„Der Richter der ganzen Erde“ wird immer tun, was richtig ist

(Kommentar zum ws17.04 vom 12.-18.06.2017)

„Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege“ (5. MO. 32:4)

Welcher Christ würde mit dieser Aussage nicht einiggehen. Das ist eine grundlegende Wahrheit aus Gottes Wort. Es sind die Worte Abrahams als er mit Jehova über das Schicksal von Sodom und Gomorrha verhandelte.

Wenn man den Artikel so liest muss man zum Schluss kommen, dass Jehova wie zur Zeit Abrahams der Richter der ganzen Erde ist.

Ist das aber immer noch der Fall?

“Denn der Vater richtet überhaupt niemand, sondern er hat das gesamte Gericht dem Sohn übergeben, damit alle den Sohn ehren, so wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.” (Joh. 5:22, 23)

Man hört manchmal das Argument, dass Jehova durch Jesus Christus, als seinem Stellvertreter, richtet. Das ist aber nicht was Johannes hier sagt.

Veranschaulichung: Der Chef eines Unternehmens zieht sich zurück und übergibt das operative Geschäft seinem Sohn. Er ist überzeugt von seiner Kompetenz und hatte genügend Zeit sich zu bewähren. Als Geschäftsführer entscheidet der Sohn jetzt über die Finanzen, das Personalwesen und die Auftragsvergabe.

Wie würde wohl der Vater über einen Angestellten denken, der sich wegen jeder Kleinigkeit immer noch an den Vater wendet, nur weil er es so gewohnt ist. Und wie würde der neue Sohn, als neuer Chef, jene behandeln, die sich so verhalten.

Das ist genau die Position die Jesus Christus seit 2000 Jahren innehat (Mat. 28:18). Diese Ehre wird Jesus Christus in diesem Studienartikel aber nicht zuteil. Nicht mal sein Name wird erwähnt. Dem Leser wird verschwiegen, dass sich die Situation seit den Tagen Abrahams grundlegend verändert hat. Der aktuelle “Richter der ganzen Erde” ist jetzt Christus. Auch im folgenden Artikel wird dieser Irrtum nicht korrigiert.

Gemäß Joh. 5:22, 23 ist der Grund warum Jehova das Gericht seinem Sohn übergeben hat, damit wir “den Sohn ehren”. Dadurch, dass wir den Sohn ehren, ehren wir den Vater. Zu denken, dass wir den Vater ehren können ohne den Sohn zu ehren ist ein Trugschluss.

Anhand des Beispiels von Bruder Willi Diehl (Absatz 6, 7) soll gezeigt werden, dass wir Jehova trotz Enttäuschungen loyal sein müssen. Hier haben wir wieder das Thema Loyalität und wir stellen fest, dass Loyalität zu der Organisation mit Loyalität Gott gegenüber gleichgesetzt wird. Jehova hat jedoch mit der absurden Idee, nicht zu heiraten, gar nichts zu tun. Deswegen wurde auch nicht die Loyalität zu ihm auf die Probe gestellt.

Wann immer wir den Begriff Loyalität hören geht es darum die Treue oder Verbundenheit zu einer Person, Institution oder Organisation zu halten, trotz persönlicher Enttäuschungen oder äußeren Angriffen. Zum Beispiel Loyalität gegenüber meinem Arbeitgeber. Ich bin vielleicht nicht mit allem einverstanden was die Firma tut, aber sie zahlen mir meinen Lohn. Deswegen rede ich nicht schlecht über die Firma.

Jüngstes Beispiel ist der ehemalige FBI Chef Comey, von dem Präsident Trump Loyalität erwartete. Wir wissen alle was dies in seinem Fall bedeutete. Trump erwartete von Comey über gewisse Unregelmäßigkeiten hinwegzusehen und den Präsidenten öffentlich zu verteidigen, bzw. reinzuwaschen. Er war dazu nicht bereit und wurde gefeuert. Comey wusste zu unterscheiden zwischen Loyalität gegenüber dem Präsidenten und Loyalität gegenüber dem amerikanischen Volk, dem er sich verpflichtet fühlte.

Willi Diehl hatte sich damals entschieden der Institution der er angehörte die Treue zu halten trotz persönlicher Angriffe, Enttäuschungen und eindeutig unbiblischer Anweisungen. Das war seine Entscheidung die wir nicht zu kritisieren haben.

Der Schreiber des Artikels verwendet dieses Beispiel um uns weiszumachen, dass Loyalität gegenüber der Organisation der Zeugen Jehovas mit Loyalität gegenüber dem Souverän des Universums gleichzusetzen sei. Allerdings ohne dies ehrlich einzuräumen. Es wird untergeschoben. Der arglose Leser bemerkt den Trick nicht.

Der Artikel schließt mit dem Gedanken in Abs. 16, dass das Verhältnis zu Gott das Wichtigste sei:

Uns muss das Verhältnis zu Jehova genauso viel bedeuten und wir müssen es schützen. Die Unvollkommenheiten unserer Brüder dürfen uns nie von dem Gott trennen, den wir lieben und anbeten (Röm. 8:38, 39).

Dem kann man zweifellos zustimmen. Allerdings unterschlägt der Artikel ein wichtiges Element, welches gerade in diesem Bibeltext deutlich wird (falls der Leser den Text auch nachschlägt, aufmerksam liest und den Kontext berücksichtigt), ab Vers 35:

Wer wird uns von der Liebe des Christus trennen? Etwa Drangsal oder Bedrängnis oder Verfolgung oder Hunger oder Nacktheit oder Gefahr oder das Schwert? So wie geschrieben steht: „Um deinetwillen werden wir den ganzen Tag zu Tode gebracht, wie Schlachtschafe sind wir geachtet worden.“ Im Gegenteil, aus allen diesen Dingen gehen wir vollständig siegreich hervor durch ihn, der uns geliebt hat. Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, noch Engel, noch Regierungen, noch Gegenwärtiges, noch Zukünftiges, noch Mächte, noch Höhe, noch Tiefe, noch irgendeine andere Schöpfung imstande sein wird, uns von Gottes Liebe zu trennen, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Der Text spricht also in Wirklichkeit nicht über den möglichen Verlust des Verhältnisses zu Gott, sondern zu Jesus Christus. Ohne ein Verhältnis zu Jesus Christus ist ein Verhältnis zu Gott undenkbar. Das lesen wir leider nie in den Seiten des Wachtturms.

Niemand kommt zum Vater außer durch [Jesus].” (Joh. 14:6)

Wiedermal ein Artikel, der die Loyalität gegenüber Jehova Gott mit jener gegenüber einer menschlichen Organisation gleichsetzt. Um die Stellung der Organisation zu betonen, wird die Rolle Jesu Christi ignoriert, ja geradezu herabgewürdigt, und eine eigene JW.ORG-Lehre kreiert.

“Wir bitten euch jedoch, Brüder, in bezug auf die Gegenwart unseres Herrn Jesus Christus und unser Versammeltwerden zu ihm hin, 2 euch nicht schnell erschüttern und dadurch von eurem vernünftigen Denken abbringen noch euch aufregen zu lassen, weder durch eine inspirierte Äußerung noch durch eine mündliche Botschaft, noch durch einen Brief, angeblich von uns, in dem Sinne, daß der Tag Jehovas hier sei. 3 Laßt euch in keiner Weise von irgend jemandem verführen, denn er wird nicht kommen, es sei denn, der Abfall komme zuerst und der Mensch der Gesetzlosigkeit, der Sohn der Vernichtung, werde geoffenbart. 4 Er widersetzt sich und erhebt sich über jeden, der „Gott“ oder ein Gegenstand der Verehrung genannt wird, so daß er sich in den Tempel DES GOTTES niedersetzt und sich öffentlich darstellt, daß er ein Gott sei. 5 Erinnert ihr euch nicht, daß ich euch diese Dinge wiederholt sagte, als ich noch bei euch war?” (2. Th. 2:1-5)


Zusatz 16.06.17 16:48
Der Kommentar von “Ömmelchen” hat mich auf den Gedanken gebracht nachzuschauen was zu Zeiten Willi Diehls zum Thema Heiraten gelehrt wurde. Br. Diehl hatte im Mai 1949 den Wunsch zu heiraten. Im Jahr 1942 kam die Schweizer Ausgabe der Buches “Kinder” heraus. Auf Seite 311 steht dort: “Sollten Männer und Frauen, die beide Jonadabe oder “andere Schafe” des Herrn sind, nun vor Harmagedon heiraten und Kinder zur Welt bringen? Das zu tun mögen sie sich erwählen, doch scheint die Ermahnung oder der Rat der Heiligen Schrift dagegen zu sein.”  Das war also damals die offizielle Lehre der LK.

Mag ich nicht (4)

14 Kommentare zu “„Der Richter der ganzen Erde“ wird immer tun, was richtig ist

  1. neo

    hallo niemand. ich hab mir überlegt einen kommentar zu schreiben aber du hast alles schon so schön gesagt. danke. lg aus regensburg 🙂

     

  2. Bernhard Schüler

    Hallo,

    der Glauben von Jehovas Zeugen erinnert mich immer mehr an den Islam und das Judentum.

    Dieser Glaube hat scheinbar nichts mit dem Christentum zu tun.

    Das lesen wir ja auch in allen Beiträgen von Bruderinfo.

    Wenn wir Jehovas Zeugen darauf hinweisen, wird von den meisten Zeugen bestenfalls

    "um den heißen Brei herum geredet". Oder sie laufen sogar weg.

    Liebe Grüße von Bernhard

    1. Argentum@Bernhard

      Lieber Bernhard,

      ... oder sie verweisen darauf, daß Jesus doch sooo oft "Gegenstand" der Erwähnung ist als "Loskaufsopfer", Lehrer etc.

      "Er war Gottes erste Schöpfung und half bei der Erschaffung alles anderen mit. Jesus wurde als Einziger direkt von Jehova erschaffen; deshalb wird er Gottes „einziggezeugter“ Sohn genannt (Johannes 1:14). Er war auch Gottes Sprecher, „das WORT“..."

      (Eine gute Botschaft von Gott: Wer ist Jesus Christus?)

      Ja, er wird ohne Zweifel oft erwähnt, aber nicht in seiner großartigen Bedeutung. Und so erreicht die Kritik nicht ihr anvisiertes Ziel.

      Einem ZJ darf man nie entgegenhalten, daß Jesus bei ihnen zu kurz kommt.

      Eher, daß er in unwürdiger Weise und falschem Kontext erwähnt wird.

      Liebe Grüße
      Argentum

    2. Ömmelchen @ Bernhard

      Ganz meine Meinung. Im Islam geht es um Unterwerfung um der Unterwerfung willen. Bei Zeugen geht es um die totale um die Unterwerfung unter die Organisation, egal wie wenig Sinn das macht. Beim Judentum geht es in erster Linie um das Befolgen von Regeln, die sich Menschen ausgedacht und die mit dem Wort Gottes und dessen Bedeutung nix mehr zu tun haben: Rabbi X sagt dieses, Rabbi Y sagt jenes. Bei uns wird ja auch dauernd uminterpretiert. Und generell sind ja sowieso immer alle anderen ungläubig und gehören vernichtet. Aber letztlich sind das ja alles Merkmale Babylons der Großen, also wen wundert's.

    3. Ömmelchen

      Danke für diesen prägnanten Kommentar zu diesem Jesus-Beleidigungs-Artikel. Man kann sich, glaube ich, ganz gut vorstellen, wie sich Jesus fühlen muss, wenn sich diese Herren einst vor seinem Richterstuhl auch noch rechtfertigen für diesen Mist : "Aber Herr, das haben wir doch alles NUR für dich getan !" Ja, und zur Belohnung gibt's dann auch noch ne Medaille dafür umgehängt. So ne große aus Stein ...     Die Geschichte von Bruder Diehl fand ich ja nun echt lustig. Da macht einer genau das, was verlangt wird, nicht und wartet nicht auf eine Richtigstellung der Dinge und nimmt eben diese selbst in die Hand und das wird als positives Beispiel angeführt in einem Artikel, in dem genau das Gegenteil gefordert wird. Lesen die eigentlich, was die schreiben ?    Ein angenehmes Wochenende wünscht ein amüsiertes Ömmelchen 🍻🍧🐞

      1. Mowani

        Guter Gedanke, Ömmelchen. Siehe Zusatz am Ende des Artikels.

  3. Charles T. Rutherford

    Toller Artikel... der bringt das Thema auf dem Punkt.

    Wehe man lässt sich nicht alles von Ältesten gefallen, dann ist man ein ganz, ganz böser und schlechter Christ.

    Eins sollte klar sein, wir dienen alle Jehova und "nicht" den Pharisäer in den Versammlungen mit deren Sauerteig.

    Kein wunder das in der Oragnisation so viele psychisch krank sind/werden.

    Das ganze Gerüst gerät außer Kontrolle und nun soll à la Ron Hubberd psychisch manipuliert werden.

     

    1. Bruder

      Hallo 

      Ähnliche Gedanken hatten meine Frau und ich auch, als wir gestern Abend nur mal in das „Schwarzbuch“ des Sklaven geschaut haben, um zu sehen was für ein Schwachsinn den Brüdern vermittelt wird. Wenn man diese "Segensberichte Jehovas" liest muss man denken, dass die Organisation der Zeugen Jehovas die Religionsfreiheit und Menschenrechte für die Allgemeinheit erstritten haben. 

      In Wahrheit sprechen doch alle Richter in der westlichen Welt auf Grundlage er schon bestehenden Gesetze ihre Rechtsprechung auch in unserer Sache.

      Sind dann auch zu Hause geblieben. Hatten keine Lust diese ständigen Lügen und Verdrehungen der Tatsachen uns anzuhören.

      Das ganze Buch besteht nur aus Lügen und Diffamierungen.

       

      LG Bruder

  4. Lichtspender

    Schon bemerkt? Eine NEUE  RUBRIK  wurde oben auf der START-Zeile von BI als Reiter eingerichtet: "Worin ZJ irren".

    Manchmal sieht man ja den Baum vor lauter Wald nicht.

    Dort, in diese Rubrik, werden mit der Zeit sicher noch weitere Themen hineingestellt werden.

    1. Birgit

      Hallo Lichtspender

      Danke für deinen Hinweis,hätte ich wirklich nicht bemerkt.Man ist so fixiert auf Neues und lesen der tollen Beiträge.Super zusammen gefaßt,schnell zu finden.Danke

      Birgit

  5. Wunderbarer ARTIKEL!!!

    Meinen GLÜCKWUNSCH, diese Passage von Johannes 5:22,23

    ist einer meiner LIEBLINGS BIBELZITATE , die ich IMMER WIEDER IN FAST JEDEN WACHTTURM wieder gebe.

    Apg. 4:12 lesen können: „Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen.“

    Und Paulus sagt in 2. Kor. 4:5: „Denn wir verkündigen nicht uns selbst, sondern Christus Jesus, dass er der Herr ist, uns selbst aber als eure Knechte um Jesu willen.“

    Wann ENDLICH WERDEN , SIE SEHEN ?

    WANN ENDLICH WERDEN SIE IHRE OHREN HIN HALTEN UND DEM SOHN FOLGEN???

  6. Fox

    Guten Abend Mowani,

    das ist mal wieder eine sehr Herz erfrischende Korrektur, die du da vorgenommen hast. Vielen Dank.

    Gerade der V. 39 aus Röm. 8 (weder Hohes noch Tiefes noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.") zeigt doch sehr klar auf, dass Gottes Liebe in Christus Jesus ist und dieser deshalb unser Herr. Mit diesem Gedanken des Paulus schließt das Kapitel so, wie es beginnt: "So gibt es jetzt keine Verdammnis1 mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch2 wandeln, sondern gemäß dem Geist3. 2 Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes."/Schl.
    Der Geist Gottes entspricht dem Geist Jesu ("Der Vater und ich sind eins") und ist das "Gesetz des Lebens in Christus Jesus".  Diese Tatsache findet sich auch in Phil. 2 wieder: "Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, 10 damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, 11 und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters."

    Es ist unmöglich, in Gottes Augen lebenswert zu sein, wenn man nicht dem Sohn Jesus die Ehre gibt. Ohne jeden Zweifel sind sich Vater und Sohn einig über Menschen, die zum ewigen Leben gerettet werden, so dass das kommende Gericht von der Beurteilung her von Vater und Sohn zum gleichen Ergebnis führt. Um es mit deinem Beispiel einer Firma zu veranschaulichen: Ohne Zweifel würde ein Vater sich immer mit dieser Firma als seiner Firma identifizieren, aber jeden Mitarbeiter, Lieferanten oder andere an den Sohn verweisen weil dieser die Firma - seine Firma - leitet. Aber dieser wird die erfolgreiche Firma nicht einfach umstrukturieren und bewährte Mitarbeiter entlassen, vielmehr zum erfolgreichen expandieren weitere Mitarbeiter ausbilden. Und worin soll denn der Verlust für uns liegen bei diesem Vorgehen? "Kennen" wir denn nicht den Sohn besser als den Vater? Wir wissen von dessen Firmengründung, von seiner Art der Firmenführung und wissen, dass die Abstammung des Sohnes nicht zu leugnen ist aufgrund des Wesens und der ganzen Art von Vater und Sohn, aber wir wurden doch vom Sohn eingestellt. Warum also Unmut erregen und ihn übergehen?

  7. Ulla

    Hallo Mowani,

    ja, unser persönlicher Glaube an Jesus Christus ist der "Kontrollpunkt", den unser Vater gesetzt hat.

    An diesem Punkt kommt niemand vorbei...auch wenn er später irgendwann mal ängstlich fleht: "Aber Herr, Herr... haben wir nicht in DEINEM (Jesu Christi) Namen viele ....Machttaten vollbracht?" ---

    Ich habe dieses Beispiel auch schon folgendermaßen betrachtet: Unser Vater in den Himmeln ist die Hauptwahl, Jesus Christus ist die Vorwahl (würden wir es mit telefonieren vergleichen).

    Wer nicht die richtige VORwahl hat, kommt auch nicht beim VATER IM HIMMEL an....

    Servusli

    Ulla

  8. Hallo .....,

    ich möchte nur ganz kurz auf die Begebenheit von Brd. Diehl eingehen.

    Eigentlich war er ein "hochrangiger" Vetreter des Treuen und Verständigen Sklaven.

    So, wie die Vertreter heute, mußte auch er,  auf den Gehorsam gegenüber diesem Sklaven Wert legen, hervorheben und einfordern.

    Ich möchte nicht ergründen, wie er mit Abweichungen seiner Mitbrüder umgegangen ist. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Brd. Diehl die Ansicht des Sklaven, übers heiraten, in seinen öffentlichen Ansprachen, tollerant dargelegt hat.

    Für mich ist aber interessant, daß Brd. Diehl  für sich persönlich einen anderen Weg, als den den Sklaven gegangen ist. Mit allen Konsequenzen. Daß er im Herzen anders dachte.

    Er hat sein "Ding" gemacht. Er durfte halt keine Vorrechte mehr wahrnehmen. Aber das hat er gerne in Kauf genommen.  Für Brd. Diehl sehe ich darin keine Prüfung. Eher schon für diejenigen, die dem Sklaven die Treue gehalten haben und vielleicht auch gerne geheiratet hätten, für die war hinterher vielleicht die Zeit abgelaufen und den Sklaven hat es auch nicht mehr interessiert, was er gesagt hat. Brd . Diehl war hinterher wieder in Amt und Würden, mit einem Partner an seiner Seite und Brd. die sich an den Sklaven gehalten haben, sind vor Einsamkeit eingetrocknet.

    Im Grunde genommen ermuntert mich dieser Artikel dazu, meinen eigenen Weg zu gehen. Ich muß vor Jesus selber Rechenschaft ablegen.

    Es gibt wenige Brd. von denen man einen christlich/persönlichen, ehrlichen Rat bekommt. Wenn ich mich so umschaue, macht da auch fast jeder sein eigenes Ding.

    Die Anweisungen des Sklaven werden hochgehalten. Da kann man nur so staunen. Aber im Privaten macht man sein eigenes Ding. Da legts einem manchmal die Ohren um. Nur nicht drüber reden und dem Sklaven lobsingen.

    Liebe Grüße

    Walter

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