Der Kampf  eines Jüngers Jesu

Raymond Franz schrieb, dass er sich als Verführter fühle, der von verführten Verführern betrogen worden sei. Auch mir ging es so. Plötzlich stand ich vor der Frage, wie ich auf die gleiche Verführung hereinfallen konnte. In einem Nu war ich heimatlos geworden, denn ich hatte mir eingebildet, in einer Organsation, einer christlichen Religionsgemeinschaft zu Hause zu sein.

Ein großer Teil meiner Welt stürzte zusammen. Es geht ja nicht um einen kleinen Irrtum, sondern für manche um ein Leben, das unter falschen Voraussetzungen selbt zur Lebenslüge geworden war.  Warum  hat Gott das zugelassen, wo man doch in aller Aufrichtigkeit glaubte, das Richtige getan zu haben?  Ich finde, dass man dieser Frage nicht ausweichen sollte, denn es ist wichtiger, eine Antwort zu finden, als Zweifel zu haben und sie vor sich herzuschieben.

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Mag ich nicht (9)

„Die Liebe der meisten wird erkalten!“

Gedanken zum Empathieverlust. 

Man beklagt heute einen zunehmenden Empathieverlust, der eigentlich das Erfrieren der Liebe ausdrückt. In allen christlichen Gemeinschaften wird viel über Liebe geredet! Es entsteht so der Eindruck, dass man weiß, was Liebe im Sinne der Bibel ist. Aber der Eindruck ändert sich, wenn man sieht, was im Namen der christlichen Religion alles getan wird, um die christliche  Liebe zu verhöhnen!

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Mag ich nicht (28)

Vom Gründungsmythos der Organisation

Es wird ja stereotyp und immer wieder von der WTG behauptet, dass sie Gottes „Mitteilungskanal“ sei und dass Jesus Christus den „treuen und verständigen Sklaven“ 1919 mit heiligem Geist gesalbt habe und ihm die Verantwortung für sein Werk übertragen habe. An dieser göttlichen Autorisierung darf unter keinen Umständen gerüttelt werden! Sie ist die Daseinsgrundlage der WTG!

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Mag ich nicht (26)

Seelsorge in der WTG?

Es ist manchmal gut, in Erinnerungen „spazieren zu gehen“. Bei so einem Spaziergang fiel mir kürzlich eine Mappe mit Briefen meines verstorbenen Freundes in die Hände. Beim Lesen wurde die Vergangenheit wieder lebendig – und auch der Schmerz.

Mein Freund ist aus Angst und aus Mangel an Liebe gestorben! Das ist nicht so ungewöhnlich, denn das widerfährt immer wieder empfindsamen Menschen, weil wir in einer hündischen Welt leben.

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Mag ich nicht (19)

„Stelle mich bitte auf festen Grund!“ (Tilo)

Hat man sich nach langen inneren Kämpfen dazu entschlossen, die Wachtturm-Gesellschaft zu verlassen, dann tritt oft der Fall ein, dass man verunsichert ist und in Zweifel gerät. „Habe ich mich richtig entschieden? Vielleicht irre ich mich gewaltig, und dann habe ich einen großen Fehler gemacht!“

Solche Zweifel bleiben noch eine geraume Zeit wach und beschäftigen uns immer wieder. Woran mag das liegen? Haben wir unsere Entscheidung vorher nicht gut bedacht? Ein Grund für diese Zweifel mag darin zu suchen sein, dass unser Denken durch eine sehr lang dauernde Gehirnwäsche, durch Manipulation und Indoktrination beeinflusst worden ist. Das fängt schon damit an, dass man uns kurze, aber falsche Definitionen eingeschärft hat, die uns so schnell nicht verlassen.

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Mag ich nicht (16)