse  von der Bruderschaft beehren und verherrlichen lassen. Die Botschaft lautet sinngemäß: „Wir werden bald vom Himmel aus über euch herrschen und alle, die sich jetzt noch weigern sollten uns schon heute zu akzeptieren und anzuerkennen, werden auch von uns in der großen Endschlacht an der Seite von Jesus Christus vernichtet werden.

Ein kurzer Textauszug: „Gott seine Söhne offenbart, die Zeit ist nicht mehr fern. Im Himmel werden sie regieren, mit Christus ihrem Herrn. Den Söhnen Gottes wird dann auch der Sieg und Lohn gehören. Der König bald gibt den Befehl. An Christi Seite kämpfen sie, im großen Schlusskrieg dann. Glücklich vereint in Ewigkeit bleiben sie mit dem Lamm“.

In seiner abschließenden Ansprache auf einem Kongress in Schweden lässt Anthony Morris dieselbe Denkweise der Glieder der leitenden Körperschaft durchblicken.

Desgleichen bei einem internationalen Kongress in Helsinki, als Anthony Morris im Auftrag der leitenden Körperschaft im Brustton der Überzeugung verkündet, wie die Führung der Zeugen Jehovas – die leitende Körperschaft also – bei der Vernichtung dieses Systems und der Tötung von Milliarden von Menschen an der Seite Jesu Christi in naher Zukunft in die Kampfhandlungen mit eingreifen wird.

Sie zählen sich zu den „144.000“ und identifizieren sich mit den „Gesalbten“. Ferner belehren sie uns darüber, dass sie nach ihrem Tod in den Himmel kommen und vom Himmel aus über die Erde herrschen werden. (Offenbarung 5:10) Die übrigen Zeugen bilden hingegen die „große Volksmenge“, welche auf der Erde übrig bleiben und den Schlusskampf von „Armageddon“ überleben werden.

Was ist dieser Schlusskampf oder Armageddon? Man versteht darunter die Endschlacht zwischen Gott und der „ungläubigen Menschheit“. Die Zeugen lehren, dass vor der Schlacht von Armageddon alle 144.000 bereits im Himmel sind, wo sie dann als Mitregenten mit Jesus mit der von Gott verliehenen Autorität die Feinde des Königreiches erdenweit mit „eisernem Stab“ hüten, sprich über sie die endgültige Vernichtung verhängen würden. (Off. 2:26, 27).

Wer wird nun in Armageddon getötet?

Laut „Der Wachturm“ eben jeder der kein Zeuge Jehovas ist. “Nur Jehovas Zeugen — die Glieder des gesalbten Überrests und die „große Volksmenge“ — haben als vereinte Organisation unter dem Schutz des höchsten Organisators die biblische Hoffnung, das nahe bevorstehende Ende des zum Untergang verurteilten, von Satan, dem Teufel, beherrschten Systems zu überleben.” Wachturm 01.09.1989, S.19 Abs. 17

Bei derzeit rund 8 Millionen aktiven Zeugen, ihren Kindern und weiteren Personen, die sich am Predigtwerk beteiligen, sind das etwa 10-12 Millionen. Das bedeutet, dass 99,9% der Menschheit vernichtet und nur 0,1 Prozent als Angehörige der Zeugenorganisation überleben werden. Für diese Annahme bedarf es schon einer sehr starken emotionsgestützten Überzeugung.

Anthony Morris: Engel des Todes

Auf dem Sommerkongress in Helsinki bestärkte Anthony Morris III seine Hörerschaft mit 2. Könige 19:35 in der Überzeugung einst zu den Überlebenden zu gehören. Da hatte einst ein einziger Engel im Auftrag Gottes über Nacht 185.000 assyrische Krieger umgebracht. In naiver Weise hob er hier wohl auf die graduellen Unterschiede der himmlischen Zerstörungskräfte ab, gegen die jeglicher Widerstand zwecklos ist. Das erzeugt bei den Zuhörern zumindest wohlige Sicherheit und Zuversicht, Merkmale, auf die man nicht verzichten will.

Dann führte Morris weiter aus: „In Armageddon wird Christus Jesus aufstehen und mit ihm seine 144.000. Könnt ihr euch vorstellen, wenn ein Engel 185.000 Personen tötete, was die 144.000 unsterblichen Geschöpfe mit Jesus erst an Kampfkraft in die Schlacht werfen werden? Das hören die Zeugen gerne, denn es bestärkt sie in der einzigartigen Hoffnung auf die eigene Errettung und die Vernichtung ihrer Gegner, was nebenbei ihre Behaglichkeit stärken dürfte.

Morris will einfach an seine Hörer appellieren und ihnen sagen: „Du musst ein loyaler Diener Jehovas sein – indem du der Organisation, die ich gemeinsam mit den Gliedern des „Sklaven“ zu leiten die Ehre habe, absoluten Gehorsam entgegenbringst – oder meine geistigen Brüder und ich werden dich leider hinrichten müssen, nachdem wir von Christus in naher Zukunft mit unbezwingbaren Kräften aus der Höhe bestückt werden.“

Soweit die groteske Auslassung des naiv betulichen Anthony Morris zum Thema Harmagedon. Offenkundig verstärkt es die eigene Bedeutung, mit welcher er sich gerne schmückt, wenn er seine Zuhörer in Furcht versetzen und das Joch der WT-Organisation auf ihrem Nacken verstärken kann. Solltest du an dieser Haltung zweifeln, dann höre dir bitte einmal an, wie Anthony Morris III sich über die Tötungsmodalitäten auslässt, die nach seiner Schilderung in Harmagedon wie verbrannte und aufgeplatzte Hot Dog-Würstchen herumliegen werden. Das ist wohl die Furcht vor dem modifizierten Höllenfeuer, welche Generationen gutgläubiger Katholiken in Schach gehalten hatte, und auch bei den Zeugen die beabsichtigte Wirkung hervorrufen dürfte.

Dieser absurde Gedanke wurde auch im Wachtturm 15. 2. 2014 schon angedeutet. http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/2014122

Im Artikel „Jubelt Christus zu — dem glorreichen König!“ wird im Absatz 16 ausgeführt:

Wer gehört zu den himmlischen „Heeren“, die Christus in die Schlacht folgen? …… Gehören aber nur sie (die Engel)  zu seinen Heeren? Jesus versprach seinen gesalbten Brüdern: „Dem, der siegt und meine Taten bis zum Ende hin bewahrt, will ich Gewalt über die Nationen geben, und er wird die Menschen mit eisernem Stab hüten, sodass sie gleich Tongefäßen zerbrochen werden, ebenso wie ich von meinem Vater empfangen habe“ (Offb. 2:26, 27). …. dem werde ich Macht über die Völker geben.  Er wird über sie herrschen mit eisernem Zepter,  und sie zerschlagen wie Tongeschirr“

Somit zählen zu Christi Heeren im Himmel auch seine gesalbten Brüder, die bis dahin ihren himmlischen Lohn erhalten haben werden. Die gesalbten Mitherrscher sind an seiner Seite, wenn er die Nationen mit eisernem Stab hütet und dabei „furchteinflößende Dinge“ vollbringt.

Dieses „neue Licht“ stützt sich auf den Text aus Offenbarung 2:26,27 „Dem, der siegt will ich Gewalt über die Nationen geben, und er wird die Menschen mit eisernem Stab hüten (oder weiden, wörtlich hirten), sodass sie gleich Tongefäßen zerbrochen werden.

In diesem Vers aus Psalm 2:8 geht es jedoch nicht um die Schlacht Gottes, in welcher alle Menschen in einem Blutbad vernichtet werden, sondern um die Herrschaft Christi über die Völker der Erde. …und  wer von den Auserwählten bis zuletzt nach seinem Willen lebt und handelt, dem wird er an dieser Macht über die Völker der Erde beteiligen. Mit eiserner Strenge wird er über sie herrschen und die Macht der Völker wie Tongefäße zerschlagen, nicht aber Menschen ausrotten.

Außer der NWÜ spricht keine Übersetzung von Menschen, die fallen oder vernichtet würden, vielmehr ist hier die Rede von der Herrschaft Gottes über die Völker. Es ist einfach absurd eine Verbindung zwischen Offenbarung 12:7-9 und Offenbarung 2:26 herstellen zu wollen, so als ob sich beide Verse auf dieselbe Situation beziehen würden.

Die WTG nutzt ganz einfach die tiefenpsychologische Macht der Musik und missbraucht ihre  Lieder für eine unangemessene Manipulation der Bruderschaft in ihrem Sinne, wie es auch in der Politik seit jeher der Fall ist. Peinlich berührt mich die Tatsache, dass Bruder Splane vor dem Wachtturmchor höchst persönlich seinen Taktstock schwingt und sich damit gleichsam selbst den Glorienschein aufsteckt.

Dass die WTG nun voll auf die beeinflussende Macht der Musik und ihrer Lieder baut, zeigt sich auch in ihren monatlich produzierten Musikvideos, welche sinnvolle Lebensinhalte und Glück nur noch in der Unterordnung unter den Willen der Organisation sieht. Die ständige Beeinflussung über die Sinne, das Hören von Musik und das Singen von Liedern, ruft Emotionen hervor, die sich zusammen mit den bunten Illustrationen in den Publikationen fest zu einem irrationalen Glaubensfundament formieren und das gute Gefühl erzeugen auf dem einzig richtigen Weg zu sein. Diese Form der Manipulation ist dann auch nicht mehr durch nüchtern rationale Überlegungen und Argumente aufzubrechen, damit die Brüder möglichst unlösbar mit ihrer Organisation verwurzelt und verbunden bleiben.

Es gibt keine Verantwortung gegenüber Gott ihn mit Lieder zu preisen. Ja, geistige Lieder verbunden mit einer schönen Melodie erreichen mein Herz und können mich anrühren ohne das ich lautstark vor Anderen singe. “Singt und jubelt dem Herrn in euren Herzen“ sagte Paulus, das ist wertvoller vor Gott, als einer Verordnung zu folgen und einer Verantwortung nachzukommen.

Mag ich nicht (48)

146 Kommentare zu “Die geistlichen Lieder der Wachtturmgesellschaft

  1. Sylvia Geiser

    Danke RoKo für Deine schöne Geschichte, die zur Aufklärung dient.

    Herzliche Grüsse

    Sylvia

  2. RoKo24

    Ihr Lieben, weil Viele mitlesen und unsere Statements unterschiedlich interpretieren möchte ich zum Kopftuch Kopfbedeckung und den herrlichen Beitrag von Hupsi http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/die-geistlichen-lieder-der-wachtturmgesellschaft/comment-page-3/#comment-31640
    etwas anmerken:

    Die Dinge zur Bedeckung des weiblichen Kopfes ist keine Erfindung der Zeugen Jehovas, der LK oder WTG. Diese Kernaussage entstammt der Bibel und ist in jeder Übersetzung vorzufinden. Die Anwendung biblischer Dinge führt jedoch manchmal zu Irritationen.

    M.N. hat mich sehr zum schmunzeln gebracht mit der Bezeichnung eines ausgeleierten Halswirbels. Viele Brüder und auch ich haben so oft den Kopf geschüttelt (wegen falscher Anwendung von biblischen Lehren), dass man überlegen sollte, ob die heutigen Nackenschmerzen gar in eine „Haftung“ aus der Tätigkeit im Vereinsleben zugeleitet werden könne. Das Thema „Berufskrankheit“ findet hier eine völlig neue Anwendung – oder? Ein Verein ist dafür versichert. Link: http://www.vereinswiki.info/node/200 Wenn nicht, haftet dieser mit seinem Vermögen. Wäre mal eine Überlegung wert 😉 - Achtung Sarkasmus gepaart mit tatsächlichem Recht.

    Hupsis Beitrag brachte mich ebenso zu schmunzeln. So eine Begebenheit gab es bei uns in der Versammlung auch einmal, als alle Älteste und Dienstamtgehilfen zu einer Schulung abwesend waren. Da wurden von Pionierschwestern die irrwitzigsten Kopfbedeckungen ausgegraben. Auch ein Taschentuch. Respektvoll empfand ich das nicht und kann M.N.s Eindruck bestätigen. Hut ab für Hupsis Engagement. Offensichtlich wurde mir allerdings wieder, dass viele heutigen Schwestern mit diesem Thema keineswegs souverän umgehen und die Anwendung eines Kopftuches eher eine lästige Belastung, ein Muss, ein Befehl angesehen wird, statt einer Ehre darin sehen. So sehe ich das. Täusche ich mich? Dann berichtigt mich bitte.

    Lest bitte 1. Korinther 11. Paulus schrieb dies an die Versammlung in Korinth, die für einige „Verstöße“ bekannt war. Vielleicht lag das damals schon an der westlichen Lage der Stadt ausgehend vom damaligen Israel, so wie auch heute die westliche Welt und deren Mode viel Einfluss auf die ganze Lebensführung und Entwicklung in der Besinnung dort lebender Menschen hat.

    Jesus sagte, mein Reich ist kein Teil dieser Welt, also sind weltliche Probleme oder Mode oder Verhaltensregelen die dort als chic gelten, Nichtig bei Gott. Dazu zählt auch Anzug und Krawatte-Zwang, das von der WTG als chicliches Aussehen und als ein Erfordernis für die Anbetung gelehrt wird. Ich sorgte auch mal für Anstoss, weil ich zur Zusammenkunft keinen Binder trug, sondern ein anderes Schmuckelement an den Kragenspitzen. Nur im besten Zwirn wäre man für Gott annehmbar, und einige weiten die Regel auch auf ein weißen Hemd aus, ein farbiges oder gemustertes ist tabu. Das das Quatsch und Nonsons ist geht nicht in die Birne. Für Gott annehmbare Bekleidung ist weit dehnbar. Annehmbar kommt aus dem Herzen, dem Inneren. Wer das vollends verstanden hat, kann sodann Gott ehren, denn mit einem gestörtem Verständnis ist Gottesehre für ihn unannehmbar. Wir sollen ihn mit Geist und Wahrheit anbeten.

    Eine Schwester in meiner Versammlung, die kurze Haare auf dem Kopf mag, wurde von meinen Ältesten angesprochen, künftig auf das Tragen ihrer offenen, kurzen, abstehenden Zipfelhaarfrisur zu verzichten und wie andere Frauen auch, doch besser langes anliegendes Haar tragen. Fühlten sich im Anblick einige Verkündiger in ihrer Privatsphäre gestört? Nur so wäre ihre Haarpracht annehmbar! Diese Aussage steht aber insofern im Widerspruch zu 1.Kor. 11:6. Aus dortigem Wortlaut wird ersichtlich, dass die individuelle Ansicht, was die Frau selbst als chic oder anstößig empfindet, maßgeblich ist. Wenn eine Frau kurze Haare trägt und dies aus Überzeugung und gern, dann sollte man dies achten und respektieren. Da die Mehrzahl von Frauen langes Haar für ihren Ausdruck ihrer Schönheit empfinden und pflegen, so sollen diese ihr langes Haar bei religiöser Lehrtätigkeit bedecken. Dies ging mit der alten Regel im mosaischen Gesetz zu den äußerlichen Unterschieden zw. Mann und Frau einher.

    Wer das nicht verstanden hat, lese hier: 1. Tim 6:4
    so ist er [vor Stolz] aufgeblasen+ und versteht nichts,+ sondern ist wegen Streitfragen und Debatten über Worte+ geistig+ krank. Aus diesen Dingen entspringen Neid+, Streit, Lästerreden+, böse Verdächtigungen, (NWÜ)

    Denn für Gott sind erzwungene Regeln immer etwas Unannehmbares. Er liebt die freiwillige Gabe! Teil der Grundlehre der Bibel.

    Ich als Mann finde diverse Kopftücher wunderschön und auch als Ausdruck feminier Weiblichkeit. Manche Tücher sind aus bestem Stoff, schicklich gewebt oder aufwendig bestickt. Wie eine Tracht. Ein Kopftuch galt auch in unseren geografischen Lagen oft als Teil einer Tracht. Und letztlich ist der Kopfschleier einer Brautbekleidung anlässlich zur Hochzeit ebenso ein solches, daran denken die wenigsten…

    Infolge großer Zuwanderung vieler Frauen aus dem nahen Osten ist die Verbreitung des Tragens von Kopftüchern in der Öffentlichkeit auch wieder bei uns in Deutschland angekommen, wird aber heute bei uns als fremd oder gar anstößig empfunden. Etwas, was vor wenigen Jahren bei verschiedenen Arbeiten die Frauen gar als praktisch empfunden haben, Schutz vor starkem Schmutz, Kohlenstaub, Dreck und Staub wird heute gern vergessen. Ich weiß noch meine Oma bei Gartenarbeit oder beim Kohlen schaufeln immer ein Kopftuch trug.

    Selbst während einer Fahrt in einem Cabrio trug Frau in den 50er, 60 und 70er Jahren ein Kopftuch und empfand dies sicher nicht lästig.

    Ein ZJ spricht heute sodann des Öfteren von der falschen Religion und belächelt diese Lebensweise und trägt dann für seine Rechtfertigung Elia und seinen Spot vor. Dass diese Menschen so innig ihre Religion ausleben ist mir statt dessen eine große Bewunderung wert gepaart mit großem Respekt. ZJ können sich da besser mal eine dicke Scheibe abschneiden denn sie agieren sehr oft völlig respektlos.

    Noch eine Erfahrung: Ich kenne eine westliche Frau (keine ZJ), die einmal beruflich einen Auftrag erhielt und als Psychologin einer Verwandlung zu einem großen Geschäft einer großen Firma mit den arabischen Emiraten beiwohnen sollte. Sie sollte ergründen, so ihr Auftrag, welche Absichten hinter dem Geschäft zugrunde lagen und welche Ziele das Königshaus verfolgte. Als ehemalige Polizeipsychologin sollte sie das herausfinden. Sie nahm an, flog an den Golf und entschied sich aus Respekt dortiger Bräuche für ein Tuch auf dem Haar und trug es zum Gesprächstermin, denn sie war die einigste Frau unter vielen Geschäftsmännern. Die Delegation des Prinzen äußerte, dass das von Ausländerinnen nicht verlangt wird. Meine Bekannte sagte aber, sie möchte das gern und auch als Ausdruck der Achtung vor der Autorität des herrschenden Königs und dass dies auch im christlichen Glauben religiös üblich sei und so in der Bibel steht. So erhielt sie die Empfehlung, ein schlichtes Tuch in grau bis dunkelbraun reiche aus, schwarz muss es nicht sein, denn auch Farben und Aussehen der Kopftücher spielen dort eine Rolle. Sie kaufte dort in einem Geschäft ein solches Tuch, es hat einen bestimmten Namen aber den weiß ich nicht. Die Begebenheit wurde dem Prinzen vorgetragen und er wollte sie sodann auch sehen und sprechen, das war aber im Protokoll einst gar nicht vorgesehen. So lernte sie den Prinz persönlich kennen und wurde noch zu einer weiteren Audienz eingeladen. Ihr Aufenthalt wurde aus Kosten des Könighauses verlängert und sie erhielt auf Befehl des Prinzen hin die größte Suite im Hotel mit eigenem Buttler. Die Hotelangestellten entschuldigten sich sie als Gast verkannt zu haben. Das wollte sie gar nicht. Sie sagte mir, sie wurde fortan wie eine Königin behandelt was ihr sehr unangenehm war. Der Prinz selbst hat in jungen Lebensjahren in Amerika studiert, hatte gleichfalls den Doktorabschluss in Sozialwissenschaften und war mit westlichen Bräuchen bekannt, so gab es viel Gesprächsstoff der beiden. Aber das mit dem Kopftuch in der Bibel war ihm neu. Sie sagte mir, er sandte gleich einen Diener los, um für ihn eine Bibel zu kaufen, er wollte das nachlesen. Da dies im arabischen Raum nicht möglich war buchte man dem Diener sogar einen Flug in ein Land, wo es eine englische Bibel käuflich gab. So viel Aufwand! Dass Zeugen Jehovas allein den Schöpfer ehren kann ich mit dieser Geschichte widerlegen. Die Geschäftsfrau erhielt daraufhin ebenso Aufträge aus dem Königshaus und sie musste gar einige aus Zeitmangel ablehnen. Und alles nur wegen dem Kopftuch. Ich finde die Begebenheit so wunderschön und sie bestätigt einmal mehr die Aussage der Bibel: Wer sich selbst erniedrigt wird erhöht werden.

    LG RoKo

    1. M.N.

      "Die Dinge zur Bedeckung des weiblichen Kopfes ist keine Erfindung der Zeugen Jehovas, der LK oder JW.Org. Diese Kernaussage entstammt der Bibel ..."

      Stimmt, lieber Roko24; "es steht in der Bibel"; doch "der Leser wende Unterscheidungsvermögen an", genau so wie hinsichtlich der "Predigtdienst verrichten"-, der "nur im Herrn heiraten"-, der "entbietet ihm keinen Gruß"-, der "enthaltet euch des Blutes"-, der Exkommunizierungs- etc. Aussagen. Das steht in der Tat alles "drin", und doch wird das alles von fundi-fanatischen Religionen wie z. B. JZ eigenzweckdienlich hingebogen und um- bzw. neudefiniert, dass sich teils die Balken biegen. Immer beachten: Es gibt zu allem, was "drin" steht, so etwas wie einen KONTEXT - sei es inhaltlicher oder historischer Art, und den kann man nicht einfach so außen vorlassen, wenn man z. T. recht schwierige biblische Aussagen in knallharte Handlungsanweisungen umformuliert, die das Leben von Millionen Menschen massiv beeinflussen; da ist große Behutsamkeit und Verantwortungsgefühl gefragt, an denen es solchen selbsternannten, dümmlich/naiven Rechthabern vom Schlage eines AntMo3 und Konsorten allerdings vollends gebricht.

      Back to topic "Kopfbedeckung für Frauen":

      Die Masse der Kommentatoren geht darin einig, dass heute nicht klar ist, was genau Paulus mit seiner Anweisung meinte, dass es aber wahrscheinlich eher um Ausdruck einer GEISTESHALTUNG als um eine bloße äußere Handlung gehe. Des Weiteren erscheint es betreffs dieser nur vor dem Hintergrund ihres spezifischen historischen Anlasses zu verstehenden Passage äußerst fraglich, ob diese strikt buchstäblich 1:1 in die heutige Zeit übertragen werden kann, ohne ihrem historisch/situativem Kontext Gewalt anzutun.

      Albert Barnes verweist in seinem Kommentar zu 1Kor 14,35 ("Frauen sollen in der Versammlung schweigen") auf folgenden historisch/jüdischen Kontext:

      "On this subject the Jews were very strenuous, and their laws were very strict. The Rabbins taught that a woman should know nothing but the use of the distaff; and they were specially prohibited from asking questions in the synagogue, or even from reading.—See Lightfoot. The same rule is still observed by the Jews in the synagogues."

      Im Lichte der gegen die ersten Christen seitens der Juden herrschenden Animosität erscheint es sinnvoll, die "Kopfbedeckung"-Anweisung im gleichen Licht zu sehen wie die Tatsache, dass Paulus laut Apg 16,3 den Timotheus "um den Juden willen" beschneiden ließ, obgleich dies aus christlicher Sicht kein Erfordernis war; vgl. mit 1Kor 9,20.22 ("Allen Menschen alles werden"). Es ging hier also darum, die ohnehin bereits aufgewiegelten religiösen Gefühle der damaligen, den Christen gegenüber extrem feindlich gesinnten Juden nicht noch weiter zu erhitzen. Dies wird durch die 1Kor 14,35-Abschlussbemerkung "… wie auch das Gesetz sagt" weiter bestätigt. Es ist klar, dass ein solcher gesellschaftlicher Kontext in der Jetztzeit nicht gegeben ist. Harte Vorgaben und "eiserne" Regeln können heute auf der Grundlage dieser Passage auf keinen Fall erstellt werden, ohne sofort in den Bereich unbiblischer Spekulation und willkürlicher Regelfestlegung abzugleiten. Deshalb sind die JW.Org-"Kopfbedeckungs"-Direktiven (genau wie die "Frauen dürfen in der Versammlung nicht lehren"-Anweisung); als extrem fundamentalistisch überspannt, grotesk überdehnt und im Sinne von 1Kor 4,6 als den biblischen Rahmen sprengend zu bewerten.

      Gruß,
      M.N.

      1. Lichtspender

        Nur so nebenbei: Interessanterweise -- besser gesagt seltsamerweise -- wird  1. Korinther 11:5-7 in der revidierten Zürcher Bibel so wiedergegeben:

        "Jede Frau aber, die betet oder prophetisch redet und ihr Haar nicht aufgesteckt hat, bringt Schande über ihr Haupt. Denn so unterscheidet sie sich in nichts von der Kahlgeschorenen.  Wenn eine Frau nämlich ihr Haar nicht aufsteckt, dann kann sie es ja gleich abschneiden lassen! Wenn es aber für eine Frau eine Schande ist, sich das Haar abschneiden oder sich kahl scheren zu lassen, dann soll sie es aufstecken. Der Mann soll sich das Haar nicht kunstvoll zurechtmachen, da er Abbild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist Abglanz des Mannes."

        Zum Textzusammenhang im Kapitel 11 passt diese Übersetzungsweise m.E. nicht so recht.

         

        1. Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ

          Stichwort "Haare"

          Was vor 2000 Jahren schick war, ist heute nicht Mode,vor 200 Jahren trugen sogar Männer Langhaarperücken. Im engl. Parlament heute noch...

          Paulus' Briefe sollten daher - gemäß M.N.s Formulierung - aus dem "historisch/situativem Kontext" beurteilt werden. Beispiel 1Kor 11:

          14  Oder lehrt euch nicht auch selbst die Natur, daß, wenn ein Mann langes Haar hat, es eine Unehre für ihn ist?

          Welche "Natur" sagt denn das? Es ist die Natur, die Paulus subjektiv und wahrscheinlich modebewusst, zu Pergament brachte. Fotos von mir aus den 1970-er Jahren veranlasste meine Enkelin zum Ausspruch: "Da hattest du aber lange Haare". Naturbedingt? Nein, modebewusst, für Paulus "eine Unehre", eines Mannes nicht würdig. Nun sage man mal: das wurde dem Paulus inspiriert?

          Ist ein anderes Thema, könnte aber gelegentlich biblisch analysiert werden, meint grüßend

          Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ

          1. Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ

            Zum Stichwort "Natur"

            Das Bibellexikon meint: "...„Naturgesetze" genannt; sie regieren jedes Wesen und setzen gewisse Anstandsformen fest. So lehrt die Natur, dass ein Mann keine langen Haare haben soll (1. Kor 11,14)."

            Sind lange Haare bei einem Mann dann sowas wie "unanständig"? Vielleicht sahen dies die Römer vor 2000 Jahre so, die trugen die Haare kurz. Vielleicht hat das dem Paulus gefallen, der Haarwuchs selbst ist für mich gendermäßig "Natur", erfolgt gleich langsam...

            Zur Auflockerung, sollte ich von meinen Locken erzählen.

            Es war etwa 1975 (als Harmagedon kommen sollte), da hatte ich, wie fast alle jüngeren Männer, die Haare über die Ohren runter. Nicht so wie der deutsche Grüne (Hof...?),  für mich ist er der Blondel unter den Abgeordneten. Meine Haarpracht sah etwas ungepflegt aus, trotz Kopfwäsche (vom Boss) 😉

            Also trug ich das meinem Friseur vor, was tun? Er meinte, da helfen Locken. Ha, ich sowas am Kopf, das ist doch weibisch. Er überredete mich und ich musste einen Stock höher, in die Frauenabteilung. Es war mir direkt peinlich, wie die Damen dort neugierig auf mich blickten. Da erlebte ich die Prozedur eines männlichen Frauenkopfes, ich kam auch unter die Haube. Danach sah ich meine neue "Natur". Sah gut aus - aber, wie sehen das die Kollegen? Nicht nur Frauen gehen während der Arbeitszeit zum Frisör also auf ins Büro... verratet mich nicht!

            Ich tauchte in der Abteilung auf und da konnte ich den Unterschied bei Reaktionen von Weibleins und Männleins erleben. Sekretärin samt anderen Damen kamen herbei und zeigten sich entzückt. Die Männer bemerkten das nur, weil die Frauen darauf hinwiesen, kein Mann interessiert sich über solche Naturveränderungen. Tags darauf flog ich nach München zur anderen Firma. Dort kamen auch die Damen herbei und blickten sofort auf meinen Kopf, keiner der Männer bemerkten was.

            Das zeigt auch, wie unterschiedlich Frauen und Männer etwas wahrnehmen. Auch ein Film im Vorjahr war typisch, wo die Hauptdarstellerin 2 Paar Damenschuhe hochhielt und ihren Freund fragte,  "welche soll ich nehmen?".  Er etwas mürrisch, ist ihm egal ... aber sie wollte doch eine Entscheidung von ihm. Er entschied und sie blickte nur etwas vor sich hin - und nahm dann das nicht gewählte Paar...         -( ͡° ͜ʖ ͡°)╯

            Da würde ich sagen, die "Natur" von Frau und Mann ist eben verschieden, nicht nur der sog. "kleine Unterschied" macht es aus, auch nicht #Metoo 

            So, genug geplaudert →

  3. Horst

    Danke lieber Bruder, für den Hinweis auf diesen WT vom 17. Nov 2017 mit dem schönen Artikel "Singe voller Freude".

    Die darin enthaltenen Anleitungen zur richtigen Öffnung des Mundes anlässlich eines Gesanges und die richtigen Atemübungen gehören, man höre und staune, "..zu der geistigen Speise, für die der treue und  verständige Sklave sorgt". (Ende Zitat).

    Im Gegensatz zur WT-Meinung bin ich der Ansicht, dass es Gott schaudern muss ob der primitiven Märchenverse im Kleinkinderjargon, die diese Lieder enthalten.  Quintessenz Lied 118 : "Von Herzen streng Dich weiter an ...".

    Wirklich geistreich und glaubensstärkend auch Reime wie "Gottes neue Welt ist NAH, all die Segnungen auch von Jeho-VA".

    Höchst interessant ist in diesem Zusammenhang der Wachtturm vom 15.12.2010, Seite 20-24.

    Hier wird berichtet, dass Pastor Russel im Jahre 1869, als er seine Suche nach Gott schon fast aufgegeben hatte, auf dem Heimweg durch Musik aus einem schmuddeligen Saal seinen "erschütterten Glauben an die göttliche Eingebung der Bibel wieder gefestigt sah."

    Kein Witz, sondern "geistige Speise" ...

    Wahrscheinlich war Russel auf dem Heimweg aus einer Kneipe, und in dem Keller sangen sie ein paar schöne Gospels.

    Diese Liedtexte sind eine Beschämung für Gottes Lobpreis. Ich würde mich nie trauen, mir einen solchen Vers anzumassen.

    Gruss an alle
    👍

    Horst

    1. hei-bea

      Lieber Horst,

      "schön" trinken hat schon bei vielem geholfen....!

      Gruß von einer weniger trinkfesten    hei-bea

      1. Horst

        Liebe hei-bea,

        so viel könnte ich aber nicht mal als gestandener bayrischer Schwabe trinken, dass ich diese Lieder "schön" finde...

        Grüssle

        Horst

    2. Omma@Horst

      Lieber Horst,

      du schreibst: "Im Gegensatz zur WT-Meinung bin ich der Ansicht, dass es Gott schaudern muss ......"

      Was sagst du zu diesem Bibeltext?

      Amos 5:23+24   (Die gute Nachricht)
      23 Hört auf mit dem Geplärr eurer Lieder! Euer Harfengeklimper ist mir lästig!
      24 Sorgt lieber dafür, dass jeder zu seinem Recht kommt! Recht und Gerechtigkeit sollen das Land erfüllen wie ein Strom, der nie austrocknet.

      Liebe Grüße von Omma und Oppa

      1. Horst

        Liebe Omma,

        Amos 5:23+24 trifft wirklich sehr schön zu. Also gibt es doch teilweise eine "neuzeitliche Erfüllung" ...

        Grüss mir Deinen Oppa

        Horst

  4. M.N.

    Es sei denn, man definiert den Terminus "geistgesalbt" etwas präziser, denn da gibt es ja so etwas wie "Wein-GEIST". Aha. GEISTIGE Getränke. Also: Anto3 & Co KG sind "weingeistgesalbt" aka "weingeistdurchtränkt" - "weindurchgeistet". Und an "Geistigen Getränken" gibt es natürlich außer Wein noch viiiiel mehr. Also sagen wir mal lieber "alkoholdurchgeistet", kurz "alkoholisiert". Dann wird ja ein Schuh draus, und wir können eine "biblische Parallele" zu den Ereignissen von Pfingsten 33 A. D. erkennen:

    "Sie entsetzten sich aber alle und waren in Verlegenheit und sagten einer zum anderen: Was mag dies wohl sein? Andere aber sagten spottend: Sie sind voll süßen Weines." - Apg 2,12.13

    Entweder "entsetzt" man sich angesichts der Kontorsionen und der rethorischen Akrobatik der obersten Org-Apologeten, oder man befindet sie schlicht als bes..ff..n. Machtbes..ff..n. Trunken von sich selber. Dann sind sie laut Spr 23,31.32 von einer Schlange gebissen:

    "Sieh den Wein nicht an, wenn er so rötlich schimmert, wenn er im Becher funkelt und leicht hinuntergleitet. Zuletzt beißt er wie eine Schlange und speit Gift wie eine Otter."

    Das erklärt viel - sehr viel, denn heißt es dann nicht noch im V33:

    "Deine Augen sehen Seltsames, und dein Herz redet Verworrenes."

    Aha - das haben wir's. Die wahre Quelle der INSPIRATION - "spirituelle" Getränke. Überraschen sollte uns das nicht, denn in den innersten Orgzirkeln hat das eine gute Tradition, Stichwort "Suff im Brooklyner Bethel"; Jupp und seine olle Whiskeybuddel, sowie des kleinen Karls klebrige Amarettoflasche senden feuchtfröhliche Grüße, mitsamt den Zillionen von U.S.- und Steinfels-Bethel-Jungspunden verkonsumierten Bierladungen.

  5. Lichtspender

    So spricht JeHoWaH, der Herr, gemäß Amos 5:23, 24 und 6:5: 

    "Hört auf mit dem Geplärr eurer Lieder! / Euer Harfengeklimper ist nicht zu ertragen!
    Lasst nur das Recht wie Wasser fließen, / die Gerechtigkeit wie einen immer fließenden Bach."

    "Ihr grölt zum Harfengeklimper, / wollt Lieder erfinden wie David."

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Dieses Captcha bewahrt uns vor Spam. *