Angst vor der Freiheit

Wer Christus als sein Haupt anerkennen möchte, hat auch die Verantwortung zu unterscheiden, was wirklich von ihm als dem Haupt der Christenversammlung kommt und was nicht. Diese Verantwortung können wir niemandem übertragen; es ist unsere ureigene. Gottes Wort beruft uns zur Freiheit. Warum zögern dann aber so viele, diese Freiheit anzustreben?  Furcht vor der Freiheit?

Wer sich fürchtet, ist in der Liebe nicht vollendet, denn die Furcht rechnet mit Strafe; wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.  1. Johannes 4:18 

Wie wahr doch die Worte des Johannes sind, wenn er sagt: „denn die Furcht rechnet mit Strafe; wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe“

Die Furcht vor der Freiheit für Christus und Gott einzustehen, bedeutet eventuell, Furcht vor Repressalien zu haben, z. B. geächtet zu werden.

Jehovas Zeugen sind von ihrer Organisation dahingehend geformt, jede Anordnung, jeden Rat und alle Ermahnungen seitens ihrer Leitung ohne Widerspruch zu befolgen, denn diese sind für sie ja Gottes Anweisungen und Lehren.

Zitat aus dem Buch “Komm Jehova doch näher”, S. 224-225:   Absatz 14

„Zum Gehorchen bereit“….. Einem Gelehrten zufolge(?) wird dieser Ausdruck „oft für militärische Disziplin gebraucht“. Er vermittelt den Gedanken „leicht zu überzeugen“ und „fügsam“ zu sein. Wer sich nach der Weisheit von oben ausrichtet, fügt sich bereitwillig dem, was die Bibel sagt.

Genau diese Bereitschaft erwartet die leitende Körperschaft von uns. „Sich bereitwillig dem fügen, was die Bibel sagt“, sollte kein Problem sein. Doch wie oft stellt man fest, dass das, was uns gelehrt wird, der Bibel widerspricht. Diese Anordnungen und Lehren unterschiedslos und ohne Abwägung anzunehmen, wäre nicht nur unreif und töricht, es wäre gefährlich? Warum?

Blinder Gehorsam und Unterwürfigkeit gegenüber geistlichen Führern ist kein Zeichen von Glauben an Christus. Damit erweisen wir seiner göttlichen Stellung keine Ehre oder Achtung. Damit würden wir Jesus Christus als Haupt ablehnen.

Vielen Zeugen macht die Freiheit, Anordnungen und Lehren zu hinterfragen, Angst. Dies würde bedeuten, die Verantwortung für Schlüsse, zu denen man nach reiflicher Überlegung selbst gekommen ist, offen zu vertreten.

Man muss dann aber auch bereit sein, seine eigenen Entscheidungen zu treffen und dafür auch die Folgen zu tragen. Aus eben diesem Grund fürchtet sich ein großer Teil der Zeugen Jehovas vor dieser Freiheit.

Doch wie sagte Johannes: „Wer sich fürchtet, ist in der Liebe nicht vollendet, denn die Furcht rechnet mit Strafe; wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.  1. Johannes 4:18

Diese Angst führt zur Unterwerfung unter eine Organisation.  Wann immer wir der Verantwortung für unser Handeln aus dem Weg gehen, möchten wir sie jemand anderem, einer Organisation oder einem System, übertragen. Besonders in Glaubensfragen finden es viele Menschen bequemer, andere für sich denken oder entscheiden zu lassen. Auf materiellem Gebiet wäre man zweifellos nicht so schnell bereit dazu, aber in geistigen, ethischen oder Glaubensdingen leider sehr schnell.

Doch solch ein Glaube ist ein „geborgter Glaube“, weil man größtenteils etwas glaubt, weil es andere auch tun. Sie suchen Sicherheit durch Zugehörigkeit und Mitgliedschaft in einer Organisation. Sie suchen Zuflucht vor moralischen Problemen, indem sie sich bereitwillig einem System und einer Organisation unterwerfen, das ihnen anbietet, die Verantwortung für ihr Leben und für ihre Gewissensentscheidungen abzunehmen. Man suggeriert ihnen, ein „biblisch geschultes Gewissen“ zu erhalten, wenn sie alles übernehmen, was man ihnen als geistige Speise vorsetzt.

Die geistige Speise von JW.Org

Die „geistige Speise“ jedoch, für die die Wachtturm-Organisation sorgt, ermutigt nur dazu, die eigene Verantwortung einer Organisation und seiner Führung zu übertragen. „Die werden es schon wissen, sie werden sich verantworten müssen, wenn sie uns in die Irre führen.“ Ihren Anweisungen zu folgen, ziehen die meisten einem persönlich erarbeiteten Glauben vor. Es entsteht ein Glaube durch eine lebenslange, ständige Indoktrination und eine andauernde Routine von Tätigkeiten, um für eine gewisse Zeit dem Schuldgefühl zu entgehen, das entsteht, wenn man den Forderungen der Organisation nicht nachkommt.

Die Organisation erwartet, die eigenen geistigen Fähigkeiten aufzugeben, sich nicht auf den eigenen Verstand zu verlassen. Es ist immer ein mühseliger Prozess, sich den Problemen des Lebens zu stellen, und an Ihre Lösung heranzugehen. Kein Leben ist frei von Problemen, und der seelische Druck, den sie verursachen, kann körperlichen Schmerz übersteigen. Es besteht die Neigung, den Druck zu vermeiden, indem man die Probleme nicht zur Kenntnis nimmt. Man weigert sich, sich ihnen zu stellen, oder versucht mit allen Mitteln, ihnen zu entkommen.

Doch die Neigung, Problemen und den damit verbundenen seelischen Leiden aus dem Weg zu gehen, ist die Hauptursache vieler psychischer Erkrankungen. Manche tun alles, um den Problemen und dem Druck aus dem Weg zu gehen. Für einen bequemen Ausweg sind sie bereit, das eindeutig Richtige und Vernünftige hinter sich zu lassen, indem sie höchst fragwürdige Luftschlösser bauen, in denen sie unter Ausschluss der Wirklichkeit ihr Leben lang verbringen.

Dies traf mehr oder weniger auf uns alle zu, welche die Organisation verlassen haben. Wir sind alle in unserer Zeit als Zeuge Jehovas auf der einen oder anderen Weise mehr oder weniger wir selbst gewesen. Wir haben unseren Verstand, den Gott uns gegeben hat, nicht gebraucht und uns gescheut, wo immer notwendig und bei welcher Gelegenheit, die sich ergab, die Wahrheit zu sehen und auszusprechen.

Zugegeben, nicht alle in den Versammlungen sehen sich in gleichem Maße versklavt. Sie lächeln dich mitleidig an, wenn du zum Ausdruck bringst, du fühlst dich versklavt. Einigen gelingt es, ein ansehnliches Stück ihrer persönlichen Integrität zu bewahren und für sich Freiräume zu schaffen. Sie pflegen weiter ihre „untheokratischen Hobbys“ und auch ihre berufliche Karriere geben sie nicht auf. Sie machen hin und wieder einmal „HiPi“ und versuchen, den Landes- oder Versammlungsdurchschnitt an Zeiteinsatz zu erreichen. Sie haben ein gutes Gefühl dabei. Sie machen ja, was sie können. Sie geben ihr Bestes, obwohl sie ihren Lebensumständen entsprechend mehr (für Jehova) tun könnten. Es gelingt ihnen bis zu einem gewissen Grad, dem Druck einer starren Passform zu widerstehen. Für sie ist dann alles in Ordnung in der Organisation, und so lange der Anschein gewahrt wird, ist auch für die Organisation alles in Ordnung.

Aber es ist keine Frage, selbst diese Brüder verlieren mehr oder weniger ihre persönliche Integrität, und sie spiegeln Christus weniger wieder, als sie es könnten. Mit den Worten des Apostels Paulus: „Auf ihnen bleibt ein sinnbildlicher Schleier mit neuerlichem Legalismus und geschriebenen Gesetzen“ anstelle des mosaischen Gesetzes. Die Furcht, ihren Stand vor Christus in seiner vollen Bedeutung anzunehmen, behindert ihren „Freimut der Rede“ und führt oft zu Gefühlen, die verborgen werden. Es führt zu schleierhaften, dunklen Äußerungen statt zu Offenheit, Geradlinigkeit und Ehrlichkeit, die für christliche Freiheit typisch sind.

Leider hat diese Personengruppe unter den Zeugen Jehovas kaum Verständnis für diejenigen, die alles ernsthaft umsetzen wollen, sich Ziele setzen und daran zerbrechen, wenn sie nicht erreichet werden. Letztere Gruppe glaubt wirklich, ihr Leben und das Leben der Menschen hängt von ihrem Einsatz im Predigtdienst ab, oder von ihrem Einsatz in theokratischen Aktivitäten.

Angst – die Quelle von Arglist und Denunziation

„Wir halten uns fern von allen Heimlichkeiten, für die wir uns schämen müssten, wir täuschen niemanden und verdrehen auch nicht Gottes Botschaft. Im Gegenteil, wir sind Gott verantwortlich und verkünden frei und unverfälscht seine Wahrheit. Das ist unsere Selbstempfehlung! Jeder, der auf sein Gewissen hört, wird mir recht geben“. 2. Korinther 4:2, HfA.

Zweifellos wirkt hier eine gewisse Einschüchterung mit. Es herrscht eindeutig große Angst davor, Zweifel zu äußern. Du sprichst für deine Brüder eine andere Sprache, wenn du den Christus in den Vordergrund stellst. Die Reaktion deiner Brüder und Freunde, – welche ich selbst erfahren habe – steigert sich von Ablehnung, bis hin zu Feindschaft und Denunziation.  Wer es wagt, den Sklaven und seine Lehren in Frage zu stellen, wird bald keine Freunde mehr haben.

Mir warf man vor, den Namen Jehovas zu ächten, nachdem man akribisch festgehalten hatte, wie oft ich in meinen Ansprachen und Vorträgen den Namen Jehova und den Namen Christi verwendete. Wer von uns Zeugen Jehovas nicht bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit den Namen Jehova gebraucht, so wie die Organisation, macht sich verdächtig. Dieses, Jehova hier –  Jehova da, dient einzig der Verherrlichung der „Organisation Jehovas“. Jehova und seine Organisation stehen für einen Zeugen auf einer Stufe. Wer die Organisation ablehnt, lehnt Gott (Jehova) ab.

Solche Absurditäten sind dem Klima der Angst geschuldet. Es ist die Angst vor den Repressalien der WTG, sowie Ausschluss und Verlust aller sozialer Kontakte, einschließlich der Familie. Es ist die Angst vor dem Eingeständnis, ein Leben lang einer Illusion gefolgt zu sein, der Illusion, – in der „Wahrheit“ zu sein. Es ist die Angst, die ganz normale und auch liebe und ehrliche Menschen dazu veranlasst, ihre Freunde und Familienangehörigen abzulehnen, um sich voll und ganz der Organisation hinzugeben. „Nein“, werden diese Personen jetzt empört ausrufen, „nicht der Organisation, wir haben uns Jehova hingegeben, ihm sind wir treu“.

Viele nehmen den Druck erst wahr, wenn sie beginnen Fragen zu stellen. Die Organisation in ihrer Machtposition fühlt sich nicht von Personen bedroht, die sich nach ihren Anweisungen und Zielen ausrichten, sondern von denen, die nach dem „Warum“ fragen. Geistige Einschüchterung ist also eindeutig ein wichtiger Faktor, doch er beherrscht nicht unbedingt jeden Einzelnen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zahllose Zeugen sich nur deshalb fügen, weil sie meinen, es sei „die Wahrheit“, die sie auf Grund gründlicher Prüfung vor Jahren gefunden haben.

Nun sind sie bereit, alles zu akzeptieren, was die „Sklavenklasse“ an weiteren „Wahrheiten“ von sich gibt, auch wenn diese oft das Gegenteil von dem aussagen, was sie einst geprüft haben.

Ihr Argument: „aber die Grundwahrheiten“, was immer sie auch darunter verstehen mögen, „haben sich nicht geändert“. Fragt man sie, was wohl diese „Grundwahrheiten“ sind, zählen sie in der Regel auf: Die Hoffnung auf ein Leben im Paradies auf Erden, Dreieinigkeitslehre, Höllenlehre, Unsterblichkeit der Seele oder Ablehnung des Kriegsdienstes.

Ich lese nirgends in der Bibel, dass Kirchen, die diese Lehren vertreten, „in der Wahrheit sind“. Es gibt einige Kirchen, die ähnliche Lehren vertreten wie Jehovas Zeugen, ganz abgesehen davon, dass diese „Grundlehren der Wahrheit“ die Bibelforscher von anderen Kirchen übernommen haben. Auch ich war davon überzeugt und setzte einen Teil meines Lebens seit meiner Jugend im Vollzeitdienst ein und diente der Organisation in der Versammlung als Ältester.

Ich habe aus ganzem Herzen so gehandelt, weil ich dachte, dass ich „in der Wahrheit“ sei, bis mir klar wurde, dass die EINZIGE Wahrheit, Jesus Christus, uns kaum vermittelt wurde. Allen, die meine Behauptung für übertrieben halten, möchte ich die Frage stellen: „kannst du dir als Zeuge Jehovas vorstellen, öffentlich in einem Kommentar oder Vortrag zu sagen, Jesus Christus ist mein, oder unser, einziger Erlöser“. Wer das bejaht und davon überzeugt ist, den möchte ich bitten, dies wiederholt und bei jeder Gelegenheit zu tun, so wie es von einem Christen erwartet wird.

Er wird feststellen, wie schnell er als Fremdkörper in der Versammlung empfunden wird. „Man muss ja nicht immer von Jesus Christus sprechen und seinen Namen wie eine Trophäe vor sich hertragen, um zu zeigen, dass man ihn als seinen Erlöser angenommen hat“, so ihre Begründung.

Doch würden die Zeugen Jehovas sich auf Christus nur halb so viel berufen wie auf Jehova, ist dies schon verdächtig. Ich bin sicher, es gibt bestimmt viele klar denkende, intelligente Menschen in der Organisation. Doch wie kommt es dann, dass Anweisungen und Lehren des Sklaven, die offensichtlich dem christlichen Gedanken widersprechen, nicht mehr hinterfragt werden? Auch hier wirkt wieder eine gewisse Einschüchterung. Es herrscht eindeutig ein Klima der Angst. Du sprichst für sie eine andere Sprache, wenn du den Christus in den Vordergrund stellst.

In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass gerade solche „Brüder“, die für sich persönlich Freiräume geschaffen haben, es also nicht so genau nehmen mit dem, was der Sklave vorgibt und erwartet, sich bereitwillig an der Ächtung ihrer Familienangehörigen oder Freunden aus der Versammlung beteiligen, wie es der Sklave verlangt. Angst führt zur Heuchelei.

Warum stellen aber wenige Brüder Fragen an sich selbst, auch wenn sie sie nicht offen aussprechen? Angesichts der Fakten, die auf der Hand liegen, mag man kaum glauben, dass Menschen derart bereitwillig die Lehren einer so wenig verlässlichen und glaubwürdigen Organisation als „geoffenbarte Wahrheit“ akzeptieren können. Es kann nicht alleine daran liegen, dass wir als Zeugen geschult wurden, alles ohne Hinterfragen zu akzeptieren. Ich denke, das allein reicht aus, um Jahr für Jahr alles blind zu glauben.

Es wäre ein Fehler zu meinen, jeder Zeuge Jehovas glaube und befolge alles, weil er davon überzeugt ist. Das mag bei einigen der Fall sein, aber nicht bei allen. Ich bin überzeugt, dass viele Brüder sich nur deshalb einer Sache fügen, weil sie Angst haben, als abtrünnig gebrandmarkt zu werden.

Die Angst vor Abtrünnigkeit und Ächtung

Ja, die Bibel warnt Christen tatsächlich vor Abtrünnigkeit und spricht von Ächtung. Doch wie so oft wird auch dieser „biblische Lehrpunkt“ kräftig vermengt und verdreht, und von der Organisation in ihrem Sinne angewendet. Also, lasst uns das bitte nachschauen, was die Bibel über diejenigen sagt, welche als wirklich böse beschrieben werden, und mit denen man nicht essen (umgehen) soll, um keinen Anteil an ihren Werken zu haben.

2.Joh. Vers 11 gibt eine klare Antwort: „Überall begegnen wir Menschen, die in der ganzen Welt ihre Irrlehren verbreiten. Sie behaupten, dass Jesus Christus nicht als Mensch aus Fleisch und Blut zu uns gekommen ist. Solche Leute sind Werkzeuge des größten Verführers und schlimmsten Feindes von Christus, des Antichristen. Seht euch vor, dass ihr nicht verliert, was wir gemeinsam erarbeitet haben. ….Wer über das hinausgeht, was Christus uns gelehrt hat, der wendet sich von Gott ab. Nur wer sich an die Lehre von Christus hält, bleibt mit dem Vater und mit dem Sohn verbunden. 

Sollte also jemand zu euch kommen, der euch etwas anderes erzählen will, den nehmt nicht bei euch auf und grüßt ihn nicht. Wer diesen Verführern auch nur Gutes wünscht, unterstützt sie und macht sich mitschuldig an all dem Bösen, was sie anrichten.

So lange du in der Lehre „des Christus“ bist, bist du kein Abtrünniger.

Worum geht es in diesen Versen? Es geht darum, dem Gebot des Herrn Jesus zu folgen und nur, wer darin folgt, ist „in der Wahrheit“. Was ist dies für ein Gebot? Vers 5 dieses Kapitels sagt es deutlich: Alle in der Gemeinde möchte ich jetzt an sein Gebot erinnern: Wir sollen einander lieben. …. Diese Liebe zeigt sich darin, dass wir nach Gottes Geboten leben, das euch von Anfang an gesagt worden ist: Liebt einander! Davon sollt ihr euer ganzes Leben bestimmen lassen“.

Diese „Liebe zur Wahrheit“ wird nicht durch Lehren definiert wie 1914, Anerkennung des Sklaven und dessen Lehren, wie die überlappende Generationslehre o. ä. Dazu gibt es keinerlei biblische Aussage, ergo, auch keine „Abtrünnigkeitserklärung“!

Das bedeutet nicht, dass es keine Definition dieser Liebe gibt. Das zeigen die weiteren Verse sehr genau, wenn davon gesprochen wird, dass: “ viele Verführer in die Welt hinausgegangen sind, die nicht Jesus Christus bekennen; dies ist der Verführer und der Antichrist….“

Die Liebe zu Gott definiert sich somit ganz klar im Bekenntnis zum Leben und Wirken Jesu Christi, ein Bekenntnis, das einem Zeugen Jehovas aberzogen wurde! Wenn du dich demnach offen zu Christus bekennst, kann der Vorwurf der Abtrünnigkeit nicht auf dich zutreffen.

Es muss dir keine Angst machen, wenn dich die WTG als „abtrünnig“ diskriminiert, solange es nur um ihre Lehren geht, die du hinterfragst und nach reiflicher Überlegung ablehnst oder offen in Frage stellst.

Mag ich nicht (3)

55 Kommentare zu “Angst vor der Freiheit

  1. Lichtspender

    ANGST vor der FREIHEIT -- ja, was mag das für Ursachen haben? Darüber haben wir uns die letzten Tage hier alle Gedanken gemacht. Und viele von uns haben auch erkannt: Viele werden dennoch ihre Angst überwinden und sich für die Freiheit entscheiden, die Freiheit, die Christus verspricht -- die Freiheit von einer versklavenden Organisation, den Fesseln der Einschüchterung, frei von falschen, unbiblischen Glaubensauffassungen.

    In 2. Tim. 3:8, 9 heißt es gemäß der Bibel.heute:

    "So wie Jannes und Jambres1 sich einst gegen Mose stellten, so widersetzen sich auch diese Verführer der Wahrheit. Es sind durch und durch verdorbene Menschen, deren Glaube keiner Prüfung standhält.
    9 Doch sie werden nicht weit damit kommen, denn ihr Unverstand wird sich allen zeigen, wie es auch bei jenen Ägyptern der Fall war."

    Heute widersetzt sich der "treue und verständige Sklave" (besser: der unverständige Sklave) dem größeren Mose, nämlich Christus. Und viele Zeugen merken dies. Man erlebt es bei jeder Zusammenkunft durch die Selbstverherrlichung des Sklaven und erkennt es durch das Lesen der WT-Schriften:
    Das Evangelium des Christus -- wie es in den christl. griech. Schriften steht -- wird praktisch vollständig ausgeklammert. Auch halten die Sonderlehren der WT-Organisation keiner Prüfung stand. Die "Wahrheit" der Zeugen ist nicht die biblische Wahrheit -- sie ist eigentlich die "Gnosis" der Tage Pauli (1. Tim. 6:20).

    Schon mancher hat sich daher dazu entschlossen  -- und hier haben wir leider wieder die Furcht --, mehr heimlich als mutig einfach wegzubleiben. Viele einst aktive Zeugen besuchen nicht mehr die Zusammenkünfte oder nur noch ganz selten.

    Doch eines sollte uns klar sein: Damit kehrt man der Organisation der ZJ nicht wirklich den Rücken. Und -- ganz ehrlich -- man macht sich selbst etwas vor. Den letzten Schritt, um Christus wirklich gehorsam zu sein, ist man noch nicht gegangen.

    Und: Wer nur wegbleibt, wird von der Zeugen-Organisation weiter als Zeuge Jehovas gezählt und erscheint in ihren Statistiken, mit denen sie so gern prahlen. Man gilt dann als "Schwacher". Man ist noch offiziell noch ein Zeuge Jehovas, wenn auch ein schwacher. Willst du das?

    Für echte Nachfolger Christi kann das eigentlich nicht in Frage kommen. Christus ermuntert uns, mutig und stark zu sein; er spornte immer zu Konsequenz an und lebte diese auch vor.

    Ich bete darum, dass noch viele Brüder und Schwester verstehen, dass man, um wirklich von Christus als heilig betrachtet werden zu können, entschieden handeln muss -- je früher desto besser. Es ist an der Zeit, für ihn entschieden Stellung zu beziehen und für die Lehre, die er wirklich vertrat. Wir dürfen keine "Feiglinge" sein (Offenbarung 21:8). Feiglinge werden nicht gerettet.

    2. Korinther 6:14 mag dir auch zu denken geben:
    "Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis?".
    Und Vers 17: "Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab".

    In Liebe
    Lichtspender

    1. Schneeflocke@Lichtspender

      Lieber Lichtspender,

      Jedem Menschen ist der freie Wille geschenkt. Von Gott! Gerade dies ist Sein Wille. Bewusst geschenkte Liebe ist kein Vergleich zu programmierter und voreingestellter. Zeugen Jehovas haben diesen, von unserem Schöpfer gewollten, freien Willen bei ihren Schäfchen und Mitgliedern unterdrückt, manipuliert und gleichgeschaltet.

      Ich denke (meine persönliche Meinung!) Sie brauchen Unterstützung auf IHREM eigenen Weg, die Freiheit aus der Org. zu gehen ODER zu bleiben. Zu erkennen was sie selbst wollen und was ihren guttut (das werden unsere Höchsten schon einem jeden zeigen der darum bittet!!)

      Druck und Erwartungen erzeugen meist das Gegenteil 😉

      Jesus versteht uns schon, lassen wir es nur auch zu...

      Ganz lieben Gruß

      Schneeflocke

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