Bibelauslegung – nur durch den Sklaven?

Zitat: „„Es gibt Personen, die denken, sie könnten die Bibel selbst auslegen. Doch Jesus hat einzig und allein den treuen Sklaven zur Austeilung der geistigen Speise eingesetzt. Seit 1919 gebraucht der verherrlichte Jesus Christus diesen Sklaven, um seinen Nachfolgern zu helfen, die Bibel zu verstehen und ihre Anweisungen zu beachten. Gehorchen wir biblischen Anweisungen, tragen wir zu Reinheit, Frieden und Einheit in der Versammlung bei. Fragen wir uns: Stehe ich loyal zu dem treuen Sklaven, den Jesus als Mitteilungskanal gebraucht?““ (w 11.2016 „Was bedeutet dir Gottes Wort?“)

Ich bin so eine Person! Ich bilde mir ein, die Bibel selbst auslegen, d.h. sie verstehen zu können! Ich habe die Bibel schon gelesen, als ich noch nichts von einem Mitteilungskanal“wusste und ich erinnere mich deutlich daran, dass ich z. B. für das Verständnis der Bergpredigt Jesu keine Hilfe brauchte, weil diese Predigt in mir etwas ansprach, was schon vorhanden war.

Mein Herz verstand sehr gut, was Jesus sagen wollte und ich fand später, dass über seine einfachen Worte nichts hinausgehen konnte! Im Laufe meines Lebens musste ich immer wieder erleben, dass sich die Zusage Gottes an David, aus Psalm 32:8, auch an mir erfüllt hat: Gott richtete sein Auge auf mich und gab mir Einsicht! Ich denke, dass dies jeder von uns ebenso erfahren hat, jeder, der den Wunsch hatte, auf die leise Stimme Gottes zu hören.

Und was ich noch feststellte: Es gab später eine„schlaue Theologie, die ich nicht so recht verstand. Es handelte sich um Begriffe wie „Überrest“, „Geistgesalbte“, „Organisation“, „treuer und verständiger Sklave“, „1914“,„“1919″, „Generation“ und was sonst noch alles mit diesem Themenkomplex zusammenhing. Ich halte das meiste davon für eine private Meinung, die bestimmte Leute von sich selbst haben. Irgendeinen sittlichen Nährwert kann man daraus nicht ziehen.

Selbstverständlich habe ich viel durch einige meiner Glaubensgeschwister gelernt; ich habe Respekt gewonnen – vor ihrer Geradlinigkeit, Glaubenstreue und Liebe. Aber ich kam nicht auf die Idee, das alles dem Wirken und der Fähigkeit von Menschen, also dem Einfluß der WTG zuzuschreiben. Für mich war es Ausdruck der Wirksamkeit des heiligen Geistes – sein Einfluss auf meine Geschwister und das hat mich tief beeindruckt!

Und nach diesen Erfahrungen soll ich tatsächlich glauben, dass ich die Worte Gottes nur durch menschliche Mittler, den „treuen und verständigen Sklaven““verstehen kann? Ich müsste mich selbst betrügen und mir einreden, dass ich die Bibel nur durch eine Gruppe von Menschen begreifen darf, die sich einbildet, extra von Jesus ausgewählt worden zu sein. Nein – das kann ich nicht, denn es widerspricht meiner und anderer Menschen Erfahrung und es widerspricht dem ausdrücklichen Wort Gottes!

Ich kann unmöglich das ignorieren, was Paulus an die Korinther geschrieben hat: “ Ja uns hat Gott dieses Geheimnis [des Christus] durch den heiligen Geist enthüllt. Denn der heilige Geist erforscht alles, selbst die geheimsten Absichten Gottes.““ (1. Kor. 2:10)

Im Vers 12 heißt es dazu noch: „Wir haben aber nicht den Geist dieser Welt empfangen, sondern den Geist, den Gott selbst uns schickt. Dadurch können wir erkennen, was Gott uns geschenkt hat.“

Ich denke auch an Jesu eigene Worte aus seinem Gebet:

„Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit! … Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht nur für diese allein, sondern auch für alle, welche durch ihr Wort an mich glauben werden.““ (Joh. 17:17, 19, 20)

Hier schließt Jesus alle Menschen, die an ihn glauben, in seine Bitte mit ein! Sie alle werden geheiligt in der Wahrheit. Sein Lieblingsapostel Johannes schrieb über den Einfluss des Geistes und seine Wirkung auf die Jünger: Soviel über die Leute, die euch in die Irre führen wollen. Ihretwegen habe ich euch das alles geschrieben. Aber ihr habt von Christus die Salbung empfangen und diese Salbung bleibt in euch wirksam. Deshalb braucht ihr keinen anderen Lehrer. Denn die Salbung lehrt euch alles. Was sie euch lehrt, ist Gottes Wahrheit und keine Lüge. Und ihr sollt mit Gott verbunden bleiben, so wie die Salbung es euch gelehrt hat.““(1. Joh. 2:26, 27)

Es ist also der Geist Gottes, der die Nachfolger Jesu belehrt! Das menschliche Element fehlt in diesen Aussagen ganz. Kein Mensch kann die Wirkung des Geistes ersetzen wollen, indem er behauptet, die alleinige Deutungshoheit der Bibel zu besitzen. Der belehrende und Einsicht verleihende Geist Gottes ist für alle Jünger Jesu da! Was Menschen da noch tun können, ist auf reine Hilfe, auf Assistenz beschränkt. Menschen können Wegweiser sein, aber sie sind nicht der Weg selbst.

Wie war es im Urchristentum? Die Apostel bekamen Einblicke in die„Geheimnisse Gottes“und verkündeten sie. Ihre Aussagen sind im Neuen Testament enthalten und nichts kann darüber hinausgehen! Wer dennoch darüber hinausgeht, vergeht sich am Wort Gottes. (1. Kor. 4:6)

Wir erfahren aus den Schriften der Apostel, wie die ersten Jünger in der Wahrheit geleitet wurden. Sie beschreiben, wie Jesus nach seiner Auferstehung, in jeder Versammlung die Aufgaben zugewiesen hat, indem er Menschen befähigte, Apostel, Propheten, Lehrer, Missionare und Gemeindehelfer zu sein. Im 1. Brief an die Korinther, im Kapitel 12 zeigt der Apostel ganz klar, wie und auf wen der heilige Geist wirkt. Und diese Wirkung wird in einer Direktheit geschildert, die kein Zwischenmedium in Form einer Leitenden Körperschaft zulässt! Nirgendwo in diesem Kontext ist davon die Rede, dass nur Paulus oder ein anderer Apostel das exklusive Anrecht auf den heiligen Geist gehabt hätte. (Siehe auch Eph. 4:7-16) An keiner Stelle beanspruchten sie die alleinige Deutungshoheit über die Schriften! Auch Paulus musste sich an den Worten Gottes messen lassen! Die Beröer prüften alles anhand der Schriften, sie überprüften Pauli Worte! (Apg. 17:10-12)

Es war also Jesus Christus selbst, der die ersten Christen durch den heiligen Geist leitete. Durch diesen Geist verstanden sie, was sie als Christen verstehen mussten. Dieser Geist war für jeden da, der sich um ihn bemühte. Niemand hatte den Geist für sich gepachtet. Darüber verfügte nur der Himmel!

Aber das war schon immer gewissen Menschen ein Dorn im Auge. Die Apostel berichten schon sehr früh von Machtansprüchen falscher Lehrer, von Betrügern, die Macht über Menschen gewinnen wollten. Diotrephes mag dafür ein Beispiel sein. (3. Joh. 9, 10) Dazu sei noch ein ernstes Wort des Apostels Johannes zitiert: „Wer nicht an der Lehre von Christus festhält, sondern darüber hinausgeht, hat keine Gemeinschaft mit Gott. Wer dagegen an dieser Lehre festhält, hat Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn.““(2. Joh. 9)

Jeder, der die Lehren der Wachtturmgesellschaft kennt, weiß von all den Verirrungen, Lügen und Täuschungen in ihrer Lehre. Und schon der einfache unvoreingenommene Bibelleser kann darauf aufmerksam werden. Er wird schnell feststellen, dass so manche Lehre des„“treuen und verständigen Sklaven““seinem Gewissen und seiner Bibelkenntnis widerspricht. Und wenn er die Worte des Apostels Johannes liest, wird er sich fragen, ob dieser„“Sklave““tatsächlich Gott und Jesus Christus kennt oder Gemeinschaft mit ihnen hat.

Der Apostel fährt fort: „Wenn jemand zu euch kommt, der diese Lehre nicht bringt, dann lasst ihn nicht ins Haus. Heißt ihn nicht willkommen.““(2. Joh. 10)

Es geht dem Apostel um die volle Bedeutung des Christus für unseren Glauben. Und wenn jemand diese Bedeutung schmälert und sich sogar die Autorität des Christus anmaßt, dann bringt„er diese Lehre nicht.“Wer im Namen Jesu Lügen verbreitet und das Wort Gottes verfälscht, bringt diese Lehre nicht.“Wer sich in die Geschäfte dieser Welt verstrickt, bringt diese Lehre nicht.“Wer sich in Sektenkartellen mit dem weltanschaulichen Abschaum verbündet, bringt diese Lehre nicht.“Wer Verbrechen an Kindern verheimlicht (Kindesmissbrauchsskandale), bringt diese Lehre nicht.“ Wer Gehorsam gegenüber Menschen mehr Gewicht einräumt, als dem Gehorsam gegenüber Gott und Christus, bringt diese Lehre nicht. Wer das Gewissen des Menschen nicht achtet, bringt diese Lehre nicht. Wer die Botschaft von der Versöhnungstat Jesu durch die Botschaft vom aufgerichteten Königreich 1914“ ersetzt, „bringt diese Lehre nicht.

Für alle diese Vorwürfe gegen den Sklaven, gibt es ausführliche und fundierte Belege. Wer sie zur Kenntnis nehmen will und die Wahrheit nicht fürchtet, sollte sich informieren. Die Apostel haben ausdrücklich vor jeder Verfälschung der Lehre Jesu gewarnt:

„Dabei gibt es die [andere ‚gute Nachricht’ über den Christus] gar nicht. Sondern ein paar Leute führen euch in die Irre. Sie wollen die Gute Nachricht von Jesus Christus verdrehen. Doch wer immer euch etwas anderes verkündet, als was wir euch verkündet haben, soll verflucht sein – … Wer euch etwas anderes verkündet als die Gute Nachricht, die ihr bereits angenommen hat, soll verflucht sein!“ (Gal. 2:7-9)

Ich möchte die Warnung Pauli beachten. Deshalb schon kann ich die vertrackten Lehren eines „Sklaven“ nicht anerkennen und vertreten. Würde ich willentlich und gegen meine biblische Erkenntnis diese falschen Lehren vertreten, machte ich mich mitschuldig! Allein schon das Märchen von 1914 und 1919 kann und will ich nicht als geoffenbarte Wahrheit“anerkennen!

Die vertrackte„Theologie“beinhaltet als Dreh – und Angelpunkt ein einziges Datum, auf dem die ganze Irrlehre fußt. Der Urheber dieses Datums ist C. T. Russell, der in der Tradition der Adventisten stand, die im 19. und 20. Jahrhundert Zeitpunkte für die Wiederkehr Christi ausarbeiteten. Da C. T. Russel wusste, dass sie in der Vergangenheit mit ihren Voraussagen falsch gelegen hatten, rollte er die ganze Sache noch einmal auf. Ich möchte es uns dieser Stelle ersparen, die Berechnung von 1914 noch einmal zu wiederholen. Diese guten Ausarbeitungen sind hier nachzulesen:

http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/1-9-1-4-ein-goldenes-kalb/

http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/wahrhaftigkeit-anspruch-und-ausdruck-des-christentums/

Jesus selbst hat keine Zeitspanne für die Zeiten der Nationen“genannt. Statt dessen hat er deutlich gesagt, dass Tag und Stunde“seiner Wiederkunft als Richter dieser Welt niemand kennt, außer der Vater allein. Und was nach Gottes Willen niemand kennen soll, kann man logischerweise auch nicht berechnen!

Nun hatte sich die Erwartung Russells und seiner Anhänger bekanntlich nicht erfüllt. 1914 begann zwar der 1. Weltkrieg, es war aber nicht das Ende aller Königreiche, wie es Russell vorhergesagt haben wollte. Als er den Irrtum bemerkte und um noch etwas Glaubwürdigkeit zu retten, behauptete er schlicht, dass nun eben„die Zeiten der Nationen zu Ende“seien. Aber da ließ sich nicht viel retten, denn der„Prophet hatte in gedruckter Form veröffentlicht, welche Erwartungen er mit dem Jahr 1914 verbunden hatte.

Und dann kam Richter“Rutherford! In den dreißiger Jahren erfand er das Märchen von der unsichtbaren Gegenwart Christi auf seinem himmlischen Thron, etablierte einen „treuen und verständigen Sklaven“, der den Haushalt des Glaubens mit „Speise zur rechten Zeit“ versorgen sollte und erschuf eine Zwei – Klassengesellschaft von gläubigen Anhängern mit unterschiedlichen Hoffnungen.

http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/der-neue-boese-und-unverstaendige-sklave/

Und wie passt dieses schöne Bild, diese Selbstüberschätzung, zur Wirklichkeit? Jeder kann in der Geschichte der Zeugen Jehovas nachlesen, was damals alles von den Männern um Russell geglaubt wurde und wie man sich verhalten hatte. Es ist einfach nicht wahr, was heute behauptet wird, nur um ein geschöntes Bild und eine Legitimation für die gottgleiche Stellung der Leitenden Körperschaft zu schaffen.

http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/falsche-christusse-und-falsche-propheten/

Entlarvend für den „Sklaven“ sind die so oft zitierten Worte aus Mat. 24:46: „Glücklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei seiner Ankunft so tuend findet.“ Das ist die Textversion der NWÜ. Das Wort „Ankunft““fehlt im griechischen Text. Wörtlich übersetzt lautet diese Stelle:„“Glücklich der Sklave, den sein Herr gekommen seiend so tuend findet.““Die griechische Verbform (elthon) bezeichnet eine Handlung, die unwiederholbar, abschließend erfolgt. Die„“Ankunft“ nach“der NWÜ, ist also nach seinem irdischen Aufenthalt das letzte, endgültige Kommen Jesu. Und das hat nichts mit 1914 zu tun. Die Bibel spricht nur von zwei Gelegenheiten des Kommens Jesu: Das erste Mal, um für die Sünden der Welt zu sterben – das zweite Mal, um Gericht zu üben. Dazu heißt es in Hebr. 9:28: „…so wurde auch der Christus ein für allemal [als Opfer] dargebracht, um die Sünden vieler zu tragen; und das zweite Mal, da er erscheint, wird es getrennt von Sünde sein und für die, die ihn zu ihrer Rettung erwarten.“ (NWÜ)

Was bleibt nun noch übrig? Was können Menschen auf einem Gebiet leisten, wo es nur noch um Glauben, Liebe und Hoffnung geht? Denn das ist ein Gebiet, wo es in der Hauptsache auf Gott und seinen Geist ankommt! Wer kann das leisten, was Jesus kurz vor seinem Tod versprochen hatte?

„Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote befolgen. Dann werde ich den Vater um etwas bitten: Er wird euch an meiner Stelle einen anderen Beistand geben, einen, der für immer bei euch bleibt. Das ist der Geist der Wahrheit. Diese Welt kann ihn nicht empfangen, denn sie kennt ihn nicht. Aber ihr erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch gegenwärtig sein.“ (Joh. 14:16-17)

Die WTG maßt sich an, das Monopol für die Bibelauslegung innezuhaben. Dass sie dabei den Mund zu voll, ja viel zu voll genommen hat, ist deutlich geworden. Gewiss kann man sich vieles ausdenken und dann mit biblischen Vorbildern herumspielen, man kann unwesentliche Fragen zu Hauptfragen aufblasen und sich wichtig tun. Aber es bleibt dabei: das Erkennen Gottes und seines Sohnes bedeutet das ewige Leben! (Joh. 17:3) Dieses Erkennen ist tausendmal wichtiger und bedeutender, als alle Wachtturm-Ausgaben zusammen. Das alles ist endlich nur noch ein Haufen leblosen Papiers, aber das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus! (Hebr. 4:12) Diese Macht ist so groß, dass der Prophet Jeremia sagen konnte:

„Und sie werden nicht mehr ein jeder seinen Gefährten und ein jeder seinen Bruder lehren, indem [sie] sprechen: ‚Erkennt Jehova!‘, denn sie alle werden mich erkennen, von ihrem Geringsten selbst bis zu ihrem Größten“ ist der Ausspruch Jehovas. „Denn ich werde ihre Vergehung vergeben, und ihrer Sünde werde ich nicht mehr gedenken.“ dass „alle mich erkennen werden, von ihrem Geringsten bis zu ihrem Größten, ohne das jemand sagen muss: „Erkenne Jehowah!“ (Jer. 31:34).

Und Bibelleser wissen, dass sich die Macht des Wortes Gottes erst dann enfaltet, wenn der Geist Gottes das Wort Gottes lebendig macht und im Leser wirksam werden lässt. An diesem Erkenntnisprozess ist kein Mensch in der Weise beteiligt, wie es die WTG von sich behauptet.

Die wahre Sprache des Herzens ist die Liebe!  Das geht mir immer wieder durch den Sinn, wenn ich das Wort Gottes lese. Und dann gibt es noch die „genaue Erkenntnis“. Aber was versteht man darunter? Ich verstehe darunter das Erkennen Jehowahs, im Lichte der von ihm repräsentierten Liebe und nicht Buchstabenwissen, bloße Kopferkenntnis und leeres Getön!

 

 

 

 

Mag ich nicht (3)

66 Kommentare zu “Bibelauslegung – nur durch den Sklaven?

  1. noomi an Edelmuth

     
    Lieber Edelmuth
    Es tut mir leid, dass du meinen Kommentar als provokativ aufgefasst hast. Das war niemals meine Absicht. Wenn schon provokativ, auf keinen Fall gegenüber Dir persönlich! Hätte mich ausführlicher äussern müssen. Meine Meinung war, wenn es in Jerusalem eine LK gegeben hat, warum wurde Paulus von Jesus nicht sofort nach seiner Bekehrung nach Jerusalem gesandt, wenn dort die Zentrale gewesen sein sollte. Bitte entschuldige mich, du musst schon genug einstecken hier; dann auf keinen Fall auch noch von mir.
    LG Noomi
     

    1. https://de.sputniknews.com/panorama/20170413315319937-zeugen-jehovas-druck-us-zentrale-menschen-gerichte/

  2. Lichtspender

    Liebe Geschwister der BI-Gemeinde! Liebe Noch-Zeugen!
    Wie falsch der „TREUE“  und „VERSTÄNDIGE“  SKLAVE mit seinen Interpretationen liegt, davon hätten sich diese Woche wieder Millionen Zeugen bei ihrem Versammlungsbuchstudium überzeugen können. Doch nur wenigen dürfte es aufgefallen sein. Auf diesem Portal wurden wir (und sie) schon wiederholt dazu ermuntert, die Aussagen und Behauptungen des „Sklaven“ mit den in den Absätzen der Publikationen angegebenen Bibelstellen (und anderen) genau zu vergleichen, um die Lüge von der biblischen Wahrheit zu unterscheiden.
    Ein Beispiel:
    In dem in dieser Woche behandelten schwarzen Buch „Gottes Königreich regiert!“, Kapitel 10, S. 107 heißt es unter der Überschrift „Die Bösen von den Gerechten trennen“ im Absatz 18:
    „18 Ein „Schleppnetz“ wird „ins Meer hinabgelassen“. Das Schleppnetz steht für das Predigen vom Königreich im Menschenmeer. „Fische von jeder Art“ werden zusammengebracht. Die gute Botschaft lockt die verschiedensten Menschen an — einige unternehmen Schritte, um echte Christen zu werden; viele andere dagegen zeigen anfänglich Interesse, entscheiden sich aber nicht für die reine Anbetung. Die „vortrefflichen“ Fische werden in Gefäße zusammengelesen. Menschen mit einem ehrlichen Herzen werden in die Versammlungen hineingebracht, wo sie Jehova in Reinheit anbeten können. „Die unbrauchbaren aber warf man weg.“ In der ganzen Zeit des Endes haben Christus und die Engel „die Bösen von den Gerechten“ getrennt. * Dadurch konnten unaufrichtige Menschen, die bei ihren falschen Ansichten und Bräuchen blieben, die Versammlungen nicht verderben. *
    Fußnoten:
    1)      Dass die vortrefflichen Fische von den unbrauchbaren getrennt werden, ist nicht dasselbe wie die Trennung der Schafe von den Ziegenböcken (Mat. 25:31-46). Die Trennung oder endgültige Beurteilung der Schafe und Ziegenböcke findet in der großen Drangsal statt. Bis dahin können die „unbrauchbaren“ Fische zu Jehova und zur Versammlung zurückkehren (Mal. 3:7).
    2)      Die unbrauchbaren Fische werden letztendlich in einen symbolischen Feuerofen geworfen, der für ihre künftige Vernichtung steht.                      (Ende der Zitate)
    Wer schon länger bei den Zeugen ist, wird wissen, wie oft durch die Leitende Körperschaft diverse Gleichnisse ausgelegt und wieder deren haarsträubende Auslegung revidiert und eine neue Auslegung dem „Haushalt“ vorgesetzt wurde. Ist es nicht erstaunlich, dass es für so viele christliche Gruppierungen kein Problem war, die an sich simplen Aussagen der Gleichnisse zu übertragen, Jehovas Zeugen aber dafür Jahrzehnte benötigen? Doch oft liegen sie von der Wahrheit immer noch meilenweit entfernt mit ihrer Deutung, so auch oben.
    Es wird im Absatz behauptet: „In der ganzen Zeit des Endes haben Christus und die Engel „die Bösen von den Gerechten“ getrennt.“ Stimmt das aber? Sagt das die zugrundeliegende Bibelstelle  wirklich aus? 
    Matthäus 13:47-50:
    „47 Wiederum ist das Königreich der Himmel einem Schleppnetz gleich, das ins Meer hinabgelassen wurde und [Fische] von jeder Art zusammenbrachte.+ 48 Als es voll wurde, zog man es herauf an den Strand, und nachdem man sich gesetzt hatte, las man die vortrefflichen+ in Gefäße zusammen, die unbrauchbaren+ aber warf man weg. 49 So wird es beim Abschluß des Systems der Dinge* sein: Die Engel werden ausgehen und die Bösen+ von den Gerechten trennen+50 und werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein.+
    Der Text zeigt geradezu das Gegenteil: Es erfolgt die ganze Zeit des Endes das Fischen der Menschen.
    Erst wenn die Ernte beendet ist – wenn das Netz „voll“ ist – wird es heraufgezogen. Wann geschieht das? Jesus deutet sein Gleichnis selbst: „beim Abschluss des Systems der Dinge“. Dieses liegt aber noch vor uns. Das Zusammenlesen „in Gefäße“ steht demnach noch aus. Es ist also keinesfalls so, dass man dieses Gleichnis heranziehen könnte, um zu beweisen, dass „die Engel „die Bösen von den Gerechten““ bereits die ganze Zeit des Endes trennen.
    Auch die Behauptung in der Fußnote lässt  einen über so viel Unverstand des „verständigen Sklaven“ nur staunen. Dort behauptet man: „Dass die vortrefflichen Fische von den unbrauchbaren getrennt werden, ist nicht dasselbe wie die Trennung der Schafe von den Ziegenböcken (Mat. 25:31-46). Die Trennung oder endgültige Beurteilung der Schafe und Ziegenböcke findet in der großen Drangsal statt. Bis dahin können die „unbrauchbaren“ Fische zu Jehova und zur Versammlung zurückkehren (Mal. 3:7).“
    Die „unbrauchbaren“ Fische können demnach zurückkehren. Wie soll das aber gehen, wenn sie doch gemäß Jesu Aussage weggeworfen werden. Und wohin werden sie weggeworfen? „In den Feuerofen“, sagt Jesus. Eine Rückkehr ist damit ausgeschlossen. Dies zeigt eindeutig, dass das endgültige Beurteilen und Trennen der „Bösen von den Gerechten“ eindeutig noch vor uns liegt. Es ist eben doch dieselbe Lehraussage Jesus wie beim Gleichnis von den Schafen und Ziegenböcken (Matth. 25).
    Und es ist im Grunde auch dieselbe Lehraussage wie im Gleichnis vom Weizen und Unkraut, das Jesus (nur ein paar Verse vorher) kurz vor dem Gleichnis von den Fischen und dem Netz erzählte. Auch dort ist eindeutig von der Ernte die Rede (Matth. 13:28-30):
    „Er sprach zu ihnen: ‚Ein Feind, ein Mensch, hat das getan.‘+ Sie sagten zu ihm: ‚Willst du denn, daß wir hingehen und es zusammenlesen?‘ 29  Er sprach: ‚Nein, damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts den Weizen mit ihm ausreißt. 30  Laßt beides zusammen wachsen bis zur Ernte; und zur Erntezeit will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen, und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen,+ dann geht und sammelt den Weizen in mein Vorratshaus.‘ “+
    Das Fällen eines Urteils erfolgt keinesfalls die ganze Zeit über – das untersagt Christus ausdrücklich -- , sondern erst zur Ernte.
    Man erkennt eigentlich kinderleicht die Parallelen. Nicht aber der „verständige Sklave“! Er versteht ja auch das Gleichnis vom „treuen und verständigen Sklaven“ falsch, wie kann man da mehr von ihm erwarten.
    Die 1. Wiederholungsfrage im Kasten auf Seite 107 in dem Buch lautet:
    „Was ist mit Reinheit in der Anbetung gemeint, und durch wen verhilft Christus seinen Nachfolgern dazu?“
    Die Antwort kann nur lauten: Ein blinder Sklave kann nicht andere führen. Ein unreiner Sklave kann andere kaum reinigen.
    Der Sklave war nach seiner angeblichen Ernennung im Jahre 1919 immer noch unrein (siehe die Jahreszahlen im Buch Seite 105 z.B.)
    Natürlich kann man immer wieder gern behaupten, Christus würde durch diesen Sklaven seine Nachfolger zur Reinheit verhelfen. Doch es bleiben Behauptungen – es finden sich zu viele Irrlehren in dieser Organisation; und die Leitende Körperschaft wird es dabei belassen, sonst hätte sie schon vor Jahrzehnten etwas unternommen.
    Und:
    Natürlich ist der "Sklave" daran interessiert, Leichtgläubige in die Versammlungen, die er als „Gefäße“ deutet, zu locken. Und auch die „weggeworfenen Fische“ (für ihn die Ausgeschlossenen und Abtrünnigen) sollen doch gefälligst wieder zurückkommen.
    Doch wer einmal erkannt hat, dass Jehovas Zeugen mit ihren falschen Lehren und Taten Teil Groß-Babylons sind, wird sich davor hüten. Christus hat ihn bereits herausgefischt.
    In Liebe
    Lichtspender

    1. Argentum@Lichtspender

      Lieber Lichtspender,

      sehr gut recherchiert. Das ganze Buch strotzt vor verdrehten Ansichten und ist eine einzige Selbstbeweihräucherung.

       

      Liebe Grüße

      Argentum

    2. Anna

      Lieber Lichtspender, liebe Schwestern und Brüder,

      das habe ich mir auch gedacht, als ich mir das in der Versammlung anhören durfte. Die Kommentare waren eher spärlich. Die Brüder plappern halt nach was in der Lektüre steht. Der Sklave wird's schon wissen.

      Es wurde ja auch noch über das Kreuz-Krone-Symbol gesprochen, als man ENDLICH durch die Hinführung zur Reinheit von Christus erkannt hat, dieses wäre nicht in Ordnung. Da habe ich mir dann gedacht, naja nun haben sie ihre jw.org-Symbole und Anstecker.

      Liebe Grüße und viel Freude wünscht Anna

       

  3. noomi an Edelmuth

     
    Lieber Ede
    Omma hatte recht, ich konnte nicht schlafen, bin wieder aufgestanden und habe deshalb erst jetzt deine Antwort gelesen.
    Was ich von dir hören wollte. Ja mal was Anderes - eine grosse Ladung Humor. So war es doch gemeint – ODER NICHT??
    Kann dich beruhigen. Habe weder ein Smartphon noch ein Tablett. Den Königreichdienst, ach nein es heisst jetzt ja anders (sind in der Neuzeit angekommen) und auch den WT muss ich jetzt im Brotkasten lesen. Brieftauben habe ich auch nicht, dafür besuchen mich aber ein Pärchen normale Tauben und eine Anzahl anderer Vögel, vom Rotkehlchen, Zaunkönig, bis zu Elstern, im Garten. Sie erfreuen jeden Tag mein Herz und erinnern mich an die grossartige Schöpfung. So wünsche ich dir jetzt eine gute Nacht – bis zum nächsten Gedankenaustausch.
    LG Noomi
     

  4. Ulla

    Liebe Omma, liebe Fox, lieber M.N.

    Wie heißt es u.a. im zweiten Teil der Tauffragen seit 1985?

    "Bist du dir darüber im klaren, dass du dich durch deine Hingabe und Taufe als ein Zeuge Jehovas zu erkennen gibst, der mit der vom G.E.I.S.T. geleiteten Organisation Gottes verbunden ist?"

    - ............

    Gestern nahm ich mir den Galaterbrief vor. Paulus schrieb ab Kap. 1:15 :

    "Aber Gott hatte mich in seiner Gnade schon vor meiner Geburt dazu bestimmt, ihm einmal zu dienen. Als die Zeit dafür gekommen war, ließ er mich seinen Sohn erkennen. Die anderen Völker sollten durch mich von ihm erfahren. Ohne Zögern habe ich diesen Auftrag angenommen und KEINEN MENSCHEN um Rat gefragt. Ich bin nicht einmal nach Jerusalem gereist, um die nach ihrer Meinung zu fragen, die schon VOR mir Apostel waren. Nein, ich bin sofort nach Arabien gezogen und von dort wieder nach Damaskus zurückgekehrt. Erst DREI JAHRE SPÄTER kam ich nach Jerusalem, weil ich Petrus kennenlernen wollte..." HFA

    Das hat mich fasziniert. Wir sollten wie Paulus ebenfalls FEST an der Lehre festhalten, keinen Menschen, sondern Christus zu folgen.

    Gal. 2:16 Vor Gott können wir nur durch den Glauben an Jesus Christus bestehen...denn wie die heilige Schrift sagt, findet kein Mensch durch gute Werke Gottes Anerkennung.

    Weder das "Abarbeiten", den Vorschriften des alten Gesetzesbundes nachzukommen, führte zur Erlösung, noch das "Abarbeiten", alle Vorschriften der WTG zu befolgten, führt zu ewigem Leben.

    Das ewige Leben ist eine GNADE. Ein GESCHENK Gottes. Das erhalten alle, die sich ihren Glauben an Jesus Christus bewahren, bis er wiederkommt.

    Nur Jesus Christus weiß, wieviele noch im "Tower" Gefangene diesen engen Weg finden werden. Hoffentlich schaffen das noch viele von unseren Verwandten und Freunden, die noch nicht "erwacht" sind. Dafür lasst uns beten.

    Liebe Abendgrüße an euch alle!

    Ulla

  5. noomi an Fox

    Zu deinem Kommentar passt doch diese Schriftstelle gut - oder?
    1.Kor 12:13 Denn wir alle – ob Juden oder Nichtjuden, Sklaven oder Freie – sind mit demselben Geist getauft worden und haben von derselben Quelle, dem Geist Gottes, zu trinken bekommen, und dadurch sind wir alle zu einem Leib geworden.
    14 Und wie jeder Körper besteht dieser Leib aus vielen Teilen, nicht nur aus einem.
    Noomi

     
     

  6. Fox

    Lieber Ede,

    nun nehme ich deine Frage an M. N. bezüglich der Jerusalemer Frage und damit verbunden nach der Rechtmäßigkeit des Zeugen-Jehovas-Sklaven zum Anlass, den 2. Teil zu eröffnen:

    Petrus stellte fest, dass den Christen aus den Nationen in gleicher Weise wie auch ihnen, den Aposteln, der Heilige Geist zuteil wurde. Also kein Unter-Heiliger Geist oder so.  Wie kommt es dann, dass die Organisationsleitung angedachten 144.000 Mitgliedern einen anderen Heiligen Geist unterstellt als dem Rest der Gläubigen? Ungefähr so, als hätten diese 144000 ein Bücherregal voll Heiligen Geistes und alle anderen bestenfalls ein einziges Buch voll Geist, so dass sie ständig von einer Organisationsleitung belehrt werden müssen? Und warum haben 7 von ihnen nochmals mehr Heiligen Geist als die anderen 143.993, die sie als Organisationsleitung besonders befähigen soll?

    1. Omma@Fox

      Liebe Fox,

      deine Frage: "Wie kommt es dann, dass die Organisationsleitung angedachten 144.000 Mitgliedern einen anderen Heiligen Geist unterstellt als dem Rest der Gläubigen?", erinnert mich an den Ausspruch, den Paulus in

      2. Korinther 11:4 macht:
      4 Wenn nämlich jemand kommt und euch einen anderen Jesus verkündet als den, den wir verkündet haben, dann lasst ihr euch das nur allzu gern gefallen. Ihr findet nichts dabei, euch einem anderen Geist zu öffnen als dem, den ihr durch uns bekommen habt, oder ein anderes Evangelium anzunehmen als das, das ihr von uns angenommen habt.

      Ja, liebe Fox, sie hatten sich einem anderen Geist unterstellt, aber nicht dem Heiligen Geist!

      Noch einmal ganz liebe Grüße von Omma und Oppa

  7. noomi an Edelmuth

     
    Paulus beginnt seine Briefe oft mit: „ein Gesandter des Messias Jeschua“ oder wie in dem Brief an die Römer 1:1 „Von: Paulus, einem Sklaven des Messias Jeschua, einem Gesandten, den ich bin für die Gute Nachricht Gottes berufen und ausgesondert“
     
    Galater 1:1: “Von Paulus , einem Gesandten – ich habe meinen Auftrag nicht von Menschen oder durch menschliche Vermittlung empfangen, sondern durch Jeschua den Messias und von Gott dem Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat- und von allen Brüdern bei mir…….“
     
    Oder in dem Brief an die Philipper 1:1: „Von Paulus und Timotheus, Sklaven des Messias Jeschua“
     
    An die Epheser 1:1 „ Von: Paulus, durch Gottes Willen ein Gesandter des Messias Jeschua“ (JNT von David Stern)
     
    Wie wir wissen war Paulus unter den sogenannten „Heiden“ tätig und nicht in Jerusalem und das als Sklave von Jesus. Da frage ich mich welche Bedeutung der Versammlung in Jerusalem zugeschrieben werden muss, wenn doch Paulus erst 3 Jahre nach seiner Berufung von Jesus nach Jerusalem ging und danach erst wieder nach 15 Jahren.
    Noomi

     

    1. Edelmuth an noomi

      Ist doch klar, noomi

      Weil man damals noch keine smartphons hatte, hat man Brieftauben für den Königreichsdienst und den neusten Wachtturm gebraucht. Oder was wolltest du von mir hören!

      Ede

      1. Omma@Edelmuth

        Lieber Edelmuth,

        jetzt habe ich doch ziemlich viele Fragezeichen über meinem Kopf: "Ist das wirklich unser Ede?"

        Vor nicht langer Zeit habe ich mich mit einer lieben Schwester unterhalten, wir waren uns einig, auch wenn wir nicht immer mit dem Inhalt deiner Kommentare 100%ig einig gingen, so hatten wir doch Hochachtung vor dir, weil du immer höflich geblieben bist.

        Unsere liebe Noomi hatte dich doch nicht angegriffen, sondern einfach nur ihre Sicht der Dinge (mit Bibelstellen), dargelegt.

        Ich gehe mal davon aus, dass du heute vielleicht nicht so gut drauf warst, kann ja jedem von uns mal passieren.  Ich kann mir aber auch vorstellen, dass unsere liebe Noomi jetzt auch nicht so entspannt schlafen gegangen ist.

        Ganz liebe Grüße  Omma

        1. Edelmuth an Omma

          Guten Morgen Omma

          Noomi ist eine ausgezeichnete Bibelkennerin. Welche Bedeutung Jerusalem in den Vorstellungen Paulus hatte ist ihr sicherlich bekannt, denn sie erwähnt zu recht seinen gelegentlichen Besuch dieser Stadt. Deshalb fasse ich ihre Frage eher provokativ auf.

          Dabei darf die Rolle Jerusalems nicht übersehen werden, denn die katholische Kirche, die mit den Zeugen Jehovas nun gar nichts zu tun hat, betrachtet sich als Nachfolgerin dieser leitenden Körperschaft und bezieht sich dabei auf Paulus und Petrus.

          Dessen ungeachtet ist es für mich schwierig hier zu antworten, weil die Meisten meiner Beiträge von der BI-Zensur gelöscht werden. Es kommt somit nur das an, was sie frei schaltet, und da ihre Einstellung zu meinen Beiträge hinlänglich bekannt sein dürfte, ist mein Erscheinungsbild hier dementsprechend.

          Aber du hast recht, ich kann auch beißen.

          Ede

          ******

          Lieber Eden,
          das die MEISTEN deiner Beiträge gelöscht werden ist gelinde gesagt eine Unwahrheit.
          LG Bruderinfo-aktuell

          1. Edelmuth an BI-Moderator

            Verehrter Moderator

            Wir haben bereits in einem anderen Forum, das hier gut bekannt ist, einen Tread eingerichtet, in dem wir viele bei BI gelöschte Beiträge veröffentlich haben. Dass die Moderatorin diese Art des Gebrauches ihres Forums inzwischen untersagt hat, ist nur zu gut verständlich. Traurig ist aber, dass bei aller Kritik an den Zeugen Jehovas so etwas erforderlich wurde.

            Darüber hinaus speichere ich jeden meiner Beiträge ab. Daran ist gut zu erkennen, wie viele und vor allen Dingen welche Beiträge gelöscht werden. Wegen eures Streichkonzertes haben sich bereits viele Autoren und Autorinnen hier verabschiedet. Das ist offenbar euer Verständnis vom Meinungsfreiheit und Gedankenaustausch anhand der Bibel, das sich nur unwesentlich von dem Verständnis der ZJ unterscheidet.

            Ede

          2. M.N.

            Zitat: "Die katholische Kirche ... betrachtet sich als Nachfolgerin dieser leitenden Körperschaft."

            Wie kann man nur auf solch einen Unsinn kommen! Die RKK betrachtet sich NICHT als eine Nachfolgerin "einer leitenden Körperschaft" - man zeige mir eine solche Wendung in irgendeinem Stück RKK-Literatur, -Wörterbuch, -Enzyklopädie, theologischem Artikel oder was sonst noch unter RKK-Ägide redigiert wird.

            WAS die RKK tut, ist, ihren sog. "petrinischen Primat" auf ihre Falschauslegung/Eisegese von Mat 16,18 zu gründen ("Du [Petrus] bist der Fels, und auf diesem Felsen werde ich meine Enklesia bauen"). Jedoch sind mir Bezüge auf eine "Leitende Körperschaft des Urchristemtums" in RKK-Schrifttum und -Doktrin bis dato noch nie untergekommen. Wirf mal die amtsbürokratisch/organisationshierarchietechnische Vokabel "Leitende Körperschaft" einem Katholen an den Kopf - "what?"

            Doch vielleicht haben hier einige besondere Offenbarungen bzw. Spezialwissen, das andere nicht haben - so wie die LK der JW.Org von eigenen Gnaden?

            Gruß,
            M.N.
            👍

            1. Jolanda

              Außerdem kann man über die älteste christliche Kirche denken was man mag und kritisieren was man will, aber, dass sie ihre Glaubenslehren öfter wechseln als ihre Unterwäsche kann man nur bei den Zeugen Jehovas frststellen. Nicht jedoch bei der RKK. Im Gegenteil.

              Nicht zuletzt deshalb stellt sich die tatsächlich, nicht rein formaljuristisch, ob die sigenannten Zeugen Jehovas überhaupt als Kirche/Religion im eigentlichen Sinne anerkannt werden können.

              Ihr "Glück" war eben, dass man bei der Abfassung des Grundgesetzes noch das Kirchenverständnis des vergangenen Jahrhunderts in den Köpfen und Vorstellungen hatte, und an Zeitgeist-Modeerscheinungen wie die  Zeugen Jehovas oder Hare Krischna Scientology und ähnliche geistige Verirrunngen nicht dachte.

              Wäre im Grundgesetz nicht nur eine gewisse Beständigkeit im Mitgliederbestand sondern auch in den Lehren/Glaubenswahrheiten gefordert, wären sie wohl nicht erst nach 20-jähriger Prozesshanselei mit Pauken und Trompeten gescheitert.

              Nun sind sie zwar formaljuristisch nicht, dafür tatsächlich faktisch erbärmlich gescheitert.

              Die rein formaljuristische Heilung dieses Rechtsirrtums dürfte auch nicht all zu lange auf sich warten. Da muss man sie einfach weiter machen lassen. Dann kommt das ganz automatisch.

    2. Störtebeker

       
      Störtebeker an alle,
       

       
      hiermit möchte ich nochmal meinen Betrag zu diesem Thema hinzufügen:
       

       
      Dass tatsächlich bei einer einzigen Gelegenheit in Jerusalem sozusagen ein Konzil abgehalten wurde beweist noch lange nicht, dass dort eine „Leitende Körperschaft“ tätig war.
       

       
      In Wirklichkeit gingen Paulus und Barnabas deshalb nach Jerusalem, weil genau dort das Problem entstanden war.
       

       
      Als Paulus zum Christentum bekehrt wurde sagte Christus absolut nichts davon, dass er nun nach Jerusalem gehen sollte. Er wurde zueerst nach Damaskus gesandt. Die Anweisungen die er bekam, kamen nicht durch ein Glied irgendeiner „leitenden Körperschaft“ in Jerusalem, sondern durch einen Einwohner von Damaskus mit Namen Ananias, Apg. 9:1-17.
       

       
      Aus Gal. 1:1, 10,11,16,17 geht deutlich hervor, dass Paulus weder sein Apostelamt noch seine geistige Führung von oder durch Menschen oder durch die Apostel oder durch die „LK“ in Jerusalem erhielt.
       

       
      Er reiste erst drei Jahre später nach Jerusalem. Dabei sah er während seines 15 tägigen Aufenthalts nur Petrus und Jakobus aber sonst keine weiteren Apostel, Gal. 1:18-20.
       

       
      Danach hielt sich Paulus in der Versammlung Antiochia und nicht in Jerusalem auf. Es war die Versammlung Antiochia, nicht Jerusalem, die ihn zu seinen Missionsreisen aussandte.
       

       
      Erst nach 14 Jahren ging er wieder nach Jerusalem, Gal 2:1,2. Das mag vielleicht die Zeit gewesen sein, als besagtes Konzil wegen der Beschneidung abgehalten wurde.
       

       
      Wenn er sagt, dass er „zufolge einer Offenbarung“ nach Jerusalem ging zeigt das auch, dass Christen nicht in der Regel, oder ständig nach Jerusalem gingen um alle möglichen Fragen dort entscheiden zu lassen.
       

       
      Man kann aus Apg. 15 deutlich erkennen warum man in dieser Angelegenheit ausgerechnet nach Jerusalem ging um die Sache zu klären. Die Versammlung in Jerusalem selbst war der Ursprung des Problems, mit dem sich Paulus und Barnabas in Antiochia herumschlagen mussten, Apg.15:1,2,5,24.
       

       
      Das war der Grund warum in diesem einen Fall Jerusalem der Ort war, für die Erörterung dieses einen aber schwerwiegenden Problems.
       

       
      Es waren Faktoren im Spiel die nicht ständig und dauerhaft bestanden, und deshalb nicht auf unsere Zeit übertragbar sind, und sie stellen keine Legitimation für die sogenannte „leitende Körperschaft“ der Zeugen Jehovas in unserer Zeit dar.
       

       
      Außerdem war die ganze Versammlung in Jerusalem beteiligt und nicht nur eine sogenannte „LK“.
       

       
      Für heute wünsche ich euch und allen einen schönen Abend.
       
      Grüße von Störtebeker
       

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