Bibelauslegung – nur durch den Sklaven?

Zitat: „„Es gibt Personen, die denken, sie könnten die Bibel selbst auslegen. Doch Jesus hat einzig und allein den treuen Sklaven zur Austeilung der geistigen Speise eingesetzt. Seit 1919 gebraucht der verherrlichte Jesus Christus diesen Sklaven, um seinen Nachfolgern zu helfen, die Bibel zu verstehen und ihre Anweisungen zu beachten. Gehorchen wir biblischen Anweisungen, tragen wir zu Reinheit, Frieden und Einheit in der Versammlung bei. Fragen wir uns: Stehe ich loyal zu dem treuen Sklaven, den Jesus als Mitteilungskanal gebraucht?““ (w 11.2016 „Was bedeutet dir Gottes Wort?“)

Ich bin so eine Person! Ich bilde mir ein, die Bibel selbst auslegen, d.h. sie verstehen zu können! Ich habe die Bibel schon gelesen, als ich noch nichts von einem Mitteilungskanal“wusste und ich erinnere mich deutlich daran, dass ich z. B. für das Verständnis der Bergpredigt Jesu keine Hilfe brauchte, weil diese Predigt in mir etwas ansprach, was schon vorhanden war.

Mein Herz verstand sehr gut, was Jesus sagen wollte und ich fand später, dass über seine einfachen Worte nichts hinausgehen konnte! Im Laufe meines Lebens musste ich immer wieder erleben, dass sich die Zusage Gottes an David, aus Psalm 32:8, auch an mir erfüllt hat: Gott richtete sein Auge auf mich und gab mir Einsicht! Ich denke, dass dies jeder von uns ebenso erfahren hat, jeder, der den Wunsch hatte, auf die leise Stimme Gottes zu hören.

Und was ich noch feststellte: Es gab später eine„schlaue Theologie, die ich nicht so recht verstand. Es handelte sich um Begriffe wie „Überrest“, „Geistgesalbte“, „Organisation“, „treuer und verständiger Sklave“, „1914“,„“1919″, „Generation“ und was sonst noch alles mit diesem Themenkomplex zusammenhing. Ich halte das meiste davon für eine private Meinung, die bestimmte Leute von sich selbst haben. Irgendeinen sittlichen Nährwert kann man daraus nicht ziehen.

Selbstverständlich habe ich viel durch einige meiner Glaubensgeschwister gelernt; ich habe Respekt gewonnen – vor ihrer Geradlinigkeit, Glaubenstreue und Liebe. Aber ich kam nicht auf die Idee, das alles dem Wirken und der Fähigkeit von Menschen, also dem Einfluß der WTG zuzuschreiben. Für mich war es Ausdruck der Wirksamkeit des heiligen Geistes – sein Einfluss auf meine Geschwister und das hat mich tief beeindruckt!

Und nach diesen Erfahrungen soll ich tatsächlich glauben, dass ich die Worte Gottes nur durch menschliche Mittler, den „treuen und verständigen Sklaven““verstehen kann? Ich müsste mich selbst betrügen und mir einreden, dass ich die Bibel nur durch eine Gruppe von Menschen begreifen darf, die sich einbildet, extra von Jesus ausgewählt worden zu sein. Nein – das kann ich nicht, denn es widerspricht meiner und anderer Menschen Erfahrung und es widerspricht dem ausdrücklichen Wort Gottes!

Ich kann unmöglich das ignorieren, was Paulus an die Korinther geschrieben hat: “ Ja uns hat Gott dieses Geheimnis [des Christus] durch den heiligen Geist enthüllt. Denn der heilige Geist erforscht alles, selbst die geheimsten Absichten Gottes.““ (1. Kor. 2:10)

Im Vers 12 heißt es dazu noch: „Wir haben aber nicht den Geist dieser Welt empfangen, sondern den Geist, den Gott selbst uns schickt. Dadurch können wir erkennen, was Gott uns geschenkt hat.“

Ich denke auch an Jesu eigene Worte aus seinem Gebet:

„Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit! … Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht nur für diese allein, sondern auch für alle, welche durch ihr Wort an mich glauben werden.““ (Joh. 17:17, 19, 20)

Hier schließt Jesus alle Menschen, die an ihn glauben, in seine Bitte mit ein! Sie alle werden geheiligt in der Wahrheit. Sein Lieblingsapostel Johannes schrieb über den Einfluss des Geistes und seine Wirkung auf die Jünger: Soviel über die Leute, die euch in die Irre führen wollen. Ihretwegen habe ich euch das alles geschrieben. Aber ihr habt von Christus die Salbung empfangen und diese Salbung bleibt in euch wirksam. Deshalb braucht ihr keinen anderen Lehrer. Denn die Salbung lehrt euch alles. Was sie euch lehrt, ist Gottes Wahrheit und keine Lüge. Und ihr sollt mit Gott verbunden bleiben, so wie die Salbung es euch gelehrt hat.““(1. Joh. 2:26, 27)

Es ist also der Geist Gottes, der die Nachfolger Jesu belehrt! Das menschliche Element fehlt in diesen Aussagen ganz. Kein Mensch kann die Wirkung des Geistes ersetzen wollen, indem er behauptet, die alleinige Deutungshoheit der Bibel zu besitzen. Der belehrende und Einsicht verleihende Geist Gottes ist für alle Jünger Jesu da! Was Menschen da noch tun können, ist auf reine Hilfe, auf Assistenz beschränkt. Menschen können Wegweiser sein, aber sie sind nicht der Weg selbst.

Wie war es im Urchristentum? Die Apostel bekamen Einblicke in die„Geheimnisse Gottes“und verkündeten sie. Ihre Aussagen sind im Neuen Testament enthalten und nichts kann darüber hinausgehen! Wer dennoch darüber hinausgeht, vergeht sich am Wort Gottes. (1. Kor. 4:6)

Wir erfahren aus den Schriften der Apostel, wie die ersten Jünger in der Wahrheit geleitet wurden. Sie beschreiben, wie Jesus nach seiner Auferstehung, in jeder Versammlung die Aufgaben zugewiesen hat, indem er Menschen befähigte, Apostel, Propheten, Lehrer, Missionare und Gemeindehelfer zu sein. Im 1. Brief an die Korinther, im Kapitel 12 zeigt der Apostel ganz klar, wie und auf wen der heilige Geist wirkt. Und diese Wirkung wird in einer Direktheit geschildert, die kein Zwischenmedium in Form einer Leitenden Körperschaft zulässt! Nirgendwo in diesem Kontext ist davon die Rede, dass nur Paulus oder ein anderer Apostel das exklusive Anrecht auf den heiligen Geist gehabt hätte. (Siehe auch Eph. 4:7-16) An keiner Stelle beanspruchten sie die alleinige Deutungshoheit über die Schriften! Auch Paulus musste sich an den Worten Gottes messen lassen! Die Beröer prüften alles anhand der Schriften, sie überprüften Pauli Worte! (Apg. 17:10-12)

Es war also Jesus Christus selbst, der die ersten Christen durch den heiligen Geist leitete. Durch diesen Geist verstanden sie, was sie als Christen verstehen mussten. Dieser Geist war für jeden da, der sich um ihn bemühte. Niemand hatte den Geist für sich gepachtet. Darüber verfügte nur der Himmel!

Aber das war schon immer gewissen Menschen ein Dorn im Auge. Die Apostel berichten schon sehr früh von Machtansprüchen falscher Lehrer, von Betrügern, die Macht über Menschen gewinnen wollten. Diotrephes mag dafür ein Beispiel sein. (3. Joh. 9, 10) Dazu sei noch ein ernstes Wort des Apostels Johannes zitiert: „Wer nicht an der Lehre von Christus festhält, sondern darüber hinausgeht, hat keine Gemeinschaft mit Gott. Wer dagegen an dieser Lehre festhält, hat Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn.““(2. Joh. 9)

Jeder, der die Lehren der Wachtturmgesellschaft kennt, weiß von all den Verirrungen, Lügen und Täuschungen in ihrer Lehre. Und schon der einfache unvoreingenommene Bibelleser kann darauf aufmerksam werden. Er wird schnell feststellen, dass so manche Lehre des„“treuen und verständigen Sklaven““seinem Gewissen und seiner Bibelkenntnis widerspricht. Und wenn er die Worte des Apostels Johannes liest, wird er sich fragen, ob dieser„“Sklave““tatsächlich Gott und Jesus Christus kennt oder Gemeinschaft mit ihnen hat.

Der Apostel fährt fort: „Wenn jemand zu euch kommt, der diese Lehre nicht bringt, dann lasst ihn nicht ins Haus. Heißt ihn nicht willkommen.““(2. Joh. 10)

Es geht dem Apostel um die volle Bedeutung des Christus für unseren Glauben. Und wenn jemand diese Bedeutung schmälert und sich sogar die Autorität des Christus anmaßt, dann bringt„er diese Lehre nicht.“Wer im Namen Jesu Lügen verbreitet und das Wort Gottes verfälscht, bringt diese Lehre nicht.“Wer sich in die Geschäfte dieser Welt verstrickt, bringt diese Lehre nicht.“Wer sich in Sektenkartellen mit dem weltanschaulichen Abschaum verbündet, bringt diese Lehre nicht.“Wer Verbrechen an Kindern verheimlicht (Kindesmissbrauchsskandale), bringt diese Lehre nicht.“ Wer Gehorsam gegenüber Menschen mehr Gewicht einräumt, als dem Gehorsam gegenüber Gott und Christus, bringt diese Lehre nicht. Wer das Gewissen des Menschen nicht achtet, bringt diese Lehre nicht. Wer die Botschaft von der Versöhnungstat Jesu durch die Botschaft vom aufgerichteten Königreich 1914“ ersetzt, „bringt diese Lehre nicht.

Für alle diese Vorwürfe gegen den Sklaven, gibt es ausführliche und fundierte Belege. Wer sie zur Kenntnis nehmen will und die Wahrheit nicht fürchtet, sollte sich informieren. Die Apostel haben ausdrücklich vor jeder Verfälschung der Lehre Jesu gewarnt:

„Dabei gibt es die [andere ‚gute Nachricht’ über den Christus] gar nicht. Sondern ein paar Leute führen euch in die Irre. Sie wollen die Gute Nachricht von Jesus Christus verdrehen. Doch wer immer euch etwas anderes verkündet, als was wir euch verkündet haben, soll verflucht sein – … Wer euch etwas anderes verkündet als die Gute Nachricht, die ihr bereits angenommen hat, soll verflucht sein!“ (Gal. 2:7-9)

Ich möchte die Warnung Pauli beachten. Deshalb schon kann ich die vertrackten Lehren eines „Sklaven“ nicht anerkennen und vertreten. Würde ich willentlich und gegen meine biblische Erkenntnis diese falschen Lehren vertreten, machte ich mich mitschuldig! Allein schon das Märchen von 1914 und 1919 kann und will ich nicht als geoffenbarte Wahrheit“anerkennen!

Die vertrackte„Theologie“beinhaltet als Dreh – und Angelpunkt ein einziges Datum, auf dem die ganze Irrlehre fußt. Der Urheber dieses Datums ist C. T. Russell, der in der Tradition der Adventisten stand, die im 19. und 20. Jahrhundert Zeitpunkte für die Wiederkehr Christi ausarbeiteten. Da C. T. Russel wusste, dass sie in der Vergangenheit mit ihren Voraussagen falsch gelegen hatten, rollte er die ganze Sache noch einmal auf. Ich möchte es uns dieser Stelle ersparen, die Berechnung von 1914 noch einmal zu wiederholen. Diese guten Ausarbeitungen sind hier nachzulesen:

http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/1-9-1-4-ein-goldenes-kalb/

http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/wahrhaftigkeit-anspruch-und-ausdruck-des-christentums/

Jesus selbst hat keine Zeitspanne für die Zeiten der Nationen“genannt. Statt dessen hat er deutlich gesagt, dass Tag und Stunde“seiner Wiederkunft als Richter dieser Welt niemand kennt, außer der Vater allein. Und was nach Gottes Willen niemand kennen soll, kann man logischerweise auch nicht berechnen!

Nun hatte sich die Erwartung Russells und seiner Anhänger bekanntlich nicht erfüllt. 1914 begann zwar der 1. Weltkrieg, es war aber nicht das Ende aller Königreiche, wie es Russell vorhergesagt haben wollte. Als er den Irrtum bemerkte und um noch etwas Glaubwürdigkeit zu retten, behauptete er schlicht, dass nun eben„die Zeiten der Nationen zu Ende“seien. Aber da ließ sich nicht viel retten, denn der„Prophet hatte in gedruckter Form veröffentlicht, welche Erwartungen er mit dem Jahr 1914 verbunden hatte.

Und dann kam Richter“Rutherford! In den dreißiger Jahren erfand er das Märchen von der unsichtbaren Gegenwart Christi auf seinem himmlischen Thron, etablierte einen „treuen und verständigen Sklaven“, der den Haushalt des Glaubens mit „Speise zur rechten Zeit“ versorgen sollte und erschuf eine Zwei – Klassengesellschaft von gläubigen Anhängern mit unterschiedlichen Hoffnungen.

http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/der-neue-boese-und-unverstaendige-sklave/

Und wie passt dieses schöne Bild, diese Selbstüberschätzung, zur Wirklichkeit? Jeder kann in der Geschichte der Zeugen Jehovas nachlesen, was damals alles von den Männern um Russell geglaubt wurde und wie man sich verhalten hatte. Es ist einfach nicht wahr, was heute behauptet wird, nur um ein geschöntes Bild und eine Legitimation für die gottgleiche Stellung der Leitenden Körperschaft zu schaffen.

http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/falsche-christusse-und-falsche-propheten/

Entlarvend für den „Sklaven“ sind die so oft zitierten Worte aus Mat. 24:46: „Glücklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei seiner Ankunft so tuend findet.“ Das ist die Textversion der NWÜ. Das Wort „Ankunft““fehlt im griechischen Text. Wörtlich übersetzt lautet diese Stelle:„“Glücklich der Sklave, den sein Herr gekommen seiend so tuend findet.““Die griechische Verbform (elthon) bezeichnet eine Handlung, die unwiederholbar, abschließend erfolgt. Die„“Ankunft“ nach“der NWÜ, ist also nach seinem irdischen Aufenthalt das letzte, endgültige Kommen Jesu. Und das hat nichts mit 1914 zu tun. Die Bibel spricht nur von zwei Gelegenheiten des Kommens Jesu: Das erste Mal, um für die Sünden der Welt zu sterben – das zweite Mal, um Gericht zu üben. Dazu heißt es in Hebr. 9:28: „…so wurde auch der Christus ein für allemal [als Opfer] dargebracht, um die Sünden vieler zu tragen; und das zweite Mal, da er erscheint, wird es getrennt von Sünde sein und für die, die ihn zu ihrer Rettung erwarten.“ (NWÜ)

Was bleibt nun noch übrig? Was können Menschen auf einem Gebiet leisten, wo es nur noch um Glauben, Liebe und Hoffnung geht? Denn das ist ein Gebiet, wo es in der Hauptsache auf Gott und seinen Geist ankommt! Wer kann das leisten, was Jesus kurz vor seinem Tod versprochen hatte?

„Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote befolgen. Dann werde ich den Vater um etwas bitten: Er wird euch an meiner Stelle einen anderen Beistand geben, einen, der für immer bei euch bleibt. Das ist der Geist der Wahrheit. Diese Welt kann ihn nicht empfangen, denn sie kennt ihn nicht. Aber ihr erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch gegenwärtig sein.“ (Joh. 14:16-17)

Die WTG maßt sich an, das Monopol für die Bibelauslegung innezuhaben. Dass sie dabei den Mund zu voll, ja viel zu voll genommen hat, ist deutlich geworden. Gewiss kann man sich vieles ausdenken und dann mit biblischen Vorbildern herumspielen, man kann unwesentliche Fragen zu Hauptfragen aufblasen und sich wichtig tun. Aber es bleibt dabei: das Erkennen Gottes und seines Sohnes bedeutet das ewige Leben! (Joh. 17:3) Dieses Erkennen ist tausendmal wichtiger und bedeutender, als alle Wachtturm-Ausgaben zusammen. Das alles ist endlich nur noch ein Haufen leblosen Papiers, aber das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus! (Hebr. 4:12) Diese Macht ist so groß, dass der Prophet Jeremia sagen konnte:

„Und sie werden nicht mehr ein jeder seinen Gefährten und ein jeder seinen Bruder lehren, indem [sie] sprechen: ‚Erkennt Jehova!‘, denn sie alle werden mich erkennen, von ihrem Geringsten selbst bis zu ihrem Größten“ ist der Ausspruch Jehovas. „Denn ich werde ihre Vergehung vergeben, und ihrer Sünde werde ich nicht mehr gedenken.“ dass „alle mich erkennen werden, von ihrem Geringsten bis zu ihrem Größten, ohne das jemand sagen muss: „Erkenne Jehowah!“ (Jer. 31:34).

Und Bibelleser wissen, dass sich die Macht des Wortes Gottes erst dann enfaltet, wenn der Geist Gottes das Wort Gottes lebendig macht und im Leser wirksam werden lässt. An diesem Erkenntnisprozess ist kein Mensch in der Weise beteiligt, wie es die WTG von sich behauptet.

Die wahre Sprache des Herzens ist die Liebe!  Das geht mir immer wieder durch den Sinn, wenn ich das Wort Gottes lese. Und dann gibt es noch die „genaue Erkenntnis“. Aber was versteht man darunter? Ich verstehe darunter das Erkennen Jehowahs, im Lichte der von ihm repräsentierten Liebe und nicht Buchstabenwissen, bloße Kopferkenntnis und leeres Getön!

 

 

 

 

Mag ich nicht (3)

66 Kommentare zu “Bibelauslegung – nur durch den Sklaven?

  1. noomi an Edelmuth

     
    Lieber Edelmuth
    Es tut mir leid, dass du meinen Kommentar als provokativ aufgefasst hast. Das war niemals meine Absicht. Wenn schon provokativ, auf keinen Fall gegenüber Dir persönlich! Hätte mich ausführlicher äussern müssen. Meine Meinung war, wenn es in Jerusalem eine LK gegeben hat, warum wurde Paulus von Jesus nicht sofort nach seiner Bekehrung nach Jerusalem gesandt, wenn dort die Zentrale gewesen sein sollte. Bitte entschuldige mich, du musst schon genug einstecken hier; dann auf keinen Fall auch noch von mir.
    LG Noomi
     

    1. https://de.sputniknews.com/panorama/20170413315319937-zeugen-jehovas-druck-us-zentrale-menschen-gerichte/

  2. Lichtspender

    Liebe Geschwister der BI-Gemeinde! Liebe Noch-Zeugen!
    Wie falsch der „TREUE“  und „VERSTÄNDIGE“  SKLAVE mit seinen Interpretationen liegt, davon hätten sich diese Woche wieder Millionen Zeugen bei ihrem Versammlungsbuchstudium überzeugen können. Doch nur wenigen dürfte es aufgefallen sein. Auf diesem Portal wurden wir (und sie) schon wiederholt dazu ermuntert, die Aussagen und Behauptungen des „Sklaven“ mit den in den Absätzen der Publikationen angegebenen Bibelstellen (und anderen) genau zu vergleichen, um die Lüge von der biblischen Wahrheit zu unterscheiden.
    Ein Beispiel:
    In dem in dieser Woche behandelten schwarzen Buch „Gottes Königreich regiert!“, Kapitel 10, S. 107 heißt es unter der Überschrift „Die Bösen von den Gerechten trennen“ im Absatz 18:
    „18 Ein „Schleppnetz“ wird „ins Meer hinabgelassen“. Das Schleppnetz steht für das Predigen vom Königreich im Menschenmeer. „Fische von jeder Art“ werden zusammengebracht. Die gute Botschaft lockt die verschiedensten Menschen an — einige unternehmen Schritte, um echte Christen zu werden; viele andere dagegen zeigen anfänglich Interesse, entscheiden sich aber nicht für die reine Anbetung. Die „vortrefflichen“ Fische werden in Gefäße zusammengelesen. Menschen mit einem ehrlichen Herzen werden in die Versammlungen hineingebracht, wo sie Jehova in Reinheit anbeten können. „Die unbrauchbaren aber warf man weg.“ In der ganzen Zeit des Endes haben Christus und die Engel „die Bösen von den Gerechten“ getrennt. * Dadurch konnten unaufrichtige Menschen, die bei ihren falschen Ansichten und Bräuchen blieben, die Versammlungen nicht verderben. *
    Fußnoten:
    1)      Dass die vortrefflichen Fische von den unbrauchbaren getrennt werden, ist nicht dasselbe wie die Trennung der Schafe von den Ziegenböcken (Mat. 25:31-46). Die Trennung oder endgültige Beurteilung der Schafe und Ziegenböcke findet in der großen Drangsal statt. Bis dahin können die „unbrauchbaren“ Fische zu Jehova und zur Versammlung zurückkehren (Mal. 3:7).
    2)      Die unbrauchbaren Fische werden letztendlich in einen symbolischen Feuerofen geworfen, der für ihre künftige Vernichtung steht.                      (Ende der Zitate)
    Wer schon länger bei den Zeugen ist, wird wissen, wie oft durch die Leitende Körperschaft diverse Gleichnisse ausgelegt und wieder deren haarsträubende Auslegung revidiert und eine neue Auslegung dem „Haushalt“ vorgesetzt wurde. Ist es nicht erstaunlich, dass es für so viele christliche Gruppierungen kein Problem war, die an sich simplen Aussagen der Gleichnisse zu übertragen, Jehovas Zeugen aber dafür Jahrzehnte benötigen? Doch oft liegen sie von der Wahrheit immer noch meilenweit entfernt mit ihrer Deutung, so auch oben.
    Es wird im Absatz behauptet: „In der ganzen Zeit des Endes haben Christus und die Engel „die Bösen von den Gerechten“ getrennt.“ Stimmt das aber? Sagt das die zugrundeliegende Bibelstelle  wirklich aus? 
    Matthäus 13:47-50:
    „47 Wiederum ist das Königreich der Himmel einem Schleppnetz gleich, das ins Meer hinabgelassen wurde und [Fische] von jeder Art zusammenbrachte.+ 48 Als es voll wurde, zog man es herauf an den Strand, und nachdem man sich gesetzt hatte, las man die vortrefflichen+ in Gefäße zusammen, die unbrauchbaren+ aber warf man weg. 49 So wird es beim Abschluß des Systems der Dinge* sein: Die Engel werden ausgehen und die Bösen+ von den Gerechten trennen+50 und werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein.+
    Der Text zeigt geradezu das Gegenteil: Es erfolgt die ganze Zeit des Endes das Fischen der Menschen.
    Erst wenn die Ernte beendet ist – wenn das Netz „voll“ ist – wird es heraufgezogen. Wann geschieht das? Jesus deutet sein Gleichnis selbst: „beim Abschluss des Systems der Dinge“. Dieses liegt aber noch vor uns. Das Zusammenlesen „in Gefäße“ steht demnach noch aus. Es ist also keinesfalls so, dass man dieses Gleichnis heranziehen könnte, um zu beweisen, dass „die Engel „die Bösen von den Gerechten““ bereits die ganze Zeit des Endes trennen.
    Auch die Behauptung in der Fußnote lässt  einen über so viel Unverstand des „verständigen Sklaven“ nur staunen. Dort behauptet man: „Dass die vortrefflichen Fische von den unbrauchbaren getrennt werden, ist nicht dasselbe wie die Trennung der Schafe von den Ziegenböcken (Mat. 25:31-46). Die Trennung oder endgültige Beurteilung der Schafe und Ziegenböcke findet in der großen Drangsal statt. Bis dahin können die „unbrauchbaren“ Fische zu Jehova und zur Versammlung zurückkehren (Mal. 3:7).“
    Die „unbrauchbaren“ Fische können demnach zurückkehren. Wie soll das aber gehen, wenn sie doch gemäß Jesu Aussage weggeworfen werden. Und wohin werden sie weggeworfen? „In den Feuerofen“, sagt Jesus. Eine Rückkehr ist damit ausgeschlossen. Dies zeigt eindeutig, dass das endgültige Beurteilen und Trennen der „Bösen von den Gerechten“ eindeutig noch vor uns liegt. Es ist eben doch dieselbe Lehraussage Jesus wie beim Gleichnis von den Schafen und Ziegenböcken (Matth. 25).
    Und es ist im Grunde auch dieselbe Lehraussage wie im Gleichnis vom Weizen und Unkraut, das Jesus (nur ein paar Verse vorher) kurz vor dem Gleichnis von den Fischen und dem Netz erzählte. Auch dort ist eindeutig von der Ernte die Rede (Matth. 13:28-30):
    „Er sprach zu ihnen: ‚Ein Feind, ein Mensch, hat das getan.‘+ Sie sagten zu ihm: ‚Willst du denn, daß wir hingehen und es zusammenlesen?‘ 29  Er sprach: ‚Nein, damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts den Weizen mit ihm ausreißt. 30  Laßt beides zusammen wachsen bis zur Ernte; und zur Erntezeit will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen, und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen,+ dann geht und sammelt den Weizen in mein Vorratshaus.‘ “+
    Das Fällen eines Urteils erfolgt keinesfalls die ganze Zeit über – das untersagt Christus ausdrücklich -- , sondern erst zur Ernte.
    Man erkennt eigentlich kinderleicht die Parallelen. Nicht aber der „verständige Sklave“! Er versteht ja auch das Gleichnis vom „treuen und verständigen Sklaven“ falsch, wie kann man da mehr von ihm erwarten.
    Die 1. Wiederholungsfrage im Kasten auf Seite 107 in dem Buch lautet:
    „Was ist mit Reinheit in der Anbetung gemeint, und durch wen verhilft Christus seinen Nachfolgern dazu?“
    Die Antwort kann nur lauten: Ein blinder Sklave kann nicht andere führen. Ein unreiner Sklave kann andere kaum reinigen.
    Der Sklave war nach seiner angeblichen Ernennung im Jahre 1919 immer noch unrein (siehe die Jahreszahlen im Buch Seite 105 z.B.)
    Natürlich kann man immer wieder gern behaupten, Christus würde durch diesen Sklaven seine Nachfolger zur Reinheit verhelfen. Doch es bleiben Behauptungen – es finden sich zu viele Irrlehren in dieser Organisation; und die Leitende Körperschaft wird es dabei belassen, sonst hätte sie schon vor Jahrzehnten etwas unternommen.
    Und:
    Natürlich ist der "Sklave" daran interessiert, Leichtgläubige in die Versammlungen, die er als „Gefäße“ deutet, zu locken. Und auch die „weggeworfenen Fische“ (für ihn die Ausgeschlossenen und Abtrünnigen) sollen doch gefälligst wieder zurückkommen.
    Doch wer einmal erkannt hat, dass Jehovas Zeugen mit ihren falschen Lehren und Taten Teil Groß-Babylons sind, wird sich davor hüten. Christus hat ihn bereits herausgefischt.
    In Liebe
    Lichtspender

    1. Argentum@Lichtspender

      Lieber Lichtspender,

      sehr gut recherchiert. Das ganze Buch strotzt vor verdrehten Ansichten und ist eine einzige Selbstbeweihräucherung.

       

      Liebe Grüße

      Argentum

    2. Anna

      Lieber Lichtspender, liebe Schwestern und Brüder,

      das habe ich mir auch gedacht, als ich mir das in der Versammlung anhören durfte. Die Kommentare waren eher spärlich. Die Brüder plappern halt nach was in der Lektüre steht. Der Sklave wird's schon wissen.

      Es wurde ja auch noch über das Kreuz-Krone-Symbol gesprochen, als man ENDLICH durch die Hinführung zur Reinheit von Christus erkannt hat, dieses wäre nicht in Ordnung. Da habe ich mir dann gedacht, naja nun haben sie ihre jw.org-Symbole und Anstecker.

      Liebe Grüße und viel Freude wünscht Anna

       

  3. noomi an Edelmuth

     
    Lieber Ede
    Omma hatte recht, ich konnte nicht schlafen, bin wieder aufgestanden und habe deshalb erst jetzt deine Antwort gelesen.
    Was ich von dir hören wollte. Ja mal was Anderes - eine grosse Ladung Humor. So war es doch gemeint – ODER NICHT??
    Kann dich beruhigen. Habe weder ein Smartphon noch ein Tablett. Den Königreichdienst, ach nein es heisst jetzt ja anders (sind in der Neuzeit angekommen) und auch den WT muss ich jetzt im Brotkasten lesen. Brieftauben habe ich auch nicht, dafür besuchen mich aber ein Pärchen normale Tauben und eine Anzahl anderer Vögel, vom Rotkehlchen, Zaunkönig, bis zu Elstern, im Garten. Sie erfreuen jeden Tag mein Herz und erinnern mich an die grossartige Schöpfung. So wünsche ich dir jetzt eine gute Nacht – bis zum nächsten Gedankenaustausch.
    LG Noomi
     

  4. Ulla

    Liebe Omma, liebe Fox, lieber M.N.

    Wie heißt es u.a. im zweiten Teil der Tauffragen seit 1985?

    "Bist du dir darüber im klaren, dass du dich durch deine Hingabe und Taufe als ein Zeuge Jehovas zu erkennen gibst, der mit der vom G.E.I.S.T. geleiteten Organisation Gottes verbunden ist?"

    - ............

    Gestern nahm ich mir den Galaterbrief vor. Paulus schrieb ab Kap. 1:15 :

    "Aber Gott hatte mich in seiner Gnade schon vor meiner Geburt dazu bestimmt, ihm einmal zu dienen. Als die Zeit dafür gekommen war, ließ er mich seinen Sohn erkennen. Die anderen Völker sollten durch mich von ihm erfahren. Ohne Zögern habe ich diesen Auftrag angenommen und KEINEN MENSCHEN um Rat gefragt. Ich bin nicht einmal nach Jerusalem gereist, um die nach ihrer Meinung zu fragen, die schon VOR mir Apostel waren. Nein, ich bin sofort nach Arabien gezogen und von dort wieder nach Damaskus zurückgekehrt. Erst DREI JAHRE SPÄTER kam ich nach Jerusalem, weil ich Petrus kennenlernen wollte..." HFA

    Das hat mich fasziniert. Wir sollten wie Paulus ebenfalls FEST an der Lehre festhalten, keinen Menschen, sondern Christus zu folgen.

    Gal. 2:16 Vor Gott können wir nur durch den Glauben an Jesus Christus bestehen...denn wie die heilige Schrift sagt, findet kein Mensch durch gute Werke Gottes Anerkennung.

    Weder das "Abarbeiten", den Vorschriften des alten Gesetzesbundes nachzukommen, führte zur Erlösung, noch das "Abarbeiten", alle Vorschriften der WTG zu befolgten, führt zu ewigem Leben.

    Das ewige Leben ist eine GNADE. Ein GESCHENK Gottes. Das erhalten alle, die sich ihren Glauben an Jesus Christus bewahren, bis er wiederkommt.

    Nur Jesus Christus weiß, wieviele noch im "Tower" Gefangene diesen engen Weg finden werden. Hoffentlich schaffen das noch viele von unseren Verwandten und Freunden, die noch nicht "erwacht" sind. Dafür lasst uns beten.

    Liebe Abendgrüße an euch alle!

    Ulla

  5. noomi an Fox

    Zu deinem Kommentar passt doch diese Schriftstelle gut - oder?
    1.Kor 12:13 Denn wir alle – ob Juden oder Nichtjuden, Sklaven oder Freie – sind mit demselben Geist getauft worden und haben von derselben Quelle, dem Geist Gottes, zu trinken bekommen, und dadurch sind wir alle zu einem Leib geworden.
    14 Und wie jeder Körper besteht dieser Leib aus vielen Teilen, nicht nur aus einem.
    Noomi

     
     

  6. Fox

    Lieber Ede,

    nun nehme ich deine Frage an M. N. bezüglich der Jerusalemer Frage und damit verbunden nach der Rechtmäßigkeit des Zeugen-Jehovas-Sklaven zum Anlass, den 2. Teil zu eröffnen:

    Petrus stellte fest, dass den Christen aus den Nationen in gleicher Weise wie auch ihnen, den Aposteln, der Heilige Geist zuteil wurde. Also kein Unter-Heiliger Geist oder so.  Wie kommt es dann, dass die Organisationsleitung angedachten 144.000 Mitgliedern einen anderen Heiligen Geist unterstellt als dem Rest der Gläubigen? Ungefähr so, als hätten diese 144000 ein Bücherregal voll Heiligen Geistes und alle anderen bestenfalls ein einziges Buch voll Geist, so dass sie ständig von einer Organisationsleitung belehrt werden müssen? Und warum haben 7 von ihnen nochmals mehr Heiligen Geist als die anderen 143.993, die sie als Organisationsleitung besonders befähigen soll?

    1. Omma@Fox

      Liebe Fox,

      deine Frage: "Wie kommt es dann, dass die Organisationsleitung angedachten 144.000 Mitgliedern einen anderen Heiligen Geist unterstellt als dem Rest der Gläubigen?", erinnert mich an den Ausspruch, den Paulus in

      2. Korinther 11:4 macht:
      4 Wenn nämlich jemand kommt und euch einen anderen Jesus verkündet als den, den wir verkündet haben, dann lasst ihr euch das nur allzu gern gefallen. Ihr findet nichts dabei, euch einem anderen Geist zu öffnen als dem, den ihr durch uns bekommen habt, oder ein anderes Evangelium anzunehmen als das, das ihr von uns angenommen habt.

      Ja, liebe Fox, sie hatten sich einem anderen Geist unterstellt, aber nicht dem Heiligen Geist!

      Noch einmal ganz liebe Grüße von Omma und Oppa

  7. noomi an Edelmuth

     
    Paulus beginnt seine Briefe oft mit: „ein Gesandter des Messias Jeschua“ oder wie in dem Brief an die Römer 1:1 „Von: Paulus, einem Sklaven des Messias Jeschua, einem Gesandten, den ich bin für die Gute Nachricht Gottes berufen und ausgesondert“
     
    Galater 1:1: “Von Paulus , einem Gesandten – ich habe meinen Auftrag nicht von Menschen oder durch menschliche Vermittlung empfangen, sondern durch Jeschua den Messias und von Gott dem Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat- und von allen Brüdern bei mir…….“
     
    Oder in dem Brief an die Philipper 1:1: „Von Paulus und Timotheus, Sklaven des Messias Jeschua“
     
    An die Epheser 1:1 „ Von: Paulus, durch Gottes Willen ein Gesandter des Messias Jeschua“ (JNT von David Stern)
     
    Wie wir wissen war Paulus unter den sogenannten „Heiden“ tätig und nicht in Jerusalem und das als Sklave von Jesus. Da frage ich mich welche Bedeutung der Versammlung in Jerusalem zugeschrieben werden muss, wenn doch Paulus erst 3 Jahre nach seiner Berufung von Jesus nach Jerusalem ging und danach erst wieder nach 15 Jahren.
    Noomi

     

    1. Edelmuth an noomi

      Ist doch klar, noomi

      Weil man damals noch keine smartphons hatte, hat man Brieftauben für den Königreichsdienst und den neusten Wachtturm gebraucht. Oder was wolltest du von mir hören!

      Ede

      1. Omma@Edelmuth

        Lieber Edelmuth,

        jetzt habe ich doch ziemlich viele Fragezeichen über meinem Kopf: "Ist das wirklich unser Ede?"

        Vor nicht langer Zeit habe ich mich mit einer lieben Schwester unterhalten, wir waren uns einig, auch wenn wir nicht immer mit dem Inhalt deiner Kommentare 100%ig einig gingen, so hatten wir doch Hochachtung vor dir, weil du immer höflich geblieben bist.

        Unsere liebe Noomi hatte dich doch nicht angegriffen, sondern einfach nur ihre Sicht der Dinge (mit Bibelstellen), dargelegt.

        Ich gehe mal davon aus, dass du heute vielleicht nicht so gut drauf warst, kann ja jedem von uns mal passieren.  Ich kann mir aber auch vorstellen, dass unsere liebe Noomi jetzt auch nicht so entspannt schlafen gegangen ist.

        Ganz liebe Grüße  Omma

        1. Edelmuth an Omma

          Guten Morgen Omma

          Noomi ist eine ausgezeichnete Bibelkennerin. Welche Bedeutung Jerusalem in den Vorstellungen Paulus hatte ist ihr sicherlich bekannt, denn sie erwähnt zu recht seinen gelegentlichen Besuch dieser Stadt. Deshalb fasse ich ihre Frage eher provokativ auf.

          Dabei darf die Rolle Jerusalems nicht übersehen werden, denn die katholische Kirche, die mit den Zeugen Jehovas nun gar nichts zu tun hat, betrachtet sich als Nachfolgerin dieser leitenden Körperschaft und bezieht sich dabei auf Paulus und Petrus.

          Dessen ungeachtet ist es für mich schwierig hier zu antworten, weil die Meisten meiner Beiträge von der BI-Zensur gelöscht werden. Es kommt somit nur das an, was sie frei schaltet, und da ihre Einstellung zu meinen Beiträge hinlänglich bekannt sein dürfte, ist mein Erscheinungsbild hier dementsprechend.

          Aber du hast recht, ich kann auch beißen.

          Ede

          ******

          Lieber Eden,
          das die MEISTEN deiner Beiträge gelöscht werden ist gelinde gesagt eine Unwahrheit.
          LG Bruderinfo-aktuell

          1. Edelmuth an BI-Moderator

            Verehrter Moderator

            Wir haben bereits in einem anderen Forum, das hier gut bekannt ist, einen Tread eingerichtet, in dem wir viele bei BI gelöschte Beiträge veröffentlich haben. Dass die Moderatorin diese Art des Gebrauches ihres Forums inzwischen untersagt hat, ist nur zu gut verständlich. Traurig ist aber, dass bei aller Kritik an den Zeugen Jehovas so etwas erforderlich wurde.

            Darüber hinaus speichere ich jeden meiner Beiträge ab. Daran ist gut zu erkennen, wie viele und vor allen Dingen welche Beiträge gelöscht werden. Wegen eures Streichkonzertes haben sich bereits viele Autoren und Autorinnen hier verabschiedet. Das ist offenbar euer Verständnis vom Meinungsfreiheit und Gedankenaustausch anhand der Bibel, das sich nur unwesentlich von dem Verständnis der ZJ unterscheidet.

            Ede

          2. M.N.

            Zitat: "Die katholische Kirche ... betrachtet sich als Nachfolgerin dieser leitenden Körperschaft."

            Wie kann man nur auf solch einen Unsinn kommen! Die RKK betrachtet sich NICHT als eine Nachfolgerin "einer leitenden Körperschaft" - man zeige mir eine solche Wendung in irgendeinem Stück RKK-Literatur, -Wörterbuch, -Enzyklopädie, theologischem Artikel oder was sonst noch unter RKK-Ägide redigiert wird.

            WAS die RKK tut, ist, ihren sog. "petrinischen Primat" auf ihre Falschauslegung/Eisegese von Mat 16,18 zu gründen ("Du [Petrus] bist der Fels, und auf diesem Felsen werde ich meine Enklesia bauen"). Jedoch sind mir Bezüge auf eine "Leitende Körperschaft des Urchristemtums" in RKK-Schrifttum und -Doktrin bis dato noch nie untergekommen. Wirf mal die amtsbürokratisch/organisationshierarchietechnische Vokabel "Leitende Körperschaft" einem Katholen an den Kopf - "what?"

            Doch vielleicht haben hier einige besondere Offenbarungen bzw. Spezialwissen, das andere nicht haben - so wie die LK der JW.Org von eigenen Gnaden?

            Gruß,
            M.N.
            👍

            1. Jolanda

              Außerdem kann man über die älteste christliche Kirche denken was man mag und kritisieren was man will, aber, dass sie ihre Glaubenslehren öfter wechseln als ihre Unterwäsche kann man nur bei den Zeugen Jehovas frststellen. Nicht jedoch bei der RKK. Im Gegenteil.

              Nicht zuletzt deshalb stellt sich die tatsächlich, nicht rein formaljuristisch, ob die sigenannten Zeugen Jehovas überhaupt als Kirche/Religion im eigentlichen Sinne anerkannt werden können.

              Ihr "Glück" war eben, dass man bei der Abfassung des Grundgesetzes noch das Kirchenverständnis des vergangenen Jahrhunderts in den Köpfen und Vorstellungen hatte, und an Zeitgeist-Modeerscheinungen wie die  Zeugen Jehovas oder Hare Krischna Scientology und ähnliche geistige Verirrunngen nicht dachte.

              Wäre im Grundgesetz nicht nur eine gewisse Beständigkeit im Mitgliederbestand sondern auch in den Lehren/Glaubenswahrheiten gefordert, wären sie wohl nicht erst nach 20-jähriger Prozesshanselei mit Pauken und Trompeten gescheitert.

              Nun sind sie zwar formaljuristisch nicht, dafür tatsächlich faktisch erbärmlich gescheitert.

              Die rein formaljuristische Heilung dieses Rechtsirrtums dürfte auch nicht all zu lange auf sich warten. Da muss man sie einfach weiter machen lassen. Dann kommt das ganz automatisch.

    2. Störtebeker

       
      Störtebeker an alle,
       

       
      hiermit möchte ich nochmal meinen Betrag zu diesem Thema hinzufügen:
       

       
      Dass tatsächlich bei einer einzigen Gelegenheit in Jerusalem sozusagen ein Konzil abgehalten wurde beweist noch lange nicht, dass dort eine „Leitende Körperschaft“ tätig war.
       

       
      In Wirklichkeit gingen Paulus und Barnabas deshalb nach Jerusalem, weil genau dort das Problem entstanden war.
       

       
      Als Paulus zum Christentum bekehrt wurde sagte Christus absolut nichts davon, dass er nun nach Jerusalem gehen sollte. Er wurde zueerst nach Damaskus gesandt. Die Anweisungen die er bekam, kamen nicht durch ein Glied irgendeiner „leitenden Körperschaft“ in Jerusalem, sondern durch einen Einwohner von Damaskus mit Namen Ananias, Apg. 9:1-17.
       

       
      Aus Gal. 1:1, 10,11,16,17 geht deutlich hervor, dass Paulus weder sein Apostelamt noch seine geistige Führung von oder durch Menschen oder durch die Apostel oder durch die „LK“ in Jerusalem erhielt.
       

       
      Er reiste erst drei Jahre später nach Jerusalem. Dabei sah er während seines 15 tägigen Aufenthalts nur Petrus und Jakobus aber sonst keine weiteren Apostel, Gal. 1:18-20.
       

       
      Danach hielt sich Paulus in der Versammlung Antiochia und nicht in Jerusalem auf. Es war die Versammlung Antiochia, nicht Jerusalem, die ihn zu seinen Missionsreisen aussandte.
       

       
      Erst nach 14 Jahren ging er wieder nach Jerusalem, Gal 2:1,2. Das mag vielleicht die Zeit gewesen sein, als besagtes Konzil wegen der Beschneidung abgehalten wurde.
       

       
      Wenn er sagt, dass er „zufolge einer Offenbarung“ nach Jerusalem ging zeigt das auch, dass Christen nicht in der Regel, oder ständig nach Jerusalem gingen um alle möglichen Fragen dort entscheiden zu lassen.
       

       
      Man kann aus Apg. 15 deutlich erkennen warum man in dieser Angelegenheit ausgerechnet nach Jerusalem ging um die Sache zu klären. Die Versammlung in Jerusalem selbst war der Ursprung des Problems, mit dem sich Paulus und Barnabas in Antiochia herumschlagen mussten, Apg.15:1,2,5,24.
       

       
      Das war der Grund warum in diesem einen Fall Jerusalem der Ort war, für die Erörterung dieses einen aber schwerwiegenden Problems.
       

       
      Es waren Faktoren im Spiel die nicht ständig und dauerhaft bestanden, und deshalb nicht auf unsere Zeit übertragbar sind, und sie stellen keine Legitimation für die sogenannte „leitende Körperschaft“ der Zeugen Jehovas in unserer Zeit dar.
       

       
      Außerdem war die ganze Versammlung in Jerusalem beteiligt und nicht nur eine sogenannte „LK“.
       

       
      Für heute wünsche ich euch und allen einen schönen Abend.
       
      Grüße von Störtebeker
       

  8. M.N.

    Ihr Lieben,

    im Februar-"Studien"-wt vierter "Studienartikel" erwartet die Leser wieder ein regelrechtes Feuerwerk der pseudobiblischen Selbstlegitimation des obersten JW.Org-Leitungsgremiums, das es einfach nicht lassen kann, sich ganz im Stil der Apostel der NAK oder des "Quorums der 12" der Mormonenkirche als "Erben des Episkopats der Jerusalemer Urgemeinde" zu verkaufen. Hierzu gleich mehr; zunächst möchte ich im Sinne dieses Themenfadens folgendes loswerden:

    Aus dem Wirken und den Briefen des Paulus geht eindeutig hervor, dass er die Apostel- und Presbyterschaft der Jerusalemer Gemeinde – deren Episkopoi – nicht als oberstes Leitungsgremium, als "Leitende Körperschaft" des Leibes Christi betrachtete und diese nicht als "oberstes weisungsgebendes Gremium" ihm gegenüber auftrat. In allen seinen Briefen spricht er direkt zu den Gläubigen mit der vollen, ihm von Jesus Christus durch den Heiligen Geist direkt übertragenen Autorität, ohne sich zuerst die "Begutachtung" und "Autorisierung" seitens der Jerusalemer Episkopoi für seine Gedanken eingeholt haben zu müssen. Beispiele: 1Kor 1,10: "ICH ermahne euch aber, Brüder..."; aus Kap 7: "Dies aber sage ich... Ich wünsche aber... Ich sage aber... Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr... Den Übrigen aber sage ich, nicht der Herr... ...so verordne ich es in allen Gemeinden... Über die Jungfrauen aber habe ich kein Gebot des Herrn; ich gebe aber eine Meinung als einer, der vom Herrn die Barmherzigkeit empfangen hat, vertrauenswürdig zu sein. Ich meine nun... Ich will... Ich denke, dass auch ICH GOTTES GEIST HABE". In 1Kor 1,1 nennt Paulus sich selbst "berufener Apostel Christi Jesu DURCH GOTTES WILLEN", und aus dem Bericht in Apg. 9 betreffs der "Berufung des Saulus" wird deutlich, dass hier weder die Apostel noch sonst irgendein anderer Mensch die Hand mit im Spiel hatten. Apg 16,6-10 belegt, dass Paulus seine "Dienstanweisungen" nicht von einer menschlichen "Leitende Körperschaft", sondern direkt vom Heiligen Geist Gottes erhielt.

    Auch andere Personen der Urkirche handelten nicht "auf Anweisung" einer "Leitenden Körperschaft". Von Stephanus heißt es in Apg 6,8, er war "voller Gnade (cháris) und Kraft (dýnamis)" und "tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk", wofür er sich nicht die Genehmigung eines obersten Lenkungskomitees einholen musste. Seine in Apg 7 erwähnte Himmelsvision weist auf göttliche Direktinspiration hin. Der Evangelist Philippus wurde nicht von einer "Leitenden Körperschaft" dirigiert; laut Apg 8,26 erhielt er eine "Dienstanweisung" direkt von einem Engel Gottes. Auch die Schreiber des Jakobus- und des Judasbriefes lassen nicht erkennen, für das Versenden ihrer Ausführungen die "Autorisierung" oder "Genehmigung" einer "Leitenden Körperschaft" in Jerusalem eingeholt zu haben; vielmehr macht Judas in V. 3 deutlich, dass er selbst in "Eigenregie" über den Inhalt seines Schreibens entschied. In all diesen Fällen gibt es nicht den geringsten Hinweis auf ein Dirigat seitens eines obersten menschlichen Leitungsgremiums in Jerusalem (laut JW.Org das Brooklyn - jetzt Warwick - der Urchristengemeinde. Ob es da wohl auch Bethelführungen gab?).

    All diese Fakten belegen unzweifelhaft, dass die Apostel- und Presbyterschaft der Jerusalemer Gemeinde nicht als "Leitende Körperschaft" der Urchristengemeinde waltete und von derselben nicht als solche angesehen wurde, selbst wenn die JW.Org dieses unbiblische, an den Haaren herbeigezogene Postulat im "Wachtturm" vom Februar 2017 vierter "Studienartikel" S. 24 und 25 vermittels des Mantra-artigen Wiederholens ihrer nichtbiblischen "Leitende Körperschaft"-Lieblingsvokabel weiterhin und beharrlich festzurrt – Großschreibung zur Hervorhebung hinzugefügt:

    Abs. 4: "Im Lauf der Zeit unterstützten andere gesalbte Älteste die Apostel in Angelegenheiten der einzelnen Versammlungen. Als eine LEITENDE KÖRPERSCHAFT gaben sie allen Versammlungen Anweisungen (Apg. 15:2)."

    Analyse: Das "zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinaufgehen" geschah deshalb, weil laut V. 1 die aufgekommene Streitfrage von dort ausging – "Einige kamen von Judäa herab" – und deshalb dort geklärt werden musste. Dies hat nicht mit "einem Einholen von Anweisungen seitens einer Vorstandsriege" zu tun.

    Abs. 5: "Christen im 1. Jahrhundert erkannten, dass Jehova DIE LEITENDE KÖRPERSCHAFT durch Jesus führte. Wie konnten sie sich da so sicher sein? Erstens: Heiliger Geist befähigte die leitende Körperschaft..."

    Analyse: Dieser "Beweis" wird sogleich von der JW.Org selbst ad absurdum geführt: "Der heilige Geist wurde... AUF ALLE... CHRISTEN ausgegossen...". Ganz genau - ALLE Christen hatten Heiligen Geist, weshalb gesagt werden konnte: "Ihr habt nicht nötig, dass man euch schreibt, denn ihr seid selbst von Gott gelehrt..." (1Thess 4,9); "Ihr habt die Salbung von dem Heiligen und wisst alles. ...Ihr habt nicht nötig, dass euch jemand belehre, sondern wie seine Salbung euch über alles belehrt..." (1Joh 2,20.27); man bemerke: Dies schreibt ein laut JW.Org Glied der damaligen "Leitenden Körperschaft" selbst. Vgl. mit Jer 31,34 "Dann wird nicht mehr einer (inklusive einer 'Leitenden Körperschaft') seinen Nächsten oder einer seinen Bruder lehren und sagen: Erkennt JHWH! Denn sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, spricht JHWH." In dieser Gleichung verbleibt keine Variable für "Leitende Körperschaft"; so funktioniert biblische Mathematik nicht.

    Weiter Abs. 5: "49 u.Z. zum Beispiel leitete der heilige Geist DIE LEITENDE KÖRPERSCHAFT an, eine Entscheidung zum Thema Beschneidung zu treffen."

    Wie oben ausgeführt, war der Heilige Geist kein Prärogativ des Jerusalemer Episkopats; sämtliche der damals "geisterfüllten" Christen hatten ihn.

    "Der Brief, mit dem diese Entscheidung übermittelt wurde, lässt auch erkennen, dass DIE LEITENDE KÖRPERSCHAFT die Frucht des Geistes Gottes zeigte..."

    Gleicher Nichtbeweis wie vorher; dies sollte auch bei ALLEN Christen der Fall sein.

    Abs. 6: "Das von DER LEITENDEN KÖRPERSCHAFT beaufsichtigte Predigtwerk (Apg. 5:19, 20)..."

    Aaaaah - das JW.Org-heißgeliebte "Predigtwerk". Jedoch geht es hier ganz klar ersichtlich nicht um ein von den Aposteln "beaufsichtigtes Predigtwerk" (welch abstruse Eisegese!), sondern um das einzig von den Aposteln selbst vor der Jerusalemer jüdischen Geistlichkeit im konkreten Rahmen ihrer Opposition abgelegte Christusbekenntnis.

    "Gottes Wort führte DIE LEITENDE KÖRPERSCHAFT..."

    So wie es ALLE Christen – jeden einzelnen – führte.

    Abs. 7: "DIE LEITENDE KÖRPERSCHAFT hatte in der frühen Christenversammlung Autorität..."

    Aber auch andere hatten von Gott erhaltene Lehr- und Weisungsbefugnis wie Paulus, Jakobus, Judas, s.o.

    Ist das nicht eine nette Einstimmung auf die "auferbauende", "ermunternde", "erfrischende", "glaubensstärkende", "labende", "lebengebende", und "rettende geistige Schmeise", die der untreue und unverständige Sklave von eigenen Gnaden hier wieder zusammengeköchelt hat? Ach was, im Westen nichts Neues, nichts von der JW.Org kann uns noch überraschen; immer wieder die gleichen ollen Kamellen, vielleicht ein bischen schärfer gepfeffert...

    Gruß,
    M.N.

    1. M.N.

      Addendum:

      Auch der von Paulus an Petrus - laut JW.Org eines der eminentesten Mitglieder der "LK des 1. Jhdts." - gerichtete Rüffel beweist mehr als deutlich, wie sehr dieses JW.Org-Konstrukt "LK des 1. Jhdts." nichts als pure Einbildung und reine Erfindung ist. Man lasse sich dies (Gal 2,11-14) auf der Zunge zergehen:

      "Als aber Kephas (aramäischer Name des Petrus - laut JW.Org Mitglied der "LK des 1. Jhdts.") nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, weil er durch sein Verhalten verurteilt war. Denn bevor einige von Jakobus kamen, hatte er mit denen aus den Nationen gegessen; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, da er sich vor denen aus der Beschneidung fürchtete. Und mit ihm heuchelten auch die übrigen Juden, so dass selbst Barnabas durch ihre Heuchelei mit fortgerissen wurde. Als ich aber sah, dass sie nicht den geraden Weg nach der Wahrheit des Evangeliums wandelten, sprach ich zu Kephas vor allen: Wenn du, der du ein Jude bist, wie die Nationen lebst und nicht wie die Juden, wie zwingst du denn die Nationen, jüdisch zu leben?"

      "WIDERSTAND ICH IHM INS ANGESICHT - er war VERURTEILT - er HATTE SCHISS - er HEUCHELTE - er ging nicht den Weg der Wahrheit" (!)

      Sieht so das Verhalten eines "LK"-Untergebenen seinem "geistigen Oberhaupt" gegenüber aus? Sehen so "Respekt" und "Unterordnung unter ein Haupt" aus?

      Wie hätte Paulus es gemäß dem von ihm selbst formulierten "Leitung durch ein Haupt"-Grundsatz es auch nur ansatzweise wagen können, gegen ein "von Gott eingesetztes, vom Geist geleitetes" erlauchtes Glied der Oberbossriege verbal die Hand zu erheben?

      Nein, oh nichtverehrte JW.Org: Ihr könnt es noch so viel drehen, wenden, VER-drehen und euch winden wie ihr auch wollt - ein X ist kein U, 2 mal 2 ergibt nicht 5, der Kreis paßt nicht durchs Quadrat, sosehr ihr auch drückt. Alles, was beim zu heftigen Drücken passiert ist, dass es in die Hose geht - uups, passiert ja bereits seit Jahrzehnten: 1878 - 1914 - 1925 - 1975 - noch vor 2000 - "Diese Generation" - immer mehr "Gesalbte"... da reichen selbst Mega-Elefantenpampers nicht mehr, der braunen Fluten Herr zu werden, und es geht heiter weiter...

      1. Edelmuth an M.N.

        Guten Abend M.N.

        Deine Argumentation ist außerordentlich interessant. Tatsächlich wurde Paulus nicht von einer leitenden Körperschaft, sondern von Jesus selber berufen.

        Doch wie ordnest du nachstehende Bibelverse ein?

        (Apostelgeschichte 15:1-2) . . .Und gewisse Männer kamen aus Judäa herab und begannen die Brüder zu lehren: "Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Moses beschneiden laßt, könnt ihr nicht gerettet werden." 2 Als aber kein geringer Zwiespalt und Wortstreit zwischen ihnen und Paulus und B?rnabas entstanden war, ordnete man an, daß Paulus und B?rnabas und einige andere von ihnen wegen dieses Wortstreites zu den Aposteln und den älteren Männern nach Jerusalem hinaufgehen sollten.

        Warum diese Reise nach Jerusalem und nicht nach Bethlehem oder Nazaret? Was versprach man sich von einem klärenden Gespräch in Jerusalem? In der Tat konnte die Forderung nach Beschneidung nur von Judenchristen aufgrund ihrer alten jüdischen Tradition, mit Unbeschnittenen keinen Umgang zu pflegen, kommen. Aber warum wendete man sich offenbar stellvertretend an die Versammlung in Jerusalem?

        (Apostelgeschichte 15:22-23) . . .Da befanden es die Apostel und die älteren Männer zusammen mit der ganzen Versammlung für gut, Männer aus ihrer Mitte auszuwählen und sie mit Paulus und B?rnabas nach Anti?chia zu senden, nämlich Judas, der Bars?bbas genannt wurde, und S?las, führende Männer unter den Brüdern; 23 und durch ihre Hand schrieben sie:. . .
         
        (Apostelgeschichte 15:24-25) . . .Da wir gehört haben, daß einige aus unserer Mitte euch durch Reden beunruhigt haben, indem sie eure Seele zu erschüttern suchten, obwohl wir ihnen keine Anweisungen gaben, 25 sind wir zur vollen Übereinstimmung gekommen und haben es für gut befunden, Männer auszuwählen, um sie zusammen mit unseren Geliebten, B?rnabas und Paulus, zu euch zu senden,

        Es ist logisch den Disput mit der Versammlung beizulegen, die ihn allem Anschein nach ausgelöst hat, und die Entscheidung als Beleg schriftlich mitzuführen, um sie allen bekannt zu machen. Welche Bedeutung/Autorität hatte die Versammlung in Jerusalem, um diese Entscheidung für alle Versammlung verbindlich treffen zu können?

        (Apostelgeschichte 16:4) . . .Als sie nun durch die Städte reisten, überbrachten sie denen, die dort waren, die zu beachtenden Verordnungen, welche von den Aposteln und älteren Männern, die sich in Jerusalem befanden, beschlossen worden waren.

        Wenn es damals eine wie auch immer geartete leitende Körperschaft gab, die sich über die Zeit der Zerstörung Jerusalems bis in die Gegenwart retten konnte, so finden wir deren geistige Enkel im Vatikan als leitende Körperschaft der Katholiken.

        Es wäre sehr schön, wenn du uns deine Sichtweise dazu wissen ließest.

        Ede

        1. M.N.

          Lieber Edelmuth,

          Deine Frage hatte ich bereits in meinem obigen Post beantwortet; Du hast das ganz offensichtlich überlesen, deshalb hier noch einmal:

          Das "zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinaufgehen" geschah deshalb, weil laut (Apg. 15) V. 1 die aufgekommene Streitfrage von dort ausging – "Einige kamen von Judäa herab" – und deshalb dort geklärt werden musste. Dies hat nicht mit "einem Einholen von Anweisungen seitens einer Vorstandsriege" zu tun.

          Gruß,

          M.N.

          1. Edelmuth an M.N.

            Hallo M.N.

            Das habe ich wohl verstanden. Aus den von mir zitierten Bibelversen geht eine zentrale Bedeutung der Jerusalemer Versammlung hervor, die in Absprache mit Paulus und anderen Brüdern den Jerusalemer Beschluss fällte, der für andere Christen verbindlich war und von Paulus auch so kommuniziert wurde.

            Wenn der Jerusalemer Beschluss von Zeugen Jehovas als ein verbindliches Gesetz (kein Speisegebot) verstanden wird, für dessen Einhaltung sie sogar sterben würden, stellt sich für mich die Frage, wer diesen Beschluss gefällt hat.

            Diese Frage ist von großer Bedeutung, weil gerade von Zeugen Jehovas stets betont wird, dass es den Treuen und Verständigen Sklave erst ab 1919 gibt.

            Welche Sklaven haben dann den Jerusalemer Beschluss gefällt?

            Ede

            1. Fox

              Guten Tag lieber Ede,

              du fragst bei M. N. an: "Wenn der Jerusalemer Beschluss von Zeugen Jehovas als ein verbindliches Gesetz (kein Speisegebot) verstanden wird, für dessen Einhaltung sie sogar sterben würden, stellt sich für mich die Frage, wer diesen Beschluss gefällt hat."

              Ich bin da sehr einfach gestrickt, ich nehme das wie es in der Bibel steht und ich würde dir also mit einem Stirnrunzeln, weil das überhaupt eine Frage ist, antworten: Der Heilige Geist! Denn es steht in ApG. 15: 7:"Als aber viel Wortwechsel entstanden war, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: Ihr Brüder, ihr wisst, dass Gott mich vor langer Zeit unter euch auserwählt hat, dass die Nationen durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und glauben sollten. 8 Und Gott, der Herzenskenner, gab ihnen Zeugnis, indem er ihnen den Heiligen Geist gab wie auch uns; 9 und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen, da er durch den Glauben ihre Herzen reinigte."
              und: 29:  "Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Stücke:"
              Aber: 24 "Weil wir gehört haben, dass einige, die aus unserer Mitte hervorgegangen sind, euch mit Worten beunruhigt und eure Seelen verstört haben - denen wir keine Befehle gegeben haben -,"

              Die Christen waren beunruhigt worden durch Personen, die sich eine ihnen nicht zustehende Machtbefugnis aneigneten. Petrus stellte klar, dass die Christen aus den Nationen ebenfalls den Heiligen Geist von Gott erhalten hatten, was jedoch nicht der Fall gewesen wäre, wenn zur "Reinigung ihrer Herzen" noch Erfordernisse wie die Beschneidung nötig gewesen wären. Um diese Frage ein für allemal zu klären wandte man sich an die, welche unseren Herrn Jesus von Anfang an erlebt hatten und erhielt von dort tatsächlich die Rückmeldung, es ist okay, dem Heiligen Geist zu vertrauen!

              Lehrpunkt für mich: Sich nicht verrückt machen zu lassen von Personen, welche sich als allein befähigt sehen, Gottes Weisheit zu erklären. Sie haben keinerlei andere Befugnisse als die, welche der Heilige Geist zur Verfügung stellt. Wo dieser nicht wirken kann wirken auch keine Erklärungen anderer, wo er Jesu Herrlichkeit als vollkommenes Bild des Vaters  verkünden kann, ist dieser von ihm gebrauchte Mensch mit allen Fehlern und Schwächen genug.

              👍👏

              1. Omma@Fox

                Liebe Fox,

                die ursprüngliche Frage war ja, die Frage der Beschneidung, und das musste geklärt werden.  Die zweite Frage, die in deinen und anderen Kommentaren besprochen wurde, war: "Ist diese Frage nun von einer LK behandelt worden, wie die Org. behauptet, oder nicht und warum musste sie behandelt werden."

                Ich hatte mich vor langer Zeit (muss so gut zwei Jahre her sein) einmal mit genau diesen Fragen beschäftigt, hier der Link, wer möchte kann es nachlesen:

                http://www.bruderinfo.de/biblische-weisheiten/die-frage-der-beschneidung/

                Ja, liebe Fox, die Bibel ist wirklich kein Buch mit sieben Siegel.  Mit Hilfe des Heiligen Geistes kommen wir doch alle zu demselben Ergebnis, und das stärkt unseren Glauben.

                Ganz liebe Grüße senden dir und alle  Omma und Oppa

            2. M.N. @ Edelmuth

              Hallo Edelmuth,

              Du fragst "Wer hat diesen Beschluss (Apg 15,29) gefällt"?

              Diese Frage beantwortet der diesem Beschluss vorangehende Vers 28 - Großschreibung von mir:

              "Es hat DEM HEILIGEN GEIST und uns gut geschienen..."

              Auf der Grundlage solcher Aussagen wie "Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, WIRD ER EUCH in die ganze Wahrheit LEITEN..." (Joh 16,13) müssen wir davon ausgehen, dass es Gott selbst war, der hier vermittels seines Heiligen Geistes seinen Willen kundtat; alles, was das Jerusalemer Episkopat tat war, dieser Geistführung zu folgen. Nicht Menschen, nicht die Apostel noch die Presbyter zu Jerusalem trafen hier eine Entscheidung - Gott bewirkte hier eine Äußerung seines ewigen, unwandelbaren Willens, der übrigens in keinster Weise ein "Neues" oder "Helleres Licht" darstellte, sondern Grundsätze formulierte, die seit Menschengedenken - seit der Flut, seit der Torah - gültig waren und für alle Zeiten gültig sind. Und nochmals: Dass dieses "Edikt" in Jerusalem und nicht in Antiochia, in Ephesus oder Korinth verkündet wurde, liegt ganz einfach daran, dass die Beschneidungsfrage von dort ausging, siehe Apg 15,1. Ein Problem wird immer dort abgehandelt, wo es aufgeworfen wurde. Die judäische (Jerusalemer) Gemeinde "hatte ein Problem" - sie musste es also auch in Ordnung bringen.

              Stichwort "Antiochia": Beleuchtet man die Rolle dieser Gemeinde näher, so fällt auf, dass - wenn es denn jemals einen "Primat" einer Urchristengemeinde den anderen gegenüber gegeben hat - es wohl die Gemeinde zu Antiochia war, der eine solche "Sonderrolle" zukommt, siehe z. B. Apg 11,26 ("Es geschah aber, dass... die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden.") und besonders 13,1 und 2: "Es waren aber in Antiochia, in der dortigen Gemeinde, Propheten und Lehrer: Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Luzius von Kyrene und Manaën, ...und Saulus. Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe! Da fasteten und beteten sie; und als sie ihnen die Hände aufgelegt hatten, entließen sie sie."

              Es war Antiochia, nicht Jerusalem, von wo die "echt urchristliche" Evangelisation ausging. Auch das o. a. "Apostelkonzilsedikt" wurde von woher aus an alle Gemeinden verteilt? Bingo - Apg 15,22.30: "Dann schien es den Aposteln und den Ältesten samt der ganzen Gemeinde gut, Männer... mit Paulus und Barnabas NACH ANTIOCHIA zu senden... sie kamen NACH ANTIOCHIA hinab; und sie versammelten die Menge und übergaben den Brief. ...Paulus aber und Barnabas verweilten IN ANTIOCHIA und lehrten und evangelisierten...", und dann brach Paulus von dort zu einer weiteren Missionsreise auf. Wen wundert's, dass es die ältesten christlichen Gemeinden in Syrien gibt?

              So viel zu "Jerusalem - das Brooklyn der Urchristengemeinde". Da wird nichts draus.

              Gruß,
              M.N.
              👍👏

            3. peetha@ede+ und wer noch Lust hat

              Welche Sklaven haben dann den Jerusalemer Beschluss gefällt?

              jaanz kurz nur : ick zitiere mal  aus meinem Anhang zu meinem `Abgang´, adressiert an die ´Dienstabteilung Selters´ und zuvor zur Prüfung  der ´Ältestenschaft´ in Mosbach hinterlegt. (04.2016)

              ( Hintergrund war/ist mein öffentl. Widerruf vor der Vers. MOS der 2. öffentl. Tauffrage)

              Textlicher Schwerpunkt (Auszugsweise) :  .... " G a b  es diese von JW.org artikulierte ´leitende Körperschaft´in Jerusalem im 1.Jh.?  NEIN - Lies Apg.15

              B e k a m  Paulus von einer ´leitenden Körperschaft´in Jerusalem seinen 1. Missionsauftrag?  NEIN - lies Apg.13  - von mir aus auch schon die Umstände in Kap.12

              Meinte man im syr. Antiochia, das es in Jerusalem DIE ..... gab?   NEIN. Man wußte, das DIE, die Unruhe in Antiochia stifteten AUS Jerusalem kamen. Sie wussten NUR, das DORT auch noch Apostel lebten und lehrten - lies Gal 1:18-20

              LIES in Gal 2, wie sich die Begebenheiten VIERZEHN Jahre später in Jerusalem darstellten! .... Den biblischen Bezug zu Apg.15 (das sog. 1. Konzil)

              War da eine ´leitende Körperschaft´? Da waren Apostel, namentlich zwei(Petrus,Johannes) Jakobus der Halbbruder Jesu und ältere Männer der Versammlung Jerusalem´s. Brüder, die für die Versammlung Jerusalems verantwortlich waren - da steht nichts von weltweit.

              Kam denn wenigsten der ´2.Missionsbefehl´ von Jerusalem? NEIN  - lies Apg.15:35,36

              Der dritte? NEIN  - lies Apg.18:22,23

              Natürlich war auch Petrus unterwegs im Auftrag des HERRN. Auch Johannes lebte den Auftrag des Herrn. Schrieb noch einer der Apostel irgend einen Brief? Wir wissen es nicht, vielleicht, auf jeden Fall keinen inspirierten.

              Verantwortliche Brüder gab es überall (Leib Christi).

              Eine namentlich herausgestellte Gruppe? Ein zentral verwaltender ´Kanal Gottes´?

              Ich bitte euch - glaubt was ihr wollt - tut euch selbst den Gefallen und lasst euch nicht auslachen. <    ( .....  soweit....  Auszugsweise .... mein....  an BibelERklärer übermitteltes .... und zu lesendes Bibel Verständniss)

              Welche Sklaven haben DENN dann den ´Jerusalemer´Beschluss gefällt ?

              BIBELlesen EDE - BIBELLESEN - mit ´ewigem´würfeln langweilt man sich nur selbst

        2. StillesWasser

          Hallo Edelmuth, nach meinem Kenntnisstand wurde der Konflikt deshalb in Jerusalem gelöst, weil er von dort ausgehenden Lehrern/Aposteln (z.B. Jakobus) verursacht wurde. Die Jerusalemer Gemeinde hatte nie eine Vorrang-Stellung oder war anderen Gemeinden gegenüber weisungsbefugt. Das Christentum der ersten Stunde war durchdrungen von Konflikten und theologische Fragen wurden heftig diskutiert. Die Briefe und die Evangelien sind als Ergebnis/Produkt dessen zu sehen. Apg. 16,4 beschreibt lediglich, dass der Jerusalemer-Beschluss "denen, die in den Städten (vielleicht auf der Rückreise) waren", bekannt gegeben wurde. Der Text sagt nicht, um welche Gemeinden in welchen Orten, Städten, Provinzen es sich handelt und wie viele es waren, auch nicht, wie der Beschluss aufgenommen und im Alltag in die Tat umgesetzt wurde.

          Es ist einfach Kindisch sich das Frühchristentum wie eine Organisation vorzustellen. Alle Christen sahen sich als im Leib Christi zusammengefasst, dessen Haupt Christus selbst ist. Mehr nicht.

          Aber für Menschen, die gerne über andere herrschen möchten ist das natürlich schlecht - es behindert ihre Macht. Daher denken sie sich allerlei Herrschaftsformen aus und eine Religionsorganisation wie die ZJ ist eine solche Herrschaftsform von Menschen über Menschen. Es entfernt Menschen von der christlichen Freiheit und führt sie in eine Sklaverei, wie Paulus schreibt in Römer 8,15 und bringt letzten Endes nur Schaden.

          VG StillesWasser

    2. peetha@MN + und wer will

      MN !  - jaanz kurz nur : das von dir gelesene ist  ..... mal wieder .....-  piekfeine BIBELarbeit,                      UND ´wer will´ :          ..... - mach(t)  watt draus ! (prüfeprüfeprüfe!)

      juuti .... und ..... ein bis die taage ,  auf ein ..... NO.org .... ( und deren  Pappnasenkörperschaftsgedöns) !

      Pappnasenkörperschaftsgedöns sollte ick mir als Wort´schöpfung´patentieren lassen - ODER? Tschüss

      1. Fox

        schön dich wieder zu lesen. Bis demnächst mal wieder - Grüße bis dahin.

    3. Fox

      Guten Abend M. N,

      vielen Dank für deine Zusammenfassung. Ging dir bestimmt an die Substanz.

      Zu: "Abs. 4: "Im Lauf der Zeit unterstützten andere gesalbte Älteste die Apostel in Angelegenheiten der einzelnen Versammlungen. Als eine LEITENDE KÖRPERSCHAFT gaben sie allen Versammlungen Anweisungen (Apg. 15:2)."
      Wenn andere gesalbte Älteste die Apostel als gemeinsame Leitende Körperschaft unterstützten, warum sind dann Älteste heute nicht Teil der LK? Weil sie nicht gesalbt sind? Ja dürfen sie dann Älteste sein?

      "Dieser "Beweis" wird sogleich von der JW.Org selbst ad absurdum geführt: "Der heilige Geist wurde... AUF ALLE... CHRISTEN ausgegossen...". Ganz genau - ALLE Christen hatten Heiligen Geist,"....
      Richtig. Waren schon am Anfang 120, nicht 11 Leute. PS: In Jerusalem, bei der Ausgießung des Heiligen Geistes. Aber viele blieben ja nicht in Jerusalem, müssten nach der Auslegung dennoch zur LK gehört haben.

      "Der Brief, mit dem diese Entscheidung übermittelt wurde, lässt auch erkennen, dass DIE LEITENDE KÖRPERSCHAFT die Frucht des Geistes Gottes zeigte..."
      Anders herum wird ein Schuh draus: Weil der Heilige Geist wirkte, konnte der Brief geschrieben werden.

      "Abs. 7: "DIE LEITENDE KÖRPERSCHAFT hatte in der frühen Christenversammlung Autorität..."
      Und warum hält man sich dann an Timotheus fest wenn es um junge Menschen geht?

      Nee mein Freund, du hast absolut recht, da kommt nichts rüber, das auch nur ansatzweise erbaulich wäre. Ich wünsche dir trotzdem einen schönen Abend.

    4. Nuknuk an m.n

      Lieber M.N

      Bei deiner Betrachtung des Studienartikels wirds mir schlagartig schlecht. Diese krampfhafte legimitation der LK  ist einfach wiederlich, ist mir aber früher nie aufgefallen. Das ich jetzt seit fast 1 Jahr auf  freiwilligem Versammlungsentzug bin wird mir dieser Wahnsinn erst bewusst, und inzwischen  ist ein Versammlungsbesuch unerträglich. Die besten biblischen Betrachtungen habe ich  hier auf BI gefunden . Herzlichen Dank an all die guten Schreiber die sich wirklich sehr viel Mühe gemacht haben.😘

      1. M.N. @ Nuknuk & Fox

        Das tut mir aber sehr leid, liebe(r) Nuknuk - es war nicht meine Absicht, Übelkeit und Erbrechen hervorzurufen. Doch "don't kill the messenger"; ich leite das ungefiltert an die JW.Org-Gruselschreiber weiter, die am Anfang dieser Kausalkette stehen. Oder etwa AUCH nicht? "Prüft die Geister, ob sie aus Gott sind!" Und wenn sie nicht "aus Gott" sind, von woher stammen sie dann? Bingo ...

        An Fox: "Ging dir bestimmt an die Substanz."

        Nein, ganz und gar nicht - wenn man so richtig gut drauf ist (ist man nicht jeden Tag), dann macht es vielmehr Spaß, die redaktionellen Ergüsse aus JW.Org-Schreibstuben im Lichte der Bibel und der Fakten auseinanderzunehmen. Die Beröer haben das ja vorgemacht, siehe Apg 17,11. Das wirkt beflügelnd und befreiend, oder - um es in abgedroschenem JW.Org-Lingo zu sagen - "auferbauend", "begeisternd" und "ermunternd".

        Gruß,
        M.N.

        1. Fox

          Mein lieber M.N.,

          es freut mich von ganzem Herzen für dich, dass du so gut drauf bist um mit solchen Ergüssen "hau den Lukas" zu spielen. Und das dann auch noch für uns in dieser Form einzusetzen. Ich bin jedenfalls sehr dankbar, das in dieser gut gekochten Version zu bekommen, ist für mich momentan oft magenfreundlicher. Vielen Dank. Und weiterhin erbauliches Wohlbefinden.

          1. M.N.

            Jawoll. Das hat bei mir Tradition. Wohl's bekomms!

  9. ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ

    Maybe only a story – maybe more…
    "Bibelauslegung – nur durch den Sklaven?" Das war hier eine Frage, die mich sehr nachdenklich machte. Tja, der Sklave – wer kann damit wohl gemeint sein? Bekanntlich hält sich ja die JW.ORG, bzw. die Leitende Körperschaft der WTG, für diesen Sklaven.

    Mir ist dabei etwas aufgefallen und es kann ja gut sein, dass das einigen hier auch nicht anders ergeht. Es handelt sich um eine Bibelstelle, die in Matt. 12:18 zur Sprache gebracht wurde, als Jesus einem Mensch dessen Gesundheit wiederhergestellt hatte. Matthäus bezieht sich auf eine Prophezeiung aus Jes. 42:1 – 4 wo wir nachfolgend lesen (ich verwende nur Vers 1 aus der „Schlachter 2000“ hiervon):

    „Siehe, mein Knecht, den ich halte, mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat: Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er wird das Recht zu den Nationen hinausbringen.“

    Meine Überlegungen gehen jetzt zu den Text aus Matt.24:45 (ELB), wo wir nachfolgendes lesen:

    „Wer ist nun der treue und kluge Knecht(w. Sklave), den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, um ihnen die Speise zu geben zur rechten Zeit?“

    Wenn ich einmal annehme, dass JHWH mit der Prophezeiung aus Jes. 42 bereits Jesus als den besagten „auserwählten Knecht“ bestimmt hat, dann stellte Jesus, ganz sicher, die berechtigte Frage nach dem „treuen und klugen Knecht“. Ich glaube somit, dass Jesus sich selber als den besagten „treuen und klugen Knecht/Sklave, den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, um ihnen die Speise zu geben zur rechten Zeit“ bezeichnete. Wow! – dass dürfte der JW.org/WTO/LK aber gar nicht schmecken!

    Jesus wäre damit von JHWH als der besagte Sklave bestimmt worden, um höchst persönlich die Speise zur rechten Zeit an seine Diener, zu geben. Diese Speise ist somit auch ganz bestimmt nicht verseucht mit WTO Viren und falscher Bestückung.

    Kann sich jemand unter euch auch diese Version vorstellen? Kann es nicht möglich sein, dass es so ist? Wenn es so ist, dann braucht es keinen weiteren „Treuen und verständigen Sklaven“ einer JW.org. Diese - von den ZJ selbsternannte Klasse - hat sich dann doch erübrigt, nicht wahr?

    Nachdenkens werte Grüsse von
     
    @THALJA

    1. Störtebeker

       
      Störtebeker an alle zum Thema „treuer und verständiger Sklave“,
       

       
      In Hinblick auf den gut geschriebenen Artikel von Tilo und weil das Thema hier erneut wieder
       
      aufkommt noch einmal meine Abhandlung und Ansicht darüber :
       

       
      In Matth. 24:45-47 finden wir das Gleichnis vom tuvS, und in Luk- 12:42-44 das Gleichnis vom treuen und verständigen Verwalter. Beide Schilderungen sind fast identisch. Es handelt sich jeweils um ein Gleichnis das zeigt auch Luk. 12:41, es handelt sich NICHT um eine Prophezeiung.
       

       
      Die WTG hat dieses Gleichnis wie vieles andere auch, immer benutzt um es auf der Grundlage der eigenen Erfahrungen und ihrer eigenen Geschichte auszulegen.
       

       
      Lange hieß es, Jesus Christus habe diesen Sklaven auf der Grundlage dessen was die WTG um das Jahr 1919 lehrte eingesetzt, und die sogenannten „Gesalbten“ ZJ wären diese „Sklaven Klasse“. Wenn man sich allerdings mit den Lehren der ZJ aus jener Zeit beschäftigt, dann muss man sagen es ist eine Beleidigung Jesu Christi solch eine Behauptung aufzustellen. Das was man damals lehrte ist heute nur noch peinlich.
       

       
      Das Gleichnis vom Sklaven triff auf alle wahren Christen zu allen Zeiten zu. Es hat über die Jahrhunderte hindurch immer Männer und Frauen gegeben die als Einzelne wahre Christen waren.
       

       
      Der Gedanke, dass es die Jahrhunderte hindurch eine eng miteinander verbundene Gruppe gegeben hat, die als einzige durch Christus geistige Speise erhielt und dadurch der alleinige Mitteilungskanal Gottes für alle Menschen war ist nirgendwo in der Geschichte belegt.
       

       
      Genauso ist es eine reine Behauptung, dass der tuvS 1919 eingesetzt wurde. Auch, dass gemäß „neuesten Licht“ der Sklave nicht mehr aus allen „Gesalbten“ besteht sondern nur noch aus der LK, ist mit nichts zu beweisen. Zu Russels Zeit glaubte man Russel wäre es, er selbst wieder sprach dieser Auffassung nicht. Alles das ist nicht haltbar. Wozu es dienen sollte und weiterhin dient werden wir noch sehen.
       

       
      Dieses Gleichnis ist etwas was jeder Christ, also jeder von uns auf sich selbst anwenden muss.
       
      In 1. Petr. 4:10 lesen wir: „In dem Verhältnis wie jeder eine Gabe empfangen hat, gebraucht sie, indem ihr einander als vortreffliche Verwalter der unverdienten Güte ( Gnade ) Gottes dient, die auf mannigfaltige Weise zum Ausdruck kommt“.
       

       
      Wir als Christen haben einen gemeinsamen Glauben, eine gemeinsame Hoffnung, wir haben alle ähnliche Ansichten, und wir versuchen den gleichen Maßstäben zu folgen. Auf Grund dessen fühlen wir uns zueinander hingezogen. So sollte es jedenfalls sein, wenn die Beweggründe stimmen.
       

       
      In dem Gleichnis werden wir aufgefordert Eigenschaften wie Vertrauen, Verständigkeit, Treue, Eigenverantwortung, Wachsamkeit u.s.w. hervorzubringen.
       

       
      Es geht für uns als Einzelne darum, dass wir uns gegenseitig mit den Gaben, Fähigkeiten, und mit dem biblischen Verständnis das wir bisher erlangt haben dienen.
       

       
      Mit dem was wir verstanden haben können wir natürlich auch Schaden bei anderen anrichten. Dann gleichen wir dem „übelgesinnten Sklaven“ der in Matth. 24:48,49 beschrieben wird, oder auch dem „Verwalter“ aus Luk. 12:45. Dafür gibt es viele Beispiele, nicht nur die WTG.
       

       
      Wenn jemand sich in einer übergeordneten Stellung sieht und andere zu beherrschen sucht, dann gleicht er dem „übelgesinnten Sklaven“ der seine Mitsklaven sozusagen schlägt. Man kann auch „trunken“ von Macht und Selbstherrlichkeit werden.
       

       
      In der Bibel steht sehr stark die Einzelperson im Mittelpunkt, sodass unsere Handlungsweise als Einzelperson bestimmt, was für eine Art Verwalter wir sind. Das Gleichnis sollte dazu dienen, dass man seine eigenen Beweggründe prüft
       

       
      Welche Einflussmöglichkeit wir auch immer haben, wir sollten sie nie dazu benutzen Macht über andere auszuüben oder sie einzuschüchtern.
       

       

       
      Jesus Christus ist mild gesinnt und von Herzen demütig. Er ist ein mitfühlender Herr. Wenn wir seine Jünger sind und sein „Joch“ auf uns nehmen wollen, dann müssen wir eben das von ihm lernen, und uns so als treue und verständige Verwalter ( Sklaven, Diener ) erweisen.
       

       
      Er hat die Eigenschaften seines Gottes und Vaters wieder gespiegelt.
       

       
      Wir sollten eben auch bemüht sein das trotz unserer Unvollkommenheit zu tun. Gibt es bessere Ziele?
       

       
      Für heute liebe Grüße an Euch alle
       
      von Störtebeker
       

       

       

       

       

    2. Manfred

      Lieber Athalja,

      Deine Sichtweise kann ich mir sehr gut vorstellen. Diese wurde schon vor über 4 Jahren heftigst diskutiert. Unter diesem Artikel: http://www.bruderinfo.de/gleichnisse-jesu/der-treue-u-verstandige-sklave-teil-2/ findest Du fast 200 Kommentare, die sich genau um das Thema drehen.

      Liebe Grüße Manfred

      1. Jolanda

        "Deine Sichtweise kann ich mir sehr gut vorstellen."
        Ob Athalija diese "Sichtweise" teilt oder nicht ist ja eigentlich zweitrangig - wenn auch schön! Hauptsächlich für Athalija!
        Fragen muss man doch, wer sendet den Heiligen Geist in wessen Namen? Und was tut dieser?
        Wo bleibt da Raum für einen Hochstabler? Und für wen?
        Nur für solche, die die Bibel nicht kennen! Konkret, weil sie ja Gleichnisse nicht zu deuten wissen, und, wenn sie ihn erkannt hätten, nicht gekreuzigt hätten, die Zeugen Jehovas.
        Und das jeden Tag aufs Neue tun.

      2. ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ➠Manfred & Co

        Lieber, abhanden gekommener Manfred!

        Dass Du HIER wieder schreibst, ist mir eine sehr grosse Bereicherung. Dafür bedanke ich mich sehr herzlich und wünsche mir wieder öfters - hier - von Dir zu "hören".

         

        Den von Dir genannten (Artikel) Link zu dem Thema, kenne ich gut. Die dortigen Kommentare bestättigen die unterschiedlichen Ansichten zum besagten Thema "T.u.v.S.". Es sollte hier keine weitere Diskussionsrunde dazu geführt werden; es wurde jedoch bewirkt, dass eben zu diesem Thema diverse "Spiegel" vom Betrachter verwendet werden können. Du hast eben entsprechend reagiert, lieber Manfred.

        Es sind wirklich gute Kommentare* dazu geschrieben worden - unterschiedlicher/m Auslegung und Verständnis entsprechend. (*Gemeint sind die auf der bruderinfo.de Seite.) Die einmal nachzulesen kann - für den Einen-oder-Anderen - durchaus lohnenswert sein...

        Auch wären Deine Kommentare hier - bei Bruderinfo-Aktuell.de - eine Bereicherung und weiterer Segen! Das Gleiche gilt auch für euch, lieber Boas und Alois.

        Liebe Grüsse

        @THALJA

    3. Fox

      Guten Abend lieber @Thalja,

      aus Matth. 24:43,44 erkennen wir, dass Jesus sich als den Hausherrn bezeichnet ("43 Das aber erkennt: Wenn der Hausherr gewusst hätte, in welcher Wache10 der Dieb kommt, so hätte er wohl gewacht und nicht zugelassen, dass in sein Haus eingebrochen wird.44 Deshalb seid auch ihr bereit! Denn in der Stunde, in der ihr es nicht meint, kommt der Sohn des Menschen."). Das ist ohne jeden Zweifel.

      Wenn er in V. 45 also fragt, wer ist der Knecht, den der Herr über die Diener gesetzt hat, schließt es sich im Zusammenhang gelesen aus, dass er von sich als dem Knecht spricht. Betrachten wir dies im Zusammenhang mit Jesu Weisung aus Matth. 28:19,20 liegt es - für mich - nahe, dass er seine Nachfolger als diesen Knecht betrachtet, der anderen diese Speise zuteil werden läßt - oder auch nicht wie die weiteren Verse es zeigen. Jesus hat zum Zeitpunkt dieses Gleichnisses keinen Sklaven ernannt, sonst hätte er ja auch den bösen Sklaven in dessen Position gebracht - ein Unding, das anzunehmen.

      Aber es gibt nirgendwo in der Bibel den Rückschluss, dass diese Ernennung nur auf die Apostel beschränkt war. Denn das "Leben" dieses Knechtes reicht bis zur Wiederkunft Christi. Doch ist es kein Beweis dafür, Jesus habe bei seiner unsichtbaren Wiederkunft eine besondere Gruppe Menschen als  diesen treuen Sklaven ernannt und über seine ganze Habe gesetzt. Denn ganz klar ist diese Ernennung bei Jesu Wiederkunft mit einem Urteil verbunden und schließt aus, dass sich dieser Knecht von einem guten zu einem bösen wandeln könnte. Diese Karriere des Sklaven, über die ganze Habe gesetzt zu werden, ist also das Ende seiner bisherigen Tätigkeit. Bis zu dieser Ernennung ist der Knecht allen anderen Knechten in seinem Stand gleich und nirgendwo bevorrechtigt. Das Austeilen der Speise gewährt keine Vorrechte sondern ist Arbeitsauftrag.

      Wir sehen bei genauer Betrachtung auch, dass dieser Knecht bei der Ankunft des Herrn nicht über die anderen Knechte eingesetzt wird, sondern über die Habe des Herrn. Und das mein Bruder, das wird die WTG-7er-Runde niemals einsehen und einräumen wollen!

      1. hei-bea

        Liebe fox.

        Du versuchst hier ein G l e i c h n i s wörtlich zu erklären, aber kann, darf oder sollte man das?!

        Und das immer wieder?

        L.G.    hei-bea

        1. Fox

          Liebe hei-bea,

          es tut mir wirklich leid, wenn du das so verstehst. Betrachtest du den Text genau, wirst du feststellen, dass gerade eine wörtliche Interpretation nicht der Fall ist. Vielleicht verstehe ich jetzt dein Anliegen nicht genau, doch danke ich für deinen Hinweis.

    4. hei-bea

      Lieber Athalja,

      dass es so sein muß bestätigt Jesus ja selber indem er sagte: niemand kommt zum Vater außer durch

      mich...

      Herzliche Grüße aus dem "erwachten" Harz an alle                        hei-bea

  10. Anna

    Lieber Bruder Tilo, liebe Schwestern und Brüder,

    ich danke dir herzlich für die schön zu lesende und mit einfachen Worten beschriebene Abhandlung darüber, dass wir keinen Bibelausleger benötigen.

    Das Wort Gottes ist selbsterklärend und für schwierige, uns unverständliche Passagen gibt es - zumindest für mich - keine Erklärung. Für meinen Glauben ist dies auch nicht relevant. Letztlich genügt tatsächlich die Bergpredigt. Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass ich die Offenbarung nicht verstehen muß.

    Gerne habe ich im Predigtdienst folgenden Text vorgelesen:

    1. Johannes 5:19ff (geht auch mit der NWÜ):

    19 Wir wissen, daß wir von Gott stammen,+ aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist.+ 20 Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist,+ und er hat uns verstandesmäßig+ befähigt,* den Wahrhaftigen zu erkennen.+

    Erklären kann man dies folgendermaßen:

    Wir stammen von Gott, also er hat uns erschaffen. Die Welt liegt in der Macht des Teufels, kann man ja jeden Tag erleben.

    Nur schauen Sie mal, Herr oder Frau XY:

    Hier steht ein wunderbarer Trost, dass der Sohn Gottes uns VERSTANDESMÄSSIG befähigt hat (wörtlich lt. Fußnote Studienbibel: „und er hat uns [die] geistige Wahrnehmung gegeben“) den Vater und den Sohn zu erkennen.

    Mit diesen Textpassagen ist es möglich schöne Gespräche zu führen.

    Den organisationstreuen stillen Mitlesern kann ich nur die Empfehlung geben, dies auch mal zu verinnerlichen. Weil diese paar Verse eindeutig zeigen, dass jeder von uns vom Christus genug Verstand erhalten hat 🙂

    Allen einen schönen Tag wünscht Anna

    1. Fox

      Ja genau liebe Anna,

      die Bibel gibt in vielen Passagen ganz unterschiedliche Auffassungsmöglichkeiten. Die Offenbarung beschreibt nicht genau, wie das Leben in der Ewigkeit sein wird. Was immer wir uns darunter vorstellen, es ist das Wichtigste, nach diesem Ziel zu streben. Wenn tatsächlich ein jeder die gleiche Reife haben müsste in diesem Leben hätte Jesus nicht von 30fach, 60fach, 100fach gesprochen (Matth. 13:8,23). Aber es wird uns zugesichert, dass Gott uns Hirten, Lehrer, Propheten und Evangelisten geben würde, damit wir zur vollen Reife in Christus heranwachsen könnten. Nun erhielten wir in der Organisation der ZJ aber nur solche, die alles in einer Person sein wollten, die Ältesten. Soweit sie sich bemühten seien sie aller Ehre wert, doch ist es nicht Gottes Plan, dass die Verantwortung für all diese Posten von jeweils einer Person ausgeübt werden soll. Wenn schon das Nadelöhr der Hirten klemmt, wie soll dann so ein kamelgroßes Schaf wie ich da durchkommen? Aber Gott ist nicht ungerecht und so nehme ich gern die Gelegenheiten zum Austausch biblischer Gedanken wahr, je nach Appetit und erhalte doch wirkliche geistige Speise.

  11. Toni da Silva Militao

    "Ohne meine Familie"

     

    http://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/c/video-94630.html

     

     

     

    1. Jolanda

      Herzlichen Dank Toni!

      Ps: Fox das war nicht gegen Dich gemeint. Ich wollte die Abartigkeit Ihres (Geheimhaltungs-) Verhalten deutlich machen. Ja. sie sind Betrüger und locken Menschen heimtückisch in Fallen. Fallensteller. Nicht der betrogene ist schuld (an seinem Unglück) sondern der Betrüger. Aber jetzt haben die Menschen soviel Möglichkeiten sich zu informieren, dass man soetwas nicht mehr zu dulden oder tolerieren braucht. Auch nicht darf!

      Alles Gute!

      Besonders auch an Matthäus.

      1. Fox

        Liebe Jolanda,

        sorge dich nicht, ich habe mich nicht persönlich angegriffen gefühlt. Sowas möchte ich in der Regel hier niemandem unterstellen. Auch das ist etwas, das ich nach meinem Austritt verinnerlicht habe. Als ZJ wurde man darauf gepolt, Christen außerhalb des Turmkäfigs als arme Verirrte zu betrachten die es nötig haben, von uns belehrt  zu werden. Doch viele die sich Christen nennen, bemühen sich genauso wie wir solche zu sein. Auch wenn sie fehlerhaft sind, das sind wir auch. Ein aufrichtiges Herz kann von Jesus schnell korrigiert werden von einem Irrtum, aber ein verstocktes Herz mit der Meinung, allein die Wahrheit zu besitzen lässt sich auf eine solche Korrektur nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen ein. Wenn wir uns bemühen, uns mit Liebe zu ertragen, verinnerlichen, dass ein jeder das Ziel hat, Glied des Leibes Jesu zu sein, dann werden wir es ablegen, vom anderen negativ zu denken, denn dem Reinen sind alle Dinge rein. Wenn der andere eine andere Meinung hat ist das doch schön, so erhalten wir eine große Masse verfügbarer Gedanken, die unserem eigenen Glaubensgebäude noch den richtigen Putz geben. Wenn wir uns gegenseitig durch Respekt ehren, dann ehren wir den, der dafür gestorben ist, uns den Weg zum Vater frei zu machen, damit wir als Kinder Gottes in der herrlichen Freiheit als Gottes Kinder leben. Dieser Respekt, uns gegenseitig zu vertrauen ist das Gegenteil der Weisungen aus dem Hirte-Buch. Die Realität des Umgangs von uns ist das Urteil dessen Verfasser. Und Vertrauen macht uns frei, sogar frei bei Rückschlägen schlechter Erfahrungen.

  12. Agabus

    Fakt ist, wer behauptet er sei wissend, wurde in der Bibel auch immer danach gemessen und gerichtet. Blinde Leiter sind Sie. Otternbrut, anmaßend und hochmütig. Anstatt zu sagen man sei auf der Suche nach Wahrheit, nein unser Verein hat die Wahrheit. Erschreckend ist nur, dass selbst nach solchen fast schon Bibel und Jesus lästernden Aussagen die meisten nicht stutzen. Es ist traurig 😢

     

    1. Nuknuk an agabus

      Hallo Agabus

      Mir scheint dir geht der Hut hoch, die Zeichen sind unübersehbar das etwas faul ist,aber trotzdem macht man weiter wie gewohnt. Es ist zum Haare raufen wenn man denn welche hätte Grins !!!

      1. Agabus

        Ja, selbst die Haare begehen bei dem Gewäsch selbstmord.

         

    2. Fox

      Guten Abend Agabus,

      sei willkommen und sicher, dass die aus deinen Worten klingende Wut verstanden wird.

      Es ist fast unmöglich, dass Zeugen ins Grübeln kommen oder stutzig werden bei der dem Christus anmaßenden Verlautbarungen dieser religiösen Anführer. "Speise zur rechten Zeit", das ist Junkfood in solchen Mengen, dass ein geistiges Verdauen gar nicht möglich ist. Es wird kaum jemanden geben, der ehrlich behaupten kann, alle Literatur gewissenhaft gelesen  zu haben. Und in den sogenannten Studien wurde ja bestenfalls am Lack gekratzt, aber höchstens stellenweise. Sobald jemand Bauchschmerzen hatte wegen der Lehren wußte man bei den Ältesten, dass der sich Zeit genommen hat, das Ganze verdauen zu wollen - folglich hat er nicht "sein Äußerstes" getan im Predigtdienst und da musste eine Zurechtweisung oder ein Gemeinschaftsentzug her.

      Wer aber dauerhaft keine Chance auf echte Nährstoffe wie essentielle Vitamine und Mineralstoffe hat geht kaputt. Es ist primär nicht einmal ausreichend, wenn diese Nährstoffe vorhanden sind. Das hat eine flächendeckende Untersuchung zur schweren Hungersnot in China zwischen 1958 und 1965 ergeben. Teilweise aßen die Menschen dort den nackten Erdboden, denn Obst- und Nussbäume waren gefällt worden, der Boden war nicht mehr in der Lage, Wasser aufzunehmen und abzutransportieren, so dass Dürre und Hochwasser abwechselnd regierte. Obwohl die Erde sehr nährstoffhaltig ist, starben die Menschen trotzdem. Warum? Weil der Körper nicht befähigt ist, Nährstoffe in jeder Form aufzuschlüsseln. Dafür ist er ja auch nicht gemacht. Die Regierenden dort wußten aber auch, dass Unterernährte eher apathisch als aggressiv sind und trieben dennoch ihre verhängte Zwangsabgabe ein.

      Wir sehen die Parallelen? Das Gute und Gedeihende und Nährende wie wirklich tiefe Freundschaften und gemeinsame Hobbies ausübende wurde von der WTG Zug um Zug gekappt und auch geistiger Hunger macht apathisch. Unser himmlischer Vater weiß um diesen Zustand und wiederholt lässt er uns in dem Bild guter, saftiger Weide, frischen Wassers, steter Verfügung von Brot ein Bild der Sicherheit, von ihm ausgehend, vermitteln. Durch seinen Sohn, den Heiligen Geist und sein Wort, also durch 3 Zeugen und damit als unumstößliche Tatsache. Behalten wir von der echten Speise etwas für diejenigen, die wirkliche Nahrung aufnehmen möchten, erfreuen uns selbst an dieser Tiefe des Lebens und sagen wir Dank, selbst rechtzeitig an den richtigen Topf gezogen worden zu sein.

  13. Sparta

    Verblendete Augen können nicht sehen. Es bedarf einer gewissen Zeit bis sich das Auge an die Umgebung gewöhnt hat. Jeder kennt dieses Phänomen wenn man bei starkem Sonnenlicht in einen Tunnel oder Wald fährt. Zeugen sind der Verblendung infolge der vielen Versammlungen dauerhaft ausgesetzt. Da heißt es erst einmal auf die Bremse treten - um Abstand zu gewinnen. Umdenken im Kopf, wie es die Opel Werbung sagt. Zum wenden muss man aber anhalten. Deshalb ist die Hirnwäsche so wichtig. Stetes Zusammenkommen, Familenstudium, Predigtdienst, Kongresse usw. verhindern aber das sich der Zeuge besinnen kann. Machst du etwas Urlaub von Jehova? Die Zeugenanhänger werden immer auf Galopp gehalten. Schritt halten mit der Org. Beschäftigung rund um die Uhr im Weinberg der Org. Keine Zeit zum nachsinnen - alles läuft (kalt) wie eine Maschine

    1. Ihre Geschichte kam heute morgen im TV

      https://www.youtube.com/results?search_query=masha+zeugen+jehovas

      1. Jolanda

        Danke für den Hinweis. Hilfreich wäre die Angabe des Senders und Uhrzeit gewesen (gibt ja mittlerweile tausende von Sendern neben ARD, ZDF und "Das Ditte)😏

        Vorgestern kam um 19:30 auf ZDF-Info auch eine Doku "Scientology-auf der Spur Mysteriöser Todesfälle". Die Sendung ist auch noch in der Mediathek anzusehen, falls jemand Interesse hat.

        Wer die Sendung über Scientology ansieht wird festellen (können), dass die "Strukturen" und "Verwaltungspraxis" quasi identisch sind. Lediglich andere Wörter für absolut identische Funktionen. Statt "Älteste" und "Kreisaufseher" oder LK usw. gibt es "Titanen" usw. Das "Rechtsamt" und die interne Gerichtsbarkeit und vieles mehr, absolut gleich wie bei dem Zeugen Jehovas Psychokonzern auch.

        Sehenswert!

        1. F&F

          Es war wohl MDR gegen 8 Uhr morgens

  14. Dominikus Klein

    Bibelauslegung?
    Zurück zum Ursprung, wer kann die Bibel besser auslegen als ein Rabbiner?

    Also wenn der Rabbiner schreibt...aber hier im Orginal...It’s not every day you get a hot real estate tip from a rabbi.
    But, Rabbi Yitzchak Zilbershtein is breathlessly pushing the Israeli market saying the imminent coming of the Messiah will drive the Jewish state’s real estate prices through the roof.
    Read more at http://www.wnd.com/2017/04/hot-real-estate-tip-buy-israel/#Q3uJpMTBauEbvUZy.99
    Also das wichtigste auf Deutsch...
    "Man bekommt nicht jeden Tag einen heißen Tip über den Kauf vom Immobilien von einen Rabbiner.
    Aber der Rabbiner Yitzchak Zilbershtein ist nachdrücklich befürwortend den Kauf von Immobilien in Israel. Er sagt, die unmittelbar bevorstehende Wiederkunft des Messias wird die Immobilienpreise in ungeahnte Höhen treiben".
    Gruß Domi

     

    1. Fox

      Guten Abend Dominikus Klein,

      ist doch klasse, dass der Rabbiner das Wissen einräumt, die gesamte jüdische Weltbevölkerung seit 1984 Jahren zu betrügen mit der in Matth. 27:64 und 28:11-15 aufgestellten Behauptung. Beten wir für ihn, bei der Erfüllung von 2. Kor. 3:12-14 behilflich zu sein.

      1. Dominikus Klein

        Sorry Fox,
        aber "meine Schuld, meine übergroße Schuld", bei der Übersetzung des Textes habe ich den "guten Rabbiner" zu einen Christen gemacht! Er sagt doch wörtlich..."the imminent coming of the Messiah"...richtig übersetzt..."die unmittelbar bevorstehende ANKUNFT des Messias wird die Immobilienpreise in ungeahnte Höhen treiben".
        Ich hab zwar nur die NWÜ zur Hand, aber 2.Kor. 3:15 (Ja, bis heute liegt, sooft Moses gelesen wird, ein Schleier auf ihrem Herzen) würde aus christlicher Sicht eher zutreffen.
        Gruß Domi

        1. Fox

          Guten Morgen mein lieber Dominikus,

          schade dass der Rabbi deinen ersten Kommentar wahrscheinlich nicht liest. Wäre vielleicht die richtige Nachhilfe. Offensichtlich liest er nicht "nur" Mose, mindestens die Börsenspekulationen sind auch dabei. Aber die Decke ist hüh wie hott leider auch vertreten.

          Denn würde man in Israel tatsächlich die Ankunft des Messias erwarten, so wäre doch klar, dass dieser zunächst Israel, dann aber die ganze Welt für und als Israel wiederherstellen würde. Was all die Spekulanten der israelischen Grundstückspreise in die Armut triebe. Und da soll man dann noch mitmachen? Bei solchen Vorstandsgeistlichen tut man gut daran, sich die Decke nochmal so richtig über die Ohren zu ziehen und noch ein Stündchen Schlaf dranzuhängen.

        2. Jolanda

          Unabhängig irgendwelcher Immobilienpreise fällt mir an dem Rabbi jedenfalls auf, dass er auf das kommen des Messias "spekuliert" und fokusiert ist. Wohingegen sich Zeugen Jehovas seit ihrem Bestehen auf Harmagedon und das Ende fokusiert sind.

          Bevor es jemand einwenden möchte, ich denke das ist nur SCHEINBAR das gleiche. Aber fundamental etwas ganz anderes!

  15. Ulla

    Lieber Tilo,

    du hast eine wunderbare Art, Tatsachen zu beschreiben.

    Ich musste bei deiner Abfassung auch an die vielen unschuldig verfolgten und ermordeten "Bibelforscher" zB im Mittelalter denken: Auch damals versuchte man, einfache Menschen am Bibellesen zu hindern. Sie hätten sovieles, was falsch lief, mit Hilfe des heiligen Geistes erkennen können: Dass man Gott mehr gehorchen muss als der sog. "heiligen Mutter Kirche".

    In einer ähnlichen Situation befinden sich Christen immer noch, in unserem Fall, wenn zB im WT vom 15.9.93 S. 22 steht: "Wenn wir uns indes von Jehovas Organisation zurückziehen, können wir nirgendwo sonst Rettung erlangen."

    Tatsache ist, dass das gesamte NT betont, dass es nur in JESUS CHRISTUS Rettung gibt. Dass er der einziggezeugte Sohn des Allmächtigen JHWH war, als Mensch auf der Erde lebte, für unsere Sünden den Tod auf sich nahm, von seinem Vater auferweckt wurde und sichtbar wiederkommen wird.

    Der GLAUBE an Jesus CHRISTUS (wie ihn auch Petrus bezeugte und hatte) ist in Wirklichkeit der "FELS", auf den Jesus seine Gemeinde bauen würde. (Mat. 16:18). Wir dürfen, wie Jesus im Vers 17 zu Petrus sagte, ebenfalls "glücklich sein", denn diese Erkenntnis haben wir nicht aus uns selbst, sondern sie kommt vom Vater.

    Lange habe auch ich die an Jesus Christus vorbeigelenkten WTG "Lehren" an die Türen getragen und versucht, Interessierte "so schnell wie möglich an die Org. heranzuführen." Weil ich dachte, dann nur wären sie sicher. Leider habe ich das sogar meinen Kindern von der Muttermilch an eingeflößt.

    Nun bete ich jeden Tag dafür, sie irgendwie aus dem Feuer reißen zu können, ihnen das WAHRE Evangelium zeigen zu können. Denn ich bin in Sorge um sie alle, wenn ich Gal. 1:6-9 lese: Paulus schrieb damals an die Christen in Galatien: "Ich wundere mich sehr über euch. Gott hat euch doch in seiner Gnade das neue Leben durch Jesus Christus geschenkt, und ihr seid so schnell bereit, ihm wieder den Rücken zu kehren."       (  WIE KÖNNTE DAS GESCHEHEN ? ) Paulus sagt weiter: "Ihr meint, einen ANDEREN Weg zur Rettung gefunden zu haben? Doch es gibt keinen anderen! Es gibt nur gewisse Leute, die unter euch Verwirrung stiften, indem sie die Botschaft von Christus verfälschen. Wer euch aber einen ANDEREN Weg zum Heil zeigen will als die rettende Botschaft, die wir euch verkündet haben, den wird Gottes Urteil treffen - auch wenn wir selbst das tun würden oder gar ein Engel vom Himmel. Ich sage es noch einmal: Wer euch eine ANDERE Botschaft verkündet, als ihr angenommen habt, den wird Gottes Urteil treffen!

    "Gewisse Leute", die ein anderes Evanglium verkünden, gibt es auch heute noch!

    Es gibt in keiner menschlichen Institution Rettung, sondern nur, wenn wir uns dem Willen des Vaters beugen und uns an Jesus Christus wenden. - Ich habe noch nie so viel in der Bibel gelesen wie in den vergangenen Jahren und vor allem das NT ohne die "WTG-Org.-Brille" betrachtet.

    Viele hier auf BI sind dadurch ebenfalls auf die WAHRHEIT, die frei macht, gestoßen: Auf Jesus Christus! Probiert es einfach aus, Jesus versprach uns, dass der Vater allen seinen Geist gibt, der ihn darum bittet!

    Wie schön, lieber Tilo, dass du das AUCH geschafft hast und so schön darlegen konntest.

    Liebe Abendgrüße

    Ulla

     

  16. Petrus111

    Liebe Freunde,

    JZ haben eine Menge Probleme, die man nicht alle beleuchten kann...

    Russel sah sich als Bibelforscher - aber schon ganz in den Anfängen dieser Bewegung war es so, dass bestimmte Auffassungen akzeptiert und andere nicht akzeptiert wurden - also entzweite sich die Gruppe - manche gingen, andere blieben. Und schon ganz in den Anfängen der Bibelforscherbewegung haben sich die Menschen über ihrem Glauben zerstritten - wenn sie nicht im Glauben übereinstimmten, mussten sie sich trennen - sich gegenseitig ausgrenzen.

    Es ist ein Widerspruch, zu sagen, man forsche in der Bibel - aber dann nicht unterschiedliche Ansichten und Ergebnisse im Detail zuzulassen.

    In Wahrheit ging es aber darum nie. Es war eine andere Zeit als heute - aber fest steht: mit Rutherfort wurde die Bibelforscherbewegung endgültig zu einem amerikanischen Unternehmen - Macht spielte die entscheidende Rolle. Die Machtausübung funktionierte und funktioniert über die Glaubenslehre und das Glaubensgericht: die totale Vereinnahmung der Mitglieder - und wenn sie nicht spuren: ihre soziale Ausgrenzung.

    Wie können Millionen von Mitgliedern zur Kenntnis nehmen, dass Lehren nicht verfeinert, verbessert, klarer werden - sondern in das Gegenteil oder jedenfalls ganz was anderes verkehrt werden - wobei der "TuvS" jeden Tag erklärt: wir sind vom Geist geleitet - Du musst gehorchen - denn damit gehorchst Du Gott!

    Wie können Millionen von Mitgliedern nicht bemerken, dass jede Woche in jedem Wachtturm-Artikel ca. 30 Bibelstellen angeführt werden, von denen ein Drittel überhaupt nichts mit den theologischen Aussagen zu tun hat, ein weiteres Drittel zwar zum Thema passt, die Lehre aber nicht stützt und der Rest Allgemeinplätze sind, die auch nicht weiterhelfen! Sie übersehen, dass die Artikel, selbst wenn das Thema so scheint, als habe es etwas mit christlichem Lebenswandel zu tun und sei nützlich für den Alltag, im Wesentlichen nur auffordert zu "Tätigkeit, Wachsamkeit, Opferbereitschaft, Gehorsam, Pflichterfüllung, Loyalität uvm" - also reine Drückerkolonnen-Veranstaltungen sind, die die Schäfchen zu fleißiger Arbeit für ihren Hirten auffordern?!

    Wie schrieb es mal ein Kommentator auf diesem Forum: als Schaf braucht man gar nicht arbeiten - es darf einfach auf der Weide sein und sich des Lebens freuen!

    Fazit: der TuvS ist eine Erfindung der WTG. Aber angenommen, es gäbe ihn wirklich: zeigen die Tatsachen, dass er vielleicht treu, aber keinesfalls verständig ist. Gottes Geist führt seine wahren Diener nicht permanent in die Irre - aber der sog. TuvS verläuft sich ständig. Jedes "hellere Licht" ist nur ein Irrlicht mehr.

    Das schlimmste aber ist, dass JZ die wahre Botschaft der Bibel verdunkeln - und jeder einzelne JZ an ihr vorbeilebt und dabei glaubt, dass das, was er tut, der einzig wahre Gottesdienst ist.

    beste Grüße

    Petrus111👍👍

    1. Jolanda

      Kommentar zum Beitrag:

      Ja das ist schon lustig gell, rein Proforma "anerkennen" ZJ (in ihren Zeitschriften) Tote wie Luther und andere (weil sie ihnen ja nicht mehr "gefährlich" werden können.

      Ihr Werk aber, "die Bibel unters Volk zu bringen" bekämpfen sie fleißig und fanatisch.

      Mit der Proforma Anerkennund in ihren Zeitschriften erwecken sie vorsätzlich den (falschen) Anschein, sie würden auch ihr Werk befürworten.

      Aber mit ihrer Alleindeutungshoheit-für-den-Sklaven-Lehre kehren sie (vorsätzlich) deren Werk wieder in sein Gegenteil um und zurück. Und nehmen dem Volk die Bibel faktisch wieder aus der Hand.

      Und wer die Bibel liest, und nicht das, was der Sklave sagt, dass es drin stehen würde den Verbrennen sie auf ihren Scheiterhaufen. Und die ganze Versammlung schaut zu und jubelt.

      Echte Christenverfolger 2.0 sind diese Zeugen Jehovas.

      Ihr Netz das sie ausgelegt haben ist so engmaschig, fein gestrickt, da kann ein Sardienchen vielleicht noch entkommen, aber kein Christ.

       

  17. Jens

    Hallo Tilo,

    ein toller und interessanter Artikel. Ich kann deine Ausführungen absolut zustimmen.

    Wie kann man als ZJ einem Interessierten ohne die kruden Erklärungen der WTG nur allein anhand der Bibel 1914 und 1919 erklären ? Gar nicht...Wie viel ZJ glauben selber noch daran aus Überzeugung und Erkenntnis ? Ich denke einige ZJ hören an diesem Punkt auf selbstständig zu denken und machen sich von der LK / WTG abhängig, da diese sagen, was die Mitglieder in Glaubensdingen denken sollen.

    Ich denke, Gott ist in der Lage auch ohne Hilfsmittel wie Traktate, Zeitschriften, Auslegungen etc.. zu den Menschen durch den heiligen Geist zu reden, der ja in der Bibel als Helfer genannt wird. Die Bibel ist nicht so weit von unserem Verständnis entfernt, wie manche Menschen denken. Gottes Wort ist mächtig und braucht keine Menschen, um es besser verständlich zu machen. Das Ziel einer Gemeinde oder eines Predigers sollte idealerweise darin bestehen, Gemeindemitglieder dazu zu bringen, selbst zu denken und es sollte erlaubt sein, bei Texten nicht eindeutig sind oder Spielraum für eine Interpretation bieten, eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Bei ZJ offiziell nicht möglich, da die LK sich als von Gott und Jesus eingesetzter Kanal sehen, so wie du es in dem Artikel auch beschrieben hast. Da bleibt für das einzelne Mitglied wenig Spielraum für sich einen Text zu interpretieren, schon gar nicht wenn er nicht mit dem Verständnis der WTG konform geht. Und wenn, dann - ich spreche aus eigener Erfahrung - hat man ein schlechtes Gewissen..

    Wie wahr sind die Worte aus 1.Joh 2,27, wo steht, dass wir keine Lehrer brauchen, denn wir alle haben eine Salbung von Gott erhalten..

    Es gibt zu diesem Thema auch ein schönes Buch, dass sich auch auf die Bibel stützt:

    "Organisch leiten - Wie natürliche Leitung uns selbst, Gemeinden und die Welt verändern".

    http://www.neufeld-verlag.de/de/organisch-leiten.html

     

    Brüderliche Grüße

    Jens

     

     

     

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