Seelsorge in der WTG?

Es ist manchmal gut, in Erinnerungen „spazieren zu gehen“. Bei so einem Spaziergang fiel mir kürzlich eine Mappe mit Briefen meines verstorbenen Freundes in die Hände. Beim Lesen wurde die Vergangenheit wieder lebendig – und auch der Schmerz.

Mein Freund ist aus Angst und aus Mangel an Liebe gestorben! Das ist nicht so ungewöhnlich, denn das widerfährt immer wieder empfindsamen Menschen, weil wir in einer hündischen Welt leben.

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Mag ich nicht (1)

„Stelle mich bitte auf festen Grund!“ (Tilo)

Hat man sich nach langen inneren Kämpfen dazu entschlossen, die Wachtturm-Gesellschaft zu verlassen, dann tritt oft der Fall ein, dass man verunsichert ist und in Zweifel gerät. „Habe ich mich richtig entschieden? Vielleicht irre ich mich gewaltig, und dann habe ich einen großen Fehler gemacht!“

Solche Zweifel bleiben noch eine geraume Zeit wach und beschäftigen uns immer wieder. Woran mag das liegen? Haben wir unsere Entscheidung vorher nicht gut bedacht? Ein Grund für diese Zweifel mag darin zu suchen sein, dass unser Denken durch eine sehr lang dauernde Gehirnwäsche, durch Manipulation und Indoktrination beeinflusst worden ist. Das fängt schon damit an, dass man uns kurze, aber falsche Definitionen eingeschärft hat, die uns so schnell nicht verlassen.

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Mag ich nicht (3)

Vom Leben im Sein Gottes

 

Es gibt Christen, die in sich ruhen und in der Gewissheit leben, Gottes Wohlgefallen zu haben. Niemand muss es ihnen sagen, dass sie Glauben, Hoffnung und Liebe haben. Sie wissen es, sie wissen es mit dem Herzen. Denn Gott hat in ihnen diese Gewissheit erzeugt. Deshalb benötigen sie nicht den Beifall und das Lob von Menschen für ihr Leben aus Glauben und Überzeugung.

 

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Mag ich nicht (5)

Die „innere Kirche“

Wie soll man Gott dienen – in einer äußeren oder einer “inneren Kirche“?

Ein Gespräch am Jakobsbrunnen

Es war ein ungewöhnliches Gespräch, was sich am Anfang der dreißiger Jahre des ersten Jahrhunderts am Jakobsbrunnen entwickelte.  Ein Jude sprach mit einer samaritanischen Frau! Das war allein schon ungewöhnlich, denn bei den Juden dieser Zeit galt die Frau fast nichts, schon gar nicht eine Ausländerin, die eine Imitation des jüdischen Gottesdienstes ausübte, die samaritanische Religion. Das Gespräch drehte sich zuerst um Wasser. Die Frau dachte an buchstäbliches Wasser, ihr Gesprächspartner an geistiges.  Er sagte, dass das Wasser, welches er geben könnte, im Menschen selbst zur Quelle würde und ewiges Leben vermittelt. Von diesem Wasser wollte die Frau unbedingt haben, als sie bat, dass er ihr dieses Wasser geben solle, damit sie nie mehr durstig würde und nicht mehr zum Brunnen laufen müsste, um Wasser zu schöpfen. Sie hatte noch nicht bemerkt, dass sie einem Missverständnis erlegen war.

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Mag ich nicht (4)

Das „Theokratische Gesetz“ der Wachtturm-Gesellschaft…

…und die «Institutio religionis Christianae» des Johannes Calvin

Wie Genf unter Calvins Herrschaft geriet

Zu Beginn möchte ich ein Zitat aus der «Institutio» von Johannes Calvin wiedergeben:

„Klar möge hier umschrieben sein die Macht, mit der die Prediger der Kirche bekleidet werden sollen. Da sie als Verwalter und Verkündiger des göttlichen Wortes bestellt sind, haben sie alles zu wagen und alle Großen und Mächtigen dieser Welt zu zwingen, sich vor der Majestät Gottes zu beugen und ihm zu dienen. Sie haben allen zu befehlen vom Höchsten bis zum Niedrigsten, sie haben die Satzung Gottes aufzurichten und das Reich des Satans zu zerstören, die Lämmer zu schonen und die Wölfe auszurotten, sie haben die Folgsamen zu ermahnen und zu unterrichten, die Widerstrebenden anzuklagen und zu vernichten. Sie können binden und lösen, den Blitz und den Donner schleudern, aber all dies gemäß Gottes Wort.“

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Mag ich nicht (3)