Bist du ein „Champion“ der Wahrheit!

Jehovas Zeugen – Verfechter der Wahrheit?

Gerrit Lösch, ein Mitglied der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas, spricht in der Monatssendung vom November 2016 auf „JW Broadcasting“ über das Thema Wahrheit und Ehrlichkeit. Er beginnt seinen Vortrag mit den Worten: „Sei ein Champion der Wahrheit“. Das ist ein großer Anspruch. Ein „Champion der Wahrheit“, so seine Definition, bedeutet „ein glühender Verfechter und Unterstützer der Wahrheit“ zu sein.

Ohne zu zögern, stellt Lösch die Behauptung auf, Jehovas Zeugen und der Wachtturm seien von je her die „Verfechter der Wahrheit“ gewesen und als einzige Religionsgemeinschaft im Besitz der Wahrheit.

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=5Fkdgt6Ua-o&feature=youtu.be

Der Begriff „Wahrheit“ vermittelt uns Klarheit, Gewissheit, das beruhigende Gefühl von Aufrichtigkeit, Geradlinigkeit und Echtheit. Wahrheit steht in Opposition zur Lüge, Falschheit. „In der Wahrheit zu sein“, scheint demnach noch ein besonderes Prädikat und eine Auszeichnung zu sein, das einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unser Empfinden hat. Der Begriff „Wahrheit“ ist durch und durch positiv besetzt und stellt somit einen hohen Anspruch, an den, der ihn für sich beansprucht.

Wird die WTG diesem Anspruch gerecht? Das gilt es zu hinterfragen.

Denn wie wir noch sehen werden, belegen die tatsächlichen Umstände etwas anderes. Doch dazu später mehr. Auffällig ist: Lösch erklärt uns den Begriff „Champion“ über die Geschichte von David und Goliath und über ein Kräftemessen auf dem Schlachtfeld. Christen heute sollten „glühende Verfechter“ der Wahrheit sein. Ist es Zufall, dass hier wieder ein Begriff aus dem Krieg und Wettstreit gewählt wurde? Auf einem Schlachtfeld wird erbittert gekämpft. Ein Champion kann nur der werden, der sich anstrengt. „Bist du ein „glühender Verfechter der Wahrheit“? Mit dieser Suggestivfrage werden die Anhänger der WTG aufgefordert, im Predigen nicht nach zu lassen. Offensichtlich ist dies die einzige Sorge, die die WTG zur Zeit umtreibt.

„Die Wahrheit muss verteidigt werden“, so Lösch’s Credo. Doch muss die Wahrheit wirklich verteidigt werden? Spricht sie nicht für sich selbst? Christen haben den Auftrag, die Wahrheit der guten Botschaft zu verkündigen und zu vertreten. Sie verteidigen zu müssen, ist in diesem Zusammenhang ein falsch gewählter Begriff.

Es gab in der Historie der Menschheit viele sogenannte „Verteidiger der Wahrheit“. Doch die Geschichte lehrt uns, dass diese nur ihre Wahrheit verteidigten. Wie sagte schon William Penn, ein Quäker, Zitat:  „Wahrheit leidet oft mehr durch den Übereifer ihrer Verteidiger als durch die Argumente ihrer Gegner.“

Ja, so wie Gerrit Lösch richtig sagt, bezeichnet die Bibel Satan als den Vater der Lüge, und mit den Folgen dieser Lüge müssen wir uns bis heute auseinandersetzen. Und jede Lüge bekommt Kinder! Anders könnte sie sich nicht aufrechterhalten. Dieses Prinzip besitzt durchweg Gültigkeit. In allen Religionen, die sich als Verfechter der Wahrheit sehen, werden bewusst oder unbewusst Lügen vertreten, die weitere Lügen hervorbringen müssen.

Für Christen gibt es jedoch nur eine Wahrheit: Jesus Christus.

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen“. Joh. 14:6,7

Diese Aussage klingt vielleicht simpel, ist aber der Kern unseres Glaubens, der nicht mit ausgefeilten Argumenten oder dogmatischen Lehraussagen verteidigt werden muss. Christus ist für uns gestorben und diese Wahrheit muss von uns nicht verteidigt werden. Entweder man nimmt diese Wahrheit an oder nicht.

Der Begriff „Wahrheit“ wurde von der WTG in ihrem Sinne neu definiert und die „Wahrheit verteidigen“ bedeutet für sie nichts anderes, als die Verteidigung ihrer Lehren und menschlichen Organisationsinteressen. Wahr ist die jeweils gerade gültige Lehre der WTG und die Bibel ist so zu verstehen WIE VON DER LEITENDEN KÖRPERSCHAFT DARGELEGT. Aber von welcher Wahrheit sprach Jesus? Das viel zitierte Wort „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ hat Jesus nicht in Griechisch gesprochen, sondern in Hebräisch oder in dem nahe verwandten Aramäisch. Hier sollten wir den hebräischen Begriff „(ä)mät“ für Wahrheit im Auge behalten.

Dieses Wort hat nichts mit einem griechisch – philosophischen Denkschema und Dualismus, mit Dogma und Lehre und intellektuellem Kalkül zu tun. Vielmehr geht um Wahr – HAFTIGKEIT, um Charakter und Wesensart, um Liebe, Treue und Glauben, um unser Menschentum – im Sinne eines Ausgerichtetseins auf Gott – soweit wir ihn erfassen können. Die Verzerrung dieses biblischen Wahrheitsbegriffes ist der Grund, warum sich alle Religionsorganisationen und oft auch wir persönlich, zu sehr mit Fragen befassen wie: Wer hat recht? Was ist richtig und falsch? Wer hat „die Wahrheit“ und was ist die „wahre Religion?“ u.s.w., um sich darüber der Rettung und Erlösung vergewissern zu können.

Hat man das einmal verstanden, löst man sich von zweitrangigen Dogmendebatten  über die Dreieinigkeit, die Unsterblichkeit der Seele, wer kommt in den Himmel und wer nicht, u.s.w. Von diesen „Wahrheiten“ hängt unsere Errettung nicht ab, sie spielen eine untergeordnete Rolle. Auch Jehovas Zeugen neigen dazu, Gott in eine kleine Kiste von genau x mal y mal z cm Kantenlänge einzupassen, damit er in den von ihrem Sklaven vorgegebenen Setzkasten passt.

Regelverliebte Paragraphenreiter wollen und können nicht damit umgehen, dass Gott sich nicht, gemäß menschlichen Kategorien, erfassen und definieren lässt. Die Größe und Weisheit Gottes, so wie seine Pläne und Gerechtigkeit offenbaren sich in Christus. Röm. 11:33, Hebr. 12:2

Christus – nicht eine Religionsorganisation, die ihre „Wahrheit“ vertritt ist – unser Fixstern und Ziel. Die „Wahrheit“ ist nicht das, was die RKK oder die JW.Org verkünden, sondern das, was uns Jesus lehrte und gebot. Er fasste das Gesetz in zwei Gebote zusammen, das ist die ganze einfache Wahrheit. Sie steht für sich selbst und muss nicht verteidigt werden.

Gerrit Lösch doziert eine halbe Stunde über die Wahrheit und beschäftigt sich fast ausschließlich mit falschen Lehren. Nur ganz nebenbei verweist er auf die für Christen einzig verbindliche Wahrheit: Jesus Christus. Ob unter allen diesen, von den einzelnen Religionen vertretenen Glaubensdogmen, wirklich „die Wahrheit“ zu finden ist, sei dahingestellt. Wie sagte Joseph Joubert – französischer Schriftsteller und Moralist (1754 – 1824): „Was beim Licht der Lampe wahr ist, ist noch nicht beim Licht der Sonne wahr.“

Was ist eine Lüge? 

Den Ausführungen Löschs zu dieser Frage kann man nur zustimmen und dennoch reibt man sich verwundert die Augen: wer sich mit der inneren Wahrhaftigkeit der Wachtturm – Organisation näher befasst, wird feststellen, dass sie selbst so gut wie nie diesen Ansprüchen gefolgt ist. Tatsächlich wird sich zeigen, dass die WTG „ein Champion der Lüge“ ist. Einige Politiker und Firmen benutzen Lügen, um etwas geheim halten zu können – so Gerrit Lösch – das ist richtig. Doch wie steht es mit der Wahrhaftigkeit der “Organisation Gottes”? Die Erfahrungen und Tatsachen zeigen, dass genauso doppelzüngig geheimgehalten, geheuchelt und getäuscht wird, wie in der Poltik.

Kaum ein Zeuge weiß um den Skandal und hat Kenntnis über die Verbindungen der WTG mit der UN und ihren politischen Töchtern (z. B. OSZE). Jede andere Religionsgemeinschaft wurde von der WTG wegen ihrer Zusammenarbeit und Mitwirkung mit und in der UN immer streng verurteilt, was die Leitung aber ihrerseits nicht daran gehindert, sich selbst mit dieser Institution anzufreunden.

Als Anfang 2000 bekannt wurde, dass die Wachtturm – Gesellschaft als NGO bei der UN registriert war, regte sich Kritik. Als Reaktion erfolgte im Januar 2002 ein Schreiben an alle Ältesten der Zeugen Jehovas, in dem die Wachtturm – Gesellschaft behauptet, kein Mitglied der UN zu sein. Die Organisation habe die Bibliothek der Vereinten Nationen nutzen wollen und sei deshalb zur Registrierung verpflichtet gewesen. Dies erwies sich allerdings als glatte Lüge, denn für Zugang und Nutzung der UN – Bibliothek ist eine Registrierung als NGO nicht erforderlich.

Am 4. März 2004 erfolgte ein Statement direkt von den Vereinten Nationen. Aus dem Schreiben des Kommissars für Öffentlichkeitsarbeit der UN ging klar und unmissverständlich hervor, dass die Wachtturm – Gesellschaft von 1992 bis 2001 als NGO (Nicht – Regierungs – Organisation) bei der UN registriert war. Diese Mitgliedschaft wurde zu folgenden Konditionen erworben: Die Wachtturm – Gesellschaft verpflichtete sich, die Prinzipien der UN – Charta zu teilen und diese Prinzipien mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln öffentlich zu verbreiten.

Es wurde also eine Vereinbahrung getroffen, die Arbeit der UN zu unterstützen, was auch nachweislich geschehen ist. Aber damit noch nicht genug! Aufgrund von Recherchen einiger misstrauisch gewordener Zeugen Jehovas wurden eine ganze Reihe von Mitgliedschaften der Wachtturm – Gesellschaft in anderen politischen Organisationen zutage gefördert! Überall befindet man sich in trauter Gemeinschaft mit allen religiösen und weltanschaulichen Organisationen dieser Welt!

Der einfache Zeuge erfährt so gut wie nichts darüber. Wenn doch, werden ihm von der Organisationsseite Informationen unterschlagen, er wird mit Halbwahrheiten abgespeist, getäuscht und sogar durch nachweisliche Lügen der leitenden Körperschaft in die Irre geführt.

Siehe: http://datei.sektenausstieg.net/literatur/WTGUN2.pdf

Video: https://www.youtube.com/watch?v=DN2rZW9m5wQ

Vertuschung in Geld und Spendenfragen

Der einfache Verkündiger hat keine Vorstellung von der Umtriebigkeit der WTG im Finanzwesen und der unmoralischen Art der Spekulationen in Hedgefonds (z. B. GlobalAgInvest).  Auf die Frage:“Wozu verwendet die WTG die Spendengelder?“ erhält ein ZJ die Antwort: „Für das weltweite Predigtwerk.“ Und damit gibt er sich in der Regel zufrieden. Er erhält keinen Einblick in eine korrekte Buchführung und damit auch nicht in eine Aufstellung der Einnahmequellen, Spendeneinnahmen und ein detailliertes Verzeichnis der Ausgaben.

Allein in den USA gibt es weit über einhundert einzeln registrierte Korporationen der Watchtower Society. Dazu kommen die „Christian Congregation of Jehovah´s Witnesses“ und weitere 40 bis 50 Watchtower Corporations. In der Tat – bemerkenswert für eine selbstlos agierende NON PROFIT ORGANISATION, wie sie sich selbst auf JW.ORG präsentiert. Erfahrungsgemäß werden die Schäfchen die volle Wahrheit über das Finanzgebaren der WTG nie erfahren. Die Gesellschaft/JW.ORG lässt immer nur die halbe Wahrheit ans Tageslicht und auch nur dann, wenn Medien sich dieses Themas schon angenommen haben. Die WTG muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass ihr Verhalten eine Verwicklung in einen undurchsichtigen, wirtschaftlichen und finanziellen Sumpf vermuten lässt.

Siehe: http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/geldanlage-im-namen-von-gottes-koenigreich/#more-784

Oder: http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/gebt-her-euer-sparschwein/#more-2285

Kindes – Missbrauchsskandale

Erstaunlich, wie Gerrit Lösch es schafft, alle anderen Gesellschaftsschichten und Religionen der Lüge und Vertuschung zu bezichtigen und sich dabei als ein Mitglied der leitenden Körperschaft, die Kindes – Missbrauch in den eigenen Reihen ihrer Organisation in großem Stil vertuscht und die Unwahrheit sagt, im Besitz der Wahrheit wähnt.

Welcher ZJ hat Kenntnis von den Gerichtsurteilen und Vorladungen der LK vor Kommissionen, die gegen den Kindesmissbrauch in unseren Reihen ermitteln? Diese Informationen werden ihnen bewusst vorenthalten. Nichts davon erscheint in unseren Publikationen und oder auf JW Broadcast.

Stattdessen werden wir gewarnt, auf die Glaubwürdigkeit der Medien zu vertrauen. Natürlich sollte man Nachrichten mit Vorbehalt begegnen, besonders denen aus dem Internet. Auffällig ist jedoch, dass Zeitungsberichte und Fernsehdokus, die die großen Kirchen kritisieren, gerne aufgebauscht werden, wohingegen Medienberichte, die Missstände zum Thema „Kindesmissbrauch“ in unseren Reihen aufdecken, pauschal als Lüge und Propaganda abgetan werden.

„Lügen schließt auch eine Falschaussage gegenüber jemanden ein, der berechtigt ist, die Wahrheit zu erfahren“ – so Gerrit Lösch.

Ja, das ist richtig – wenn sich die Glieder der LK und deren Vertreter nur selbst daran halten würden. Während der Untersuchung durch die „australische Royal Commission“ bezüglich der Kindesmissbrauchs – Verfahren innerhalb der Organisation, sahen sich einige leitenden Brüder aus dem australischen Zweigbüro der WTG einer knallharten Befragung durch den Hohen Rat der Kommission, vertreten durch Angus Stewart, ausgesetzt. Im Verlauf dieser Befragung wurde Terrence O’Brien, der Koordinator des australischen Zweigbüros, des Versuchs der absichtlichen Täuschung beschuldigt, mit der er Geoffrey Jackson, Mitglied der Leitenden Körperschaft, offensichtlich vor einer Aussage im Zeugenstand schützen sollte.

Offenbar wurde diese Täuschung am 6. Tag durch die Aussage von Rodney Spinks, einem leitenden Ältesten der Dienstabteilung. Gemäß unserem heutigen Wissensstand ist es klar, dass Spinks beauftragt wurde, die Kommission zu täuschen. Sie sollte glauben, dass der australische Zweig die Autorität habe, Änderungen, die die Kommission empfehlen würde, zu implementieren, um damit Jackson von einer Involvierung im Prozess zu schützen. Siehe  http://www.bruderinfo-aktuell.de/?s=Royal

Videoaufzeichnung: https://www.youtube.com/watch?v=BONW67c9SEw&feature=youtu.be

Angebliche Lügen der falschen Religion 

Andere christliche Religionsgemeinschaften werden von Lösch als „Töchter der Lüge“ bezeichnet, die Babylon der Großen angehören und er versucht dies an ihren speziellen Lehren festzumachen: Dreieinigkeit, Unsterblichkeit der Seele, einmal gerettet – immer gerettet. Ob man die Glaubensansichten anderer Religionen als Lüge bezeichnen kann ist zu hinterfragen. Lösch erklärt aber richtigerweise: „Eine Lüge ist eine Unwahrheit, die BEWUSST als Wahrheit hingestellt wird“.

Wenn man diese nicht von der Hand zu weisende Definition einer Lüge auf die Lehren der Christenheit anwendet, stellt sich schon die Frage, ob man eine Lehre die man vertritt, weil man sie eben so verstanden hat und von ihrer Richtigkeit überzeugt ist, als eine BEWUSSTE Lüge bezeichnen kann. Aber fragen wir doch mal, wie denn Jehovas Zeugen rückblickend ihre falschen Lehren, die sie in der Vergangenheit vertreten haben und zum großen Teil auch heute noch, in abgewandelter Form vertreten, bewerten? Handelt es sich hierbei auch um „bewusste Lügen“? Bei einer genauen Analyse ihrer Doktrin – Historie stellen wir fest, dass sie weit mehr mit Lügen und bewusster Täuschung arbeiten, als die von ihr verurteilten Kirchen der Christenheit.

Gemäß Matthäus 24:45 soll Jesus also vorhergesagt haben, dass er in der Zeit des Endes einen Sklaven (oder eine LK) einsetzen werde, der die Wahrheit als „Speise zur rechten Zeit“ lehren werde. Hier streut Lösch geschickt nochmal ein, dass der Sklave heute nicht inspiriert ist, wie im 1. Jahrhundert. Aber Jesus leitet Gottes Volk trotzdem durch ihn?

Dann folgt die nächste Suggestivfrage:“Jesus vertraut darauf, dass der treue und verständige Sklave beim Austeilen der Speise sein Bestes tut. Vertraut Du ihm ebenso?“ Es ist schon mehr als dreist, angesichts der offensichtlichen Lügen der LK, die Bruderschaft dazu aufzufordern, dem t.u.v. Sklaven zu vertrauen. Durch diesen „Sklaven“ der Lüge leitet uns Jesus an? Dieser soll das Organ sein, durch das Jesus seine echten Nachfolger heute, in der Zeit des Endes, versorgt? Das ist eine Beleidigung für unseren Herrn, Lehrer und Erlöser!

Nur durch den „Sklaven“, so behauptet dieser von sich, können wir das Wort Gottes verstehen. Jeder Zeuge muss anerkennen, dass „die überaus mannigfaltige Weisheit Gottes“ nur durch diesen Mitteilungskanal Jehovas, den „treuen und verständigen Sklaven“, vermittelt wird. Fakt ist: diese Behauptung könnte auch von dem Mormonenpropheten Joseph Smith oder von der römisch katholischen Kirche stammen.

Gerrit Lösch führt weiter aus: Auf der Erde besitzt kein Volk die gleiche geistige Freiheit wie wir“. Und stellt etwas später fest: „Wo Wahrheit ist, da ist Freiheit.“ Und mit dem Hinweis auf 2. Korinther 3,17: „Wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit.“

So steht es in der tendenziösen NWÜ. Im Kontext zeigt die Bibelstelle in allen anderen Bibelübersetzungen (hier die Elberfelder) aber folgendes: 14 Aber ihr Sinn ist verstockt worden, denn bis auf den heutigen Tag bleibt dieselbe Decke auf der Verlesung des Alten Testaments und wird nicht aufgedeckt, weil sie nur in Christus beseitigt wird. 15 Aber bis heute, sooft Mose gelesen wird, liegt eine Decke auf ihrem Herzen. 16 Dann aber, wenn es sich zum Herrn wendet, wird die Decke weggenommen. 17 Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, ist Freiheit. 18 Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht.“

Der Kontext zeigt einwandfrei, dass hier Jesus Christus gemeint ist und nur seine vollumfängliche Annahme, ermöglicht uns die Erkenntnis der Wahrheit. Und darüber werden wir frei.

Dass Jehovas Zeugen geistige Freiheit besitzen, ist angesichts der Tatsachen eine glatte Lüge. Die Organisation der WTG gehört zu den Religionsorganisationen, die alles daran setzen, den Geist und das Bewusstsein ihrer Mitglieder zu beherrschen. 

In unserer Organisation sind alle Merkmale der Bewusstseinskontrolle zu finden:

Indoktrinationen wie z. B.: Wir sind in der Wahrheit. Nur in unserer Organisation ist alles gut, das Schlechte findet man nur in der sogenannten Welt. Informationen, die sich kritisch mit der Organisation auseinandersetzen, sollen gemieden werden. Interne Kritik macht verdächtig. Permanente Erzeugung von Schuldgefühlen.

Gerrit Lösch behauptet: „Wir sind befreit von Unmoral und ihren Folgen“.

Diese Aussage kann bei gewissenhaften Personen zu quälenden Selbstvorwürfen führen. So mancher fragt sich vielleicht: Werde ich den Erwartungen gerecht? Bin ich „annehmbar“? All diese Feststellungen die Lösch hier vertritt, führen eben nicht zur Freiheit, sondern zur Versklavung. Lösch reduziert die Worte Jesu: „ich bin die Wahrheit und das Leben“ auf die angebliche Befreiung von falschen Lehren und unmoralischen Handlungen. Mehr als jede andere Religionsorganisation glauben wir, dass wir heute die einzig wahren Christen auf Erden sind, die die Moralgesetze Gottes einhalten und verteidigen. Ja, es erfordert Mut, die Wahrheit in Jesus auszuleben. Und noch mehr Mut ist erforderlich, wenn man sich eingestehen muss, sich selbst belogen und betrogen zu haben. Wir neigen dazu, uns eine Sache schön zu reden, wenn ein Konflikt grundsätzlicher Art droht und einen Fehler durch eine Lüge zu verdecken heißt, einen Flecken durch ein Loch zu ersetzen.

Erst wenn du es geschafft hast, Dich von Indoktrination und falschen Lehren zu befreien und die Wahrheit mit Christus zu leben, bist du ein wirklicher „Champion der Wahrheit“.

Mag ich nicht (4)

2 Kommentare zu “Bist du ein „Champion“ der Wahrheit!

  1. schwestermitgespaltenemherzen

    sehr schöner text. Sehr auf den punkt getroffen. gut gemacht.

    (nur Vereinbarung schreibt man ohne H ) 😉

    1. Schneeflocke@Schwestermitgespaltenemherzen

      Liebe Schwestermitgespaltenemherzen!

      Danke für Deinen Kommentar! Dein Name weckt Fragen...würdest Du vielleicht etwas genauer darauf eingehen, warum Dein Herz gespalten ist? Gern auch persönlich wenn Du lieber magst schneeflocke.bi@gmail.com

      Liebste Grüße

      Schneeflocke

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